Was heißt eigentlich WWF?


Was heißt eigentlich WWF?

„World Wrestling Federation, kurz WWF, ist der Name eines ehemaligen US-amerikanischen Wrestling-Dachverbandes, der in Stamford, Connecticut beheimatet war.“

Und sonst? Der World Wide Fund for Nature, bis 1986 World Wildlife Fund, eine Stiftung nach Schweizer Recht. 1961 gegründet. Der Panda als Wappentier:

„Der WWF setzt sich ein für den Erhalt der biologischen Vielfalt der Erde, die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und die Eindämmung von Umweltverschmutzung und schädlichem Konsumverhalten.“

Wunderbar.

Man ist sehr engagiert. Im Laufe der Jahre hat man sich die Arbeit in über 13.000 Projekten 11,5 Milliarden Dollar kosten lassen. Einzigartig:

„Durch die Nähe der Gründer des WWF zur Industrie kamen Großspenden von Anfang an eine bedeutende Rolle zu. Eine der ersten Großspenden in Höhe von 10.000 Pfund erhielt der WWF nach seiner Gründung im Jahr 1961 vom Energieunternehmen Royal Dutch Shell. Obwohl das Buch „Der stumme Frühling“ eine breite Debatte über den Einsatz von Pestiziden auslöste, bezog der WWF keine Stellung in der Diskussion. Nach einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung schwieg der WWF auf Anraten des Unternehmens zu den ökologischen Problemen von Pflanzenschutzmitteln.“

Große Spenden können ziemlich mundfaul machen.

Ein Who’s Who die Namen der Gründer: Julian Huxley, Peter Markham Scott, Yolanda Farr, Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, Philip Mountbatten, Duke of Edinburgh, Edward Max Nicholson, Guy Mountfort und Godfrey A. Rockefeller. Wer ist wer? Mountbatten ist Battenberg:

„Die in England lebenden Nachkommen des Prinzen Alexander nahmen 1917 den Namen Mountbatten an“.

Und „Battenberg liegt im Ederbergland“. In der Nachbarschaft zum Sauerland und zum Rothaargebirge. Eine „Kleinstadt im südwestlichen Teil des nordhessischen Landkreises Waldeck-Frankenberg.“ Mit 5292 Einwohnern im Dezember 2017. Quersumme 18. Was soll uns das sagen?

In Österreich sorgte unlängst eine Einladung der Wandergilde Hirschenstein für viel Aufregung. Der Wanderweg wurde mit 8,88 Kilometern angegeben. Der Obmann der Wandergilde ist auch FPÖ-Gemeinderat. 8,88 Kilometer – ein versteckter Nazi-Code? Gott bewahre. Man sei die „Strecke mit GPS abgegangen – einmal waren es 8,50 Kilometer, dann 8,90 Kilometer.“ Und dann habe man „einfach die goldene Mitte genommen.“ Die goldene Mitte. 8,70 Kilometer. Plus einer Toleranz von 180 Metern. Ein Gruß.

Und wer ist Prinz Philip? Er ist Ehrenpräsident des WWF. Und Sohn von Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark und Prinzessin Alice von Battenberg.

Und sonst? Was macht der WWF sonst noch so? Man sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Die Umweltstiftung sehe sich aktuell mit schweren Vorwürfen konfrontiert. So die Bordkapelle. Der WWF unterstütze seit vielen Jahren paramiltärische Wildhüter. Und die wiederum hätten verdächtige Wilderer systematisch gefoltert und teils ermordet. Auf Seiten des WWF zeigte man sich schockiert. Und „das Bundesumweltministerium nehme die Anschuldigungen ‚sehr ernst‘“. So eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Gruppen sollen unter anderem in Nepal und Kamerun auf brutale Weise gegen angebliche Wilderer, aber auch gegen unbeteiligte Zivilpersonen vorgegangen sein. Dabei seien mehrere Menschen gestorben, weitere seien gefoltert oder sexuell missbraucht worden, heißt es in dem Bericht. Um diese Vorwürfe geht es konkret:

Der WWF soll Wildhüter unterstützt haben, die Dorfbewohner mit Gürteln, Macheten und Bambusstäben geschlagen haben sollen. Wildhüter sollen die Menschen auch sexuell missbraucht, beschossen und teils getötet haben. […]

Der WWF soll Paramilitärs Gehalt gezahlt, sie ausgebildet und ausgestattet haben – darunter mit Messern, Nachtsichtgeräten, Schutzausrüstung und Schlagstöcken. Außerdem soll er Überfälle auf Dörfer finanziert haben.“

Was sagt der WWF?

„Der letzte macht das Licht aus“.

Das Ausdünnen der Wilderer-Population hat beim WWF Tradition. 1987 übergab man der Regierung von Simbabwe dafür extra einen Hubschrauber. „Shoot to kill“. Schießen um zu töten. Der Guardian berichtete. Nicht das, was man sich beim WWF unter PR vorstellte. Was hätte Prinz Philip vielleicht gesagt?

„Man musste den Bestand regulieren. Die Natur kann das nicht allein.“

Genau.

Und ansonsten? Zeigt und zeigte man sich ob der Vorwürfe beim WWF erschüttert. Man habe jedoch von den Spendern, Förderern, Partnern, Petitenten und Unterstützern „viel Zuspruch, Ermutigung und positive Botschaften“ erhalten. Außerdem werde man von „bewährten Menschenrechtsexpertinnen und -experten unterstützt“. Wunderbar.

Wild und Wilderei. Was sagt der Führer?

„Ich habe nichts dagegen, wenn man das Wild schießt. Ich sage nur, das ist ein trauriger Sport. Das Anständigste bei der Jagd ist das Wild, das Zweitanständigste der Wilderer: der setzt wenigstens sein Leben ein. Der Müller, diese armselige Mißgeburt der Natur, geht auf ein Reh los! Der Unterschied ist doch zu groß zwischen einem Repetiergewehr und einem Hasen: Der Hase hat sich nicht weiterentwickelt seit dreitausend Jahren! Wenn Müller sich den Hasen fangen müßte, dann würde ich ihm die schönste Prämie geben.“

Der Hase – ein Evolutionsbanause.

Bereits vor 30 Jahren, 1989, schrieb John Phillipson einen 252-seitigen Bericht über die Praktiken der Stiftung. Der Bericht – möglicher Katalysator einer veritablen Krise. Ein Exodus der Geldgeber drohte. Ein Krisenkommunikationsteam wurde gegründet, das sich der WWF einiges kosten ließ.

Man hatte doch viel Gutes getan. Zum Beispiel für das Spitzmaulnashorn. Projekt 917. Für das 85 Nashörner von Natal in Südafrika nach Mosambik verlegt wurden. Und starben.

Als man 1987 Platz für eine vom IWF finanzierte Ranch brauchte, verschiffte man die Nashörner aus dem Sambesi-Tal in die USA und nach Australien. Die Tiere landeten in Zoos.

„[Die] Strategie des WWF […]. Nie war es wichtiger, für unseren Planeten zu kämpfen. Nie hatten wir klarere Vorgaben zum Umweltschutz als die, die in den UN-Nachhaltigkeitszielen formuliert und im Weltklimavertrag von Paris beschlossen wurden. Nie wussten wir genauer, was zur Rettung unserer Erde getan werden muss – und nie waren die Aussichten auf Erfolg besser!“

Genau. Ohne Nashörner weniger CO2.

Prinz Philip war wenige Monate vor Gründung des WWF in Indien auf Safari gewesen. Zur Tigerjagd. Vorher gab es eine Stadtbesichtigung. Als seine Gemahlin, Ihre Majestät Königin Elisabeth II. „den zu ihren Ehren mit Wasserfarbe bemalten und mit Gold- und Silberzierrat behängten Elefanten ‚Beauty‘ aus dem Stall des Maharadschas von Dschaipur bestieg“, gemahnte Prinz Philip: „Vergiß nicht, dich anzuschnallen“. Der Prinz – ein Spaßvogel.

Weniger Spaß hatte das Jagdobjekt. Ein Tiger wurde mit angepflockten Ziegen vor die Flinte des Prinzen gelockt und exekutiert. Königin Elisabeth II. hatte indes, als der Tiger in Sichtweite war, ihr Gewehr beiseitegelegt und zur Fotokamera gegriffen. Königliche Bilder einer Jagdgesellschaft. „Nie wussten wir genauer, was zur Rettung unserer Erde getan werden muss – und nie waren die Aussichten auf Erfolg besser!“ Wunderbar.

Was sagt Prinz Philip?

„Man musste den Bestand regulieren. Die Natur kann das nicht allein.“

Genau:

„Heute leben weniger als 4.000 Großkatzen in freier Wildbahn.“

Um 1900 waren es noch 40.000. Man hilft, wo man kann.

Bei einer anderen Safari liefen dem Prinzen eine Elefantenkuh und ihr Junges vor die Flinte:

„Philip erschoss die Kuh, das Kalb rannte davon.“

Der WWF setzt sich „für den Schutz der Elefanten ein: Auf der Roten Liste gefährdeter Arten, welche die Weltnaturschutzunion IUCN jährlich veröffentlicht, wird der Elefant als ‚gefährdet‘ geführt.“

Juan Carlos I., ehemaliger König von Spanien, „ist Ehrenpräsident der spanischen Fraktion der Naturschutzorganisation WWF“. Er kümmerte sich persönlich um die Belange der gefährdeten Tiere. 2012 reiste er nach Botswana. Zur Elefantenjagd. Man hilft, wo man kann. „Die Natur kann das nicht allein.“

Gut. Juan Carlos I. kam mit einem Andenken zurück. Einer Fraktur der rechten Hüfte. Karma sofort. Die Natur kann das ganz allein.

Der WWF und Juan Carlos I. kümmern sich nicht nur um bedrohte Tiger oder Elefanten, sondern auch um Bären. 2004 erlegte die königliche Jagdgesellschaft in Rumänien am Fuß der Karpaten neun geschützte Bären.

Im August 2006 kümmerte sich der spanische König liebevoll um einen handzahmen Bären. Mitrofan. Eine Touristenattraktion in der Stadt Noviens. Juan Carlos I. tötete den Bären mit einem einzigen Schuss. Zuvor hatte man den Bären „mit einem Gemisch aus Wodka und Honig […] völlig handlungsunfähig“ gemacht.

Was das Geschäftliche angeht, sind Elefanten allerdings lukrativer als Bären. Ganz oben auf der Liste der illegale Handel mit Elfenbein.

Ian Parker, ein Großwildjäger, …:

„… fand Beweise, dass die Familie des kenianischen Präsidenten Jomo Kenyatta für diesen Handel verantwortlich ist. Er führte auch die prominentesten ‚Naturschützer‘ als Wilderer auf. Innerhalb weniger Stunden, nachdem er den Bericht Scott [einem der WWF Gründungsmitglieder] vorgelegt hatte, wurde Parker von einer kenianischen Spezialtruppe verhaftet und drei Tage gefoltert und geschlagen. Man sagte ihm, seine Frau umzubringen, falls er nicht den Mund hielte. Parkers Bericht wurde von Scott niemals veröffentlicht. Etwa um dieselbe Zeit verlieh Prinz Bernhard als internationaler Präsident des WWF Kenyatta den ‚Orden der Goldenen Arche‘ als Anerkennung für die Rettung des Nashorns.“

Ehrenwert.

Prinz Bernhard gründete auch den „WWF 1001 Club“. Mitglieder unter anderem Conrad Black vom britischen Geheimdienst, Tibor Rosenbaum, Präsident der Banque du Credit International und vom Mossad, Major Louis Mortimer Bloomfield vom britischen Geheimdienst, Sir Francis de Guingand, Leiter des Britischen Militär-Geheimdienstes, Robert Vesco, mit Verbindungen zum Medellin-Drogenkartell, und Henry Keswick von „Jardine Matheson – riesig und berühmt in Asien“. Mit einer ehrenwerten Firmengeschichte:

„Aus China importierten sie vornehmlich Tee und Seide ins Königreich. Auf dem Rückweg transportierten sie insbesondere Opium ins chinesische Kaiserreich. Das Unternehmen gründet sich somit zu einem beträchtlichen Teil auf Drogenhandel. Zudem verursachten die beiden Händler den Ersten Opiumkrieg mit.“

Weitere Mitglieder Dr. Luc Hoffmann, Direktor des Schweizer Pharmakonzerns Hoffmann-LaRoche, John H. Loudon, Präsident von Royal Dutch Shell. Ehrenwerte Tier- und Umweltschützer.

„[Die] Strategie des WWF […]. Nie war es wichtiger, für unseren Planeten zu kämpfen.“

Deshalb dienen die Wildparks als Ausbildungslager für Terroristen und Söldner. Sagt David Icke. Breite Korridore für den ungehinderten Grenzübertritt. Zum Schlachtfest in Ruanda. Mit bis zu 1 Millionen Toten:

„In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten.“

Der Virunga Nationalpark:

„Regenwald, Gletscher, Vulkane, Savanne, große Seen, Gorillas, Elefanten, Flusspferde und unzählige andere Arten“.

Unesco-Weltkulturerbe. Im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo an der Grenze zu Ruanda und Uganda. Ein „wahres Naturjuwel.“

Und unter dem Park riesige Erdölvorkommen. Eine britische Firma schmiert Rebellen vor Ort, die wiederum Mitarbeiter des Parks schmieren, damit die beide Augen zudrücken und das Öl gefördert werden kann.

Völkermorde auch in Burundi, …:

„… dreimal seit der Erlangung der Unabhängigkeit Burundis im Jahr 1962, in allen Fällen als Folge gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen den Bevölkerungsgruppen der Hutu und der Tutsi. […] Die Hutu reagierten mit gewaltsamen Versuchen, die Macht der Tutsi zu beenden (1965, 1972–1973, 1988), diese reagierten teilweise mit genozidartigen Vergeltungsmaßnahmen (1965: 5.000; 1972–1973 150.000 bis 250.000; 1988 24.000 bis 50.000; 1993 rund 200.000 Tote). Zahlreiche Hutu flohen außerdem in das von Hutu beherrschte Ruanda sowie andere Nachbarländer.“

Afrika. Eine Spielwiese der Bruderschaft. Nach der Kolonialherrschaft kam die sublimere Form der Kontrolle durch Verschuldung und korrupte Präsidenten. Der Schuldendienst wird mit der Abtretung von Bodenschätzen bezahlt. Blutige Auseinandersetzungen innerhalb der Gesellschaften bildeten dann die Grundlage für friedensstiftende UN-Missionen. Friedensstiftend. Was schreibt die Bordkapelle 2017?

„In den vergangenen zwölf Jahren soll es einer Untersuchung zufolge hundertfach zu sexuellem Missbrauch durch UN-Blauhelme gekommen sein. Ein Mädchen schildert, dass sie Sex mit 50 Friedenssoldaten hatte.“

Und weiter?

„UN-Truppen […]: Soldaten haben in Krisengebieten Minderjährige missbraucht.“

Schutzengel mit Blauhelm. Ein 700 Mann starkes UN-Kontingent vom Dienst suspendiert. Wegen sexueller Übergriffe und notorisch verübter Vergewaltigungen. Zum Beispiel.

Und das Rote Kreuz?

„Nach den Vorwürfen um von Spendengeldern finanzierte Sexorgien bei der Hilfsorganisation Oxfam (TAG24 berichtete), gerät nun auch das Internationale Rote Kreuz ins Kreuzfeuer: 21 Angestellte sollen für sexuelle Dienstleistungen – auch mit Kindern – bezahlt haben.“

Hilfsorganisationen und Friedenstruppen. Das Netzwerk der Bruderschaft.

Der WWF ist nicht nur in Afrika engagiert. So das „Schwarzbuch WWF“. Was gibt es noch?

„Der Fernsehjournalist Huismann schildert kontinent- und themenübergreifend zweifelhafte Machenschaften und ‚Greenwashing‘ des WWF.“

Zum Beispiel Wasserraub im mexikanischen Chiapas durch Coca Cola, die Verseuchung der Fjorde Südchiles durch die Lachszuchtindustrie, Regenwaldrodungen für den Soja- und Ölpalmenanbau und die Vertreibung von Ureinwohnern im Namen des Tierschutzes: „die Vertreibung des Pygmäenvolks Batwa aus seinen Wäldern zur Errichtung des lukrativem Gorillatourismus“.

In Afrika machen Wildreservate und Nationalparks bereits mehr als 8 Prozent der Gesamtfläche aus. Tendenz steigend:

„Der weltweit grösste Nationalpark ist der Nordost-Grönland-Nationalpark, welcher gut 40 Prozent der Landesfläche Grönlands einnimmt.“

Die Umwelt als Vehikel, Probleme und Lösungen zu globalisieren und Gesetze zu internationalisieren. Schutzgebiete unter zentraler Kontrolle der Vereinten Nationen. Artenschutzabkommen und UNESCO-Weltkulturerbe. Die Pläne der Bruderschaft. Die Manipulation der globalen Umweltbewegung. Der 1968 auf einem Anwesen der Rockefellers gegründete Club of Rome. Man ruft eine Umweltkrise aus, die man selbst nachhaltig kreiert hat und bietet Lösungsvorschläge an.

Das Umweltnetzwerk. Greenpeace, der Sierra Club, Survival International, Earth First, World Resources Institut, die zoologische Gesellschaft von London, die Royal Geographical Society, Nature Conservancy, die Flora und Fauna Preservation Society, die UNESCO und der WWF.

Und immer wieder taucht der Name des kanadischen Ölmillionärs Maurice Strong auf. Stark. 1972 erster Generaldirektor der Vereinten Nationen. 1992 Leiter des Erdgipfels in Brasilien. Und von 1998 bis 2006 Präsident des Rats der Vereinten Nationen für die Friedensuniversität. University for Peace. Mitglied des ehrenwerten Aspen Institutes – „dem Ideal der offenen Gesellschaft verpflichtet“. Eine „US-amerikanische Denkfabrik“.

Gedacht hat sich die Bruderschaft auch etwas in Chiapas. Dort trinken die Einwohner täglich zwei Liter Süßgetränke. Weil es zu wenig sauberes Wasser gibt. Größter Wasserverbraucher am Ort ist die Coca-Cola-Fabrik in San Christobal. 300.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr.

Kaum sauberes Wasser. Aber zwei Liter braune Brause für den täglichen Flüssigkeitsbedarf. Coca Cola als Heilwasser:

„Das Sprudelwasser habe die Kraft, Kranke zu heilen, sagt eine Einwohnerin, die zur Ethnie der Tzotzil gehört, gegenüber der ‚New York Times‘. Einmal habe es ihre Tochter geheilt, die an Brechdurchfall gelitten habe. Die Heilungszeremonie wurde von ihrer Mutter durchgeführt, die seit 40 Jahren mit Coca-Cola heilt.“

Diabetes ist mittlerweile die zweithäufigste Todesursache. Coca Cola als Heilwasser.

Sauberes Wasser findet sich auch in den Fjorden des chilenischen Patagonien kaum mehr. Chile ist noch vor Japan die sechstgrößte Fischereiwirtschaft der Welt. Und bei Zuchtlachsen liegt man an dritter Stelle. Salmon farming. Harvest. Ernte. Ein norwegischer Konzern – „der größte Massentierhalter der Welt. […] Marine Harvest aus Norwegen ‚erntet‘ hundert Millionen Tiere im Jahr, ein Drittel der Weltproduktion.“ Hauptaktionär John Fredriksen. Ein diversifizierter Großinvestor. Mit einem Standbein auch im Erdölbereich: Erdölplattformen und die größte Öltankerflotte der Welt. Und mit einem ehrenwerten Vertragspartner. Dem WWF Norwegen. Der WWF-Experte für Aquakultur wurde bis 2011 von Marine Harvest bezahlt.

Ziemlich weit vorne liegt man auch bei der nachhaltigen Verseuchung der südchilenischen See mit Viren, Hormonen und Industrieabfällen. Die Umweltkatastrophe von Chiloé. Nachhaltig. Algenpest und Fischsterben. Eine rote Flut:

„‘Zerfetzte Fischnetze, Gummischläuche, Batterien, Reifen…‘ – Tonnen von Industriemüll mit Nahrungsresten und Fäkalien der Zuchtfische.“

Und 9.000 Tonnen im Meer verklappte Zuchtfische. Die appetitliche Entsorgung von Industrieabfällen und Fischkadavern. Klappt wie geschmiert.

Geschmiert wird auch das Räderwerk des internationalen Agro- und Forstbusiness durch den WWF. 2004 gründete der WWF den Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl. Mit am Tisch sitzen die Hauptverantwortlichen für die großräumige und nachhaltige Regenwaldumgestaltung in Palmöl- und Sojaplantagen, …:

„… vor allem Unternehmen und Institutionen aus der Wertschöpfungskette des Palmöls, darunter Plantagenbetreiber, Händler und industrielle Abnehmer von Palmöl, aber auch Investoren und Banken.“

Eine runde Sache. Der Bock als Gärtner. Nachhaltiges Palmöl. Sustainable Palmoil. Präsident des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl ist Jan-Kees Vis. Von Unilever. Mit Kompetenzen in der Nahrungsmittelindustrie sowie in der Produktion von Kosmetika und Textilpflegeprodukten:

„Hauptproduktionsgebiete von Palmöl sind Indonesien und Malaysia, aber zunehmend auch Kolumbien, Ecuador und afrikanische Staaten wie etwa Ghana. Palmöl ist ein fast überall einsetzbarer Rohstoff und deshalb einer der beliebtesten Agrarrohstoffe (Commodity). Von Waschmitteln und Seifen über Margarine und Kosmetika: überall ist Palmöl drin.“

Auch im Biotreibstoff. Grüner Antriebsstoff. Die Regenwälder gehen in Rauch auf. Nachhaltig. 5 Millionen Hektar Regenwald allein in Indonesien. Der WWF – die Mission:

„Wir bewahren Lebensräume. Für biologische Vielfalt.“

Vielfalt auch bei den Einsatzmöglichkeiten von Palmöl. Und vielfältig auch das Engagement des WWF. CO2 darf da nicht fehlen. Der WWF-Klimarechner:

„Berechnen Sie Ihren CO2-Fußabdruck“.

Ganz emissionsfrei lebt es sich am besten tot.

Den „Fußabdruck der Diktatur“ bietet der Gedenkpfad Eckerwald. Mit aufgebaut von Immo Opfermann. Der Pfad zu den Trümmern des ehemaligen Außenkommandos Eckerwald. Im Zollernalbkreis. Das Außenkommando Eckerwald – zur Gewinnung von Schieferöl.

Und der Fußabdruck des Führers? Schuhgröße 44. In Addition bei einem Paar gleich 88.

88. Was sagt der WWF? Der Palm-Check. 88 von 44 befragten Unternehmen hätten angegeben, zu 100 Prozent zertifizierte Ware eingesetzt zu haben. Ein voller Erfolg. Der zertifizierte Regenwaldkahlschlag.

Das Magazin „The Global Journal“ wählte den WWF 2012 auf Platz 23 der 100 besten NGOs. Die am besten platzierte Natur- und Umweltschutzorganisation.

„23 – Nichts ist so wie es scheint“. Genau. Das ganze Gebäude der Bruderschaft ist letztlich nur ein Kartenhaus. Je sicherer man sich glaubt, …:

Quelle

Gruß an die Nachdenklichen

TA KI

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