Diese 7 Gefahren verstecken sich in Matratzen.


Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel Zeit du in deinem Bett verbringst? Bei vielen Menschen sind es mehr als 8 Stunden täglich. Das Bett wird häufig nicht nur zum Schlafen genutzt, sondern auch für verschiedene andere Aktivitäten wie Fernsehen, Arbeiten am Laptop oder Kuscheln mit dem Partner. Mit wohl keinem anderen Gegenstand hast du täglich so viel Körperkontakt wie mit deiner Matratze.

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Umso erschreckender ist es zu erfahren, dass viele Matratzen eine echte Gesundheitsgefahr darstellen. Hier lauern schädliche Chemikalien, Allergene, Schimmel, Bakterien und unerwünschte Bett-Mitbewohner. Zudem wählen viele Menschen oftmals eine zu weiche oder zu harte Matratze. Infolgedessen kann es zu vielen Beschwerden kommen, bei denen man zunächst einmal gar nicht an die eigene Matratze als Verursacher denkt.

1. Krankheitsauslösende Bakterien 

 

 

Besonders ältere Matratzen sind häufig eine regelrechte Brutstätte für Bakterien und Pilze. In einigen Studien wurden Enterokokken, Staphylokokken, Noroviren und sogar der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA, auch Krankenhausbakterium genannt) in Matratzen gefunden. Beim Menschen können diese Erreger schwere Infektionen hervorrufen, welche durch teils antibiotikaresistente (!) Keime verursacht werden. Du solltest deine Matratze generell alle 7 Jahre austauschen.

2. Staubmilben

komkrich ratchusiri/shutterstock

Wusstest du, dass sich in einer durchschnittlichen Matratze mehrere 100.000, ja bis zu 1,5 Millionen Staubmilben befinden? Sie lieben das feuchte, warme Klima zwischen den Bettlaken, wo sie sich meistens tummeln. Die Hausstaubmilben ernähren sich von den abgestorbenen Hautschuppen, die jeder Mensch täglich verliert. An sich sind diese für das menschliche Auge unsichtbaren Kreaturen nicht schädlich. Jedoch gibt es auch hier Ausnahmen: Menschen mit einer Hausstauballergie reagieren allergisch auf den Kot der Milben und sollten darauf achten, so wenig Staubmilben wie möglich im Bett zu haben. Dasselbe gilt für Asthmatiker, da sich die Symptome häufig durch zu viele Staubmilben verschlimmern. Dazu sollte die Matratze regelmäßig mit einem speziellen Filtersystem (z.B. HEPA-Filter bzw. “High Efficiency Particulate Air Filter“) abgesaugt werden.

3. Läuse

 

Weitere unerwünschte Mitbewohner im Bett können Bettläuse sein. Wenn du nach dem Aufwachen kleine Stiche und Rötungen bemerkst, ist es möglich, dass sie in deinem Schlafgemach Einzug gefunden haben.

4. Bettwanzen

Zunächst die gute Nachricht: Bettwanzen übertragen keine Krankheiten. Wenn sie jedoch einmal die Matratze befallen haben, stechen die rotbraunen und bis zu 1 mm großen Tierchen bis zu 500 Mal pro Nacht zu. Die Stiche können ein fieses Jucken verursachen, welches oft Ekzeme auslöst. In diesem Artikel liest du, wie du die Biester bekämpfen kannst.

5. Giftige Chemikalien

Matratzenhersteller sind laut der EU-Brandschutzverordnung dazu verpflichtet, eine feuerbeständige Beschichtung auf die Matratzen zu sprühen. Jedoch handelt es sich dabei um Chemikalien, die eine potentielle Gesundheitsgefahr darstellen. Dazu gehören unter anderem Formaldehyd, Borsäure und Modacryl. Die Stoffe gelten als schädlich, da sie mit Allergien sowie einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht werden. Formaldehyd steht des Weiteren unter dem Verdacht, Keuchhusten und Brustschmerzen zu verursachen.

Weiterhin können diese feuerfesten Chemikalien im Laufe der Zeit gefährliche Ausdünstungen produzieren. Das ist dann der Fall, wenn sie in ihre Bestandteile zerfallen oder mit anderen Chemikalien, die bei der Herstellung der Matratze verwendet wurden, reagieren.

Doch es gibt keinen Grund zur Panik: Studien haben gezeigt, dass die Menge der Chemikalien in den einzelnen Matratzen nicht ausreicht, um der Gesundheit ernsthaft zu schaden. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen möchte, sollte in eine Matratze aus Baumwolle oder organischer Wolle investieren. Meistens geben die Hersteller an, dass auch bei diesen Matratzen ein ordnungsgemäßer Brandschutz gewährleistet ist.

6. Schimmel

Nicht wenige Menschen schlafen im Winter bei geöffnetem Fenster und heizen das Schlafzimmer tagsüber nicht. Das kann zum Problem werden, denn die kalte Luft, die bis zur Unterseite der Matratze strömt und dort kondensiert, ist dann nicht mehr fähig, die in der Matratze angestaute Feuchtigkeit aufzunehmen. Das führt letztendlich zu Schimmelbildung. Die Sporen können Kopfschmerzen, Husten oder Asthmaanfälle auslösen. Deshalb solltest du deine Matratze regelmäßig lüften, um sie auszutrocknen, sowie absaugen. Prüfe zudem ab und an, ob sich Schimmel gebildet hat. Ist Letzteres der Fall, solltest du dir dringend eine neue Matratze kaufen.

7. Schaumstoffmatratzen 

Memoryschaummatratzen werden immer beliebter. Jedoch sind im Polyurethan-Schaum – aus dem die Matratze besteht – Chemikalien enthalten. Diese sollen dazu beitragen, dass sich die Matratze optimal an die Körperform anpasst. Da Hersteller nicht verpflichtet sind, eine genaue Auflistung aller verwendeten Chemikalien, wie zum Beispiel Methylbenzol, anzugeben, wissen viele Verbraucher nichts von der potentiellen Gesundheitsgefahr. Jedoch können diese Stoffe Schäden des Nervensystems verursachen und zu Schwindel, Kopfschmerzen sowie Bewusstlosigkeit führen.

Wie du siehst, sind Matratzen gar nicht so ungefährlich. Du kannst jedoch durch die richtige Matratzenwahl und eine sorgfältige Pflege das Schlimmste verhindern. Achte vor allem schon beim Kauf darauf, dass die Matratze eine ordnungsgemäße Druckverteilung sicherstellt. Das bedeutet, dass sie den unteren Körperbereich stützt und zum anderen Ende hin nachgiebiger ist. Um Schlafprobleme, Verspannungen und Rückenschmerzen zu vermeiden, sollte die Wirbelsäule während des Schlafens optimal entlastet werden.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/versteckte-gefahren/

Gruß an die, die nun über einen Matratzenaustausch nachdenken

TA KI

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