WM in Brasilien: Sexgeschäft mit Kindern blüht; Brasilien Mordrate 37 Mal höher als in Deutschland


Violence and Grief Define Life In Honduran Capital

Kurz vor Beginn der Fußball-WM blüht in Brasilien das Sexgeschäft mit Minderjährigen. Die Kinderprostitution im Land ist in den vergangenen Wochen sprunghaft angestiegen. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung auf Behörden und Kinderhilfsorganisationen. Experten erheben in diesem Zusammenhang Vorwürfe gegen den Weltfußballverband Fifa.

Ana Isabel Cabral Lima de Souza vom Hilfsprojekt Vira Vida geht aufgrund von Studien davon aus, „dass die Fälle in der WM-Stadt Fortaleza um hundert Prozent gestiegen sind – und die Weltmeisterschaft hat noch nicht mal begonnen“. Auch die Direktorin des Sekretariats für Menschenrechte in Fortaleza, Tania Gurgel, bestätigt, dass ihre Behörde in den vergangenen Monaten in Fortaleza „mehr und mehr Fälle auftauchen“ gesehen habe, in denen sich Kinder prostituiert hätten.

Das Einkommen der Kinder kann eine vierköpfige Familie ein Jahr ernähren

Zu den Hotspots für Kindersex-Touristen gehören drei WM-Spielorte: Recife, Belo Horizonte und Fortaleza, wo die deutsche Nationalmannschaft eines ihrer Vorrundenspiele austrägt. Helfer und ehemalige Kinderprostituierte sagen, dass ein Kind während der WM durch Prostitution so viel Geld verdienen kann, dass eine vierköpfige Familie ein Jahr davon leben kann, berichtet das Blatt.

Soziale Probleme sind in vielen Fällen der Hintergrund: Die meisten Kinderprostituierten bieten ihre Körper an, weil ihre Eltern sie unter Druck setzen – oder sie in die Hände mafiöser Banden geben.

Brasiliens Regierung schätzt, dass die WM etwa 600.000 ausländische Reisende ins Land locken wird. Schon heute gilt Brasilien neben Thailand als das Land mit den meisten Sex-Touristen. Darunter sind auch viele Deutsche.

Die Fifa zeigt bisher nur wenig Interesse an dem Thema

Die britische Sportsoziologin Celia Brackenridge, eine wissenschaftliche Instanz in Sachen Kinderschutz, sagt, die Fifa habe „bisher nur wenig Interesse an dem Thema gezeigt“. Und das, obwohl sexuelle Ausbeutung im Rahmen sportlicher Großereignisse als Thema immer relevanter werde.

Auch der ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes und heutige Fifa-Funktionär Theo Zwanziger fordert, dass der Profi-Fußball mehr Verantwortung übernehmen müsse: „Die Gesellschaft macht den Fußball stark. Und deswegen muss der Fußball der Gesellschaft auch etwas zurückgeben.“ Die Fifa müsse bereit sein, Missstände wie Kinderprostitution aufzugreifen. Sie dürfe nicht wegschauen.

Die Fifa beteuert, sehr wohl etwas gegen Kinderprostitution getan zu haben. Sie investiere insgesamt „20 Millionen US-Dollar in verschiedene Projekte als Teil der WM-Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt ein Sprecher. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern sei ein Thema. Ob und wie viel Geld sie für den Kampf gegen Kinderprostitution ausgegeben hat, sagt die Fifa nicht. Man habe sich darauf fokussiert, „unsere Sorgen und Erwartungen an die verantwortlichen staatlichen Stellen heranzutragen“, heißt es aus der Pressestelle.

Mordrate in Brasilien auf höchstem Stand seit 1980

Dass Kinderprostitution nicht das einzige Problem des WM-Gastgebers ist, zeigt eine neue Studie des brasilianischen Gesundheitsministeriums. Demnach sind 2012 mehr als 56.300 Morde registriert worden und damit über sieben Prozent mehr als 2011. Das ist laut der Studie die höchste Zahl seit 1980. Mit 29 Morden auf 100.000 Einwohner weist Brasilien damit auch eine der höchsten Mordraten weltweit aus.

Die Zahlen lägen zwischen 50 und 100 Mal höher als in entwickelten Ländern wie etwa Japan, sagte der Soziologe und Koordinator der Studie, Julio Jacobo Waiselfisz. „Das zeigt den langen Weg, den wir noch gehen müssen, um eine halbwegs zivilisierte Rate zu erreichen.“ Der nordöstliche Bundesstaat Alagoas blieb 2012 trotz eines Vorjahresrückgangs von fast 10 Prozent besonders gewalttätig. Dort wurden 2012 auf 100.000 Einwohner statistisch gesehen 64,6 Morde registriert.

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Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2014/05/28/brasilien-sex-kinder_n_5401435.html?utm_hp_ref=germany

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Erschreckende Studie aus Brasilien Mordrate 37 Mal höher als in Deutschland

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Wenige Wochen vor der Fußball-WM in Brasilien wird eine Studie veröffentlicht, die Millionen Fußballfans schaudern lässt: Brasiliens Mordrate ist demnach immens hoch.

In Brasilien sind im Jahr 2012 über 56.300 Morde registriert worden und damit über sieben Prozent mehr als 2011. Das ist nach einer am Dienstag vorgestellten vorläufigen Studie die höchste Zahl seit 1980. Mit 29 Morden auf 100.000 Einwohner nahm der WM-Gastgeber 2012 damit zudem einen der vorderen Plätze auf der traurigen Tabelle der Mordrate ein, wie die Erhebung „Mapa da Violencia“ belegt. Diese beruht auf Auswertungen von Daten des brasilianischen Gesundheitsministeriums. Die Gesamtstudie soll in den nächsten drei Wochen vorgestellt werden.

Das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hatte im April seinen Bericht „Global Study on Homicide“ vorgelegt und für Brasilien 2012 insgesamt 50.108 Morde und damit eine Rate von 25,2 Morden auf 100.000 Einwohner ausgewiesen. Weltweit liegt dieser statistische Durchschnitt bei 6,2. Die höchste Mordrate wies Honduras mit 90,4 Morden auf 100.000 Einwohner aus. Nach Venezuela (53,7) und Kolumbien (30,8) rangierte Brasilien in Südamerika auf Platz drei, im internationalen Rahmen aber vor Ländern wie Nigeria (20,0), Mexiko (21,5) oder Angola (10,0). Zum Vergleich: Deutschland lag 2011 laut UNODC mit 662 Morden bei einer Quote von 0,8.

Die Zahlen seien zwischen 50 und 100 Mal höher als in entwickelten Ländern wie etwa Japan, sagte der brasilianische Soziologe und Koordinator der Studie, Julio Jacobo Waiselfisz. „Das zeigt den langen Weg, den wir noch gehen müssen, um eine halbwegs zivilisierte Rate zu erreichen.“ Der nordöstliche Bundesstaat Alagoas blieb 2012 trotz eines Vorjahresrückgangs von fast 10 Prozent besonders gewalttätig. Dort wurden 2012 auf 100.000 Einwohner statistisch gesehen 64,6 Morde registriert.

Quelle: http://www.n24.de/n24/Sport/Fussball/fussball-wm/d/4821072/mordrate-37-mal-hoeher-als-in-deutschland.html

Gruß an die Fußballfans

TA KI