Der Ursprung des Weihnachtsfests


Inspiriert durch unsere 8 germanisch-keltischen Jahresfeste, die wir an unserem Kraftort feiern und an denen wir die Natur und unsere Ahnen und Urahnen ehren, haben wir Weihnachten noch mal aus einer ganz anderen Perspektive wahrgenommen.

Vollkommen falsch ist die Behauptung, Weihnachten sei ein „rein christliches“ Fest. Tatsächlich sind die christlichen Bestandteile in der neuzeitlichen Weihnacht in der Minderzahl.

Weihnachten ist heute vielmehr ein buntes Konglomerat aus christlichen, jüdischen, römischen, altpersischen und vor allem germanischen und keltischen Elementen, aus frühneuzeitlichen Zunftbräuchen und adliger Selbstdarstellung, aus romantischer Kunst, aus bürgerlicher Harmoniesucht und proletarischer Sehnsucht nach einer besseren Welt, aber auch aus großen eiskalt kalkulierter Werbestrategien – und vielen anderen Einflüssen mehr.

Herausgefunden haben wir, das Weihnachten ein Überbleibsel Heidnischer Bräuche ist. Aufgrund des anfänglich doch erheblichen Widerstandes in den „missionierten“ Völkern ging die Kirche alsbald dazu über, unterstützt durch geschickte Missionare, die die christlichen Feste an andere Kulturen anpaßten, deren heidnische Feste und vor allem unsere alten germanischen und keltischen Bräuche für sich umzumünzen. So wurde alleine die angebliche Geburt Jesu in den ersten 500 Jahren fünfmal umgelegt, bis sie dann schließlich vom römischen Bischof Liberus (der damit vom Kult des „Sol Invictus“, dem damaligen schärfsten Konkurrenten des Christentums im Römischen Reich, profitieren wollte) auf den Zeitpunkt der heidnischen Wintersonnenwende gelegt wurde. Infolgedessen drangen hier bereits viele mit dem Sonnengott verbundene Vorstellungen in das christliche Fest ein.

(Heute gibt es kein christliches Fest mehr, daß nicht einen germanischen oder keltischen Ursprung hat, auch wenn der ursprüngliche Sinn dabei völlig verfremdet wurde.)

Erst 813, in der Hochzeit der brutalen Missionierung Germaniens, wurde der 25. Dezember verbindlicher Kirchenfeiertag. Der Begriff „Weihnachten“, der ca. 1170 in einem Gedicht von Spervogel erstmals schriftlich erwähnt wurde, wurde dabei unverhohlen von den germanischen Weihennächten (bei den südlichen Stämmen hießen sie die Raunächte) übernommen. (Wie auch das germanische Frühlingsfest Ostara für das christliche „Ostern“ herhalten mußte)

Der Begriff „Jul“ stammt aus dem nordischen und bedeutet “Rad des Lebens”. In Skandinavien findet das Weihnachtsfest auch heute noch unter dem Namen Julfest statt, wobei der geschmückte Tannenbaum und auch die Geschenke dem germanisch-nordischen Brauch entnommen wurden.

Nach dem Julfest fanden die 12 Weihennächte statt. Das waren Festtage, in denen das Haus geräuchert wurde, mit den Worten “Glück ins Haus – Unglück hinaus”. In dieser zwölftägigen Friedenszeit stand das Haus für Gäste offen, die mit feinen Köstlichkeiten reich bewirtet wurden.

Für die Germanen hatten die Weihennächte große Bedeutung. In diesen Nächten wurden die Orakel befragt; der germanische Brauch hat sich bis heute im Bleigießen und ähnlichem zu Silvester erhalten.

Als jahrhunderte später ganz Europa gewaltsam und unter unvorstellbaren Greueltaten und Genoziden an den heidnischen Völkern „missioniert“ war und die Kirche fest im Sattel saß, wollte sie diese heidnischen Einflüsse zu Weihnachten wieder verbieten. So gibt es alte deutsche Urkunden über Ratsverordnungen, die den Weihnachtsbaum erwähnen und die das Ausputzen der Stuben mit Tannengrün und Bäumen verbieten. Und auch die Weihnachtskekse sollten verboten werden, da die Formen des Gebäcks die Alten Heidnischen Göttern darstellten. Als dies nicht gelang, versuchte die Kirche erneut, die germanischen Bräuche für sich um zu nutzen.

So war es bei den Germanen üblich, zur Zeit des Julfestes Heu vor das Haus zu legen. Dies war als Futtergabe für Odins Pferd gedacht. Odin, der germanische Göttervater, war unter vielen Namen bei den Menschen unterwegs. Zur Julzeit  wählte er die Verkleidung eines Bettlers, bei den Menschen als „Hrued Percht“ bekannt. Als Dank für das Pferdefutter hinterließ er Obst und Früchte für die Kinder.

Dieser Brauch wurde von der Kirche nicht nur aufgegriffen und durch einen angeblichen Bischof Nikolaus ersetzt, nein, das reichte noch nicht. Diesem Bischof wurde auch noch ein Knecht beiseite gestellt… man achte auf die Namensähnlichkeit: Hrued Percht wird zu Knecht Ruprecht! Wie infam kann man denn sein, wenn man den Hauptgott einer anderen Religion zum Knecht eines eigenen Predigers degradiert? (Das mal am Rande zum Thema Toleranz des Christentums)

Auch der Adventskranz stammt von den Germanen und war früher der Julkranz. Was wir sehr Interessant finden, ist die Umkehrung der Adventszeit. Beim Julkranz wurden alle Kerzen (ursprünglich waren es 6) angezündet, um Licht in die dunkelste Jahreszeit zu bringen und dann wurde bis zur Wintersonnenwende (ca. 21. Dezember) jede Woche eine Kerze weniger angezündet, gleich dem abnehmenden Sonnenlicht. Dann, am Tag der Wintersonnenwende, wurde ein Julfeuer entzündet, als Symbol der wiederkehrenden Sonne. Wenn das Feuer am stärksten brannte, wurden alle Julkränze aus der Gemeinschaft dem Feuer übergeben. Der Julkranz war geflochten aus immergrünen Zweigen wie Buchsbaum, Eibe, Fichte, Tanne, Stechpalme, Kiefer, Efeu, Wacholder, denen man schützende und heilende Kräfte zuschreibt.

Das Weihnachtsfest gibt uns die Möglichkeit zu unseren Wurzeln zurück zu finden. Gibt uns die Möglichkeit, uns wieder mehr mit der Natur zu verbinden und bewußt mit ihr dieses Fest zu feiern. Denn die Natur ist ein sehr starker Partner an unserer Seite. Sie war es früher und wird es auch heute wieder sein, wenn wir uns ihr wieder mit unserem ganzen Herzen öffnen.

Yggdrasil

Heil große Götter, Asen, Wanen!

Heil Mjöllnir, heil Yggdasil

Ihr Heiligtümer der Germanen

Wie schändlich ist das grause Spiel

Mit dem man zu vernichten suchte

Euch tausend Jahre lang, voll Haß

Verbrannte, tötete, verfluchte

Was heiligstes das Volk besaß!

Das Gift des „Lichtes aus den Osten“

Kann niemals unsere Rettung sein

Es wird uns unsere Seele kosten

Wenn wir uns nicht davon befrei’n.

Ich hab die Ketten überwunden

Die mich mein Leben lang beschwert

Ich hab zu meinem Volk gefunden

Das euch, ihr Götter, doch gehört!

(Renate Schütte)

Danke an Ulrich Zimmermann

Gruß an die Ahnen

TA KI