Gift auf den Lippen- „…aber hauptsache es macht schön…“


 

Gefährliches Gift im Lippenstift

 

Dieser Artikel erschien hier bereits am 28.04.2014

Wer schön sein will, muss leiden. Dieses alte Sprichwort ist bekannt und dennoch wird es nicht allzu ernst genommen. Wie viel Wahrheit sich tatsächlich dahinter verbirgt, zeigen wir Ihnen an einem Beispiel aus dem Bereich der dekorativen Kosmetik – dem Lippenstift.

Gift  im Lippenstift © Sandor Kacso – Fotolia.com

 

Frauen lieben den Lippenstift

Frauen leiden natürlich in der Regel nicht darunter, sich täglich hübsch zu machen. Schliesslich macht es Spass, das Aussehen mit ein paar kleinen Tricks positiv zu verändern. Ein wenig Make-up zaubert aus einer faden, unebenmässigen Haut schnell einen frischen und ebenmässigen Teint. Doch was wäre das schönste Make-up ohne einen passenden Lippenstift?

Der Lippenstift ist das Kosmetikutensil, mit dem Frau ihre Weiblichkeit unterstreichen und ihre eigene Auffassung von Eleganz und Stil ausstrahlen kann. Daher ist der Lippenstift ein Muss für jedes perfekte Make-up. In unzähligen Farben und unterschiedlichen Texturen angeboten zählt der Lippenstift heutzutage zu dem mit Abstand beliebtesten Schminkzubehör.

Doch ein mit Lippenstift ausdrucksvoll geschminkter Mund ist nicht nur schön anzusehen. Der Lippenstift birgt auch eine Gefahr für die Gesundheit, denn er kann eine Menge an Giftstoffen enthalten.

Diese werden durch das Benetzen der Lippen mit der Zunge zumindest teilweise vom Speichel aufgenommen und gelangen so in den Körper. Was sie dort anrichten können, verleiht dem oben zitierten Sprichwort, „Wer schön sein will muss leiden“, eine ganz andere Dimension.

Ein Lippenstift für höchste Ansprüche

Der Anspruch an den Lippenstift ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Während die Frauen früher noch glücklich darüber waren, dass ihre Lippen eine interessantere Farbe annahmen, muss der Lippenstift von heute einiges mehr können. Und was das genau ist, bestimmen die Werbespezialisten der Kosmetikhersteller.

Ein Lippenstift liegt heutzutage nur dann im Trend, wenn er bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Hierzu zählen: besonders intensive Farbpigmente, ein unwiderstehlicher Glanz sowie eine Haltbarkeit von mindestens 24 Stunden – selbstverständlich ohne in den Lippenfältchen zu verlaufen oder an Farbintensität zu verlieren.

Eines sollte in diesem Zusammenhang jeder Frau klar sein: Je effektvoller und haltbarer die Farbpigmente im Lippenstift oder Lipgloss sind, umso ausgefeilter müssen auch die für diesen Effekt verantwortlichen Ingredienzen sein.

Da kann auf eine breite Palette synthetischer Substanzen längst nicht mehr verzichtet werden. Man kann halt nicht gleichzeitig auf Schönheit UND Gesundheit achten, oder vielleicht doch? Dazu später mehr.

Teuer ist nicht gleichzeitig gut

Viele der verwendeten Inhaltsstoffe konventioneller Lippenstifte geben Anlass zur Besorgnis, denn sie sind bekanntermassen gesundheitsgefährdend.

Einige von ihnen stehen im Verdacht, allergische Reaktionen auszulösen und andere zeigen gar eine karzinogene Wirkung. Obwohl dies längst bekannt ist, sind diese Substanzen nach wie vor in fast allen herkömmlichen Lippenstiften zu finden – in billigen Fabrikaten ebenso wie in hochpreisigen Markenprodukten.

Inhaltsstoffe konventioneller Lippenstifte

Zu den gesundheitlich bedenklichen Inhaltsstoffen in Lippenstiften zählen beispielsweise die aus Erdöl gewonnenen Paraffine und Mineralöle. Sie legen einen nicht wasserlöslichen Film auf die Lippen, der sie scheinbar weich und geschmeidig macht.

In Wahrheit besitzen sie jedoch keinerlei Pflegeeigenschaft. Im Gegenteil: Sie entziehen den Lippen die natürliche Feuchtigkeit und trocknen sie aus. Das Gleiche gilt auch für Silikone, die ebenfalls als Weichmacher im Lippenstift eingesetzt werden.

Formaldehyd als Konservierungsmittel und Diethylphthalat als lichtbeständiger Weichmacher sind auch in vielen Lippenstiften enthalten. Beide Substanzen bergen ein hohes karzinogenes Risiko.

Um den unangenehmen Geruch der verwendeten Rohstoffe zu übertönen, wird mit synthetischen Duftstoffen nicht gespart. Schliesslich würde keine Frau einen stinkenden Lippenstift verwenden. Doch die meisten dieser kreierten Düfte können allergische Reaktionen auslösen.

Ebenso wie die Duftstoffe werden auch die Farbpigmente im konventionellen Lippenstift ausschliesslich synthetisch hergestellt. Diese Methode ist einerseits besonders kostengünstig und bietet andererseits die Möglichkeit, den Kundinnen eine nahezu unbegrenzte Farbauswahl anzubieten.

Die verwendeten Farbstoffe sind jedoch äusserst kritisch zu betrachten. Als besonders heikel gelten Substanzen wie der Farbstoff CI 17200, der das krebsverdächtige Anilin abspalten kann, sowie das Tartrazin (CI 1914), dessen hohes allergisches Potential schon lange bekannt ist.

Blei & Co im Lippenstift

Eine amerikanische Studie der Universität von Kalifornien, Berkeley (UCB) ergab, dass Lippenstifte gesundheitsgefährdende Mengen an Metallen wie Aluminium, Cadmium, Blei, Titan sowie anderen Toxinen enthalten.

Besonders hoch war die Konzentration an Titan und Aluminium. Drei Prozent der getesteten Produkte führten bei regelmässiger Benutzung zu einer Aluminiumaufnahme, die über dem Toleranzwert liegt.

In 75 Prozent aller getesteten Lippenstifte war Blei enthalten; teilweise ergaben die Messungen erschreckend hohe Werte.

Die verschiedenen Metalle werden im Körper gespeichert und können erhebliche gesundheitliche Probleme auslösen. Gelangen Blei oder Aluminium ins Gehirn, können sie dort irreparable Hirnschäden verursachen.

Auch die FDA (Food and Drug Administration) gab eine Studie in Auftrag, bei der 400 Lippenstifte auf ihren Bleigehalt überprüft wurden. Das Ergebnis war, dass 95 Prozent der getesteten Lippenstifte eine Bleikonzentration aufwies, die die zulässige Höchstgrenze in Schokoriegeln (Lebensmittel!) überschritt.

Dennoch kam die FDA zu dem Schluss, dass diese Bleimengen noch keine Gefahr für die Gesundheit darstellen…

Die Auswirkung bleibt individuell

Sicher ist es nicht möglich, die Gefährlichkeit dieser Schadstoffen konkret einzuschätzen. Schliesslich ist die Gesamtbelastung eines Menschen mit Toxinen und anderen Schadstoffen ebenso individuell zu betrachten wie dessen grundsätzliche Schadstoff-Belastbarkeit. Daher ist es durchaus denkbar, dass die Toxine im Lippenstift das vielleicht bereits gefüllte „Belastungs-Fass“ zum Überlaufen bringen könnten.

Ganz besonders gefährdet sind Schwangere und stillende Frauen, denn sie geben die Toxine über die Plazenta, beziehungsweise über die Muttermilch direkt an das Ungeborene oder an das Baby weiter.

Die Bluthirnschranke der Babies und Kleinkinder ist noch nicht vollständig ausgebildet, so dass die Gifte nahezu ungehindert ins Gehirn gelangen und schwere Entwicklungsstörungen verursachen können.

In Anbetracht unzähliger weiterer Belastungs-Quellen, wie konventionelle Gesichts- und Körperpflege, Trinkwasser, Nahrungsmittel, Umweltbelastungen etc. , wird klar, dass zumindest die bewusste Aufnahme gesundheitsschädigender Substanzen unbedingt minimiert werden sollte.

Ein Lippenstift aus kontrollierter Herstellung

Beginnen Sie doch am besten gleich mit dem Naheliegenden: Kaufen Sie sich als erstes einen neuen Lippenstift. Ausgezeichnete Alternativen zu den herkömmlichen Produkten finden Sie im Bereich der zertifizierten Naturkosmetik.

Die zertifizierte Naturkosmetik unterliegt einer strengen Überwachung. Hier dürfen für die Herstellung von Lippenstiften ausschliesslich kontrollierte Pflanzenauszüge sowie kontrollierte mineralische oder Erdpigmente verwendet werden. Als Duftstoff dienen ätherische Öle.

Ein Lippenstift in kontrollierter Naturkosmetik-Qualität schützt und pflegt Ihre Lippen. Anders als noch vor ein paar Jahren, sind diese Lippenstifte mittlerweile ebenfalls in einer grossen Farbauswahl erhältlich. Nur den 24 Stunden-Halt dürfen Sie hier nicht erwarten, denn der ist ausschliesslich unter Zuhilfenahme gesundheitsschädlicher Beimischungen möglich. Und genau darauf wollen Sie zukünftig doch sicher verzichten, oder ?

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Gruß an die Natur
TA KI

Der Samstagsfilm


Wolf Mountain

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Die gefährlichen Gangster Jocko und Duane rauben nach ihrer Flucht aus dem Knast eine Bank aus und fliehen mit drei verängstigten Schulkindern als Geiseln in die unwegsamen Wolf Mountains. Doch die Gangster haben ihre Rechnung ohne den geheimnisvollen Hüter der Berge gemacht, jene sagenumwobene Legende, die den verzweifelten Kids bei ihrem Kampf mit den Verbrechern zu Hilfe kommt…

Gruß an die, die hinter die Kulissen schauen

TA KI

Der Samstagsfilm


Der Mann der tausend Eigenschaften

Der englische Geheimagent Frank Monihan (Joseph Hacker) wurde im Einsatz von den Chinesen gefangengenommen. Bei einem Gefangenenaustausch wird er wieder befreit. Nach einer Lobotomie fehlt es ihm allerdings vollkommen an jeglichen Erinnerungen. Ein geheimes Regierungsprojekt arbeitet aber eh gerade daran, Agenten über einen Computer mit Daten zu füttern. So kann man den Agenten alle Fähigkeiten geben, die sie für ihre Aufträge gebrauchen können. So wird er in sehr kurzer Zeit zum besten Agenten, den die Regierung je hatte. Als dann ein russischer U-Boot Kapitän entführt wird, den eigentlich auch die Engänder/Amerikaner gerne in ihrer Gewalt hätten, wird er beauftragt ihn zu befreien. Doch zu aller Entsetzen stellt sich heraus, dass die gefütterten Infos nie länger als 72 Stunden halten, er muss sich also sputen wenn er nicht völlig ohne Fähigkeiten gegen einen übermächtigen Feind antreten möchte.

Gruß an die, die wissen, daß Hollywood uns „alles“ zeigt was längst gängige Praxis ist

TA KI

Bischof von Kos: Ausländische Reporter bezahlen Flüchtlinge dafür, Ertrunkene zu spielen


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Von Philip Chrysopoulos

Ausländische Reporter bezahlen Flüchtlingen 20 Euro, wenn sie so tun, als wären sie ertrunken, sagte Nisyros Nathanael, der Bischof von Kos.

Die ungewöhnliche Aussage machte er während eines Radio-Interviews auf ‚Alpha 98,9‘ am Mittwoch. Bischof Nathanael sagte:

»Ich habe mit meinen eigenen Augen gesehen, wie ausländische TV-Reporter Menschen (Flüchtlinge) 20 Euro dafür bezahlt haben, Ertrunkene zu spielen.«

Der Bischof sagte, dass die Massenmedien versuchen, gefälschte Bilder von Begebenheiten zu präsentieren, die fern jeglicher Realität seien. Es sei eine Sünde, menschliches Leid auszunutzen, so der Bischof.

Bischof Nathanael sagte auch, dass die einzigen Menschen, die den Flüchtlingen wirklich helfen, die lokalen Anwohner seien und dass Regierungs- und Nicht-Regierungs-Organisationen einfach nur die Freiwilligen vor Ort unterstützen.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter


Alle Rechte der auf N8Waechter.info verwendeten Inhalte liegen grundsätzlich bei den Verfassern der Originale.

Quelle: http://n8waechter.info/2016/02/bischof-von-kos-auslaendische-reporter-bezahlen-fluechtlinge-dafuer-ertrunkene-zu-spielen/

Gruß an die Aufdecker solcher Widerlichkeiten

TA KI

Jaden & Willow Smith im Bann einer obskuren Sex-Sekte?


jaden-willow-smith-orgon-pyramidenObwohl sie bekanntlich aus einer Scientologen-Familie stammen, scheinen Jaden (15) und Willow Smith (13) jetzt einer anderen Sekte verfallen zu sein.

Die beiden bis unter die Ohren verzogenen Smith-Kids sind bekanntlich immer für eine Seltsamkeit gut. Aufgewachsen mit den durchgeknallten Lehren des Scientology-Gründers Ron L. Hubbard, haben sie kein Problem damit, sich auch auf andere verrückte Heilslehren einzulassen.

Ihr neuestes Steckenpferd scheint das Erleuchtungsprogramm einer gewissen „Orgonite Society“ zu sein, die sich auf die Thesen und Experimente des österreichischen Psychoanalytikers und Sexualforschers Wilhelm Reich bezieht.

Der Ende der Dreißigerjahre in die USA emigrierte Reich hatte sich in den Fünfzigerjahren mit einer von ihm vermeintlich entdeckten „Orgon“-Energie beschäftigt. Als er damit anfing, „Organ-Akkumulatoren“ zu bauen, um damit Orgasmusstörungen zu therapieren, wurde es den rechtsradikalen Kommunistenjägern rund um den berüchtigten Senator Joseph McCarthy zu bunt. Der schräge Wissenschaftler wurde umstandslos in den Knast gesteckt und sämtliche seiner Forschungsmaterialien verbrannt. 1957 starb er in seiner Gefängniszelle und ist seitdem in Esoterik-Kreisen eine sagenumwobene Legende.

Wie es scheint, wurde seine Lehre mittlerweile noch ein wenig mit Eso-Klimbim wie kosmischen Orgon-Pyramiden angereichert und der nach dem Sinn des Lebens dürstenden Jugend zur Verfügung gestellt.

Auf den Instagram-Accounts der Smith-Kids finden sich zahlreiche Fotos, die sie mit Freunden beim Bau solcher mit buntem Zeugs und Aluminiumstreifen gefüllten Pyramiden zeigen. Daneben stehen kurze Kommentare wie „Making Orgonite“.

Auf US-Portalen wird nun Panik geschürt, dass Jaden und Willow nun den Lehren der angeblichen „Sex-Sekte“ verfallen seien. Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass die beiden einfach wie normale Teenager einfach alles ausprobieren, was die Aura des Geheimnisvollen und Bewusstseinserweiternden zu verströmen scheint. Neben den Fotos von der Sex-Pyramiden-Baustelle finden sich auf Instagram auch Fotos, auf denen sich Willow gerade ein Buch von Bhagwan Shree Rajneeshs, dem Begründer der Bewegung der „Sannyasins“ (besser bekannt als ‚Bhagwan-Sekte‘) reinzieht.

Was wohl ihre Scientology-Eltern dazu sagen?

Text: Tom Jeske

Quelle: http://top.de/news/2Bv8-jaden-willow-smith-bann-obskuren-sex-sekte

Gruß an die komplett Durchgeknallten- iCH kommentier Dies mal mit Schiller:

„….Wollust ward dem Wurm gegeben…“

TA KI

 

Tag der Arbeit: Die Internationale


 

dieinternationale

Snoopys* Wort zum Tag der Arbeit: Die Internationale

Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Noch ist die Arbeit nicht getan. Darum, Verdammte dieser Erde: Stimmt an zum Kampfgesang gegen die Arschlecker da oben und den Arschlöchern über ihnen. Zur Feier des Tages der Text zur Internationalen:

Dieses Lied widme ich allen Arbeitern da draussen, die für die Multis und ihre Manager buckeln müssen. Heute mehr denn je. Dieses Lied ist die Kampfhymne der Sozis und wird seit 1910 mit dem Text von Emil Luckardt gesungen. Der Refrain zum Mitbrüllen an der 1. Mai-Demo:

Wacht auf, Verdammte dieser Erde,

die stets man noch zum Hungern zwingt!

Das Recht wie Glut im Kraterherde

nun mit Macht zum Durchbruch dringt.

Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!

Heer der Sklaven, wache auf!

Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger

Alles zu werden, strömt zuhauf!

 

Völker, hört die Signale!

Auf zum letzten Gefecht!

Die Internationale

erkämpft das Menschenrecht.

 

Es rettet uns kein höh’res Wesen,

kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

Uns aus dem Elend zu erlösen

können wir nur selber tun!

Leeres Wort: des Armen Rechte,

Leeres Wort: des Reichen Pflicht!

Unmündig nennt man uns und Knechte,

duldet die Schmach nun länger nicht!

 

Völker, hört die Signale!

Auf zum letzten Gefecht!

Die Internationale

erkämpft das Menschenrecht.

 

In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,

wir sind die stärkste der Partei’n

Die Müßiggänger schiebt beiseite!

Diese Welt muss unser sein;

Unser Blut sei nicht mehr der Raben,

Nicht der mächt’gen Geier Fraß!

Erst wenn wir sie vertrieben haben

dann scheint die Sonn‘ ohn‘ Unterlass!

 

Völker, hört die Signale!

Auf zum letzten Gefecht!

Die Internationale

erkämpft das Menschenrecht.

*Snoopy ist unser Redaktionshund und kolumniert hier jeden Sonntag. Im Gegensatz zu Frank A. Meyer ist Snoopy überzeugter Marxist – sie habens vielleicht schon gemerkt.

Quelle: http://www.seite3.ch/Snoopys+Wort+zum+Tag+der+Arbeit+Die+Internationale+/489850/detail.html

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Gruß an die , die Schnauze gestrichen voll haben

TA KI

Herumgereicht wie ein Stück Fleisch


Regisseur Bryan Singer soll einen früheren Nachwuchsschauspieler als Jugendlichen vergewaltigt haben. Die Klage gegen ihn ist nur der Anfang. Hollywood droht eine Prozesslawine wegen Kindesmissbrauchs.

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Die Anschuldigungen gegen Bryan Singer waren angeblich nur der Anfang. Nach der Klage des früheren Nachwuchsschauspielers Michael Egan, der „X-Men“-Regisseur habe ihn als Jugendlichen mit Drogen gefügig gemacht und bei Sexpartys immer wieder vergewaltigt, droht Egans Anwalt Jeff Herman mit neuen Enthüllungen. „Hollywood hat ein Problem mit der sexuellen Ausbeutung von Kindern. Die Causa Egan ist der erste von vielen Fällen, die ich vorbringen werde“, sagte der Jurist. Schon die Klageschrift, die Herman in der vergangenen Woche bei einem Bundesgericht in Hawaii einreichte, garantierte erdbebenartige Erschütterungen.

„Der beschuldigte Singer gab dem Kläger Alkohol und erwähnte, ihn in einem seiner nächsten Filme zu besetzen. Der beschuldigte Singer sagte dem Kläger, dass ,seine Gruppe‘ Hollywood kontrollierte. Anschließend befriedigte er ihn mit der Hand und hatte Oralsex mit ihm“, beschrieb Herman eine Begegnung Egans mit dem Filmemacher im Jahr 1999. Als sich der damals Fünfzehnjährige später gegen weitere Übergriffe wehrte, soll der Regisseur und Produzent ihn zum Analverkehr gezwungen haben. „Wir waren wie ein Stück Fleisch, das diese Leute untereinander herumreichten“, sagte Egan bei einer Pressekonferenz, zu der Herman in der vergangenen Woche im kalifornischen Beverly Hills eingeladen hatte.

Der Missbrauch fand angeblich am Swimmingpool der Villa des Medienunternehmers Marc Collins-Rector in Encino bei Los Angeles und auf Hawaii statt. Collins-Rector, ein verurteilter Sextäter, soll die Vereinigten Staaten vor einigen Jahren mit unbekanntem Ziel verlassen haben. Der 48 Jahre alte Singer, der sich gerade auf die Premiere seines Actionfilms „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ vorbereitete, als ihn Egans Zivilklage erreichte, schrieb die Anschuldigungen einer Rufmordkampagne zu. Den geplanten Auftritt mit dem amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden bei einer Konferenz über „Kreativität und Unterhaltung“ in Washington sagte der Filmemacher dennoch ab.

„Angeblich machen das alle“

Dass sich viele Nachwuchsschauspieler in der Hoffnung auf lukrative Rollen missbrauchen lassen, ist längst kein Geheimnis mehr. Spätestens seit der frühere Kinderstar Corey Feldman („Gremlins“) vor einigen Monaten in der Autobiographie „Coreyography“ Übergriffe von Agenten und Produzenten in Toiletten beschrieb, sind die sexuellen Abgründe des zumindest vor der Kamera als prüde verschrieenen Hollywood bekannt.

„Während der Dreharbeiten lernten wir, dass sexuelle Beziehungen zwischen älteren Männern und Jungen in der Branche ganz normal sind. Angeblich machten das alle“, erinnerte sich der heute 43 Jahre alte Kalifornier, der mit seinem Freund und Ko-Star Corey Haim in den achtziger Jahren zu den Jugendidolen der Film-Enklave gehörte. „In der Mittagspause bei einem Dreh ging Haim mit einem älteren Typen zwischen zwei Wohnwagen und ließ sich dort, unschuldig und ehrgeizig, wie er war, von hinten besteigen“, schrieb Feldman. Haim, der vor vier Jahren nach langer Drogensucht an Herzversagen starb, war damals 13 Jahre alt.

Auch Shirley Temple, in den späten Dreißigern Amerikas beliebtester Filmstar, machte Erfahrungen mit Hollywoods Appetit auf Kinder. Als Hauptdarstellerin in den Kurzfilmen „Baby Burlesks“ stand sie schon im Alter von fünf Jahren als Bardame in schulterfreien Kleidern vor der Kamera, um die Zuschauer mit Lolita-Posen zu bespaßen. Acht Jahre später warf der Produzent Arthur Freed die sexuell unerfahrene Schauspielerin aus seinem Büro, als sie das Herunterlassen seiner Hose mit einem Lachen beantwortete.

Aus Kindern Profit schlagen

„Ihre Verehrer, Männer mittleren Alters und Geistliche, mögen ihre halbseidene Koketterie und ihren wohlgeformten, begehrenswerten kleinen Körper, weil die Filmhandlung ein Sicherheitsnetz zwischen ihren Verstand und ihre Lust spannt“, schrieb der Schriftsteller und Kritiker Graham Greene im Jahr 1937 über Temples Rolle in dem Abenteuerfilm „Rekrut Willie Winkie“. Das Statement über die Anziehungskraft der damals Neunjährigen, die vor zwei Monaten im Alter von 85 Jahren starb, endete in einem Verleumdungsprozess gegen Greenes Herausgeber der Zeitschrift „Night and Day“.

In den folgenden Jahrzehnten wurde Michael Jacksons Nähe zu Kinderstars wie Macaulay Culkin ebenso argwöhnisch beäugt wie Roman Polanskis Faible für das amerikanische Fotomodell Samantha Geimer und den deutschen Nachwuchsstar Nastassja Kinski. Die Schauspielerin Alison Arngrim, vor 40 Jahren als zickige Kaufmannstochter Nellie Oleson in der Serie „Unser kleine Farm“ bekannt geworden, vermutet hinter Hollywoods kollektivem Wegsehen den Drang, aus Kindern Profit zu schlagen.

„Wer soll denn Anzeige erstatten, wenn ein Nachwuchsschauspieler sexuell missbraucht wird? Die Eltern, Agenten oder Manager? Ausgerechnet die Leute, die Geld mit dem System verdienen? Nein, sie schweigen, um die Dreharbeiten und damit die Honorare nicht zu gefährden“, sagte die Sprecherin der Kinderschutzorganisation Protect.

Missbrauch mehrerer Jungen

Während Kalifornien schon im Jahr 1939 das sogenannte Coogan-Gesetz verabschiedete, das einen Teil der Honorare von Kinderstars vor dem Zugriff gieriger Eltern oder Manager schützt, unterzeichnete Gouverneur Jerry Brown erst vor zwei Jahren das Verbot, Hollywoods Nachwuchs mit verurteilten Sextätern zusammenarbeiten zu lassen. Neben Feldman hatte sich der ebenfalls missbrauchte ehemalige Serienstar Todd Bridges („Noch Fragen Arnold?“) für die Gesetzesvorlage der Demokratin Nora Campos eingesetzt.

„Ohne Vorsichtsmaßnahmen wie diese zieht Hollywood als unbeaufsichtigter Spielplatz auch in Zukunft weiter haufenweise Pädophile an“, sagte Bridges. Die Festnahme des Schauspielagenten Martin Weiss nach dem Missbrauch mehrerer Jungen und die Verhaftung des wegen Vergewaltigung vorbestraften Casting-Chefs Jason James Murphy Ende 2011 überzeugten schließlich auch die letzten Zweifler.

Weil Gouverneur Brown im Oktober 2013 aber nicht zustimmte, die Verjährung von Sexualstraftaten an Kindern wie vorgeschlagen für ein Jahr aufzuheben, wich Singers angebliches Opfer Egan jetzt auf das Bundesgericht in Hawaii aus. Der gut fünf Flugstunden von Los Angeles entfernte Bundesstaat, in dem der Filmemacher den ziemlich unbekannten Schauspieler während eines Urlaubs im Jahr 1999 angeblich zweimal missbrauchte, hatte vor einigen Monaten die Verjährungsfrist für Sexualverbrechen gegen Kinder vorübergehend verlängert.

„Ich hatte die Übergriffe lange verdrängt. Jetzt sind sie durch eine Traumatherapie wieder hochgekommen“, erklärte Egan die späte Klage gegen seinen angeblichen Peiniger. Laut Anwalt Herman hatte die Mutter seines Mandanten den Missbrauch vor 15 Jahren zum ersten Mal angezeigt. Das Los Angeles Police Department habe aber nichts gegen die mutmaßlichen Vergewaltiger unternommen. Wie der Polizeisprecher Andrew Smith ankündigte, soll nun untersucht werden, warum damals nicht weiter gegen Hollywoods angeblichen Pädophilenring ermittelt wurde.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/kindesmissbrauch-in-hollywood-klage-gegen-bryan-singer-12905330.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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Gruß an die beschützten Kinder

TA KI