Hausmittel gegen Krampfadern


Krampfadern sind geschlängelte, erweiterte Venen, die vor allem an den Beinen bzw. im Bereich der Waden auftreten. Die Ursachen von Varizen (Krampfadern) sind vielfältig. Müde, schwere und geschwollene Beine sind typische Begleiterscheinungen. Meist verschlimmern sich die Beschwerden in der Wärme und nach langem Stehen oder Sitzen.

Rauchen, hochhackige Schuhe, Bewegungsmangel, langes Sitzen, die Antibabypille und Übergewicht: All dies bedeutet Stress für die Venen. In Zeiten hormoneller Umstellung (z.B. während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren) sind Frauen besonders gefährdet, Krampfadern zu bekommen. Probleme mit den Venen sollten durch einen Spezialisten (Phlebologen) abgeklärt werden. Oft helfen einfache Hausmittel, vor allem dann, wenn diese schon im Anfangsstadium angewendet werden.

Tipps für den Alltag

Bei Krampfadern sollten die Beine so oft wie möglich hochgelegt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Füße höher liegen als der Kopf. Wer es etwas bequemer haben möchte, besorgt sich dafür ein spezielles Venenkissen. Das Ganze kann durch kühle Wadenwickel unterstützt werden.

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Krampfadern zeigen sich häufig im Bereich der Waden. Bild: zlikovec/fotolia.com

Wer eine sitzende Tätigkeit ausübt, sollte immer wieder aufstehen, ein paar Minuten umherlaufen und dabei im Wechsel auf Zehenspitzen oder auf den Fersen gehen. Um den Blutfluss zu unterstützen, hilft im Sitzen das Bewegen der Füße. Lassen Sie die Füße kreisen, strecken Sie die Zehenspitzen und ziehen sie diese anschließend heran.

Aktivitäten wie regelmäßiges Spazierengehen, Fahrradfahren und Wandern wirken ebenfalls präventiv und sind eine wirkungsvolle Maßnahme, wenn bereits Krampfadern bestehen.Das Übereinanderschlagen der Beine behindert den Blutfluss und ist deshalb ungesund. Auch sollten Waden mit Krampfadern niemals massiert werden. Ein sanftes Einreiben mit Franzbranntwein vor dem Schlafengehen bringt den Beinen Erholung über Nacht.

Die tägliche Pflege mit einer Lotion oder einer Tinktur, die Rosskastanie enthält, ist eine Wohltat. Dies kühlt, fördert die Durchblutung und wirkt abschwellend.

Zuviel Wärme ist ist bei Krampfadern kontraproduktiv. Der Gang in die Sauna, vor allem bei ausgeprägten Venenproblemen, sollte unbedingt vorher mit dem Arzt abgesprochen werden.

Wickel – Umschläge für die Waden

Die Beine hochlegen und dazu einen Wickel um die Waden – das nimmt die Schwere und die Schwellung. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige bewährte Umschläge gegen Krampfadern vor.

Achtung: Bei allen Anwendungen ist grundsätzlich darauf zu achten, dass die Beine währenddessen stets höher als der Kopf gelagert werden.

Wohlende Hilfe durch kühles Wasser

Ein Wickel mit kaltem Wasser ist schnell gemacht und trotzdem wirkungsvoll. Ein Küchenhandtuch wird in kühles Wasser getaucht, ausgewrungen und dann um die Wade gelegt. Der Umschlag bleibe so lange auf der Haut, wie er als kühlend empfunden wird. Sobald er sich erwärmt hat, wird er abgenommen und bei Bedarf wiederholt.

Wickel mit ätherischen Ölen

Wirkungsvoll bei Krampfadern sind ätherische Öle wie Wacholder, Zypresse, Lavendel, Zitrone, Schafgarbe und Lemongras. Diese können als Mischung oder einzeln angewandt werden.

Ein Bein-Wickel mit ätherischen Ölen (wie z.B. Lavendelöl) kann sehr wirkungsvoll bei dauerhaft erweiterten Venen sein. (Bild: anoli/fotolia.com)
Ein Bein-Wickel mit ätherischen Ölen (wie z.B. Lavendelöl) kann sehr wirkungsvoll bei dauerhaft erweiterten Venen sein. (Bild: anoli/fotolia.com)
Anleitung für Öl-Wickel:

  1. Füllen Sie eine Schüssel mit kühlem Wasser
  2. Geben Sie von jedem gewünschtem Öl einen Tropfen in etwas Sahne
  3. Rühren Sie die Mischung in das Wasser ein
  4. Nun wird ein Baumwolltuch darin getränkt und ausgewrungen
  5. Bringen Sie den Wickel für ca. 30 Minuten auf die betroffene Stelle auf
  6. Die Anwendung kann täglich bis zu zweimal durchgeführt werden

Quarkumschlag

Der bekannte Quarkwickel ist ein uraltes Hausmittel, das auch bei Krampfadern hilfreich ist. Der Quark kühlt und lindert die Schwellung. Dieser wird in die Mitte eines Geschirrtuchs aufgetragen, dann schlagen Sie die beiden anderen Seiten ein und legen den Umschlag mit der dünnen Seite nach unten um die Wade herum. Dort bleibt der Wickel solange, bis er keine Kälte mehr abgibt.

Wickel mit Retterspitz

Retterspitz ist ein traditionelles Heilmittel, das wieder modern geworden ist, da seine Inhaltsstoffe äußerst wirkungsvoll und bei den verschiedensten Problemen hilfreich sind. Dazu gehören unter anderem Schwellungen, Zerrungen, Fieber, Schmerzen und Krampfadern.

Anleitung für Retterspitz-Umschlag:

  1. Vermengen Sie 25 Milliliter Retterspitz mit 25 Millilitern kühlem Wasser
  2. Tränken Sie ein Baumwolltuch mit der Lösung
  3. Wickeln Sie dieses um das betroffene Bein
  4. Nach etwa einer Stunde wird der Umschlag wieder abgenommen

Umschlag mit Calendulaessenz

Calendulaessenz (Calendula = Ringelblume) wird mit Wasser im Verhältnis 1:5 vermischt. Das darin getränkte Tuch wird um die Wade(n) gelegt. Die Ringelblume hat eine heilende und abschwellende Wirkung.

Wickel mit Ringelblumentee

Aus einem Esslöffel Ringelblumen wird mit einem halben Liter Wasser ein Tee hergestellt, der mindestens zehn Minuten ziehen soll. Ist dieser etwas abgekühlt, kommt er in den Kühlschrank und wird – sobald kalt genug – für einen Umschlag verwendet.

Die Ringelblume stellt für viele Heilpraktiker eine der wichtigsten Heilpflanzen überhaupt dar. Ein Aufguss mit der Blume eignet sich sehr gut für einen Umschlag gegen Krampfadern. (Bild: DoraZett/fotolia.com)
Die Ringelblume stellt für viele Heilpraktiker eine der wichtigsten Heilpflanzen überhaupt dar. Ein Aufguss mit der Blume eignet sich sehr gut für einen Umschlag gegen Krampfadern. (Bild: DoraZett/fotolia.com)

Wasseranwendungen: Prävention und Linderung

Wasser ist ein ganz einfaches Hausmittel bei Krampfadern. Richtig und täglich durchgeführt, kann die Hydrotherapie präventiv helfen und bei bestehenden Problemen Linderung verschaffen. Bei stärkeren Beschwerden und/oder bei massiven Krampfadern sollten die Wasseranwendungen vorher mit dem Arzt abgesprochen werden. Nach den Güssen sind eventuell dicke Socken nötig.

Der Knieguss

Beim Knieguss bleibt der Oberkörper bekleidet. Am rechten Fuß außen beginnend wird der warme Wasserstrahl an der Wade entlang nach oben, um das Knie herum und dann nach unten bis zum Fuß geführt. Danach ist das linke Bein dran. Anschließend wird das Ganze mit kaltem Wasser durchgeführt. Je kälter das Wasser ist, desto schneller wird abgeduscht. Der gesamte Vorgang kann mehrmals wiederholt werden.

Schenkelguss

Der Schenkelguss ist eine Steigerung der Knieguss Variante. Hier ist der Oberkörper ebenso bekleidet, nur endet der Wasserstrahl nicht am Knie, sondern an der Hüfte. Ansonsten ist die Vorgehensweise dieselbe.

Wechselduschen gegen Krampfadern

Wechselduschen härten ab, stimulieren das Immunsystem und stärken die Venen. Dementsprechend ist diese Anwendung eine gute Möglichkeit, um täglich etwas für die überlasteten Gefäße zu tun. Wichtig: Beachten Sie dabei, dass stets mit dem rechten Arm begonnen wird.

Kneipp´sches Wassertreten

Das Kneipp´sche Wassertreten ist durchaus zuhause durchführbar. Zuerst sollte der Körper jedoch durch oben genannte Güsse an das kalte Wasser gewöhnt sein. Für die Kneipp-Kur im eigenen Bad wird die Badewanne in Wadenhöhe mit kaltem Wasser gefüllt.

Wichtig ist, dass sich in der Wanne eine rutschhemmende Unterlage befindet. Dann kann mit dem „wandern“ auf und ab begonnen werden. Bei jedem Schritt wird dabei der Fuß komplett aus dem Wasser gezogen.

Das berühmte Wasser treten kann auch ganz einfach in der heimischen Badewanne durchgeführt werden. (Bild: Jenny Sturm/fotolia.de)
Das berühmte Wasser treten kann auch ganz einfach in der heimischen Badewanne durchgeführt werden. (Bild: Jenny Sturm/fotolia.de)

Hilfe – von innen heraus

Krampfadern nur durch von außen aufgebrachte Hausmittel zu behandeln, wäre zu wenig. Vielmehr ist es wichtig, den Körper auch von innen heraus mit den geeigneten Mitteln zu unterstützen. Hier bieten die im Folgenden aufgeführten Teemischungen einen guten Ansatz.

Achtung: Schwangere und stillende Frauen sollten bei allen genannten Teesorten unbedingt im Vorfeld einen Arzt oder Therapeuten zu der Anwendung befragen.

Buchweizen unterstützt die Gefäße

Buchweizenkraut dient zur Arteriosklerose-Prophylaxe, wirkt entzündungshemmend und hat einen positiven Einfluss auf die Gefäße, was bei Krampfadern sehr wichtig ist.

Rezept für Buchweizen-Tee:

  1. Erwärmen Sie zwei Teelöffel Buchweizenkraut mit einem viertel Liter Wasser
  2. Lassen Sie die Mischung eine Minute kochen
  3. Nehmen Sie den Aufguss vom Herd und lassen Sie ihn zehn Minuten zugedeckt ziehen
  4. Seihen Sie den Tee ab und trinken Sie in kleinen Schlucken
  5. Eine Teekur mit zwei Tassen täglich, über einen Zeitraum von 6 Wochen, stärkt die Venen.

Vorsicht: Der Inhaltsstoff Fagopyrin kann die Haut lichtempfindlich machen.

Teemischung: Steinklee, Schafgarbe, Zaubernuss

Steinklee wirkt sich positiv auf die Lymphe aus, verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und hilft bei dicken Beinen.

Die Schafgarbe wird nicht nur als Hausmittel gegen Durchfall und bei Menstruationsbeschwerden wie z.B. Eisprung-Schmerzen verwendet, sondern wirkt auch gefäßtonisierend. Dadurch können venöse Beschwerden wie Krampfadern, geschwollene Füße und Durchblutungsstörungen positiv beeinflusst werden.

Die Zaubernuss, auch Hamamelis genannt, wirkt entzündungshemmend, adstringierend und wird häufig auch bei Hämorrhoiden angewandt.

Teemischung gegen Krampfadern:

  1. Mischen Sie Steinklee, Schafgarbe und Zaubernuss zu gleichen Teilen
  2. Übergießen Sie einen Teelöffel davon mit 250 Millilitern kochendem Wasser
  3. Lassen Sie den Aufguss vor dem Abseihen fünf bis sechs Minuten ziehen

Anwendung: Trinken Sie von dem Tee täglich drei Tassen, am besten in Form einer Kur über einen Zeitraum von sechs Wochen. Dann muss auf jeden Fall eine Pause eingelegt werden.

Lapacho Tee

Der Lapacho Tee wird aus der Rinde des Lapacho Baumes hergestellt und ist zu einem beliebten Hausmittel der Neuzeit geworden. Dem Tee werden vielfältige positive Wirkeigenschaften nachgesagt. So soll Lapacho Tee auch bei Krampfadern beziehungsweise deren Prävention seine Wirkung zeigen.

Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm wirkt krampflösend (spasmolytisch), senkt einen zu hohen Harnsäurespiegel und kräftig das Bindegewebe. Letzteres ist vor allem wichtig bei Venenproblemen, da die Entstehung von Krampfadern meist auch mit einer Bindegewebsschwäche zusammenhängt.

Rezept für Ackerschachtelhalm-Tee:

  1. Geben Sie zwei Teelöffel zerkleinertes Ackerschachtelhalmkraut in einen Topf
  2. Übergießen Sie es mit zwei Tassen (je 250 ml) kochendem Wasser
  3. Lassen Sie die Mischung circa fünf Minuten weiter kochen
  4. Vor dem Abseihen sollte der Aufguss zehn Minuten lang ziehen
  5. Trinken Sie täglich zwei bis drei Tassen von dem Tee

Das Bindegewebe stärken

Bei Varizen sollte stets das Bindegewebe gestärkt werden. Silizium, ein Spurenelement, das in Kieselsäure enthalten ist, kann dabei helfen. Kieselsäure findet sich in Getreide, Obst und Gemüse, vor allem in Hirse und in Bananen. Wer noch etwas mehr tun möchte, besorgt sich Braunhirse im Reformhaus, die einfach übers Müsli oder den Quark gestreut wird. Eine weitere Möglichkeit ist Kieselsäuregel, welches ebenfalls im Reformhaus erhältlich ist. Dieses kann der Körper durch die Gelform besonders gut aufnehmen.

Braunhirse ist besonders reich an Kieselerde und daher eine empfehlenswerte Nahrungsergänzung bei Varizen. (Bild: emuck/fotolia.com)
Braunhirse ist besonders reich an Kieselerde und daher eine empfehlenswerte Nahrungsergänzung bei Varizen. (Bild: emuck/fotolia.com)

Die richtige Ernährung bei Krampfadern

Für gesunde Venen und Venenklappen ist Vitamin C sehr wichtig. Dies ist vor allem enthalten in Hagebutten, Sanddorn, schwarzen Johannisbeeren, Stachelbeeren, Petersilie, Grünkohl, Paprika und Rosenkohl. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer vermindern die Gerinnungsstoffe im Blut und sollten daher regelmäßig beim Kochen zum Einsatz kommen.

Die Nahrung sollte viele Ballaststoffe enthalten, da diese einer übermäßigen Blutgerinnung vorbeugen. Achten Sie auf eine zuckerfreie und fettarme Kost sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten in Form von stillem Wasser.

Richtige Kleidung

Wichtig ist es, auf die „richtige“ Kleidung zu achten. Dazu gehört bequemes Schuhwerk. Hohe Absätze sind nicht geeignet. Die Kleidung sollte auf keinen Fall einengend sein. Bei längerem Sitzen, zum Beispiel im Zug oder Flugzeug, sind Stützstrümpfe empfehlenswert.

Bei Schmerzen und Schwellungen immer zum Arzt

Krampfadern sind, vor allem, wenn sie mit Schmerzen und/oder starken Schwellungen einhergehen, ein ernst zunehmendes Problem. Hier sollte nicht selbst therapiert, sondern immer zuerst ein Arzt hinzugezogen werden, da sich aus „einfachen“ Krampfadern auch Venenentzündungen oder eine Thrombose entwickeln können. (sw, nr; zuletzt aktualisiert am 1.12.2016)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/hausmittel-gegen-krampfadern.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

Osteoporose


Knochen vorbeugend stärken – der Osteoporose entgegen wirken

Das Skelett ist kein starres Gerüst. Es ist ein festes und vitales Gewebe, das unablässig umgebaut wird. Unsere Knochen verdanken ihre hohe Festigkeit vor allem dem Calcium – das wichtige Mineral wird lebenslang immer wieder neu in das Knochengewebe eingefügt. Etwa bis zum 35. Lebensjahr überwiegen die Aufbauarbeiten, danach beginnt ein allmählicher Knochenschwund.
Den Skelettaufbau können Sie durch Sport und Bewegung ankurbeln. Knochen brauchen Belastung um den regelmäßigen Knochen Auf- und Abbau zu regulieren. Als besonders günstig gelten sanfte und andauernde Bewegungen, die den Körper nicht überfordern. Zum Beispiel Laufen, Gehen, Rad fahren, Tanzen, Schwimmen, Gymnastik oder ein spezielles Fitnesstraining. Auch jedes Muskeltraining ist zugleich Knochentraining, hält gleichzeitig Herz und Kreislauf fit und tut der Seele gut.

Ackerschachtelhalm

Osteoporose ist eine weit verbreitete Krankheit, von der in unserer älter werdenden Gesellschaft immer mehr Menschen betroffen sind. Der Knochenschwund bleibt oft über Jahre hinweg unbemerkt und geht einher mit einer erhöhten Gefahr für Knochenbrüche. Typisch sind Oberschenkelhalsbrüche, Brüche von Rückenwirbeln, Armknochen und Handgelenken.

    Mit verantwortlich für Osteoporose sind:

  • * eine mangelnde Aufnahme und Verwertung von Calcium (um Calcium verwerten zu können,  braucht der Körper Vitamin D – das durch genussvolles Sonnenbaden oder möglichst viel  Aufenthalt an der frischen Luft in der Haut gebildet wird.)
  • * Kieselsäuremangel
  • * Übersäuerung des Gewebes durch falsche Ernährung, Dauerstress, Schlafmangel, Lärm,    Leistungsdruck, Umweltgifte…
  • * zu wenig Bewegung….
  • * die Geschlechtshormone Östrogen (bremst den natürlichen Knochenabbau) und Testosteron oder Progesteron (u.a. zuständig für den Knochenaufbau) stabilisieren den Calciumhaushalt, sind aber im Alter in geringeren Mengen vorhanden.
  • * Wichtig sind auch intakte Nebenschilddrüsen: Sie produzierten die Hormone Parathormon und Kalzitonin, die den Calciumspiegel im Blut konstant halten.

Bei richtiger Ernährung kann Knochenmasse wieder aufgebaut werden! Wenn die Lebensbedürfnisse unseres Körpers erfüllt werden, besitzt er ein erstaunliches Regenerationsvermögen.
Es ist nicht wichtig, viel Milchprodukte zu sich zu nehmen, da Milchprodukte im Körper zu Säuren abgebaut werden. Um diese Säuren zu neutralisieren, greift der Körper auf die (basischen) Calcium- und Magnesiumvorräte (aus den Knochen) zurück. Dadurch werden die Knochen schleichend entmineralisiert.
Reife Früchte, Gemüse, grüne Blattsalate, Kartoffeln und Kräuter sind der Milch in der Kalziumdichte (= Menge Kalzium pro Kalorie) überlegen und liefern dem Körper außerdem die so wichtigen Basen.
Außer Calcium braucht der Knochenstoffwechsel noch Kieselsäure (Silizium), Kalium (für die Muskeln), Vitamin C, B6, K, Folsäure und Karotin – alles enthalten in pflanzlichen Nahrungsmitteln und Kräutern aus dem Garten oder von der Wiese.

 

Bei Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose können Heilpflanzen helfen:
Ein Naturjoghurt wird nur in geringem Maße zu Säuren abgebaut. Wenn wir ihn anreichern mit Gartenkräutern wie Dill und Petersilie, die eine hohe Calciumdichte haben, ist er geeignet für die kleine Mahlzeit zwischendurch. Auch Wildkräuter wie Brennnessel, Löwenzahn, Schafgarbe, Labkraut oder Giersch sind geeignet.
Schneiden Sie die Kräuter klein und rühren sie in den Joghurt. Geben Sie einige Spritzer Zitronensaft und einen oder zwei Teelöffel Sesamkörner hinzu (enthalten viel Calcium). Guten Appetit und bitte gründlich kauen!

 

Die wichtigsten Heilpflanzen für eine Osteoporosebegleitung sind Ackerschachtelhalm, Brennnessel, Beinwellblätter und Frauenmantel. All diese Pflanzen enthalten viele Mineralien.
Der hohe Gehalt an Kieselsäure und Mineralstoffen im Ackerschachtelhalm (Kaliumsalze, Calcium, Magnesium, Aluminium, Eisen, Mangan und mehr) kräftigt Knochen, Haut und Schleimhaut und verschaffte ihm den Beinamen „Knochenheiler“.

 

Brennnessel

Brennnesseln

enthalten Calcium, optimieren die Aufnahme und Einlagerung von Calcium und sorgen für einen gesunden Mineralstoffwechsel. Brennnesselblätter enthalten viele Mineralsalze (Eisen, Calcium, Kalium, Magnesium, Mangan, Kieselsäure, Phosphor, Chrom, Kobalt), Vitamin C (Brennnessel enthält 30-mal soviel Vitamin C wie Kopfsalat), Vitamin E (das Verjüngungsvitamin), die Vitamine des B-Komplexes, Vitamin K (wichtig für gesunde Knochen und Blutgerinnung) und Karotinoide (für Haut, Haare und Knochen). Biogene Amine, Neurotransmitter und ganz viel grünes Chlorophyll regenerieren und stärken den gesamten Organismus.

 

 

Beinwell

Beinwell

hier ist der Name Programm: Bein ist ein alter Name für Knochen. Und wellen bedeutet heilen. Beinwell bedeutet also: ich heile den Knochen. Auch Hildegard von Bingen und Paracelsus benutzten den Beinwell zur Heilung von Knochenschäden. Sein Inhaltsstoff Allantoin sorgt für Knochenneubildung. Möglicherweise werden Sie beim Kauf von Beinwell darauf hingewiesen, dass die Wurzeln – je nach Anbaugebiet – in äußerst geringen Mengen Pyrrolizidinalkaloide (PA) enthalten können, die im Verdacht stehen, die Leber zu schädigen und Krebs zu erzeugen. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, Beinwell nur für 4-6 Wochen pro Jahr anzuwenden. Allerdings gibt es seit mehr als 10 Jahren PA-freie Züchtungen im Handel. Achten Sie bitte darauf, diese zu erstehen.
Wenn Sie Beinwell homöopathisch (Symphytum) in einer D4 oder D6 verwenden, erfahren Sie ebenfalls die heilende Wirkung dieser Pflanze.

 

Frauenmantel

 

Frauenmantel

ist in diesem Falle nicht nur für Frauen. Frauenmantel entfaltet im Körper eine Wirkung, die dem Progesteron ähnlich ist und damit hilft, den Knochen wieder aufzubauen. Maria Treben empfiehlt ihn zur Heilung bei Knochenbrüchen.

 

Osteoporose-Tee

Stellen Sie sich eine Mischung her aus diesen Pflanzen. Nehmen Sie von jeder Sorte die gleiche Menge (zum Beispiel 50g) und vermengen sie gut in einer Schüssel. Dann füllen Sie diese Mischung zur Aufbewahrung in eine Blechdose.
Nehmen Sie 1 Teelöffel davon pro Becher und köcheln das Ganze mit 250ml Wasser etwa 10 Minuten lang. Nach weiteren 10 Minuten sieben Sie ab und trinken den Tee schluckweise. Pro Tag 1-2 Becher trinken.
Trinken Sie den Tee auch nach Knochenbrüchen oder Bandscheibenproblemen. Alle Knochen, Bänder oder Sehnenprobleme heilen sehr viel schneller.

Sie können diese Pflanzen auch einzeln und dann abwechselnd als Tee trinken.
Vielleicht haben Sie auch Lust, sich ein Pulver daraus selber herzustellen? Und dieses Pulver übers Essen zu streuen? Dazu zerreiben Sie die getrockneten Pflanzenteile im Mörser solange, bis sie klein genug sind. Durch das Reiben werden die pflanzlichen Zellen zerstört und die Inhaltsstoffe können vom Körper leicht aufgeschlossen werden.
Pulver können Sie natürlich auch im Fachhandel bestellen.
Eine weitere Möglichkeit ist, diese Pflanzen als Frischpflanzensäfte zu sich zu nehmen (gibt’s im Reformhaus).

Quelle: http://www.kraeuterweisheiten.de/osteoporose.html

 

Gruß an die Wissenden

TA KI

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Speisekarte und Apotheke am Waldrand und draußen. Wildkräuter, kostenloses Superfood der Natur


Aus Rasen und Beet auf den Teller

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Die oft als „Unkräuter“ bezeichneten Wildkräuter und Pflanzen sind eigentlich die vollkommensten und wirksamsten Nahrungsergänzungsmittel – oder besser gesagt ein wahres Lebensmittel dar. Und außerdem wachsen diese gratis vor ihrer Haustüre, Balkon oder Garten.
Quelle: Rosemarie Hein, D-14532 Stahnsdorf – http://www.heilpraktikerinnen-stahnsdorf.de/ – Danke für die freundliche Bereitstellung
Die „Naturapotheke“ vor Ihrer Haustür

 

Es ist wieder so weit: Frühling lässt sein blaues Band… Aber auch die grünen Schätzchen lassen nicht auf sich warten! Die ersten Brennnessel-Winzlinge lugen frech aus der Laubdecke, in der Hoffnung, dass man ihnen kein (Brenn-)Härchen krümme, der Giersch, ungeliebtestes „Unkraut“ hat sich wieder mal allen Ausrottungsbestrebungen widersetzt, erste harmlos wirkende Hopfentriebe lassen noch nicht auf die verschlungenen Wege schließen, die sie über alle Nachbarzäune hinweg gehen, sobald sie der Pubertät entwachsen sind. Und die Löwenzahnstauden im Rasen? Hatte man sie nicht sorgsam ausgestochen, um die uni-grüne Ordnung nicht mit den unberechenbaren gelben Farbtupfern zu zerstören?
Bevor Sie nun erneut Kampfpläne schmieden, möchte ich Ihnen das vollkommenste und wirksamste Nahrungsergänzungsmittel – oder eher ein wahres Lebensmittel – vorstellen, das außerdem auch noch gratis vor Ihrer Haustür wächst.
Ja, Sie lesen richtig: Das Arsenal einer ganzen Apotheke an Multivitaminen, Mineral- und Arzneistoffen verbirgt sich in Ihrem Garten, auf der Wiese, im Gemüsebeet, zwischen den Sträuchern: Ungeliebt, bis aufs (Rasenmäher-)Messer bekämpft, Unkraut geschimpft:

Nennen wir sie doch liebevoll „Wildkräuter“!

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Die verkannten Vitaminbomben

 

Schauen wir uns doch mal die „Sonnenseite“ von Löwenzahn, Brennnessel, Giersch & Co. an:

Grünkräuter in ihrer Vielfalt enthalten alle dem menschlichen Organismus dienlichen Vitalstoffe, nämlich sämtliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und Aminosäuren, das so wertvolle Chlorophyll sowie Ballaststoffe in perfekter Ausgewogenheit.
Chlorophyll, das Blattgrün, ist dem Hämoglobin unseres Blutes sehr ähnlich. Es hat stark entgiftende und vitalisierende Wirkung und versorgt unsere Zellen mit einer Extraportion Sauerstoff. Außerdem wirkt es jeder (unangenehmen) Art von Körpergeruch entgegen.Die Faserstoffe „fegen“ den Darm regelrecht, binden Toxine und Entzündungsstoffe und wirken so Darmerkrankungen entgegen.
Wildpflanzen sind durch den hohen Mineralstoffgehalt stark basisch und damit ein ideales Mittel, um den Körper zu entsäuern, zu entgiften und zu entschlacken.
Wildkräuterkost unterstützt gewünschten Gewichtsabbau sehr wirksam. Mehrmals täglich genossen, verhindern sie Heißhungergefühle und besonders „Süßhunger“. Durch die Bitterstoffe werden die Verdauungssäfte gefördert, der gesamte Stoffwechsel wird angeregt und der Blutzuckerspiegel reguliert.
Die Konzentration der Vitalstoffe in Wildpflanzen ist so hoch, dass wir uns bei regelmäßigem Verzehr keine Gedanken über irgendwelche Mängel machen müssen (siehe Tabelle).
Wildkräuter enthalten viel resorbierbares Kalzium und hochwertiges, für den menschlichen Organismus rückstandslos verwertbares Eiweiß (im Gegensatz zu tierischem Eiweiß).
Wildpflanzen sind ein Lebenselixier erster Güte, denn sie enthalten feinstoffliche Energiefelder (Biophotonen / Lichtteilchen) und haben somit eine direkte energetisierende und formbildende Wirkung auf den Körper.
Fast alle Wildpflanzen sind auch „Heilkräuter“, und Sie machen sich deren jeweiliges Heilprinzip zunutze, in vorbeugender oder auch heilender Weise.
Wir können sie stets frisch und jung ernten.
Wildpflanzen wachsen ohne chemische Keule auf, vorausgesetzt, Sie sammeln an einem unbelasteten Ort.

Vergleich Wildpflanzen und Kulturpflanzen

 

Erkenne: Überlegenheit der Wildpflanzen bei Magnesium: 3-fach, bei Eisen: 10-fach! Ähnliches trifft für den Kalziumgehalt zu.

Man staune: Überlegenheit der Wildpflanzen 23-fach!

(Quelle: FRANKE, W., Institut für Landwirtschaftliche Botanik der Universität Bonn, Ernährungswiss. Umschau 28.6.1981)
Hinweise für das Sammeln von Wildkräutern

Sammeln Sie nur an unbelasteten Standorten (eigener Garten, Wiesen abseits von Straßen).
Pflücken Sie nur junge, zarte, hellgrüne Pflanzenteile bzw. die oberen Triebe (z. B. bei Brennnessel), damit die Pflanze sich regenerieren kann und Sie über die ganze Vegetationsperiode „junges Gemüse“ haben.
Kosten Sie und erspüren Sie, von welchen Pflanzen Sie viel, von welchen wenig nehmen sollten. Bei mir z.B. bilden neutral schmeckende und in großen Mengen vorkommende Kräuter wie Löwenzahn, Brennnessel und Giersch den „Grundstock“.
Sammeln Sie nur Pflanzen, die Sie gut kennen und sicher identifiziert haben. Besorgen Sie sich ein gutes Wildpflanzenbuch.
Waschen Sie die Wildkräuter gut, und verbrauchen Sie diese möglichst gleich oder lagern Sie sie kurzzeitig im Kühlschrank. Einfrieren ist möglich, wenn auch nicht optimal.
Essen Sie die Wildkräuter möglichst roh und streuen Sie diese erst zum Schluss auf warme Speisen (nicht unterrühren). Brennnesselsuppe hat zwar „Tradition“, aber kaum noch Kraft, deshalb wenigstens einen Teil der Kräuter roh zusetzen.
Beginnen Sie mit kleinen Mengen, um sich an den leicht bitteren (aber verdauungsfördernden) Geschmack zu gewöhnen. Schneiden Sie die Kräuter anfangs sehr klein und streuen Sie sie über Ihre Gerichte, Salate, in den Quark, aufs Brot….
Richten Sie später ganze Salate damit (verzichten Sie dafür auf Kopfsalat), indem Sie die Grünkräuter nur grob zerschneiden und mit Gemüse oder Obst Ihrer Wahl kombinieren.
Fügen Sie Wildsalaten einen kleingeschnittenen Apfel oder einige Rosinen oder Bananenstücke hinzu, das nimmt die leichte Bitterkeit.
Erfinden Sie eine leckere Salatcreme mit Nuss-, Mandel- oder Sesammus, Zitrone, Joghurt o.ä.
Wenn Sie Nüsse, Mandeln, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne hinzufügen, erhalten Sie eine mehr als vollwertige Mahlzeit.
Sollten Sie aufgrund von Versäuerung Obst nicht gut vertragen, essen Sie etwas Wildkraut dazu – das neutralisiert durch den hohen Mineralstoffgehalt. Trotz des Säuregehalts wird Obst im gesunden Organismus normalerweise basisch verstoffwechselt.
Naschen Sie auch Blüten, und dekorieren Sie Ihre Speisen damit! Sie führen sich damit neben der Lichtenergie auch noch die Information der „Schönheit“ zu: Nicht umsonst sagt man, dass das Essen von Blüten schön macht.
Sammeln Sie für Heilkräutertees, so dürfen die Kräuter vor dem Trocknen nicht gewaschen werden, d. h. sammeln Sie an sauberen Standorten und nicht in Erdnähe.

Gesundheit durch „Unkräuter“

 

Brennnessel (Urtica dioica):brennessel-426x500-914030
Zu Unrecht gefürchtet: Die Brennnessel wirkt blutreinigend, entwässernd, putzt den gesamten Verdauungstrakt durch, aktiviert die Abwehrkräfte, beruhigt die Nerven. Sie ist sehr siliziumhaltig, blutreinigend, entschlackend, stärkt Haut und Knochen, reich an Eisen, Vitamin C, A und K, wirkt lt. neueren Studien sehr gut gegen Rheuma und Gicht sowie gegen Arthrose. Nur ganz jung ernten, die Brennhaare brechen ab, wenn man sie zwischen den Fingern oder beim Schneiden zerdrückt.

Giersch/Geißfuß (Aegopodium podagraria):giersch
Die zarten, sich gerade entfaltenden Blätter schmecken sehr würzig, man kann sie in größerer Menge verzehren. Sie enthalten viele Mineralien, sehr viel Beta-Karotin und wirken – wie ihr lateinischer Name verrät – gegen Gicht (Podagra) und Rheuma, weil sie sehr viel Basen liefern und Säuren – wie Harnsäure – ausleiten können.

Löwenzahn (Taraxacum officinale):löwenzahn
wirkt aufgrund seiner Bitterstoffe besonders heilsam auf Leber und Nieren, ist blutreinigend (zur Frühjahrskur täglich 5 – 10 Stengel kauen!), ist nützlich bei Rheuma und Gicht, Hautkrankheiten, Fettsucht, Gallensteinen, Knorpeldegeneration. Das Kraut ist reich an Vitamin C und vielen Mineralien. Junge Blättchen verwenden, aber auch die Blütenblätter.

Hopfensprossen (Humulus lupulus):wpe39271
Junge Hopfensprossen schmecken sehr angenehm und knackig, fast spargelähnlich. Sie wirken gegen Leberstau, Gicht und Rheuma, Nervenunruhe und Depression, dies vielleicht aufgrund ihres Gehaltes an Cholin (Lezithin). Hopfen hat auch eine leichte phytoöstrogene Wirkung und lindert Beschwerden der Wechseljahre.

Schafgarbe (Achillea millefolium):f701abd974117431fdf532a9b6530aef
Die ganz kleinen zarten Blättchen schmecken sehr würzig und enthalten viele heilsame Stoffe für die Atemwege, für Magen, Darm und Herz. Sie ist ein erstklassiges Heilmittel für alle Frauenleiden.

Noch weitere essbare „grüne Schätze“:
Wilde Möhre, Ackerschachtelhalm (ganz zarte Triebe), Sauerampfer, Sauerklee, Spitzwegerich, Kapuzinerkresse, Ringelblume, Fenchel, Gänsefingerkraut, Gundermann, Weidenröschen, Vogelmiere, Franzosenkraut, Melde, Schlüsselblume, Veilchen, Maiaustrieb von Fichten und Lärchen, Lindenblüten und -blätter, Holunderblüten und -triebe, Scharbockskraut (vor der Blüte), Wiesenbocksbart, Brunnenkresse, Bärlauch, Knoblauchrauke, Nachtkerze

Immer nur ganz junge Triebe/Blättchen und nicht zuviel von einer Sorte!
Und hier noch ein paar Rezeptanregungen

Wildkräutersalat I
Junge, zarte Wildkräuter (größere Menge), Gewürzkräuter (kleinere Menge) und einige essbare Blüten im Garten sammeln, waschen, grob schneiden. In einer Schüssel mit Apfel- oder Bananenstückchen oder einigen Rosinen vermischen, mit Zitrone, etwas Honig und gutem Öl (Olivenöl, Lein-, Raps-, Weizenkeimöl) oder Nussmus anmachen. Sonnenblumenkerne oder Nüsse / Mandeln dazu.

Wildkräutersalat II
Wildkräuter vorbereiten wie oben und mit kleingeschnittenem Gemüse kombinieren (Tomate / Gurke / Zucchini oder Wurzelgemüse, Zuckerschoten o.a.) mit Salatdressing oder Avocado-Salatcreme anrichten.

Salatdressing – (den besten Salat kann man mit einem Supermarkt-Dressing erschlagen!)
Zitronensaft oder Balsamico-Essig, Olivenöl, Shoyu oder Tamari, etwas Wasser und ev. Gewürze verschütteln.

Grüner Schönheits-Trunk – statt Abendbrot, für einen regelrechten „Verjüngungsschlaf“ oder als „Morgenstarter“
Milch/Sojamilch/Ziegenmilch oder Joghurt/Kefir, Banane und viel Wildkräuter cremig mixen. Variationen: etwas Honig, Pollen, Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Mandelmus, Lein- oder Weizenkeimöl o. ä. mitmixen. Langsam löffeln (kauen!).

Schlaf-Trunk hilft, das schlaffördernde Hormon Melatonin zu bilden
1 Tasse Milch/Joghurt, 1 Banane, 2 Datteln oder 1 Tl Honig, gemahlener Mohn, einige beruhigende Kräuter wie Melisse, Borretsch, Lavendel, Pfefferminze, Hopfensprossen mixen.

Wildkräuter-Spinatspinat-sauerampfer-suppe
Eine große Menge Wildkräuter (bes. Brennnessel und Giersch) waschen und blanchieren (kurz in heißes Wasser) oder dämpfen, dann im Mixer oder mit Pürierstab pürieren. Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten, evtl. etwas Vollkornmehl-Schwitze machen und grüne Masse dazugeben, mit saurer Sahne, Salz und Muskat abschmecken. Zu Kartoffeln oder Vollkorn-Nudeln.

Wildkräuter-Pesto Multivitamine zum Würzen, für Pasta oder auf Brot
Verschiedene Wildkräuter, z.B. Giersch, Brennnessel, viel Knoblauchrauke ganz fein mit etwas Meersalz oder Shoyu und gutem Olivenöl pürieren (evtl. Knoblauch oder andere würzige Küchenkräuter und Sonnenblumenkerne mitpürieren). In ein Glas füllen, mit Olivenöl bedecken, ab in den Kühlschrank und rasch verbrauchen.

Wildkräuter-Quarkwildkräuterquark
Magerquark mit Salz, frischem Leinöl und viel grob geschnittenen Wildkräutern vermischen, zu Pellkartoffeln oder Vollkornbrot.
Noch ein kleiner Exkurs in „Nahrhafte Landschaften“ früherer Jahrhunderte

In vielen Gegenden Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wurden noch bis in die Nachkriegsjahre hinein die in den jeweiligen Landstrichen natürlich wachsenden Pflanzen für die menschliche Ernährung genutzt. So wurde in den rauen Lagen der Alpen, in denen wenig Obst- und Gemüseanbau möglich war, der Alpenampfer, auch „Blacken“ genannt, umfangreich als Futter-, Nahrungs-, Heil- und Hilfsmittel genutzt. Nicht nur eine nahrhafte Silage für die Tiere wurde daraus hergestellt, sondern auch eine Art Spinat und Sauerkraut für die Menschen, die Stiele wurden wie Rhabarber verwendet. Die Nachtkerzenwurzel wurde als „Schinkenwurz“ zubereitet, die Triebe des Waldgeißbartes und des Wilden Hopfens als Spargelgemüse. Eicheln wurden entbittert und zu Kaffee geröstet, das Eichelmehl verbacken. Holzasche wurde als Wasch-, Desinfektions- und Heilmittel eingesetzt, Blätter und Rinde verschiedener Bäume getrocknet, vermahlen und als „Streckmittel“ dem Brotmehl und Suppen zugesetzt, – eine wahrhaft gesunde Sparmaßnahme! Wildobst wie Hagebutten und Kornelkirschen, Berberitzen, Waldbeeren, Schlehen, Holunder, Trauben- und Judenkirschen wurden zu Marmelade, Most, Suppen, Früchtetee, Wein und Likör verarbeitet. Pilze, das „Fleisch des Waldes“, Flechten und Farne wurden ebenfalls vielfältig genutzt. Das Isländische Moos galt nicht nur als hervorragendes Heil- und Nahrungsmittel, – man kochte eine nahrhafte „Moossuppe“ daraus -, sondern es diente auch – wie die Farne – als Konservierungs- und Frischhaltemittel für Obst, Gemüse und Käse. Farne stopfte man außerdem in Matratzen und Oberbetten gegen Rheuma und Gicht sowie Ungeziefer aller Art, außerdem waren sie zur Schneckenbekämpfung und Bodendüngung willkommen.

Es war vielerorten üblich, Kräuter, Wildgemüse und Wildobst zu sammeln und zu verarbeiten und an sogenannte „Dürrkräutler“ in Städten zu verkaufen, Medizinalhandlungen, deren es z. B. in Wien viele gab.

Sammelnutzungen hat es schon immer gegeben. Sie waren ein Hauptbestandteil unserer Ernährung bis weit in unsere Zeit. Besonders in den Gebirgsregionen fußte die Ernährung der Bewohner auf der breiten Nutzung dessen, was die umgebende Natur ihnen darbot.
Erprobtes Wissen unserer Vorfahren über die Nutzbarkeit von Pflanzen als Nahrung, Nahrungsstreckmittel, Heilmittel, Konservierungs- und landwirtschaftliche Hilfsmittel ist verloren gegangen und damit auch kluge, zusammenhängende Wirtschaftsprinzipien wie Vielfachnutzung, Tauschen, Bewirtschaftung mit mehreren Standbeinen, Abfallverwertung, ortsbezogene Nutzung, Vorratswirtschaft, Hilfsmittel aus der Natur usw. Die Industrialisierung von Landwirtschaft und Nahrungsmittelherstellung führte nicht nur zur Entwertung und „Entleerung“ von Landschaftsstrukturen, sondern auch von einstmals vitalstoffreichen Lebensmitteln. Machen wir uns die außerordentlich großen „Geschenke“ unserer Natur wieder bewusst, indem wir sie aufmerksam, liebe- und achtungsvoll annehmen und altes Wissen wiederzuerlangen und zu erhalten suchen!
Zu guter Letzt…

Nehmen Sie sich Zeit, machen Sie das „Kräutli-Sammeln“ zur Meditation. Freuen Sie sich über den „Schatz“ in Ihrem Garten, treten Sie in Kontakt mit jeder Pflanze, danken Sie ihr! Schon allein dieser bewusste Umgang mit den Pflanzenwesen wird Ihnen unschätzbaren gesundheitlichen Gewinn bringen! Beobachten Sie, wie sich die Kräuterflora in Ihrem Garten verändert: Jahrhundertealte Überlieferungen besagen, dass immer genau die Kräuter in unsere nähere Umgebung kommen, die wir gerade benötigen, aber auch annehmen und schätzen können. Ich kann dies aus eigener Erfahrung bestätigen: Seit die Wildkräuter von März bis Oktober zu meiner täglichen Ernährung gehören, hat sich die Artenvielfalt in meinem Garten auffällig vergrößert. Und „Beziehungsprobleme“ mit „Un“kräutern gibt’s auch nicht mehr!
Sogar „Wunschkräuter“ (z. B. Knoblauchrauke und Herzgespann – vorher nie in meinem Garten gesehen) waren urplötzlich da. Und jedes Jahr kommen neue Arten hinzu. Als ob sie spüren, dass sie hier gebraucht, geschätzt und geliebt werden…
Mehr zum Thema Wild- und Heilkräuter erfahren Sie in meiner Broschüre „Grüne Kraft aus dem Garten“ und in meinen Kräuterseminaren.
Hier meine weiteren Alben:

HEILKRÄUTER – Wirkung und Anwendung:

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Experiment Selbstversorgung:

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Unser tägliches Gift und was wir dagegen tun können:

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Vegetarische Rezepte:

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Über Menschen, wahre Schönheit & bedingungsloser Hingabe:

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Die heilige Hochzeit – Die Befreiung unserer Beziehungen:

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Und der noch mehr:

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Wildkräuter, kostenloses Superfood der Natur

– von Burkhard Hickisch

So manch einer glaubt, die wilden Zeiten seien vorbei, dabei fangen sie gerade erst an! Wildkräuter kommen immer mehr in Mode, selbst die gehobene Gastronomie setzt inzwischen wilde Pflanzen auf die Speisekarte.

Dies ist kein Wunder, denn immer mehr Menschen machen sich Gedanken über das, was sie zu sich nehmen. Obwohl die Supermärkte überquellen, ist das Angebot erschreckend eintönig – es stammt zum überwiegenden Teil von hochtechnisierten Agrargroßbetrieben und global agierenden Nahrungsmittelkonzernen. Entscheidend sind nicht mehr die Inhaltstoffe der Nahrung und der natürliche Bedarf des Körpers, sondern die Möglichkeit zur massenhaften Herstellung und zum flächendeckenden Vertrieb, die Normierung des Geschmacks und die Wiedererkennbarkeit der Produkte. So bevorzugen wir irgendwann bestimmte Marken und Preisklassen (wobei unsere Geldbörse auch ein Wörtchen mitredet). Dazu hat unser Essen eine starke soziale Komponente, denn am liebsten essen wir mit anderen zusammen. Und zwar in der Regel das, was alle schon immer gegessen haben.

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Auf zu neuen Ufern

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie nicht gesünder und energiegeladener sind? Haben Sie den Wunsch, geistig konzentrierter und seelisch ausgewogener zu sein? Wären Sie lieber mitfühlender, gelassener und glücklicher? Die Ernährung kann dabei eine große Rolle spielen. Sie ist nicht nur dazu da, uns satt zu machen und unseren Drang nach sozialer Akzeptanz zu befriedigen – sie kann uns auch wirklich „nähren“, wenn wir selbst dafür sorgen, dass unser Körper das bekommt, was er wirklich braucht.
Aber was bedeutet es, rundum genährt zu sein? Was brauchen wir, um gesund, fit und glücklich zu leben? Die Beantwortung dieser Frage ist nicht schwer. Unsere körperliche Funktionsfähigkeit unterliegt natürlichen Gesetzmäßigkeiten, die es zu beachten gilt. Zwar besitzt unser Körper die außerordentliche Fähigkeit, Ernährungsfehler zwanzig, dreißig, ja sogar bis zu vierzig Jahre lang auszuhalten. Krankheiten brechen oft erst spät aus, scheinbar ohne erkennbaren Zusammenhang mit unseren Essgewohnheiten, die – wie wir irrtümlich annehmen – uns ein Leben lang nicht geschadet haben.
Ein Grundprinzip der Natur besteht darin, dass Lebendiges nur aus Lebendigem kommen kann. Aus einem Stein wird nicht einfach eine Blume, auch wenn die Sonne noch so viele Äonen auf ihn scheinen würde. In Bezug auf die Ernährung bedeutet dies, dass wir nur dann vital – also wirklich lebendig – sind, wenn unsere Nahrung voller Lebensenergie steckt.

Das Geheimnis der Vitalstoffe

Die wilde Pflanze ist in dieser Hinsicht ein wahres Wunderwerk! Sie wandelt nicht nur Sonnenlicht in organisch gebundene Energie, die sie uns zur Verfügung stellt, sondern reichert auch die sogenannten „Vitalstoffe“ an, die der Körper braucht, um seine Lebensfunktionen reibungslos ausüben zu können und sich rundum wohl zu fühlen. Zu den Vitalstoffen zählen u.a. Vitamine, Mineralien, Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe und Aminosäuren. Wussten Sie, dass alle Aminosäuren, die unser Körper braucht, um daraus komplexe Eiweißstrukturen zu bilden, in den grünen Pflanzen vorhanden sind? Wie sollte es auch anders sein, ernähren sich doch viele Säugetiere – wie z.B. Kühe, Pferde und Elefanten – ausschließlich von wilden Pflanzen und Blättern. Auch Milch ist vier Stunden vor dem Melken noch frisches Gras! Die pflanzlichen Aminosäuren bieten den Vorteil, dass sie leicht vom Körper aufzunehmen sind. Wenn wir unsere Aminosäuren aus tierischem Eiweiß beziehen, muss der Körper die komplexen tierischen Eiweiße erst wieder in die ursprünglichen Aminosäuren zerlegen, was viel Zeit und Energie benötigt und einer der Gründe ist, warum wir nach Fleischverzehr müde werden. In den Wildkräutern liegen die Vitalstoffe in geballter und leicht aufzunehmender Form vor. Wir sind nur dann vital und lebensfroh, wenn unsere Nahrung lebendig ist und uns spürbar Energie liefert. Die konventionelle Ernährungsweise liefert uns zwar Makronährstoffe in Form von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten, ist aber an Vitalstoffen und Lebensenergie verarmt. Zu massiv sind die Beeinträchtigungen, denen die Pflanzen vom Anbau, ihrer industriellen Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung in der Küche unterworfen sind. Auf Dauer geht das auf Kosten unserer Gesundheit und Vitalität.

Grüne Wildkräuter-Smoothies

Seit der Erfindung der grünen Smoothies sind wir in der Lage, frische Wildkräuter in ausreichender Menge zu uns zu nehmen. Da die wilden Pflanzen so viele gesunde Inhaltsstoffe haben, schmecken sie oft streng und bitter. Wenn wir sie zusammen mit Früchten (und etwas Wasser) im Verhältnis von 50:50 im Mixer pürieren, haben wir eine leckere und sehr nahrhafte Mini-Rohkost-Mahlzeit, die uns täglich mit allen Vitalstoffen versorgt, die unsere Zellen brauchen, um optimal zu arbeiten. Der Mixer nimmt uns darüber hinaus einen Teil der Verdauungsarbeit ab, was bei Wildkräutern ein großer Vorteil ist, denn sie sind natürlich viel schwerer zu kauen als weichgekochtes Essen. Im grünen Smoothie können wir daher Wildkräuter und grüne Blätter in einem noch nie dagewesenen Ausmaß zu uns nehmen, wodurch unsere Gesundheit und Vitalität einen enormen Schub erhalten. Dieser ist auch dringend notwendig, denn die moderne Lebensweise erzeugt viel Stress und Hektik und unsere konventionelle Ernährung ist zu einseitig, um den Körper in die Lage zu versetzen, mit den ständig steigenden Anforderungen fertig zu werden. Grüne-Wildkräuter-Smoothies sind daher ein idealer Ernährungsbaustein. Sie geben uns die Gewissheit, jeden Tag mit dem Lebensnotwendigen versorgt zu sein. Und das Schöne ist: Wir spüren es sofort und brauchen dennoch unsere Ernährung nicht von heute auf morgen komplett umzustellen. Wenn wir anfangen, täglich „wilde“ grüne Smoothies zu trinken, verlangt unser Körper auf natürliche Weise immer mehr nach Vitalstoffen aus lebendiger Nahrung und der Appetit auf Ungesundes lässt nach. Auf diese Weise können die wilden Pflanzen Körper, Geist und Seele nähren, harmonisieren und auf eine gesunde Lebensweise ausrichten.

Der Autor Burkhard Hickisch ist Ernährungsberater, lebt und arbeitet in Berlin.

Grüne Wildkräuter-Smoothiesgruene-smoothies-wildkraeuter

Rezept 1:
1 Banane
2 Birnen
2 Handvoll Giersch
10 Brennnessel-Blätter
½ Liter Wasser (gefiltert)
Ergibt ca. 1,5 Liter grünen Smoothie

Rezept 2:
2 süße Äpfel
½ Avocado
1 Handvoll Babyspinat
1 Handvoll gemischte Wildkräuter (z.B. Löwenzahn, Spitzwegerich. Klee, Sauerampfer, Gänseblümchen)
½ Liter Wasser (gefiltert)
Ergibt ca. 1,5 Liter grünen Smoothie

Rezept 3:
200g frische Erdbeeren
2 TL Kokosöl von Dr. Goerg
4 Datteln (entsteint)
1 Handvoll Feldsalat
4 Linden-Blätter
4 Haselnuss-Blätter
6 Brombeer-Blätter
6 Kirschbaum-Blätter
½ Liter Wasser (gefiltert)
Ergibt ca. 1,5 Liter grünen Smoothie

Quelle: http://www.kgsberlin.de/archiv/eintrag/art72875.html?PHPSESSID=5jegerj3nekq8e3nanblv1r8c0

Gruß an die Gesunden

TA KI