John Embry: Die Risse im weltweiten Finanzsystem zeigen sich überall


John Embry im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 15.05.2017


John Embry: »Eric, nach einer sehr schwierigen Periode für Gold- und Silberanhänger denke ich, dass es endlich Licht am sprichwörtlichen Ende des Tunnels gibt und ausnahmsweise ist es diesmal kein entgegenkommender Zug.

Wie Sie nur zu gut wissen haben die westlichen Zentralbanken – die BIZ und andere – etwas unternommen, was sich im Jahr 2011 als extrem erfolgreiche Operation herausstellte. In vollem Bewusstsein, dass sie unglaubliche Mengen an neuem Geld und Kredit erzeugen müssen, um die Weltwirtschaft nach der Finanzkrise vor dem Zusammenbruch zu bewahren, wussten sie auch, dass die Kanarienvögel in der Kohlemine (Gold und Silber) ihre außer Kontrolle geratene Finanzpolitik nicht widerspiegeln durften.

Folglich gingen ihre Eingriffe zur Kontrolle der Gold- und Silberpreise, welche es in vielerlei Hinsicht seit mehreren Jahrzehnten gegeben hat, in den Schnellgang. Sie nutzten die korrumpierten Papiermärkte für Gold und Silber, sie haben Silber von seinem Hoch bei fast $ 50 im April 2011 auf unter $ 15 die Unze am Tiefpunkt des Zyklus‘ gedrückt. An der Goldfront haben sie im Spätsommer 2011 ein Allzeithoch von über $ 1.900 zugelassen und der Preis wurde dann im selben Zeitrahmen auf unter $ 1.100 heruntergetrieben.

Die Tatsache, dass beide Metalle, angesichts der Fiatgeld-Abwertung während des Zeitraums der Eingriffe – mit Silber bei unter $ 17 und Gold bei rund $ 1.230 – auch heute noch so weit unten sind, ist bemerkenswert. Tatsächlich ist es vollkommen grotesk und wird letztlich als eine der lächerlichsten Einpreisungen der Finanzgeschichte angesehen werden.

Da jedoch die meisten Menschen hauptsächlich von Preisbewegungen, statt von realen Fundamentaldaten beeinflusst sind, befindet sich die Stimmung für beide Metalle – vornehmlich in Nord-Amerika – am extremen Tiefpunkt. Jedoch befinden wir uns an der Schwelle zu großen Veränderungen und die Ereignisse beginnen endlich die Zentralbanken zu überholen.

Ich muss laut lachen, wenn ich sehe, wie die Menschen die niedrige Inflation kommentieren. Abgesehen von der Tatsache, dass die Inflationszahlen von den Regierungen extrem verfälscht sind, damit die Inflation heruntergespielt und das reale Wachstum entsprechend übertrieben werden kann, zeigt sich die wahre Inflation im Wert der Finanzanlagen, Aktien, Bonds und weltweiten Immobilien. Und die USA sind diesbezüglich der führende Übeltäter.

Die Preise in diesen Märkten haben rein gar nichts mit den Fundamentaldaten zu tun, sondern spiegeln die enorme Liquidität wider, welche über die vergangenen 7 Jahre im weltweiten System aufgebaut wurde. Dies ist ein Beispiel finanzieller Anlageinflation vom Feinsten.

Die Zentralbanken haben in Wahrheit rein gar nichts gelöst und die Blasen übertreffen jene zu Beginn der Finanzkrise 2007/2008 um ein Vielfaches. Allerdings befinden sich die Zinsen auf einem unhaltbar niedrigen Niveau und die Munition der Zentralbanken ist jetzt auf moralische Appelle und die Schaffung noch größerer Mengen Geldes und Kredites beschränkt.

Bedauerlich für die Zentralbanken und die Gesellschaft als Ganzes ist, dass sich die Risse nun überall zeigen. Dies gilt insbesondere für China, welches einer der Haupt-Wachstumsmotoren der Zeit nach der Krise war, der sogenannten “wirtschaftlichen Erholung“. Das Finanzsystem ist bestenfalls schwach und jede ernsthafte Schwierigkeit wird sehr schnell die gesamte Welt erfassen.

Investoren haben eine sehr seltene Gelegenheit sich selbst mittels physischen Goldes und Silbers und der Qualitätsfirmen, welche sie abbauen, zu schützen. Die Zeit wird knapp, also sollten weise Menschen diese Gelegenheit sofort zu ihrem Vorteil nutzen.«

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>>> zum englischsprachigen Originalbeitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/05/john-embry-die-risse-im-weltweiten-finanzsystem-zeigen-sich-ueberall/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

John Embry: Billionen Dollar unverkäuflicher Anlagewerte in Zentralbankbilanzen


Am 8. Mai 2017 veröffentlichte King World News Auszüge aus einem Gespräch zwischen John Embry und dem KWN-Seitenbetreiber Eric King. Dort stellt Embry fest, dass die Edelmetallpreise, ungeachtet der Nachrichtenlage, im Verlauf der letzten Woche »unbarmherzig angegriffen« worden seien. Weiter habe der US-Aktienmarkt die weltweiten Märkte inzwischen so weit nach oben getrieben, »dass die globalen Aktienmärkte zusammengenommen jetzt eine Marktkapitalisierung auf einem Allzeithoch handeln«.

Für Embry ist dies jedoch keine Überraschung, da die Zentralbanken weltweit ihre Anlagewerte seit der letzten Finanzkrise 2008 dramatisch erhöht und »praktisch alle Finanzanlagen aufgekauft« hätten, welche finanziell gestützt werden mussten. »Ihre Bilanzen sind jetzt durchsetzt mit Billionen von Dollars an Anlagewerten, welche praktisch unverkäuflich sind«, stellt Embry fest.

Es sei zudem offensichtlich, dass die Zentralbanken sich bei der Stützung der Märkte abwechseln. »Wenn die US-FED eine Verschnaufpause einlegt, dann greifen die Europäische Zentralbank und/der die Bank of Japan ein und fluten den Markt mit frisch geschaffenem Geld«, sagt Embry und verleiht seiner Einschätzung Ausdruck, dass dies gezielt zu einer weltweiten Hyperinflation führen soll.

Die Drückung der Gold- und Silberpreis sei derweil auf »neuen Höhen der Lächerlichkeit« angekommen, da die Zentralbanken ihre Helfershelfer sich die größte Mühe gäben, die Öffentlichkeit von der »grotesken Geldpolitik« der Zentralbanken abzulenken. Dabei weist er auf die enorme Menge an Short-Positionen hin, welche sich in den vergangenen Monaten bei der COMEX aufgebaut hätten. Davon ausgehend, dass eine Hyperinflation sich recht bald Bahn brechen wird, stellt Embry fest, dass »physisches Gold und Silber letztlich die Rettung eines jeden Portfolios sein werden«.

Die vergangenen Freitag vom US-Arbeitsamt veröffentlichten Arbeitsmarktstatistiken seien »ein schlechter Scherz«, so Embry. Es sei ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen auf 4,4 % berichtet worden, wobei vollkommen außer Acht gelassen worden sei, dass es »Abermillionen arbeitsfähiger Menschen gibt, welche einfach aufgehört haben nach Arbeit zu suchen«. Folglich werde der Eindruck vermittelt, dass mit der US-Wirtschaft alles zum Besten stehe, doch wenn man genauer hinschaue, dann sehe man »überall aufkeimende Schwäche«. Zudem seien die Steuereinnahmen der Regierung zuletzt gefallen, was ebenfalls ein schlechtes Signal sei.

Zusammenfassend stellt Embry fest, dass »ein sehr interessanter Sommer« bevorstehe und sagt: »Unterm Strich ist zu sagen, dass die Menschen gar nicht vorsichtig genug sein können.«

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

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Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/05/john-embry-billionen-dollar-unverkaeuflicher-anlagewerte-in-zentralbankbilanzen/

Gruß an die Klardenker

TA KI

John Embry: Das katastrophale Endspiel kommt rapide auf uns zu


John Embry im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 10.04.2017

John Embry: »Eric, der Druck auf den Gold- und Silbermärkten hat sich nachhaltig intensiviert, da die üblichen Verdächtigen Himmel und Erde bewegen um sicherzustellen, dass scharf steigende Gold- und Silberpreise die künstliche Realität nicht unterlaufen, welche von den westlichen Zentralbanken und ihrer fast manischen Manipulation der größeren Märkte – Aktien, Bonds, Währungen, Immobilien, etc. – geschaffen wurde. Diese Märkte sind mittlerweile historisch deplatziert und daher sehr verwundbar, falls irgendetwas im massiven Ponzi-Schema der Zentralbanker schief geht.

Wir haben den Open Interest für Silber an der COMEX jetzt auf einem Allzeithoch, während der Silberpreis mehrere Dollar niedriger steht, als beim letzten Mal, als dieses Niveau an Open Interest erreicht wurde. Denken Sie darüber nach, Eric, Silber ist ohne Frage das unterbewertetste reale Anlagegut der Welt und dennoch gibt es kumulative Interest-Shorts an der COMEX, welche deutlich mehr als eine Million Unzen ausmachen – was materiell gesehen mehr als einer Jahresproduktion entspricht.

Und im Gegensatz zu Gold wird ein maßgeblicher Anteil der Silberminen-Produktion vom jährlich wachsenden Industriebedarf verbraucht. Folglich ist der einzige Grund, warum irgendwer in dieser Größenordnung und zu diesen Preisen beim Silber short sein würde, manipulativen Zwecken zuzuordnen. Falls Silber plötzlich seinen wahren Wert abbilden würde, welcher meiner Ansicht nach bei annähernd $ 100 die Unze liegt, dann würde der Goldpreis ebenfalls nach oben explodieren und diese haarsträubend niedrigen Zinsen, welche dafür geschaffen wurden das vollkommen überschuldete globale Finanzsystem über Wasser zu halten, würden als totaler Schwindel auffliegen.

Die Auswirkungen hiervon wären katastrophal. Die Bondmärkte würden praktisch kollabieren, viele vollkommen überteuerte Aktien würden weit niedriger eingepreist werden, Immobilien wären im Belagerungszustand, wie auch viele der weltweiten Volkswirtschaften. Die Wirkung dieser Entwicklungen auf Rentenfonds, Banken, Versicherungsunternehmen, usw. wäre verheerend. Entsprechend werden die Hintergrundmächte alles in ihrer Macht stehende tun, um die Gold- und Silberpreise bis zum letzten Ende dieser Saga zu drücken. Bedauerlicherweise, für die Gesellschaft als Ganzes, denke ich, dass dieses Ende rapide auf uns zukommt.

Schauen wir uns die wirtschaftlichen Schlüsselsektoren in den USA an, wie Energie, Einzelhandel und die Automobilindustrie, dann ist zu erkennen, dass die Wirtschaft bestenfalls stagniert. Gleichzeitig sehen wir weiterhin hohe Budget-Defizite und das Schuldengrenzen-Problem tritt wieder einmal in den Vordergrund.

Betrachten wird die “Fake-News“, welche derzeit überall diskutiert werden. Das namhafte Magazin The Economist und die Financial Times reden dieser Tage ständig über eine wirtschaftliche Wiedergeburt in Europa. Meiner Meinung nach könnte nichts ferner der Wahrheit sein, da dieser umnachtete Kontinent nur durch massive finanzielle Eingriffe der Europäischen Zentralbank über Wasser gehalten wird.

Vielleicht haben derlei Veröffentlichungen ein anderes Motiv. Vielleicht sollen sie ein sehr positives Bild der europäischen Situation malen, um die französischen Wähler davon abzubringen Marine Le Pen zu wählen. Diese wäre der Todesstoß für die Europäische Union, welche ihr Verfallsdatum meiner Ansicht nach ohnehin lange überschritten hat.

An diesem Punkt müssen Investoren sehr geduldig und stark in reale Werte investiert sein. Die besten sind Gold- und Silberbullion und die Aktien der entsprechenden Minen. Reine Papieranlagen mit massiven Ausfallrisiken müssen unter allen Umständen vermieden werden.«

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/04/john-embry-das-katastrophale-endspiel-kommt-rapide-auf-uns-zu/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

#AuditTheFed: Aller guten Dinge sind drei


In den Jahren 2012 und 2014 hatte der US-Kongress einen Gesetzentwurf für die Auditierung der Federal Reserve in beiden Fällen durchgewunken, allerdings hatte der US-Senat beide Gesetzeseingaben blockiert. Nun meldete unter anderem ZeroHedge am gestrigen 28. März 2017:

Das republikanisch kontrollierte Committee on Oversight and Government Reform [Komitee für Aufsicht und Regierungsreformen] des US-Kongresses bestätigte heute einen Gesetzentwurf für die Auditierung der Geldpolitik der Federal Reserve durch den Kongress – ein Vorschlag, welchen die Entscheider bei der FED abgelehnt haben und welcher wahrscheinlich einen schwierigen Weg bis zur abschließenden Zustimmung durch den Senat vor sich hat. Mit dem Gesetzentwurf könnten die Absichten der FED-Geldpolitik durch das Government Accountability Office [US-Rechnungshof] der Regierung einer Überprüfung unterzogen werden.

Es wird also nun ein drittes Mal der Versuch unternommen Transparenz in die Gebahren der FED zu bringen, vermutlich in der Hoffnung auf die Unterstützung der Initiative durch US-Präsident Donald Trump. Während des Wahlkampfes 2016 hatte Trump gezwitschert:

»Es ist so wichtig die Federal Reserve zu auditieren und doch scheiterte der Gesetzentwurf von Ted Cruz, welcher es möglich gemacht hätte.«

Unter der Obama-Administration scheiterten bisherige Versuche jeweils im Senat und selbst wenn einer davon den Senat passiert hätte, so hätte Obama mit sehr hoher Gewissheit sein präsidiales Veto eingelegt. Auch dieser neuerliche dritte Anlauf mag einen steinigen Weg vor sich haben, den möglichen Erfolg direkt auszuschließen, wäre allerdings voreilig. Bereits unseren Ahnen war bekannt: “Aller guten Dinge sind drei.“

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/03/auditthefed-aller-guten-dinge-sind-drei/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Der Crash kommt – Flatex führt Strafzinsen für Privatkunden ein


Wie das Handelsblatt berichtete, führt der Finanzdienstleister Flatex generelle Strafzinsen für Privatkunden ein. Begründet wird dies mit der Negativzinspolitik der EZB. 

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Anfang Februar hatte bereits Deutschlands größte Sparkasse – die HASPA – zunächst nur für Großkunden Negativzinsen eingeführt. Privatkunden sollten „so lange wie möglich“ davon verschont bleiben.

Flatex ist zwar keine gewöhnliche Sparkasse, sondern ein Finanzdienstleister für Anleger, was allerdings nicht bedeutet, dass der Kundenstamm ausschließlich aus Superreichen besteht – auch kleinere Vermögen können dort angelegt werden.

Erstmals wird nun nicht mehr zwischen Groß- und Privatkunden unterschieden, ab dem 15. März werden 0,4 Prozent Strafzinsen auf alle Konten fällig – ohne Ausnahme. Die Höhe der Einlagen spielt dabei keine Rolle.

Die Einschläge kommen näher – wie lange es noch dauert bis auch die Sparkassen nachziehen und jeder Kontoinhaber belastet wird, ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Quelle: http://opposition24.com/der-crash-flatex-strafzinsen/304029

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Egon von Greyerz: Die Welt steht vor einem verheerenden Endspiel


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Von Egon von Greyerz

Die westlichen Zentralbanken haben ein wahres Geschick für den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf ihrer Goldreserven. Sie sind absolute Experten, wenn es darum geht den Boden des Goldmarktes dafür auszuwählen. Zentralbanken im Vereinigten Königreich, der Schweiz und Norwegen – um nur ein paar zu nennen – haben den Verkaufszeitpunkt perfekt ausgewählt. Das einzige Problem ist, dass sie allesamt auf dem absoluten Tief zwischen 1999 und 2004 verkauft haben. Dies war natürlich die Zeit zum Kauf von Gold und nicht zum Verkauf. Aber die Zerstörung ihres Papiergeldes wird stets durch den Goldpreis offenbart.

Als die Chefs der Zentralbanken zu Beginn dieses Jahrtausends mit der größten Kreditexpansion und Gelddruckerei der Geschichte begannen, verkauften sie die einzige Wertanlage, welche sie hätten behalten sollen. Der britische Schatzkanzler im Jahr 1999 war Gordon Brown. Nach einem 20 Jahre andauernden Rückgang des Goldpreises verkaufte er 58 %, oder 395 Tonnen, der Goldreserven des Vereinigten Königreichs für zwischen £ 160 und £ 185 die Unze. Heute steht Gold mit £ 1.000 die Unze fast sieben Mal höher, als zu der Zeit als Brown entschied die wertvollste Wertanlage Großbritanniens zu verkaufen. Browns katastrophale Entscheidung das Gold zu verkaufen hat das Vereinigte Königreich fast $ 12,5 Milliarden gekostet (siehe Grafiken).

Die Schweiz, ein Land mit sehr langen Goldtraditionen, hat ebenfalls die falsche Entscheidung zum falschen Zeitpunkt getroffen. Sie verkaufte 50 %, oder 1.300 Tonnen, ihres Goldes zwischen 1999 und 2005 zu einem Durchschnittspreis von CHF 505 die Unze. Weitere 250 Tonnen wurden zwischen 2007 und 2008 zu CHF 780 die Unze verkauft:

Heute kostet Gold in Schweizer Franken 1.240 die Unze. Das Gold, welches meine Schweizer Kameraden verkauft haben, wäre heute CHF 34 Milliarden ($ 34 Milliarden) wert.

Es ist aber nicht nur die Tatsache, dass sowohl das Vereinigte Königreich als auch die Schweiz ihr Gold zu Tiefstständen verkauft haben. Wenn sie den Effekt ihrer Währungsabwertungspolitik verstanden hätten, dann hätten sie Gold gekauft, anstatt es zu verkaufen. Dies ist genau das, was die Länder der Seidenstraße in diesem Jahrhundert getan haben. Während der Westen verkauft hat, haben China, Indien, Russland und die Türkei seit dem Jahr 2000 sagenhafte 28.000 Tonnen Gold gekauft:

Letztlich haben wir noch Norwegen, welches niemals signifikante Goldbestände besaß. Dies hat sie jedoch nicht davon abgehalten ihre 33 Tonnen Gold im Jahr 2004 für $ 450 Millionen zu verkaufen – ein Viertel des heutigen Wertes. Wie so viele Länder, welche ihren Wohlstand durch Glück oder Diebstahl erlangt haben, wurde Norwegen durch ihre Öl-Funde reicher als es zu träumen gewagt hatte.

Ob dieser Wohlstand durch den Raub von Gold oder anderen Rohstoffen aus Kolonien erlangt wurde, oder durch das Auffinden natürlicher Ressourcen im eigenen Land, oft führt es zu einer Arroganz und dem Glauben, dass ein Land ewig im Wohlstand leben wird. Dies ist vielen Ländern so ergangen, wie Spanien und Portugal im 16. bis 18. Jahrhundert und Großbritanniens ein wenig später, als die aus den Kolonien geraubten Ressourcen aufhörten zu fließen. Dasselbe passiert heute Saudi Arabien, dessen Defizite sich aufgrund der verschwenderischen Ausgaben und eines niedrigen Ölpreises rapide aufbauen. In den vergangenen paar Jahren lag deren Defizit bei $ 80 bis 98 Milliarden, oder 12 – 15 % des BIP.

Norwegen, ein kleines Land, welches über die vergangenen paar Jahrzehnte sehr gut von seinen Ölfunden leben konnte, hat den weltgrößten Staatsfond in Höhe von $ 900 Milliarden aufgebaut. Mit dem niedrigeren Ölpreis hat Norwegen nun festgestellt, dass es, wie Saudi Arabien auch, nun ihren Fond anzapfen muss. Sie erwarten für 2017 ein Staatsdefizit von 8 % des BIP. Wenn die Ölpreise niedrig bleiben, könnte Norwegen ganze 4 % im Jahr aus ihrem Fond abziehen. Zusätzlich zu den niedrigen Ölpreisen haben noch niedrige Anleihezinsen zu einem sehr geringen Wachstum des Fonds geführt.

Aber die norwegische Zentralbank hat eine elegante Lösung dieses Problems. Man wird den Aktienanteil des Fonds von 60 auf 75 % anheben. Dies bedeutet, dass zusätzliche $ 130 Milliarden für weltweite Aktien ausgegeben werden. Die Führungsebene der Bank ist eindeutig nicht besorgt, dass Aktien weltweit einen exponentiellen Anstieg erlebt haben und erheblich überbewertet sind. Ihre Gier nach höheren Erträgen dominiert ihr Denken, statt das massive Risiko zu erkennen, welchem sie das finanzielle Polster des norwegischen Volkes aussetzen.

Ihre Hauptsorge ist, dass der Ölpreis auf den derzeitigen Niveaus bleiben wird, was in den kommenden 10 Jahren 50 % des Wertes ihres Fonds auslöschen könnte. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür liegt laut dem Vorsitzenden der norwegischen Zentralbank bei nur 1 %. Worüber sich der Chef der Bank, Olsen, bisher keine Sorgen macht, ist das Absturzpotenzial in den Aktienmärkten von 75 bis 90 % in den kommenden 5 Jahren. Eine Bewegung dieser Größenordnung, welche nicht unwahrscheinlich ist, zusammen mit niedrigen Ölpreisen und wachsenden Defiziten, könnte den norwegischen Staatsfond innerhalb der nächsten 5 Jahre auslöschen. Natürlich würde kein Bankdirektor eine derartige Prognose abgeben, denn das würde ihn einen Platz im Irrenhaus bescheren.

Zentralbank-Chefs sagen niemals die Wahrheit, wenn sie an der Macht sind. Wir haben dasselbe mit Greenspan erlebt, welcher die Tugenden von Gold befürwortete, bevor er zum Chef der Federal Reserve wurde und jetzt wieder erklärt hat, dass er »Gold als die primäre weltweite Währung« ansieht. Man stelle sich vor, welch ein Held Olsen sein würde, wenn er $ 130 Millionen für den Kauf von Gold zu $ 1.240 die Unze ausgeben würde, anstatt Aktien zu einem P/E von 29 oder drüber zu kaufen. Statt den Vorsitz beim Kollaps des norwegischen Staatsfonds zu haben, wäre er der erste westliche Zentralbank-Chef, welcher das Vermögen seiner Nation mit Gold absichert. Aber weder Norwegens Zentralbank-Chef, noch der Chef irgendeiner anderen westlichen Zentralbank wird es wagen einen derart intelligenten Schritt zu waren. Dies würde jedweder konventioneller Weisheit widersprechen.

Um weise Zentralbank-Chefs zu finden, muss man in den Osten gehen. Im Westen regiert das Fiatgeld und keine Regierung oder Zentralbank versteht die Wichtigkeit von Gold. Wie erfrischend ist es dann einen Zentralbanker in einem Land zu finden, welcher eine ähnliche Bevölkerungszahl wie Norwegen hat, der möchte, dass jeder Bürger seines Landes 100 Gramm (3 Unzen) Gold besitzt. Das Land ist Kirgistan und der Zentralbank-Chef Abdygolow wirbt für Gold als eine exzellente Spar-Methode:

»Wir sind voller Hoffnung, dass die Bevölkerung unseres Landes lernen wird seine Ersparnisse in Wertanlagen anzulegen, welche liquider sind und – noch wichtiger – ihren Wert erhalten können.«

Das Land praktiziert auch was es predigt, indem es seine Goldbestände seit 2006 um das Vierfache ausgebaut hat – obleich ausgehend von einem niedrigen Niveau.

Wann haben wir das letzte Mal davon gehört, dass eine westliche Zentralbank seinen Bürgern sagte, dass der beste Weg sich selbst gegen die Zerstörung der Währung durch die Zentralbank zu schützen der ist, Gold zu besitzen?

Man stelle sich vor, Janet Yellen würde den Amerikanern erzählen, dass die USA bald unbegrenzte Mengen an Geld drucken wird, um das Land zu retten und die FED folglich jedem empfiehlt 100 Gramm oder 3 Unzen Gold zu kaufen, bevor sie mit dem Drucken loslegen. Wenn 325 Millionen Amerikaner jeweils 3 Unzen Gold kaufen würden, dann besäße die US-Bevölkerung 32.500 Tonnen, was dem Vierfachen dessen entspricht, was die US-Regierung angeblich besitzt und es würde einer weltweiten Minenproduktion von 10 Jahren entsprechen. Aber selbst wenn die US-Bevölkerung nur 1/10 dessen kaufen würde, dann besäße sie 3.250 Tonnen im Wert von $ 130 Milliarden. Anstatt 100 Gramm zu besitzen wie das Volk in Kirgistan, würde jeder Amerikaner im Schnitt 10 Gramm oder 0,3 Unzen Gold besitzen, was heute rund $ 400 im Kauf kosten würde. Nicht gerade ein unerschwinglicher Betrag, wenn er über ein paar Jahre angespart wurde.

Aber natürlich träumen wir. Yellen würde dem amerikanischen Volk niemals sagen, dass die FED und die US-Regierung den Dollar zerstören werden. Auch wird sie ihm nicht sagen, dass der Dollar, seit Nixon die Golddeckung 1971 aufhob, real 97 % seines Wertes verloren hat – wenn man ihn in Gold misst. Stattdessen wird das amerikanische Volk in den kommenden paar Jahren leider herausfinden, dass ihr US-Dollar komplett wertlos sein wird. Für eine gut informierte und kleine Minderheit aber, ist es nach wie vor möglich sich selbst zu schützen, indem heute physisches Gold und Silber gekauft wird, bevor der Dollar seinen innewohnenden Wert erreicht: NULL.

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Zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/02/egon-von-greyerz-die-welt-steht-vor-einem-verheerenden-endspiel/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Egon von Greyerz: Das perfekte Rezept für ein globales Desaster


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Von Egon von Greyerz

Investoren in den meisten Ländern machen den Fehler ihre Erträge basierend auf ihren lokalen Märkten und ihrer Inlandswährung zu messen. Dies mag funktioniert haben, als sie nur Zugang zu ihrem lokalen Investitionsmarkt hatten, aber diese Zeiten sind lange vorbei. Wir haben jetzt einen globalen Markt und die meisten westlichen Märkte haben Zugang zu weltweiten Wertpapieren. In den meisten Ländern, ob es nun Deutschland, das Vereinigte Königreich oder Japan ist, messen Investoren ihre Erträge in ihrer eigenen lokalen Währung. Dies hersscht in den USA am stärksten vor – aufgrund der Größe der US-Wirtschaft und die Wichtigkeit des Dollars. Das bedeutet, dass nur sehr wenige Amerikaner ihren Blick auf Investitionsmärkte oder Währungen in anderen Ländern richten.

Kürzlich kommentierte jemand, dass ich selbst den US-Aktienmarkt nicht als einen guten Ort zum Investieren gesehen habe und demnach eine massive Gelegenheit verpasst habe. Dies ist eine korrekte Beobachtung. Ich betrachte einen Markt, welcher in hohem Maße überbewertet ist, als ein hohes Risiko und folglich als zu vermeiden, selbst wenn er noch steigen kann. Natürlich hätte jemand, der im Jahr 2000 US-Aktien verkauft und 2002 zurückgekauft hätte, dann 2007 wieder ausgestiegen und 2009 erneut investiert hätte eine Menge Geld verdienen können. Aber dies ist nicht die Art und Weise wie der durchschnittliche Investor handelt.

Es gibt zwei Hauptarten von Investoren. Der typische Investor verkauft selten und reiten so durch jeden Sturm, in der Hoffnung, dass die Aktien fortwährend steigen. Diese Theorie hat über lange Zeiträume innerhalb der letzten 100 Jahre wunderbar funktioniert. Natürlich gab es Zeiträume ernsthafter Ausnahmen, wie nach dem Crash 1929 und dem Tief von 1932. Investoren mussten zu der Zeit 25 Jahre warten, um ihr Geld zurückzubekommen.

Dann gibt es Investoren, welche regelmäßig am Markt handeln. Viele von diesen kaufen hoch und verkaufen niedrig und entsprechend bleiben sie ständig hinter den Erwartungen des Marktes zurück.

Insgesamt waren Aktien über die vergangenen 100 Jahre ein großartiges Investment – aufgrund der massiven weltweiten Kreditausweitung und Geldschöpfung. Wenn wir jedoch beispielsweise die realen Erträge eines US-Aktieninvestors analysieren, welcher seit Anfang dieses Jahrhunderts im S&P-Index long war, dann erhalten wir einige sehr interessante Ergebnisse:

Die obige Tabelle zeigt sehr unterschiedliche Ergebnisse für dasselbe Investment. Für einen in Dollars bewertenden Amerikaner sieht es wie ein anständiger Ertrag aus. Aber 56 % über 16 Jahre sind tatsächlich nur 2,8 % im Jahr (plus Dividenden), was nichts bemerkenswertes ist. Die Meisten Amerikaner betrachten ihre Erträge nur in Dollars. Dies ist akzeptabel, solange die Währung stark ist. Dies ist aber beim Dollar nicht der Fall, welcher seit 1971 extrem schwach war. Ein Land, welches dauerhaft über seine Verhältnisse lebt, wird stets in Form einer schwächer werdenden Währung dafür bezahlen.

Im Verhältnis zum Schweizer Franken hat der Dollar seit 1971 77 % verloren und 37 % seit dem Jahr 2000. Wenn man also die Performance des S&P-Index seit Januar 2000 in Schweizer Franken misst, dann ist er um 2 % gefallen! Die meisten amerikanischen Investoren werden denken, dass dies für sie irrelevant ist, aber dieses Denken hinkt. Ein Ertrag von 56 %, welcher bei Betrachtung in einer anderen Währung auf -2 % fällt, zeigt, dass der in Dollar gemessene Zuwachs nur der schwachen Währung zu verdanken ist. Demnach ist der Zuwachs von 56 % kein realer Zuwachs, sondern nur ein Maßstab für die Inflation.

Um herauszufinden wie die reale Performance des S&P in diesem Jahrhundert war, müssen wir eine Währung benutzen, welche nicht gedruckt werden kann und über lange Zeit ihre Kaufkraft konstant gehalten hat – Gold. Und nun sieht das Bild vollkommen anders aus. Statt einem Zugewinn von 56 % in Fiat-Dollars hat der S&P gemessen in echtem Geld 63 % verloren.

Regierungen versuchen ständig die Menschen durch die Abwertung der Währung zu täuschen. Deshalb hassen Regierungen auch Gold, weil es die Wahrheit über ihre totale Misswirtschaft der Volkswirtschaft offenlegt. Obwohl der Goldpreis auch manipuliert ist, besonders im Papiermarkt, ist er dennoch der beste Maßstab für die reale Performance. Und der Grund dafür ist, dass Gold das einzige nicht von Menschen hergestellte Geld ist. Gold ist die Währung der Natur und wird auch weiterhin das einzige Geld sein, welches die Geschichte überleben wird.

Kommen wir zurück auf die obige Tabelle: Sehr wenige Menschen verstehen, dass die Illusion eines Zuwachses von $ 56.000 in echtem Geld gemessen tatsächlich ein Verlust von $ 63.000 ist. Die Differenz von $ 119.000 zeigt, wie gefährlich es ist die Performance und seinen Wohlstand basierend auf dem falschen Maßstab zu bewerten.

Wie ich in vielen Interviews erläutert habe, wird die Zerstörung des Papiergeldes sich sehr bald beschleunigen, da die Regierungen auf der ganzen Welt versuchen werden eine bankrotte Weltwirtschaft und ein bankrottes Finanzsystem zu retten. Verglichen mit Gold werden Aktien, Bonds und Immobilien in den kommenden Jahren allesamt um weitere 90 % fallen.

Global gesehen haben wir jetzt das perfekte Rezept für ein Desaster:

1. Alle großen Volkswirtschaften, die USA, China, Japan, Europa und die Schwellenmärkte haben Schulden, welche exponentiell gestiegen sind und niemals zurückgezahlt werden.

2. Das Finanzsystem hat offene Positionen in Bruttohöhe von über 2 $ Billiarden. Dies wird alles kollabieren, sobald die Kontrahenten ausfallen.

3. Mit der Trump-Administration voran wird die Welt bald in die finale Ausgabenorgie eintreten, welche die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beschleunigen und zu Hyperinflation führen wird.

4. Die Punkte 1 bis 3 werden zu einer deflationären Implosion des Finanzsystems führen. Diese wird alle Schulden beseitigen und den Wert der meisten Anlagen um mindestens 90 % reduzieren.

5. Diese totale Schuldenzerstörung ist der einzige Weg, die Welt wieder auf einen gesunden Boden für zukünftiges Wachstum und Wohlstand zu setzen.

Gold wird sich natürlich während der kommenden hyperinflationären Periode sehr gut machen und könnte Niveaus erreichen, welche es zuletzt in der Weimarer Republik gab.

Das absolute Niveau des Goldpreises ist aber vollkommen irrelevant. Viel wichtiger ist, dass Gold das beste Mittel zur Vermögenserhaltung und -absicherung darstellt. Gold wird dazu seine Kaufkraft mindestens erhalten und höchstwahrscheinlich sogar deutlich besser performen. Gold funktioniert auch in deflationären Zeiten sehr gut, auch wenn es in diesen von den hyperinflationären Hochs herunter kommt. Aber dies wird auch mit den Preisen aller Güter und Dienstleistungen geschehen.

Zu Beginn der deflationären Implosion wird es wahrscheinlich kein funktionierendes Bankensystem geben. Gold wird dann das einzig verfügbare Geld sein und demzufolge eine wichtige Rolle dabei spielen, die Menschen vor dem kommenden Finanzdesaster zu retten.

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zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/02/egon-von-greyerz-das-perfekte-rezept-fuer-ein-globales-desaster/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI