Tageskommentar


 

26. Hornung 2017

Ich habe gerade die Sendung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ gesehen. Das war früher eine Pflichtsendung, aber diesem Anspruch genügt sie schon lange nicht mehr. Immerhin hat die Sendung bewiesen, daß Angela Merkel derart profillos ist, daß selbst die „professionellen“ Fastnachter nichts gefunden haben, was sie über sie sagen können. Das trifft übrigens auf die ganze Bundesregierung zu.

Zum Glück gibt es Donald Trump, über den haben sie hergezogen, auch über Recep Tayyip Erdogan. Und natürlich war die AfD Thema. Allerdings relativ platt, wie „Bremsspur in der deutschen Unterhose“. Dabei hätte die AfD mit ihrer inneren Zerrissenheit doch wahrlich genug geboten. Tief gesunken sind sogar die Mainzer Hofsänger, die früher richtig bissig gewesen sind, bei denen es diesmal jedoch nur noch zur Unterhaltungsmusik gereicht hat. Wenigstens können sie noch singen.

Die Mainzer Narren haben die „Demokratie“ verteidigt, sich also für die Zustände in Merkeldeutschland ausgesprochen. Und wie? Indem sie auf die sieben erdähnlichen Planeten verweisen, die im 40 Lichtjahre entfernten Sonnensystem Trapist 1 gefunden worden sind. Dorthin möchten sie – im Namen der Meinungsfreiheit, versteht sich – die Andersdenkenden verbannen. Nun ja, es entspricht dem allgemeinen Niedergang in Deutschland, daß auch die Narren immer langweiliger werden.

Zeitweise bin ich bei einem Vortrag sogar eingeschlafen, ich habe mir den im Anschluß noch einmal im Internet angesehen, in der Hoffnung, daß wenigstens dieser Redner ein paar Sätze über Merkel zustande bringt. Leider war das vergebliche Mühe.

Der BRD-Regierung wurde eine Petition übergeben, in der sich 111.047 Unterzeichner für die Meinungsfreiheit einsetzen. Allerdings für die Meinungsfreiheit in der Türkei, denn daß diese unter dem Merkel-Regime ebenfalls immer weiter eingeschränkt wird, interessiert diese Unterzeichner nicht.

Ob man das, was in diesem Staat geschieht, mit der Gestapo oder der Stasi vergleicht, sei jedem selbst überlassen. Die Zustände, die hierzulande herrschen, haben wir früher nur in schlechten Filmen gesehen. Die Gefängnisse sind voller Meinungsabweichler, die Justiz verurteilt nicht nach Recht und Gesetz, sondern schlicht nach Willkür.

Das steht in guter Tradition der Hexenprozesse, die übrigens von staatlichen Gerichten geführt worden sind, nicht von der Inquisition. Da herrschte der Grundsatz, daß das Gericht bestimmt, was Hexerei ist. Heute entscheidet das Gericht, was „Volksverhetzung“ ist und was den „inneren Frieden“ stört – ganz ohne Beweis, nur auf bloße Behauptung. Nun denn, kämpfen wir also für die Meinungsfreiheit in der Türkei, da wir sie in Merkeldeutschland längst verloren haben.

Natürlich regt sich die komplette Journaille darüber auf, daß ein paar Schmierfinken bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus nicht zugelassen wurden. Da wird plötzlich von einem „Menschenrecht auf Berichterstattung“ gefaselt und Trump als Schmalspur-Diktator hingestellt. Wer aber hat dieses „Menschenrecht auf Berichterstattung“ zuerst verletzt?

Wir haben doch längst keine „Berichterstattung“ mehr, in der Geschehnisse objektiv dargestellt werden, sondern nur noch den Anspruch auf Meinungsführerschaft, wo jeder Schreiberling eines Käseblättchens meint, er müsse seine Leser belehren und erziehen, wo sich jede Redaktion anmaßt, Fakten zu filtern und zu verzerren. Pressefreiheit ist ein hohes Gut, jedoch eine Presse, die sich Freiheiten in der Berichterstattung herausnimmt, ist eine Gefahr für die Freiheit. In Deutschland kann das Volk nur hilflos „Lügenpresse“ skandieren, in Amerika wird nach diesen Worten gehandelt.

„Die Agenda 2010 ist die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs und des sozialen Ausgleichs in Deutschland.“ Wer das zusammenphantasiert hat? Angela Merkel!

Wirtschaftlicher Erfolg dank Lohndrückung und soziale Gerechtigkeit auf dem niedrigsten Niveau, das bedeutet Agenda 2010. Eine Wirtschaft, die stagnierende Reallöhne braucht, ist nicht erfolgreich. Und ein Land, in dem Menschen, die 30, ja 40 Jahre hart gearbeitet haben, nach ein paar Monaten der offiziell erklärten Unbrauchbarkeit jenen gleichgestellt werden, die nie im Leben auch nur einen Handschlag getan haben, sollte nicht einmal von sozialer Gerechtigkeit sprechen dürfen.

Was die Bundeskanzlerin da von sich gegeben hat, ist Verachtung gegenüber den arbeitenden Menschen. Sie selbst ist ja nicht betroffen, sie bekommt ihre Diäten und ihr Gehalt weit jenseits dessen, mit dem die Menschen im Land auskommen müssen. Und dank Abgeordneten-, Minister- und Kanzlerpensionen wird sie auch niemals Altersarmut kennenlernen.

Der größte Unterschied zwischen zwölf Jahren Hitler und zwölf Jahren Merkel besteht darin, daß die Zerstörungen nach Hitler äußerlich sichtbar gewesen waren.

Quelle: http://michaelwinkler.de/Kommentar.html

Gruß an die Erwachenden

TA KI

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2 Kommentare zu “Tageskommentar

  1. Dem kann ich nur zustimmen, habe mir fast alle Faschingssendungen angeschaut die bis jetzt gekommen sind und man hat den Reden wieder gesehen das die Systemmedien trotz aller Aufklärung ihre Wirkung haben denn was man dort über „den mächtigsten Mann der Welt“ vom Stapel gelassen hat war überhaupt nicht lustig sondern eher Beleidigend. Warum nennt man die Eliten eigentlich Eliten das was sie tun ist zwar Elitär aber von großem Geist zeugt das nicht. Früher war mein Verständnis über Eliten das die da beste machen die Besten sind, heute bringe ich das Wort nur noch mit Verachtung in Verbindung.

  2. Pingback: Heidelberg: Ist der Täter ein Islam-Konvertit? | inge09

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