Wintersonnenwende 21.12.2018



An die ursprüngliche Bedeutung des „Lichterfests“ erinnern heute noch die Kerzen am Weihnachtsbaum oder am Adventskranz. Ich wünsche Ihnen allen ein besinnliches Julfest und ein gesundes neues Jahr und uns allen eine bessere Zeit! Licht und Liebe, an alle! .

 

„Nicht was passierte ist die Realität,
sondern der Inhalt Deiner Gedanken.
Was passierte prägt Deine Gedanken,
deshalb irrst Du über die Realität.
Die Macht Deiner Sinne ist stark,
doch alles beugt sich der Kraft Deines Willens.“


Als Sonnenwende bezeichnet man aus naturwissenschaftlicher Sicht die Zeit des höchsten und tiefsten Sonnenstandes. Auf der Nordhalbkugel beginnt mit der Sommersonnenwende am 21./22. Juni die Sonne ihre Bahnen schrittweise höher gegen den Nordhorizont zu verlagern, so werden die Tage ab diesem Datum kürzer. Mit der Wintersonnenwende, dem 21./22. Dezember, ist dort der kürzeste Tag erreicht und die Tage werden wieder länger. Auf der Südhalbkugel ist alles umgekehrt, hier steht die Sommersonnenwende für den kürzesten und die Wintersonnenwende für den längsten Tag im Jahr.
Diese beiden wichtigen Daten im Jahr geht man seit Ur-Zeiten mit den sogenannten Sonnenwendfeiern an. Die Sonnenwendfeier gilt heute vor allem als altgermanisches Volksfest, da sie in Mitteleuropa bis zur Neuzeit sehr beliebt war. Neben den Germanen gelten auch die Kelten und Slawen als eifrige Sonnenwendfeierer. Im Laufe der Christianisierung Europas wurden die Kulte um die Sonnenwende von kirchlicher Seite bekämpft und verboten.
Doch der Sonnenwendkult war im Bewußtsein der Menschen so stark verankert, daß man ihn nicht auslöschen konnte. Deshalb drückte die Kirche der Sonnenwendfeier einen christlichen Stempel auf. Ab dem 12./13. Jahrhundert wurde das Fest Johannis des Täufers auf die Sommersonnenwende gelegt und in das Johannisfest umbenannt.
Der mit der Sommersonnenwende verbundene Brauch des Sonnenfeuers wurde zum Johannisfeuer. Auch für die Wintersonnenwende wußte die Kirche ein Ersatz zu finden. So wurde aus dem germanischen Julfest das christliche Weihnachtsfest mit dem kleinen Jesus in der Krippe. Diese Idee kam den Kirchenfürsten um das 4. Jahrhundert.
Das germanische Jul war also am Tag der Wintersonnenwende. Darauf folgten die 12 Rauhenächte. Mit dem Julfest haben die Germanen das vollendete Sonnenjahr gefeiert. Das Sonnenjahr geht von Wintersonnenwende zu Wintersonnenwende und dauert exakt 365,25 Tage. Doch das Mondjahr hatte bei den Germanen auch eine große Bedeutung. Ein Mondjahr beinhaltet 12 Mondmonate die jeweils von Neumond zu Neumond gehen. Diese 12 Mondphasen dauern jeweils ca. 29,5 Tage. Dies ergibt für die Länge des Mondjahres genau 354 Tage. So ergab sich für die Germanen eine Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr von 11 Tagen und 12 Nächten – die 12 Rauhenächte. Diese 12 Rauhenächte liegen somit sprichwörtlich „zwischen den Jahren“ und sind gewissermaßen zeitlos.
Für die Germanen hatten die 12 Rauhenächte große Bedeutung. Hier sollten die Geschehnisse jeder einzelnen Nacht, symbolisch für einen Monat des folgenden Jahres stehen. So sollen z.B. die Träume in diesen Nächten Aufschluß darüber geben, was passieren wird. Es wurden in diesen Nächten auch Orakel befragt, die Auskunft über die Zukunft geben sollten. Dieser Brauch hat sich im Bleigießen zu Silvester erhalten. Es heißt, daß in den Rauhenächten die Seelen der Verstorbenen als wilde Horde, angeführt von Odin, durch die Luft brausen. Mit dem zu Jul entzündeten Räucherwerk wollte man die verstorbenen Seelen vom Heim fernhalten. Es wird allgemein angenommen, daß vom Rauch dieses Räucherwerkes der Name Rauhenächte abgeleitet wurde.
Frau Holle, die wahrscheinlich mit der germanischen Freyja, manche vermuten Hel, gleichzusetzen ist, gilt als Schutzpatronin in diesen Tagen. Frau Holle mag es nicht, wenn jemand faul und unnütz in den Tag hinein lebt, doch in diesen 11 Tagen und 12 Nächten möchte sie, daß der Mensch sich ausruht und sich auf sein inneres Wesen besinnt. Zu Jul soll er deshalb alle Gedanken und Verhaltensweisen, die nicht zu ihm gehören, fallen lassen. Symbolisch heißt es, daß diese fremden Eigenschaften von Odins wildem Geisterheer der 12 Rauhenächte aufgenommen und für immer fortgetragen werden. Des Weiteren sollen die Menschen in diesen Tagen Rückschau auf das vergangene Jahr halten und sich auf das Folgende vorbereiten und sich für dieses auch gute Vorsätze machen. Die Kirche hat die 12 germanischen Rauhenächte in ihrem Weihnachtsfest übernommen. Daher folgt auf die 12 Nächte nach dem ersten christlichen Weihnachtstag am 25. Dezember, der 6.Januar als Dreikönigstag. Dieser ist nach den drei Magiern aus dem Morgenland benannt, welche dem Stern von Bethlehem folgten und so das Jesuskind fanden. Die Kirche verlegte also das Fest drei Tage nach vorne. Da der Beginn der 12 Rauhenächte seit Ur-Zeiten immer die erste Nacht nach der Wintersonnenwende war, hatten neben den Germanen auch alle anderen arischen Völker, wie die Inder, Iraner, Griechen und Römer dieses alte Datum.
Neben den genannten Bräuchen zu Jul gab es noch spezielle Volksbräuche zur Sommersonnenwende. So wäre z.B. das Feuerrad zu erwähnen. Dieses ließ man über Felder und Wiesen rollen, um so die Fruchtbarkeit der Erde zu erhöhen. Dann wurde ein Sonnenfeuer zur Erlangung günstigen Wetters entfacht. Dieses Sonnenfeuer wurde oft auch dazu genutzt, um während der Feier darüber zu springen und dadurch von den angesammelten Unharmonien gereinigt zu werden. Feuer gilt seit Urzeiten als läuterndes Element.
Die Sonnenwenden besaßen immer einen großen religiösen Charakter. Es heißt, daß damit verbunden in der Bronzezeit (beginn 2.500 v.d.Ztr.) der sogenannte Sonnenkult entstand. Im Mittelpunkt des Sonnenkultes stand die Verehrung der Sonne als Symbol der Essenz (Urkraft). Der Sonnenkult ist somit die älteste nachweisbare Religion der Germanen. Wie ganz aktuelle archäologische Funde aber zeigen, existiert der germanische Sonnenkult in Mitteleuropa bereits lange vor der Bronzezeit.Jahrtausend Jahre alte Steinkreise rund um die Erde zeugen vom Sonnenkult der Ur-Germanen. Sie sind alle nach identischen astronomischen Mustern konstruiert.

Das Julfest ist in Europa auch als Fest des Lichts oder einfach Lichtfest bekannt. Die Sonnengötter der einzelnen Kulturen, z.B. Sol, Ra, Helios, Apoll, waren meistens auch deren Hauptgötter. Somit stand auch hier die Essenz im Zentrum der religiösen Verehrung. Resümierend kann man sagen, daß die Sonne, das Licht und das Feuer Elemente sind, welche untrennbar mit allen kultischen Handlungen rund um die Sonnenwendfeier sind.

Die Gleichsetzung dieser Elemente mit der Essenz findet sich in allen von den Ur- Germanen inspirierten Völker wieder. So steht für die Indianer Amerikas die Sonne bis heute noch als Symbol für ihren Großen Geist. In Mexiko verehrte man bis zu ihrem letzten Herrscher Montezuma einen schöpferischen Urgeist als Gott des Himmels, des Lichtes und des Feuers, der Mutter Erde und den Naturkräften überhaupt.
Auch bei den Japanern und Inkas spielte der Sonnenkult eine zentrale Rolle. Quetzalcoatl gilt als eine der wichtigsten Gottheiten im vorkolumbianischen Mesoamerika. Er ist das Kalkgesicht (weißhäutig) der die Azteken aus Unwissenheit und Armut befreite. Er wird auch die Gefiderte Schlange genannt. Der Quetzalcoatl-Tempel in Teotihuacán wurde so angelegt, daß durch ihn zur Sonnenwende ein Lichtspiel entsteht, in dem der Gott als überdimensionale Schlange aus Licht und Schatten gegenwärtig wird. Schlangen und Drachen sind in den Mythologien meist identisch. Die Germanen hatten ein Faible für Schlangen. So hatten ihre Schiffe meist Drachenköpfe und die weisen Ur-Riesen ihrer Mythologien wurden auch immer wieder in Zusammenhang mit Schlangen gebracht.
Unzählige archäologische Funde der Vorantike zeugen vom Sonnenkult der Ur- Germanen.
In den Externsteinen bei Detmond befindet sich in luftiger Höhe die sogenannte Höhenkammer. Hier ist ein Sonnenloch eingebracht, welches nach der Sonnenwende ausgerichtet ist.Durch dieses Loch wirft die Sonne am Morgen der Sommersonnenwende ihr Licht direkt auf die Rückwand der Kammer. Die Kammer, auch Sacellums genannt, befindet sich im zweiten Felsen und gilt als Herzstück der Externsteine. Auf dem gleichen Breitengrad wie die Externsteine befindet sich in England Stonehenge. Auch diese Anlage wurde so konstruiert, daß man an ihr die Zeiten der Sonnenwenden exakt ablesen konnte. Das in diesem Jahr ausgegrabene 7.000 Jahre alte und 80 Meter runde Sonnen-Observatorium in Goseck/Sachsen (GM 45) ist ein bedeutender Schlüssel, um die Wichtigkeit der Sonnenwende für die Ur-Germanen zu erkennen. So wurden die ersten monumentalen Bauwerke des modernen Menschen dem Sonnenkult gewidmet. Diesen Fund in Sachsen kann man sogar als Wiege aller antiken Hochkulturen sehen, was auch von den mit der Thematik vertrauten Archäologen Dr. Harald Meller und Jens Lüning vermutet wird. Somit wäre der Sonnenkult die Basis von allem, was heute Kultur genannt wird. Dr. Harald Meller schildert Sinn und Zweck der gigantischen Anlage in Sachsen wie folgt: „Am 21. Dezember sammelten sich die Menschen am Sonnen-Observatorium um dem Sonnenauf- und -untergang beizuwohnen. Am Morgen der Wintersonnenwende fiel das Licht der aufgehenden Sonne genau durchs Südosttor in das Zentrum der Anlage. Am Nachmittag das gleiche Phänomen, nur daß nun die letzten Strahlen der untergehenden Sonne durch die Südwest-Öffnung der Kreisgrabenanlage schienen.“

Nur wenige Kilometer von Goseck entfernt in Kyhna, entdeckte man letztes Jahr eine ähnliche Anlage aus der gleichen Epoche. Die Wissenschaftler bezeichnen dieses Bauwerk als Sternwarte. Auch diese besitzt ausgerichtete Tore. Bei der Sommersonnenwende fallen hier die ersten Lichtstrahlen exakt durchs Tor vom Nordosten ins Zentrum.
Die älteste konkrete Darstellung des Sternenhimmels wurde ebenfalls ganz in der Nähe dieser beiden Funde gemacht. Die sogenannte Sternenscheibe von Nebra (GM 34) ist rund und zeigt an zwei Enden gekrümmte Goldbleche. Diese stellen Horizontbögen dar. Sie markieren, wie sich die Punkte des Sonnenauf- und -unterganges zwischen Sommer und Winter verschieben. Auf den Orkneyinseln vor der Nordspitze Schottlands befinden sich bedeutende megalithische Steinkreise und Grabhügel, welche ebenfalls vom Sonnenkult der Ur- Germanen zeugen. Das Maeshowe-Grab auf diesen Inseln ist so konstruiert, daß zur Wintersonnenwende die Sonne genau in dessen Grabkammer scheint.
Was auch ausgegraben wird, die Sonnenwende als eine Art Urmotiv und wichtiges Ritualdatum ist immer mit dabei. Dies zeigt welche immense Bedeutung die Sonnenwende für die damaligen Menschen hatte. Daher verwundert es auch wenig, daß die Wintersonnenwende bei fast allen Weltreligionen als Tag einer mystischen Wende gilt: Die Sonne zieht im Spätherbst immer zäher und flacher ihre Bahnen, die Natur scheint zu sterben. Doch am 21. Dezember beginnt die Umkehr. Die Wintersonnenwende ist damit auch ein Symbol des ewigen Kreislaufes von Tod und Geburt.
Stimmen die behaupten, daß die gigantischen Anlagen des Sonnenkultes allein dazu dienten, um ein geeignetes Datum für die Saat abzulesen, kann man leicht entkräften. Dieses Resultat hätte man nämlich auch mit weitaus geringeren Aufwand erzielen können. Die Konstruktion der Bauwerke zeigt hohe wissenschaftliche Kenntnisse auf. Hier haben Kulturen existiert, die das rein bäuerliche Dasein schon längst überwunden hatten. Die Ur-Germanen müssen die Sonnenwenden als perfekte Tage gesehen haben, um rituelle Handlungen vorzunehmen. Die an diesen beiden Tagen abgehaltenen Zeremonien sollten die Ereignisse des ganzen kommenden Jahres gezielt bestimmen. Um zu urteilen, welche magischen Wirkungen diese Sonnenwendrituale nun tatsächlich hatten, ist Beobachtungsgabe und eine Kenntnis über die Funktionsweise der Magie (www.germanische-freunde.de) notwendig. Das Schicksal wird über das Bewußtsein der Menschen gestaltet. Schafft eine Priesterschaft es nun, aufgrund günstigen Umständen hier einzugreifen, wäre tatsächlich eine starke Beeinflussung des Schicksals der ganzen Gemeinschaft möglich. Doch welche Umstände müssen dies sein und sind sie bei Sonnenwenden gegeben?
Man muß sich vorstellen, daß die Menschen damals viel enger mit der Natur verbunden gelebt haben als heute. Das heißt, die jahreszeitlichen Veränderungen hatten starken Einfluß auf das Gemüt der Menschen. Dieses muß am Tag der Wintersonnenwende, wenn das Licht über die Dunkelheit wieder oberhand gewinnt, besonders sensibilisiert für Veränderungen gewesen sein.
Die Priesterschaft hat eine ganze Reihe an Volksbräuchen entwickelt, die dazu dienten, bestimme Bewußtseinsstrukturen der Gemeinschaft an diesen Tagen zur Verfügung zu haben. Hier ergab sich dann die Möglichkeit, diese kollektiven Bewußtseinsstrukturen für bestimmte Vorhaben zu nutzen. Ein Beispiel: Da wäre der Brauch, daß alles Unnütze was man an diesen Tagen ablegt, eliminiert werde. Durch den kollektiven Glauben daran, wurde ein geistiges Klima geschaffen, das eine entsprechende Veränderung des Bewußtseins für alle innerhalb dieser Gemeinschaft ermöglichte und so tatsächlich das Schicksal beeinflußte.
Bewußtsein und Geist ist nie den zeitlichen Dimensionen unterworfen, wie es die Materie ist. Ob nun etwas in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft passiert/passierte ist für den Geist gleich. Erst die menschliche Logik legt die verschiedenen Ereignisse in zeitliche Dimensionen ab. Aus diesem Grund sind die von den Ur-Germanen geschaffenen kollektiven Bewußtseinsstrukturen keinem zeitlichen Verfall ausgesetzt. Das geistige Klima der germanischen Sonnenwenden ist somit auch heute noch vorhanden.

Quelle: Germanen-Magazin Nr. 49
Germanische Freunde e.V.
Postfach 70 01 61, 42526 Velbert
http://www.Germanische-Freunde.de


Germanische Künstler vor 30.000 Jahren aktiv

Archäologen um den Tübinger Professor Nicholas Conrad haben es mit ihren neuesten Forschungen geschafft, daß die Geschichtsschreibung erneut geändert werden muß. Zwischen 1999 und 2002 hat man an der Ausgrabungsstätte Hohle Fels in der Schwäbischen Alb „vollproduzierte dreidimensionale Kunstwerke“ entdeckt, die mit der Radio-Karbon-Methode auf ein Alter von 30.000 Jahren datiert werden konnten.
Es handelt sich hierbei aus Mammut-Elfenbein gefertigte Figuren, die man als Pferdekopf, Wasservogel und Löwenmensch interpretiert. Diese neuen Funde im oberen Donautal sind aber nicht die einzigen die man dort machte. Man entdeckt dort schon seit 1973 solche Figuren, insgesamt jetzt 20. Der britische Archäologe Anthony Sinclair bezeichnet die 20 Figuren zusammen genommen, als „die älteste Sammlung figurativer Kunst weltweit“. Für das Schnitzen des Elfenbeins war großes handwerkliches Geschick gefragt. Weiter sagt Sinclair: „Die ersten modernen Menschen in Europa waren erstaunlich frühe Künstler.“
Ebenfalls 30.000 Jahre alte Höhlenzeichnungen entdeckte man im Oktober 2001 in der französische Region Ardèche. Bisher wurde von der etablierten Wissenschaft öffentlich der Standpunkt vertreten, daß die künstlerischen Fähigkeiten der Menschen sich viel später ausprägten. Somit stürzt, daß bereits eingestürzte Geschichtsbild des 19.Jahrhunderts, immer mehr in sich zusammen.

Quelle

Gruß an die alten Traditionen

TA KI

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Weihnachtsbaum mal anders


Man hat das Gefühl, dass die Weihnachtsbäume jedes Jahr teurer werden. Und es ist so schade: da wird ein Baum gefällt, teuer verkauft, liebevoll dekoriert – und fliegt nach ein paar Tagen achtlos auf die Straße. Diese 17 Weihnachtsbäume sind da ganz anders. Für sie musste garantiert keine Nordmann- oder Blautanne ihr Leben lassen. Fall du dich also entschließen solltest, dieses Jahr auf eine mit Nadeln übersäte Wohnung zu verzichten, dann lass dich inspirieren: Einige dieser einfallsreichen Exemplare hast du in wenigen Sekunden fertig, manche sind aufwändiger. Für manche hast du sowieso alles im Haus, andere kannst du einfach aufessen. Und eins ist gewiss: So ein extravaganter Weihnachtsbaum ist für immer unvergesslich.

1.) Dieser Bücherbaum strahlt echte Gemütlichkeit aus. Funktioniert leider nicht mit E-Books.

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2.) Schneller und einfacher geht dieser Baum aus Büchern. Einfach zusammenschieben – fertig. Sieht trotzdem toll aus.

Twitter – Vicevi Dana

3.) In Klein eine tolle Idee für die Kreidetafel im Kinderzimmer. Oder für die Weihnachtsfeier in der Schule.

Twitter – Jaymee Srp

4.) Wer gern im Wald ist, kann sich das Holz hierfür einfach zusammensammeln. So kostet der Weihnachtsbaum quasi nichts.

Twitter – Eye-Tools

5.) Das ist wirklich witzig – ein Weihnachtsbaum aus Einmal-Handschuhen.

Twitter – Its Barbara

6.) Für Freunde der Sachlichkeit ist dieses wirklich schlichte Modell gedacht. Garantiert nadelfrei.

Twitter – Mat Lazenby

7.) Dieser hängende Weihnachtsbaum steht nicht im Weg rum. Und es sieht wirklich schön und elegant aus.

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8.) Auch eine schnelle Lösung: Einfach die Leiter mit dem vorhandenen Baumschmuck dekorieren. Das sieht erstaunlich gemütlich aus.

Twitter – Brittany Armstrong

9.) Dieser Baum dient gleichzeitig als Regal. Praktisch und schick.

Twitter – MyDaily

10.) Ich musste zweimal hinsehen, um zu erkennen, woraus das besteht. Eine alte Europalette – großartig!

Twitter – Living Crafts

11.) Auch diese Baum-Alternative ist ruck-zuck fertig: Einfach die Sofakissen übereinander werfen.

Twitter – Ann Traves

12.) Wieder etwas für Puristen. Eine Schnur und ein paar Dekorationen schaffen weihnachtliche Atmosphäre.

Twitter – Maps Maponyane

13.) Aufwändiger ist dieser Flaschen-Baum. Sieht schön aus, man muss aber sehr sehr vorsichtig sein.

Twitter – eskript

14.) Der perfekte Weihnachtsbaum für die Festtafel. Leider ist er nach dem Dessert wahrscheinlich schon vernascht.

Twitter – AngieLuv Foods Photo

15.) Rein vegetarisch. Wenn man diesen Baum kocht, hat man nach den ganzen Festtagsbraten eine gesunde und leichte Mahlzeit. Doppelt gut.

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16.) Für diesen Baum muss man rechtzeitig anfangen zu sammeln. Aber dann kann man mit seinen Kleinen eine tolle Zeit beim Basteln haben.

Twitter – WonderfulDIY.com

17.) So bekommt die Eierpappe ein ganz neues Leben eingehaucht. Wundervoll. Die Details sind aber auch interessant: Ein paar ausgediente Kaffee-Kapseln.

Twitter – Tina Mihailidi

Ich werde dieses Jahr gleich 2 dieser Prachtexemplare probieren. Bei den größeren Modellen bin ich noch unentschieden – aber der Obst-Baum kommt auf jeden Fall aufs diesjährige Büfett. Hattest du auch schon einmal einen ausgefallenen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stehen? Dann teile diese tollen Ideen mit all jenen, die ihrem Fest ein wenig Pfiff verleihen wollen!

Quelle

Gruß an die Stimmungsvollen

TA KI

Advent


Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,

Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

 

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Gruß an die heiligen Nächte

TA KI

Das Wissen um die Sonnenwend ist sehr alt


Bei den Kelten ist die Sommersonnenwende unter dem Namen Alban Hevin bekannt. Sie sollen sage und schreibe 12 Tage und Nächte gefeiert haben. Die Anhänger der noch jungen Wicca Bewegung nennen das Fest Litha.

Der Mittsommer, wie das Fest auch genannt wird, gehört zu den vier großen Sonnenfesten im Jahreskreis. Ihr Pendant ist die Wintersonnenwende am 21. Dezember. Sie liegt der Sommersonnenwende genau gegenüber. Die Frühlings-Tagundnachtgleiche  liegt genau zwischen der Winter- und Sommersonnenwende, die Herbst-Tagundnachtgleiche zwischen der Sommer- und Wintersonnenwende.

Die Kirche konnte dieses heidnische Fest nicht ignorieren, es war fest in der damaligen Kultur der Heiden verankert. So tat sie, was sie in solchen Fällen immer zu tun pflegte, sie wandelte es in ihr eigenes Fest um, den Johannistag. Es war Johannis dem Täufer gewidmet und wurde auf den 24. Juni datiert. Noch heute sind die riesigen Freudenfeuer auch unter dem Namen Johannisfeuer bekannt. Die alte, heidnische Tradition jedoch konnte durch die Kirche bis heute nicht verdrängt werden. Im Gegenteil, mehr denn je suchen die Menschen den Weg zurück zu ihren Wurzeln, möchten sie auf dem Alten Pfad wandeln.

 

Alte Stätten und Relikte

Die Feiern zur Sommersonnenwende gab es bereits, als an die Bibel noch nicht einmal zu denken war. Das lässt sich nicht so einfach aus dem kollektiven Gedächtnis streichen.

Nehmen wir einmal den Turm von Jericho. Er ist der älteste Turm der Welt und steht nun bereits seit 11.000 Jahren. In seiner unmittelbaren Umgebung steht der Berg Quarantal. Der Schatten seines Gipfels fällt zur Sommersonnenwende genau auf diesen Turm. Das fanden die Archäologen der Universität Tel Aviv heraus.

Stonehenge ist nicht ganz so alt wie der Turm von Jericho. Das Alter wird mit etwa 5100 Jahre angegeben. Der Steinkreis ist auch heute eines der bekanntesten Kultstätten der Welt. Stonehenge ist noch immer eines der Lieblingsplätze zur Sommersonnenwende.

Ein weiteres Relikt aus der Bronzezeit ist die Himmelsscheibe von Nebra (siehe Abbildung), welche die Sonnenwenden und die Tagundnachtgleichen anzeigt. Ihr Alter wird auf 3700 bis 4100 Jahre geschätzt.

Dies sind nur drei Beispiele aus der alten Zeit derer es viele gibt. Das Wissen ist tief in den Menschen verankert und niemand wird es löschen können, egal wie sehr es auch versucht.

Himmelsscheibe von Nebra

Alte Mythen rund um die Sommersonnenwende

Mittsommer ist ein Fest der Sonne und des Feuers. Es wird ausgelassen, nahezu ekstatisch gefeiert. War die Wintersonnenwende mit der Sorge vor der bevorstehenden, kalten Jahreszeit verbunden, so war dieses Fest ein Fest der puren Freude. Die Menschen mussten sich nicht sorgen. Die Erde brachte die ersten Früchte hervor und alles stand in heller Pracht. Es herrschte Fülle und Überfluss. Die Sonnenwenden sind eng mit der germanischen, aber auch der keltischen Mythologie verknüpft.

 

Baldur, der germanische Sonnenkönig

Es ist der längste Tag des Jahres. Längst sind die Tage nicht so heiß, wie sie noch werden können. An keinem anderen Tag des Jahres wird die Sonne länger scheinen und ihre Kraft der Erde schenken. Hernach wird sie sich mehr und mehr zurückziehen. Die Schatten ihres Daseins werden von Tag zu Tag länger, bis zur Wintersonnenwende die Nacht den längsten Schatten wirft.

Der immer wiederkehrende Zyklus des Sonnengottes Baldur erreicht zur Sommersonnenwende seinen Höhepunkt.

Geburt und Leben des Baldur

Baldur ist der Lichtgott, der Gott der Sonne. Odin machte sich einst zu einer längeren Reise auf. Seine Brüder Wili und We übernahmen für diesen Zeitraum die Regentschaft. Sie übernahmen aber auch gleich Odins Frau Frigg und zeugten mit ihr einen Sohn, Baldur den Licht- und Sonnengott.

Baldur plagten schlimme Albträume. Immer wieder träumte er von seinem eigenen Tod. Er ertrug diese Last nicht länger und erzählte den anderen Asen von diesem furchteinflößenden Traum. Unter Yggdrasil, der Weltenesche hielten sie Rat was zu tun sei.

Odin wurde ausgesandt näheres zu erfahren, doch davon soll ein anderes Mal die Rede sein. Springen wir ein Stück vor in der Geschichte.

Baldur hatte einen blinden Bruder namens Hödr. Er schlug vor, dass alles in der Welt, alles Beseelte und alles Unbeseelte den Schwur leisten soll Baldur nicht zu schaden.

Frigg machte sich auf und nahm allen Dingen und allen Wesen den Schwur ab, nur eines „vergaß“ sie: Die kleine, zarte Mistel an einer Eiche.

Die Götter testeten den Schwur und warfen Wurzeln und anderes Gehölz nach Baldur, aber alles prallte an ihm ab. Sie wurden mutiger und warfen mit immer größeren Dingen nach Baldur und nichts geschah. Odin warf seinen Speer nach ihm, Thor seinen Hammer, aber alles prallte an ihm ab.

 

Baldurs Tod

Auf einem Fest zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende schossen sie wieder mit Pfeil und Bogen und anderem Gewerk auf Baldur. Loki nervte das alles wahnsinnig und er ersann eine List. Als alte Frau verkleidet suchte er Frigg auf und fragte, ob sie wirklich allen Dingen und Wesen den Schwur abgenommen hätte. Sie gestand schließlich, bei einer noch jungen Mistel auf den Schwur verzichtet zu haben.

Loki machte sich auf und holte die zarte, zerbrechlich wirkende Mistel. Zurückgekehrt gab er sie Hödr und überredete ihn damit nach Baldur zu werfen. Dies tat er schlußendlich und Baldur sank tot zu Boden. Er war von der Mistel durchbohrt.

 

Baldurs Wiedergeburt

Nach dem Tod Baldurs waren die Götter sehr verzweifelt. Frigg gab ihren Sohn aber nicht auf. Es gelang ihr nach langem Hin und Her ihren dritten Sohn Hermoðr zu überreden in das Totenreich zu reisen um mit der Totengöttin Hel zu verhandeln. Mit Sleipnir, Odins achtbeinigem Pferd, machte sich Hermoðr auf den Weg durch das Tor zum Totenreich. Niemand ist je durch dieses Tor zurück gekehrt. Das kluge Pferd Sleipnir indes sprang einfach darüber hinweg. So überredete Hermoðr die Totengöttin seinen Bruder Baldur wieder frei zu geben. Hel verlangte, dass alle Wesen und Dinge der Welt um Baldur weinen sollten, erst dann würde sie ihm seine Wiedergeburt gestatten.

Viel Zeit war vergangen, der Winter kratze bereits mit seinen kalten Krallen an der Tür. Frigg schickte abermals Boten in alle Lande aus. Alle weinten nun um Baldur außer Thöll, die Riesin. Wieder war es Loki der Listige, der seine Finger im Spiel hatte. Die Götter erkannten, dass er sich in die Riesin verwandelt hatte. Sie ergriffen Loki, zerrten ihn unter die Erde und fesselten ihn dort an einen Felsen. Erst bei Ragnarök, der Götterdämmerung gelang es Loki sich zu befreien.

Nun war Baldur aus dem Reich der Toten befreit, aber er hatte einen hohen Preis zu zahlen. Jedes Jahr zur Wintersonnenwende wird er neu geboren, um dann zur Sommersonnenwende erneut zu sterben.

 

Cerunnos, der gehörnte Gott der Kelten

Bei den Kelten wird am Tag der Sommersonnenwende der Naturgott Cerunnos geehrt, welcher auch der Gehörnte genannt wird. In der griechischen Mytholigie ist der Gehörnte unter dem Namen Pan bekannt. Sein germanischer Name lautet Freyr.

Cerunnos ist der Herr der Tiere, der treue Begleiter der großen Erdgöttin. Seine Gottheit steht für viele Bereiche der irdischen Welt.

Er ist der Gott:

  • der Natur
  • des Waldes
  • der schöpferischen Naturkräfte
  • der Fruchtbarkeit
  • der Zeugungskraft
  • des Wachstums
  • der Reinkarnation
  • der Kreuzwege
  • der Krieger
  • der Liebe
  • des Wohlstandes und Reichtums.

Dem Gehörnten zu huldigen, bedeutete die eigene Lebenskraft und Fruchtbarkeit zu steigern. Aus ihm spricht die ungebändigte Natur, das Wilde und die Freiheit eines jeden Einzelnen, als Teil des Kreislaufes in dieser Welt.

 

Keltischer Knoten

 

Alte Bräuche der Sommersonnenwende

In der Mittsommernacht, wenn sich die Sonne unter dem Horizont schlafen legt, werden große und kleine Feuer entfacht. Die Menschen tanzen um die Flammen und springen über sie hinweg. Das soll Glück bringen und vor Unheil schützen.

Die kleinen Kinder der alten Zeit wurden schnell krank und eine Krankheit führte nicht selten zum Tod. Sie wurden zur Mittsommernacht über das Feuer geworfen, um sie vor diesem Schicksal zu bewahren. Ein über das Feuer geworfenes Kind, werde nicht so schnell krank, glaubten die Menschen der alten Zeit.

Neigten sich die Feste dem Ende entgegen, so nahmen die Menschen einen glühenden Scheit aus dem Feuer und trugen ihn nach Hause. Mit diesem Holzscheit wurde das eigene Heim gesegnet. In vielen Gebieten ist dieser Brauch noch heute so aktuell wie einst. Die Kultur der Heiden ist nie wirklich zerbrochen.

Die Sommersonnenwende ist ein Fest, dass tief in die Nacht hineinreicht. Um so später es wird, um so berauschender die Feier. Brennende Räder, gemäß einer uralten Tradition, werden entzündet und von den Bergen und Hügeln hinab gerollt.

Das Fest endet erst, wenn die ersten Vögel erwachen und der Morgen dämmert.

 

Die Kraft der Kräuter

Am Tage sammelten die Frauen Kräuter wie Beifuß, Eisenkraut, Rittersporn und vor allem die Sonnenpflanze Johanniskraut. In der Nacht banden sie sich diese um ihre Hüften.

In ihren Haaren trugen sie Blumenkränze aus Gundermann und Eisenkraut, welche die Hellsichtigkeit fördert.

Den Kräutern werden starke Heilkräfte zugesprochen, die ihre Wirkung am kraftvollsten entfalten, wenn die Mittsommernacht auf die Nacht des Vollmondes fällt.

Die nackten, männlichen Tänzer banden sich indes einen Gürtel aus Beifuß oder Eisenkraut um die Hüften. Er sollte die Potenz erhöhen. Die Nacktheit in jener Nacht war übrigens heilig, sie war die Verbindung zum Ursprung des menschlichen Daseins.

Mit Hilfe der Kräuter wurde ein starkes Gebräu kreiert, welches eine besonders berauschende und aphrodisierende Wirkung hatte.

Rund um die Felder steckten die Menschen die sogenannten Wolfskräuter: Arnika, Eberesche, Beifuß, Königskerze, Kümmel und das Christophskraut. Sie sollten dem Sonnengott Ehre erweisen.

Die Priester der Heiden, auch Bilwis Priester genannt, dienten dem Sonnengott Baldur. Zur Sommersonnenwende war es ihre Aufgabe die Felder zu segnen.

 

Die Wärme der Sonne

 

Ein kleines Mittsommer – Ritual

Nimm dir einen kleinen Leinenbeutel und fülle diesen mit Kräutern aus:

  • Lavendel
  • Johanniskraut
  • Eisenkraut
  • Gundermann

Besprich den Beutel mit deinen Sorgen, Ängsten und Problemen. Verbinde ihn und vergiss nicht, ihn mit zum Feuer zu nehmen.

Wirf den Beutel am Abend in die Flammen. So sollen deinen Sorgen und Ängste verbrennen und sich deine Probleme in Rauch auflösen.

Ist das Feuer klein genug, springe darüber hinweg.

Das ist nicht der Moment für waghalsige Experimente!

Spring nicht über das Feuer, wenn es für dich oder umstehende Personen gefährlich ist.

Dieser beherzte Sprung wird dich reinigen.

Mittsommer ist ein geselliges Fest. Es ist Brauch das Fest mit der Familie und / oder Freunden zu feiern.

Die Sommersonnenwende erzählt von Licht und Überfluss, aber sie erzählt auch eine andere Geschichte. Alles was jetzt in Fülle vorhanden ist, wird wieder verloren gehen. Alles was zu Tage kommt, wird wieder im Dunkel verschwinden. Noch sind die Nächte einladend warm und die Tage voller Kraft und Licht. Der Winter scheint weit entfernt. Zelebriere das Leben und tanze durch die Nacht.

Quelle

liche Grüße an Alle- auch die Ahnen

TA KI

 

Hohen Maien- Sonntag ist das christliche Pfingsten- blota i moti sumri – Hohe Maien


Hoher Maien ist die Zeit des siegenden Lebenswillens. Die Frühsommerzeit war stets die Kür- und Auslesezeit der Jugend von Mensch und Tier.

Die junge Mannschaft wurde bei den Germanen um diese Zeit in die Wehrgemeinschaft der Männer, die Jungmaiden in den Kreis der Frauen aufgenommen. Aus den Dorfgemeinden des Gaues trafen sich einst die gleichaltrigen, heiratsfähigen Jungmänner und Maiden zu edlem Wettstreit und Frohsinn. Sie sangen und tanzten, waren jung und froh.

Das alte deutsche Maifest begann fünfzig Tage vor der Sommersonnenwende und wie alle germanischen Feste mit einem Feuer in der Vornacht zum 1. Mai. Die Walpurgisnacht, die keltischen Ursprungs ist und den Wechsel von Winter auf Sommer symbolisiert, hat nichts mit dem eigentlichen Sinn dieser Feuernacht zu tun, wird aber am gleichen Tag – in der Nacht zum 1. Mai – begangen.

Das Mai-einsingen und -eintanzen war der Beginn einer Festzeit, die in Hohe Maien gipfelte. Das Ringen von Winter und Sommer findet mit dem Fest an Hammersheimholung seinen Abschluß. Die Maienzeit ist die Zeit der sinnbildlichen Vermählung des „Himmlischen Alls“ mit der „Mutter Erde“. Die Hochzeit Wotans mit Frigga, die Vereinigung der beiden Göttersippen, der Asen und der Wanen. Eines der gewaltigsten Bilder unserer Frühzeit.

Hohe Maien –hohe Zeit– Hochzeit allen Lebendigen, allen Gewachsenen, das sich zu höchster Schönheit entfaltet. Hier vereinigen sich Himmel und Erde, Gottheit und Mensch.

Wie sehr diese Hochzeit allen Lebendigen, eben auch den Menschen einbezieht, zeigt der alte Brauch des Mailehens, die Kür des Maienbrautpaares. Die Frühlingsvermählung von Himmel und Erde wird sinnbildlich dargestellt in der Einholung der Maienbraut durch den Maienbräutigam. Beide wurden aus Tüchtigkeitskämpfen ermittelt. Beide werden einander dann sinnbildlich angetraut.

Das Sinnzeichen dieses Festes ist die eh – Rune. Sie steht für Aufstieg, Erhebung und ein ehrenreiches Leben.

Quelle

blota i moti sumri – Hohe Maien

11. Mai. Zur 2. Vollmond nach Ostara wurde Hohe Maien 12 Tage lang gefeiert. Dem
genauen Termin gehen die 9 Walpurgisnächte voraus, die ihren Namen von
den heiligen Wallburgen haben zu denen gewandert wurde, um dort die
heiligen Feuer zu entfachen und zu feiern.

Hier wird die Vereinigung Odins mit der Erdgöttin Frigg gefeiert, durch diesen Akt beginnt es überall zu Grünen und zu Blühen. Diesem Fruchtbarkeitsfest, dichtete die Kirche mit dem Hexenfest Walpurgis riesige Orgien auf demn Blocksberg an. Junge Paare wälzten sich nackt im Tau auf der Wiese, um die Fruchtbarkeit der Natur auf sich zu übertragen. Real fanden zwar „Jungfernversteigerungen“ statt, bei der sich die Burschen ihre Braut ersteigern konnten, doch dies war für die Mädchen freiwillig! Mit der „ersteigerten“ Braut konnten sie dann 1 Jahr auf Probe für die spätere Heirat zusammenleben. bei diesem Brauch wird auch die Birke als Maibaum zum Zeichen der Liebe der Braut vor das Fenster gepflanzt. Den Grund für die angenommenen Orgien, bildet der Brauch der Paare sich anschließend nackt im Tau der Wiesen zu baden, um so die Fruchtbarkeit der Natur auf sich zu übertragen. Außerdem wird gemeinsam der Maibaum, auch als Queste bekannt, neu geschmückt und aufgestellt. Dieser Brauch, auf Pfingsten verschoben, ist noch immer in Questenberg im Harz lebendig.

Quelle

Walpurgisnacht


Walpurgisnacht

Walpurgisnacht

Hintergrund, Ursprung und Bedeutung der Walpurgisnacht

Die Entstehungs-Geschichte der Walpurgisnacht hat den Ursprung in der vergangenen keltischen Kultur. Zum Verständnis der Zusammenhänge: Die Nacht auf den 1. Mai gehörte in keltischer Tradition [→ Jahreskreisfeste] zum Halbzeit-Wechsel zur Sommerzeit mit Beltane bzw. Belenus. Da war ursprünglich keinerlei religiöser Inhalt, sondern eine klar dem Kalender als kultureller Taktgeber zugeordnete Absicht. Am 21. März, [= Beltane am 1. Mai] ist die Nacht gleich lang wie der Tag, die Nächte werden aber seit dem 21. Dezember, [= Lichtmess am 1. Februar], kürzer bevor sie ab dem 21. Juni, [= Lug am 1. August], wieder länger werden bis sie am 21. September [= Samonios am 1. November] wieder gleich lang sind wie die Tage.

Zwecks Umdeutung bei der Überlagerung mit der römisch-katholischen Lehre [Beltane vom 1. Mai wurde zu Ostern verlagert] und dem griechisch-römischen Dualismus des ausgeschlossenen Dritten wurde auch der Tanz verteufelt, verdammt und verketzert. Neben Sex-Reiz und Zauberei war Tanz ein Indiz, nach dem eine Hexe erkannt wurde. Der gedankliche Inhalt, die Bedeutung vom keltischen Beltaine, nebst anderem die Auferstehung der Natur in Flora und Fauna erscheint mit katholischem Dogma bei Ostern als Auferstehungsfest der christlichen Kirche.

Woher kommt die angebliche Hexennacht der Walpurgis? Die Walpurgisnacht selber ist ein Element aus dem „Faust I“, einer Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe, die 1808 veröffentlicht wurde. Goethe seinerseits stützt sich auf das Buch Bloks-Berg Verrichtung von Johannes Praetorius aus dem Jahre 1669.

Warum kein Tanz mehr in den Wonne-Monat am → 1. Mai?

Der katholische Glaube an einen einzigen Herr-[Gott] eignet sich vorzüglich zur vermeintlichen Legitimation von Herr-Schaft über die Anderen. Die angebliche und vermeintliche All-Macht, das durch den römisch-katholischen Klerus selbst zuerst angesprochene unbekannte Wesen als Gespenst eines Geist in Form von Gott, bezweckt allein die Herrschaft über Untertanen, welchen das Dogma als Religion zum Glauben gelehrt wird. Womöglich glauben die Kleriker der Einfachheit halber sogar selber an dieses Paradoxon der [Ge-]Wissen-Losigkeit. Nach dem Verbot ihrer [Druiden-]Schulen durch römische Kaiser war die keltische Kultur der Weiter-Bildung beraubt, nicht aber der eigenen Erfahrung, Denkart und Tradition.

Vom europäischen Festland wird aus keltischer Zeit nichts von Hexen berichtet, was aber weiter auch nichts besagt. Keltische Fürstinnengräber mögen aufzeigen, dass die Frau gleichberechtigt gewesen sein muss. Das magische Bild in keltischer Kultur schliesst mit der Signatur durch den Bann das Symbol als Stellvertretung aus. Bei der Hexe als Erscheinung kann davon ausgegangen werden, dass dies aus dem germanischen Norden eingeschleppte Vorstellungen vom Gespenst als Geist sind, transportiert und missioniert die Flüsse aufwärts vor allem in die Zentral- und Ost-Schweiz.

Die Geburtshilfe lag in der Antike fast ausschliesslich in den Händen der Frauen. Die Ärzte scheuten die Berührung der weiblichen Geschlechtsteile und liessen die Behandlung nach ihren Anordnungen von Frauen vornehmen. Die Eierstöcke waren noch nicht entdeckt, die Aufgabe der Hoden zur Produktion der Samen unbekannt. Wenn nun die keltische Denkweise in ihrer Entwicklung durch römische Kaiser mit dem Verbot von Schule und Kult gestoppt oder zumindest empfindlich gestört wird, geht das Kinder kriegen der Frauen davon unbehelligt weiter und so werden es vor allem Frauen gewesen sein, welche die lebensnotwenigen Grundlagen des keltischen Druidentums auch ohne Druiden weitergeführt haben bzw. führen mussten.

So ab dem 6. Jahrhundert begann die Missionierung der keltischen Gebiete durch irische Wandermönche. Klöster wurden gegründet, Klosterschulen bildeten eine neue Geistlichkeit die lesen und schreiben konnte. Weder in den Männer- noch in den Frauenklöster wurden die Kinder geboren. Vermutlich darum konnte sich bei neuen Gelehrten auf der Basis der angeblich unbefleckten Empfängnis aus der Bibel die Wahnvorstellung von Hexen entwickeln, die mit dem Leibhaftigen buhlten. Die katholische Heilige Walburga, Walpurgis, war eine im 8. Jh. in Süddeutschland tätige Missionarin sowie Vorsteherin des Benediktinerklosters von Heidenheim, wurde zur Patronin der Schwangeren und angerufen, nebst anderem, gegen Hungersnot und Missernte, Tollwut, Pest und Seuchen. Das sind exakt auch Vorwürfe, welche später den angeblichen Hexen gemacht wurden und zu den Hexenverbrennungen führte.

Ein möglicher Hintergrund der um 1400 entstehenden Hexen könnte demnach vorliegen in dem Aberglauben in Form einer nicht natürlichen Geburt, wie sie als Einbildung der unbefleckten Empfängnis zu einem zentralen Inhalt von Pfingsten, dem Heiligen Geist einer dem keltischen Druidentum nachfolgenden neuen, römisch-katholischen Geistlichkeit wurde. Erst dadurch wurde die spätere Vorstellung möglich, Frauen könnten als Hexen vom Teufel geschwängert werden. Dieser Unsinn von Dämon und Schwangerschaft stammt aber von anderswo her und ist nicht aus dem keltischen Druidentum. Die Distanz zur natürlichen Schwangerschaft führte auch zu absurden Tierprozessen. So wurde in Basel 1474 ein Hahn zum Tode verurteilt und am 4. August auf dem Kohlenberg als verkleideter Teufel auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Dem Hahn wurde vorgeworfen, er habe ein Ei gelegt, was wider die Natur war. Vor allem aber befürchteten die Gelehrten, dass aus dem Ei ein Basilisk, ein Ungeheuer, schlüpfen könnte. Auch das inkriminierte Ei wurde den Flammen übergeben.

Die Figur der germanischen Hagazussa-Hexe im Standard-Deutsch ist nicht gleich der Häx [→ Hexen] im Schweizer-Deutsch. Im Schweizerdeutsch sind die Wörter hegs oder hägs eine Form des Verbes haben; zum Beispiel im Sinne einer Vermutung bi dänë hegs no söttigs [bei jenen habe es noch solches] oder als Behauptung si heg chönë flüüge [sie habe fliegen können]. Gut vorstellbar, wie aus den einzelnen, überlieferten, hegs oder hägs die Hegs- oder Hägsereien wurden und dann die Personen, die solches weitertrugen, schliesslich als Hegsen oder Hägsen und schliesslich als Hexen benannt wurden. Der stets rezitierte und voneinander abgeschriebene Bezug zur germanischen Etymologie Hagazussa scheint hier nicht zwingend gegeben, weil, die nordisch-germanischen Vorstellungen vom Gespenst [der Polarlichter] als Geist und Nibelungen, welche flussaufwärts über den Rhein [Basel] und die Reuss bis nach Luzern in die Inner-Schweiz eingeschleppt wurden, fanden vor Ort mit keltischem Hintergrund keine erkennbar nachhaltig kulturelle Entwicklung. Im magischen Bild sind die germanisch üblichen Wesenheiten [Drachen, Hexen und dergleichen mehr] nicht denkbar, ausgeschlossen.

Die Stadt Luzern, wo die Hexerei 1419 erstmals erscheint, liegt am Fusse eines damals zum Betreten verbotenen Berges, auf dem angeblich Drachen hausten. Nach der Legende wurde 1421, also zur Zeit des Auftauchens von Hexereien, in einer Menge von geronnenem Blut der berühmte Drachenstein gefunden, den ein feuriger Drache fallen liess. Diese Erscheinung als Vorstellung [Dämonen] basiert ebenfalls auf der Mission vom Arme-Seelen-Glauben, dem aber vor Ort der kulturelle Hintergrund fehlte.

Der Hexenwahn

Spätestens seit dem Canon Episcopi um 906 wandte sich die katholische Kirche gegen offenbar weit verbreitete Bräuche von nachtfahrenden Frauen. Bischof Burchard von Worms prägte mit seiner ersten bedeutenden Sammlung des Kirchenrechts, dem Decretorum libri viganti, die mittelalterlichen Vorstellungen von unheimlichen nächtlichen Wesen, indem er die zeitgenössischen und überlieferten Ansichten zusammenfasste. Auf Besen zum Sabbat begeben sich Frauen allerdings erst seit dem 15. Jahrhundert.

Hexen-Sabbat Schon 1428 hatte der Luzerner Chronist Johannes Fründ die Begleitumstände einer Ketzerverfolgung im Wallis festgehalten und dabei zum ersten Mal jene Serie von Praktiken beschrieben, die seither das Bild vom Hexensabbat prägen. Mit einem bösen Geist paktieren, auf Stühlen durch die Luft fliegen, Salben benutzen, Vorräte plündern. Neben rituellem Kindsmord, Kannibalismus und Schadenszauber. Der Dominikaner Johannes Nieder beschreibt Ähnliches in seinem Formicarius. Hier erscheint die betroffene Gemeinschaft bereits als Sekte, als Gegenkirche. Ungefähr gleichzeitig entsteht mit den Errores gazariorum ein anonymer Text, in dem erstmals von sexuellen Orgien während der nun unter Leitung des Teufels stattfindenden Zusammenkünfte die Rede ist. Um 1436 verfasst dann der Richter Claude Tholosan in der Dauphiné ein umfangreiches juristisches Schriftstück, Ut magorum et maleficorum errores, das den detaillierten Nachweis erbringt, dass das Treiben der Hexen als Majestätsbeleidigung zu gelten hat und von der weltlichen Gewalt verfolgt werden muss. Der Kleriker Martin le Franc in Lausanne schliesslich bearbeitet das neue Phänomen radikal Frauen feindlich. In seinem Text Champion des Dames gibt es keine Hexer mehr. Von jetzt an sind so gut wie ausschliesslich Frauen am Hexensabbat teilnehmend, und vor allem Frauen bezahlen mit ihrem Leben für den Aberglauben der neuen Geistlichkeit, den Hexenwahn.
Hexen-VerbrennungMitte des 14. Jh. (1347-1352) erfasste der schwarze Tod, die Pest, in einer ersten Welle als ständig wiederkehrende Pandemie alle Gebiete Europas. Die Pest blieb phasenweise und wellenförmig in Europa bis anfangs des 18. Jh. vorhanden. Über alles betrachtet, dürfte es im Zeitraum zwischen 1347 und um 1700 nur wenige wirklich pestfreie Jahre gegeben haben. Die Sterberate unterlag grossen Schwankungen und konnte regional bis zu 50% ansteigen, also die Hälfte der Bevölkerung töten.

Da man über die medizinischen Zusammenhänge und die Übertragung durch Flöhe auf Ratten nichts wusste, personifizierte man die Pest. So wurden viele Frauen als Hexen verklagt und hingerichtet [Hexenverfolgung]. (…)

Luzerner Chronik Diebold Schilling Eine Darstellung von merkwürdigen Ereignissen 1456 in der Luzerner Chronik Diebold Schilling (1460-1515), die im Zusammenhang mit zwei Kometen gesehen wurden. Vorne z.B. ein doppelköpfiges Kalb. Es regnet Blut und Fleischstücke.

Tatsächlich war 1456 der ungefähr alle 76 Jahre wiederkehrende Komet Halley zu sehen. Im Oktober 1356 ereignete sich in Basel das bislang schwerste Erdbeben in Mitteleuropa seit Beginn der Geschichtsschreibung.

Viele Menschen, [durch die kath. Lehre miss-gebildet], waren davon überzeugt, das Ende der Welt sei gekommen.

Quelle: http://www.keltoi.ch/walpurgisnacht.html

Gruß an die Wissenden

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TA KI