Gentechnisch veränderte Motten erstmalig in den USA freigelassen: Ein großer Schritt für ‚Frankensteins Biester‘


Das Biotech-Unternehmen Oxitec gab am 5. September bekannt, dass es begonnen hat, gentechnisch veränderte (GM) Motten in Geneva, New York, freizugeben. Die Risiken sind unbekannt, weil die Transparenz der Studienergebnisse fehlt, sagt das Zentrum für Lebensmittelsicherheit.

Das Biotech-Unternehmen Oxitec gab am 5. September bekannt, dass es begonnen hat, genetisch veränderte (GM) Motten in Geneva, New York, freizugeben. Weltweit sind bisher nur zwei Arten von GM-Insekten freigelassen worden. GM-Moskitos wurden in Brasilien, Panama, den Cayman-Inseln und Malaysia freigegeben und ein  genetisch veränderter rosa Baumwollkapselwurm vor etwa 10 Jahren in Arizona. Sowohl die Mücken, als auch die Würmer, wurden von Oxitec produziert.

Die genetischen Veränderungen, die an der neu freigegebenen Motte vorgenommen wurden, sind jedoch viel komplexer als die, die an dem Baumwollkapselwurm gemacht wurden – der Wurm war für Studienzwecke modifiziert worden.

Die Motte wurde genetisch verändert, um Nachkommen zu produzieren, die vor dem Erreichen der vollen Reife sterben. Sie trägt eine Art genetischen „Todes-Schalter.“ Besorgte Organisationen, wie GeneWatch und das Zentrum für Lebensmittelsicherheit, haben darauf hingewiesen, dass der Todes-Schalter nicht 100 Prozent effektiv ist. Einige GM-Motten können überleben und sich mit wilden Arten vermehren, vielleicht verändern sich die wilden Populationen irreversibel und auf unbeabsichtigte Weise.

Die Diamantenmotte ist ein Schädling für Getreide und es wird geschätzt, dass Landwirte weltweit dadurch Schäden in Höhe von rund 4 Milliarden Dollar erleiden, sagt Oxitec. Die Hoffnung der Wissenschaftler an der Cornell University, die für Oxitec arbeiten, ist, dass die GM-Motten die Populationen des wilden Schädlings stürzen werden.

„Es soll eine Anstrengung sein, um Schaden zu reduzieren“, sagte Jaydee Hanson, eine Wissenschaftler vom Zentrum für Lebensmittelsicherheit. „Aber das Endergebnis ist, sie sind nicht transparent gewesen.“

Das Zentrum für Lebensmittelsicherheit beantragte Informationen über frühere Laborversuche ohne Erfolg. Die Cornell-Wissenschaftler sagten, sie würden nicht alle Informationen für die Öffentlichkeit freigeben und die Ergebnisse zuerst zur Peer-Review (Begutachtung) übergeben. Während diese Informationen im Dunkeln bleiben, sollen wöchentlich 10.000 Motten freigelassen werden.

Öffentliche Informationssitzungen waren flüchtig, sagte Hanson. Er ist nicht sicher, ob die Behörden alle Informationen haben, die sie haben müssen, um das Risiko der Freisetzung zu beurteilen.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hatte am 6. Juli seine Zustimmung für eine Freilassung angekündigt und festgestellt, dass die Motte wahrscheinlich keine negativen Auswirkungen hat. Nach der USDA-Zulassung erwartete Oxitec die Genehmigung auf Staatsebene. Das New York Department of Environmental Conservation (DEC) entschied, dass die Motte außerhalb ihrer Regulierungsbehörde liegt und dass die Cornell University und Oxitec keine DEC-Genehmigung benötigen. „Sie haben eine bizarre Situation in New York, wo Sie eine Genehmigung benötigen, um Schmetterlinge bei Ihrer Hochzeit freizugeben, aber Sie brauchen keine Genehmigung, um diese gentechnisch veränderten Motten freizulassen“, sagte Hanson.

Sie haben eine bizarre Situation in New York, wo Sie eine Genehmigung benötigen, um Schmetterlinge bei Ihrer Hochzeit freizugeben, aber Sie brauchen keine Genehmigung, um diese gentechnisch veränderten Motten freizulassen.

– Jaydee Hanson, Senior Analytiker, Zentrum für Lebensmittelsicherheit

Biologische Landwirtschaftsorganisationen sorgen sich darüber, dass alle toten Larven, die nach dem der genetische Todes-Schalter eingesetzt hat, auf den landwirtschaftlichen Kulturen zurückbleiben könnten und die Zertifizierung für Bioprodukte kompromittieren. Die Larven können die Pflanzen noch fressen, auch wenn die Population schließlich wie gehofft abnimmt, könnte die anfängliche Zunahme – mit der Freisetzung von 10.000 Insekten pro Woche – den Feldern der Landwirte schaden. Diese ersten Versuche sind innerhalb eines begrenzten Bereichs, und die betroffenen Kulturen sollen verbrannt und nicht für den Verbrauch verkauft werden. Aber die Sorge ist, dass offene Feldversuche keine Grenzen haben.

Erfahrungen mit GM-Moskitos

Die GM-Moskitos, die in anderen Ländern von Oxitec freigelassen wurden, haben einen Todes-Schalter ähnlich dem in der Motte. Die Wirksamkeit der Freigabe dieser GM-Moskitos zur Verringerung der Übertragung von Krankheiten wie Malaria wurde in Frage gestellt. GeneWatch veröffentlichte am 4. September einen Bericht und untersuchte die Freilassung der GM-Mücken auf den Cayman-Inseln.

Während Oxitec eine 79-prozentige Abnahme der Moskito-Population dort gemeldet hatte, stellte GeneWatch fest, dass eine Abnahme nur in der Trockenzeit auftrat, wenn die Zahlen sowieso fallen. GeneWatch erklärt, die Oxitec Studien zeigen nicht, ob die Abnahme der Populationen sich in der Regenzeit fortsetzt.

Anstatt die Populationen mit der Freisetzung von männlichen GM-Moskitos zu unterdrücken, zeigten die Daten von Oxitec Spitzen in der Anzahl der weiblichen Mücken (die Krankheiten übertragen können) in den Freisetzungsgebieten. GeneWatch spekuliert, dass diese Spitzen aufgrund der unbeabsichtigten Freisetzung von weiblichen GM-Moskitos verursacht wurden, oder aufgrund von angesammelten wilden weiblichen Mücken, die sich mit den freigegebenen Männern paaren.

GeneWatch und das Zentrum für Lebensmittelsicherheit fordern mehr Transparenz, so dass die potenziellen Risiken der Freisetzung von GM-Insekten besser bestimmt werden können, bevor irreversible Veränderungen in wilden Insektenpopulationen verursacht werden.

Quelle: http://www.epochtimes.de/umwelt/gentechnisch-veraenderte-motten-in-den-usa-erstmalig-freigelassen-ein-grosser-schritt-fuer-frankensteins-biester-a2210917.html

Gruß an die Weiterdenkenden

TA KI

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7 Kommentare zu “Gentechnisch veränderte Motten erstmalig in den USA freigelassen: Ein großer Schritt für ‚Frankensteins Biester‘

  1. Sie trägt eine Art genetischen „Todes-Schalter.“
    erinnert mich an sozialvertägliches Frühableben
    wer nicht arbeitet (für die SklavenEigentümer) soll auch nicht mehr leben….


    AltersArmut ist der Todes-Schalter in MerkeldEUtschLand ?

    GenTechnik ist Krieg gegen die Menschheit und gegen GOTTes Werk.
    Die euGENik-Firmen haften für nichts, durch den Monsanto Protection Act.

    https://bilddunggalerie.wordpress.com/2015/08/27/faschismus-heute-ist-monsanto-und-goldman-sachs/

    Die NaZi$ haben noch nie etwas zum Wohl der Menschen erfunden oder erschaffen.

  2. Die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) ist eine Stechmücken-Art, die unter anderem auch das Dengue-Fieber und den Zika-Virus überträgt. Oxitec hat genetisch veränderte männliche Tiere der Spezies geschaffen (OX513A), die das Protein tTA produzieren, das die Zellentwicklung negativ beeinflusst. Die transgenen Tiere benötigen zum Überleben das Antibiotikum Tetracyclin. Wenn diese Tiere in großer Zahl freigesetzt werden und sich mit weiblichen Tieren paaren, stirbt der Nachwuchs, an den die Abhängigkeit von dem Antibiotikum weitergegeben wird. Dadurch wird die gesamte Population Mücken stark reduziert. Für die Menschen in der betreffenden Region sinkt mithin das Risiko, an den von dieser Art übertragenen Krankheiten zu erkranken.
    Erste Feldversuche fanden mit Unterstützung der Bill and Melinda Gates Foundation ab 2009 auf Grand Cayman, der größten Insel der Kaimaninseln statt. Hierbei wurden ca. 3,3 Mill. transgene männliche Gelbfiebermücken freigesetzt. Die Versuche zeigten, dass die Tiere in dieser Umgebung überleben und Nachwuchs zeugen konnten. Etwa elf Wochen nach der Freisetzung wurde ein Rückgang der Gelbfiebermückenpopulation um ca. 80 % festgestellt. Bei größer angelegten Freisetzungen könnten möglicherweise noch bessere Ergebnisse erzielt werden. Die Versuche wurden von Fachleuten als Erfolg gewertet, gleichzeitig wurde verschiedentlich Kritik an der Kommunikationspolitik der Beteiligten geübt.
    2011 erfolgte in Brasilien in Zusammenarbeit mit der Partnerfirma Moscamed und der Universität von São Paulo ein weiterer Feldversuch, bei dem wiederum transgene Gelbfiebermücken in großer Zahl freigesetzt wurden.

  3. Pingback: Gentechnisch veränderte Motten erstmalig in den USA freigelassen: Ein großer Schritt für ‚Frankensteins Biester‘ — das Erwachen der Valkyrjar | Wellness und Lebensstilberatung C.Döll

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