Katholische Kirche entschädigt Missbrauchsopfer nicht – Begründung: Geschah mit „Einverständnis“


Die Verbrechens-Kompensationsbehörde in Großbritannien verweigert Missbrauchsopfern offenbar Entschädigungen. Als Begründung nutzen sie eine Gesetzeslücke, die bei „Einverständnis“ des Opfers eine solche ausschließt. So scheiterten Anträge von rund 700 Opfern.

Der Katholischen Kirche und britischen Kommunalbehörden wird vorgeworfen, eine Gesetzeslücke zu nutzen, um Opfer von sexuellem Missbrauch nicht entschädigen zu müssen. Die so genannte Criminal Injuries Compensation Authority (CICA), eine britische Regierungsbehörde, die Entschädigungen für Verbrechensopfer festlegt, soll bei einigen mutmaßlichen Opfern Zahlungen verweigert haben.

 

Als Begründung gab die Behörde, die durch Gewaltverbrechen Geschädigten Kompensationen bezahlen soll, offenbar an, dass die Opfer ihrem Missbrauch „zugestimmt“ haben sollen, wie einige britische Wohltätigkeitsorganisationen berichten. Rechtsanwälte, die Opfer vertreten, warnten ebenfalls, dass diese Verteidigungslinie immer häufiger angewendet werde.

Kinderbeauftragte schlägt Alarm

Ein Fall, der derzeit für Schlagzeilen sorgte, betrifft ein 12-jähriges Mädchen. Es soll mit Alkohol betäubt und in einen Wald verschleppt worden sein, wo es anschließend von einem 21-jährigen Mann sexuell missbraucht würde. Ein Entschädigungsanspruch zu Gunsten der Betroffenen bestand der Behörde zufolge nicht, da sie „freiwillig“ mit dem Mann in den Wald gegangen sein soll.

Kein Kind gibt jemals seine ‚Zustimmung‘, um missbraucht zu werden, und die verstärkte Verwendung dieser Verteidigungslinie, obwohl noch eher selten, ist besorgniserregend“,

sagte Anne Longfield, die Kinderbeauftragte Großbritanniens.

Ich habe das Justizministerium schon zuvor und jetzt wieder zu diesem Thema kontaktiert, und die Regierung sollte dringend darauf schauen, was getan werden kann, um diese Strategie zu bekämpfen.

Kirche ließ sich am Ende auf Vergleich ein

Die britische Zeitung Sunday Telegraph berichtete nun, dass sie Dokumente in Bezug auf zwei Fälle, in denen diese Verteidigungslinie zur Anwendung kam, eingesehen habe. Ein Kläger, der offenbar im Alter von 15 Jahren vergewaltigt wurde, bekam von Anwälten der katholischen Erzdiözese von Southwark zu hören, dass sein Missbrauch tatsächlich im Kontext einer einvernehmlichen Beziehung aufgetreten ist.

Das Opfer sagte:

Ich war in jedem Fall unter dem gesetzlichen Alter, in dem Zustimmung möglich ist, die Situation hatte etwas von Grooming [Kontaktaufnahme über das Internet mit Minderjährigen mit sexuellen Absichten] und dies wurde völlig ignoriert. Es sorgte dafür, dass ich mich sehr klein gefühlt habe.

Die Katholische Kirche hat den Fall am Ende doch noch mittels Einwilligung in eine Entschädigung geregelt. Die Kirche zahlte 80.000 Britische Pfund (ungefähr 87.500 Euro). Dino Nocivelli, ein auf Kindesmissbrauch spezialisierter Anwalt bei der Kanzlei Bolt Burdon Kemp, sagte gegenüber dem Radiosender Kent Live:

Es ist an der Zeit, dass die Kirche das tut, was sie predigt, und ihr Versagen zugibt. Und dass sie die Verantwortung für all die Schäden übernimmt, die sie Kindern zugefügt hat und dass sie sich für den Missbrauch entschuldigt.

Seit dem die Regierungsbehörde CICA sich 2012 der Thematik angenommen hat, wurde in etwa 700 Opfer und Hinterbliebene von Opfern sexuellen Missbrauchs eine Entschädigung verweigert. In mehr als 99 Prozent der angezeigten Fälle sexuellen Missbrauchs fand dieser jedoch im weltlichen Bereich statt.

Quelle: http://derwaechter.net/katholische-kirche-entschaedigt-missbrauchsopfer-nicht-begruendung-geschah-mit-einverstaendnis

Gruß an die Erwachenden

TA KI

Advertisements

7 Kommentare zu “Katholische Kirche entschädigt Missbrauchsopfer nicht – Begründung: Geschah mit „Einverständnis“

  1. Die Katholische Kirche hat NICHTS mit GOTT zu tun ! sie ist ein SATANISTEN KLUB ! pervers durch und durch..selbst der „pabst“ warnet nun vor einer zu engen bndung zu jesus christus.. dies sei „UNGESUND“ und „Unnatürlich“ !! wie krank ist das denn ??? sie ist die HURE BABYLON!! und sie ist GEFALLEN! so steht es schon in der BIBEL !

  2. Mögliche Reaktion auf diese Frechheit!

    Kirchenaustritt als förmliche Distanzierung

    Für alle, die mit einer Kirchensteuerfestsetzung durch das Finanzamt nicht einverstanden sind, lautet die vermeintlich einfache Lösung: Kirchenaustritt. Letztendlich hat man es so selbst in der Hand, sich der Kirchensteuer insgesamt zu entziehen.
    Wer der Institution Kirche durch einen freiverantwortlichen Austritt allerdings den Rücken gekehrt hat, muss auch damit rechnen, dass er nur noch eingeschränkt am kirchlichen Leben teilnehmen kann. Bei jeder anderen Gemeinschaft wäre dies schließlich auch kaum anders.
    Unabhängig davon ist der höchstpersönliche innere Glaube, den im Zweifel ohnehin kein anderer Mensch feststellen kann. Für die Kirchensteuer zählt aber allein, ob jemand formal Mitglied der jeweiligen Kirche ist oder nicht.
    (OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss v. 01.02.2016, Az.: 6 A 10941/15)

    Das durch Art. 107 Abs. 1 und 2 BV verbürgte Grundrecht der Glaubensfreiheit7 schließt die Befugnis ein, das Bekenntnis zu wechseln oder aus einer Religionsgemeinschaft oder einer weltanschaulichen Gemeinschaft auszutreten8. Es gewährleistet, dass niemand entgegen seiner religiösen oder weltanschaulichen Überzeugung Steuerschuldner einer Kirche, Religionsgemeinschaft oder weltanschaulichen Gemeinschaft wird, der er nicht verbunden ist9. Dass die Erklärung des Austritts einer bestimmten Form bedarf, ist -wie der Verfassungsgerichtshof wiederholt entschieden hat – nicht zu beanstanden10 und wird von der Beschwerdeführerin im Ansatz auch nicht in Zweifel gezogen.

    Wie tritt man aus der Kirche aus und was kostet ein Kirchen¬austritt?
    Viele Gläubige haben das Vertrauen in die Kirche verloren. Mit dem Austritt aus der Kirche wollen sie ihrer Enttäuschung Ausdruck verleihen und ein Zeichen setzen. Hat man den Entschluss zum Kirchen¬austritt gefasst, fragt sich natürlich, wie macht man das überhaupt? Wie tritt man aus der Kirche aus und was kostet das?

    Wie tritt man aus der Kirche aus und kostet das etwas?
    Der Kirchen¬austritt ist gegenüber einer staatlichen Stelle zu erklären. Abhängig vom Bundesland, in dem man wohnt, ist entweder das Amtsgericht oder das Standesamt zuständig. Um auszutreten, muss man persönlich erscheinen und seinen Personal¬ausweis oder Reisepass mitbringen.
    Mindest¬alter 14 Jahre
    Den Kirchen¬austritt darf erklären, wer mindestens 14 Jahre alt, also religions¬mündig, ist. In den meisten Bundes¬ländern ist für den Kirchen¬austritt eine Gebühr zu bezahlen, welche in ihrer Höhe unterschiedlich ausfällt. Im Übrigen hat das Bundes¬verfassungs¬gericht die Erhebung einer Gebühr zur Deckung des Arbeits¬aufwands für verfassungs¬gemäß gehalten (Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 02.07.2008, Az. 1 BvR 3006/07).
    Hier eine Übersicht über den Kirchen¬austritt in den einzelnen Bundes¬ländern:

    Bundesland Ort Unterlagen Gebühr
    Baden-Württemberg Standesamt Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Familienbuch für Verheiratete oder Geschiedene 10-60 Euro je nach Standesamt
    Bayern Standesamt Personalausweis oder Reisepass; Familienbuch für Verheiratete oder Geschiedene 31 Euro für Einzelperson, 41 Euro für Verheiratete der gleichen Konfession
    Berlin Amtsgericht Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Geburtsurkunde für Kinder bis zum 14. Lebensjahr; ggf. eigene Geburtsurkunde, ggf. Eheurkunde; Lebenspartnerschaftsurkunde 30 Euro
    Brandenburg Amtsgericht Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Familienbuch für Verheiratete oder Geschiedene Keine
    Bremen Standesamt oder Kirchenstelle Personalausweis oder Reisepass Standesamt: 5,50 Euro, Kirchenstelle: keine
    Hamburg Standesamt Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Eheurkunde, Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde für Verheiratete, Geschiedene oder Verwitwete 31 Euro
    Hessen Amtsgericht Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Familienstammbuch für Verheiratete, Verwitwete oder Geschiedene 25 Euro
    Mecklenburg-Vorpommern Standesamt Personalausweis oder Reisepass; Eheurkunde für Verheiratete oder Geschiedene 10 Euro für Einzelperson, 15 Euro für Verheiratete der gleichen Konfession
    Niedersachsen Standesamt Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Eheurkunde für Verheiratete oder Geschiedene 25 Euro
    Nordrhein-Westfalen Amtsgericht Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Heiratsurkunde oder Scheidungsurteil für Verheiratete, Geschiedene oder Verwitwete; Angabe des Taufortes 30 Euro
    Rheinland-Pfalz Standesamt Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Familienbuch für Verheiratete oder Geschiedene 30 Euro
    Saarland Standesamt Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Familienbuch für Verheiratete oder Geschiedene; Angabe des Taufortes/-datums 32 Euro
    Sachsen Standesamt Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Geburtsurkunde; sofern vorhanden Taufurkunde; Heiratsurkunde bzw. Abschrift aus Familienbuch für Verheiratete, Geschiedene oder Verwitwete 26 Euro
    Sachsen-Anhalt Standesamt Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; Geburtsurkunde; Eheurkunde oder Lebenspartnerschaftsurkunde 30 Euro
    Schleswig-Holstein Standesamt Personalausweis oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung; soweit vorhanden Taufbescheinigung; Eheurkunde oder Lebenspartnerschaftsurkunde 20 Euro
    Thüringen Standesamt Personalausweis oder Reisepass; Geburtsurkunde bzw. Eheurkunde 30 Euro
    Alternativ ist es möglich, den Austritt vor einem Notar zu erklären. Dann fallen aber auch Notar¬gebühren an.
    Welche Folgen hat der Kirchen¬austritt?
    Mit dem Kirchen¬austritt erlischt nicht nur die Zu¬gehörigkeit zur Kirche in Form der öffentlich-rechtlichen Körper¬schaft, sondern zur Glaubens¬gemein¬schaft als solche. Man kann daher seinen Austritt zum Beispiel nicht auf die katholische Kirche in Form der öffentlich-rechtlichen Körper¬schaft beschränken und weiterhin der Glaubens¬gemein¬schaft katholische Kirche zugehörig sein (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 26.09.2012, Az. BVerwG 6 C 7.12). Mit der Beendigung der Zu¬gehörigkeit erlischt darüber hinaus die Pflicht zur Zahlung der Kirchen¬steuer. Dies setzt jedoch voraus, dass die Religions¬zugehörigkeit von der Lohnsteuer¬karte gestrichen wird. Dafür sind die Finanz¬ämter zuständig.
    Zudem kann ein Kirchen¬austritt auch arbeits¬rechtliche Folgen haben. Wer nämlich in einer Einrichtung der katholischen Kirche arbeitet und aus der katholischen Kirche austritt, begeht damit einen Loyalitäts¬verstoß, der zur Kündigung des Arbeits¬verhältnisses berechtigt (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 25.04.2013, Az. 2 AZR 579/12).

  3. Warum stecken erwachsene Männer kleinen, wehrlosen Kindern ihren Penis in sämtliche Körperöffnungen?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s