Das Herz und seine heilenden Pflanzen (Vortrag)


Ein Vortrag über das Herz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Pflanzen die dem Herz helfen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind trotz aller Fortschritte in der Medizin die häufigste Todesursache in der westlichen Welt. Ist die moderne Lebensweise, Stress, falsche Ernährung, psychische Faktoren oder gar schädigende Mikroorganismen dafür verantwortlich? Oder liegt es daran, dass wir das Herz und seine Funktion nicht mehr richtig verstehen? Diesen Fragen geht der Kulturanthropologe und Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl in seinem Vortrag – das an sein Buch “Das Herz und seine heilenden Pflanzen” anlehnt – nach. Ein Vortrag in Friedrichshafen 21. April 2011

Gruß an Mutter Erde
TA KI

Was heißt eigentlich WWF?


Was heißt eigentlich WWF?

„World Wrestling Federation, kurz WWF, ist der Name eines ehemaligen US-amerikanischen Wrestling-Dachverbandes, der in Stamford, Connecticut beheimatet war.“

Und sonst? Der World Wide Fund for Nature, bis 1986 World Wildlife Fund, eine Stiftung nach Schweizer Recht. 1961 gegründet. Der Panda als Wappentier:

„Der WWF setzt sich ein für den Erhalt der biologischen Vielfalt der Erde, die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und die Eindämmung von Umweltverschmutzung und schädlichem Konsumverhalten.“

Wunderbar.

Man ist sehr engagiert. Im Laufe der Jahre hat man sich die Arbeit in über 13.000 Projekten 11,5 Milliarden Dollar kosten lassen. Einzigartig:

„Durch die Nähe der Gründer des WWF zur Industrie kamen Großspenden von Anfang an eine bedeutende Rolle zu. Eine der ersten Großspenden in Höhe von 10.000 Pfund erhielt der WWF nach seiner Gründung im Jahr 1961 vom Energieunternehmen Royal Dutch Shell. Obwohl das Buch „Der stumme Frühling“ eine breite Debatte über den Einsatz von Pestiziden auslöste, bezog der WWF keine Stellung in der Diskussion. Nach einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung schwieg der WWF auf Anraten des Unternehmens zu den ökologischen Problemen von Pflanzenschutzmitteln.“

Große Spenden können ziemlich mundfaul machen.

Ein Who’s Who die Namen der Gründer: Julian Huxley, Peter Markham Scott, Yolanda Farr, Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, Philip Mountbatten, Duke of Edinburgh, Edward Max Nicholson, Guy Mountfort und Godfrey A. Rockefeller. Wer ist wer? Mountbatten ist Battenberg:

„Die in England lebenden Nachkommen des Prinzen Alexander nahmen 1917 den Namen Mountbatten an“.

Und „Battenberg liegt im Ederbergland“. In der Nachbarschaft zum Sauerland und zum Rothaargebirge. Eine „Kleinstadt im südwestlichen Teil des nordhessischen Landkreises Waldeck-Frankenberg.“ Mit 5292 Einwohnern im Dezember 2017. Quersumme 18. Was soll uns das sagen?

In Österreich sorgte unlängst eine Einladung der Wandergilde Hirschenstein für viel Aufregung. Der Wanderweg wurde mit 8,88 Kilometern angegeben. Der Obmann der Wandergilde ist auch FPÖ-Gemeinderat. 8,88 Kilometer – ein versteckter Nazi-Code? Gott bewahre. Man sei die „Strecke mit GPS abgegangen – einmal waren es 8,50 Kilometer, dann 8,90 Kilometer.“ Und dann habe man „einfach die goldene Mitte genommen.“ Die goldene Mitte. 8,70 Kilometer. Plus einer Toleranz von 180 Metern. Ein Gruß.

Und wer ist Prinz Philip? Er ist Ehrenpräsident des WWF. Und Sohn von Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark und Prinzessin Alice von Battenberg.

Und sonst? Was macht der WWF sonst noch so? Man sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Die Umweltstiftung sehe sich aktuell mit schweren Vorwürfen konfrontiert. So die Bordkapelle. Der WWF unterstütze seit vielen Jahren paramiltärische Wildhüter. Und die wiederum hätten verdächtige Wilderer systematisch gefoltert und teils ermordet. Auf Seiten des WWF zeigte man sich schockiert. Und „das Bundesumweltministerium nehme die Anschuldigungen ‚sehr ernst‘“. So eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Gruppen sollen unter anderem in Nepal und Kamerun auf brutale Weise gegen angebliche Wilderer, aber auch gegen unbeteiligte Zivilpersonen vorgegangen sein. Dabei seien mehrere Menschen gestorben, weitere seien gefoltert oder sexuell missbraucht worden, heißt es in dem Bericht. Um diese Vorwürfe geht es konkret:

Der WWF soll Wildhüter unterstützt haben, die Dorfbewohner mit Gürteln, Macheten und Bambusstäben geschlagen haben sollen. Wildhüter sollen die Menschen auch sexuell missbraucht, beschossen und teils getötet haben. […]

Der WWF soll Paramilitärs Gehalt gezahlt, sie ausgebildet und ausgestattet haben – darunter mit Messern, Nachtsichtgeräten, Schutzausrüstung und Schlagstöcken. Außerdem soll er Überfälle auf Dörfer finanziert haben.“

Was sagt der WWF?

„Der letzte macht das Licht aus“.

Das Ausdünnen der Wilderer-Population hat beim WWF Tradition. 1987 übergab man der Regierung von Simbabwe dafür extra einen Hubschrauber. „Shoot to kill“. Schießen um zu töten. Der Guardian berichtete. Nicht das, was man sich beim WWF unter PR vorstellte. Was hätte Prinz Philip vielleicht gesagt?

„Man musste den Bestand regulieren. Die Natur kann das nicht allein.“

Genau.

Und ansonsten? Zeigt und zeigte man sich ob der Vorwürfe beim WWF erschüttert. Man habe jedoch von den Spendern, Förderern, Partnern, Petitenten und Unterstützern „viel Zuspruch, Ermutigung und positive Botschaften“ erhalten. Außerdem werde man von „bewährten Menschenrechtsexpertinnen und -experten unterstützt“. Wunderbar.

Wild und Wilderei. Was sagt der Führer?

„Ich habe nichts dagegen, wenn man das Wild schießt. Ich sage nur, das ist ein trauriger Sport. Das Anständigste bei der Jagd ist das Wild, das Zweitanständigste der Wilderer: der setzt wenigstens sein Leben ein. Der Müller, diese armselige Mißgeburt der Natur, geht auf ein Reh los! Der Unterschied ist doch zu groß zwischen einem Repetiergewehr und einem Hasen: Der Hase hat sich nicht weiterentwickelt seit dreitausend Jahren! Wenn Müller sich den Hasen fangen müßte, dann würde ich ihm die schönste Prämie geben.“

Der Hase – ein Evolutionsbanause.

Bereits vor 30 Jahren, 1989, schrieb John Phillipson einen 252-seitigen Bericht über die Praktiken der Stiftung. Der Bericht – möglicher Katalysator einer veritablen Krise. Ein Exodus der Geldgeber drohte. Ein Krisenkommunikationsteam wurde gegründet, das sich der WWF einiges kosten ließ.

Man hatte doch viel Gutes getan. Zum Beispiel für das Spitzmaulnashorn. Projekt 917. Für das 85 Nashörner von Natal in Südafrika nach Mosambik verlegt wurden. Und starben.

Als man 1987 Platz für eine vom IWF finanzierte Ranch brauchte, verschiffte man die Nashörner aus dem Sambesi-Tal in die USA und nach Australien. Die Tiere landeten in Zoos.

„[Die] Strategie des WWF […]. Nie war es wichtiger, für unseren Planeten zu kämpfen. Nie hatten wir klarere Vorgaben zum Umweltschutz als die, die in den UN-Nachhaltigkeitszielen formuliert und im Weltklimavertrag von Paris beschlossen wurden. Nie wussten wir genauer, was zur Rettung unserer Erde getan werden muss – und nie waren die Aussichten auf Erfolg besser!“

Genau. Ohne Nashörner weniger CO2.

Prinz Philip war wenige Monate vor Gründung des WWF in Indien auf Safari gewesen. Zur Tigerjagd. Vorher gab es eine Stadtbesichtigung. Als seine Gemahlin, Ihre Majestät Königin Elisabeth II. „den zu ihren Ehren mit Wasserfarbe bemalten und mit Gold- und Silberzierrat behängten Elefanten ‚Beauty‘ aus dem Stall des Maharadschas von Dschaipur bestieg“, gemahnte Prinz Philip: „Vergiß nicht, dich anzuschnallen“. Der Prinz – ein Spaßvogel.

Weniger Spaß hatte das Jagdobjekt. Ein Tiger wurde mit angepflockten Ziegen vor die Flinte des Prinzen gelockt und exekutiert. Königin Elisabeth II. hatte indes, als der Tiger in Sichtweite war, ihr Gewehr beiseitegelegt und zur Fotokamera gegriffen. Königliche Bilder einer Jagdgesellschaft. „Nie wussten wir genauer, was zur Rettung unserer Erde getan werden muss – und nie waren die Aussichten auf Erfolg besser!“ Wunderbar.

Was sagt Prinz Philip?

„Man musste den Bestand regulieren. Die Natur kann das nicht allein.“

Genau:

„Heute leben weniger als 4.000 Großkatzen in freier Wildbahn.“

Um 1900 waren es noch 40.000. Man hilft, wo man kann.

Bei einer anderen Safari liefen dem Prinzen eine Elefantenkuh und ihr Junges vor die Flinte:

„Philip erschoss die Kuh, das Kalb rannte davon.“

Der WWF setzt sich „für den Schutz der Elefanten ein: Auf der Roten Liste gefährdeter Arten, welche die Weltnaturschutzunion IUCN jährlich veröffentlicht, wird der Elefant als ‚gefährdet‘ geführt.“

Juan Carlos I., ehemaliger König von Spanien, „ist Ehrenpräsident der spanischen Fraktion der Naturschutzorganisation WWF“. Er kümmerte sich persönlich um die Belange der gefährdeten Tiere. 2012 reiste er nach Botswana. Zur Elefantenjagd. Man hilft, wo man kann. „Die Natur kann das nicht allein.“

Gut. Juan Carlos I. kam mit einem Andenken zurück. Einer Fraktur der rechten Hüfte. Karma sofort. Die Natur kann das ganz allein.

Der WWF und Juan Carlos I. kümmern sich nicht nur um bedrohte Tiger oder Elefanten, sondern auch um Bären. 2004 erlegte die königliche Jagdgesellschaft in Rumänien am Fuß der Karpaten neun geschützte Bären.

Im August 2006 kümmerte sich der spanische König liebevoll um einen handzahmen Bären. Mitrofan. Eine Touristenattraktion in der Stadt Noviens. Juan Carlos I. tötete den Bären mit einem einzigen Schuss. Zuvor hatte man den Bären „mit einem Gemisch aus Wodka und Honig […] völlig handlungsunfähig“ gemacht.

Was das Geschäftliche angeht, sind Elefanten allerdings lukrativer als Bären. Ganz oben auf der Liste der illegale Handel mit Elfenbein.

Ian Parker, ein Großwildjäger, …:

„… fand Beweise, dass die Familie des kenianischen Präsidenten Jomo Kenyatta für diesen Handel verantwortlich ist. Er führte auch die prominentesten ‚Naturschützer‘ als Wilderer auf. Innerhalb weniger Stunden, nachdem er den Bericht Scott [einem der WWF Gründungsmitglieder] vorgelegt hatte, wurde Parker von einer kenianischen Spezialtruppe verhaftet und drei Tage gefoltert und geschlagen. Man sagte ihm, seine Frau umzubringen, falls er nicht den Mund hielte. Parkers Bericht wurde von Scott niemals veröffentlicht. Etwa um dieselbe Zeit verlieh Prinz Bernhard als internationaler Präsident des WWF Kenyatta den ‚Orden der Goldenen Arche‘ als Anerkennung für die Rettung des Nashorns.“

Ehrenwert.

Prinz Bernhard gründete auch den „WWF 1001 Club“. Mitglieder unter anderem Conrad Black vom britischen Geheimdienst, Tibor Rosenbaum, Präsident der Banque du Credit International und vom Mossad, Major Louis Mortimer Bloomfield vom britischen Geheimdienst, Sir Francis de Guingand, Leiter des Britischen Militär-Geheimdienstes, Robert Vesco, mit Verbindungen zum Medellin-Drogenkartell, und Henry Keswick von „Jardine Matheson – riesig und berühmt in Asien“. Mit einer ehrenwerten Firmengeschichte:

„Aus China importierten sie vornehmlich Tee und Seide ins Königreich. Auf dem Rückweg transportierten sie insbesondere Opium ins chinesische Kaiserreich. Das Unternehmen gründet sich somit zu einem beträchtlichen Teil auf Drogenhandel. Zudem verursachten die beiden Händler den Ersten Opiumkrieg mit.“

Weitere Mitglieder Dr. Luc Hoffmann, Direktor des Schweizer Pharmakonzerns Hoffmann-LaRoche, John H. Loudon, Präsident von Royal Dutch Shell. Ehrenwerte Tier- und Umweltschützer.

„[Die] Strategie des WWF […]. Nie war es wichtiger, für unseren Planeten zu kämpfen.“

Deshalb dienen die Wildparks als Ausbildungslager für Terroristen und Söldner. Sagt David Icke. Breite Korridore für den ungehinderten Grenzübertritt. Zum Schlachtfest in Ruanda. Mit bis zu 1 Millionen Toten:

„In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten.“

Der Virunga Nationalpark:

„Regenwald, Gletscher, Vulkane, Savanne, große Seen, Gorillas, Elefanten, Flusspferde und unzählige andere Arten“.

Unesco-Weltkulturerbe. Im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo an der Grenze zu Ruanda und Uganda. Ein „wahres Naturjuwel.“

Und unter dem Park riesige Erdölvorkommen. Eine britische Firma schmiert Rebellen vor Ort, die wiederum Mitarbeiter des Parks schmieren, damit die beide Augen zudrücken und das Öl gefördert werden kann.

Völkermorde auch in Burundi, …:

„… dreimal seit der Erlangung der Unabhängigkeit Burundis im Jahr 1962, in allen Fällen als Folge gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen den Bevölkerungsgruppen der Hutu und der Tutsi. […] Die Hutu reagierten mit gewaltsamen Versuchen, die Macht der Tutsi zu beenden (1965, 1972–1973, 1988), diese reagierten teilweise mit genozidartigen Vergeltungsmaßnahmen (1965: 5.000; 1972–1973 150.000 bis 250.000; 1988 24.000 bis 50.000; 1993 rund 200.000 Tote). Zahlreiche Hutu flohen außerdem in das von Hutu beherrschte Ruanda sowie andere Nachbarländer.“

Afrika. Eine Spielwiese der Bruderschaft. Nach der Kolonialherrschaft kam die sublimere Form der Kontrolle durch Verschuldung und korrupte Präsidenten. Der Schuldendienst wird mit der Abtretung von Bodenschätzen bezahlt. Blutige Auseinandersetzungen innerhalb der Gesellschaften bildeten dann die Grundlage für friedensstiftende UN-Missionen. Friedensstiftend. Was schreibt die Bordkapelle 2017?

„In den vergangenen zwölf Jahren soll es einer Untersuchung zufolge hundertfach zu sexuellem Missbrauch durch UN-Blauhelme gekommen sein. Ein Mädchen schildert, dass sie Sex mit 50 Friedenssoldaten hatte.“

Und weiter?

„UN-Truppen […]: Soldaten haben in Krisengebieten Minderjährige missbraucht.“

Schutzengel mit Blauhelm. Ein 700 Mann starkes UN-Kontingent vom Dienst suspendiert. Wegen sexueller Übergriffe und notorisch verübter Vergewaltigungen. Zum Beispiel.

Und das Rote Kreuz?

„Nach den Vorwürfen um von Spendengeldern finanzierte Sexorgien bei der Hilfsorganisation Oxfam (TAG24 berichtete), gerät nun auch das Internationale Rote Kreuz ins Kreuzfeuer: 21 Angestellte sollen für sexuelle Dienstleistungen – auch mit Kindern – bezahlt haben.“

Hilfsorganisationen und Friedenstruppen. Das Netzwerk der Bruderschaft.

Der WWF ist nicht nur in Afrika engagiert. So das „Schwarzbuch WWF“. Was gibt es noch?

„Der Fernsehjournalist Huismann schildert kontinent- und themenübergreifend zweifelhafte Machenschaften und ‚Greenwashing‘ des WWF.“

Zum Beispiel Wasserraub im mexikanischen Chiapas durch Coca Cola, die Verseuchung der Fjorde Südchiles durch die Lachszuchtindustrie, Regenwaldrodungen für den Soja- und Ölpalmenanbau und die Vertreibung von Ureinwohnern im Namen des Tierschutzes: „die Vertreibung des Pygmäenvolks Batwa aus seinen Wäldern zur Errichtung des lukrativem Gorillatourismus“.

In Afrika machen Wildreservate und Nationalparks bereits mehr als 8 Prozent der Gesamtfläche aus. Tendenz steigend:

„Der weltweit grösste Nationalpark ist der Nordost-Grönland-Nationalpark, welcher gut 40 Prozent der Landesfläche Grönlands einnimmt.“

Die Umwelt als Vehikel, Probleme und Lösungen zu globalisieren und Gesetze zu internationalisieren. Schutzgebiete unter zentraler Kontrolle der Vereinten Nationen. Artenschutzabkommen und UNESCO-Weltkulturerbe. Die Pläne der Bruderschaft. Die Manipulation der globalen Umweltbewegung. Der 1968 auf einem Anwesen der Rockefellers gegründete Club of Rome. Man ruft eine Umweltkrise aus, die man selbst nachhaltig kreiert hat und bietet Lösungsvorschläge an.

Das Umweltnetzwerk. Greenpeace, der Sierra Club, Survival International, Earth First, World Resources Institut, die zoologische Gesellschaft von London, die Royal Geographical Society, Nature Conservancy, die Flora und Fauna Preservation Society, die UNESCO und der WWF.

Und immer wieder taucht der Name des kanadischen Ölmillionärs Maurice Strong auf. Stark. 1972 erster Generaldirektor der Vereinten Nationen. 1992 Leiter des Erdgipfels in Brasilien. Und von 1998 bis 2006 Präsident des Rats der Vereinten Nationen für die Friedensuniversität. University for Peace. Mitglied des ehrenwerten Aspen Institutes – „dem Ideal der offenen Gesellschaft verpflichtet“. Eine „US-amerikanische Denkfabrik“.

Gedacht hat sich die Bruderschaft auch etwas in Chiapas. Dort trinken die Einwohner täglich zwei Liter Süßgetränke. Weil es zu wenig sauberes Wasser gibt. Größter Wasserverbraucher am Ort ist die Coca-Cola-Fabrik in San Christobal. 300.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr.

Kaum sauberes Wasser. Aber zwei Liter braune Brause für den täglichen Flüssigkeitsbedarf. Coca Cola als Heilwasser:

„Das Sprudelwasser habe die Kraft, Kranke zu heilen, sagt eine Einwohnerin, die zur Ethnie der Tzotzil gehört, gegenüber der ‚New York Times‘. Einmal habe es ihre Tochter geheilt, die an Brechdurchfall gelitten habe. Die Heilungszeremonie wurde von ihrer Mutter durchgeführt, die seit 40 Jahren mit Coca-Cola heilt.“

Diabetes ist mittlerweile die zweithäufigste Todesursache. Coca Cola als Heilwasser.

Sauberes Wasser findet sich auch in den Fjorden des chilenischen Patagonien kaum mehr. Chile ist noch vor Japan die sechstgrößte Fischereiwirtschaft der Welt. Und bei Zuchtlachsen liegt man an dritter Stelle. Salmon farming. Harvest. Ernte. Ein norwegischer Konzern – „der größte Massentierhalter der Welt. […] Marine Harvest aus Norwegen ‚erntet‘ hundert Millionen Tiere im Jahr, ein Drittel der Weltproduktion.“ Hauptaktionär John Fredriksen. Ein diversifizierter Großinvestor. Mit einem Standbein auch im Erdölbereich: Erdölplattformen und die größte Öltankerflotte der Welt. Und mit einem ehrenwerten Vertragspartner. Dem WWF Norwegen. Der WWF-Experte für Aquakultur wurde bis 2011 von Marine Harvest bezahlt.

Ziemlich weit vorne liegt man auch bei der nachhaltigen Verseuchung der südchilenischen See mit Viren, Hormonen und Industrieabfällen. Die Umweltkatastrophe von Chiloé. Nachhaltig. Algenpest und Fischsterben. Eine rote Flut:

„‘Zerfetzte Fischnetze, Gummischläuche, Batterien, Reifen…‘ – Tonnen von Industriemüll mit Nahrungsresten und Fäkalien der Zuchtfische.“

Und 9.000 Tonnen im Meer verklappte Zuchtfische. Die appetitliche Entsorgung von Industrieabfällen und Fischkadavern. Klappt wie geschmiert.

Geschmiert wird auch das Räderwerk des internationalen Agro- und Forstbusiness durch den WWF. 2004 gründete der WWF den Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl. Mit am Tisch sitzen die Hauptverantwortlichen für die großräumige und nachhaltige Regenwaldumgestaltung in Palmöl- und Sojaplantagen, …:

„… vor allem Unternehmen und Institutionen aus der Wertschöpfungskette des Palmöls, darunter Plantagenbetreiber, Händler und industrielle Abnehmer von Palmöl, aber auch Investoren und Banken.“

Eine runde Sache. Der Bock als Gärtner. Nachhaltiges Palmöl. Sustainable Palmoil. Präsident des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl ist Jan-Kees Vis. Von Unilever. Mit Kompetenzen in der Nahrungsmittelindustrie sowie in der Produktion von Kosmetika und Textilpflegeprodukten:

„Hauptproduktionsgebiete von Palmöl sind Indonesien und Malaysia, aber zunehmend auch Kolumbien, Ecuador und afrikanische Staaten wie etwa Ghana. Palmöl ist ein fast überall einsetzbarer Rohstoff und deshalb einer der beliebtesten Agrarrohstoffe (Commodity). Von Waschmitteln und Seifen über Margarine und Kosmetika: überall ist Palmöl drin.“

Auch im Biotreibstoff. Grüner Antriebsstoff. Die Regenwälder gehen in Rauch auf. Nachhaltig. 5 Millionen Hektar Regenwald allein in Indonesien. Der WWF – die Mission:

„Wir bewahren Lebensräume. Für biologische Vielfalt.“

Vielfalt auch bei den Einsatzmöglichkeiten von Palmöl. Und vielfältig auch das Engagement des WWF. CO2 darf da nicht fehlen. Der WWF-Klimarechner:

„Berechnen Sie Ihren CO2-Fußabdruck“.

Ganz emissionsfrei lebt es sich am besten tot.

Den „Fußabdruck der Diktatur“ bietet der Gedenkpfad Eckerwald. Mit aufgebaut von Immo Opfermann. Der Pfad zu den Trümmern des ehemaligen Außenkommandos Eckerwald. Im Zollernalbkreis. Das Außenkommando Eckerwald – zur Gewinnung von Schieferöl.

Und der Fußabdruck des Führers? Schuhgröße 44. In Addition bei einem Paar gleich 88.

88. Was sagt der WWF? Der Palm-Check. 88 von 44 befragten Unternehmen hätten angegeben, zu 100 Prozent zertifizierte Ware eingesetzt zu haben. Ein voller Erfolg. Der zertifizierte Regenwaldkahlschlag.

Das Magazin „The Global Journal“ wählte den WWF 2012 auf Platz 23 der 100 besten NGOs. Die am besten platzierte Natur- und Umweltschutzorganisation.

„23 – Nichts ist so wie es scheint“. Genau. Das ganze Gebäude der Bruderschaft ist letztlich nur ein Kartenhaus. Je sicherer man sich glaubt, …:

Quelle

Gruß an die Nachdenklichen

TA KI

Politisch Inkorrekt: „Moderner Nationalist“ trifft auf „Power-Migrant“


Sie nennen es eine ganz besondere Freundschaft. Nana Domena, geboren in Ghana, aber aufgewachsen in Deutschland, und Frank Krämer, Deutscher und bekennender Nationalist. Sie haben sich vor drei Jahren in Köln auf einer Pegida-Demonstration getroffen. Dort fingen sie einen Dialog an, der sich bis heute, auch öffentlich auf ihrem YouTube Kanal, fortsetzt. Die beiden wollen zeigen, dass man miteinander reden kann, auch wenn man unterschiedliche kulturelle, politische und ideologische Ansichten teilt. In unserem Spezial hören wir uns an, wie sich die Freundschaft und ihr YouTube-Projekt „Multi-Kulti vs. Nationalismus“ entwickelt hat und wie eine Freundschaft wie die ihre mit so grundsätzlich verschiedenen Überzeugungen vereinbar sein kann.

Wer mehr über das Projekt von Frank und Nana erfahren möchte, der kann sich unter http://www.multikultitrifftnationalismus.tv informieren.

Gruß an die Klardenker
TA KI

Eine schlimme Sache: Psychische Erkrankungen, Berufsunfähigkeit und die Frauen. Aber auch damit kann man auf Geschäfte hoffen


Es gibt Meldungen, die fallen bei vielen Medien auf einen fruchtbaren Boden der Weiterverbreitung: »Psychische Krankheiten sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Betroffen sind vor allem Frauen.« So beispielsweise dieser Artikel: Immer mehr Menschen wegen psychischer Erkrankungen arbeitsunfähig. Und weiter erfährt der beunruhigte Leser: »Mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmer (37 Prozent) scheiden vorzeitig aus ihrem Beruf aus, weil sie unter psychischen Krankheiten wie Burnout, Depression oder Angststörungen leiden. Im Jahr 2009 waren es noch 26,6 Prozent – das ist ein Anstieg von knapp 40 Prozent.«

Wo haben die solche Zahlen her? »Das geht aus einer Studie des bayerischen Versicherers Swiss Life hervor.« Eine Studie also. Gibt es die im Original? Nun ja, eine Pressemitteilung gibt es von dem Versicherungsunternehmen, aus der sich auch die Berichte in den Medien bedienen: Swiss Life-BU-Report: Anstieg um 40 Prozent. Immer mehr Menschen werden wegen psychischer Erkrankungen berufsunfähig, so ist die überschrieben. Dort erfahren wir am Anfang für die kurzatmigen Leser: »Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer • Psychische Leiden sind über viele Berufsgruppen hinweg seit Jahren auf dem Vormarsch und die Ursache Nummer eins für eine Berufsunfähigkeit (BU). • Das Risiko ist für Frauen mit 44 Prozent deutlich höher, aufgrund psychischer Ursachen ihren Beruf aufgeben zu müssen als für Männer (28 Prozent). • 30-jährige Frauen sind mit 47 Prozent besonders stark betroffen.«

Bei vielen wird diese zentrale Botschaft hängen bleiben: »Laut einer Analyse der Versicherung ist eine psychische Erkrankung bei weit über einem Drittel – 37 Prozent der Fälle – Ursache des vorzeitigen Ausscheidens aus dem Arbeitsleben.« Aber wie immer bei solchen Themen sollte man vorsichtig sein und genau hinschauen. Denn die ganzen Zahlen, die nun seitens der Medien aus der Mitteilung des Versicherungsunternehmens Swiss Life herausgeholt und verbreitet werden, beziehen sich nicht auf alle Arbeitnehmer, sondern auf die Versicherten des Unternehmens. Und was bietet dieses Unternehmen an? Genau, richtig geraten, private Berufsunfähigkeitsversicherungen.

»Die Swiss Life hat nach eigenen Angaben bei Berufsunfähigkeitsversicherungen einen Marktanteil von über sieben Prozent auf dem deutschen Markt, absolute Zahlen nannte das Unternehmen nicht«, kann man diesem Artikel entnehmen: Immer mehr psychisch Kranke können nicht mehr arbeiten.

Und eine weitere Differenzierung muss vorgenommen werden: Es geht um Berufsunfähigkeit, aber Überschriften wie Immer mehr psychisch Kranke können nicht mehr arbeiten generalisieren den Tatbestand, dass die Betroffenen in ihrem Beruf nicht mehr arbeiten können, was aber nicht bedeuten muss, dass sie überhaupt nicht mehr arbeiten können. In dem letzteren Fall würde man von einer Erwerbsunfähigkeit sprechen – und in diesem Fall gibt es die Erwerbsminderungsrente.

Der von Swiss Life bei den eigenen Kunden ermittelte Anstieg von knapp 40 Prozent seit dem Jahr 2009 bei Arbeitnehmern, die aufgrund psychischer Erkrankungen vorzeitig aus ihrem Beruf ausscheiden, scheint sich mit Daten der Gesetzlichen Rentenversicherung zu decken: »Im Jahr 2018 wurden mehr als 170.000 stationäre Rehabilitationen wegen psychischer Krankheiten bewilligt, das sind rund 50.000 mehr als zehn Jahre zuvor. Das entspricht einem Anstieg von 40 Prozent«, so diese Meldung: Immer mehr Menschen wegen psychischer Erkrankungen arbeitsunfähig. Neben der Tatsache, dass man auch hier bei den Begriffen aufpassen muss, denn arbeitsunfähig kann erwerbs- oder „nur“ berufsunfähig bedeuten, muss es aber nicht, wenn man an die „normale“ Arbeitsunfähigkeit, also die Krankschreiben eines Arbeitnehmers denkt. Und mit Blick auf das „harte“ Kriterium einer Erwerbsminderungsrente kann man einem anderen Artikel entnehmen: »Die gesetzliche Rentenversicherung des Bundes zahlte 1983 weniger als zehn Prozent der Erwerbsminderungsrenten wegen psychischer Störungen, 2017 war es bereits fast die Hälfte – 41.186 von 83.583 Fällen.«

Weitaus bedeutsamer für die Bewertung der Zahlen ist diese Anmerkung:

»Die Ergebnisse der Studie deuten allerdings nicht darauf hin, dass deutsche Arbeitnehmer häufiger psychisch krank werden als in früheren Jahrzehnten. Viel eher gehen die Fachleute der Rentenversicherung davon aus, dass Depressionen, Burnout und andere Leiden inzwischen besser erkannt und damit häufiger diagnostiziert werden können.«

Und mit Blick auf die Erwerbsminderungsrente ist ein langfristiger Blick auf die Anteile der Erwerbsminderungsrenten an allen neuen Versichertenrenten relevant (vgl. dazu: Zugänge von Alters- und Erwerbsminderungsrenten sowie Anteile der EM-Renten an den Zugängen insgesamt, 1996 – 2017): »Bis etwa 2003/2004 zeigt sich ein Rückgang sowohl der absoluten als auch der relativen Werte. Seit dieser Zeit gewinnen die Erwerbsminderungsrenten jedoch wieder leicht an Bedeutung im Rentenzugangsgeschehen: Der Anteil ist von 17,3 % (2004) auf 21,4 % (2013) gestiegen. Das starke Absinken des Anteils auf bis zu 17 % im Jahr 2015 dürfte … mit Sondereffekten zusammenhängen. Es bleibt abzuwarten, ob sich der 2016 zu verzeichnende Wiederanstieg auf 18,2 % eine Trendwende darstellt.« Und zur Erläuterung: »Im Hintergrund der längerfristigen Entwicklungen stehen die seit Anfang 2012 in Kraft getretene stufenweise Heraufsetzung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre und die schon seit längerer Zeit wirksamen Schritte der Heraufsetzung der vorgezogenen Altersgrenzen bis hin zur Abschaffung der vorgezogenen Altersrente für Frauen und wegen Arbeitslosigkeit und nach Altersteilzeit (ab 2012, jeweils für Geburtsjahrgänge ab 1952). Dies führt dazu, dass sich die Möglichkeiten eines frühzeitigen Altersübergangs durch Bezug einer Altersrente – auch um den Preis von Abschlägen – zunehmend beschränken und dass vermehrt Versicherte, die 60 Jahre und älter sind, in den Kreis potenzieller Erwerbsminderungsrentner nachrücken.«

Aber wieder zurück zur Swiss Life-Auswertung der eigenen Datenbestände, die sich auf Berufsunfähigkeit (und damit nicht automatisch auf Erwerbsunfähigkeit) beziehen, und deren prozentuale Darstellung den Kurzschluss nahelegen, dass es sich um Anteilswerte handelt, die für alle Arbeitnehmer gelten. Dem ist wie dargestellt keineswegs so und auch die von allen abgeschriebene Dramatik des angeblichen Anstiegs der psychischen Krankheiten muss relativiert werden (ohne damit deren Bedeutung irgendwie kleinreden zu wollen). Offensichtlich geht es dem Versicherungsunternehmen vor allem um zwei Aspekte:

Zum einen will man darauf aufmerksam machen, dass die bisherige Grundannahme, überwiegend Menschen mit körperlich anstrengenden oder risikoreichen Tätigkeiten sind von der Berufsunfähigkeit betroffen, im Lichte der Zahlen korrigiert werden muss. Das hätte Auswirkungen auf die Kalkulation der Prämien in der private BU-Absicherung, denn bislang galt: Je riskanter der Beruf, desto teurer der Versicherungsschutz. Diese Formel hatte und hat Auswirkungen insbesondere für körperlich Tätige.

»In diesem Kontext hatten es in der Vergangenheit besonders jene Berufstätigen schwer, an günstige Tarife oder überhaupt an Angebote für einen BU-Schutz zu kommen, die in männlich dominierten Berufen mit schweren körperlichen Tätigkeiten arbeiteten – was umso mehr galt, je mehr sie bestimmte Risikoberufe ausübten. Der Fliesenleger oder der Bauarbeiter im Straßen- und Tiefbau sind oft zitierte Beispiele für Berufe, die einen besonders teuren BU-Schutz nach sich ziehen. Körperliche Tätigkeiten, so die Logik hinter der Tarifkalkulation, bergen besondere Risiken. Und diese Risiken sind umso größer, wenn nicht nur Unfallgefahren, sondern auch körperlicher Verschleiß droht: wie beim Fliesenleger, wo infolge des vielen Hockens oft der Rücken und die Kniegelenke leiden.« So Sven Wenig in seinem Artikel Berufsunfähigkeitsversicherung: Kopfarbeit ist Hauptursache für neue BU-Fälle, der sich ebenfalls auf die neuen Swiss Life-Zahlen bezieht.

Das ist nicht nur ein abstrakt-kalkulatorisches Problem, sondern für die (potenziell) von einer BU Betroffenen ein ganz handfestes: Sie bekamen entweder überhaupt kein oder wenn, dann sehr teure Angebote für eine Absicherung des BU-Risikos auf dem privaten Versicherungsmarkt. Und auf dem müssen sie sich bewegen, seit die Politik die früher einmal vorhandene Absicherung des BU-Risikos unter dem sehr großen Dach der Gesetzlichen Rentenversicherung einfach gestrichen hat – 2001 vom damaligen Arbeitsminister Walter Riester (SPD) zur Entlastung der Rentenkassen. Die Berufsunfähigkeit ist ein Paradebeispiel für ein Lebensrisiko, das mal sozialversicherungsförmig in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert war und das dann durch eine politische Entscheidung für alle, die ab 1961 geboren wurden, privatisiert worden ist. Es gibt hier also gar keine Alternative mehr zur privaten Versicherungslösung, wenn man dieses Risiko absichern möchte oder meint zu müssen.

Der Verweis auf eine private Absicherung in einem zerstückelten Versicherungsmarkt hatte (erwartbare) Folgen: Zum einen wie beschrieben bekommen gerade die als riskant eingestuften Arbeitnehmer keine oder nur gleichsam unbezahlbare Absicherungsangebote, zum anderen aber weisen die auf dem Markt beobachtbaren Prämien für BU-Versicherungen eine ganz erhebliche Streuung auf:

Vor diesem Hintergrund wird dann das eine Anliegen von Swiss Life verständlich: „Kopfarbeiter“ »oder Menschen mit Bürotätigkeiten lange Zeit als dankbare Kunden für die Versicherer und bekamen gute Angebote für einen BU-Schutz. Ein Befund, der in den letzten Jahren jedoch mehr und mehr ins Wanken geriet«, so Sven Wenig in seinem Artikel. Und »der aktuelle „Report Berufsunfähigkeit“ von Swiss Life legt nahe: Es ist nicht mehr so einfach mit der Kalkulation des BU-Risikos. Denn immer mehr Menschen werden wegen psychischer Erkrankungen berufsunfähig. Das zeigt die Auswertung eigener Daten des Versicherers. Somit verlagert sich das Risiko auch immer mehr auf vermeintlich weniger riskante Berufe der „Kopfarbeit“, die zum Beispiel einhergehen mit kaufmännischen Tätigkeiten oder Verwaltungstätigkeiten.«

Amar Banerjee, Leiter der Versicherungsproduktion bei Swiss Life, wird von Sven Wenig mit diesen Worten zitiert: „Mittlerweile muss jeder vierte Berufstätige während seines Lebens seine Erwerbstätigkeit einschränken oder sogar ganz aufgeben. Wer sich frühzeitig gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit absichert, handelt verantwortungsbewusst, um auch in schwierigen Zeiten finanziell selbstbestimmt leben zu können“. Und Wenig schlussfolgert mit Blick auf die Versicherer: Eine Aussage, die gerade mit Blick auf zunehmend neue Gründe für Berufsunfähigkeit wie psychische Erkrankungen an Bedeutung gewinnt: Anders als noch vor Jahren betrifft die Berufsunfähigkeit auch mehr und mehr so genannte „Kopfarbeiter“, denen man früher „gute Risiken“ nachsagte, weswegen die Inanspruchnahme eines BU-Schutzes für diese Berufs- und Personengruppen als wenig wahrscheinlich galt. Das will man natürlich ändern, um die Abschlusszahlen nach oben zu treiben.

Um das dann auch noch zu verstärken, streut die Swiss Life eine weitere Zahl in die Berichterstattung, die man ebenfalls mehr als kritisch überprüfen müsste, bevor man sie in die Berichterstattung übernimmt, was aber flächendeckend passiert. Dazu aus der Pressemitteilung des Versicherungsunternehmens:

»Betrachtet man die Ursachen nach verschiedenen Kriterien wie Geschlecht, Alter und Berufsklassen, stellt man fest, dass Frauen mit 44 Prozent anteilsmäßig deutlich häufiger wegen einer psychischen Erkrankung berufsunfähig werden als Männer (Anteil 28 Prozent). Auffällig ist hierbei der besonders hohe Anteil unter jungen Frauen. Allein in der Altersgruppe der 30-jährigen ist mit 47 Prozent fast jede zweite Frau von psychischen Erkrankungen betroffen.«

Das sind natürlich bedrohliche Werte. Aber auch hier gilt die Anmerkung: Es handelt sich um Anteilswerte, die sich auf das sehr kleine Kollektiv der bei Swiss Life Versicherten beziehen. Man darf und sollte sich nun wirklich nicht vorstellen, dass fast zweite Frau im Alter von 30 Jahren psychisch erkrankt ist. Aber manche werden beim schnellen Lesen und Abschreiben genau das transportieren.

Und auch das hier bereits angesprochene Problem, dass Berufs- nicht gleich dauerhafte Erwerbsunfähigkeit bedeuten muss, wird von Swiss Life angesprochen – und sogleich mit einer Mahnung an „die“ Frauen verknüpft, an die man natürlich als zukünftigen Kundinnen gelangen möchte:

»Wer einmal berufsunfähig geworden ist, muss das nicht zwangsläufig bis zum Renteneintritt bleiben. Im glücklichen Fall einer vollständigen oder teilweisen Genesung, z. B. mit Hilfe von Therapien, Reha-Maßnahmen oder Umschulungen können die Menschen wieder in das Berufsleben zurückkehren. Männern scheint dies langfristig betrachtet deutlich häufiger zu gelingen als Frauen. Mögliche Gründe für dieses Ungleichgewicht könnten ebenfalls in den unterschiedlichen BU-Ursachen liegen: Da Frauen deutlich häufiger aufgrund von Psyche berufsunfähig werden, ist hier eine rasche Rückkehr in das Berufsleben deutlich unwahrscheinlicher als bei anderen Ursachen, da psychische Erkrankungen oftmals eine jahrelange Krankheitsdauer nach sich ziehen.«

Die „Lösung“ liegt also nahe: Vor diesem Hintergrund muss man sich gerade in den Berufen, deren Angehörige bislang „fälschlicherweise“ angenommen haben, dass der Kelch BU an ihnen vorübergehen wird, weil sie ja nicht auf dem Bau oder im Schlachthof werkeln müssen, verstärkt um eine private BU-Versicherung kümmern – und die die Anbieter dieser Policen haben „gute“ Gründe, die Prämien im Vergleich zur Vergangenheit ordentlich anzupassen (Laos nach oben), denn das Risiko hat sich ja immer stärker verschoben zu den psychischen Erkrankungen.

Man könnte natürlich auch auf eine ganz andere Idee kommen: Dass die Abschaffung der Absicherung des Risikos der Berufsunfähigkeit als Teil der Gesetzlichen Rentenversicherung und deren Privatisierung ein kapitaler Fehler war angesichts des manifesten Marktversagens in diesem Bereich. Und dass man das entweder rückgängig macht oder als Minimalreform wenigstens als Alternative zu einer Revitalisierung der Sozialversicherungslösung die private Versicherungswirtschaft in dieses Korsett einspannt: Annahmezwang für alle Erwerbstätigen zu bezahlbaren Preisen und ohne Ausschlüsse. Das Marktversagen und die Alternativen zum bestehenden System sind ausführlicher behandelt worden in diesem Beitrag vom 24. Januar 2016: Vom Wert der Sozialversicherung und einem veritablen Marktversagen der privaten Versicherungswirtschaft: Die Berufsunfähigkeit und ihre (Nicht-)Absicherung. Es ist wahrlich nicht so, dass der jetzige Zustand „alternativlos“ ist. Ganz im Gegenteil, wenn man den denn ändern wollte.

Quelle

Danke an Elisabeth

Gruß an die Nachdenklichen

TA KI

Gemüse-Brühpulver aus frischen Zutaten ganz einfach selbermachen


 

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Gemüsebrühe in Pulverform ist schon praktisch und für allerlei Gerichte zu gebrauchen. Man hat ja nicht immer Zeit und Lust, erst aus frischem Gemüse eine Brühe anzusetzen. Wenn es schnell gehen soll, ist Brühpulver genau das Richtige.

Das herkömmliche Pulver namhafter Hersteller aus dem Supermarkt ist leider oft alles andere als natürlich. Maggi Klare Gemüsebrühe enthält sage und schreibe 4,8 Prozent Gemüse, dazu neben Kräutern mehrere Geschmacksverstärker, Aroma, Zuckerarten und gehärtetes Fett. Zwar gibt es auch Bio-Produkte, die viel Gemüse enthalten und frei von Zusatzstoffen wie Geschmacksverstärkern, Hefeextrakt und Glutamat sind, diese haben jedoch auch einen stolzen Preis.

Warum also nicht einfach Würzpulver aus frischem Gemüse selber machen, und so die Zusammensetzung den eigenen Bedürfnissen anpassen? Brühpulver herzustellen ist gar nicht so schwer. Dank unserem Leser Sven haben wir auch dieses Rezept ausprobiert, Nachmachen lohnt sich!

Rezept für vegane Streuwürze

Der Arbeitsaufwand zur Herstellung der eigenen Streuwürze bzw. Gemüsebrühe ist gar nicht so hoch. Für etwa 250 g Pulver benötigst du:

  • 300 g Zwiebeln
  • 50 g Lauch
  • 150 g Möhren
  • 150 g Knollensellerie
  • 300 g Tomaten
  • ein halbes Bund Petersilie
  • 100 g Salz (wir verwenden hochwertiges Himalaya-Ursalz, weil Meersalz durch die zunehmende Belastung von Meerwasser immer mehr unerwünschte Stoffe enthält)

Alle Zutaten werden nach dem Waschen gut abgetrocknet und dann entweder fein gehackt, oder einfach in einer Küchenmaschine zu einem Brei fein püriert. Anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und auf der mittleren schiene im Backofen bei ca. 75 Grad Umluft ca. 6-8 Stunden trocknen, oder bei 40 Grad (dafür reicht es bei uns bereits aus, die Backofenbeleuchtung einzuschalten) für ca. 12-14 Stunden. Hin und wieder die Backofentür öffnen oder mit einem Kochlöffel einen Spalt breit offen lassen, damit Feuchtigkeit entweichen kann.

Alternativ kannst du zum Trocknen auch einen Dörrautomaten verwenden. Wir habe gute Erfahrungen mit dem Dörrautomaten von Sedona gemacht. Eine günstigere Alternative, z.B. der Stöckli ist jedoch auch gut geeignet. Noch energiesparender lässt sich der Gemüsebrei entfeuchten, wenn du ihn im Hochsommer an einen sonnigen Platz mit ausreichend Luftbewegung stellst. Wichtig: Ab und zu umrühren, damit die Masse gleichmäßig durchtrocknet.

Wenn alles richtig trocken ist, nochmal alles in der Küchenmaschine zerkleinern und in ein luftdicht verschließbares Glas füllen, das am besten dunkel aufbewahrt wird.

Variationen

Natürlich kannst du auch weitere Zutaten ganz nach Geschmack verwenden, oder Zutaten weglassen, die dir nicht schmecken. Wie wäre es zum Beispiel mit:

  • Gartenkräutern wie Schnittlauch, Thymian, Liebstöckel, Majoran
  • Wildkräutern wie Knoblauchrauke, Bärlauch, Gundermann, Giersch oder Brennnessel
  • Knoblauch
  • Ingwer oder Kurkuma

Darüber hinaus kannst du natürlich auch Gemüsereste im Würzpulver verwerten, die sonst im Abfall gelandet wären, z.B. Möhrengrün, Radieschengrün, Blätter und Schalen von Kohlrabi oder Strünke von Kohl. Diese vermeintlichen Küchenabfälle eignen sich übrigens auch zur Herstellung gesunder Tütensuppen ohne Zusatzstoffe!

(…)

Quelle:http://www.smarticular.net/gemuese-bruehpulver-aus-frischen-zutaten-ganz-einfach-selbermachen/

Gruß an die Kreativen

TA KI

erschien hier auch am 14.12.2015

Zukunft Mensch – Was können wir tun? – Axel Burkart


Götz Wittneben im Gespräch mit dem Geisteswissenschaftler Axel Burkart Die Welt ist in Aufruhr. Wo können wir echte Lösungen finden? Was kann der Einzelne tun und wie kann er im Wirrwarr der Informationen Klarheit finden? Woran können wir uns wirklich orientieren? Welche Leitlinien und Werkzeuge können wir finden? Bietet die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners eine Antwort? Axel Burkart sagt Ja! Denn sie bietet uns die Chance, unser Leben zu erkennen und unser Schicksal. Und wir können systematisch uns als geistiges Wesen erkennen. Und wir wissen, dass gerade jetzt das Zeitalter der Freiheit herrscht. Jetzt müssen wir lernen, Manipulationen im Außen, aber vor allem im Innen erkennen. Dazu brauchen wir klare Erkenntnisse und Methoden. Diese liefert die Geisteswissenschaft. Mit ihr erkennen wir die Kräfte und Wesen auch in uns, die uns beeinflussen und unsere Freiheit verhindern wollen. Wir erkennen auch, warum wir müde werden, wo wir in der Nacht sind, wie wir mit Engeln zusammenarbeiten und Vieles mehr.

Weitere Informationen zu Axel Burkart: https://akademie-zukunft-mensch.com/

Sein Youtube-Kanal lautet einfach: Axel Burkart

Gruß an die Erkennenden
TA KI