Naturentfremdung: Kinder kommen immer weniger ins Grüne


Spätestens mit 40 weiß man, dass früher alles besser war: Kinder spielten auf der Straße „Räuber und Gendarm“, bauten Baumhäuser – aus Brettern und Planen, nicht aus Minecraft-Würfeln –, stauten Bäche auf, kamen abends dreckig und mit aufgeschlagenen Knien nach Hause und fielen nach dem „Sandmännchen“ erschöpft ins Bett.

Heute verbringen Kinder einen großen Teil ihrer Zeit in Innenräumen und kommen mit Natur kaum noch in Berührung. Das Bild mag überzeichnet sein, der Trend aber scheint eindeutig.

Seit 20 Jahren verfolgt der „Jugendreport Natur“ das Verhältnis junger Menschen zur Natur. Für den 7. Report von 2016 wurden 1253 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 und 9 in Nordrhein-Westfalen befragt. „Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die Distanz zur Natur wird immer größer“, sagt Rainer Brämer, Initiator und Autor des „Jugendreport  Natur“. Verblüffend ist, dass auch grundlegendes Wissen verloren geht.

So wussten nur 35 Prozent der Befragten, wo die Sonne aufgeht. Ein Fünftel kreuzte „Norden“ an. 2010 hatten noch zwei Drittel der Teilnehmer richtig geantwortet. Auch die Frage, in welchem Monat die Sonne am spätesten untergehe, beantworteten nur ein Viertel der Teilnehmer richtig.

Eine andere Aufgabe lautete zum Beispiel: „Nenne drei essbare Früchte, die bei uns im Wald oder am Waldrand wachsen.“ Nur zwölf Prozent lösten sie korrekt. Am häufigsten wurden Brombeeren, Himbeeren, Blaubeeren genannt. Mit großem Abstand folgten Nüsse, Bucheckern und Pilze.

Unter den falschen Antworten dominierten zwar heimische Früchte wie Äpfel und Birnen, genannt wurden aber auch Bananen, Mangos und Ananas. Das Ergebnis sei in vielerlei Hinsicht erschreckend, schreiben die Autoren des „Jugendreport“: „Einerseits scheinen viele Kinder und Jugendliche nicht zu wissen, welche essbaren Früchte im Wald wachsen. Zum anderen gehen nicht wenige davon aus, dass Früchte, die es im Supermarkt gibt, einfach im Wald gesammelt werden können.“

„Im deutschsprachigen Raum wird das Phänomen Naturentfremdung kaum wahrgenommen“, sagt der Physiker und Natursoziologe Brämer. „Weder Psychologie noch Soziologie oder Naturwissenschaften fühlen sich für die Erforschung der Rolle der Natur im Alltag verantwortlich.“ (Heilkräfte der Natur: Aufenthalt im Grünen fördert die Gesundheit)

In Amerika und England hingegen gibt es ein wachsendes Bewusstsein für das Thema und eine Vielzahl von Studien. Für die fehlende Verbindung von Kindern zur Natur wurde gar die griffige Bezeichnung „Nature Deficit Disorder“ geprägt.

Schon 2002 hatte eine Studie aus England festgestellt, dass Achtjährige 78 Prozent aller Pokémon-Charaktere unterscheiden können, aber nur 53 Prozent der gewöhnlichen britischen Tierarten. Beim Thema Artbestimmung hapert es allerdings auch bei Erwachsenen: Eine Auswertung des britischen Umweltaktivisten George Monbiot von Artikeln zum Eschensterben zeigte, dass die Hälfte der Beiträge mit Bildern von Buchen, Eichen oder Bergahorn illustriert waren.

„Schon die Elterngeneration hat wichtige Verbindungen zu unserem arteigenen Biotop verloren und kann sie daher auch nicht mehr für ihren Nachwuchs knüpfen“, sagt Brämer.

Die Entwicklung macht sich ebenfalls in unserer Kommunikationskultur bemerkbar, denn Naturbegriffe verschwinden auch aus Songtexten, Romanen und Filmen. Die beiden Psychologinnen Selin und Pelin Kesebir durchsuchten für ihre im März 2017 erschienene Studie 6000 Liedtexte und ebenso viele Romane und Drehbücher bis ins Jahr 1900 zurück. 

Ihr Ergebnis: Seit den 1950er Jahren gehen Vogel-, Baum- und Blumennamen sowie Naturbegriffe wie Sonnenuntergang in unserem Sprachgebrauch zurück. Zum Teil ist das gar eine bewusste Entscheidung: Als 2015 die Jugendausgabe des „Oxford Dictionary“ neu aufgelegt wurde, protestierten namhafte britische Autoren gegen die Wortauswahl: Naturbegriffe wie Kanarienvogel, Grasland und Brombeere (englisch: blackberry) waren aus dem Jugendlexikon gestrichen worden, um Wörtern wie Blog, Voicemail und BlackBerry (Smartphone-Marke) Platz zu machen.

Für die beiden Schwestern ein deutlicher Hinweis dafür, dass der Mensch den Kontakt zur Natur verliert. Die Ursache sehen die Psychologinnen im technischen Fortschritt, vor allem in der Zunahme der Erholungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten zu Hause, also Fernseher und später Video- und Internetspiele.

Eine naheliegende Erklärung, wenn man sich anschaut, wie hoch der Medienkonsum Jugendlicher ist. Im „Jugendreport Natur“ gab mehr als die Hälfte der jungen Generation an, mindestens drei Stunden pro Tag vor dem Bildschirm zu verbringen. Die Zahlen decken sich mit Erhebungen aus England, wonach Jugendliche bis zu 17 Stunden pro Woche fernsehen und 20 Stunden online verbringen.

„Die Spiele bieten eine unendliche Fülle an Herausforderungen und Bewährungsmöglichkeiten in einem ähnlich wie früher in der Natur weitgehend unkontrollierten Raum. Die Natur hält mit der hohen Reizdichte dieser Spiele nicht mit und erscheint langweilig“, so Brämer. Ein ursächlicher Zusammenhang von Mediengebrauch und Naturentfremdung konnte bislang aber in keiner Studie belegt werden. Frage man jedoch Kinder, warum sie nicht in die Natur hinausgingen, führten sie selbst Fernsehen und Computerspiele ins Feld, so Brämer (Digitalisierung: Zurück in die Steinzeit – Cyberattacke auf die Nervennetze des Gehirns (Videos)).

Neben den Verlockungen der digitalen Welt existieren weitere Gründe für die zunehmende Entfremdung: Laut einer Studie der Vereinten Nationen leben 75 Prozent der Bevölkerung in den Industriestaaten in Städten, ein Trend, der sich in den nächsten Jahrzehnten verstärken wird. Und wer in der Stadt aufwächst, hat selten die Möglichkeit, Baumhütten zu bauen und Tiere zu beobachten.

Auch unser Schulsystem unterstützt die Naturbildung junger Menschen eventuell nicht genug: In vielen Bundesländern, etwa im rot-grün regierten Baden-Württemberg, wurde der Biologieunterricht gekürzt.

Und selbst der Naturschutz ist Teil des Problems: „Früher war es selbstverständlich, sich als Kind ein Einmachglas mit Kaulquappen zu holen und die Umwandlung zum Frosch zu beobachten“, sagt Uwe Fritz, Direktor der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden. „Das ist ein überaus eindrucksvolles Naturerlebnis. Heute macht man sich damit strafbar.“

Die Frage ist: Kann man die Naturentfremdung hinnehmen, oder sollte man ihr entgegenwirken? Schon länger beklagen Biologen und Naturschützer das abnehmende Interesse und damit einhergehend die abnehmenden Kenntnisse an der belebten Umwelt.

Eine Allensbach-Umfrage im Auftrag der Deutschen Wildtierstiftung von 2016 bestätigt den Eindruck: Auf die Frage „Wo sollte man sich auskennen?“ rangieren Rechtschreibung (81 Prozent), Gesundheitsvorsorge (52 Prozent) und der Umgang mit Computern (46 Prozent) weit vor Kenntnissen der Natur (25 Prozent).

Was sich zum Beispiel auch im eigenen Garten zeigt: Statt Hecken zu pflanzen, die Insekten und Vögel ernähren, pflanzt man gerne Immergrünes wie etwa den beliebten Kirschlorbeer – und könnte genauso gut einen Plastikbaum aufstellen. „Selbst eine Betonmauer ist ökologisch wertvoller, auf ihr wachsen mit der Zeit wenigstens Flechten und Moose“, sagt Sönke Hofmann vom NABU.

Uwe Fritz stellt aber auch Veränderungen bei Biologiestudenten – einer ehemals naturnahen Spezies – fest: „Früher hatte ich unter meinen Studenten immer jemanden, der sich in einer Tiergruppe besonders gut auskannte, zum Beispiel mit Vögeln oder Insekten. Das gibt es kaum noch.“

Allgemein hätte das Interesse an der organismischen Biologie abgenommen: Im vergangenen Semester etwa hätten nur vier Studenten am Kurs „Anatomie der Wirbeltiere“ teilgenommen. Wenn sich aber niemand mehr für die belebte Natur interessiert, woher kommen dann die zukünftigen Naturschützer?

Das Desinteresse hat mittlerweile konkrete Auswirkungen: „Wir haben hier häufiger den Zoll zu Besuch, weil dort niemand ausreichend Artenkenntnisse hat, um zu erkennen, ob es sich bei dem Mitbringsel aus Thailand oder Marokko um eine geschützte Tier- oder Pflanzenart handelt oder nicht“, sagt Fritz.

Auch im Naturschutz gäbe es bereits Engpässe, weil das fachliche Knowhow fehle. So sterben nicht nur Insekten und Vögel aus, sondern auch diejenigen, die sie auseinanderhalten können.

Neben den negativen Auswirkungen für den Naturschutz existieren ebensolche für den Menschen selbst: Wer seine Freizeit ausschließlich in Räumen verbringt, gefährdet seine Gesundheit. Zahlreiche Studien belegen, dass der Aufenthalt im Grünen, fernab von Menschenmengen und Verkehrslärm, zum Wohlbefinden beiträgt: Blutdruck und Puls sinken, ebenso der Cortisolgehalt im Blut – man entspannt.
In Japan etwa gehört das „Forest bathing“, Spaziergänge im Wald, zu einem gesunden Lebensstil; und Studien belegen, dass Menschen, die in der Nähe von Grünflächen leben, psychisch gesünder und glücklicher sind als solche, die von Gebäuden umgeben sind. Wie also den Trend umkehren? Umweltpädagogische Belehrungen werden kaum weiterhelfen, und nicht jeder kann in die Nähe eines Parks ziehen („Shinrin-yoku“ – Doktor Wald).Neben einem lebensnahen Naturunterricht in Jugendwaldheimen und Bauernhöfen plädiert Brämer auch für mehr Aufenthalte im Wald – für Kinder allerdings unbeaufsichtigt und mit Gleichaltrigen. Auch damit sie, wie ihre Eltern und Großeltern vor ihnen, eines Tages angeben können, dass die Naturerlebnisse ihrer Kindheit zu ihren schönsten Erinnerungen zählen.
Quelle: https://www.pravda-tv.com/2017/10/naturentfremdung-kinder-kommen-immer-weniger-ins-gruene/
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Gruß an die Erkennenden
TA KI
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Genmanipuliertes Essen „durch die Hintertür“: Gesetzentwurf zum Gentechnik-Anbauverbot gescheitert


Die SPD-Fraktion erklärte am Donnerstag, die Union verweigere Nachbesserungen am Entwurf des umstrittenen Gesetzentwurfs zum Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen.

Der seit Monaten umstrittene Gesetzentwurf zum Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen ist gescheitert. Die SPD-Fraktion erklärte am Donnerstag, die Union verweigere Nachbesserungen am Entwurf von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). „Besser vorläufig keine Gesetzesnovelle als eine schlechte.“

Die SPD wolle sich in der nächsten Legislaturperiode erneut für eine „einfache rechtssichere Regelung für bundesweite Gentechnik-Anbauverbote“ einsetzen.

Die SPD hatte unter anderem gefordert, die „komplizierte und überflüssige Einvernehmensregelung zwischen mehreren Bundesministerien“ zu streichen und eine Stärkung der Verantwortung des Bundes gefordert.

„Nicht tragbar“ sei zudem gewesen, dem Vorsorgeprinzip ein sogenanntes Innovationsprinzip zur Seite zu stellen. Für die SPD habe aber das Vorsorgeprinzip „oberste Priorität“, wonach ein Produkt schon bei ausreichendem Verdacht verboten werden kann.

Die Umweltschutzorganisation BUND lobte die SPD dafür, den „verkorksten und hochbürokratischen Gesetzesvorschlag“ abgelehnt zu haben. Das Gesetz hätte zu einem „Gentech-Flickenteppich“ in Deutschland geführt. Da es „völlig illusorisch“ sei, dass sich sechs Ministerien einigten, hätte die Bundesregierung „niemals“ ein bundesweites Anbauverbot ausgesprochen.

Die Grünen warfen der Bundesregierung Versagen vor. Das Scheitern des Gesetzentwurfs sei aber „immer noch besser“ als der drohende Flickenteppich und die Einführung neuer Gentechnik „durch die Hintertür“. (afp)

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/genmanipuliertes-essen-durch-die-hintertuer-gesetzentwurf-zum-gentechnik-anbauverbot-gescheitert-a2122128.html

Gruß an die Klardenker

TA KI

Tschüß Ungeziefer! So wirst du Schnecke, Blattlaus und co. los.


Die Sonne scheint, die Blumen blühen und Bienen summen durch deinen Garten. Aber nicht alle Krabbeltierchen sind so nützlich wie die fleißigen Bienen. Wenn Schnecken den Salat auffressen, Blattläuse Blumen eingehen lassen und der Maulwurf auf dem Rasen eine Party feiert, endet die Toleranz für die tierischen Mitbewohner. Zum Glück gibt es aber eine ganze Reihe Tricks, um die Plagegeister auf natürliche Weise loszuwerden. Schließlich willst du doch nicht deinen Boden und deine Pflanzen verseuchen, indem du gleich zu aggressiver Chemie greifst.

Blattläuse sind eine Plage, die jeden Garten früher oder später überfällt. Umwickelt man die Hände mit Klebeband (die klebrige Seite natürlich außen) und tupft dann die Pflanzen ab, bleiben die kleinen Plagegeister hängen. Diese Prozedur sollte man mehrmals wiederholen, irgendwann ist die Anzahl stark genug ausgedünnt.

YouTube/GrowVeg

Gegen Nacktschnecken kann man Tannennadeln im Beet verteilen oder daraus eine Barriere um es bauen. Die schleimigen Kriechtiere mögen den Geruch nicht und können die Nadeln auch nur schwer überwinden. Man kann aber auch einen Becher Bier neben den betroffenen Pflanzen eingraben. Der Geruch zieht die Schnecken an und sie ertrinken. Allerdings ist diese Methode nur im Frühling empfehlenswert, die Gründe sind HIER nachzulesen. Die weitverbreitete Spanische Wegschnecke ist übrigens eine eingeschleppte Art und kann zu einer großflächigen Plage werden.

 

Imgur/TedBuckley

Um das Übel an der Wurzel zu packen, kann man aber auch Weinbergschnecken im Garten aussetzen, denn sie fressen mit Vorliebe die Eier von Nacktschnecken. Achtung: Gehäuseschnecken ernähren sich vorzugweise von Welkfutter, wohingegen Nacktschnecken Pflanzen komplett kahlfressen.

Tummeln sich im Beet Ameisen, helfen verstreute Zitronenschalen oder Gewürznelken – und das ganz ohne die wichtigen Tiere zu töten. Man kann aber auch Lavendel anpflanzen. Der erfreut nicht nur das Auge, sondern hält sogar Mücken und auch Blattläuse fern.

Blutspenden ist zwar eine gute Sache, doch sollte man sein Blut lieber der Blutbank spenden und nicht den lästigen Mücken. Der starke Geruch von Tomatenpflanzen hält die stechenden Vampire aber ab. Hat so ein Plagegeist schon zugestochen, einen Teelöffel Salz in kaltem Wasser auflösen und auf den Stich geben. Besonders Kindern wird so das endlose Kratzen erspart.

Wespen kommen gar nicht erst angeflogen, wenn man etwas Kaffeepulver in ein feuerfestes Gefäß gibt und es anzündet. Von Fallen mit Zuckerwasser oder anderen süßen Sachen ist abzuraten, denn das lockt die Tiere erst recht an. Wenn die Wespe schon gestochen hat, kann man ein feuchtes Stück Würfelzucker auf die Stelle legen. Er zieht das Gift aus dem Stich. Eine halbe Zwiebel hilft aber auch. Mehr Tricks, die gegen die Wespenplage helfen, gibt es HIER.

Ruiniert der Maulwurf den Rasen, kann man Rasierwasser mit etwas Wasser verdünnen und in die Gänge gießen. Der starke Geruch vertreibt das Tier ohne, dass es Schaden nimmt. Das funktioniert auch mit anderen stark riechenden Dingen, wie Knoblauch oder Meerrettich. Achtung: Maulwürfe stehen unter Naturschutz, fressen Schädlinge und lockern das Erdreich auf. Bis auf die unschönen Hügel auf dem Rasen, sollte man sich eigentlich sogar über diesen Besuch freuen. Die aufgewühlte Erde der kleinen Hügel ist noch dazu sehr nützlich, denn sie eignet sich hervorragend zum Bepflanzen von Töpfen und Blumenkästen, da die dunkle, nährstoffreiche Erde aus tiefen Erdschichten kommt, an die wir sonst nur schwer herangekommen wären.

Um gegen alle Schädlinge etwas zu unternehmen, ist es hilfreich Rückzugsorte für Nützlinge wie Igel, Vögel und Frösche zu schaffen. Gibt es in deinem Garten Hecken, Steinhaufen, einen Teich und dicht bepflanzte Ecken, haben die Tiere ein Versteck und danken es dir, indem sie die Schädlinge verputzen.

Und ganz zum Schluß: Tummeln sich Ratten oder Mäuse im Garten, sollte man besser den Kammerjäger kontaktieren, damit alle Tiere mit einem Mal und für lange Zeit verschwinden. Das gilt auch bei Wespen- und Hornissennestern. Niemals selber Hand anlegen! Außerdem stehen Hornissen unter Naturschutz.

Oberstes Ziel beim Loswerden der Plagegeister sollte immer sein, dem eigenen Garten und dem Tier selbst möglichst wenig zu schaden. Fast jedes Tier hat auch einen positiven Nutzen und man sollte sich immer fragen, ob das Tier wirklich der Pflanze schadet, wie Nacktschnecken und Blattläuse, oder ob es einfach nur die Ordnung im Garten stört, wie ein Maulwurf und Ameisen.

Quelle: http://www.genialetricks.de/krabbelalarm/

Gruß an die Gärtner

TA KI

 

Kampf den Saatgut-Konzernen – Zeit für eine neue Bauernbefreiung!


von Gerhard Keil

Selbstbestimmung ist das Kernelement der Freiheit und es spricht nicht gerade für die menschliche Spezies, daß insbesondere der für die Gemeinschaft so wichtige Bauernstand in der Geschichte immer wiederkehrend für seine Freiheit kämpfen mußte – leider häufig vergeblich. In der Vergangenheit?

Es scheint bedauerlicherweise heute nicht anders zu sein. Deutsche Landwirte verwenden traditionell einen Teil ihrer Ernte als Saatgut fürs nächste Jahr. Doch ist seit 1998 sind hierfür Gebühren fällig! Die seit 1998 geltende Gebühr für den Nachbau ist durch das Sortenschutzgesetz geregelt, wonach der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter eine Ausgleichsgebühr von jedem Bauer verlangen darf, der aus der Ernte stammende Samen für die neue Saat einsetzt.

Laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) ist sie jeweils bis zum 30. Juni eines Jahres zu zahlen. Nun droht eine Klagewelle, da seitens einiger tausend Bauern diese Gebühr verweigert wird. Der Ausgang bleibt abzuwarten.

Doch womöglich ist der Ausgang anderer Prozesse in Sachen Saatgut von noch wesentlich größerer Tragweite für den Nährstand. Bayer will Monsanto kaufen, Dow Chemical und DuPont einen gemeinsamen Agrarriesen schmieden und Chem-China flirtet mit Syngenta. Knapp 200 internationale Organisationen haben bereits die EU-Kommission aufgefordert, die geplanten Fusionen der weltgrößten Agrarchemie- und Saatgutkonzerne zu verhindern.

Die angekündigten Zusammenschlüsse würden zu einer inakzeptablen Oligopolstellung führen, in der die dann noch drei Konzerne rund 70 Prozent des weltweiten Pestizidmarktes und mehr als 60 Prozent des kommerziellen Saatgutmarktes konzentrierten, heißt es in einem offenen Brief an EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Noch 1985 betrug der Anteil der neun größten Saatgut-Firmen am globalen Saatgut-Markt gerade einmal 12,5 Prozent, wie eine Studie des EU-Parlaments zeigt. Man kann mit Fug und Recht behaupten, daß sich die Chemie- und Pestizid-Konzerne sukzessive des Saatgut-Markts bemächtigt haben.

Es sind genau diese Konzerne, die ungeachtet der Ablehnung durch die Verbraucher permanent der Gentechnik das Wort reden und deren Patente die Vielfalt beim Saatgut gefährden, und damit letztendlich auch die Ernährungssicherheit, insbesondere von Kleinbauern aus Ländern, in denen dadurch Migrationsdruck erzeugt wird.

Die Patentierung des Saatguts zwingt die Bauern, jedes Jahr neues Saatgut zu kaufen. Dieselbe Wirkung hat hybrides Saatgut, das keine anbaufähigen Nachkommen produziert. Zudem kann das Saatgut meist nur im Paket mit Pestiziden gekauft werden. Das ist teuer, fördert die Resistenzbildung bei Schädlingen und vergiftet die Böden und die Gewässer. Über die Hälfte der Tomaten-, Peperoni- und Blumenkohlsorten, die im EU-Sortenkatalog eingetragen sind, gehören heute bereits den Marktführern Monsanto und Syngenta.

„Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf. Die Landwirte müssen den internationalen Saatgut-Multis wie Monsanto die Macht über das Saatgut entreißen und wieder unabhängig werden“,

fordert der Züricher Bio-Pionier Martin Ott, Präsident des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL). – Mitunter werden wir auch anhand der EU-Haltung zu den Fusionsvorhaben erkennen können, was wir von dieser Brüsseler Zwangsunion zu halten haben…

Immerhin gab EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Montag, den 27.03. die grundsätzliche Erlaubnis der Fusion der beiden Chemiekonzerne Dow Chemical und Dupont bekannt.

„Umwelt & Aktiv“ sagt: Es wird Zeit für die nächste historische Bauernbefreiung!

Quelle: https://brd-schwindel.org/kampf-den-saatgut-konzernen-zeit-fuer-eine-neue-bauernbefreiung/

Gruß an die Erwachten

TA KI

PETA: Sind alle Milchtrinker Nazis ?


Ab und zu ein paar Tiere retten ist sicherlich ganz nett aber was PETA sich da neu ausgedacht hat ist einfach nur absurd.

Die Tierrechtsgruppe hat ein neues Video auf Twitter veröffentlicht, in dem man das nahrhafte Getränk mit dem Nationalsozialismus gleichsetzt. Ausgestattet mit der für solche Organisationen typischen linken Hysterie über Donald Trump und dem angeblichen weissen Rassismus sagt PETA:

„Wussten Sie, dass Milch seit langem ein Symbol von weissen Nazis ist?“

 

Es ist eine alternative Tatsache, begleitet von einem ebenso lächerlichen Video, das sie auf Twitter veröffentlicht haben. Sie nennen Milch das „neonazistische Getränk“ und sagen, dass es „lange“ als ein Symbol von weissen Nazi-Gruppen als „dünn verschleierte Allegorie für rassische Reinheit“ verwendet wurde.

Quelle: http://www.schweizmagazin.ch/panorama/29650-PETA-Sind-alle-Milchtrinker-Nazis.html

Gruß an die Milchtrinker

TA KI

 

Bio-Gemüse selbst anbauen – für Anfänger


Wenn Sie sich als Gartenneuling und gleichzeitig als Liebhaber gesunder biologischer Lebensmittel die Frage stellen, wie packe ich es am besten an, eigenes Gemüse im Garten oder auch auf dem Balkon anzubauen, dann ist dieser Artikel der richtige Einstieg für Sie! Er hilft Ihnen mit vielen Tipps rund um den biologischen Gemüseanbau. Anhand eines Beispielbeetes aus Salat, Radieschen, Zwiebeln, Kohlrabi und Tomaten erfahren Sie die Grundlagen der Mischkultur und können diese Gemüse schon nach dem Lesen weniger Zeilen erfolgreich anbauen. Natürlich bio!

Bio-Gemüse selbst anbauen – Der Anfang

Die besten Lebensmittel sind die aus dem eigenen Garten. Regionaler, saisonaler und vor allem frischer geht es nicht. Da es ausserdem gar nicht schwierig ist, das eigene Gemüse anzubauen – ob im Garten oder auf dem Balkon – beginnen Sie am besten sofort damit 🙂 Wie wäre es für den Anfang mit einer Mischkultur aus Salat, Radieschen, Zwiebeln, Kohlrabi und Tomaten? Bio-Garten-Fachfrau Astrid Späth erklärt Ihnen, wie es geht und worauf Sie achten müssen, um bald das erste selbst geerntete Bio-Gemüse geniessen zu können.

Das richtige Gartengründstück für Ihren Biogarten

Falls ein neues Grundstück zum Gärtnern gepachtet werden soll, dann gilt es darauf zu achten, dass für den Gemüseanbau genügend Sonne vorhanden ist. Mindestens halbtags muss Sonnenlicht auf die Beete fallen, sonst ist die Auswahl der Gemüsearten zu sehr eingeschränkt.

Des Weiteren ist neben der ausreichenden Sonne die Wasserversorgung am wichtigsten. Es hat sich in der Praxis nicht bewährt, das nötige Wasser beispielsweise mit Kanistern in den Garten zu transportieren.

Achten Sie auch auf Ihre Gartennachbarn. So sollten Sie natürlich kein Gartengrundstück pachten, wenn daneben ein konventioneller Landwirt regelmässig Pestizide ausbringt. Auch in Schrebergartenanlagen sprechen Sie mit den Gartennachbarn und erkundigen sich, wie diese ihre Gärten bewirtschaften – bio oder nicht.

Die Bodenstruktur ist ebenfalls wichtig. Neben einem Neubau könnte der Boden aufgrund der kürzlichen Baumaschinenaktivitäten zu stark verdichtet sein. Spezielle natürliche Bodengegebenheiten können jedoch häufig verbessert werden:

Mulchen verbessert den Boden

Sandiger Boden kann ausgeglichen werden durch die Beimischung von reifem Kompost und durch eine sorgfältige Pflege der Bodenlebewesen (Mikroorganismen, Regenwürmer, Insekten etc.). Dies geschieht hauptsächlich durch ständiges Abdecken der Erde mit einer Mulchschicht aus Gras, Laub oder gehäckseltem Gartenmaterial. Mikroorganismen und Regenwürmer finden hier genügend Nahrung und Schutz. Der Boden bleibt auch in Trockenzeiten länger feucht und gut belüftet.

Lehmiger Boden kann verbessert werden durch die Zugabe von Sand und auch hier besonders durch Massnahmen, die den Bodenlebewesen das Dasein verschönern.

Wie Sie die Fruchtbarkeit Ihres Gartens und die Widerstandsfähigkeit Ihrer Pflanzen mit Effektiven Mikroorganismen erhöhen können, haben wir hier erklärt: Der Bio-Garten

Die Vorbereitung des Bodens im Frühjahr

Nehmen wir einmal an, Sie hätten bereits ein geeignetes Gartenland zum Gemüseanbau. Wie gehen Sie jetzt am besten vor?

Eine in der Praxis sehr bewährte Beetbreite ist 1,20 Meter. Bei diesem Mass kann man vom Beetrand noch gut die Mitte erreichen, ohne das Beet betreten zu müssen. Wenn erwachsene Personen auf einem Beet laufen, wird die Erde dadurch zu sehr verdichtet, besonders nach Regen, wenn der Boden noch nicht wieder genug abgetrocknet ist.

Die Länge des Beetes kann sehr stark variieren und richtet sich nach den Gegebenheiten vor Ort. Hier kommt es sehr auf die Platzverhältnisse an, aber mit Längen zwischen 2 und 5 Metern liegt man immer richtig.

Im Frühjahr den Boden belüften

Idealerweise war das Beet im Winter mit einer Mulchschicht abgedeckt. Das schützt einerseits die Bodenlebewesen vor den Elementen und ist gleichzeitig auch ihr Futter. Durch Winderosion auf unbedeckter Erde würden im Winter wertvolle Humusanteile weggeweht, was nun dank der Mulchschicht verhindert wird. Auch Starkregen kann bei gemulchtem Boden keinen grossen Schaden mehr anrichten. Diese Bedeckung wird nun mit einem Rechen zur Seite geharkt. Dann wird der Boden belüftet, wenn es nötig ist.

Wenn der Boden nackt in den Winter gegangen ist, dann hat die Natur inzwischen schützender Weise für Bewuchs gesorgt. Diese Beikräuter müssen jetzt entfernt und auf den Kompost gegeben werden. Viele dieser Pflanzen sind auch essbar und können schon früh im Jahr Ihre Salate, Suppen und Gemüse bereichern, z. B. Löwenzahn, Vogelmiere, Winden etc.

Die Grabegabel ist besser als der Spaten

Zur Bodenbelüftung ist nicht unbedingt ein Spaten und mühevolles Umgraben erforderlich. Im Gegenteil. Durch das Umgraben mit dem Spaten wird das sorgfältig aufeinander abgestimmte Bodengefüge unnötig auf den Kopf gestellt und in Unordnung gebracht.

Auch wenn viele Gärtner den Boden im Herbst und dann wieder im Frühjahr umgraben, bedeutet dies jedes Mal eine erhebliche Störung für den Boden und seine Bewohner, die Mikroorganismen.

Belüftung kann genauso praktiziert werden, ohne die Schichten zu wenden. Dies macht der Gärtner am besten mit der Grabegabel. Das ist ein langstieliges Gartengerät mit 4 Zinken, die nicht gebogen sind. Mit dieser Grabegabel wird in sehr regelmässigen Abständen von ca. 10 cm in die Erde gestochen und 2- bis 3-mal gewackelt. Das ist ausreichend für die Belüftung. Alles andere ist ein Eingriff, der das Gangsystem der Regenwürmer zerstört und damit auch die Wasser-und Luftzirkulation unterbindet.

Das erste Beet für Anfänger: Zwiebeln, Salat, Radieschen, Kohlrabi und Tomaten

Natürlich können Sie auch mit anderen Gemüsearten beginnen, die gut miteinander harmonieren. Beispielhaft soll hier die Mischkultur aus Zwiebeln, Salat, Radieschen, Kohlrabi und Tomaten vorgestellt werden.

Diese Mischkultur lässt sich sogar in Kübeln auf einem sonnigen Balkon oder auch gut auf einer Terrasse anbauen. Allerdings werden die Tomaten dabei in ein eigenes Gefäss gesetzt. Als preiswerter Einstieg zum Ausprobieren eignen sich Mörtelwannen aus dem Baumarkt, die dann noch einige Abzugslöcher im Boden brauchen. Natürlich gibt es schönere Pflanzgefässe, aber für den Einsteiger sind sie gut geeignet.

In diesen Abständen wird ab Ende März/Anfang April gepflanzt/gesät:

15 cm vom Rand: Steckzwiebeln

35 cm vom Rand: Salat und Radieschen im Wechsel

60 cm vom Rand: Kohlrabi

90 cm vom Rand: Tomaten (Pflanzzeit erst nach den Eisheiligen, ca. Mitte Mai)

Übriger Platz zum anderen Rand: 30 cm

Auf diese Weise erhalten Sie in Ihrem Beet vier Gemüsereihen.

Zwiebeln selbst anbauen

Für Anfänger besonders gut geeignet sind Steckzwiebeln, die es in kleinen Netzen beim Gärtner zu kaufen gibt. Wenn das Steckgut von ausreichender Qualität ist, wachsen Steckzwiebeln sehr zuverlässig an. Sie werden in jenem Abstand in den Boden gesteckt, den die ausgewachsene Zwiebel später benötigt, das sind in der Regel 8-10 cm. Nun kommen sie so tief in den gelockerten und belüfteten Boden, dass die Spitze noch fast zu einem Drittel hinaus schaut.

Sehr schnell beginnen die kleinen Zwiebelchen zu treiben, und nach ca. einer Woche lugt schon das erste frische Zwiebelgrün heraus. Wenn es länger wird, könnte man davon sogar eine kleine Menge als Beigabe zu einem frischen Salat schneiden. Das Laub hat eine köstliche süss-zwiebel scharfe Geschmacksnote. Allerdings darf dies nicht zu oft und zu üppig geschnitten werden, sonst leidet das Wachstum der unterirdischen Zwiebel.

Die grössten Steckzwiebeln neigen am meisten zum Schossen, d.h. zum frühzeitigem Blühen. Das ist nicht gewünscht, da die Zwiebel dann keine schöne Knolle ausbildet und ihre guten Würze Eigenschaften einbüsst. Wenn Sie daher das Zwiebelgrün ernten möchten, nehmen Sie das Grün von den eher dicken Steckzwiebelchen.

Wasserbedarf von Zwiebeln

Im Laufe des Frühsommers müssen die Zwiebeln bei Trockenheit gewässert werden. Den höchsten Wasserbedarf haben sie von Anfang Juni bis Ende Juli. Am besten ist es, das Wasser morgens zu geben, da das Zwiebellaub möglichst abgetrocknet in die Nacht gehen sollten. Das beugt Pilzbefall vor.

Ernte von Zwiebeln

Wenn im August die Zwiebelschlotten (Zwiebelblätter) abknicken und das Laub langsam verwelkt, dann wird nicht mehr zusätzlich gegossen, das würde sich nicht gut auf die Lagerfähigkeit auswirken.

Zum sofortigen Verzehr sind die Zwiebeln ca. Ende Juni soweit. Die Ernte der ausgereiften Lagerzwiebeln findet je nach Anbauort ab Ende August/September statt.

Besonders in regnerischen Sommern wird schon dann geerntet, wenn mehr als die Hälfte der Zwiebeln geknickt sind und auch noch hellgrünes Laub haben. Sie werden anschliessend in der Sonne nachgetrocknet und später trocken und kühl gelagert.

Salate und Radieschen selbst anbauen

Auch Salate und Radieschen sind für Gartenneulinge ideale Gemüse zum selbst Anbauen. Junge Salatsetzlinge bekommt man in den verschiedensten Sorten im Fachhandel: Kopfsalat, Eissalat, Eichblattsalat, Batavia, Endiviensalat, Römersalat, Lollo – also alles, was das Herz des Salatliebhabers höher schlagen lässt.

Viele Hobbygärtner wählen ihre Gemüsepflanzen jedoch nicht mehr nach dem eigenen Geschmack aus, sondern danach, was Schnecken mögen bzw. was diese eben nicht mögen. Denn gerade Salat steht bei den kleinen Tierchen hoch im Kurs. Am beliebtesten bei den Schnecken sind die Kopfsalate, die besonders weiche Blätter haben. Lediglich die roten und braunen Sorten sind etwas weniger beliebt bei den Tieren.

Wie Sie trotz Schneckenpopulation und dennoch ohne Schneckengift reiche Gemüseernten einfahren können, erklärt Ihnen Astrid Späth hier: Frieden mit den Schnecken schliessen

Die gekauften Salat-Setzlinge werden nun im Abstand von 20 bis 25 cm ins Beet gesetzt und zwar nur so tief, dass die Blätter und das Herz in der Mitte nicht unter der Erde liegen. Wer zu tief setzt, erntet Fäulnis. Danach werden die Setzlinge vorsichtig angegossen.

Genau zwischen die Jungpflanzen in derselben Reihe kann noch zusätzlich ein wenig Radieschensamen gesät werden. Wenn der Salat anfängt, richtig gross zu werden, sind die Radieschen längst geerntet und aufgegessen, da sie meist nur 25 bis 30 Tage bis zur Ernte benötigen.

Wer befürchtet, dass ihm die Schnecken den Salat wegfressen könnten, der kann für ca. eine Woche abends die Jungpflanzen mit einem Glas schützen, dieses dann am Morgen wieder entfernen. Nach einer Woche sind die jungen Salate soweit angewachsen, dass sie eine kräftige Ausstrahlung haben und nicht mehr so attraktiv für Schnecken sind. Der Salat wird etwa im Juni abgeerntet und könnte nun von anderem Gemüse, z. B. Rote Beten abgelöst werden.

Radieschen kann man nicht in Vorkultur als Setzling kaufen. Sie werden immer direkt ausgesät. Das Loch für die Radieschensamen kann mit dem Finger ca. 1 cm tief vorgestupst werden. Dort hinein kommen höchstens 2 bis 3 Samenkörner und werden mit etwas Erde bedeckt. Die Samen gehen bei guter Qualität alle auf, drängen sich im Laufe des Wachstums sanft zur Seite und finden so auch genügend Platz.

Kohlrabi selbst anbauen

Kohlrabi ist ein ausgezeichneter Mischkulturpartner für Salate und Tomaten und fühlt sich zwischen diesen beiden sehr wohl. Optisch ein Hingucker ist der gemischte Anbau von blauen und weissen Kohlrabis, aber auch ausschliesslich die blauen Sorten, z. B. Azur Star , bringen eine wunderbare Farbe ins Beet.

Auch sie werden als kleine Jungpflanzen beim Gärtner angeboten. Natürlich kann man Salate und Kohlrabis auch selbst ziehen, aber das würde den Rahmen dieses Artikels für Anfänger sprengen.

Die Setzlinge kommen 25 cm von der Salatreihe entfernt in eine neue Reihe, untereinander im Abstand von 25 cm. Sie dürfen nicht zu tief gesetzt werden, der Blattansatz muss komplett oberirdisch bleiben. Auch hier wird direkt nach dem Pflanzen angegossen und idealerweise zwischen den beiden Reihen gemulcht.

Besonders gut eignet sich unkrautfreier Grasschnitt, das ist gleichzeitig Regenwurmfutter. Sind die Regenwürmer aktiv, produzieren sie Humus, der wiederum den Boden fruchtbar macht und zu üppigen und gesunden Gemüsepflanzen führt.

Wasserbedarf von Kohlrabi

Kohlrabis sollten sehr gleichmässig mit Wasser versorgt werden. Auf starke Schwankungen in der Wasserversorgung könnte die Kohlrabi mit dem Aufplatzen der Knolle reagieren. Durch das Mulchen des Beetes hält sich in jedem Fall die Feuchtigkeit viel besser im Erdreich, so dass diese Massnahme auch das Risiko des Aufplatzens mindert.

Die Kohlrabi ist ansonsten sehr anspruchslos und lässt sich daher auch im Kübel gut anbauen, besonders die frühen Sorten im Frühling sind ideal dafür.

Tomaten selbst anbauen

Die meisten Gartenneulinge wünschen sich, selbst Tomaten anzubauen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist allerdings reichlich Sonne, die diese Südländer brauchen.

Tomaten lassen sich hervorragend im Topf anbauen. Dieser sollte jedoch nicht weniger als 10 Liter fassen. Grössere Gefässe sind in jedem Fall besser. Während häufig die Beetkultur den Pflanzen besser gefällt, ist das bei Tomaten nicht immer so. Denn bei nasser Witterung tritt gerne der Braunfäulepilz auf.

Wenn man daher seine Tomaten in mobilen Töpfen stehen hat, kann man sie bei Regenwetter unter ein Vordach stellen und die Pflanzen bleiben geschützt.

Bewährt hat sich für die Topfkultur von Tomaten eine qualitativ hochwertige torffreie Erde. Das lohnt sich sehr, da diese Erde auch noch im nächsten Jahr unter gewissen Bedingungen verwendet werden kann.

Die Pflanzung von Tomaten

Im Beet brauchen die jungen Tomaten mindestens 50 cm Abstand zur nächsten Tomate, vom Kohlrabi sind sie 30 cm entfernt, genau wie vom andern Rand. Diese sehr frostempfindlichen Pflanzen dürfen erst dann ins Freiland gesetzt werden, wenn kein Nachtfrost mehr droht. Das ist in der Regel nach den Eisheiligen der Fall – also etwa Mitte Mai. Auf dem Balkon in Töpfen könnte man etwas früher schon Anfang Mai pflanzen und die dann noch sehr kleinen Pflanzen notfalls über Nacht mit dem Topf herein holen.

Tomaten werden sehr tief gesetzt, mindestens bis zu den Keimblättern, das sind die untersten, länglichen Blätter. Der Stamm ist überzogen mit feinsten Haaren, die bei Erdkontakt neue Wurzeln ausbilden können.

Wenn Tomatenpflanzen daher tief gesetzt werden, bilden sie mehr Wurzeln und wachsen auf diese Weise zu kräftigen und gesunden Pflanzen heran, die Ihnen einen viel höheren Ertrag bringen.

Im Freiland brauchen die meisten Tomatensorten eine Stütze, viele werden fast 2 Meter gross und müssen gegen Windbruch gestützt werden. Dazu wird der Stab schon bei der Pflanzung gesetzt. Für den Balkon gäbe es auch Buschtomaten, die keine Stütze brauchen.

Tomaten sind Starkzehrer

Die Nährstoffe auch von guter Pflanzerde werden von den Tomaten, die als Starkzehrer grossen Appetit haben, bald verbraucht und es muss mindestens noch 1-2 Mal nachgedüngt werden. Es sei denn, es wurde schon bei der Pflanzung entweder Kompost, abgelagerter Pferdemist oder andere Vorräte der Erde beigemischt.

Ein schnell wirksamer Dünger kann auch aus Brennnesseln selbst hergestellt werden. Dazu wird eine Schüssel mit jungen Brennnesseltriebspitzen (bis maximal 15 cm) gefüllt und im Küchenmixer mit Wasser zerkleinert. Diese kräftig schäumende stickstoffreiche Flüssigkeit wird noch einmal stark mit Wasser verdünnt und kann den Tomaten dann einmal im Juni und dann noch einmal im Juli gegeben werden.

Der Dünger wird an den Fuss der Tomate gegossen, wie überhaupt immer beim Giessen dieser gegen feuchte Blätter empfindlichen Gewächse.

Hoher Wasserbedarf von Tomaten

Die Tomate hat einen relativ hohen Wasserbedarf und wird im Topf im Hochsommer fast täglich gegossen. Im Freiland halten sie länger durch, aber auch hier muss bei Trockenheit gut gewässert werden. Lieber 2 Mal pro Woche sehr durchdringend als jeden Tag ein bisschen.

Mit der Tomatenernte kann bei guten Bedingungen ab ca. Ende Juli gerechnet werden.

Das Ausgeizen von Tomaten

Da die Tomate so starkwüchsig ist, hat es sich bewährt, nur den Hauptstamm wachsen zu lassen. Die kleinen Geiztriebe, die andauernd aus den Blattachseln spriessen, werden am besten morgens (da ist die Tomate noch fest und gibt nicht so schnell nach) mit einer ruckartigen Bewegung abgebrochen und als Dünger an den Fuss der Tomate gelegt. Wenn man das nicht macht, dann bildet sich so viel Blattmasse, dass diese bei Regen nicht gut abtrocknen kann, weil der Wind nicht so gut durchkommt, was wieder die Gefahr von Pilzerkrankungen mit sich bringen würde.

Nach der Tomatenernte im September kann auf dieser Fläche Feldsalat gesät werden, der auch im Winter geerntet werden kann.

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Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gemuese-selbst-anbauen.html

Gruß an die Bio- Gärtner

TA KI