Die Dritte Welt wird zur Ader gelassen – Die Wassergeschäfte der Firma Nestlé (Videos)


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Wer in Deutschland oder anderswo Lebensmittel einkauft, kommt an einem Unternehmen praktisch nicht vorbei: Nestlé.

Neben den klassischen Schokoladentafeln und Kaffeesorten gibt es Frühstücksflocken, Nudeln, Milcherzeugnisse und eine Vielzahl weiterer Produkte, hinter all denen sich die Firma Nestlé verbirgt.

Schon diese Eroberung immer größerer Marktanteile in den westlichen Industriestaaten ist in Bezug auf die Sicherstellung einer gewissen Vielfalt bei der Ernährung kritisch zu sehen.

Noch perfider verhält sich Nestlé allerdings in vielen Staaten der Dritten Welt. Denn dort ist das Unternehmen dabei, weite Teile der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser an sich zu reissen – zum Teil mit erschreckendem Erfolg.

Weltweit werden in jedem Jahr mehr als 200 Milliarden Liter Wasser in Flaschen abgefüllt. Den Löwenanteil machen dabei große Konzerne wie Coca Cola, Pepsi oder auch Danone unter sich aus. Die weltweite Spitzenposition hält mit zwölf Prozent des weltweit abgefüllten Wassers die Firma Danone inne (Pepsi: Nur Leitungswasser statt Quellwasser verkauft).

Wer sich auf Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Nestl%C3%A9-Markendie Marken der Firma Nestlé auflisten lässt, stellt schnell fest, dass die Wassergeschäfte des Unternehmens sich auf globaler Ebene abspielen und es praktisch keine Weltregion gibt, in welcher Nestlé nicht den Daumen auf einer Vielzahl von Quellen hat.

Die Tendenz geht dabei über die Jahre immer weiter nach oben. Seit 1996 hat sich die Zahl der weltweit verkauften Wasserflaschen mehr als verdreifacht. Eine Entwicklung, hinter welcher vor allem kaufmännisches Kalkül steckt, mit welchem auch die Ärmsten der Armen dieser Welt regelmäßig zur Kasse gebeten werden können. Denn Wasser ist kein Luxusgut, sondern eine Grundvoraussetzung für menschliches Leben.

Es mutet wie zynische Realsatire an, dass die von der Firma Nestlé in weiten Teilen der Dritten Welt vertriebene Wassermarke ausgerechnet „Pure Life“ heißt. In Südafrika wird diese Marke sogar mit dem Claim „Water you can trust“ beworben, also Wasser, dem du vertrauen kannst. Hier schließt sich ein Teufelskreis.

Denn die Firma Nestlé sichert sich zunächst die Abfüllgenehmigungen für die reinsten und besten Quellen des Landes. Das übrige Wasser erreicht aufgrund von Umweltverschmutzung und anderen Faktoren vielfach keine Trinkwasserqualität. Diesen Umstand nutzt dann wiederum Nestlé, um sein Produkt „Pure Life“ als besonders vertrauenswürdige Alternative zu präsentieren.

Die Vereinten Nationen haben schon vor Jahren den Zugang zu sauberem Wasser zu einem menschlichen Grundrecht erklärt. Dies hindert allerdings Konzerne wie Coca Cola, Danone oder eben auch und in besonderer Weise Nestlé nicht daran, dieses Recht durch ihr Geschäftsgebaren in aller Welt mit Füßen zu treten.

Nestlé versucht an vielen Orten in den USA, Genehmigungen für den Zugriff auf Grund- und Quellwasser zu bekommen. Ob die Regionen wasserreich oder wasserarm sind, scheint keine Rolle zu spielen. Sogar in einem der trockensten Gebiete Nordamerikas, in Phoenix/Arizona, will der Konzern eine Abfüllanlage bauen. Ähnlich in Kalifornien: Der Bundesstaat leidet seit fünf Jahren unter einer schlimmen Dürre, es gibt staatliche Vorschriften, den Wasserverbrauch einzuschränken. Und dennoch zapfen Unternehmen weiterhin Trinkwasser aus Quellen ab, um es abzufüllen und zu verkaufen. So ist es auch in Michigan, wo in der Stadt Flint das Leitungswasser mit Blei vergiftet ist. Auch dort, so sagen Kritiker, sei es nicht nachvollziehbar, dass Nestlé in dem US-Bundesstaat weiterhin nicht belastetes Wasser absaugen und verkaufen dürfe (Nestlé: Raubzug von Trinkwasser in den USA).

In Brasilien lebt gut 20 Prozent der Bevölkerung ohne einen eigenen Wasseranschluss. Diese Familien sind folglich darauf angewiesen, sich Wasser in Kanistern und Flaschen zu besorgen. Die Firma Nestlé kauft in Brasilien schon seit Jahren immer weitere Flächen mit ausgedehnten Wasserquellen auf.

Video: Der Nestle Konzernchef Peter Brabeck-Letmathe erklärt die Einstellung Nestles zu Trinkwasser!

Ein besonderer Coup gelang dem Konzern bereits 1992 durch die Übernahme des Wasserriesen Perrier. Denn durch die Einverleibung von Perrier gelangte Nestlé auch in den Besitz eines Wasserparks in der Nähe des Ortes São Lourenço. Dieser befindet sich im Bundesstaat Minas Gerais.

Dieser liegt in unmittelbarer Nachbarschaft gleich mehrerer brasilianischer Großstädte wie Sao Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte. Die Region verfügt über eine auch im globalen Maßstab einzigartige Vielfalt an unterschiedlichen Mineralwasserquellen. Ab 1998 begann Nestlé damit, von São Lourenço aus, auch den brasilianischen Markt mit „Pure Life“ zu beliefern, wobei die dortige Fabrik nur eine von weltweit 100 Produktionsstätten dieser Marke ist.

In Pakistan ging die Firma Nestlé im Jahr 1998 besonders hartnäckig vor, als sie auch dort „Pure Life“ auf den Markt brachte. Denn im Vorfeld der Markteinführung startete das Unternehmen eine so genannte Informationskampagne mit welcher sie bei der Bevölkerung Ängste hinsichtlich der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von bereits am Markt befindlichen Flaschenwassern schürte.

Die Folge war eine allgemeine Verunsicherung welche „Pure Life“ vom Start weg hohe Absatzzahlen in Pakistan und einen besonderen Vertrauensbonus bei den Konsumenten bescherte. Innerhalb kürzester Zeit stammte mehr als jede zweite in Pakistan verkaufte Wasserflasche aus dem Haus Nestlé. Weitere Potentiale tun sich für Nestlé im ostasiatischen Raum auf. Derzeit liegt der pro Kopf Verbrauch von Flaschenwasser in der Volksrepublik China bei etwa zehn Litern pro Jahr. Im Vergleich werden in Deutschland je Einwohner mehr als 120 Liter konsumiert.

Um diese Märkte bedienen zu können, wird es für die Firma Nestlé unerlässlich sein, den Raubbau an Quellen in der Dritten Welt weiter voranzutreiben und die ohnehin rare Ressource Trinkwasser in diesen Regionen weiter zu verknappen.

Die vom Nestlé Konzern weltweit verursachten Probleme betreffen allerdings nicht nur die Dritte Welt. Denn die derzeitige Debatte in der Europäischen Union über die Privatisierung der Trinkwasserversorgung wird in entscheidender Weise durch das schweizerische Unternehmen forciert.

Denn durch eine öffentliche Ausschreibung der Wasserversorgung könnte sich der Konzern auch in Deutschland und anderen Ländern Europas auf Jahrzehnte eine ähnliche Machtposition sichern, wie er sie in weiten Teilen der Dritten Welt bereits besitzt. Durch das weltweite Bevölkerungswachstum werden sich die Konflikte um Wasser weiter verschärfen. Entsprechend wichtig ist es für Nestlé, schon heute die Weichen für eine Sicherung der erreichten Spitzenposition zu stellen, welche das Unternehmen auf dem weltweiten Wassermarkt einnimmt (Die Mineralwasser- & Getränke-Mafia).

Sinkende Grundwasserspiegel, wie sie heute schon in Pakistan traurige Realität sind, könnten bald schon auch in Deutschland drohen, wenn es Nestlé gelingt, seine Pläne für den europäischen Markt in die Tat umzusetzen.

Literatur:

Abgefüllt (Prädikat: Wertvoll)

Planet ReThink (Prädikat: Wertvoll)

Blaues Gold – Der Krieg der Zukunft

Video:

Quellen: PublicDomain/claro.de/geolitico.de am 29.04.2016

Quelle: http://derwaechter.net/die-dritte-welt-wird-zur-ader-gelassen-die-wassergeschaefte-der-firma-nestle-videos

Gruß an die, die solche Verbrecher boykottieren

TA KI

Ron Paul: Warum schicken wir dem reichen und mächtigen Israel 38 Milliarden Dollar?


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Von Ron Paul

Ron Paul Weekly ColumnDie Bekanntgabe eines alle Rekorde brechenden US-Hilfepakets für Israel in der vergangenen Woche unterstreicht, wie gefährlich töricht und wirklichkeitsfremd unsere interventionistische Außenpolitik ist. In den kommenden zehn Jahren wird der US-Steuerzahler gezwungen, ganze $ 38 Milliarden an Militärhilfe an Israel zu bezahlen. Wir können es uns nicht leisten, dieses Geld an ein Land zu geben, welches keinerlei Unterstützung zur Aufrechterhaltung seines Status als mächtigste Militärmacht im Mittleren Osten benötigt.

Jedwede US-Auslandshilfe ist unmoralisch und kontraproduktiv. Wie ich oft gesagt habe, ist es Geld, welches den armen Menschen in den USA genommen und an reiche Menschen in Übersee gegeben wurde. Diese Hilfsgelder der USA gehen an Regierungen im Ausland, die es nach Gutdünken einsetzen. Oft genug werden diese Gelder unverblümt gestohlen oder sie gehen an die politisch Verbandelten im Empfängerland.

Genau so schlimm ist die Tatsache, dass ein Großteil dessen, was wir “Auslandshilfe“ nennen, in Wirklichkeit eine Stütze für die Wohlhabenden hierzulande ist. Das Hilfepaket für Israel ist ein sehr gutes Beispiel. Laut der Vereinbarung werden diese $ 38 Milliarden an US-Waffenhersteller fließen. Die wahren Profiteure sind also nicht die Menschen in Amerika, noch nicht einmal die Bürger Israels, die wahren Profiteure sitzen im militärisch-industriellen Komplex in den USA. Vielleicht wird das Geld Washington nicht einmal verlassen – es könnte auch einfach quer durch die Stadt geschickt werden, von der FED direkt zu den Bombenherstellern an der Ringautobahn.

Während bereits US-Hilfsgeldern an verzweifelt arme Länder aufgrund moralischer und praktischer Gründe widersprochen werden sollte, so ist es noch schwerer zu verstehen, dass die USA relativ reiche Länder unterstützt. Mit einem nominellen Pro-Kopf-BIP von über $ 35.000 ist Israel reicher als Japan, Italien und Süd-Korea. Vor nicht allzu langer Zeit hat der Business Insider einen Bericht des “Institute for the Study of War“ veröffentlicht, welcher aufzeigt, dass Israel die mächtigste Militärmacht im Mittleren Osten ist. Wir wissen, dass sie hunderte von Atomwaffen haben, dazu eine hochentwickelte Luftwaffe, Drohnen und selbst mit Nuklearwaffen bestückte U-Boote.

Warum also geben die USA einem reichen und ausgesprochen gut bewaffneten Land einen Rekordbetrag als Militärhilfe?

Zum Teil liegt das daran, dass die US-Regierung glaubt, sie könne Israel so nötigen auf Washingtons Geheiß im Mittleren Osten zu agieren. Wenn überhaupt, so subventioniert die US-Hilfe die Verletzung der Menschenrechte in Gaza und andernorts durch die Israelis.

Ein weiter Grund ist die mächtige Lobby in Washington, AIPAC, welche die Kongressmitglieder unter Druck setzt, sich auf Israels Interessen anstatt auf US-Interessen zu konzentrieren. Die Kongressmitglieder sollten sich einmal unsere Wirtschaft ansehen; mit effektiven Nullzinsen, einer kraftlosen Nicht-Erholung vom Crash 2008, historisch niedriger Erwerbsquote und einer Inflation, die den Wert des Dollars erodiert. Sie sollten zu der Schlussfolgerung kommen, dass dies womöglich nicht die beste Zeit dafür ist, Milliarden von Dollars an Auslandshilfe zu vergeben. Leider ist es für die meisten Kongressmitglieder unmöglich, speziellen Interessengruppierungen wie AIPAC gegenüber Nein zu sagen.

Hier ein besseres Hilfspaket für Israel: freier Handel, Reisen, freundschaftliche Beziehungen und keine Verwicklungen in Allianzen. Israel sollte es freistehen, seine nationalen Interessen zu verfolgen und uns sollte es freistehen, die unsrigen zu verfolgen. Falls einzelne Amerikaner sich genötigt sehen, Israel oder irgendein anderes Land in Übersee zu unterstützen, dann sollte ihnen das erlaubt sein. Der Rest von uns sollte jedoch nicht dazu gezwungen werden. Handel, keine Hilfsgelder.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/09/ron-paul-warum-schicken-wir-dem-reichen-und-maechtigen-israel-38-milliarden-dollar/

Gruß an die Klardenker

TA KI

Ölkrise: Venezuela, Kolumbien und Ecuador verkaufen ihr Erdöl unter Selbstkostenpreis


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Der katastrophale Einbruch der Ölweltpreise hat Venezuela, Kolumbien und Ecuador zur Notwendigkeit geführt, ihr Erdöl unter dem Selbstkostenpreis seiner Förderung zu verkaufen, meldet die Agentur Reuters unter Berufung auf Quellen in den Erdölgesellschaften dieser Länder.

Das Öl der Marke DCO aus Venezuela wird zu 15 US-Dollar je Barrel verkauft, und ein Barrel der kolumbianischen Marke Vasconia kostet knapp 21 Dollar. Ecuador verkaufe sein Öl ebenfalls unter dem Selbstkostenpreis, so Präsident Rafael Correa.Venezuela gehört zur Top 10 der größten Exporteure und deckt etwa 3,7 Prozent des Marktes, Kolumbien – 1,8 Prozent, Ecuador – weniger als ein Prozent. Zuvor hatte Mexiko, das 2,5 Prozent des Weltexports deckt, den Einbruch seiner Ölpreise unter den Selbstkostenpreis mitgeteilt. Allerdings erläuterte später der Chef der mexikanischen staatlichen Erdölgesellschaft Pemex, es handele sich um Selbstkosten bei neuen Förderstätten, aber insgesamt sei das mexikanische Öl trotz der eingebrochenen Preise rentabel.

Die jüngsten Angaben der staatlichen Erdölgesellschaft Venezuelas PDVSA zeugen davon, dass die Produktionskosten je Barrel 18 Dollar betragen. In Kolumbien schwankten sie von 20 bis 22 Dollar im dritten Quartal 2015. „In der vergangenen Woche befanden wir uns genau im Gleichgewicht, aber jetzt liegen wir (mit dem Preis  je Barrel) bereits unter dieser Linie“, so eine Quelle in der größten privaten Erdölgesellschaft Kolumbiens Pacific Exploration and Production.

Seit Sommeranfang 2014 sind die Ölpreise fast um ein Vierfaches abgestürzt – von 115 bis auf unter 30 Dollar je Barrel. Dieser starke Rückgang ist mit dem hohen Förderniveau bei nachlassender Nachfrage, darunter wegen der Situation in China, zu erklären.

Orbán: Der Flüchtlingstsunami kann gestoppt werden – Osteuropa hat es bewiesen


Die osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten hätten bereits unter Beweis gestellt, dass die Migrantenwelle gestoppt werden kann, sagte Ungarns Ministerpräsident. Die EU würde sich nun an Ungarn „rächen“, da es die Regierung „wagt“ sich gegen die Brüsseler Asylpolitik zu stellen.

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Nach der Slowakei zieht auch Ungarn gegen die Quotenregelung der EU zur Verteilung von Flüchtlingen vor Gericht. Die Klage beim Europäischen Gerichtshof werde noch „heute“ eingereicht, erklärte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán.

„Es reicht nicht, zu protestieren, man muss auch handeln“, fügte er hinzu.

Brüssel rächt sich

Orbán warf der EU vor, sich mit mehreren in den letzten Tagen begonnenen Verfahren gegen Ungarn zu „rächen“, weil Budapest „es gewagt hat, sich gegen die Einwanderungspolitik Brüssels zu wenden“. 

Ungarn zusammen mit Polen, Tschechien und der Slowakei hätte bereits bewiesen, dass „wir die Migrantenflut stoppen können, wenn wir wollen“, fügte das ungarische Staatsoberhaupt hinzu. Darüber würden sich auch diejenigen freuen, die „anderen Denkgewohnheiten folgen“.

Osteuropa gegen Zwangsverteilung

Im September beschlossen einige Innenminister der EU, dass 120.000 Asylsuchende innerhalb der EU von Griechenland und Italien auf andere Länder verteilen werden müssen. Ungarn, Tschechien, die Slowakei sprachen sich gegen diese Zwangsverteilung aus. Polen erklärte sich Anfangs bereit Flüchtlinge aufzunehmen, zog jedoch sein Versprechen nach den Anschlägen in Paris wieder zurück. Das Risiko wäre zu hoch, die Sicherheit der polnischen Bevölkerung gehe vor. (so)

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/europa/orban-der-fluechtlingstsunami-kann-gestoppt-werden-osteuropa-hat-es-bewiesen-a1289454.html

Gruß an die klar Denkenden

TA KI

Papst entschuldigt sich für Verbrechen an Amerikas Ureinwohnern


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Bei seinem Besuch in Bolivien hat sich der Papst bei den Ureinwohnern für frühere Verbrechen der katholischen Kirche entschuldigt. „Ich bitte demütig um Vergebung, nicht nur für die Sünden der Kirche selbst, sondern auch für die Verbrechen gegen die indigenen Völker während der sogenannten Eroberung Amerikas“, sagte der Argentinier am Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern von Volksbewegungen aus der ganzen Welt in Santa Cruz de la Sierra.

Franziskus wies darauf hin, dass bereits Papst Johannes Paul II. sich für die Vergehen gegen die Ureinwohner entschuldigt hatte. Die Geste des Argentiniers ist in Bolivien von großem Gewicht: Die meisten Bolivianer sind Nachfahren der Ureinwohner.

Papst Franziskus rief überdies zu einem Ende des „Völkermords“ an Christen im Nahen Osten und in anderen Regionen auf. „Heute erleben wir, wie im Nahen Osten und anderswo viele unserer Brüder im Glauben an Jesus verfolgt, gefoltert werden“, sagte er. „Das müssen wir auch anprangern: In diesem stückweisen dritten Weltkrieg, den wir erleben, gibt es eine Art Völkermord, der aufhören muss“, fügte der Papst hinzu.

Er hatte in der Vergangenheit wiederholt das gewaltsame Vorgehen gegen Christen insbesondere durch Dschihadisten im Irak und in Syrien angeprangert. Von einem „stückweisen dritten Weltkrieg“ hatte Franziskus erstmals im September 2014 gesprochen.

Der Papst nutzte seinen Besuch überdies, um für ein weltweites Umsteuern weg von einem ausartenden Kapitalismus zu werben. „Wir sagen es ohne Furcht: Wir wünschen uns einen Wandel“, sagte Franziskus. „Erkennen wir, dass die Dinge nicht gut laufen in einer Welt, wo es so viele Bauern ohne Land gibt, so viele Familien ohne Dach, so viele Arbeiter ohne Rechte, so viele Menschen, die in ihrer Würde verletzt sind?“, fragte das Kirchenoberhaupt. Auch die vielen „Kriege ohne Sinn“ und die Umweltverschmutzung machten die Notwendigkeit eines Wandels deutlich.

Nach einem Besuch in Ecuador war Franziskus am Mittwoch in Bolivien eingetroffen. Am Freitag wollte er nach Paraguay weiter reisen.

Quelle: https://de.nachrichten.yahoo.com/papst-entschuldigt-f%C3%BCr-verbrechen-amerikas-ureinwohnern-013932159.html

Gruß an die alten Völker der Welt

TA KI

Japan und Australien: Abschreckende Flüchtlingspolitik


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Die beiden Länder finden Strategien, die Flüchtlinge außerhalb ihrer Landesgrenzen zu halten

Die Menschen sind in einem katastrophalen psychischen Zustand“, sagt Professor David Isaacs, Kinderarzt aus Sydney. Der Mediziner kehrte jüngst von einem Besuch auf der kleinen Pazifikinsel Nauru zurück, wo Australien jene Asylsuchenden interniert, die es trotz extensiver Überwachung als Bootsflüchtlinge in australische Gewässer geschafft haben und von der Marine aufgegriffen wurden. Er sei schockiert gewesen von Lebensbedingungen, die an ein Gefangenenlager erinnerten. Frauen lebten in Angst vor Übergriffen anderer Inhaftierter und Wärter.

Das Warten auf einen Asylentscheid in Nauru oder einem zweiten Lager in Papua-Neuguinea kann Monate dauern, Jahre. Die Kinder litten am schwersten: „Ich sah ein sechsjähriges Mädchen, das sich mit einer Zeltschnur aufhängen wollte. Es hatte Verbrennungsspuren am Hals.“ Selbst wer als Flüchtling anerkannt wird – der Großteil der Internierten -, soll nie einen Fuß auf australischen Boden setzen dürfen, sagt Premierminister Tony Abbott.

Kompromisslose Rücksendung

Die Internierung von Asylsuchenden ist eines von zwei Standbeinen einer Flüchtlingspolitik, die Abbott Europa als Methode vorschlagen will, um die Welle von Flüchtlingen aus Afrika zu stoppen. Das andere ist die kompromisslose Rücksendung von Booten in die Herkunftsländer. „Seit Jänner 2014 gab es kein Boot mehr, keine Toten auf dem Meer“, so Außenministerin Julie Bishop. Noch 2013 hätten 300 Boote mit insgesamt 20.000 Menschen an Bord „die gefährliche Reise nach Australien unternommen“. 1200 seien im Meer gestorben.

Die offiziellen Zahlen sind zwar beeindruckend, sie sind aber nicht unabhängig überprüfbar. Die konservative Regierung hat den Umgang mit Flüchtlingen der Geheimhaltung unterworfen. Verfehlungen – etwa Äußerungen von Besuchern in Lagern oder Marinesoldaten auf See – werden von Canberra rigoros geahndet. Dazu kommt die geografische Isolation: Journalisten ist es praktisch nicht möglich, die Situation im Meeresgebiet zwischen Indonesien und Australien zu beobachten.

Flüchtlingsorganisationen klagen, Canberra liefere tamilische Flüchtlinge an die Marine Sri Lankas aus. In mindestens einem Fall soll die Rückführung in Folter und Tod eines Betroffenen geendet haben. Die Vereinten Nationen und humanitäre Organisationen meinen, mit der forcierten Rückführung und der Internierung auf unbestimmte Zeit verstoße Australien gegen eine Vielzahl von Abkommen zum Schutz von Asylsuchenden und Kindern.

Restriktives Japan

Harsche Kritik gibt es von den UN auch an der restriktiven Flüchtlingspolitik Japans. 2014 wurde gerade einmal elf Personen Asyl gewährt. Heuer wurde der erste Syrer anerkannt und konnte seine Familie nach Japan nachholen. Seit der Einführung eines Asylsystems in Japan im Jahr 1982 wurden überhaupt erst 622 Menschen aufgenommen. Die Regierung untersucht im Moment, wie die Aufnahmeverfahren verbessert werden können.

Die Japan Association for Refugees (JAR) hilft Asylsuchenden, die nach Japan kommen. Der Generalsekretärin Eri Ishikawa zufolge gibt es zwei Gruppen von Asylsuchenden. Die kleinere Gruppe ist anerkannt. Sie bekommt finanzielle Hilfe von den Behörden, und diese Menschen dürfen auch arbeiten, solange ihr Antrag bearbeitet wird.

Keinen Vollzeit-Arzt in Asylzenren

Die andere, viel größere Gruppe hat kaum eine Chance, Asyl gewährt zu bekommen, sondern hat bestenfalls Aussicht darauf, geduldet zu werden. Diese Menschen dürfen meist nicht arbeiten, sie haben oft keine Bleibe, und ihre medizinische Versorgung ist nicht gewährleistet. In den drei Asylzentren des Landes gibt es zudem laut japanischen Medien keinen vollzeitbeschäftigten Arzt.

Die JAR ist nahezu die einzige NGO, die die Asylsuchenden unterstützt, lediglich in Nagoya und Osaka gibt es ähnliche Organisationen. So müssen Helfer etwa auf die mehr als 1000 Kilometer entfernte Insel Kyushu fliegen, um dort zu helfen. Mit Kritik an der Regierung hält sich Frau Ishikawa zurück. Das lange Prozedere sei auch einer Bürokratie geschuldet, die langsam arbeitet und keine Rücksicht auf die Schicksale der Menschen nimmt.

Es gibt keine größere Diskussion über das Flüchtlingsproblem in der japanischen Gesellschaft. Als Ende der 1970er-Jahre die Boatpeople aus Vietnam vor dem Krieg auch nach Japan kamen war das anders. Damals wurden 10.000 Flüchtlinge aufgenommen und waren ein Thema, das nicht verschwiegen wurde. (uw, tesk, DER STANDARD, 30.4.2015)

Quelle: http://derstandard.at/2000015063941/Japan-und-Australien-Abschreckende-Fluechtlingspolitik

Gruß an die „wirklich“ Hilfesuchenden

TA KI

Venezuela verhängt Einreiseverbote für US-Politiker


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Die Regierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro macht die USA für die schlechte wirtschaftliche Lage im Land mitverantwortlich. (Quelle: dpa)

Venezuela und die USA sind alles andere als gute Freunde. Nun belegen sich die beiden Staaten gegenseitig mit Einreiseverboten. Unter anderem der frühere US-Präsident George W. Bush und Ex-Vizepräsident Dick Cheney sind in dem südamerikanischen Land nicht mehr erwünscht.

Seine Regierung antworte damit auf ein Einreiseverbot, das die USA am Samstag für venezolanische Regierungsmitglieder verhängt hatten, sagte der linksgerichtete Präsident Nicolás Maduro. Die Maßnahme diene „dem Schutz unseres Landes“, erklärte Maduro bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Caracas.

Visumspflicht für US-Bürger

Der Staatschef forderte Washington außerdem auf, die Belegschaft der US-Botschaft in Caracas von 100 auf 17 Mitarbeiter zu reduzieren, um einen Gleichstand mit dem Personalstand der venezolanischen Botschaft in den USA zu erreichen. Zudem müssen US-Bürger künftig für Venezuela Visa beantragen. Maduro wirft den USA zudem vor, die Opposition zu einem Putsch anzustacheln.

Zuletzt waren in Venezuela mehrere US-Bürger festgenommen worden, denen von der Regierung in Caracas Spionage vorgeworfen wird. Ein im Bundesstaat Tachira verhafteter US-Pilot soll laut Maduro in verdeckte Operationen verwickelt sein. Der Mann habe „allerhand Dokumentation“ mit sich geführt, sagte der Präsident ohne weitere Einzelheiten mitzuteilen.

Beziehungen werden immer schlechter

Venezuela und die USA haben schon seit 2010 keine Botschafter mehr in ihren diplomatischen Vertretungen im jeweils anderen Staat. Zuletzt verschlechterten sich die Beziehungen weiter. Die sozialistische Regierung in Caracas macht Washington für die schlechte wirtschaftliche Lage in Venezuela mitverantwortlich. Maduro wirft den USA zudem vor, die Opposition zu einem Putsch anzustacheln.

Das US-Außenministerium erklärte, noch habe man keine offizielle Benachrichtigung über die Reisebeschränkungen aus Venezuela bekommen. Zu Maduros Putsch-Vorwürfen hieß es: „Die wiederholten Beschuldigungen, dass die USA an Umtrieben zur Destabilisierung Venezuelas beteiligt sind, sind unbegründet und falsch.“

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_73098256/venezuela-verhaengt-einreisverbote-fuer-us-politiker.html

Gruß nach Venezuela

TA KI