Impfstoffe, die den Geist aussperren


Weshalb wollen viele Menschen weder spirituelle Inhalte noch das alltäglich „Offensichtliche“ begreifen? Vielleicht, weil es ihrem Geist schwer fällt, zum Körper durchzudringen? Es gibt Stoffe, die bis in die DNA und den Lichtstoffwechsel des Menschen hineinwirken. Manche von ihnen behindern unsere Ankopplung an die geistige Welt. Dazu gehören auch diverse Inhaltsstoffe in den Impfungen.

Von: Daniel Trappitsch

Impfungen-Stoffe die den Geist aussperren

Diese Inhaltsstoffe, auf die im Artikel noch eingegangen wird, können bis auf die Ebene der Neutrinos (Lichtstoffwechsel in der DNA) einen direkten Einfluss auf die gesunde seelische Entwicklung und spirituelle Öffnung des geimpften Menschen haben. Im Zusammenhang mit den Stoffwechselprozessen kann man nachvollziehen, was im Organismus auch aus feinstofflicher Sicht abläuft. Mit diesen Kenntnissen ist es nicht mehr verwunderlich, dass durchgeimpfte Menschen oft große Mühe haben, sich für Fakten oder Ansichten außerhalb ihrer engen, oft auch indoktrinierten Denkmuster zu öffnen. Es gibt Gründe, die für diese „Blindheit“ verantwortlich sind.So manches verhindert heute die Bewusstseinsentwicklung und geistige Öffnung des Menschen. Da gibt es die Konditionierung der Denk- und Glaubensmuster – zu denen in der Schule der Grundstein gelegt wird und die man in den akademischen Ausbildungen und gewissen Religionen weiter festigt. Da gibt es die Hektik und Veräußerlichung, die Menschen erst in großem Leidensdruck nach „oben“ reichen lässt. Manchmal liegen die Ursachen in der Vergangenheit des Menschen selbst: Wer sich durch viele verflossene Erdenleben hindurch nur für die Materie interessierte, dem fehlen mittlerweile buchstäblich die Antennen für die spirituelle Welt.

Es gibt aber noch einen weiteren Faktor: Die direkte, schädliche Einwirkung auf die physischen „Anknüpfstellen“ an die geistige, feinstoffliche Welt, wie sie viele Inhaltsstoffe von Impfungen ausüben.

Dadurch wird der Mensch vom unermesslichen Wissensschatz, auf den er zugreifen könnte, abgeschnitten, und das bereits im frühesten Säuglingsalter. In einer Zeit also, in welcher die schützende Bluthirnschranke noch nicht geschlossen ist. Das Perfide daran ist, dass dies dem „verhinderten“ erwachsenen Menschen gar nicht bewusst werden kann. Er ist nicht fähig, es überhaupt zu erkennen und dann entsprechende Schritte zu tätigen. Natürlich hat die Natur für Möglichkeiten gesorgt, die solche Verhinderungen zu beseitigen vermögen. Dazu bedarf es aber einer Willensanstrengung des Menschen, um diese Blockaden auflösen zu können und den Draht zur geistigen Welt wieder „in Betrieb“ zu nehmen – sei es zu Engeln, Aufgestiegenen Meistern oder dem eigenen göttlichen Selbst. Einer solchen Willensanstrengung geht jedoch das Erkennen der Blockierung voraus – und gerade dies ist schwierig, weil es sich um den Bereich des „ich weiss nicht, dass ich nicht weiss“ handelt.

Die Grundlagen für die Verbindung zur geistigen Welt sind jedoch noch immer vorhanden. Die staatlich unterstützten „Programmierungen“ erschweren dies jedoch beträchtlich. Mit gutem Grund, ist doch ein frei denkender Mensch laut Gandhi schwerer zu steuern als zehntausend eingelullte und manipulierte Konformisten.

Wo im Körper finden nun diese Kontakte mit den Informationen aus der geistigen Welt statt? Und auf welche Art und Weise dürfen diese überhaupt mit uns in Kontakt treten?

Der Empfangsfilter

Grundsätzlich ist der Mensch mit der Freiheit der Wahl ausgestattet. Er kann im Prinzip machen und lassen, was er will, muss aber (und das vergisst der moderne Mensch nur allzu leicht) immer die Konsequenzen seines Handelns tragen – sei es in diesem oder einem kommenden Leben. Diese Freiheit der Wahl respektiert die geistige Welt hundertprozentig. Krankheiten, Unfälle oder andere Schicksalsschläge sind in der Regel nicht einfach nur Pech oder dummer Zufall, sondern Wirkungen von Ursachen, die wir einst selbst gesetzt haben. Oft sind es Korrekturaufforderungen, die aber zum größten Teil falsch verstanden werden.

Die „Information per Schicksalsschlag“ ist jedoch meist nur der Hammer, der niedersaust, nachdem der Mensch auf andere Aufforderungen der geistigen Welt nicht reagiert hat. Sinnvoller wäre es, die anderen Werkzeuge zu benutzen, die wir für die Lebensreise erhalten haben: die Intuition, das Gespür, die Vernunft, aber auch Gefühl und gesunden Menschenverstand. Was Mensch dann mit dem macht, was die feine, leise innere Stimme ihm in einem Augenblick der Stille zuraunt, mit dem, was sein Bauchgefühl aussagt, ist wiederum seiner freien Wahl überlassen. Die geistige Welt – das höhere Selbst des Menschen, sein Schutz- oder ein anderer Engel – schickt die Informationen so oder so zu den Rezeptoren, welche im menschlichen Organismus billiardenfach vorhanden sind.

Damit diese „Eingaben von oben“ aber nicht wild in den Menschen einsprudeln, gibt es eine „Filter- oder Kontrollstation“, die sowohl von der Medizin wie auch von den gängigen Religionen als „Tor des Bewusstseins“ benannt wird: der Thalamus. Dieser filtert nicht nur die aus dem Körperinneren in das Gehirn einströmenden zahllosen Informationen, welche nur zu einem verschwindend kleinen Teil bewusst werden; der Thalamus ist auch der Filterort, über den die Informationen aus der feinstofflichen Welt, je nach Programmierung des Filters, dem Menschen ins Bewusstsein fließen könn(t)en. Sei dies nun in Form von geistigen Ideen, Gedanken oder Visionen, oder auch einer Botschaft zu einem inneren Organ, welches dabei ist, zu erkranken.

Diese Vorgänge mögen für viele Leser neu sein und vielleicht auf Anhieb nicht nachvollziehbar, weil der Informationsfluss auf die „materielle“ Ebene reduziert ist. Doch darf die geistige Welt aufgrund der freien und unbeeinflussten Erfahrungssammlung der Menschheit nur im äußersten Notfall direkt eingreifen – manche bezeichnen dies dann als „Schutzengelaktionen“; ansonsten ist es ihr untersagt. Sie bietet aber ihr Wissen, Lösungen für Probleme, Erkenntnisse und vieles mehr stetig an. Da dies aber wiederum so geschehen muss, dass das Angebot nicht ungewollt vom Menschen empfangen wird, findet die Übermittlung der Botschaften auf einer ‚materiellen‘ Basis statt, ähnlich dem bekannten Sender-und-Empfänger-System: Nur wenn sich der Empfänger auf die entsprechende Frequenz eingestellt hat, kann das Programm empfangen werden. Diese Übermittlung findet mittels Licht statt.

Die DNA als Empfangsantenne

Seit den wertvollen Erkenntnissen von Prof. Fritz Albert Popp weiß man, dass Zellen, genauer die DNA, mittels Licht – den Photonen – miteinander kommunizieren. Dies geht wesentlich schneller als mittels Nervenbahnen oder gar Hormonen. Hermes Trismegistos erkannte schon das Gesetz vom „wie im Kleinen so im Großen“. Deshalb liegt der Gedanke nahe, dass auch die geistige Welt mittels Licht als Modulationsgrundlage mit dem Menschen kommuniziert und die DNA der Empfänger ist. Die Physik hat in der Erkenntnis, was Licht wirklich ist, große Fortschritte gemacht, steht aber immer noch erst am Anfang. Mittlerweile weiß man, dass nicht nur die Photonen Licht sind, sondern auch Neutrinos zum Licht gezählt werden und demnach mit Informationen moduliert werden können. Popp stellte auch fest, dass die DNA ein großer Lichtspeicher ist. Außerdem besitzt diese Doppelhelix eine Stab- und eine Ringantennenform (siehe Dr. Dieter Broers). Dies deutet darauf hin, dass die DNA für den Empfang von elektronischen und magnetischen Wellen konzipiert wurde. Licht besteht aus elektromagnetischen Wellen, hat also die ideale Form für den Empfang durch die DNA. Darüber, welche Funktion die DNA hat – im Speziellen die Gensequenzen – ist sich die Wissenschaft ja bei weitem nicht schlüssig. Auch wenn vor mehr als fünfzig Jahren der Mensch als bald einmal entschlüsselt dargestellt wurde, weiß man heute eigentlich weniger als dazumal. Denn je tiefer man in die DNA und die Gene vorstößt, desto komplexer wird die ganze Geschichte. So nimmt man heute auch an, dass die bis vor kurzem als Abfall-DNA (Junk-DNA) diffamierten, „überzähligen“ DNA-Strukturen ebenfalls Funktionen haben, die man allerdings noch nicht zu erkennen vermochte.

Und genau hier liegt der Schlüssel zum Verständnis der „Ankoppelung“ an die geistige Welt verborgen. Wie oben schon dargestellt, befindet sich in der DNA gespeichertes Licht in Form von Photonen. Ein Biophoton ist also Licht. Dieses Photon ist aber zu langsam, als dass es als Informationsträger aus der geistigen Welt angesehen werden könnte. Hier kommen die Neutrinos ins Spiel. Diese sind um ein Mehrfaches schneller als die Photonen und neutral in der elektrischen Ladung. Neutralität entspricht der geistigen Welt. In ihr existiert die Dualität, wie wir sie hier auf Erden kennen, so nämlich nicht. Die Neutrinos stellen demnach eine ideale Basis für die Kommunikation zwischen der im menschlichen Körper inkarnierten Seele und der geistigen Welt dar. Zusammengefasst heißt dies, dass „Eingaben“ aus der geistigen Welt mittels Licht erfolgen. Als Empfänger dienen die DNA-Strukturen, hier der Lichtspeicher mit den Photonen. Sind Sender und Empfänger aufeinander eingestimmt, dann erfolgt ein Austausch der Informationen. Mit den brachliegenden „Junk“-DNA-Strukturen kann der Mensch hellsichtig, hellhörig, etc. werden – also Fähigkeiten erlangen, die mit einem erhöhten Bewusstsein einhergehen können (aber nicht müssen). Diese Fähigkeiten, zu denen auch die Intuition gehört, kann man aber nur dann entwickeln, wenn keine „Empfangsstörung“ vorliegt.

 

Frankreich zwingt seine Kinder zur Impfung


Der französische Verfassungsrat hat entschieden: Erziehungsberechtigte müssen ihre Kinder gegen Tetanus, Diph­the­rie und Kinderlähmung impfen lassen. Andernfalls drohen ihnen Bußgelder – und Haftstrafen.

impfen-tut-not-als-noetigerDie gesetzliche Impfpflicht in Frankreich ist verfassungskonform. Das hat der französische Verfassungsrat (Conseil Constitutionnel) am Freitag entschieden. In Frankreich sind damit weiterhin alle Erziehungsberechtigten verpflichtet, ihre Kinder gegen Tetanus, Diph­the­rie und Kinderlähmung impfen zu lassen. Andernfalls kann den Kindern der Besuch öffentlicher Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen verweigert werden. Verstöße gegen die Impfpflicht können mit Geldstrafen bis zu 30.000 Euro und mit Haftstrafen bis zu zwei Jahren geahndet werden.

Ein Ehepaar aus Auxerre hatte den Verfassungsrat am 15. Januar mit einer „vorrangigen Frage zur Verfassungsmäßigkeit“ befasst. Marc und Samia Larère argumentierten, der Impfzwang verstoße gegen das in der Verfassungspräambel verbürgte „Recht auf Gesundheit“. Sie haben sich geweigert, ihre Tochter im Alter von drei Jahren impfen zu lassen, weil sie schädliche Nebenwirkungen des Impfstoffs befürchten.

Auch ihr zwei Jahre alter Sohn wurde nicht geimpft. Die Behörde zum „Mutter- und Kinderschutz“ (PMI) hatte im Fall der Tochter im vergangenen Oktober hatte Anzeige erstattet. Das Strafgericht in Auxerre setzte jedoch das Verfahren zunächst aus und legte dem Verfassungsrat den Fall vor, um die „vorrangige Frage zur Verfassungsmäßigkeit“ klären zu lassen. Nach der ablehnenden Entscheidung des Verfassungsrates wird der Strafprozess gegen das Ehepaar wieder aufgenommen.

„Recht auf Gesundheit“

Die „Verfassungsweisen“ argumentierten in ihrer Begründung, das „Recht auf Gesundheit“ beinhalte den Schutz der Bürger vor schweren und ansteckenden Krankheiten wie Diphterie, Tetanus und Kinderlähmung. Es sei dem Gesetzgeber überlassen, die beste Art und Weise festzulegen, diesen Schutz zu gewährleisten. Die allgemeine Impfpflicht, die im Einzelfall bei medizinischen Bedenken aufgehoben werden könne, verstoße somit nicht gegen die Verfassung.

Die Entscheidung über die Impfpflicht wurde von acht „Verfassungsweisen“ unterzeichnet, darunter der frühere Premierminister Lionel Jospin, der frühere Senator Hubert Haenel und der frühere Präsident der Nationalversammlung, Jean-Louis Debré. Die Mitglieder des Verfassungsrat bedürfen keiner juristischen Berufsqualifikation.

(…)

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreichs-impflicht-verfassungsmaessig-laut-verfassungsrat-13495547.html

Danke an Traugott Ickeroth

Was kommt als Nächstes? Das Einreiseverbot für Nichtgeimpfte für Frankreich?? Wann ziehen die anderen Diktatur- EU-Länder nach?

Wann erwachen die Schlafschafe??

Gruß

TA KI

Gesundheitssystem: In der Fortschrittsfalle


leiden an der gesundheitMan kann unendlich viel für seine Gesundheit tun. Das hat aber
nicht viel, oft sogar gar nichts damit zu tun, ob und in welchem
Maße man sich als gesund empfindet – und Letzteres zählt.

Der Begriff „Gesundheit“ entzieht sich – wenn man einmal von der platten Floskel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Zustand vollständigen Wohlbefindens absieht – weitgehend einer Definition. Schon die Frage nach ihr kann sie beeinträchtigen oder zerstören, wie dies für ähnlich sensible Gebilde wie Vertrauen, Liebe, Gnade, aber auch zum Beispiel für den Schlaf oder die Sättigung gilt. Man kann unendlich viel für seine Gesundheit tun; das hat aber nicht viel, oft sogar gar nichts damit zu tun, ob und in welchem Maß man sich als gesund empfindet – und Letzteres zählt. So kann das Paradox zustande kommen: Je mehr ich für meine Gesundheit tue, desto weniger gesund fühle ich mich. In diesem Sinne ist Gesundheit eben nicht machbar, nicht herstellbar, stellt sich vielmehr selbst her. Gesundheit gibt es nur als Zustand, in dem der Mensch vergisst, dass er gesund ist. Nach Hans-Georg Gadamer ist dies der Zustand „selbstvergessenen … Weggegebenseins“ an den Anderen oder „das Andere“ der privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Lebensvollzüge.
Vor diesem Hintergrund kommt man um die ebenso logische wie bedrückende Feststellung nicht herum, dass wir seit etwa 200 Jahren mit zunehmender Wut kategorial falsch mit Gesundheit umgehen – mit katastrophalen Folgen für die Entwicklung der Gesundheit als Mittel der Vitalität. Denn seit wir uns mit der Säkularisierung, der Aufklärung und der Moderne vom metaphysischen Ballast aller Transzendenz befreien (von der Aristokratie und der Kirche bis zu Gott und der Natur), alles andere nur noch als Aneignungsobjekt wahrnehmen können, haben wir zwar allen Anlass, uns über den grandiosen Zugewinn an Freiheit, Verfügbarkeit und Reichtum dieser Eroberungsfeldzüge zu freuen, in denen der Mensch sich zunehmend an die Stelle der Natur, des Schicksals oder Gottes stellt, gewinnen aber offenbar erst allmählich ein Gespür für die Nebenwirkungen dieses Fortschrittsprozesses, wozu wir so etwas wie eine „zweite Aufklärung“ (Hubert Markl) bräuchten.
Dieses gilt nicht zuletzt für die Gesundheit. Denn auch wenn der Sieg über eine Krankheit oder ein Präventionsprogramm objektiv und messbar die Gesundheit fördert, kann dennoch eine Gesundheitsverschlechterung dabei herauskommen:
– wenn eine hypochondrische Überaufmerksamkeit auf das Selbst das Ergebnis ist;
– wenn wir Gesundheit für einen Stoff halten, den man nicht als Gabe zu empfangen hat, sondern sich aneignen und immer mehr davon haben wollen kann;
– wenn wir denken, wir könnten Gesundheit rational planen, herstellen, machen;
– wenn wir Gesundheit aus einem Mittel zum Leben zu einem Lebenszweck erheben und sie so missbrauchen;
– wenn wir sie zum höchsten gesellschaftlichen Wert verklären, wodurch sie, die eigentlich auf Verborgenheit angewiesen ist, vollends verhindert wird;
– und wenn wir uns somit die leidensfreie Gesundheitsgesellschaft zum Ziel setzen, in der jeder Bürger das Gesundheitssystem mit der Erwartung verknüpft, ihm gegenüber ein einklagbares Recht auf Gesundheit zu haben.
Die Gesundheitsgesellschaft treibt der Gesellschaft mit der Gesundheit die Vitalität aus – und so lange wird es im Vergleich mit anderen Gesellschaften Wettbewerbsfähigkeit weder in Lebenslust noch in Verantwortungsbereitschaft, noch in wissenschaftlichen oder industriellen Spitzenleistungen geben; und nur in Kombination dieser drei Merkmale wäre eine Gesellschaft vital und in diesem Sinne auch gesund.

Für diese These werden im Folgenden einige Belege beziehungsweise Hinweise auf Einflussfaktoren genannt, die eine Fülle bisher eher vernachlässigter Forschungsthemen zumindest andeuten:

1. Mit zunehmender Wirksamkeit schmerztherapeutischer Verfahren wird die Zahl der Schmerzkranken nicht etwa kleiner, sondern größer,
– weil gerade die Therapieerfolge die Erwartung und den Rechtsanspruch auf Herstellbarkeit von Schmerzfreiheit oder Leidensfreiheit auslösen,
– weshalb Schmerzen schon bei immer geringerer Intensität als unerträglich erlebt werden und nicht mehr als gesunde, normale Befindlichkeitsstörung;
– damit wird normale Schmerzempfindung immer weniger als positiv wichtiges Signal für Gefahren oder auch nur Widerstände im Rahmen einer gesunden und damit vitalen Lebensführung gewertet, sondern nach der ideologischen „Ethik des Heilens“ als Krankhaftes und damit von anderen chemisch oder psychisch Wegzumachendes aus dem eigenen Kompetenzbereich ausgegrenzt.
– Während bisher stets der eigene Umgang mit Störung, Schmerz oder Leiden die Quelle jeglicher kreativer Leistung war, droht jetzt die Verwechslung der nur noch selbstbezogenen, unendlich steigerungsfähigen Gesundheit mit der unendlich steigerungsfähigen Schmerz- und Leidensfreiheit.
– All dies wird noch in dem Maß verstärkt, wie die Diagnostik und Therapie des Schmerzes eigenständig institutionalisiert werden und daraus Eigeninteressen erwachsen.

2. Auf ähnliche Weise und mit vergleichbaren katastrophalen Folgen wird der Bereich des Gesunden auch bei Befindlichkeitsstörungen immer mehr verkleinert und damit seiner motivierenden Stacheln beraubt. Der Bereich des Krankhaften wird immer weiter aufgebläht. Dafür nur wenige Beispiele: Umgang mit Schlafstörungen, Essstörungen, Angst, Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern, aber auch unerwünschte Kinderlosigkeit oder Schönheitsmängel.

3. Diese gefährlichen, weil devitalisierenden Verschiebungen vom Gesunden zum Kranken werden zudem durch etwas begünstigt, was man als Top-down-Prinzip des Gesundheits- und Sozialsystems in Praxis und Wissenschaft bezeichnen kann: Eine wissenschaftliche oder industrielle Innovation bei der schweren Ausprägung einer Erkrankung ist höchst segensreich; sie wird aber auch des größeren Marktes wegen bei geringerer Intensität derselben Krankheit angewandt, obwohl dies eigentlich nicht indiziert wäre (so zum Beispiel das Antibiotikum bei leichter Grippe). Wenn sie die Wahl haben, beginnen Ärzte gern ihre Interventionen der größeren und schnelleren Erfolgswahrscheinlichkeit wegen bei „leichteren Fällen“.

4. Die Zahl der an einem Patienten vorgenommenen Untersuchungen entscheidet über die Wahrscheinlichkeit, ob er zum Schluss eine Diagnose haben wird, also ob er zu den Gesunden oder zu den Kranken zu rechnen ist. In diesem Bereich eröffnen die fahrlässigerweise immer noch nicht gesetzlich geregelten, prädiktiven Gentests eine neue Dimension: Sie bescheren uns eine neue Bevölkerungsgruppe, nämlich die der „noch nicht Kranken“, die das selbstvergessene Weggegebensein vitaler Gesundheit kaum noch leben können.

5. Bereits dem 19. Jahrhundert verdankt eine andere, freilich ebenfalls heute noch wirksame Strategie der Leidensvermeidung ihre Entstehung: Um nämlich die Familien der damals erstmals wichtig werdenden Vollbeschäftigung zuführen zu können, mussten sie von der Sorge für ihre Pflegebedürftigen und Behinderten befreit werden. So entstanden flächendeckende Netze sozialer Institutionen für geistig Behinderte, Körperbehinderte, psychisch Kranke. So unsichtbar gemacht, gehörten die Behinderten und die Verantwortung für sie nicht mehr zur als gesund empfundenen, normalen Lebenswelt. Stattdessen konnte sich – mangels Erfahrung – die Angst vor dem Behinderten erst richtig entwickeln.

heimbewohner6. Ähnlich steht es mit den Alten und Altersverwirrten. Zwar haben diese sich dank des medizinischen Fortschritts erst im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einer nennenswerten Bevölkerungsgruppe vervielfacht, manche sagen epidemisch inflationiert. Der Pflegebedarf hat sich im Laufe dieses Jahrhunderts verhundertfacht. Noch wichtiger dürfte aber sein, dass man um 1900 noch aus dem Krankenhaus zum Sterben nach Hause ging, wohingegen man heute in der Regel im Krankenhaus oder im Heim stirbt. Da man zudem heute nicht mehr in jedem Lebensalter gleich wahrscheinlich, sondern fast nur noch im Alter stirbt, gilt auch hier: Sterben und Tod sind institutionell unsichtbar geworden, gehören nicht mehr zur als normal und gesund erlebten Lebenswelt. Dadurch konnte mangels sinnlich anschaulicher Erfahrung die Angst vor dem Sterben und dem Tod inflationär und irreal zunehmen – mit allen fatalen Folgen für die Vitalität, wie etwa der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe oder die mangelhafte Fähigkeit der Bürger, ihr Leben von ihrem Tod her zu begreifen und den jeweiligen Augenblick als kostbar kreativ zu nutzen. !

7. Die devitalisierenden Nebenwirkungen des medizinischen Fortschritts bei der therapeutischen Beherrschbarkeit vieler Akuterkrankungen bestehen darin, dass viele von denen, die früher daran gestorben wären, heute weiterleben, jedoch in der mengenmäßig neuen menschlichen Daseinsform des chronisch Krankseins: heute schon 40 Prozent der ärztlichen Klientel, die 75 Prozent der Kosten ausmachen – Tendenz steigend, sodass chronisch Kranke bald den ärztlichen Normalfall darstellen werden. Aber die Medizin stülpt immer noch zu sehr ihr gewohntes Akutkranken-Schema den chronisch Kranken in Behandlung, Lehre und Forschung über, wie zuletzt mit den zusätzlich stigmatisierenden Disease-Management-Programmen (DMP) noch einmal unter Beweis gestellt. Die Etablierung einer eigenständigen Chronisch-Kranken-Medizin dürfte eine der wichtigsten Forderungen für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen sein. Hier geht es nicht so sehr um die Bekämpfung von Krankheiten, sondern um die biografische Begleitung von beeinträchtigten Menschen, weshalb Ärzte auch weniger ein Disease-Management-Programm brauchen, sondern vielmehr bezahlte Zeit.

8. All die beschriebenen Trends, die subjektiv Gesundheit fördern wollen, in Wirklichkeit aber der Gesellschaft die Vitalität austreiben, wirken sich zusätzlich umso destruktiver aus, je mehr sie der Vermarktung und dem Wettbewerb überlassen werden. Diese Prinzipien sind in der übrigen Wirtschaft segensreich, im Sozialbereich und damit im Gesundheitswesen jedoch (vielleicht von Teilbereichen abgesehen) tödlich.
Wenn Gesundheit zur Dienstleistung und damit zur Ware wird,
wenn jede medizinische Einrichtung zu Gewinnmaximierung durch Leistungsexpansion verurteilt ist,
– wenn Wettbewerb zwar kurzfristig Kosten senken kann, was jedoch durch Mengenausweitung mehr als kompensiert wird
– dann muss man sich nicht wundern,
– dass schließlich künstlich Bedürfnisse erfunden werden, die man als Wunscherfüllung für den Kunden zu befriedigen verspricht,
– dass auch sachlich nicht notwendige Spezialisierungen entstehen,
dass noch unreife Produkte und Verfahren auf den Markt geworfen werden und
– dass die Tendenz vorhanden ist, gute Kunden lebenslang zu halten und zu „melken“, schlechte Kunden aber an die Konkurrenz weiterzureichen.
Gleichzeitig wird verzweifelt versucht, die der unsichtbaren Hand des Marktes verdankte Kostenexplosion durch exzessive bürokratische Fremdkontrollen einzudämmen, zum Beispiel durch Qualitätsmanagement, Leitlinien, Fallpauschalen, DMP. Auf diese Zwänge versuchen Ärzte etwa durch defensivmedizinische Absicherung oder durch Verschiebung ihrer Verantwortung auf den
Patienten unter Berufung auf sein Selbstbestimmungsrecht und seine Kundenwünsche zu reagieren. Wenn der aktuelle Ärztemangel strukturell insofern neu ist, als sich die Medizinstudenten nach dem Examen beruflich anderweitig orientieren, mag das auch mit Arbeitszeit und Geld zusammenhängen; entscheidender ist jedoch die Doppelzange aus Markt und Bürokratie, die die Lust und die Verantwortlichkeit der ärztlichen Tätigkeit abwürgt.

9. Die kostentreibende Übermacht des Marktes selbst über den Gesetzgeber macht das alle einschlägigen Gesetze dominierende Prinzip „ambulant vor stationär“ zur Lachnummer; denn während ambulante Hilfsangebote mit Nachteilen bestraft werden, locken die größeren Profite und Wettbewerbsvorteile im stationär-institutionellen Bereich, der sich zusätzlich rechtfertigt durch die ausgrenzende Entlastung der Gesellschaft von allem Negativen. Drei Beispiele:

Krankenhaus: Auch noch die jüngsten Spezialisierungen (Psychosomatik, Geriatrie) sind überwiegend in Form stationärer Systeme erfolgt, obwohl ambulante Liaison- und Konsiliardienste für alle Beteiligten gesünder wären.
Heime: Obwohl es für alle Heimaufnahme-Indikationen erprobte ambulante Alternativen gibt, sind jetzt schon mit steigender Tendenz mehr als eine Million Bundesbürger Heimbewohner, den Gesetzen der Massenhaltung unterworfen. Mehr als 95 Prozent der Sozialhilfeleistungen fließen in den stationären Bereich.
Rehabilitation: Deutschland hat etwa so viele Betten in psychosomatischen Rehabilitations- und Kurkliniken wie der Rest der Welt, der unser Jammern über Geldknappheit nicht versteht, solange wir uns diesen – von Bismarck zur sozialen Befriedung geförderten – Zauberberg-Sumpfblüten-Zopf noch leisten. Dieser garantiert mehr Schaden als Nutzen, statt die Rehabilitation konsequent dorthin zu „ambulantisieren“, wo die Menschen leben. Aber wo die unsichtbare Hand des Marktes regiert, darf niemand so recht steuern, maßt sich daher auch niemand die Autorität der Verantwortung an, egal wie katastrophal das Ergebnis für die Gesundheit ist.

10. Seit Rechtsanwälte, Psychologen, Pädagogen und Sozialarbeiter von der gesetzlichen Betreuung (vormals Vormundschaft) leben können, hat sich in wenigen Jahren die Zahl der Betreuten auf etwa eine Million mehr als verdoppelt. Der neue und dynamische Berufsverband will natürlich weiter expandieren, hält daher sechs Millionen Bundesbürger für betreuungsbedürftig. Deshalb kann es nicht verwundern, dass man von der vornehmsten gesetzlichen Aufgabe der Betreuer, nämlich Betreuungen überflüssig zu machen, fast nichts spürt.

11. Der Wettbewerb zwingt zur Erschließung neuer Märkte. Das Ziel muss die Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein, also in Menschen, die sich möglichst lebenslang sowohl chemisch-physikalisch als auch psychisch für von Experten therapeutisch, rehabilitativ und präventiv manipulierungsbedürftig halten, um „gesund leben“ zu können. Das gelingt im Bereich der körperlichen Erkrankungen schon recht gut, im Bereich der psychischen Störungen aber noch besser, zumal es keinen Mangel an Theorien gibt, nach denen fast alle Menschen nicht gesund sind. Fragwürdig ist die analoge Übertragung des Krankheitsbegriffs vom Körperlichen auf das Psychische. Einige Beispiele:
a) Das Sinnesorgan Angst, zuständig für die Signalisierung noch unklarer Bedrohungen, ist zwar unangenehm, jedoch vital notwendig und daher kerngesund; nur am falschen Umgang mit Angst (zum Beispiel Abwehr, Verdrängung) kann man erkranken. In den 70er- und 80er-Jahren jedoch hat man die Angst als Marktnische erkannt und etliche neue, selbstständige Krankheitseinheiten konstruiert – mit vielen wunderbaren Heilungsmöglichkeiten für die dafür dankbaren Patienten.
b) Seit den 90er-Jahren ist die Depression weltweit als unzureichend vermarktet erkannt. Eine Art Rasterfahndung nach unentdeckten Depressiven, wovon immer einige Menschen real profitieren, die meisten jedoch durch zusätzliche Etikettierung in ihrer Vitalität Schaden nehmen, hat zum Beispiel in den USA dazu geführt, dass sich von 1987 bis 1997 die Zahl der wegen Depression Behandelten von 1,7 auf 6,3 Millionen fast vervierfacht hat; entscheidend dafür war die suggestive Aufklärungskampagne und aggressive Werbung für Antidepressiva.
c) Inzwischen hat die Psychotrauma-Therapie den imperialistischen Anspruch, möglichst alle Krisen durch Traumatisierung (früheres Gewalterlebnis, Missbrauch, Misshandlung) zu erklären und zu therapieren. Auch hiervon können wenige profitieren, während die Allgemeinheit durch potenziell lebenslängliche punktuelle Aufmerksamkeitsfixierung geschädigt wird; selbstvergessenes Weggegebensein ist jetzt sehr erschwert. Bei jeder Katastrophe sind heute Opfer wie Helfer den öffentlichkeitswirksamen oder verstehenswütigen Psychoattacken fast zwangsweise, weil wehrlos ausgesetzt. Nach dem Erfurter Amoklauf blieb einer Schülerin die Äußerung vorbehalten, das Schrecklichste seien eigentlich die Psychologen gewesen, die das Alleinsein mit sich selbst und/oder mit Freunden/Angehörigen mit den raffiniertesten Tricks zu verhindern versucht hätten. Dies öffentlich zu sagen bedeutet heute Mut, Zivilcourage.
d) Ein Selbstversuch, den jeder wiederholen kann: Ich habe zwei Jahre lang aus zwei überregionalen Zeitungen alle Berichte über Forschungen zur Häufigkeit psychischer Störungen (zum Beispiel Angst, Depression, Essstörung, Süchte, Schlaflosigkeit, Traumata) gesammelt: Die Addition der Zahlen ergab, dass jeder Bundesbürger mehrfach behandlungsbedürftig ist. Die meist von bekannten Professoren stammenden Berichte versuchten in der Regel, dem Leser zunächst ein Erschrecken über den hohen Prozentsatz der jeweiligen Einzelstörungen zu suggerieren, um ihn dann wieder zu entlasten, weil es heute dagegen die zauberhaftesten Heilmethoden gäbe, fast immer in der Kombination von Psychopharmaka und Psychotherapie; denn hier verspricht die Kooperation der Konkurrenten den größten Gewinn.

12. Der künftig expansivste Markt dürfte der der Prävention sein – von den Experten der gesunden Ernährung über das Jogging bis zu den Fitness- und Wellness-Zentren, Agenturen, die das Leben der Menschen mit wechselnden Schwerpunkten begleiten und mit deren Hilfe sie ihre Gesundheit infinitesimal optimieren, in „Gesundheits-Bewusste“ umerzogen werden sollen. Das Leben wird prozessualisiert als Vitalisierung ohne Ende, wobei nur eins zu vermeiden ist: dass ein Mensch sich zu einem bestimmten Zeitpunkt wirklich für vital hält. Dabei ist auch dieses Angebot, wieder von segensreichen Ausnahmen abgesehen, bestenfalls folgenlos, da von außen kommende Mittel ohne Sozialisierungsarbeit, also ohne die anstrengende integrierende Übersetzung in die biografische Alltags-Lebenswelt, dem Leben äußerlich bleiben.
Diese Beispiele führen zu der Annahme, dass das Gesundheitssystem insgesamt eher wie eine Vitalitätsvernichtungsmaschine wirkt – und dies marktbedingt mit expansiver Tendenz, sind doch heute schon 4,2 Millionen Menschen im Gesundheitssystem beschäftigt und damit, ohne es zu wollen, an der Steigerung dieser Wirkung interessiert. Es dürfte sich zumindest lohnen, die Stimmigkeit der vorstehenden zwölf Belegkomplexe und insbesondere ihrer Wechselbeziehungen durch Forschungsprojekte zu überprüfen, auch wenn ihnen jetzt schon viele wissenschaftliche Expertisen zugrunde liegen.

Ständige Ausbalancierung

Abschließend wenigstens eine Schlussfolgerung: Auf dem Weg zu einer vitalen Gesellschaft müsste „gesund leben“ heute nicht mehr nur – wie früher – die einseitige Entlastung von Lasten bedeuten, sondern vielmehr die ständige Ausbalancierung des menschengemäßen Gleichgewichts zwischen Entlastung und Belastung im Sinne des Spannungszustandes zwischen Selbstgenuss und selbstvergessenem Weggegebensein an Anderes. Entlastung ist eben nicht zu maximieren, sondern nun zu optimieren – physisch wie sozial-moralisch. Das heißt konkret, dass wir uns künftig zwar weiterhin über Schritte der Entlastung freuen dürfen, aber auch für Schritte der Wiederbelastung zu sorgen haben. Es scheint so, als stünden die Medizin und das Gesundheitswesen nunmehr vor dem Paradigmenwechsel, der in der Physik vor 100 Jahren erfolgte, als man zu der Erkenntnis kam, dass Newtons Physik zwar nicht falsch sei, jedoch nur unter vereinfachten Sonderbedingungen gelte, wohingegen in der Sichtweise der Quantenphysik sich die Wirklichkeit als wesentlich umfangreicher, mehrdimensionaler und komplexer darstellt. Oder um es in einem Bild auszudrücken: Damit ein Schiff oder ein Fesselballon optimal freie Fahrt machen kann, muss auch der Ballast stimmen; gerade im Interesse der Befreiung von der Natur ist die Verankerung in der Natur von Bedeutung.
Wenn der durch Entlastungshilfen der Medizin, der Technik und Industrie eingeschränkte körperliche Bewegungsraum zur Muskelatrophie mit den Folgeschäden der Zivilisationskrankheiten (vom Diabetes bis zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen) führt, muss man die Grenzen, innerhalb derer man sich von der Last körperlicher Tätigkeit nicht entlasten lässt, verteidigen oder wieder hinausschieben. Allmählich scheint das Problembewusstsein dafür wieder zu wachsen: An einem Bahnhof kann man zum Beispiel beobachten, wie fast alle Menschen mit nur noch fahrbaren Köfferchen die Rolltreppe hinaufstehen, aber zehn Prozent benutzen die normale Treppe. Fragt man diese nach ihrem Motiv, so lautet die häufigste Antwort: „Ich bin doch nicht blöd, ich lasse mich doch nicht noch von meinen letzten Selbstbewegungsmöglichkeiten enteignen.“
Die Verteidigung oder Hinausschiebung der Grenzen der eigenen Verfügbarkeit und damit der Freiheit gegenüber helfend-entlastenden Zugriffen betrifft aber auch einen Grundbestand von Schmerzen und Leiden (als Voraussetzung personaler Reifung) sowie der Angst und anderer Gemeinsinne. Überhaupt hat jeder sich sein Recht auf Krisen, Grenzsituationen und andere Lasten wie Behinderung, Krankheit, Altern, Sterben und Tod als ihm zugehörig zu sichern, soll das Leben wirklich erfahren, soll Gesundheit Vitalität sein und sollen Widrigkeiten biografisch genutzt werden. Das gilt auch für Katastrophenopfer. Hier meint Bert Hellinger mit Recht: „Wer ein wirklich schweres Schicksal hat, ist in der Regel stark genug, es zu tragen.“ Therapeuten, die ohnehin nur die zweitbeste Ersatzlösung bieten können, haben sich auf die Ausnahmen von der Regel zu beschränken.

zZitierweise dieses Beitrags:
Dtsch Arztebl 2002; 99: A 2462–2466 [Heft 38]

Anschrift des Verfassers:
Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus Dörner
Nissenstraße 3, 20251 Hamburg

Quelle: http://m.aerzteblatt.de/print/32976.htm

Danke an Jenny D.

Gruß an die Denkenden

TA KI

Monsanto fordert: Glyphosat-Bewertung zurückziehen; Unkraut vergeht, der Mensch auch


giftsprüher

Monsanto hat die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO aufgefordert, die Einstufung seines Kassenschlagers – dem Herbizid Glyphosat – als „wahrscheinlich krebserregend“ rückgängig zu machen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf einen Manager des Gentechnik-Konzerns. Der vollständige Text der Bewertung ist allerdings noch gar nicht veröffentlicht worden.

„Wir stellen die Qualität der Bewertung in Frage“, erklärte Philip Miller, der bei Monsanto für Produktzulassungen verantwortlich zeichnet, so die Nachrichtenagentur Reuters. Das IARC-Urteil sei unausgewogen und widerspreche den bisherigen Erkenntnissen.

Die Krebsforschungseinrichtung hatte Glyphosat, den Wirkstoff in Herbizidmischungen wie „Roundup“, nach einem Treffen internationaler Experten in Lyon in die zweithöchste Gefahrengruppe (2A: „wahrscheinlich krebserregend“) eingestuft. Zuvor, so teilte die WHO-Agentur mit, hätten die Wissenschaftler fast ein Jahr lang Studien gesichtet. Der vollständige Bericht ist noch nicht erschienen.

An dem Treffen in Lyon vom 3. bis 10. März nahmen laut IARC Forscher der Universitäten Bordeaux, Tarapaca (Chile), Curtin (Australien), Utrecht, Toronto, Mississippi State, Texas A&M, Alberta und Massey (Neuseeland) teil. Außerdem Experten staatlicher Einrichtungen wie dem National Cancer Institute, dem National Institute of the Environmental Health Sciences und der Environmental Protection Agency aus den USA; dem Gesundheitsdienst der italienischen Region Lazio und der Europäischen Chemikalienagentur mit Sitz in Helsinki.

Ein Monsanto-Mitarbeiter nahm als Beobachter teil, durfte laut Teilnehmerliste aber – wie auch alle anderen Beobachter – nicht an der Bewertung teilnehmen. Er musste sich verpflichten, die Mitglieder vor der Sitzung nicht anzusprechen und sie auch sonst nicht zu beeinflussen.

Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt. Monsanto vertreibt es als „Roundup“. Seit der Patentschutz abgelaufen ist, gibt es aber weitere Marken anderer Hersteller. Ein Großteil der gentechnisch veränderten Pflanzen ist gegen das Spritzmittel immun. Auf den Gentech-Plantagen wird es massiv ausgebracht, um Unkräuter zu beseitigen – die sich mit der Zeit allerdings anpassen, so dass noch mehr gespritzt werden muss. Glyphosat wird aber auch in der konventionellen Landwirtschaft, auch in Deutschland, in Privatgärten, öffentlichen Grünanlagen und entlang Bahngleisen versprüht. [dh]

(…)

Quelle: http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/30511.html

Studie über Pflanzenschutzmittel

Unkraut vergeht, der Mensch auch

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat: Laut einer Studie ist es „wahrscheinlich krebserzeugend“.

Pflanzenschutzmittel

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das weltweit am meisten genutzte Unkrautvernichtungsmittel, Glyphosat, als „wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen“ eingestuft. Das ist die zweithöchste der fünf WHO-Kategorien für Krebsrisiken von Wirkstoffen. Dabei hatten deutsche Behörden erst kürzlich bekräftigt, dass von dem Pestizid keine Gesundheitsgefahr ausgehe.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung der WHO teilte nun aber in der Fachzeitschrift The Lancet mit, es gebe „begrenzte Nachweise an Menschen“ für das krebserzeugende Potenzial von Glyphosat. Drei Vergleichsstudien zwischen Personen mit und ohne Kontakt zu der Chemikalie in Kanada, Schweden und den USA hätten erhöhte Risiken für das Non-Hodgkin-Lymphom gezeigt, einer Gruppe von Krebserkrankungen.

Nicht nur als „begrenzt“, sondern sogar als „ausreichend“ schätzen die Experten die Belege dafür ein, dass die Chemikalie bei Mäusen und Ratten zu Tumoren führt. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte nach einer eigenen umfangreichen Auswertung von Studien zuletzt im Januar bestätigt, dass „keine Hinweise auf eine krebserzeugende“ Wirkung durch Glyphosat vorlägen. Bislang wurde erwartet, dass die EU die Zulassung für den Stoff in diesem Jahr verlängert – auch auf Grundlage des BfR-Berichts.

Umweltschützer hatten das Fazit des BfR von Anfang bezweifelt. Das Amt habe sich vor allem auf Studien gestützt, die von den Glyphosat-Herstellern in Auftrag gegeben worden seien, kritisiert etwa der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Es fehlten Untersuchungen, wie geringe, aber über einen langen Zeitraum aufgenommene Glyphosat-Dosen auf Menschen wirkten.

Sollte sich Glyphosat als krebserregend herausstellen, hätte das weitreichende Folgen. 92 der in Deutschland zugelassenen Pestizide enthalten den Wirkstoff – allen voran der Unkrautvernichter „RoundUp“ des US-Agrochemiekonzerns Monsanto. Die Substanz wird auch in privaten Gärten, öffentlichen Parkanlagen oder an Bahngleisen benutzt. Da Landwirte mit ihm auf dem Feld unerwünschte Pflanzen töten oder die Reifung von Getreide beschleunigen, werden geringe Mengen regelmäßig in Lebensmitteln gefunden. Besonders zugenommen hat der Glyphosat-Verbrauch weltweit, weil die meisten gentechnisch veränderten Pflanzen gegen den Stoff resistent sind.

Strengere Auflagen notwendig

Möglicherweise werden nun für alle diese Anwendungen wegen der WHO-Einstufung strengere Auflagen erlassen. Andreas Kortenkamp, Toxikologe an der Londoner Brunel University, sagte der Financial Times: „Die Behörden in der EU müssen nun prüfen, ob die aktuellen Maßnahmen reichen, um Verbraucher und Pestizidanwender vor Krebsrisiken zu schützen.“ Fraglich ist auch, ob die Zulassung von Glyphosat wie geplant verlängert werden kann.

Allerdings wies der europäische Zusammenschluss der Glyphosat-Hersteller die WHO-Einstufung zurück. Sie stehe im Widerspruch zu den Einschätzungen aller Zulassungsbehörden weltweit, erklärte die Glyphosate Task Force. Die WHO habe „lediglich eine Auswahl öffentlich zugänglicher Informationen“ geprüft. Die Ämter verfügten aber über mehr Untersuchungen. „Diese Studien liefern den eindeutigen Nachweis, dass Glyphosat kein genotoxisches oder karzinogenes Potenzial besitzt“, so die Chemieunternehmen.

Das BfR war am Wochenende nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Quelle: http://www.taz.de/Studie-ueber-Pflanzenschutzmittel/!156894/

Gruß an die, die Monsanto und Co. boykottieren

TA KI

 

Anti-Baby-Pille Auswirkungen und Gefahren die unterschätzt werden


Anti-Baby-Pille Auswirkungen auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene

Mit der „Anti-Baby-Pille“ wird ein derartig wichtiger Prozess im weiblichen Körper beeinflusst, dass jedem klar sein muss, dass dies nicht ohne Auswirkungen auf Körper Geist und Seele bleiben kann. In diesem kurzen Artikel sind nur einige Dinge erwähnt.
Es sei auch erwähnt, dass es ganz wuderbare Möglichkeiten der natürlichen Empfängnisregelung gibt, wie z.Bsp. die „Sympto-Thermale-Methode“ nach Dr. Rötzer oder die „Kosmobiologische Empfängnissregelung“

Die seelisch – geistige Wirkung

Was passiert eigentlich seelisch-geistig bei den Millionen von Frauen, welche regelmäßig die Pille einnehmen? Der Arzt Dr. med. Manfred Van Treek hat sein Buch „Das Kontrazeptions-Syndrom“ im Internet veröffentlicht. Dort legt er, sehr gut recherchiert, an zahlreichen Beispielen die gesundheitlichen Folgen der Anti-Baby-Pille dar. Was darin über den seelisch-geistigen Aspekt stand, wurde hier einmal abgetippt. Wenn es da heißt, dass sich sogar die Hirnwellen durch die Pilleneinnahme verändern können, muss man sehr hellhörig werden, denn diese Wellen spiegeln das Bewusstsein wieder.

„Die Anamneseerhebung bei Pillenbenutzerinnen zeigt sehr häufig, dass der Leidensdruck auf die Psyche nach einiger Zeit der Pilleneinnahme so stark wird, dass Nervenärzte aufgesucht werden, welche üblicherweise mit Psychopharmaka therapieren. Nervenärzte ziehen gewöhnlich nie die Pille als Ursache psychischer Probleme in Betracht.
Es sind aber nicht allein die künstlichen Hormone der Anti-Baby-Pille für die psychologischen Veränderungen verantwortlich. Die Ursache für die seelischen Wesensveränderungen der Frau unter der Pille liegen sehr viel tiefer. Die Wegmanipulation der vollmenschlichen Eigenschaft „mütterlicher Fruchtbarkeit“ greift die Frau in ihrer Seelenebene an und verletzt sie schwer. Viele Frauen werden unter der Pille mürrisch und unglücklich (S. 25).

Bei 25 – 60% der Pillenbenutzerinnen sind EEG-Veränderungen (Veränderungen der elektrischen Hirnschrift) festgestellt worden. Diese sind wahrscheinlich auf Progesteronwirkungen zurückzuführen. Östrogone sind wahrscheinlich epilepsiefördernd (S. 24).“

Quelle und viel mehr tolle Infos unter http://www.tierversuchsgegner.org/texte/Manfred_van_Treek_-_Das_Kontrazeptions-Syndrom.pdf (Herunterladen dauert einige Augenblicke)

Die körperliche Wirkung

Dr. med. Gabriele Wloka zählt in einem Aufsatz gesundheitlichen Folgen der Pilleneinnahme ausführlich unter anderem folgende Punkte auf:
– Schlaganfälle und Infarkte
– Hormonstörungen
– Beckenvenenthrombose
– Rezidivierende Lungenarterienembolien
– Akute Thrombose des Sinus sagittalis superior
– Sterilität
– Lebererkrankungen
– Depression und Libidoverlust
– Migräne

Auf weitere Nebenwirkungen der Pille wie Hauterkrankungen, Gewichtsprobleme, Augenerkrankungen, Netzhautablösungen usw. soll hier nicht weiter eingegangen werden.
Die Pille verhindert außerdem nicht garantiert den Eisprung, sonst gäbe es nicht eine einzige überraschende Schwangerschaft!
Quelle: © http://www.aktion-leben.de

Die Giftigkeit der Pille

Das Environmental Toxicology Program in den USA hat die in der Antibabypille verabreichten Hormone uneingeschränkt als Krebs auslösende Arzneimittel eingestuft. „Ein wichtiger und notwendiger Schritt,“ erklärt Christopher Portier, der Direktor des Instituts, „nach Durchsicht der wissenschaftlichen Literatur gehören alle synthetischen Östrogene in die Kategorie mit dem größten Schadenspotential.? […]

Aus ärztlicher Sicht ist die Therapie mit weiblichen Geschlechtshormonen mit vielerlei Veränderungen des Stoffwechsels verbunden. Die Pillen der dritten und vierten Generation erzeugen längst keinen schwangerschaftsähnlichen Zustand mehr. Dennoch: Hormone sind Vermittler, die Aktionen und Reaktionen auslösen und unterhalten. Dass der körperliche Zustand ohne Vorwarnung einen bösen Streich spielen kann, beweisen jährlich zahlreiche Frauen, die an einer Thrombose mit irreversiblem Gefäßverschluss sterben. […]

Böse Zungen behaupten gar, Transport und Lagerung der Arzneimittelpackungen müssen jetzt der Sicherheitsstufe von Giftstoffen gleichgestellt werden. Weiteres Ungemach zeichnet sich bereits am Horizont ab: die ersten juristischen Auseinandersetzungen wegen der Menopause-Problematik. Somit reihen sich die Hormon produzierenden Pharmahersteller in die Gruppen der Zigarettenproduzenten und Fast-Food-Ketten, weil Schadenersatzklagen wegen Gesundheitsschäden in Millionenhöhe attraktiv werden. Das wiederum bindet den Ärzten die Hände und verringert ihre Bereitschaft, die Antibabypille zu verordnen. Schon jetzt ist in den USA der Markt für Hormone in der Menopause zusammengebrochen. […]

Kanzerogen bedeutet aber auch, dass der Umweltschutz darauf eingehen muss. Geschlechtshormone in der Tierzucht stehen seit dieser Woche auf derselben Stufe wie Arsen oder E 605: es sind Gifte, und die Verabreichung ist ein krimineller Delikt.

Quelle der ganzen Zusammenfassung: www.wahrheitssuche.org

Quelle: http://www.initiative.cc/Artikel/2005_06_22_Anti-Baby-Pille.htm

Risiko durch Anti-Baby-Pille

Die Einnahme der Antibabypille stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar

Tödliches Risiko

Von Dr. Gabriele Marx

Seit 1980 bin ich Frauenärztin. So, wie das für viele junge Frauenärzte üblich war, habe ich zu Beginn meiner Tätigkeit künstliche Verhütungsmittel verschrieben, bis ich in meiner Praxis einige schwere Zwischenfälle erlebte. Eine 35 Jahre alte Frau hatte zweimal hintereinander einen schweren Schlaganfall erlitten. Eine 17jährige Sportlerin nahm die Pille nur zur Zyklusregulation. Folge: Halbseitige Lähmung nach schwerem Schlaganfall. Eine 25jährige erlitt einen Herzinfarkt. Drei Fälle, relativ schnell hintereinander. Wenn man die Beschreibung der Nebenwirkungen von Medikamenten auf Beipackzetteln liest, dann ist das eindrücklich, jedoch längst nicht so eindrücklich, wie wenn man einen solchen Fall in der Praxis hat.

Viele Nebenwirkungen

Ich war erschüttert. Ich schaute genauer hin und begann, mit den Frauen über ihre Zufriedenheit zu sprechen. Ich erkannte sehr schnell, dass die Frauen im Grunde genommen nur hilflos waren. Sie waren auf Verhütung aus und wussten keine anderen Mittel als die Pille, in der Annahme, das sei das kleinste Übel. Meine Skrupel wuchsen unermesslich, als ich realisierte, dass die Pille kein reiner Eisprungshemmer, sondern gar nicht selten ein Frühabtreibungsmittel ist.

Ein holländisches Forschungsergebnis der Universität Utrecht ermittelte ca. 30% Eisprünge bei den heute gängigen Hormonpräparaten. Diese Eier werden zu ca. 10% befruchtet und können sich nicht in der Gebärmutter einnisten, weil die nährende Schleimhaut fehlt. Diese wird unter der Pille nicht aufgebaut, was als zusätzlicher Sicherheitsfaktor gilt. Somit wirkt die Pille zu einem gewissen Grade frühabtreibend!

Damit begann meine kritische Auseinandersetzung mit der Verhütung allgemein: Ich riet den Frauen von der Pille ab und klärte intensiv über die Nebenwirkungen auf. Als ich 1991 meine eigene Praxis eröffnete, verschrieb ich die Pille nicht mehr.

Die Risiken und Nebenwirkungen der Pille sind nicht geheim. Sie sind veröffentlicht. Es ist daher kaum zu verstehen, warum Ärzte Hormone zur Verhütung empfehlen und die Frauen über die Nebenwirkungen im Unklaren lassen. Viele Frauen, die zu mir kommen, sagen: »Warum sind Sie die einzige, die darüber spricht?« Eine Erhebung unter 401 in Brandenburg tätigen Ärztinnen (veröffentlicht in der Zeitung für klinische Medizin) hat ergeben, dass die Ärztinnen selbst kaum mit der Pille verhüten, ganz im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung!

Auch in niedrigstmöglicher Dosierung bleiben Pillen ein hochpotentes Hormon, das dem Cortison ähnlich ist. Wissenschaftliche Studien ergeben 20 Todesfälle auf 100.000 Anwenderinnen.

Der Cholesterin-Senker Lipobay wurde am 08.08.2001 von der Firma Bayer freiwillig vom Markt genommen. Denn unter diesem Medikament gab es 0,2 Todesfälle je 100.000 Anwender! Nun ist Lipobay im Gegensatz zur Pille ein Arzneimittel für Kranke. Bei der Pille geht es dagegen um Todesfälle bei gesunden Frauen! Eine medizinisch ziemlich einmalige Tatsache.

Schlaganfall und Infarkt

Woher kommt das hohe Schlaganfall- und Infarktrisiko bei Einnahme der Pille? Die Pille gaukelt durch hohe Hormongaben dem Körper vor, eine Schwangerschaft sei eingetreten. Jetzt sorgt der Körper für schnelle Blutgerinnung. Bei der Geburt und Nachgeburt ist das wichtig, damit Blutungen rasch aufhören. Geschieht dies jedoch über Jahre hinweg, so werden die Wände der Blutgefäße porös. Es können Blutgerinnsel entstehen, die sich lösen und Blutgefäße verstopfen können. Es kommt zur Embolie oder zum Infarkt. Das kann sich in der Lunge, im Gehirn oder in anderen Organen ereignen. Die Augen können betroffen sein oder auch der Darmbereich. Das Risiko besteht unabhängig vom Alter und der Gesundheit der Frau (lediglich Übergewicht stellt immer ein besonderes Risiko dar).

Es gibt Alternativen

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Pille 2005 als krebserregend bezüglich Brust-, Leber- und Muttermundkrebs definiert. Eine weitere Folge ist die Zunahme der Sterilität. Denn die künstliche Hormongabe mit der Pille führt zur kompletten

Dr.Gabriele Marx

Einstellung der körpereigenen Produktion der weiblichen Hormone zur Fortpflanzung. Wird die Pille abgesetzt, weiß der Körper lange nicht, wie er damit umgeht. Weitere Folgen können Leberschäden, erhöhte Anfälligkeit für Geschlechtskrankheiten, Depressionen, Libidoverlust, Kopfschmerzen, Migräne, Haut- und Augenerkrankungen und mehr sein, auf die ich hier aus Platzgründen nicht eingehen kann.

Sehr viele Zwischenfälle werden nicht gemeldet. Experten schätzen die Dunkelziffer auf 80%. Denn es ist mühsam, viele Fragebögen auszufüllen und Nachweise zu führen, dass die jeweilige Erkrankung mit der Einnahme der Pille zusammenhängt. Doch die Pille umgibt der Mythos, das absolut sicherste Nachwuchsverhinderungsmittel zu sein. Ein falscher Mythos. Die theoretische Sicherheit bei der Pille liegt je nach Präparat zwischen 0,2 und 4,3 Schwangerschaften auf 100 Frauen, die ein Jahr lang mit der Pille verhüten. Bei der natürlichen Methode liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1,5 bis 4,1. Die Sicherheit ist also vergleichbar mit der der Pille. Die praktische Sicherheit (Anwendungssicherheit) der Pille ist noch deutlich geringer, gerade bei Jugendlichen. Die Ursachen: Pille vergessen, Antibiotika-Einnahme, Zeitunsicherheit bei der Einnahme usw. Und es ist erwiesen, dass gerade bei durch Versagen der Pille verursachten Schwangerschaften mit besonderer Härte der Abtreibungswunsch folgt.

Dennoch verschreiben Frauenärzte den jungen Mädchen die Pille, zunächst zur »Zyklusregulierung«, dann »sicherheitshalber«, falls sie mal einen Freund haben. Im Ernstfall haben sie dann weder Mut noch Motivation, »Nein« zu sagen. Angesichts der Risiken, Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen völlig unverständlich! Fruchtbarkeit, Weiblichkeit und Mütterlichkeit gehören zur Frau. Sie mittels Hormone wie eine Krankheit zu bekämpfen, ist der falsche Weg. Mich jedenfalls hat das Elend der Frauen und der Jugend veranlasst, keine Anti-Baby-Pille mehr zu verschreiben, sondern Jugendliche und Erwachsene einzuladen auf den Weg zum wahren Glück, indem sie verantwortungsbewusst und im Einklang mit der Natur leben.

Dieser Text von Dr. Gabriele Marx wurde erstmals im Januar 2010 in „Der Durchblick“, Nr. 67, veröffentlicht

Hier die Homepage von Fr. Dr. Marx: http://www.globulidoktor.de

Quelle: http://www.initiative.cc/Artikel/2010_08_27_antibabypille.htm

Gruß an die Pillenfreien

TA KI

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Berliner Gerichtsentscheid – Ohne Masernimpfung keine Schule


Kurz vor dem Abi hat ein Berliner Gesundheitsamt einen Schüler vom Unterricht ausgeschlossen, weil er nicht gegen Masern geimpft war. Ein Gericht gab der Behörde schnell Recht.

Berlins Gesundheitsämter dürfen Schüler ohne Masern-Impfschutz vorübergehend vom Unterricht ausschließen. Das entschied das Berliner Verwaltungsgericht am Freitag. Das Verbot, eine Schule zu betreten, zähle zu Schutzmaßnahmen, teilte das Gericht am Freitag mit. Behörden dürften sie zur Verhinderung übertragbarer Krankheiten wie Masern ergreifen.

In der Hauptstadt rollt seit Oktober die größte Masernwelle seit 2001. Am Freitag registrierte das Landesamt für Gesundheit und Soziales insgesamt 797 Fälle. Das waren allein seit Montag 75 neue Meldungen – ein Abebben der Welle ist damit nicht in Sicht.

Interaktive Grafik: Wie sich die Masern in Berlins Bezirken ausbreiten

Ein Oberstufenschüler kurz vor dem Abitur und die Eltern einer Schülerin vor dem Mittleren Schulabschluss hatten sich beim Gericht über das zeitweilige Schulverbot wegen Masern beschwert. Beide Teenager waren nicht geimpft, aber an ihrer Schule gab es Masern-Fälle. Die Krankheit ist hochansteckend.

Risiko der Weiterverbreitung zu hoch

„Die Jugendlichen könnten damit das Virus in sich tragen und es weiterverbreiten“, erläuterte Gerichtssprecher Stephan Groscurth am Freitag die beiden Eilentscheidungen. Damit seien sie eine mögliche Gefahr für andere Menschen. Das Schulverbot sei verhältnismäßig, weil das Risiko der Weiterverbreitung der Masern dadurch signifikant verringert werde, heißt es in der Entscheidung des Gerichts. Es sei die freie Entscheidung der Schüler und ihrer Eltern gewesen, auf einen Impfschutz gegen Masern zu verzichten.

Allein im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg sind zurzeit sechs Schulen von Masern betroffen. Bereits zuvor wurden in der Hauptstadt zwei Schulen wegen der Infektionsgefahr zeitweise komplett geschlossen. Danach mussten Schüler Impfbücher vorlegen. Wer keinen eindeutigen Impfnachweis für Masern vorlegen konnte, musste wieder nach Hause.

Der Masernausbruch in Berlin hatte im Oktober in einem Flüchtlingsheim begonnen. Wegen fehlenden Impfschutzes in der Berliner Bevölkerung griff die Krankheit auf die Hauptstadt über – vor allem auf Jugendliche und Erwachsene. Betroffen sind bisher aber auch mehr als 100 Kleinkinder. Ein Kind ohne Impfschutz starb im Februar an Masern.

Säuglinge und Kleinkinder besonders gefährdet

Für Säuglinge und Kleinkinder ohne Impfschutz gilt die Infektion als besonders gefährlich, weil das Risiko einer tödlichen Spätfolge besteht. Ein Viertel aller Berliner Patienten kam wegen der Schwere der Infektion bisher ins Krankenhaus. Zum Vergleich: Bei der laufenden Grippewelle sind es bisher lediglich acht Prozent.

Fast 90 Prozent der bisher befragten 634 Masernpatienten gaben an, dass sie nicht geimpft waren. Eine Impfpflicht gegen Masern ist bisher auch politisch nicht gewollt. Kinderärzte fordern als Druckmittel aber einen Impfnachweis vor einer Aufnahme von Kindern in eine öffentliche Kita oder Schule.

Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin/article138371232/Berliner-Gerichtsentscheid-Ohne-Masernimpfung-keine-Schule.html

Danke an Denise

Gruß an die, die ihre Kinder NICHT Impfen lassen- aufgrund besseren Wissens!!!

TA KI

Morgellons: Die Büchse der Pandora ist geöffnet


Morgellons: Die Büchse der Pandora ist geöffnet

Eine unheimliche Krankheit breitet sich weltweit aus – wird aber vom Ärztestand und der Schulmedizin geleugnet. Die Betroffenen leiden angeblich unter „Dermatozoen-Wahn“; im Internet kursieren unappetitliche Bilder und wilde Gerüchte. NEXUS sprach mit einem der wenigen Experten.


Anm. d. Red.: Das hier veröffentlichte Interview wurde an wenigen Stellen von Herrn Neumann faktisch ergänzt und präzisiert. Die im Heft erschienene Version können Sie hier als PDF herunterladen.

NEXUS: Herr Neumann, einige unserer Leser haben vielleicht schon von der seltsamen Morgellons-Krankheit gehört, für andere könnten die Symptome – wie vielleicht auch für die Schulmedizin – nach Sciencefiction klingen. Wie hat sich die Krankheit bei Ihnen geäußert?

MN: Es kam von heute auf morgen. Im Anfangsstadium, in der ersten Woche der Krankheit, hatte sich eine Art Pustel auf dem Rücken gebildet, die man nicht ausdrücken konnte, ähnlich wie bei einem Insektenstich. Dann – ich habe mir ja nichts dabei gedacht und die Stelle ganz normal desinfiziert – kamen nach zwei, drei Wochen plötzlich überall am Körper schwarze Fusseln oder Pünktchen aus der Haut; etwas, das ich vorher so noch nie erlebt hatte.

Man kann sich das so ähnlich vorstellen, als wenn man überall winzige Baumwollfusseln auf der Haut hat, die sich teilweise auch noch bewegen und kitzeln, besonders am behaarten Kopfbereich. Aber das Schlimme daran ist, dass es später zudem noch juckt und beißt und sich kleine Bläschen bilden, insbesondere nach dem Baden oder Duschen, da dann die Hautporen mehr geöffnet sind. Ich fühlte mich einfach unwohl in meiner Haut.

Ich wusste nicht, was da vor sich ging, außer, dass etwas in der Haut sein muss, das da nicht hingehört! Als ich mir das Ganze unter einem hellen Licht anschaute und mit einer Lupe vergrößerte, konnte ich erkennen, dass aus den Poren kleine, schwarze Fäden oder Härchen herauskommen. Manche konnte ich mit Öl oder Cremes abwischen, andere wiederum nicht, da sie teilweise in der Hautpore verankert waren.

Am Anfang probierte ich es mit Klebeband und verbrauchte dann auf dem Rücken oder dem Nacken immer eine ganze Rolle. Da ich die Haut vorher abgeduscht und auch mit Alkohol gereinigt hatte, kann es sich dabei nicht einfach nur um Schmutzpartikel gehandelt haben.

Das ist in etwa die geläufige Anfangssymptomatik, von der viele Betroffene berichten: schwarze Pünktchen, zuerst am Kopf, am Nacken oder im Beckenbereich; andere sehen noch keine Fusseln, verspüren aber ein feines Kribbeln im Kopfbereich, wie von Spinnweben verursacht.

NEXUS: Mit welchen Mitteln haben Sie versucht, der Krankheit beizukommen?

MN: Was würden Sie tun? Anfänglich habe ich einfach alles probiert, was Küche und Kühlschrank hergaben, von Öl über Senf bis hin zu Mayonnaise, einfach alles. Zunächst dachte ich wie Viele, ich hätte eventuell Scabies-Milben, und habe dann auch versucht, diese zu ersticken. Aber das hat nicht viel gebracht, da es keine Milben sind, und das leuchtet am Ende jedem Betroffenen langsam ein, da Milben sich nicht in der Nase, Augen, Ohren oder im Mund aufhalten. Auch die peinlichen Konsultationen bei einigen Hautärzten samt ihren verschriebenen Akariziden / Insektiziden, also Nervengiften wie Permethrin oder Lindan, haben nichts gebracht. Nach ein paar Monaten wusste ich definitiv, dass da etwas anderes am Werk sein musste, etwas, das nicht geläufig oder sogar noch unbekannt war.

NEXUS: Wie hat sich die Krankheit dann weiterentwickelt? Blieb es bei den schwarzen oder bunten Fusseln, oder hat sich die Symptomatik verändert?

MN: Nun, später habe ich mich gewundert, warum ich nun plötzlich auch dicke, geschwollene Füße bekam, wenn ich z. B. länger am Computer saß; außerdem war ich ständig verspannt, hatte warme Knie und litt an Husten, Kopfweh und chronischer Müdigkeit. Ich bekam kleine Hämatome, Haarausfall, Anämie und Zahnfleischschwund, meine Fingerspitzen und ganze Gesichtspartien wurden taub und meine Haut verfärbte sich bronzen, vermutlich, weil die Leber überlastet war. Zusätzlich war ich auch gereizter und mein Augenlicht wurde schlechter. Ich sah auf einmal unscharf und konnte kein Buch mehr lesen.

Anhand dieser Symptome merkte ich, dass da nicht nur auf meiner Haut, sondern auch systemisch, in meinem Körper etwas vor sich ging. Aber wem sollte ich das erzählen, wo sollte ich hingehen? Wer kennt all diese Symptome?

Morgellons-Faser 5

Morgellonsfruchtkörper keimen aus schwarzer Hyphe

Die meisten Symptome werden eigentlich von einer Borreliose verursacht, die oft schwer nachzuweisen ist – und nun im Zusammenhang mit zusätzlich auftretenden Fäden? Das kennt der Hautarzt sicherlich nicht, warum sollte er? Die Krankheit wird dadurch für jeden Betroffenen zu einem einzigen Spießrutenlauf.

Selbstverständlich recherchierte ich dann im Internet und stieß dabei auf eine amerikanische Seite, die über Borreliose und Morgellons berichtete und auch, dass dies eine neue Krankheit sei. Natürlich wollte ich anfangs nicht glauben, dass auch ich diese neue Krankheit hatte, die ja mit ziemlicher Sicherheit mit einer Borreliose oder Chlamydiose einhergeht. Meine Ärzte glaubten es auch nicht, da die normalen Bluttests, die die Krankenkassen zahlen, immer negativ ausfielen. Deshalb bekam ich auch keine Antibiotika verschrieben.

Und so kam es, dass ich erst nach zwei Jahren einen positiven serologischen Befund hatte, mit dem dann endlich eine Borreliose und später auch eine Chlamydiose festgestellt wurde. Dies allerdings auch nur, weil ich die neueren und effizienteren Bluttests (z. B. T-Cellspot) in Anspruch nahm, die ich aber selbst bezahlen musste. So bekam ich dann endlich Antibiotika vom Arzt, aber da war es schon zu spät, und nun leide ich – zumindest offiziell – an einer chronischen Borreliose im Endstadium, die ich nun immer wieder behandeln muss.

NEXUS: Haben die von Ihnen beschriebenen Fasern also mit einer neuen Unterart von Borrelien zu tun?

MN: Das denken viele Leute! Man kann natürlich spekulieren: Sind diese Morgellonsfäden nur ein Nebenprodukt einer Borrelioseinfektion? Könnten die Borrelienbakterien (Spirochäten) solche Fäden produzieren? Nein! Das wurde schon untersucht, außerdem gab es noch keine Präzedenzfälle, bei denen Fasern samt Erreger aus der Haut heraus- und wieder hineinwanderten. Weiterhin können Borrelien, auch als neue Subvariante, nur kurze Zeit außerhalb ihres Biotops überleben und nicht Monate oder Jahre, wie es bei Morgellons der Fall ist.

Es gibt haarige Bakterien oder Viren, doch meine Nachforschungen ergaben, dass die ganze Biologie und Morphologie von Morgellons eher auf Pilze oder pilzähnliche Organismen wie z. B. Protozoen hinweist.

NEXUS: Diese Fasern fressen sich also wieder in die Haut hinein?

MN: Ja, ganz genau. Ich hatte das zum ersten Mal festgestellt, als ich in die Sauna ging, um die Fasern auszuschwitzen. Aber kaum hatte ich ein paar Fasern ausgeschwitzt, abgeduscht oder abgewischt, verfingen sich diese Fasern an meinen Füßen und ich bekam dort sofort neue Pusteln. Als ich einmal ein älteres, kontaminiertes T-Shirt anzog, das ich seit drei oder vier Jahren nicht mehr getragen hatte, war ich schon nach zwei Stunden übersät mit neuen Pusteln und Bläschen, obwohl ich das Shirt vorher gewaschen hatte. Dadurch bemerkte ich eigentlich, dass diese Fasern infektiös sind, auch noch nach Jahren. Solch lange Überlebenszeiten sind eigentlich nur von Pilzsporen oder Wurmeiern bekannt. Diese Feststellungen können nur Betroffene machen, nicht aber Dermatologen, die keine Zeit für solche Beobachtungen haben!

Ich habe viele Experimente mit den Fasern gemacht, auch indem ich mich öfter selbst infizierte und dies per Mikroskopkamera aufnahm. Diese Bilder können sie auf meiner Seite www.morgellons-research.org begutachten. Wenn man einen dicken Tupfer Creme genau auf der Stelle aufträgt, an der sich die Fasern wieder hineinfressen, kann man oft beobachten, dass wieder ein schwarzer Punkt erscheint, der durch diesen Cremetupfer hindurchwanderte. Ich kann daher keineswegs behaupten, dass es sich um tote, anorganische Materie handelt, sondern vielmehr um einen lebendigen und aeroben Organismus, der anscheinend Sauerstoff braucht, aber auch anaerob leben kann. Auch bei Senf und anderen Mitteln konnte ich solche erneuten Austriebe beobachten.

Allgemein können sich diese Fasern samt Erregern zuerst im Blutkreislauf, im Lymphsystem, im Darm und in der Lunge befinden und später auch auf der Haut erscheinen. Deshalb sind interne Behandlungen genauso nötig wie externe Hautanwendungen. Die meisten Fasern bewegen sich unter dem Mikroskop nicht, doch wenn man sie befeuchtet, einige Male anhaucht (CO2) und geduldig bleibt, dann sieht man nach einer Weile, dass sie sich bewegen.

NEXUS: Im Internet, gerade im amerikanischen, sind ja auch farbige Fäden und andere seltsame, insektenähnliche Formen abgebildet. Diese sind bei Ihnen offensichtlich nicht aufgetreten. Handelt es sich trotzdem um dieselbe Krankheit?

MN: Ja und nein. Viele Proben, die mir weltweit von Betroffenen zugesandt wurden, ergaben auch bei meinen Untersuchungen ganz seltsame Formen, auch Insektenanteile. Zunächst treten aber – wie bei mir – die Mikrofasern auf, die 50 – 100 Mal kleiner sind als ein menschliches Haar. Die Variationen sind vermutlich auch abhängig davon, wo die Betroffenen leben. Betroffene Eskimos werden vermutlich nur Fasern haben, wohingegen Leute, die in tropischen, feuchtwarmen Gebieten wohnen, zusätzlich auch von anderen Parasiten befallen sein können. Das Ganze ist sehr komplex und als Laie schwer nachzuvollziehen. Ich habe auch eine Weile gebraucht, um dahinter zu kommen.

NEXUS: Sind die bunten Farben dieser Fäden nur unter dem Mikroskop zu sehen?

MN: Ja. Sie sind sehr klein und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Wenn sich mehrere, einzelne Fasern zu Faserbündeln vereinigt haben, kann man sie als schwarze Pünktchen auf der Haut wahrnehmen.

Erst viel später, nach weiteren Recherchen, hatte ich eine plausible Hypothese. Es könnte sich bei diesen schwarz wirkenden Fasern um lichtabsorbierende, pH-sensitive Polymere handeln, die auch von der Pestizidindustrie verwendet werden, um instabile Bioinsektizide gegen Licht und Hitze zu schützen. In diesen Polymeren aus Lignin, Plastik usw. befinden sich Pilze, Bakterien, Viren, Nematoden und andere Erreger. Diese werden auf verschiedenste Anbaugebiete versprüht, um Insekten und andere Fressfeinde zu dezimieren. Für diese Trägerpolymere gibt es genügend Patente.

Nachdem ich viele dieser bunten Fasern genauer unter dem Mikroskop untersucht hatte, erkannte ich, dass Insekten oder Milben, die die Haut penetrieren, auf keinen Fall die Hauptursache des Morgellons-Syndroms sein können. Vielmehr handelt es sich meist um eine Akkumulation von roten, grünen und blauen Fasern. Später existieren sie nicht mehr so häufig in dieser Form, weil sie über kurz oder lang durch das Reinigungssystem des Körpers ausgeleitet werden. Diese bunten Fasern, manchmal auch überzogen mit fungalem Schleim, sind also vermutlich dieselben Plastikfasern, die die Pestizidindustrie laut ihrer offiziellen Patente verwendet – Polymere, in die Mikroorganismen, von Pilzen bis hin zu Bakterien, eingebettet werden.

Morgellons-Faser 7

Morgellonsfaser, die unter Säureanwendung blubbert

Morgellons-Faser 8

Getrocknetes Protoplasma mit Faserauswüchsen

Wenn diese bunten Trägerfasern dann im Körper umherwandern, versucht der Körper diese über Lymphsystem, Nieren, Urin, Darm und Leber auszuscheiden; dadurch hat man anfänglich auch Nieren- und Blasenprobleme und auch Ödeme, Hämatome oder Besenreißer in der Haut. Nach diesem natürlichen Ausscheidungsprozess, der auch Monate andauern kann, verbleiben dann meist hyaline (glasige), weiße Fasern im Körper, oft mit einer ihnen anhaftenden Gelmasse (Protoplasma). Das sind dann vermutlich die eigentlichen Hyphen des Pilzes, die ein apikales Wachstum haben, also nur an beiden Spitzen des Pilzthallus (Pilzkörpers) unendlich weiterwachsen, anstatt Verzweigungen (Pilzmyzel) zu bilden. Manche dieser Hyphen oder Keimlinge wachsen auch aus schwarzen Fasern heraus, vermutlich sind das mykotische Fruchtkörper. Die meisten der Fasern können auch eine Flüssigkeit (Enzyme, Protoplasma) sekretieren und dann abstrakte Formen bilden. Viele Fasern sind zuerst weißlich und werden dann durch Oxidation bräunlich, wie eine Insektenkutikula. Also könnte Chitin vorhanden sein! Manche Fasern können auch eine halbe Stunde lang blubbern, wenn man bestimmte Säuren appliziert. Offenbar versucht dieser Organismus, diese Säuren loszuwerden oder mittels Enzymen zu neutralisieren. Das alles klingt natürlich reichlich seltsam, wenn man noch nie davon gehört hat, aber ich habe das alles genauso beobachtet.

Es ist außerordentlich schwierig, Pilze zu bekämpfen, da sie die Chemiker der Natur sind und Chemikalien umwandeln oder neutralisieren können. Die meisten Pilzmittel wirken daher nur kurzzeitig oder gar nicht. Sechs Jahre lang habe ich viele und intensive Beobachtungen gemacht – was viele Wissenschaftler und Ärzte, gerade im Hinblick auf Morgellons, heutzutage offenbar nicht mehr können oder wollen. Ich kann aus meinen Versuchen und Beobachtungen schließen, dass es sich hier weder um eine anorganische, tote Materie handelt, noch um einen Dermatozoenwahn. Dies wurde mittlerweile auch von der US Medical Association bestätigt, die nach einigen Tests eher eine systemische Krankheit dahinter vermutet als einen Dermatozoenwahn.

NEXUS: Wie wird in Deutschland mit der Krankheit umgegangen? Wird die Krankheit offiziell anerkannt? Gibt es schulmedizinische Untersuchungen dazu?

MN: Nicht, dass ich wüsste. Ich kenne nur Ärzte, die das Stigma „Dermatozoenwahn“ von anderen Kollegen übernommen haben, ohne jemals eigene Untersuchungen unternommen zu haben. Dabei wird behauptet, alle Betroffenen bildeten sich diese Krankheit einfach kollektiv ein. Mit Verlaub: Das ist doch lächerlich! Lieber sonne ich mich jeden Tag am Strand oder widme mich meinen Hobbys, als dass ich stündlich im Bad oder in der Küche stehe und mich ständig mit irgendetwas einreiben muss, weil es überall juckt und sticht.

Rein logisch gesehen, passt es für mich nicht zusammen, was sich die Ärzte da zusammenreimen. Manche behaupten auch, dass man sich solche Wunden selbst zufügt. Wie soll das bei intakten Bläschen und Pusteln funktionieren? Diese und andere Fakten werden einfach ignoriert, wie auch die Tatsache, dass viele Babys und Haustiere betroffen sind – und diese können sich Parasiten nur schwer einbilden, nicht wahr?

NEXUS: Es gibt also noch keinen deutschen Dermatologen, der die Fasern untersucht hat? Ich meine, wenn Sie die Symptome beim Hautarzt schildern, dann muss dieser doch hellhörig werden und Umstände schaffen, um die Fasern sichtbar zu machen.

MN: Nun, manche haben die Fasern tatsächlich untersucht, kamen aber nur zu dem Ergebnis, dass es sich um Baumwollfäden handele und somit alles nur Einbildung sei! Ich würde vielleicht genauso handeln, aber zumindest mehr Nachforschungen anstellen, da mittlerweile sehr viele Menschen und Tiere unter dieser Krankheit leiden und demnach doch etwas dran sein muss.

Manche Ärzte behaupten sogar, dass sie zwar noch nie Morgellons-Patienten hatten, aber hundertprozentig wüssten, dass diese Patienten schwere, psychische Störungen hätten – sie wollen die Patienten per Ferndiagnose für verrückt erklären. Leider wird heutzutage ein Dermatozoenwahn schneller diagnostiziert als es einem als Patienten lieb ist.

Das ist schon sehr verdächtig und hat doch nichts mehr mit Medizin zu tun – vielmehr allerdings mit vermutlichen Verbindungen zur Pharmaindustrie, die massenhaft Psychopharmaka herstellt und verstärkt vertreiben will. Viele Ärzte und Universitäten arbeiten für die Pharmaindustrie. Darum werden Patienten mit Pseudokrankheiten lieber „ruhiggestellt“, als sie richtig zu behandeln. Zugleich dienen diese Patienten auch noch als Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie.

NEXUS: Es hat also bis dato kein Dermatologe die Sache richtig erforscht?

MN: Nein! Aber andere Ärzte und Wissenschaftler, die noch gewissenhaft arbeiten und forschen. Diese sprechen aufgrund intensiverer Untersuchungen des Morgellons-Syndroms von einer unbekannten, parasitären Erkrankung. Das Dilemma: Diese Pilze wollen einfach nicht auf Kommando hervorsprießen, nur weil ein ungeduldiger Dermatologe das jetzt so haben will. Pilze lieben Feuchtigkeit und Dunkelheit, somit ist ein zehnminütiger Arztbesuch sinnlos, sofern man auf der Haut etwas finden möchte. Morgellons sind meiner Meinung nach eine Art von Schimmelpilz, der eher in der feuchtwarmen Wohnung und in der Dunkelheit aus der Haut heraustritt. Durch das Licht und die frische Luft verbleiben diese Pilze samt Hyphen oder anhängenden Polymerfasern eher subkutan. An der frischen Luft, bei Wind und bei Sonne sieht man sie fast gar nicht. Es gibt aber bestimmte Methoden, um sie sichtbar zu machen: mit Alkoholspray, unter Schwarzlicht oder mittels Druckmassagen und Cremes.

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Morgellonshyphen mit Protoplasma

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Morgellonsfasern/Hyphen im Darm und auf Fingernagel

NEXUS: Noch einmal zum Thema Deutschland: Haben Sie als zentrale Anlaufstelle einen Überblick, wie groß die Betroffenen- bzw. Opferzahl ist? Können Sie konkrete Zahlen nennen oder eine Schätzung abgeben?

MN: Das ist schwierig. Im deutschsprachigen Raum gibt es vermutlich mehrere tausend Betroffene, die Dunkelziffer ist aber wahrscheinlich höher. Diejenigen, die die Krankheit schon haben, isolieren sich auch noch von der Gesellschaft, um ja niemanden anzustecken oder geächtet zu werden. Somit geht auch niemand an die Öffentlichkeit, um für sich zu kämpfen und zu propagieren, dass er eine ansteckende Krankheit hat.

Mancher Betroffene wird sich früher oder später, still und heimlich, in seinem Kämmerlein umbringen, ohne dass jemand weiß, warum er sich umbrachte. Ich kenne ein paar Fälle, darunter auch zwei aktuelle aus Bayern. Beide Personen haben sich – nach psychiatrischer Einweisung und Behandlungen – umgebracht.In Berlin und anderen Städten gibt es auch genügend Selbstmordfälle, aber die melden sich natürlich nicht bei mir und sagen, sie hätten vor, sich aufgrund dieser Krankheit umzubringen. Daher kann ich zu den offiziellen Opferzahlen nicht viel sagen. Viele, zu denen ich Kontakt hatte, sind nicht mehr zu erreichen, sodass ich einen Selbstmord vermute.

NEXUS: Können Sie sagen, ob die Krankheitsfälle in den letzten Jahren zugenommen haben? Melden sich mehr Leute bei Ihnen als früher?

MN: Ja, insbesondere jüngere Leute (20- bis 40-Jährige). Im Grunde ist es so: Jeder Betroffene muss erst einmal herausfinden, dass er diese Krankheit überhaupt hat. Diejenigen, die meine oder andere Websites finden, erkennen das anhand der typischen Morgellonssymptome, die dort genauer beschrieben werden. Wenn Fasern aus der Haut kommen und es kribbelt und juckt, dann sind das ganz spezifische Symptome.

Ich kenne auch viele Krankenpfleger, Krankenschwestern und auch Ärzte, die infiziert sind. Die Krankheit breitet sich in großen Städten schneller aus, also unter vielen Menschen, die meistens auch noch einen direkten Körperkontakt zueinander hatten. Deshalb ist das medizinische Personal und auch das Sexgewerbe geradezu prädestiniert für diese Krankheit. Ich sehe auch anhand meiner Webserverstatistik, wie viele Leute nach „Fasern in der Haut“ oder etwas Ähnlichem suchen und über Google dann auf meine Seite gelangen. Fakt ist, dass diese Erreger für immunschwache Lebewesen besonders infektiös sind. Das eigentlich Fatale an der Sache ist, dass jeder früher oder später einmal ein schwächeres Immunsystem aufweisen wird, sei es durch Stress, Krankheit oder Meno- und Andropause. Viele Betroffene haben zudem einen Mangel an roten Blutkörperchen, Eisen, Folsäure, Vitamin B12 und Serotonin.

Morgellons-Faser 9

Weißes Hyphengebilde auf schwarzer Hyphe

NEXUS: Sie haben ja bereits angeschnitten, dass es sich bei Morgellons laut Ihren Forschungen um einen Pilz handelt. Ich kenne aus dem amerikanischen Internet auch die Thesen, dass Morgellons von Chemtrails herrühren, genmanipulierte Pflanzen oder Nanopartikel beteiligt seien, sogar von der Ölpest war die Rede. Es gibt da die wildesten Verschwörungstheorien, doch Sie scheinen ja eher pragmatisch an die Sache heranzugehen.

MN: Ja, das muss man, auch um die noch verbliebenen, hilfsbereiten Ärzte zu überzeugen, die mit solchen Gerüchten nichts anfangen können. Nehmen wir einmal die Chemtrails als Beispiel. Ich hatte Bilder von Chemtrails auf meine Seiten gestellt, die mir die Leute weltweit zugeschickt hatten. Diese Zick-Zack-Sprühstreifen gibt es ja auch über Berlin und anderen deutschen Städten, man muss ja nur in den Himmel schauen. Ich hatte damals geschrieben, dass es hier eine Verbindung zu den Morgellons geben könnte, aber nur in dem Sinne, dass diese Polymerfasern, die per Chemtrails versprüht werden, natürlich auch in der Natur Erreger elektrostatisch anziehen können und diese Erreger sich dadurch auch besser über den Wind verteilen könnten. Nicht aber, dass sie die Ursache für Morgellons seien. Hinzu kommen die Chemikalien, die zusätzlich zu den Polymeren versprüht werden, um eine Wolkendecke zu bilden – keine Regenwolken, sondern ein graues Schild, bestehend aus diversen Partikeln, Chemikalien und statisch aufgeladenen Plastikfasern.

NEXUS: Ist das jetzt Ihre persönliche These, stammt das aus dem Internet, oder haben Sie in diese Richtung selbst geforscht?

MN: Ich habe selbst dazu geforscht, und muss dem Chemtrail-Pionier Clifford Carnicom widersprechen, der ja behauptet, dass Chemtrails die Verursacher der Morgellonserkrankung seien und auch Ufos involviert seien. Dies entbehrt jeder Grundlage. Ich habe Cliff und viele andere in der Szene schon oft kontaktiert und kann nur sagen: „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ Ich bleibe lieber Realist, auch wenn oft mehr als nur ein Körnchen Wahrheit hinter solchen Theorien steckt. Ich kam hinsichtlich der Chemtrails einfach zu anderen Ergebnissen als er, auch aufgrund meiner eigenen Proben und anderen wissenschaftlichen Quellen und Interviews. Mehr darüber kann man auf meinen Seiten nachlesen.

Man muss sich doch auch die Frage stellen: Warum sollten denn gerade die Chemtrails dazu verwendet werden, Parasiten über allen Städten zu versprühen, um z. B. die globale Überbevölkerung per Krankheitserreger zu reduzieren? Das Problem der globalen Erwärmung ist doch viel akuter, und warum sollte der Amerikaner zuerst seine eigenen Leute und Steuerzahler mit solch auffälligen Methoden schädigen wollen, anstatt seine offiziellen Feinde? Ich meine, es würde ja ein Tropfen von einem bestimmten Virus in den Wasserversorgungssystemen reichen. Das wäre um Einiges heimlicher, als mit vielen Flugzeugen kreuz und quer über jede Stadt zu fliegen. Es entbehrt jeder Logik. Allerdings kann das, was versprüht wird, tatsächlich Krebs verursachen. Man müsste dazu die Statistiken eruieren, wie viele Krebsfälle, vor allem Lungenkrebs, in Gegenden auftreten, wo Chemtrails versprüht werden. Ich kannte einige recht junge Menschen hier aus Augsburg und aus den USA, die alle früh an Lungenkrebs verstorben sind. Ich glaube, das hängt schon mit den Chemtrails zusammen.

NEXUS: Die Chemtrails könnten also Ihren Worten nach dennoch eine erste indirekte Einflussgröße sein. Was ist denn Ihrer Meinung nach nun die wahrscheinlichste Ursache?

MN: Nun, als Betroffener und Forscher aus der Not heraus musste ich natürlich intensiver forschen, da ich ja geheilt werden wollte und von Medizinern keinerlei Hilfe erwarten konnte. Ich bin dabei wie ein Detektiv vorgegangen und habe zunächst alle möglichen Ursachen ausgeschlossen, um mich dann der verbliebenen anzunehmen. Anfänglich ackerte ich sehr viel Literatur über Parasiten durch, z. B. zu allen Arten von Würmern, Pilzen, Viren oder Bakterien, um überhaupt mitreden zu können und den bestmöglichen in Frage kommenden Erreger zu isolieren.

Dazu habe ich das Ganze auch epidemiologisch betrachtet: Wo ist das Syndrom zum ersten Mal ausgebrochen? In China? Amerika? Australien? Die ersten Meldungen kamen aus Texas und Florida, dann aus Kalifornien. Also fragte ich mich, was dort in Texas passiert ist oder was dort versprüht wurde. Mit der Pilzidee im Hinterkopf kam ich dann auf einen Nenner, einen konkreten Denominator, nämlich biologische Insektizide, die dort massiv eingesetzt werden.

In den Südstaaten gibt es ja ein großes Problem mit den Feuerameisen. Dort wurden seit den 1930er Jahren alle möglichen Versuche unternommen, diese Feuerameisen aufzuhalten. Mit Chemie hat es nicht funktioniert, und letztlich hat man dann Pilze und die Foride-Fliege eingesetzt. Da dort in den Südstaaten die ersten Epidemien mit Morgellons gemeldet wurden, ist ein Zusammenhang mit Bioinsektiziden nur noch logisch. In Texas und Lousiana gibt es auch viele Fälle, bei denen Foride-Fliegen ihre Eier in der Haut von Menschen abgelegt haben. Was für ein Zufall! Warum werden auch Menschen von diesen Foride-Fliegen gestochen? Nun, wenn Menschen unter Stress stehen – und das ist heutzutage ja akut –, dann schwitzen diese natürlich Angstpheromone aus. Und es sind genau dieselben, die auch Ameisen produzieren und damit solche Fliegen anziehen. Angst ist also ein universeller Duft! Die Fliege riecht diese Pheromone und legt dann per Stich ihre Eier in der Ameise oder im Menschen ab. Aber auch Pilze reagieren auf Gerüche – ein Vorgang, der als Chemotaxis bekannt ist – und können einen potentiellen Wirt zuerst aussondieren, bevor sie ihn besiedeln.

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Faserbündel, aufgefüllt mit Protoplasmasekret

NEXUS: Sie vermuten ja auch, dass es sich bei Morgellons um genetisch veränderte Organismen handeln könnte. Warum?

MN: Im Prinzip bin ich aufgrund meiner Untersuchungen letztlich darauf gekommen, dass es sich hier nicht um einen normalen Organismus handelt, sondern dass dieser Eigenschaften von Pilzen und Bakterien besitzt. Natürlich habe ich dann einen Zusammenhang zu genetisch manipulierten Organismen erwogen, und so habe ich es auch auf meiner Seite geschrieben. Insbesondere, da vor etwa zwei Jahren die Firma Bayer AG über Google auf meine Seite kam, die nach den Begriffen „Morgellons“ und „GMO“, also „genmanipulierter Organismus“, gesucht hatte. Das ist natürlich sehr verdächtig, denn Bayer ist eine Pestizidfirma, die eben auch derartige Pilze vertreibt.

Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass die Firma an allem schuld sei oder sich voll bewusst war, dass diese Bioinsektizide solche Krankheiten auslösen könnte. Man kann aber spekulieren, dass sie bereits vermuteten, dass womöglich eines ihrer Produkte das Syndrom ausgelöst haben könnte, da es auch schon genug medizinische Artikel über Infektionen mit solchen Bioinsektiziden gibt.

Daraufhin habe ich dann näher recherchiert und kam bisher immer zu denselben Ergebnissen: dass es sich vermutlich um ein biologisches Mykoinsektizid handelt, einen Pilz, wie z. B. Metarhizum anisopliae, der auch als Modellorganismus bekannt ist. Nun ist aber explizit dieser Pilz sehr gefährlich, weil er DNS von anderen Zellen übernehmen kann. Wenn er auch noch genetisch manipuliert und mit Agrobacterium-tumefaciens-Genen versehen wurde, ein Bakterium, das ja bekanntermaßen DNS an andere Zellen übergeben kann, dann wird es schon unberechenbarer, was da für ein neuer Organismus entstehen kann. Wir hätten dann also zwei Organismen in einem: Der eine kann DNS übernehmen, der andere kann DNS weitergeben. Was könnte passieren, wenn dieser Organismus sich weiter mit anderen Organismen kreuzt? Mit anderen Schimmelpilzen zum Beispiel? Meine Vermutung ist, dass genau das passiert ist und dies der unbekannte Organismus X ist, der momentan noch Morgellons genannt wird.

NEXUS: Aber die Krankheit war doch eigentlich schon bekannt, bevor es – zumindest offiziell – zu Genmanipulation kam.

MN: Das ist ja kein Widerspruch. Dieser Pilz, den die Pestizidindustrie verwendet, stammt ja nicht vom Mars. Er hat ja schon auf der Erde existiert, sonst käme er doch nicht zum Einsatz. Nun, natürlich könnten vereinzelte Pilzerkrankungen schon früher aufgetreten sein, z. B. in der Römerzeit, konnten sich aber eventuell nicht ausbreiten, da man früher als Aussätziger, zum Beispiel mit Lepra, einfach irgendwohin transportiert und isoliert wurde.

Der Tatbestand hinsichtlich der Bioinsektizide ist ja faktisch der, dass man heutzutage nicht mehr so viel Chemie einsetzen will, da sich bei Insekten bereits Resistenzen gebildet haben. Deshalb versucht man es seit knapp 30 – 40 Jahren verstärkt mit natürlichen biologischen Gegenspielern (Antagonisten) oder Fressfeinden von Schadinsekten. Die Idee an sich ist ja nicht schlecht, aber man hat zu wenig an die Folgen gedacht und viel zu wenige und unzureichende Feldversuche unternommen – 27-tägige Tests mit Laborratten sind einfach nicht ausreichend!

Diese Pilze, von denen ich spreche, sind eigentlich ziemlich alltägliche Schimmelpilze (Zygomyceten) aus dem Erdreich, die auch in Europa zu finden sind. Die Pilze sind natürliche Feinde von Insekten und sogar deren Predatoren (Jäger). Sie können Insekten mit ihren Pheromonen anlocken. Die Insekten legen dann dort ihre Eier ab oder transportieren die Sporen nach einem anderen Kontakt weiter, oder aber der Pilz penetriert das Insekt und frisst es innerlich auf. Von diesem Pilz gibt es verschiedene Varianten, und die meiner Meinung nach gefährlichste Form ist der erwähnte Metarhizium anisopliae – ein Pilz, der, wie gesagt, DNS übernehmen kann. Er kann mit seinem Protoplasma sogar Formen entwickeln, die Insekten ähneln. Das ist wahrscheinlich schwer zu glauben, aber man kennt das ja von Insekten und anderen Tieren, die sich chamäleonartig verändern oder wie Blätter aussehen können. Dass auch Pilze solche Eigenschaften haben, war mir selbst bis dahin unbekannt – doch Pilze haben zahlreiche seltsame Eigenschaften.

Ich habe schon von Fällen gelesen, wo dieser Pilz sich mit Baumpilzen gekreuzt hat und daraus ein ganz neuer Pilz entstanden ist, der die Eigenschaften von Baumpilzen und Insektenjägern hatte. So ähnlich stelle ich mir das im Fall der Morgellons vor. Der Baumpilz frisst Lignin und Zellulose, also Holz und Papier oder auch Baumwolle, und der andere Pilz zieht Insekten an, will Chitin, Proteine und Fette. Um diese Substanzen aufzulösen, verwendet er seine Exo-Enzyme: Chitinase, Protease oder Liptase. Um die menschliche Haut und Gewebe aufzulösen, verwendet er vermutlich die Enzyme Keratinase, Protease und Liptase. Die neuesten Varianten von Metarhizium anisopliae sind zusätzlich noch genetisch manipuliert – auch mit Skorpiongenen, damit er noch giftiger und lethaler wird und die Insekten schneller abtötet.

Ich habe dann recherchiert, ob die Firma Bayer zufälligerweise auch solche Mykoinsektizide vertreibt – und so war es. Sie tun dies seit knapp 30 Jahren. Mittlerweile gibt es weltweit Firmen, die viele verschiedene Bioinsektizide unter Lizenz vertreiben, und es werden täglich mehr. Wenn man sich nur ein bisschen für Bioinsektizide interessiert und nachforscht, wie viele davon schon auf dem Markt sind, und was alles auf den Feldern zum Einsatz kommt, dann möchte man am liebsten gar nichts mehr essen und keine Baumwolle tragen. Die Wenigsten wissen das!

Wir wissen natürlich von der chemischen Pestizidbelastung unseres Essens, aber von Pilzen redet niemand. Es weiß ja kaum einer, dass solche Pilze ebenso wie Viren, Bakterien und Nematoden zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Was dann mit all den genetisch manipulierten Pflanzen und Bioinsektiziden in der freien Natur geschehen kann, darüber wurde von den Herstellern nie richtig nachgeforscht.

Wenn Sie jedes Jahr auf bestimmten Baumwoll- oder Maisfeldern zig Arten von biologischen Insektiziden versprühen und es dann regnet, gelangen diese Organismen ins Erdreich, wo pro Quadratzentimeter Millionen von anderen Mikroorganismen leben – was glauben Sie, was dann passieren kann? Man muss kein DNS-Spezialist sein, um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen.

Ich kenne einige amerikanische Mykologen, die sich mit dem Thema Insektizide befassen und diese praktisch an der Universität entwickeln und dann an die Industrie weitergeben. Alle diese Wissenschaftler sagen unisono, dass diese Pilze weder Mensch noch Tier schädigen können. Das ist schlichtweg eine Lüge! Für diese Mykologen habe ich etwa 30 Dokumentationen von Ärzten herausgesucht, in denen Fälle von Mykosen beschrieben werden, die durch Mykoinsektizide verursacht worden sind. Obwohl ich Ihnen diese Artikel zugeschickt hatte, behaupten sie weiterhin, dass es niemals Krankheitsfälle gegeben hätte, die damit in Zusammenhang stehen.

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Morgellonshyphen mit Protoplasmasekretion

NEXUS: Wie es scheint, gibt es ja trotz allem positive Seiten – Sie selbst haben die Krankheit offenbar nach langem Experimentieren überwunden. Haben Sie ein Mittel dagegen gefunden?

MN: Eigentlich mehrere, aber es sind keine alltäglichen Mittel. Ich habe in all den Jahren viel über Pilze gelernt und weiß zum Beispiel, dass man keine Pilzinfektion, sei es nun ein Nagelpilz oder systemische Mykose, allein mit einer Hautcreme bekämpfen kann. Man braucht zusätzlich diverse, interne Medikationen, speziell abgestimmt auf den jeweiligen Pilz.

Wie bereits erwähnt, sind Pilze im Grunde die Chemiker der Natur: Sobald Sie irgendein Mittel gegen ihn anwenden, verändert der Pilz seine Chemie. Darum ist es auch außerordentlich schwierig, Mykosen zu bekämpfen. Man muss das Pferd also von hinten aufsatteln und fragen: Was hat der Pilz für Bestandteile und wie kann ich die Bestandteile zerstören oder verhindern, dass sie weiterwachsen? In diese Richtung bin ich gegangen. MMS und Kolloidales Silber wirken hier, aber nicht so gut, wie manche behaupten. Sie helfen vielleicht gegen manche Bakterien, aber bestimmt nicht gegen solche Pilze. Pilze lieben Mineralien und Metalle!

NEXUS: Sie haben also die Bestandteile dessen, was sie gefunden haben, analysiert, und dann nach Mitteln gesucht, wie Sie diese einzelnen Bestandteile zersetzen können, habe ich das richtig verstanden?

MN: Der beste Vergleich, den ich Ihnen geben kann, ist der folgende: Wenn Sie in der Dunkelheit von etwas gebissen werden, und dieses Etwas fängt an zu knurren und zu bellen – was vermuten Sie dann dahinter? Ein Pferd oder einen Hund?

Wenn ich die charakteristischen Merkmale eines Pilzes feststelle und weiß, dass der Pilz Chitin besitzt, dann kann ich zum Beispiel versuchen, das Chitin, das der Pilz synthetisieren will, zu blockieren oder abzubauen. Dafür eignen sich Chitinase oder Chitin-Inhibitoren, die zum Beispiel gegen Flöhe und Zecken eingesetzt werden. Die müssen sich ja häuten, und wenn sie kein Chitin mehr zur Hauterneuerung produzieren können, dann sterben sie. Bei Pilzen ist es aber etwas anders: Die müssen sich zwar nicht häuten, verwenden das Chitin aber als Schutzschicht, zum Zellaufbau oder zur Zellverfestigung. Wenn sie es aufgrund des Chitininhibitors nicht mehr synthetisieren können, dann greifen sie auf ein anderes Baumaterial zurück – Beta-Glucan, Alpha-Glucan, Ergosterol und ähnliche Substanzen, die in der Pilzstruktur vorkommen. Später verwendet der Pilz eventuell auch menschliche Proteine, und dann kann ihn unser Immunsystem gar nicht mehr erkennen, da er aus unseren Bausteinen aufgebaut ist. Ein erschreckender Gedanke, umso mehr, da Pilze wie der Mensch eukaryotische Zellen (mit DNS-Zellkern) besitzen.

Wenn Sie also einen Chitin-Inhibitor einnehmen und dadurch einen positiven Effekt erzielen können, liegt es nahe, dass es sich vermutlich um einen chitinhaltigen Pilz handelt. Die Symptomatik wird verringert, die Fasern / Hyphen werden dünner oder die Biomasse nimmt ab, weil der Pilz sich kurzzeitig nicht mehr vergrößern kann. Aber selbst Chitininhibitoren wirken nur kurzzeitig, da der Pilz anstelle von Chitin andere Substanzen synthetisiert

NEXUS: Sie selbst sind also jetzt beschwerdefrei?

MN: Weitestgehend. Allerdings nur mit Hilfe bestimmter Antibiotika, Pilzmittel und extremer Hygiene, durch positives Denken, Stressreduktion, viele Vitamine und Mineralien, Aminosäuren, Obst, Gemüse usw. Auch aufgrund meiner eigenen entwickelten Produkte, die ich im kleinen Rahmen als Kosmetika vertreibe, wenn ich dafür Zeit habe. Wer den Kopf in den Sand steckt und denkt, dass die Krankheit durch stures Ignorieren von alleine weggeht, ist eigentlich verloren. Man muss so schnell wie möglich etwas dagegen tun.

Übrigens ist ein schwaches Immunsystem nicht immer der ausschlaggebende Faktor, um an Morgellons zu erkranken, sondern oft auch ein gestörtes Hormonsystem. Pilze lieben unglückliche oder traurige, traumatisierte oder gestresste Menschen. Solche Menschen oder Tiere erkranken eher an Mykosen als andere. Nun, gut 95 Prozent der Menschen haben irgendwann einmal schlimme Erlebnisse. Es geht aber mehr um die Dauer und Tiefe von solchen Stresssituationen, die sich psychosomatisch auf den Körper negativ auswirken können. Das beste Beispiel hierzu wäre das „Broken Heart Syndrome“.

Momentan haben wir mehr Pilze im Umlauf als in früheren Zeiten. Wie kommt es, dass auf einmal mehr Pilze in unserer Natur vorhanden sind? Hat es denn nur mit der globalen Erwärmung zu tun? Oder weil diese Bioinsektizide seit 30 Jahren massiv eingesetzt werden und sich in der Natur stetig weiter ausbreiten? Viele Bäume, Insekten, Frosch- und Fledermausarten sterben gerade aufgrund von Pilzbefall aus.

Irgendwie landet man am Ende immer wieder bei der Pestizidindustrie, die uns nicht mehr allein mit ihren chemischen Giften, sondern auch mit ihren biologischen Produkten auf Dauer krank machen wird. Die Büchse der Pandora wurde schon lange geöffnet, aber die Wenigsten wissen davon! Und ich frage mich immer noch: Wenn die ganze Krankheit tatsächlich nur eine Einbildung wäre, warum kommen dann all diese Pestizidfirmen ständig auf meine Seite? Die müssen ja wirklich ein schlechtes Gewissen haben.

Morgellons-Haut 5

Tiefere Wunden mit Narbenbildung im Gesicht

Morgellons-Haut 1

Leichte Morgellons-Hautsymptome – Bläschen und Pusteln

Morgellons-Haut 2

Morgellons-Hautsymptome aufgrund allergischer Hautreaktion

NEXUS: Das ist in der Tat reichlich verdächtig. Zum Schluss möchte ich noch eine Frage stellen: An welche Stellen sollte sich ein Betroffener am ehesten wenden, oder vor welchen Stellen warnen Sie, gerade auch im Internet?

MN: Eigentlich ist der Dermatologe der falsche Ansprechpartner bei einer systemischen Erkrankung. Es gibt aber bestimmte Institutionen oder Universitäten, bei denen seltene Mykosen untersucht oder behandelt werden. Das Problem ist, dass ich, als ich diese Stellen auf meiner Seite genannt hatte, einen Brief von deren Anwalt bekommen habe, ich solle das bitte unterlassen. Die wollen erst gar nicht mit der Krankheit in Verbindung gebracht werden. Ich darf also eigentlich nicht einmal Tipps geben, wo sich Betroffene eventuell hinwenden dürfen. Verstehen Sie das? Noch ein Beispiel hierzu: Die amerikanische Krankenhauskette Kaiser Permanente wird ja angeblich von Bayer und Monsanto gesponsert. Ausgerechnet diese Kette hatte von der US-Regierung den Auftrag erhalten, die Morgellons-Krankheit zu erforschen – da kann doch nichts bei rauskommen. Wenn nun manche zwielichtigen Firmen dem Krankenhaus einen neuen Westflügel mit Gerätschaften bezahlen, meinen Sie dann, dass sich irgendeine Universität oder irgendein Krankenhaus gegen seine Gönner wenden würde?

Ich würde all den Betroffenen gerne konkretere Tipps geben, aber welche? Alternative Ansprechpartner wären vielleicht gerade noch das Tropeninstitut, bei dem wir aber auch nicht viel erreicht haben; weiterhin Mikrobiologen, Mykologen und DNS-Spezialisten. Nur: Schicken Sie mal einen Hartz-IV-Empfänger zu diesen Stellen, der weiß doch gar nicht, wie er solche Untersuchungen bezahlen soll. Notabene: Um heutzutage gesundheitlich Erfolge zu erzielen, braucht man Geld, Geduld und den richtigen Arzt. Die private Borrelioseklinik in Augsburg wäre da auch eine Alternative, ist aber ebenfalls für Geringverdiener kaum erschwinglich. Ich arbeite schon länger mit dieser Klinik zusammen, nachdem ich sie überzeugen konnte, dass diese Faserkrankheit tatsächlich existiert. Nun versuche ich neuere Tests mit bestimmten Antikörpern auf die Beine zu stellen, um eine eindeutige Morgellonsdiagnose zu erhalten.

Im Internet gibt es zwar auch eine Reihe von Seiten, auf denen sich Betroffene informieren können, aber schauen Sie: Es ist auch nicht alles Gold, was da so im Internet behauptet wird. Viele kopieren einfach von mir und anderen Seiten die meisten Informationen, um sich damit Geltung zu verschaffen. Der Zweck dieser Personen ist mir nicht immer klar. Man sollte deshalb nicht alles glauben, was da geschrieben steht. Die wenigsten Seitenbetreiber oder Blogs veröffentlichen authentische, eigene Nachforschungen, wie zum Beispiel Jan Smith, eine Morgellons-Forscherin aus Amerika, die aber eher Schleimpilze als Ursache sieht. Das habe ich schon vor Jahren abgehakt, auch wenn manche Morphologien dazu passen. Doch es ist ein wenig mehr als das. Sie kann ihre Theorie gerne weiterverfolgen – wenigstens forscht sie überhaupt, was andere in dieser Szene nicht tun!

Viele veröffentlichte Bilder, auch von einigen Pilzkulturen, stammen eigentlich von Jan Smith (www.morgellonsexposed.com), und manche angebliche Forscher haben diese dann auf ihren eigenen Seiten präsentiert und behaupten, es wären ihre eigenen Aufnahmen und Forschungen – wie etwa Frau Dr. Staninger. Deswegen sind Jan Smith und viele andere schlecht auf sie zu sprechen; auch, weil sie offenbar nur an Profit und die Ausbeutung der Morgellonsbetroffenen denkt, die wegen dieser Krankheit meist sowieso schon all ihre Ersparnisse ausgegeben haben. Gleichzeitig erhalten diese Leute wenig Hilfe von Ärzten, weil Frau Staninger Gerüchte über Ufos, Nanomaschinen und Marssporen schürt. Alleingelassen von der Medizin geraten viele Erkrankte in die Fänge von derartigen Scharlatanen und Betrügern, die die Krankheit gezielt ausnutzen, um Geld mit unwirksamen Mitteln und Heilmethoden zu machen. Traurig, aber wahr!

NEXUS: Können sich Betroffene denn auch bei Ihnen direkt melden?

MN: Das machen sie schon seit sechs Jahren. Ich bin ja kein Newcomer, sondern schon immer – ungewollt – im Zentrum gewesen, weil die Leute mir vertrauen. Im Grunde wollte ich das gar nicht, aber als Betroffener musste ich etwas tun, um den anderen zu helfen. Nun mache ich das schon so viele Jahre und bin inzwischen ziemlich müde und ausgelaugt.

Eins noch zum Schluss: Dieser Pilz ist nur ein Werkzeug, der natürlich auch als Biowaffe eingesetzt werden kann. Keine Biowaffe, die z. B. Soldaten in ein paar Tagen außer Gefecht setzt, sondern eine, die über einen längeren Zeitraum wirkt, um bestimmte Personengruppen krank zu machen und schneller altern zu lassen. Das amerikanische Militär und die CIA haben in diese Richtung längst geforscht, speziell in Richtung Angstpheromone. Diese Angstpheromone kann man auch per Insekten detektieren lassen, die dann gestresste Menschen stechen, um bestimmte Erreger zu übertragen. Darin steckt ein Funken Wahrheit. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass es momentan real ist.

NEXUS: Dass der Organismus willentlich unters Volk gebracht wurde?

MN: Genau, um Krankheiten zu erzeugen; er kann aber auch per Zufall aus einem Labor entsprungen sein. In Texas oder Florida gibt es ja genug Biowaffenlabore. Ad priori möchte ich aber eine Biowaffe ausschließen, da sich der Parasit im Allgemeinen über die letzten 30 Jahre langsam verbreitet hat. Aber dadurch, dass die Weltbevölkerung anwächst und viel herumreist, kommt es speziell in Großstädten, in denen viele Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenleben, zu mehr Morgellons-Fällen.

Komischerweise werden meistens nur solche Menschen betroffen, die seelisch vorbelastet sind und hohe Ausschüttungen von Stress-Hormonen haben.

Stress ist im Prinzip nur ein Synonym für Angst! Stress supprimiert nicht nur das Immunsystem, sondern auch unsere Sexualhormone. Das bedeutet, dass bei Männern weniger Testosteron vorhanden ist; bei Frauen weniger Östrogene, aber auch Testosteron, das diese ja ebenfalls produzieren. Beide Hormone sind aber wichtig bei der Abwehr von Parasiten! Laut meiner Umfrage sind unter den Morgellons-Erkrankten 71 Prozent Frauen und 29 Prozent Männer. Es besteht also eine Inzidenz, eine hormonelle Beziehung zur Erkrankung. Evolutionär gesehen hat der Mensch früher bei Stresssituationen gekämpft oder ist weggerannt. Das geht heutzutage gar nicht mehr, und so wird der Stress oftmals heruntergeschluckt. Wenn man diese urtypische Reaktion auf Stress heutzutage nicht mehr ausleben kann, entstehen psychosomatische Probleme. Das endokrine System wird davon als erstes in Mitleidenschaft gezogen.

Wer keine Angst hat, leidet auch kaum unter Stress. Viele Menschen haben zur Zeit panische Angst vor der Zukunft. Die Angst führt einerseits zu Schweiß mit einer gewissen Duftnote, zum anderen auch zu einem alkalischen Milieu auf der Haut – anstatt des üblichen saueren pH-Wertes, der auch antiparasitisch wirkt. Schaut man sich dann die Patente der Pestizidindustrie an – die pH-sensitiven Polymere, die ich eingangs erwähnt habe, die instabile Bioinsektizide vor Hitze und UV-Licht schützen sollen –, dann stellt man fest, dass diese Träger bei einem pH-Wert von 5 bis 9 schmelzen. Verstehen Sie?

Wenn man bedenkt, dass unser Körper im Darmtrakt von Natur aus einen alkalischen pH-Wert von 8 hat, dann können Sie schlussfolgern, dass diese Trägerpolymere genau in diesem Milieu schmelzen, genauso wie auch auf einer durch psychischen Stress bedingten salzigen, verschwitzten Haut. Der Pilz wird daraufhin freigesetzt, keimt auf und penetriert die Haut mit seinen Enzymen. Werden die Fasern verschluckt, wird der Pilz irgendwann, wenn er keine Nahrung mehr bekommt, die Darmzellwände penetrieren, in den Blutkreislauf gelangen und von da in alle Organe. Dieser Mechanismus ist ja von anderen Systemmykosen (Candida) bekannt, und genauso läuft es auch hier ab.

Um es noch einmal zusammenzufassen: Morgellons ist meiner Meinung nach ein Schimmelpilz, der von der Pestizidindustrie verwendet und auch gegen Zecken oder Moskitos eingesetzt wird, und der in der Natur eventuell weitermutiert ist. Dieser Pilz übernimmt dann auch die Bakterien dieser Parasiten und überträgt sie später über Sporen und Körperkontakt an Säugetiere. Alle weiteren und tiefergehenden Informationen können auf meiner Seite www.morgellons-research.org nachgelesen werden.

NEXUS: Herzlichen Dank für das Gespräch, Herr Neumann.

Quellen und Referenzen

Quelle: http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/morgellons-die-buechse-der-pandora-ist-geoeffnet?context=category&category=2

Gruß an die Betroffenen

TA KI