Ungesunde Ernährung in der Jugend erhöht Brustkrebsrisiko


Oft glaubt man, als junger Mensch braucht man nicht so sehr auf gesunde Ernährung achten. Der Körper ist noch stark und steckt viel mehr weg – so eine weit verbreitete Meinung. Doch der Körper merkt sich alles. Und so steigt auch das Risiko, noch vor den Wechseljahren an Brustkrebs zu erkranken, wenn die Ernährung in der Jugend eher ungesund war, wie eine Studie der University of California im Frühjahr 2017 zeigte. Eine gesunde Ernährung in der Jugendzeit hingegen senkt eindeutig das Brustkrebsrisiko. Eine gesunde Ernährung zahlt sich somit in jedem Alter aus.

Ungesunde Ernährung fördert Entzündungen – und Entzündungen fördern Krebs

Frühere Untersuchungen zeigten bereits, dass eine ungesunde Ernährung chronische Entzündungsprozesse verursachen kann – und chronische Entzündungsprozesse lassen das Krebsrisiko steigen. Mit ungesunder Ernährung ist eine Ernährungsweise gemeint, bei der wenig Gemüse, aber viel Zucker, viel Fleisch, viel Wurst und viele isolierten Kohlenhydrate gegessen werden sowie gerne Softdrinks getrunken werden.

In einer neuen Studie nun liess sich deutlich erkennen, dass es diese ernährungsbedingten Entzündungsprozesse sind, die das Risiko einer Frau steigen lassen, noch vor der Menopause an Brustkrebs zu erkranken.

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebsform, an der Frauen erkranken. Etwa 17.000 Brustkrebspatientinnen sterben alljährlich an der Krankheit. Allein in den USA rechnet man pro Jahr mit über 250.000 Neuerkrankungen und 40.000 brustkrebsbedingten Todesfällen.

Jede Frau hat ihr persönliches Brustkrebsrisiko und kann dieses auch beeinflussen

Studienautorin Dr. Karin B. Michels – Professorin an der University of California/Los Angeles – schrieb im Fachjournal Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention:

Etwa 12 Prozent der Frauen in den USA werden an Brustkrebs erkranken. Doch verfügt jede Frau über ihr eigenes ganz persönliches Brustkrebsrisiko. Die genetische Veranlagung, aber auch der Lebensstil, das Körpergewicht und das Ausmass des Alkoholkonsums können das Brustkrebsrisiko einer Frau steigen oder auch sinken lassen.“

Ungesunde Ernährung in jungen Jahren: Wichtiger Risikofaktor für Brustkrebs

Die Forscher rund um Michels analysierten Daten von mehr als 45.000 Frauen aus der Nurses‘ Health Study II. Verglichen mit jenen Frauen, die in ihrer Jugendzeit eine eher entzündungshemmende, also gesunde Ernährung praktiziert hatten, mussten die Frauen, die sich ungesund ernährten, mit einem um 35 Prozent höheren Risiko rechnen, noch vor den Wechseljahren Brustkrebs zu bekommen.

Wenn sich die Frauen in ihren Zwanzigern und Dreissigern immer noch ungesund ernährten, dann stieg ihr Brustkrebsrisiko um 41 Prozent im Vergleich zu den Frauen, die in diesem Lebensalter Spass an gesunder Ernährung hatten.

Unsere Studie zeigt, dass eine entzündungsfördernde Ernährung in der Jugendzeit und im frühen Erwachsenenalter ein weiterer Risikofaktor für einen späteren Brustkrebs darstellt. Denn gerade in dieser Zeit, wenn sich die Brustdrüsen entwickeln, sind diese besonders anfällig für Störfaktoren, wozu auch eine ungesunde Ernährung gehört.“

Obst lässt Brustkrebsrisiko sinken

Ernähren sich Frauen in ihrer Jugend hingegen gesund von u. a. reichlich Früchten – so eine Studie, die im Mai 2016 im British Medical Journal zu lesen war – dann sinkt ihr Brustkrebsrisiko im späteren Leben. Auch hier wurden die Daten der Nurses‘ Health Study II verwendet, allerdings von über 90.000 Frauen (Gruppe 1), die Informationen zu ihrer Ernährung im Alter zwischen 27 und 44 Jahren angegeben hatten, sowie von mehr als 44.000 Frauen (Gruppe 2), deren Ernährungsweise in der Jugend (im Alter zwischen 13 und 18) bekannt war.

Etwa zwanzig Jahre später hatten 3.235 dieser Frauen die Diagnose „invasiver Brustkrebs“ erhalten. Ein invasiver Brustkrebs kann – im Gegensatz zum nichtinvasiven Brustkrebs – Metastasen in anderen Körperregionen bilden und gilt daher als besonders aggressiv.

Carotinreiche Früchte und Gemüse reduzieren Brustkrebsrisiko

Wer nun in der Jugend viel Obst (Äpfel, Bananen, Trauben) gegessen hatte (3 Portionen pro Tag), erkrankte seltener an Brustkrebs als die Obstmuffel (0,5 Portionen pro Tag) – und zwar unabhängig davon, wie viel Obst dann später im Erwachsenenalter gegessen wurde. Wer ausserdem im frühen Erwachsenenalter gerne carotinreiche Früchte und Gemüse ass (z. B. Orangen und Grünkohl), hatte ein geringeres Risiko, später an Brustkrebs zu erkranken.

Das Trinken von Fruchtsäften konnte in dieser Studie das Brustkrebsrisiko nicht beeinflussen, ganz im Gegensatz zu rotem Fleisch.

Fleisch erhöht Brustkrebsrisiko

Rotes Fleisch gilt seit spätestens 2014 als weiterer Risikofaktor für Brustkrebs – und zwar besonders dann, wenn es im frühen Erwachsenenalter verzehrt wird. In diesem Fall kann es das Brustkrebsrisiko im späteren Leben deutlich erhöhen (um 22 Prozent) – schrieben Forscher in der Juni-Ausgabe 2014 des British Medical Journal.

Dass sich Fleisch auch noch später äusserst negativ auf die Gesundheit auswirken kann, nämlich selbst dann, wenn der Brustkrebs längst überstanden ist, hatten wir schon hier beschrieben: Fleisch erhöht Todesrisiko nach überstandenem Brustkrebs

Wird das Fleisch mit einer anderen Proteinquelle ersetzt, wie z. B. Hülsenfrüchte, Nüsse oder Fisch, dann reduziert sich das Brustkrebsrisiko um 14 Prozent. Gerade Hülsenfrüchte und Nüsse sind besonders reich an Ballaststoffen – und genau diese Stoffgruppe hat sich in weiteren Studien als guter Krebsschutz bewährt.

Ballaststoffe senken Brustkrebsrisiko

Wer in seiner Jugend und im frühen Erwachsenenalter viele ballaststoffreichen Lebensmittel isst, hat später ein geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken – so eine Studie, die im Februar 2016 im Journal Pediatrics veröffentlicht wurde.

Studienautorin Dr. Maryam Farvid von der Harvard T.H. Chan School of Public Health schrieb darin, dass pro 10 Gramm Ballaststoffe, die täglich verzehrt werden, das Brustkrebsrisiko um 13 Prozent sinkt. 10 Gramm Ballaststoffe sind beispielsweise in einem Apfel und zwei Scheiben Vollkornbrot enthalten.

Wenn Frauen im frühen Erwachsenenalter hingegen eine ballaststoffarme Ernährung praktiziert hatten, dann hatten sie ein um fast 20 Prozent höheres Risiko, Brustkrebs zu bekommen als Frauen, die sich gerne ballaststoffreich ernährten.

Wenn sich Frauen gar schon in der Jugendzeit ballaststoffreich ernährten, dann sank ihr Risiko, vor den Wechseljahren an Brustkrebs zu erkranken, um 24 Prozent. Ballaststoffe aus Früchten und Gemüse konnten dabei das Brustkrebsrisiko besonders gut reduzieren.

Offenbar werden Ballaststoffe mit der Fähigkeit in Verbindung gebracht, überhöhte Östrogenspiegel senken zu können, die einen enormen Risikofaktor für Brustkrebs darstellen.

Natürlich lässt eine gesunde und ballaststoffreiche Ernährung nicht nur das Brustkrebsrisiko sinken, sondern auch das Risiko vieler anderer Krankheiten, z. B. Herz-Kreislauferkrankungen, chronischer Verdauungsprobleme, Darmkrebs und sogar Lungenkrankheiten, wir wir hier berichtet hatten: Ballaststoffe schützen vor Lungenkrankheiten

Offizielle Ernährungsrichtlinien bei Krebs und zur Krebsprävention

Aus all diesen Untersuchungen entstanden somit die Ernährungsempfehlungen zur Krebsprävention der American Cancer Society:

  • Essen Sie gesund!
  • Essen Sie ballaststoffreich!
  • Bevorzugen Sie wann immer möglich pflanzliche Lebensmittel.
  • Schränken Sie Ihren Fleischverzehr und den Konsum verarbeiteter Fleischprodukte (Wurst, Schinken, Salami, Frühstücksfleisch, Würstchen etc.) stark ein.
  • Essen Sie statt Fleisch lieber eine Portion Bohnen, Nüsse oder Fisch.
  • Wenn Sie doch einmal Fleisch essen, wählen Sie mageres Fleisch und essen Sie davon nur eine kleine Menge. Vermeiden Sie Gegrilltes und Frittiertes.

(…)

 

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/brustkrebs-ernaehrung-170304026.html

Gruß an die Besseresser

TA KI

Allergien durch bestimmte Lebensmittel


Haben Sie eine solche Situation schon einmal erlebt: Sie sind bei Freunden zu einem leckeren Essen eingeladen. Vielleicht gibt es etwas, was Sie zuvor noch nie probiert haben, oder Sie essen von einer Köstlichkeit besonders viel. Plötzlich fühlen Sie sich nicht mehr wohl: Die Haut juckt, Ihre Nase läuft und dann kommen noch Kreislaufprobleme hinzu. Der Grund könnte eine Pseudoallergie sein. Das Problem ist keine Seltenheit: Etwa 500.000 Menschen in Deutschland leiden unter dieser Unverträglichkeitsreaktion, die bis zu zwei Stunden nach dem Essen auftreten kann.

Sogenannte Pseudoallergien kann Ihr Arzt nur schwer nachweisen. Wenn Sie unter einer Pseudoallergie (pseudo = scheinbar) leiden, reagieren Stoffe aus den Lebensmitteln direkt mit den Mastzellen Ihres Immunsystems: Sie schütten dann den Botenstoff Histamin aus, der die Beschwerden bei Ihnen auslöst. Die Anzeichen einer Pseudoallergie unterscheiden sich kaum von einer echten Allergie. Darmbeschwerden sind beispielsweise eine typische Folge. Allerdings sind in Ihrem Blut keine Antikörper nachweisbar, sodass es keinen klassischen Test für Pseudoallergien gibt.

Allergische Frau putzt die Nase im Freien© MKRBerlin – Fotolia

Mögliche Auslöser für eine Pseudoallergie

  • Fertigprodukte (z. B. Tiefkühlpizza, Fertigsoßen oder -suppen, Konserven)
  • aromatisierte Getränke, süßstoffhaltige Getränke
  • Käse, Salami
  • Fisch
  • Backwaren
  • Süßspeisen
  • Gemüse
  • Obst
  • Gewürze

Eine solche Allergie kann Sie in jedem Alter treffen: Bei Säuglingen sowie jüngeren Kindern überwiegen die Allergien auf Kuhmilch, Hühnerei, Fisch und Erdnüsse. Jugendliche und Erwachsene reagieren dagegen besonders häufig auf pflanzliche Lebensmittel wie rohes Obst, Nüsse oder Gewürze. Bestimmte chemische Verbindungen in Lebensmittel reagieren mit den Mastzellen in Ihrem Körper. Dabei werden Botenstoffe freigesetzt, die auch bei einer „echten“ Allergie eine Rolle spielen. Es kommt deshalb zu den gleichen Beschwerden. Konservierungsstoffe beispielsweise können eine solche Pseudoallergie hervorrufen. Diese Verbindungen stecken in vielen Fertiggerichten.

Die Auslöser-Substanzen sind aber auch in gefärbten Lebensmitteln wie Süßwaren, Speiseeis oder Dessertspeisen zu finden. Darüber hinaus stecken in Lebensmitteln aber auch natürlicherweise Stoffe, die für eine Pseudoallergie verantwortlich sein können: So ist zum Beispiel in Äpfeln oder Brombeeren Salicylsäure enthalten, die ebenfalls pseudoallergene Reaktionen verursacht.

Warum Ihr Körper plötzlich Alarm schlägt

Eine Allergie entwickelt sich bei Ihnen, wenn Ihr Immunsystem überreagiert. Auslöser können dann schon kleinste Mengen einer eigentlich harmlosen Substanz (Allergen) sein, beispielsweise Blütenstaub oder bestimmte Eiweißbausteine in Lebensmitteln. Warum gerade die eine oder andere Eiweißverbindung zu Ihrem „Feind“ wird, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.

Dieser „Fehlalarm“ führt zu einer Aufrüstung Ihrer Immunabwehr: Sie bildet Antikörper (Immunglobuline vom Typ IgE) gegen das Allergen, die dann in Ihrem Blut nachweisbar sind. Bei einem der nächsten Kontakte erkennt Ihr Körper den „Eindringling“ wieder und schickt sofort eine ganze Armee von Antikörpern zur Verteidigung aus. Dabei werden in Ihrem Körper Botenstoffe wie Histamin freigesetzt, die dann die teilweise heftigen Beschwerden einer Allergie auslösen.

Besonders häufige Auslöser

Diese Lebensmittel stehen im Verdacht, besonders oft Pseudoallergien auszulösen:

  • Lebensmittelzusatzstoffe, unter anderem Farbstoffe wie Tartrazin und Azorubin, Konservierungsstoffe wie Benzoesäure und Sorbinsäure, Antioxidanzien (wie Gallate) sowie Geschmacksverstärker (wie Glutamate) und künstliche Süßstoffe (wie Aspartam).
  • biogene Amine: Diese Stoffe entstehen einerseits, wenn Lebensmittel mithilfe lebender Mikroorganismen hergestellt werden, wie Käse, Sauerkraut, Essig oder Wein. Aber auch Avocados und Tomaten enthalten biogene Amine. Histamin ist ein besonders häufig vorkommendes biogenes Amin. Es steckt vor allem in geräucherten und lange gereiften Lebensmitteln wie Salami und Hartkäse sowie in bestimmten Fischsorten wie Thunfisch und Sardellen.
  • Salicylate: Die organische Salicylsäure kommt in verschiedenen Früchten und Gemüsesorten vor (v.a. in Beerenfrüchten, Orangen, Aprikosen, Ananas, Weintrauben, Oliven, Gurken), aber auch in Wein und vielen Gewürzen.
  • natürliche Aromastoffe gelten nach neusten Erkenntnissen als häufiger Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen. Sie stecken beispielsweise von Natur aus in Tomaten, Paprika, Obst und Gewürzen.

Schauen Sie genau hin!

Bei Medikamenten werden Abkömmlinge der Salicylate verwendet, beispielsweise in Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®) oder das Salicylamid und andere nicht-steroidale entzündungshemmende Mittel, die gegen Schmerzen, zur Fiebersenkung oder gegen rheumatische entzündliche Erkrankungen zum Einsatz kommen.

Natürliche Aromastoffe gelten nach neuesten Erkenntnissen als häufiger Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen. Sie stecken beispielsweise von Natur aus in Tomaten, Paprika, Obst und Gewürzen. Auch biogene Amine können dafür verantwortlich sein. Hierbei handelt es sich um Abbauprodukte der Nahrungseiweiße. Solche Stoffe entstehen, wenn Lebensmittel mit lebenden Mikroorganismen hergestellt werden, wie bei Hefeextrakt, Käse, Essig oder Rotwein. Aber auch Schokolade, Avocados und Tomaten enthalten biogene Amine.

So erkennen Sie eine Pseudoallergie

Die wichtigsten Unterschiede gegenüber einer echten Allergie bestehen darin, dass Ihr Körper einerseits keine Phase der Sensibilisierung durchmacht. Das heißt: Die Symptome treten bereits beim ersten Kontakt mit der auslösenden Substanz auf. Das Ausmaß der Beschwerden ist zudem stark von der Konzentration des jeweiligen Auslösers abhängig. Es kann also sein, dass geringe Mengen der Substanz keine Reaktion bei Ihnen auslösen. Essen Sie von einem Lebensmittel aber ausnahmsweise einmal besonders viel, dann kommt es zu den Symptomen.

Die Anzeichen einer Lebensmittelallergie melden sich an unterschiedlichen Stellen Ihres Körpers: Von Jucken oder Kratzen im Hals über Hautausschlag bis hin zu Erbrechen oder Luftnot ist alles möglich. So können Sie beispielsweise nach einer Apfelmahlzeit ein leichtes Kratzen im Hals verspüren oder nach dem Genuss von Garnelen mit stark geröteten, juckenden Quaddeln am ganzen Körper (Nesselsucht) reagieren.

So äußert sich eine Pseudoallergie

  • Hautrötungen, Nesselsucht
  • Juckreiz
  • Schwellungen an den Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum
  • laufende Nase
  • Atemwegsbeschwerden (z. B. Husten, Atemnot)
  • Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Bauchschmerzen, Durchfall)
  • Kreislaufprobleme

Treten diese Beschwerden bei Ihnen auf, dann suchen Sie Ihren Hausarzt auf. Der Arzt versucht zunächst, eine „echte“ Lebenmittelallergie auszuschließen. Ist beispielsweise der Spiegel des Antikörpers IgE im Blut nicht erhöht, dann spricht dies für eine Pseudoallergie. Für die Diagnose ist dann vor allem ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt wichtig. Fordern Sie dieses notfalls ein. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen eine Grunderkrankung besteht, die eine Pseudoallergie begünstigen könnte.

So erkennen Sie die Anzeichen von Lebensmittelallergien

Organsystem Symptome
Haut Rötung, Schwellung, Juckreiz, Quaddeln (Nesselsucht), Neurodermitis (entzündliche Hauterkrankung)
Mund geschwollene Lippen, Zunge, Gaumen, Juckreiz, Bläschen
Magen-Darm-Trakt Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen
Atemwege Husten, Atemnot und pfeifender Atem (Asthma), Fließschnupfen, Niesanfälle (Heuschnupfen

Diese Erkrankungen begünstigen eine Pseudoallergie

  • chronische Nesselsucht (chronische Urtikaria)
  • Neurodermitis (atopisches Ekzem)
  • Asthma bronchiale

Berichten Sie Ihrem Arzt außerdem, welche Nahrungsmittel Sie kürzlich zu sich genommen haben. Im Vorfeld des Arztbesuches sollten Sie am besten eine akribische Liste anfertigen. Nehmen Sie sich Zeit und konzentrieren Sie sich: Was haben Sie in den letzten Tagen gegessen? Vielleicht Käse, Salami, Sauerkraut oder ein Fertiggericht? Haben Sie von einem Lebensmittel außergewöhnlich hohen Mengen aufgenommen? Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie dann eingrenzen, welche Lebensmittel-Inhatsstoffe möglicherweise für Ihre Beschwerden verantwortlich sind. Ist der Auslöser nicht auf Anhieb eindeutig erkennbar, dann bleibt Ihnen ein aufwendiges Testverfahren leider nicht erspart: Sie müssen eine mindestens einwöchige Auslassdiät durchführen, bei der Sie möglichst wenige der potenziellen Auslöser zu sich nehmen. Bessern sich die Symptome, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.

Im nächsten Schritt müssen Sie herausfinden, gegen welche Inhaltsstoffe genau Sie reagieren. Sie müssen beispielsweise unter Aufsicht Ihres Arztes oder sogar im Krankenhaus einzelne Zusatzstoffe in Tablettenform zu sich nehmen. Oder Sie leben einige Tage nach einem genauen Diätplan, bei dem Lebensmittel mit bestimmten Zusatzstoffen nach und nach wieder eingeführt werden. Lassen Sie sich dabei von einem Diätassistenten oder einem Ernährungswissenschaftler beraten. Haben Sie den Auslöser gefunden, dann sollten Sie Lebensmittel, die diesen Stoff enthalten, zunächst einmal von Ihrem Speiseplan streichen. Ein Ernährungsberater kann Ihnen auch hier wieder beim Erstellen eines individuellen Speiseplans helfen.

Möglichkeiten der Diagnose

Die Vermutung einer Lebensmittelallergie dingfest zu machen, fällt gar nicht so leicht. Dem Allergologen stehen verschiedene Tests zur Verfügung. Doch ihre Aussagekraft ist aufgrund verschiedenster Störfaktoren begrenzt. Lediglich in etwa 50 Prozent der Fälle liefern der Hauttest (Prick) oder der RAST (Antigen-Antikörper-Test im Blut) eindeutige Ergebnisse. Erst mit Hilfe einer Suchdiät kann man die auslösenden Nahrungsmittel eingrenzen.

Ernährungstagebuch gibt Aufschluss

Probleme gibt es, wenn die Kombination verschiedener Nahrungsmittel zur Allergie führt. Hier erfordert die Diagnostik von Patient und Arzt große Geduld. Ein einfaches Mittel, verdächtige Nahrungsmittel ausfindig zu machen, ist ein Ernährungstagebuch. Notieren Sie mehrere Wochen genau, was Sie alles essen, trinken und natürlich auch, ob und wann nach dem Verzehr Beschwerden auftraten. Kristallisiert sich ein verdächtiges Nahrungsmittel heraus, testen Sie dieses gezielt.

Das gezielte Austesten eines allergieauslösenden Nahrungsmittels geschieht unter ärztlicher Aufsicht und gegebenenfalls in Notfallbereitschaft (in der Klinik), da die Möglichkeit eines lebensbedrohlichen allergischen Schocks besteht.

Der schlimmste Fall: Anaphylaktischer Schock

Allergien sind keinesfalls harmlos, sondern können sogar lebensbedrohlich sein: Akut auftretende Kreislaufstörungen, manchmal begleitet von Hautsymptomen, Erbrechen oder Durchfall sind die heftigsten Reaktionen auf ein Allergen. Dieser anaphylaktische Schock kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Rufen Sie bei diesen Anzeichen sofort den Notarzt:

    • Hautrötung, Quaddeln oder Schwellungen von Gliedmaßen
    • Schluckbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen
    • Kopfschmerzen, Atemnot
 
  • Asthmaanfall, Unruhe
  • beschleunigter oder verlangsamter Puls
  • Krampfanfälle
  • Bewusstlosigkeit und Atemstillstand

Testverfahren

Ihr Arzt kann durch verschiedene Tests nachweisen, auf welche Lebensmittel Sie allergisch reagieren. Beim Hauttest (Reibe-, Prick- oder Intrakutantest) werden je nach Verfahren Lebensmittelallergene in Ihre Haut gerieben, gestochen oder gespritzt. Eine positive Reaktion äußert sich dann als Quaddel auf Ihrer Haut. Zur Bestätigung Ihrer Hauttestung erfolgt eine Blutuntersuchung. Dabei wird nach IgE-Antikörpern gesucht, die bei einer echten Allergie immer vorhanden sind.

Wichtig: Bei nicht allergischen Lebensmittelunverträglichkeiten sind in Ihrem Blut keine Antikörper zu finden. Für den Bluttest gilt ähnlich wie für den Hauttest, dass Ärzte die möglichen „Verdächtigen“ immer weiter eingrenzen können, es aber oft schwierig ist, zu eindeutigen Ergebnissen zu kommen. Neben Allergologen führen auch viele Hals-Nasen-Ohren-, Haut- und Lungenfachärzte die Allergie-Diagnostik durch.

Spezielle Suchdiäten

Den sicheren Nachweis einer Lebensmittelallergie bieten nur diagnostische Diäten: Die allergenfreie Eliminationsdiät kommt für Sie in Frage, wenn schon eindeutige Hinweise auf ein oder mehrere Allergene vorliegen. Dabei verzichten Sie auf Lebensmittel, die diese verdächtigen Stoffe enthalten. Das kann einfach, bei häufig verwendeten Substanzen aber auch mühsam sein. Bei bestätigtem Verdacht werden Ihre Beschwerden ausbleiben.

Die allergenarme Basisdiät ist sinnvoll, wenn der Kreis der verdächtigen Substanzen noch recht groß ist. In diesem Fall essen Sie drei bis vier Wochen nur Lebensmittel, die selten Unverträglichkeiten auslösen (z. B. Kartoffeln, Reis). Sobald bei Ihnen keine Beschwerden mehr auftreten, startet die Suchdiät. Schritt für Schritt ziehen dann weitere Lebensmittel in Ihren Speiseplan ein. So können Sie selbst beobachten, was Sie gut vertragen und welche Lebensmittel Sie besser meiden.

Abschlusstest

Zur Sicherung der Diagnose führt Ihr Arzt mit Ihnen einen Provokationstest durch. Bei der Provokation erhalten Sie eine oder mehrere Testmahlzeiten, in denen das verdächtige Lebensmittel versteckt ist. Treten danach allergische Reaktionen auf, ist der Beweis für eine Allergie gegenüber den getesteten Lebensmitteln erbracht. Im Idealfall suchen Sie für diese Untersuchungen eine Spezialklinik auf.

Werden Sie aktiv!

Eine Pseudoallergie heilt häufig ganz spontan von alleine aus. Überprüfen Sie die Diagnose daher etwa alle sechs Monate. Außerdem: Da pseudoallergische Reaktion stark von der verzehrten Menge des Auslösers abhängen, sollten Sie Ihre Grenzen ausloten: Versuchen Sie herauszufinden, bis zu welcher Menge Sie ein Lebensmittel vertragen. So verhindern Sie vor allem, dass Sie gesunde Nahrungsmittel wie Tomaten, Beeren oder Sauerkraut nicht ganz aus Ihrem Leben verbannen müssen.

Himbeeren© Natika – Fotolia

Beachten Sie die Lagerung Ihrer Lebensmittel

Fruchtfliegen, Motten und Käfer fühlen sich in der warmen Zeit bei Ihnen besonders wohl. Sie verunreinigen Lebensmittel und Kleidungsstücke. Ihre Hinterlassenschaften sorgen für Hautreizungen, Entzündungen, Allergien und Darmprobleme. Wenn Sie viele Vollkornprodukte in Ihrer Küche verwenden und sich gern etwas vorsorglich eindecken, werden Sie garantiert auch eines Tages die dazugehörigen Vorratsschädlinge kennenlernen. Die meisten dieser unerwünschten Plagegeister kommen mit dem Einkaufskorb ins Haus. Dörrobstmotte, Brotkäfer, Mehlmotte, Wollkrautblütenkäfer oder Speichermotte ziehen als blinde Passagiere in gekauften Lebensmitteln bei Ihnen ein.

Praktisch ist kein Lebensmittel vor den Schädlingen sicher. Bis auf Salz, Zucker und reines Fett mögen sie alles. Besonders gern befallen sie Getreide und Getreideprodukte, die meist in der normalen Speisekammer aufbewahrt werden, in welcher es oft sehr warm ist. Auch Backzutaten wie Nüsse, Rosinen, Trockenobst, Kakao oder Schokolade haben es ihnen angetan. Müsli steht ebenso hoch im Kurs wie Nudeln und Reis. Die Mehlmilbe verschmäht auch Tierfutter nicht. Sagen Sie den ungebetenen Gästen den Kampf an – allerdings ohne Gift!

Leiden Sie unter einer Histaminose?

Etwa 1 bis 2 Prozent der Bevölkerung leiden unter pseudoallergischen Reaktionen. Der Löwenanteil geht dabei auf das Konto der Histamine aus der Nahrung. Diese lösen unterschiedlichste Symptome wie Übelkeit, Hautausschlag und asthmatische Beschwerden aus. Was Ihnen hilft, ist eine Ausschlussdiät. Ein neuartiges Nahrungsergänzungsmittel kann Ihnen aber zusätzlich das Leben erleichtern.

Histamin ist ein Botenstoff, der von Ihrem Körper selbst gebildet wird. Er ist in Ihrem ganzen Organismus vorhanden. Histamin ist aber auch natürlicherweise in vielen Nahrungsmitteln zu finden. Es kommt dort in unterschiedlich hohen Konzentrationen vor. Das Histamin in Nahrungsmitteln können Sie weder riechen noch schmecken. Normalerweise wird es von einem körpereigenen Enzym (DiAminoOxidase, DAO) abgebaut und verwertet.

Neues Medikament zur Behandlung

Im statistischen Durchschnitt nehmen Sie etwa 4 Milligramm Histamin täglich zu sich. Wenn Sie dafür eine Veranlagung haben, reichen jedoch 14 Mikrogramm aus, um bei Ihnen Beschwerden auszulösen. Die Ursache der Histaminose ist eine Verwertungsstörung im Darm. Menschen mit einer Histaminose leiden unter einem Mangel an DAO. Folglich haben sie einen zu hohen Histaminspiegel, der nicht ordnungsgemäß bzw. nicht rasch genug abgebaut wird.

Eine Erleichterung für Histaminose-Betroffene stellt erstmals das diätetische Lebensmittel DAOSIN dar. Es ergänzt die Menge des körpereigenen Enzyms DAO im Dünndarm. Das Mittel ist derzeit weltweit das einzige zur Behandlung einer Histaminose. Allerdings ist es kein Ersatz für eine ausgewogene und möglichst histaminarme Ernährung. Zudem fehlen bislang noch die erforderlichen wissenschaftlichen Nachweise. Sie erhalten das Präparat in der Apotheke.

Lassen Sie sich bei Verdacht auf Histaminose vom Arzt testen

In drei Stufen kommen Sie einer Histaminintoleranz auf die Spur, wozu in der Regel der Aufenthalt in einer Spezialklinik notwendig ist.

  • Stufe 1: Rund zwei Wochen lang ernähren Sie sich unter fachlicher Anleitung histaminarm. Nur wenn Ihre Beschwerden jetzt abklingen, ist das Histamin der wirkliche Auslöser.
  • Stufe 2: Schrittweise wird Ihr Körper wieder einer Histaminbelastung ausgesetzt, bis die Dosis ermittelt ist, die Sie noch vertragen. Das ist die Basis Ihrer Dauerernährung.
  • Stufe 3: Provokation: Unter ärztlicher Aufsicht erhalten Sie eine Histamindosis, die individuell für Sie festgelegt wird, zur Sicherung der Diagnose.

Wächst sich eine Erdnussallergie nach der Pubertät aus?

Mehr als 20 Prozent aller Kinder mit einer Erdnussallergie sind nach der Pubertät allergiefrei. Wenn ein Kind dieser Allergie entwachsen ist, tritt die Allergie nur mit einem sehr geringen Risiko in späteren Jahren wieder auf. Eine Studie an Kindern belegte, dass die Allergie vor allem dann überstanden ist, wenn die Kinder nach der Pubertät und dem Abschluss der Allergie einmal pro Monat Erdnüsse oder Nüsse zu sich nehmen.

Möchten Sie wissen, ob Ihr Kind nach der Pubertät die Allergie auf Erdnüsse hinter sich gelassen hat? Dann schlagen Sie einen Test vor, bevor Sie wieder zu Erdnüssen greifen. Auch wenn es so aussieht, als sei der Spuk für immer verschwunden, sollten Sie für den Notfall ein Mittel zur Hand haben. Sicher ist sicher!

Hühnereiweißallergiker: Vorsicht bei Impfungen

Wenn eine schwere Allergie gegen Hühnereiweiß vorliegt, sollten Sie vorsichtig sein, wenn es um Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln oder Grippe geht. Gerade bei der Masern-Impfung ist zu Vorsicht zu bieten, da die Zahl der Erkrankungsschäden vor allem hier um ein Vielfaches höher ist als die der eventuellen Schände anderer Impfungen.

Beim Vorliegen einer Hühnereiweißallergie müssen die Kinder nach der Impfung für längere Zeit genau beobachtet werden. Es kann nämlich sein, dass in den Impfstoffen noch Hühnereiweißreste aus der Produktion vorhanden sind. Dadurch entsteht die Gefahr einer allergischen Reaktion. Nicht nachgewiesen und völlig unbegründet ist hingegen die Angst, dass die Impfungen die Allergieauslöser sind. Vielmehr ist diese Behauptung inzwischen klar durch zahlreiche seriöse und streng wissenschaftlich durchgeführte Studien widerlegt worden.

Gluten als Auslöser für Allergien

Brot möchten die meisten Deutschen nicht missen. Es stellt einen unverzichtbaren Teil ihres Speiseplans und einen Teil unserer Kultur dar. Normalerweise ist Brotgetreide von großer Bedeutung für die Gesundheit, da es den Körper mit Kohlenhydraten, Vitaminen und einer großen Menge Ballaststoffen versorgt. Jedoch gehört auch Gluten zu den Inhaltsstoffen, die mehr Menschen als bislang angenommen nicht vertragen. Unerklärliche Übelkeit, Durchfälle und Bauchschmerzen machen ihnen zu schaffen.

Nun wäre es vergleichsweise einfach, auf Brot zu verzichten und so die unangenehmen Begleiterscheinungen zu umschiffen, wenn der Grund für das Unwohlsein einmal erkannt ist. Gluten steckt vor allem in Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Dinkel, aus denen Brot und Nudeln hergestellt werden. Dummerweise versteckt sich Gluten heutzutage als Aromastoff oder Stabilisator auch in vielen anderen Lebensmitteln wie etwa in Fertiggerichten, Fruchtjoghurts, Schokolade, Wurst, Gewürzmischungen, Ketchup, Süßigkeiten, Vitamintabletten oder Babynahrung.

Mehrkornbrot dekoriert mit Getreide© Smileus – Fotolia

Sulfite in Lebensmitteln

In den USA hat die Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) 1986 den Gebrauch von Sulfiten (Salz der schwefeligen Säure) als Konservierungsstoff für Früchte und Gemüse verboten, nachdem entdeckt worden war, dass Sulfite zu leichten bis schweren allergischen Reaktionen führen können. Betroffen davon sind Menschen, die empfindlich auf Sulfite reagieren, besonders Asthmatiker, die zur Behandlung Steroide erhalten.

In welchen Lebensmitteln kommen Sulfite vor?

In Deutschland ist im Gegensatz zu den USA der Gebrauch von Sulfiten nicht verboten, sie werden als Nahrungsmittelzusatzstoffe unter E220 aufgeführt. Trotz des Sulfit-Verbots durch die FDA kommen auch in den USA Sulfite in einer ganzen Reihe von verarbeiteten Lebensmitteln vor. Dazu gehören zum Beispiel

  • Trockenfrüchte
  • einige Fruchtsäfte
  • Weißwein und Weinessig
  • Bratensoßen und Fertigsuppen
  • eingelegtes Gemüse
  • Kartoffelerzeugnisse
  • frische Shrimps
  • Backwaren
  • Marmelade und Gelees

Darüber hinaus können Sulfite auch in einigen Medikamenten vorkommen. Die Sulfite reduzieren stark den Sauerstoff im Blutfarbstoff Hämoglobin und können das Vitamin B1 zerstören. Vitamin B1 ist lebenswichtig für die Energieproduktion, die Funktion des Nervensystems und die Proteinsynthese.

Leiden Sie unter einer Sulfit-Empfindlichkeit?

Wenn Sie glauben, dass bei Ihnen eine Sulfit-Empfindlichkeit vorliegt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Zu den Symptomen gehören:

    • Kopfschmerzen
    • Übelkeit, Erbrechen
    • Durchfall
    • abdominale Krämpfe
    • Stimmungsschwankungen
    • Benommenheit
  • niedriger Blutdruck
  • Atembeschwerden
  • Juckreiz
  • Schwellungen an Händen und Füßen

Wenn Sie allergisch auf Sulfite reagieren, sollten Sie vor Gebrauch gründlich die Hinweise auf Lebensmitteln und Medikamenten lesen. Achten Sie deshalb auf Begriffe wie Sulfat, Natriumsulfit, Natriumhydrogensulfit, Natriummetabisulfit, denn sie alle bedeuten, dass Sulfite vorkommen. Wenn Sie unverpackte Lebensmittel auf dem Markt kaufen, erkundigen Sie sich, ob Sulfite hinzugefügt worden sind. Da Restaurants häufig Kartoffelgerichte servieren, die Sulfite enthalten können, sollten Sie statt Pommes Frites oder Kartoffelpüree Backkartoffeln mit Schale bestellen. Wenn Sie Asthma haben, sollten Sie immer Ihr Inhaliergerät dabei haben, um bei einem eventuellen Asthma-Anfall schnell reagieren zu können. Wenn Sie bereits allergische Reaktionen gezeigt haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über einen Notfallplan.

Vorsicht: Achten Sie auf Kreuzallergien!

Bei einer Kreuzallergie reagiert Ihr Körper auf unterschiedliche Stoffe allergisch, die eine ähnliche chemische Struktur haben. Wer unter einer Pollenallergie leidet, reagiert deshalb oft auch auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch, besonders wenn Pollen und Nahrungsmittel aus derselben Pflanzenfamilie stammen. Ganz typisch dafür ist, dass Ihre allergischen Reaktionen auf Lebensmittel während der Pollenflugzeit deutlich stärker sind.

Sport stabilisiert Ihr Immunsystem: Verlegen Sie Ihr Training als Pollenallergiker in der Zeit des Pollenflugs besser in die Halle (Fitnesscenter/Hallenbad).

Kreuzallergien zwischen häufigen Allergenen und Nahrungsmitteln

Bei bestehender Allergie auf … Mögliche Reaktion auf …
Baumpollen (z. B. Birke, Erle, Hasel) Haselnuss, Walnuss, Paranuss, Mandel, Apfel, Aprikose, Kirsche, Pflaume, Kiwi, Pfirsich, Nektarine, Birne, Karotte, Sellerie, rohe Kartoffel, Anis, Curry, Soja, Basilikum, Petersilie, Zwiebel, Knoblauch, Hopfen
Kräuterpollen (z. B. Beifuß, Gänsefuß) Sellerie, Karotte, rohe Kartoffel, Erdnuss, Kamille, Fenchel, Knoblauch, Kümmel, Petersilie, Anis, Curry, Paprika, Pfeffer, Muskat, Zimt, Ingwer, Koriander
Gräser- und Getreidepollen Soja, Erdnuss, Erbse, Bohne, Tomate, Mehl, Getreide
Naturlatex Banane, Kiwi, Esskastanie, Avocado, Feige, Papaya, Paprika, Tomate, rohe Kartoffel, Litschi
Hausstaubmilben Krabben, Garnelen, Hummer, Scampi, Krebse, Muscheln, Schnecken, Austern

Tipps gegen die häufigen Lebensmittelallergien

Kuhmilch

Die wichtigsten Allergene in der Kuhmilch sind Kasein und die Molkeneiweiße (besonders Beta-Laktoglobulin). Wenn Sie sehr stark reagieren, hilft Ihnen nur konsequentes Meiden von Kuhmilchprodukten. Beachten Sie auch: Eine Vielzahl von Fertigprodukten enthält Zusätze aus Kuhmilcheiweiß.

Vorsicht, wenn Sie diese Begriffe im Zutatenverzeichnis von Lebensmitteln finden. Hier verstecken sich Kuhmilchprodukte:

  • Molke
  • Kasein
  • Magermilchpulver
  • Rahm

Hühnerei

Ihre Allergie besteht meistens auf das Eiweiß (Eiklar). Einige Betroffene vertragen daher Eigelb, gekochte Eier oder Eier in verarbeiteten Lebensmitteln. Im Zutatenverzeichnis erkennen Sie den Zusatz von Bestandteilen aus Hühnereiern an den Begriffen „tierisches Eiweiß“, „Fremdprotein“, „Flüssigei“, „Trockeneiweiß“ oder „Lecithin“. Ganzes Hühnerei muss nach der Kennzeichnungsverordnung immer als solches im Zutatenverzeichnis erscheinen, zum Beispiel „Lecithin aus Ei“.

  • Ein Teelöffel Agar-Agar (Bioladen, Reformhaus) in Wasser aufgelöst ersetzt ein Ei im Pudding.
  • Beim Backen ersetzen zwei Esslöffel Wasser, ein Esslöffel Pflanzenöl und ein halber Teelöffel Backpulver ein Ei.
  • Vorgefertigte Ei-Ersatzprodukte sind eine praktische Alternative. Dabei handelt es sich um ein geschmacksneutrales Pulver aus rein pflanzlichen Zutaten. Es eignet sich für warme und kalte Speisen, aber nicht zur Herstellung von Gerichten wie Rühr- oder Spiegelei.

Obst

Obstallergien zeigen sich bei Ihnen meistens durch ein Jucken oder Kribbeln im Mund-Rachen-Raum. Oft handelt es sich hier um eine Kreuzallergie, wenn Sie auf Birkenpollen allergisch reagieren. Besonders rohe, ungeschälte Äpfel lösen dann bei Ihnen oft Beschwerden aus. Auch auf Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen und Aprikosen reagieren viele Menschen allergisch. Immer häufiger treten inzwischen Allergien auf exotische Früchte wie Kiwi, Mango, Litschi oder Maracuja auf, die ebenfalls Kreuzreaktionen mit Birkenpollen zeigen können.

  • Wählen Sie allergenarme Apfelsorten, das sind meist ältere Sorten wie Boskop, Jamba und Gloster. Im Handel finden Sie bereits Apfelsorten, die mit der Bezeichnung „für Allergiker geeignet“ gekennzeichnet sind. Eine große Sortenvielfalt bieten Ihnen Bauern- und Biomärkte.
  • Länger gelagerte Äpfel vertragen Sie oft besser als frische, da der Allergengehalt während der Lagerung abnimmt.
  • Viele Kreuzallergiker berichten, dass sie frisches Obst in der pollenfreien Zeit besser vertragen als während des Pollenflugs.
Roter, gelber und grüner Apfel mit eingeritzten Herzen auf Holz© kbuntu – Fotolia

So senken Sie den Allergengehalt Ihrer Äpfel:

  • Schälen Sie die Äpfel, denn die Allergene sitzen oft direkt unter der Schale.
  • Schneiden Sie Ihr Obst in kleine Stücke und lassen Sie es kurz an der Luft stehen (der Sauerstoff aus der Luft inaktiviert die Allergene).
  • Hitze zerstört die Allergene. Als Kompott, Bratapfel, Saft, Gelee oder im Kuchen vertragen Sie Obst als Allergiker meist gut, da die Allergene durch Hitze zerstört werden. Stellen Sie Ihren Apfel eine Minute bei 600 Watt in die Mikrowelle. Er ist dann noch knackig, seine Allergenität ist aber deutlich verringert.

Nüsse

Vor allem als Birkenpollenallergiker entwickelt sich bei Ihnen oft gleichzeitig eine Allergie gegen Haselnüsse (Kreuzallergie): Ein Kratzen im Hals, Juckreiz bis hin zur Atemnot sind typische Anzeichen. Besonders gefährlich ist eine Allergie gegen Erdnüsse (hier können schon kleinste Allergenmengen heftige allergische Reaktionen auslösen). Sie tritt besonders häufig auf, wenn Sie gegen Gräserpollen allergisch sind. Sichtbare Nüsse zu meiden, fällt meist nicht schwer. Problematisch sind für Sie kleinste Spuren in Fertiglebensmitteln wie Schokolade. Für diese Spuren gibt es bis heute keine einheitliche Kennzeichnung.

Beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln hilft Ihnen ein Blick auf das Zutatenverzeichnis. Hier werden Nüsse und Produkte daraus als Zutat aufgelistet. Achten Sie auf folgende Begriffe:

  • Baumnüsse
  • Nussmark
  • Nussmus
  • Nussöl
  • Gianduia
  • Nussrohmasse
  • Nusszubereitung
  • Krokant
  • Marzipan
  • Schalenfrüchte
  • Nougat
  • Nusscreme

Gewürze und Kräuter

Besonders aggressive Allergene sind in Selleriegewürz, Curry, Koriander und Basilikum enthalten. Sellerie ist mittlerweile ein sehr häufiges Nahrungsmittelallergen und zeigt Kreuzallergien zu zahlreichen Kräutern (Beifuß), Gemüse sowie Birkenpollen. Als Würzmittel verbirgt sich Sellerie in Suppen, Saucen, Salat-, Fleisch- und Geflügelspeisen, Gewürzsalzen und -mischungen. Verwenden Sie diese Würzmittel besser nicht und meiden Sie das Allergen, insbesondere im frischen Zustand.

  • Verwenden Sie vorsichtshalber keine Gewürzmischungen (Curry, Grillgewürz etc.).
  • Garen Sie Gewürze prinzipiell mit, dadurch werden eventuelle Allergene ausgeschaltet.

 

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/dermatologie/allergien/nahrung/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Kiwi – Köstliche Vitamin-C-Quelle


Kiwis zählen zu den beliebtesten Früchten. Kein Wunder, denn sie sind ausgesprochen lecker, gesund und kalorienarm. Die braun behaarte Frucht ist vollgepackt mit gesunden Inhaltsstoffen, wie Vitamin C, Magnesium, Kalium und wertvollem Vitamin K. In Kombination mit präbiotischen Ballaststoffen und schützenden Antioxidantien haben all diese Vitalstoffe in der Kiwi interessante Wirkungen. Laut Studien hilft die Kiwi gegen Schlaflosigkeit, Verstopfung und depressive Verstimmungen. Selbst den Hormonhaushalt soll die Kiwi ins Gleichgewicht bringen können.

Kiwis – von China nach Neuseeland

Ursprünglich stammt die Kiwi aus China und gelangte erst Anfang des 20. Jahrhunderts nach Neuseeland, wo sie seither das Nationalobst schlechthin darstellt. Inzwischen werden Kiwis nicht nur in China und Neuseeland angebaut, sondern auch in Europa.

Italien ist beispielsweise der weltweit zweitgrösste Produzent von Kiwis, aber auch in Frankreich und Griechenland werden die Beeren kultiviert.

Inzwischen hat auch die Forschung die Kiwis für sich entdeckt, und immer mehr Studien beweisen ihre positive Wirkung auf die menschliche Gesundheit.

Goldene und grüne Kiwis

Mittlerweile gibt es zwei verschiedene Sorten von Kiwis im Handel: Die grüne Kiwi, meist von der Sorte „Hayward“ und die goldene Kiwi der Sorte „Hort16A“, besser bekannt unter dem Markennamen „Zespri Gold“.

Beide weisen ähnliche Inhaltsstoffe und Wirkungen auf, auch wenn sich die beiden Früchte durch den Geschmack etwas unterscheiden. So schmeckt die goldene Kiwi etwas milder und süsser als die grüne Kiwi.

Kiwi – die Nährstoffe

Kiwis sind das perfekte Obst für den süssen Hunger zwischendurch: Sie schmecken nicht nur köstlich und sind überaus gesund, sondern auch sehr kalorienarm. So enthalten 100 g Kiwi nur 61 kcal (255 kJ).

100 Gramm Kiwi enthalten:

  • 83 g Wasser
  • 0,5 g Fett
  • 15 g Kohlenhydrate
    • davon 3 g Ballaststoffe
    • und 9 g Zucker (4,6 g Fructose und 4,4 g Glucose)

Kiwi – die Vitamine, Mineralien und Spurenelemente

Kiwis enthalten eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen. Nachfolgend der jeweilige Vitalstoffgehalt pro 100 Gramm. Wir haben nur jene Vitalstoffe aufgeführt, die auch wirklich in relevanten Mengen in der Kiwi vorkommen. Die Zahl in Klammern gibt an, zu wie viel Prozent der enthaltene Vitalstoff den täglichen Bedarf (RDA) decken kann:

  • 92,7 mg Vitamin C (92,7 % RDA): Kiwis sind reich an Vitamin C, das im menschlichen Körper viele wichtige Funktionen erfüllt. Es fungiert als ein wichtiges Antioxidans, schützt unsere Gefässe, kräftigt das Bindegewebe und die Wundheilung, verbessert die Calcium- und Eisenaufnahme, reguliert die Hormonausschüttung, wirkt entgiftend und noch vieles mehr.
  • 62 µg Vitamin A (7,75 % RDA) in Form von 370 µg Beta-Carotin: Vitamin A brauchen wir für gute Augen. Aber auch für die Haut und die Schleimhäute sowie für Heilvorgänge aller Art wird Vitamin A benötigt.
  • 500 µg Vitamin E (4 % RDA): Vitamin E ist ein starkes Antioxidans und sorgt somit für ein frisches, jugendliches Aussehen und reduziert oxidativen Stress.
  • 10 µg Vitamin K (14 % RDA): Vitamin K regelt einerseits die Blutgerinnung und ist andererseits für die Einlagerung von Kalzium in die Knochen und das Verhindern von Kalziumablagerungen in den Blutgefässen zuständig.
  • 24 mg Magnesium (6,4 % RDA): Magnesium ist wichtig für unsere Muskeln, wirkt entzündungshemmend und ist zudem für zahlreichen Körpervorgänge unerlässlich. Eine Unterversorgung kann zu Zittern, Krämpfen, Verwirrtheit und Herzrhythmusstörungen führen.
  • 295 mg Kalium (15 % RDA): Kalium ist massgeblich am Energiestoffwechsel und am Wasserhaushalt beteiligt und zusammen mit Natrium für einen gesunden Herzmuskel zuständig.
     

Kiwis stecken voller Vitamin C

Wer schon einmal eine Kiwi gegessen hat, weiss: Diese schmeckt fruchtig-süss, aber zugleich auch säuerlich. Diese säuerliche und frische Geschmacksnote verdankt die Beere den grossen Mengen an Vitamin C, die sich in ihrem Fruchtfleisch finden. So decken bereits 1,5 Kiwis den offiziell angegebenen Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C.

Vitamin C wiederum ist ein wahres Supervitamin: Es wirkt immunstärkend, entgiftend, antibakteriell, antiviral, antioxidativ, antitumoral und noch vieles mehr.

Gerade in Stresssituationen ist es wichtig, auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C zu achten. Forschungen haben aufgezeigt, dass Menschen mit einem höheren Vitamin-C-Spiegel im Blut besser mit Stress umgehen können und generell weniger Anzeichen für negativen Stress wie erhöhten Blutdruck oder hohe Cortisol-Werte (ein Stresshormon) zeigen, als Menschen mit niedrigeren Vitamin-C-Spiegeln.

Kiwis verbessern die Eisenaufnahme

Kiwis stecken nicht nur selbst voller gesunder Vitamine und Mineralstoffe, sie helfen ausserdem dabei, Mineralien aus der Nahrung besser zu verwerten und aufzunehmen.

So konnte eine Studie aus dem Jahr 2011 der Massey Universität in Neuseeland zeigen, dass schon alleine der Konsum von zwei Kiwis in Kombination mit einem eisenreichen Müsli den Eisenwert im Blut von Frauen mit niedrigen Werten innerhalb von 16 Wochen im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöhte. Als Kontrollgruppe diente hier eine Gruppe von Frauen, die ebenfalls ein mit Eisen angereichertes Müsli bekamen, jedoch anstelle der zwei Kiwis eine Banane dazu assen.

Die Forscher führten die bessere Eisenversorgung in der Kiwigruppe auf den hohen Vitamin-C- sowie Carotinoidgehalt der Kiwis zurück. Denn diese Stoffe erhöhen die Resorption von Eisen aus dem Darm.

Weitere Studien sowohl im Zellversuch als auch am Menschen zeigen, dass ein hoher Kiwikonsum – hier vor allem der Konsum der goldenen Kiwi – nicht nur die Aufnahme von Eisen, sondern ebenfalls von Calcium, Phosphor und Magnesium verbessern kann.

Kiwis sind reich an Antioxidantien

Kiwis sind zudem reich an Antioxidantien, die vor oxidativen Zellschäden und damit einhergehenden Krankheiten, wie etwa Krebs, Demenz oder Schlaganfall bewahren können. Aber nicht nur für unsere Gesundheit brauchen wir Antioxidantien, sondern auch um länger unsere Jugendlichkeit zu bewahren. Denn Antioxidantien sind ideale Anti-Aging-Helfer.

Im Jahr 2011 verglichen Forscher von der Teikyo-Universität in Tokio, Japan die antioxidative Kraft von Kiwis mit der von Grapefruits und Orangen, die ebenfalls reich an Vitamin C sind. Dabei fanden sie heraus, dass die antioxidative Kraft der Kiwis den Zitrusfrüchten stark überlegen war, wobei die goldene Kiwi sogar noch stärker antioxidativ wirkt als ihre grüne Verwandte.

Die Forscher merkten an, dass Kiwis die Entstehung und das Fortschreiten von Krankheiten, die durch oxidativen Stress entstehen, verhindern können.

Kiwi – die sekundären Pflanzenstoffe

Kiwis haben für unsere Gesundheit aber noch mehr zu bieten. So sind sie etwa auch reich an verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen.

Man dachte lange, dass sekundäre Pflanzenstoffe für den Menschen keinen gesundheitlichen Vorteil bringen. Inzwischen weiss man allerdings, dass gerade diese sekundären Pflanzenstoffe für die Gesundheit sehr wichtig sind, da sie u. a. antibakteriell, antioxidativ, antiviral, entgiftend, entzündungshemmend und letztendlich auch antitumoral, also krebsfeindlich wirken.

Lutein und Zeaxanthin schützen die Augen

Zwei der kiwitypischen sekundären Pflanzenstoffe sind beispielsweise das Lutein und das Zeaxanthin, zwei Substanzen aus der Gruppe der Carotinoide. Lutein und Zeaxanthin stellen etwa 54 Prozent der Carotinoide in Kiwis dar. Dabei werden Kiwis nur noch von Eigelb und Mais übertroffen und zählen somit zu den absoluten Spitzenreitern.

Lutein und Zeaxanthin reichern sich beide in der Makula des Auges an und schützen sie so vor Schäden durch UV- oder Bildschirmstrahlung. Zu den weiteren gesundheitlichen Vorteilen der beiden Carotinoide gehört der Schutz vor den folgenden Beschwerden bzw. Gefahren:

  • Nachtblindheit
  • Makuladegeneration
  • Blaulicht (Bildschirm, TV)
  • Sehschwäche allgemein
  • Katarakt (grauem Star)
  • Trockenen Augen
  • Vorzeitiges Altern
  • Gefässerkrankungen

Kaffeesäure schützt vor Krebs

Weitere sekundäre Pflanzenstoffe, die in der Kiwi reichlich vorkommen, sind Phenolsäuren und hier vor allem die Kaffeesäure. Wie der Name bereits vermuten lässt, kommt Kaffeesäure vor allem im Kaffee vor. So enthält eine Tasse Kaffee zwischen 25 und 75 mg Kaffeesäure. Kiwis können hier locker mithalten: Sie enthalten 100 mg Kaffeesäure pro 100 Gramm – und das ohne jegliche Röststoffe und auch ohne aufputschendes Koffein.

Die Kaffeesäure hat laut wissenschaftlicher Forschung einen deutlichen Anti-Tumor-Effekt auf unterschiedliche Krebszellen, so etwa auf Magenkrebs, Darmkrebs, Fibrosarkome, Gebärmutterkrebs und Prostatakrebs.

Auch wenn dieser Effekt bisher nur in Zell- und Tierversuchen nachgewiesen wurde, sollte man bei einer Krebserkrankung phenolsäurereiche Früchte wie Kiwis unbedingt in seinen Speiseplan einbauen.

Natürlich gibt es noch andere Lebensmittel, die bei einer Krebserkrankung helfen können, wie etwa Heidelbeeren oder Kreuzblütengewächse. Und da Lebensmittel nie nur eine einzige Wirkung haben, wundert es nicht, dass sowohl Heidelbeeren als auch Kiwis zusätzlich einen äusserst positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System haben.

Kiwis für’s Herz

Als Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung können Kiwis laut Studien das gute HDL-Cholesterin erhöhen, im Gegenzug die Triglyceridwerte (Blutfette) sowie Bluthochdruck senken und die Blutgerinnung verbessern. Jede einzelne dieser Wirkungen sorgt nun wieder für ein gesundes und starkes Herz sowie für kräftige und elastische Blutgefässe.

Kiwis gegen Schlaflosigkeit

Selbst bei Schlaflosigkeit können Kiwis zu einem besseren Schlaf beitragen. Anstatt also auf nebenwirkungsreiche Schlafmittel zurückzugreifen, könnten Sie eine Stunde vor dem Schlafengehen auch einfach zwei Kiwis essen. Denn genau das taten die Probanden in einer Studie der Taipei Medical University. 24 Männer und Frauen im Alter von 20 bis 55 Jahren konsumierten für vier Wochen lang jeden Abend vor dem Zubettgehen zwei Kiwis.

Nach den vier Wochen der Studiendauer erhöhten sich die Gesamtschlafdauer und die Schlafeffizienz signifikant, wohingegen sich die Einschlafzeit und die Zeit der Schlafunterbrechungen signifikant reduzierten.

Natürlich sollten Sie bei Schlafproblemen generell auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, zuviel Kaffee meiden und Handy- und Computernutzung vor dem Schlafengehen begrenzen, da das blaue Licht der Bildschirme die Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon, drosselt.

Kiwis halten unseren Darm gesund

Kiwis liefern überdies darmfreundliche sog. präbiotische Stoffe, die als Nahrung für die Darmflora dienen. Je besser die Darmflora mit Präbiotika versorgt ist, umso besser kann sie den Darm schützen und die Ansiedlung schädlicher Bakterien verhindern.

Denn schädliche Darmbakterien können den Darm schädigen und im schlimmsten Fall zum Leaky-Gut-Syndrom führen. Leaky Gut bedeutet wortwörtlich „Löchriger Darm“, wobei hier keineswegs der gesamte Darm löchrig ist, sondern nur Teile. Dies führt dazu, dass unvollständig verdaute Nahrungspartikel ins Blut gelangen und hier vielfältige negative Reaktionen, wie Entzündungen, Allergien und Autoimmunerkrankungen auslösen können.

Damit die guten Darmbakterien die schlechten Bakterien in Schach halten können, brauchen sie gute Nahrung: Präbiotika. Zu den Präbiotika gehören beispielsweise das Inulin in Topinambur, Schwarzwurzeln und Chicoree. Aber auch der Ballaststoff Pektin gilt als präbiotisch wirksam, da er die Entstehung einer gesunden Darmflora fördert.

Kiwis gehören nun zu jenen Lebensmitteln, die besonders viel Pektin und so laut Humanstudien die Darmflora positiv beeinflussen und die Anzahl der guten Milchsäurebakterien erhöhen. Studien legen zudem nahe, dass der regelmässige Verzehr von Kiwis das Leaky-Gut-Syndrom lindern kann. Und wenn der Darm gesund ist, dann sinkt schon allein damit das Krebsrisiko, wie wir hier erklärt haben.

Kiwis gegen Verstopfung

Verstopfung zählt zu den häufigsten Volkskrankheiten in den Industrieländern. Alleine in Deutschland sind ca. 15 Millionen Erwachsene davon betroffen. Aber auch hier kann die Kiwi Abhilfe schaffen.

In einer chinesischen Studie an 33 Patienten mit Verstopfung und 20 Patienten ohne Verstopfung wurde aufgezeigt, dass der Genuss von zwei Kiwis pro Tag die Symptome der Verstopfung massiv verbesserte. Bei den gesunden Probanden zeigte sich jedoch keine Änderung der Stuhlhäufigkeit oder der Stuhlkonsistenz. Kiwis führen also bei Personen mit gesunder Verdauung nicht etwa zu Durchfall.

In einer weiteren Studie wurde die Wirkung von Kiwis auf Patienten untersucht, die an Reizdarm mit Verstopfung litten. Auch hier assen die Probanden zwei grüne Kiwis pro Tag für einen Zeitraum von vier Wochen. Nach Ablauf der vier Wochen hatte sich die Stuhlfrequenz erhöht und die Dauer der Darmpassage – also die Zeit, die die Nahrung im Darm verbringt – verringert.

Kiwis können somit neben anderen Hausmitteln gegen Verstopfung wie Pflaumen oder Trockenobst zu einer normalen Darmtätigkeit beitragen und so Millionen von Menschen von den unangenehmen Symptomen einer Obstipation erlösen.

Kiwis für ein starkes Immunsystem

Auch für das Immunsystem sind Kiwis äusserst vorteilhaft. So haben neuseeländische Forscher die Wirkung von Kiwis auf die Dauer und Schwere von Atemwegserkrankungen untersucht.

Würden Erkältungen, Husten und Co schneller verschwinden, wenn man täglich vier Kiwis ässe?

32 ältere Patienten über 65 Jahren nahmen an dieser Studie teil und wurden dabei in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine Gruppe ass für vier Wochen täglich vier Kiwis, die Kontrollgruppe hingegen täglich zwei Bananen.

Im Vergleich zur Bananengruppe war die Häufigkeit von Atemwegserkrankungen in der Kiwigruppe unvermindert, jedoch verkürzte sich die Dauer und die Schwere der Erkältungen.

Eine ähnliche Studie wurde auch mit Kindern durchgeführt. Eine Gruppe von Volksschulkindern wurde per Zufallsprinzip entweder einer Gruppe zugeteilt, die täglich zwei Kiwis zu sich nahm, oder einer Gruppe, die stattdessen täglich Bananen ass.

Es zeigte sich nun, dass die Kinder aus der Kiwigruppe ihr Risiko, an einer Erkältung oder einem grippalen Infekt zu erkranken, nahezu halbierten!

Ihr Immunsystem wird es Ihnen also danken, wenn Sie von nun an Kiwis zu einem Bestandteil Ihrer täglichen Ernährung machen – besonders in der kalten Jahreszeit, wo die Gefahr, sich eine Erkältungen oder Grippe zuzuziehen, generell höher ist.

Kiwis und der Hormonhaushalt

Auch der Hormonhaushalt kann von einem erhöhten Kiwikonsum profitieren. So wurde in einer doppelblinden und placebokontrollierten Studie an australischen Frauen in den Wechseljahren gezeigt, dass Kiwis – hier allerdings in Form eines Kiwiextraktes – in der Lage waren, den Hormonstatus der Frauen zu harmonisieren.

Die Forscher führten den hormonausgleichenden Effekt einerseits auf die in Kiwis reichlich vorhandenen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe zurück, andererseits auf die Tatsache, dass Kiwis kleine Mengen an Phytoöstrogenen enthalten.

Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, die dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln und die Östrogenrezeptoren besetzen. Da Phytoöstrogene schwächer wirken als die „echten“ Östrogene kann auf diese Weise eine Östrogendominanz gemildert werden. Bei einem Östrogenmangel hingegen können die Phytoöstrogene zu einem gewissen Grad die fehlenden Hormone ersetzen. Phytoöstrogene können daher laut Wissenschaft in manchen Fällen sogar verschiedenen Krebsarten wie z. B. Brustkrebs vorbeugen.

Wenn auch Sie von unangenehmen Wechseljahresbeschwerden geplagt werden und gleichzeitig Kiwis mögen, könnten Sie – gemeinsam mit anderen natürlichen hormonregulierenden Massnahmen – auch Ihren Kiwikonsum erhöhen.

Kiwis als natürlicher Stimmungsaufheller

Aber eigentlich lohnt es sich schon allein aufgrund der stimmungsaufhellenden Wirkung von Kiwis, die leckeren Früchte häufiger zu essen, wie Forscher der Universität von Otago in Neuseeland gezeigt hatten.

35 Männer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und mussten entweder eine halbe oder zwei goldene Kiwis pro Tag für vier Wochen zu sich nehmen. Die Personen, die täglich zwei Kiwis assen, berichteten von signifikant reduzierten Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Depressionen und dafür von erhöhter Vitalität.

Natürlich sollten Sie bei depressiven Verstimmungen auch auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten, sowie weitere naturheilkundliche Massnahmen wie eine bestimmte Atemmethode oder Aromatherapie in Betracht ziehen.

Kiwis in der Küche

Kiwis werden gerne roh verzehrt, was den hitzeempfindlichen Inhaltsstoffen der Kiwi, wie beispielsweise dem Vitamin C, sehr entgegenkommt.

So kann man Kiwis etwa perfekt in pflanzlichem Joghurt, Quark oder Müslis verwenden. Im Obstsalat sind sie ebenfalls gerne gesehen und auch im Smoothie machen sie eine gute und vor allem leckere Figur. Ein köstliches Kiwi-Dessert ist die folgende Creme:

Bananen-Nusscreme mit Kiwis

Zutaten für 1 Portion:

  • 2 reife Kiwis
  • 1½ EL Mandelmus
  • 5 EL Wasser
  • ½ Banane
  • ½ TL Flohsamenschalenpulver
  • Saft ½ Zitrone
  • 1 TL Ahornsirup
  • Mandelblättchen

Zubereitung:

Die Kiwis schälen und würfeln. Banane klein schneiden und mit der Hälfte der Kiwistücke und den restlichen Zutaten im Mixer zu einer cremigen Masse verarbeiten. Die Creme ca. 5 Minuten ruhen lassen, da sie durch die Flohsamenschalen mit der Zeit noch etwas eindickt. Nun die Hälfte der Creme in einem Glas anrichten, darauf die Hälfte der übrigen Kiwis verteilen. Danach die restliche Creme ins Glas schichten und die Kiwis dekorativ darauf anrichten. Nach Belieben mit Mandelblättchen dekorieren.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/kiwi.html

Gruß an die Besseresser

TA KI

Eichhase (Polyporus umbellatus)


Schon vor fast 2000 Jahren wurde der Eichhase (Polyporus umbellatus) von den Chinesen als Heilpilz verwendet. Er ist auch bei uns heimisch, kommt jedoch nicht so zahlreich vor, wie sich das die ambitionierten Pilzsammler wünschen würden.

Wirkung

Der Eichhase ist sehr herzstärkend, da er entwässert und den Harnfluss steigert, ohne dabei Kalium auszuscheiden. Natrium und Chlorid werden beim Entwässern ausgeschieden. Natrium ist der Gegenspieler des Kaliums und hält das Wasser im Körper.

Positive Wirkungen hat er daher bei Ödemen und der Regulierung des lymphatischen Systems, auf das er entgiftend wirkt. Bei Erkrankungen, wo Lymphdrüsen entfernt werden z.B. Brustkrebs oder Prostatakrebs, hat er eine wichtige Funktion.

Er lockert das Muskelgewebe und öffnet die Schweißdrüsen. Damit verbessert er die Struktur der Haut, weshalb er auch bei Hautproblemen angewendet wird. Das Haarwachstum verbessert sich ebenfalls.

Auch bei allergischen Reaktionen wie dem Heuschnupfen ist er hilfreich.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin wirkt der Eichhase

bei Ödemen
– bei Durchfall
– heilend auf die Leber
– bei Hautproblemen
– bei Heuschnupfen
– antibakteriell gegen Staphylococcus aureus, E.coli
– helfend bei Lungen- und Leberkrebs

Für Mukoviszidose Patienten ist dieser Heilpilz weniger geeignet, da wir durch unseren Schweiß sowieso mehr Natrium verlieren als Gesunde und uns daher weitere Natriumverluste kaum leisten können.

Für Frauen, die ja vermehrt zu Ödemen neigen, ist der Eichhase sicher ein hochinteressanter Heilpilz! Aber auch Akne- und Heuschnupfenopfer werden am Eichhasen ihre Freude haben.

Quelle: http://www.cysticus.de/heilpilze/polyporus-umbellatus/eichhase.htm

Gruß an die Wissenden

TA KI

Blaubeersaft verbessert Gehirnfunktionen


Blaubeeren gelten als ganz besondere Beeren. Sie enthalten gesundheitsfördernde Flavonoide, die sich auf viele Körperbereiche äusserst positiv auswirken können. In einer Studie, die Anfang 2017 veröffentlicht wurde, ergab sich, dass Blaubeersaft bei älteren Menschen die kognitiven Funktionen und den Blutfluss im Gehirn deutlich verbessern konnte. Wer in dieser Untersuchung Blaubeersaft getrunken hatte, verfügte über ein signifikant aktiveres Gehirn als die Kontrollgruppe, die keinen Blaubeersaft trinken durfte.

Blaubeersaft für’s Gehirn

Blaubeeren sind schon lange als echte Heilbeeren bekannt. Längst haben sie in Studien bewiesen, wie gut sie das Herz-Kreislauf-System unterstützen können, etwa indem sie

  • den Cholesterinspiegel senken und
  • konkret gegen Arteriosklerose helfen, da sie Ablagerungen an den Blutgefässwänden verhindern.

(…)

In erster Linie sind es die Antioxidantien, die sich überreichlich in den Blaubeeren finden lassen und den Körper gegen viele schädliche Einflüsse zu schützen vermögen.

Gesünderes Gehirn bei pflanzenbasierter Ernährung

Zu den antioxidativ wirksamen Stoffen in Blaubeeren gehören die Flavonoide, die zusätzlich stark entzündungshemmend wirken. Dr. Joanna Bowtell, Leiterin der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften an der University of Exeter, erklärt:

Unsere kognitiven Funktionen tendieren dazu, mit dem Alter immer weiter abzunehmen. Doch hat sich schon in früheren Studien gezeigt, dass genau diese kognitiven Funktionen bei jenen Menschen sehr viel besser erhalten bleiben, die eine pflanzenbasierte Ernährung praktizieren.

30 ml Blaubeersaft pro Tag verbessern die Gehirnfunktionen in 12 Wochen

In unserer aktuellen Studie haben wir nun entdeckt, dass man seine Gehirnfunktionen schon dann verbessern kann, wenn man 12 Wochen lang täglich 30 ml eines konzentrierten Blaubeersaftes trinkt.“

Diese Saftmenge entspricht etwa 230 g frischen Blaubeeren mit einem Gehalt von 387 mg Anthocyanen, einem blau färbenden Antioxidans aus der Gruppe der Flavonoide.

Vor und nach der 12-wöchigen Studienphase liess man die Teilnehmer eine Reihe kognitiver Tests absolvieren, während mit einem MRI-Scanner die Gehirnfunktion sowie die Durchblutung im Gehirn gemessen wurden.

Bei den Teilnehmern, die den Saft tranken, war das Gehirn viel besser durchblutet, es war aktiver und auch das Erinnerungsvermögen zeigte höhere Leistungen, als dies vor der Safteinnahme der Fall war. In der Placebogruppe, die keinen Blaubeersaft trank, konnte man keine entsprechenden Verbesserungen feststellen.

Es müssen nicht unbedingt Blaubeeren sein!

Allerdings wurden von vornherein jene Teilnehmer aus der Studie ausgeschlossen, die bereits viel Obst und Gemüse assen. Denn man weiss natürlich längst aus früheren Studien, dass ein hoher Obst- und Gemüseverzehr das Demenzrisiko senken kann. Es waren daher nur Teilnehmer zugelassen, die weniger als 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu sich nahmen.

Die Studie zeigt also mal wieder, wie ausserordentlich wichtig es ist, viel Obst und Gemüse zu essen. Es müssen auch nicht unbedingt Blaubeeren sein. Essen Sie einfach Obst und Gemüse der Saison – und zwar so viel wie möglich. Auf diese Weise nehmen Sie genügend Flavonoide und andere antioxidativ wirksame Pflanzenstoffe zu sich, um bis ins hohe Alter geistig fit und agil zu bleiben.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/blaubeersaft-verbessert-gehirnfunktion-170304025.html

Gruß an die, die geistig fit bleiben wollen

TA KI

 

Der Austernseitling


Der Austernseitling (Pleurotus ostreatus), auch Kalbfleischpilz oder Weihnachtspilz genannt, zählt neben dem Champignon zu den bekanntesten Kulturpilzen. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass er optisch einer Auster ähnelt und der Eigenart, dass er seitlich an Bäumen wächst.

Der Geschmack seines Fruchtfleisches ist kräftig und erinnert an den feinen Geschmack von Kalbfleisch, deshalb auch der Beiname Kalbfleischpilz. Anzutreffen in der freien Natur ist er in der kühleren Jahreszeit (Herbst bis Frühjahr) – wenn die Temperaturen unter 11 ° C fallen gedeiht der Austernseitling an toten und lebenden Bäumen (meist Buchen oder Eichen).

Kultiviert haben ihn, wie auch den Champignon, die Franzosen. Ende des 19. Jahrhunderts starteten sie die ersten Versuche den Austernseitling künstlich auf Strohballen zu züchten. Verfeinert wurde die Technik im letzten Jahrhundert, vor allem in den osteuropäischen Ländern (z. B. Ungarn).

Auch der Medizin blieb der Austernseitling nicht vorenthalten. Anfang der 50er Jahre konnten Wissenschaftler die im Austernseitling enthaltende antibiotisch wirksame Substanz Pleuromulin extrahieren, welche heute noch in abgewandelter Form in der Pharmazie verwendet wird.

In der chinesischen Medizin (TCM) findet er große Anerkennung und wird dort z. B. zur Behandlung eines Hexenschusses eingesetzt. Darüber hinaus enthält der Austernseitling wichtige B-Vitamine (z. B. B1, B2, B5, B6 und B7), welche vor allem im Fleisch enthalten sind. Deshalb empfiehlt sich der Austernseitling insbesondere im Rahmen einer vegetarischen oder veganen Kost. Obendrein enthält er noch lebenswichtige Aminosäuren, Folsäure und Vitamin D. Besonders hervorzuheben ist seine probiotische Wirkung, die sich u.a. regenerativ auf die Darmschleimhaut auswirkt.

Der Austernseitling zählt deshalb auch zu einem wichtigen Heilpilz, der bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt werden kann.

Einsatzgebiete:

nach eine Antibiotika-Therapie: aufgrund seiner probiotischen Wirkungsweise empfiehlt sich der Verzehr des Austernseitlings nach einer Einnahme von Antibiotika. Er unterstützt den Aufbau der Darmflora und fördert so den Aufbau der Abwehrkräfte.

zur Prävention von Osteoporose: bei regelmäßigem Verzehr trägt das im Pilz enthaltende Vitamin D zur Vorbeugung von Osteoporose bei.

beugt Krebserkrankungen vor: Forschungen haben gezeigt, dass die Inhaltsstoffe des Austernseitling dazu beitragen das Wachstum von Krebszellen zu hemmen. Es wird daran geforscht zukünftig die Wirkstoffe des Pilzes im Rahmen der konventionellen Krebstherapie einzusetzen.

zur Cholesterinsenkung: der Austernseitling eignet sich sehr gut im Rahmen einer cholesterinarmen Diät. Zahlreiche Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Pilz den Wirkstoff Lovastatin enthält, der zur Reduzierung eines erhöhten Cholesterinspiegels eingesetzt wird (hier empfiehlt sich die tägliche Einnahme von Pilzextrakten)

zur Blutdrucksenkung: vor allem in Asien wird der Austernseitling zur Blutdrucksenkung eingesetzt, auch hier empfiehlt sich die tägliche Einnahme des Pilzextrakts.

antioxidative Wirkungsweise: generell wird dem Pilz eine antioxidative Wirkungsweise nachgesagt, die den Körper vor den freien Radikalen schützt. Somit beugt der regelmäßige Verzehr des Pilzes vor altersbedingten Zellschädigungen vor.

bei Glieder- und Muskelbeschwerden: insbesondere in der TCM wird der Austernseitling zur Stärkung der Muskeln und der Sehnen eingesetzt. Zudem lindert er Rückenschmerzen und Gliederstarre.

In der Küche kann der Austernseitling vielseitig eingesetzt werden. Ob gratiniert, gegrillt oder gebraten oder in der asiatischen Küche – er harmonisiert mit einer Vielzahl von Speisen.

TIPP! Der Austernseitling kann gut selber gezüchtet werden. Eine Austernpilzzuchtkultur für Zushause kann über den Fachhandel bezogen werden, so dass er immer frisch geerntet werden kann!

Wichtig!
Um in den Genuss der therapeutischen Heilkräfte des Austernseitlings zu kommen, reicht es nicht aus, 3 mal die Woche den Austernpilz zu vertilgen. Eine tägliche Einnahme von Pilzpulver bzw. Extrakt macht Sinn!

Quelle: http://www.cysticus.de/thema-der-woche/austernseitling.htm

Gruß an die Wissenden

TA KI

Mistel


In Mitteleuropa wächst lediglich die Weiße oder Weißbeerige Mistel, die auch in Südeuropa und Skandinavien vorkommt. Nach ihrem Wirt bezeichnet man sie als Laubholz-Mistel, Tannen-Mistel oder Kiefern-Mistel.

Die Pflanzen wachsen oft vereinzelt. Sie mögen basenreiche Standorte und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Man findet sie bis zu einer Höhe von 1200 Metern.

Misteln und Mythen

Misteln kommen in der germanischen Mythologie vor, wo der listenreiche Loki das unscheinbare Gewächs dazu verwendet, den jungen Gott Balder zu töten. Der Römer Plinius der Ältere erwähnt in seiner Naturalis Historia, dass gallische Druiden Misteln mit einer goldenen Sichel schnitten, um sie zu Heilzwecken und mystischen Handlungen einzusetzen.

Sie galt den Galliern als Symbol ewigen Lebens. In der Schweiz gilt sie heute noch als Fruchtbarkeitssymbol. In der Weihnachtszeit findet man Misteln in Großbritannien und den USA über der Haustür. Küsse unter dem Mistelzweig verheißen Glück.

Heilwirkung der Mistel

Die Mistel kann noch mehr. Sie wirkt beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend und tonisierend. In der Naturheilkunde setzt man sie gegen Bluthochdruck und in der Misteltherapie gegen Krebs ein. Ihre Wirkung gegen Tumore ist bisher nicht nachgewiesen. Im Handel ersteht man spezielle Präparate.

Die Mistel kommt des Weiteren bei Fieber, Erkrankungen der Gelenke sowie Frauenbeschwerden zum Einsatz. Sie wirkt positiv auf Verdauung und Stoffwechsel. Die bevorzugte Zubereitungsform ist ein Kaltauszug, der eingenommen gegen Kreislaufprobleme und Stoffwechselstörungen wirkt.

Nach Geburten leistet die Mistel wertvolle Dienste. Sie beschleunigt die Heilung und kürzt den Wochenfluss ab. Der Kaltauszug eignet sich als Bad oder Umschlag. In dieser Form lindert er Krampfadern, Ekzeme, Geschwüre und Gelenkschmerzen.

Mistel auf Kassenkosten

Die deutschen Krankenkassen übernehmen bei Krebspatienten in allen Fällen die Kosten einer Misteltherapie. Bisher waren sie nur verpflichtet, den „palliativen“ Einsatz zu bezahlen.

Bei Patienten, bei denen die Krebserkrankung weit fortgeschritten war und es nicht mehr um die Heilung ging, sondern nur noch darum, ihre Lebensqualität zu verbessern. Das Sozialgericht in Dresden gab einer Brustkrebspatientin Recht, die die Kostenübernahme für ihre erfolgreich verlaufende Therapie verlangte.

Dabei sollten die Mistelinjektionen das Immunsystem stärken, um den Kampf gegen die Krebszellen zu intensivieren. Falls Ihre Krankenkasse die Kostenübernahme weiterhin ablehnt, verweisen Sie auf dieses Urteil (Aktenzeichen: S 28 KR 534/05).

Die Mistel killt Krebszellen und hilft besonders Brustkrebspatientinnen

Die Mistel nimmt in der biologischen Krebsabwehr eine Sonderstellung ein. Selbst die Schulmedizin verschließt sich ihrer unterstützenden Wirkung nicht mehr: In fast allen Krebsstationen und -kliniken wird die Misteltherapie heute als begleitende Maßnahme zu Operation, Chemotherapie und Bestrahlung geschätzt und eingesetzt – auch und besonders bei Brustkrebs.

Die Mistel ist ein Halbparasit und wächst auf Bäumen – bevorzugt auf Nadel- und weichholzigen Laubbäumen. Der Strauch sieht aus wie eine kleine Kugel und ist immergrün. Seine unscheinbaren bleichgelben Blüten bilden weißlich-glasige Beeren. Sie reifen im Dezember und sind ein gern genaschtes „Weihnachtsmahl“ für Vögel.

Zur Unterstützung der medizinischen Behandlung von Krebsleiden wird die Mistel seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts auf Initiative von Rudolf Steiner eingesetzt und in den meisten Fällen als anthroposophisches Fertigpräparat injiziert.

Daneben werden auch phytotherapeutische Mistelpräparate für die Krebsbehandlung angewendet. Alle für die Krebstherapie derzeit zur Verfügung stehenden Mistelpräparate sind so genannte Gesamtextrakte und müssen gespritzt werden.

Die Mistel bekämpft einen Krebs auf mehreren Ebenen

Mittlerweile kennt man 1.700 Inhaltsstoffe, besonders gut untersucht sind Lektine und Viscotoxine. Es ist erwiesen, dass sich besonders die Mistellektine positiv auf das Immunsystem auswirken. Dazu gehört unter anderem die Freisetzung von ß-Endorphin, einem Botenstoff, der zwischen dem Immun- und dem Nervensystem vermittelt und in der Lage ist, Schmerzen zu dämpfen.

Mit der Misteltherapie ist es nicht möglich, einen Tumor zu beseitigen. Dazu sind die schulmedizinischen Maßnahmen erforderlich. Doch sie kann dann noch im Körper vorhandene restliche Krebszellen bekämpfen. Vor allem aber verbessert sie nach einhelliger Meinung die Lebensqualität.

Das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit werden deutlich gesteigert. Oft werden weniger Schmerzmittel benötigt. Die mit Krankheit und Behandlung verbundenen Belastungen können besser bewältigt werden. Sie fördert den Appetit und vermindert Übelkeit und Erbrechen.

Eine fast zwangsläufige Begleiterscheinung von Chemotherapie und seelischer Belastung ist die Entzündung der Mundschleimhaut, die häufig dazu führt, dass unnötig an Gewicht verloren wird. Sie kann durch die Misteltherapie eindeutig gebessert werden.

Eine große Studie zur Therapie mit einem phytotherapeutischen Mistelpräparat zeigte, dass bei Frauen mit Brustkrebs die Beeinträchtigungen durch Erkrankung und Behandlung besser ertragbar wurden. Die Frauen litten weniger unter Nebenwirkungen, hatten weniger Depressionen und fühlten sich insgesamt besser.

Darüber hinaus war das Risiko etwas geringer, an einem erneuten Auftreten des Tumors zu erkranken. Ähnliche Ergebnisse lieferte eine Studie mit Dickdarmkrebs.

Tee Mistel - tea mistletoe 06

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie Mistelpräparate bei einer Krebserkrankung bekommen

  • Suchen Sie einen Arzt oder Heilpraktiker, der ausreichend Erfahrungen mit der Misteltherapie hat.
  • Wenn möglich, sollten Sie Ihre Misteltherapie schon vor der eigentlichen Krebsbehandlung beginnen. Damit soll Ihr Immunsystem durch die Chemo- und Strahlentherapie nicht so stark geschwächt werden.
  • Ihr Mistelpräparat sollte zunächst niedrig dosiert und zwei- bis dreimal pro Woche gespritzt werden. Generell richtet sich die Menge nach Ihrem Körpergewicht. Die Dosis sollte dann langsam gesteigert werden. Es gibt einige verschiedene Therapieschemata.
  • Zu Beginn der Therapie kann es zu einem leichten Temperaturanstieg mit grippeähnlichen Symptomen und leichten Kreislaufbeschwerden kommen.
  • Die Dosis sollte im Verlauf der Behandlung alle 3 bis 4 Monate immer wieder an Ihren Zustand angepasst werden.
  • Wichtig ist es, dass ab und an Behandlungspausen eingelegt werden, damit der Körper auch weiterhin auf die segensreichen Wirkungen reagieren kann. Etwa 18 bis 24 Monate nach der Diagnosestellung sollten beispielsweise bei Brustkrebs 3 Monate Pause eingelegt werden. Danach erfolgt eine neue Sequenz von etwa 8 Wochen mit einer weiteren Pause von 3 Monaten. Die nächste „Runde“ sollte 3 bis 4 Monate betragen. Nach der Pause sollte die zuletzt gegebene Dosierung genommen werden, allerdings zunächst nur einmal in der Woche.
  • Insgesamt wird die Misteltherapie meist zu früh abgebrochen. Sie sollte mindestens 5 bis 8 Jahre dauern, bei Bedarf auch länger.

Wann eine Misteltherapie für Sie nicht in Frage kommt

  • bei einer Allergie gegen Mistelpräparate, was allerdings sehr selten vorkommt,
  • bei chronisch fortschreitenden Infekten wie beispielsweise einer Tuberkulose,
  • bei gleichzeitig begonnener Immuntherapie mit Interferon (das Immunsystem darf nicht überfordert werden),
  • bei gutartigen Tumoren,
  • bei Krebserkrankungen des blutbildenden Systems oder des Lymphsystems wie etwa Leukämie oder Lymphomen, denn hier lässt es sich bislang noch nicht völlig ausschließen, dass auch bösartige Zellen stimuliert werden,
  • bei Schwangerschaft und Stillzeit,
  • bei Kindern unter 12 Jahren,
  • zur Vorbeugung (die Misteltherapie sollte nur im Ernstfall zum Einsatz kommen, jedoch auch bei Präkanzerosen).

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/mistel/

Gruß an die Wissenden

TA KI