Baskenorganisation ETA bezeichnet Spanien als „Gefängnis für die Völker“


Die Baskenorganisation ETA hat den spanischen Staat als „Gefängnis für die Völker“ bezeichnet. Die Organisation, die jahrelang vergeblich mit Gewalt für ein von Spanien unabhängiges Baskenland gekämpft hatte, brachte am Mittwoch in einer Erklärung ihre Solidarität mit den Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens zum Ausdruck.

Der spanische Staat sei „ein Gefängnis für die Völker, indem er die nationale Identität Kataloniens negiert“, hieß es in der Erklärung weiter. Es gebe in Spanien „ein strukturelles Problem“; dies zeige sich in dem Bestreben der Zentralregierung in Madrid, das für kommenden Sonntag geplante Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien zu unterbinden. Das spanische „Regime“ zeige nun sein wahres Gesicht.

Die in Barcelona regierenden Unabhängigkeitsbefürworter haben trotz des erbitterten Widerstands Madrids sowie eines Verbots des spanischen Verfassungsgerichts für den 1. Oktober eine Volksabstimmung über eine Loslösung Kataloniens von Spanien angesetzt.

Der Vorstoß löste eine schwere Verfassungskrise in Spanien aus; Madrid versucht, die Öffnung der Wahllokale am Sonntag zu verhindern, ließ Millionen Stimmzettel beschlagnahmen und geht juristisch gegen die verantwortlichen Politiker und Bürgermeister vor.

Die nordostspanische Region Katalonien hat ihre eigene Sprache und fühlt sich seit Jahrhunderten von Madrid unterdrückt. Spaniens wirtschaftsstärkste Region zählt 7,5 Millionen Einwohner und ist etwa so groß wie Belgien. Sie kommt für etwa ein Fünftel der spanischen Wirtschaftsleistung auf.

Katalonien errang zwar Ende der 70er Jahre Autonomierechte, etwa in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Doch vielen gehen diese nicht weit genug. Die Wirtschaftskrise in Spanien vergrößerte die Unzufriedenheit, weil die Katalanen mit ihren Steuergeldern die ärmeren Regionen des Landes unterstützen.

Im Baskenland hatte die Untergrundorganisation ETA jahrzehntelang gewaltsam für die Unabhängigkeit von der Zentralregierung in Madrid gekämpft. Erst 2011 gab die Gruppierung ihren bewaffneten Kampf auf. (afp)

Quelle:http://www.epochtimes.de/politik/europa/baskenorganisation-eta-bezeichnet-spanien-als-gefaengnis-fuer-die-voelker-a2227117.html

Gruß an die Katalanen

TA KI

 

4 Kommentare zu “Baskenorganisation ETA bezeichnet Spanien als „Gefängnis für die Völker“

  1. Schon im Altertum gab es in Mesopotamien für reiche Stadt-Staaten große Probleme mit dem armen Umland. Als man sich irgendwann einmal mit massiven Kriegsangriffen konfrontiert sah, verschwanden die Annunakis angeblich spurlos. Ausbaden mussten die Probleme die einfachen Menschen und die Hochzivilisation konnte nicht gehalten werden und zerfiel.

    Übrigens trieben die Jesuiten in Südamerika ein ähnliches Spiel. Als Südamerika für Europa wirtschaftlich besonders interessant war, errichteten die Jesuiten dort durch sie regierte zentrale Städte und Bezirke der Macht. Zwar wurden besonders geeignete Ureinwohner durchaus in einige Geheimnisse der Verwaltung eingeweiht. Das spezielle Wissen jedoch, wie eine funktionierende Regierung aufgebaut und am Leben erhalten werden kann, gaben sie niemals weiter.

    Als die Jesuiten von dannen zogen, fehlte das benötigte Wissen zur erfolgreichen Regentschaft und die Zentren des Wohlstandes zerfielen.

  2. Pingback: Honigmann-Nachrichten vom 28. September 2017 – Nr. 1188 – Der Honigmann sagt …

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