Nach PFC-Skandal: Behörde vernichtete Honig aus Mannheim


Im Sommer haben Experten krebserregende Chemikalien in Honig aus Mannheim gefunden. Wie das Regierungspräsidium Karlsruhe am Mittwoch mitteilte, musste ein Teil des Honigs vernichtet werden.

Das Regierungspräsidium hatte insgesamt 33 Honig-Proben genommen. In 23 davon wurden die giftigen PFC – per- und polyfluorierte Chemikalien – gefunden.

Neun Proben wurden sofort vernichtet

In neun davon war der PFC-Gehalt so hoch, dass der Honig vernichtet wurde. Laut Regierungspräsidium besteht ein Zusammenhang zwischen den belasteten Honigproben und der Nähe zu Ackerflächen mit PFC-Gehalt im Mannheimer Norden.

Laut Behörde weist der Honig von Imkern, deren Bienenstöcke mehr als drei Kilometer von den belasteten Flächen entfernt stehen, keinen PFC-Gehalt auf. Drei Kilometer sei der normale Flugradius von Bienen. Am Montag hatten sich Vertreter des Regierungspräsidiums mit Imkern aus Mannheim getroffen.

PFC sind wohl krebserregend

PFC stehen im Verdacht, krebserregend zu sein, und sind in vielen Alltagsgegenständen enthalten.

Weil per- und polyfluorierte Chemikalien Wasser und Schmutz abweisen, werden sie oft in Textilien oder auch zur Imprägnierung verwendet. Außerdem kommen sie in Löschschaum und Verpackungen vor und dienen in der Industrie dazu, Papier beispielsweise griffiger oder fettabweisend zu machen. In der Natur kommt der Stoff nicht vor – und deshalb gehört er auch nicht in den Honig.

Erhebliche PFC-Belastung im Mannheimer Norden

Im Mai hatte die Lebensmittelüberwachung zahlreiche Proben im Mannheimer Norden genommen. Und überall eine erhebliche PFC-Belastung festgestellt. Zwei Proben lagen deutlich über einem entsprechenden Grenzwert.

Hintergrund PFC-Skandal in Baden

Der Skandal um mit PFC belastetes Ackerland ist dem Land Baden-Württemberg seit 2013 bekannt. Mehr als 600 Hektar rund um Rastatt und Baden-Baden sind mit den umweltschädlichen sogenannten per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) verunreinigt. Auch Flächen im Norden Mannheims gehören dazu.

PFC gelten als giftig und schwer abbaubar

Im Verdacht steht vor allem eine Kompostfirma aus Baden-Baden. Sie soll bis zum Jahr 2008 Kompost an Bauern für ihre Felder verkauft haben, der PFC-haltige Papierschlämme enthielt. Auch im Grundwasser wurden PFC nachgewiesen.

Laut Umweltbundesamt können PFC sich negativ auf die Fortpflanzung und das Immunsystem auswirken. Manche PFC-Vertreter stehen den Angaben der Behörde zufolge auch im Verdacht, Leberkrebs und andere Tumore zu fördern.

Quelle

Danke an Elisabeth

Gruß an die Erwachenden

TA KI

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Kernfusion = Wissenschaftskriminelle Verschwendung und Veruntreuung von Geldern


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Lügenmedial werden immer wieder „Erfolgserwartungen“ ausgestreut – zum Beispiel, Ziel 2017: im Experiment mehr Energie freizusetzen als in die Kernreaktion hineingesteckt wird.

Das ist reiner, sowie unbegründeter Zweckoptimismus, der lediglich den Weg zu den Forschungsmilliarden frei machen soll. Bereits in den vergangenen Jahrzehnten blieben die angekündigten Erfolge stets aus.

Zunächst möchten wir allerdings verdeutlichen, was Kernfusion überhaupt ist:

Kernfusion gibt ´s tatsächlich. Die Kernfusion ist also nicht etwa eine Schnapsidee, die aus Köpfen esoterischer Schwindler stammt. Oh nein!

Würde es die Kernfusion nicht geben, dann gebe es kein Leben auf dem wunderschönen Diamanten, den wir Erde nennen, denn die Sache ist im Grunde nämlich die:

Damit Leben entstehen kann, braucht es so ein Ding wie unsere Sonne. Diese strahlt freundlicherweise seit ca. 4,6 Milliarden Jahren ununterbrochen Unmengen Energie ab.

Das sorgt auf unserem Planeten für eine Temperatur, die für die Entstehung von Leben unerlässlich ist.

Wie aber macht die Sonne das? Wie kann unser Zentralstern über so einen langen Zeitraum unablässlich so viel Energie freisetzen, ohne „aus zu gehen“? Ganz einfach! Durch Kernfusion, welche sich im Kern, also im tiefsten Innern der Sonne abspielt.

Im Kern der Sonne herrscht eine Temperatur von ca. 15 Millionen Grad Celsius. Hinzu kommt ein immens hoher Druck. Durch diese beiden Faktoren kommt es im Kern der Sonne zur Fusion von Wasserstoffatomen, wodurch eine ungeheure Menge an Energie frei wird.

Das möchte man hier auf der Erde natürlich auch gern haben, doch was in der Sonne so sensationell effizient funktioniert, funktioniert auf der Erde noch lange nicht so effizient.

Die Kernfusion soll angeblich „die nie versiegende Energiequelle der Zukunft“ sein. So lautet zumindest der Werbespruch der Kernfusionisten. Wie aber sieht denn nun die Wahrheit aus?

Kernfusion ist zunächst einmal keine umwelt- und menschenverträgliche Technologie.

Die Quelle der Fusionsenergie ist die Bindungsenergie der Atomkerne. Die Kernbausteine sind von einer Atomsorte zur anderen unterschiedlich. Je fester sie verbunden sind, desto mehr Energie muss aufgewendet werden, um den Kern zu spalten.

Aus Kernumwandlungen kann man deshalb Energie entweder durch Spaltung (Fission) schwerer Kerne wie Uran (Maßzahl für seine Masse ist 235) oder durch Verschmelzung (Fusion) leichter Kerne wie Wasserstoff und seine Isotope Deuterium und Tritium – Massenzahlen 1, 2 und 3 – gewinnen.

Atomkerne sind positiv geladen und stoßen sich daher gegenseitig ab. Sie können nur dann miteinander verschmelzen, wenn sie sich sehr nahe kommen, denn erst dann kann die anziehenden starke Kernkraft, die nur in der unmittelbaren Umgebung der Kerne wirkt, die abstoßenden elektromagnetischen Kräfte überwinden.

Nicht ganz nebenbei sei erwähnt, dass die Starke Kernkraft die stärkste Kraft im Universum ist. Es gibt nichts, was mehr „Bums“ hat, als die starke Kernkraft.

Denkende Menschen haben davor allerhöchsten Respekt und lassen diese Kraft schön in Ruhe und da, wo sie ist.

Nicht aber geistesgestörte Irre, die wir Schwerverbrecher der Atomwaffen- und Energiemafia nennen. Die haben vor der stärksten Kraft des Universums natürlich keinen Respekt, da sie sich für noch stärker und vor allen Dingen, für superschlau halten.

Weil die „so schlau sind“, hat die Kernspaltung in Atomkraftwerken in eine Katastrophe nach der anderen geführt, weil das geistesgestörte Schwerverbrechergesindel eben doch nicht so stark wie die stärkste Kraft des Universums ist.

Auch stellte sich heraus, dass man völlig irre und abgrundtief dumm sein muss, wenn man glaubt, man könne es mit der stärksten Kraft des Universums aufnehmen.

Nun aber wieder zurück zu den Atomkernen:

Um ihre gegenseitige Abstoßung zu überwinden, müssen zwei Kerne mit sehr großer Geschwindigkeit aufeinander zufliegen. Die erforderlichen hohen Geschwindigkeiten erhalten die Teilchen durch hohe Temperatur.

Die Atome eines Gases sind dann in ihre Bestandteile zerlegt. Ein Atom, dem ein oder mehrere Elektronen zu seiner Neutralität fehlen, nennt man „Ion“ und ein Gas, dessen Atome in ihre Bestandteile aufgetrennt sind, bezeichnet man als „ionisiert“.

Ein solches Gas weicht in seinen Eigenschaften stark von normalen Gasen ab und wird deshalb mit einem eigenen Namen bezeichnet: „Plasma“.

Ein Plasma ist elektrisch leitend. Seine Bewegung lässt sich daher durch elektrische und magnetische Felder beeinflussen.

Dies macht man sich in den Fusionsanlagen zunutze, wo man das heiße Plasma in einen „Magnetfeldkäfig“ einschließt und so von materiellen Wänden fernhält, welche den Kontakt gar nicht überstehen würden und ansonsten das Plasma abkühlen könnten.

Soweit die Theorie. Und wie geht ´s jetzt weiter?

Die Zündungsbedingungen:

Das Plasma muss „gezündet“ werden. Für die Zündung sind vor allem drei Eigenschaften des Plasmas von Bedeutung: die Temperatur, die Plasmadichte und die Energieeinschlusszeit.

Letztere ist ein Maß für die Güte der Wärmeisolation des Plasmas und darf nicht mit der Entladungszeit, d.h.: mit der Gesamtdauer der Entladung verwechselt werden.

In einem Fusionskraftwerk muss das Produkt aus diesen Werten eine Mindestgröße besitzen. Die günstigsten Bedingungen für Einschlusszeit und Dichte erhält man bei einer Temperatur von rund Einhundertmillionen Grad Celsius.

Dann fordert die Zündbedingung Energieeinschlusszeiten von ein bis zwei Sekunden und Dichten von etwa 10 hoch 14 Ionen pro Kubikzentimeter.

Wegen dieser extrem niedrigen Dichte (250.000fach dünner als die Lufthülle der Erde) besitzt ein gezündetes Plasma, trotz der hohen Temperatur, eine kaum größere Leistungsdichte, als eine normale Glühbirne. Also „sehr berauschend“.

Hinzu kommt folgendes: Noch nie ist es hier auf der Erde gelungen, mehr Energie aus der Kernfusion herauszuholen, als vorher hineingesteckt wurde.

Schon 1978 wurde verkündet, dass man 1985 im Laboratorium in einer kontrollierten Kernfusion mehr Energie freisetzen können werde, als an Energie zur Erreichung der Fusionsbedingungen in die Reaktion hineingepumpt werden muss.

Der Verkündung folgten selbstverständlich keinerlei Resultate, die der Verkündung entsprachen.

Ebenfalls 1978 wurde die technische Beherrschbarkeit der Kernfusion für die 1990er Jahre prognostiziert. Dieses Datum hat man vorerst einmal „geringfügig“ auf 2060 vertagt.

Kurzum: Mit diesem wissenschaftskriminellen Unsinn werden nicht nur Multimilliarden an Geldern verblasen und veruntreut, sondern auch Probleme und Gefahren erzeugt, die natürlich fein verschwiegen werden.

Aus diesem Grunde werden wir sogleich mal einige davon nennen:

Erstens: Für das Gelingen der Kernfusion in einem Fusionsreaktor ist eine extrem hohe Temperatur Voraussetzung (ca. 100 Millionen Grad Celsius). Dass damit Probleme und Gefahren verbunden sind, bedarf wohl keiner Erläuterung.

Zweitens: Die Kernfusion ist mit extremer Neutronenstrahlung verbunden. Deshalb muss der Reaktor mit einem Schutzmantel umgeben sein. Diese Strahlung schädigt aber das Material des Mantels und verursacht außerdem induzierte Radioaktivität.

Daher müssen die Teile des Mantels immer wieder ausgetauscht werden.

Das heißt: In Kernfusionsreaktoren entsteht jede Menge hochradioaktiver Müll. Die strahlenden Abfälle werden auf das Doppelte der Atommüllmenge eines Leichtwasserreaktors (Kernkraftwerk) geschätzt.

Drittens: Wasserstoff ist ein hochexplosives Gas. Die Wasserstoffatome sind die kleinsten Atome, die es gibt, und können daher in kleinen Mengen selbst durch dicke Stahlwände „schlüpfen“ (diffundieren). So natürlich auch die radioaktiven Wasserstoffatome.

Viertens: Wasserstoff existiert in der Natur in Form von drei Isotopen.
Zwei davon sind stabil: Der „normale“ Wasserstoff H1 (leichter Wasserstoff, „Protium“, 99,985% Anteil am natürlichen Wasserstoff) und schwerer Wasserstoff H2 („Deuterium“ D, 0,015% Anteil am natürlichen Wasserstoff).

Überschwerer Wasserstoff D3, auch „Tritium“ (T) genannt, ist das dritte Isotop. Es ist instabil (radioaktiv) und kommt in der Natur nur in kleinsten Spuren vor.

Im Fusionsreaktor hat man es mit Deuterium und Tritium zu tun. Tritium muss, weil es in der Natur praktisch nicht vorkommt, mit Hilfe der Neutronenstrahlung aus Lithium „erbrütet“ werden.

Tritium ist jedoch ein Beta-Strahler mit einer Halbwertzeit von 12,323 Jahren.

Bedeutet: Erst nach rund 123 Jahren ist dieses hochgefährliche Zeug wieder einigermaßen aus der Welt.

Randinfo: Die Fusion von Deuterium und Tritium setzt bei ca. 100 Millionen Grad Celsius ein.

Um eine derartige Temperatur zu erreichen, muss man ein aus einer großen Flamme aus Deuterium- und Tritiumkernen bestehendes Plasma mit einem Magneten beschleunigen.

Dies muss in einer großen Kammer geschehen, in der ein ultrahohes Vakuum herrscht.

Da die Fusionsreaktionen Alphateilchen produzieren, die das Plasma verunreinigen, muss man bei 100 Millionen Grad einen „Divertor“ in das Flammeninnere einführen, um das Plasma zu reinigen. Das hat bisher noch nie jemand geschafft. Das wird auch nie jemand schaffen, es sei denn, man verwendet für die Divertoren „Unobtanium“.

Unobtanium bezeichnet ein Material, das nicht beschaffbar ist – sei es, weil es nicht existiert, unerschwinglich teuer ist oder sich an einem unerreichbaren Ort befindet. Wörtlich könnte man es auch mit „Nichtzukriegium“, „Unbeschaffbarium“ oder „Gibtsnichtium“ übersetzen.

Fünftens: Tritium kann nur mit großen technischen Aufwand zurückgehalten werden. Im Normalbetrieb würden wesentliche Mengen Tritium aus der Anlage entweichen.

Fachleute rechnen mit einer effektiven Dosis (Strahlendosis) von über 0,6 mSv pro Jahr bei einen 1000 MW-Reaktor.

Damit wäre der Reaktor nach heutigen Maßstäben nicht genehmigungsfähig (Strahlenschutzverordnung) und die Belastung im Normalbetrieb erheblich höher, als bei Fissionskraftwerken (Kernkraftwerken).

Sechstens: Angeblich möchte man aus der Kernfusion gern mehr Energie herausholen, als man hinein stecken muss. Das erinnert an ein Perpetuum Mobile.

Was im Kern unserer Sonne effizient funktioniert, wird auf dem Planeten Erde niemals effizient funktionieren können, da sich die Bedingungen, welche im Kern der Sonne herrschen, auf der Erde unmöglich zu erzeugen sind.

Siebtens: Wenn Klimaschwindler Harald Lesch (Wissenschaftskrimineller) für die Kernfusion hier auf Erden die Werbetrommel rührt, dann kann Kernfusion nur Murks und von Nachteil sein:

 

 

Fazit: Kernfusion kann sowieso nicht effizient betrieben werden, ist extrem gefährlich und erzeugt Unmengen hochradioaktiven Müll.

In diesen wissenschaftskriminellen Quatsch, womit angeblich Strom erzeugt werden soll, hätte daher niemals auch nur ein einziger lausiger Cent investiert werden dürfen!

Da ist übrigens noch etwas:

Schaut man sich all die Nachteile und zum Teil unlösbaren Probleme an, so könnte man doch glatt auf die Idee kommen, dass Kernfusionsreaktoren gar nicht primär zur Kernfusion und Stromerzeugung genutzt werden sollen. Für was aber dann?

Schauen wir uns die Dinge bei Licht an: Wofür gibt ´s denn Kernspaltungsreaktoren (Atomkraftwerke)?

Da wurde den Bevölkerungen dieser Welt mehr als ein halbes Jahrhundert lang erzählt, dass man mit dieser Todestechnologie ja Strom erzeugen wolle.

Diese Behauptung war allerdings nur das verlogene Deckmäntelchen, denn was man tatsächlich erzeugen wollte, war und ist atomwaffenfähiges Material, z.B. in Form von Plutonium 239.

Zufälligerweise ist für Kernfusionsreaktoren Tritium nötig. Da Tritium in der Natur nur in Spuren vorkommt, ist für Kernfusionsreaktoren die Produktion von Tritium aus Lithium wie folgt vorgesehen:

Anfangs soll Tritium mittels Neutronenfluss in Kernreaktoren erbrütet werden. Später soll Tritium im Blanket der Kernfusionsreaktoren hergestellt werden.

Und nun raten Sie mal, wofür man Tritium denn wohl noch gebrauchen kann? Ganz richtig! Für Atomwaffen mal wieder – und zwar für eine ganz spezielle Atomwaffe, nämlich die Wasserstoffbombe!

In Wasserstoffbomben wird das zur Fusion nötige Tritium überwiegend erst während der Explosion der Bombe hergestellt. Die dazu benötigten Neutronen stammen anfangs aus der Spaltung von Uran oder Plutonium – später auch aus der Fusionsreaktion selbst.

Mit der Zugabe von Tritium lässt sich die Zerstörungskraft einer Wasserstoffbombe um ein Vielfaches erhöhen.

Es ist daher die Überlegung wert, warum man auf Kernfusionsreaktoren denn eigentlich so scharf ist, obwohl die Dinger seit mehr als drei Jahrzehnten noch nie effizient Strom erzeugt haben.

Man könnte auf die Idee kommen, dass man auf diese Todestechnologie nur darum so scharf ist, weil man zunächst einmal Multimilliarden an Forschungsgeldern damit einsacken kann, wovon es sich bestimmt mehr als prächtig leben lässt.

Im Weiteren liegt der dringende Verdacht nah, dass hier, wie schon bei den altbekannten Atomkraftwerken, etwas vorgeschoben werden soll (Stromerzeugung, „billige, endlose Energiequelle bla bla…“), um in Ruhe und unverdächtig ein Material herstellen zu können, welches noch mehr Atomwaffen ermöglicht und dieselben auch noch verheerender macht, als sie das sowieso schon sind.

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Gruß an die Nachdenklichen

TA KI

Nahrung, Trinkwasser, Textilien: Fluorchemikalien sind überall und reichern sich im Körper an – wie groß ist die Gefahr?


Regenjacken und Boots, Sprays für Möbel, Wandfarben und Reinigungsmittel, schmutzabweisende Teppiche und Polster, Pappbecher und Pizzakartons: Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) sind allgegenwärtig. Sie sind stabil gegenüber chemischen Einflüssen und UV-Strahlung, sie sind hitzebeständig und gleitfähig. Wegen ihrer schmutz-, fett-und wasserabweisenden Eigenschaften werden sie hochgeschätzt und stecken in vielen Verbraucherprodukten. Für Mensch und Umwelt sind sie problematisch.

Menschen nehmen PFC unter anderem über die Nahrung oder über kontaminiertes Trinkwasser auf, erklärt Lena Vierke, Chemikalien-Expertin beim Umweltbundesamt (UBA). „Eine Quelle kann das Trinkwasser sein, wenn PFC durch bestimmte Ereignisse in das Rohwasser eingetragen werden. Eine ubiquitäre Belastung des Trinkwassers besteht aber nicht“, stellt Vierke klar. Auch Textilien tragen nicht unerheblich zur PFC-Belastung bei: etwa die beliebte Outdoor-Kleidung.

Es gibt inzwischen – wenige – PFC-freie Outdoor-Jacken

Dass die schmutz- und wasserabweisende Kleidung ausgast, konnte schon eine Greenpeace-Studie Ende 2012 zeigen, in der 14 Kleidungsstücke führender Outdoor-Marken untersucht wurden. In allen untersuchten Produkten fanden sich PFC in Beschichtungen und Membranen. Ende 2013 ließ Greenpeace noch einmal 17 Outdoor-Jacken auf PFC prüfen. Wiederum fanden sich in allen Proben Fluorchemikalien. Doch die Kleidungsstücke gasen die Fluorchemikalien nicht nur aus, beim Waschen gelangen die Stoffe ins Abwasser, in die Kläranlage und so in die Umwelt. „Welches die relevantere Quelle ist, lässt aber sich nicht klar trennen“, erklärt Vierke.

Anfang 2016 ließ Greenpeace 40 Outdoor-Produkte internationaler Hersteller testen: Nur in 4 Artikeln aller getesteten Marken wurden die schädlichen Chemikalien nicht nachgewiesen. „Dies sind enttäuschende Ergebnisse für Outdoor-Liebhaber, die sich ihre Ausrüstung sauber und umweltfreundlich wünschen“, kommentiert Manfred Santen, Diplom-Chemiker und Chemie-Experte bei Greenpeace. Santen rät, im Geschäft nach PFC-freien Alternativen zu fragen. Die halten warm und trocken, sind allerdings nicht so schmutzabweisend.

Einige PFC weisen besonders besorgniserregende Eigenschaften auf. Lena Vierke

Auch Vierke empfiehlt, auf PFC-freie Produkte zu achten. Im Internet kann man sich über entsprechende Labels informieren und im Zweifelsfall auf sein Auskunftsrecht als Verbraucher pochen, so die Expertin. Das UBA hat darüber hinaus ein Portal eingerichtet, über das man direkt online eine Verbraucheranfrage an den Händler stellen kann.

Wie viel nimmt man oral und dermal auf?

Es gibt über 800 unterschiedliche PFC, wobei man lang- und kurzkettige Moleküle unterscheidet. Am bekanntesten sind die langkettigen Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) und Perfluoroktansäure (PFOA). „Einige PFC weisen besonders besorgniserregende Eigenschaften auf“, so Vierke. Das Problem: „Sie werden in der Umwelt nicht abgebaut und können sich in der Nahrung und im Organismus anreichern“, erklärt Vierke. PFC gelangen in Gewässer, Fische nehmen PFC auf, und so gelangen die Stoffe direkt in die Nahrungskette. „Der Datenlage zufolge nehmen Verbraucher PFOS über Lebensmittel hauptsächlich durch den Verzehr von Seefischen oder Süßwasserfischen auf“, ergänzt Jürgen Thier-Kundke, Sprecher des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR).

„Da PFOA im Körper nicht weiter verstoffwechselt wird, spielt der sogenannte First-Pass-Effekt – also die Metabolisierung bei erster Leberpassage nach gastrointestinaler Resorption – keine Rolle, so dass es irrelevant ist, ob PFOA über den oralen, dermalen oder inhalativen Aufnahmepfad in das Blut gelangt“, erklärt Thier-Kundke. In welchem Maß die verschiedenen Expositionsquellen zur inneren Exposition beitragen, hängt nur von der Höhe der äußeren Exposition ab: der PFOA-Konzentration in Lebensmitteln und der verzehrten Menge bzw. der PFOA-Menge, die aus Textilien auf die ungeschützte Haut gelangt.

Schätzungen der inneren Exposition nach dermaler Aufnahme von PFOA durch Textilien liegen bei 0,04 ng/kg Körpergewicht und Tag. Bei der Schätzung wurde allerdings vom Worst-case-Szenario ausgegangen: 1,6 m² Hautfläche des Körpers (Rumpf, Arme, Beine, Hände) haben mit dem Textil Kontakt, und es wird jeden Tag 24 Stunden getragen.

Überlegungen zur oralen Aufnahme von PFOA gehen von einer 60 kg schweren Person aus, die 1 kg belastetes Lebensmittel pro Tag verzehrt, die Exposition erfolgt über Verpackungsmaterialien wie Kunststoffe, Pappe und Papier. Laut BfR ergäbe sich als Worst case daraus eine tägliche Aufnahme von wenigen Nanogramm PFOA pro Kilogramm Körpergewicht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat als tolerable tägliche Aufnahmemengen (TDI) für PFOS 150 ng/kg Körpergewicht pro Tag und für PFOA 1.500 ng/kg Körpergewicht pro Tag angegeben. Die geschätzten dermalen und oralen Aufnahmemengen lägen deutlich darunter.

Im Tierversuch erwiesen sich PFOS als kanzerogen und leberschädigend

Von einigen langkettigen PFCs – wie etwa PFOA – wissen wir, dass sie schädlich sind, Perfluoroktansäure beispielsweise gefährdet die Fortpflanzung.Lena Vierke

„Von einigen langkettigen PFC – wie etwa PFOA – wissen wir, dass sie schädlich sind, Perfluoroktansäure beispielsweise gefährdet die Fortpflanzung“, sagt Vierke. PFC binden sich an Proteine in Blut, Leber und Niere. In Tierversuchen erwiesen sich PFOS und PFOA nach kurzzeitiger Belastung über die Nahrung, die Luft und die Haut als mäßig toxisch. In Langzeitstudien mit Ratten und Mäusen allerdings förderten beide Verbindungen die Entstehung von Leberkrebs und anderen Tumoren. Weitere Tierversuche berichten von Leberschäden und Fettstoffwechselstörungen.

Das BfR weist darauf hin, dass es große Unterschiede in der Toxikokinetik zwischen Mensch und Tier gibt. So scheiden Menschen PFOS bzw. PFOA deutlich langsamer aus als die Versuchstiere. Die publizierten Halbwertszeiten liegen dabei im Bereich von einigen Tagen bei Ratten, einigen Monaten bei Affen und mehreren Jahren beim Menschen. „Das ist bei der Übertragung der in Tierstudien gewonnenen Daten und Ergebnisse auf den Menschen zu beachten“, sagt Thier-Kundke.

Neben PFOA stehen weitere PFC in Verdacht, die Fruchtbarkeit von Frauen und die männliche Spermatogenese negativ zu beeinflussen. Außerdem ist PFOA reproduktionstoxisch. Mutagen sind PFOA und PFOS hingegen nicht, keine der beiden Verbindungen reagiert mit dem genetischen Material.

Erhöhte PFOA-Gehalte im Blut stehen mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung

Laut BfR werden die von der EFSA 2008 festgelegten Aufnahmemengen in Deutschland kaum erreicht. „Nach Abschätzungen des BfR wird bei der in Deutschland üblichen Ernährung über den Eintragspfad Lebensmittel die derzeit gültige täglich duldbare Aufnahmemenge (TDI) für PFOA und PFOS nur in geringem Maße ausgeschöpft“, verweist Thier-Kundtke auf eine Risikoeinschätzung aus 2008.

Auch eine Expertenrunde kam 2010 zu dem Schluss, dass die PFC-Belastung durch Lebensmittel als sehr gering einzustufen sei. Diese TDI-Werte sind allerdings aus tierexperimentellen Studien abgeleitet und basieren im Wesentlichen auf Lebereffekten. Die langen Halbwertszeiten beim Menschen sind über einen Unsicherheitsfaktor berücksichtig worden.

Auch wenn die Aufnahme über Lebensmittel gering ist – PFC reichern sich im Körper an. Das zeigt etwa eine Untersuchung aus 2007. Im Blutplasma der Probanden fanden Prof. Dr. Hermann Fromme vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und seine Kollegen 2,1 bis 55 μg/L PFOS und 0,5 bis 19,1 μg/L PFOA. „Unsere Daten zeigen, dass die deutsche Population geringer der PFC-Exposition ausgesetzt ist als die kanadische oder die US-amerikanische. Die Quellen der Aufnahme allerdings sind noch nicht hinreichend verstanden. Und die toxikologischen Folgen der Aufnahme sind auf Tierstudien begrenzt. Die Untersuchung von Menschen, die beruflich mit PFC zu tun haben, ist inadäquat, um daraus das Risikoeinschätzungen für die Gesamtbevölkerung ableiten zu können“, schreiben die Wissenschaftler.

Für Deutschland leitete die Kommission Human-Biomonitoring des UBA 2009 folgende Referenzwerte ab: für PFOA 10 μg/Liter im Blutplasma von Frauen, Männern und Kindern (unter 10 Jahre), für PFOS 20 μg/Liter im Blutplasma von Frauen und 25 μg/Liter im Blutplasma von Männern. Für Kinder sollte der Wert für PFOS im Blutplasma 10 μg/Liter nicht überschreiten.

Das BfR hat die Europäische Behörde für Lebensmittel-sicherheit um eine Reevaluierung aller PFC einschließlich PFOS und PFOA unter Berücksichtigung der seit 2008 publizierten Studien gebeten. Jürgen Thier-Kundke

Einigen Experten sind die von der EFSA 2008 festgelegten Grenzwerte zu hoch. So kam das C8 Science Paneleine Gruppe von Wissenschaftlern, die die Folgen von PFOA-Expositionen erforscht – zu dem Schluss, dass erhöhte PFOA-Gehalte im Blut sehr wahrscheinlich mit verschiedenen Erkrankungen einhergehen. Für 6 Krankheitskategorien schließt das Science Panel auf mögliche Zusammenhänge zwischen Erkrankung und PFOA-Exposition: diagnostizierte hohe Cholesterinspiegel, Colitis ulcerosa, Erkrankungen der Schilddrüse, Hodenkrebs, Nierenkrebs und Schwangerschafts-induzierter Bluthochdruck.

Eine Arbeit von Vaughn Barry und Kollegen aus 2013 wies nach, dass Erwachsene, die PFOA-kontaminiertem Trinkwasser ausgesetzt sind, häufiger an Nierenkrebs und Hodenkrebs erkranken. Dr. Kyle Steenland und Team untersuchten autoimmun erkrankte Patienten und konnten 2013 zeigen, dass PFOA mit Colitis ulcerosa assoziiert ist. Eine Studie aus 2012 an fast 11.000 Kindern lieferte Hinweise, dass die Kinder, die neben einer Teflon-herstellenden Fabrik lebten, höhere PFOA- und PFOS-Konzentrationen aufwiesen und eher an Schilddrüsenunterfunktion litten.

Perfluorierte Verbindungen sind auch in der Muttermilch nachweisbar: „Die Gehalte sind aber deutlich niedriger als im Serum der Normalbevölkerung und liegen für PFOS bei durchschnittlich 0,08 μg/l und im ähnlichen Bereich für PFOA. Andere PFC können meist nur in einzelnen Proben nachgewiesen werden“, schreiben Fromme und seine Kollegen in einer Untersuchung aus 2010.

Allerdings ist die Berücksichtigung von epidemiologischen Studien in der Risikobewertung generell schwierig – denn der Einfluss von Störfaktoren und die Exposition gegenüber anderen Chemikalien lassen sich nicht ausschließen. In der aktuellen Bewertung des RAC (Risk Assessment Committee) der Europäischen Chemikalienagentur ECHA werden daher die epidemiologischen Studien als nicht ausreichend für die Ableitung eines Grenzwertes beurteilt.

BfR drängt bei der EFSA auf eine Neubewertung aller PFC

Das BfR sieht bei einigen PFC dennoch Handlungsbedarf. Ende 2015 wandte sich die Behörde deshalb an die EFSA. Thier-Kundke: „Das BfR hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit um eine Reevaluierung aller PFC einschließlich PFOS und PFOA unter Berücksichtigung der seit 2008 publizierten Studien gebeten.“ Das BfR, so Thier-Kundke, habe seine oben genannte Anfrage an die EFSA sehr weit gefasst und darum gebeten, auch die kürzerkettigen PFC sowie andere PFAS – außer PFOS und PFOA – in die Bewertung einzubeziehen. „Die Reevaluierung von PFOS und PFOA sowie die Neubewertung der kürzerkettigen Verbindungen durch das Kontaminantengremium der EFSA ist noch nicht abgeschlossen“, so Thier-Kundke.

Die kurzkettigen PFC sind ebenfalls persistent, sie werden in der Umwelt nicht abgebaut.

Lena Vierke

Versuche, die Produktion dieser Stoffe zu regulieren, kommen nur stockend voran. Dem Ausstieg der Amerikaner bei der PFOS-Produktion 2009 stand der Einstieg der Chinesen gegenüber. 2014 reichten Norwegen und Deutschland bei der ECHA einen Vorschlag für ein Herstellungs- und Verwendungsverbot für PFOA und PFOA-verwandte Stoffe ein. Gemeinsam mit der norwegischen Umweltbehörde schlug das UBA vor, PFOA wegen seiner persistenten, bioakkumulierenden und toxischen sowie reprotoxischen Eigenschaften als besonders besorgniserregenden Stoff einzuordnen (nach den Kriterien der europäischen Chemikalienverordnung REACH). PFOA ist nun auf der REACH-Kandidatenliste der ECHA vermerkt.

Gegen ein Herstellungsverbot protestierten allerdings einige Industrieverbände; der wissenschaftliche Ausschuss der ECHA entschärfte den vorgeschlagenen Grenzwert: Nun sollen statt der anvisierten 2 Mikrogramm pro Kilogramm 25 Mikrogramm PFOA pro Kilogramm Produkt erlaubt sein. „Das liegt deutlich über dem von uns vorgeschlagenen Wert, wir halten das für zu hoch“, so Vierke. Entschieden ist hinsichtlich der Höhe des Grenzwertes aber noch nichts: Die EU-Kommission erarbeitet derzeit einen Gesetzentwurf.

Weniger langkettige PFC, dafür mehr kurzkettige Verbindungen

Mit der Regulierung der langkettigen PFC werden vermehrt die kurzkettigen PFC (mit beispielsweise bis zu 6 vollständig fluorierten Kohlenstoffatomen) als Alternative eingesetzt. „Wir erwarten zunehmende Konzentrationen“, so Vierke. Die Besorgnis des UBA gegenüber den kurzkettigen PFC ist allerdings kaum geringer als die gegenüber den langkettigen: „Die kurzkettigen PFC sind ebenfalls persistent, sie werden in der Umwelt nicht abgebaut. Hinzu kommt, dass sie sehr mobil sind, weil sie beispielsweise eine gute Wasserlöslichkeit aufweisen“, erklärt Vierke.

So reichern sich die PFC mit kurzen Kohlenstoffketten zwar wahrscheinlich weniger im Organismus an, aufgrund ihrer Mobilität können sie aber schneller Grund- und Trinkwasser verunreinigen. „Hinsichtlich ihrer Effekte haben wir noch Bewertungslücken. Ob und inwieweit sie endokrines Potenzial aufweisen, d.h. das Hormonsystem beeinflussen können, wird für einige Vertreter der kurzkettigen PFCs gerade bewertet“, berichtet Vierke.

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Danke an Elisabeth

Gruß an die Erkennenden

TA KI

 

Monsanto: US-Richter lässt mehr als 400 Klagen von Krebskranken wegen Glyphosat zu – Kärnten plant Verbot für Privat­anwender


Die juristischen Probleme der Bayer-Tochter Monsanto in den USA wegen des Unkrautvernichtungsmittels Roundup weiten sich aus.

Ein Bundesrichter in San Francisco ließ am Dienstag mehr als 400 Klagen wegen möglicher krebsauslösender Wirkungen des glyphosathaltigen Mittels zu. In einem Fall eines Krebskranken hatte der Prozess gegen Monsanto bereits kürzlich begonnen.

Tausende Krebskranke in den USA machen den Pestizidhersteller für ihr Leiden verantwortlich. Die Landwirte, Gärtner und anderen Roundup-Nutzer beschuldigen das Unternehmen, krebsauslösende Wirkungen seines Produkts verschleiert zu haben. Monsanto, das seit Juni zu Bayer gehört, bestreitet einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs. Das Unternehmen beruft sich dabei auf „mehr als 800 wissenschaftliche Studien“.

In dem bereits laufenden Prozess in San Francisco um Roundup geht es um den Fall des früheren Schulhausmeisters Dewayne Johnson, der am Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) – einer Form von Lymphdrüsenkrebs – im Endstadium leidet. Es handelt sich um den ersten Prozess dieser Art.

Parallel dazu befasste sich ein anderer Richter in der kalifornischen Metropole in den vergangenen Wochen mit einem Antrag von Monsanto, mehr als 400 weitere Klagen wegen NHL-Erkrankungen abzuweisen und damit Prozesse zu verhindern. Der Richter schmetterte diesen Antrag des Unternehmens nun ab.

Richter Vince Chhabria befand zwar, die Beweislage erscheine in ihrer Gesamtheit als „zu mehrdeutig“, um den klaren Schluss zu erlauben, dass Glyphosat ein Auslöser von NHL sei. Dennoch sei es möglich, dass die Geschworenen in einem Prozess zu dem Schluss gelangten, dass ein Zusammenhang zwischen der jeweiligen Krebserkrankung und dem Mittel ausreichend nachgewiesen sei.

Chhabria nannte es eine „gewaltige Herausforderung“ für die Kläger, diesen Nachweis zu führen. Dass die von ihnen präsentierten Beweismaterialien „unsicher“ seien, reicht nach seinen Worten jedoch nicht als Begründung aus, um ihnen einen Prozess zu verwehren.

Am Tag vor Chhabrias Beschluss hatten im Prozess um die Klage des tödlich krebskranken Ex-Hausmeisters Johnson die Eröffnungsplädoyers begonnen. Das Urteil wird noch in diesem Sommer erwartet – auf die anderen anhängigen Klagen zu Roundup könnte es weitreichende Auswirkungen haben.

Der 46-jährige Kläger hatte das Herbizid in großen Mengen angewendet. Verteidiger Brent Wisner sagte, sein Mandant sei nicht vor den Gefahren von Roundup gewarnt worden: „Ihm wurde gesagt, man könne es trinken, dass es vollkommen ungiftig sei.“

Gegen Monsanto sind vor US-Gerichten insgesamt tausende Klagen wegen Krebserkrankungen anhängig. Ob Glyphosat tatsächlich Krebs verursachen kann, ist unter Experten allerdings hochumstritten. Die US-Umweltbehörde EPA und auch die Aufsichtsbehörden in der EU und Deutschland gelangten zu dem Schluss, dass keine Krebsgefahr von dem Herbizid ausgeht.

Dagegen hatte die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) vor drei Jahren konstatiert, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend bei Menschen“ sei (Glyphosat: Wo die Politik versagt, ergreifen Bürger Initiative).

Kärnten plant Verbot für Privat­anwender

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat steht im Verdacht krebserregend zu sein. Die Kärntner SPÖ will nun zusammen mit dem Koalitionspartner ÖVP die “private Anwendung von biologisch nicht abbaubaren Pestiziden gesetzlich unterbinden”. Ein entsprechender Gesetzesentwurf befindet sich derzeit in Ausarbeitung.

Hunderte Gemeinden in Österreich verzichten bereits freiwillig auf das Pestizidmittel Glyphosat – unter ihnen auch Klagenfurt und Villach. Diesen Kampf wolle man ausweiten, hieß in dieser Woche in einer Aussendung der Kärntner SPÖ. Kärnten soll eine „weitgehend pestizidfreie Modellregion in Europa werden.“

Umsetzen will man dies in einem nächsten Schritt durch ein gesetzliches Verbot für das Verwenden von biologisch nicht abbaubaren Pestiziden durch Privatpersonen. Ein Gesetzentwurf ist bereits in Ausarbeitung. Dieser soll nach Rücksprache mit der ÖVP zur Prüfung durch die Kommission nach Brüssel geschickt werden.

Eine Gefahr für die Umwelt

„Glyphosat ist nur eines von insgesamt 520 in der EU zugelassenen Pflanzenschutzmitteln. Mehr als ein Drittel dieser Pestizide sind laut Umwelt- und Gesundheitsexperten für Menschen, Tiere und die Umwelt gefährlich, weil sie unerwünschte Nebenwirkungen haben“, erklärt Landeshauptmann Kaiser. So würden sie nicht nur als Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel wirken, sondern auch Mikroorganismen, Bodenlebewesen, Obst, Gemüse und in der Nahrungskette letztlich die Gesundheit der Menschen schädigen.

„Neben dem Herbizid Glyphosat gelten beispielsweise das sehr giftige Insektizid Abamectin und die beiden chronisch toxischen Fungizide Boscalid und Cyprodinil als besonders gefährlich“, ergänzt SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser (Die Akte Glyphosat: Neue Studie – Spritzmittel verändern Darmflora).

Runde 2 mit der EU

Es ist nicht das erste Mal, dass Kärnten in der „Causa Glyphosat“ mit der EU zu tun hat. Im März 2018 akzeptierte die EU-Kommission den Vorschlag des Kärntner Landtages über die Verankerung eines Verwendungsverbots im Kärntner Pflanzenschutzmittelgesetz nicht.

Anders als im ersten, von der Europäischen Kommission abgelehnten Gesetzesentwurf, solle die nunmehr beabsichtigte Änderung des Kärntner Pflanzenschutzmittelgesetzes laut Kaiser und Seiser ein generelles Verbot der Anwendung von biologisch nicht abbaubaren Pflanzenschutzmitteln durch private Anwender vorsehen, weil diese anders als gewerbliche Nutzer über keinerlei Befähigungsnachweis verfügen und ihnen daher auch nicht zuzumuten ist, die langfristigen Folgen auf Natur, Umwelt und Lebewesen einzuschätzen. Als Orientierung dient ein Gesetzesentwurf Belgiens, dem die EU-Kommission zugestimmt hat (Giftdeponie Mensch: Der ungewöhnliche Heilungsweg einer Amalgamvergiftung).

Ein übermächtiger Gegner?

„Wir wissen um die Schwierigkeit unseres Unterfangens. Es ist vergleichbar mit dem Kampf David gegen Goliath. Auf der einen Seite Kärnten, dass den Schutz der Gesundheit an oberster Stelle hat, auf der anderen Konzerne wie in der Vergangenheit Monsanto oder Bayer, die auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sind. Wir wissen, wie David gegen Goliath ausgegangen ist. Ich werde nicht locker lassen. Das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schlichtweg schuldig“, so Kaiser und Seiser abschließend.

Quellen: PublicDomain/epochtimes.de/5min.at am 30.07.2018

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Gruß an die, die Vergiftungen der Umwelt und aller Lebewesen generell unterlassen

TA KI

Bluttests nach PFC-Skandal: Ergebnisse im September


Eine mit PFC belastete Ackerfläche in Rastatt, Baden-Württemberg, aus der ein Landwirt eine Bienenweide gemacht hat. /dpa

Stuttgart – Nach dem Skandal um mit Chemikalien verseuchte Ackerflächen im Badischen sind die vom Land angeordneten Bluttests bei Anwohnern abgeschlossen – die Ergebnisse liegen aber erst bis Ende September vor. Die anonymisierten Daten der 348 Teilnehmer und Fragebögen müssten jetzt noch ausgewertet werden, erklärte die Leiterin des Landesgesundheitsamtes, Karlin Stark, heute in Stuttgart.

Die Teilnehmer erhalten ihre persönlichen Befunde in den nächsten Tagen per Post. Auf Ackerland in den Kreisen Rastatt und Baden-Baden sowie bei Mannheim war die Chemikalie PFC nachgewiesen worden. Die Untersuchungen sollen klären, ob und über welche Wege sie ins Blut der Anwohner gelangte.

Stichprobenartig wurden Teilnehmer ausgewählt, die in Bereichen mit belastetem Boden und belastetem Grundwasser wohnen oder belastetes Wasser getrunken haben. Daneben gibt es eine Kontrollgruppe, die nicht mit PFC in Berührung kam. © dpa/aerzteblatt.de

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Danke an Elisabeth

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TA KI

PFOA und die Gesundheit: „Gar nicht so einfach, wie man denkt“


Das Humanbiomonitoring in Teilen des Landkreises Altötting zu perflourierten Substanzen (u.a. PFOA) ist abgeschlossen aber es gibt jede Menge Fragen. 
Prof. Dr. Hermann Fromme vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstagabend in Kastl bei der Infoveranstaltung zum Thema Humanbiomonitoring im Landkreis Altötting zu perflourierten Substanzen
von Raphael Weiß

Kastl – Seit rund einer Woche liegen die Ergebnisse des Humanbiomonitorings in Teilen des Landkreises Altötting zu perflourierten Substanzen vor. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung von Landratsamt und Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit konnten Interessierte am Dienstagabend beim Spirkl-Wirt ihre Fragen dazu stellen.

„Ich freue mich, dass wir deutlich früher fertig geworden sind“, sagte Prof. Dr. Hermann Fromme vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Im Folgenden erläuterte er die Komplexität und den Umfang der Laboruntersuchungen am Blut der insgesamt 965 Probanden. Weil es nicht nur um PFOA sondern auch weitere perflourierte Substanzen ging sei es „eine ganze Menge Arbeit“ gewesen. Rund 17.000 Chromatogramme habe man auswerten und die Ergebnisse korrekt verwalten müssen. Den ursprünglichen Termin für die Fertigstellung der Studie habe man bewusst spät angesetzt, „denn was, wenn so ein Analysegerät kaputt geht?“.

„Gar nicht so einfach, wie man denkt“

Fromme fasste die Ergebnisse der Studie zusammen und mahnte, die Quelle für den Eintrag von PFOA in den menschlichen Körper dauerhaft zu schließen. Für ihn sei das maßgeblich das Trinkwasser, gerade auch in Kastl. „Diese Substanz ist sehr langlebig“, sagte Fromme. Vereinfacht gesagt: Einmal im Körper geht es das PFOA nicht so schnell weg. Aufgenommen wird die Substanz bekanntlich hauptsächlich über belastetes Wasser. Deshalb seien Maßnahmen wie die Aktivkohlefiltration zu begrüßen.

Das Problem bei der Bewertung der Ergebnisse der Blutuntersuchungen in punkto Gesundheit sei, dass die Wissenschaft die Zusammenhänge noch nicht so genau kenne. Bestehende Erkrankungen an Leber, Niere, Lunge oder Krankheitsbilder wie Adipositas oder Diabetes – es gebe Hinweise auf unwahrscheinliche aber nicht unmögliche Zusammenhänge, dass PFOA im Blut einen Einfluss auf den Verlauf solcher Erkrankungen einen Einfluss haben kann. Die Höhe der individuellen Belastung sei individuell zu betrachten, gegebenenfalls ein Facharzt hinzuziehen.

Von 965 Probanden liegen sieben unter dem HBM-1 Wert von 2 Mikrogramm pro Liter Blut. Der Rest liegt teilweise deutlich darüber. Dieser Wert sagt laut Experten aus, dass dauerhaft mit keinen gesundheitlichen Einschränkungen zu rechnen ist. Ist er erhöht wie etwa bei den Probanden aus Emmerting, wird ärztliche Betreuung angeraten in der Form, dass man die erhöhte Konzentration von PFOA im Blut in die individuelle medizinische Bewertung und Behandlung mit einbezieht.

PFOA und die Gesundheit: „Gar nicht so einfach, wie man denkt“

Das Humanbiomonitoring in Teilen des Landkreises Altötting zu perflourierten Substanzen (u.a. PFOA) ist abgeschlossen aber es gibt jede Menge Fragen.Das Humanbiomonitoring in Teilen des Landkreises Altötting zu perflourierten Substanzen (u.a. PFOA) ist abgeschlossen aber es gibt jede Menge Fragen.Das Humanbiomonitoring in Teilen des Landkreises Altötting zu perflourierten Substanzen (u.a. PFOA) ist abgeschlossen aber es gibt jede Menge Fragen.Das Humanbiomonitoring in Teilen des Landkreises Altötting zu perflourierten Substanzen (u.a. PFOA) ist abgeschlossen aber es gibt jede Menge Fragen.

Wie ernähre ich mich richtig?

Bei den Fragen der interessierten Bürgerinnen und Bürger ging es viel um die richtige Ernährung. Die Menschen wollen den Eintrag von PFOA in den Körper so gut es geht vermeiden. Kann man Lebensmittel aus der Region, vielleicht sogar aus dem eigenen Garten noch essen? Bei Gemüse ist die Antwort ein deutliches „ja“. Was aber ist mit Fisch und Fleisch? Darauf gibt es keine einheitliche Antwort. Grundsätzlich gilt:

Es gibt keinen Grund auf Fisch, Fleisch und Eier aus der Region zu verzichten. Einzig für Innereien von Wildschweinen aus der Region gibt es eine Empfehlung, diese nicht zu verzehren. Beim Fisch steht der Aal im Fokus, weil sehr fettreich. Im Fett reichert sich das PFOA an. Außerdem können Aale sehr alt werden, haben also möglicherweise viele Jahre in PFOA-belastetem Wasser geschwommen. Bei den Eiern von Hühnern aus Freilandhaltung in bodenbelasteten Gebieten ist es denkbar, dass diese eine geringe Belastung mit PFOA aufweisen.

Problem Aktivkohlefiltration?

Sie sei anfällig für eine Verkeimung, meinte ein Zuhörer am Dienstagabend im Saal des Spirkl-Wirt in Kastl. Das sei richtig, so Dr. Franz Schuhbeck vom Staatlichen Gesundheitsamt am Landratsamt in Altötting. Deswegen werde eine UV-Filteranlage dazu geschaltet. Das hat der Markt Tüßling bei seinem temporärem Weg aus der PFOA-Misere auch umgesetzt. Das Wasser aus dem reaktivierten Brunnen 1 weist einen niedrigeren PFOA Gehalt auf aber hatte das Problem einer Verkeimung. Mittels UV-Filter ist dieses erfolgreich gelöst worden.

Wird das Problem von den Experten verharmlost?

„Nein“, sagt Professor Fromme vom LGL. Die Ergebnisse seien nicht verharmlost worden aber es gebe auch keinen Grund zur Hysterie. So sei auch die Frage von Müttern aus den betroffenen Teilen des Landkreises nach stillen oder nicht stillen klar zu beantworten: „Stillen. “

Weitere Informationen folgen.

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Danke an Elisabeth

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Landrat attackiert PFOA-Firmen: „Ich will Eure Gesichter in der Presse sehen“


In der jüngsten Kreistagssitzung übte Landrat Erwin Schneider scharfe Kritik an den für die PFOA-Problematik verantwortlichen Firmen.
  • vonMartina Hunger

Landkreis – Mitglieder des Altöttinger Kreistages, aber vor allem Landrat Erwin Schneider übten scharfe Kritik an den für die PFOA-Problematik verantwortlichen Firmen geübt. Sie stünden öffentlich nicht zu ihrer Verantwortung und sollen für die Beseitigung endlich in die Tasche greifen.

In der Kreistagssitzung am Montagnachmittag kritisierten sowohl Landrat Erwin Schneider als auch die Mitglieder des Kreistages die verantwortlichen PFOA-Firmen, das berichtet heimatzeitung.de: Sie stünden in der Öffentlichkeit nicht zu ihrer Verantwortung. „Ich will Eure Gesichter in der Presse sehen“, so Schneider.

Zum anderen wären die für die PFOA-Problematik verantwortlichen Firmen nicht bereit, die Kosten für die Säuberung des verschmutzten Grundwassers zu zahlen. Wie heimatzeitung.de weiter berichtet, könnten die verantwortlichen Firmen im Industriepark Gendorf vom Landratsamt per Bescheid zum Handeln und Zahlen verpflichtet werden; dies sei eine erfüllbare Forderung. Zwar würde eine gütliche Einigung bevorzugt werden, man scheue sich jedoch nicht, auch ein derartiges Vorgehen zu verfolgen. Auch verwaltungsrechtliche Konsequenzen habe Schneider laut heimatzeitung.de einkalkuliert.

PFOA-Blutproben sind ausgewertet: Die Ergebnisse

Obwohl die Blutwerte der Menschen in der Region erhöht sind, ist das mit einer womöglich krebseregenden Chemikalie belastete Trinkwasser im Raum Altötting nicht schädlich für die Gesundheit. Das hat die Auswertung der Blutproben ergeben, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Mittwoch in Erlangen mitteilte. So seien die Werte von Perfluoroctansäure (PFOA) zwar erwartungsgemäß in fast allen der 965 untersuchten Blutproben höher gewesen als im bayerischen Durchschnitt. Sie seien aber nicht mit einer Gesundheitsgefährdung gleichzusetzen.

Konkret heißt das: Bei 906 Menschen aus dem Raum Altötting ist ein durchschnittlicher PFOA-Gehalt von 20 Mikrogramm auf einen Liter Blut festgestellt worden. Höher, nämlich bei 34 Mikrogramm, lag er bei den Personen, die beruflich möglicherweise Kontakt mit der perfluorierten Substanz hatten. Hier liegt der gesetzliche Höchstwert des PFOA-Gehaltes dem LGL zufolge bei 5000 Mikrogramm.

Mit Bekanntwerden des PFOA-Problems in der Region waren in der Bevölkerung neben den ersten praktischen Fragen wie etwa, ob man noch Duschen oder sein Gemüse aus dem eigenen Garten noch essen kann, auch welche nach den Hintergründen aufgetreten.

mh mit Material der dpa

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