Gelée Royal


 

Zusammenfassung

Royal ist der Bienenköniginnenfuttersaft, der durch zahlreiche darin enthaltene Wirkstoffe zur Reifung einer Bienenkönigin führt und nur an diese nach den ersten drei Larvenstadien verfüttert wird.

Die am besten untersuchten Wirkstoffe im Gelee Royal sind die Fettsäuren 10-Hydroxy-Decansäure (10HDA) und die 10-Hydroxy-2-Decansäure (10H2DA), welche den Großteil aller Fettsäuren im Gelee Royal ausmachen, sowie die Hauptproteine des Gelee Royal, sogenannte MRJP (major royal jelly proteins). Die Wirkung dieser Substanzen ist nicht auf die Bienen beschränkt, sondern entfaltet sich auch in Säugetieren.

Immunsystem

Der Einfluss von Gelee Royal auf das Immunsystem wurde lediglich in Zellkultur und Tiermodellen untersucht. Die Gabe an allergische Mäuse stellte wieder ein zuvor gestörtes Gleichgewicht zwischen Th1 und Th2 Zellen her. Th1 Immunzellen sind proentzündlich und stimulieren Fresszellen zur Bekämpfung von Pathogenen, während Th2 antientzündlich sind und eine Antikörperproduktion anregen, sowie die Freisetzung von Histamin aus Mastzellen fördern. Eine übermäßige Th1 Aktivität führt zu Autoimmunerkrankungen und Gewebsschäden, Th2 Überaktivität zu Allergien.

Im Tiermodel reduzierte Gelee Royal oder seine Komponenten wie die Fettsäure 10H2DA und das Protein MRJP3 allergische Reaktionen und Entzündungen. Da klinische Studien nicht vorhanden sind, ist eine Wirkung im Menschen nicht bewiesen.

Achtung: Zudem ist zu beachten, dass gerade Menschen, die bereits allergisch gegen Pollen oder andere Substanzen reagieren, auch allergisch auf Gelee Royal reagieren könnten, also anfälliger für eine solche Reaktion sind. Hier ist Vorsicht angebracht.

Nervensystem

Gelee Royal regt in Zellversuchen die Umwandlung von neuralen Stammzellen zu Neuronen, Astrozyten und Oligodendrozyten an. Dagegen regt 10H2DA nur die Differenzierung zu Neuronen an. Im Tiermodell führte die Gabe von Gelee Royal an Mäuse mit leichten Schäden im Hippocampus (Gehirnbereich, wichtig für das Erlernen neuer Informationen) zu einer schnelleren Genesung und Wiedererlangung normaler kognitiver Fähigkeiten. Die durch den Bienenköniginnenfuttersaft erhöhte Produktion des Nervenwachstumsfaktors GDNF ist wahrscheinlich der Hauptgrund für diese Wirkung.

Einfluss auf das kardiovaskuläre System

In Tiermodellen zeigen Peptide aus dem Gelee Royal eine blutdrucksenkende Wirkung. Diese Peptide entstehen erst nach dem Verdau durch Enzyme des Verdauungstrakts. Sie hemmen die Wirkung der blutdruckanhebenden und salzspeichernden Renin-/Angiotensin Botenstoffe und des Angiotensin-konvertierende Enzyms (ACE). Klinische Studien fehlen und damit eine bewiesene Wirksamkeit im Menschen, Gelee Royal ist kein Ersatz für eine Behandlung des Bluthochdrucks.

In klein angelegten, nicht doppelblind placebokontrollierten Studien senkte Gelee Royal leicht das „schlechte“ LDL-Cholesterin und erhöhte das „gute“ HDL-Cholesterin, aber nur bei Menschen über 60 Jahren. Die vorliegenden Studien sind von zu geringer Qualität und Umfang um eine Wirksamkeit zu bestätigen.

Blutzuckerregulation

In kleineren Studien mit Diabetes 2 Patienten reduzierte Gelee Royal bei einer Dosis von 1-3 g täglich leicht den Nüchternblutzucker und den Langzeitblutzucker (gemessen anhand HbA1c), erhöhte die totale Antioxidative Kapazität und verringerte die Insulinresistenz (HOMA-IR). Eine erhöhte Insulinresistenz fordert eine immer größere Insulinausschüttung nach einer Mahlzeit um die gleiche blutzuckersenkende Wirkung zu erzielen, bis hin zur Entwicklung von Diabetes 2, einer voll entwickelten Insulinresistenz. Leider sind die zitierten Studien klein angelegt und nicht anhand des goldenen Standards von doppelblind placebokontrollierten Versuchen durchgeführt worden. Gelee Royal ist definitiv kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie der Insulinresistenz. Nahrungsergänzungsmittel sind Ergänzungsmittel.

Gewichtsreduktion

In einer doppelblind, placebokontrollierten klinischen Untersuchung führte eine Dosis von 1 g Gelee Royal täglich nach zwei Monaten zu einer leichten Gewichtsreduktion von -1,45 kg, die Teilnehmer nahmen weniger Kalorien und Kohlenhydrate zu sich. Leider ist dies auch gleichzeitig die einzige Untersuchung zu dieser Thematik.

Einfluss auf die Lebensspanne von Modelorganismen

In C. elegans Würmern verlängerten Bestandteile des Gelee Royal die Lebensspanne der behandelten Tiere. Die Fettsäure 10H2DA hemmt leicht den Signalweg TOR in den Zellen der Tiere, das TOR Protein ist eng mit dem Alterungsprozess und Wachstum verzahnt, es wird auch durch die Einschränkung der Kalorienaufnahme gehemmt, was auch zur Verlängerung der Lebensspanne in Tiermodellen führt. Das Protein Royalaktin, das gleichzeitig die Reifung der Bienenkönigin herbeiführt, aktiviert den FOXO-Signalweg. Das FOXO3a Protein ist auch bei Menschen mit Langlebigkeit assoziiert.

Hautcremes mit Gelee Royal

Die Fettsäure 10H2DA aus dem Bienenköniginfuttersaft regt die Kollagenproduktion an und schützt die Hautzellen gegen die Schäden durch UV-A und UV-B Strahlung im Zellkulturmodel. Nur eine Studie mit Menschen belegt eine bessere Hauthydrierung und weniger Entzündungen durch die kosmetische Anwendung von Gelee Royal.

Quelle: https://www.inutro.com/gelee-royal

Gruß an die Immen

TA KI

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3 Kommentare zu “Gelée Royal

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