Christliche Nonne nach Rückkehr aus Aleppo: Westmedien lügen über Realitäten in Syrien


María Guadalupe Rodrigo ist eine argentinische Nonne, die seit Januar 2011 in der katholischen Diözese in Aleppo lebte. Sie blieb auch während des Belagerungsrings durch dschihadistische Rebellen in der Stadt. Nach ihrer Rückkehr berichtete sie über ihre Zeit in Aleppo. Eine Abrechnung mit der Rolle westlicher Medien in dem Konflikt und tödlichem „Demokratieexport“

Text:

Als diese Demonstrationen erstmal beginnen, präsentiert die internationale Presse, präsentieren die internationalen Medien sie so, als habe das syrische Volk endlich dem „Arabischen Frühling“ zugestimmt, und gehe nun friedlich auf die Straße um Demokratie zu fordern.

In Wirklichkeit stimmten jedoch  die Nachrichten, die wir von unseren Nachbarn, aus den betroffenen Dörfern erhielten, nicht damit überein, was wir im Fernsehn sahen.

Die Einwohner dieser Dörfer sagten, daß dort bewaffnete Gruppen von außerhalb Syriens eingetroffen waren,

:“Sie sprechen andere Mundarten“ sagten sie.

(Denn dort hat jedes Land seine Mundart) :“ Sie sind nicht Syrer, sie provozieren Unruhen im Dorf. Sie haben schon einige Christen gevierteilt“.

Die gevierteilten Christen lagen in Müllsäcken gepackt in einer Tonne mit der Aufschrift:

„Nicht berühren: Ein Christ“.

DAS waren die friedlichen Demonstrationen, so die Medien.

Als sich solche Ereignisse sehr schnell im ganzen Land zu verfielfachen beginnen, während die bewaffneten Gruppierungen aus dem Ausland kamen, gehen die Menschen auf die Straße.

Die Leute gehen auf die Straße in Damaskus, der Hauptstadt. Hier sehen sie Damaskus.( Zeigt auf die Karte im Hintergrund) Und in Aleppo, der zweitgrößten Stadt im Land, in der sich unsere Mission befindet.

Tausende Menschen gingen auf die Straße mit Plakaten, Transparenten und Flaggen, um ihren Präsidenten zu unterstützen. Um ihre Meinung gegenüber der Regierung zu äußern.

Nicht weil Baschar  al- Assad die beste Form der Regierung, oder weil er ein herzensguter Mann wäre. Wahrscheinlich ist er es nicht. Es geht darum, daß sie es bevorzugten, alles wie vorher zu belassen, anstatt in die Hände des islamischen Fundamentalismus zu fallen.

Denn das Ergebnis dieses Krieges wäre keine Demokratie. Sie sahen das voraus.

Genau dieselben Bilder, dieselben Szenen, die wir durch unsere Fenster beobachten ( denn wir sahen von unserem Bistum aus, wie diese Menschen vorbeizogen und sangen. Dieselben Bilder wurden dann von sehr wichtigen internationalen Nachrichten Kanälen übernommen und dabei auf die folgende Weise kommentiert:

“ Die friedlichen Demonstrationen dauern an, das syrische Volk geht auf die Straßen, um seinen Präsidenten zum Rücktritt aufzufordern“.

Das war lächerlich. Klar , wer versteht schon Arabisch, um zu wissen, daß sie in Wirklichkeit den Präsidenten unterstützt haben?

Deswegen ist eines der großen Leiden dieses Volkes, diese große Lüge, die um diese Geschichte konstruiert worden ist. Das ist eine Vernachlässigung durch den Westen. Deswegen handelt es sich hierbei um ein kompliezenhaftes Schweigen des Westens. Als sie versucht haben, ihre wahre Meinung zu äußern hat man ihre Stimme total verdreht.

Hören sie nur! Das ganze Konstrukt rund um diesen Krieg ist offensichtlich eine riesengroße Operation die eine Unterstützung und eine Zustimmung der öffentlichen Meinung erfordert.

Das heißt, damit der Westen es billigen kann, daß sich diese „moderaten“ Rebellen gegen den Diktator erheben.

Aber hören sie! Das ist ein Fehler. Das ist ein Fehler des Westens, den wir als westliche Menschen begehen. Denn wir beurteilen die Araber nach unseren westlichen Kriterien.

Wir leben also in unserer Demokratie und versuchen dabei, sie den anderen aufzudrängen – unsere Demokratie an diese Völker zu exportieren. Obwohl sie in Wirklichkeit seit mehreren dutzend Jahren auf diese Weise leben. Dabei haben sie gut gelebt. Und ich kann es ihnen versichern:

Der frühere Lebensstandart in Aleppo war so, daß sie Einwohner nicht auf die Gedanken kamen, die westliche Demokratie, oder Quasidemokratie zu beneiden. Keineswegs!

Mehr noch: Obwohl die Christen eine Minderheit waren, hatten sie eine gewisse Glaubensfreiheit. Sie konnten sich zu ihrem Glauben öffentlich bekennen, die Regierung beeinflussen und Ämter in der Regierung bekleiden.

Einige syrische Flüchtlinge, die sich momentan in Europa aufhalten und mit denen ich mich persönlich getroffen habe sagen:“ Es gibt soviele Freiheiten, die die Christen hier, im durch und durch demokratischen Europa nicht haben!“ Wie kann man das also nicht bemerken wenn man die Nachrichten hört. Wie kann man so oberflächlich sein und glauben, daß eine Demokratie vom Himmel kommt, und eine Diktatur aus der Hölle, und das es keine Zwischentöne gibt?

Diese Menschen haben eine andere Mentalität, eine andere Kultur. Sie haben schon immer so gelebt und das hat funktioniert. Welches Recht haben wir, ihre Souveränität zu mißachten?

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Gruß an die Erwachten

TA KI

 

 

 

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Ein Kommentar zu “Christliche Nonne nach Rückkehr aus Aleppo: Westmedien lügen über Realitäten in Syrien

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