Ist Xavier Naidoo kein Antisemit? – Gerichtsurteil verbietet Titulierung


Xavier Naidoo darf nicht als Antisemit bezeichnet werden. Dieses Urteil hat das Landgericht in Regensburg gefällt. Zuvor hatte eine Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung den Sprechsänger und Produzenten als Antisemiten bezeichnet und das mit seinen Texten begründet. Gegen das Urteil will die Referentin in Berufung gehen.

Das Landgericht in Regensburg hat am Dienstag entschieden: Xavier Naidoo darf nicht als Antisemit bezeichnet werden. Der Vorwurf einer Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung konnte aus Sicht der Richterin Barbara Pöschl nicht ausreichend belegt werden. Der Sänger selbst hatte sich in der Verhandlung drei Wochen zuvor auf Kunstfreiheit berufen und betonte zudem, dass er sich gegen Rassismus einsetze. Zu den antisemitischen Codes und Chiffren, die Naidoo in seinen Liedern nach Ansicht der Referentin verwendet haben soll, sagte er, diese seien ihm nicht bekannt. Außerdem merkte er an, dass seine Texte anders zu verstehen seien.

Das Urteil beruht darauf, dass mit der Bezeichnung Naidoos als Antisemit sein Persönlichkeitsrecht verletzt werde. Denn der Satz „Er ist Antisemit“ drücke aus, dass Naidoo in ganzer Person Antisemit sei, was nach der Darstellung Naidoos zu bezweifeln bleibe. Der Anwalt des Künstlers, Frank Wolf, sagt, er habe mit einem solchen Urteil gerechnet, weil aus seiner Sicht die Bezeichnung jeder Grundlage entbehre. Von der Meinungsfreiheit werde eine solche Tatsachenbehauptung nicht mehr erfasst, findet er.

Die Frage, ob Naidoo als Antisemit bezeichnet werden kann, ist damit noch nicht entschieden, denn die Referentin will in Berufung gehen. Aus ihrer Sicht wird diese Äußerung sehr wohl von der Meinungsfreiheit abgedeckt, die sie sich von einem Gericht auch nicht einschränken lassen will. Die Stiftung bezeichnet das Urteil als „ein fatales Signal für die politische Bildung“.

Im vergangenen Jahr hatte die Referentin vor Publikum gesagt, es sei an Naidoos Liedern strukturell nachweisbar, dass er antisemitische Klischees bediene. Der Künstler hatte daraufhin geklagt.

(…)

Hier kann man den gesamten Artikel lesen:

Quelle

Gruß an die Sehenden

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Katalonien: Madrid schickt Truppen


von Marilla Slominski

In Barcelona haben mehr als 40.000 Katalonier für das Referendum am 1. Oktober protestiert. Sie schwenkten Fahnen, und riefen „Wir werden wählen“. Die spanische Zentralregierung schickt unterdessen Truppen, um der Lage Herr zu werden.

Die spanische Militärpolizei Guardia Civil hatte im Zuge des Verbots der Volksabstimmung am Mittwoch Regierungsmitglieder verhaftet und Gebäude durchsucht.

Auf Grund einer richterlichen Anordnung durchsuchten sie auch Zeitungsredaktionen, um Kampagnenmaterial für das Referendum sicherzustellen.

Die spanische Regierung in Madrid sieht sich der größten politischen Krise seit dem Ende der Franco-Diktatur gegenüber. Sie hatte das Referendum, untermauert mit einem Urteil des spanischen Verfassungsgerichts, für illegal erklärt.

Kataloniens Präsident Carles Puigdemont sagte in einer Fernsehansprache, seine Regierung verurteile die antidemokratischen und totalitären Handlungen des spanischen Staates.

Ein Sprecher der katalonischen Nationalversammlung verkündete:

„Sie machen einen großen Fehler. Wir wollen wählen und sie erklären den Krieg.“

Premierminister Mariano Rajoy rief die katalonischen Regierenden dazu auf, das Referendum abzusagen:

„Macht nicht so weiter. Ihr habt keine Legitimität dazu. Kehrt zu Recht und Demokratie zurück. Dieses Referendum ist ein Hirngespinst“.

Nach Umfragen befürworten 40 Prozent der Katalonier eine Abspaltung von Spanien. (MS)

Quelle: https://brd-schwindel.org/katalonien-madrid-schickt-truppen/

Gruß an die Katalonier

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Wegen Coca-Cola-Produktion versiegt Wasser für indigene Bevölkerung in Mexiko


Das Wasser verschwindet langsam in San Felipe Ecatepec, einer indigenen Stadt drei Meilen außerhalb von San Cristobal de las Casas im Süden Mexikos. Die Produktion des Coca-Cola-Abfüllers FEMSA hat Vorrang gegenüber dem Wasserverbrauch der örtlichen Bevölkerung.

„In den vergangenen vier Jahren haben unsere Brunnen angefangen zu versiegen“,

sagte Juan Urbano gegenüber dem Newsportal „Truthout“. Urbano beendete im Februar dieses Jahres seine dreijährige Amtszeit als Präsident des Gemeindegebiets von San Felipe Ecatepec.

„Manchmal laufen die Leute zwei Stunden am Tag, um Wasser zu holen. Andere müssen ihr Wasser kaufen.“

Zwischen San Felipe und San Cristobal liegt eine Coca-Cola-Abfüllanlage, die von der mexikanischen Firma FEMSA betrieben wird. Im Jahr 2016 verbrauchte die Anlage mehr als 1,08 Millionen Liter Wasser pro Tag. Urbano, 57, erklärt, dass das städtische Wachstum von San Cristobal allmählich die landwirtschaftlichen Flächen in San Felipe aufgezehrt hat.

Er ist Teil einer schrumpfenden Zahl von Menschen in der Gemeinde, die noch immer Mais, Bohnen und Kürbis auf seit Generationen überlieferten Grundstücken anbauen und Pozol, ein Getränk aus fermentiertem Maisteig, trinken.

„Viele Leute trinken kein Pozol mehr“, beklagt Urbano. „Sie haben es durch Coca-Cola ersetzt.“ San Felipe Ecatepec ist eine von tausenden Städten in ganz Mexiko, wo der Wasserverbrauch der Wirtschaft Vorrang vor dem Bedarf der lokalen Bevölkerung hat. Chiapas hat die höchsten erneuerbaren Wasserressourcen pro Kopf in ganz Mexiko.

Dennoch ist das Leitungswasser hier selten sicher zu trinken. Und im ländlichen Chiapas hat mehr als jeder dritte Mensch kein fließendes Wasser. Urbano beschreibt, wie Familien in San Felipe häufig durch das Trinken von kontaminiertem Brunnenwasser krank werden.

Wir haben die Regierung seit zwölf Jahren gebeten, einen tiefen Brunnen in der Gemeinde zu errichten […] Wir sind zu den Kommunal-, Bundes- und Landesregierungen gegangen, aber sie haben nichts getan.

Der Artikel 115 der mexikanischen Verfassung schreibt vor, dass alle Kommunalverwaltungen Trinkwasser zur Verfügung stellen müssen, das zum Trinken und Baden geeignet ist, sowie Kanalisations-, Abwasser- und Abwasserreinigungssysteme. Trotz der Verantwortung der Regierung haben die meisten Mexikaner kein sauberes Trinkwasser in ihren Häusern. Jeder mexikanische Haushalt kauft im Durchschnitt 1.500 Liter Wasser in Flaschen pro Jahr.

Antonino García, Agronom und Forscher an der Universität von Chapingo, sagt, dass das Wasserproblem in San Cristobal historische Wurzeln hat. „Die Stadt ist seit den 1970er Jahren stark gewachsen „, sagte er in einem Interview mit „Truth out“ in seinem Büro, das einen Blick auf den Huitepec Berg hat, wo Coca-Cola sein Wasser gewinnt.

„Aber in San Cristobal gab es keine Stadtplanung. Und das wird noch verschlimmert durch die Politik, die nicht auf die indigenen Völker des Staates achtet.“

Betrachtet man die Geografie von San Cristobal, so wird die willkürliche Stadtentwicklung schnell deutlich. Da sich der Talboden mit Häusern füllte, kletterten neue Stadtviertel langsam die umliegenden Hügel hinauf. García erklärt, dass das Grundwasser nicht mehr ausreicht, um die Stadt zu versorgen, und dass Huitepec die wichtigste unterirdische Wasserversorgung der Wasserscheide ist.

Mittlerweile sind Salmonellen ein endemisches Problem in San Cristobal. Eine Studie der Forschungsuniversität ECOSUR hat ergeben, dass das Wasser in den Feuchtgebieten eine hohe Konzentrationen an bakteriellen Krankheitserregern, einschließlich coliformen Bakterien, aufweist, die es für den Verzehr unbrauchbar machen.

Die Regenzeit, die von Mai bis Oktober andauert, ist nicht mehr so beständig wie in der Vergangenheit. San Felipe ist nicht die einzige Gemeinde, in der die Brunnen versiegen. Laut Urbano leiden auch auch andere Gemeinden in der Nähe des Coca-Cola-Werks, wie z. B. Los Alcanfores, unter Wassermangel. Die Gemeindeleiter der Stadt Teopisca, 20 Meilen östlich von San Cristobal, konatktierten García, als ihre Brunnen in diesem Jahr zu versiegen begannen.

In der Nacht auf den 7. September erschütterte ein Erdbeben der Stärke 8,2 vor der Küste von Chiapas die Region. In Chiapas, Oaxaca und Tabasco wurden über 90 Menschen getötet. Während San Cristobal nicht zu den am stärksten betroffenen Städten gehörte, starben im Norden der Stadt drei Menschen in den sogenannten inoffiziellen Vierteln. Die Auswirkungen des Erdbebens auf die Wasserinfrastruktur werden derzeit noch untersucht.

García sagt, dass zahlreiche Rohre kaputt gingen und den Zugang zum Wasser unterbrachen. „Das Erdbeben hat sicherlich unterirdische Höhlen im Grundwasserleiter beschädigt, was die Grundwasserneubildung in Zukunft beeinträchtigen könnte „, so García.

„Aber eine Studie, um diese Art von Schaden einzuschätzen, wäre sehr kostspielig, und wir haben im Moment keine Informationen.“

Während die Gemeinden vor Ort um Wasser ringen, gibt es für Coca-Cola keinen Wassermangel. Die 1994 eröffnete Abfüllanlage, im selben Jahr wie der zapatistische Aufstand, rückte Chiapas in den Fokus der Weltöffentlichkeit.

Während die Zapatistas sich in den Bergen um San Cristobal organisierten, begann FEMSA Wasser aus dem Huitepec Berg zu pumpen. Die National Water Commission (Conagua) hat die Genehmigung 2005 erneuert, und FEMSA betreibt nun zwei Brunnen.

In Mexiko verhalfen laxe staatliche Regulierungen, angetrieben durch die Drehtür zwischen Regierung und Industrie, der FEMSA zu Coca-Colas wichtigstem Abfüller weltweit zu werden. Zudem war Vicente Fox Präsident von Coca-Cola FEMSA Mexiko, bevor er im Jahr 2000 zum mexikanischen Präsidenten gewählt wurde.

FEMSA berichtet, dass sie in ganz Lateinamerika jährlich 56,9 Milliarden Liter Wasser verbrauchen. In Mexiko besitzt das Unternehmen 40 Wasserzulassungen.

Zivilgesellschaftliche Organisationen veröffentlichten in diesem Jahr einen Bericht über Verletzungen des Menschenrechts auf Trinkwasser und sanitäre Grundversorgung in Mexiko, in dem Coca-Cola, Pepsi-Cola und Danone beschuldigt werden, von Mexikos Wasserressourcen zu profitieren, ohne fair dafür zu zahlen. In dem Bericht heißt es, dass „die Wassergebühren, die die Unternehmen zahlen,

„im Vergleich zu den Gewinnen, die diese Unternehmen aus dem Wasser machen, völlig lächerlich sind.“

FEMSA zahlt für jede seiner Wassergenehmigungen in Mexiko 2.600 Pesos (ungefähr 122 Euro). FEMSA finanziert Wiederaufforstungs- und Regenwassergewinnungsprojekte, die das Unternehmen als „Auffrischung“ der gleichen Wassermenge bezeichnet, die in der Coca-Cola-Produktion verbraucht wird. Ein Vertreter der FEMSA in Mexiko-Stadt sagte gegenüber „Truthout“, dass das Wiederaufforstungsprogramm in Chiapas mehr als 129.000 Bäume gepflanzt habe.

Die Wassergewinnung und Wiederaufforstung in anderen Teilen des Bundesstaates hat jedoch das Brunnenwasser in San Felipe Ecatepec nicht zurückgebracht. García sieht eine direkte Verbindung zwischen den Tiefbrunnen der Abfüllanlage und dem Wassermangel in der Nähe.

„Stell dir vor, jeder Brunnen ist ein Strohhalm, der in die Erde geht. Wenn das Stroh von Coca-Cola viel länger ist als die Strohhalme der Gemeinden, werden ihre Brunnen irgendwann leer sein“,

so García. Laut Urbano sind die tiefsten Brunnen in San Felipe etwa 25 Meter tief. Die Brunnen der FEMSA sind hingegen 130 Meter tief. Urbano sagt, dass FEMSA-Vertreter nie zu seiner Gemeinde gegangen sind, um das Wasserproblem anzugehen.

Ein FEMSA-Vertreter teilte „Truthout“ mit, dass die Abfüllanlage in San Cristobal zwischen fünf und sieben Prozent der in Mexiko konsumierten Coke-Produkte herstellt. Die Firma lehnte es ab, anzugeben, wie viel sie für das in San Cristobal geförderte Wasser bezahlt.

Die Filiale von Conagua in Chiapas bestätigte Truthout, dass das Unternehmen über Genehmigungen für zwei Brunnen verfügt, um insgesamt 499.918 Kubikmeter Wasser pro Jahr oder 499,9 Millionen Liter Wasser zu fördern. Im Jahr 2016 wurden 78,8 Prozent der erlaubten Gesamtmenge abgebaut (200 Dollar für 500.000 Tonnen Wasser – wie Nestlé eine ganze Gegend leer pumpt (Video)).

Die Wassersituation in Chiapas hat internationale Aufmerksamkeit erregt. Léo Heller, UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen, besuchte dieses Jahr Chiapas. In einer Pressekonferenz am 12. Mai sagte er, dass er genügend Beweise gesammelt habe, um zu belegen, dass Mexiko das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Einrichtungen verletzt.

Der Bericht der Zivilgesellschaft über Verletzungen des Menschenrechts auf Trinkwasser und sanitäre Grundversorgung in Mexiko enthält Dutzende von Fallstudien, die belegen sollen, dass die Nutzung von Wasser für Unternehmen Vorrang vor dem Menschenrecht auf Wasser hat. Der Bericht zeigt auch, dass die ärmsten Mexikaner am wenigsten Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen haben. Neben dem unersättlichen Durst von Coca-Cola nach mexikanischem Grundwasser haben Befürworter die Rolle des Unternehmens in der Gesundheitskrise des Landes hervorgehoben.

Während seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Arzt in Chiapas stellte Marcos Arana fest, dass der Zugang zu Wasser in den indigenen Gemeinden des Bundesstaates das Herzstück der öffentlichen Gesundheitsprobleme war. Wenn die Gemeinden Zugang zu sauberem Wasser hätten, würden sich viele Gesundheitsprobleme in Chiapas verbessern „, sagt er Truthout.

„Unterernährte Kinder haben in vielen Fällen Zugang zu Nahrung. Aber wegen des schmutzigen Wassers entwickeln sie Magen-Darm-Probleme und können nicht richtig essen oder Nährstoffe aufnehmen“,

sagt er gegenüber „Truthout.“ Er sah auch, dass Softdrinks traditionelle Getränke wie Pozol ersetzten, und in einigen Gemeinden waren Softdrinks sogar billiger als Wasser. Unterdessen haben öffentliche Gesundheitsorganisationen, wie El Poder del Consumidor (Consumer Power), mit Sitz in Mexico City, argumentiert, dass der Konsum von Softdrinks dazu beiträgt, dass es in Mexiko steigende Fälle von Diabetes und Fettleibigkeit gibt.

Laut der nationalen Gesundheits- und Ernährungsstudie 2012 ist Diabetes die häufigste Todesursache in Mexiko und betrifft 13 Millionen Menschen. Eine weitere Studie ergab, dass jeder sechste Diabetesfall direkt mit dem Konsum von Soda in Verbindung gebracht werden könnte.

Als Reaktion darauf kämpften Befürworter wie El Poder del Consumidor und Arana in Mexiko für eine Steuer auf Softdrinks. Die Steuer wurde trotz Widerständen im Januar 2014 eingeführt. Die Steuer ist zwar niedriger als von den Befürwortern empfohlen, entspricht aber zehn Prozent der Kosten für das Getränk oder etwa einem Peso pro Liter. Nach Inkrafttreten der Steuer sank der Sodaverkauf 2014 um 5,5 Prozent und 2015 um 9,7 Prozent. US-Städte wie Philadelphia und San Francisco nahmen sich Mexiko als Beispiel und führten ähnliche Maßnahmen ein.

Doch die Sodafirmen geben nicht auf. Fiorella Espinosa ist Ernährungsberaterin bei Poder del Consumidor und sagt, dass die Unternehmen neue Marketingkampagnen eingeführt haben, um mit der Steuer- und Öffentlichkeitsarbeit fertig zu werden. Zudem sind die Hersteller von Softdrinks oft auch Hersteller von abgefülltem Wasser. Und die Verkaufszahlen für abgefülltes Wasser sind gestiegen.

„Die Steuer allein wird das Problem nicht lösen“, so Espinosa. „Die langfristige Strategie ist es, den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verbessern.“ Die mexikanische Bundesregierung erklärte, dass die Steuergelder für die Installation von 11.000 Springbrunnen in Schulen verwendet worden seien. Die Befürworter drängen darauf, dass die verbleibenden Mittel für Gesundheitsprogramme, dabei vor allem für einkommensschwache Gemeinden, verwendet werden, die von der Preiserhöhung am stärksten betroffen sind.

Espinosa weist darauf hin, dass in einigen Fällen Unternehmen die Steuer nicht an den Verbraucher weitergeben. Eine Studie aus dem Jahr 2016 hat ergeben, dass im ländlichen Mexiko die Preise für Softdrinks nur um 0,73 Pesos pro Liter gestiegen sind statt der gesetzlich vorgeschriebenen vollen 1 Peso. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass in Orten wie dem ländlichen Chiapas Softdrink-Hersteller die Kosten der Steuer subventionieren, um die Preise niedrig zu halten.

Eine Studie prognostizierte, dass in den nächsten Jahrzehnten eine Verringerung des Softdrink-Konsums zwischen 86.000 und 189.000 Fälle von Diabetes verhindern könnte. Während Coca-Cola im mexikanischen Kongress wegen gesundheitspolitischer Argumente in die Defensive geraten ist, muss sich das Unternehmen auch in Chiapas zunehmend der lokalen Opposition erwehren.

Im April protestierten lokale gemeinnützige Organisationen und Nachbarschaftsorganisationen vor dem Coca-Cola-Abfüllbetrieb in San Cristobal de las Casas. Die 1.500 Demonstranten verurteilten den Wasserverbrauch und die gesundheitlichen Auswirkungen von Coca-Cola. Arana sagt, dass der anhaltende Druck der Bürger funktioniert. Coca-Cola hatte früher in indigenen Gemeinden um San Cristobal Werbeplakate aufgehängt, auf denen Männer und Frauen in traditioneller Kleidung mit Coca-Cola-Flaschen zu sehen waren. Nun haben sie die Plakate wieder abgehängt (EU-Kommission nutzt Wassermangel in Italien und Spanien für künftige Privatisierung).

Sie ändern ihre Strategie „, sagt Arana. „Sie machen sich Sorgen wegen all der Kritik.“ In San Felipe Ecatepec zweifelt Juan Urbano daran, dass die gegenwärtige mexikanische Regierung der Gemeinde bei ihren Wasserproblemen helfen wird. Stattdessen nehmen Gemeindeführer am Nationalen Indigenen-Kongress (CNI) teil, der den Zapatistas angegliedert ist, um bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr auf die Anliegen der Indigenen hinzuweisen.

Quelle: https://www.pravda-tv.com/2017/09/wegen-coca-cola-produktion-versiegt-wasser-fuer-indigene-bevoelkerung-in-mexiko/

Gruß an die, die solche Getränke meiden

TA KI

Keine Sau will den Euro


Von Wolfgang Prabel

In der EU haben zehn Länder eine eigene Währung. Seit der Eurokrise sind sie sehr froh darüber. Und nun kommt der machtbesessene Kommissionspräsident Juncker daher und will sie unter das Joch des untergehenden Euro und der selbstherrlichen EZB zwingen.

In Dänemark hat das Volk den Euro zweimal abgelehnt: Am 28.Sept 2000 waren 53,2 % dagegen, nachdem bereits am 2. Juni 1992 der Maastricht-Vertrag von 50,7 % der Wähler abgelehnt wurde. Zweimal die rote Karte. Auch in Schweden hat das Volk entschieden: Am 14.9.2003 haben 55,9 % gegen den Euro votiert.

In Tschechien, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Großbritannien, Kroatien und Litauen wurden entweder die Beitrittsbedingungen nicht erfüllt oder die Parlamente waren dagegen, die eigene Währung aufzugeben.

Kann man alle demokratischen Entscheidungen der Völker einfach wegwischen? Die Beitrittskriterien einfach ignorieren? Die eurofaschistische Kamerilla, die in Brüssel frech und ungeniert schmarotzt, versucht es immer wieder. Das Verhältnis zum Parlamentarismus war bei den Kommissaren immer schon fragil, nun ist ein neuer Höhepunkt der Demokratieverachtung erreicht.

Die Oppositionspolitikerinnen Weidel und Wagenknecht laufen bereits Sturm: In Weidels Stellungname heißt es:

„Der EU-Kommissionspräsident Juncker demonstriert erneut den völligen Realitätsverlust der Brüsseler EU-Funktionäre. Wenn man nicht wolle, dass der Euro Europa spaltet, müssten alle EU-Staaten die Gemeinschaftswährung einführen. Immerhin gibt er damit zu, dass der Euro Europa spaltet. Die Lösung aber kann nicht heißen: More of the same.

Der Euro ruiniert Europa. In den südeuropäischen Ländern blockiert er Wachstum und schafft Massenarbeitslosigkeit. Für Deutschland bedeutet er Wohlstandsvernichtung und Haftungsrisiken, welche in die Billionen gehen.

Aus gutem Grund bleiben daher die Länder, die den Euro noch nicht eingeführt haben, bei ihren nationalen Währungen, obwohl sie die Bedingungen für die Euroeinführung mitunter weit besser erfüllen als manch ein maroder Eurostaat. Der Vertrag von Maastricht sah einmal so etwas wie Verschuldungsobergrenzen vor, die schon lange Geschichte sind.

Die Antwort muss lauten: Das Europrojekt ist auf ganzer Linie gescheitert. Das Eurosystem ist geordnet aufzulösen.“

„Juncker scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein“, sagte Wagenknecht einer Agentur der Lügenpresse. „Bereits jetzt zerstört die Währungsunion in vielen Ländern Industrie und Arbeitsplätze, während sie in Deutschland eine Bedrohung für Sparkonten und Lebensversicherungen ist.“

Der Merkur berichtete weiter über Wagenknechts Argumente: Italien habe seit der Euro-Einführung ein Viertel seiner Industrie verloren, Griechenland sei in der Dauerkrise.

 „Der Euro hat Europa nicht geeint, sondern Ungleichgewichte verstärkt“, sagte sie. „Der Vorschlag, weitere Länder, die sich ökonomisch auf einem ganz anderen Entwicklungsniveau befinden, in die Währungsunion hinein zu holen, zeugt von ökonomischem Unverstand oder Hörigkeit gegenüber den Wünschen deutscher Exportkonzerne.“

Dagegen begrüßten der Sprecher der Bundesregierung, die SPD und die Grünen den Unsinn aus Brüssel. Spinnen die? Die EU könnte so eine nützliche und liberale Einrichtung sein, die Verantwortlichen machen aber ein verbotsvernarrtes und stupides Völkergefängnis daraus.

Wie haben sich die Konkurrenzwährungen gegenüber dem Euro seit 2002 eigentlich entwickelt? Das Pfund Sterling hat gegenüber dem Euro fast 50 % abgewertet. Sonst würde sich Großbritannien in derselben Lage wie Italien oder Frankreich befinden. Der polnische Zloty hat nur leicht abgewertet, In der Finanzkrise war der Kurs allerdings starken Schwankungen ausgesetzt, von 3,25 bis fast 5 Zloty für einen Euro. Die Tschechenkrone hat gegenüber der Weichwährung Euro dagegen mindestens 10 % aufgewertet. Für die Tschechen wäre der Euro genauso wie für die Deutschen zu schwach.

Der Forint hat seit 2002 fast 25 % abgewertet. Seit diesem Frühjahr gewinnt er plötzlich an Wert. Der rumänische Leu ist eine dauerhafte Weichwährung, der bulgarische Lew wird künstlich auf Parität zum Euro gehalten. Das ist letztlich auch mit der Dänenkrone und mit der Schwedenkrone so. Letztere kam in der Finanzkrise 2009 in erhebliche Turbulenzen.

Juncker, die Bundesregierung, die SPD und die Grünen haben keinen ökonomischen Sachverstand und verachten die Völker, über die sie herrschen. Alle deutschen Demokraten sollten an der Seite der AfD und der Völker für die Neuordnung des europäischen Währungssystems kämpfen und für die geordnete Abwicklung des Euro. Für ein Europa der normalen Leute und nicht der überbezahlten NGO-Profiteuere und Exportkonzerne.

Die Weltgeschichte ist seltsam. Kurz vor ihrem Scheitern plustern sich große zentralistische Strukturen noch einmal auf. Die Türkei wollte 1683 Wien erobern, die Sowjetunion in den 80ern Afghanistan. Das Alexanderreich dehnte sich ständig aus und reichte von Ägypten bis Indien, bevor es nach dem plötzlichen Tod des Heerführers unter die Diadochen zerteilt wurde. Auch in der EU klaffen Anspruch und Realität, Dichtung und Wahrheit immer weiter auseinander.

Es sind die letzten Zuckungen vor dem Untergang.https://brd-schwindel.org/keine-sau-will-den-euro/

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Gruß

TA KI

 

Deutsche raus Migranten rein!!!


Dieses Video zeigt auf, dass Deutsche für Migranten Platz machen müssen.
Warum? Das Video zeigt Beispiele auf.

Viele Spaß

Euer Sergeant Meinungsfrei

Quellen und sehenswerte Inhalte

https://www.youtube.com/watch?v=5_71Z…

https://www.welt.de/videos/video14766…
http://www.focus.de/immobilien/mieten…
http://rtlnext.rtl.de/cms/mieter-mues…

http://www.focus.de/immobilien/mieten…

Sergeant Meinungsfrei

Gruß an die Klardenker

TA KI

Sauberes Trinkwasser ist in Slowenien jetzt ein Grundrecht


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Slowenien hat den Zugang zu sauberem Trinkwasser als Grundrecht in die Verfassung aufgenommen. Das soll Privatisierungen verhindern und die Wasserressourcen des Landes schützen.

Letzte Woche hat das Parlament den Verfassungszusatz angenommen, der besagt, dass jeder Bürger das Recht auf Trinkwasser hat.

Wasserressourcen stellen ein öffentliches Gut dar, das vom Staat verwaltet wird. Wasserressourcen werden vorrangig und dauerhaft genutzt um Bürger mit Trinkwasser zu versorgen und Haushalte mit Wasser und sind insofern keine Handelsware“

heißt es laut Guardian in dem neuen Verfassungsparagrafen. Mit dem Zusatz ist nun ausgeschlossen, dass private Unternehmen die Wasserversorgungsbetriebe aufkaufen und in der Folge die Wasserpreise erhöhen können.

„Das flüssige Gold des 21. Jahrhunderts“

Die Gesetzesänderung wurde von den slowenischen Parlamentsabgeordneten einstimmig angenommen, allerdings enthielten sich die Abgeordneten der Slowenischen Demokratischen Partei (SDS) mit der Begründung, die Änderung sei unnötig.

Ministerpräsident Miro Cerar hatte sich im Vorfeld der Abstimmung für den Gesetzesvorschlag eingesetzt und sagte, Slowenien solle sein Wasser – „das flüssige Gold des 21. Jahrhunderts“ – rechtlich besser schützen. Das slowenische Wasser werde aufgrund seiner hohen Qualität künftig in den Fokus von internationalen Konzernen geraten, sagt er laut Guaridan: „Da es in Zukunft zu einem immer wertvolleren Gut werden wird, wird der Druck steigen und wir dürfen nicht nachgeben.“

Stiftung Warentest: Leitungswasser besser als Mineralwasser
Die UN erkennen das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser seit 2010 als Menschenrecht an. (Foto: © verdateo – Fotolia.com)

Das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser

Slowenien ist der erste EU-Mitgliedsstaat, der das Recht auf Trinkwasser in der Verfassung verankert hat. Die Slowakei allerdings hat bereits 2014 den Export von Trinkwasser verfassungsrechtlich verboten, um seine Ressourcen zu schützen. Weltweit ist das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser derzeit in den Verfassungen von nur 15 Staaten festgeschrieben. (Quelle: Rampedre).

Die Vereinten Nationen erkennen das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser seit 2010 als Menschenrecht an – die Resolution ist jedoch rechtlich nicht bindend.

2013 plante die EU eine Konzessionsrichtlinie, welche die europaweite Privatisierung der Wasserversorgung denkbar machte. Der Widerstand war groß: Die Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht“, mit 1,8 Millionen Unterschriften die erste gültige europäische Bürgerinitiative, forderte 2014 einen Gesetzesvorschlag, der das Menschenrecht auf Wasser entsprechend der Resolution der Vereinten Nationen anerkennt. Die Europäische Kommission kam dieser Forderung aber nicht nach.

Auf EU-Ebene gibt es somit nach wie vor keine verbindliche Regelung zur Privatisierung der Wasserversorgung. Jeder Mitgliedsstaat kann selbst entscheiden, ob er die Versorgung in private oder öffentliche Hand legt.

Das Problem mit Wasserprivatisierungen

Dass die Privatisierung des Wassers eine zweifelhafte Idee ist, dafür gibt es genügend Beispiele: Die Wasserversorgung Londons beispielsweise war lange Zeit vollständig in der Hand privater Investoren. Weil diese nicht genug für die Instandhaltung des Leitungssystems taten, wurden die Rohre immer maroder, die Wasserqualität nahm deutlich ab, der Wasserpreis stieg. Die Eigentümer desinfizierten das verunreinigte Wasser mit Chlor – was es wiederum als gesundheitlich unbedenkliches Trinkwasser disqualifizierte.

In Portugal mussten infolge der Finanzkrise einige Gemeinden die Wasserversorgung an private Investoren verkaufen. Die Folgen: das Wasser wurde um 400 Prozent teurer und auch hier hat das Wasser aus den Leitungen und in öffentlichen Brunnen oft keine Trinkwasserqualität mehr.

In Deutschland liegt die Entscheidung über die Wasserversorgung in der Hand der Bundesländer und Kommunen. So privatisierte Stuttgart 2003 sein Wasser; zehn Jahre lang gehörte es dem Energieversorger ENBW. Die Stadt Stuttgart stritt daraufhin jahrelang mit der ENBW über zu hohe Wasserpreisaufschläge.

Quelle: https://utopia.de/slowenien-trinkwasser-verfassung-35605/

…danke an Elisabeth

Gruß an die, die Naturrechte durchsetzen

TA KI

Öl-Großprojekt vs. Indianer-Heiligtümer: Polizei geht gegen Protestler vor


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Die Situation um die Öl-Pipeline Dakota Access Pipeline (kurz: DAPL) im US-Bundesstaat North Dakota spitzt sich zu. Am Mittwoch haben die Polizei-Beamten Pfefferspray, Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstranten eingesetzt, wie der US-Sender NBC berichtet.

Seit Monaten demonstrieren Ureinwohner und Umweltschützer gemeinsam gegen die geplante Pipeline-Route. Sie befürchten unter anderem, dass durch dieses Bauprojekt nicht nur die Wasserversorgung der Sioux-Indianer aus dem Missouri River gefährdet, sondern auch die Gräber ihrer Vorfahren zerstört werden.

Die Eskalation des Konfliktes wurde durch die Demontage einer Holzbrücke über den Fluss ausgelöst. Demonstranten haben diese Brücke errichtet, um die heilige Stätte erreichen zu können. Die Polizisten mussten zu Gegenmaßnahmen greifen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. „Die Beamten haben unter anderem Pfefferspray und Tränengas eingesetzt, um die Protestler auseinander zu treiben“, hieß es in der Polizeimitteilung.

Quelle: https://de.sputniknews.com/videos/20161103313222619-north-dakota-pipeline-polizei-demonstranten/

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Gruß an die Indianer und ihre Anhänger
TA KI

Nord-Dakota: Obamas Schergen gehen auf Indianer los


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Demonstranten gegen eine geplante Pipeline in der Nähe eines Indianerreservats wurden von Polizisten mit Pfefferspray attackiert und anschliessend verhaftet. Der Standing Rock Sioux Stamm und Umweltschützer sagen, dass die Pipeline das Land und die heiligen Stätten beschädigen würde.

Mehr als 80 Demonstranten wurden am Samstag nach dem Zusammenstoss mit der Polizei in der Nähe einer Pipeline-Baustelle in North Dakota, laut der örtlichen Sheriff Abteilung verhaftet und Pfefferspray gegen sie eingesetzt.

Die 83 Demonstranten wurden in der Nähe des Geländes der Dakota-Zugangspipeline wegen zahlreicher Anklagepunkte verhaftet, die von Angriff auf einen Friedensoffizier, Krawall bis hin zum Tötungsversuch reichen würden, so die Abteilung des regionalen Polizeichefs von Morton in einer Aussage.

Der Sioux Stamm-und Umwelt-Aktivisten protestieren gegen den Bau der 1,886 km langen Pipeline in North Dakota seit mehreren Monaten.

Dies war nicht der erste Vorfall bei dem Obama mit butaler Polizeigewalt versucht die Ureinwohner der Vereingten Staaten mit Gewalt zu unterdrücken.

Quelle: http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/28481-Nord-Dakota-Obamas-Schergen-gehen-auf-Indianer-los.html

Gruß an die Aufklärer

TA KI

Israel tritt erneut humanitäres Völkerrecht mit Füssen


Nach Ansicht des EDA verstossen die israelischen Siedlungen gegen das humanitäre Völkerrecht und stellen ausserdem ein grosses Hindernis für den Frieden und für die Umsetzung einer Zweistaatenlösung dar.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bedauert den Entscheid der israelischen Regierung, den Bau von Wohneinheiten in der Nähe von Shilo im Besetzten Palästinensischen Gebiet zu genehmigen.

Das EDA ist besorgt angesichts dieses Entscheides, wie auch über die Siedlungsentwicklung im Allgemeinen, welche 2016 stark an Intensität gewonnen hat. Das EDA ist der Ansicht, dass die israelischen Siedlungen gegen das humanitäre Völkerrecht verstossen und zudem ein grosses Hindernis für den Frieden und für die Umsetzung einer Zweistaatenlösung darstellen.

Das EDA ruft die israelische Regierung dazu auf, sämtliche Siedlungsaktivitäten einzustellen und zu einem gerechten und dauerhaften Frieden auf Basis einer verhandelten Zweistaatenlösung beizutragen.

Quelle: http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/schweiz/28342-Israel-tritt-erneut-humanitres-Vlkerrecht-mit-Fssen.html

Gruß an  die Palästinenser

TA KI

Die Dritte Welt wird zur Ader gelassen – Die Wassergeschäfte der Firma Nestlé (Videos)


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Wer in Deutschland oder anderswo Lebensmittel einkauft, kommt an einem Unternehmen praktisch nicht vorbei: Nestlé.

Neben den klassischen Schokoladentafeln und Kaffeesorten gibt es Frühstücksflocken, Nudeln, Milcherzeugnisse und eine Vielzahl weiterer Produkte, hinter all denen sich die Firma Nestlé verbirgt.

Schon diese Eroberung immer größerer Marktanteile in den westlichen Industriestaaten ist in Bezug auf die Sicherstellung einer gewissen Vielfalt bei der Ernährung kritisch zu sehen.

Noch perfider verhält sich Nestlé allerdings in vielen Staaten der Dritten Welt. Denn dort ist das Unternehmen dabei, weite Teile der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser an sich zu reissen – zum Teil mit erschreckendem Erfolg.

Weltweit werden in jedem Jahr mehr als 200 Milliarden Liter Wasser in Flaschen abgefüllt. Den Löwenanteil machen dabei große Konzerne wie Coca Cola, Pepsi oder auch Danone unter sich aus. Die weltweite Spitzenposition hält mit zwölf Prozent des weltweit abgefüllten Wassers die Firma Danone inne (Pepsi: Nur Leitungswasser statt Quellwasser verkauft).

Wer sich auf Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Nestl%C3%A9-Markendie Marken der Firma Nestlé auflisten lässt, stellt schnell fest, dass die Wassergeschäfte des Unternehmens sich auf globaler Ebene abspielen und es praktisch keine Weltregion gibt, in welcher Nestlé nicht den Daumen auf einer Vielzahl von Quellen hat.

Die Tendenz geht dabei über die Jahre immer weiter nach oben. Seit 1996 hat sich die Zahl der weltweit verkauften Wasserflaschen mehr als verdreifacht. Eine Entwicklung, hinter welcher vor allem kaufmännisches Kalkül steckt, mit welchem auch die Ärmsten der Armen dieser Welt regelmäßig zur Kasse gebeten werden können. Denn Wasser ist kein Luxusgut, sondern eine Grundvoraussetzung für menschliches Leben.

Es mutet wie zynische Realsatire an, dass die von der Firma Nestlé in weiten Teilen der Dritten Welt vertriebene Wassermarke ausgerechnet „Pure Life“ heißt. In Südafrika wird diese Marke sogar mit dem Claim „Water you can trust“ beworben, also Wasser, dem du vertrauen kannst. Hier schließt sich ein Teufelskreis.

Denn die Firma Nestlé sichert sich zunächst die Abfüllgenehmigungen für die reinsten und besten Quellen des Landes. Das übrige Wasser erreicht aufgrund von Umweltverschmutzung und anderen Faktoren vielfach keine Trinkwasserqualität. Diesen Umstand nutzt dann wiederum Nestlé, um sein Produkt „Pure Life“ als besonders vertrauenswürdige Alternative zu präsentieren.

Die Vereinten Nationen haben schon vor Jahren den Zugang zu sauberem Wasser zu einem menschlichen Grundrecht erklärt. Dies hindert allerdings Konzerne wie Coca Cola, Danone oder eben auch und in besonderer Weise Nestlé nicht daran, dieses Recht durch ihr Geschäftsgebaren in aller Welt mit Füßen zu treten.

Nestlé versucht an vielen Orten in den USA, Genehmigungen für den Zugriff auf Grund- und Quellwasser zu bekommen. Ob die Regionen wasserreich oder wasserarm sind, scheint keine Rolle zu spielen. Sogar in einem der trockensten Gebiete Nordamerikas, in Phoenix/Arizona, will der Konzern eine Abfüllanlage bauen. Ähnlich in Kalifornien: Der Bundesstaat leidet seit fünf Jahren unter einer schlimmen Dürre, es gibt staatliche Vorschriften, den Wasserverbrauch einzuschränken. Und dennoch zapfen Unternehmen weiterhin Trinkwasser aus Quellen ab, um es abzufüllen und zu verkaufen. So ist es auch in Michigan, wo in der Stadt Flint das Leitungswasser mit Blei vergiftet ist. Auch dort, so sagen Kritiker, sei es nicht nachvollziehbar, dass Nestlé in dem US-Bundesstaat weiterhin nicht belastetes Wasser absaugen und verkaufen dürfe (Nestlé: Raubzug von Trinkwasser in den USA).

In Brasilien lebt gut 20 Prozent der Bevölkerung ohne einen eigenen Wasseranschluss. Diese Familien sind folglich darauf angewiesen, sich Wasser in Kanistern und Flaschen zu besorgen. Die Firma Nestlé kauft in Brasilien schon seit Jahren immer weitere Flächen mit ausgedehnten Wasserquellen auf.

Video: Der Nestle Konzernchef Peter Brabeck-Letmathe erklärt die Einstellung Nestles zu Trinkwasser!

Ein besonderer Coup gelang dem Konzern bereits 1992 durch die Übernahme des Wasserriesen Perrier. Denn durch die Einverleibung von Perrier gelangte Nestlé auch in den Besitz eines Wasserparks in der Nähe des Ortes São Lourenço. Dieser befindet sich im Bundesstaat Minas Gerais.

Dieser liegt in unmittelbarer Nachbarschaft gleich mehrerer brasilianischer Großstädte wie Sao Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte. Die Region verfügt über eine auch im globalen Maßstab einzigartige Vielfalt an unterschiedlichen Mineralwasserquellen. Ab 1998 begann Nestlé damit, von São Lourenço aus, auch den brasilianischen Markt mit „Pure Life“ zu beliefern, wobei die dortige Fabrik nur eine von weltweit 100 Produktionsstätten dieser Marke ist.

In Pakistan ging die Firma Nestlé im Jahr 1998 besonders hartnäckig vor, als sie auch dort „Pure Life“ auf den Markt brachte. Denn im Vorfeld der Markteinführung startete das Unternehmen eine so genannte Informationskampagne mit welcher sie bei der Bevölkerung Ängste hinsichtlich der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von bereits am Markt befindlichen Flaschenwassern schürte.

Die Folge war eine allgemeine Verunsicherung welche „Pure Life“ vom Start weg hohe Absatzzahlen in Pakistan und einen besonderen Vertrauensbonus bei den Konsumenten bescherte. Innerhalb kürzester Zeit stammte mehr als jede zweite in Pakistan verkaufte Wasserflasche aus dem Haus Nestlé. Weitere Potentiale tun sich für Nestlé im ostasiatischen Raum auf. Derzeit liegt der pro Kopf Verbrauch von Flaschenwasser in der Volksrepublik China bei etwa zehn Litern pro Jahr. Im Vergleich werden in Deutschland je Einwohner mehr als 120 Liter konsumiert.

Um diese Märkte bedienen zu können, wird es für die Firma Nestlé unerlässlich sein, den Raubbau an Quellen in der Dritten Welt weiter voranzutreiben und die ohnehin rare Ressource Trinkwasser in diesen Regionen weiter zu verknappen.

Die vom Nestlé Konzern weltweit verursachten Probleme betreffen allerdings nicht nur die Dritte Welt. Denn die derzeitige Debatte in der Europäischen Union über die Privatisierung der Trinkwasserversorgung wird in entscheidender Weise durch das schweizerische Unternehmen forciert.

Denn durch eine öffentliche Ausschreibung der Wasserversorgung könnte sich der Konzern auch in Deutschland und anderen Ländern Europas auf Jahrzehnte eine ähnliche Machtposition sichern, wie er sie in weiten Teilen der Dritten Welt bereits besitzt. Durch das weltweite Bevölkerungswachstum werden sich die Konflikte um Wasser weiter verschärfen. Entsprechend wichtig ist es für Nestlé, schon heute die Weichen für eine Sicherung der erreichten Spitzenposition zu stellen, welche das Unternehmen auf dem weltweiten Wassermarkt einnimmt (Die Mineralwasser- & Getränke-Mafia).

Sinkende Grundwasserspiegel, wie sie heute schon in Pakistan traurige Realität sind, könnten bald schon auch in Deutschland drohen, wenn es Nestlé gelingt, seine Pläne für den europäischen Markt in die Tat umzusetzen.

Literatur:

Abgefüllt (Prädikat: Wertvoll)

Planet ReThink (Prädikat: Wertvoll)

Blaues Gold – Der Krieg der Zukunft

Video:

Quellen: PublicDomain/claro.de/geolitico.de am 29.04.2016

Quelle: http://derwaechter.net/die-dritte-welt-wird-zur-ader-gelassen-die-wassergeschaefte-der-firma-nestle-videos

Gruß an die, die solche Verbrecher boykottieren

TA KI

Nord-Dakota: Washington stoppt Pipelinebau


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Washington will einen kritischen Abschnitt der Dakota-Pipeline in der Sioux-Reservation vorerst nicht genehmigen.

Der Sioux-Indianerstamm in Nord-Dakota hat einen bedeutenden Sieg errungen, obwohl er aber auch am gleichen Tag den Kampf vor Gericht zunächst verloren hatte. Ein Bundesrichter hatte am Freitag den Antrag des Sioux-Stammes abgelehnt, den Bau der 1882 -Kilometer-Pipeline zu stoppen.

Kurz nach dieser Entscheidung gaben das amerikanische Justizministerium, die Armee und die Innenabteilung gemeinsam bekannt, dass der Bau der Pipeline in der Nähe von North Dakotas Lake Oahe, einer wichtigen Wasserquelle für die Standing Rock Sioux Reservation, angehalten wird. Gemeinsam will man jetzt entscheiden, ob die Genehmigung für die Pipeline unter dem National Environmental Policy Act (Nationales Umweltpolitikgesetz) neu überdacht werden muss.

Vorerst feiern die Indianer und Tausende Unterstützer diese Entscheidung. „Der Stamm ist aufgestanden, Unterdrückung und Ungerechtigkeit gegen die amerikanischen Eingeborenen in unserem Land zu bekämpfen, mit denen sie seit Generationen konfrontiert sind, und Washington hatte recht damit, das zu erkennen“, so Michael Brune, einer der Organisatoren des Widerstands.

Dave Archambault II, der Vorsitzende der Standing Rock Sioux Reservation, begrüsste die Entscheidung, und schwor, den Kampf gegen das Projekt fortzusetzen. „Ich weiss, dass unsere Arbeit noch nicht getan ist. Wir müssen, um dauerhaft unsere heiligen Stätten und unser Wasser zu schützen auch weiterhin dafür kämpfen.“


Quelle: http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/28109-Nord-Dakota-Washington-stoppt-Pipelinebau.html

Gruß an die Aufrichtigen

TA KI

Schuld ist unsere schwerste Hypothek


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Die Schuldfrage wurde uns einprogrammiert. Sie leitet sich aus den Ursprüngen der Religion ab und manifestiert sich in unserem Wirtschaftssystem. Wie können wir uns befreien?

Nachdem wir im ersten Teil die vielfältigen Möglichkeiten der Manipulation aus der Sicht der anerkannten Psychologen und Soziologen behandelt haben, konnten wir im zweiten Teil einen Exkurs zur Entwicklung der in kleinen Gruppen lebenden Menschen von der Altsteinzeit bis in die Jahre um 10.000 v.Chr. unternehmen. Das ist der Zeitraum, an dem die Menschen begannen aufgrund des Wachstums der Gruppen und des technologischen Fortschritts von der Verbrauchsgesellschaft in die Vorratsgesellschaft mit arbeitsteiliger Wirtschaft zu wechseln. Ein allmählicher Prozess, der sich über eine zwischenzeitliche Teilsesshaftigkeit mehrere tausend Jahre hinzog. Der Schritt, der ökonomisch betrachtet in  das Verhängnis der Schuld führte. Danach begann, wie beschrieben, die sogenannte „neolithische Revolution“, die historisch gesehen in mindestens 3 unabhängigen Erdteilen nahezu zeitgleich begann. Ackerbau und Viehzucht in Verbindung mit Vorratshaltung gewannen die Oberhand. Im Anschluss haben wir uns mit Moses, dem Erfinder des Gottes JHWE beschäftigt und dessen Bücher als klare Wirtschaftsgesetze und Judikationen (lat.: Recht sprechen) entlarvt. Neu war der bis dahin unbekannte Übergang vom reinen Feudalismus (gottähnliche Pharaonen/Könige) mit Hofstaat zum Privatkapitalismus unter Herrschaft eines Gottes ohne Bild.

Dies bedeutet nicht, dass nicht Übergangssysteme vorher in Mesopotamien, Ägypten oder zeitgleich im Indus-Tal bestanden, in denen teilweise privatwirtschaftlich gehandelt wurde und zum Zwecke des Wertvergleichs Gold oder Silber als (nicht physisch vorhandene) Verrechnungseinheit genutzt wurden. So hatten die Mesopotamier als Wertmaßstab zwar Gold und Silber; sie verwendeten es in der feudalistischen Tribut-Gesellschaft aber nicht als liquides Geld, sondern als Bemessungsgrundlage für einen Kontrakt. Viele Kontrakte wurden als Tausch abgewickelt¹ ². Unter Moses hatte sich die Herrschaftsstruktur und die damit konstruierte Verbindung zu Göttern geändert. Im Feudalismus bestand die direkte Verbindung zu den Göttern nur über die herrschende Kaste als Bindeglied bzw. Gott gleich, während im Privatkapitalismus ein „Akteur“ als handelnder führender Gott dem „auserwählten Volk“ anhand gegeben wurde. Schaut man sich den heutigen Stand der Grabungen des im 12. Jahrhundert v.Chr. untergegangenen Hethiter-Reichs an, so kann  man gut nachvollziehen, warum dieses kleine Volk der Israeliten angesichts der ständigen Verwerfungen einen anderen Weg versuchen wollten (Auszug der Israeliten aus Ägypten, wahrscheinlich aus dem Sklaventum).

Leistungslos vermehrtes Kapital

Der Einfluss der Hethiter, ein hochentwickeltes Seefahrervolk, erstreckte sich über Teile des heutigen Griechenland die Türkei, Syrien und Ägypten. Die Grabungen zeigen im Verlauf den typischen Untergangscharakter. In der ersten Schicht finden sich wenig unterschiedliche Einfamilienhäuser und etwas größere Verwaltungen. In der zweiten Schicht weichen die Bauten bereits erheblich voneinander ab und in der letzten Phase vor dem Untergang sehen wir hohe Schutzmauern um protzige Bauten, die die Umverteilung aufzeigen, die sich während dieser letzten Periode ergeben hat. Jeder Ökonom erkennt sofort die Zwangsläufigkeit einer solchen Entwicklung aufgrund des im System enthaltenen Umverteilungscharakters, in dem stehendes, nicht für den Wirtschaftskreislauf eingesetztes Kapital (auch ohne liquides Geld) leistungslos vermehrt wurde und sich dabei eine immer größer werdende Unterschicht bildete. Auch wenn es kein liquides Geld gab, so gab es doch Äquivalente und Messeinheiten, denen die Werte zugeordnet wurden. Neben der Schrift hatten die Hethiter eine hoch entwickelte Buchhaltung, deren Reste man entziffern konnte.

Nach dem Zusammenbruch und den damit verbundenen Zerstörungen wurde im ehemaligen Zentralstaat nicht nur die Sprache vergessen, sondern es wurden 200 Jahre lang nur noch Lehmhütten gebaut. Die erste bekannte Globalisierung aller Zeiten war krachend gescheitert. Die Handelsketten waren zusammengebrochen³. Später siedelten in einem Teil des ehemaligen Reichs die Griechen, die sich im Anschluss mit neuer Sprache und genialen Denkern wie Aristoteles, Platon oder Diogenes niederließen. Die Umverteilung innerhalb eines KontraktschuldSystems hatte seinen Tribut gefordert. War die Macht der ursächliche Faktor oder das Schuldsystem, in dem die nötige Arbeitskraft auch unter Zwangsmaßnahmen eingefordert wurde? Die Wissenschaft streitet. Wir sollten davon ausgehen, dass beide Komponenten eine Rolle spielten, denn für ein solch fehlerhaftes und unverstandenes Konstrukt wie die arbeitsteilige Ökonomie bedarf es auch zur Aufrechterhaltung Menschen mit besonderen Eigenschaften, die den nötigen Zwang und damit die Macht ausüben.

„…und vergib uns unsere Schuld“

In unserem System der arbeitsteiligen Wirtschaft mit Vorratshaltung spielt die Schuld DIE dominierende Rolle. Die folgende Beschreibung kann sich zunächst nicht an philosophischen, soziologischen oder anthroposophischen Betrachtungen festmachen, da zunächst verstanden werden muss, wie Schuld innerhalb dieses technisierten Ablaufs zustande kommt. Jeder Mensch hat eine Schuld sich selbst gegenüber, da er sein Leben erhalten will (Überlebenswille) und dafür in einer arbeitsteiligen Wirtschaft andere in Anspruch nehmen muss, die als Gläubiger auftreten. Nennen wir dies die „Urschuld“ nach Dr. Paul C. Martins „Debitismus-Theorie“. Diese Schuld kann erst mit dem Tod des Wirtschaftssubjekts getilgt sein. Viele Religionen haben dies in Texten thematisiert. Paul C. Martin hat dies mit seiner Interpretation der Geschichte um das „Apfelbäumchen“ so beschrieben:

„…… dieser Umstand verschlüsselt wiedergegeben. Wir können ihn unschwer enträtseln. Sie ist die Vertreibung aus dem Paradies. Paradies ist das griechische Wort für Garten. Es steht in der Erinnerung der Menschen für jenen Zustand, in dem alles zuhanden ist in dem keine Zeit vergeht und die Menschen daher(Anm.: geistig) unsterblich sind. Die Drohung Gottes, aber von dem Baum der Erkenntnis, des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du des Todes sterben, ist eine Tautologie, es kommt zweimal das Gleiche zum Ausdruck: erkennen und (Anm.: geistig ) sterben müssen. Die Erkenntnis ist eben die, dass die Zeit doch vergeht, dass man an ein Morgen denken muss, dass im Zeitverlauf alle Schulden, auch diejenigen, die man sich selbst gegenüber hat, nur größer werden.“

Nach meiner Ansicht zu kurz gegriffen, wie ich im Teil 2 mit dem Wissen um den Baum der Frucht hat und Früchte macht (Zins- und Zinseszins – Umverteilungseffekt), detailliert erläutert habe. Dazu später mehr.Um also eine „Urschuld“ dauerhaft zu tragen, bedarf es des Einsatzes von Kapital, welches beim Arbeiter seine Arbeitskraft ist. Findet er keine Arbeit, kann er im Extremfall verhungern, erst dann erlischt seine Schuld. Findet er Arbeit, so tilgt er über die Tätigkeit beim Unternehmer seine Schuld gegen sich selbst z.B. durch Konsum. Der Unternehmer muss sich für die Lohnzahlung seinerseits verschulden und zwar über seine persönliche „Urschuld“ hinaus, in aller Regel mit einer zusätzlichen „Kontraktschuld“, die er für die Bereitstellung des Arbeitsplatzes und eventueller Arbeitsmittel wie Maschinen, Werkhallen, Immobilien etc. benötigt. Der Unternehmer erhält zur Vorfinanzierung seiner Tätigkeit von einer Bank einen Kredit, der mit einem Kontrakt besiegelt wird. Das war auch ohne liquides Geld bereits vor 3.000 Jahren so. In Ägypten hatte man den „Shat“, ein Gold gedecktes Verrechnungssystem, das ohne liquides Geld auskam4. Die älteste Zentralbank der Welt stand übrigens in Mesopotamien um 2.000 v.Chr.

Das von der Bank dem Unternehmer überlassene Kapital muss der Unternehmer mit der Produktion und dem Verkauf von Waren aus der Vereinnahmung seiner Erlöse pro rata temporis, also zeitanteilig, zurückzahlen. Die mit dem Geldschöpfungsvorgang nicht geschöpften Zinsen, Provisionen für die Bank und den Unternehmergewinn kann er aber nicht zurückzahlen, weil dieses Geld a priori gar nicht vorhanden ist. Es entsteht logischerweise erst, wenn sich weitere Schuldner finden, die die Urschuld, die Kontraktschuld und die nicht mitgeschöpften Anteile wie Zinsen, Provisionen und kalkulierten Unternehmergewinn von einem weiteren Teilnehmer über Verschuldung übernehmen, weil sonst der Geldkreislauf sofort zusammenbrechen würde. Damit also der Folgeschuldner nun nicht vor dem gleichen Problem steht, wird wieder ein weiterer Teilnehmer erforderlich, der eine höhere Schuld eingehen muss, um den Geldkreislauf stabil zu halten. Mit der Zeit entsteht so ein Schuldgeldkreislauf, der zu Wachstumszwang und immer höherer Verschuldung führen muss.

Und warum Zinsen?

Sie entstehen, weil der Prozess des Wirtschaftens Zeit verbraucht (der blinde Fleck der keynesianischen Methodik). Der Volksmund weiß es besser und sagt: Zeit kostet Geld? Der Mensch -Arbeiter- muss ständig Geld ausgeben, um zu leben (Tilgung der Urschuld). Und alle Güter nützen sich ab, außer Gold und Silber. Je länger ein Schuldkontrakt besteht, umso mehr muss zurückgezahlt werden. Mit Zinsen und Provisionen, die zu Kontraktbeginn nicht existierten und von Folgeschuldnern übernommen werden müssen. Das System könnte, ungeachtet systemischer Ungerechtigkeit, nur reibungslos funktionieren, wenn es zeitlos ablaufen würde, was bekanntlich nicht möglich ist. Besonders transparent wird dies am Überrollen der Staatsanleihen der Südstaaten Europas, wo man Fälligkeiten bewusst auf den St. Nimmerleinstag gelegt hat in der Hoffnung, dass sich dieses systemische Problem, für die im Kontrakt festgelegten Zinsen/Zinseszinsen neue Schuldner zu finden, von selbst auflöst.

Die handelnden Menschen in einer kapitalistischen Gesellschaft bestehen also aus einer Konstruktion aus Gläubigern und Schuldnern, denen auferlegt ist, ständig neue und wachsende Schulden zu generieren, damit das System nicht zusammenbricht. In der Zeitfolge entwickeln sich so „Verklumpungen“ von Kapital, weil der Mensch eben aus sehr unterschiedlichen Motiven (u.a. Eigennutz, Egoismus) unterschiedlich erfolgreich handelt. In der heutigen Zeit konzentriert sich in der aktuell letzten Phase das Kapital auf wenige große Akteure, auf Sparer, die ihr angehäuftes Geld auf der Suche nach Rendite nicht mehr in den Kreislauf einbringen, sondern die vollständige Macht über das System gewinnen und damit immer abstrusere Verdienstmöglichkeiten jenseits der Realwirtschaft suchen (z.B. Derivate auf Derivate). Der Staat, egal in welcher Herrschaftsform, hat im Prinzip dabei nur eine Funktion:

„Im Grunde ist die Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits“. (Otto Valentin, Warum alle bisherige Politik versagen musste, 1949)

Hat der Staat in dieser Funktion über Besteuerung oder Einmal-Abgaben seine Grenzen erreicht, steht am Ende die Zentralbank. Sie senkt die Zinsen als Anreiz für die Besitzenden, um sie zu Investitionen in die Realwirtschaft zu zwingen. Wir erinnern uns an die Fehleinschätzung von Peer Steinbrück, als er 2008 glaubte, dass er die „Pferde nur zur Tränke führen müsse und sie dann nur noch saufen müssten“. Eine fatale Fehleinschätzung. Trotz Senkung der Zinsen auf Null will und wird die Wirtschaft nicht wachsen. Die durch Konzentration des Kapitals entstandene geringere Menge an Investoren (Konzerne) vergleichen mit ihrer Risikoaversion in einem deflatorischen Umfeld das Gewinn-/Risiko-Verhältnis und investieren nur dann, wenn eine entsprechende Kapitalverzinsung in Aussicht steht. In einem deflatorischen Umfeld, welches in erster Linie zustande kommt, weil die Umverteilung von fleißig zu reich so weit fortgeschritten ist, dass auch künstliche Maßnahmen, die durch das Fehlen von Verschuldungskapazitäten in der ausgeplünderten breiten Masse erforderlich werden, keinen dauerhaften Erfolg mehr haben können. Die Folge ist, dass trotz riesiger Gesamtliquidität der Kreislauf anfangs allmählich, am Ende abrupt zusammenbricht.

In einem solchen System streiten „Ökonomen“ seit Urzeiten um die Deutungshoheit und es verlieren sich alle in einem von vornherein fehlerhaften Konstrukt in bedeutungslosen Chimären, wie zum Beispiel Karl Marx.

Marx glaubte als linker Genosse mit seiner Mehrwerttheorie, mit der er der Kapitalistenklasse mehr Lohn abfordern wollte, das System verstanden zu haben und fragte:

„Wie kann nun die ganze Kapitalistenklasse beständig 600 £ aus der Cirkulation herausziehen, wenn sie beständig nur 500 £ hin einwirft?“ Er hatte keine Antwort.

 Die Antwort ist: Sie kann es nicht, weil das Geld gar nicht vorhanden ist. Oder der Kapitalist steckt freiwillig aus früherem Gewinn hinein und/oder er verschuldet sich. Hat er das Geld nicht, zahlt er Zinsen, die wiederum nicht vorhanden sind und von einem weiteren Schuldner in der Zukunft mitgetragen werden müssen usw., usw. Ständig fehlen Geld und Schuldner. Am Ende dieser Kette aus Verschuldung und Umverteilung steht immer der Zusammenbruch, weil sich aufgrund des Umverteilungseffekts letztlich keine ausreichende Anzahl Schuldner mehr finden lassen, die das System aufrecht erhalten können.

Es ist sinnlos, innerhalb eines solchen Systems die systemischen Ungerechtigkeiten mit einem ausufernden Staat, der als Stabsabteilung zum Zwecke einer teilweisen Rückverteilung für die Reichen fungiert, unter Kontrolle halten zu wollen. Ein Zusammenbruch wird zwar hinausgezögert, verhindert werden kann er aber nicht. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die einmal aufgrund dieser Mechanik reich und mächtig gewordene Elite ihre Positionen über Einflussnahme verteidigen werden. So hatte schon Pharao Merikare mit seinem Rat an seinen Nachfolger diese Probleme zusammengefasst:

„Mache deine Beamten reich, damit sie deine Gesetze ausführen. Denn einer, der in seinem Haushalt reich ist, braucht nicht parteiisch zu sein, denn ein Besitzender ist einer, der keine Not leidet. Ein Armer aber spricht nicht nach der für ihn geltenden Ordnung, und einer, der „Ach hätte ich doch“ sagt, ist nicht rechtschaffen. Er ist parteiisch gegenüber demjenigen, den er vorzieht und er neigt sich dem Herrn seiner Bestechung zu.“

Die reine Wahrheit ist:

Es ist ein Kettenbrief-System und im Zentrum stehen Macht und Schuld!

 Die Mächtigen dieser Welt sollten einsehen, dass es auch für sie keine Fluchtburg gibt, um von den Verwerfungen verschont zu bleiben, sollten sie weiterhin eine überfällige Reform verhindern. Denn es gibt nur 3 Wege:

  1.  Die rechtzeitige Herstellung einer Wirtschaftsordnung, die die systemischen Fehler und damit die Umverteilung und die (für das Wachstum erforderlichen) Kriege beendet.
  2. Ein Ende mit Schrecken (Atomkrieg)
  3. Ein Schrecken ohne Ende (die globale Liquiditätsfalle nach Keynes)

Müsste dieser eigentlich einfache Zusammenhang nicht in den vielen Jahrtausenden verstanden worden sein? Verhindern die Profiteure an einem solchen System die flächendeckende Verbreitung? Alles fußt auf der irrigen Annahme, der Mensch handele ausschließlich rational zum persönlichen ökonomischen Vorteil. Andere Motive sind nicht vorgesehen. Die Annahme steht aber den Verhaltensmustern der archaischen Gruppen vor Beginn der Arbeitsteilung (neolithische Revolution) diametral gegenüber, wie wir im Teil 1 erfahren haben; und wir in den alten überlieferten Schriften, die nicht gefälscht oder sinnentstellt wurden, wertfrei nachlesen können. Voraussetzung hierfür ist das Ablegen der Archetypen (Gott und Götter Teil 1, nicht Schöpfung) und die Erkenntnis, dass der größte Teil der Informationen, die uns heute zugänglich gemacht werden, von diesen Archetypen im Unbewussten direkt oder indirekt beeinflusst werden. Dies verhindert auch bei den besten Ökonomen, dass sie sich geistig aus dem Kreislauf der Schuld verabschieden.

Um die Verfälschung von Erkenntnissen zu verhindern, bedienten sich die Sekten in der Zeit der römischen Besatzung einer Technik, die nur zuließ, dass jene sie verstehen, die den „geistig Auferstandenen“ angehörten.   Schon 350 Jahre früher hatte sich Aristoteles mit einer zusammenfassenden Beschreibung von „Metaphern“ beschäftigt, die in alten Schriften oft verwendet wurden. Angesichts der noch vorhandenen geistigen Kapazitäten der Menschen ohne Reizüberflutung konnte mit Metaphern die Ausdrucksform gesteigert werden, aber auch Unwissenden, die in ihrer Fortentwicklung noch nicht so weit waren, der  Zugang versperrt werden. Die Urchristen bzw. Gnostiker, die „Auferstandenen“ aus der Unwissenheit, ließen einen Zugang nur zu, wenn sichergestellt war, dass der Aufgenommene ebenfalls aus der Unwissenheit „auferstanden“ war. So waren Verfälschungen zu Beginn ausgeschlossen. Die Begrifflichkeit dieser „ArkanPflicht“ war bereits im alten Ägypten bekannt. Flavius Josephus, jüdischer Geschichtsschreiber, erklärte diese Methode der Geheim- und Reinhaltung anhand der damaligen Sekte der Essener, der Jesus von Nazareth nahe stand. Seine tendenziöse  Haltung in der Beschreibung dürfte seiner jüdischen Herkunft geschuldet sein, die alles andere als erfreut über die neuartige Auslegung des jüdischen Glaubens waren5.

Jesus und das römische Geldimperium

Die mosaischen Wirtschafts (Gottes)-Gesetze waren längst umgedeutet und ergänzt. König folgte auf König. Die Israeliten des Nordreichs fielen 722 v.Chr. den Assyrern zum Opfer und wurden durch Assimilierung komplett ihrer Identität beraubt. Doch mit dem Fall Jerusalems um 587 v.Chr. hatten die Juden gelernt.

Jan Assmann führt aus:

„Jerusalem schien aus der Katastrophe gelernt zu haben. Gingen die Deportierten des Jahre 587v.. Chr. schon mit dem Deuteronium (Anm.: 5.Buch Moses später umgeschrieben) ins Exil, das die Grundlagen   kultureller Mnemotechnik und kontrapräsentischer Erinnerung legt, die Gefahren des Vergessens durch Rahmenwechsel dramatisiert und über die Grenzen des Landes hinaus zu denken lehrt?“

Der Grundstein, aus Babylon mit heil(ig)em Kanon (Ritus) zurückzukehren, war gelegt. Elohim (Priesterschaft) übernahm nun die geistige und weltliche Macht endgültig. Die Bücher Moses wurden ab jetzt völlig anders ausgelegt und haben bis heute diesen Charakter erhalten.

Um diese Zeit waren die Mächtigen so dumm und führten liquides Geld ein, ohne die ökonomischen Zusammenhänge zu verstehen. Das erste Geld ist im griechisch/lydischen Raum um 700 v.Chr. nachgewiesen. Es handelte sich um Elektron Münzen (Legierung aus Gold/Silber/Kupfer) und verbreitete sich angesichts des erklärbaren Erfolgs im ersten Zyklus auch im fruchtbaren Halbmond und in Kleinasien. Der König hieß damals übrigens Krösus.

Bis ca. 320 v.Chr., also noch vor den Ptolemäern, wirtschafteten die Ägypter nach alter Art ohne liquides Geld in ihrem Staatskapitalismus (Ursozialismus). Die geringe Individualität, die geistige Beschneidung mittels Einpflanzung von Archetypen (Vielgötterei) und der damit verbundene fehlende Antrieb mögen die Gründe gewesen sein, dass die Ägypter ihre herausragende Stellung schrittweise verloren. Geld haben sie wahrscheinlich bis dahin deshalb nicht benutzt, weil sie die instabile Wirkung auf den Geldkreislauf im Umfeld über Jahrhunderte erlebten. Eine andere als die umständliche Tauschlösung versuchten sie mit Tonscherben und Deckung über Rohstoffe erst ab ca. 200 v.Chr.:

„Sieben Jahre, nachdem ich in das Haus des Distriktverwalters Samut eingetreten war, kam der Kaufmann Raia mit einer syrischen Sklavin zu mir, die ein Mädchen war und sagte zu mir: ‚Kaufe dieses Mädchen und gib mir ihren Preis‘, so sagte er zu mir. Ich nahm das Mädchen und gab ihm seinen Preis. Nun siehe, ich gebe vor den Richtern eine Aufstellung des Preises, den ich für es bezahlt habe.:
1 Laken aus feinem Stoff: Wert 3 ½ kite Silber
1 Umschlagtuch aus feinem Stoff: Wert 4 kite Silber
3 Schurze aus feinem Stoff: Wert 5 kite Silber
1 Kleid aus feinem Stoff: Wert 5 kite Silber
Gekauft von der Bürgerin Kafi: ein Gefäß aus Bronze, Wert 14 Deben Kupfer,Wert 1 2/3 Kite Silber
Gekauft vom Priester Huipanehesi: 10 Deben Kupferreste, Wert 1 ½ Kite Silber …“
(zitiert nach T.G.H.James, Pharaos Volk)6

Die Geschichte um die Gründung Roms mit den Darstellern Romulus & Remus ersparen wir uns an dieser Stelle, weil sie in weiten Teilen der Geschichte Kains und Abels entspricht (Ackerbauer & Viehzüchter).

Das römische Reich

Im Sinne des heutigen Rechts- und Geldsystem interessiert uns ein Zeitausschnitt der Römischen Republik (ab ca. 100 v.Chr. bis ca. 200 n.Chr.), weil es die Rechtsprechung bis in die BRD-Tage das Grundgesetz und BGBs beeinflusste. Polybios, ein griechischer Gelehrter, beschreibt im umfangreich erhaltenen Material die Gründe, warum Rom aus einer bedrängten Situation zur Weltmacht aufsteigen konnte.

Das ius civile trennte die Güter in zwei Kategorien, in res mancipi (Sachen, an denen das Eigentum nur durch mancipatio übertragen werden konnte) und res nec mancipi (Sachen, bei denen es zur Übertragung des Eigentums der mancipatio nicht bedurfte, weil sie formfrei im Wege der Traditio ex iusta causa übertragen werden konnten). Zu den res mancipi gehörten z. B. Grundeigentum in Italien, Vieh, Sklaven und ländliche Grunddienstbarkeiten, also vergleichsweise hochwertige Güter. In die Zeit der Entstehung der genannten Gesetze fällt auch die Herausbildung des Begriffes des unbeschränkten quiritischen Eigentums (dominium ex iure Quiritium), welches nur römische Bürger erwerben durften und konnten.(Quelle wikipedia)7

Für die abgesicherte Abwicklung sorgte ein Praetur, der auch für die Rechtsgeschäfte von Römern und nicht Römern eingesetzt wurde. Auf dieser Grundlage entwickelte sich unter dem Einfluss der griechischen Philosophenschule eine neuartige Rechtswissenschaft,  die durch die Ausbreitung des römischen Reichs mit den erfolgreichen Kriegen in anderen Ländern zum o.e. „ius civile“ den „ius gentium“ hinzufügte. Ein Handelsrecht, in dem Römer Eigentum, Nichtrömer nur Besitz erwerben konnten. Diese getrennte Betrachtung und Behandlung von Eigentum und Besitz beeinflusst bis in die heutigen Tage die Rechtswissenschaften. Die Jura-Studenten lernen es noch, und unsere heutigen Gesetze sind stark von diesen Konstruktionen beeinflusst. Mit zunehmendem Einfluss auf andere Gebiete durch Kriege und damit verbundener Landnahme wurde dieses Recht zur Grundlage der halben bekannten Welt. Auch im heutigen Nahen Osten. Selbstredend, dass die Kriege einerseits dem Machtstreben dienten, andererseits dem Geldsystem geschuldet war, um die Kriege und den Wohlstand einer sich ständig verzinsenden Wirtschaft gerecht zu werden (Schuldenkreislauf). In diese Zeit wurde der wohl berühmteste Mensch aller Zeiten in einem Land geboren, das der römischen Besatzung unterlag. Ein Land, in dem sich die Schriftgelehrten, die Sadduzäer (heute Konservative) und Pharisäer (heute Sozialisten), die Juden, mit den Besatzern mehr oder weniger gemein machten.

Etwa im Jahre 28 n.Chr. tauchte ein Wanderprediger auf, dessen Vorleben völlig unbekannt ist. Die in verschiedenen Texten behaupteten Kindheitsabläufe sollten hier nicht Gegenstand einer näheren Untersuchung sein, weil sie schlicht unbeweisbar sind und nicht einmal mit Wahrscheinlichkeiten unterlegt werden können. Auch ist das Neue Testament, das aus einer Vielzahl von Schriften erst nach langen Streitigkeiten rivalisierender Gruppen 300 Jahre später durch die obsiegende Gruppe zusammengestellt wurde, eine schwierige Grundlage für eine 1.700 Jahre spätere Analyse, zumal der Kampf um die Deutungshoheit bedauerlicherweise, neben der Ermordung vieler Sektenführer, auch einen vernichtenden Brand in der Bibliothek von Alexandria zur Folge hatte, der den größten Teil der antiken Schriften unwiederbringlich zerstörte.

Einem Glücksumstand ist es zu verdanken, dass im Jahre 1945 aus der Zeit des Jesus die sogenannten Nag Hammadi-Schriften in Ägypten entdeckt wurden, die als Abschrift eines bekannten, bis auf Reste zerstörten Originals aus der unmittelbaren Zeit nach Beendigung des Wirkens von Jesu, entstanden sind. Immerhin gestatten diese unverfälschten Dokumente einen Abgleich mit den nach häufigen Übersetzungsfehlern und besonderen Interessen der seinerzeitigen Protagonisten (Priesterschaft) umformulierten Gleichnisse und Ideen des Jesus von Nazareth. Wie glaubwürdig ist also die Bibel, von der die katholische Priesterschaft behauptet, dass das in den Nag Hammadi Schriften gefundene Thomas Evangelium dort abgeschrieben wurde?

Hierzu bedienen wir uns eines Gleichnisses aus dem Neuen Testament, und zwar aus den Evangelien und vergleichen sie mit dem Thomas Evangelium aus den Nag Hammadi-Schriften, das in vielen Teilen den anderen Evangelien ähnelt, aber völlig andere Aussagen trifft:

(Matthäus 10)
Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden. Ich bin nicht gekommen Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit Ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.

(Lukas 12)
Meint Ihr dass ich gekommen bin Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage nein, sondern Zwietracht. Denn von nun an werden fünf uneins sein in einem Haus. Drei gegen Zwei und Zwei gegen Drei. Es wird der Vater gegen den Sohn sein und der Sohn gegen den Vater. Die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

(Logien 16 aus Nag Hammadi, Konrad Dietzelfelbinger).
Die Menschen wähnen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden. Aber sie wissen nicht, dass ich gekommen bin Streit auf die Erde zu bringen. Feuer, Schwert und Krieg. Denn es werden fünf sein in einem Haus. Drei werden gegen zwei sein und Zwei gegen Drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und jeder wird alleine (als Einzelner) dastehen.

 Ist es Ihnen aufgefallen? Nein? In den beiden Bibeltexten von Mätthäus und Lukas sind jeweils sechs Akteure aufgenommen, die als Drei gegen Zwei bzw. Zwei gegen Drei im Zwist sind. Zwei gegen Drei macht FÜNF. Was im Lukas Evangelium ja bestätigt wird mit der Aussage, dass von nun an FÜNF in einem Haus streiten. Die naive Aufzählung von Verwandtschaften zeigt nicht nur, dass die Fälscher sich verzählt haben:

In der Reihenfolge:

Matthäus: 1) Mensch, 2) Vater, 3) Tochter, 4) Mutter,  5) Schwiegermutter, 6) Schwiegertochter
Lukas     : 2) Vater,     2) Sohn,  3) Mutter,  4) Tochter, 5) Schwiegertochter, 6) Schwiegermutter

Es zeigt auch, dass sie den Text gar nicht verstanden haben.

Unschwer ist zu erkennen, dass nur das Thomas Evangelium keine fehlerhafte Aufzählung liefert, sondern ab dem zweiten Teil einen Sinn des Gleichnisses wiedergibt. Jesus von Nazareth war sicher kein Aufzähler von Verwandtschaftsverhältnissen, sondern hat als Mystiker, Philosoph und genialer Denker die ihm bekannte Dreieinigkeit des Menschen im Auge, aus der die Priester und Mächtigen in der Bibel eine abstruse akademische   Dreifaltigkeit gezimmert haben. Die Nag Hammadi-Schriften zeigen, dass er die drei göttlichen Wirkkräfte vertrat: Den Logos/Sohn/Christus. Den Geist der Erkenntnis. Und den Abwun, den Allumfassenden. Die wirkende, auch zerstörerische Kraft im Menschen, die schöpferische und die bewahrende. Eine ähnliche Anschauung finden wir auch in anderen Religionen/Philosophien wie dem Hinduismus mit Brahma, Vishnu und Shiva sowie in den griechischen Philosophien der Vorzeit12. Im Logion 16 kämpfen drei geistig vollkommene Eigenschaften gegen zwei unvollkommene und umgekehrt.

Dass die beiden Evangelien von Lukas und Matthäus redaktionell bearbeitet sind, wusste schon Marcion, ein Religionsbegründer aus 150 n.Chr., der den Schwindel aufdeckte und dafür exkommuniziert wurde13. Marcion hat dem christlichen Gott und dem Gott der Juden einen echten guten Gott vorangestellt, der damals den noch vorhandenen christlichen Originaltexten entsprach. Der böse Gott (EL, JHWE, Elohim) galt ihm als Ausgeburt des Bösen. Soweit, dass es sich um einen irdisch erfundenen Gott handelte, wollte er indes nicht gehen. Dass der gesamte Kanon bearbeitet sein muss, stellt nun auch der Professor für biblische Geschichte  an der TU Dresden, Matthias Klinghardt, fest. Ein Gau für die Anhänger der unverfälschten Bibel14.

Es waren bei der Bibelerstellung Menschen ganz unterschiedlicher Zielsetzungen am Werk. Deshalb ist der Fund der Nag Hammadi-Schriften gar nicht hoch genug zu bewerten, um die Verblendung aus den Köpfen der Menschen herauszubekommen.

Jesus von Nazareth und seine Erkenntnisse

In der Folge wenden wir uns also aufgrund der schlechten Beweislage und der vergangenen 300 Jahre nach seinem Ableben bis zur Fertigstellung der „BILD der Antike“, von der Bibel ab und versuchen über die Metaphern, die uns Jesus und seine Mitglieder in den umfangreichen Nag Hammadi-Schriften hinterlassen haben, zu ergründen, warum er auch nach 2.000 Jahren nichts von seiner Faszination verloren hat. Übrigens sind die Qumran Rollen, die ab 1947 entdeckt wurden, von geringerem Wert, weil sie aus einer Zeit von 200 v.Chr. bis um 47 n. Chr. stammen und Jesus dort nur einmal als Gegenspieler Erwähnung findet. Ansonsten wird hier nur das AT in religiöser Verblendung bestätigt oder alternativ ausgelegt. Sollte der Vatikan die unwahrscheinliche Bereitschaft haben, weitere Dokumente zu veröffentlichen, sind diese möglicherweise interessanter.

Die Nag Hammadi-Schriften beinhalten Evangelien, Schöpfungsberichte und Texte, die es nicht in die Bibel schafften. Dafür hat man dort Petrusbriefe, Paulusbriefe, Thessaloniker Briefe usw. untergebracht, die sich heute als Fälschungen herausstellen8. Der Artikellänge wegen beschränken wir uns auf die Suche nach sinngebenden Metaphern, die zu einem Bild werden, um zu verstehen, was uns Jesus eigentlich sagen wollte.

Das Thomas Evangelium

Es ist eine Aneinanderreihung von 114 Sprüchen (Logien), die in sich einen komplexen Zusammenhang ergeben, da der Verfasser Thomas im Spruch 1) damit beginnt, die folgenden Logien so weiterzugeben, dass es sich

„um die geheimen Worte Jesus, dem Lebendigen handelt, die Thomas, genannt der „Zwilling“,  aufgeschrieben hat und er sprach: Wer die Bedeutung dieser Worte versteht, wird den Tod nicht schmecken.“

 Ganz klar, dass es sich bei dem „Lebendigen“ nicht etwa um den lebenden Jesus handelt, sondern einer für Thomas geistig lebenden Person, dessen Worte er nach seinem körperlichen Ableben für die Nachwelt aufschrieb. Dass Metaphern verwendet wurden, verrät uns der folgende Satz, in dem die Aufforderung enthalten ist, die Worte (Metaphern) zu verstehen, um dem (geistigen) Tod (Unwissenheit) zu entrinnen.

Logion 11:
Dieser Himmel wird vergehen und der Himmel über ihm wird vergehen. Die Toten leben nicht, die Lebenden werden nicht sterben. In den Tagen, da ihr Totes aßet, machtet ihr es lebendig. Wenn ihr aber im Licht seid, was werdet ihr dann tun? An dem Tag, da ihr eins wart, seid ihr zwei geworden. Jetzt aber wo ihr zwei geworden seid, was werdet ihr tun?

 Dieser Himmel ist als Metapher für unsere Kultur zu verstehen. Wie könnte sonst ein Himmel vergehen, wo er doch im Sinne der Katholiken das ersehnte ewige Paradies ist, in dem wir (nach dem Tod) zurückkehren sollen. Die geistig Toten (Unwissenden) leben nicht, die geistig Lebenden (die Wissenden) sterben nicht (geht nicht, weil alles transformiert, die Seele ohnehin unsterblich ist und Wissen nicht zum geistigen Tod führen kann). Als geistig Totes (Falsches durch Unwissenheit) aufgenommen wurde, machten wir es lebendig (fehlerhaftes Zusammenleben in der Kultur). Wenn man aber im Licht (Erleuchtung/Wissen) ist und verstanden hat, was soll man dann machen? An dem Tag, an dem der Mensch (vor der Arbeitsteilung) „eins“ war und (seit der Arbeitsteilung) gegeneinander statt miteinander arbeitete, wurde er „zwei“. Jetzt, wo wir alle „zwei“ sind und gegeneinander arbeiten, was sollen wir tun?

Bereits an diesem Logion können wir erkennen, dass es Jesus vornehmlich um die unvergängliche Kultur bzw.  Zivilisation ging, weniger um die Unsterblichkeit der Seele, die er andernorts thematisiert.

Logion 2:
Jesus sprach: Wer sucht, höre nicht auf zu suchen, bis er findet. wenn er findet, wird er erschüttert werden. Ist er erschüttert, wird er staunen. Und dann wird er über das All herrschen.

 Suchen bedeutet, eine Lösung für ein Problem zu finden. Statt dessen haben wir 2.000 Jahre damit verschwendet zu beten, statt auf ihn zu hören.

Logion 96, 97:
96: Jesus sprach: Das Reich des Vaters gleicht einer Frau. Sie nimmt etwas Sauerteig verbirgt ihn im Teig und macht daraus große Brote. Wer Ohren hat, der höre.

 97: Jesus sprach: Das Reich des Vaters gleicht einer Frau, die einen Krug voll Mehl trug. Während sie einen weiten Weg machte, brach der Henkel des Kruges ab, (sodass eine kleine Öffnung entstand). Das  Mehl lief hinter ihr auf dem Weg aus. Sie merkte es nicht, sie wusste nicht, wie man sich bei der Arbeit verhält. Aber als sie in ihr Haus kam, stellte sie den Krug nieder und fand ihn leer.

 „Wer Ohren hat, der höre“ ist im Logion 96 die Aufforderung, besonders aufmerksam zu sein. Jesus beschreibt hier die ideale Kultur (Reich des Vaters), in der anhand eines Sauerteigs Investition, die in ein Wirtschaftsprojekt (Teig) eingebracht wird und zu Wachstum führt. Konkreter wird er in Logion 97, in dem die ideale Kultur (Reich des Vaters) mit einer Frau gleichgesetzt wird, in der der Krug voll Mehl (Geld) als Ergebnis der wirtschaftlichen Tätigkeit auf dem Weg nach Hause sukzessive durch eine kleine Öffnung weniger wird und sie den Sinn nicht begriff (falsches Verhalten beim Wirtschaften). Hätte sie also reinvestiert, wäre das Geld

(konstruktive Umlaufsicherung) nicht weniger geworden. Im Extremfall bei Hortung des Geldes (Mehl) ist der Krug leer. Das ist die ideale Kultur. Daraus folgt:

Logion 102: Wehe den Pharisäern, denn sie gleichen einem Hund, der auf der Futterkrippe von Rindern liegt, weder frisst er selbst, noch lässt er die Rinder fressen.

Vollgestopft mit Geld investieren sie nicht mehr in Waren, sondern verhindern mit ihrem Zinsanspruch, dass andere „essen“ können. Klassische Beschreibung einer Liquiditätsfalle, die uns ebenfalls bevorsteht. Die einen besitzen Geld und Immobilien, investieren aber nicht. Die anderen besitzen wenig bis gar nichts, können nicht investieren/konsumieren, weil sie mittellos sind.

Logion   39:
Jesus sprach: Die Pharisäer und die Schriftgelehrten haben die Schlüssel der Erkenntnis empfangen und haben sie versteckt. Selbst sind sie nicht hineingegangen, aber sie ließen auch nicht hingehen, die hineingehen wollten. Ihr aber werdet klug wie die Schlangen und unschuldig wie die Tauben.

Die Pharisäer und Schriftgelehrten, die „Elite“, kennen die Lösungen ganz genau. Sie wollen weder selbst diese Erkenntnis verbreiten, noch wollen sie zulassen, dass wir alle sie verwenden, um den Hund von der Krippe zu vertreiben (Logion 102). Jesus Gesprächspartner und wir alle aber sollen klug wie die Schlangen und unschuldig wie die Tauben werden:

Im Vorderen Orient stand die Schlange allgemein für Weisheit und Erleuchtung, welche die tiefen Geheimnisse des Lebens verstand. Diese Vorstellung hat in der biblischen Geschichte der Vertreibung aus dem Paradies überlebt, wo die Schlange Eva die „Frucht der Erkenntnis“ überreichte. In einigen gnostischen Sekten wurden Eva und die Schlange für das den Menschen zur Verfügung gestellte Wissen verehrt (wobei sie dort manchmal auch als männlicher Begleiter Evas, Ophion, dargestellt wurde)9.

Noch immer nicht überzeugt?

Logion 95:
Jesus sprach: Wenn ihr Geld habt, leiht nicht auf Zinsen, sondern gebt dem, von dem ihr sie (die Zinsen) nicht zurückbekommt.

Eindeutige Empfehlung. Zusammen mit einer konstruktiven Umlaufsicherung wird der Zins automatisch in Richtung Null fallen. Etwas, das die Essener kurz vor Jesus Zeit noch nicht verstanden und deshalb ohne konstruktive Umlaufsicherung in „Nächstenliebe“ (zinsfreie Kredite) untergehen mussten (Liquiditätsfalle), denn der Mensch ist wie er ist. Auch an das  Bodenrecht, die private Bodenrente, das die Römer wie oben beschrieben bereits eingeführt hatten, dachte Jesus:

Logion 42:
Werdet Vorübergehende!

Sobald die Menschen verstehen, dass auch die zweite Quelle leistungsloser Kapitaleinkommen, also das verzinste Einkommen auf Immobilienverpachtung (nicht selbstgenutztes EFH), für die Verwerfungen im System mit verantwortlich gemacht werden muss, kann zusammen mit einem umlaufgesicherten Geld das Paradies kommen. Es liegt nämlich vor unseren Füßen; wir müssen es nur aufheben.

Immer noch nicht überzeugt?

Dann beschäftigen wir uns abschließend unter Bezugnahme auf die einzig fälschungsfreien Nag Hammadi- Schriften mit der Auferstehung von den Toten, die nichts anderes als die Erleuchtung bzw. Erkenntnis ist.

Denn die wahre Auferstehung besteht in der Erleuchtung/Erkenntnis (Wissen statt Glauben) zu irdischen Lebzeiten:

„Etliche sagen: Der Herr (Jesus) ist zuerst gestorben und dann auferstanden. Sie irren. Denn er ist zuerst auferstanden und dann gestorben. Wenn jemand nicht zuerst die Auferstehung erwirbt, kann er nicht sterben.“ (Philippus Evangelium)

 Für Auferstandene wie Philippus war klar, dass man zuerst eine Erleuchtung, das Wissen, also die Auferstehung haben muss, um dann irgendwann sterben zu können.

Der Sklave trachtet nur danach, frei zu werden, er kann aber nicht nach dem Gut seines Herr trachten. Der Sohn aber ist nicht nur Sohn, sondern hat auch Anspruch auf das Erbe des Vaters. Welche Totes erben, sind selbst tot und erben nur Totes. Die aber Lebendiges erben, die leben und sie erben das Lebendige und das Tote dazu.

Die Herrscher unter dem Himmel freilich wollten den Menschen irreführen. Denn sie sahen, dass er (Anm.: Jesus) mit dem Wahrhaft Guten verwandt ist. Und sie nahmen den Namen des Guten und legten ihn dem Nichtguten bei, damit sie die Menschen, durch die Namen, die sie mit dem Nichtguten verbanden, täuschten.

Die Wahrheit, die von Anfang an ist, wird ausgesät an allen Orten. Viele sehen wie sie ausgesät wird. Wenige aber, die sie sehen, ernten sie auch.

Ein Heide kann im Grunde nicht sterben. Er hat ja nie gelebt, sodass er sterben könnte. Aber wer an die Wahrheit glaubt, der lebt, und er kann in Gefahr geraten zu sterben.“

 

Ist ja auch eine schreckliche Wahrheit, dass die Eliten aus Pharisäern, Geldwechslern und „Schriftgelehrten“ die Menschen in die Irre führen. Das Wie haben wir in Teil 1 dokumentiert. Philippus macht hier mit der Geschichte um die Erbschaft noch einmal deutlich, dass leistungsloses, parasitäres Einkommen für alle negative Auswirkungen hat und zeigt, dass er Jesus verstanden hat. Ein „Heide“, ein Unwissender kann nicht sterben, er ist noch nicht auferstanden.

Selbstverständlich wäre Jesus von Nazareth nicht die berühmteste Persönlichkeit der Welt geworden, hätte er sich nicht auch mit der mystischen Wahrheit beschäftigt.

Aus „Die Sophia Jesu Christi“:
Matthäus sprach zu ihm: Herr, mein Erlöser (Anm.: Glauben zu Wissen), wie trat der Mensch in Erscheinung? Der Erlöser sprach:  Ich möchte, dass ihr erfahrt, dass derjenige, der vor dem All im Grenzenlosen geoffenbart wurde, der Selbst-Gewordene, Selbstgeschaffene Vater, vollkommen ist, in leuchtendem Licht und unbeschreiblich (Abwun). Am Anfang dachte er, seine Gestalt trat als große Macht ins Leben. Das Licht dieses Anfangs trat als unsterblicher, mann-weiblicher Mensch ins Dasein, damit durch diesen Unsterblichen die Menschen der Erlösung (Wissen) teilhaftig und erwachen werden aus dem Verlust der Erkenntnis, mithilfe des „Dolmetschers“, der ihnen gesandt wurde (Jesus) und der mit Euch ist bis ans Ende des Mangels und der Räuber.“10,11 Anm.: Der wahre Gott (Abwun) dachte am Anfang, während der menschengemachte (JHWE, EL, Elohim) am Anfang sprach („Am Anfang war das Wort“).

Auch die Bergpredigt und das „Vater unser“, das seinerzeit als Mantra ähnlich fernöstlicher Methodik in Klangbegleitung Anwendung fand, sind korrekt übersetzt, nicht mehr wiederzuerkennen. Das „Vater unser“ wurde kürzlich von einem aramäisch sprechenden Spezialisten (Neil Douglas Klotz) rückübersetzt:

Oh Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.
(Kein strafender Gott. Das universelle Wissen um die Schöpfung, die wir in allen Völkern wiederfinden)
Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen, bei dem wir nur Dich fühlen – und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige. (Typische fernöstliche Praktiken)
Lass Deinen Rat unser Leben regieren und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung. (Die Hoffnung, aus dem negativen Geist der Zweiheit im Irdischen wieder in eine Einheit zu finden)
Möge der brennende Wunsch Deines Herzens Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.(Notwendigkeit der Verbesserung des Zusammenlebens, was die betende Gruppe bereits erreichte)
Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen: das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens. (Die Hoffnung, geistige Nahrung und Einsicht zu finden, um das gemeinsame Leben richtig zu gestalten)
Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer. (Die Hoffnung, dass alle die Fehler erkennen und dass wir die ständige Suche nach Nachschuldnern aufgeben und damit die Bindung an die (Folge-) Schuldner loslassen)
Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält. Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln, das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert. Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen! Mögen sie der Boden sein, aus dem alle meine Handlungen erwachsen. Besiegelt im Vertrauen und Glauben. Amen.

Jesus von Nazareth war wohl die genialste bekannte Persönlichkeit überhaupt. Trotzdem war er ein Mensch aus Fleisch und Blut. Auferstanden im materiellen Sinne ist er nicht. Auferstanden ist er durch Erleuchtung und Erkenntnis. Er hat uns mit den Nag Hammadi-Schriften den größten Schatz der Menschheit hinterlassen, wenn wir „Schätze“ als Bereitstellung einer geistigen Arche übersetzen. Mit der Erkenntnis, dass Glauben und Wissen (Erleuchtung, Erkenntnis, Auferstehung von den geistig Toten) immer gemeinsame Begleiter sein müssen, hat er der Welt alles gegeben, was wir zum Überleben brauchen. Wenn wir sein Wissen nicht nutzen, wird auch den Ignoranten kein anderer Planet zur Verfügung stehen, denn in Logion 39 hat er deutlich gemacht, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer die Schlüssel der Erkenntnis empfangen haben, sie aber versteckten. Selbst sind sie nicht hineingegangen, aber sie ließen auch nicht hingehen, die hineingehen wollten. Ihr aber werdet klug wie die Schlangen und unschuldig wie die Tauben.

Nun müssen wir die Schlangen werden, die seinerzeit für Wahrheit und Erleuchtung standen und dabei unschuldig blieben wie die Tauben.

Im abschließenden Teil werden wir einem ökonomischen Aufbau nach den Ideen von Jesus von Nazareth und seinen Vorstellungen nachgehen sowie die wahren Ideen aus der Bergpredigt interpretieren.

 

Anmerkungen

¹           http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/archaeologie/-/journal_content/56/12054/1205193/Schon-im-alten-Mesopotamien-h%C3%B6rte-bei-Geld-die-Freundschaft-auf/

²           http://www.judithmathes.de/aegypten/arbeit/wirtschaft.htm

³          http://www.welt.de/geschichte/article145334945/Vom-Systemkollaps-zur-epochalen-Katastrophe.html

4          http://www.nbbmuseum.be/de/2012/05/nederlands-geldgebruik-in-het-oude-egypte.htm

5          https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/arkandisziplin/ch/1b673577139889f5540d0e67581f3b37/

6          http://www.judithmathes.de/aegypten/arbeit/wirtschaft.htm

7          https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misches_Recht

1          2          http://www.glauben-und-wissen.de/M18.htm

1          3          http://www.hschamberlain.net/marcion/marcion_03.html

1          4          http://www.welt.de/geschichte/article144256134/Aeltestes-Evangelium-aus-Ketzer-Bibel-rekonstruiert.html

8          http://www.swolfgang.de/martyria/bibel11.shtml

9          http://anthrowiki.at/Schlangen

1          0          https://de.wikipedia.org/wiki/Nag-Hammadi-Schriften

1          1          https://web.archive.org/web/20120417132730/http://gloriadei.info/001a/docs/NH/Nag_Hammadi_-_Luedemann-Janssen.pdf

Quelle: http://www.geolitico.de/2016/08/27/schuld-ist-unsere-schwerste-hypothek/

Gruß an die, die wie die Kinder sind

TA KI

Vor Brexit-Referendum: London hält mögliche Visafreiheit für Türken vorerst geheim


London-Fassade

© Sputnik/ Artur Aleksandrov
Politik

Britische Diplomaten besprechen im Geheimen eine Visafreiheit für mehr als 1,5 Millionen türkische Bürger, schreibt die „Sunday Times“ unter Berufung auf einen diplomatischen Briefwechsel.

Laut den Telegrammen haben ranghohe Diplomaten den Ministern mitgeteilt, dass das von der EU geplante Abkommen mit der Türkei über visafreies Reisen bewirken könnte, dass Großbritannien 1,5 Millionen türkischen „Besitzern von Spezialpässen“ dieses Privileg wieder würde gewähren müssen. Wie die Zeitung erläutert, werden Spezialpässe für Mitglieder der türkischen Regierung, Staatsbeamte, Lehrer und ihre Familien ausgestellt. Derzeit besitzen insgesamt 1,5 Millionen Türken Spezialpässe, mit denen sie vor 2009 visafrei nach Großbritannien reisen durften.„Sollte (der Türkei – Anm. d. Red.) die Visafreiheit (für die EU – Anm. d. Red.) gewährt werden, werden wir unsere eigene Handlungsweise in Bezug auf die Position Großbritanniens in der Frage der visafreien Reisen für die Bürger der Türkei entwickeln müssen“, heißt es in einem Telegramm der Vize-Chefin der diplomatischen Mission in Ankara, Janet Douglas, an das britische Außenministerium.

Ein diesbezügliches Paket aus fünf Dokumenten zeuge außerdem davon, dass die EU-Behörden vor dem Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU am 23. Juni jede Frage der Visafreiheit geheimhalten wollen, so die Zeitung. Aus den Dokumenten geht hervor, dass die EU-Kommission versucht habe, bis Ende Juni „ein Anheizen der Spannungen“ in den Beziehungen mit der Türkei zu vermeiden, um diese Angelegenheit bis zum Referendum „unter Kontrolle“ zu halten.Den diplomatischen Dokumenten zufolge hat Europol (die EU-Polizeibehörde) Innenministerin Theresa May warnend darauf hingewiesen, dass die Zunahme des Migrantenzustroms im Land die Terrorgefahr steigern würde.

Das britische Ministerkabinett bestätigte die Echtheit der veröffentlichten Dokumente, erklärte aber bald darauf, dass Großbritannien nicht beabsichtige, die Grenzen zu öffnen.

http://de.sputniknews.com/politik/20160612/310567009/grossbritannien-visafreiheit-tuerken-geheim.html

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Gruß an die „Austreter“ 😉

TA KI

Obama lässt 400 Demonstranten verhaften


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Mehr als 400 Demonstranten der Organisation „Demokratischer Frühling“ haben ein Sit-in vor dem VS-Kapitol veranstaltet. Sie demonstrierten gegen den Einfluss von Geld in der Politik, der Untätigkeit dagegen im Kongress und für freie und faire Wahlen. Gleich am ersten Tag trat ein was zu erwarten war, Obamas Schergen warfen alle ins Gefängnis.

„Mehr als 400 Personen wurden wegen einer rechtswidrigen Demonstration am Abend verhaftet“, hiess es in einer Erklärung der Sicherheitskräfte des Kapitols am frühen Montagmorgen. Diejenigen, die in Gewahrsam genommen wurden werden wegen „Zusammenrottung und Behinderung“ angeklagt, liess die Polizei verlauten.

Aktivist Adam Green, der an der Demonstration teilgenommen hatte, war unter denen die am Montag festgenommen wurden. „Heute bin ich gewaltlos dem zivilen Ungehorsam beigetreten, um zu helfen, Gespräche in unserer Nation auf diese Schlüsseldemokratiefragen zu konzentrieren – Öffentlichkeit und Politiker müssen jetzt beginnen zu handeln“, sagte er in einer Erklärung. Die Demonstranten forderten auch freie und faire Wahlen in den Vereinigten Staaten.

VIDEOCLIP

http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/26661-Obama-lsst-400-Demonstranten-verhaften.html

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Gruß an die Rechtlosen

TA KI

USA stimmen Russland zu: Assads Schicksal liegt in den Händen der Syrer selbst


US-Außenamt

© AP Photo/ Luis M. Alvarez

Die USA stimmen der Position Russlands zu, dass nur die Syrer selbst über das Schicksal von Präsident Baschar al-Assad zu entscheiden haben. Das erklärte der amtliche Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner, am Dienstag in Washington.

„Wir sind damit einverstanden, das die Verhandlungen zum Ziel haben, Konditionen für eine politische Machtübergabe zu schaffen“, sagte Toner auf die Frage, ob Washington die Position Russlands teilt, wonach Assads Schicksal von den Syrern selbst bestimmt werden sollte. „Selbstverständlich hat das syrische Volk darüber zu entscheiden.“Zugleich wies der Sprecher darauf hin, dass die USA und Russland noch Gegensätze zur Lösung des Syrien-Problems haben.

http://de.sputniknews.com/politik/20160405/308983290/usa-russland-assad-schicksal-position.html

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Gruß an das Ungewöhnliche

TA KI

„Herausfordernde Missachtung des Völkerrechts“ – Moskau verurteilt Nordkoreas Start


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Russland hat den heutigen Test einer Langstreckenrakete in Nordkorea scharf kritisiert. Das Moskauer Außenministerium bezeichnete den Raketentest als eine „herausfordernde Missachtung des Völkerrechts“.

Trotz massiver internationaler Kritik hat Nordkorea am Sonntagmorgen eine Langstreckenrakete gezündet — nach eigener Darstellung, um einen Satelliten ins All zu schießen. Südkorea, Japan und die USA befürchten jedoch, dass das kommunistisch regierte Land die Technologie atomar bestückter Interkontinentalraketen erprobt.

„Pjöngjang hat nicht auf die Appelle der Weltgemeinschaft gehört und ein weiteres Mal eine herausfordernde Missachtung des Völkerrechts demonstriert“, kommentierte das russische Außenamt am Sonntag. Der Raketentest lasse die Lage auf der Korea-Halbinsel weiter eskalieren und „spielt denjenigen in die Hand, die auf Blockpolitik und auf  militärische Konfrontation setzen“.

Der von Pjöngjang gewählte Kurs gefährde die Sicherheit in der Region, so das Außenamt weiter. Die nordkoreanische Regierung stelle sich der übrigen Weltgemeinschaft entgegen. „Wir empfehlen der Führung der DVRK, darüber nachzudenken, ob diese Politik den Interessen ihres eigenen Landes entspricht.“Unterdessen hat der UN-Sicherheitsrat beschlossen, wegen des nordkoreanischen Raketentests zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenzutreten. Die USA und Südkorea wollen über die Stationierung eines Abwehrsystems verhandeln.

Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20160207/307655924/russland-verurteilt-nordkoreas-start.html

Gruß an die Denkenden
TA KI

Köln-Effekt: Plötzlich darf Polizei wieder über Vergewaltigungen durch Asylwerber informieren


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Bereits Sonntagabend brachte der ORF die beklemmende Nachrichtenmeldung: „18-jährige im Wiener Prater von Asylwerber aus Afghanistan vergewaltigt“. Man glaubte zunächst, seinen Ohren nicht zu trauen. Montagfrüh waren dann auch die Printmedien voll mit der grauslichen Geschichte – und zitierten wörtlich einen Polizeisprecher. Wie lässt sich diese offensichtliche Kehrtwendung in der Informationspolitik erklären?

Bis vor kurzem noch hatte die Exekutive Fragen nach bekannt gewordenen Sexattacken auf Frauen konsequent nicht beantwortet – unter Verweis auf angeblichen „Opferschutz“. Man gehe in solchen Fällen nur an die Öffentlichkeit, wenn man einen flüchtigen Täter suche, hieß es. Von wegen.

Herkunft der Täter wird wieder genannt

Nun, nach dem Polizeiskandal von Köln, scheint alles anders: Die Prater-Attacke, derer ein 21-jähriger Afghane aus Kabul verdächtig ist, wurde in allen Details veröffentlicht – obwohl der Täter längst in Haft ist und auch geständig sein soll. Auch die bisherige, politisch überkorrekte Ausrede der Polizei-Pressestelle, wonach man keinerlei Hinweise mehr auf die Herkunft der Täter gebe, scheint obsolet. Jeder halbwegs praxisnahe Soziologe oder Kriminalredakteur weiß schließlich, wie wichtig die Herkunft beim Erstellen eines Täter-Profiles oder -Portraits ist. Abgesehen davon, dass die Gesellschaft ein Recht darauf hat zu erfahren, woher die Verbrecher stammen, die in ihr aktiv sind.

Linke Vordenker in Bedrängnis

Jene politischen Obergutmenschen, die der an sich ja unpolitischen Polizei solche (Ver-)Schweige-Weisungen erteilten, haben es sichtlich mit der Angst bekommen. Die Mehrheit der Medien, die bisher unhinterfragt nur über arme und gute Flüchtlinge berichtete, kann es sich nicht länger leisten, gegen die eigenen Leser zu schreiben – linke Ideologie hin, Regierungsinserate her. Wer in großer Zahl öffentlich Frauen demütigt oder schändet, verliert rasch an Sympathie. Erste involvierte Politikerköpfe wie der des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger wackeln. Andere machen rasch die opportune ideologische Kehrtwende, um an der Macht zu bleiben. Selbst SPÖ-Kanzler Werner Faymann darf im Fellner’schen Bildungsblatt Österreich nun „schärfere Grenzkontrollen“ fordern.

Gekippte Meinung allein ersetzt noch keine Taten

Die öffentliche Meinung ist spätestens mit Köln gekippt. Vielleicht war die Massenbegrapschung zumindest dafür gut, dass endlich halbwegs realistisch mit dem Phänomen Masseneinwanderung und Massenislamisierung umgegangen wird. Bleibt die Frage, wie man diese Völkerwanderung stoppen will. Ausweiskontrollen an den Grenzen sind da zu wenig.

Quelle: https://www.unzensuriert.at/content/0019775-Koeln-Effekt-Ploetzlich-darf-Polizei-wieder-ueber-Vergewaltigungen-durch-Asylwerber

Gruß an die Polizei

TA KI

Berliner OB kritisiert Dreier: Syrische Flüchtlinge auf dem Weg zurück nach Bayern


Die per Bus vom Landshuter Landrat nach Berlin geschickten Flüchtlinge aus Syrien sollen voraussichtlich schon heute nach Niederbayern zurückkehren. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller kritisierte das Vorgehen des Landrates als „Entsolidarisierung“.

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Der Landkreis wolle die Verantwortung auf Berlin abwälzen, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Ich erwarte, dass die Bundesregierung da noch klare Worte findet an die bayerische Landesregierung.“

Aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte der Landrat Peter Dreier (Freie Wähler) die 31 Flüchtlinge am Donnerstag mit einem Bus zum Kanzleramt bringen lassen. Dort wurden sie am Abend von einem Vertreter der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales im Empfang genommen. In Absprache mit dem Bundeskanzleramt sagte der Berliner Senat zu, den Männern für die erste Nacht eine Unterkunft zu besorgen.

Eine Unterbringung in einer Notunterkunft hätten jedoch sowohl die Flüchtlinge als auch der Landrat abgelehnt, sagte der Sprecher von Sozialsenator Mario Czaja (CDU), Sascha Langenbach. Deshalb habe man den Männern kurzfristig eine Pension im Norden von Berlin besorgt. Mehrere Flüchtlinge hätten aber ihre Pässe nicht dabei gehabt, außerdem hätten sie offenbar auf bessere Unterkünfte gehofft.

Dreier sagte der „Welt“: „In Gesprächen mit dem Kanzleramt wurde mir versichert, dass hier eine menschenwürdige Unterkunft organisiert wird.“ Dies sei aber nicht der Fall gewesen. Die Pension, in der die Männer untergekommen seien, wolle er selbst bezahlen. Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ sollen die Flüchtlinge heute wieder nach Niederbayern zurückfahren – in demselben Bus, in dem sie gekommen sind.

Bei den Flüchtlingen handelt sich um Männer aus Syrien, deren Asylantrag bereits anerkannt wurde. Sie gelten als sogenannte Fehlbeleger, die in Flüchtlingsunterkünften untergebracht sind, sich aber eigentlich eine eigene Wohnung suchen müssten. Der Landrat bezeichnete die Reise nach Berlin als „Verzweiflungsaktion“, weil es in seinem Landkreis keinen freien Wohnraum mehr gebe. (dpa)

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/berliner-ob-kritisiert-dreier-syrische-fluechtlinge-auf-dem-weg-zurueck-nach-bayern-a1299230.html

Gruß an die wirklich Konsequenten

TA KI