Haushalte verschmutzen Abwasser mit Medikamenten


Medikamenten-Rückstände im Abwasser sind gesundheitsschädlich und können zur steigenden Antibiotikaresistenz beitragen. Doch wie eine aktuelle Studie zeigt, sind es nicht Krankenhäuser und Pflegeheime, die dafür zur Verantwortung gezogen werden sollten. Vielmehr sind Privathaushalte größtenteils selbst dafür verantwortlich.

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In Deutschland werden allein in der Humanmedizin jedes Jahr etwa 8.100 Tonnen potenziell umweltrelevante Medikamente verabreicht bzw. Eingenommen. Dabei sind vor allem Entzündungshemmer, Asthmamittel sowie Psychotherapeutika die am häufigsten verschriebenen Arzneimittel, so das Umweltbundesamt.  „In die Umwelt kommen sie durch einen unerwünschten Nebeneffekt: viele Stoffe werden vom menschlichen Körper unverändert wieder ausgeschieden“. Sie gelangen mit dem Abwasser über die Kläranlagen in die Umwelt. Und viele Wirkstoffe werden auch in Kläranlagen nur wenig zurückgehalten.

Tätsächlich sind aber meist nicht Krankenhäuser, Psychatrien und Pflegeheime die Verursacher der vielen Medikamentenrückstände. Das zeigt eine Untersuchung der Leuphana Universität Lüneburg. Vielmehr sind die meisten Rückstände auf Privathaushalte zurückzuführen. Hierfür werteten die Wissenschaftler Medikamentenverbrauchsdaten eines Krankenhauses, einer psychiatrischen Klinik und eines Pflegeheimes in Südwestdeutschland aus und ermittelten die 50 am häufigsten verabreichten Wirkstoffe, die auch für die Qualität des Abwassers und der Gewässer eine Relevanz haben.

Der über drei Jahre gemittelte gesamte Verbrauch dieser Medikamente durch die Gesundheitseinrichtungen verglichen sie mit dem jährlichen Gesamtverbrauch der ausgewählten Substanzen durch deutsche Privathaushalte, heißt es in einer Mitteilung der Wissenschaftler. Grundlage hierfür ist der jährlich erscheinende Arzneiverordnungs-Report. Dieser führt alle Medikamente auf, die deutsche Arztpraxen gesetzlich Versicherten verschrieben haben.

Das Ergebnis: Die überwiegende Zahl der untersuchten Wirkstoffe zeigt im nationalen Vergleich einen deutlich höheren durchschnittlichen Verbrauch und daraus abgeleitet auch einen höheren Ausstoß durch Privathaushalte als durch Einrichtungen des Gesundheitswesens. „So ist der Verbrauch von Medikamenten, die den Verdauungstrakt oder das Herz-Kreislauf-System beeinflussen, in Krankenhäusern 15 bis 500 Mal niedriger als in Privathaushalten.“ In psychiatrischen Kliniken belaufe sich der Unterschied sogar bis auf den Faktor 2.500.

„Selbst der Verbrauch von Schmerzmitteln durch Krankenhäuser macht nur einen relativ kleinen Anteil am Gesamtverbrauch aus – bei Metamizol, dem Schmerzmittel mit dem größten Verbrauch, sind es lediglich 22 Prozent.“ Nur für das Sedativum Clomethiazol in Krankenhäusern sowie für das Neuroleptikum Quetiapin und das Antidepressivum Moclobemid in Pflegeheimen konnten nennenswerte Verbrauchsmengen wahrgenommen werden.

Quelle: http://www.deutsche-gesundheits-nachrichten.de/2015/10/15/haushalte-verschmutzen-abwasser-mit-medikamenten/

Gruß an die, die nur noch Quell-  und Brunnenwasser zum täglichen Verzehr nutzen- für Kaffe, Tee, Suppen, Gemüse- zum Kochen von Nudeln und Reis, als Trinkwasser für die Haustiere.

TA KI

Drogen im Abwasser


Drogen im Abwasser: 42 Städte untersucht

ANTWERPEN. Forscher haben die Abwässer in 42 europäischen Städten untersucht und dadurch den Drogenkonsum der Bewohner ermittelt. Bei Kokain halten Antwerpen und Amsterdam die Spitze, bei Crystal Meth Prag und Budweis.

Drogen im Abwasser

Zum dritten Mal ist 2013 in europäischen Städten Abwasser auf Spuren von Drogen analysiert worden, teilte das Wasserforschungsinstitut Eawag am Dienstag mit. Die Proben wurden auf Kokain, Amphetamine, Crystal Meth, Cannabis und Ecstasy untersucht, die Resultate im Fachjournal „Addiction“ veröffentlicht.

Die belgische Stadt Antwerpen landete bei Kokain auf Platz eins vor Amsterdam (Niederlande) und Zürich (Schweiz). Berücksichtige man die Reinheit der Drogen und den Stoffwechsel, seien beispielsweise in Zürich täglich rund 1,6 Kilogramm Kokain konsumiert worden, berichtete die Eawag. Offen blieb vorerst, ob eine vergleichsweise hohe Reinheit des Kokains, ein höherer Pro-Kopf-Konsum oder eine größere Zahl von Konsumenten die Befunde erklären.

Prag und Budweis bei Crystal Meth ganz vorne

Bei Crystal Meth waren die tschechischen Städte Prag und Budweis sowie Norwegens Hauptstadt Oslo Spitzenreiter. Die niederländischen Städte Eindhoven, Utrecht und Amsterdam lagen bei Ecstasy mit Abstand an der Spitze. Am meisten Cannabis-Spuren wurden in Novi Sad (Serbien), Amsterdam und Paris entdeckt.

Wie zu erwarten, schwankte vor allem der Konsum der Freizeitdroge Ecstasy im Wochenverlauf und nahm am Wochenende stark zu. Einen signifikanten, wenn auch kleineren Unterschied zwischen Arbeitstagen und Wochenende gab es auch bei Kokain.

Der Vorteil der Abwasseranalysen liegt laut Mitautor Christoph Ort von der Eawag darin, dass sie wesentlich schneller und häufiger zu vergleichbaren Daten führen als Drogenmonitoring-Programme. Da diese nur geringe Fallzahlen untersuchten, sei aus ihnen schwer zu schließen, wie viele Menschen in einer bestimmten Region innerhalb eines Jahres eine Droge konsumierten.

Österreich wurde nicht untersucht

Quelle:http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/Drogen-im-Abwasser-42-Staedte-untersucht;art17,1397931

Gruß an die Österreicher7

TA KI