Ursache von Migräne: Darm- und Mundflora


Migränepatienten haben eine gestörte Mund- und Darmflora – so eine Studie vom Herbst 2016. Die Population bestimmter Bakterien ist in der Mundflora der Migräneleidenden stark erhöht. Es handelt sich offenbar besonders um nitratverarbeitende Bakterien. Daher – so die Empfehlung – könnten Migränepatienten bei der Wahl ihrer Lebensmittel darauf achten, nitratreiche Lebensmittel zu meiden und auf diese Weise die Gefahr einer Migräneattacke mindern. Zusätzlich kann die Mundflora mit Hilfe von probiotischen Präparaten positiv beeinflusst werden.

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Migräne, Nitrat und die Mundflora

Etwa 30 Millionen Europäer leiden an Migräne. Die Lebensqualität wird von der Migräne deutlich eingeschränkt, oft verbringen Betroffene tagelang im abgedunkelten Schlafzimmer – von den Gesundheitskosten ganz abgesehen, die jährlich allein infolge der anfallartig auftretenden Kopfschmerzen ganz locker zweistellige Milliardenbeträge erreichen.

Wie genau die Migräne entsteht, ist nicht bekannt. Der Hirnstamm scheint mit dem Trigeminusnerv zu interagieren, und auch Neurotransmitter wie das Serotonin scheinen beteiligt zu sein. Natürlich muss auch eine genetische Veranlagung bestehen – und wenn dann die persönlichen Trigger (Auslöser) eintreffen, ist die Migräne da.

Zu den Triggern können Stress, Hormonschwankungen, körperliche Überanstrengung, das Wetter und auch bestimmte Lebensmittel gehören: Schokolade beispielsweise kann bei migräneempfindlichen Personen eine Migräne auslösen, aber auch Wein oder verarbeitete Fleischprodukte. Gerade Wurst kann hohe Nitratgehalte aufweisen, die neuerdings mit der Migräne in Zusammenhang gebracht werden.

Eine Forschergruppe vom Center for Microbiome Innovation der University of California-San Diego untersuchte diesen Aspekt genauer. Man wollte herausfinden, ob bei Migränepatienten der Nitratgehalt der Ernährung die Bakterienflora (Mund- und Darmflora) des jeweiligen Menschen beeinflusste und ob diese beiden Faktoren wiederum mit Migräneattacken in Verbindung standen.

Nitrat: Fürs Herz und die Gefässe gesund, für Migränepatienten nicht so gut

Wenn Lebensmittel hohe Nitratgehalte aufweisen, dann können diese Nitrate im Mund von bestimmten Bakterien der dort ansässigen Mundflora in Nitrite umgewandelt werden – was im Grunde ein völlig normaler Prozess darstellt. Im Körper nun kann sich aus den Nitriten Stickstoffmonoxid entwickeln.

Stickstoffmonoxid hat viele positive gesundheitliche Auswirkungen. Es verbessert unter anderem den Blutfluss und senkt den Blutdruck, weil es die Muskulatur der Gefässwände entspannt. Aus diesem Grund gibt man bei einem Angina-pectoris-Anfall oder bei manchen Formen der Herzinsuffizienz nitrathaltige Arzneimittel.

Allerdings berichten viele dieser Patienten (vier von fünf), dass sie als eine Nebenwirkung der nitrathaltigen Medikamente starke Kopfschmerzen bekommen.

Migränepatienten haben eine andere Mund- und Darmflora als Gesunde

Studienleiter Antonio Gonzalez untersuchte nun mit seinem Team die Daten des American Gut Project. Für dieses Projekt wurden seit 2012 Stuhl- und Speichelproben von über 10.000 Menschen untersucht und mit Krankheiten sowie der jeweiligen Ernährung in Zusammenhang gebracht. Gonzalez untersuchte davon nun 172 Mundfloraproben und fast 2.000 Stuhlproben.

Man entdeckte in der Darmflora deutliche Unterschiede zwischen der Bakterienflora von Gesunden im Vergleich zur Bakterienflora der Migränepatienten. In der Migränegruppe fand man signifikant mehr Bakterien (Pseudomonas oligotype 2), die für die Nitrat-Nitrit-Umwandlung zuständig sind. Beim Vergleich der Mundfloraproben waren die Unterschiede noch grösser.

Die Tatsache, dass in der Mundflora Bakterien leben, die Nitrate aus der Nahrung in Nitrite umwandeln können, ist längst bekannt und gilt als grosser Vorteil für Herz-Kreislauf-Patienten. Für Migränepatienten sind diese Bakterien jedoch nicht so günstig, da sie Migräne auslösen können – ob direkt oder indirekt ist noch unklar“, so Embriette Hyde, Projektleiterin des American Gut Projects.

Migräne-Risiko reduzieren: Mundflora positiv beeinflussen

Die Mundflora nun hängt direkt mit dem Zustand des Verdauungssystems und der dort ansässigen Darmflora zusammen. Sind Darm und Darmflora in einem gesunden Gleichgewicht, weist auch die Mundflora keine Unregelmässigkeiten auf. Zur Regulierung der Mundflora können daher Probiotika eingenommen werden, die gemeinhin zum Aufbau der Darm- und Scheidenflora eingesetzt werden, wie z. B. Combi Flora.

Darüber hinaus sollten Migräneanfällige – wenigstens probeweise – nitratreiche Lebensmittel meiden. Denn die Art der Ernährung beeinflusst natürlich auch die Zusammensetzung der Mundflora. Wird viel Nitrat verzehrt, siedeln sich auch bevorzugt nitratverarbeitende Bakterien in der Mundflora an. Achtet man auf eine nitratarme Ernährung, finden diese Bakterien nicht so gute Lebensbedingungen und vermehren sich daher auch nicht so üppig.

Migräne-Risiko reduzieren: Nitratreiche Lebensmittel meiden

Zu den nitratreichen Lebensmitteln gehören insbesondere Wurst und verarbeitete Fleischprodukte, Fischkonserven, manche Käse, manche Lachszubereitungen, Wasser (Nitratgehalt des Wassers kann beim zuständigen Wasserversorger erfragt werden), Bier und grüne Blattgemüse.

Allerdings geht man davon aus, dass bei Blattgemüse die positiven Inhaltsstoffe (Vitamine, Antioxidantien, Mineralien) mögliche Schadwirkungen des Nitrats kompensieren können. Da überdies grünes Blattgemüse aus Bio-Anbau weniger Nitrat enthält, greifen Sie am besten stets zu Bio-Gemüse.

Vitamin C scheint die Umwandlung des Nitrats zu bedenklichen Stoffen hemmen zu können. Dazu muss es aber regelmässig über den Tag verteilt eingenommen werden, z. B. alle zwei Stunden etwas Acerola-Pulver oder Vitamin-C-reiche Früchte/Säfte.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/migraene-ursache-darmflora.html

Gruß an die Gesunden

TA KI

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5 Kommentare zu “Ursache von Migräne: Darm- und Mundflora

  1. Guten Morgen Ta Ki,ich möchte mich auf diesem Wege recht herzlichst bei Dir bedanken für deine zahlreichen und sehr guten Tips aus “Mutter Natur“.Einige Dinge kenne ich,sie sind/waren jedoch in Vergessenheit geraten :-(Nun habe ich eben damit begonnen, den Sud “natürliches Antibiotka “ herzustellen 🙂 🙂 Du erklärst und schreibst immer alles detailliert.Super.:-) Ich wünsche Dir und allen hier einen guten Rutsch ins Jahr 2017,Gesundheit,Zufriedenheit.Möge alles besser werden!Liebe Grüße und auf weitere gute Tips ….SaBi

  2. Zitat: „Wie genau die Migräne entsteht, ist nicht bekannt“.

    Tatsaechlich? Wieso publiziert man solches?

    Wer meinen ausfuehrlichen Kommentar gelesen hat, den ich kuerzlich in diesem Blog zum Thema Migraene publiziert habe, weiss eindeutig mehr. Ich wundere mich, dass man hier nicht einmal einen Hinweis darauf eingefuegt hat und es dabei bewenden laesst, die Entstehung von Migraene waere gar nicht bekannt.

    Die Entstehung ist sehr wohl bekannt, auch wenn nur wenige Leute darueber bescheid wissen moegen. Man muss vielleicht nur die „Richtigen“ fragen und darf sich nicht allzusehr auf den Hochschulbereich oder andere „offizielle Forschungsbereiche“ verlassen.

    Wie man hier eigentlich wissen sollte, sind universitaere Forschungseinrichtigen sehr oft von Geldern von Big Pharma abhaengig, sonst waeren die meisten von ihnen finanziell gar nicht ueberlebensfaehig. Demnach ist man im Allgemeinen auch nicht sosehr auf Heilung fokussiert, die ja, kennt man die Ursachen fuer die Entstehung einer Erkrankung bereits, sehr oft nur mehr einen kleinen Schritt bedeutet.

    Der Wissenschaftsbereich bzw. deren „Leute vom Fach“ behaupten zwar ausnahmslos in Richtung Heilung zu forschen, die Praxis beweist allerdings seit Jahrzehnten, dass es stets nur darum geht, fuer Big Pharma die Maerkte gross und aufnahmefaehig zu machen oder zumindest diese Maerkte nicht schrumpfen zu lassen. Heilung passt in deren Konzeption gar nicht hinein, denn Heilung ist fuer sie immer geschaeftsschaedigend!

    Migraenekranke, die meinen oben zitierten Kommentar lesen (und damit auch erfahren koennen wie die Migraene tatsaechlich entsteht), haben, bei Befolgung meiner Hinweise, eine grosse Chance, ihre Migraene schnell und fuer alle Zeiten loszuwerden. Sie brauchen dazu weder einen speziellen Therapeuten, noch irgendeine andere, z. B. aerztlche Unterstuetzung. Selbstverstaendlich benoetigen sie auch kein einziges der gaengigen (und Big Pharma gewinnbringenden) Medikamente.

    Die Information und die Loesungen sind stets da, man muss nur die Augen oeffnen, sich buecken und sie aufheben… 😉

    Ueber Rueckmeldungen bei Heilungserfolgen bin ich stets erfreut und dankbar!

    gabrielbali@hotmail.com

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