UN-Spitzenbeamtin tritt zurück, nachdem die Organisation versehentlich die Wahrheit über Israel sagte


Ein in der vergangenen Woche veröffentlichter UN-Bericht beschuldigte Israel, über das palästinensische Volk ein “Apartheids-Regime” der Rassendiskriminierung zu verhängen. Kurz nach der Veröffentlichung kündigte die Beamtin, welche die Publikation zuvor genehmigt hatte, weil sie unter Druck gesetzt wurde, diesen zurückzuziehen. Und der Bericht ist danach tatsächlich zurückgenommen worden. So viel zum Thema Freiheit und Demokratie und Unabhängigkeit.

Der von der UN-Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien (ESCWA) verfasste Bericht gelangt zu der Festgestellung, dass Israel ein Apartheids-Regime etabliert hat, welches das palästinensische Volk insgesamt dominiert” – ein Vorwurf, den Israel vehement bestreitet.

Der Sprecher des israelischen Außenministeriums verglich den Bericht mit der seinerzeitigen Nazi-Propaganda Zeitung ‘Der Stürmer’, die stark antisemitisch war.

Es ist eine einzigartige und vorteilhafte Position, wo man jedwede legitime Kritik an der eigenen Politik als rassistisch oder politisch motiviert hinstellen kann. In diesem Sinne will Israel über jegliche Kritik erhaben sein, selbst wenn die Nation schwerwiegende Verletzungen des internationalen Rechts begeht. Es überraschte nicht sehr, dass die USA wieder einmal zuverlässig zu Israels Hilfe eilten.

“Das Sekretariat der Vereinten Nationen hat sich zu Recht von diesem Bericht distanziert, aber es muss noch weiter gehen und den Bericht insgesamt zurückziehen” sagte der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, laut The Independent in einer Erklärung.

Die ESCWA besteht aus 18 arabischen Staaten in Westasien und hat gemäß ihrer Webseite die Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den Mitgliedstaaten im Sinn. Der Bericht wurde auf Antrag der Mitgliedsstaaten hin erstellt und weist darauf hin, dass er nur die Ansichten der Autoren widerspiegelt. Desweiteren war er ohne vorherige Absprache mit dem UN-Sekretariat veröffentlicht worden.

Ist der Bericht völlig wertlos, wie die USA und Israel uns glauben machen wollen? In der Kurzfassung des Berichts, welche The Anti-Media zitierte, bevor die Veröffentlichung zurückgezogen wurde, heißt es:

“Die bisherigen Kriege, Annexion und Vertreibungen, sowie eine Reihe von Praktiken, haben das palästinensische Volk in vier verschiedene Bevölkerungsgruppen zersplittert, drei von ihnen (die Bürger Israels, die Bewohner von Ost-Jerusalem, und die Bevölkerung in den besetzten West Bank- und Gaza-Gebieten) leben unter direkter israelischer Herrschaftm und der Rest, Flüchtlinge und unfreiwillig Exilierte, leben außerhalb dessen. Diese Fragmentierung ist, gepaart mit willkürlicher Gesetzesanwendung gegen diese Gruppen, das zentrale Anliegen des Apartheids-Regimes. Dies dient dazu, Opposition dagegen zu entkräften und seine Existenz zu verschleiern. Dieser Bericht kommt zu dem Schluss, dass auf der Grundlage überwältigender Beweise Israel des Verbrechens der Apartheid schuldig ist, und er fordert rasche Maßnahmen, um dem entgegenzutreten und diesen Zustand zu beenden.”

Südafrika, ein Land, dessen berüchtigte Geschichte unter einem Apartheids-Regime zeigt, dass Menschen in der Lage sind, zu erkennen, wenn sie Apartheid ausgesetzt sind, ist seit Jahren ein überzeugter Unterstützer der palästinensischen Bewegung. Wie Südafrika’s Minister für Internationale Beziehungen, Maite Nkoana-Mashabane, es einst bekanntlich formulierte: “Der palästinensische Kampf ist auch unser Kampf”.

Autoren des UN-Berichts sind Richard Falk, ein ehemaliger UN-Menschenrechts-Ermittler für die palästinensischen Gebiete und Virginia Tilley, Professor für Politikwissenschaft an der Southern Illinois Universität.

Wie Reuters berichtet, trat nach dessen Veröffentlichung Rima Khalaf, UN-Vizegeneralsekretär und Exekutivsekretär der ESCWA unter dem Druck von Generalsekretär Antonio Guterres zurück, den Bericht zurückzuziehen. Sie hielt an dem Bericht fest und fügte hinzuEs war zu erwarten, dass Israel und seine Verbündeten enormen Druck auf den Generalsekretär der Vereinten Nationen ausüben würden, damit man auf den Bericht verzichte. ”

Der Bericht ist mittlerweile von der UNESCWA-Webseite verschwunden, kann aber noch im Internet-Archiv gefunden werden.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://theantimedia.org/un-official-resigns-apartheid-israel/

Quelle: http://derwaechter.net/un-spitzenbeamtin-tritt-zuruck-nachdem-die-organisation-versehentlich-die-wahrheit-uber-israel-sagte

Gruß an die Erwachenden

TA KI

 

Werbeanzeigen

Geheimdienstkomitee-Vorsitzender bestätigt #Wiretapping des Trump-Teams


<> on March 22, 2017 in Washington, DC.

Am vergangenen Montag wurde FBI-Direktor Comey vom Geheimdienstkomitee des US-Kongresses unter anderem über Donald Trumps Vorwurf gegenüber der Obama-Administration befragt, er und Mitglieder seines Teams seien überwacht und abgehört worden. Comey sagte vor dem Komitee unter Eid aus, dass dem FBI keine Hinweise vorlägen, welche Trumps Behauptungen stützen würden:

»Hinsichtlich der Tweets des Präsidenten über ein angebliches gegen ihn gerichtetes Abhören durch die ehemalige Administration liegen mir keine Informationen vor, welche diese Tweets stützen. Und wir haben innerhalb des FBI gründlich nachgesehen.«

Nun trat am gestrigen 22. März 2017 der Vorsitzende des Geheimdienstkomitees im US-Kongress, der kalifornische Abgeordnete Devin Nunes, in Washington D.C. vor die Presse und sagte, er sei darüber informiert worden, dass das Trump-Team tatsächlich von Geheimdiensten abgehört wurde:

»Erstens: Ich habe kürzlich Bestätigung dafür erhalten, dass Geheimdienstkreise bei mehreren Gelegenheiten zufällig Informationen über US-Bürger eingesammelt haben, welche in den Trump-Übergang [von der Obama- zur Trump-Administration] involviert waren.

Details über US-Personen, welche mit der US-Administration in Verbindung standen, Details mit wenig oder keinerlei offensichtlichem Wert für den Auslandsgeheimdienst, wurden in Berichten der Geheimdienstkreise breit gestreut.

Drittens habe ich die Bestätigung erhalten, dass zusätzlich Namen von Mitgliedern des Trump-Übergangsteams offengelegt wurden.

Viertens und letztens, möchte ich deutlich sagen: nichts von dieser Überwachung stand in Beziehung zu Russland oder der Untersuchung russischer Aktivitäten oder dem Trump-Team.

Das Geheimdienstkomitee des Kongresses wird die Überwachung und die nachfolgende Verbreitung gründlich untersuchen, um ein paar Dinge festzustellen, welche ich hier vorlesen werde:

Wer wusste davon? Warum wurde es dem Kongress nicht mitgeteilt? Wer hat die Offenlegung [der Namen von US-Bürgern] angefordert und autorisiert? Hat irgendjemand die Geheimdienste angewiesen, sich auf Mitarbeiter von Trump zu konzentrieren? Und wurde gegen irgendwelche Gesetze, Regularien oder Prozeduren verstoßen?«

Der Sohn des US-Präsidenten, Donald Trump jr., kommentierte den Sachverhalt wie folgt:

»Man möge mein Gedächtnis auffrischen. Wer hat dies jetzt seit Wochen gesagt??? Die Medien würden langfristig viel effektiver sein, würden sie nicht jedes Mal scheitern, wenn sie so verzweifelt versuchen @realdonaldtrump zu unterminieren. Jetzt ist deren Glaubwürdigkeit praktisch nicht existent. Deshalb ist es so effektiv, dass er über seine sozialen Plattformen direkt zu den Menschen geht und warum die [Medien] hassen, dass er das tut. Die Amerikaner verstehen die wahre Story ohne Verdrehungen und die [Medien] verlieren ihre Fähigkeit ihr Narrativ voranzutreiben und die Menschen zu zwingen, nur so zu denken wie sie selbst. Zwei Fliegen mit einer Klappe!«

 

Gefällt 18.3 Tsd. Mal
1,032 Kommentare
Refresh my memory. Who has been saying this for weeks now??? The media would be a lot more effective in the long run if they didn’t fail every time they try so desperately to undermine @realdonaldtrump. Now their credibility is practically non existent. It’s why him going right to the people with his social platforms is so effective and why they hate that he does it. Americans get the real story with out the spin and they lose their ability to drive their narrative forcing people to think only as they do. Two birds one stone! #fakenews#trump#maga#toldyouso#twobirdsonestone

Vor 15 Stunden

Mindestens hinsichtlich seiner Einschätzung über die Art und Weise, wie die führenden LeiDmedien die Meinung des Volkes zu manipulieren gesuchen, liegt Trump jr. nachweislich richtig. Und da der US-Präsident von diesen Medien wegen seiner direkten Kommunikation mit den Menschen in aller Regelmäßigkeit scharf kritisiert wird, darf getrost davon ausgegangen werden, dass er seine Botschaft auch weiterhin auf direktem Weg unters Volk bringen wird.

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

***

Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/03/geheimdienstkomitee-vorsitzender-bestaetigt-wiretapping-des-trump-teams/

Gruß an die Wahrheit

TA KI

Diese 8 Worte dürfen Sie nicht sagen, sonst…


von Michael Grandt

In unserer „Meinungsfreiheitsrepublik“ gibt es „Sagbarkeitsregeln“, die Sie schnell zu einem Rechtspopulisten machen. Welche das sind, erfahren Sie hier …

Die „Zensur“ findet über „Sagbarkeitsregeln“ statt

Frage: Wer errichtet in einem „demokratisch“ verfassten Gemeinwesen, das in seinem Grundgesetz festlegt, dass eine Zensur nicht stattfindet (vgl. GG Art. 5, 1), überhaupt sprachliche Grenzen?

Antwort: Keine einzelnen, sondern die Gesellschaft. Denn es gibt eine weitgehende gesellschaftliche Übereinkunft der linken Gutmenschen darüber, was als „ sagbar“ gilt. Wer diese Übereinkunft übertritt, bricht ein Tabu und muss gegebenenfalls mit Sanktionen rechnen.

Keine objektive Geschichtsschreibung möglich

Daneben gibt es geschriebene Gesetze, die den Sprechern und Schreibern bei politischen Auseinandersetzungen Grenzen aufzeigen. Diese Gesetze beziehen sich in Deutschland z. B. auf die NS-Vergangenheit. Im § 130 des Strafgesetzbuches ist geregelt, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht „in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören“, gebilligt, geleugnet oder verharmlost werden dürfen.

Dies lässt keine vollständig objektive Geschichtsforschung zu, denn der gesellschaftliche Diskurs und NICHT die historischen Tatsachen bestimmen letztlich unser Geschichtsbild. Deshalb recherchiere ich zu diesem Thema häufig mit ausländischen Quellen, die diese Einschränkung der Forschung nicht kennen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung teilt den Wortschatz von (Rechts)Populisten in folgende drei Kategorien ein:

1. Wörter, die politische Konzepte bekämpfen:

Diese Wörter dienen dazu, politische Konzepte und Phänomene, die den Rechtspopulisten als bekämpfenswert gelten, extrem negativ zu bewerten. Dies geschieht häufig durch die Verwendung historisch belasteter Vokabeln.

Beispiele:

  • Umvolkung
  • Bevölkerungsaustausch (im Zusammenhang mit Flüchtlingen)
  • Ethnosuizid (= Verharmlosung des Holocaust)
  • Islamisierung (im Zusammenhang mit Flüchtlingen)

Die Erklärung der Bundeszentrale für politische Bildung:

„Wird beispielsweise im Zusammenhang mit den aktuellen Flüchtlingsbewegungen von einer Umvolkung oder einem Bevölkerungsaustausch gesprochen, so wird damit – auch wenn es vielen gar nicht bewusst sein mag – ein nationalsozialistischer Topos aktiviert (…) Heutzutage soll mit der Vokabel auf eine drohende „Überfremdung“ Deutschlands hingewiesen werden. Gemeint ist also, dass die Politik der Bundesregierung dazu führe, dass „das deutsche Volk“ in der Bundesrepublik Deutschland durch zunehmende Immigrationsbewegungen Nichtdeutscher gegen eine ausländische Bevölkerung ausgetauscht werde (…) Dieses Konzept, nach dem also in Deutschland v.a. Deutsche zu wohnen haben bzw. nach dem Deutschland den Deutschen gehöre, ist mit der politischen und gesellschaftlichen Realität freilich nicht in Einklang zu bringen“.

2. Wörter, die historisch belastet sind:

Diese Wörter sind historisch belastet und sollen offenbar reanimiert und gleichzeitig rehabilitiert werden.

Beispiele:

  • Völkisch
  • Volksverräter
  • Lügenpresse

Die Erklärung der Bundeszentrale für politische Bildung:

„Die häufig auf Demonstrationen von Pegida und AfD zu hörende Vokabel Lügenpresse hat eine lange Geschichte (..)Bereits während des 1. Weltkrieges wurde Lügenpresse verwendet und diente später insbesondere den Nationalsozialisten zur pauschalen Abqualifizierung unabhängiger Presseorgane. Insofern wurde mit dieser Vokabel keine rational begründbare Medienkritik betrieben, sondern eine pauschale Abqualifizierung mit gleichzeitiger Bedrohung ausgedrückt. Dies gilt auch für die heutige Zeit, in der der Vorwurf der Lügenpresse bzw. der Meinungsdiktatur meist mit Kommunikationsverweigerung einhergeht, mit der konsequenten Weigerung, den solcherart diffamierten Medien und ihren VertreterInnen überhaupt eine Chance zur Rechtfertigung oder Richtigstellung zu geben.“

3. Wörter, die politisch beschimpfen:

Diese Wörter fallen zunächst nicht durch historische Belastung im Diskurs auf, sondern durch ihre Qualität als grobe Beschimpfungen.

Beispiel:

  • Linksversifft.

Die Erklärung der Bundeszentrale für politische Bildung:

„ (…) Krankheits- oder auch Tiermetaphern im politischen Diskurs dienen der Abwertung des politischen Gegners, in ihrer extremen Form gar seiner Dehumanisierung. Beispielsweise nutzen die Nationalsozialisten Krankheitsmetaphern, um Menschen jüdischen Glaubens ihre Menschenwürde abzusprechen: Die Rede war dann z. B. von Parasiten (…), die den „deutschen Volkskörper“ schädigten (…) Der politische Gegner erscheint dann als Krankheitserreger oder Seuche. Aktionen gegen einen solchen Gegner gelten dann als Notwehr, als medizinisch gebotene Maßnahme zur Erhaltung der eigenen Gesundheit bzw. der des ganzen Volkes. Zwar lässt sich der Ausdruck vom versifften links-rot-grünen 68er Deutschland nicht mit dem NS-Sprachgebrauch identifizieren oder auf ihn direkt zurückführen. Jedoch deutet diese Form der verbalen Diffamierung auf einen aggressiven politischen Agitationsstil hin, der in erster Linie durch Freund-Feind-Schemata gekennzeichnet ist.“

DAS sind die 8 Worte, die Sie laut „Sprachpolizei“ nicht benutzen dürfen:

  • Umvolkung
  • Bevölkerungsaustausch (im Zusammenhang mit Flüchtlingen)
  • Ethnosuizid (= Verharmlosung des Holocaust)
  • Islamisierung (im Zusammenhang mit Flüchtlingen)
  • Völkisch
  • Volksverräter
  • Lügenpresse
  • Linksversifft.

Die Erklärung der Bundeszentrale für politische Bildung:

„Sämtlichen hier beschriebenen Wörtern kommt ein hohes provokatives Potenzial zu. Dies hängt damit zusammen, dass die Verwendung historisch belasteter Vokabeln – auch wenn sie in veränderter Bedeutung verwendet werden – in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit noch immer einem Tabubruch gleichkommt. Von Rechtspopulisten werden sie gezielt eingesetzt, um auch ein rechtsextremes Publikum anzusprechen, das einer rationalen, abgewogenen Argumentation vermutlich wenig abgewinnen würde (…)“

Sprach-Faschistenstaat Deutschland

Unglaublich, was in unserem Sprach-Faschistenstaat Deutschland trotz Art 5 Grundgesetz („Meinungsfreiheit“) stattfindet. Da wir diese de facto NICHT haben, berufe ich mich auf  Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und des UN-Zivilpaktes :

„Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten“.

Quellen:

Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus, Berlin 2007

Deutsches Universalwörterbuch, Berlin 2015

Helmut Kellershohn: Umvolkung, in: Gießelmann, Bente et al. (Hrsg.): Handwörterbuch rechtsextremer Kampfbegriffe, Schwalbach/Ts., 2016, S. 282–297

Benjamin Kerst: Islamisierung, in: Gießelmann, Bente et al. (Hrsg.): Handwörterbuch rechtsextremer Kampfbegriffe. Wochenschau Verlag: Schwalbach/Ts. 2016, S. 144–161

Andreas Musolff: What role do metaphors play in racial prejudice? The function of antisemitic imagery in Hitler’s Mein Kampf, in: Patterns of Prejudice 41 (1) 2007, S. 21–43

Thomas Niehr: Politische Sprache und Sprachkritik, in: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes, Heft 3 (2011), S. 278–288

Bundeszentrale für politische Bildung: bpb.de/politik/extremismus/rechtspopulismus/240831/rechtspopulistische-lexik-und-die-grenzen-des-sagbaren

Quelle: https://brd-schwindel.org/diese-8-worte-duerfen-sie-nicht-sagen-sonst/

Gruß an die eigenständig Denkenden

TA KI

Nordbayrischem Buchautor werden „skandalöse Entgleisungen“ vorgeworfen – Nennt Flüchtlinge „Asyl-Erpresser“


„Skandalöse Entgleisungen“ werden dem Nürnberger Schriftsteller Godehard Schramm vorgeworfen. In seinem neuesten Buch geht er auch auf die Flüchtlingsthematik ein – nicht ganz ohne Folgen, denn eine Bürgerbewegung entrüstet sich.

„Skandalöse Entgleisungen“ werden dem Nürnberger Schriftsteller Godehard Schramm vorgeworfen. Die Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken meint, dass seine Aussagen zum Thema Flüchtlinge und Flüchtlingspolitik in seinem neuen Buch „an der Grenze zur Volksverhetzung“ stehen, berichtet das Magazin „Nordbayern“.

In seinem Buch „WeitLandWeitGroßstadtlosGroß“, welches in erster Linie ein Portrait des Landkreises Neustadt/Aisch darstellt, geht der Autor im vorletzten Kapitel auf die Flüchtlingsthematik ein. Er schreibt hier  unter anderem: „Meiner Meinung begann das Unheil der unbewaffneten Invasion Europas damit, dass Papst Franziskus auf die Insel Lampedusa reiste und alle, die da übers Meer kamen, als Flüchtlinge auf der Stelle schon zu Lebzeiten selig sprach. (…)

Ich bezeichnete diese Abhauer aus verschiedenen afkrikanischen Ländern sowie aus Syrien als Asyl-Erpresser oder Einwanderungs-Einbrecher, die mit nichts anderem bewaffnet als ihrer nackten Existenz bei der Ankunft uns ihre leibeigene und leibhaftige Pistole auf die Brust setzen und uns mit ihrem Schicksal nötigen, ihnen auf der Stelle ein besseres Leben zu ermöglichen. Mittlerweile steht uns das Invasions-Hochwasser bis zum Hals und es wird nicht mehr lange dauern, bis staatliche Blockwarte nicht ständig von uns genutzte Wohnräume beschlagnahmen. Denn dieses menschliche Hochwasser spült auch Terroristen unerkannt ins Land. Guter Rat wird immer teurer.“

Wie Nordbayern berichtet, lösten diese Passagen bei der Bürgerbewegung einen „Sturm der Entrüstung aus“: Sie kommentierten: „Hier werden Menschen, die in Not aus ihrer Heimat fliehen, verächtlich gemacht, mit Zynismus und Häme bedacht, pauschal diffamiert und beleidigt.“

Der Autor dagegen beruft sich auf die Meinungsfreiheit und betont, er habe seine Worte mit Bedacht gewählt. In seinen Zeilen sehe er eine  „kritische, Widerspruch herbeirufende Darstellung in einem komplexen Zusammenhang“. Schramm ist Träger des Wolfram-von-Eschenbach-Kulturpreises des Bezirks Mittelfranken und des Friedrich-Baur-Preises der Akademie der Schönen Künste. (mcd)

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/nordbayrischem-buchautor-werden-skandaloese-entgleisungen-vorgeworfen-nennt-fluechtlinge-asyl-erpresser-a2078250.html

Gruß an die Aufrichtigen

TA KI

Allergien durch bestimmte Lebensmittel


Haben Sie eine solche Situation schon einmal erlebt: Sie sind bei Freunden zu einem leckeren Essen eingeladen. Vielleicht gibt es etwas, was Sie zuvor noch nie probiert haben, oder Sie essen von einer Köstlichkeit besonders viel. Plötzlich fühlen Sie sich nicht mehr wohl: Die Haut juckt, Ihre Nase läuft und dann kommen noch Kreislaufprobleme hinzu. Der Grund könnte eine Pseudoallergie sein. Das Problem ist keine Seltenheit: Etwa 500.000 Menschen in Deutschland leiden unter dieser Unverträglichkeitsreaktion, die bis zu zwei Stunden nach dem Essen auftreten kann.

Sogenannte Pseudoallergien kann Ihr Arzt nur schwer nachweisen. Wenn Sie unter einer Pseudoallergie (pseudo = scheinbar) leiden, reagieren Stoffe aus den Lebensmitteln direkt mit den Mastzellen Ihres Immunsystems: Sie schütten dann den Botenstoff Histamin aus, der die Beschwerden bei Ihnen auslöst. Die Anzeichen einer Pseudoallergie unterscheiden sich kaum von einer echten Allergie. Darmbeschwerden sind beispielsweise eine typische Folge. Allerdings sind in Ihrem Blut keine Antikörper nachweisbar, sodass es keinen klassischen Test für Pseudoallergien gibt.

Allergische Frau putzt die Nase im Freien© MKRBerlin – Fotolia

Mögliche Auslöser für eine Pseudoallergie

  • Fertigprodukte (z. B. Tiefkühlpizza, Fertigsoßen oder -suppen, Konserven)
  • aromatisierte Getränke, süßstoffhaltige Getränke
  • Käse, Salami
  • Fisch
  • Backwaren
  • Süßspeisen
  • Gemüse
  • Obst
  • Gewürze

Eine solche Allergie kann Sie in jedem Alter treffen: Bei Säuglingen sowie jüngeren Kindern überwiegen die Allergien auf Kuhmilch, Hühnerei, Fisch und Erdnüsse. Jugendliche und Erwachsene reagieren dagegen besonders häufig auf pflanzliche Lebensmittel wie rohes Obst, Nüsse oder Gewürze. Bestimmte chemische Verbindungen in Lebensmittel reagieren mit den Mastzellen in Ihrem Körper. Dabei werden Botenstoffe freigesetzt, die auch bei einer „echten“ Allergie eine Rolle spielen. Es kommt deshalb zu den gleichen Beschwerden. Konservierungsstoffe beispielsweise können eine solche Pseudoallergie hervorrufen. Diese Verbindungen stecken in vielen Fertiggerichten.

Die Auslöser-Substanzen sind aber auch in gefärbten Lebensmitteln wie Süßwaren, Speiseeis oder Dessertspeisen zu finden. Darüber hinaus stecken in Lebensmitteln aber auch natürlicherweise Stoffe, die für eine Pseudoallergie verantwortlich sein können: So ist zum Beispiel in Äpfeln oder Brombeeren Salicylsäure enthalten, die ebenfalls pseudoallergene Reaktionen verursacht.

Warum Ihr Körper plötzlich Alarm schlägt

Eine Allergie entwickelt sich bei Ihnen, wenn Ihr Immunsystem überreagiert. Auslöser können dann schon kleinste Mengen einer eigentlich harmlosen Substanz (Allergen) sein, beispielsweise Blütenstaub oder bestimmte Eiweißbausteine in Lebensmitteln. Warum gerade die eine oder andere Eiweißverbindung zu Ihrem „Feind“ wird, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.

Dieser „Fehlalarm“ führt zu einer Aufrüstung Ihrer Immunabwehr: Sie bildet Antikörper (Immunglobuline vom Typ IgE) gegen das Allergen, die dann in Ihrem Blut nachweisbar sind. Bei einem der nächsten Kontakte erkennt Ihr Körper den „Eindringling“ wieder und schickt sofort eine ganze Armee von Antikörpern zur Verteidigung aus. Dabei werden in Ihrem Körper Botenstoffe wie Histamin freigesetzt, die dann die teilweise heftigen Beschwerden einer Allergie auslösen.

Besonders häufige Auslöser

Diese Lebensmittel stehen im Verdacht, besonders oft Pseudoallergien auszulösen:

  • Lebensmittelzusatzstoffe, unter anderem Farbstoffe wie Tartrazin und Azorubin, Konservierungsstoffe wie Benzoesäure und Sorbinsäure, Antioxidanzien (wie Gallate) sowie Geschmacksverstärker (wie Glutamate) und künstliche Süßstoffe (wie Aspartam).
  • biogene Amine: Diese Stoffe entstehen einerseits, wenn Lebensmittel mithilfe lebender Mikroorganismen hergestellt werden, wie Käse, Sauerkraut, Essig oder Wein. Aber auch Avocados und Tomaten enthalten biogene Amine. Histamin ist ein besonders häufig vorkommendes biogenes Amin. Es steckt vor allem in geräucherten und lange gereiften Lebensmitteln wie Salami und Hartkäse sowie in bestimmten Fischsorten wie Thunfisch und Sardellen.
  • Salicylate: Die organische Salicylsäure kommt in verschiedenen Früchten und Gemüsesorten vor (v.a. in Beerenfrüchten, Orangen, Aprikosen, Ananas, Weintrauben, Oliven, Gurken), aber auch in Wein und vielen Gewürzen.
  • natürliche Aromastoffe gelten nach neusten Erkenntnissen als häufiger Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen. Sie stecken beispielsweise von Natur aus in Tomaten, Paprika, Obst und Gewürzen.

Schauen Sie genau hin!

Bei Medikamenten werden Abkömmlinge der Salicylate verwendet, beispielsweise in Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®) oder das Salicylamid und andere nicht-steroidale entzündungshemmende Mittel, die gegen Schmerzen, zur Fiebersenkung oder gegen rheumatische entzündliche Erkrankungen zum Einsatz kommen.

Natürliche Aromastoffe gelten nach neuesten Erkenntnissen als häufiger Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen. Sie stecken beispielsweise von Natur aus in Tomaten, Paprika, Obst und Gewürzen. Auch biogene Amine können dafür verantwortlich sein. Hierbei handelt es sich um Abbauprodukte der Nahrungseiweiße. Solche Stoffe entstehen, wenn Lebensmittel mit lebenden Mikroorganismen hergestellt werden, wie bei Hefeextrakt, Käse, Essig oder Rotwein. Aber auch Schokolade, Avocados und Tomaten enthalten biogene Amine.

So erkennen Sie eine Pseudoallergie

Die wichtigsten Unterschiede gegenüber einer echten Allergie bestehen darin, dass Ihr Körper einerseits keine Phase der Sensibilisierung durchmacht. Das heißt: Die Symptome treten bereits beim ersten Kontakt mit der auslösenden Substanz auf. Das Ausmaß der Beschwerden ist zudem stark von der Konzentration des jeweiligen Auslösers abhängig. Es kann also sein, dass geringe Mengen der Substanz keine Reaktion bei Ihnen auslösen. Essen Sie von einem Lebensmittel aber ausnahmsweise einmal besonders viel, dann kommt es zu den Symptomen.

Die Anzeichen einer Lebensmittelallergie melden sich an unterschiedlichen Stellen Ihres Körpers: Von Jucken oder Kratzen im Hals über Hautausschlag bis hin zu Erbrechen oder Luftnot ist alles möglich. So können Sie beispielsweise nach einer Apfelmahlzeit ein leichtes Kratzen im Hals verspüren oder nach dem Genuss von Garnelen mit stark geröteten, juckenden Quaddeln am ganzen Körper (Nesselsucht) reagieren.

So äußert sich eine Pseudoallergie

  • Hautrötungen, Nesselsucht
  • Juckreiz
  • Schwellungen an den Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum
  • laufende Nase
  • Atemwegsbeschwerden (z. B. Husten, Atemnot)
  • Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Bauchschmerzen, Durchfall)
  • Kreislaufprobleme

Treten diese Beschwerden bei Ihnen auf, dann suchen Sie Ihren Hausarzt auf. Der Arzt versucht zunächst, eine „echte“ Lebenmittelallergie auszuschließen. Ist beispielsweise der Spiegel des Antikörpers IgE im Blut nicht erhöht, dann spricht dies für eine Pseudoallergie. Für die Diagnose ist dann vor allem ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt wichtig. Fordern Sie dieses notfalls ein. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen eine Grunderkrankung besteht, die eine Pseudoallergie begünstigen könnte.

So erkennen Sie die Anzeichen von Lebensmittelallergien

Organsystem Symptome
Haut Rötung, Schwellung, Juckreiz, Quaddeln (Nesselsucht), Neurodermitis (entzündliche Hauterkrankung)
Mund geschwollene Lippen, Zunge, Gaumen, Juckreiz, Bläschen
Magen-Darm-Trakt Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen
Atemwege Husten, Atemnot und pfeifender Atem (Asthma), Fließschnupfen, Niesanfälle (Heuschnupfen

Diese Erkrankungen begünstigen eine Pseudoallergie

  • chronische Nesselsucht (chronische Urtikaria)
  • Neurodermitis (atopisches Ekzem)
  • Asthma bronchiale

Berichten Sie Ihrem Arzt außerdem, welche Nahrungsmittel Sie kürzlich zu sich genommen haben. Im Vorfeld des Arztbesuches sollten Sie am besten eine akribische Liste anfertigen. Nehmen Sie sich Zeit und konzentrieren Sie sich: Was haben Sie in den letzten Tagen gegessen? Vielleicht Käse, Salami, Sauerkraut oder ein Fertiggericht? Haben Sie von einem Lebensmittel außergewöhnlich hohen Mengen aufgenommen? Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie dann eingrenzen, welche Lebensmittel-Inhatsstoffe möglicherweise für Ihre Beschwerden verantwortlich sind. Ist der Auslöser nicht auf Anhieb eindeutig erkennbar, dann bleibt Ihnen ein aufwendiges Testverfahren leider nicht erspart: Sie müssen eine mindestens einwöchige Auslassdiät durchführen, bei der Sie möglichst wenige der potenziellen Auslöser zu sich nehmen. Bessern sich die Symptome, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.

Im nächsten Schritt müssen Sie herausfinden, gegen welche Inhaltsstoffe genau Sie reagieren. Sie müssen beispielsweise unter Aufsicht Ihres Arztes oder sogar im Krankenhaus einzelne Zusatzstoffe in Tablettenform zu sich nehmen. Oder Sie leben einige Tage nach einem genauen Diätplan, bei dem Lebensmittel mit bestimmten Zusatzstoffen nach und nach wieder eingeführt werden. Lassen Sie sich dabei von einem Diätassistenten oder einem Ernährungswissenschaftler beraten. Haben Sie den Auslöser gefunden, dann sollten Sie Lebensmittel, die diesen Stoff enthalten, zunächst einmal von Ihrem Speiseplan streichen. Ein Ernährungsberater kann Ihnen auch hier wieder beim Erstellen eines individuellen Speiseplans helfen.

Möglichkeiten der Diagnose

Die Vermutung einer Lebensmittelallergie dingfest zu machen, fällt gar nicht so leicht. Dem Allergologen stehen verschiedene Tests zur Verfügung. Doch ihre Aussagekraft ist aufgrund verschiedenster Störfaktoren begrenzt. Lediglich in etwa 50 Prozent der Fälle liefern der Hauttest (Prick) oder der RAST (Antigen-Antikörper-Test im Blut) eindeutige Ergebnisse. Erst mit Hilfe einer Suchdiät kann man die auslösenden Nahrungsmittel eingrenzen.

Ernährungstagebuch gibt Aufschluss

Probleme gibt es, wenn die Kombination verschiedener Nahrungsmittel zur Allergie führt. Hier erfordert die Diagnostik von Patient und Arzt große Geduld. Ein einfaches Mittel, verdächtige Nahrungsmittel ausfindig zu machen, ist ein Ernährungstagebuch. Notieren Sie mehrere Wochen genau, was Sie alles essen, trinken und natürlich auch, ob und wann nach dem Verzehr Beschwerden auftraten. Kristallisiert sich ein verdächtiges Nahrungsmittel heraus, testen Sie dieses gezielt.

Das gezielte Austesten eines allergieauslösenden Nahrungsmittels geschieht unter ärztlicher Aufsicht und gegebenenfalls in Notfallbereitschaft (in der Klinik), da die Möglichkeit eines lebensbedrohlichen allergischen Schocks besteht.

Der schlimmste Fall: Anaphylaktischer Schock

Allergien sind keinesfalls harmlos, sondern können sogar lebensbedrohlich sein: Akut auftretende Kreislaufstörungen, manchmal begleitet von Hautsymptomen, Erbrechen oder Durchfall sind die heftigsten Reaktionen auf ein Allergen. Dieser anaphylaktische Schock kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Rufen Sie bei diesen Anzeichen sofort den Notarzt:

    • Hautrötung, Quaddeln oder Schwellungen von Gliedmaßen
    • Schluckbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen
    • Kopfschmerzen, Atemnot
 
  • Asthmaanfall, Unruhe
  • beschleunigter oder verlangsamter Puls
  • Krampfanfälle
  • Bewusstlosigkeit und Atemstillstand

Testverfahren

Ihr Arzt kann durch verschiedene Tests nachweisen, auf welche Lebensmittel Sie allergisch reagieren. Beim Hauttest (Reibe-, Prick- oder Intrakutantest) werden je nach Verfahren Lebensmittelallergene in Ihre Haut gerieben, gestochen oder gespritzt. Eine positive Reaktion äußert sich dann als Quaddel auf Ihrer Haut. Zur Bestätigung Ihrer Hauttestung erfolgt eine Blutuntersuchung. Dabei wird nach IgE-Antikörpern gesucht, die bei einer echten Allergie immer vorhanden sind.

Wichtig: Bei nicht allergischen Lebensmittelunverträglichkeiten sind in Ihrem Blut keine Antikörper zu finden. Für den Bluttest gilt ähnlich wie für den Hauttest, dass Ärzte die möglichen „Verdächtigen“ immer weiter eingrenzen können, es aber oft schwierig ist, zu eindeutigen Ergebnissen zu kommen. Neben Allergologen führen auch viele Hals-Nasen-Ohren-, Haut- und Lungenfachärzte die Allergie-Diagnostik durch.

Spezielle Suchdiäten

Den sicheren Nachweis einer Lebensmittelallergie bieten nur diagnostische Diäten: Die allergenfreie Eliminationsdiät kommt für Sie in Frage, wenn schon eindeutige Hinweise auf ein oder mehrere Allergene vorliegen. Dabei verzichten Sie auf Lebensmittel, die diese verdächtigen Stoffe enthalten. Das kann einfach, bei häufig verwendeten Substanzen aber auch mühsam sein. Bei bestätigtem Verdacht werden Ihre Beschwerden ausbleiben.

Die allergenarme Basisdiät ist sinnvoll, wenn der Kreis der verdächtigen Substanzen noch recht groß ist. In diesem Fall essen Sie drei bis vier Wochen nur Lebensmittel, die selten Unverträglichkeiten auslösen (z. B. Kartoffeln, Reis). Sobald bei Ihnen keine Beschwerden mehr auftreten, startet die Suchdiät. Schritt für Schritt ziehen dann weitere Lebensmittel in Ihren Speiseplan ein. So können Sie selbst beobachten, was Sie gut vertragen und welche Lebensmittel Sie besser meiden.

Abschlusstest

Zur Sicherung der Diagnose führt Ihr Arzt mit Ihnen einen Provokationstest durch. Bei der Provokation erhalten Sie eine oder mehrere Testmahlzeiten, in denen das verdächtige Lebensmittel versteckt ist. Treten danach allergische Reaktionen auf, ist der Beweis für eine Allergie gegenüber den getesteten Lebensmitteln erbracht. Im Idealfall suchen Sie für diese Untersuchungen eine Spezialklinik auf.

Werden Sie aktiv!

Eine Pseudoallergie heilt häufig ganz spontan von alleine aus. Überprüfen Sie die Diagnose daher etwa alle sechs Monate. Außerdem: Da pseudoallergische Reaktion stark von der verzehrten Menge des Auslösers abhängen, sollten Sie Ihre Grenzen ausloten: Versuchen Sie herauszufinden, bis zu welcher Menge Sie ein Lebensmittel vertragen. So verhindern Sie vor allem, dass Sie gesunde Nahrungsmittel wie Tomaten, Beeren oder Sauerkraut nicht ganz aus Ihrem Leben verbannen müssen.

Himbeeren© Natika – Fotolia

Beachten Sie die Lagerung Ihrer Lebensmittel

Fruchtfliegen, Motten und Käfer fühlen sich in der warmen Zeit bei Ihnen besonders wohl. Sie verunreinigen Lebensmittel und Kleidungsstücke. Ihre Hinterlassenschaften sorgen für Hautreizungen, Entzündungen, Allergien und Darmprobleme. Wenn Sie viele Vollkornprodukte in Ihrer Küche verwenden und sich gern etwas vorsorglich eindecken, werden Sie garantiert auch eines Tages die dazugehörigen Vorratsschädlinge kennenlernen. Die meisten dieser unerwünschten Plagegeister kommen mit dem Einkaufskorb ins Haus. Dörrobstmotte, Brotkäfer, Mehlmotte, Wollkrautblütenkäfer oder Speichermotte ziehen als blinde Passagiere in gekauften Lebensmitteln bei Ihnen ein.

Praktisch ist kein Lebensmittel vor den Schädlingen sicher. Bis auf Salz, Zucker und reines Fett mögen sie alles. Besonders gern befallen sie Getreide und Getreideprodukte, die meist in der normalen Speisekammer aufbewahrt werden, in welcher es oft sehr warm ist. Auch Backzutaten wie Nüsse, Rosinen, Trockenobst, Kakao oder Schokolade haben es ihnen angetan. Müsli steht ebenso hoch im Kurs wie Nudeln und Reis. Die Mehlmilbe verschmäht auch Tierfutter nicht. Sagen Sie den ungebetenen Gästen den Kampf an – allerdings ohne Gift!

Leiden Sie unter einer Histaminose?

Etwa 1 bis 2 Prozent der Bevölkerung leiden unter pseudoallergischen Reaktionen. Der Löwenanteil geht dabei auf das Konto der Histamine aus der Nahrung. Diese lösen unterschiedlichste Symptome wie Übelkeit, Hautausschlag und asthmatische Beschwerden aus. Was Ihnen hilft, ist eine Ausschlussdiät. Ein neuartiges Nahrungsergänzungsmittel kann Ihnen aber zusätzlich das Leben erleichtern.

Histamin ist ein Botenstoff, der von Ihrem Körper selbst gebildet wird. Er ist in Ihrem ganzen Organismus vorhanden. Histamin ist aber auch natürlicherweise in vielen Nahrungsmitteln zu finden. Es kommt dort in unterschiedlich hohen Konzentrationen vor. Das Histamin in Nahrungsmitteln können Sie weder riechen noch schmecken. Normalerweise wird es von einem körpereigenen Enzym (DiAminoOxidase, DAO) abgebaut und verwertet.

Neues Medikament zur Behandlung

Im statistischen Durchschnitt nehmen Sie etwa 4 Milligramm Histamin täglich zu sich. Wenn Sie dafür eine Veranlagung haben, reichen jedoch 14 Mikrogramm aus, um bei Ihnen Beschwerden auszulösen. Die Ursache der Histaminose ist eine Verwertungsstörung im Darm. Menschen mit einer Histaminose leiden unter einem Mangel an DAO. Folglich haben sie einen zu hohen Histaminspiegel, der nicht ordnungsgemäß bzw. nicht rasch genug abgebaut wird.

Eine Erleichterung für Histaminose-Betroffene stellt erstmals das diätetische Lebensmittel DAOSIN dar. Es ergänzt die Menge des körpereigenen Enzyms DAO im Dünndarm. Das Mittel ist derzeit weltweit das einzige zur Behandlung einer Histaminose. Allerdings ist es kein Ersatz für eine ausgewogene und möglichst histaminarme Ernährung. Zudem fehlen bislang noch die erforderlichen wissenschaftlichen Nachweise. Sie erhalten das Präparat in der Apotheke.

Lassen Sie sich bei Verdacht auf Histaminose vom Arzt testen

In drei Stufen kommen Sie einer Histaminintoleranz auf die Spur, wozu in der Regel der Aufenthalt in einer Spezialklinik notwendig ist.

  • Stufe 1: Rund zwei Wochen lang ernähren Sie sich unter fachlicher Anleitung histaminarm. Nur wenn Ihre Beschwerden jetzt abklingen, ist das Histamin der wirkliche Auslöser.
  • Stufe 2: Schrittweise wird Ihr Körper wieder einer Histaminbelastung ausgesetzt, bis die Dosis ermittelt ist, die Sie noch vertragen. Das ist die Basis Ihrer Dauerernährung.
  • Stufe 3: Provokation: Unter ärztlicher Aufsicht erhalten Sie eine Histamindosis, die individuell für Sie festgelegt wird, zur Sicherung der Diagnose.

Wächst sich eine Erdnussallergie nach der Pubertät aus?

Mehr als 20 Prozent aller Kinder mit einer Erdnussallergie sind nach der Pubertät allergiefrei. Wenn ein Kind dieser Allergie entwachsen ist, tritt die Allergie nur mit einem sehr geringen Risiko in späteren Jahren wieder auf. Eine Studie an Kindern belegte, dass die Allergie vor allem dann überstanden ist, wenn die Kinder nach der Pubertät und dem Abschluss der Allergie einmal pro Monat Erdnüsse oder Nüsse zu sich nehmen.

Möchten Sie wissen, ob Ihr Kind nach der Pubertät die Allergie auf Erdnüsse hinter sich gelassen hat? Dann schlagen Sie einen Test vor, bevor Sie wieder zu Erdnüssen greifen. Auch wenn es so aussieht, als sei der Spuk für immer verschwunden, sollten Sie für den Notfall ein Mittel zur Hand haben. Sicher ist sicher!

Hühnereiweißallergiker: Vorsicht bei Impfungen

Wenn eine schwere Allergie gegen Hühnereiweiß vorliegt, sollten Sie vorsichtig sein, wenn es um Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln oder Grippe geht. Gerade bei der Masern-Impfung ist zu Vorsicht zu bieten, da die Zahl der Erkrankungsschäden vor allem hier um ein Vielfaches höher ist als die der eventuellen Schände anderer Impfungen.

Beim Vorliegen einer Hühnereiweißallergie müssen die Kinder nach der Impfung für längere Zeit genau beobachtet werden. Es kann nämlich sein, dass in den Impfstoffen noch Hühnereiweißreste aus der Produktion vorhanden sind. Dadurch entsteht die Gefahr einer allergischen Reaktion. Nicht nachgewiesen und völlig unbegründet ist hingegen die Angst, dass die Impfungen die Allergieauslöser sind. Vielmehr ist diese Behauptung inzwischen klar durch zahlreiche seriöse und streng wissenschaftlich durchgeführte Studien widerlegt worden.

Gluten als Auslöser für Allergien

Brot möchten die meisten Deutschen nicht missen. Es stellt einen unverzichtbaren Teil ihres Speiseplans und einen Teil unserer Kultur dar. Normalerweise ist Brotgetreide von großer Bedeutung für die Gesundheit, da es den Körper mit Kohlenhydraten, Vitaminen und einer großen Menge Ballaststoffen versorgt. Jedoch gehört auch Gluten zu den Inhaltsstoffen, die mehr Menschen als bislang angenommen nicht vertragen. Unerklärliche Übelkeit, Durchfälle und Bauchschmerzen machen ihnen zu schaffen.

Nun wäre es vergleichsweise einfach, auf Brot zu verzichten und so die unangenehmen Begleiterscheinungen zu umschiffen, wenn der Grund für das Unwohlsein einmal erkannt ist. Gluten steckt vor allem in Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Dinkel, aus denen Brot und Nudeln hergestellt werden. Dummerweise versteckt sich Gluten heutzutage als Aromastoff oder Stabilisator auch in vielen anderen Lebensmitteln wie etwa in Fertiggerichten, Fruchtjoghurts, Schokolade, Wurst, Gewürzmischungen, Ketchup, Süßigkeiten, Vitamintabletten oder Babynahrung.

Mehrkornbrot dekoriert mit Getreide© Smileus – Fotolia

Sulfite in Lebensmitteln

In den USA hat die Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) 1986 den Gebrauch von Sulfiten (Salz der schwefeligen Säure) als Konservierungsstoff für Früchte und Gemüse verboten, nachdem entdeckt worden war, dass Sulfite zu leichten bis schweren allergischen Reaktionen führen können. Betroffen davon sind Menschen, die empfindlich auf Sulfite reagieren, besonders Asthmatiker, die zur Behandlung Steroide erhalten.

In welchen Lebensmitteln kommen Sulfite vor?

In Deutschland ist im Gegensatz zu den USA der Gebrauch von Sulfiten nicht verboten, sie werden als Nahrungsmittelzusatzstoffe unter E220 aufgeführt. Trotz des Sulfit-Verbots durch die FDA kommen auch in den USA Sulfite in einer ganzen Reihe von verarbeiteten Lebensmitteln vor. Dazu gehören zum Beispiel

  • Trockenfrüchte
  • einige Fruchtsäfte
  • Weißwein und Weinessig
  • Bratensoßen und Fertigsuppen
  • eingelegtes Gemüse
  • Kartoffelerzeugnisse
  • frische Shrimps
  • Backwaren
  • Marmelade und Gelees

Darüber hinaus können Sulfite auch in einigen Medikamenten vorkommen. Die Sulfite reduzieren stark den Sauerstoff im Blutfarbstoff Hämoglobin und können das Vitamin B1 zerstören. Vitamin B1 ist lebenswichtig für die Energieproduktion, die Funktion des Nervensystems und die Proteinsynthese.

Leiden Sie unter einer Sulfit-Empfindlichkeit?

Wenn Sie glauben, dass bei Ihnen eine Sulfit-Empfindlichkeit vorliegt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Zu den Symptomen gehören:

    • Kopfschmerzen
    • Übelkeit, Erbrechen
    • Durchfall
    • abdominale Krämpfe
    • Stimmungsschwankungen
    • Benommenheit
  • niedriger Blutdruck
  • Atembeschwerden
  • Juckreiz
  • Schwellungen an Händen und Füßen

Wenn Sie allergisch auf Sulfite reagieren, sollten Sie vor Gebrauch gründlich die Hinweise auf Lebensmitteln und Medikamenten lesen. Achten Sie deshalb auf Begriffe wie Sulfat, Natriumsulfit, Natriumhydrogensulfit, Natriummetabisulfit, denn sie alle bedeuten, dass Sulfite vorkommen. Wenn Sie unverpackte Lebensmittel auf dem Markt kaufen, erkundigen Sie sich, ob Sulfite hinzugefügt worden sind. Da Restaurants häufig Kartoffelgerichte servieren, die Sulfite enthalten können, sollten Sie statt Pommes Frites oder Kartoffelpüree Backkartoffeln mit Schale bestellen. Wenn Sie Asthma haben, sollten Sie immer Ihr Inhaliergerät dabei haben, um bei einem eventuellen Asthma-Anfall schnell reagieren zu können. Wenn Sie bereits allergische Reaktionen gezeigt haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über einen Notfallplan.

Vorsicht: Achten Sie auf Kreuzallergien!

Bei einer Kreuzallergie reagiert Ihr Körper auf unterschiedliche Stoffe allergisch, die eine ähnliche chemische Struktur haben. Wer unter einer Pollenallergie leidet, reagiert deshalb oft auch auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch, besonders wenn Pollen und Nahrungsmittel aus derselben Pflanzenfamilie stammen. Ganz typisch dafür ist, dass Ihre allergischen Reaktionen auf Lebensmittel während der Pollenflugzeit deutlich stärker sind.

Sport stabilisiert Ihr Immunsystem: Verlegen Sie Ihr Training als Pollenallergiker in der Zeit des Pollenflugs besser in die Halle (Fitnesscenter/Hallenbad).

Kreuzallergien zwischen häufigen Allergenen und Nahrungsmitteln

Bei bestehender Allergie auf … Mögliche Reaktion auf …
Baumpollen (z. B. Birke, Erle, Hasel) Haselnuss, Walnuss, Paranuss, Mandel, Apfel, Aprikose, Kirsche, Pflaume, Kiwi, Pfirsich, Nektarine, Birne, Karotte, Sellerie, rohe Kartoffel, Anis, Curry, Soja, Basilikum, Petersilie, Zwiebel, Knoblauch, Hopfen
Kräuterpollen (z. B. Beifuß, Gänsefuß) Sellerie, Karotte, rohe Kartoffel, Erdnuss, Kamille, Fenchel, Knoblauch, Kümmel, Petersilie, Anis, Curry, Paprika, Pfeffer, Muskat, Zimt, Ingwer, Koriander
Gräser- und Getreidepollen Soja, Erdnuss, Erbse, Bohne, Tomate, Mehl, Getreide
Naturlatex Banane, Kiwi, Esskastanie, Avocado, Feige, Papaya, Paprika, Tomate, rohe Kartoffel, Litschi
Hausstaubmilben Krabben, Garnelen, Hummer, Scampi, Krebse, Muscheln, Schnecken, Austern

Tipps gegen die häufigen Lebensmittelallergien

Kuhmilch

Die wichtigsten Allergene in der Kuhmilch sind Kasein und die Molkeneiweiße (besonders Beta-Laktoglobulin). Wenn Sie sehr stark reagieren, hilft Ihnen nur konsequentes Meiden von Kuhmilchprodukten. Beachten Sie auch: Eine Vielzahl von Fertigprodukten enthält Zusätze aus Kuhmilcheiweiß.

Vorsicht, wenn Sie diese Begriffe im Zutatenverzeichnis von Lebensmitteln finden. Hier verstecken sich Kuhmilchprodukte:

  • Molke
  • Kasein
  • Magermilchpulver
  • Rahm

Hühnerei

Ihre Allergie besteht meistens auf das Eiweiß (Eiklar). Einige Betroffene vertragen daher Eigelb, gekochte Eier oder Eier in verarbeiteten Lebensmitteln. Im Zutatenverzeichnis erkennen Sie den Zusatz von Bestandteilen aus Hühnereiern an den Begriffen „tierisches Eiweiß“, „Fremdprotein“, „Flüssigei“, „Trockeneiweiß“ oder „Lecithin“. Ganzes Hühnerei muss nach der Kennzeichnungsverordnung immer als solches im Zutatenverzeichnis erscheinen, zum Beispiel „Lecithin aus Ei“.

  • Ein Teelöffel Agar-Agar (Bioladen, Reformhaus) in Wasser aufgelöst ersetzt ein Ei im Pudding.
  • Beim Backen ersetzen zwei Esslöffel Wasser, ein Esslöffel Pflanzenöl und ein halber Teelöffel Backpulver ein Ei.
  • Vorgefertigte Ei-Ersatzprodukte sind eine praktische Alternative. Dabei handelt es sich um ein geschmacksneutrales Pulver aus rein pflanzlichen Zutaten. Es eignet sich für warme und kalte Speisen, aber nicht zur Herstellung von Gerichten wie Rühr- oder Spiegelei.

Obst

Obstallergien zeigen sich bei Ihnen meistens durch ein Jucken oder Kribbeln im Mund-Rachen-Raum. Oft handelt es sich hier um eine Kreuzallergie, wenn Sie auf Birkenpollen allergisch reagieren. Besonders rohe, ungeschälte Äpfel lösen dann bei Ihnen oft Beschwerden aus. Auch auf Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen und Aprikosen reagieren viele Menschen allergisch. Immer häufiger treten inzwischen Allergien auf exotische Früchte wie Kiwi, Mango, Litschi oder Maracuja auf, die ebenfalls Kreuzreaktionen mit Birkenpollen zeigen können.

  • Wählen Sie allergenarme Apfelsorten, das sind meist ältere Sorten wie Boskop, Jamba und Gloster. Im Handel finden Sie bereits Apfelsorten, die mit der Bezeichnung „für Allergiker geeignet“ gekennzeichnet sind. Eine große Sortenvielfalt bieten Ihnen Bauern- und Biomärkte.
  • Länger gelagerte Äpfel vertragen Sie oft besser als frische, da der Allergengehalt während der Lagerung abnimmt.
  • Viele Kreuzallergiker berichten, dass sie frisches Obst in der pollenfreien Zeit besser vertragen als während des Pollenflugs.
Roter, gelber und grüner Apfel mit eingeritzten Herzen auf Holz© kbuntu – Fotolia

So senken Sie den Allergengehalt Ihrer Äpfel:

  • Schälen Sie die Äpfel, denn die Allergene sitzen oft direkt unter der Schale.
  • Schneiden Sie Ihr Obst in kleine Stücke und lassen Sie es kurz an der Luft stehen (der Sauerstoff aus der Luft inaktiviert die Allergene).
  • Hitze zerstört die Allergene. Als Kompott, Bratapfel, Saft, Gelee oder im Kuchen vertragen Sie Obst als Allergiker meist gut, da die Allergene durch Hitze zerstört werden. Stellen Sie Ihren Apfel eine Minute bei 600 Watt in die Mikrowelle. Er ist dann noch knackig, seine Allergenität ist aber deutlich verringert.

Nüsse

Vor allem als Birkenpollenallergiker entwickelt sich bei Ihnen oft gleichzeitig eine Allergie gegen Haselnüsse (Kreuzallergie): Ein Kratzen im Hals, Juckreiz bis hin zur Atemnot sind typische Anzeichen. Besonders gefährlich ist eine Allergie gegen Erdnüsse (hier können schon kleinste Allergenmengen heftige allergische Reaktionen auslösen). Sie tritt besonders häufig auf, wenn Sie gegen Gräserpollen allergisch sind. Sichtbare Nüsse zu meiden, fällt meist nicht schwer. Problematisch sind für Sie kleinste Spuren in Fertiglebensmitteln wie Schokolade. Für diese Spuren gibt es bis heute keine einheitliche Kennzeichnung.

Beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln hilft Ihnen ein Blick auf das Zutatenverzeichnis. Hier werden Nüsse und Produkte daraus als Zutat aufgelistet. Achten Sie auf folgende Begriffe:

  • Baumnüsse
  • Nussmark
  • Nussmus
  • Nussöl
  • Gianduia
  • Nussrohmasse
  • Nusszubereitung
  • Krokant
  • Marzipan
  • Schalenfrüchte
  • Nougat
  • Nusscreme

Gewürze und Kräuter

Besonders aggressive Allergene sind in Selleriegewürz, Curry, Koriander und Basilikum enthalten. Sellerie ist mittlerweile ein sehr häufiges Nahrungsmittelallergen und zeigt Kreuzallergien zu zahlreichen Kräutern (Beifuß), Gemüse sowie Birkenpollen. Als Würzmittel verbirgt sich Sellerie in Suppen, Saucen, Salat-, Fleisch- und Geflügelspeisen, Gewürzsalzen und -mischungen. Verwenden Sie diese Würzmittel besser nicht und meiden Sie das Allergen, insbesondere im frischen Zustand.

  • Verwenden Sie vorsichtshalber keine Gewürzmischungen (Curry, Grillgewürz etc.).
  • Garen Sie Gewürze prinzipiell mit, dadurch werden eventuelle Allergene ausgeschaltet.

 

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/dermatologie/allergien/nahrung/

Gruß an die Wissenden

TA KI