Pflanzliche Proteinquellen schützen vor früher Menopause


Pflanzliche Proteinquellen haben im Gegensatz zu proteinreichen tierischen Lebensmitteln viele gesundheitliche Vorteile. Sie schützen laut verschiedener Studien vor Typ-2-Diabetes und Krebs und reduzieren das Sterberisiko. In einer weiteren Untersuchung hat sich gezeigt, dass Frauen, die sich langfristig bevorzugt von pflanzlichen Lebensmitteln ernähren und dabei reichlich Vollkornprodukte, Soja und Tofu verzehren, eher frühe Wechseljahre verhindern konnten als Frauen, die lieber Fleisch, Milch & Co den Vorzug gaben.

Pflanzliche Proteine verhindern frühe Menopause

Eine pflanzenbasierte Ernährung wirkt sich sehr positiv auf die Gesundheit aus.(…)

Auch kann eine pflanzenbasierte Ernährung eindeutig vor Krebs und einem verfrühten Tod schützen, während eine Ernährung mit reichlich tierischen Proteinen das Risiko für beides deutlich erhöht und daher als ebenso schädlich wie das Rauchen bezeichnet werden kann.

Im Juni 2017 erschien eine weitere Studie, die zeigte, wie gesund eine pflanzenbasierte Ernährung ist. Epidemiologen der University of Massachusetts und der Harvard T.H. Chan School of Public Health schrieben, dass ein langfristiger hoher Verzehr von proteinreichen pflanzlichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten, Soja und Tofu Frauen vor einer frühen Menopause bewahren und die fruchtbare Lebenszeit verlängern kann. Ein vergleichbarer Zusammenhang konnte bei Frauen, die viele tierische Proteinquellen in ihre Ernährung integrierten, nicht festgestellt werden.

Die Risiken früher Wechseljahre

Etwa 10 Prozent aller Frauen sind von zu früh einsetzenden Wechseljahren betroffen. „Zu früh“ bedeutet vor dem 45. Lebensjahr. Als ungünstig werden frühe Wechseljahre deshalb eingeschätzt, da sie mit einem höheren Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht werden.

In einer französischen Studie aus dem Jahr 2014 stellte sich ferner anhand von 4868 Teilnehmerinnen heraus, dass Frauen, die früh in die Menopause gekommen waren, über nicht so gute kognitive Funktionen verfügten als Frauen, die mit durchschnittlich 50 Jahren in die Menopause getreten waren. Erstere konnten sich nicht so wortgewandt ausdrücken, hatten ein geringeres visuelles Erinnerungsvermögen und verfügten über eine schlechtere Koordination zwischen Gehirn und Muskulatur. Je später man daher in die Wechseljahre kommt, umso besser – zumindest im Hinblick auf die genannten Risiken.

Bisher gab es nur wenige Studien, die den Zusammenhang zwischen Proteinverzehr und dem Eintritt der Wechseljahre untersucht hatten. Für Frauen, die zu frühe Wechseljahre jedoch verhindern möchten, könnte es interessant sein zu wissen, wie sie mit der Art ihrer Ernährung den Alterungsprozess ihrer Eierstöcke beeinflussen könnten, so die Studienautoren Maegan Boutot und Professor Elizabeth Bertone-Johnson im Juni 2017 in der Online-Ausgabe des Fachmagazins American Journal of Epidemiology.

Je mehr Pflanzenproteine, umso geringer das Risiko für frühe Wechseljahre

Boutot, Bertone-Johnson und Kollegen nutzten die Daten der Nurses‘ Health Study II (NHS2), einer prospektiven Studie mit 116,000 Frauen, die zu Beginn der Studie im Jahr 1989 zwischen 25 und 42 Jahre alt waren.

Es zeigte sich, dass Frauen, die etwa 6,5 Prozent ihrer täglichen Kalorienzufuhr in Form von pflanzlichen Proteinen verzehrten, ein um 16 Prozent niedrigeres Risiko hatten, zu früh in die Wechseljahre zu kommen als Frauen, die nur 4 Prozent ihrer Kalorienzufuhr mit proteinreichen pflanzlichen Lebensmitteln zu sich nahmen. Bei Frauen, die noch mehr pflanzliche Proteinquellen verzehrten (9 Prozent ihrer täglichen Kalorienzufuhr), sank das Risiko noch weiter.

Wie viel Gramm pflanzliche Proteinquellen und vor allem welche pflanzlichen Proteinquellen müsste man nun essen, um die genannten 6,5 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr zu erreichen?

Beispiel: Wie viel Gramm pflanzliche Proteinquellen sind erforderlich?

Nimmt eine Frau also beispielsweise 2.000 kcal pro Tag zu sich, dann entsprechen 6,5 Prozent etwa 32,5 Gramm Protein, die sie z. B. in Form von Tofu, Hülsenfrüchten oder Nüssen essen kann. Tofu enthält – je nach Sorte – um die 13 Gramm Protein pro 100 Gramm, Mandeln enthalten 22 Gramm Protein, Haselnüsse 12 Gramm und Pasta aus Hülsenfrüchten (z. B. Linse und Lupine) knapp 30 Gramm.

Um 32,5 Gramm Protein also über die beispielhaft genannten Proteinquellen zu sich zu nehmen, würde es schon genügen, 100 Gramm Tofu zu essen, 20 Gramm Mandeln und 50 Gramm Linsenpasta.

Eine Tabelle mit pflanzlichen Proteinquellen und ihren Proteingehalten finden Sie hier: Pflanzliche Proteinquellen – Die Liste

Der Bedarf pflanzlicher Proteine kann teilweise auch mit Hilfe von veganen Proteinpulvern gedeckt werden.(…)

Pflanzliche Proteine schützen nicht nur vor früher Menopause

Pflanzliche Proteine schützen nun jedoch nicht nur vor zu früh einsetzenden Wechseljahren. Gerade Sojaprodukte haben in dieser Hinsicht noch weitere Vorteile zu bieten.

Im Oktober 2016 zeigte eine Studie beispielsweise, dass Sojaprotein, wenn es schon in frühen Jahren regelmässig gegessen wird, im Erwachsenenalter Knochenschwund bei Tieren vorbeugen kann. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Auswirkung auch bei Menschen eintreten könnte.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/fruehe-menopause-verhindern.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

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4 Kommentare zu “Pflanzliche Proteinquellen schützen vor früher Menopause

  1. Soja produziert Phytohormone, die den weiblichen menschlichen Hormonen ähnlich sind.
    Das ist die Verteidigungsstrategie der Pflanze gegen das Gegessenwerden. Die Männer, die regelmäßig Soja essen, verweiblichen – auch ein Grund für Homosexualität:-).
    Die Frauen, die zuviel Soja essen, bekommen keine Kinder bzw erleiden Fehlgeburten.
    Bevor man also diese Ernährungsweise als das non plus ultra verkauft, sollte man über diese Zusammenhänge bescheid wissen.

    • Zitat:“Bevor man also diese Ernährungsweise als das non plus ultra verkauft, sollte man über diese Zusammenhänge bescheid wissen.“

      Es geht nicht darum „Recht haben zu wollen“, sondern darum, daß eben genau das was DU hier bsbw. vorträgst, dazu gedacht ist hinzuzulernen.

      iCH verkaufe NICHTS als „non plus ultra“.

      Wir alle – DU AUCH– lernen täglich hinzu, sein Wissen anderen mitzuteilen ist gut- die Frage die sich hier nur stellt: Macht man es so wie Du???

      LG
      TA KI

    • Vielleicht magst Du uns allen auch eine Quelle Deines Wissens nennen- wie gesagt wir alle können täglich hinzulernen…
      Deine Antwort auf
      meine Kommentare vermisse iCH…
      LG

  2. Krebsrisiko

    Das Risiko für Schilddrüsenkrebs ist bei Personen, die Tofu verzehren, um bis zu 55 % herabgesetzt. Zwar warnen einige Webseiten und Forscher davor, dass das Risiko für Brustkrebs bei Sojakonsum erhöht sei – dagegen sprechen jedoch die niedrigen Brustkrebsraten in Ost- und Südostasien, wo traditionell viel Soja verzehrt wird. Ebenso niedrig sind Raten von Prostatakrebs in asiatischen Ländern. Außerdem wurden bei asiatischen Männern höhere Konzentrationen von möglicherweise protektiv wirkenden Isoflavonen in der Prostata gefunden als bei westlichen Studienteilnehmern. Auch wenn neben dem Sojaverzehr zusätzliche (regionale) Ernährungs-, Gesundheits- und Umweltfaktoren bei der Entstehung und Prävention von Krankheiten eine Rolle spielen, können solche Befunde als wichtige erste Hinweise zu den Auswirkungen unterschiedlicher Essgewohnheiten gelesen werden.
    Wechseljahresbeschwerden

    Ein weiterer Befund aus Asien weist auf zusätzliche positive Eigenschaften von Soja hin: In Teilen Asiens leiden Frauen weniger unter Hitzewallungen und klassischen Wechseljahresbeschwerden. Es wird vermutet, dass sie durch die sojareiche Ernährung mehr Isoflavone aufnehmen, die durch die Ähnlichkeit zum Hormon Östrogen den Hormonabfall in der Menopause ausgleichen. Von der Einnahme isolierter Isoflavone in Form von hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln aus diesen und anderen gesundheitlichen Gründen ist jedoch generell abzuraten.
    Herzerkrankungen

    Durch die Cholesterinfreiheit und den hohen Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren zeichnen sich Sojaprodukte als »herzfreundliche« Lebensmittel aus. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann teilweise durch den Konsum von Soja herabgesetzt werden, was z. B. bei japanischen Frauen nach der Menopause nachgewiesen werden konnte.
    Osteoporose

    Bei Osteoporose wird den Knochen Kalzium entzogen, sodass die Knochendichte abnimmt und die Knochen abgebaut werden. Sojaprotein und Isoflavone scheinen einen positiven Einfluss auf diesen Prozess zu haben: Studien zeigen, dass weniger Osteoporose-Fälle bei Menschen aus Ländern mit gewöhnlich hohem Sojakonsum auftreten (siehe jedoch obiger Hinweis zu Regionsstudien). Regelmäßiger Verzehr von (teilweise mit Kalzium angereicherter) Sojamilch kann bei Frauen nach der Menopause präventive Effekte bezüglich Osteoporose haben und den Knochenabbau verhindern.
    https://albert-schweitzer-stiftung.de/themen/vegan-gesund/soja-gesund-oder-ungesund

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