VERSCHWIEGEN: Okkulte Geheimpolitik – „Bohemian Grove, Bilderberger, Skull & Bones!“ (+VIDEO)!


Es gibt einen geheimen Ort, an dem die mächtigsten Männer  der Welt (Frauen sind ausgeschlossen)) zusammenkommen, um u.a. obskure und okkulte Rituale zu feiern: der Bohemian Grove!

Bohemian Grove ist ein etwa 11 Quadratkilometer großes Gelände östlich von Monte Rio im US-Bundesstaat Kalifornien. Seit 1899 treffen sich dort die ausschließlich männlichen Mitglieder des „Bohemian Club“, die vornehmlich aus der US-amerikanischen Elite aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Medien rekrutiert werden, zu einem 14-tägigen Retreat mit Veranstaltungen aller Art. Die Exklusivität des Klubs wird durch die Wartezeit nach Antrag auf Mitgliedschaft deutlich, die in der Regel 15 bis 20 Jahre betragen soll, wobei auch Eilanträge mit nur drei Jahren Wartezeit in Ausnahmefällen möglich sind. In jedem Fall müssen mindestens zwei aktive Mitglieder (Kooptation) den Aufnahmekandidaten empfehlen. Eine Aufnahmegebühr von 25.000 Dollar sowie weitere Jahreszahlungen werden bei Erfolg fällig.

Es nahmen außer Ernest O. Lawrence und diversen hochrangigen Militärbeamten auch der Präsident von Harvard sowie Vertreter von Standard Oil und General Electric daran teil. Zu den regelmäßigen Besuchern des Bohemian-Grove-Events, das Mitte Juli beginnt und drei Wochenenden beinhaltet, gehörten oder gehören unter anderem Helmut Schmidt, Henry Kissinger, Alan Greenspan, Richard Nixon, George Bush Senior, George Bush Junior und Arnold Schwarzenegger.

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Im Bohemain Grove befinden sich verschiedene Camps. Anstatt in Zelten residieren die Teilnehmer in Blockhaus ähnlichen Gebäuden und werden von Bediensteten umfassend versorgt, so dass es ihnen an nichts fehlt. Ein Luxus-Camp für die Macht-Eliten. Es gibt nur einen einzigen Eingang auf der Nordseite der Anlage, der aus einer asphaltierten Straße besteht (Bohemian Avenue).

Das Gelände ist durch private Sicherheitskräfte und Polizei weiträumig abgeschirmt und strengstens bewacht. Die Elite weiß, dass » Geheimhaltung die Basis ihrer Macht ist.

Das Wappentier des Clubs ist eine steinerne ausgehöhlte etwa 14 m hohe Eulenfigur (Owl Shrine). Die Eule spielt als Symbol in okkulten Zirkeln eine wichtige Rolle. Die Eule steht für okkultes Wissen und ist das Symbol des Bohemian Clubs.

In der Nacht finden bizarre Rituale statt. Okkulte Zeremonien vor der Eulen-Statute des Götzen Moloch auch Molech oder Molek genannt. Es ist die Verehrung des babylonischen Mysterien-Kults. Die Elite führt auf dem Altar vor dem Eulen-Götzen simulierte Menschenopfer durch. So legen sie z. B. eine Puppe in Form eines Kindes auf den Altar und opfern diese dem Götzen Moloch.

Wenn Sie die Bibel lesen oder historische Dokumente aus jener Zeit studieren, werden Sie wissen, dass in den babylonischen und kanaanäischen Königreichen Kinder im Feuer geopfert wurden, als rituelle Gabe an den Eulengott Moloch.

Dazu kleiden sich sogenannte “Priester” in schwarze und rote Roben. Es gibt eine mystische „Verbrennung der Sorgen“. Symbolisch werden in einer Urne „die Sorgen der Welt“ platziert und verbrannt.

Kaum eine andere Organisation der Welt vereint so viele Politiker, Geheimagenten, Künstler, Wirtschaftstreibende und Industrielle wie der Bohemian Club.

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Auch der verstorbene Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt war mehrmals im Bohemian Grove. Der Spiegel schrieb 1979 anlässlich seines ersten Besuches:

Überdies führten die Republikaner den Bonner Krisenbändiger in den „Bohemian Grove“ ein. In diesem stramm konservativen Männerklub plaudert vornehmlich Amerikas betuchte republikanische Elite allsommerlich in Pfadfindermanier an Lagerfeuern und in rustikalen Hütten entspannt über Politik und Geschäfte.

Zur „Grovetime“ im Juli fanden sich unweit von Santa Rosa an die 200 Bosse aus Wirtschaft und Finanzwelt sowie Spitzenpolitiker zusammen, die – so erinnert sich Besucher Schmidt – „miteinander gesungen, Musik gemacht, gegessen haben, getrunken haben; letzteres nicht zu vergessen“.

Dieser Klub – Frauen, Liberale und, was Schmidt besonders gefiel, Presseleute sind strengstens verpönt – zählt die Präsidenten der 50 größten US-Konzerne, der 20 größten Banken und 12 stärksten Versicherungen zu seinen Mitgliedern.

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Wie kann es auch anders sein: Die Links zum SPIEGEL-Artikel sind inzwischen gelöscht.

Hier zum selber nachsehen, das was darüber noch auf Google steht:

Doch Schmidt beschreibt seine Teilnahme im Bohemian Grove in seinem 1987 erschienenen Buch „Menschen und Mächte“ ab Seite 269  selbst. Auch erwähnt er in seinen Memoiren, dass es in Deutschland ähnliche „Clubs“ gäbe, wo teilweise auch die „Cremation of Care“ und andere druidische Zeremonien durchgeführt würden.

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In Wirklichkeit gibt es nur einen Grund, der erklären kann, warum sich die mächtigsten Männer der Welt drei Wochen lang von ihren sonst so wichtigen Geschäften verabschieden (und von ihren Frauen): dort kann man Kontakte knüpfen, die große Geschäfte versprechen, dort kann man Strategien erörtern und Feldzüge planen, für die man sonst keine Zeit hätte. Bei Bilderbergertreffen (und ähnlichen Versammlungen) werden nur noch die Befehle ausgegeben.

Die Universität Münster hat im Rahmen ihrer Sammlung von Materialien zur Elitenforschung eine Beschreibung der Minimalgefahr des Grove geliefert:

Politik wird in der Grove also eher indirekt und unter der Hand betrieben – ein klassischer Fall von „networking“. Ob es sich dabei schon um eine „Verschwörung“ der Elite handelt, ist sicher schwierig zu beantworten, aber zumindest machen Vereinigungen wie die Bohemian Grove mit ihren Mitgliedern aus Wirtschaft und Politik das Land nicht demokratischer und sind daher mehr als nur ein harmloser Abenteuerurlaub für reiche Amerikaner.

Wir wissen bis heute nicht, was im Bohemian Grove eigentlich seit über 100 Jahren geschieht, was dort geplant und verhandelt wird. Ein Unding in jeder demokratischen Gesellschaft. Was wir wissen, ist genug, um den Tatbestand der Verschwörung zu vermuten, zumindest besteht der dringende Tatverdacht auf Kartellbildung … und wir erleben, dass alle Versuche, hinter die Geheimnisse der Grover zu kommen, scheitern, was wie ein Echo zu Stanley Kubricks letztem und für ihn sehr bedeutsamen Film „Eyes wide shut“ (eine moderne Version der „Traumnovelle“ aus dem Jahre 1926) wirkt und uns Einblicke in eine unheimliche Parallelgesellschaft der US-Kultur bietet, deren Rituale auf den Normalbürger so therapiepflichtig wirken wie die der Grover.

Was wir aber als Informationen zusammenwebende Spinnen wissen können, ist dies: die Aktionen im Grove sind geheimer als die der Bilderberger, die in den letzten Jahren auf die wachsende Kritik mit dem Versuch einer begrenzten Offenheit reagiert haben. Dort herrschen irrationale Regeln (sonst wären Merkel und Hillary Clinton schon längst da gewesen) und irrationale Kulte druidischen Charakters – Grund genug, die Veranstaltung aus Gründen des Kartellrechtes streng zu observieren oder wegen Verletzung der religiösen (und kinder- und menschenliebenden) Gefühle der Mitmenschen zu verbieten.

Da wir dort aber wirkliche, echte, reale Macht jenseits jeglicher Demokratie antreffen, werden wir mit dem Wissen leben müssen, dass wir hier die absolute „No-go“-Zone der Weltpolitik erreicht haben, die uns wirklich, echt und real überhaupt nichts angeht – was die Kirche, Wikipedia und Medien sofort akzeptieren.

Während man beim Thema Bilderberg der Öffentlichkeit noch ein paar Bröckchen hinwirft um sie ruhig zu stellen, trifft man beim Thema Bohemian Grove auf Beton …. und Schweigen.

Und was wird aller Voraussicht nach auch so bleiben, bis die Grover anfangen, Menschen nicht nur symbolisch zu verbrennen.

Quelle

Hier das Video über den Bohemian Grove, das Ihre Einstellung zur Elite verändern wird!

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Quelle: http://www.guidograndt.de/2017/10/30/verschwiegen-okkulte-geheimpolitik-bohemian-grove-bilderberger-skull-bones-video/

Gruß an die Denkenden

TA KI

 

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Egon von Greyerz: Das Zeitfenster schließt sich


Egon von Greyerz: Das Zeitfenster schließt sich

Von Egon von Greyerz

Egon von GreyerzEs ist keine Überraschung, dass sowohl die kommerziellen, als auch die Zentralbanken Gold hassen. Gold offenbart das totale Missmanagement der Wirtschaft und die Täuschungsmanöver der Banker. Sobald der Papiergold-Markt kollabiert, was nicht mehr allzu fern ist, werden wir das ganze Ausmaß dieser Untaten sehen, welche problemlos als Betrug eingeordnet werden können.

Nicht nur Zentralbanken schöpfen Geld. Geschäftsbanken drucken ein Vielfaches durch die Hebelung ihrer Bilanzen um bis zum 50-fachen, wie die Deutsche Bank. Wenn man die Derivate mit berücksichtigt, ist diese Hebelung über alle Banken exponentiell noch größer. Diese Geldschöpfung hat den Wert des Papiergeldes in den vergangenen 100 Jahren vollkommen zerstört. Die folgende Grafik bestätigt, was Voltaire 1729 gesagt hat:

»Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null.«

Wie der obige Chart zeigt, haben alle großen Währungen seit 1913 zwischen 97 und 99 % gegen Gold verloren, also haben sie noch 1 bis 3 % vor sich, bevor sie vollkommen wertlos werden. Dies wird in den kommenden etwa 5 Jahren geschehen., wir müssen aber bedenken, dass diese 1 bis 3 % zusätzlicher Verfall 100 % des derzeitigen Stands sind. Dies wird verheerend für die Welt und die Hauptnutznießer werden Gold und auch Silber sein.

Wir befinden uns jetzt in der Beschleunigungsphase dieser Abwärtsspirale aller Währungen. Die Welt hat gegen Ende der 1980er große Anlagenblasen bei Aktien und Immobilien erlebt, was 1987 zum Aktiencrash und Anfang der 1990er zum Immobiliencrash führte.

Der Kauderwelsch-Meister Alan Greenspan begann dann 1990 mit seinen Tricksereien und senkte die kurzfristigen Zinsen von 8 % auf 0 % im Jahr 2008 (zuletzt unterstützt von Helikopter-Ben) und schuf auf diesem Weg eine weitere Aktienblase. Gleichzeitig begann die größte und schnellste Kreditausweitung der Weltgeschichte. Die weltweiten Schulden wuchsen von $ 20 Billionen im Jahr 1990 auf rund $ 230 Billionen heute.

Dies ist aber nur der Anfang, denn die Welt wird sehr bald in die größte Geldexpansion der Geschichte einsteigen, welche die Druckerpressen und Computer zum Glühen bringen wird. In einem finalen und nutzlosen Versuch das Weltfinanzsystem zu retten, werden die Regierungen ein Programm der quantitativen Lockerung um hunderte Billionen, womöglich sogar Billiarden Dollars starten. Die dann folgende Hyperinflation wird in einer deflationären Implosion aller Blasenwerte enden, darunter Aktien, Staatsanleihen und Immobilien.

Trotz Manipulationen und Interventionen im Goldmarkt war Gold immer noch die mit Abstand am Besten performende Wertanlage dieses Jahrhunderts. Gold hat seit dem Jahr 2000 alle Währungen hinter sich gelassen. Schauen Sie sich diesen Chart an – der US-Dollar ist gegen Gold in den vergangenen 16 Jahren um 80 % gefallen:

In Bezug auf Gold ist das britische Pfund seit 2000 um 82 % gefallen – allein dieses Jahr hat Gold 43 % gegen das kollabierende Pfund zugelegt. Einigen schlecht geführten Volkswirtschaften erging es noch schlechter. Der argentinische Peso ist in 16 Jahren um 99 % gefallen, der südafrikanische Rand um 92 % und der Rubel um 91 %.

Da die Regierungen alles ihnen mögliche tun, um ihr Missmanagement der Wirtschaft zu verschleiern, erkennen nur wenige Menschen die totale Wertvernichtung von Papiergeld. Auch verstehen die meisten Banken Gold nicht. Da sie keine Provisionen auf physisches Gold einstreichen können, haben sie kein Interesse daran, es ihren Kunden anzubieten. Stattdessen verhökern sie Aktien und Fonds, mit denen sie hohe Provisionen verdienen.

Und keine Bank wird ihren Kunden jemals erzählen, dass Aktien in realen Werten sehr schlecht gehen. Da der DOW nominal gesehen seit dem Jahr 2000 um 57 % gestiegen ist, realisieren nur sehr wenige Investoren, dass sie effektiv Geld verloren haben. Preisbereinigt haben Aktien bisher ein furchtbares Jahrhundert erlebt, denn der DOW ist gegen Gold seit 2000 um massive 68 % gefallen.

Mit allen Aktienindizes auf der Welt ist es dasselbe. Sie sind alle zwischen 60 und 85 % gegen Gold gefallen und werden in den kommenden 5 bis 7 Jahren um weitere 70 bis 95 % fallen. Dies ist für die meisten Investoren schwer zu begreifen, aber es ist die unausweichliche Konsequenz dieser größten Anlagenblase der Geschichte.

Wie erwartet wurde der Brexit zum Katalysator, der den Fall der Weltwirtschaft und des Finanzsystems auslösen wird. Die EU-Elite versucht jetzt verzweifelt den Zusammenbruch ihres monumentalen Bürokratieapparates aufzuhalten, mit welchem ganz Europa über seine größenwahnsinnigen Strukturen beherrscht werden soll.

Sie wollen Großbritannien bestrafen und haben erklärt, dass es keinen Vertrag und keine Zugeständnisse geben werde. Das Problem ist, dass der Rest der EU deutlich mehr nach Großbritannien exportiert, als anders herum. Was auch immer also diese unverantwortlichen EU-Politiker sagen, es gibt eine große Menge Menschen und Unternehmen in Europa, die von Exporten nach Großbritannien abhängig sind und diese werden nicht zulassen, dass die Eliten sie mittels inakzeptabler Hindernisse davon abhalten werden.

Das größte Problem für die EU und die EZB ist aber das europäische Bankensystem. Dieses befindet sich auf dem Weg in den Untergang. Im Zeitraum von 2000 bis 2016 haben die europäischen Banken den größten Teil ihrer Werte eingebüßt und ihr Bankrott ist praktisch unausweichlich.

Schauen wir uns einmal die Verluste am Aktienmarkt einiger der großen europäischen und US-Banken in diesem Jahrhundert an:

Diese 16 europäischen und US-Banken haben in den vergangenen 16 Jahren zwischen 75 und 99 % ihres Wertes verloren. Wer Einlagen bei diesen Banken hat, sollte sehr besorgt sein, denn Aktienkurs-Rückgänge dieser Größenordnung kennen nur ein Endergebnis: den Bankrott.

Das unabwendbare Scheitern dieser Banken mag durch die kommende unlimitierte Geldschöpfung noch für eine gewisse Zeit hinausgezögert werden, noch mehr Schulden zu machen, wird die Probleme auf der Welt aber nur noch vergrößern und nicht das Finanzsystem retten. Und da es sich hier um die größten Banken in den entsprechenden Ländern handelt, sollte niemand der Illusion erliegen, dass andere Banken überleben werden. Das gesamte Finanzsystem ist miteinander verbunden und es gibt keine Bank, die von dem was auf das Finanzsystem in den nächsten paar Jahren zukommt ausgenommen sein wird.

Jeder der in eine der obigen Banken investiert hat sollte sich den folgenden Chart ansehen, um zu verstehen, welchen Unterschied wirkliche Vermögenssicherung ausgemacht hätte:

Eine Investition von $ 10.000 in die Citigroup wäre heute noch $ 3.000 wert. Andererseits wären 10.000 in phyisches Gold investierte Dollar heute $ 48.000 wert. Wenn wir 4 bis 7 Jahre in die Zukunft gehen, dann wird das Citigroup-Investment vermutlich wertlos sein, während Gold wahrscheinlich mindestens 10 Mal mehr wert sein wird – und ein Vielfaches, wenn es zu einer Hyperinflation kommt.

Für Investoren, die sich noch nicht gegen den oben geschilderten, unausweichlichen Lauf der Dinge abgesichert haben, gibt es heute noch eine letzte Chance, aber dieses Zeitfenster wird sich sehr bald schließen.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/07/egon-von-greyerz-das-zeitfenster-schliesst-sich/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

„Das ist die schlimmste Zeit, es gibt nichts Vergleichbares“, „Die Inflation kommt“


Der Brexit löste eine Menge von Problemen aus.
Der Brexit löste eine Menge von Problemen aus. (© Shutterstock.com / Wetzkaz-Crailsheim)
Der weltweite Aktienmarkt hat sich in den vergangenen Tagen vom Brexit-Schock deutlich erholt. Alan Greenspan, der ehemalige Chef der US-Notenbank warnt aber, dass nach dem Brexit die Aussichten schlechter seien als je zuvor. Er warnt vor dem drohenden starken Anstieg der Sozialausgaben in den USA und dem Ende einer derartigen Entwicklung – hoher Inflation.

„Das ist die schlimmste Periode, an die ich mich erinnern kann, seitdem ich ein öffentliches Amt hatte. Es gibt nichts Vergleichbares, einschließlich der Krise am 19. Oktober 1987, als der Dow Jones um den Rekord von 23 Prozent eingebrochen war. Ich dachte, das wäre der Tiefpunkt aller Probleme. Das (der Brexit) hat einen zersetzenden Effekt, der nicht weggehen wird“, sagte Alan Greenspan, der ehemalige Chef der US-Notenbank. „Das britische Problem ist viel weiter verbreitet.“ Es werde „praktisch sicher“ zu einem Referendum in Schottland über den Verbleib in der EU kommen. Und Nordirland werde den gleichen Weg gehen. „Wir sind in der Frühzeit einer Krise, die noch eine ganze Weile weitergehen wird.“ „Der Euro ist das unmittelbare Problem“, sagte Greenspan. Der Euro und die Euro-Zone seien wichtige Schritte in Richtung einer politischen Integration Europas gewesen, aber „er scheitert.“ „Der Euro ist ein sehr ernstes Problem, weil der südliche Teil der Euro-Zone finanziert wird von dem nördlichen Teil und der EZB.“

Nach dem Brexit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Donald Trump der nächste US-Präsident werden wird.
Nach dem Brexit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Donald Trump der nächste US-Präsident werden wird. (©Bloomberg/David Paul Morris)

Rentenansprüche sind nicht finanzierbar

Große Sorgen hat Greenspan aber nicht nur wegen des Brexit, sondern wegen des rasanten Anstiegs der Sozialausgaben in den USA. Sie würden wegen der gemachten Rentenzusagen und der Gesundheitskosten nach oben schießen. „Diese Ansprüche sind rechtliche Angelegenheiten. Sie haben nichts mit der Wirtschaft zu tun. Man erreicht ein bestimmtes Alter, oder wird krank, oder etwas Derartiges und man ist zu entsprechenden Zahlungen vom Staat berechtigt, ganz egal, wie es finanziert wird.“ Das Wirtschaftswachstum in den USA sei aber viel zu gering, um sich einen derartigen Anstieg der Rentenzahlungen und Gesundheitsleistungen künftig leisten zu können. „Ich weiß nicht, wie sich das auflösen wird, aber es wird eine Krise geben.“ Der ehemalige Notenbanker befürchtet, dass es einen „Unfall der Geschichte“ geben muss, ehe das Ausgabenproblem angegangen werde. „In den USA werden diese Ansprüche als die dritte Leiste der amerikanischen Politik betrachtet. Man geht an sie (die Ansprüche) ran und verliert (die Wahl). Republikaner wollen nicht an sie rangehen, Demokraten wollen nicht an sie ran. Sie wollen nicht einmal darüber reden. Genau darum sollte es aber bei der Wahl gehen. Man wird nie ein Wort darüber von irgendeiner Seite hören.“ In den USA finden am 8. November Präsidentschaftswahlen statt. Seit dem Amtsantritt von Barack Obama sind die Staatsschulden um neun Billionen Dollar auf 19,2 Billionen nach oben geschossen.

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Hohe Inflation wird kommen

Weil die US-Politik nichts tut, um die Probleme zu lösen, tut die US-Notenbank umso mehr, weshalb die Geldmenge derzeit stark steigt, aktuell um knapp acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei liegt das Wirtschaftswachstum bei weniger als zwei Prozent. Greenspan ist klar, wie das gigantische Schuldenmachen und Gelddrucken enden wird: in hoher Inflation. „Die Geldmenge, die immer ein kritischer Faktor für die Inflation war, steigt bemerkenswerter Weise stetig um sechs bis sieben Prozent, in einer geradezu geraden Linie… Was uns Sorgen machen sollte, worüber aber nicht nachgedacht wird, ist, dass ein derartiges Umfeld in Inflation enden wird. Historisch betrachtet hat Fiat-Geld immer so geendet“, sagte Greenspan. „Sie (die Inflation) wird zwar nicht schnell aufziehen, aber ich wäre nicht überrascht zu sehen, dass der nächste Schritt nach oben ist. Derzeit gibt es zwar keine Inflation. Sie ist solange nicht da, bis da sie da ist.“

Das gigantische Gelddrucken in den USA wird in hoher Inflation enden.
Das gigantische Gelddrucken in den USA wird in hoher Inflation enden. (©iStockphoto.com/Matthias Haas)

Greenspan hat aber eine Lösung für die Probleme. „Wenn wir zum Goldstandard zurückkehren würden, wie es ihn vor 1913 gab, wäre alles in Ordnung. Der Zeitraum zwischen 1870 und 1913 war eine der wirtschaftlich stärksten Perioden, die es in den USA gab und das war eine goldene Periode des Goldstandards. Jeder belächelt mich als Gold-Käfer, aber warum besitzen die Notenbanken Gold?“

Von Egmond Haidt
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TA KI

Alan Greenspan: »Venezuela unter Kriegsrecht und Amerika ist als Nächstes dran«


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Von Mac Slavo

Mac SlavoDas Potenzial für einen wahrlich verheerenden wirtschaftlichen Kollaps ist bereits seit einiger Zeit sehr real. Und es kommt nach Amerika.

Obwohl es die meisten Amerikaner gewohnt sind, Regale voller Nahrungsmittel und Waren vorzufinden und ausreichend Geld haben weiterzumachen, ist diese Wahrnehmung von Sicherheit ziemlich daneben. Die Realwirtschaft flacht ab und Experten haben schon geraume Zeit vor dem extremen Stress im System gewarnt.

Das Beschäftigungswachstum stagniert, private und Unternehmensschulden stehen auf der Kippe und die Zentralbankpolitik der Federal Reserve hat die Lücke zwischen künstlich hochgetriebenen Konzern-Interessen und dem ganzen Rest vergrößert, indem niedrig verzinstes Geld zu Nullzinsen zur Spitze der Pyramide geflossen ist.

Während die Vereinigten Staaten meilenweit weg von der in Venezuela stattfindenden Implosion zu sein scheinen, so mag dieser Eindruck täuschen. Selbst der ehemalige FED-Chef Alan Greenspan bestätigt dies. Jeff Berwick von The Dollar Vigilante warnt:

Es scheint kaum ein Tag zu vergehen, an dem nicht irgendeine bekannte Persönlichkeit vor dem unmittelbar bevorstehenden Kollaps warnt. In einem Interview am Donnerstag sagte Alan Greenspan gegenüber Fox News, dass Venezuela jetzt unter Kriegsrecht steht und »Amerika als Nächstes dran ist«.

Er sagte, was in Venezuela passiert, wird unausweichlich auch in den USA stattfinden. Dem stimme ich zu, doch obwohl ich derselben Meinung bin wie Greenspan, dass die Krise die USA erreichen wird, hört unsere Einigkeit an der Stelle jedoch bereits auf. …

Wir sagen, die Krise kommt auch in den USA an, weil die Bedingungen in den USA sich kaum von denen in Venezuela unterscheiden – und der Plan der Globalisten vorsieht, die gesamte Welt in ein Venezuela zu verwandeln. Greenspan andererseits erklärte, dass der Grund, warum die USA wie Venezuela enden werden ein »globales Problem des rückläufigen Produktivitätswachstums« sei.

Er warnt nicht nur, dass die Ölpreise die sozialistischen Volkswirtschaften verwundbar erscheinen lassen, sondern dass zu viel Macht in den Händen einer Zentralregierung und einer Zentralbank zwangsläufig eine instabile Situation erschafft. Die ganzen Dollars und das ganze Papiergeld der Welt können die Dinge ab einem gewissen Punkt nicht mehr zusammenhalten.

Die Dinge sind bereits derart weit fortgeschritten, dass selbst Ikonen der Federal Reserve das Problem benennen und die Schuld für das, was auf die meisten Menschen auf der Welt zukommt, von sich weisen. Berwick schreibt:

n Venezuela wächst rein gar nichts mehr. Tatsächlich implodiert alles mit einer Geschwindigkeit, die ich selbst niemals erlebt habe. Aber das ist nicht der Wurzel Übel. Der Grund warum Venezuelas Wirtschaft nicht wächst, ist die Regierung und die Zentralbank. …

Der Hauptgrund für den Ruin ist die Geldentwertung durch die Zentralbank, nicht irgendein mysteriöses fehlendes “Wachstum“. Und Regierungen verschlimmern generell alles über Verordnungen, Besteuerung und Schulden. … Nichts wird 2016 besser werden, alles wird nur noch schlimmer.

Was heute über Venezuela in den Nachrichten berichtet wird, ist ein Teil des langfristigen Kollapses in Zeitlupe, der auf die ganze Welt zukommt und auch nicht vor den Vereinigten Staaten oder ihrer abhängige Bevölkerung von Leibeigenen haltmachen wird. Es wird jeden Teil der Weltwirtschaft erreichen. Seien Sie bereit.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/06/alan-greenspan-venezuela-unter-kriegsrecht-und-amerika-ist-als-naechstes-dran/

Gruß an die Klardenker

TA KI

Sparer, aufgepasst: Mario Draghi kämpft gegen die unsichtbare Hand


Mario Draghi dürfte am Donnerstag bei der EZB-Pressekonferenz außergewöhnliche Maßnahmen verkünden. Mit fast gleichlautenden Worten wollte 1931 der Chef der Bank of England, Montague Norman, den Kapitalismus retten. Die Geschichte wiederholt sich: Die Sparer werden enteignet, damit die Regierungen weiter Schulden machen können. Am Ende steht das böse Erwachen.

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Am Donnerstag treten die heimlichen Herrscher Europas zusammen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ein ganzes Maßnahmen-Bündel im Abwehrkampf gegen eine angeblich drohende Deflation beschließen. Beobachter erwarten, dass die Notenbanker unter anderem den Leitzins weiter senken und erstmals einen Strafzins für Banken einführen, die Geld lieber bei der Zentralbank parken als es an mittelständische Unternehmen zu verleihen. Zudem werden sie mit einer milliardenschweren Geldspritze versuchen, die Kreditvergabe anzukurbeln. Mit dem historischen Griff in die Trickkiste der Geldpolitik soll erreicht werden, dass Konjunktur und Preise wieder anziehen, damit es nicht zu einer ruinösen Abwärtsspirale fallender Preise, sinkender Löhne und nachlassender Investitionen kommt.

Die ersten Opfer der hemmungslosen Schuldenpolitik sind die Besitzer von Lebensversicherungen. Die Bundesregierung ebnete am Mittwoch den Weg zu ihrer Enteignung (mehr dazu hier).

Schulden werden mit neuen Schulden bekämpft.

Die Geschichte wiederholt sich.

Manchmal sogar wörtlich.

Im Sommer des Jahres 1931 schrieb Montagu Norman, der Chef der Bank of England, also der englischen Zentralbank, einen Brief an seinen Kollegen bei der französischen Zentralbank. Norman war damals der mächtigste Mann Englands. Die New York Times nannte ihn den »Monarchen eines unsichtbaren Imperiums«. Norman war eine auffallende Erscheinung, ein »Mann mit einem spitzbübischen Lächeln, der theatralisch-geheimnisvollen Aura, dem Van Dyke-Bart und der Verschwörerbekleidung: breitkrempiger Hut, wallender Umhang und funkelnde Smaragd-Krawattennadel.« Normans Brief an den Chef der Banque de France war ein Appell zum entschlossenen Handeln. Mitten in der ersten großen Bankenkrise in Europa schrieb Norman: »Wenn nicht drastische Maßnahmen ergriffen werden, um es zu retten, wird das kapitalistische System innerhalb eines Jahres in der gesamten zivilisierten Welt zugrunde gehen. Ich sollte diese Aussage archivieren, um später darauf verweisen zu können.«

Wir wollen die Finanzkrise der 1930er-Jahre hier nicht weiter im Detail betrachten, sie wurde in einem mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Buch von Liaquat Ahamed wie ein Krimi beschrieben. Ahamed schildert die verzweifelten Bemühungen der damaligen internationalen Zentralbanker, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln den Crash zu verhindern, der – und das wussten die Banker sehr gut – zu gewaltigen sozialen Verwüstungen führen würde. Ahamed kommt in seiner Analyse jener Zeit, die verblüffend viele Ähnlichkeiten zu unserer Zeit aufweist, zu einer bemerkenswerten Schlussfolgerung: »Einer der Gründe für das Ausmaß des weltweiten wirtschaftlichen Zusammenbruchs war, dass es sich nicht nur um eine Krise handelte, sondern um eine Abfolge von Krisen, die sich immer wieder von einer Seite des Atlantiks auf die anderen ausbreiteten.«

Genau dieses Phänomen haben wir um die Jahrtausendwende erlebt: New Economy, Subprime, Eurokrise. Eine Krise jagt die nächste. Und die einzige Konstante aller Krisen: Durch die »drastischen Maßnahmen«, die die Regierungen im Verein mit den Zentralbankern beschließen, wird die Lage immer schlimmer.

Es gibt eine gängige Theorie, die besagt: Blasen gehören zum Wirtschaftsleben. Dinge werden aufgeblasen, dann platzt die Blase – und es geht weiter. Solche Dinge seien in einer Marktwirtschaft normal.

Das stimmt nicht: Blasen treten nur auf, wenn künstlich Geld in die Märkte gepumpt wird.

Eine echte Marktwirtschaft, in der innovative Unternehmer Produkte entwickeln und vertreiben, kann ohne jede Blase auskommen. Wenn die Kunden seine Produkte kaufen, gewinnt der Unternehmer und wird reich. Wenn die Kunden die Produkte nicht brauchen, geht der Unternehmer pleite und verliert, was er investiert hat. Viel komplizierter ist die Realwirtschaft im Grunde nicht.

Blasen entstehen allerdings, wenn Staaten und Zentralbanken einen Markt mit Ozeanen aus Papiergeld und Krediten aus heißer Luft in ein Kasino verwandeln.

Das Internet hätte sich auch durchgesetzt, wenn Alan Greenspan den Markt nicht mit Falschgeld geflutet hätte. Google hätte sich etabliert, weil die Idee innovativ, die Technologie überzeugend und das Geschäftsmodell einleuchtend sind. Google wäre allerdings ohne das wahnwitzig viele Geld vielleicht nicht zu einem globalen Monopolisten geworden. Wir verzichten an dieser Stelle auf eine Betrachtung des Aufstiegs von Google. Interessant ist allerdings, dass die US-Regierung Google massiv gefördert hat – unter anderem mit Geld von den Geheimdiensten und dem Pentagon. Interessant ist auch, dass das Internet, wie wir es heute kennen, ursprünglich eine militärische Einrichtung war. Es ist schwer zu sagen, wie sich das Internet ohne jegliche US-Steuergelder und ohne Alan Greenspans Falschgeld entwickelt hätte. Möglicherweise gäbe es einige Monopolstrukturen heute nicht und wir müssten weltweit kein Steuergeld aufbringen, um Google über Kartellrechtsverfahren in seiner Marktmacht zu beschneiden.

Die »drastischen Maßnahmen« der Zentralbanken bewirken in der Regel, dass von erfolgreichen Innovationen vor allem die Finanzwirtschaft profitiert. Wenn die Innovationen scheitern, tragen die Anleger oder die Steuerzahler die Verluste. Die Intervention einer Regierung durch die Produktion von Schuldgeld führt zwangsläufig dazu, dass die Probleme nicht gelöst, sondern nur immer größer werden.

Ahamed benennt die Politiker der Pariser Friedenskonferenz 1919 als Schuldige der Katastrophen in den folgenden Jahren, weil sie den besiegten europäischen Feinden »eine gigantische Last an internationalen Schulden« auferlegt hatten.

Die zweite Gruppe seien die Zentralbanker gewesen. Dass sich die »Krise zu einer weltweiten Katastrophe auswuchs«, sei »unnötig« gewesen: »Die europäischen Zentralbankiers hatten schon seit mehr als einem Jahrhundert mit Finanzkrisen zu tun gehabt. Eine wichtige Lektion hatten sie längst verinnerlicht: Während die Wirtschaft, geführt von einer unsichtbaren Hand, die meiste Zeit sehr gut funktioniert, scheint diese Hand in Zeiten der Panik ihren Halt zu verlieren. Die Märkte, vor allem die Finanzmärkte, wurden irrational und ängstlich. Um unter solchen Umständen zur Vernunft zurückzukehren und wieder eine Art Gleichgewicht herzustellen, war ein gut sichtbarer Kopf erforderlich, der die unsichtbare Hand führte. Mit anderen Worten: Führerschaft war gefragt.«

Doch wie soll man eigentlich »führen«, wenn eine »unsichtbare Hand« erschlafft? Es ist völlig normal, dass Panik ausbricht, wenn jemand in die Insolvenz rutscht. Niemand scheitert gerne. Der österreichische Verleger Fritz Molden schildert bewundernswert ehrlich, wie er sich gefühlt hat, als ihn der Masseverwalter nach der Pleite seines Verlagsimperiums mit den Worten begrüßte: »Betrachten Sie sich in etwa in der Position eines unmündigen Kindes.«

Die Finanzmärkte sind nicht weniger irrational und ängstlich als alle anderen Märkte. Die Beteiligten der Finanzmärkte wissen jedoch, dass die Regierungen extrem irrational und ängstlich sind, wenn es um ihre Staatsschulden geht. Droht man ihnen mit dem Crash und mit der unerfreulichen Aussicht, dass sie bei der nächsten Wahl mit bescheideneren Geschenken an die Bürger herantreten müssen, sind die Regierungen seit der Erfindung des Falschgeldes immer bereit gewesen, die Druckerpresse anzuwerfen. Dies geschieht stets in der irrationalen Hoffnung, dass die »unsichtbare Hand« bis zum Wahltermin ihren Liebesentzug beendet und wieder die »Führung« der Wirtschaft übernimmt.

Das klingt sehr nach Aberglaube.

Die Untergangsstimmung, die sich während der aktuellen Krise hinter verschlossenen Türen ausbreitet, erinnert durchaus an die Ängste der 1930er-Jahre, wie folgende Episode aus dem Dezember 2013 zeigt. In einer Sitzung der Regierungschefs der EU wurde wieder einmal heftig darüber gestritten, wie man die EU aus der nun seit Jahren anhaltenden Finanzkrise herausführen könne. Nachdem sich die meisten Politiker so ziemlich in allen Punkten widersprochen hatten und ein tiefes Zerwürfnis drohte, platzte Bundeskanzlerin Angela Merkel der Kragen: Sie komme aus einem Land, das von der Bundesrepublik Deutschland gerettet werden musste. Für die Europäer werde in der Eurokrise niemand aufstehen, um sie zu retten. Merkel nannte die Griechenlandrettung als Beweis dafür, dass die EU sehr wohl Krisen bewältigen könne, und forderte Taten: »Wenn wir uns alle so verhalten wie das im Kommunismus der Fall war, dann sind wir verloren. Ohne verstärkte Integration wird unsere Währung früher oder später explodieren.« Merkel sagte, dass sie bei der Lektüre des Buchs Die Schlafwandler von Christopher Clark über den Vorabend des Ersten Weltkriegs ähnliche Phänomene erkannte hätte wie heute in der EU. Alle Bemühungen, die zu einer politischen Lösung hätten führen können, seien gescheitert – und das habe zum Krieg geführt. »Das Leben ist ungerecht«, sagte Merkel. Es sei besser, jetzt drei Milliarden Euro zu bezahlen, als die EU in einigen Jahren mit zehn Milliarden Euro retten zu müssen (mehr dazu hier).

Nur Politiker, die stets das Geld der anderen ausgeben, können so etwas sagen.

Das Dilemma, in dem sich Angela Merkel zum Zeitpunkt dieser Bemerkung befand, und das der europäischen Politik heute immer noch zu schaffen macht, führt zu fortlaufenden Verwerfungen bei der Lösung der Krise. Es gibt in der Währungsunion unterschiedliche Auffassungen über das Tempo, mit der die Schulden weginflationiert werden sollen. Deutschland fürchtet um seinen guten Ruf bei den Investoren. Den Südländern ist die Möglichkeit genommen, durch laufende Abwertungen ihre nationalen Produkte wettbewerbsfähig zu halten. Ständig tauchen neue Probleme auf: Slowenien muss seine Banken retten, Österreich sieht sich auf einmal mit einem 19-Milliarden-Euro-Bankendesaster konfrontiert.

Da kann man sich schon mal höhere Mächte wünschen.

In solch einer Lage richten sich alle Augen immer wieder auf Mario Draghi, den Präsidenten der Europäischen Zentralbank.

Und wie Montagu Norman ist auch Mario Draghi entschlossen, »drastische Maßnahmen« zu ergreifen, um das System zu retten.

Wie wir bei der Geschichte der BIZ gesehen haben, waren die Zentralbanker immer schon der Meinung, es sei besser, sie übernehmen das Ruder, wenn sich die Politiker auf offener Bühne streiten. Die politische Führerschaft ist allerdings nicht die Aufgabe einer Zentralbank.

Eines der Probleme der Zusammenarbeit der Zentralbanken liegt darin, dass sich die meisten wichtigen nationalen Zentralbanken in einem entscheidenden Punkt von der Deutschen Bundesbank unterscheiden: Viele Notenbanken sind in privater Hand. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass diese Banken Maßnahmen ergreifen, die ihren Eigentümern schaden.

Die Federal Reserve in den USA ist eine private, gewinnorientierte Bank. Eigentlich ist sie so etwas wie eine Privatbank mit einem öffentlich-rechtlichen Auftrag. Sie soll die Geldwertstabilität sicherstellen, der Regierung bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit helfen und dem amerikanischen Finanzminister am Ende des Jahres auch noch ordentliche Gewinne überweisen. Die Europäische Zentralbank dagegen ist von der Politik der Eurostaaten per Gesetz vollständig abgekoppelt. Es ist ihr verboten, die Staaten zu finanzieren.

Die EZB wurde nach dem Vorbild der Deutschen Bundesbank gegründet. Die Deutschen hatten in den 1930er-Jahren schlechte Erfahrungen mit der damaligen Zentralbank, der Reichsbank, gemacht: Die Bank war, wie heute die Fed, eine private Bank mit staatlichen Aufgaben gewesen. Erst in seinen Erinnerungen im Jahr 1953 räumte ihr Präsident Hjalmar Schacht ein, dass die Reichsbank an der Katastrophe entscheidend mitgewirkt hatte: Sie hatte, um Profit zu machen, Geld an die internationalen Spekulanten verliehen. Die Spekulanten verwendeten dieses Geld, um gegen die deutsche Währung zu spekulieren – einer der Gründe, warum die Weimarer Republik schließlich zusammenbrach und Adolf Hitler an die Macht gelangte.

Bei der Gründung der Bundesbank im Jahr 1957 wollte man genau diesen Fehler vermeiden. Die Deutschen, die noch die Hyperinflation in Erinnerung hatten, gaben der Bundesbank eine einzige Aufgabe: die Preisstabilität der D-Mark zu sichern. Mit diesem Konzept ist Deutschland bis zur Einführung des Euro sehr gut gefahren. Es gelang der deutschen Wirtschaft durch ihre Innovationskraft und Produktivität, ihre Waren trotz der legendär »harten Mark« auf den Weltmärkten zu verkaufen.

In den Jahren zwischen 1948 und 1989 lag der Leitzins der Bundesbank immer zwischen drei und acht Prozent. Die Bundesbank hielt Distanz zur Politik, auch wenn es Konflikte gab. So sagte Bundesbankpräsident Helmut Schlesinger 1992 dem Spiegel nach Kritik von Bundesfinanzminister Theo Waigel an den hohen Zinsen: »Ein Finanzminister, der Schulden hat und weitere machen muss, ist nie über eine Zinserhöhung erfreut.«

Die Notenbanken Italiens und Frankreichs agierten dagegen als chronische Weichspüler: Wann immer italienische oder französische Produkte unter Druck gerieten, werteten die Zentralbanken die Lira und den Franc ab, um die Waren wieder wettbewerbsfähig zu machen – ein durchaus legitimes Mittel, für deren Wirkung im Inland (höhere Kosten bei Importen) eben die Regierungen geradestehen mussten. Interessant sind die Eigentümerstrukturen: Die Eigentümer der Banca d’Italia sind die großen italienischen Banken und Versicherungen sowie einige Pensionsfonds. Auch die französische Notenbank gehört den französischen Banken. Die Banque de France wurde 1993 »mit Hinblick auf die Euroeinführung privatisiert«.

Mit der Errichtung der EZB als Zentralbank der Eurostaaten haben wir es mit einer Mischform von eigentlich unvereinbaren Kulturen zu tun: Die Vertreter der einzelnen nationalen Notenbanken wollen das Schiff in entgegengesetzte Richtungen steuern.

Die logische Folge: Die Richtung wird in einem Machtkampf entschieden. Die Vertreter der Tradition der Bundesbank sind in de Minderheit (mehr dazu hier).

Was immer die EZB an diesem Donnerstag verkündet, wird den Schulden-Staaten und den Investment-Banken nutzen.

Bezahlen werden die Sparer.

Leidtragende der Politik der niedrigen Zinsen sind nach Auffassung der Verbandspräsidenten vor allem die Sparer. »Die anhaltende Niedrigzinspolitik beschädigt die dringend notwendige Altersvorsorge. Sie fördert Kapitalfehlleitungen, bepreist Risiken falsch und schafft gravierende Stabilitätsgefahren«, sagt der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. Gerade die Menschen in Deutschland legten ihr Geld traditionell sicher an und litten daher besonders unter den Niedrigzinsen. Die Verbände sehen mit Sorge, dass die Sparquote in Deutschland zurückgeht: »Die Menschen leben immer länger, doch die gesetzliche Rente leistet immer weniger. Deshalb muss gerade die junge und mittlere Generation vermehrt privat vorsorgen«, betont Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Die lockere Geldpolitik setze gefährliche Fehlanreize: »Weniger Sparanstrengungen bei gleichzeitig niedrigen Zinsen reißen massive Lücken in der Altersversorgung künftiger Rentner«, warnt Erdland.

Die Geschichte wiederholt sich.
Mit einschläfernder Monotonie.
Doch fast immer gibt es am Ende das böse Erwachen.

(…)

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/05/sparer-aufgepasst-mario-draghi-der-fuerst-europas-kaempft-gegen-die-unsichtbare-hand/

Gruß an die Geschichtswiederholer

TA KI