Bayern den Bayern: Raus aus BRD?


Katalonien war nicht der Anfang. In ganz Europa ist Sezession en vogue. Blick in die Geschichte: Ohne Sezession keine USA. – In Bayern wünscht ein Drittel der Bevölkerung den Austritt aus der BRD. Auch viele Sachsen und Thüringer wollen „raus“.

 

Von Dagmar Metzger

Nicht nur in Katalonien, in ganz Europa ist Sezession en vogue – überall auf dem alten Kontinent streben Volksgruppen danach, sich aus größeren Staatsgebilden zu lösen.

In Italien wiederum strebt nur rund 150 Jahre nach der mühevollen und blutigen Einigung des Landes die Provinz Venetien nach Unabhängigkeit.  Gleich hinter Venetien und Katalonien stehen beispielsweise Südtirol oder das Baskenland in den Startlöchern, um sich dem Streben nach staatlicher Unabhängigkeit anschließen.

Bayern kann es auch allein

Auch in Deutschland hält nicht jeder die Einheit der 16 Bundesländer für gottgegeben. Zumindest stellte bereits im August 2012 das CSU-Urgestein Wilfried Scharnagl fest: Bayern kann es auch allein.

Tatsächlich hatte YouGov bei einer Umfrage im Juli 2017 erstaunlich große Tendenzen nach Unabhängigkeit in deutschen Landen festgestellt: In sechs Bundesländern wünscht sich jeder Fünfte, dass sein Bundesland aus Deutschland austritt.

Ganz vorne dabei sind die Bayern, von denen sogar jeder Dritte (32 Prozent) die Unabhängigkeit wünscht. Gefolgt von den Saarländern und Thüringern mit je 22 Prozent. In einer aktuellen Internetumfrage des Merkur sprachen sich sogar fast 40% der Bayern für eine Unabhängigkeit aus.

Ebenfalls besonders häufig wollen Menschen aus Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern (je 21 Prozent) und Sachsen-Anhalt (20 Prozent) die Unabhängigkeit ihres Bundeslandes.

Am wenigsten Interesse an einem Austritt ihrer Länder aus der Bundesrepublik haben die Rheinland-Pfälzer, die Schleswig-Holsteiner und die Niedersachsen (je 8 Prozent).

 

Verteilungen: Unabhängigkeit des eigenen Bundeslandes von Deutschland

Rechtliche Situation für Deutschland und Bayern

Die „Bayernpartei“ hat in ihrem Programm den Satz „zu gegebener Zeit [wollen wir] einen Volksentscheid über die bayerische Unabhängigkeit herbeiführen“ stehen.

Wie in kaum einem anderen Bundesland ist man stolz auf seine ureigenen Traditionen, Sitten und Gebräuche. Gleichzeitig ist Bayern seit über 25 Jahren das Bundesland, welches mit am Meisten zum Länderfinanzausgleich beiträgt, für viele Bürger des Freistaates ein Ärgernis.

Doch das Bundesverfassungsgericht verkündete im Dezember letzten Jahres: „In der Bundesrepublik Deutschland als auf der verfassungsgebenden Gewalt des deutschen Volkes beruhendem Nationalstaat sind die Länder nicht „Herren des Grundgesetzes“. Für Sezessionsbestrebungen einzelner Länder ist unter dem Grundgesetz daher kein Raum. Sie verstoßen gegen die verfassungsmäßige Ordnung.“

Ohne Sezession keine USA

Historiker verweisen jedoch darauf, dass zurückblickend eine regionale Sezession und Abspaltung so gut wie nie im Einklang mit den Gesetzen des jeweiligen Staates stattfand, denn Verfassungen sehen diese Option schlichtweg nicht vor. So würden zum Beispiel die neuenglischen Staaten an der amerikanischen Ostküste auch heute noch zum Vereinigten Königreich gehören, wenn man sich damals an die Gesetzgebung gehalten hätte.

Wirtschaftliche Interessen

Natürlich sind es nicht allein Motive nationaler Identität und Selbstbehauptung, die den Drang zur Sezession befeuern. Wie sooft sind es insbesondere wirtschaftliche Faktoren, die eine entscheidende Rolle bei den Abspaltungsbemühungen spielen.

Gerade Katalonien ist eine starke Wirtschaftsregion, deren Bürger es zunehmend leid sind, den Rest Spaniens alimentieren zu müssen, ohne dafür echte eigene Vorteile zu genießen.

Ähnliches gilt für Venetien. Schottland wiederum hofft, dass es im Falle einer Unabhängigkeit künftig mehr von dem Öl vor seiner Küste profitieren würde – bisher geht der Löwenanteil aus den Verkaufserlösen des schwarzen Goldes nach London.

Für Ökonomen, Philosophen und vor allem natürlich für Staatsrechtler werfen die nicht unbedingt neuen, aber erstmal mit Erfolgsaussichten versehenen Sezessionsbestrebungen spannende Fragen auf: Welche Währungen würden bspw. in den neu geschaffenen Staaten verwendet und könnte der Finanzminister des ehemaligen „Mutterlandes“ die Verwendung „seiner“ Währung als allgemeines Zahlungsmittel verbieten, so wie Großbritannien dies bereits den Schotten drohte?

Wie würden die neu gegründeten Länder damit umgehen, wenn sich nun ihrerseits weitere Regionen abspalten wollten – wie beispielsweise die Orkney- und Shetland Islands, die eigentlich lieber zu Großbritannien als zu Schottland gehören würden.

Und natürlich: Würden diese neuen Länder automatisch Teil der EU oder müssten sie erst einen Aufnahmeantrag stellen? Falls ersteres mit JA beantwortet würde – wie sehe es dann mit der Teilnahme am Euro aus?

Warnung für EU

Der EU selbst allerdings zeigen die Abspaltungsbemühungen deutlich, dass sie sich in die völlige falsche Richtung bewegt: Wenn schon die permanente Alimentierung innerhalb der Nationalstaaten spaltend wirkt, wie stark werden dann erst die Fliehkräfte, wenn künftig die Niederländer die Portugiesen finanzieren sollen und die Finnen die Iren oder die Slowenen die Griechen?

Die Idee einer gesamteuropäischen und vor allem dauerhaften Solidarität und damit einer gemeinsamen schuldnerischen Haftung ist absurd. Kurzfristig mögen dadurch die Finanzmärkte beruhigt und der Euroraum stabilisiert werden, auf lange Sicht aber wird dies zur Zerstörung der EU beitragen.

Darüber hinaus zeigen die Bemühungen in Katalonien und Co., dass die Bevölkerung keineswegs den Traum der Brüssler Eurokraten von einem zentralistischen Superstaat namens „Europa“ mitträumen. Im Gegenteil, die Bürger sehnen sich nach kleinen Staatseinheiten, mit denen sie sich einerseits besser identifizieren können und die andererseits effizientere Verwaltungseinheiten darstellen und somit die Nöte und Problem der Bürger besser adressieren.

Dass die EU in ihrer Entwicklung den falschen Weg eingeschlagen hat, ist sofern besonders bedauerlich, als dass sie gerade den nach Unabhängigkeit und Eigenstaatlichkeit strebenden Regionen den perfekten Rahmen bieten und so einer völligen Zersplitterung des Kontinents entgegenwirken könnte. Unter einem gemeinsamen Dach – dem europäischen Markt mit den vier Freiheiten einerseits und einem Grundwertekatalog, beispielsweise die allgemeinen Menschenrechte, andererseits – könnte sich einen Vielzahl ansonsten relativ unabhängiger Staaten entwickeln.

Die Vorteile der unabhängigen Regionen

Die unterschiedlichsten Formen des Wirtschaftens, der politischen Mitbestimmung und des gesellschaftlichen Zusammenlebens ließen so eine Pluralität entstehen, die allen Bürgern nur zum Vorteil gereichen könnte.

Vor allem aber würde so den unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten Europas, die unseren Kontinent so reich machen, der ihnen gebührende Respekt entgegengebracht.

Befreit von der behindernden Bürokratie eines zentralistischen, alles kontrollierenden Überstaates könnten sich die so verbundenen Staaten sehr schnell zu einem prosperierenden Wirtschaftsraum entwickeln. Mit den derzeit Brüssel beherrschenden Einheits- und Harmonisierungsfanatikern aber wird die Entwicklung weiter in das Gegenrichtung gehen.

Staatszwang

Interessant ist übrigens auch der Umgang der jeweils betroffenen Staaten mit den Sezessionsbestrebungen in ihrem Inneren: Während Großbritannien, wohl nicht zuletzt aufgrund seiner kolonialen Vergangenheit, eine schottische Unabhängigkeit zwar nicht für klug hält, aber die Legitimität eines solchen Referendums grundsätzlich anerkennt, lehnt Madrid das Ansinnen der Katalanen in Bausch und Bogen ab.

Dieses widerspreche der spanischen Verfassung, die eine unauflösliche Einheit der spanischen Nation festschreibt – eine Argumentation, die natürlich schon insofern etwas dürftig ist als dass die meisten Katalanen sich eben gar nicht als Teil der spanischen Nation begreifen.

Außerdem, so Madrid weiter, werde hierdurch das Prinzip der territorialen Integrität verletzt – ein Argument welches auch immer wieder im Zusammenhang mit den Ereignissen auf der Krim zu hören ist.

IGH: kein Verbot einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung

In diesem Kontext sei an ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag anlässlich der Unabhängigkeit des Kosovos erinnert: In diesem kommt der
IGH zu dem Schluss, dass das Völkerrecht kein Verbot einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung kenne.

Auch das grundsätzliche Prinzip der territorialen Integrität könne in solchen Fällen nicht greifen, da es nur für zwischenstaatliche Beziehungen, nicht aber im innerstaatlichen Bereich gelte. Spanien, wen wundert es, protestierte damals heftig gegen jene Position und erkennt das Kosovo bis heute nicht als eigenständigen Staat an.

Andere Nationen, wie beispielsweise die USA und auch Deutschland, begrüßten das Gutachten hingegen explizit unter dem Hinweis auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker.

http://www.mmnews.de/politik/31877-bayern-den-bayern-austritt-aus-brd

.

Gruß

TA KI

Advertisements

13 Kommentare zu “Bayern den Bayern: Raus aus BRD?

  1. BITTE diese Spaltungsideen nicht fördern!!

    Die Kosovo Unabhängigkeit war völkerrechtswidrig, die gesamte Jugoslawienzerspaltung war völkerrechtswidrig, sowas hätte nie passieren dürfen.
    Man hat Milosevic mE im Den Haager Gefängnis umgebracht, weil er vom GERICHT hätte FREIGESPROCHEN werden müssen.

    Es ist auch die Krim-Sache völkerrechtswidrig, doch Putin stützt sich trickreich darauf, daß er GANZ dasselbe machen darf, WEIL die USA vorher sowas mit Jugoslawien gemacht haben. Außerdem gehört die Krim historisch zu Russland und war die Übertragung an die Ukraine nur eine Art UDSSR interner Organisationsakt, der bereits bei der Spaltung der UDSSR hätte rückgenommen werden müssen, was damals im Chaos aber verabsäumt wurde.

    WENN sowas wie “ Bayern soll gehen etc“ Schule macht, haben wir bald einen Flickenteppich an hilflosen Kleinstaaten, mit denen die Hochfinanz treiben kann, was sie will. Diese Kleinstaaten gehen sich dann GEGENSEITIG an die Gurgel, ARM geht dann gegen ARM, riesige Bürgerkriegsgefahr!!

    Sowas NÜTZT nur den supranationalen NWO Agitatoren und den globalisierenden Ultrareichen samt ihren supranationalen NGOs und den supranationalen Konzernen und SCHADET den einzelnen Nationen und den Völkern, die heute friedlich miteinander leben, gewaltig(!).

    Man sieht heute das GROSSE SÜNDENBOCKSPIEL:

    Die Staatenverhetzung ist ganz extrem, die Politiker der Nationalstaaten werden dafür verantwortlich gemacht, was die internationalen Geldherren treiben. Die Reichen unterlaufen die zerbrechlichen Dimokresis, manipulieren hier und spalten dort, kaufen korrupte Politiker, geben Geld nur jenen, die ihnen beim Grenzenaufreißen nützen, und attackieren jene, die es anders haben wollen.

    Die Staaten selbst sind aber unschuldig(!!) an der sich verschärfenden Gesamtlage, die heutigen DIMOKRESI Politiker haben nur ein unglaublich ARGES Geldsystem GEERBT(!!) und dieses System erwürgt heute ALLE in einem unglaublich brutalen Systemautomatismus, in einer unaufhaltsamen Aufschuldungs- und GeldverknappungsSPIRALE, die keiner(!!) aufhalten kann. Es ist ein AUTOMATISMUS!!

    KEINER!! Kein nationaler Politiker, keine EU, und auch KEIN ULTRAREICHER(!!) kann diese TODESSPIRALE stoppen.

    Sobald dieses System crasht, werden die Armen befreit und die Ultrareichen werden all ihre Vermögen verloren haben. Man darf nicht so dumm sein, JETZT den Sirenenklängen von „Freiheit“ zu folgen und den Zusammenhalt der Armen untereinander zu schwächen (statt ihn zu stärken) denn ansonsten gelingen vielleicht die bösen Selbstrettungspläne der Superreichen.

    • KEINER!! Kein nationaler Politiker, keine EU, und auch KEIN ULTRAREICHER(!!) kann diese TODESSPIRALE stoppen.
      ……………………………………………………………….

      Nationaler Politiker ? Nenne mir bitte einen in Westeuropa .
      Wer sind die Ultrareichen ? Das sind Begriffe wie im Vorschulunterricht , oder ?
      Wer oder was ist die EU ? Eine Organisation , eine Ueberstaat , eine Bank oder eine verbrecherische Organisation?

      https://spotttoelpel.net/wp-content/uploads/sites/2/2016/09/Hintergrundwissen.pdf

      • Mit dem Begriff „nationaler Politiker“ meine ich einen heutigen politischen Vertreter eines dimokresi organisierten Nationalstaat. Jeder Nationalstaat ( gemeint damit auch die BRD) ist NUR ein ausborgepflichtigen SCHULDNER, jeder Staat ist heute systemisch SCHULDNER, weil er kein eigenes Geld schöpfen darf.

        Ich verwende diesen Begriff (nur) zur Abgrenzung von anderen Politikern, die zB in suprastaatlichen Strukturen wie EU oder UNO arbeiten zB. Ich meine damit NICHT die GESINNUNG!! Ich rede nur drüber, WO sie ARBEITEN, ALSO WELCHE FUNKTION die Politiker innehaben.

        Unter „Ultrareiche“ verstehe ich die heutigen Großaktionäre und Großproduktionsstätten-Anteile Haltenden, Rohstoffminen-, Ackergroßflächen-besitzende, Verteilungsstrukturbetriebs-besitzende, also zB Supermarktketten-Aktionäre, Spekulationsfonds-Papierehalter, also zB die DAX Aktionäre oder zB die Kunden von Blackrock etc. Ich meine damit aber nicht(!) die geldschöpfenden Banken, denn die Ultrareichen sitzen mE gar nicht mehr in Bankenaktien drinnen, die Banken hängen bereits am Kunsttropf, dort kann man heute nichts mehr verdienen.

        Diese Ultrareichen können sich heute ANONYM hinter Aktiengesellschafts- und GmbH Rechts-Schachtelstrukturen und in abermilliardendicken PORTFOLIOS von Anlegerfonds mit KUNSTNAMEN verstecken und sind dadurch LEIDER ANONYMISIERT(!!)

        Ich glaube, es sind in WAHRHEIT nur mehrere zehntausend Leute! Also ein sehr sehr SEHR geringer Teil der Bevölkerung.

        Ich glaube weiters, daß OFT (!) EIN und derselbe Superreiche hinterlistig hoch drei zB Anteile an zwei Firmen derselben Branche hält, die nach außen hin „anders heissen“ und die sich gegenseitig am Markt als Konkurrenten tödlich bekämpfen.

        Und daß dieser SUPERREICHE ( weil er selbst anonym bleiben kann) mit dieser Methode absichtlich zB ZWEI Gruppen von Arbeitnehmern GEGENeinander agieren lässt. So kann er JEDEM Angestellten Konkurrenzdruck auferlegen und Angst um seinen Arbeitsplatz einjagen und obendrein bequem ( in beiden ihm gehörigen Firmen) LOHNDUMPING durchsetzen.

        Ich denke:
        WÜRDE jeder KONZERN, jede Aktiengesellschaft, jeder Anlagefonds seine WAHREN, also „als Mensch mit Namen“ sichtbaren EIGENTÜMER offen HERZEIGEN müssen, DANN würden wir sehen WIE WENIGE LEUTE (mit Kapitalrechts- Firmenverschleierungs- und Aktienstruktur-tricks) die riesigen arbeitenden Massen gegeneinander ausspielen.

        Und wir würden SEHEN, wie wenige(!) es sind.

        HEUTE können sie sich noch verstecken.

        PS: Unter „der EU“ verstehe ich die heutige EU Rechtsstruktur inklusive LissabonvertragsFortentwicklung.

        ANMERKUNG: Ich gebe OBEN KEINE moralischen Bewertungen(!) ab, WEIL ich NUR STRUKTUREN beschreibe, Altruist du suchst irrig nach BEWERTUNGEN, nach GUT richtig oder Falsch etc.

        Aber ich rede hier nicht über GUT oder BÖSE, ich rede über STRUKTUREN.

        Solche sind DA oder sie sind NICHT da!!!

        Und ich sage: Diese Strukturzugehörigen, die ich aufzählte, schaffen ihre Rettung nicht, selbst wenn sie es wollten.

    • BITTE diese Spaltungsideen nicht fördern!!

      Vielleicht ist hilfreich , wenn Du Dich mal mit den Begriffen

      effiziente Organisation
      effiziente Strukturen
      effiziente Ablauefe und Ablauforganisationen sowie
      effiziente Aufbaustrukturen in humanen Gemeinschaften ud Gesellschaften beschaeftgst .

      Gab es alles mal bis zum 27.10:1918 in Deutschland und in Oesterreich – Ungarn.

      • Altruist, wir beide haben in Wahrheit keine inhaltlichen Differenzen, wir haben nur ein Kommmunikationsproblem.

        Denn ich rede in „Rechtsstruktur“ – Begriffen, also ABSTRAKT.
        Du kennst dieses „kapitalistische Rechts-Schubladen-Denken“ offenkundig nicht. Aber dieses FORMALISIERTE Denken ist NÖTIG, damit man weiß, wie man Strukturen(!) umbauen muss, damit ein gut organisiertes Ganzes rauskommen kann.

        Wir haben heute ein RIESIGES STRUKTURproblem, ist das Strukturproblem gelöst, ist auch die moralische Ebene mitgelöst.
        Man kann NIEMANDEN, der in einer STRUKTUR zB durch seinen JOB zwangsverhaftet ist, fehlende persönliche MORAL(!!) vorwerfen.( denn er kann oft gar nicht anders)

        In den Großfirmen arbeiten Abermillionen Leute, die es selbst auch gerne(!) ANDERS haben wollen, aber aus diesen Strukturen nicht rauskönnen.

        Die Menschen selbst sind nicht „SO BÖSE“, wie du meinst, sie sind NUR in strukturellen ZWICKMÜHLEN und die Ultrareichen erschufen leider im Laufe der Jahrzehnte eine arge Zwickmühle nach der anderen.

        Selbst der alleralleroberste Vorstandschef des allermächtigsten KONZERNS ist selbst AUCH nur ein GETRIEBENER. Er ist „nur“ ein Angestellter.
        ER MUSS nach Gewinnoptimierung vorgehen, er MUSS, sonst ist er sofort weg vom Fenster.

        Also muss man die Aktiengesellschaftsstrukturen ändern.

        AGs und Gmbhs müssen ABGESCHAFFT werden, man MUSS den wahren Unternehmer wieder mit freiem Auge sehen können und er muss PERSÖNLICH für alle Fehler seine Leute haften.
        Heute haftet ja kein Aktionär für irgendwas, man lässt die Firma LOCKER pleite gehen, nur das spottbillige Firmensgründungs-Investment ist dadurch weg, aber sonst haftet kein Aktionär für die Schulden und Verträge etc seiner eigenen GmbH.

        Das führt STÄNDIG zu TAKTISCHEN KONKURSEN!!!!

        Selbst Beschwerden gegen die Firma werden heute nur von Angestellten dieser Firma abgewimmelt. Man stellt sich arme „Blitzableiter“ ein. Den WAHRE Profiteur und Eigentümer interessiert das null. Der steckt nur den Gewinn ein, gibts zu wenig Gewinn, gibts einen taktischen Konkurs oder eine Umgründung oder eine organisierte Zerschlagung und man fängt mit einer oder mehreren neuen haftungsfreien GmbHs mit anderen Namen von vorne an bzw macht weiter, wo man aufhörte.

        Das wird sehr oft mißbraucht, um Angestellte auf die Straße zu setzen. Und später dann zum niedrigeren Lohn wieder einzustellen. Die Forderungen gegen den alten Arbeitgeber sind erloschen, weil es nach nach außen hin ja eine „andere Firma“ ist. Oft stehen diese neuen Firmen aber im Eigentum ein und desselben(!!) Groß“schw.eins“, der zuvor taktisch pleite gemacht hat, verstehst du?

        Eines der allerärgsten Übel(!!) ist die heutige steuerliche Bevorzugung(!!) von AGs und GmbHs.
        Das ist das ALLER-ERSTE Gesetz, was ich (wäre ich Kaiser), SOFORT ändern würde.

        WER sich aus der Haftung und Verantwortung fortscheren will, der muss viel höhere Steuern bezahlen als einer, der mit offenem Visier arbeitet und den eigenen Rücken für eigene Fehler hinhält. Verantwortungslosigkeit ist heute eine ERTRAGREICHE Geschäftsidee.

        Diese kapitalistischen Strukturen ( Rechtsträger= Kapitalsumme und kein atmender Mensch)
        sind eines der ÄRGSTEN ÜBEL unserer Zeit.

        • HEUTE verkaufen sie uns unter dem Namen „Freie Marktwirtschaft“ ganz freche Kapitalistische Strukturen.
          Und kaum einer weiß den Unterschied, das ist das GROSSE Problem.
          Im Kommunismus waren die Strukturen viel offensichtlicher, daher viel leichter bekämpfbar, diese kapitalistischen Dinge verstecken sich meistens SUPERSCHLAU in den komplexen Steuergesetzen.

  2. Die katalanischen Bestrebungen zeigen einmal mehr, was für Bumsköpfe uns alle Beherrschen. Da wird ganz offiziell erpresst, gedroht und gezwungen, gegen jeglichen Volkswillen.
    Allen voran, die Banken.
    Danach kam erst die militärische Drohung.
    Interessant, aber es hinterläßt in Resteuropa keinen Ruck und keinen Zuck. Alle gehen zum „normalen“, verlogenen Tagesgeschäft über.
    War etwas?????

    • Die Abspaltung von Katalonien wäre mE eine extrem gefährliche Sache und ein SIEG der BANKEN und SPEKULANTEN!!!

      Niemand, der bei Verstand ist, sollte sich diese Abspaltung wünschen.

      Man führt das katalonische Volk in Wahrheit gefährlich in die Irre. GANZ GEFÄHRLICH.

      Denn selbst WENN die EZB ihre Meinung ändern würde, selbst wenn die EU ihre Meinung ändern würde, und es gäbe ein neues EU MITGLIEDSLAND Katalonien, dann würde folgendes passieren:
      Es müßte zumindest EINE GROSSBANK das katalonische Euro (Staats-)Geld luftschöpfen.
      IRGEND eine GROSSBANK muss(!!) den katalonischen STAAT finanzieren, man muss die Beamten, die Lehrer, die Schulen, die Polizisten, die Rentner, die Sozialhilfe, die Straßenkehrer, den Stromverbrauch etc etc mit Geld bezahlen. Und zu diesem Zweck MUSS man Kredite aufnehmen.

      Heute hat ja KEIN STAAT ein eigenes GELD!! JEDER Staat muss ausborgen, nur die Banken dürfen (Kredit-) Geld luftschöpfen. Und KEIN Staat kommt mit seinem heutigen netto Steueraufkommen aus, das ist UNMÖGLICH, es ist jeder Staat hochverschuldet, muß täglich Tilgungsraten und Zinsen zahlen, damit er beständig neue Kredite (für die Ausgaben von morgen), bewilligt bekommt.

      Dieser Puigdemont will unter den EU Schutz kriechen und den Euro beibehalten!!

      Er braucht also einen NEUEN PRIVATEN SKLAVENHALTER für seinen neuen Sklavenstaat. Diese Finanzierungsbank wird „ihm dann schon sagen“ was er für die Kredite zu tun hat, wo er privatisieren, wo er am Volk sparen muss etc.

      ES ist (LEIDER) KEINE Rede davon, daß sich die Katalanen ein autonomes(!) GELD selbst erschaffen wollen und sich eine autonome STAATSBANK machen wollen, die ihren Staat und ihre Volkswirtschaft kreditversorgen kann. ( was richtig wäre)
      NUR DANN, WENN SIE DAS TUN, wären sie ein wahrhaft FREIES VOLK.

      Sie schaffen das aber nicht!!!

      Aus zwei Gründen:
      Sie müßten dem eigenen Volk EHRLICH sagen, daß dann ihre Euroersparnisse weg wären und nur ein Basissockel in neues katalonisches Eigengeld umgetauscht werden kann. Sowas Hartes Arges ahnt und will und WÜRDE auch kaum ein Austrittswilliger Katalone machen wollen!!

      Und zweitens müßten sie die alten Euroschulden (und sie sind derzeit SCHWER verschuldet, schwerer als manch andere spanische Region) IN DIESEM NEUEN, dann extrem ABGEWERTETEN katalonischen GELD erwirtschaften, das dann in Euro rückumtauschen und die in Euro nominierten Schulden zurückzahlen.
      Aufgrund des DANN BESTEHENDEN WECHSELKURSES zahlen sie am Ende VIEL mehr zurück als sie heute Schulden haben.
      Sowas planen sie also nicht.

      Sie gaukeln dem eigenen Volk vielmehr VOR, man würde den Euro beibehalten und man würde durch den Austritt REICHER!!!!
      Reicher!!! Wahnsinig frech ist sowas!!!!!

      Fitch hat Katalonien gewaltig downgeratet, praktisch auf Ramsch, ihnen kostet bei Unabhängigkeit jeder Euro Kredit VIEL MEHR Zinsen(!!) als heute , in WAHRHEIT KOSTET ALSO diese ganze SACHE den Katalonen und den Spaniern (weil auch deren Refinanzierungsbedingungen dadurch beeinträchtigt werden) SEHR SEHR VIEL GELD!!!!! Und das streifen die Banken und Spekulanten ein!!

      DAHER bringt den Katalanen diese Abspaltung GAR nichts, GAR NICHTS!!!!, außer daß sie die heutigen BILLIGEN FLA Kredit- Möglichkeiten verlieren, womit ganz Spanien derzeit finanziert wird und wo sie mitmachen dürfen.

      Was das JETZIGE GESCHEHEN den KATALONISCHEN MENSCHEN (!!) , der Bevölkerung (!) den ARMEN (!!) einzig und allein bringen wird, ist: Volksunruhen und VIEL HÖHERE KREDITKOSTEN.

      Soros gefällt das(!), er VERDIENT an diesen höheren Zinsen.(!!)
      Deshalb schürt er das mE ja.

      Und Deutschland wird vielleicht sogar notweise mitzahlen müssen, wenn es nicht zusehen will, daß der Euro durch diese Spekulanten zerschossen wird oder in Katalonien eine Versorgungs- bzw Hungerkrise ausbricht.

      Soros und Co will den Euro ZERSCHIESSEN, und DARAN SPEKULATIV verdienen, wenn das einer nicht sieht, ist er BLIND!!! BLIND!!

      BITTE, BITTE nicht so DUMM sein und diesem GESCHWÄTZ von wegen „FREIHEIT“ aufsitzen.
      Diese TRICKREICHE Verlockung ist aus der Trickstube des Satans, der stets den blinden Egoismus anfacht und Falsches verspricht, dann landen die naiven Menschen in der Traufe und ersaufen.

  3. Dazu dieser Artikel auf Sputnik:
    https://de.sputniknews.com/politik/20171012317832401-soros-spur-bei-europaeischen-separatismus/

    Es wird vermutet, in Europa mehr und mehr Zersplitterung und Unruhe anzuzetteln, damit die Nationalstaaten von selbst zersplittern, oder durch große Unruhen in ein anderes Problem laufen. Damit sollen die Nationen innerhalb der EU massiv destabilisiert werden. Funktioniert ein Plan nicht, so funktioniert ein anderer Plan.

    Warum wohl sagen verschiedene Politiker und Kleriker bis zum Papst, zu den Einmarschierenden, daß sie ein großes Glück für Europa wären? Der Papst sagt sogar noch ganz andere Dinge über die Flüchtlinge, er scheint regelrecht euphorisiert zu sein über diese Bewegung.

    Demnächst gibt es Parlamentswahlen in Österreich. Man muß sich diesen Sebastian Kurz ansehen, ein Spezialist von Soros. Kataloniens Außenminister Raül Romeva sagt, das Problem liege nicht in der Migration, sondern darin, dass „einige Menschen dies als Problem auffassen“,

    Das Geschrei der AfD ist vorbei und führende Köpfe sind getürmt.
    Man munkelt, Petry hätte Treffen mit Merkel gehabt.

    Die Nachrichten-Zusammenstellung auf diesem Blog und auf anderen Blogs ist äußerst fragwürdig. Es gibt massive, begründete Vorbehalte gegen die Auswahl der Artikel und deren Inhalte. Die Leser werden nicht gut informiert und ich habe eher den Eindruck, daß die Blog-Besucher wie eine Art Herde zum gemeinsamen Futtertrog zusammengetrieben werden um gewisse Ziele zu erreichen. Ob die Blogbetreiber dies absichtlich tun oder nicht, oder eben nur selbst in die Falle treten, kann ich nicht beurteilen.

    Ich bin fest davon überzeugt, daß die Menschen total gegeneinander ausgespielt werden. Genau so strategisch und taktisch wird unter den intellektuellen Köpfen gedacht und manchmal verplappern die sich auch.

    • … hier muss man unterscheiden: WENN sich die bestehenden EU Mitgliedsstaaten autonomer und selbstständiger machen, wäre das gut.

      WENN man aber die bestehenden EU Mitgliedsstaaten INNERLICH zerschießen will, ist das gefährlich.

      Denn je mehr kleine hilflose Regionen, von denen keiner ein autonomes Staatsgeld schafft, umso leichteres Spiel für die Hochfinanz.

      Nur wenn Spanien als Ganzes zusammenhält, Deutschland zusammenhält, und sich JEDER starke Nationalstaat dann sein EIGENES Geld erschafft, wäre der Hochfinanz das Genick gebrochen.

      • Welche Staaten? Was sind denn die Spanier in ihrer königlichen Arena als Freunde des Ritualblutopferkultes (Stierkämpfe)? Ein homogenes Volk? Nein, aber die Katalanen sind es.
        DEUTSCH sind das – bis auf ein paar versprenkelte noch vorhandene Kerndeutsche – übrigens auch nicht. Alles nur Kuddelmuddel aus aller Herren Länder.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s