Wiederauferstehung: Island errichtet Tempel für nordische Götter


Der erste Tempel für nordische Götter, seit die Wikinger auf den Weltmeeren segelten, wird in Island errichtet. Anhänger der Religion Ásatrúarfélagið sollen dort Götter wie Odin, Thor oder Balder verehren können.

Islands Regierung hat der Ásatrúarfélagið (Asenglaubensvereinigung) den Bau eines Tempels genehmigt. Es handelt sich um das größte nordische Neuheidentum, welche die alten Götter der Wikinger verehrt.

Blick über Reykjavik von der Hallgrímskirkja aus, der größten Kirche Islands
© Sputnik / Tilo Gräser
Blick über Reykjavik von der Hallgrímskirkja aus, der größten Kirche Islands

Die Vereinigung wurde 1972 von Sveinbjörn Beinteinsson gegründet. Seine Anhänger, die sogenannten Ásatrú, dürfen nun einen öffentlichen Tempel bauen. Genügend finanzielle Mittel sind dafür bereits aufgetrieben.

Damit ist die Verehrung von Odin, Thor, Freya und den anderen Göttern des alten nordischen Pantheons wieder eine offizielle Religion in Island – exakt 973 Jahre nachdem das Land zum Christentum konvertiert ist, wie unter anderem das isländische Onlinemagazin „Iceland Monitor“ berichtet. Der Tempel solle noch zum Jahresende fertig werden.

Die kleine Statue des Gottes Thor, die aus der Zeit von 800–1000 stammt und in Islands Nationalmuseum in Reykjavik zu sehen ist
© Sputnik / Tilo Gräser
Die kleine Statue des Gottes Thor, die aus der Zeit von 800–1000 stammt und in Islands Nationalmuseum in Reykjavik zu sehen ist

2400 Isländer sind Anhänger der Ásatrúarfélagið. Die Gesamtbevölkerung Islands beträgt 330.000 Menschen.

Der runde Tempel soll ungefähr vier Meter in einen Hügel gegraben werden, mit Blick auf die isländische Hauptstadt Reykjavik. Eine Kuppel soll das Sonnenlicht hereinlassen. Hilmarsson meint dazu:

„Das Sonnenlicht ändert sich mit den Jahreszeiten. Also bemalt so in gewisser Weise die Sonne den Raum für uns.“

Im Tempel sollen Zeremonien wie Hochzeiten und Begräbnisse abgehalten werden.

Beobachter fragen sich nun, wie der Aufstieg der neuheidnischen Religionen die Wahrnehmung des Christentums verändert. Luke Timothy Johnson, Professor an der US-amerikanischen Emory Universität, sagte gegenüber dem Onlineportal „Big Think“, dass frühe Christen heidnische Götter häufig als Dämonen missinterpretierten.

Der isländische Vulkan Eyjafjallajokull, der mit seinem Ausbruch 2010 den europäischen Flugverkehr lahmlegte
© Sputnik / Tilo Gräser
Der isländische Vulkan Eyjafjallajokull, der mit seinem Ausbruch 2010 den europäischen Flugverkehr lahmlegte

„Ich glaube nicht, dass irgendjemand an einen einäugigen Mann glaubt, der auf einem achtbeinigen Pferd reitet“, sagte Ásatrú-Hohepriester Hilmar Orn Hilmarsson der britischen Zeitung „The Telegraph“. „Wir sehen diese Geschichten als poetische Metaphern und Manifestationen von Naturgewalten und menschlicher Psyche.“

Hier kann Hilmarsson gehört werden, wie er das altisländische Werk Edda singt:

Gruß an die alten Traditionen

TA KI

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7 Kommentare zu “Wiederauferstehung: Island errichtet Tempel für nordische Götter

  1. Das eine Auge steht für den göttlichen kosmischen Sender und das achtbeinige weiße Pferd für das 8. Bewusstseinszentrum der arischen Rasse, die Zirbeldrüse, als göttlicher Empfänger und Sender, das kollektive urheidnische Gottbewusstsein nennt sich dann Odin, eine Kollektivseele außerhalb der materiellen Welt, die auf Schöpferkräften beruht und sich entfaltet.
    Die Tiere haben es nicht und brauchen externe Götter, sie können es nicht verstehen, deswegen kann Multikulti nicht funktionieren, die sind in der geistigen Tiefebene gefangen.

  2. Pech gehabt … alles Theater von Unwissenden!
    Wahrscheinlich ein Touristengag.
    Unsere Vorfahren hielten ein Gehäuse für unwürdig, die Götter darin einzusperren. Es gab nie heidnische Tempel! Die Vorfahren verehrten die Götter und Geister in der freien Natur, an heiligen Orten oder anderwärts!
    Wer also Tempel für Heiden baut … hat vom Heidentum so viel Ahnung wie eine Kuh vom Tanzen …
    Sollte das Ganze ein Anzeichen dafür sein, daß die Isländer zu ihren/unseren alten Göttern zurückkehren, wollen wir mal nicht so kleinlich sein … und sie wieder auf den rechten Pfad geleiten. Weit weg davon waren sie ja nie … so baut man z. B. Straßen um heilige Steine herum, worin Elfen usw. wohnen … darin u. a. sind sie uns schon mal voraus.

  3. Das Elend der Menschheit sind die Götter im Himmel!
    Das ist die eingezogene Zwischendecke, zur Niederhaltung des freien Geistes.
    Geist ist in All- es, durch All- es und mit All- em.
    Das Geistige durchwirkt All- es, weil es aus All- em ist. Versuche es zu manifestieren, nur um es etwas einzufangen, sind nur das Lächerlichste auf der Welt.
    Schaut einfach nur nach Rom. Hier kann es ein Jeder jeden Tag etwas mehr anschauen, wie alles vermeintlich geistig Manifestierte denen aus den Fingern rinnt!
    „Denkt“ mal an den Hasen und den Igel!

    • Seit einiger Zeit habe ich keine Leser mehr von Facebook- ca. 2500 täglich sind mir „verloren“ gegangen. Danke für den Hinweis mit der Mail- mir ist bereits mehrfach aufgefallen, daß meine Mails nicht ankommen und die am mich gerichteten ebenfalls „verschwinden“.
      Bestimmt nur Zufall.

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