Spiegel-Gate: Der Fall Relotius


Ein Redakteur des Spiegels namens Claas Relotious stand ganz oben im Olymp des Journalismus. Hochgelobt und mit Preisen überschüttet hat er Redaktion und Leser geradezu entzückt mit seinen Reportagen aus aller Welt. Sein Schreibstil war so genial, dass die Redaktion schon von dem Relotius-Sound geschwärmt hat. Am 19. Dezember 2018, nur einen Tag nach seiner letzten Preisverleihung ist dann eine journalistische Wasserstoff-Bombe geplatzt und der Spiegel selbst ging damit an die Öffentlichkeit. Der Chefredakteur Ulrich Fichtner hat in einem Artikel über 13 engbedruckten Seiten eingestehen müssen, dass sie in der Redaktion in Hamburg jahrelang einem Fälscher auf den Leim gegangen sind. Relotius hatte viele seiner Geschichten mit falschen Details ausgeschmückt. Personen und ganze Handlungsstränge haben nie stattgefunden, er hat sie sich einfach ausgedacht. Und dabei war er offenbar ein Genie, ein Meister seines Fachs. Wie er die Geschichten verpackt hat, wie er sie mit Emotionen und großen Bildern ausgemalt hat, großartig. Als hätte er sich direkt ins Gehirn seiner Protagonisten geschlichen, um auch noch das kleinste Detail sichtbar zu machen Insgesamt 60 solcher „Edelreportagen“ hat er seit 2011 seiner Redaktion aufs Auge gedrückt und dazu kommen noch etliche andere Medien, die er mit seinen Ergüssen beliefert hat. Und je mehr Preise er bekam, desto mehr hat er gelogen, dass sich die Balken biegen.

Gruß an die Erwachenden
TA KI
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7 Kommentare zu “Spiegel-Gate: Der Fall Relotius

  1. Lügen müssen extrem groß und eigentlich erkennbar sein, dann glaubt sie die ganze Welt. Die meist Totalnullen Namens Juristen, vor intelligentem Nichtwissen triefend als erste.
    Kleine Lügen glaubt kein Mensch, mächtig gewaltig (frei nach der Olsenbande) müssen sie sein.
    Also auf auf, jetzt wird gelogen, dass es zum Himmel schreit.

    • .. aber wie man sieht, ist die Masse so blöd, daß man sie mit diesen überall hin lenken kann … selbst in den Volkstod … und die erwähnte Masse begrüßt ihre Vernichter noch mit Teddybärchen und den üppigsten Sozialleistungen …

      • Wieso „aber“ ?!?!?!
        Genau dafür gibt es doch die Lügen-Journaille!
        Wenn das nicht so wäre, hätte die gesamte Existenz der Lügen-Journaille doch gänzlich ihren Sinn verloren!
        Also KEIN „aber“ !!!

  2. anscheinend, anscheinend ist der Typ beachtet, anscheinend wurde der Typ gelesen, ansc heinend wurde seine Arbeit beachtet und diskutiert … und was ist die Wahrheit?
    Wieviele Leute lesen den Spiegel überhaupt noch? Was lesen sie, wenn sie den Spiegel tatsächlich in der Hand halten?
    So weit ich weiß, werden diese Preise INTERN vergeben, das ist wie ne Marketing Veranstaltung. Dazu muß niemand LESEN, diskutieren, LIKEN oder sonstwas.
    Es muß einfach was geschehen und man muß eben irgendwem Preise anhängen, man muß ein Vorzeigekind haben und so weiter …
    Alles FAKE!
    Noch dümmer ist die ausgedehnte Diskussion über diesen Doppel-Fake, weil der Spiegel hat jahrzehntelang gekündigte Leute, die dann Bücher schreiben, über die Zensur und wie frustrierend das angeblich sei, so sein Brot zu verdienen ….
    Das ist ur-alt-bekannt. Wieso kochen die jetzt so einen FAKE Fall hoch und wieso fahren alle auf diese lächerlichen Sachen ab?
    Seit doch ehrlich, was wollt ihr?
    Dieser „Fall“ wird es euch nicht bringen, nur Ehrlichkeit wird es bringen!

    • „nur Ehrlichkeit wird es bringen!“
      Reichlich naiv, in einem Lügensystem anzunehmen, daß Ehrlichkeit weiterbringen könne! Diese ist ja genau kontraproduktiv – nur wer lügt, reüssiert in einem Lügensystem!

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