Keine Sau will den Euro


Von Wolfgang Prabel

In der EU haben zehn Länder eine eigene Währung. Seit der Eurokrise sind sie sehr froh darüber. Und nun kommt der machtbesessene Kommissionspräsident Juncker daher und will sie unter das Joch des untergehenden Euro und der selbstherrlichen EZB zwingen.

In Dänemark hat das Volk den Euro zweimal abgelehnt: Am 28.Sept 2000 waren 53,2 % dagegen, nachdem bereits am 2. Juni 1992 der Maastricht-Vertrag von 50,7 % der Wähler abgelehnt wurde. Zweimal die rote Karte. Auch in Schweden hat das Volk entschieden: Am 14.9.2003 haben 55,9 % gegen den Euro votiert.

In Tschechien, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Großbritannien, Kroatien und Litauen wurden entweder die Beitrittsbedingungen nicht erfüllt oder die Parlamente waren dagegen, die eigene Währung aufzugeben.

Kann man alle demokratischen Entscheidungen der Völker einfach wegwischen? Die Beitrittskriterien einfach ignorieren? Die eurofaschistische Kamerilla, die in Brüssel frech und ungeniert schmarotzt, versucht es immer wieder. Das Verhältnis zum Parlamentarismus war bei den Kommissaren immer schon fragil, nun ist ein neuer Höhepunkt der Demokratieverachtung erreicht.

Die Oppositionspolitikerinnen Weidel und Wagenknecht laufen bereits Sturm: In Weidels Stellungname heißt es:

„Der EU-Kommissionspräsident Juncker demonstriert erneut den völligen Realitätsverlust der Brüsseler EU-Funktionäre. Wenn man nicht wolle, dass der Euro Europa spaltet, müssten alle EU-Staaten die Gemeinschaftswährung einführen. Immerhin gibt er damit zu, dass der Euro Europa spaltet. Die Lösung aber kann nicht heißen: More of the same.

Der Euro ruiniert Europa. In den südeuropäischen Ländern blockiert er Wachstum und schafft Massenarbeitslosigkeit. Für Deutschland bedeutet er Wohlstandsvernichtung und Haftungsrisiken, welche in die Billionen gehen.

Aus gutem Grund bleiben daher die Länder, die den Euro noch nicht eingeführt haben, bei ihren nationalen Währungen, obwohl sie die Bedingungen für die Euroeinführung mitunter weit besser erfüllen als manch ein maroder Eurostaat. Der Vertrag von Maastricht sah einmal so etwas wie Verschuldungsobergrenzen vor, die schon lange Geschichte sind.

Die Antwort muss lauten: Das Europrojekt ist auf ganzer Linie gescheitert. Das Eurosystem ist geordnet aufzulösen.“

„Juncker scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein“, sagte Wagenknecht einer Agentur der Lügenpresse. „Bereits jetzt zerstört die Währungsunion in vielen Ländern Industrie und Arbeitsplätze, während sie in Deutschland eine Bedrohung für Sparkonten und Lebensversicherungen ist.“

Der Merkur berichtete weiter über Wagenknechts Argumente: Italien habe seit der Euro-Einführung ein Viertel seiner Industrie verloren, Griechenland sei in der Dauerkrise.

 „Der Euro hat Europa nicht geeint, sondern Ungleichgewichte verstärkt“, sagte sie. „Der Vorschlag, weitere Länder, die sich ökonomisch auf einem ganz anderen Entwicklungsniveau befinden, in die Währungsunion hinein zu holen, zeugt von ökonomischem Unverstand oder Hörigkeit gegenüber den Wünschen deutscher Exportkonzerne.“

Dagegen begrüßten der Sprecher der Bundesregierung, die SPD und die Grünen den Unsinn aus Brüssel. Spinnen die? Die EU könnte so eine nützliche und liberale Einrichtung sein, die Verantwortlichen machen aber ein verbotsvernarrtes und stupides Völkergefängnis daraus.

Wie haben sich die Konkurrenzwährungen gegenüber dem Euro seit 2002 eigentlich entwickelt? Das Pfund Sterling hat gegenüber dem Euro fast 50 % abgewertet. Sonst würde sich Großbritannien in derselben Lage wie Italien oder Frankreich befinden. Der polnische Zloty hat nur leicht abgewertet, In der Finanzkrise war der Kurs allerdings starken Schwankungen ausgesetzt, von 3,25 bis fast 5 Zloty für einen Euro. Die Tschechenkrone hat gegenüber der Weichwährung Euro dagegen mindestens 10 % aufgewertet. Für die Tschechen wäre der Euro genauso wie für die Deutschen zu schwach.

Der Forint hat seit 2002 fast 25 % abgewertet. Seit diesem Frühjahr gewinnt er plötzlich an Wert. Der rumänische Leu ist eine dauerhafte Weichwährung, der bulgarische Lew wird künstlich auf Parität zum Euro gehalten. Das ist letztlich auch mit der Dänenkrone und mit der Schwedenkrone so. Letztere kam in der Finanzkrise 2009 in erhebliche Turbulenzen.

Juncker, die Bundesregierung, die SPD und die Grünen haben keinen ökonomischen Sachverstand und verachten die Völker, über die sie herrschen. Alle deutschen Demokraten sollten an der Seite der AfD und der Völker für die Neuordnung des europäischen Währungssystems kämpfen und für die geordnete Abwicklung des Euro. Für ein Europa der normalen Leute und nicht der überbezahlten NGO-Profiteuere und Exportkonzerne.

Die Weltgeschichte ist seltsam. Kurz vor ihrem Scheitern plustern sich große zentralistische Strukturen noch einmal auf. Die Türkei wollte 1683 Wien erobern, die Sowjetunion in den 80ern Afghanistan. Das Alexanderreich dehnte sich ständig aus und reichte von Ägypten bis Indien, bevor es nach dem plötzlichen Tod des Heerführers unter die Diadochen zerteilt wurde. Auch in der EU klaffen Anspruch und Realität, Dichtung und Wahrheit immer weiter auseinander.

Es sind die letzten Zuckungen vor dem Untergang.https://brd-schwindel.org/keine-sau-will-den-euro/

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Gruß

TA KI

 

Weitere Ratte verlässt das sinkende Schiff


Stanley Fischer, vice chairman of the U.S. Federal Reserve, listens during a meeting of the Board of Governors of the Federal Reserve in Washington, D.C., U.S., on Tuesday, May 3, 2016. Hedge funds, insurers and other companies that do business with Wall Street megabanks are poised to pay a price for regulators‘ efforts to make sure any future collapse of a giant lender doesn’t tank the entire financial system. Photographer: Andrew Harrer/Bloomberg *** Local Caption *** Stanley Fischer

Sehr geehrter Herr Präsident,

ich schreibe Ihnen, um Sie darüber zu informieren, dass es meine Absicht ist, am oder um den 13. Oktober 2017 herum aus persönlichen Gründen meinen Abschied vom Board of Govenors des Federal Reserve Systems zu nehmen.

Es war ein großes Privileg im Vorstand der Federal Reserve zu dienen und insbesondere an der Seite der Vorstandsvorsitzenden Yellen und vielen anderen engagierten und talentierten Männern und Frauen zu arbeiten.

Während meiner Zeit im Vorstand hat sich die Wirtschaft weiter gestärkt und Millionen von Arbeitsplätzen für arbeitende Amerikaner geschaffen. Geprägt von den Lehren der jüngsten Finanzkrise haben wir auf vorherige Schritte aufgebaut, um das Finanzsystem stärker und belastbarer zu machen und und es in die Lage zu versetzen, den für die Prosperität der Haushalte und Unternehmen unseres Landes so lebenswichtigen Kredit einfacher zur Verfügung zu stellen.

Hochachtungsvoll,

Stanley Fischer

Stanley Fischer ist der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der FED und hat am gestrigen 6. September 2017 hochoffiziell seinen Hut genommen. Damit steigt die Zahl der unbesetzten Posten im 7-köpfigen Vorstand der FED von 3 auf 4, es verbleiben aktuell Janet Yellen (Vorstandsvorsitzende), Lael Brainard (Direktorin) und Jerome Powell (Gouverneur).

Die FED hat Fischers Kündigung am gestrigen Tag bestätigt. Janet Yellen wird in der Stellungnahme mit den Worten zitiert:

Stans scharfsinnige Einblicke, basierend auf lebenslanger, exemplarischer Forschung und Dienst an der Öffentlichkeit, haben unschätzbar zu unseren Überlegungen bei der Geldpolitik beigetragen. Er repräsentierte den Vorstand international ausgezeichnet und leitete unsere Bemühungen die finanzielle Stabilität zu fördern. … Ich bin dankbar für seine Freundschaft und seinen Dienst. Wir werden seinen weisen Rat, seinen guten und trockenen Humor vermissen.

Stan Fischer ist Jahrgang 1943 und offenbar weise genug, sein offiziell erst am 12. Juni 2018 endendes Amt vorzeitig niederzulegen. Seine Laufbahn weist einige recht interessante Anstellungen auf, so war er von 1988 bis 1990 Chef-Volkswirtschaftler bei der Weltbank und 1994 bis 2001 stellvertretender Direktor beim Internationalen Währungsfond. Pikanterweise war Fischer von 2005 bis 2013 Chef der Bank of Israel, also der israelischen Zentralbank, bevor er seine Tätigkeit im Vorstand der Federal Reserve antrat.

Dass ein Mann wie Fischer sich nun, in einer für das von der FED geführte westliche, kreditbasierende Finanzsystem derart kritischen Zeit, offiziell und “aus persönlichen Gründen“ von seinem höchst einflussreichen Posten verabschiedet, spricht Bände über den wahren Zustand des Federal Reserve Systems. “Nachtigall ick hör Dir trapsen.“

Vielen Dank an M. für den Hinweis.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

***

Quelle: http://n8waechter.info/2017/09/weitere-ratte-verlaesst-das-sinkende-schiff/

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

Der Medienkrieg gegen Venezuela


Das war´s: Der Euro-Tod zerstört Ihr Vermögen!

„Was wirklich in Venezuela geschieht…“, unter diesem Titel hat die venezolanische Regierung eine Stellungnahme ins Internet gestellt, die mit Text und Fotos belegt, zu welchen Gewaltmitteln die sogenannten „friedlichen Demonstranten“ in Venezuela greifen.

Wieder soll eine demokratisch gewählte Regierung durch einen kalten Putsch, gesteuert und finanziert von ausländischen Kräften mit Hilfe neoliberaler Eliten im Inland, gestürzt werden. Brasilien, Argentinien, Ukraine, Thailand, Mali reloaded. All diese Länder kämpfen nach dem Regime-change mit Chaos und Niedergang, wenn nicht gar Bürgerkrieg oder Krieg die Folge waren. Viele dieser Länder wurden durch den künstlich niedrig gehaltenen Ölpreis geschwächt: den Regierungen sollte es verunmöglicht werden, ihre Sozialprogramme durchzuhalten, womit ihnen damit die Unterstützung breiter Bevölkerungsschichten entzogen werden sollte.

Zweifellos gibt es in allen genannten Ländern politische Defizite, wurden und werden Fehler gemacht. Trotzdem waren die meisten diese Länder auf dem richtigen Weg in dem Sinne als sie versuchten, auch die ärmeren Teile der Bevölkerung am Wohlstand zu beteiligen und ihnen eine gewisse soziale Absicherung zu garantieren. Ein Dorn im Auge der gefräßigen globalen Finanzmacht und der Großkonzerne, die bei Privatisierung und Kapitalmaximierung an ihre Grenzen stoßen und vom Kollaps bedroht sind und die sich deshalb stets neue Opfer einverleiben müssen.

Demokratien dienen nicht mehr dazu, den Willen des Volkes auszudrücken, sondern nur noch dazu, unliebsame Regierungen wegzuputschen, angeblich weil sie korrupt oder unfähig oder – was gerade bei gewählten Regierungen ein Hohn ist – als Diktaturen beschimpft werden. Kostspielige und bei der eigenen Bevölkerung ebenso wie bei den Verbündeten unbeliebte heiße Kriege kann man sich damit ersparen.

Quelle: http://www.neopresse.com/politik/lateinamerika/der-medienkrieg-gegen-venezuela/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

 
 

Gerald Celente: Die Bedrohung der wirtschaftlichen und politischen Ordnung in Europa


gerald-celente

Auf King World News wurden am gestrigen 1. März 2017 die entscheidenden Passagen aus Gerald Celentes aktuellem Trends-Journal-Newsletter veröffentlicht.

Aus Sicht des bekannten Trendforschers wachsen die Befürchtungen, dass durch das »unberechenbare Verhalten« des US-Präsidenten Donald Trump Handels- und Währungskriege ausgelöst werden könnten. Darüber hinaus stellt Celente fest, dass es in Europa erhebliche Spannungen gibt und zudem befürchtet wird, »dass die Schuldenkrise in Griechenland wieder ausbricht.«

In Frankreich sieht Celente wachsende Chancen für Marine Le Pens Front National, die am 23. April (Stichwahl Anfang Mai) anstehenden Präsidentschaftswahlen für sich zu entscheiden. Der Grund dafür seien die jüngsten Ausschreitungen in Paris und der damit verbundene spürbar wachsende Widerstand der Bevölkerung gegen den politischen Status-Quo und das eingefahrene System.

»Sollte sie gewinnen und Frankreich aus der Europäischen Union herausnehmen und aus dem Euro aussteigen, wird dies nicht nur den Niedergang der EU und ihrer Währung signalisieren, sondern auch wirtschaftliche und geopolitische Unruhe verursachen.«, schreibt Celente.

In Deutschland, den Niederlanden und Italien seien ebenfalls starke Euro-skeptische und sich gegen die Massenimmigration stellenden populistische Parteien auf dem Vormarsch, was »die etablierte wirtschaftliche und politische europäische Ordnung« bedrohe, so der Trendforscher.

Die wirtschaftliche Zukunft Europas hängt seiner Einschätzung nach eng mit den anstehenden Wahlen zusammen – »insbesondere in Frankreich«. Ein Wahlsieg Le Pens oder der populistischen Parteien in Deutschland, den Niederlanden und Italien bedrohen den Euro und die Zukunft der Europäischen Union, so Celente.

Im Hinblick auf die Vereinigten Staaten schreibt er: »Steigende US-Zinsen könnten den Goldpreis nach unten treiben, während der Dollar gestärkt wird.« Allerdings gibt es aus seiner Sicht »eine Myriade von wachsenden destabilisierenden weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Spannungen« und angesichts der hohen Ungewissheit darüber, was das Weiße Haus unter Trump weiter an Maßnahmen umsetzen werde, behält Celente seine Prognose bei, dass der Goldpreis einem Risiko von $ 150 Dollar nach unten unterliege, jedoch »einem starken Anstiegspotenzial, sobald Gold solide die $ 1.400 pro Unze durchbricht.«

Obwohl Gold der »ultimative sichere Hafen in Zeiten tiefer Besorgnis und großer Angst ist«, geht Celente davon aus, dass es auch bei Bitcoins zu wachsender Nachfrage kommen wird.

Insbesondere für die US-Märkte rechnet er mit einer scharfen Marktkorrektur der jüngsten Trump-Rallye. Sollte es zu keinen unerwarteten politischen, wirtschaftlichen oder militärischen Ereignissen kommen, geht Celente jedoch davon aus, dass die US-Wirtschaft »moderat wächst und der Aktienmarkt sich erholen wird.« Weiter werde das BIP wachsen, sofern die wirtschaftlichen Pläne des US-Präsidenten wie angekündigt umgesetzt werden.

In China sieht Celente das »Risiko einer wachsenden Schuldenblase und Währungsdruck«. Angesichts der jüngsten Import-/Exportdaten werde Beijing weiterhin monetäre und fiskalische Maßnahmen ergreifen, um ein beständiges Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten.

Trotz möglicher Kriege im Mittleren Osten, einer neuerlichen Eskalation in der Ukraine und des nach wie vor im Wandel befindlichen Indiens, schätzt Celente das weltweite Wirtschaftswachstum zwar als moderat ein, jedoch als stärker als in den vergangenen Jahren. »Von Afrika über Süd-Amerika und Russland bis nach Australien sind die Aussichten auf Wachstum in der Wirtschaft und an den Aktienmärkten viel stärker, als die Aussichten auf eine Kontraktion.«

Allerdings betont er mehrfach, dass diese Einschätzungen nur so lange gelten, wie es zu keinem »Wild-Card-Event« kommt – also irgendeinem unvorhersehbaren Ereignis.

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

***

Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/03/gerald-celente-die-bedrohung-der-wirtschaftlichen-und-politischen-ordnung-in-europa/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Die Panama-Papiere -Spitze des Eisbergs -Offshoregeschäft



<p><a href=“https://vimeo.com/163784293″>Die Panama-Papiere #SpitzeDesEisbergs #panamapapiere #Offshoregesch&auml;ft</a> from <a href=“https://vimeo.com/user32602711″>uncut-news.ch</a&gt; on <a href=“https://vimeo.com“>Vimeo</a&gt;.</p>

Die Panama-Papiere bringen Wirtschaftsführer, Anwälte, Sportler und Sportfunktionäre, Politiker und Prominente in Erklärungsnot. Sie zeigen Steuerhinterziehung und Geldwäsche in einem riesiges Ausmaß
Quelle:x2t.com/445518
Das Original: x2t.com/445449

Quelle: https://vimeo.com/163784293

Gruß an die Enttarner

TA KI

Wirtschaftskollaps: Der nächste Prozessschritt wurde eingeläutet – Regierungen im Panikmodus


Anschnallen, liebe Leute. Die wilde Fahrt geht los.

Welche Fahrt? Die in den ökonomischen Kollaps!

Zeitungsstapel - Bildquelle: Wikipedia - Daniel R. Blume

Zeitungsstapel – Bildquelle: Wikipedia – Daniel R. Blume

Das ist Ihnen zu platt? Zu schwarzmalerisch? Bereits zu oft angekündigt worden? Wohl wahr, aber diesesmal schreiben nicht nur alternative Medien über den ökonomischen Kollaps, sondern unsere Mainstreampresse, unsere doch so neutrale Hochleistungspresse.

 

 

Mir ist bewusst, dass wohl 99% der Deutschen keinerlei Anzeichen am Horizont erkennen, dass die nächste Stufe im Prozess des Zusammenbruchs eingeleitet worden ist. Ja, noch einmal: Ein Prozess, kein singuläres Großereignis. Der weltweite Zusammenbruch der Wirtschaft, der in der zweiten Hälfte des letzten Jahres seinen Anfang genommen hat, hat sich weiter verschärft. Nicht nur in Europa oder Asien. Auch in Nordamerika und Südamerika. Und im Nachfolgenden will ich Ihnen einige Beweise für diese These Tatsache liefern. Und wenn ich damit fertig bin, dürfte auch ein bislang optimistisch gestimmter Leser keinen Optimismus mehr verspühren, dass sich die wirtschaftliche Lage der Welt positiv entwickeln wird.

Die Warnungen zahlreicher prominenter Stimmen werden vor unseren Augen zur Realität. Und was wir bislang gesehen haben, sind nur die ersten Kapitel in diesem Prozess einer zusammenbrechenden Weltwirtschaft.

Brasilien

BIP Brasilien - Zero Hedge - Bildquelle: Zero Hedge

BIP Brasilien – Zero Hedge – Bildquelle: Zero Hedge

Lassen Sie uns mit Brasilien anfangen. Brasilien ist die siebtgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Und Brasilien befindet sich in der schwersten Wirtschafskrise der vergangenen 25 Jahre. Selbst die selbstverliebten Banker Gottes von Goldman Sachs haben Ende 2015 von einer Depression/Wirtschaftskrise gesprochen.

Aber seitdem hat die Krise in Brasilien an „Schwungmasse“ dazu gewonnen.

Wenn der mainstreamigste Sender per se, CNN, seinen Artikel mit dem Titel Brasilien: Wirtschaftskollaps schlimmer als befürchtet (Brazil: Economic collapse worse than feared) aufmacht, heißt es Augen und Ohren ganz weit aufsperren:

Inmitten des politischen Chaos, ist der wirtschaftliche Zusammenbruch Brasiliens schlimmer als seine Regierung es je glaubte.
In der Mitte der immer weiter zunehmenden Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff, kündigte die brasilianische Zentralbank am Donnerstag an, dass sie jetzt davon ausgeht, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr um 3,5% schrumpft.
Das ist schlimmer als die vorherige Schätzung der Zentralbank von 1,9%. Die finsterere Prognose stimmt mit dem überein, was der Internationale Währungsfonds für Brasilien – Lateinamerikas größtem Land – projiziert und was viele unabhängige Ökonomen vermutet haben.

(Amid political chaos, Brazil’s economic collapse is worse than its government once believed.
In the midst of rising calls to impeach President Dilma Rousseff, Brazil’s central bank announced Thursday that it now expects the country’s economy to shrink 3.5% this year.
That’s worse than the central bank’s previous estimate for a 1.9% contraction. The darker forecast matches what the International Monetary Fund projected for Brazil — Latin America’s largest country — and what many independent economists have suspected.)

Bereits in meinem Artikel BRICS: Brasilien vor dem Kollaps? Was wird dann aus Russland und China? bin ich auf Brasilien eingegangen, aber es ist immer noch etwas anderes, ob http://www.konjunktion.info einen Artikel dazu verfasst oder CNN.

Venezuela

Hugo Chavez - Bildquelle: Wikipedia / Valter Campanato/ABr (Creative Commons License Attribution 3.0 Brazil)

Hugo Chavez – Bildquelle: Wikipedia / Valter Campanato/ABr (Creative Commons License Attribution 3.0 Brazil)

Doch Venezuela stellt Brasilien in den Schatten. Und das schon seit längerem. Lebensmittel und Dinge der Grundversorgung sind knapp. Die Inflationsrate beträgt 720%. Die Kriminalitätsrate ist vollständig außer Kontrolle. Alles ein „Geschenk der CIA“ – als Bestrafung für sein unzüchtiges Verhalten unter Hugo Chavez? Oder einfach eine „normale wirtschaftliche Entwicklung“? Entscheiden Sie selbst, wenn Sie nachfolgenden Auszug aus einem Artikel des Independent mit dem vielsagenden Titel Venezuela steht am Rande des kompletten wirtschaftlichen Zusammenbruchs (Venezuela is on the brink of complete economic collapse) lesen:

Die einzige Frage ist nun, ob entweder die venezolanische Regierung oder die Wirtschaft als erstes vollständig zusammenbrechen wird.
Das Schlüsselwort dabei ist: „vollständig“. Beide befinden sich in ihrem Todeskampf. Tatsächlich hat die venezolanische Regierungspartei gerade die Kongresswahlen verloren, was der Opposition eine sichere Veto-Mehrheit verschaffte, und es ist schwer vorstellbar, dass irgendetwas besser für sie in naher Zukunft werden wird – oder jemals.
Die etablierten Unternehmen, nach alldem, neigen laut dem Internationalen Währungsfonds nicht dazu gut zu laufen, ihre Wirtschaft schrumpfte innerhalb des ersten Jahres um 10 Prozent, weitere 6 Prozent im nächsten, und die Inflation explodiert auf 720 Prozent. Es ist also kein Wunder, dass die Märkte erwarten, dass Venezuela in sehr naher Zukunft aufgrund seiner Schulden pleite geht. Das Land ist im Grunde bankrott.

(The only question now is whether Venezuela’s government or economy will completely collapse first.
The key word there is “completely.” Both are well into their death throes. Indeed, Venezuela’s ruling party just lost congressional elections that gave the opposition a veto-proof majority, and it’s hard to see that getting any better for them any time soon — or ever.
Incumbents, after all, don’t tend to do too well when, according to the International Monetary Fund, their economy shrinks 10 percent one year, an additional 6 percent the next, and inflation explodes to 720 percent. It’s no wonder, then, that markets expect Venezuela to default on its debt in the very near future. The country is basically bankrupt.)

Und wieder finden wir diese Meldung nicht in einem alternativen Blog. Nein, wir lesen sie in einem Mainstreamblatt, das vom „wirtschaftlichen Zusammenbruch“ spricht, wenn es beschreibt, was gerade in Südamerika passiert.

Italien

Haupteingang Monte dei Paschi - Bildquelle: Wikipedia / Vyacheslav Argenberg

Haupteingang Monte dei Paschi – Bildquelle: Wikipedia / Vyacheslav Argenberg

Der Kollaps der italienischen Banken bzw. des Bankensystems hat eine neue Qualität erreicht. Ein neues verstörendes Kapitel vor dem auch ich schon seit gut eineinhalb Jahren warne. Italiens Finanzminister hat für kommenden Montag eine Sitzung anberaumt, die sich auf einen „letzten Ausweg“ aka Bail Out-Rettungsplan für die in Schwierigkeiten geratenen Banken konzentrieren wird:

 

Finanzminister Pier Carlo Padoan hat ein Treffen in Rom am Montag mit Führungskräften von Italiens größten Finanzinstituten anberaumt, um den letzten Details eines „letzten Auswegs“ aka Bail Out-Rettungsplans zu  zustimmen.
Doch am Vorabend dieser Versammlung bleiben weiterhin Bedenken, ob der Plan ausreichend sein wird die schwächste der italienischen Großbanken, die Monte dei Paschi di Siena, vor einer Ansteckung zu bewahren, so Personen, die an den Gesprächen beteiligt sind.
Italienische Bankaktien haben fast die Hälfte ihres Wertes – das entspricht etwa einem Fünftel des BIPs – in diesem Jahr inmitten von Anlegersorgen wegen 360 Milliarden notleidender Kredite verloren. Die Profitabilität der Kreditgeber wurde von einer lähmenden dreijährigen Rezession getroffen.

(Finance minister Pier Carlo Padoan has called a meeting in Rome on Monday with executives from Italy’s largest financial institutions to agree final details of a „last resort“ bailout plan.
Yet on the eve of that gathering, concerns remain as to whether the plan will be sufficient to ringfence the weakest of Italy’s large banks, Monte dei Paschi di Siena, from contagion, according to people involved in the talks.
Italian bank shares have lost almost half their value so far this year amid investor worries over a €360bn pile of non-performing loans — equivalent to about a fifth of GDP. Lenders’ profitability has been hit by a crippling three-year recession.)

Europa sollte sich schon mal darauf gefasst machen, dass die wilde Fahrt jetzt langsam aber sicher losgeht. Gerade weil Italien nicht Griechenland ist. Soll heißen, dass Griechenland die 44. Stelle der größten Wirtschaftsnationen der Welt einnahm – und Italien die 8. Position.

Den Ernst der Lage für Europa kann man wohl nicht überbewerten. Auch weil wir nicht nur von Italien allein sprechen. Auf dem ganzen europäischen Kontinent stecken die Großbanken in massiven Schwierigkeiten, wenn man den Worten von Francois Perol, dem Vorsitzenden der zweitgrößten Bankengruppe Frankreichs, der Groupe BPCE, Glauben schenken mag:

Ich mache mir viel mehr Sorgen als ich es 2009 getan habe.

(I am much more worried than I was in 2009.)

Österreich

HETA Asset Resolution - Bildquelle Screenshot-Ausschnitt www.heta-asset-resolution.com

HETA Asset Resolution – Bildquelle Screenshot-Ausschnitt http://www.heta-asset-resolution.com

Und die Europäer haben wirklich guten Grund zur Sorge. Denn am Sonntag wurde der mehrfach von mir erwähnte Bail In in Österreich Wirklichkeit:

Und dann wurde heute, nach einem Beschluss der österreichischen Bankenaufsicht, der Finanzmarktaufsicht, Österreich offiziell das erste europäische Land, das ein neues Gesetz verwendete, welches im Rahmen des Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) vorgeschrieben wird, um Verluste einer gescheiterten Bank mit bevorrechtigten Gläubigern zu teilen, um den Wert der Schulden von Heta Asset Resolution AG drastisch zu reduzieren.

(And then today, following a decision by the Austrian Banking Regulator, the Finanzmarktaufsicht or Financial Market Authority, Austria officially became the first European country to use a new law under the framework imposed by Bank the European Recovery and Resolution Directive to share losses of a failed bank with senior creditors as it slashed the value of debt owed by Heta Asset Resolution AG.)

Weiter heißt es auf der Website der österreichischen Finanzmarktaufsicht:

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA hat heute in ihrer Funktion als nationale Abwicklungsbehörde gemäß Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) per Mandatsbescheid die Eckdaten der weiteren Abwicklung der HETA ASSET RESOLUTION AG erlassen. Die wesentlichsten Maßnahmen sind

  • ein Schuldenschnitt von 100% für alle nachrangigen Verbindlichkeiten,
  • ein Schuldenschnitt um 53,98% auf 46,02% für alle berücksichtigungsfähigen vorrangigen Verbindlichkeiten,
  • die Streichung aller Zinszahlungen ab 1.3.2015, als die HETA unter Abwicklung gemäß BaSAG gestellt worden ist,
  • sowie eine Vereinheitlichung der Fälligkeiten aller berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten auf 31.12.2023.

Sind das nun die ersten Dominosteine? Oder sind wir gar schon weiter?

China und Japan

Der chinesische Aktienmarkt hat seit seinen Höchstständen 40% verloren. Der Export weist im Jahresvergleich für Februar einen Einbruch von 25,4% aus und die Wirtschaftszahlen aus dem Reich der Mitte waren seit der letzten globalen Rezession nicht mehr so schlecht.

Und auch die japanische Wirtschaft läuft alles andere als rund. Das japanische BIP ist in den beiden letzten von drei Quartalen gesunken. Die japanische Industrieproduktion brach auf Monatsbasis so stark ein wie seit dem Tsunami von 2011 nicht mehr. Und die Stimmung der Unternehmen ist auf ein Dreijahrestief gefallen. Genauso wie der Nikkei, der 5.000 Punkte seit dem letzten Sommer verloren hat. Ein Absturz, der japanische Analysten dazu verleitete von einer „Zerstörung der Märkte durch die Interventionspolitik der Bank Of Japan“ zu sprechen.

USA

Janet Yellen - Bildquelle: Wikipedia / United States Federal Reserve

Janet Yellen – Bildquelle: Wikipedia / United States Federal Reserve

In den USA häufen sich die Warnsignale ebenfalls. Das Treffen Janet Yellens mit Barack Obama dürfte Beleg dafür genug sein. So soll das 1. Quartal 2016 ein Wirtschaftswachstum von nur 0,1% oder 0,2% mit sich bringen. Und man darf gespannt sein, was die am Montag beginnende Unternehmensberichtssaison mit sich bringt – wohl eher Negatives:

Wir sind dabei eine Bestätigung zu erhalten, dass das Gewinnwachstum für Amerikas größte Unternehmen im ersten Quartal negativ war, im Vergleich zum gleichen Zeitraum vor einem Jahr.
Wenn der Aluminium-Riese Alcoa seine Ergebnisse am Montag veröffentlicht, wird es den inoffiziellen Start der schwersten Berichtssaison für die S&P 500-Unternehmen markieren.
Es wird erwartet, dass die endgültigen Werte einen 9,1%-igen Ergebnisrückgang für das Quartal zeigen werden, so FactSet Senior Ergebnisanalyst John Butters.

(We are about to get confirmation that earnings growth for America’s biggest companies was negative in the first quarter, compared to the same period a year ago.
When aluminum giant Alcoa releases its results on Monday, it will mark the unofficial start of the heaviest reporting season for S&P 500 companies.
The final scoreboard is expected to show a 9.1% earnings drop for the quarter, according to FactSet senior earnings analyst John Butters.)

Sollte sich diese Annahme bewahrheiten, dann erleben wir das vierte Quartal in Folge mit sinkenden Gewinnen in den USA. So etwas gibt es eigentlich nur in einer Rezession.

Aber auch der Chefökonom der Societe Generale, Albert Edwards, sieht schwere Zeiten auf die US-Wirtschaft zukommen:

Eine Flutwelle kommt auf die US-Wirtschaft laut Albert Edwards zu, und wenn sie bricht, dann wird die Wirtschaft in eine Rezession stürzen.
[…] die Gewinnrezession mit der sich amerikanische Unternehmen konfrontiert sehen, wird zu einem Einbruch bei den Firmenkrediten führen.
„Trotz Risikoaktiva, die ein paar Wochen in der Sonne genossen, haben unsere ausfallsicheren Rezessionsindikatoren ihr gelbes Blinken beendet und auf rot geschaltet.“
[…]
Er führt weiter aus:
Die Gewinne der Gesamtwirtschaft fallen normalerweise nie so tief, ohne dass sich eine Rezession entfaltet. Und da der US-Unternehmenssektor bis zu den Ohren verschuldet ist, sind die eine Anlageklasse, die es zu vermeiden gilt – noch mehr als der lächerlich überbewertete Aktienmarkt – die US-Unternehmensanleihen. Die Wirtschaft wird sicherlich durch eine Flutwelle von Unternehmenspleiten weggefegt werden.

(A tidal wave is coming to the US economy, according to Albert Edwards, and when it crashes it’s going to throw the economy into recession.
[…] the profit recession facing American corporations is going to lead to a collapse in corporate credit.
„Despite risk assets enjoying a few weeks in the sun our fail-safe recession indicator has stopped flashing amber and turned to red.“
[…]
He continued:
Whole economy profits never normally fall this deeply without a recession unfolding. And with the US corporate sector up to its eyes in debt, the one asset class to be avoided — even more so than the ridiculously overvalued equity market — is US corporate debt. The economy will surely be swept away by a tidal wave of corporate default.)

Conclusio

Wie wir sehen, ist es nicht nur eine Region oder ein Staat, um den man sich Sorgen machen muss. Das Wirtschaftschaos bricht buchstäblich überall aus und die Staatenlenker beginnen in Panik zu verfallen. Sie hatten zwar sieben Jahre seit der letzten Rezession Zeit, aber sie haben anstatt die Banken an die Kandare zu nehmen, weiter nur ihren Strippenziehern im Hintergrund Gesetze erlassen und die Ausbeutung der Bevölkerungen befeuert. Statt Regulierung sind die Banken noch größer und damit noch gefährlicher geworden. Statt Regionalisierung wurde weiter am Zentralisierungsrad gedreht. Jeder der jetzt noch glaubt, dass irgendein Wunder eintreten wird und wir mit einem blauen Auge davon kommen werden, sollte nochmals in sich gehen. Und sich fragen, wie diese astronomischen Schuldenstände (ohne Einbezug der Bevölkerungen) je reduziert werden können.

Anschnallen, liebe Leute. Die wilde Fahrt geht los. Willkommen im nächsten Prozessschritt auf dem Weg zur NWO.

Quellen:
Economic Collapse Is Erupting All Over The Planet As Global Leaders Begin To Panic
Global Crisis: Goldman Sachs Says That Brazil Has Plunged Into ‘An Outright Depression’
Brazil: Economic collapse worse than feared
Robert Kiyosaki And Harry Dent Warn That Financial Armageddon Is Imminent
The Economic Collapse Of South America Is Well Underway
BRICS: Brasilien vor dem Kollaps? Was wird dann aus Russland und China?
Venezuela is on the brink of complete economic collapse
You Won’t Believe What We Saw In Socialist Venezuela
The Collapse Of Italy’s Banks Threatens To Plunge The European Financial System Into Chaos
Italy Seeks “Last Resort” Bailout Fund to “Ringfence” Troubled Banks, Meeting Monday; Italy vs. Austria
A French bank boss says he’s ‚much more worried than I was in 2009‘
Austria Just Announced A 54% Haircut Of Senior Creditors In First „Bail In“ Under New European Rules
FMA erlässt den Rahmen für die Abwicklung der HETA ASSET RESOLUTION AG
Watch Japan – For All Is Not Well In The Land Of The Rising Sun
Japan GDP Growth Rate 1980-2016
Japanese Industrial Production Crashes Most Since 2011 Tsunami
Japan business mood sours to three-year low, adds to doubt over ‚Abenomics‘
First-quarter economy looks bleaker by the day
Standby for terrible news from Wall Street
19 Facts That Prove Things In America Are Worse Than They Were Six Months Ago
Economist Warns: “A Tidal Wave Is Coming… Recession Indicator Has Turned Red”

 

Quelle: http://www.konjunktion.info/2016/04/wirtschaftskollaps-der-naechste-prozessschritt-wurde-eingelaeutet-regierungen-im-panikmodus/

Gruß an die Weiterdenker

TA KI

Friss den Tod und bezahl dafür


Friss den Tod und bezahl dafür

 

Kennen Sie Glyphosat? “Glypho was? Glyphosat? Nein. Kenne ich nicht.”

Doch. Das kennen Sie sicher. Beziehungsweise, Sie sollten es kennen.

Das ist das, was im Baumarkt als „Round Up“ angeboten wird. Das meistverkaufte Pestizid der Welt. Chemische Formel: C3H8NO5P. Jeder Hobbygärtner kann es kaufen.

Es ist das Gift, das Landwirte vor der Aussaat und gern auch noch mal vor der Ernte in großen Mengen auf die Felder spritzen.

Tote Tiere – kranke Menschen! Nicht nur die Tiere sterben, auch Landwirte und deren Familien erkranken.

Genau um dieses Glyphosat geht es.

 

Friss den Tod und bezahl dafür...

 

Glyphosat (N-phosphornomethylglyzin) ist ein Breitbandherbizid. Es wirkt, indem es ein Enzym blockiert, das für die Proteinsynthese in Pflanzen zuständig ist.

Das bedeutet, dass es jede Pflanze tötet, die nicht gentechnisch so verändert wurde.

Glyphosat wirkt systemisch. Das heißt: es dringt in alle Bestandteile der Pflanze ein – in Blätter genauso wie in Samen.

Glyphosat lässt sich nicht abwaschen und wird weder durch Erhitzen noch durch Einfrieren abgebaut. Glyphosat-Rückstände halten sich etwa ein Jahr lang in Lebensmitteln.

Die Hälfte der weltweit vertriebenen Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat geht auf das Konto von Monsanto.

 

Glyphosat - Herbiszide - Pestizide - Friss den Tod und bezahl dafür

 

Andere Agro-Chemiekonzerne wie Syngenta, BASF, Bayer und Dow vermarkten ihre eigenen Glyphosat-Produkte.

Einen großen Anteil am Glyphosat-Markt sichert sich Monsanto über Farmer, die vertraglich dazu verpflichtet werden, Monsantos gentechnisch veränderte Roundup Ready-Pflanzen ausschließlich mit Roundup zu besprühen.

In Deutschland wird Glyphosat auf rund 39 Prozent aller Ackerflächen bzw. auf 4,3 Millionen Hektar gespritzt.

In Österreich hat das Landwirtschaftsministerium genaue Zahlen über die Einsatzflächen bislang nicht veröffentlicht.

6000 Tonnen kommen pro Jahr allein in Deutschland zum Einsatz. Der US-Konzern Monsanto sackt Milliarden Dollar mit dem Unkraut-Killer ein.

Obwohl Glyphosat das weltweit am häufigsten eingesetzte Pestizid ist, wurden Lebensmittel in Europa bis vor kurzem kaum auf Glyphosat-Rückstände untersucht.

Andererseits wurden aber die gesetzlichen Höchstwerte von Glyphosat in vielen landwirtschaftlichen Produkten, wie etwa Mais, Weizen, Roggen, Linsen und Hirse seit den 90er Jahren um das 2- bis 200 -fache angehoben.

 

Glyphosat - Herbiszide - Pestizide - Friss den Tod und bezahl dafür.

 

Glyphosat wurde 2002 für den EU-weiten Einsatz zugelassen, ohne dass die zuständigen Stellen auch nur einen einzigen eigenen Sicherheitstests durchführten.

Stattdessen verließen sie sich auf die Daten der Hersteller. Die meisten Studien, die in den Zulassungsprozess einfließen, kommen von Firmen wie Monsanto, Syngenta, Bayer und anderen Produzenten von Agro-Chemikalien.

Anders, als in wissenschaftlichen Fachjournalen veröffentlichte Studien, durchlaufen sie keinen Peer-Review-Prozess, also keine Beurteilung durch Fachkollegen.

Die Originaldaten bleiben unter Verschluss und können daher nicht von unabhängiger Stelle überprüft werden.

Geschützt durch die EU-Gesetzgebung, verweigern die Hersteller die Herausgabe ihrer Erkenntnisse unter Berufung auf ihre „Geschäftsgeheimnisse“.

Der amerikanische Agrarkonzern Monsanto brachte den Unkrautvernichter unter dem Namen “Roundup” schon 1974 auf den Markt.

Anfangs wurde das Mittel vor der Aussaat als praktischer Unkrautkiller aufgebracht.

Mit der Entwicklung von gentechnisch veränderten Pflanzen, die gegen das Herbizid resistent sind, konnte Roundup auch während des Anbaus angewendet werden.

Kurz vor der Ernte von Getreide spritzen Landwirte nochmals Glyphosat, um den Feuchtegehalt der Körner zu reduzieren.

 

Friss den Tod und bezahl dafür....

 

Für einen Abbau des Wirkstoffes bleibt dann nicht genügend Zeit und über das tägliche Brot gelangt es dann in den menschlichen Körper.

Durch verharmlosende und sogar irreführende Werbung animiert, wird das Mittel häufig falsch angewendet. Zum Beispiel in Garageneinfahrten oder auf Wegen. Das ist aber streng verboten.

Mit dem nächsten Regen würde die Giftbrühe in die Kanalisation oder in den nächsten Bach oder Teich geschwemmt. Verboten ist auch der Gifteinsatz im Kiesbett oder Kiesweg ebenso wie auf Bürgersteigen, Plattenwegen, Parkplätzen und in Garageneinfahrten.

Man muss sich sowieso wundern, warum Privatleute dieses Giftzeug überhaupt benutzen?! Ganz normaler Haushaltsessig tut ´s doch auch.

Gießkanne – Wasser rein – etwas Essig dazu – und dann gießen. Fertig. Schon in Kürze verschwinden Algen, Moos und sogenanntes “Unkraut” von der Garageneinfahrt.

Chemische Unkrautvernichter sind übrigens nicht mehr im Selbstbedienungsregal im Bau- oder Gartenmarkt zu finden. Man muss sich zuvor beraten lassen, wie und wo man das Mittel einsetzen darf.

Die Verkäufer sollten entsprechend geschult sein und auf die entsprechenden Verbote aufmerksam machen.

Online genügt hingegen ein Klick, und man hat billig Unkrautvernichter für 40.000 Quadratmeter bestellt. Ganz legal.

Hobbygärtner dürfen nur Kleinpackungen bestellen, mit denen man höchstens 800 Quadratmeter Unkraut totspritzen kann. Internethändler sichern sich mit dem Hinweis ab, dass „die Mittel nicht für den Haus- und Kleingartenbereich zugelassen sind“.

Also Finger weg von dem Zeug und lieber Haushaltsessig verwenden.

Weltweit wird jährlich mindestens eine Million Tonnen der Chemikalie Glyphosat verspritzt. Die Monsanto-Patente sind abgelaufen und Glyphosat wird inzwischen unter verschiedenen Handelsnamen vertrieben.

Chemische Unkrautvernichter sind beliebte Mittel, wenn man zu faul ist, die Gartenbeete selber, also von Hand sauber zu halten.

 

Friss den Tod und bezahl dafür..

 

Die Wirkung tritt innerhalb einer Woche ein: die Pflanzen sterben ab.

Am meisten verkauft werden glyphosathaltige Mittel wie Roundup, Glyphos, Keeper oder Vorox. Alleine in Deutschland sind über 90 verschiedene Mittel zugelassen – davon viele auch für Haus- und Kleingärten.

Glyphosat galt noch nie als sicher. So darf es laut Herstellerangaben nicht in unmittelbarer Nähe von Gewässern eingesetzt werden, weil es giftig für Fische und andere Wasserorganismen ist.

Glyphosat und seine Hilfsstoffe töten Amphibien, selbst wenn das Mittel in empfohlenen Dosierungen angewendet wird.

 

Friss den Tod und bezahl dafür.

 

Auch mit Krebserkrankungen und Missbildungen an menschlichen Embryonen wird Glyphosat immer wieder in Verbindung gebracht.

Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) hat Glyphosat als “wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen” eingestuft.

Viele sind jetzt verunsichert: Ist Glyphosat nur wahrscheinlich krebserregend oder tatsächlich krebserregend? Es wird viel diskutiert.

1. Darüber, ob der Landwirt Recht hat, der in einem TV-Interview Glyphosat verdächtigt, daran Schuld zu sein, dass seine Freundin mit 27 an Brustkrebs gestorben ist und der ebenfalls auf dem Hof mithelfende Bruder mit 36 an Darmkrebs.

2. Darüber, dass in einigen Soja-Anbaugebieten in Argentinien – hier wird Glyphosat flächendeckend eingesetzt – eine „überdurchschnittlich hohe Anzahl von Krebserkrankungen bei Kindern” festgestellt worden ist.

3. Darüber, dass eine argentinische Untersuchung heraus gefunden hat, dass Glyphosat zu Missbildungen bei Frosch- und Hühnerembryonen führt.

4. Darüber, dass manche Länder Glyphosat schon verboten haben oder strengere Vorschriften planen, darunter Sri Lanka, Mexiko und die Niederlande.

5. Darüber, dass Monika Krüger, Leiterin des Instituts für Bakteriologie und Mykologie an der Universität Leipzig, fordert: „Glyphosat muss vom Markt genommen werden“.

Sie bringt Glyphosat in Verbindung mit Autismus, Fettsucht, Demenz, Zöliakie, Morbus Crohn, Nierenversagen, Krebs und eingeschränkter Fruchtbarkeit.

Will sie einfach nur Stimmung machen? Monsanto, der US-Milliardenkonzern, spricht von „viel Polemik“. Was auch sonst?! Dieser schon oft in die Schlagzeilen geratene Verbrecherkonzern sackt mit diesem Dreckszeug schließlich Milliardengelder ein.

6. Darüber, dass 16 Muttermilchproben getestet wurden und die festgestellten Glyphosat-Rückstände dort alle über dem für Trinkwasser zulässigen Rückstandshöchstgehalt von 0,1 Nanogramm pro Milliliter lagen.

Das sogenannte “Bundesinstitut für Risikobewertung” erklärt besorgten Eltern nun, dass der Befund im Gegensatz zu einer Vielzahl von Studien stehe, “die keine Hinweise auf eine Anreicherung im Organismus erbracht haben”.

Das muss einen nicht wundern, dass das sogenannte “Bundesinstitut für Risikobewertung” mit angeblichen Studien beschwichtigt, denn das hat schon viele Gifte durchgewunken.

Sogenannte “Studien” werden immer gern herangezogen. Leider steht bei fast allen sogenannten “Studien” das Ergebnis schon fest, bevor die sogenannte “Studie” überhaupt begonnen hat.

Expertin Heike Moldenhauer erklärt, dass zur Bewertung von Glyphosat fast nur Studien herangezogen werden, die die Industrie beauftragt hat.

Auch das muss man wissen: Eine sogenannte “Studie” hat nichts, aber auch gar nichts mit einem medizinischen Beweis zu tun.

7. Darüber, dass Martin Häusling, der Landwirtschaftsexperte im Europaparlament, den BfR-Einschätzungen misstraut.

Er sieht im Zulassungsverfahren zu viel Einfluss der „Interessen einer Industrie, die mit dem Verkaufsschlager Glyphosat, ungeachtet aller gesundheitlichen Bedenken, weiter Kasse machen will“.

8. Darüber, dass sich das sogenannte “renommierte Bundesinstitut für Risikobewertung” in seinen Glyphosat-Berichten auch auf mehrere Leserbriefe in einer Fachzeitschrift gestützt hat. Darunter auch auf welche von industrienahen Autoren (Monsanto!).

Hier wurden also Leserbriefe als Studien verkauft. Das sogenannte “Bundesinstitut” sieht darin kein Problem. Das sei wissenschaftlicher Usus. Die seien ja nicht als Studien verkauft worden, sondern lediglich als Quellen.

Um Ausreden ist man beim sogenannten “Bundesinstitut” also ganz und gar nicht verlegen. Leserbriefe als Studie zu verkaufen ist schon dreist. Das dann aber auch noch als wissenschaftlichen Usus zu bezeichnen, ist eine freche Unverschämtheit!

9. Darüber, dass die Behörde, die Glyphosat als „möglicherweise krebserregend“ einstuft, angeblich auch Kaffee, Handy und Aloe Vera-Extrakt als „möglicherweise krebserregend“ bezeichnet, wie Monsanto behauptet (was aber nicht stimmt). Es wird mit allen Tricks gespielt.

10. Darüber, dass die Zeitschrift „Öko-Test“ Ergebnisse veröffentlichte, wonach in sieben von zehn untersuchten Großstädtern in Deutschland das Unkrautvernichtungsmittel im Urin festgestellt wurde.

Die Firma “Bundeslandwirtschaftsministerium” teilte dazu mit, dass diese Urinproben auf Basis des derzeitigen Kenntnisstandes „keinen Grund zu Besorgnis“ darstellen würden.

11. Darüber dass die Agrarexpertin Christiane Huxdorf warnt: „Alle Anwendungen, bei denen es sehr wahrscheinlich ist, dass Menschen mit Glyphosat in direkten Kontakt kommen, müssen umgehend ausgesetzt werden”.

12. Darüber, dass natürlich auch in Lebensmitteln Rückstände von Glyphosat sind.

„Öko-Test“ fand es in acht von zehn untersuchten Brötchen, was beweist, dass Glyphosat Backtemperaturen übersteht.

Auch hier gibt das sogenannte “BfR” Entwarnung: Die Konzentrationen seien gesundheitlich unbedenklich.

13. Darüber, dass der Pestizidexperte Tomas Brückmann ebenfalls eine Neubewertung fordert: “Es ist unverantwortlich, Glyphosat weiter als unbedenklich einzustufen“.

Die Medizin geht mit dieser Aussage konform: Glyphosat kann in Blut und Körpergewebe nachgewiesen werden.

Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass es während der Schwangerschaft die Blut-Plazenta-Schranke überwinden kann.

Glyphosat-haltige Herbizide variieren hinsichtlich ihrer Toxizität und können sich verheerend auf die menschliche Gesundheit auswirken.

Es konnte gezeigt werden, dass sie bereits in geringen Dosen toxisch für menschliche Zellen sind.

Das Abbauprodukt AMPA ist für Menschen toxischer, als Glyphosat selbst!

Schon winzigste Mengen hormonell wirksamer Chemikalien können in der Schwangerschaft irreversible Auswirkungen auf den sich entwickelnden Fetus haben.

Sowohl Glyphosat als auch AMPA wirken im Laborversuch „genotoxisch“. Das bedeutet, sie beeinflussen die Fähigkeit der Zelle, ihre DNS exakt zu kopieren und zu vervielfältigen. Dies führt potenziell zu genetischen Mutationen und einem erhöhten Krebsrisiko.

Schlussfolgerungen und Fragen

Hersteller von Glyphosat und entsprechende Zulassungsstellen haben lange behauptet, dass Glyphosat harmlos sei und deshalb bedenkenlos in großem Umfang eingesetzt werden könne.

Diese Schlussfolgerungen lässt der heutige Stand der Wissenschaft nicht mehr zu.

Vielmehr zeigt sich, dass Glyphosat ein erhebliches Problem für Mensch und Umwelt darstellt.

Die Untersuchungen konnten in allen 18 untersuchten Ländern Glyphosat im Körper von Testpersonen nachweisen.

“Ich will mich nicht mit diesem Zeug vergiften! Was kann ich tun?”

Wir raten schon seit langer Zeit, sich von der so lieb gewonnenen Einfachheit alles einkaufen zu können so weit wie möglich zu verabschieden und zur Autarkie zurückzukehren. Das heißt: Gemüse selber anbauen, sowie Stallungen reaktivieren und Tiere selber züchten.

Da werden sich nun sicher viele an den Kopf fassen und denken: “Habt ihr sie noch alle?! Wie soll das denn gehen?! Das geht doch gar nicht!”

Doch. Das geht. Das ging früher ja auch und gehörte zum Alltag, dass die Menschen ihr Gemüse im eigenen Garten anbauten und in kleinen Stallungen Schweine, Hühner, Enten, Gänse usw. züchteten.

Fragen Sie mal ältere Leute. Von denen weiß so gut wie jeder, wie man Nahrungsmittel haltbar macht und wie man verschiedene Sorten Wurst selber herstellen kann.

Genau das werden die Menschen der heutigen Zeit wieder lernen müssen, denn es geht nämlich nicht nur um Glyphosat!

Es geht auch um Nahrungs- Pflege- und sonstige Mittel, die wir einfach so einkaufen. Kein einziger Konsument weiß, woraus die Produkte bestehen und was diesen von den Herstellern so alles beigemischt wurde.

Glyphosat ist ja nur ein gesundheitsgefährdender Stoff! Wer weiß schon, was für Giftzeug die Produkte sonst noch so enthalten!

Giftstoffe sind das eine – Betrug und Abzocke das andere

Versuchen Sie heute mal in einen Laden zu gehen und einzukaufen, ohne abgezockt und betrogen zu werden.

Wenn Sie jetzt denken: “das geht ja gar nicht”, dann würden wir Ihnen durchaus zustimmen, denn das geht tatsächlich nicht.

Informieren Sie sich zum Beispiel mal über “schnittfestes Wasser”. Dann wissen Sie schon mal über eine Sache Bescheid, wie Sie über den Tisch gezogen werden.

Kurzum: Wenn die Menschen dieser Vergifterei und Betrügerei einigermaßen entgehen wollen, dann können wir nur Autarkie empfehlen.

Autarkie (altgr. autárkeia ‚Selbstgenügsamkeit‘, ‚Selbstständigkeit‘) bedeutet im allgemeinen Sinne, dass Organisationseinheiten oder Ökosysteme alles, was sie ver- oder gebrauchen, aus eigenen Ressourcen selbst erzeugen oder herstellen.

Selbstversorgung muss im Gegensatz zur Autarkie nicht alles zur Lebenserhaltung aus eigenen Ressourcen bereitstellen.

Autarke Systeme sind u. a. wirtschaftliche Einheiten (Volkswirtschaften, Wirtschaftsregionen, Haushalte), die sich ausschließlich mit eigenen wirtschaftlichen Gütern (Lebensmittel, Rohstoffe, Waren, Dienstleistungen, Produktionsfaktoren, Energie) versorgen.

Das Adjektiv autark bedeutet, von der Umgebung unabhängig, sich selbst versorgend, auf niemanden angewiesen sein.

In diesem Sinne…

zurück zur Autarkie (oder wenigstens zur Selbstversorgung).

 

 

Glyphosat - Herbiszide - Pestizide - Friss den Tod und bezahl dafür..Quelle: https://newstopaktuell.wordpress.com/2015/12/10/friss-den-tod-und-bezahl-dafuer/

Gruß an die Selbstversorger

TA KI

Westliche Militäreinsätze provozieren Flüchtlingskrise in Europa


Im Rahmen des Projekts Sputnik.Fakten veröffentlicht die Nachrichtenagentur Sputnik Angaben über den Flüchtlingsansturm auf Europa. Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat kommen die meisten Einwanderer aus Syrien (73.310), dem Kosovo (58. 920) und Afghanistan (39. 910).

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Auffällig ist, dass die USA und ihre Verbündeten in diesen Ländern zu Militäreinsätzen griffen.

Die Eurostat-Angaben zeugen davon, dass sich der Flüchtlingsandrang nach Europa seit 2008 nahezu verdreifacht hat. Die meisten Einwanderer mussten Ungarn, Schweden und Österreich aufnehmen – jeweils 9 929, 5052 und 3328 Flüchtlinge pro eine Million Einwohner. Auffällig ist, dass 72 Prozent der Flüchtlinge Männer und nur 28 Prozent Frauen sind. 49 Prozent aller Flüchtlinge sind Männer im Alter von 14 bis 34 Jahren. Auf Frauen in dieser Alterskategorie entfallen lediglich zwölf Prozent.

Sputnik.Fakten ist ein Projekt der Nachrichtenagentur bzw. des Senders Sputnik, bei dem Informationen zu aktuellen politischen und sozialen Themen veröffentlicht werden, die sich auf die Statistiken von Ländern und Organisationen (UNO, IWF usw.), auf Prognosen von großen Forschungszentren stützen.Sputnik (sputniknews.com) ist eine Medienanstalt (Nachrichtenagentur und Radiosender) mit multimedialen News-Hubs in Dutzenden Ländern. Sputnik umfasst Webseiten, analogen und digitalen Rundfunk, mobile Apps und Seiten in sozialen Netzwerken.

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Gruß an die Fakten
TA KI

Schwächeanfall: US-Notenbank-Chefin bricht Rede über Zinserhöhung ab


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Bei ihrem Vortrag über die Finanzpolitik und eine Zinswende in den USA hat die 69-jährige Präsidentin der amerikanischen Notenbank, Janet Yellen, zuerst den Faden verloren und dann die Bühne verlassen müssen, meldet Reuters.

In der vergangenen Woche hielt Janet eine Rede an der Amherst-Universität in Massachusetts. Nachdem die US-Notenbank-Chefin androhte, dass die vor kurzem verschobene Zinswende doch noch in diesem Jahr zu erwarten sei, wurde ihr plötzlich übel – sie schwieg eine Zeitlang und hustete, dann sagte sie: „Ich werde hier aufhören.“ Etwas später verließ sie die Bühne.

Laut einer Notenbank-Sprecherin fühlte sich Yellen „am Ende einer langen Rede unter heller Beleuchtung dehydriert“. Sie sei vorsichtshalber von Ärzten untersucht worden.

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Gruß an die Wahrheit
TA KI

Streit um ARD/ZDF-Gebühr: „Methoden werden immer rauer“


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Öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland wollen mehr Geld. Die jüngste Erklärung des ARD-Chefs zum Thema stößt auf wenig Begeisterung. Neben kritischen Zeitungskommentaren gibt es im Web auch Initiativen gegen die „unerträgliche Belästigung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk“.

Die „FAZ“ schreibt am Montag in einem Kommentar: „Die dank des neuen Rundfunkbeitrags zustande kommende Mehreinnahmen-Rücklage von knapp 1,6 Milliarden Euro, die zurzeit auf einem Sperrkonto liegt, wollen die Sender von 2017 an vollständig konsumieren, und die ARD hätte gern pro Jahr noch 99 Millionen Euro drauf. Das heißt, ARD, ZDF und Deutschlandradio hätten in der nächsten sogenannten Gebührenperiode von vier Jahren gerne zwei Milliarden Euro mehr als jetzt. Im vergangenen Jahr nahmen die Anstalten 8,4 Milliarden Euro ein.

Angesichts solcher Zahlen fragt man sich, für wie wenig mit Intelligenz und Erinnerungsvermögen gesegnet die Vertreter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die Bürger und Beitragszahler eigentlich halten. Die Reform der Rundfunkgebühr, die nun ein Rundfunkbeitrag ist, der fällig wird, sobald man deutschen Boden betritt, wurde uns mit dem Argument der ‚Aufkommensneutralität‘ verkauft. Die Sender sollten nicht weniger zur Verfügung haben als vorher.“

Das Blatt kommentiert weiter, die Reduzierung des monatlichen Rundfunkbeitrags von 17,98 Euro auf 17,50 Euro im April dieses Jahres sei offenbar nur ein Ablenkungsmanöver gewesen, nach dem „sich der nächste große Schritt besser verkaufen lassen soll, wenn 2017 der Beitragsrubel vom Sperrkonto rollt und es heißt: alle Mann an die Fleischtöpfe!“

Auch Focus Online schrieb ironisch: „Die ARD-Sender brauchen mehr Geld, sagen die ARD-Sender. Grund seien teure Mitarbeiter, Kosten für gute Programme und digitale Kanäle. Bis 2020 gerechnet, geht es um Milliardenbeträge. Müssen die Zuschauer per erhöhtem Rundfunkbeitrag einspringen?“

Am Freitag hatte die ARD der Expertenkommission KEF einen Antrag für die Finanzen von 2017 bis 2020 vorgelegt. „Gute Programme kosten Geld, deswegen brauchen wir für die kommende Beitragsperiode ab 2017 einen Ausgleich für Preissteigerungen“, erläuterte der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor.

Im Netz gibt es mittlerweile unter online-boykott.de eine Webseite, die eine „Aktion gegen die mittlerweile unerträgliche Belästigung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und dessen Beitragsservice“ fördern will. Die Aktion verfolge das Ziel, „die immer größer werdende Fraktion der Gegner des zwangseingetriebenen Rundfunkbeitrages noch schneller wachsen zu lassen“.

Die „Methoden des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und dessen Beitragsservice“ werden nach Ansicht der Protestler „immer rauer und bewegen sich mittlerweile am Rande der Legalität“. Die Autoren des Online-Projekts bitten andere Internetnutzer um Unterstützung und behaupten: „Unsere Unterschriftenaktion erreicht bald 90.000 Unterzeichner. Das zeigt, wie viele Leute die Zwangsfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ablehnen.“

Einen ätzenden Kommentar im Hinblick auf die Erklärung des ARD-Chefs gab es auch unter finanzmarktwelt.de: „Dazu kann man sagen: Lieber Herr Marmor, bei einer Preiserhöhung der Deutschen Bahn kann man auf Fernbusse und Flugzeuge oder Mitfahrzentralen oder das eigene Auto ausweichen, wenn einem die Preiserhöhung nicht passt. Bei der GEZ-Gebühr kann man nicht ausweichen; man muss zahlen, auch wenn man den Zug namens ‚ARD & ZDF‘ gar nicht nutzen will, sondern den Zug namens RTL oder SAT1 oder gar keinen Zug.“

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Gruß an die Radio- und TV- Verweigerer
TA KI

Wer nur Mitleid empfindet, der hat keinen Verstand


Deutschland gibt sich gern weltoffen, tolerant und reich. Ein Tischleindeckdich. Doch unser Urteilsvermögen scheint vor Mitleid für Flüchtlinge getrübt zu sein. Dabei müsste jetzt Vernunft herrschen.

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Es war abzusehen, dass die Bereitschaft, Flüchtlinge willkommen zu heißen, sich umgekehrt proportional zu der Zahl derjenigen entwickeln würde, die darauf hoffen, in Deutschland aufgenommen zu werden. Angesichts der jüngsten Prognosen des Innenministers, der mit 800.000 Antragstellern in diesem Jahr rechnet, klingen die Zusicherungen, wir wären „gefordert, aber nicht überfordert“, zunehmend hohl.

Da ist ein Bürgermeister, der leer stehende Gebäude beschlagnahmen will, um sie zu Flüchtlingsheimen umzubauen, auch gegen den Widerstand der Besitzer. Ein Ministerpräsident möchte die Flüchtlinge im verödeten Osten ansiedeln, ein anderer schlägt vor, die Schutzsuchenden nach „Ethnien“ zu separieren, um Konflikte in den „Aufnahmeeinrichtungen“ zu vermeiden. Sunniten und Schiiten, Kurden und Jesiden, Afghanen und Iraker, Äthiopier und Eritreer. Eine Aufgabe, an der auch Experten, die immer wieder behaupten, den „einen Islam“ gebe es nicht, scheitern müssten.

Dann sind da noch diejenigen, die Albanien, Montenegro und das Kosovo zu „sicheren“ Herkunftsländern erklären wollen, wohl wissend, dass sie damit keinen Albaner, keinen Montenegriner und keinen Kosovaren von der Flucht abhalten würden. Es geht nur darum, die Abschiebeverfahren zu vereinfachen.

Die neue Fremdenfreundlichkeit

Den Bürokraten, die glauben, jedes Problem auf dem Verwaltungsweg lösen zu können, stehen die Gutwilligen gegenüber, die jedem Flüchtling erlauben würden, sofort nach seiner Ankunft in der Bundesrepublik eine Arbeit anzunehmen. Integration durch Beschäftigung mag in der Theorie eine gute Idee sein, in der Praxis taugt sie so viel wie die Verteilung von „Bildungsgutscheinen“ an die Angehörigen bildungsferner Schichten. Welche Arbeit sollen die Flüchtlinge, bitte schön, denn annehmen?

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Als Tellerwäscher bei McDonald’s, Fremdenführer in Neukölln, Türsteher in Duisburg-Marxloh? Unqualifizierte Arbeitslose haben es jetzt schon schwer, irgendeinen Job zu finden, der ihnen ein Existenzminimum garantiert, und der Arzt aus Syrien, der uns immer wieder in den „Tagesthemen“ und dem „Heute Journal“ als Vorbild präsentiert wird, müsste erst einmal eine Weile nachsitzen, bevor er in einem Krankenhaus Patienten behandeln darf. Kein Mensch wird sich, nur um seine Fremdenfreundlichkeit zu demonstrieren, den Blinddarm oder die Mandeln von einem Arzt rausnehmen lassen, mit dem er sich nicht in einer Sprache unterhalten kann, die beiden geläufig ist.

Was wir derzeit importieren, sind nicht nur „ethnische“, also kulturelle und religiöse Konflikte, sondern, um mit Marx zu reden, auch eine „industrielle Reservearmee“, für die es keine Beschäftigung gibt und keine geben wird, das Lumpenproletariat von morgen und übermorgen. Was unser Urteilsvermögen trübt, sind die Bilder, die wir täglich sehen: von der griechisch-mazedonischen Grenze, aus Calais am Ärmelkanal, aus Freital und Heidenau in Sachsen.

Wer angesichts solcher Bilder kein Mitleid empfindet, der hat kein Herz, wer aber nur Mitleid empfindet, von dem er sich mit einer Spende befreit, der hat keinen Verstand.

Was Flüchtlinge kosten

Wir brauchen Einwanderung, so tönt es von allen Seiten, weil wir nicht genug Facharbeiter haben. Und weil die demografische Entwicklung nichts Gutes verheißt. Was aber verheißt eine demografische Entwicklung, deren Folgen wir heute schon in den „sozialen Brennpunkten“ und No-go-Vierteln der Städte studieren können?

Leider hat das Argument, die Einwanderer würden uns „bereichern“, inzwischen ausgedient. Bund, Länder und Gemeinden streiten darüber, wer und in welchem Umfang für die Kosten der Einwanderung aufkommen soll. Allein in diesem Jahr könnten es rund zehn Milliarden Euro werden. Peanuts, verglichen mit den Summen, die in Griechenland versenkt wurden. Man sollte nur wissen, dass die Betreuung eines minderjährigen Zuwanderers 60.000 Euro pro Jahr kostet, das ist mehr, als ein Facharbeiter im Jahr verdient.

Der Jugendliche bekommt nur ein Taschengeld, von dem er Zigaretten und Prepaid-Karten für sein Mobiltelefon kaufen kann. Der Rest verteilt sich auf den Ankauf von Wohncontainern, die Anmietung von Wohnungen und Häusern, den Unterhalt sozialer Netzwerke, die sich um die alleinstehenden Jugendlichen kümmern.

Ein deutsches Paradies?

Rund um die Bedürfnisse und Nöte der Migranten ist eine Industrie entstanden, die kaum in der Lage ist, die Nachfrage zu befriedigen. Die Hersteller von Zelten und Schlafsäcken kommen mit der Produktion nicht nach, pensionierte Beamte müssen reaktiviert werden, private Wachdienste suchen neue Mitarbeiter, gemeinnützige Vereine übernehmen die Aufgaben der Sozialämter.

Wer eine heruntergekommene Bruchbude sein Eigen nennt, bietet sie der Stadtverwaltung als Notunterkunft an. Praktizierte Nächstenliebe hat ihren Preis.

Und weil all das nicht reicht, lassen die Medien immer öfter Migranten zu Wort kommen, die nicht dankbar, sondern enttäuscht sind. So habe er sich Deutschland nicht vorgestellt, klagte vor Kurzem ein Syrer bei der „Welt“, der kein Wort Deutsch und nur sehr gebrochen Englisch sprach. Wie dann, ist man versucht zu fragen, wie dann? Ein Paradies, in dem Milch und Honig fließen, die Menschen ihr Geld im Schlaf verdienen und nur darauf warten, ihren Wohlstand mit Millionen von Flüchtlingen zu teilen?

Freundliche Helfer allerorten

Daran, dass ein solcher Eindruck überhaupt entstehen konnte, sind „wir“ nicht unschuldig. Spätestens seit dem „Sommermärchen“ von 2006 präsentiert sich Deutschland gerne als ein Land, in dem mehr gefeiert als gearbeitet wird. Gastfreundlich, tolerant, weltoffen und – reich. Ein Tischleindeckdich mit angeschlossenem Cateringservice.

Es ist noch nicht lange her, da hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen 17 Minuten langen Infofilm über „Das deutsche Asylverfahren“ produziert und auf seiner Homepage online gestellt. Der Protagonist ist ein junger Iraker, der in Deutschland Asyl beantragen möchte, weil er in seiner Heimat verfolgt wurde.

Wie und warum, bleibt ungesagt. Mit einem Koffer in der Hand steht er eines Tages vor einer „Aufnahmeeinrichtung“ für Flüchtlinge, allein auf weiter Flur. „Endlich angekommen“, sagt er, „ich bin gespannt, was mich hier erwartet.“ Eine Mitarbeiterin des Bundesamtes für Migration geht auf ihn zu und sagt: „Guten Morgen, wie kann ich Ihnen helfen?“ Und so geht es weiter. Überall, wo der junge Mann hinkommt, wird er von freundlichen Helfern im Empfang genommen, die ihn individuell und liebevoll betreuen. Eine Geschichte, die Claus Kleber garantiert zu Tränen rühren würde.

Der aufwendig hergestellte Film wurde in neun Sprachen synchronisiert, unter anderem Albanisch, Arabisch, Serbisch und Paschtu, und mit Mitteln aus einem EU-Fonds gefördert.

Wer das Werk gesehen hat, der kann gar nicht anders, als sich sofort auf den Weg nach Deutschland zu machen. Wo ihn eine Mitarbeiterin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge mit dem Satz begrüßen wird: „Es tut uns sehr leid, wir haben wegen Überfüllung geschlossen.“

Quelle: http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article145576852/Wer-nur-Mitleid-empfindet-der-hat-keinen-Verstand.html

Gruß an die, die des Pudels Kern erkennen

TA KI

Russischer Außenminister Lawrow droht Pfändungen an


Österreich dementiert angebliche Konfiskationen

Moskau – Das Einfrieren russischer Aktiva in Frankreich und Belgien zugunsten von Yukos hat Empörung im Kreml ausgelöst: Russlands Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete das Vorgehen der Gerichtsvollzieher in Brüssel als „gröbsten Verstoß gegen die Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen“. Kurzzeitig waren auch Gelder der russischen Botschaft gesperrt worden. Die Pfändungen unmittelbar im Vorfeld des Internationalen Petersburger Wirtschaftsforums zielten offenbar darauf ab, westliche Investoren in Russland weiter zu verunsichern, spekulierte Lawrow.

Der russische Chefdiplomat versprach eine harte Gegenreaktion: Russland werde Gleiches mit Gleichem vergelten, kündigte er an und wies eine Entschuldigung Brüssels zurück. Das belgische Außenministerium hatte darauf verwiesen, dass die Klage ohne sein Wissen erfolgt sei und es keine Möglichkeit habe, die Gerichte zu beeinflussen. Lawrow hat nun Klagen gegen europäische Aktiva mit Staatsbeteiligung versprochen. Er hoffe, dass russische Gerichte solche Klagen zuließen, fügte er süffisant hinzu.

Zuvor schon hatte das russische Außenministerium in seiner Protestnote ausdrücklich auch mit der Pfändung von belgischem Botschaftseigentum in Russland gedroht, sollte Brüssel seinen „unfreundlichen Akt“ nicht rückgängig machen.

Die Beziehungen mit Frankreich sind infolge der Yukos-Pfändungen ebenfalls angespannt, die mit Österreich sind hingegen davon entgegen ursprünglichen Meldungen russischer Medien vorerst nicht betroffen: Die staatliche Nachrichtenagentur Russia Today hatte unter Berufung auf Österreichs Botschafter Emil Brix berichtet, auch in Wien werde russisches Eigentum zugunsten der ehemaligen Yukos-Aktionäre beschlagnahmt. Die österreichische Botschaft dementierte dies im Standard-Gespräch allerdings.

Bei dem derzeitigen Streit geht es um Vermögenswerte von 1,6 Milliarden Euro, die allerdings nur einen Teil der Gesamtsumme von 50 Milliarden Dollar darstellen, die ein Haager Schiedsgericht den Ex-Yukos-Aktionären wegen der seiner Ansicht nach illegalen Enteignung zugesprochen hat. Russland hat bereits angekündigt, das Urteil zu ignorieren und die Strafe keinesfalls zu zahlen.

Krim-Sanktionen bleiben

Weiterer Streit zwischen Moskau und Brüssel ist zudem wegen der EU-Sanktionen vorprogrammiert. Am Freitag haben die Wirtschafts- und Finanzminister der Verlängerung der für die Krim und Sewastopol geltenden Restriktionen um ein Jahr zugestimmt. Demnach dürfen auf die von Russland annektierte Halbinsel ohne Zustimmung Kiews keine EU-Waren importiert und keine Investitionen getätigt werden.

Russland seinerseits will das Lebensmittelembargo verlängern. Die Maßnahme helfe der eigenen Landwirtschaft, begründete Vizepremier Arkadi Dworkowitsch. Eine Verschärfung der Gegensanktionen schließt Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew derzeit aus. Einigkeit im Kreml gibt es dazu wohl aber nicht, denn nur einen Tag zuvor hatte Wladimir Putins Wirtschaftsberater Andrej Beloussow mit der Möglichkeit geliebäugelt. (ab, 20.6.2015)

Quelle: http://derstandard.at/2000017739669/US-Aussenminister-Lawrow-droht-Pfaendungen-an

Gruß an die. die sich nicht alles gefallen lassen

TA KI

Bund verdoppelt Hilfe für Flüchtlinge


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Im Streit um die Kosten für Flüchtlinge in Deutschland gibt es eine Annäherung. Beim Spitzentreffen im Kanzleramt sagte der Bund den Ländern und Kommunen zu, die Hilfe für 2015 zu verdoppeln. Ab 2016 will sich der Bund dauerhaft an den Kosten beteiligen.

Der Bund stockt seine Hilfen für Länder und Kommunen zur Bewältigung der steigenden Flüchtlingszahlen auf und beteiligt sich vom kommenden Jahr an dauerhaft an den Kosten. Das vereinbarten Bund, Länder und Kommunen bei einem Spitzentreffen in Berlin.

Danach soll die „pauschale Hilfe“ im laufenden Jahr verdoppelt werden. Das wäre dann eine Milliarde Euro. Ab 2016 werde sich der Bund „strukturell und dauerhaft an den gesamtstaatlichen Kosten“ beteiligen, „die im Zusammenhang mit der Zahl der schutzbedürftigen Asylbewerber und Flüchtlinge entstehen“, hieß es weiter. Die Entscheidungen dazu würden im Herbst fallen.

Bund und Länder in einer „Verantwortungsgemeinschaft“

Bund und Länder seien sich einig, dass sie zur Bewältigung der großen Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber „in einer Verantwortungsgemeinschaft stehen“, hieß es. Durch gemeinsame Anstrengungen müsse klarer unterschieden werden „zwischen denen, die Schutz brauchen, und denen, die keine Bleibeperspektive haben“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Ministerpräsidenten der Länder und Chefs der Kommunalverbände hatten einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog ausgelotet. Eine Einigung wird für den eigentlichen Flüchtlingsgipfel in einer Woche angestrebt. „Wir sind ein ganzes Stück weitergekommen“, sagte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) nach einem dreistündigen Treffen.

Zahlen und Fakten zu Flüchtlingen in der EU

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Asylverfahren sollen verkürzt werden

Bisher stellt der Bund 2015 und 2016 jeweils 500 Millionen Euro bereit, um Länder und Kommunen bei der Aufnahme von Asylbewerbern zu entlasten. Der Betrag für 2016 würde demnach vorgezogen. Neben den strittigen Finanzhilfen wird auch angestrebt, die Asylverfahren zu verkürzen und die Integration in Ausbildung und Arbeit zu erleichtern.

12.500 Euro pro Asylbewerber

Offiziell diente das Spitzentreffen, an dem auch Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel sowie weitere Bundesminister teilgenommen hatten, der Vorbereitung des Flüchtlingsgipfels kommende Woche. Die Länder fordern nach Angaben aus Verhandlungskreisen vom Bund mehr als fünf Milliarden Euro zur Entlastung bei den Unterbringungskosten. Pro Asylbewerber würden Kosten von etwa 12.500 Euro veranschlagt. Bei in diesem Jahr von den Ländern erwarteten 450.000 Asylbewerbern würde dies bei voller Übernahme der Kosten Zahlungen des Bundes von 5,6 Milliarden Euro bedeuten.

Mehr als 400.000 Asylanträge bis Jahresende

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ging zuletzt davon aus, dass bis Jahresende mehr als 400.000 Asylanträge gestellt würden. Das wären doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Eine Korrektur nach oben ist möglich. In einem Länderpapier wird die Einführung der Gesundheitskarte als eine Möglichkeit genannt, die gesundheitliche Versorgung von Asylbewerbern zu erleichtern und die Kommunen zu entlasten.

Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-389.html

Gruß an das deutsche Volk, daß dies so still finanziert

TA KI

Ausländer scheitern an deutschen Unis massenhaft. Internationalisierung deutscher Unis ist ein Flop


Internationalisierung deutscher Unis ist ein Flop

Die Hochschulen rühmen sich ihrer wachsenden internationalen Ausrichtung. Doch viele Studenten zieht es nur ins deutschsprachige Ausland. Und Ausländer scheitern an deutschen Unis massenhaft.

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Sie kommen, studieren und gehen dann wieder. Die Ausländer im deutschen Hochschulwesen. Und sie tun dies, ohne dafür zu bezahlen. Kein anderes Land der Welt mit einem vergleichbaren Ruf leistet es sich, auf Studiengebühren für seine eigenen und die fremden Landeskinder gänzlich zu verzichten.

Deutschland ist also gut und billig. Deshalb steigt die Zahl ausländischer Studenten. 2006 waren es rund 54.000, heute sind es um die 87.000. Zählt man jene hinzu, die einen ausländischen Pass haben, aber ein deutsches Abitur, kommt man auf rund 102.000. Bleibt es bei den aktuellen Wachstumsquoten, werden im Jahr 2025 laut dem Hochschulbildungsreport des Stifterverbands und McKinsey vier von zehn Studienanfängern keine deutsche Staatsangehörigkeit haben.

Für die deutsche Wirtschaft könnte das eine gute Nachricht sein. Ist es aber nicht, denn die Absolventen bleiben mehrheitlich nicht in Deutschland (44 Prozent). Zudem brechen 41 Prozent noch vor dem Abschluss ihr Studium ab. Da hat keiner etwas davon. Weder der deutsche Arbeitsmarkt und Steuerzahler, noch der Studienabbrecher selbst. „Deutschland ist ein Bildungstransitland. Wir investieren viel Geld in ausländische Studierende, tun aber zu wenig, um diese erfolgreich zum Studienabschluss zu führen und sie zum hierbleiben zu motivieren“, sagt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbands.

Was ist eigentlich Internationalisierung?

Für die Hochschulen ist die hohe Zahl ausländischer Studenten dennoch Ausweis ihrer vermeintlich erfolgreichen Internationalisierungsstrategien. Internationalisierung ist ein unheimlich beliebtes Schlagwort von Hochschulpräsidenten und Politik. Doch was sich dahinter versteckt, ist diffus. Der eine verweist eben auf die Zahl ausländischer Studenten, der nächste ganz pauschal auf den Bologna-Prozess, also die Umstellung auf Bachelor und Master. Wieder andere zählen auf, wie viele englischsprachige Symposien sie zuletzt veranstaltet haben oder sie beten die Namen namhafter ausländischer Wissenschaftler herunter, die gerade an ihrer Uni zu Gast waren.

Dies alles verdeckt, dass die Internationalisierung auf der Ebene der Studenten, der deutschen wie der ausländischen, kein Erfolg ist. Ja, dass im Gegenteil, Errungenschaften verloren zu gehen drohen. Im Hochschulkompass, den die Hochschulrektorenkonferenz zusammenstellt, sind rund 9800 Studiengänge aufgeführt. Doch nur 408 von ihnen firmieren als internationale Studiengänge, weil sie fremdsprachige Pflichtveranstaltungen und obligatorische Auslandssemester beinhalten. Das sind 5,7 Prozent aller Studiengänge. 2008 waren es schon mal 7,2 Prozent.

Geradezu eine Verweigerungshaltung zeigt sich bei den Studenten selbst. Ein bezeichnendes Beispiel: 39 Prozent der deutschen Studenten geben an, „nie“ Kontakt zu ausländischen Kommilitonen zu haben. 36 Prozent sprechen von „selten“. 25 Prozent können sich immerhin an einige Momente erinnern. Wie kann das sein? Wo doch die ausländischen Studenten immer mehr werden? Anfang des Jahrhunderts waren die entsprechenden Werte doch signifikant besser. Kein Wunder, dass viele Ausländer scheitern, weil es ihnen nicht gelingt, ausreichend Deutsch zu lernen.

Deutsche Studenten interessieren sich nicht für Ausländer

Es drängt sich der Eindruck auf, dass viele Deutsche einfach kein Interesse an dieser Gruppe haben. Ein anderer Befund stützt dies mittelbar. Die Studierenden wurden gefragt, ob sie sich Vorteile von einem Studium im Ausland für sich persönlich oder ihr berufliches Fortkommen versprechen. Man möchte annehmen, dass diese Frage im akademischen Milieu so sinnvoll ist wie Eulen nach Athen zu tragen. Doch erstaunlicherweise sagen schon 2001 lediglich 63 Prozent (Beruf) und 62 Prozent (Persönlichkeit) mögliche positive Effekte eines Auslandsstudiums. Heute sind es sogar nur noch 51 Prozent (Beruf) beziehungsweise 52 Prozent (Persönlichkeit).

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Die Autoren der Studie mutmaßen, dass dies mit der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zu tun haben könnte. Ganz stichhaltig ist diese Begründung nicht. Denn die letztgenannten Zahlen stammen aus dem Jahr 2013. Die Finanz- und Wirtschaftskrise wirkte damals noch nach. Zudem vollzog sich die Entwicklung kontinuierlich über einen längeren Zeitraum. Handelt es sich also doch um einen Mentalitätswandel? Das ist wahrscheinlich. Würden die Studenten tatsächlich auf die guten Jobaussichten in Deutschland blicken, könnte es höhere Werte in puncto Persönlichkeitsentwicklung geben. Doch hier machen sie keinen Unterschied.

Gleichwohl gehen natürlich dennoch viele ins Ausland. Es werden auch mehr. 2001 waren es rund 52.000 Studenten, elf Jahre später 136.000. Doch von diesen absoluten Zahlen darf man sich nicht täuschen lassen. Denn im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der Studierenden insgesamt ja verdoppelt. Seit bald sechs Jahren nun schon schwankt die Quote der deutschen Studenten im Ausland zwischen 6,1 und 6,3 Prozent. Es hat den Anschein, als sei da einfach nicht mehr drin.

Zum Auslandsstudium nach Österreich

Schließlich zieht es die Deutschen eigentlich auch nicht in die Ferne. Nein, es zieht sie nach Österreich, in die Schweiz, die Niederlande, Belgien und Luxemburg. Insgesamt 54 Prozent studieren dort, wo sie im Regelfall ihre eigene Muttersprache benutzen können. Anfang der Nullerjahre interessierte sich gerade einmal jeder Vierte für diese Länder.

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Die Gründe sind bisweilen ganz pragmatischer Natur. Denn während etwa in der Medizin in Deutschland flächendeckend ein hoher Numerus Clausus gilt, gibt es diesen in den Nachbarländern häufig nicht. Die Diskussion über Deutschen-Quoten in Salzburg oder Wien hat schon Aufsehen erregt. So parken sich einige gewissermaßen im deutschsprachigen Ausland, um dann nach einigen (Warte-)Semestern ihr Studium in Deutschland fortzusetzen. Das ist schlau, erfüllt jedoch nicht den Anspruch an ein Auslandsstudium.

„Fakt ist, dass deutsche Studierende dort wahrscheinlich nicht in dem Maße die Fähigkeiten erlernen, die global aufgestellte Unternehmen auf außereuropäischen Märkten benötigen“, sagt McKinsey-Direktor Jürgen Schröder. Bei den Unternehmen stehen Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen nach wie vor hoch im Kurs. Schröder empfiehlt, den zeitlichen Druck aus dem Studium zu nehmen und im Curriculum Zeitfenster einzurichten, in denen Auslandsaufenthalte ohne Verlängerung der Regelstudienzeit möglich sind. Doch am Ende müssen die Studenten auch wollen. Und an dem Willen das Schlagwort „Internationalisierung“ mit Leben zu füllen, scheint es mehr und mehr zu fehlen.

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article141857856/Internationalisierung-deutscher-Unis-ist-ein-Flop.html

Gruß an die Finanziers der ausländischen Studierenden

TA KI

Alarmierende Ergebnisse von Gewässerproben: Insektizid-Belastung sprengt Richtwerte


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Forscher schlagen Alarm: Die Insektizidbelastung vieler Gewässer weltweit liegt weit oberhalb der behördlich zugelassenen Maximalwerte. Mehr als die Hälfte aller Proben von Wasser und Sediment ergaben deutliche Überschreitungen – teilweise um den Faktor 10.000. Die offiziellen Auflagen bieten demnach keinen ausreichenden Schutz, so die Wissenschaftler.

Bei der Zulassung eines Pestizids werden in der Regel umfangreiche Tests durchgeführt, auf deren Basis die Behörden eine maximal akzeptable Dosis festlegen. Diese Konzentration gilt dann als die Dosis, bei der keine negativen Auswirkungen auf ein Gewässer und die darin lebenden Organismen zu erwarten sind. Damit diese Konzentration in der Praxis nicht überschritten wird, müssen Landwirte bei der Ausbringung von Pestiziden oftmals Auflagen einhalten, zum Beispiel einen Mindestabstand von bis zu 20 Metern zum nächsten Gewässer.

Gewässer überprüft

Allerdings gibt es inzwischen Zweifel, ob diese Richtwerte und Auflagen tatsächlich ausreichen, um beispielsweise die Organismen der Gewässer zu schützen. Zum einen mehren sich Hinweise darauf, dass selbst Dosen unterhalb der zugelassenen Werte langfristig schädliche Folgen haben können. Zum anderen stellt sich die Frage, ob die Vorschriften überhaupt in der Praxis eingehalten werden.

Um das zu überprüfen, haben Wissenschaftler des Instituts für Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau erstmals umfangreiche globale Daten der Insektizidbelastung von Gewässern mit den für die jeweiligen Mittel vorgeschriebenen Maximalkonzentrationen verglichen. Insgesamt umfasste ihre Studie 11.300 Messungen aus 73 Ländern, die im Zeitraum von 1962 bis 2012 gemacht wurden.

Drastische Überschreitungen

Das Ergebnis ist alarmierend: Bei mehr als 40 Prozent der Wasserproben lagen die Insektizidwerte über den behördlich zugelassenen Mindestmengen. In den Sedimenten der untersuchten Gewässer waren sogar mehr als 80 Prozent der Messwerte inakzeptabel hoch. Teilweise maßen die Forscher Überschreitungen um den Faktor 10.000. Wie sich zeigte, waren die Folgen für die Gewässer enorm. Selbst bei den gemäß Zulassungsverfahren noch als unbedenklich einzustufenden Insektizidkonzentrationen wurde die Biodiversität der Gewässerorganismen bereits um etwa 30 Prozent reduziert.

Dabei traten zu hohe Insektizidwerte keineswegs nur in Ländern mit eher lockeren Umweltgesetzen auf: Auch in Ländern mit vergleichsweise strengen Regelungen wie den USA, Kanada, Deutschland oder Japan überschritten 40 Prozent der Proben die zugelassenen Werte. “Das zeigt, dass die Kontamination durch die Richtlinien nicht effektiv kontrolliert wird”, sagen die Forscher.

Von den 138 in Deutschland genommenen Proben waren sogar 80 Prozent höher belastet als behördlich erlaubt. Dieser hohe Wert liegt allerdings daran, dass bei uns vor allem kleinere Gewässer untersucht wurden und man dabei besonders sensible Messmethoden eingesetzt hat, wie die Wissenschaftler erklären. Hätte man diese Methoden überall eingesetzt, dann lägen auch anderswo die Werte noch höher.

Kein ausreichender Schutz

“Diese Ergebnisse zeigen, dass die Belastung von Gewässern durch Insektizide eine signifikante Gefahr für die aquatische Artenvielfalt weltweit darstellt”, konstatieren Sebastian Stehle und Ralf Schulz von der Universität Koblenz-Landau. Die behördliche Risikobewertung für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln biete hier offensichtlich keinen ausreichenden Schutz. Einerseits erfassen die Tests zur Risikobewertung nicht immer alle negativen Wirkungen, zum anderen halten sich viele Landwirte beim Spritzen schlicht nicht an die geltenden Auflagen.

“Zusammengenommen stellen unsere Ergebnisse die Schutzwirkung der aktuellen Risikobewertung von Insektiziden und der gängigen Spritzpraktiken grundsätzlich in Frage”, so die Forscher. Ihrer Ansicht nach ist es daher dringend nötig, die Anwendung von Insektiziden auch nach der Zulassung strenger zu überwachen. Werde hier nichts getan, dann könnten künftige landwirtschaftliche Aktivitäten sogar noch stärkere Umweltauswirkungen nach sich ziehen als der Klimawandel.

Reichlich Lücken

Wie lückenhaft die bisherigen Regelungen sind, zeigt auch dies: In mehr als 80 Prozent der Proben wurden gleich mehrere Insektizide gefunden – teilweise mehr als 30 Wirkstoffe in einer Probe. Dieser Effekt wird jedoch bei der behördlichen Zulassung nicht berücksichtigt – obwohl sich die negativen Wirkungen der Pestizide auf die Organismen summieren und gegenseitig verstärken können.

Zudem werden Pestizide meist zu bestimmten Zeiten gehäuft gespritzt, wie die Forscher erklären. Die tatsächlichen Belastungen in den Gewässern können während solcher Spitzenzeiten daher noch beträchtlich höher liegen als in den Studien gemessen. “Die Organismen an solchen Standorten erhalten dann ihre komplette Jahresdosis in sehr kurzer Zeit”, sagen Stehle und Schulz. “Das kann erhebliche ökologische Störungen verursachen.” Die Beteiligung der Insektizide am Artenschwund in den Gewässern wird ihre Ansicht nach daher erheblich unterschätzt.

Keine Besserung und hohe Dunkelziffer

Leider machen die Daten auch die Hoffnung zunichte, dass neuere Pestizide vielleicht umweltschonender sind oder neue Spritzmethoden weniger Eintrag in die Gewässer verursachen. Eher im Gegenteil: Für die neueren Wirkstoffe fanden die Forscher in den jüngeren Wasserproben bei 66 Prozent eine Überschreitung der zugelassenen Werte, in älteren Proben und mit alten Wirkstoffen waren es nur 24 Prozent, wie sie berichten. Das Risiko für die Gewässer ist demnach in den letzten Jahrzehnten sogar angestiegen.

Wenig ermutigend auch: Die in dieser Studie erfassten Proben machen nur einen kleinen Teil der potenziell gefährdeten Gewässer aus – für 90 Prozent liegen bisher noch gar keine Messdaten vor. So gibt es beispielsweise keine Werte für Russland oder große Teile Afrikas und Südamerikas. “Die tatsächliche Belastung der Gewässer und die daraus resultierenden ökologischen Risiken sind daher in Wirklichkeit noch größer als in dieser Studie erfasst”, betonen die Forscher.

http://www.pravda-tv.com/2015/04/alarmierende-ergebnisse-von-gewaesserproben-insektizid-belastung-sprengt-richtwerte/

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Gruß an die Forscher

TA KI

Parfüm – gefährliche Duftcocktails – Von wegen Natürlichkeit…


Eine Studie des Deodorantherstellers Bionsen stellte fest, dass schönheitsbewusste Frauen ihr Gesicht durch Kosmetika täglich mit bis zu 515 Chemikalien belasten. Dabei nehmen Parfüms mit zum Teil über 400 Substanzen die Spitzenreiter-Position ein. Aber auch Produkte wie die Nivea Body Lotion würden noch 32 chemische Komponenten enthalten.

Die beindruckenden Bilder von Blüten, Früchten, Gräsern oder Wurzeln, die im Film „Das Parfüm“ Duftgeber wohlriechender Essenzen sind, lassen leicht vergessen, dass Parfüm heute fast ein reiner Chemikaliencocktail ist. „80 bis 90 Prozent der Inhaltsstoffe werden synthetisch hergestellt, meist aus Erdölderivaten. Bis zu 200 verschiedene Chemikalien landen in einem einzigen Parfüm.“ erläutert Sonja Haider, Direktorin von WECF Deutschland (Women in Europe for a Common Future). „Migräne, Hautallergien, Asthma, Schwindel, Herzbeschwerden, Geburtsschäden, Krebs sowie viele andere Beschwerden und Krankheiten können in Zusammenhang mit Duftstoffen stehen.“2

„Wegen der irrationalen Vorurteile gegenüber synthetischer Stoffe“, so Chandler Burr, Duftkritiker der amerikanischen Tageszeitung The New York Times, gebe selbst der Hersteller eines enorm erfolgreichen Parfüms nicht zu, dass darin keine einzige natürliche Komponente steckt.3

Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland empfindlich auf Duftstoffe reagieren. Selbst wenn man auf Parfüm verzichtet, kann man dem Reiz für Nase und Haut kaum entgehen: Duftstoffe finden sich auch in Reinigungs- und Waschmittel, in Kosmetikartikeln, in Sprays, Duftkerzen und vielen weiteren Produkten des täglichen Bedarfs. Seit 1950 hat sich der Gebrauch von Duftstoffen verzehnfacht und allein in den 80er Jahren verdoppelte sich der Umsatz der Parfümindustrie.

 

Parfüms im Labor getestet – Rückstände im Blut

 

Die Zeitschrift ÖKO-TEST ließ im Oktober 2009 30 Parfüms gründlich auf ihre Inhaltsstoffe untersuchen.4 Das Ergebnis ist erschreckend: Die meisten Parfüms enthielten allergene Duftstoffe, die mittlerweile auf der Verpackung zu deklarieren sind. Nur vier der 30 getestete Produkte schnitten mit dem Urteil „befriedigend“ ab, darunter die beiden zertifizierten Naturparfüms. An fast allen Parfüms wurden wir nicht nur allergene Duftstoffe, sondern weitere problematische und bedenkliche Inhaltsstoffe kritisiert.

In 27 der untersuchten Parfüms steckten Duftstoffe die häufig Kontaktallergien auslösen. Knapp die Hälfte der Produkte enthielt außerdem die oft stark allergisch wirkenden Stoffe Eichenmoos, Baummoos, Isoeugenol oder Cinnamal.

22 Parfüms enthielten polyzyklische Moschus-Verbindungen, sieben davon zudem Cashmeran, ein Duftstoff, der in seiner Struktur stark den polyzyklischen Moschus-Verbindungen ähnelt und sich wie diese im Fettgewebe des Körpers anreichert. Ein anerkanntes Labor in den Niederlanden hat 2005 für Greenpeace insgesamt 69 Blutproben untersucht, 42 Mutterblutproben und 27 Nabelschnurblutproben. Dabei stießen die Wissenschaftler besonders häufig auf künstliche Moschusverbindungen.5

In zwölf Parfüms fand das von ÖKO-TEST beauftragte Labor stark erhöhte oder zumindest erhöhte Mengen Diethylphthalat. Dieser Stoff wird in Kosmetik unter anderem als Lösungsmittel oder Trägerstoff in Parfümmischungen eingesetzt. Er kann von der Haut aufgenommen werden und ihren Schutzmechanismus beeinflussen. Außerdem werden Phthalate verdächtigt, Leber, Niere und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und wie ein Hormon zu wirken.6

In 21 Marken waren bedenkliche UV-Filter enthalten, die im Tierversuch wie ein Hormon wirkten. Die Substanzen sind auf der Verpackung zu erkennen, sie sind bei den deklarierten Inhaltsstoffen als Ethylhexyl Methoxycinnamate, Benzophenone-1 und -3 aufgeführt.

 

EU-Chemikalienverordnung – organisierte Unverantwotlichkeit

 

In dem Film „Plastic Planet“ erzählt die Vizepräsidentin der EU-Kommission Margot Wallström über die EU-Chemikalienverordnung REACH, dass während ihrer Amtszeit von tausenden Stoffen nur elf untersucht wurden.

Die Ursache für die derart unzulänglichen Bemühungen, die Substanzen zu erforschen, sieht der Umweltmediziner Klaus Rhomberg auch in der chemischen Industrie begründet. Diese habe Einfluss auf die Verhandlungen über REACH ausgeübt, um von übertriebenen Prüfungen verschont zu bleiben. Erst nach Zustimmung der Industrie sei die Verordnung in Kraft gesetzt worden.

„Die Beurteilung der Schädlichkeit der verwendeten Substanzen liegt in Europa weitgehend bei den Riechstoffherstellern. Die Herstellertests betreffen meist nur Auswirkungen auf die Haut. Selten beurteilen sie die Effekte auf Atemwege, auf das Nervensystem und auf die Fortpflanzung. Dabei ist nachgewiesen, dass Duftstoffe selbst in winzigen Dosen Wirkungen im Zentralen Nervensystem auslösen und krank machen können.“ erläutert Sonja Haider. In den USA und Kanada werden aus dem vorliegenden Wissen über gesundheitliche Risiken durch Duftstoffe vermehrt die Konsequenzen gezogen und duftstofffreie Zonen in öffentlichen Gebäuden eingerichtet.7

 

2 WECF (Women in Europe for a Common Future) http://www.wecf.org

7WECF (Women in Europe for a Common Future) http://www.wecf.org

Quelle: http://www.wahrheitssuche.org/parfuem.html

Gruß an die „Schönheitsbewussten

TA KI

Deutschlands neue Armut – Um Geld allein geht es schon lange nicht mehr


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Deutschland ist ein reiches Land. Trotzdem wächst der Frust. Millionen gelten als arm, viele Kinder leiden. Längst hat sich eine „andere Armut“ mit gefährlichen Konsequenzen ausgebreitet.

Es ist noch kein Menschenleben her, da heizten meine Großeltern den Ofen mit Holz, wenn sie warmes Badewasser haben wollten. In ihrem Keller lagerten sie Kartoffeln und Äpfel für den Winter ein. Auf den Regalen reihte sich Weckglas an Weckglas: Sauerkirschen, marinierter Kürbis, grüne Bohnen. Alles aus dem Mietgarten, den meine Großmutter bewirtschaftete. Sie nähte auch oft Kleider für uns Enkelkinder. Mein Großvater war nach Krieg und Flucht vom Waldarbeiter zum Beamten bei der Forstverwaltung aufgestiegen. Die beiden hätten sich niemals als arm bezeichnet: Sie hatten eine Wohnung, ihr Sohn hatte das Gymnasium besucht und studiert. Das Geld war zwar immer knapp, aber es reichte für die „gute Butter“ auf dem Brot. Die „gute Butter“ – diesen Begriff habe ich als Kind schon nicht mehr richtig verstanden, ich kannte gar keine Margarine. Was war denn nur so Besonderes an Butter?

Seit 1950 führt das Statistische Bundesamt darüber Buch, was sich die Deutschen leisten und wie sich Kaufkraft und Inflationsrate entwickeln. Dazu packen die Statistiker einen fiktiven „Warenkorb“ mit den jeweils zeittypischen Gütern und Dienstleistungen. Alle paar Jahre wird der Inhalt des Korbes angepasst – und man sieht, wie sich Lebensverhältnisse und Ansprüche verändert haben.

Die 60er-Jahre-Körbe bilden den Alltag meiner Großeltern treffend ab: Unter „langlebigen Haushaltsgeräten“ findet sich da eine Nähmaschine und unter „Kleidung und Schuhe“ sind verschiedene Kleiderstoffe aufgelistet. Das Gemüseangebot (einschließlich der Kellerkartoffeln) ist noch strikt heimisch. Unter den Sport- und Campingartikeln findet sich die Luftmatratze. Heute sind auch Snowboard, Tennisschläger und Inline-Skates dabei. Und natürlich die vielen neuen elektronischen Geräte.

Löhne und Kaufkraft sind in Deutschland über die Jahrzehnte deutlich stärker gestiegen als die Preise – wenn man von kritischen Bereichen wie Mieten, Kinderbetreuung und Studium absieht. Aber im Allgemeinen müssen Arbeitnehmer heute wesentlich kürzer als früher für einst kostbare Dinge arbeiten.

Ein gutes österliches Beispiel ist das Hühnerei: 1950 war es unverhältnismäßig teuer: Für eine Zehnerpackung wurden umgerechnet 1,12 Euro verlangt, bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 0,56 Cent. Eine Stunde Arbeit für fünf Eier. 1960 brachte man es nach Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft schon auf zwölf Eier pro Arbeitsstunde, – heute sind es mehr als 70 Eier. Der gewaltige Zuwachs in der Eierkaufkraft zeigt wie viele andere Indikatoren, was für ein reiches und produktives Land Deutschland geworden ist. Und wir nehmen das als selbstverständlich hin.

Eine reiche Gesellschaft will sich keine Armut leisten. Sie kämpft dagegen an: 40 Prozent des Bundeshaushalts, mehr als 120 Milliarden Euro jährlich, gibt sie für Soziales aus. Das entspricht einem kompletten Haushalt der 80er-Jahre. Die frustrierenden Fragen lauten: Warum wird dann eigentlich gar nichts besser? Warum gelten bei uns rund zwölf Millionen Menschen als arm? Warum geht, um die jüngste, schlimmste Zahl zu nehmen, der Deutsche Kinderschutzbund davon aus, dass 2015, wie seit vielen Jahren, 2,5 Millionen Kinder in Armut leben? Obwohl so viel Geld aufgewendet wird, obwohl es so vielen Menschen gut geht und obwohl sowohl Langzeitarbeitslosigkeit als auch Unterbeschäftigung dramatisch gesunken sind?

Liegt es gar nicht am Geld?

Zwei Erklärungen sind denkbar. Entweder wir definieren Armut falsch. Oder es liegt nicht am Geld.

Zur Definition: Die Leistungen des Sozialgesetzbuches II (SGB II) sollen existenzielle Not verhindern und, wie es im 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung von 2005 formuliert wurde, „vor Armut und sozialer Ausgrenzung ebenso wie vor den Folgen besonderer Belastungen schützen“. Inzwischen setzen Wohlfahrtsverbände und Stiftungen – zuletzt die Bertelsmann-Stiftung in ihrer Studie „Der Einfluss von Armut auf die Entwicklung von Kindern“ vom Februar 2015 – Armut aber schlicht mit staatlicher Hilfe gleich: „Armut wird im vorliegenden Werkstattbericht über den Bezug von Leistungen nach SGB II gemessen“, so die Stiftung.

Und: „Arme Kinder sind bei der Einschulung häufiger auffällig in ihrer Visuomotorik und der Körperkoordination. Sie können sich schlechter konzentrieren, sprechen schlechter Deutsch und können schlechter zählen als Kinder, die keine Leistungen nach dem SGB II beziehen.“ Damit ist nun ganz gewiss keine Kausalität gemeint, aber der Satz klingt trotzdem seltsam: Die staatliche, aus Steuergeldern finanzierte Leistung, die eigentlich Armut verhindern soll, steht für Benachteiligung in jeder Hinsicht?

Auch der relative Armutsbegriff der OECD, wonach jene Menschen als arm gelten, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen „bedarfsgewichteten Nettoeinkommens“ erreichen, ist problematisch: Danach würde die Armut im Berliner Stadtteil Charlottenburg sprunghaft ansteigen, wenn Bill Gates in die Nachbarschaft zöge.

Der Verdacht, dass es neben dem Mangel an Geld eine „andere Armut“ gibt, die meine Großeltern nicht kannten, die aber das Leben für manche Menschen heute sehr schwer macht, ist nicht neu. Dabei geht es um die fehlende Fähigkeit zur Selbstorganisation, um mangelnde Kenntnisse über gesunde Ernährung, um Suchtprobleme, um Ratlosigkeit in der Kindererziehung, um die Fehlnutzung von Medien, um eine generelle Hoffnungslosigkeit.

Wie bekommt man das „andere“ zu fassen, wenn mehr Geld allein nichts hilft? Wie weit darf man in das Leben von Menschen eingreifen, um ihnen dabei zu helfen, dieses Leben zu meistern? Wenn es um Kinder geht, herrscht längst ein stillschweigender Konsens, dass sie in Betreuungseinrichtungen manchmal besser aufgehoben sind als zu Hause und dass sie hier lernen müssen, was ihre Eltern ihnen nicht mitgeben können.

Seit der familienpolitischen Wende, die eine Expertenkommission unter der früheren Familienministerin Renate Schmidt (SPD) eingeläutet und die Ursula von der Leyen (CDU) im selben Amt energisch fortgeführt hatte, setzt die Bundesregierung auf den Ausbau der Kinderbetreuung: Krippenplätze für ein knappes Drittel der unter Dreijährigen gibt es mittlerweile; 51 Prozent aller „schulischen Verwaltungseinheiten“ sind Ganztagsschulen; zweieinhalb Millionen Kinder werden durch Mittel aus dem „Bildungs- und Teilhabepaket“ der Bundesregierung gefördert; 4000 Schwerpunkt-Kitas erhalten zusätzliches Geld für die Sprach- und Integrationsförderung. „Präventionsketten“ sollen schon in die Familien hineinwirken.

Kaputte Elternpaare sind das neue Armustrisiko

Das ist richtig. Und das ist zugleich so schwierig, dass man vor der Aufgabe sofort kapitulieren möchte. Aber die Familien sind nun einmal die Einheiten, die fast unhintergehbar über das Schicksal von Kindern entscheiden. Ohne sie geht es nicht. Es gibt drei Parameter von Armut, die mit den Familien zu tun haben und über die wir in Deutschland mehr diskutieren sollten als bisher: Das sind, als häufigster Armutsgrund nach Arbeitslosigkeit, die Trennungen. Das ist die Kommunikation, das Sprechen in den Familien. Und das ist das Innenleben, die Familienähnlichkeit oder -unähnlichkeit der Kitas. Alle drei Punkte haben mit Werten zu tun.

Der amerikanische Politikwissenschaftler und Soziologe Robert Putnam setzt sich in seinem neuen Buch „Our Kids“ mit der dramatischen Bedeutung auseinander, die Klassenzugehörigkeit in den USA für die Bildungsbiografien von Kindern erlangt – während ihr ethnischer Hintergrund immer unwichtiger wird. Dabei spielen geradezu reaktionär anmutende Kriterien eine Rolle: Kinder von verheirateten Eltern haben wesentlich bessere Chancen, einen College-Abschluss zu machen, als die Kinder von Nichtverheirateten oder Alleinerziehenden. Schwarze Angehörige der Mittelschicht heiraten. Weiße Angehörige der Unterschicht tun es nicht mehr.

Auch in Deutschland sind nicht Kinder das Armutsrisiko, sondern auseinanderbrechende Elternpaare, mit all den materiellen und immateriellen Folgen der Trennung: weniger Einkommen, weil nicht beide Partner voll arbeiten können; doppelte Haushaltsführung; fehlende männliche Vorbilder; Erschöpfung, weil sich zwei Erwachsene besser als einer gegen den Kinderstress feien können. Einsamkeit.

Deutschland ist nicht Amerika, aber amerikanische Trends erreichen uns in der Regel früher oder später. Das kann kein Grund sein, für einen Ehe-Unterricht zu plädieren. Aber dass funktionierende, stabile Beziehungen, die auch eine gelegentliche Enttäuschung überstehen, von entscheidender Bedeutung für das Glück der Erwachsenen wie für das Glück der Kinder sind, das könnte im öffentlichen Diskurs eine stärkere Rolle spielen. Eine stärkere Rolle jedenfalls als die selbstverständlich unbestreitbare, aber eben auch sehr folgenreiche Freiheit, sich alle paar Lebensabschnitte neu zu entscheiden.

Mittelschichtseltern sprechen mehr mit ihren Kindern als Unterschichtseltern – und sie sprechen auf andere Weise mit ihnen. Eine „Wortlücke“ von 30 Millionen Worten, die zu einem Vierjährigen aus prekären Verhältnissen nicht gesagt wurden, ermittelten die Kinderpsychologen Betty Hart und Todd Risley von der Universität Kansas in den 80er-Jahren. Die andere Armut kann also auch Wortlosigkeit sein. Nach den Erkenntnissen von Hart und Risley wirkte sich das Schweigen unmittelbar auf die kognitive Entwicklung der Kinder aus.

Es geht um Tugenden wie Lesen, Musizieren, Konversation,

Es geht auch um das, was gesagt wird. Während Mittelschichtskinder in einer Stunde 32 Ermutigungen und nur fünf Verbote hörten, wurden den benachteiligten Kindern elf Verbote um die Ohren gehauen – und sie erfuhren nur fünf Ermutigungen. Kritiker sprachen der Studie die Repräsentativität ab, aber spätere Untersuchungen wiesen in die gleiche Richtung. Vor diesem Hintergrund hat zum Beispiel die amerikanische Stadt Providence beschlossen, ein Programm aufzulegen, bei dem Sozialarbeiter Familien ganz gezielt zum Sprechen und Vorlesen anregen, wie der „New Yorker“ im Januar 2015 berichtete. Auch Hillary Clinton hat eine Kampagne ins Leben gerufen („Too Small to Fail“), die die „Wortlücke“ schließen soll.

Eine Initiative, die direkt und aufsuchend die Eltern-Kind-Kommunikation in den Fokus nimmt, könnte auch die deutsche Wortarmut lindern. Hier wie in Amerika wäre allerdings mit dem Vorwurf der Traditionalisten unter den Sozialpädagogen zu rechnen, man wolle den Klienten „Mittelschichtswerte“ aufzwingen. Aber was ist schwerer zu ertragen: das, sagen wir, nachdrückliche Anbieten von Mittelschichtswerten? Oder Armut in einem der reichsten Länder der Erde, die nicht weichen will?

Einflussagenten der so oft gescholtenen, aber für das soziale Fortkommen offenbar unverzichtbaren bürgerlichen Gewohnheiten und Tugenden wie Lesen, Musizieren, Konversation, Manieren und Bedürfnisaufschub müssten natürlich die Kitas werden, die sich weniger kontroverser Ziele wie gesunder Ernährung und Sport ja schon angenommen haben. Auch vorgelesen wird in vielen Kindergärten bereits liebevoll.

Aber eine systematische Debatte darüber, wie nah das Innenleben der Kita der bildungsbürgerlichen Familie kommen darf, werden wir noch führen müssen. Jedenfalls dann, wenn wir der anderen Armut – und damit vielleicht der Armut insgesamt – ernsthaft den Kampf ansagen wollen. Dazu gehört eben mehr, als die Kaufkraft aller Menschen in die Nähe des aktuellen Warenkorbs zu bringen.

Quelle: http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/6428304/um-geld-allein-geht-es-schon-lange-nicht-mehr.html

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Gesundheitssystem: In der Fortschrittsfalle


leiden an der gesundheitMan kann unendlich viel für seine Gesundheit tun. Das hat aber
nicht viel, oft sogar gar nichts damit zu tun, ob und in welchem
Maße man sich als gesund empfindet – und Letzteres zählt.

Der Begriff „Gesundheit“ entzieht sich – wenn man einmal von der platten Floskel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Zustand vollständigen Wohlbefindens absieht – weitgehend einer Definition. Schon die Frage nach ihr kann sie beeinträchtigen oder zerstören, wie dies für ähnlich sensible Gebilde wie Vertrauen, Liebe, Gnade, aber auch zum Beispiel für den Schlaf oder die Sättigung gilt. Man kann unendlich viel für seine Gesundheit tun; das hat aber nicht viel, oft sogar gar nichts damit zu tun, ob und in welchem Maß man sich als gesund empfindet – und Letzteres zählt. So kann das Paradox zustande kommen: Je mehr ich für meine Gesundheit tue, desto weniger gesund fühle ich mich. In diesem Sinne ist Gesundheit eben nicht machbar, nicht herstellbar, stellt sich vielmehr selbst her. Gesundheit gibt es nur als Zustand, in dem der Mensch vergisst, dass er gesund ist. Nach Hans-Georg Gadamer ist dies der Zustand „selbstvergessenen … Weggegebenseins“ an den Anderen oder „das Andere“ der privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Lebensvollzüge.
Vor diesem Hintergrund kommt man um die ebenso logische wie bedrückende Feststellung nicht herum, dass wir seit etwa 200 Jahren mit zunehmender Wut kategorial falsch mit Gesundheit umgehen – mit katastrophalen Folgen für die Entwicklung der Gesundheit als Mittel der Vitalität. Denn seit wir uns mit der Säkularisierung, der Aufklärung und der Moderne vom metaphysischen Ballast aller Transzendenz befreien (von der Aristokratie und der Kirche bis zu Gott und der Natur), alles andere nur noch als Aneignungsobjekt wahrnehmen können, haben wir zwar allen Anlass, uns über den grandiosen Zugewinn an Freiheit, Verfügbarkeit und Reichtum dieser Eroberungsfeldzüge zu freuen, in denen der Mensch sich zunehmend an die Stelle der Natur, des Schicksals oder Gottes stellt, gewinnen aber offenbar erst allmählich ein Gespür für die Nebenwirkungen dieses Fortschrittsprozesses, wozu wir so etwas wie eine „zweite Aufklärung“ (Hubert Markl) bräuchten.
Dieses gilt nicht zuletzt für die Gesundheit. Denn auch wenn der Sieg über eine Krankheit oder ein Präventionsprogramm objektiv und messbar die Gesundheit fördert, kann dennoch eine Gesundheitsverschlechterung dabei herauskommen:
– wenn eine hypochondrische Überaufmerksamkeit auf das Selbst das Ergebnis ist;
– wenn wir Gesundheit für einen Stoff halten, den man nicht als Gabe zu empfangen hat, sondern sich aneignen und immer mehr davon haben wollen kann;
– wenn wir denken, wir könnten Gesundheit rational planen, herstellen, machen;
– wenn wir Gesundheit aus einem Mittel zum Leben zu einem Lebenszweck erheben und sie so missbrauchen;
– wenn wir sie zum höchsten gesellschaftlichen Wert verklären, wodurch sie, die eigentlich auf Verborgenheit angewiesen ist, vollends verhindert wird;
– und wenn wir uns somit die leidensfreie Gesundheitsgesellschaft zum Ziel setzen, in der jeder Bürger das Gesundheitssystem mit der Erwartung verknüpft, ihm gegenüber ein einklagbares Recht auf Gesundheit zu haben.
Die Gesundheitsgesellschaft treibt der Gesellschaft mit der Gesundheit die Vitalität aus – und so lange wird es im Vergleich mit anderen Gesellschaften Wettbewerbsfähigkeit weder in Lebenslust noch in Verantwortungsbereitschaft, noch in wissenschaftlichen oder industriellen Spitzenleistungen geben; und nur in Kombination dieser drei Merkmale wäre eine Gesellschaft vital und in diesem Sinne auch gesund.

Für diese These werden im Folgenden einige Belege beziehungsweise Hinweise auf Einflussfaktoren genannt, die eine Fülle bisher eher vernachlässigter Forschungsthemen zumindest andeuten:

1. Mit zunehmender Wirksamkeit schmerztherapeutischer Verfahren wird die Zahl der Schmerzkranken nicht etwa kleiner, sondern größer,
– weil gerade die Therapieerfolge die Erwartung und den Rechtsanspruch auf Herstellbarkeit von Schmerzfreiheit oder Leidensfreiheit auslösen,
– weshalb Schmerzen schon bei immer geringerer Intensität als unerträglich erlebt werden und nicht mehr als gesunde, normale Befindlichkeitsstörung;
– damit wird normale Schmerzempfindung immer weniger als positiv wichtiges Signal für Gefahren oder auch nur Widerstände im Rahmen einer gesunden und damit vitalen Lebensführung gewertet, sondern nach der ideologischen „Ethik des Heilens“ als Krankhaftes und damit von anderen chemisch oder psychisch Wegzumachendes aus dem eigenen Kompetenzbereich ausgegrenzt.
– Während bisher stets der eigene Umgang mit Störung, Schmerz oder Leiden die Quelle jeglicher kreativer Leistung war, droht jetzt die Verwechslung der nur noch selbstbezogenen, unendlich steigerungsfähigen Gesundheit mit der unendlich steigerungsfähigen Schmerz- und Leidensfreiheit.
– All dies wird noch in dem Maß verstärkt, wie die Diagnostik und Therapie des Schmerzes eigenständig institutionalisiert werden und daraus Eigeninteressen erwachsen.

2. Auf ähnliche Weise und mit vergleichbaren katastrophalen Folgen wird der Bereich des Gesunden auch bei Befindlichkeitsstörungen immer mehr verkleinert und damit seiner motivierenden Stacheln beraubt. Der Bereich des Krankhaften wird immer weiter aufgebläht. Dafür nur wenige Beispiele: Umgang mit Schlafstörungen, Essstörungen, Angst, Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern, aber auch unerwünschte Kinderlosigkeit oder Schönheitsmängel.

3. Diese gefährlichen, weil devitalisierenden Verschiebungen vom Gesunden zum Kranken werden zudem durch etwas begünstigt, was man als Top-down-Prinzip des Gesundheits- und Sozialsystems in Praxis und Wissenschaft bezeichnen kann: Eine wissenschaftliche oder industrielle Innovation bei der schweren Ausprägung einer Erkrankung ist höchst segensreich; sie wird aber auch des größeren Marktes wegen bei geringerer Intensität derselben Krankheit angewandt, obwohl dies eigentlich nicht indiziert wäre (so zum Beispiel das Antibiotikum bei leichter Grippe). Wenn sie die Wahl haben, beginnen Ärzte gern ihre Interventionen der größeren und schnelleren Erfolgswahrscheinlichkeit wegen bei „leichteren Fällen“.

4. Die Zahl der an einem Patienten vorgenommenen Untersuchungen entscheidet über die Wahrscheinlichkeit, ob er zum Schluss eine Diagnose haben wird, also ob er zu den Gesunden oder zu den Kranken zu rechnen ist. In diesem Bereich eröffnen die fahrlässigerweise immer noch nicht gesetzlich geregelten, prädiktiven Gentests eine neue Dimension: Sie bescheren uns eine neue Bevölkerungsgruppe, nämlich die der „noch nicht Kranken“, die das selbstvergessene Weggegebensein vitaler Gesundheit kaum noch leben können.

5. Bereits dem 19. Jahrhundert verdankt eine andere, freilich ebenfalls heute noch wirksame Strategie der Leidensvermeidung ihre Entstehung: Um nämlich die Familien der damals erstmals wichtig werdenden Vollbeschäftigung zuführen zu können, mussten sie von der Sorge für ihre Pflegebedürftigen und Behinderten befreit werden. So entstanden flächendeckende Netze sozialer Institutionen für geistig Behinderte, Körperbehinderte, psychisch Kranke. So unsichtbar gemacht, gehörten die Behinderten und die Verantwortung für sie nicht mehr zur als gesund empfundenen, normalen Lebenswelt. Stattdessen konnte sich – mangels Erfahrung – die Angst vor dem Behinderten erst richtig entwickeln.

heimbewohner6. Ähnlich steht es mit den Alten und Altersverwirrten. Zwar haben diese sich dank des medizinischen Fortschritts erst im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einer nennenswerten Bevölkerungsgruppe vervielfacht, manche sagen epidemisch inflationiert. Der Pflegebedarf hat sich im Laufe dieses Jahrhunderts verhundertfacht. Noch wichtiger dürfte aber sein, dass man um 1900 noch aus dem Krankenhaus zum Sterben nach Hause ging, wohingegen man heute in der Regel im Krankenhaus oder im Heim stirbt. Da man zudem heute nicht mehr in jedem Lebensalter gleich wahrscheinlich, sondern fast nur noch im Alter stirbt, gilt auch hier: Sterben und Tod sind institutionell unsichtbar geworden, gehören nicht mehr zur als normal und gesund erlebten Lebenswelt. Dadurch konnte mangels sinnlich anschaulicher Erfahrung die Angst vor dem Sterben und dem Tod inflationär und irreal zunehmen – mit allen fatalen Folgen für die Vitalität, wie etwa der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe oder die mangelhafte Fähigkeit der Bürger, ihr Leben von ihrem Tod her zu begreifen und den jeweiligen Augenblick als kostbar kreativ zu nutzen. !

7. Die devitalisierenden Nebenwirkungen des medizinischen Fortschritts bei der therapeutischen Beherrschbarkeit vieler Akuterkrankungen bestehen darin, dass viele von denen, die früher daran gestorben wären, heute weiterleben, jedoch in der mengenmäßig neuen menschlichen Daseinsform des chronisch Krankseins: heute schon 40 Prozent der ärztlichen Klientel, die 75 Prozent der Kosten ausmachen – Tendenz steigend, sodass chronisch Kranke bald den ärztlichen Normalfall darstellen werden. Aber die Medizin stülpt immer noch zu sehr ihr gewohntes Akutkranken-Schema den chronisch Kranken in Behandlung, Lehre und Forschung über, wie zuletzt mit den zusätzlich stigmatisierenden Disease-Management-Programmen (DMP) noch einmal unter Beweis gestellt. Die Etablierung einer eigenständigen Chronisch-Kranken-Medizin dürfte eine der wichtigsten Forderungen für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen sein. Hier geht es nicht so sehr um die Bekämpfung von Krankheiten, sondern um die biografische Begleitung von beeinträchtigten Menschen, weshalb Ärzte auch weniger ein Disease-Management-Programm brauchen, sondern vielmehr bezahlte Zeit.

8. All die beschriebenen Trends, die subjektiv Gesundheit fördern wollen, in Wirklichkeit aber der Gesellschaft die Vitalität austreiben, wirken sich zusätzlich umso destruktiver aus, je mehr sie der Vermarktung und dem Wettbewerb überlassen werden. Diese Prinzipien sind in der übrigen Wirtschaft segensreich, im Sozialbereich und damit im Gesundheitswesen jedoch (vielleicht von Teilbereichen abgesehen) tödlich.
Wenn Gesundheit zur Dienstleistung und damit zur Ware wird,
wenn jede medizinische Einrichtung zu Gewinnmaximierung durch Leistungsexpansion verurteilt ist,
– wenn Wettbewerb zwar kurzfristig Kosten senken kann, was jedoch durch Mengenausweitung mehr als kompensiert wird
– dann muss man sich nicht wundern,
– dass schließlich künstlich Bedürfnisse erfunden werden, die man als Wunscherfüllung für den Kunden zu befriedigen verspricht,
– dass auch sachlich nicht notwendige Spezialisierungen entstehen,
dass noch unreife Produkte und Verfahren auf den Markt geworfen werden und
– dass die Tendenz vorhanden ist, gute Kunden lebenslang zu halten und zu „melken“, schlechte Kunden aber an die Konkurrenz weiterzureichen.
Gleichzeitig wird verzweifelt versucht, die der unsichtbaren Hand des Marktes verdankte Kostenexplosion durch exzessive bürokratische Fremdkontrollen einzudämmen, zum Beispiel durch Qualitätsmanagement, Leitlinien, Fallpauschalen, DMP. Auf diese Zwänge versuchen Ärzte etwa durch defensivmedizinische Absicherung oder durch Verschiebung ihrer Verantwortung auf den
Patienten unter Berufung auf sein Selbstbestimmungsrecht und seine Kundenwünsche zu reagieren. Wenn der aktuelle Ärztemangel strukturell insofern neu ist, als sich die Medizinstudenten nach dem Examen beruflich anderweitig orientieren, mag das auch mit Arbeitszeit und Geld zusammenhängen; entscheidender ist jedoch die Doppelzange aus Markt und Bürokratie, die die Lust und die Verantwortlichkeit der ärztlichen Tätigkeit abwürgt.

9. Die kostentreibende Übermacht des Marktes selbst über den Gesetzgeber macht das alle einschlägigen Gesetze dominierende Prinzip „ambulant vor stationär“ zur Lachnummer; denn während ambulante Hilfsangebote mit Nachteilen bestraft werden, locken die größeren Profite und Wettbewerbsvorteile im stationär-institutionellen Bereich, der sich zusätzlich rechtfertigt durch die ausgrenzende Entlastung der Gesellschaft von allem Negativen. Drei Beispiele:

Krankenhaus: Auch noch die jüngsten Spezialisierungen (Psychosomatik, Geriatrie) sind überwiegend in Form stationärer Systeme erfolgt, obwohl ambulante Liaison- und Konsiliardienste für alle Beteiligten gesünder wären.
Heime: Obwohl es für alle Heimaufnahme-Indikationen erprobte ambulante Alternativen gibt, sind jetzt schon mit steigender Tendenz mehr als eine Million Bundesbürger Heimbewohner, den Gesetzen der Massenhaltung unterworfen. Mehr als 95 Prozent der Sozialhilfeleistungen fließen in den stationären Bereich.
Rehabilitation: Deutschland hat etwa so viele Betten in psychosomatischen Rehabilitations- und Kurkliniken wie der Rest der Welt, der unser Jammern über Geldknappheit nicht versteht, solange wir uns diesen – von Bismarck zur sozialen Befriedung geförderten – Zauberberg-Sumpfblüten-Zopf noch leisten. Dieser garantiert mehr Schaden als Nutzen, statt die Rehabilitation konsequent dorthin zu „ambulantisieren“, wo die Menschen leben. Aber wo die unsichtbare Hand des Marktes regiert, darf niemand so recht steuern, maßt sich daher auch niemand die Autorität der Verantwortung an, egal wie katastrophal das Ergebnis für die Gesundheit ist.

10. Seit Rechtsanwälte, Psychologen, Pädagogen und Sozialarbeiter von der gesetzlichen Betreuung (vormals Vormundschaft) leben können, hat sich in wenigen Jahren die Zahl der Betreuten auf etwa eine Million mehr als verdoppelt. Der neue und dynamische Berufsverband will natürlich weiter expandieren, hält daher sechs Millionen Bundesbürger für betreuungsbedürftig. Deshalb kann es nicht verwundern, dass man von der vornehmsten gesetzlichen Aufgabe der Betreuer, nämlich Betreuungen überflüssig zu machen, fast nichts spürt.

11. Der Wettbewerb zwingt zur Erschließung neuer Märkte. Das Ziel muss die Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein, also in Menschen, die sich möglichst lebenslang sowohl chemisch-physikalisch als auch psychisch für von Experten therapeutisch, rehabilitativ und präventiv manipulierungsbedürftig halten, um „gesund leben“ zu können. Das gelingt im Bereich der körperlichen Erkrankungen schon recht gut, im Bereich der psychischen Störungen aber noch besser, zumal es keinen Mangel an Theorien gibt, nach denen fast alle Menschen nicht gesund sind. Fragwürdig ist die analoge Übertragung des Krankheitsbegriffs vom Körperlichen auf das Psychische. Einige Beispiele:
a) Das Sinnesorgan Angst, zuständig für die Signalisierung noch unklarer Bedrohungen, ist zwar unangenehm, jedoch vital notwendig und daher kerngesund; nur am falschen Umgang mit Angst (zum Beispiel Abwehr, Verdrängung) kann man erkranken. In den 70er- und 80er-Jahren jedoch hat man die Angst als Marktnische erkannt und etliche neue, selbstständige Krankheitseinheiten konstruiert – mit vielen wunderbaren Heilungsmöglichkeiten für die dafür dankbaren Patienten.
b) Seit den 90er-Jahren ist die Depression weltweit als unzureichend vermarktet erkannt. Eine Art Rasterfahndung nach unentdeckten Depressiven, wovon immer einige Menschen real profitieren, die meisten jedoch durch zusätzliche Etikettierung in ihrer Vitalität Schaden nehmen, hat zum Beispiel in den USA dazu geführt, dass sich von 1987 bis 1997 die Zahl der wegen Depression Behandelten von 1,7 auf 6,3 Millionen fast vervierfacht hat; entscheidend dafür war die suggestive Aufklärungskampagne und aggressive Werbung für Antidepressiva.
c) Inzwischen hat die Psychotrauma-Therapie den imperialistischen Anspruch, möglichst alle Krisen durch Traumatisierung (früheres Gewalterlebnis, Missbrauch, Misshandlung) zu erklären und zu therapieren. Auch hiervon können wenige profitieren, während die Allgemeinheit durch potenziell lebenslängliche punktuelle Aufmerksamkeitsfixierung geschädigt wird; selbstvergessenes Weggegebensein ist jetzt sehr erschwert. Bei jeder Katastrophe sind heute Opfer wie Helfer den öffentlichkeitswirksamen oder verstehenswütigen Psychoattacken fast zwangsweise, weil wehrlos ausgesetzt. Nach dem Erfurter Amoklauf blieb einer Schülerin die Äußerung vorbehalten, das Schrecklichste seien eigentlich die Psychologen gewesen, die das Alleinsein mit sich selbst und/oder mit Freunden/Angehörigen mit den raffiniertesten Tricks zu verhindern versucht hätten. Dies öffentlich zu sagen bedeutet heute Mut, Zivilcourage.
d) Ein Selbstversuch, den jeder wiederholen kann: Ich habe zwei Jahre lang aus zwei überregionalen Zeitungen alle Berichte über Forschungen zur Häufigkeit psychischer Störungen (zum Beispiel Angst, Depression, Essstörung, Süchte, Schlaflosigkeit, Traumata) gesammelt: Die Addition der Zahlen ergab, dass jeder Bundesbürger mehrfach behandlungsbedürftig ist. Die meist von bekannten Professoren stammenden Berichte versuchten in der Regel, dem Leser zunächst ein Erschrecken über den hohen Prozentsatz der jeweiligen Einzelstörungen zu suggerieren, um ihn dann wieder zu entlasten, weil es heute dagegen die zauberhaftesten Heilmethoden gäbe, fast immer in der Kombination von Psychopharmaka und Psychotherapie; denn hier verspricht die Kooperation der Konkurrenten den größten Gewinn.

12. Der künftig expansivste Markt dürfte der der Prävention sein – von den Experten der gesunden Ernährung über das Jogging bis zu den Fitness- und Wellness-Zentren, Agenturen, die das Leben der Menschen mit wechselnden Schwerpunkten begleiten und mit deren Hilfe sie ihre Gesundheit infinitesimal optimieren, in „Gesundheits-Bewusste“ umerzogen werden sollen. Das Leben wird prozessualisiert als Vitalisierung ohne Ende, wobei nur eins zu vermeiden ist: dass ein Mensch sich zu einem bestimmten Zeitpunkt wirklich für vital hält. Dabei ist auch dieses Angebot, wieder von segensreichen Ausnahmen abgesehen, bestenfalls folgenlos, da von außen kommende Mittel ohne Sozialisierungsarbeit, also ohne die anstrengende integrierende Übersetzung in die biografische Alltags-Lebenswelt, dem Leben äußerlich bleiben.
Diese Beispiele führen zu der Annahme, dass das Gesundheitssystem insgesamt eher wie eine Vitalitätsvernichtungsmaschine wirkt – und dies marktbedingt mit expansiver Tendenz, sind doch heute schon 4,2 Millionen Menschen im Gesundheitssystem beschäftigt und damit, ohne es zu wollen, an der Steigerung dieser Wirkung interessiert. Es dürfte sich zumindest lohnen, die Stimmigkeit der vorstehenden zwölf Belegkomplexe und insbesondere ihrer Wechselbeziehungen durch Forschungsprojekte zu überprüfen, auch wenn ihnen jetzt schon viele wissenschaftliche Expertisen zugrunde liegen.

Ständige Ausbalancierung

Abschließend wenigstens eine Schlussfolgerung: Auf dem Weg zu einer vitalen Gesellschaft müsste „gesund leben“ heute nicht mehr nur – wie früher – die einseitige Entlastung von Lasten bedeuten, sondern vielmehr die ständige Ausbalancierung des menschengemäßen Gleichgewichts zwischen Entlastung und Belastung im Sinne des Spannungszustandes zwischen Selbstgenuss und selbstvergessenem Weggegebensein an Anderes. Entlastung ist eben nicht zu maximieren, sondern nun zu optimieren – physisch wie sozial-moralisch. Das heißt konkret, dass wir uns künftig zwar weiterhin über Schritte der Entlastung freuen dürfen, aber auch für Schritte der Wiederbelastung zu sorgen haben. Es scheint so, als stünden die Medizin und das Gesundheitswesen nunmehr vor dem Paradigmenwechsel, der in der Physik vor 100 Jahren erfolgte, als man zu der Erkenntnis kam, dass Newtons Physik zwar nicht falsch sei, jedoch nur unter vereinfachten Sonderbedingungen gelte, wohingegen in der Sichtweise der Quantenphysik sich die Wirklichkeit als wesentlich umfangreicher, mehrdimensionaler und komplexer darstellt. Oder um es in einem Bild auszudrücken: Damit ein Schiff oder ein Fesselballon optimal freie Fahrt machen kann, muss auch der Ballast stimmen; gerade im Interesse der Befreiung von der Natur ist die Verankerung in der Natur von Bedeutung.
Wenn der durch Entlastungshilfen der Medizin, der Technik und Industrie eingeschränkte körperliche Bewegungsraum zur Muskelatrophie mit den Folgeschäden der Zivilisationskrankheiten (vom Diabetes bis zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen) führt, muss man die Grenzen, innerhalb derer man sich von der Last körperlicher Tätigkeit nicht entlasten lässt, verteidigen oder wieder hinausschieben. Allmählich scheint das Problembewusstsein dafür wieder zu wachsen: An einem Bahnhof kann man zum Beispiel beobachten, wie fast alle Menschen mit nur noch fahrbaren Köfferchen die Rolltreppe hinaufstehen, aber zehn Prozent benutzen die normale Treppe. Fragt man diese nach ihrem Motiv, so lautet die häufigste Antwort: „Ich bin doch nicht blöd, ich lasse mich doch nicht noch von meinen letzten Selbstbewegungsmöglichkeiten enteignen.“
Die Verteidigung oder Hinausschiebung der Grenzen der eigenen Verfügbarkeit und damit der Freiheit gegenüber helfend-entlastenden Zugriffen betrifft aber auch einen Grundbestand von Schmerzen und Leiden (als Voraussetzung personaler Reifung) sowie der Angst und anderer Gemeinsinne. Überhaupt hat jeder sich sein Recht auf Krisen, Grenzsituationen und andere Lasten wie Behinderung, Krankheit, Altern, Sterben und Tod als ihm zugehörig zu sichern, soll das Leben wirklich erfahren, soll Gesundheit Vitalität sein und sollen Widrigkeiten biografisch genutzt werden. Das gilt auch für Katastrophenopfer. Hier meint Bert Hellinger mit Recht: „Wer ein wirklich schweres Schicksal hat, ist in der Regel stark genug, es zu tragen.“ Therapeuten, die ohnehin nur die zweitbeste Ersatzlösung bieten können, haben sich auf die Ausnahmen von der Regel zu beschränken.

zZitierweise dieses Beitrags:
Dtsch Arztebl 2002; 99: A 2462–2466 [Heft 38]

Anschrift des Verfassers:
Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus Dörner
Nissenstraße 3, 20251 Hamburg

Quelle: http://m.aerzteblatt.de/print/32976.htm

Danke an Jenny D.

Gruß an die Denkenden

TA KI

Brustimplantate führen zu seltener Krebserkrankung- Werden Brustimplantate jetzt wegen des Krebsrisikos verboten?


Der Skandal um schafhafte Brustimplantate betraf Frauen auf der ganzen Welt. Aus Frankreich kommt jetzt die Meldung, dass Implantate eine seltene Krebsform hervorrufen.

brustimplate

Vor gerade einmal fünf Jahren kam es wegen schadhaften Brustimplantaten zum Skandal. Jetzt ist in Frankreich festgestellt worden, dass Frauen mit Implantaten an einer seltenen Krebsform erkrankt sind. Die französische Gesundheitsministerin Marisol Tourain gab am Dienstag bekannt, dass seit 2011 18 Patientinnen mit Brustimplantaten an anaplastisch-großzelligen Lymphomen (ALCL) erkrankt seien. Eine Frau sei daran gestorben.

ALCL durch Brustimplantate – Krebs tritt sehr selten auf

Da in Frankreich fast 400.000 Frauen Brustimplantate haben, ist die Anzahl der Erkrankten sehr gering. Touraine nannte die Krebsform ein „sehr seltenes Phänomen“ und erklärte, dass es nicht empfohlen werde, die Implantate zu entfernen. Allerdings gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen der Krebserkrankung und Brustimplantaten. Dabei sind weder spezielle Produkte noch Hersteller besonders betroffen.

Die Hälfte aller Fälle von ALCL in Europa sind in Frankreich aufgetreten. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn erklärte, dass es in Deutschland derzeit keine gemeldeten Verdachtsfälle von ALCL im Zusammenhang mit Brustimplantaten gäbe. Dennoch rät das Institut Patientinnen, die aufgrund ihrer Brustimplantate unsicher sind, ihren Arzt oder ihre Klinik aufzusuchen. Ärzte sollen Verdachtsfälle von ALCL im Zusammenhang mit Implantaten melden. dpa/sh

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Werden Brustimplantate jetzt wegen des Krebsrisikos verboten?

In Frankreich ist ein Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und einer neuen Krebsform festgestellt worden. Jetzt besteht Unklarheit, wie vorgegangen werden soll.

 

Die französischen Gesundheitsbehörden haben Alarm geschlagen. Brustimplantate führen offensichtlich zu einer neuen Krebsform, einer Art Lymphdrüsenkrebs, bei Frauen. Jetzt wird geprüft, ob Brustimplantate generell verboten werden sollen. „Wenn wir Maßnahmen ergreifen müssen, wenn wir sie verbieten müssen, dann werden wir es tun“, erklärte François Hébert, Vize-Direktor der französischen Behörde für Medikamentensicherheit (ANSM).

Lymphdrüsenkrebs wegen Brustimplantaten

Das französische Krebsinstitut hatte die neue Form des Lymphdrüsenkrebses als erstes entdeckt. Da es weltweit bereits 173 Fälle gibt, und alle betroffenen Frauen Brustimplantate haben, muss ein Zusammenhang zwischen der Krebsart und den Brustimplantaten bestehen. Vergleichsweise sind derzeit nur wenige Frauen erkrankt, doch das Risiko, dass Brustimplantat-Trägerinnen diesen Krebs entwickeln, besteht. Momentan wird aber auch nicht empfohlen, die Brustimplantate zu entfernen.

Eine Frau ist schon an dem Lymphdrüsenkrebs gestorben, der nur bei Brustimplantat-Trägerinnen auftritt. Zur Zeit werden Frauen und Ärzte in Frankreich darauf hingewiesen, welches Risiko von den Implantaten ausgeht. Ende März soll es dazu eine Expertenrunde geben. In Deutschland sind bislang keine Verdachtsfälle der anaplastischen großzelligen Lymphomen (ALCL) aufgetreten. Auch die meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten sind momentan nicht davon betroffen. In Frankreich werden Brustimplantate seit dem Skandal mit der Firma PIP stärker kontrolliert. AFP/sh