Egon von Greyerz: »Inflation ist eine Seuche« & enorme Chancen für Silber


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Von Egon von Greyerz

Egon von Greyerz“Flation“ ist in den kommenden paar Jahren garantiert. Wir werden Inflation, Stagflation, Hyperinflation und Deflation erleben. Viele dieser Flationen werden zeitgleich auftreten. Derzeit haben wir starke monetäre Inflation kombiniert mit einer Inflation der Wertanlagen. Schuldenwachstum und Geldschöpfung haben in den vergangenen Jahren das angeschlagene Bankensystem am Leben gehalten, aber bisher noch nicht die Konsumentenpreise erreicht und folglich ist es keine gewöhnliche Preis-Inflation.

Im Jahr 2017 wird die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wahrscheinlich zunehmen, was zu Stagflation führt, also höheren Preisen ohne Wachstum. Da sich aber die Probleme in den Finanzsystemen verschlimmern, ist Hyperinflation in den meisten großen Volkswirtschaften praktisch eine Gewissheit. Der Aufbau von Schulden und Derivaten im letzten Vierteljahrhunderts garantiert, dass verzweifelte Regierungen unbegrenzte Mengen an Geld drucken werden, was ein krampfhafter Versuch sein wird, das Finanzsystem zu retten.

Was mit dem Bankensystem in Italien in den vergangenen Jahren geschehen ist, lässt die Medicis wie Heilige aussehen. Misswirtschaft und Korruption haben die italienischen Banken in die Insolvenz getrieben. Das Problem ist in Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, usw. dasselbe, wie bereits in meinem Artikel vergangene Woche erläutert.

Aber diese Probleme beschränken sich nicht nur auf Europa. Banken in Japan und China unterliegen demselben Druck und ebenso das Finanzsystem in den USA und in den Schwellenländern. Die letzte Finanzkrise begann im Jahr 2006, seitdem sind die weltweiten Schulden von $ 140 Billionen auf rund $ 240 Billionen angewachsen. Diese zusätzlichen $ 100 Billionen hätten bereits zu einer massiven Hyperinflation führen sollen, stattdessen beschweren sich alle Zentralbanken über eine Deflation und tun alles ihnen mögliche zur Schaffung von Inflation. Es ist ein Irrglaube, dass Inflation gut für die Wirtschaft ist. Inflation ist eine Seuche, welche zur Zerstörung von Geld und Ersparnissen führt.

Die auf verlorenem Posten stehenden Zentralbanker haben keine andere Lösung für ein versagendes Finanzsystem. Ein Problem aber mit denselben Mitteln zu lösen, welche es überhaupt erst erschaffen haben, ist der Weg in den Ruin. Und dieser wird in den kommenden Jahren kommen und höchstwahrscheinlich 2017 anfangen.

Sobald eine Hyperinflation beginnt, beschleunigt sie sich normalerweise sehr schnell und es mag vielleicht 2 bis 4 Jahre dauern, bis das gedruckte Geld vollkommen wertlos wird. Hyperinflation betrifft vornehmlich Güter und Dienstleistungen, all die Wertanlagen, welche durch die Kreditblase finanziert wurden, werden real deflationiert. Gleichzeitig werden die Schulden implodieren, was zu Bankenpleiten führt.

Letztlich wird die Hyperinflation zu einer totalen deflationären Implosion führen und alle Preise werden zusammen mit der Geldversorgung einbrechen. Für die Welt wird dies eine verheerende Zeit, denn zeitweise wird es kein Geld geben und die meisten Menschen werden sich auf Tauschgeschäfte besinnen müssen.

Während der hyperinflationären Zeit wird Gold unvorstellbare Niveaus in nominalem Papiergeld erreichen, wie seinerzeit in der Weimarer Republik:

Wenn die Hyperinflation endet und die deflationäre Implosion beginnt, wird Gold von den schwindelerregenden Höhen abstürzen. Da es aber über eine gewisse Zeit wahrscheinlich in vielen Ländern kein Geld mehr geben wird, wird Gold das einzige echte Geld und folglich in Relation zu den rapide fallenden Preisen hochgeschätzt sein.

Obwohl es in keiner großen Volkswirtschaft aktuell Anzeichen einer Hyperinflation gibt, so geschieht es in Ländern wie Argentinien und Venezuela bereits. Der venezulanische Bolivar ist seit 2011 total aufgerieben worden. Im August 2012 gab es noch 10 Bolivar für einen Dollar, heute sind es im inoffiziellen Markt 4.250 Bolivar. Mitte 2015 waren es noch 700 und heute steht der Dollar bereits um das 6-fache höher bei 4.250. Seit August 2013 lag die monatliche Inflation bei 16 %. Wie die Grafik unten zeigt, ist der Absturz des Bolivar und zugleich der Anstieg des Dollar inzwischen exponentiell:

In Gold gemessen kostete eine Unze 2012 17.000 Bolivar. Heute kostet die Unze Gold 5 Millionen Bolivar. Ein Zeichen für das, was auf viele große Volkswirtschaften in den kommenden paar Jahren zukommt?

Seit 2002 trete ich dafür ein, dass Gold der beste Weg ist sein Vermögen zu erhalten und sich gegen den kommenden Zusammenbruch der Papierwährungen und des Finanzsystems abzusichern. Wir haben unseren Kunden regelmäßig empfohlen, lieber Gold als Silber zum Zwecke des Vermögenserhaltes zu halten. Die Volatilität von Silber hat es für normale Investoren zu einem unpassenden Investment gemacht.

2001 stand Silber bei $ 4, im Februar 2008 erreichte es $ 21 und im August 2008 ging Silber wieder auf $ 8 herunter. Dann im April 2011 stieg es auf $ 50, nur um dann jäh auf unter $ 14 im Dezember 2015 zu fallen. Wer auf eine aufregende Achterbahnfahrt aus ist, für den ist Silber perfekt, denn diese massiven Bewegungen werden den meisten Investoren den Schrecken ihres Lebens geben.

Da Silber im Verhältnis zu seinem Wert auch viel schwerer ist, ist es unbequem zu lagern und mit sich zu führen. Dazu kommt, dass in Europa Mehrwertsteuer auf Silber bezahlt werden muss, obwohl dies legal vermieden werden kann, indem man es in unter Verschluss gehaltenen Tresoren lagert.

Das Risiko-/Ertragsverhältnis für Silber hat sich Anfang 2016 verändert. Silber hat jetzt einen Punkt erreicht, an dem es relativ zu Gold ein exzellentes Wertverhältnis hat. Was besonders interessant ist, ist dass Silber jetzt in einer Position steht, aus der es doppelt so schnell wie Gold steigen wird.

Der Gold-/Silverratio-Chart unten zeigt, wie es in den letzten 20 Jahren 4 Mal zu einem Hoch bei oder etwas oberhalb des Niveaus von 80 (Goldpreis = 80-facher Silberpreis) gekommen ist. Zum letzten Mal ist dies im Februar 2016 geschehen und seitdem ist das Preisverhältnis auf 68 gefallen, aber dies ist nur der Anfang. Es ist wahrscheinlich, dass es vor einer großen Korrektur bis auf 30 geht, was wir im Jahr 2011 erlebt haben, als der Silberpreis $ 50 erreichte.

Das Verhältnis kann sich extrem schnell verändern. Im September 2010 stand es bei 68 zu 1 und im April 2011 erreichte es 30 zu 1. Sobald die derzeitige Abwärtsbewegung bei dieser Ratio zunimmt, könnte sie sehr schnell 30 zu 1 erreichen. Langfristig wird das Verhältnis wahrscheinlich bei 15 zu 1 liegen, was ein sehr wichtiges historisches Niveau ist, oder es könnte gar bis auf 10 zu 1 gehen.

Falls Gold die Marke von $ 10.000 erreicht, was meiner Ansicht nach ein Minimum unter Ausschluss der Hyperinflation ist, dann würde dies den Silberpreis auf $ 665 bis $ 1.000 bringen. Diese Niveaus hören sich eindeutig unrealistisch an, wo der Silberpreis aktuell bei $ 17 steht, aber sie werden wahrscheinlich in den nächsten etwa 5 Jahren erreicht werden.

Was Silber besonders interessant macht, ist seine Knappheit. Rund 170.000 Tonnen Gold wurden im Laufe der Geschichte produziert und praktisch alles davon ist in der einen oder anderen Form noch vorhanden. Bei Silber ist dies anders. Es gibt keine bedeutenden Silberlager irgendwo in der Welt. Fast 60 % des produzierten Silbers wird verbraucht und der Rest wandert in Tafelsilber, Schmuck und Investments. Zentralbanken halten keine Silberbestände. Die jährliche Silberproduktion liegt bei 27.000 Tonnen, was bei einem Preis von $ 17 nur $ 15 Milliarden entspricht.

Die jährliche Goldminen-Produktion liegt im Vergleich bei $ 114 Milliarden. Es wird weltweit mehr Silber verbraucht, als seit einer ganzen Reihe von Jahren produziert wird. Der Investment-Bedarf für Silber liegt bei nur $ 2,5 Milliarden im Jahr. Der Silbermarkt insgesamt ist im Verhältnis zu den weltweiten Finanzanlagen unbedeutend.

Deshalb war es für die Deutsche Bank, UBS, Barclays und ein paar andere Banken auch so einfach, diesen Markt zu manipulieren. Die Deutsche Bank hat zugegeben, dass sie den Silbermarkt manipuliert hat, aber seitdem gibt es auch Hinweise auf eine Reihe anderer Banken. Das Ende dieser Geschichte steht noch aus, wobei sich dieses sehr wahrscheinlich auch in den Goldmarkt hinein auswirken wird.

Die Gold-/Silberratio deutet an, dass die Manipulationen recht bald ihr Ende finden und dies wird zu wachsender physischer Nachfrage führen. Dies wiederum wird den Papiersilbermarkt (die Short-Positionen dort) unter maßgeblichen Druck setzen. Sobald die physische Nachfrage anzieht, wird der Preis rapide steigen.

Schon heute ist es schwierig große Mengen physischen Silbers zu finden und wenn der Preis steigt, dann wird zu den aktuellen Preisen nirgendwo mehr irgendwelches Silber verfügbar sein. Jeder Nachfrageanstieg wird nur durch substantiell höhere Preise befriedigt werden.

Silber sollte nicht aus spekulativen Gründen gekauft werden, sondern zum langfristigen Vermögenserhalt. Aufgrund der Volatilität des Silberpreises, ist ein Anteil von 15 bis 25 % an den insgesamt gehaltenen Edelmetallen unserer Ansicht nach der richtige Bereich. Für jeden Investor, welcher kein Silber besitzt, ist jetzt eine exzellente Zeit zum Kauf von physischem Silber zu einem Preis, welchen wir niemals wieder erleben werden. Die Reise wird außergewöhnlich werden.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/12/egon-von-greyerz-inflation-ist-eine-seuche-enorme-chancen-fuer-silber/

Gruß an die Anleger

TA KI

Türkei will, dass der Rubel rollt


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Die Türkei hat Russland angeboten, kommerzielle Zahlungen zwischen den zwei Ländern in den nationalen Währungen abzuwickeln, wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei der Eröffnung eines Einkaufszentrums in Istanbul sagte.

„Ich schlug (Russlands Präsidenten Wladimir – Anm. der Red.) Putin folgendes vor: Lassen Sie uns unseren Handel in die lokalen Währungen übertragen. Alles, was ich bei Ihnen kaufe, werde ich in Rubel bezahlen, und alles, was Sie bei mir kaufen, werden Sie mit der türkischen Lira bezahlen“, so Erdogan.

Mit China und dem Iran gebe es bereits ähnliche Regelungen.

„Wir haben entsprechende Anweisungen an unsere Zentralbanken gegeben, und werden versuchen unsere (Außenhandels — Anm.der Red.) Beziehungen auf diesen Weg zu übertragen“, sagte der türkische Staatschef. Da die Währung zugleich international ein wichtiger Faktor sei, forderte Erdogan die türkischen Bürger erneut auf, ihre Ersparnisse in Gold oder in türkische Lira zu konvertieren. „Warum müssen wir unsere Ersparnisse in ein Druckmittel umwandeln? Diejenigen, die ausländische Währungen unter der Matratze liegen haben, müssen diese in Gold oder in Lira umtauschen. Lasst uns die nationalen Werte unterstützen. Das wird eine Antwort an diejenigen sein, die versuchen, Druck auf die Türkei auszuüben. Macht euch keine Sorgen, ihr werdet keine Verluste erleiden „, fügte er hinzu. Im letzten Monat fiel die türkische Lira gegenüber dem US-Dollar um mehr als 11 Prozent, allein am Freitag erreichte sie ein Rekordtief und erreichte 3,54 Lira je Dollar.

Quelle: https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20161204313621346-tuerkei-Rubel-rollt/

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Gruß an die Erkennenden
TA KI

Erdogan appelliert ans Volk: Dollar loswerden!


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Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan hat seine Landsleute dazu aufgerufen, ihre Dollar-Ersparnisse entweder in Lira oder in Gold einzutauschen, um damit die schwächelnde Nationalwährung zu stützen.

„Wer Devisen unter seinem Kissen hat, soll kommen und das Geld in Gold und in Lira umwandeln“, sagte der Präsident am Freitag. Die türkische Lira solle wieder an Wert gewinnen. Zugleich rief der Präsident die Banken zur Zinssenkung auf.

Nach Erdogans Ansprache stürzte die Lira jedoch auf ein neues Rekordtief ab. Ein Dollar kostete am Freitag 3,52 Lira. Binnen eines Monats hat die türkische Landeswährung bereits mehr als elf Prozent gegenüber dem Dollar verloren. Die türkische Notenbank hatte in der vergangenen Woche ihren Leitzins trotz Erdogans Aufrufen zur Senkung angehoben.

Quelle: https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20161202313605212-erdogan-devisen-verkauf-appell/

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Gruß an die Klardenker
TA KI

Paul Craig Roberts: Die “Fake-News-Liste“ ist der Todesstoß für die Mainstream-Medien


Am 29.11.2016 veröffentlichte Greg Hunter von USA Watchdog ein hochbrisantes Gespräch mit Dr. Paul Craig Roberts. Inhaltlich dreht sich das Gespräch zunächst um das Verhalten der LeiDmedien in den USA vor und nach der Trump-Wahl und die von den Medien neuerdings durchs Dorf gejagte Sau namens “Fake News“ – also “Falsche Nachrichten“.

Im Zusammenhang mit diesen “Fake News“ hatte die Washington Post jüngst einen LeiDartikel veröffentlicht, in welchem die Warnung vor alternativen Internetseiten gutgeheißen wurde, die aus Sicht der Meinungsmacher allesamt von Russland gesteuert und “rechts“ sind und allerlei Meldungen verzerren, verfälschen oder gar vollständig erfinden.

Jedem aufmerksamen Menschen, der sich regelmäßig abseits der LeiDmedien auf alternativen Plattformen informiert, dürfte bewusst sein, dass dort draußen durchaus auch eine Menge Unsinn herumgeistert. Dass allerdings die Berichterstattung der LeiDmedien – nicht nur in den USA, sondern auch hier im deutschsprachigen Raum – vielfach der vollständig erfundenen Nachrichten und der glatten Lüge faktisch überführt wurde, wird von den Meinungsmachern derweil vollständig ignoriert. Dr. Roberts sagt dazu:

»Ich denke, dies ist der Todesstoß für die Mainstreammedien. Diese Liste tötet im Grunde die Glaubwürdigkeit der Mainstream-Medien und gewiss die der Washington Post. Sie hat aufgezeigt, dass sie vollständig bar jeder Integrität ist.

Ich war Redakteur des Wall Street Journals und wenn wir so etwas gemacht hätten, dann hätte Warren Phillips jeden einzelnen von uns gefeuert. Uns wäre gesagt worden, dass wir verschwinden sollen. Man kann einen derartigen Angriff auf die Menschen nicht machen, ich denke das ist ein Zeichen der Verzweiflung.«

Weiter geht es im Gespräch um die Finanzmärkte und die Sicht des Ökonomen Dr. Paul Craig Roberts. Auf die Frage von Greg Hunter warum die Märkte immer noch nicht zusammengebrochen sind, sagt er:

»Alle Märkte sind manipuliert. Wenn man also versucht die Märkte traditionell zu betrachten, was etwa das Verhältnis von Preis und Ertrag, Ertrags- oder Umsatzzuwächse und dergleichen angeht, dann wissen wir rein gar nichts darüber, weil die Federal Reserve den wohl größten Trading-Desk der Welt innehat. Die können tatsächlich alles handeln und in ihrem Geldbeutel gibt es keine Grenzen.«

»Damit die FED den Dollar, seinen Wechselkurs vor der massiven Menge an Dollars, welche von der FED zum Aufkauf all der Staatsanleihen geschöpft werden, schützen kann, muss sie den Dollar davon abhalten in Relation zu Gold zu fallen. Sie muss also einschreiten und massive Mengen von Gold-Shorts in den Futuresmärkten aufkaufen. Auf diesem Weg drücken sie den Goldpreis.«

»Solange die Welt auf Dollars läuft oder solange der Rest der Welt sich nicht vom Dollar verabschiedet, sehe ich nichts was dieses Kartenhaus zum Einsturz bringen kann. Die machen weiter, weil die FED soviel Geld erschaffen kann, wie sie möchte. Es gibt keine Grenze dafür.«

Nach dem Wahlsieg Donald Trumps schlussfolgert Dr. Roberts, dass die Oligarchen in den USA versuchen werden Trump mit der Drohung unter Kontrolle zu bringen, dass sie die Wirtschaft zusammenbrechen lassen könnten. Roberts sagt:

»Der einfachste Weg für die Oligarchen wäre es einen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu orchestrieren und das können sie ganz einfach, denn das Kartenhaus wird von der FED zusammengehalten. Wenn sie zu der Schlussfolgerung kommen, dass sie ihn [Trump] nicht kontrollieren können und er für sie zu einer Bedrohung wird, dann lassen sie einfach die Wirtschaft crashen und wenden sich dann Trump mit der Behauptung zu, er sei dafür verantwortlich und jetzt in der Defensive.

Sie könnten zu ihm sagen: “Wenn Du aus dieser Nummer wieder raus willst, dann rede mit uns und wir holen Dich da raus.“ Das ist die Art Macht, welche die Oligarchen über Trump ausüben.«

Über die Werthaltigkeit des US-Dollars und der Edelmetalle hat der Wirtschaftswissenschaftler folgendes zu sagen:

»Wenn man Geld übrig hat, dann sollte es in Gold und Silber fließen, denn der Dollar sollte bereits auf Toilettenpapier-Niveau reduziert sein. Die Bilanz der Federal Reserve ist explodiert, sie ist derart angewachsen. Es gibt also eine massive Zunahme der Geldmenge, diese findet sich aber nicht in Gütern und Dienstleistungen wieder. Der Grund warum wir noch keine Hyperinflation spüren ist, dass kaum etwas von diesem Geld in die Wirtschaft geflossen ist. Das Geld floss in Finanzwerte und hat die Aktienpreise, die Bondpreise und die Immobilienpreise hochgetrieben.«

»Wenn die Welt sich gegen den Dollar stellt, dann wird die FED nicht in der Lage sein ihn zu halten. Gold und Silber waren schon immer Geld. Wenn die Menschen eine Währung nicht mehr wollen, weil sie wertlos ist, dann ist es gut irgendwas zu haben, mit dem man Handel betreiben kann, bis ein neues Geldsystem aufgebaut worden ist.«

Prädikat: empfehlenswert!

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/12/paul-craig-roberts-die-fake-news-liste-ist-der-todesstoss-fuer-die-mainstream-medien/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Egon von Greyerz: Globale Superblase vor der Implosion


Egon von Greyerz: Globale Superblase vor der Implosion

Von Egon von Greyerz

Egon von GreyerzNur wenige erkennen die kommenden Gelegenheiten in allen Anlagemärkten in den nächsten etwa fünf Jahren. Aktien, Bonds und Immobilien werden dann zu Bruchteilen ihrer derzeitigen Preise erhältlich sein.

In der vergangenen Woche sprach ich auf KWN von meiner Erwartung, dass Aktien und Immobilien möglicherweise um ganze 90 % einbrechen werden. Die Meisten werden dies für eine sensationalistische Spekulation und unmöglich halten, aber vergleichbare Abstürze haben sich in der Geschichte ereignet.

Zu keiner Zeit der Weltgeschichte gab es eine Kreditblase eines Ausmaßes, wie ihr die Welt heute gegenübersteht. Einzelne Länder haben Depressionen erlebt, welchen oft Hyperinflation folgte, aber niemals zuvor gab es in jedem einzelnen industrialisierten Land ein Jahrhundert exponentiellen Wachstums von Schulden, Anlagewerten und Inflation – was wahrscheinlich zu einem globalen Zusammenbruch führen wird.

Es ist natürlich unmöglich den Zeitpunkt eines 100-jährigen Superblasen-Zyklus zu benennen. Das Ganze läuft bereits viel länger, als viele von uns es für möglich gehalten haben. Aber Regierungen, Zentralbanken und Geschäftsbanken haben es geschafft, endlose Mengen an Geld ins System zu pumpen, um das Ponzi-Schema am Laufen zu halten.

Die Meisten verstehen nicht, was mit ihrem Geld geschieht. Sie glauben, dass ihr Dollar, Pfund oder Euro noch den selben Wert wie vor 10 oder 25 Jahren hat. Seit der Gründung der FED 1913 in den USA sind alle großen Währungen im Wert um 97 bis 99 % gefallen. Das bedeutet, dass die Ersparnisse um den selben Wert vernichtet worden sind.

Ersparnisse sind für das gesunde Wachstum einer Volkswirtschaft jedoch essentiell. Sie sind die Basis für Investitionen in Wachstum in allen Bereichen der Wirtschaft – ob es nun der Produktionsbereich, der Wohnungsbau oder die Infrastruktur ist. Für echtes Wachstum müssen Ersparnisse vorhanden sein.

Das von der Welt erfahrene Wachstum der letzten paar Jahrzehnte – besonders seit im Jahr 1971 die Golddeckung des US-Dollars aufgehoben wurde – basierte auf einer massiven Ausweitung der Schulden. Kreditschöpfung führt zu Währungsabwertung und in realen Werten wird praktisch keinerlei Wachstum erreicht. Deshalb steigen die Durchschnittseinkommen in vielen Ländern, wie in den USA oder in Großbritannien, für normale Arbeiter auch nicht.

Die globale Superblase wird implodieren

Die Welt wird sehr bald erleben, wie falsch und gefährlich das globale Wachstum gewesen ist, denn es beruht auf dem Fundament von Papiergeld. Dieses Fundament wird in den kommenden Jahren kollabieren und die Welt wird dann erkennen, dass alle Wertanlagen auf Blasenniveaus aufgeblasen wurden und den Großteil ihres Wertes verlieren werden.

Trump wird der Tradition seiner Vorgänger weiter folgen und die US-Schulden um mindestens 9 % im Jahr ausweiten, vermutlich aber erheblich mehr, denn er hat große Infrastrukturausgaben versprochen. Dazu kommt, dass er höchstwahrscheinlich mit einem großen wirtschaftlichen Abschwung in Verbindung mit Problemen im Finanzsystem zu tun bekommen wird. Dies wird sehr wahrscheinlich zu Geldschöpfung in astronomischen Größenordnungen und zu Hyperinflation führen.

Das Gemälde unten zeigte im Original Obama und Bernanke, welche die US-Schulden verdoppelt haben. Aber Trump und Yellen werden wahrscheinlich noch mehr schaffen und eine Flut von gedrucktem Geld hervorrufen. “Après Nous le Deluge“ (Nach uns die Sintflut) sagte Madame de Pompadour, die Geliebte von Ludwig dem XV. zu ihrem französischen König, nachdem sie eine Schlacht gegen die Preußen im Jahr 1757 verloren hatte. Der nachfolgende Verfall der französischen Wirtschaft endete in der französischen Revolution. Der kommende Verfall der US-Wirtschaft könnte leider zu einem ähnlichen Ergebnis führen.

Der Effekt implodierender Schulden und dazu massiver Geldschöpfung wird für die Wenigen, welche jetzt die richtigen Maßnahmen zum Schutz ihrer Vermögen einleiten, eine im Leben einmalige Gelegenheit werden.

Wer heute in den USA oder in Europa ein Haus kauft, wird einen Preis dafür bezahlen, welchen er in realen Werten niemals wieder in seinem Leben erleben wird, auch wenn die nominalen Preise aufgrund der Hyperinflation sogar noch höher gehen könnten. Niemand sollte davon ausgehen, dass man seine Kredite mit hyperinflationärem Geld zurückzahlen können wird.

Es gibt eine Vielzahl von Risiken: viele werden ihre Arbeit verlieren und die Zinsen werden auf 15 bis 20 % steigen. Das größte Risiko wird aber die Wertsicherung von Krediten sein. Die Banken werden Kredite mit großer Sicherheit mit einem Prozentsatz der Inflation indizieren. Es wird wahrscheinlich Notfall-Gesetze geben, welche diese drakonische Maßnahme stützen wird.

Wenn wir uns also vor Augen führen, was in realem Geld gesehen – also in Gold – mit Immobilienpreisen passieren wird, dann sehen wir Konsequenzen, welche heute nur von wenigen erkannt werden. Ein durchschnittliches Haus in den USA kostet heute rund $ 265.000. Nicht dass man für $ 265.000 besonders viel bekommt, aber das ist der Durchschnitt. In Gold gemessen sind dies 7 Kilogramm oder 225 Unzen:

Wie ich in meinem Beitrag vergangene Woche detaillierter ausgeführt hatte, liegt meine Prognose für Gold in den kommenden Jahren bei mindestens $ 10.000 in heutigem Geld. Gemessen in hyperinflationiertem Geld wird es ein Vielfaches sein. Die durch Kredit und Schulden aufgeblasenen Immobilien wird dann kollabieren. Immobilienpreise werden um mindestens 75 % fallen, wahrscheinlich sogar um 90 %:

Ein Rückgang von 75 % für Immobilien ist sehr realistisch und wahrscheinlich das Minimum. Zu dem Zeitpunkt, mit Gold bei $ 10.000, wird ein Haus nicht mehr 7 kg oder 225 Unzen kosten, sondern 0,2 kg oder 7 Unzen. Gemessen in Gold wird der Preis dann um 97 % gefallen sein und das Haus nur 3 % dessen kosten, was es im Jahr 2016 gekostet hat. Das hört sich vollkommen unrealistisch an, aber dies ist die Erfahrung in Ländern unter hyperinflationärer Depression wie in der Weimarer Republik.

Lassen Sie uns auch einen Absturz der Immobilienpreise um 90 % betrachten. Noch unrealistischer, mögen manche behaupten. Aber man bedenke, dass ein durchschnittliches Haus im Jahr 1916 für weniger als 1 % dessen zu haben war, was es heute kostet: $ 2.000 damals, gegen $ 265.000 heute. Bei einem Kollaps der Schulden in Verbindung mit 15 bis 20 % Zinsen, hoher Arbeitslosigkeit und erheblicher wirtschaftlicher Einbrüche, könnte es ganz leicht zu einem 90 %igen Absturz kommen:

Für jemanden, der dieses Szenario für möglich hält – was natürlich nur sehr wenige sein werden -, wird sich die Möglichkeit ergeben, sagen wir im Jahr 2021 ein Haus für 1 % dessen zu erwerben, was es heute kosten würde, wenn er sein Geld in Gold anlegt. Es hört sich unrealistisch an, aber das Risiko besteht, dass heute ein Haus zu kaufen wahrscheinlich zu einer sehr kostspieligen und womöglich ruinösen Erfahrung führen wird.

Was sollte man also tun, wenn man bereits ein Haus besitzt? Sofern Sie ein Preisverfall um 90 % nicht beunruhigt, behalten Sie das Haus um darin zu leben, statt es als Investment zu betrachten. Wenn man dagegen Schulden auf dem Haus hat, welche zu deutlich höheren Zinsen nicht mehr von Ihnen bedient werden können, insbesondere, wenn Sie ihre Arbeit verlieren, dann wäre es besser das Haus jetzt zu verkaufen und dafür Gold zu kaufen. Miete ist in diesem Fall die deutlich bessere Option.

Großer Einbruch der globalen Märkte

Kurzfristig steht Gold unter Druck und könnte noch ein Stück weiter fallen. Es ist sogar möglich, dass man den Preis mittels des Papiermarktes auf das Tief von $ 1.050 vom Dezember 2015 drücken wird. Aber am 4. Dezember finden in Italien Wahlen statt, welche die globalen Märkte in Panik versetzen und einen dramatischen Impakt auf den Goldpreis haben könnten.

Am 13./14. Dezember findet darüber hinaus das sehr wichtige FED-Treffen statt. Die ganze Welt erwartet eine Anhebung der Zinsen in den USA, was zu einem deutlich gestiegenen Dollar geführt hat. Falls die FED die Märkte enttäuscht, wird es einen massiven Schock geben. Aber selbst wenn die FED tut was alle erwarten, so erwarte ich, dass der 14. Dezember der späteste Zeitpunkt ist, an dem sich viele Märkte drehen werden: Dollar runter, Aktien runter und Gold rauf.

Folglich sollten Gold-Investoren die Manipulationen des Papiergold-Preises einfach ignorieren. Es besteht weiter starke physische Nachfrage aus China und Russland. Wenn die Import-Beschränkungen in Indien aufrechterhalten werden, dann wird dies durch Schmuggel umgangen. Jedwede Einschränkung wird nur zu noch höheren Goldpreisen führen, was in Indien bereits geschieht.

Wie auch immer sich Gold kurzfristig bewegt, es wird in heutigem Geldwert mindestens $ 10.000 erreichen. Investoren müssen im Hinterkopf behalten, dass Gold jetzt die preiswerteste Absicherung ist, welche man sich gegen ein verfaultes Finanzsystem zulegen kann und es ist zu den derzeitigen Preisen ein Riesenschnäppchen.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/11/egon-von-greyerz-globale-superblase-vor-der-implosion/

Gruß an die Weiterdenker

TA KI

Rothschild zur Geldpolitik: Wir erleben das größte Experiment der Geschichte


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Der Investment-Banker Lord Rothschild ist sich nicht sicher, wie das größte Experiment der Geschichte der Geldpolitik enden wird. Bisher hat sein Unternehmen glänzend daran verdient. Rothschild sieht die größten Risiken im Westen.

Eine Koryphäe der Finanzbranche, Jacob Rothschild – Leiter der Investmentgesellschaft RIT Capital Partners – warnt vor den negativen Folgen der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken. Niedrige Leitzinsen, negative Renditen auf einige Staatsanleihen sowie Anleihe-Kaufprogramme einiger Zentralbanken seien Teil des größten geldpolitischen Experiments der Weltgeschichte. Die langfristigen Folgen dieser Politik, so Rothschild, seien vollkommen unabsehbar.

Zuvor hatten bereits andere bekannte Investoren auf die Folgen der derzeitigen geldpolitischen Ausrichtung großer Zentralbanken hingewiesen, unter anderem Bill Gross von Janus Capital:

 

In dem Halbjahresbericht von RIT geht Rothschild auf die gegenwärtige Situation ein: „In den vergangenen sechs Monaten haben die Zentralbanker das größte Experiment der Geldpolitik in der Weltgeschichte weitergeführt. Wir befinden uns in unbekanntem Territorium und es ist deshalb unmöglich, die unbedachten Konsequenzen sehr tiefer Leitzinsen, der Tatsache, dass rund ein Drittel aller Staatsschulden eine negative Rendite aufweist, sowie der massiven Anleihe-Kaufprogrammen abzuschätzen.

Bezüglich der Risiken schreibt Rothschild: „Währenddessen bleibt das Wachstum kraftlos, mit schwacher Nachfrage und Deflation in vielen Teilen der entwickelten Welt. Viele der Risiken, auf die ich im vergangenen Jahr hingewiesen habe, bleiben bestehen: Tatsächlich hat sich die geopolitische Lage weiter verschlechtert. Das Vereinigte Königreich ist aus der EU ausgetreten, die Präsidentschaftswahlen in den USA im November werden ungewöhnlich angespannt sein, während die Situation in China unklar bleibt und sich das Wachstum der Weltwirtschaft abschwächt. Konflikte im Nahen Osten bleiben bestehen und werden wahrscheinlich in den kommenden Jahren nicht gelöst werden können. Deren Konsequenzen haben wir bereits während der Terroranschläge in Frankreich, Deutschland und den USA zu spüren bekommen.

RIT hat angesichts dieser Risiken sein Portfolio angepasst, wobei Gold wieder eine größere Rolle spielt: „In Zeiten wie diesen bleibt der Erhalt des Vermögens das wichtigste Ziel. Bei Aktien haben wir unser Engagement von 55 Prozent auf 44 Prozent abgesenkt. Unser Engagement bei Pfund Sterling wurde im vergangenen Halbjahr auf 34 Prozent heruntergefahren, wobei Währungen rund 25 Prozent des gesamten Portfolios ausmachen. Wir haben Gold und Edelmetalle zum Ende des Monats Juni auf 8 Prozent aufgestockt.“

Seit Auflegung des RIT im Jahr 1988 konnte Rothschild eine Gesamtrendite von ungefähr 2000 Prozent erzielen:

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Die RIT-Performance im Vergleich zu anderen Trusts. (Grafik: RIT Halbjahresbericht 2016)

 

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/08/19/rothschild-zur-geldpolitik-wir-erleben-das-groesste-experiment-der-geschichte/

Quelle: http://derwaechter.net/rothschild-zur-geldpolitik-wir-erleben-das-groste-experiment-der-geschichte

Gruß an die, die wissen, daß das alles inszeniert wurde- nicht geschieht zufällig…

TA KI

Der Irrglaube ans Gold


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Gold ist eine Anlage mit erheblichen Risiken. Durch die Finanzkrisen der jüngsten Zeit wird diese Anlageform verklärt. Warum es gute Gründe gibt Gold zu meiden, erläutert Bernd Murawski.

Nachdem der Goldpreis im letzten Dezember auf den tiefsten Stand seit mehr als sechs Jahren gefallen war, erlebte er innerhalb von sieben Monaten einen fulminanten Anstieg von 30 Prozent.

Das Vertrauen der Anlegermärkte ist offenbar zurückgekehrt, manche Spekulanten erwarten sogar eine neue Rally. Dabei gibt es berechtigte Gründe, das Edelmetall zu meiden.

Der Finanzguru Marc Faber hielt Ende Juli sogar einen Portfolioanteil von 25 Prozent für gerechtfertigt, zumal die Kluft zu den früheren Höchstwerten pro Feinunze noch fast 600 $ beträgt. Er begründete seine Sichtweise damit, dass Gold „Schutz vor einer gefährlichen Kombination aus enormer Staatsverschuldung und massiven Anleihekäufen durch Zentralbanken weltweit“ biete.[1] Offenbar sieht er das Schreckgespenst Inflation im Hintergrund lauern. Da sich aber in den letzten zwei Monaten bei den Gold-Notierungen nicht allzu viel bewegt hat, ist Ernüchterung eingetreten. So halten sich Optimisten und Pessimisten gegenwärtig in etwa die Waage.

Als Grund für den sinkenden Goldpreis nach dessen Höchststand vor fast genau fünf Jahren werden neben einem Korrekturbedarf die niedrigen Inflationswerte genannt. Tatsächlich haben sich die Verbraucherpreise trotz weit geöffneter Geldschleusen der Notenbanken nur minimal erhöht, was dem geringen Kaufkraftzuwachs der Konsumentenhaushalte geschuldet ist. Wenn die Inflation zeitweilig stärker zunahm, dann beruhte dies auf Spekulationen bei Lebensmitteln und anderen Grundstoffen, die jedoch nur vorübergehend Wirkung zeigten. Indessen hat die Verbilligung des Rohöls während der letzten zwei Jahre zu einem deflationären Schub geführt. Gleichzeitig mit dem Rückgang des Goldpreises stiegen die globalen Aktienindizes. Offensichtlich fanden Umschichtungen in solche Anlagetitel statt, die relativ stabile Gewinne erzielen konnten.

Gold als Gut mit ideellem Wert

Gold gilt als Stabilitätsanker, dessen Attraktivität in einem inflationären Umfeld steigt. Allerdings ist sein Wert letztlich ideeller Natur, im Gegensatz etwa zu Aktien, Anleihen und Immobilien, die regelmäßige Erträge in Gestalt von Dividenden, Zinsen und Mieten abwerfen. Darüber hinaus unterscheidet sich Gold von anderen Edelmetallen dadurch, dass es nur in geringem Umfang bei produktiven Tätigkeiten eingesetzt wird. Solche sind die Elektronik, die Optik und die Medizin. Die Hauptverwendungszwecke der Gesamtmenge von 155 000 t sind nach Schätzungen folgende[2]:

  • 28 600 t als Wertreserven bei Zentralbanken und anderen Institutionen
  • 79 000 t zu Schmuck verarbeitet
  • 18 000 t in Kunstgegenständen enthalten
  • 25 000 t im Privatbesitz als Barren und Münzen.

Ungefähr 30 Prozent des Goldes wurde allein seit  Mitte der 90er Jahre gefördert[3].

Andere Anlageobjekte mit ideellem Wert wie Antiquitäten und Kunstartikel besitzen im Vergleich zu Gold gewisse Vorteile. So ist der Bestand an antiken Gegenständen und an Werken verstorbener Meister dauerhaft begrenzt. Deren Wertschätzung beruht zudem auf menschlichen Neigungen wie Wissensdrang und ästhetischen Empfindungen. Dagegen wird dem Gold allein auf Grund historischer Überlieferungen ein Wert zugeschrieben. Wie lange währt aber dieser Glaube?

John Maynard Keynes verstimmte seinerzeit Anhänger aus dem linken Spektrum mit dem Einwurf, ein Bau von Schlössern und Pyramiden würde die Wirtschaft ankurbeln. Daran zeigte augenscheinlich niemand Interesse, weil schon damals Symbole von Reichtum passé waren, die zuvor Jahrtausende Bestand hatten. Der Wertewandel hat sich seitdem erkennbar beschleunigt. Modeströmungen wechseln heute schneller, wobei immer jüngere Jahrgänge auf trendgerechten Konsum getrimmt sind. Gleichzeitig haben Besitztitel an Reiz verloren, zumal wenn sie Engagement verlangen, Verpflichtungen implizieren oder keinem klaren Zweck dienen. Im westlichen Kulturkreis, zunehmend aber auch anderswo, wird die Orientierung an traditionellen Werten durch Nützlichkeitserwägungen verdrängt.

Ein Werteumbruch ist besonders bei Sammeltätigkeiten zu erkennen. Wer beispielsweise Medaillen und Gedenkmünzen erbt, wird feststellen, dass deren Verkauf vielfach nur einen Bruchteil jenes Geldbetrags einbringt, der bei der Anschaffung bezahlt wurde. Immer schwerer fällt es kommerziellen Anbietern von Münzen, Kunden von deren vermeintlichem Wertzuwachs zu überzeugen. Unter einem vergleichbaren Preisverfall leiden auch andere Sammelobjekte, da das Interesse an Sammelaktivitäten mit sinkendem Alter rapide nachlässt.

Ein Gedankenspiel zum Gold

Dem Verständnis für die Labilität des Goldwertes soll ein Gedankenspiel dienen. Angesichts der chinesischen Goldzukäufe wird vielerorts geunkt[4], dass der Goldbestand der Zentralbank Chinas weitaus höher sei als offiziell angegeben. Angenommen, dies wäre tatsächlich der Fall, und dahinter stünde die Absicht, den gesamten Besitz an US-Staatsanleihen im Wert von ca. 1,2 Billionen $ sukzessive in Gold umzutauschen. Bei dem gegenwärtigen Unzenpreis würden rein rechnerisch 28 200 t Gold aus westlichen Beständen in die Tresore der chinesischen Zentralbank gelangen. Was wären aber die Konsequenzen, wenn die globalen Leitmedien daraufhin eine massive Kampagne in Gang setzten, die den Besitz von Gold diskreditieren würde?

Erst einmal wären Anleger verunsichert, sodass sie ihre Goldbestände reduzieren würden. Bereits ein geringer Angebotsüberhang dürfte einen signifikanten Preisverfall verursachen, der durch computergesteuerte Verkaufsorder noch beschleunigt würde. Immer mehr Investoren würden sich von ihrem Goldbesitz trennen wollen, bevor die Preise ganz im Keller sind. Gold könnte schließlich seinen „Glanz“ auf Dauer verlieren, was nicht nur Anleger betreffen würde. Ebenso wäre ja das Tragen von Goldschmuck verpönt, wie auch Pelzmäntel betagter Damen in Kleiderschränken unbenutzt verstauben, weil diese fürchten, indirekter Beihilfe zur Tierquälerei bezichtigt zu werden. Und für die chinesische Regierung wäre es angesichts hoher Lagerungskosten vielleicht billiger, das Zentralbankgold im Meer zu versenken.

Dieses fiktive Szenarium illustriert, auf welch wackeliger Grundlage sich die Wertschätzung von Gold bewegt. Dennoch bestehen keine akuten Gefahren. Solange Goldgegenstände in den wirtschaftlich aufstrebenden Ländern Süd- und Ostasiens ein begehrtes Gut sind, wird die Nachfrage hoch bleiben. Es sei jedoch daran erinnert, dass auch der Wert von Sammelobjekten noch vor einiger Zeit beständig zunahm, als leidenschaftliche Sammler der heutigen Rentnergeneration steigende Geldbeträge für ihr Hobby einsetzten.

 

Anmerkungen

[1] http://www.goldseiten.de/artikel/295033–Marc-Faber-raet-aktuell-zu-25Prozent-Gold-im-Portfolio.htmlhttp:/www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/74343-beihilfe-zur-billionen-steuerentziehung

[2] http://www.chemie.de/lexikon/Gold.html#Verwendung

[3] http://www.goldseiten.de/artikel/169388–Weltweite-Goldproduktion-2013-2012.html

[4] http://www.welt.de/wirtschaft/article124791784/China-bunkert-heimlich-Goldreserven.html

Quelle:http://www.geolitico.de/2016/09/02/der-irrglaube-ans-gold/

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TA KI