Was man über Spargel wissen muß


Von Ende April bis zum traditionellen Finale am 24. Juni, dem Johannistag, dauert die beliebte, aber leider viel zu kurze Spargelsaison. Wurden die gesunden Spargelstangen früher nur in Klöstern und Apothekergärten als wahre Allheilmittel angebaut und später als königliches Gemüse den Reichen und Mächtigen serviert, so sind die vitamin- und mineralstoffreichen Sprossen heute in jedem Supermarkt zu finden.

Spargel: weiß, violett oder grün?

Je nach Anbauverfahren zeigt sich der Spargel in drei Farben: weiß, violett oder grün:

  • Die Sprossen des weißen Spargels – auch Bleichspargel genannt – werden durch aufgeschüttete Erdwälle vor Sonnenlicht geschützt und bleiben daher weiß. Aufgrund des aufwendigen Anbauverfahrens ist der weiße Spargel teurer als der grüne.
  • Wenn die Spargelspitze die Erddecke durchbricht, wird sie durch Bildung des Pflanzenfarbstoffes Anthocyan violett.
  • Grüner Spargel wächst normalerweise auf ebenen Beeten unter vollem Lichteinfluss und bildet dadurch den grünen Farbstoff Chlorophyll sowie vermehrt geschmacksbestimmende Inhaltsstoffe aus. Grünspargel hat somit ein kräftigeres, würzigeres Aroma.

Vitamin- und mineralstoffreiche Sprossen

Spargel besteht zu circa 95 Prozent aus Wasser und liefert aufgrund dessen sehr wenig Energie – nur 16 Kalorien pro 100 Gramm – sofern er nicht mit kalorienreichen fetten Saucen (hollondaise, béarnaise, maltaise), Butterbröseln oder mit einem Speckmantel serviert wird. Da er relativ lange im Magen verweilt und so den Hunger für längere Zeit stillt, hat Spargel einen hohen Sättigungswert.

Der Anteil an Kohlenhydraten beträgt 1,2 Prozent. Eiweiß ist zu 1,7 Prozent, Fett nur in sehr geringen Mengen enthalten.

Spargel enthält jedoch reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Besonders Vitamin C, E und Beta-Carotin sowie Vitamine des B-Komplexes. Die Folsäure, die im rohen Spargel in besonders hohen Konzentrationen zu finden ist, verhindert Fehlbildungen beim Ungeborenen und ist an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt.

Vitamin C, E und Beta-Carotin (die Vorstufe von Vitamin A) wirken im Körper als Antioxidantien. Auch die Mineralstoffe Kalium, Eisen, Magnesium, Calcium und Kupfer sind als positive Inhaltsstoffe des Spargels besonders zu erwähnen.

Bioaktive Substanzen in Spargel

Weiters enthält Spargel verschiedene bioaktive Substanzen wie zum Beispiel Saponine, welche für den bitter schmeckenden unteren Teil der Spargelstange verantwortlich sind, ätherische Öle sowie die Farbstoffe Chlorophyll (grüner Spargel) und Anthocyan (violetter Spargel). Bioaktive Substanzen wirken unter anderem antikanzerogen, antimikrobiell und cholesterinsenkend.

Der typische Geschmack des Spargels, der sich jedoch erst beim Kochen vollständig entwickelt, stammt aus schwefelhaltigen ätherischen Ölen sowie aus der Aminosäure Asparaginsäure. Diese Aminosäure fördert zudem die Nierentätigkeit und ist somit für die entwässernde Wirkung des Spargels verantwortlich, welche durch die ätherischen Öle und den hohen Kaliumgehalt zusätzlich verstärkt wird.

Der typische Geruch des Urins nach dem Genuss von Spargel bei knapp der Hälfte der Menschen, ist auf schwefelhaltige Abbauprodukte zurückzuführen.

Nährwertangaben von Spargel gekocht

Folgende Nährwertangaben gelten für gekochten Spargel (je 100 Gramm verzehrbarer Anteil):

Energie: 16 kcal (52 kJ)
Wasser: 95 g

 

Hauptnährstoffe
Eiweiß (Protein) 1,7 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 1,2 g
Ballaststoffe 1,0 g

 

Vitamine
Folsäure (Spargel roh) 110 µg
Vitamin C 16 mg
Vitamin E 1,8 mg
Vitamin B2 0,10 mg
Vitamin B1 0,09 mg

 

Mineralstoffe
Kalium 136 mg
Eisen 0,6 mg
Magnesium 15 mg

Woran erkennt man frischen Spargel?

Auf diese 9 Merkmale sollten Sie achten, um frischen Spargel zu erkennen:

  • Frischer Spargel hat einen fest verschlossenen Kopf.
  • Die Anschnittstelle sollte saftig, frisch und nicht eingetrocknet sein – im Supermarkt sind die Spargelenden oft eingewickelt und somit ist die Anschnittstelle verborgen. Am Besten aufmachen und kontrollieren.
  • Bei älterem Spargel sind die Schnittenden grau-gelb verfärbt.
  • Frische Spargelstangen erzeugen „quietschende“ Töne, wenn sie aneinander gerieben werden.
  • An der Schnittstelle hat frischer Spargel einen aromatischen Geruch. Nicht mehr frischer Spargel riecht säuerlich.
  • Frischer Spargel glänzt leicht und sieht knackig aus.
  • Die Stangen sollten fest sein und dürfen sich nicht biegen lassen.
  • Frischer Spargel lässt sich gut mit dem Fingernagel einritzen und gibt leichtem Druck nicht nach.
  • Kurze Transportwege sind wichtig, um Qualitätseinbußen zu verhindern. Einheimischer Spargel ist zu bevorzugen. Besonders durch den Kauf ab Hof hat man die Gewissheit, Spargel frisch zu bekommen.

13 Tipps zur Lagerung und Zubereitung von Spargel

  1. Für den Spargel ist eine kühle, feuchte und dunkle Lagerung wichtig. Am besten eingewickelt in einem feuchten Tuch im Kühlschrank oder in einem kühlen Vorratsraum aufbewahren.
  2. Spargel ist spätestens zwei bis drei Tage nach dem Einkauf zuzubereiten.
  3. Beim Einfrieren: Spargel waschen, schälen und holzige Enden abschneiden. Weißen Spargel nicht kochen oder blanchieren.
  4. Tiefgekühlter Spargel hält bis zu neun Monate. Anschließend sollte der Spargel aber nicht aufgetaut werden – einfach gefroren ins kochende Wasser geben.
  5. Bei einer Temperatur von 0° Celsius darf Spargel höchstens eine Woche aufbewahrt werden, da ansonsten die Spitzen gummiartig werden.
  6. Grünspargel ist wegen seiner Zartheit besonders verderbgefährdet.
  7. Es ist darauf zu achten, dass Spargel immer erst direkt vor dem Kochen geschält wird, um Qualitätseinbußen zu verhindern.
  8. Den Weißspargel immer ungefähr zwei Zentimeter, den grünen Spargel eine Hand breit unterhalb des Kopfes von oben nach unten schälen.
  9. Nach unten hin stärker schälen und eventuell holzige Enden wegschneiden.
  10. Spargel wird meist gedämpft oder gekocht. Die Garzeit liegt je nach Durchmesser und Spargeltyp bei circa 20 Minuten (weißer Spargel) und circa 15 Minuten (grüner Spargel).
  11. Je weniger Wasser verwendet wird, desto geringer ist der Nährstoffverlust. Deshalb ist bevorzugt ein Siebeinsatz für Gemüse zu verwenden.
  12. Das Kochwasser kann wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe für Suppen oder Saucen weiter verwendet werden.
  13. Etwas Zitronensaft im Kochwasser lässt die Spargelstangen weiß bleiben.

Spargel als Heilpflanze

Der Spargel gehört zu der Gruppe der Liliengewächse und wurde bereits von den alten Ägyptern, Griechen und Römern als Heilpflanze zur Anregung des Stoffwechsels und Unterstützung der Leber-, Lungen- und Nierenfunktion genutzt.

Das Wort „officinalis“, aus dem lateinischen Namen des Spargels „Asparagus officinalis“, bedeutet übersetzt so viel wie: „arzneilich“ oder „Heilmittel“. Erst ab dem 16. Jahrhundert hat man den Spargel aufgrund steigender Nachfrage systematisch gepflanzt und als Nahrungsmittel genutzt.

Quelle: https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gemuese/spargel

Gruß an die Besseresser

TA KI

Advertisements

3 Kommentare zu “Was man über Spargel wissen muß

  1. Pingback: 2 Wochen Jugendarrest für versuchten Mord | inge09

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s