Ungesunde Ernährung erhöht ADHS-Risiko


Eine Studie, die in der Januarausgabe 2017 im Fachjournal Pediatrics zu lesen war, zeigt die Verbindung zwischen einer ungesunden Ernährung und dem erhöhten Risiko für ADHS auf. Dabei stellte sich heraus, dass nicht nur eine ungesunde Ernährung ADHS wahrscheinlicher machen kann, sondern auch, dass eine gesunde mediterrane Ernährung vor ADHS schützen und ein bestehendes ADHS bessern kann. Bei ADHS sollte daher eine hochwertige Ernährung ein wichtiger Teil der Therapie sein.

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Eine Ursache von ADHS: Schlechte Ernährung

Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom ADHS ist heute jedem bekannt – ein Zeichen dafür, wie weit verbreitet die neurologische Störung ist, übrigens nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Denn ADHS wächst sich nicht unbedingt aus. Das Syndrom äussert sich insbesondere in Konzentrationsstörungen, impulsivem Verhalten und Hyperaktivität.

Gemäss der amerikanischen Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erhielten seit 2011 ungefähr 11 Prozent aller Kinder zwischen 4 und 17 Jahren eine ADHS-Diagnose. ADHS ist damit eine der häufigsten neurologischen Störungen in der Kindheit.

Die konkrete Ursachen für ADHS sind nach wie vor unklar. Doch lassen schon frühere wissenschaftliche Arbeiten vermuten, dass eine schlechte Ernährung eine wichtige Rolle bei der ADHS-Entstehung spielt.

Weniger Farbstoffe: ADHS bessert sich

Im März 2013 schrieben Forscher im American Journal of Psychiatry beispielsweise, dass manche Kinder empfindlich auf künstliche Lebensmittelfarbstoffe reagierten. Sorgte man bei diesen Kindern dafür, dass sie keine Farbstoffe mehr erhielten, besserten sich ihre ADHS-Symptome.

Und im Juli 2016 erschien eine Studie, die zeigte, dass Kinder umso wahrscheinlicher ein ADHS entwickelten, je mehr Softdrinks sie konsumierten.

Umgekehrt weiss man seit spätestens einer Studie aus dem Jahr 2014, dass eine gesunde fettarme Ernährung mit gleichzeitig ausreichend essentiellen Fettsäuren, gesunden Kohlenhydraten und genügend Mineralstoffen zu einem deutlich niedrigeren Risiko führt, je an ADHS zu erkranken.

Mediterrane Ernährung reduziert ADHS-Risiko

Jetzt veröffentlichten spanische Forscher rund um Dr. María Izquierdo Pulido von der Universität in Barcelona eine Studie, in der untersucht wurde, ob eine Mediterrane Ernährung vor ADHS schützen könnte.

Die Mediterrane Ernährung ist die Bezeichnung für eine Ernährungsform aus bevorzugt Früchten, Gemüse, Fisch, Vollkorngetreide, Nüssen und Hülsenfrüchten. Sie ist ferner arm an Fleisch, Eiern, Milchprodukten und Süssigkeiten. Diese Form der Ernährung gilt nachweislich als hervorragende Präventionsmethode, um sich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alzheimer und etlichen Krebsarten zu schützen.

Um nun herauszufinden, ob die Mediterrane Ernährung auch bei ADHS hilfreich sein kann, analysierten Pulido und ihr Team die Daten von 60 Kindern und Heranwachsenden im Alter zwischen 6 und 16 Jahren, die alle eine ADHS-Diagnose erhalten hatten. Als Kontrollgruppe dienten 60 gesunde Kinder in demselben Alter.

Es zeigte sich, dass die Kinder, die sich am ehesten an die Regeln der Mediterranen Ernährung hielten, am seltensten mit ADHS in Berührung kamen, Kinder, die sich so gut wie gar nicht mediterran ernährten, hatten dagegen das höchste ADHS-Risiko.

Süssigkeiten und Limo – und das ADHS-Risiko steigt

Besonders hoch war das ADHS-Risiko für jene Kinder, die viele Süssigkeiten assen, reichlich gezuckerte sowie koffeinhaltige Limonaden tranken und gleichzeitig nur wenige essentielle Fettsäuren zu sich nahmen.

Die ADHS-Kinder konsumierten in der vorliegenden Studie ausserdem mehr als doppelt so viel Koffein wie die gesunden Kinder, dafür assen sie sehr viel weniger Obst und Gemüse als die Kinder ohne ADHS.

Zwar lasse sich nicht wirklich garantieren, dass eine Mediterrane Ernährung vor ADHS schütze, doch könne man eindeutig schlussfolgern, dass eine ungünstige Ernährung zu ADHS beitragen könne – so die Forscher aus Barcelona.

Zu einer gesunden Ernährung gehört übrigens auch, dass die entsprechenden Lebensmittel möglichst wenig mit Pestiziden in Kontakt kamen, denn bestimmte Spritzmittel (Organophosphate) können das Risiko für ADHS um das Doppelte bis Dreifache steigern – wie eine Studie vom Sommer 2016 ergeben hatte.

Gesunde Ernährung bei ADHS

Die wichtigsten Richtlinien einer gesunden Ernährung bei ADHS bzw. zur Prävention von ADHS lauten also wie folgt:

  • Viel Obst und Gemüse
  • Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse
  • Möglichst Bio-Lebensmittel (Lebensmittel ohne Pestizidbelastung)
  • Ausreichend essentielle Fettsäuren, z. B. Olivenöl, Fisch, Hanföl, Leinöl u. a. oder entsprechende Nahrungsergänzungen
  • Keine Softdrinks
  • Keine koffeinhaltigen Getränke
  • Keine Fertigprodukte, schon gar nicht Fertigprodukte mit künstlichen Farbstoffen
  • So wenige Süssigkeiten wie möglich
  • Auf genügend Magnesium und Vitamin D achten (…)

.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/adhs-ernaehrung-170204014.html

Gruß an die Mütter, die ihren Kindern gesunde Lebensmittel geben- und keinen freien und ständigen Zugang zu Süßigkeiten!

TA KI

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