EU-Richtlinie: Kein warmes Essen mehr für Kinder und Obdachlose – Kinderschutzbund schreibt Offenen Brief


Die Wuppertaler Tafel stoppte die Auslieferung warmer Mahlzeiten an Kinder und Obdachlose. Der Grund: Komplizierte neue Richtlinie der Europäischen Union.
 https://www.youtube.com/watch?v=cWJtGU5GJ78

Die Wuppertaler Tafel kann kein warmes Essen mehr an Obdachlose und Einrichtungen für Kinder ausliefern. Durch eine sehr komplizierte neue Richtlinie der Europäischen Union ist das nicht mehr möglich.

Die Richtlinie besagt:

Wer mehr als ein Drittel seiner warmen Mahlzeiten an andere Einrichtungen liefert, gilt als Gewerbebetrieb und muss strenge Auflagen erfüllen. Dazu gehören hygienische Maßnahmen, Dokumentationen und Eigenkontrollen.“

Für Obdachlose gibt es deshalb nur noch belegte Brötchen.

EU-Richtlinie nicht erfüllt

Das Bergische Lebensmittelamtes hatte bei einer Kontrolle festgestellt, dass die EU-Richtlinie von der Wuppertaler Tafel nicht eingehalten wurde, berichtet der WRD.

Demnach wurden mehr als 400 Mahlzeiten nicht nur an Obdachlose, sondern auch an andere soziale Einrichtungen geliefert. Darunter auch der Kinderschutzbund.

Damit überschreite die Tafel die EU-Grenze deutlich, sagte Wolfgang Nielsen, Erster Vorsitzender der Wuppertaler Tafel, dem Sender.

EU-Anforderungen zu hoch

 Betroffen sind nun unter anderem der Kinderschutzbund an der Schloßbleiche in Elberfeld sowie der Hof Hipkendahl in Cronenberg.

„Um das Angebot weiter aufrecht zu erhalten, müssten wir eine Zulassung beantragen“, sagt Wolfgang Nielsen zu „rga“. Ihm zufolge seien die Anforderungen aber so hoch, dass sich die Tafel das mit seinem größtenteils ehrenamtlichen Personal nicht leisten könne.

Der Kinderschutzbund hat sich nun in einem Offenen Brief an die Stadtverwaltung gewandt: 

„Der Kinderschutzbund OV Wuppertal muss aktuell mit vielfältigen Problemen klar kommen. Neben den Wasserschäden durch den durch Beton verstopften Kanal und die damit verbundene Sperrung der Schloßbleiche ist der Kinderkleiderladen nur noch eingeschränkt zu erreichen. Damit bleiben sowohl Kundinnen und Kinden als auch Spenderinnen und Spender aus. Der Erlös aus den Kleiderläden macht aber erst möglich, dass wir unsere Projekte, wie z.B. die Elberfelder Kinder- Ma(h)lZeit, den Eltern- Kind- Treff, das Kinder- und Jugendtelefon, das Elterntelefon, die Elternkurse, etc. anbieten können.

Darüber hinaus stellt nun auch noch die Wuppertaler Tafel die kostenlose Lieferung des Mittagessens ab Montag, 16. Oktober, komplett ein. Nach unserer Information gibt es wohl neue Richtlinien vom Gesundheitsamt Wuppertal, die es der Tafel unmöglich machen, weiterhin zubereitetes warmes Essen sowie Essen mit tierischen Inhalten im Stadtgebiet auszufahren. Auch die Tafelwagen und weitere Kinder- und Jugendeinrichtungen (z.B. das Jugendzentrum Röttgen und die Jugendfarm) sind davon betroffen.

So muss der Kinderschutzbund ab Montag das Essen für die Kinder aus der Elberfelder Kinder-Ma(h)lZeit, deren Anzahl in den letzten Wochen auch noch deutlich angestiegen ist, ab nächster Woche selber zahlen.

Der Oberbürgermeister von Wuppertal, Herr Mucke, hat gerade erst das ,Bündnis gegen Armut‘ ausgerufen. Nun sorgt anscheinend ein Beschluss des städtischen Gesundheitsamtes dafür, dass vor allem diejenigen, die es am nötigsten brauchen, durch bürokratische Hürden zukünftig wieder hungern müssen. Alternativ müssten wir andere Projekte mit Kindern stark eingeschränkt oder sogar eingestellt werden. Wie passt das zusammen?

Wir möchten an die Stadtverwaltung appellieren, für den Kinderschutzbund und die anderen betroffenen Projekte eine schnelle und für alle tragbare Lösung zu finden!

Wir möchten alle Wuppertaler bitten, weiterhin unseren Kinderkleiderladen aufzusuchen und Spenden vielleicht zu Fuß vorbei zu bringen. Eine Anlieferung mit dem Auto ist auch bis 11 Uhr über die Alte Freiheit möglich. Stellplätze zum Be- und Entladen sind vor dem Schwebebahnhof am Beginn der Schloßbleiche eingerichtet worden. Alternativ können die Kleiderspenden aber auch in den Kleiderläden Laurentiusstraße 26 und Westkotter Straße 184 abgeben werden. Wir sorgen dann selber für den Transport in die Schloßbleiche.

Nur durch die Unterstützung und Mithilfe alle Wuppertaler, auch in Form von ehrenamtlichem Engagement und finanzieller Unterstützung, werden wir unsere Projekte weiterhin in dieser Form durchführen können.“ 

(so)

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/eu-richtlinie-kein-warmes-essen-mehr-fuer-kinder-und-obdachlose-kinderschutzbund-schreibt-offenen-brief-a2243501.html?fb=1

.

Gruß

TA KI

9 Kommentare zu “EU-Richtlinie: Kein warmes Essen mehr für Kinder und Obdachlose – Kinderschutzbund schreibt Offenen Brief

  1. „Wir haben das Denken des Mittelalters nicht wirklich hinter uns gelassen, wir haben uns nicht wirklich entwickelt. Wir haben nur andere Dogmen als damals, statt der jungfräulichen Empfängnis glauben wir an Sankt Holograus. Statt der physischen Folter wird die psychische Folter angewandt. Sogar die Mächtigen von heute sehen genauso auf das gemeine Volk herab wie die Mächtigen jener Zeit.“
    – Michael Winkler, Tageskommentar.

  2. Dieser “ EU“ -Richtlinie … nach dürfen Obdachlose und Kinder ( ich vermute ohne Migrations-Hintergrund ) keine warme Mahlzeit mehr erhalten.

    Ich fordere … eine “ EU“-Richlinie die einen nicht gerechtfertigten Aufenthalt illegal eingereister ‚ Glücksritter‘ mit gleicher (!) unanfechtbarer Zeitgabe (!) durch Rückführung ins Heimatland ( oder sicheres Land der ersten Registrierung ) umzusetzen.
    Es schert mich nicht das „EU“ -Außengrenzen ( angeblich … ) nicht geschützt werden können ( bei „Elite-Gipfeln geht’s … ) DARÜBER hätte man VOR dem € und der Öffnung der innereuropäischen Grenzen nachdenken sollen !!! Wollte man aber offensichtlich (!) nicht.
    Als Steuerzahler/Leistungsträger muss ich eine Gegenleistung fordern – wenn ich da nachlasse … … habe ich versagt, aufgegeben.

    Der € hätte ganz ans Ende einer europäischen Vereinigung gehört, man hat „das Pferd von hinten aufgezäumt “ – und wundert sich warum es nicht läuft … ( ich glaube eher man … wollte gar nicht das es läuft ).

    “ … man … “ WER/WAS ist “ man“ ?

    Wer historisch interessiert ist und tiefer in die Abgründe blickt/steigt/ geht … weiß es.

  3. Su blöd finde ich das jetzt nicht. Was ist denn die Ausgabe von Essen an Obdachlose und Kinder eigentlich? Sicherlich, das Gewand ist gut und sozial, aber was ist es in Wirklichkeit?

    Wie ist die amerikanische Regierung mit dem amerikanischen Ureinwohnern umgegangen? Was bekommen die Neger in Afrika von den sogenannten Hilfsorganisationen? Reissäcke? Hat das den Menschen irgendwas geholfen, außer, daß sie nicht verhungert sind?

    Wir sehen doch immer noch und viele weitreichende massive und weitreichende Probleme.

    Obdachlose brauchen Wohnung und ein ordentliches Einkommen.
    Rentner brauchen eine ordentliche Rente.
    Gesetze, die Menschen leicht in die Armut treiben können, müssen überarbeitet werden.
    Menschen, die in Nöte gekommen sind, brauchen Unterstützung, damit sie bald wieder auf eigenen Beinen stehen können.

    Das will man aber anscheinend nicht.

  4. Nu mal ganz krass :

    Der “ EU“ die Krätze ( eingeführt durch “ Goldstücke“ ) – und zu kurze Arme … um sich kratzen zu können … …

  5. Die Deutschen und ihr Obrigkeitshörigwahn. Warum kochen die Ehrenamtlichen nicht direkt in der Kindertagesstätte? Dann wird auch nichts ausgeliefert und die Kleinen können beim zubereiten der Mahlzeiten auch noch was lernen.

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