Wirbel um „XY“ sorgt für neue Hinweise zu Vergewaltigung


.Bild-Ruhrnachrichten

„Aktenzeichen XY“ geriet in die Kritik, weil ein Beitrag über eine Vergewaltigung gestrichen werden sollte – wegen der Hautfarbe des Täters.

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Wegen der dunklen Hautfarbe eines Tatverdächtigen wollte die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ einen Fahndungs-Beitrag über eine Vergewaltigung in Huckarde nicht senden . Medienberichte darüber lösten nicht nur Protest und eine Korrektur der Entscheidung aus. Anrufe erhielt auch die Polizei.

Seit dem ersten Bericht am Freitagmorgen (21.8.2015) erhielt die Polizei zahlreiche Hinweise auf den mit einem Fahndungsfoto gesuchten Mann. Eine Polizeisprecherin sagte am Dienstag (25.8.), dass nach einer ersten Auswertung dieser Hinweise „eine Handvoll sachdienlich“ sei. Diesen Hinweisen gehe die Kriminalpolizei jetzt mit Hochdruck nach. Berichte über die „XY“-Entscheidung haben demnach eine neue Aufmerksamkeit auf den Fall erzeugt.

ZDF korrigierte die Entscheidung

Das ZDF wollte die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter ursprünglich nicht senden, da dieser eine dunkle Hautfarbe hat, und weil ein anderes Thema den Dortmunder Fall verdrängt haben soll. Diese Entscheidung wurde am vergangenen Freitag (21. 8.) korrigiert.

Hautfarbe und andere Persönlichkeitsmerkmale verdächtiger Personen spielten bei im ZDF gesendeten Fahndungsaufrufen der Polizei „grundsätzlich keine Rolle“, betonte der Sender in einer Stellungnahme.

Tat neben den Gleisen

Die Vergewaltigung ereignete sich am 29. März 2014. Ein Mann mit dunkler Hautfarbe verfolgte von der S-Bahn-Haltestelle in Huckarde aus eine 21-jährige Frau. Er vergewaltigte die junge Frau auf einem Fußweg neben den Gleisen und raubte das Opfer aus. Die Polizei sucht einen 30 bis 40 Jahre alten und 1,75 Meter großen Mann. Das Opfer beschrieb ihn als „gepflegt“. Er soll akzentfrei Deutsch gesprochen haben.

Sendetermin am 2. September um 20.15 Uhr

Mit den neuen Hinweisen auf den mutmaßlichen Täter und dem Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am 2. September (20.15 Uhr) steigt der Fahndungsdruck auf den gesuchten Mann weiter. „XY“ strahlt sein Bild bundesweit aus. Rund fünf Millionen Menschen werden das Foto sehen, denn die erstmals 1967 ausgestrahlte Sendung erzielt stets sehr hohe Einschaltquoten. Drei Varianten sind nach der Ausstrahlung möglich:

Der Täter bleibt weiter unerkannt.

Zuschauer-Hinweise führen die Polizei auf seine Spur.
Der Tatverdächtige stellt sich selbst.

Sollte die Polizei ihn wegen der jüngst eingegangenen Hinweise vor der Ausstrahlung festnehmen können, würde „Aktenzeichen XY“ den Dortmunder Fall durch einen anderen Beitrag ersetzen.

Hinweise auf den gesuchten Mann an den Kriminaldauerdienst in Dortmund, Tel. 0231 / 1 32 74 41.

Peter Bandermann

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/nord-west/berichte-ueber-aktenzeichen-xy-sorgen-fuer-neue-hinweise-id11025314.html

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Gruß an die Polizei
TA KI
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„Aktenzeichen XY“ – Debatte um die Hautfarbe eines Verdächtigen


rudi-cerne-moderator-von-aktenzeichen-xy-Darf die Hautfarbe eines Tatverdächtigen eine Rolle spielen? Aktuell sucht die Polizei in Dortmund nach einem Vergewaltiger und verdächtigt einen dunkelhäutigen Mann. „Aktenzeichen XY“ will den Fall aufgreifen, hat jedoch Bedenken.

Die ZDF-Fahndungssendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ wird trotz erster Bedenken der Produzenten einen Beitrag über einen mutmaßlichen Vergewaltiger mit dunkler Hautfarbe bringen. Das ZDF teilte in Mainz mit, der Fall einer Vergewaltigung in Dortmund im vergangenen Jahr werde wie ursprünglich geplant am 2. September in der Sendung vorkommen. „Die Hautfarbe oder andere Persönlichkeitsmerkmale eines mutmaßlichen Täters spielen dabei keine Rolle“, erklärte ein Sprecher.

„Wir wollen kein Öl ins Feuer gießen“

Die Produktionsfirma Securitel bestätigte, dass sie den Beitrag zunächst nicht senden wollte. Die Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ hatten zuvor berichtet, Redaktionsleiterin Ina-Maria Reize-Wildemann habe dies mit aktueller Stimmungsmache gegen Flüchtlinge begründet. „Wir wollen kein Öl ins Feuer gießen und keine schlechte Stimmung befördern. Das haben diese Menschen nicht verdient“, zitierte die Zeitung Reize-Wildemann.

Nach ZDF-Angaben korrigierten Redaktion und Produktionsfirma inzwischen diese Entscheidung. Ein Sprecher des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) erklärte in Berlin zu dem Beschluss, den Fernsehbeitrag nun doch zu bringen: „Das war die richtige Entscheidung. Journalisten dürfen sich nicht von einem gesellschaftlichen Mainstream leiten lassen.“

Mann wurde von Zeugen identifiziert

Die Dortmunder Polizei hatte bedauert, dass der Beitrag nicht ausgestrahlt werden sollte. Die Ermittlungen hätten aus ihrer Sicht nicht weitergetrieben werden können. Aber: „Wir haben nicht die Absicht, die Entscheidung einer Redaktion zu beeinflussen“, betonte eine Polizeisprecherin, bevor klar wurde, dass der Beitrag doch läuft. Den Fahndungsaufruf mit Fotos des Verdächtigen von einer Überwachungskamera in einer S-Bahn halten die Beamten für gerechtfertigt. Der Mann war von Zeugen identifiziert worden. „Erst wenn alle Ermittlungsmethoden ausgeschöpft sind, greifen wir zu diesem Mittel der Öffentlichkeitsfahndung.“

Der mutmaßliche Täter soll die 21-jährige Frau am 29. März 2014 in der Nähe der S-Bahn-Station Dortmund-Huckarde vergewaltigt haben. Zwei Tage später schrieb die Polizei in einer ersten Mitteilung über den Mann aufgrund der Aussagen: „Sehr dunkle Hautfarbe, beschrieben als ‚Schwarzafrikaner'“.

Presserat gibt klare Regeln vor

Der Deutsche Presserat gibt zumindest Print-Journalisten in diesem Kontext eine Linie vor. „In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte“, heißt es im Kodex. Diese Abwägung gehört zum journalistischen Alltag. Doch dass ein Thema wegen möglicher Diskriminierung ganz wegfällt, ist ungewöhnlich.

In Redaktionen ist das Stimmungsbild geteilt. Manche finden die Vorgaben des Presserates zu restriktiv, anderen gehen sie nicht weit genug. 126 Beschwerden zum Thema Diskriminierung erreichten im vergangenen Jahr den Presserat als Selbstkontrollorgan der Zeitungen und Zeitschriften. Unter diesem Oberbegriff sind auch beanstandete Berichte etwa über Frauen oder sozial schwache Menschen gefasst. „Oftmals geht es aber um die ethnische Zugehörigkeit von Straftätern“, erläuterte eine Sprecherin des Presserats. Das Gremium sprach 2014 zum Thema Diskriminierung zwei Rügen, zwei Missbilligungen und neun Hinweise aus.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_75147046/-aktenzeichen-xy-debatte-um-die-hautfarbe-eines-verdaechtigen.html

Gruß an die komplett behämmerten Mainstreammedien- hier ein Hinweisschild für eure Tür:

irrenanstalt

TA KI