Die Geheimnisvolle MAGISCHE TÜR In Rom


Für die Einwohner Roms ist eine merkwürdige Tür aus Marmor von großer Bedeutung. Sie ist bekannt unter den Namen La Porta Magica, Porta Alchemica oder Porta dei Cieli und befindet sich auf dem heutigen Piazza Vittorio Emmanuel II. Nur wenige Besucher Roms wissen von ihrer Existenz.

Gruß an die Aufmerksamen
TA KI

Logen und Geheimgesellschaften von heute – Evolutionstheorie ist die okkulte Alchemie von früher


Goethe und Darwin, Newton und Nietzsche, Hegel und Freud haben eines gemeinsam – sie schufen die intellektuellen Grundlagen unserer modernen Zeit. Doch sie hatten auch verschwiegene Ideen. Das blieb nicht folgenlos …

Europas und vor allem Deutschlands Gedankenwelt wird seit vielen Jahren von Persönlichkeiten wie Goethe und Schiller, Darwin und Newton und Nietzsche, Hegel und Freud beherrscht. Neuzeitliche Umbrüche wurden maßgeblich von ihnen beeinflusst.

Sie haben alle noch etwas anderes gemeinsam – sie standen dem Okkultismus nahe, wie Bernd J. Amann in seinem Buch „Ein höllisches Kulturprojekt – Die unerzählte Geschichte der Moderne“ nach 15 Jahren Forschung auf zwei Kontinenten analysiert.

„Klimawandel, Migrationsdruck, Demokratiezerfall – die steigende Zahl der großen Krisen beunruhigt selbst eingefleischte Zukunftsoptimisten. Dabei hätten Jahrhunderte des Fortschritts und der Weltverbesserung das genaue Gegenteil entwickeln können.

Der Grund für diese Fehlentwicklungen verbirgt sich in den Köpfen progressiver Denker. Von Leonardo da Vinci bis Albert Einstein, von Isaac Newton bis Stephen Hawking, von Charles Darwin bis Richard Dawkins: Die Schlüsselfiguren der Neuzeit verblüffen mit archaischen Geisteshaltungen. Und in diesem mystisch geprägten Gedankenkomplex wurzelt das Systemversagen, das unser Überleben infrage stellt.“

Die europäischen Vordenker neu betrachtet: Goethe, Darwin, Newton und Nietzsche

Goethes Faust verblüfft tatsächlich: Er ist, falls man es wagt, ihn anders zu lesen als zur Schulzeit, eine Einführung in teuflische Praktiken, inklusive okkulte Übungen, Hexerei, Alchemie und schwarzer Magie. Faust wird durch den Teufel unter Einbeziehung der paradiesischen Schlange in Aktion versetzt und profitiert von den Untaten. Anders gesagt: er tut Böses, um in den Himmel zu gelangen.

Darwins Evolutionstheorie von heute ist nichts anderes als die Alchemie von früher – lediglich die Worte sind anders. Die Alchemisten wollten aus unedlen Metallen Gold herstellen. Chemiker von heute wissen genau, das aus Eisen kein Aluminium werden kann, geschweige denn Gold

Im wirklichen Leben zerfallen alle System und Dinge – nur in der Evolutionstheorie Darwins entwickeln sich aus niedrigeren Dingen komplexere. Keinem Wissenschaftler gelang es, das spontane Entstehen von Leben zu beobachten, schreibt der Forscher. Es existiert auch nicht der geringste Beweis, dass dies jemals stattgefunden hat.

Der Fossilbericht zeigt Veränderungen, doch diese geschehen lediglich im Kleinen. Finken können sich an die Lebensbedingungen vor Ort anpassen, sie bleiben jedoch Finken und werden durch Selektion nicht im Geringsten zu Seemöwen. Selbst das Lieblingsspielzeug der Biologen, die Fruchtfliege, ist nach unzähligen Generationen im Labor immer noch eine Fruchtfliege – und nicht zur Wespe mutiert.

Isaak Newton: Es fällt selbst Wikipedia schwer, seine 30 Jahre andauernde alchemistische Forschung zu verheimlichen. Newton schrieb mehr Werke über okkulte und spirituelle Themen als über wissenschaftliche Belange, wie der Nachlassverwalter nach 1727 entsetzt feststellte. Der Nachlassverwalter hatte nur eine Möglichkeit: diese Werke wurden mit dem Vermerk „Nicht für den Druck geeignet“ versehen und er ließ sie in der Versenkung verschwinden.

Doch ehemalige Bekannte packten über Newton aus und im 20. Jahrhundert tauchte das leidige Thema mit den gefunden Originalen massiv wieder auf. Die Indiana University Bloomington hat sich nun zur Aufgabe gemacht, seine alchemistischen Schriften zu veröffentlichen: The Chymystry of Isaac Newton.

„Isaak Newton ließ sich im Alter zusammen mit dem Ouroboros malen, um zu signalisieren, dass sein Werk vollendet sei“ schreibt Bernd J. Amann in seinem Buch. Der Ouroboros [griech. Selbstverzehrer] ist eine Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt. Sie wird in der Alchemie als Symbol für Wandlungsprozesse der Materie benutzt.

Friedrich Nietzsche (1844-1900) studierte anfangs Theologie, mit dem Ziel, später in die Kirche einzutreten. 1881 zeigte sich jedoch etwas anderes, in diesem Jahr veröffentlichte er die Schrift „Morgenröte“, in der er spirituelle Sucher verhöhnt. Im gleichen Jahr machte er eigene tief prägende spirituelle Erfahrungen. Er begegnete einem Wesen, das er zuerst mit dem Ouroboros verglich und später Zarathustra nannte. 1882 begegnete er diesem Ding erneut – und schrieb Also sprach Zarathustra“, um die Menschheit vom christlichen Gott zu befreien. Er lädt die Menschheit darin ein, das Böse nicht zu fürchten, Spaß an schweren Sünden zu finden und auf unmoralische Taten stolz zu sein. Der Mensch soll andere verfluchen, Unrecht begehen und Rache üben, alles Böse soll ihm nützlich sein und er darf niemals auf sein Gewissen hören. Dieser angehende Übermensch soll sich alles nehmen, ohne zu fragen, Angriff und Zerstörung sind für ihn ein Genuss.

Eine unbeachtete Religion: Gnostik und Hermetik

Goethe, Darwin, Newton oder Nietzsche waren keine unreligiösen Menschen, sie folgten jedoch einer anderen Religion als der christlichen Bibel. Diese wurde seit alters her Hermetik genannt. Die Hermetik ist ein sogenannter gnostischer Religionszweig, der starke Betonung auf die Erkenntnis legt (Gnosis; griech. Erkenntnis). Zum Vergleich: Das Christentum legt besonderen Wert auf den Glauben.

Bernd J. Amann schreibt:

„Die Geburt des modernen Materialismus und der modernen Bibelkritik vollzog sich in einem gnostisch-hermetischen Kontext. Alle säkularen Auslegungen sind auf katastrophale Kettenreaktionen im modernen Denkbetrieb zurückzuführen. In den verwüsteten Gehirnregionen kann sich der okkulte Kulturgeist unbemerkt verbergen. Seine weltbewegenden Aktivitäten bleiben vollkommen verborgen.“

Und weiter:

„Bevor [Giordano] Bruno starb, prophezeite er den Niedergang des Christentums und den Beginn eines neuen, okkulten Zeitalters. Der okkulte Hintergrund und die gnostische Ausrichtung der modernen Gründerväter verleihen der Prophezeiung ominöse Authentizität. Alle modernen Entwicklungen, von Bacon bis Darwin, lassen ein okkultes Design erkennen. Selbst die Säulen der säkularen Welt – Humanismus, Demokratie, Bibelkritik und Evolution – ruhen auf spirituellen Fundamenten.“

René Descartes (1596-1659), Francis Bacon (1561-1616), Giordano Bruno (1548-1600), Leonardo da Vinci (1452-1519), John Locke (1632-1704) – der mit Newton geheime alchemistische Formeln austauschte. Charles Fourier (1772-1837) – sie alle waren Gnostiker.

Ein Gnostiker glaubt, die Welt sei schlecht beschaffen und ist mit der Welt unzufrieden. Doch der Mensch könnte vom Übel der Welt erlöst werden und mit einem lang dauernden Prozess verändert werden. Diese Erlösung könnte durch eigene Tat des Menschen erfolgen. Der Gnostiker glaubt, das Wissen für die Methode zu haben, wie die Welt geändert werden kann. Davon ausgehend erstellt er Rezepte zur Erlösung des eigenen Selbst.

„Warum werden diese markanten Geschichtsfakten so hartnäckig ignoriert? Vielleicht weil sie zu reiner radikalen Neubewertung moderner Institutionen zwingen. Jede Locke-inspirierte Regierungsform, jede liberale Demokratie, die Kirche und Staat retten, die Freiheit, Toleranz, Wohlstand, Religionsfreiheit und das Streben nach Glück verfassungsmäßig garantiert, dient prinzipiell einer spirituellen Zielsetzung – unabhängig davon, was die jeweiligen Staatsgründer bezweckten oder derzeitige Bürger davon halten.“ Bernd J. Amann

Einige Überlegungen

Nachdem Herr Amann geschichtliche Fakten überwältigend herausgearbeitet hat, hofft man auf eine Fortsetzung des Buches. Schon während des Lesens drängen sich erste Parallelen zur heutigen Gesellschaft auf, die möglicherweise in einem seiner nächsten Bücher aufgegriffen werden.

Nicht nur zu Zeiten von Goethe und Schiller waren der Adel und die Fürsten, auch das aufstrebende Bürgertum, fasziniert von diesen Möglichkeiten – und okkultem. Sie wurden, natürlich im Geheimen, vom Herrn Geheimrat Goethe durchgeführt, um der Kirche nicht auf die Füße zu treten. Darüber, welche Rituale heute stattfinden, möchten manche Menschen lieber nicht nachdenken.

So wird heute geglaubt, dass mittels Globalisierung, viel Geld und einem hundertjährigen Plan die Welt erlöst werden kann. Die Menschen an der Spitze der Organisationen sind fest davon überzeugt, dass sie das Wissen und die Methoden hätten, um die Welt zu verändern. Ihre Rezepte: Migration, Digitalisierung, Sozialstaat, Feminismus, bedingungsloses Grundeinkommen…

PR und Marketing: Das Böse unter den Tisch kehren

John Locke (1632-1704) erklärte, nicht Adam und Eva handelten falsch, sondern der Schöpfergott war allein verantwortlich, dass sie einen Fehler machten. Das erinnert ebenfalls an heute – heute machen Kinder ihre Eltern für ihre eigenen Fehler verantwortlich. Oder Angestellte ihren Chef, wenn etwas falsch läuft. Keiner will die Verantwortung übernehmen, diese wird auf andere verlagert.

James Hutton (1726-1797), späterer Urvater der Geologie, war auch gut in Marketing und PR. Er löste ein weiteres wichtiges Problem: Die Gnostiker in der Renaissance weigerten sich, an einen tatsächlichen Teufel zu glauben. Denn, so sagen sie:

 „Die Figur des Teufels ist von Barbaren erfunden worden, um die erlösende Wahrheit der Erkenntnis in etwas Böses zu verwandeln.“ (James Hutton, 1795, University of Michigan Library).

Heute wird die Existenz von Gut und Böse nicht bestritten, doch das Böse unter den Tisch gekehrt, in Statistiken zur Kriminalität umgedeutet oder ins Ausland verlagert. Nur das Gute soll betont und alles Dunkle beseitigt werden – wie bei Knecht Ruprecht.

Erasmus Darwin (1731-1802) war ebenfalls brillant auf diesem Gebiet der Schönfärberei, er gilt als Großvater der modernen Evolutionslehre. Er war nicht nur der Großvater von Charles Darwin, sondern ebenfalls begeisterter Okkultist. Ihm war klar, dass es sich bei der Lehre der Evolution um die Fortführung der Alchemie handelte. Erasmus Darwin erklärte, dass es nur gewöhnlichen Menschen verboten gewesen sei, vom Baum der Erkenntnis zu essen. Eingeweihten sei dies erlaubt (die Früchte zu genießen, Gut und Böse zu erkennen, weise zu werden, ewig zu leben).

Heute dürfen ebenfalls nur die „Eingeweihten“ wissen, wo es lang gehen soll, wer dazu gehört, fühlt sich glücklich und erhaben. Das „Herrschaftswissen“ der Politik, des Vatikans, der High Society, illustre Kreise. Wer Karriere machen will, muss sich an ihre Spielregeln halten – und die Sache mit dem ewigen Leben wird gerade in Silicon Valley bearbeitet.

Agieren im Geheimen – Die Logen und Geheimgesellschaften von heute

Allen gemeinsam ist, so drängt sich dem Leser auf, – wie den Anarchisten von heute – die Rebellion gegen die (christliche) Autorität, und der Widerspruch zu allgemein gültigen Richtlinien. Die Logen und Geheimgesellschaften von damals existieren noch heute, die Freimaurer, Rosenkreuzer und Co.

Sie pflegen durchaus okkulte Rituale, bei denen nur die obersten Logenmeister die tatsächlichen Wahrheiten wissen dürfen. Sie sind die „Eingeweihten“, wie es damals die Alchemisten und Okkultisten der Fürsten waren. Auch dem gemeinen Volk (den niederen Rängen) innerhalb der Logen ist es verboten, vom wirklichen „Baum der Erkenntnis“ zu essen .

Die Faszination der Menschen durch das Böse ist ungebrochen. Indem Kinder in der Schule Goethes Faust und Darwins Theorie auswendig lernen, da Vincis Malereien und Ideen bewundern und die Regeln des Paradieses auf Erden von Marx lernen, werden sie unbewusst und von den Lehrern unbeabsichtigt in Wirklichkeit vom Bösen geprägt. Sie suchen den Sinn des Lebens und die Zusammenhänge der Welt später oft in Drogen oder (geheimen) Meditationspraktiken, in Metal-Musik oder Extremsport.

Man fragt sich: Was tun?

Nach all den harten Tatsachen, die von über 660 Anmerkungen und zig Literaturangaben begleitet werden, fällt das letzte Kapitel „Gut und Böse“ erstaunlich kurz aus. Klar ist:

„Die Gefahr wird nicht von selbst verschwinden. Sie muss gestoppt werden. Nur wie?“

Bernd J. Amann nennt acht Ansatzpunkte, an denen Handlungsbedarf besteht. Für ihn lenkt das „heillos verworrene Thema Migration“ von den finsteren Vorgängen ab. Die Ankömmlinge werden zum „Spielball sozialutopischer Kräfte“, die die Massenzuwanderung begrüßen und die Gefahr der „‚Barbarisierung‘ der Einwanderungsgesellschaft und die Verelendung der Auswanderungsgesellschaft in Kauf nehmen“.

„Und das alles, um eine Weltordnung zu erzwingen, die auf Wunschdenken gründet, der menschlichen Natur widerspricht und diabolische Wurzeln besitzt, die den Aktivisten völlig unbekannt sein dürften.“

Quellen: PublicDomain/epochtimes.de am 19.12.2018

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Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

 

Kurze Betrachtung der Materie aus energetischer Sicht.


Wir alle kennen Phänomene in unserem Umgang mit dem Materiellen, die nicht schulwissenschaftlich erklärbar und trotzdem vorhanden sind.

Ein Beispiel:
Es werden zwei Häuser zur gleichen Zeit mit gleichen Materialien gebaut. Eines der Häuser wird bewohnt und sogar von seinen Bewohnern arg strapaziert. Das andere Haus wird nicht bewohnt, es wird aber, um Frostschäden und Feuchtigkeitseinbrüche zu vermeiden, im Winter geheizt.
Nach wissenschaftlichem Denken wäre das erste Haus viel schneller wieder reparaturbedürftig als das Zweite, weil es ja – zumindest im Innenbereich einem starken Verschleiß durch Menschen unterliegt. Wahrhaftig sieht es jedoch anders aus. Dem zweiten Haus fehlt die Belebung durch den Menschen – die Seele des Hauses und es wird viel schneller reparaturbedürftig als das erste.

Einen aktiven Test dazu hat einmal ein ehemaliger Freund meines Mannes und begeisterter Alchymist gemacht. Er kaufte zur gleichen Zeit zwei gleiche Zangen. Die eine Zange benutzte er über zehn Jahre hinweg regelmäßig, während er die zweite Zange niemals anrührte – er ließ sie einfach unbeachtet und unbenutzt liegen. Die Zange, die er zehn Jahre lang ständig benutzte, wurde etwas ausgeleierter, funktionierte jedoch immer noch einwandfrei. Die unbenutzte holte er nun nach zehn Jahren aus der Schublade hervor um sie zu benutzen. Sie war angerostet und zerbrach beim ersten Einsatz!
Sein Kommentar dazu:
„Das ist nur alchymistisch als völlig logisch zu erklären – nicht jedoch im physikalischen Sinne der Schulwissenschaften! Wir halten uns den Umgang mit der Materie viel zu wenig vor Augen und wundern uns, wenn Jemand 20 Jahre lang ohne große Reparaturen mit seinem Auto fährt, und ein Anderer kommt nur auf 6 oder 7 Jahre. So ist es mit allen Dingen des alltäglichen Umgangs – es kommt darauf an, wie wir mit allen Dingen kommunizieren. Wenn wir materielle Dinge nicht beachten, dann werden sie – wie der Mensch auch – in ihrer Lebensdauer und -Wertigkeit sehr stark beeinträchtigt.“

 

Zu alchymistischen Erfahrungen innerhalb der Materie gehört die der Energetik von Gegenständen.
Nehmen Sie einmal einen Teller zwischen zwei Hände, der von einer Maschine hergestellt wurde und erspüren Sie die Energie, die diesem Teller innewohnt. Und dann nehmen Sie einen Teller, den ein Töpfer hergestellt hat. Wer auch nur ein wenig feinfühlig ist, wird die Unterschiede tatsächlich erspüren. Der erste Teller wirkt auf mich seelenlos, während der zweite Teller ein wenig von der Seelenenergie des Herstellers mitbekommen hat. Es liegt ein Riesenunterschied dazwischen.

Mir geht es auch mit Stoffen so.
Erst einmal Naturstoffe – ihre Energetik ist völlig anders, als Stoffe, die aus Erdöl hergestellt wurden.
Eine weitere Steigerung ist ein handgewebter Stoff. Hier ist die Energie noch besser und die Spitze davon ist, wenn er auch noch mit Pflanzenfarben gefärbt ist. Wenn ich solche Dinge trage, fühle ich mich wesentlich wohler, als mit anderer Kleidung.

 

Die Redewendung: Ich glaube nur, was ich sehe, hat demnach überhaupt keine physiologische Grundlage. Genau das Gegenteil ist wahr: Wir sehen (erfahren) nur, was wir aufgrund unserer Konditionierung glauben. Somit stellt sich die folgende Frage: Was ist die Welt wirklich, wie sieht sie in Wirklichkeit aus, was ist ihre wahre Beschaffenheit? Was bedeutet Beseelung von materiellen Dingen? Die Antwort lautet: Es kommt ganz darauf an, wer die Materie anschaut, fühlt oder erfährt, und mit welchem Sinnesapparat wir sie betrachten. Spüren wir das, was unser „Drittes Auge“ uns zeigt?

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Die Augenzellen einer Honigbiene etwa können Licht in der für Sie und mich normalen Wellenlänge nicht wahrnehmen, dafür jedoch ultraviolettes Licht. Wenn nun eine Honigbiene von weitem ein Blume „sieht“, dann nimmt sie nur den Honig wahr, nicht aber die Blume. Eine Schlange würde von derselben Blume nur die infrarote Strahlung wahrnehmen; eine Fledermaus das Ultraschall-Echo. Die Augäpfel eines Chamäleons sind an zwei Achsen beweglich aufgehängt. Wir können nicht im Entferntesten erahnen, wie dieser Raum hier für ein Chamäleon aussehen würde! Nun also, was ist die Welt in Wirklichkeit, wie sieht sie aus, wie ist ihre wahre Beschaffenheit?

 

Wenn ich einem Physiker die Frage stellen würden: „Woraus besteht eigentlich das materielle Universum oder ein Körper?“ Dann wäre seine Antwort wahrscheinlich: Ein Körper besteht aus Atomen und die Atome setzen sich aus Teilchen zusammen; diese sind jedoch nicht feste Objekte, sie sind nur Fluktuationen aus Energie und Information in einer großen Leere von Energie und Information.
Wenn Sie den Körper mit den Augen eines Physikers anschauen, dann sehen Sie nichts anderes als eine riesige Leere, in der es ein paar verstreute Fleckchen und Pünktchen gibt und dazu einige zufällige elektrische Entladungen. Denn so ist eben der menschliche Körper: 99,999999 Prozent davon wie auch das übrige Universum bestehen vor allem aus leerem Raum. Und das 0,000001 Prozent, das uns als Materie erscheint, besteht ebenfalls aus leerem Raum! Ist also alles leerer Raum? Für mich stellt sich eher die Frage: Was ist die wahre Natur dieses leeren Raumes? Ist es ein Leersein von Nichts oder könnte es etwa eine Fülle nicht-materieller Intelligenz sein?

 

Wie können wir „Energien“ erkennen, spüren, erfassen?

Das sitzt in jedem Menschen, wenn er es nur wagt, tief in sich zu transzendieren, anstatt im Außen zu suchen. Dies erfordert beim Großteil der Menschen erst ein Zurück zur Natur, beobachten und erforschen feinstofflicher wie energetischer Abläufe. So gilt es, zuerst einmal wieder die Naturkräfte in sich selbst zu erkennen und den Umgang damit zu erlernen. Irgendwann wird jeder Mensch, der sich mit der Natur verbündet, all diese Energien wieder wahrnehmen können.

 

26. Juni 2014 von Christa Jasinski

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Gruß an die Erkennenden

TA KI

Wie Dein Leichnam wieder zu Deinem Kraftbaum wird !


 
 
Der Mensch kommt nackt und ohne Besitz auf die Welt.
9 Monate lang liegt er wachsend und gedeihend im Schoße der Frau in der Embryonaltung, so wie alle Lebewesen in der Embryo-Haltung schlafen, eine Haltung, die perfekt in ein Ei passt. 
Das Ei ist der Beginn, die Ursprungsform des Universums in vielen Kosmologien.

Und so wäre es doch nur natürlich wenn wir auch wieder in dieser Position unsere Hülle verlassen. 
In einem Kokon einen Keimling nährend wäre der Kreislauf der Menschenhülle namens Körper wieder geschlossen.
Biblisch heisst es Staub zu Staub.
Erde zu Erde, oder Essenz zu Essenz.
Unsere Hülle würde in einen Baum übergehen, so wie alle Materie von einem Zustand in den nächsten übergeht, in dem alchemistischen Prozess der Reinigung.
Wenn jeder dann auch noch seinen eigenen Kraftbaum aus sich heraus setzt wird sogar die entsprechende Schwingung optimiert.
Hier gehts zum keltischen Baumhoroskop, welcher Baum zu Dir gehört: klick

 

 

Gruß an Mutter Natur
TA KI

Durch Pflanzen-Bewusstsein verbunden


Plant-Consciousness

Ein Blick auf die jüngste Konferenz über Pflanzen- Bewusstsein: Revolutioniert unsere Beziehung zu den Pflanzen.

Als ich beschloss, mich dem Pflanzen- Bewusstsein -Event in London (im November 2015) anzuschliessen, genoss ich gerade noch mein Reiseleben unterwegs in Peru. Als ich mich herunter fuhr, verlangsamte, um sensibler für das subtile Leben der Natur zu werden, war ich über diese Themen des Bewusstseins sehr aufgeregt, die Quantenphysik, die erstaunliche Intelligenz der Pflanzenwelt und Lehrerpflanzen wie Iboga und Ayahuasca.

Die Pflanzen- Bewusstseins-Konferenz, die im schönen Regent‘s Park stattfand (genauer im Universitäts-Konferenz-Zentrum) mit über 300 anwesenden Menschen, öffnete meinen Geist. Eröffnete ihn für das breite Spektrum des Fühlens, Sehens und Hörens, welches in Pflanzen und Bäumen lebt, für den direkten Einfluss, den sie über chemische Verbindungen zu unserem Gehirn haben – und damit auf unsere Stimmung und Verhalten einwirken – und warum und wie wir anfangen können zu hören, was Pflanzen uns zu sagen haben.

Dennis-McKenna

Pflanzen- Intelligenz

Obwohl ich es wirklich liebe, in der Natur zu sein, war ich noch niemals so begeistert über die Pflanzenwelt. Wisst ihr, das Verhalten von Pflanzen ist so subtil, dass die meisten Menschen, mich eingeschlossen, es für eine sehr lange Zeit nicht bemerken konnten. Oder genauer gesagt, haben wir kollektiv vergessen, es zu bemerken. Doch tatsächlich haben Pflanzen Intelligenz und Bewusstsein. Der Ethno-Pharmakologe Dennis McKenna erinnerte uns daran, dass wir denken, es sei ein Gehirn oder zumindest ein Nervensystem notwendig, um intelligent zu sein. Jedoch ist das neuronale Netz besonders wichtig. Myzel-Wurzel-Netzwerke können Meter im Durchmesser sein, und dies sind denkende, neuronale Netzwerke.

Pam Montgomery wies darauf hin, dass Pflanzen weise voraus denken, denn es gibt sie seit etwa 400 bis 450 Mio. Jahren. In der Tat bewiesen mehrere wissenschaftliche Studien, dass Pflanzen diese Fähigkeit zur Erinnerung haben. Lasst mich euch erinnern, die moderne Form des Menschen hat sich erst vor etwa 200.000 Jahren entwickelt. Wenn nun Pflanzen Intelligenz und Gedächtnis haben, sind sie uns mit einer Menge an Wissen voraus.

Pflanzen in Beziehung zur menschlichen Intelligenz

Wir haben uns gemeinsam weiterentwickelt und stehen in lebendiger Wechselbeziehung mit der Pflanzenwelt und die Pflanzen haben einen direkten Einfluss auf unsere Stimmungen und Verhaltensweisen, durch unsere Lebensweise. Durch Photosynthese wird eine enorme Vielfalt von organischen Molekülen erzeugt, aus Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid, was an sich schon erstaunlich ist. Die Moleküle in unserem Gehirn, die unsere Stimmungen und unser Verhalten bedingen, wie Dopamin und Serotonin, sind Pflanzenstoffe.

Bonny Casel wies darauf hin, dass unsere rechte Gehirnhälfte, welche die Welt als Ganzes und miteinander verbunden sieht, eine Ernährung auf pflanzlicher Basis braucht, um zu überleben. Während unsere linke Hemisphäre, die mehr auf beschränkte Lösungen, Bewandertheit und getrennte Teile konzentriert ist, auch durch einfache Lebensmittel mit nur niedriger Energie erhalten werden kann. Ein sehr interessanter Punkt in einer Welt, die in der Krise ist, weil unsere Weltsicht auf Trennung beruht. (Es erinnert mich auch an das berühmte Gespräch mit der Neuro- Anatomin Jill Bolte Taylor, die die Abschaltung ihrer linken Hemisphäre bei einem Schlaganfall erlebte und einige tiefe Einsicht gewann.)

Pflanzen – Sinne, Bewusstsein und kooperative Entwicklung

Bonny Casel ist die Inhaberin und Gründerin der School of Natural Medicine, UK und sprach über „Pflanzen – Sinne, Bewusstsein und kooperative Entwicklung in einer Quanten-Welt “. Sie schaffte es, Pflanzenbiologie, die Quantenphysik und die Evolution des Bewusstseins in verständlicher Form zusammen zu bringen, und es waren diese Einblicke in unser wahres Universum, die mich umgehauen haben.

Pflanzen-Sinne

In den letzten Jahren hat die wissenschaftliche Gemeinschaft Beweise dafür gesammelt, dass die Pflanzenwelt eine Bandbreite von Verhalten, Sehen, Hören und Fühlen hat, das recht wild darüber hinaus geht, was der Mensch wahrnehmen kann. Nur ein Beispiel: Senf-Pflanzen „hören” die Geräusche der Raupen, die auf ihren Blättern essen, und scheiden dann erhöhte Mengen von Senfölen aus, um sich zu schützen. Es ist auch bekannt, dass das menschliche Auge nur ein sehr schmales Frequenzband des elektromagnetischen Spektrums sehen kann. Infrarot- und UV ist aussserhalb unseres Sortimentes. Allerdings spüren Pflanzen UV-Licht, Magnetfelder und die Planeten im Nachthimmel.

Pflanzen können Emotionen wahrnehmen, weil sie Körperwärme spüren. Pflanzen können etwa 1/8 des Druckes, der Wärme oder Kälte von dem fühlen, was ein Mensch fühlen kann. Das verwendet sie gerade bei so etwas Einfachem wie wenn eine Pflanze lange vor dem Berühren eines Steins – der im Weg ist – ihre Wachstumsrichtung anpassen kann. Ein weiteres faszinierendes Verhalten ist, dass in dichten Wäldern grosse Bäume die kleinen Bäumchen durch Myzel-Netze ernähren, mehr noch, sie begünstigen den eigenen Nachwuchs in Zeiten der Knappheit.

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Eine Quantenwelt

Bonny sprach über Quantenphysik. Nur ,0000000000001% jedes Atom sind Protonen, Neutronen und Elektronen, die anderen 99,9999999999999% sind leerer Raum. Das bedeutet effektiv, dass die ganze Materie der Menschheit in einen Block von der Grösse eines Zuckerwürfels passen kann. Wir sind Energie, aber die „moderne Wissenschaft“ basiert auf dem Sichtbaren, und kümmert sich kaum um die unsichtbaren Frequenzen der Wellen.

Raum ist ein profunder Teil der Gleichung, wenn wir auf das Pflanzen-Bewusstsein schauen. Bonny Casel

Sie erklärte das berühmte Doppelspaltexperiment, welches beweist, dass unsere menschliche Beobachtung Energiewellen in Partikel oder Materie ändert. Alles Leben ist Energie, und Pflanzen mögen sich dessen einfach mehr bewusst sein, als wir Menschenwesen – verhaftet in der eingeschränkten Sicht der nur materiellen Welt. Bonny verband diese Erkenntnisse mit dem therapeutischen Nutzen von ätherischen Ölen und Blütenessenzen, bei der Traumaheilung und der zunehmenden Gesundheit auf der physischen, emotionalen und mentalen Ebene. Ich gebe hier eine Menge Informationen, doch beginne ich zu verstehen, was Pflanzen wahrnehmen können. Wenn wir uns daran erinnern, dass das Universum Energie ist, so sehen wir die Bedeutung für die sehr realen Vorteile der natürlichen Medizin zur Heilung von Traumen und für die Erhöhung des Bewusstseins.

Ayahuasca, Iboga und andere Lehrer-Pflanzen

Der zweite Tag der Veranstaltung drehte sich zumeist um die Lehrer-Pflanzen. In den letzten 15 Jahren etwa sind leistungsfähige Lehrer-Pflanzen wie Ayahuasca, San Pedro und Iboga global verbreitet worden. Sie haben ihre Heimat in Afrika und den Regenwäldern Lateinamerikas verlassen, um mit lauter Stimme zu sprechen. Während multiple Krisen das Leben auf der Erde bedrohen, muss die Menschheit unbedingt endlich heilen, das Bewusstsein erhöhen und sich erinnern, dass wir eins mit der Natur sind.

Dennis McKenna sprach über die Pflanzen-Menschen-Koevolutions-Ursprünge der Vorstellungskraft und die Vergangenheit und Zukunft von Ayahuasca. Wie sein Bruder, Terrence McKenna tauchte er ein in Pflanzen basisierte Entheogene, Schamanismus, Metaphysik, Alchemie, Sprache, Kultur und die theoretischen Ursprünge des menschlichen Bewusstseins. Seine Auffassung ist, dass Pflanzen uns die Fähigkeit gegeben haben, Bedeutung und Abstraktionen zu verstehen, die Grundlage für die Sprache und ebenfalls die Fähigkeit, Ideen über Zeit und Raum hinweg zu teilen. Da unsere Kultur unsere Welt mehr als alles andere prägt, in Form von Recht, Bildung, Religion und so weiter, bedeutet dies, dass die Auswirkungen der Lehrer-Pflanzen für die Zukunft der Erde immens sein können.

Yann Guignon kam auf die Bühne, als eine Stimme für Iboga. Iboga ist ein kleiner Baum, der aus West- und Zentralafrika stammt und sowohl für spirituelle Zwecke genutzt wird, als auch insbesondere ein potenzieller „Unterbrecher” für Drogenabhängigkeit ist. Wegen seiner wachsenden Beliebtheit und durch nicht nachhaltige Praktiken, wurde tabernanthe iboga als eine vom Aussterben bedrohte Art erklärt. Yann und sein Team haben nun die Verantwortung übernommen, über diese Heilpflanze und die indigenen Traditionen der gabunischen Waldmenschen zu forschen, sie zu bewahren und das Wissen mit anderen zu teilen. Ihr könnt dies hier: Segen des Waldes verfolgen.

Auch wenn sich diese Lehrer-Pflanzen abheben, wies uns Pam Montgomery darauf hin, dass in der Tat alle Pflanzen unsere Lehrer sind, als sie verband uns mit dem Wesen der Esche.

Nährendes Herz und Verstand

Dies ist nur ein Einblick in das Wochenende. Satish Kumar war da, Erd-Pilger, ehemaliger Mönch und langjähriger Friedens- und Umwelt-Aktivist. Mit seiner ruhigen und humorvollen Präsenz erinnerte er uns sanft an unsere Verbundenheit „Du bist, also bin ich”. Kurikindi füllte den Raum mit Gefühlen, sobald er mit seiner Frau die Bühne betrat. Er teilte seine mitfühlende Geschichte über die Bedrohung des ecuadorianischen Regenwaldes, seine Heimat, seine Familie und die Fülle der Pflanzen hier. Er studierte die Pflanzen und verband sie mit seinem ganzen Leben. Drew Dellinger webte viele Momente mit seiner rhythmischen Poesie zusammen, brachte Oden an Mutter Erde und unser herrliches Universum.

Viele andere Redner und Interpreten erinnerten uns sowohl an die Zeiten der Krise, in denen wir uns befinden, und betonten zutiefst ebenfalls unsere Verantwortung und Beziehungen zueinander und für alle lebenden Wesen.

„Die Erschaffung der Welt, die wir wollen, ist eine viel subtilere, jedoch kraftvollere Operation, als die Zerstörung derjenigen, die wir nicht wollen.“ – Marianne Williamson

Über die Autorin

Inge Kuijper ist eine glückliche Weltreisende, interessiert an Permakultur, nachhaltiger Lebensmittelproduktion, sauberen Technologien und Bewusstsein.
Hier ihr Blog: Green Unfolding.

Hier die Plant Consciousness-Gemeinschaft auf Facebook für regelmässige Inspiration zu diesen faszinierenden Themen.

(…)

Quelle: http://transinformation.net/durch-pflanzen-bewusstsein-verbunden/

Gruß an die Flora und Fauna

TA KI

Bernstein: Die „Tränen der Götter“


Lange Jahre fast vergessen, erlebt Bernstein eine Renaissance als Schmuck und Räuchermittel – und seit kurzem auch in flüssiger alchemistischer Form: Getreu den Rezepturen des Paracelsus gelang jetzt die Gewinnung einer Essenz aus aufgelöstem Bernstein, die seit dem Mittelalter als universelles Heilmittel gilt

Von Ulrich Arndt

Bernstein„Dieses ist ein edles Medicament in Haupt, Magen, Gedärmen und andern Sehnen-Beschwerden, ebenfalls auch wider den Stein.“ So schwärmt Paracelsus über die Bernstein-Essenz und weiter: „Das ist das Magisterium Carabe (so bezeichnet er Bernstein), das sich in vielen wunderbaren Tugenden gezeigt hat.“
Noch im 19.Jahrhundert galt Bernstein als eine Art Allheilmittel, heute ist seine Heilkraft weitgehend vergessen und lediglich das Wissen um die Anwendung von Bernstein als Babykette gegen Probleme beim Zahnen hat sich in einer größeren Allgemeinheit bewahrt. Dabei wurde Bernstein seit alters her als Heilstein, Räuchermittel und Medizin hoch geschätzt. Schon in der Bronzezeit um ca. 1300 v. Chr. gelangte er von der Ostseeküste in alle Teile Europas und war als „Gold des Nordens“ hochbegehrt. Der Anblick eines besonders klaren Bernstein, gar solcher mit Einschlüssen, fasziniert auch heute noch jeden Betrachter. Und sein sonniger, seltsam flüssig-geronnener Glanz wärmt dabei das Gemüt und beruhigt die Emotionen. „Glaesum“ nannten ihn früher die Germanen, abgeleitet vom altgermanischen Glaes undglisis für Glänzen, wovon sich das heutige Wort „Glas“ ableitet. Bei den Römern hieß er succinum, nach seiner Herkunft aus dem Saft der Bäume, dem „succus“. Die Griechen nannten ihn electron und bezogen sich auf seine seltsamen Kräfte, die heute bekannten elektromagnetischen Eigenschaften. Seit dem 13. Jahrhundert wird er als „Agtstein“ von althochdeutsch „aiten“, soviel wie „brennen“ oder „Börnstein“, von „börnen“ („brennen“) bezeichnet – also als ein „Brennstein“, woraus das heutige Wort Bernstein wurde.
Wie kaum ein anderer „Edelstein“ wird der Bernstein von Mythen umrankt und gilt gar als „Tränen der Götter“ – so zumindest beschreibt die Sage von Phaeton seine Entstehung.

Geburt aus Feuer und Wasser

Ovid beschrieb die Phaeton-Sage in seinen „Metamorphosen“ und auch von anderen Dichtern ist sie uns in vielen Variationen erhalten geblieben. Phaeton“ (dt.: „Strahlender“, „Glänzender“) ist der Sohn des Sonnengottes Helios und der Klymene, einer Tochter des Okeanos – also ein Kind der archetypischen Vereinigung von Feuer- und Wasser-Prinzip. Phaeton wächst bei seiner Mutter auf und da er von seinen Altersgenossen wegen seiner unklaren Abstammung gehänselt wird, möchte er eines Tages endlich jedem beweisen, dass der Sonnengott tatsächlich sein Vater ist. Er überredet Helios, dass er einen Tag lang selbst den „Sonnenwagen“ über den Himmel lenken darf. Als Phaeton die Pferde des Sonnenwagens nicht bändigen kann und die Erde schon zu einer Hälfte von der Sonne verbrannt wurde, schleudert Jupiter ihn mit einem Blitz vom Wagen. Phaeton stürzt in den Himmelsfluss Eridanus und ertrinkt. An dessen Ufer beweinen ihn seine Schwestern, sie erstarren im Schmerz und werden zu Bäumen. Aus ihren Tränen aber wird der Bernstein – daher der Beiname „Tränen der Götter“ oder „Tränen der Sonnentöchter“.
Der Phaeton-Mythos gemahnt daran, die männlichen und weiblichen Urkäfte harmonisch in sich zu integrieren. Sonst schäumen wechselseitig Sonnen-Prinzip (verbrennen durch Sonnen-Wagen und Jupiter-Blitz) und Wasser-Prinzip (ertrinken im Eridanus und Tränenfluss) über. Dieses ausgleichende Prinzip zwischen feurigen und wässrigen Prozessen findet sich in der traditionellen Heilanwendung des Bernsteins wieder. Hier wird er zum Stillen des Blutflusses und Eiters ebenso verwendet wie bei Fieber; er findet Anwendung sowohl bei „überschäumenden“, wuchernden Geschwüren als auch bei Verhärtungen und Steinbildungen. Außerdem wird ihm in Salben und Ölen eine große pflegende Kraft für die Haut zugeschrieben.
Heute noch bekannter ist seine Verwendung als Räuchermittel und als Schmuck- und Heilstein.

Traditionelles Heilmittel

Die einfachste Anwendung des Bernsteins ist das Tragen als Schmuck im direkten Hautkontakt. Als Heilstein wurde er bei Magen-, Milz-, Leber-, Galle- und Nierenbeschwerden, bei Steinleiden und Nervosität angelegt. So bekam beispielsweise Martin Luther einen weißen Bernstein von Herzog Albrecht als Medizin gegen sein Steinleiden geschenkt. Bernstein fördere beim Tragen zudem ein „sonniges Gemüt“, stärke Flexibilität und Kreativität und helfe, traditionelle Werte in positiver Weise zu bewahren.
Wird das versteinerte Harz als Räuchermittel verwendet, soll sein Rauch reinigend wirken und seelisch beim Verarbeiten und Integrieren „alter Themen“ helfen. Gezielt inhaliert wurde er bei Magenbeschwerden, Herzbeklemmung, Luftmangel und Seitenstichen. Bernstein-Räucherungen sollten zudem Lähmungen, Gicht und Rheumatismus vertreiben können.
Bereits Plinius der Ältere (gest. 79 n. Chr.) empfahl neben dem Tragen von Bernsteinketten gegen Halskrankheiten, Fieber und Geistesstörungen auch die Einnahme von Bernstein-Mitteln bei Augenkrankheiten.
Dioskurides und Galen (1. Jhd. n. Chr.) verwendeten Bernstein gegen Magenbeschwerden, Durchfall und Blähungen und ihr Zeitgenosse Rufus von Ephesos pries ihn als Universalmedizin.
Auch Hildegard von Bingen (1098-1178) empfiehlt die Einnahme von Bernstein bei Magen- und Eingeweideschmerzen, erschwertem Urinieren, gegen Pest und mit Wein vermischt als eine Art Allheilmittel. Und schon im frühen Mittelalter wurde Bernstein auch als Wundpulver, in Wundverbänden und in Heilsalben verwendet.
Georgius Agricola (1494-1555), bekannter Arzt und Alchemist, Stadtapotheker von Joachimsthal und Chemnitz, entdeckte bei seinen Experimenten mit Bernstein bereits die Gewinnung von Bernsteinsäure durch Destillation, die Jahrhunderte später für die Farbenherstellung von großer Bedeutung werden sollte. Als Arzt schätzt Agricola Bernstein-Heilmittel hoch ein, denn er „besitzt die Fähigkeit zu verstreichen, und daher stillt er als Trank Blutung überall, wo sie hervortritt. Er hemmt Erbrechen, Durchfall, Eiterflüsse, die die Geschwüren angreifen, und schließlich Katarrhe des Kopfes und wirkt so gegen Mandel- und Halsentzündungen. Er kräftigt auch den Leib und die anderen Körperteile.“ Zudem sei er für Herz und bei „Herzklopfen“ gut. „Außerdem vertreibt Räucherwerk von weißem Bernstein Epilepsie“, schreibt Agricola.
Der Hebraist und Humanist Sebastian Münster, bekannt durch seine erste vollständige Ausgabe der hebräischen Bibel 1534, empfiehlt: „In der Artzney braucht man den Augstein (=Bernstein), …so man ihn trinckt, er stellt (=stillt) den Unwillen des Magens, stellt alle Flüß die sich ziehen in Geschwer (=Geschwüre)…“. Zudem sei er gut gegen Magenleiden und Geschwüren sowie bei Problemen der Schilddrüse.
Spätere Ärzte insbesondere des 17. und 18. Jahrhunderts empfehlen Bernstein-Mittel bei Rheuma, Herzkrankheiten, Haut- und anderen Krämpfen, Nervenleiden, Lungenerkrankungen und speziell gegen Geschwürbildungen in Lungen und Nieren, bei Schnupfenhusten, Erstarrung des Halses und Degeneration der Gelenke. „Mit Rosenöl und Honig vermischt heilet er den Ohrenschaden; innerlich gebraucht stärkt er den Magen und befreit ihn von alten bösen Feuchtigkeiten…stärkt gewaltig das Herz, benimmt die Gelbsucht, treibt den Stein und lindert die Schmerzen, stillt das Blutharnen“, berichtet Johann Schröder in seinem 1709 erschienenen Buch „Trefflich versehender Medicin-chymischer höchstkostbarer Artzney-Schatz“ und weiter: „Der Agstein ist wahrlich ein Mittel wider fast alle Haupt-Kranckheiten… vornemlich dienet es zum Haupte und Nerven, da es denn in allen dreyen Reichen kaum seines gleichen hat…In Catarrhen ist der Agtstein ein remedium specificum. Die Catarrh-Fieber werden am besten damit curiret.“

Alchemistische Aufbereitung

„Die Praxis für Carabe ist so“, erklärt Paracelsus im sechsten Buch der Archidoxis die erste einfache Bereitung einer Bernstein-Essenz, „Nimm Carabe (= Bernstein) gut zerrieben. Dann gib Circulatum (=ein Lösungsmittel der Alchemie; für erste Versuche bedingt ersetzbar durch hochprozentige Alkohol) in eine Flasche und lasse es sechs Tage in Asche liegen. Denn destilliere es so lange, bis ein Oel am Boden gefunden wird.“ Dieses Öl kann zu einer Essenz für die Einnahme weiterverarbeitet werden, wozu man das Öl mit „Spiritus Vini…circulire, denn also wird seine Essentz besser und das solvierende Menstruum stärcker…Die Tinctur muss goldgelbe seyn…Die Dosis dieser Essentz ist von 20. biß 30. Tropfen.“ Während eine solcherart bereitete Essenz von universeller Heilwirkung sei, treibe die Aufbereitung mit Hilfe von Essig laut Johan Schröder speziell den Schweiß und den Harn und stärkt das Herz. „Gepulvert weißen Agstein gieß destillirten Essig daran…laß im Sande etliche Tage sieden, biß der destillirte Essig roth werde, filtrir und abstrahirs und dieses wiederhole dreymal, dann praecipitirs mit Zitronen-Safft.“
Heute wird die Bernstein-Essenz wieder getreu nach Paracelsischer Laborkunst hergestellt, wobei weit mehr als die erwähnten drei Destillationen durchgeführt werden, um eine hohe Reinigung zu erzielen. Der Grund: der Geschmack und Geruch der Bernstein-Essenz wird seit jeher als „eigentümlich“ oder sogar „unangenehm“ beschrieben und auch die Bernstein-Essenz nach Paracelsus hat noch einen leicht harzigen, typischen Geschmack.

Erfahrungen heutiger Therapeuten

Bernstein - EssenzSeit Anfang 2005 sammeln Therapeuten erste Erfahrungen mit der jetzt wieder erhältlichen Bernstein-Essenz nach Paracelsus. Ihren Berichten zufolge hat sie tatsächlich eine verblüffend intensive, reinige und ausgleichende Wirkung auf den gesamten Verdauungsapparat und auf die Atemwege. Die Bernstein-Essenz aktiviert ähnlich wie die Gold-Essenz gleich mehrere Chakras und wirkt daher energetisch sehr vielfältig. Angeregt werden insbesondere Solarplexus-, Sexual-Chakra und Wurzel-Chakra, denen die gesamte „Verdauung“ und „Einverleibung“, also die energetische Integration in das eigene „Ich“ sowie die Vital- und Sexualenergien unterstehen.
Auf energetischer Ebene stärkt es die innere Harmonie – insbesondere bei Disharmonien, die auf Problemen mit Sexualität und Geschlechterrollen zusammenhängen und die die polaren Urprinzipien des Männlichen und Weiblichen, von Feuer und Wasser berühren. Die Bernstein-Essenz trägt so auf energetischem Wege dazu bei, die Polarität besser integrieren zu können, sich selbst anzunehmen. Sie fördert so auch das Überwinden „alter Tränen“ von seelischen Verletzungen und hilft, vertrauensvoll in die Zukunft zu sehen.
Nach Tests am „Institut für Resonanzphänomene“, St.Blasien, hat die Bernstein-Essenz „ein ausgeprägtes biogenes magnetisches Feld, welches das Schwingungsmuster von Bernstein schützend puffert; die energetischen Eigenschaften der Bernstein-Essenz sind daher yang-fördernd und aufbauend.“ Interessanter Weise wurden in den Resonanztests tatsächlich die Schwingungsmuster vor allem von Sonne und Vollmond gefunden, was das Thema der Essenz, die grundlegende Polarität von Männlich und Weiblich, bestätigt. Resümee des Instituts: „Aus bioplasmatischer Sicht ist die Bernstein-Essenz ein Mittel, um die Emotionalebene des Menschen und auch die hoch entwickelter Tiere zu harmonisieren. Harmonie und Zusammenhalt in menschlichen Beziehungen wird durch die Bernstein-Essenz gestärkt.“ (siehe ausführlich: http://www.life-testinstitut.de)
Während die alchemistische Bernstein-Essenz seit rund einem Jahr zur Verfügung steht, erlebt der Bernstein-Schmuck bereits seit 3 bis 4 Jahren einen Boom, nachdem er über 40 Jahre lang fast bedeutungslos war. Es scheint, als würde die spezielle Energie der Bernsteins, seine ungewöhnliche Wirkkraft aus „Feuer und Wasser“, in heutiger Zeit wieder besonders benötigt zu werden – und dank der wiederentdeckten Bernstein-Essenz nach Paracelsus kann man sich nun auch von innen ein wenig „erleuchten“.

Weitere Infos
– Internet: www.edelstein-essenzen.de
– Testberichte: www.life-testinstitut.de
– Literatur: Ulrich Arndt, „Schätze der Alchemie: Edelstein-Essenzen“, und „Metall-Essenzen“, beide im Hans-Nietsch-Verlag (mehr..)

Quelle: http://www.horusmedia.de/2006-bernstein/bernstein.php

Gruß an die Sonnentöchter

TA KI

Das Geheimnis der Unsterblichkeit


auf Cobra’s Blog am 20. August 2015, übersetzt von Antares

Das Geheimnis der körperlichen Unsterblichkeit ist eines der tiefsten okkulten Geheimnisse der Lichtkräfte, welches niemals für irgendjemanden offenbart worden ist, der nicht eine bestimmte Schwingungsfrequenz, eine gewisse innere Reinheit und ein gewisses Mass an Engagement für das Licht erreicht hat.

Ich möchte nun der Oberflächenbevölkerung so viel davon offenbaren, wie es gegenwärtig klug freizugeben ist.

Die physische Unsterblichkeit wird durch einen bestimmten Umwandlungsprozess erreicht, der durch die richtige Kombination von drei Faktoren geschieht:

1. Die Umkehrung der Entropie-Prozesse in den Mitochondrien:

breatharian.com/ascension

2. Umkehrung der Entropie-Prozesse in den Energiekörpern. Dies kann durch die heilige Vereinigung zwischen weiblichen und männlichen Polaritäten mit innerer und äusserer Alchemie erreicht werden.

3. Die regelmässige Einnahme des Elixiers des Lebens, um den Prozess zu unterstützen. Von den zwei möglichen Versionen ist die Mineralische Version effektiver und leistungsfähiger als die Kräuter-Version.

Die Archons und der Rest der Kabale verstehen niemals diesen Prozess in seiner Gesamtheit, doch suchen sie trotzdem nach der Unsterblichkeit. Sie haben nur ein bruchstückhaftes Verständnis des Prozesses, den sie von den Memphis-Misraim Freimaurerlogen gestohlen haben. Sie scheitern am Verstehen, dass um die körperliche Unsterblichkeit erreichen zu können, die Entropie der Persönlichkeit bis zu dem Punkt reduziert werden muss, dass die Güte in dir erheblich das Böse in dir überwältigt.

Die physische Unsterblichkeit ist die ultimative Manifestation der Göttinnen-Präsenz im physischen Körper und dies kann niemals durch die Kriegsmentalität passieren, die die Kabale besitzt.

Die zwölf Ältesten der Bruderschaft des Sterns, die an einem bestimmten nicht bekanntgegebenen unterirdischen Ort im Himalaya leben, halten den gleichen physischen Körper während der letzten 26.000 Jahren aufrecht.

Die Bruderschaft des Sterns hat die Geheimnisse der Unsterblichkeit vor Tausenden von Jahren durch Xi WangMu – der Göttin der Unsterblichkeit – an die Blue Dragons übermittelt:

suppressedhistories.net/goddess/xiwangmu

pantheon.org/articles/x/xi_wang-mu

Basierend auf ihren Lehren waren fortgeschrittene Mitglieder der Blue Dragons in der Lage, die für Hunderte von Jahren in den gleichen Körpern zu leben.

Die Bruderschaft des Sterns hat die Lehren der Unsterblichkeit im Westen durch ihr Mitglied, den Alchimisten Nicolas Flamel weitergegeben.

Viele Mitglieder der Bruderschaft des Sterns im Westen waren sehr einflussreich in der Prieuré de Sion und in Rosenkreuzer-Kreisen. Einer von ihnen, Rene d’Anjou, ist die einzige Schlüssel-Person, die die Geschichte der Menschheit mehr als jeder andere in den letzten tausend Jahren zum Besseren geändert hat. Er ist derjenige, der das Licht der Renaissance entzündet hat:

ancient-origins.net/history-famous-people/rene-anjou-littlefinger-pre-renaissance-game-thrones

quintessentialpublications.com/twyman

Sein Emblem, das Kreuz von Lothringen, ist das okkulte Symbol der Dreieinigkeit von Licht und Dunkelheit, dem Prinzip des übermächtigen Lichtes, das die Dunkelheit absorbiert und es durch das Verfahren der alchemistischen Transmutation auflöst.

Die Region Lothringen ist ein sehr wichtiger Göttinnen-Wirbel, die zusammen mit dem Untersberg und dem Göttinnen-Wirbel Venedigs das Licht für Europa hält. Die Chimera haben versucht, diesen Göttinnen-Wirbel durch den Aufbau eines komplexen unterirdischen Systems von Zeit-Raum-Verzerrungs-Kammern – jetzt bereits durch die Lichtkräfte bereinigt – zu unterdrücken, die mit Long Island verbunden waren:

bibliotecapleyades.net/sociopolitica/fakesecondcoming

Die Lichtkräfte, vor allem die Bruderschaft des Sterns und einige fortgeschrittene Blue Dragons haben den Göttinnen-Wirbel von Lothringen durch inspirierende Jugendstil-Glasherstellungszentren in Nancy, einer Stadt im Zentrum von Lothringen, unterstützt. In vielen Stücken der Glas-Kunst aus dieser Zeit sind Codes eingebettet, die die Göttinnen- Präsenz aktivieren. Daum, ein grosser Schöpfer von hochwertiger Glas-Kunst aus der Jugendstilzeit hat seine Stücke mit dem Lothringer Kreuz signiert:

Eine Botschaft vom Kreuz von Lothringen ist, dass in jeder Archon- oder Schwarz-Adels-Familie Lichtwesen verkörpert sind, die heimlich oder offen für das Licht und gegen die Pläne der Kabale arbeiten.

Ein Beispiel dafür ist Francesco Colonna, Mitglied der berühmten Colonna-Archon-Familie, der von der Bruderschaft des Sterns geführt wurde, die Menschen mit den verschlüsselten Botschaften durch sein faszinierendes Buch Hypnerotomachia Poliphili zu wecken:

wikipedia.org/wiki/Hypnerotomachia_Poliphili

Dieses Buch offenbart zusammen mit einem anderen Buch – dem Emblem-Buch von Achile Bocchi, einige Aspekte des Geheimnisses der Unsterblichkeit.

Einige der Weissen Adelsfamilien, vor allem die Este und Medici Familien, wurden in der Vergangenheit von der Bruderschaft des Sterns kontaktiert und sind eigentlich noch immer Bewahrer bestimmter Mysterien der Göttin, die von Generation zu Generation in der Familie übergeben werden. Hiermit möchte ich die Mitglieder dieser beiden Familien oder anderer Weisser Adelsfamilien bitten, die Hüter der Göttinnen Linie sind, mich unter cobraresistance@gmail.com zu kontaktieren.

Die Göttin will Frieden und es wird Frieden sein.

Quelle: http://transinformation.net/das-geheimnis-der-unsterblichkeit/

Gruß an die Erwachten

TA KI

Geheimnis der Alchemie: Monoatomisches Gold (Manna)


Orbits of Destiny series. Backdrop of  sacred symbols, signs, geometry and designs to complement your design on the subject of astrology, alchemy, magic, witchcraft and fortune telling

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Seit einigen Jahren erfährt das mystische Wissen um die Alchemie eine regelrechte Wiedergeburt, und alchemistisch hergestellte Elixiere werden immer beliebter, da sie die Kräfte von natürlichen Stoffen und Elementen verfeinert, in ihrer Schwingung erhöht und ihre Wirkweise dynamisiert. Dadurch stehen die darin enthaltenen Energien und Informationen dem Menschen allumfassender zur Verfügung, nicht nur für die Heilung von Symptomen oder der allgemeinen Verbesserung der Lebensqualität, sondern insbesondere als Unterstützung der spirituellen Entwicklung, die gerade in der heutigen Zeit mehr denn je nötig ist. Eine dieser sagenhaften alchemistischen Elixieren, das in der jetzigen Zeit immer bekannter wird, ist das monoatomische Gold. Eine rätselhafte Substanz, die nicht mehr rein metallisch materiell ist, sondern sich in einem erhöhten physikalischen Aggregatszustand befinden, der an der Laserschwelle zwischen Licht und Materie angesiedelt ist. Wir nennen die monoatomischen Metalle deshalb die 5. Elemente, weil sie im einatomaren Zustand – gegenüber der metallischen Form – vollkommen veränderte Eigenschaften aufweisen.

Geheimnis aus der Alchemie der Gnostiker: Das Brot Gottes

Ende der 80er Jahren des letzten Jahrhunderts machte der Farmer David Hudson in Amerika eine seltsame Entdeckung. Er fand einen geheimnisvollen Stoff, der wesentlich mehr elementare Substanzen beinhaltete, als es die herkömmlichen chemischen Analyseergebnisse anzeigten. So machte er sich an die jahrelange Erforschung dieses weißen Pulvers, und entdeckte schließlich ein altes Geheimnis aus der Alchemie, die sogenannten ORMEs (Orbitally Rearranged Monoatomic Elements) oder auch M-State bzw. monoatomischen Elemente, darunter Gold, Silber, die Platinmetalle u.a.

Aufgrund seiner Erkenntnisse wurde auch eine alchemistische Studiengruppe in den USA auf diese faszinierenden Substanzen aufmerksam und fanden heraus, dass insbesondere monoatomisches Gold, aber auch andere Metalle im monoatomischen Zustand, bereits in den alten gnostischen Schulen seit dem alten Ägypten bekannt waren, und von den Adepten und Eingeweihten zur Unterstützung ihrer okkulten Mysterienarbeit und selbstverantwortlichen Bewusstseinserweiterung eingenommen wurden.

Die Hebräer nannten das monoatomische Gold “Manna” oder das “Brot Gottes”, die Ägypter “Träne aus dem Auge Horus”, die Inder “Vibhuti oder Bhasma des Goldes”. In der Alchimie gilt es als “Calx des Goldes”, welches hilft, das “Blei” des menschlichen Geistes (Symbol für das Ego mit seinen begrenzten, dichten Strukturen) in “Gold” (Symbol der göttlichen Geist-Seele) zu verwandeln. So sind unterschiedliche Bezeichnungen für dieses sagenhafte 5. Elemente in den Annalen der Geschichte überliefert worden, bezeichnen aber allesamt den gleichen rätselhaften Stoff in einem zwar natürlichen aber exotischen Aggregatszustand.

Diese Elemente bzw. Metalle sollen im einatomaren Zustand nur noch zu 5/9 auf der physischen Ebene existieren und werden sozusagen als “Geist und Seele des Metalls” bezeichnet (das eigentliche Metall wäre der Körper). Dabei reagieren sie chemisch und physikalisch nicht mehr wie das gewöhnliche Metall. Und auch nicht wie als Kolloid, das zwar gut als Spurenelement verstoffwechselt werden kann, aber dessen Wirkung nur auf den physischen Körper und die Bioenergetik erfolgt. Denn solange Atome in Molekülen gebunden sind, auch in einer sehr kleinen Größe als Kolloid, befinden sie sich nach wie vor im Teilchenzustand, gehören somit noch zur metallischen Materie und wirken deshalb physikalisch begrenzt.

Der AlchemistFeinstoffliche Wirkweise

Der Monoatomische Aggregatszustand ist dem Kolloidalen jedoch übergeordnet und nicht mit diesem zu vergleichen. Die Wirkweise der Elemente ist in diesem 5. Aggregatszustand interdimensional, d.h. primär auf den geistig-seelischen Bereich bezogen. Im monoatomischen Zustand befinden sich die Atome an der Laserschwelle zwischen Teilchen und Welle. Sie sind sozusagen in beiden Welten vorhanden, sind Licht und Materie zugleich, was auch ihren Gewichtsverlust und andere außergewöhnliche Eigenschaften erklärt. In diesem besonderen Zustand können die Monoatomischen Elemente ihre archetypischen Kräfte und Informationen, die jedes Atom, jedes Element und jeder Stoff in sich trägt, viel weitreichender freisetzen als im gebundenen metallischen Zustand. Als 5. Elemente unterstützen ihre spezifischen Wirkkräfte insbesondere das Bewusstsein des Menschen, seine Gefühlswelt, seine Gedankenwelt und seine spirituellen Wesensanteile. Wobei die Wirkung auf den energetischen Bereich und den physischen Körper sozusagen als zusätzlicher Nebeneffekt auftritt.

Monoatomische Elemente existiert in Spuren auch in der Natur (z.B. Vulkanerde, Totes Meer Salz, Tiefenquellwasser u.a.), sind jedoch selten und oft nur schwach angereichert. Seit den 90er Jahren werden daher immer mehr sogenannte Ormus-Produkte, milchige Extrakte aus diesen Naturstoffen, hergestellt und angeboten, die angeblich mit den sagenhaften monoatomischen Elementen gesättigt sein sollen. Dabei werden unterschiedlichste chemische wie auch physikalische Verfahren angewandt, meist in unkontrollierter Heimarbeit. Die dadurch hergestellten Produkte beinhalten jedoch nach unserer Erfahrung nur eine geringe Menge an monoatomischen Elementen, wenn überhaupt.

Echte monoatomische Produkte, die tatsächlich aus den reinen Metallen hergestellt werden, sind wesentlich stärker und intensiver in ihrer Wirkweise, jedoch gegenüber den zahlreichen Ormus-Produkten auf dem Markt relativ selten, da diese besondere Herstellungweise die hohe Kunst erfordert, Atome aus dem metallischen Molekül herauszulösen, sie in den einatomaren Zustand zu überführen und in diesem auch zu fixieren. Denn Atome sind sehr gesellige Wesen und neigen dazu, sich nach kurzer Zeit wieder mit anderen Atomen zu verbinden und dadurch ihren grenzwertigen Zustand an der Laserschwelle zugunsten der gemeinsamen Kristallisierung zu verlieren.

Der Autor hat im Laufe der 20 Jahre Forschung zwei Herstellungsverfahren gefunden, welche diese hohe Kunst der monoatomischen Herstellung erfüllen. Die eine ist natürlich die Alchemie, die dieses Wissen aus dem alten Ägypten – oder gar aus Atlantis – über die Jahrtausende bewahrt hatte, und dank der wir überhaupt von diesen exotischen Stoffen erfahren durften. Die andere ist eine dank neuesten Technologien mögliche Beeinflussung der Protonen, wodurch seit einigen Jahren die stufenweise Absonderung und Überführung der Metalle in den einatomaren Zustand ebenfalls möglich ist.

Bisher hat der Autor jedoch erst einen Alchemisten getroffen, der das teilweise gefährliche und mitunter magische Herstellungsverfahren überhaupt beherrscht, und dem seit Ende des letzten Jahrtausends zumindest die Herstellung von hochwertigem monoatomischem Gold gelingt. Das noch junge technologische Verfahren ermöglicht sogar die Herstellung einer breiten Palette von monoatomischen Metallen, allerdings sind diese gegenüber der alchemistischen Transmutation deutlich weniger gesättigt und deshalb in ihrer unmittelbaren Wirkweise schwächer.

Doch unabhängig von der Herstellungsweise sollen monoatomisches Gold und auch die anderen Mono-Elemente einzigartige physikalische und energetische Eigenschaften aufweisen, die inzwischen auch immer mehr von Wissenschaftlern erforscht werden:

Krug der Alchemie Ägypten• Sie seien Supraleiter bei Zimmertemperatur, sollen Eigenschaften der Energieerzeugung aufweisen und Licht, Information und Energie verlustfrei empfangen, speichern und abgeben können.
• Ihre Elektronen würden nicht mehr in Schalenschichten um den Atomkern vibrieren, sondern mit ihren Anti-Elektronen verschmelzen und dadurch gegenläufige Lichtbänder bilden, die um den eiförmigen Nukleus bipolar rotierten.
• Gleichzeitig besäßen sie einen ätherischen Prana-Vortex, der entlang einer Doppelhelix durch den Atomkern fließe und mit der menschlichen Kundalini-Energie verglichen werden könne.
Sie erzeugten ein unabhängiges Nullmagnetfeld (Meissner-Feld) um sich, welches der Mer-Ka-Ba des Menschen entspräche. Die Mer-Ka-Ba ist der Lichtkörper des Menschen (aus dem Ägyptischen: MER = gegenläufig rotierende, miteinander verschmolzene Lichtbänder, KA = Lebensenergie & Geist, BA = Seele / MER-KA-BA = Die Geist-Lebenskraft und die Seele verschmelzen miteinander und bilden eine interdimensionale Einheit, die gegenläufig rotierende Lichtbänder erzeugt und Raum und Zeit überwindet).
• Monoatomische Elemente existierten nur noch zu 5/9 auf der physischen Ebene.
• Reine monoatomische Elemente levitierten auf dem Erdmagnetfeld.
• Sie würden sich nicht abnutzen und ihre Funktion und Lebensdauer sei ewig.

Experimente der alchemistischen Forschungsgruppe

Schon alleine diese außergewöhnlichen Eigenschaften machen eine tiefere Erforschung dieser sagenhaften 5. Elemente erstrebenswert. Doch das wirklich Faszinierende sind die überlieferten und in der jüngeren Zeit wiederentdeckten Wirkweisen der monoatomischen Elemente. Nach Angaben der alchemistischen Forschungsgruppe, die das Monoatomisches Gold über Jahre hinweg eingenommen und innerhalb einer spirituellen Vereinigung getestet und erforscht hat, sollen diese, wenn eingenommen, vom Körper erkannt und zielgerichtet auf Zellebene verstoffwechselt werden. Labortest in den USA sollen bestätigt haben, dass sie u.a. die energetische Leitfähigkeit der DNS, die ja ebenfalls ein Supraleiter bei Körpertemperatur ist, für Licht bzw. Elektrizität bis zu 10.000fach erhöhen können!

Aufgrund dieser Forschungsergebnissen sowie den alten alchemistischen Überlieferungen wird vermutet, dass sie die schlafenden Potenziale in unserem Erbgut, die sog. Junk-DNS mit ihren 90-95% inaktiven Gensequenzen, Schritt für Schritt aktivieren würden. Was das für unsere persönliche als auch kollektive Entwicklung bedeuten kann, wird ersichtlich, wenn wir die neuen Erkenntnisse der Epigenetik und der Wellengenetik in diesem Kontext betrachten. Unsere DNS ist sowohl eine Stab- als auch eine Spiralantenne mit der Eigenschaft der Hyperkommunikation. Sie kommuniziert ständig mit unserer lebendigen Mitwelt und auch mit höheren feinstofflichen Dimensionen. Sie ist sozusagen die perfekte biophysikalische Hardware für unsere interdimensionale Bewusstseins-Software.

Heilige Substanz für die Zeit der Wandlung (2000-2025)

Monoatomisches GoldAllerdings steckt unsere geistige ‚Software‘ noch in den Kinderschuhen, und es fehlen uns noch viele notwendige ‚Treiber‘ als auch ‚Programme‘, um unsere DNS- und Gehirnpotenziale, die wir ebenso nur zu 5-10% nutzen, vollumfänglich leben zu können. In diesem Zusammenhang seien die Monoatomischen Elemente die in den alten Mysterientexten beschriebene ‚Heiligen Substanzen‘, die uns in der aktuellen Zeit der Wandlung (2000-2025) und den damit verbundenen, inneren wie äußeren Transmutationsprozessen unterstützen, und sie zu einem guten “Ende” führen können! Sie würden uns helfen, das schon lange angekündigte “Neue Äon” eines universellen Bewusstseins tatsächlich zu erreichen und zu verwirklichen.

Der Autor, der seit 15 Jahren persönliche Praxiserfahrungen mit den monoatomischen Elementen macht, hat ebenso wie die alchemistische Forschungsgruppe als auch andere Mysterienzirkel faszinierende physiologische, energetische und psychologische Veränderungen beobachten können, die sich mit vielen Angaben der alten Überlieferungen decken. Wobei die 5. Elemente keine ‚Erleuchtungspillen‘ sind, die man einfach à la Viagra schlucken kann und dann mit dem Turbolift in die 5. Dimension rast. Im Gegenteil holen sie den Menschen ab, wo er sich in seiner Entwicklung gerade befindet, und unterstützen seine eigenverantwortliche und selbsttätige ‚Bewusstseinsarbeit‘. Sie öffnen Türen, ebnen Wege, beschleunigen die Entwicklungsschritte, aber leben und tun muss es schließlich jeder selbst.

Auch wenn die grundsätzlichen archetypischen Wirkungen der monoatomischen Elemente bei jedem Menschen identisch sind, erlebt man deren Einfluss und die individuellen Veränderungen immer subjektiv, da jeder Mensch ein einzigartiges Individuum mit seinem einzigartigen Lebensweg und Charakterstand ist. Abhängig davon, wie bewusst jemand schon ist, sich von begrenzten Energien befreit bzw. diese transformiert hat, meditiert, Mysterien-Arbeit praktiziert usw. und wie sich jemand seinen Entwicklungsprozessen hingeben kann, macht jeder seine eigenen Erfahrungen mit den mystischen 5. Elementen.

Gewiss ist jedoch, dass sie zur Erweiterung des Bewusstseins, zur Erhöhung der Schwingungsfrequenz und zur Aktivierung von DNS-bzw. Gehirn-Potenzialem genutzt werden können, und sämtliche Bereiche des Menschen in ihrer Entwicklung ganzheitlich unterstützen. Zudem bezeichnen viele energetische Testverfahren (Kinesiologie, Hellsehen, Hellfühlen, Channeling, Radiästesie u.a.) sowie zahlreiche Menschen die Monoatomischen Produkte, ins besonders das alchimistischen Manna, als schlichtweg “sensationell”!

Der Autor weist abschließend ausdrücklich darauf hin, dass Monoatomische Elemente keine Heilmittel und auch keine Wundermittel sind. Obwohl sie einzigartige Eigenschaften aufweisen, und bei Einnahme erhebliche Verbesserungen auf allen Lebensebenen auslösen können, ist es dennoch bei jedem Menschen unterschiedlich, ob und welche positiven Veränderungen sich in welchem Zeitraum verwirklichen können.

(…)

Quelle: http://www.gehvoran.com/2015/07/geheimnis-der-alchemie-monoatomisches-gold-manna/

Gruß an die Seelen – Essenz

TA KI

White Powder Gold


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http://www.nexus-magazin.de/files/gratis/artikel/Nex11_Hudson_WPG1.pdf

http://www.nexus-magazin.de/files/gratis/artikel/Nex12_Hudson_WPG2.pdf

Gruß an die Forscher

TA KI

Die Macht der Imagination


Antoine Faivre: Die Macht der Imagination

In seinen »Studien zur westlichen Esoterik«, die im Jahr 2000 in einer Buchreihe der State University of New York erschienen, ließ Antoine Faivre auch drei Artikel zum Thema »Imagination« abdrucken. Der erste dieser drei Artikel (»Vis imaginativa. A Study of Some Aspects of the Magical Imagination and Its Mythical Foundations«), der die »Geschichte der Imagination« von der Antike bis ins 20. Jahrhundert skizziert, erscheint hier in einer deutschen Zusammenfassung.

Von Aristoteles über Pascal und Kant bis zu Sartre hielt man die Imagination für minderwertig und trügerisch, ob man sie nun zwischen dem Verstand und den Sinnen ansiedelte, oder – wie Malebranche – zu einer bloßen Fähigkeit, Bilder von Gegenständen zu erzeugen erklärte, oder – wie Kant – zu einer Fähigkeit, die zwischen der Sinnlichkeit und dem Verstand vermittle. Aber diese »klassischen« Philosophen waren nicht die einzigen, mit denen sich die Historiker in den letzten vierzig Jahren beschäftigten. Diese haben sich in letzter Zeit vermehrt mit Strömungen befasst, in denen die Imagination eine völlig andere Rolle spielte, sei es nun der Neuplatonismus, die arabische Philosophie oder die westliche Esoterik. Diese Wende wurde durch manche Philosophen und Wissenschaftshistoriker angestoßen, darunter Heidegger, der Kants Begriff der »Imagination« (»Einbildungskraft«) revidierte, indem er darauf hinwies, dass sie kein »Heimatland« besitze, Gaston Bachelard, der dem Nachdenken über die wissenschaftliche und dichterische Imagination eine neue Richtung gab, und Henry Corbin, der dem Begriff des »mundus imaginalis« einen neuen Wert verlieh, indem er die Schätze der schiitischen Gnosis zugänglich machte. Über diese Renaissance gäbe es vieles zu sagen und noch mehr über die komplexe Geschichte der Imagination im Westen, eine Geschichte, die noch nicht geschrieben ist. Das Ziel dieser Studie ist jedoch nicht, ihre vielfältigen Verzweigungen nachzuzeichnen, sondern einen ihrer Aspekte darzustellen, nämlich die »vis imaginativa«, die Fähigkeit, auf die Natur einzuwirken, sei es, indem die Wirkungen auf den Leib des imaginierenden Subjekts ausgeübt werden oder auf Gegenstände, die außerhalb dieses Subjekts liegen. Das Hauptgewicht wird dabei auf jene Autoren gelegt, die auf philosophischem oder theosophischem Weg versucht habn, diesen magischen Begriff der Imagination zu rechtfertigen.

Von Jakobs Schafen zum magischen Samen des Paracelsus

Die gebräuchlichste Rechtfertigung, sofern man sich auf die Autorität der Bibel bezieht, erfolgt unter Verweis auf Genesis 30,31-42, wo erzählt wird, die weißen Schafe Jakobs hätten gefleckte und gesprenkelte Nachkommen geboren, nachdem sie auf einen entsprechend gefärbten Holzzaun geblickt hatten. Hieronymus und Chrysostomus haben diese Passage kommentiert und Dionysios Areopagita brachte sie in Bezug zur Beobachtung, dass der Maler am Ende seinem Modell ähnlich sehe. Origenes, ein Gegner des Gnostikers Valentinus, verteidigte die Würde des Bildes, das seiner Auffassung nach in der Vollkommenheit des Sohnes wurzelte, der seinerseits das Bild des unsichtbaren Gottes war. Mit diesem Argument förderte er ein Verständnis des Bildes, in dem der Wille als Kraft eine bedeutende Rolle spielte. Porphyrius lehrte, die Dämonen besäßen einen wolkenartigen Geistleib, der nach ihren Vorstellungen alle möglichen Formen annehmen könne, so dass sie uns in den verschiedensten Gestalten erscheinen. Hier haben wir bereits die Idee der magischen Imagination als einer plastischen Formkraft vor uns. Möglicherweise ist eine Passage im achten Kapitel des »Traumbuches« des Synesius in diesem Sinne zu verstehen.

Während des Mittelalters mangelte es nicht an Philosophen, die über die »vis imaginativa« schrieben. Nach Al Kindi (»De radiis stellicis«, 9. Jahrhundert) vermag die Imagination Vorstellungen zu bilden und Strahlen auszusenden, die auf äußere Gegenstände einwirken, besonders, wenn die astrologischen Gegebenheiten günstig sind. Avicenna betrachtete sie als Ausdruck der natürlichen Vorherrschaft geistiger Wesen über den Stoff und laut Al Ghazali vermag die Macht der Imagination Steine oder Kamele zu bewegen. So dachte man seit dem hohen Mittelalter vielfach über die Imagination. Tatsächlich war die Diskussion über diese Frage von großer Bedeutung, denn wer wie Avicenna dachte, erweckte den Eindruck, er versuche, die Wunder Christi auf natürliche Weise zu erklären. In seinem Werk »Amicus Amicorum« (1431) erklärte Jean Ganivet, die menschliche Seele sei imstande, sich durch starke Imagination mit der Intelligenz des Mondes zu verbinden. Derselbe Autor gab eine Geschichte wieder (die bereits Nicholas de Lyra ein Jahrhundert früher berichtet hatte). Sie handelte von einer spanischen Frau, die unerlaubter Beziehungen zu einem Schwarzen bezichtigt worden war, weil sie ein schwarzes Kind geboren hatte, während sie behauptete, das Kind sei durch das Bild einer Gruppe von Äthiopiern entstanden, das in ihrem Zimmer hing. Solche Anekdoten wurden bis ins 18. Jahrhundert, ja sogar noch später erzählt: sie zeugen vom Glauben, die Imagination der Schwangeren könne sich auf ihren Fötus auswirken, ein paradigmatisches Beispiel für die Macht der Imagination, die sich auf den Leib ihres Trägers erstreckt.

Marsilio Ficino, der oft zitiert wurde, schrieb in seiner »Theologia Platonica«: »Aus der Imagination entstehen vier Arten von Gefühlen: Wunsch, Freude, Furcht und Schmerz. All diese Gefühle vermögen, wenn sie stark genug sind, unmittelbar auf den Körper der Person einwirken, die sie fühlt, manchmal sogar auf den Körper einer anderen … Es ist offensichtlich, dass der Wunsch einer Schwangeren dem Fötus das Bild ihrer Sehnsucht aufprägt. Wie unterschiedlich und wie sehr von ihren eigenen verschieden sind die Gesten und Gesichtszüge, die Eltern ihren Kindern mitgeben, aufgrund der unterschiedlichen Dinge, die sie sich während des Koitus intensiv vorstellen … Wie oft haben Menschen mit bösen Absichten Schaden verursacht, durch Beschwörungen und Zauber, bei Menschen, Tieren und sogar bei Pflanzen … Allein durch ihre Gefühle wirkt die Seele auf die Elemente ein, ruft am friedlichen Himmel Winde hervor, bringt Wolken dazu, zu regnen, oder stellt die Ruhe und den Sonnenschein wieder her.« (3. Buch, Kap. 1 und 4)

Zu den Autoren, die sich von Ficinos Ausführungen anregen ließen, gehörten Pomponazzi und Agrippa. Pietro Pomponazzi, ein Doktor und Professor in Bologna, beabsichtigte das Okkulte zu entmystifizieren, aber er glaubte an eine Imagination, die imstande sei, ein vorgestelltes Objekt sinnlich real zu machen. Er griff die Wunder der Bibel an und deutete sie als Wirkungen einer »natürlichen Magie« (»De naturalium effectuum admirandorum Causis …«, um 1520). In seinem Kommentar zu Ficino gab er dem wirkenden Bild unter Berufung auf Boethius eine mythische Grundlage: »Das Bild der göttlichen Idee ist die Ursache des imaginierten Wesens, auch ohne die Mitwirkung einer weiteren Ursache. Denn Gott schuf diese sichtbare Welt aufgrund der Idee dieser Welt, die in seinem Geist vorhanden war, wie Boethius im dritten Buch seiner ›Consolationes‹ sagt. Danach erzeugte die Idee der Dinge, die entstehen sollten, die sich in den Intelligenzen befand, die untere Welt mithilfe von Werkzeugen, und diese Werkzeuge waren die Himmelskörper.«

Heinrich Cornelius Agrippa, der Verfasser des wohl bekanntesten Werkes der Renaissancemagie (»De occulta philosophia« 1533), betrachtete die Imagination als eine Form der magischen Hervorbringung und stellte sie in einen kosmologischen Kontext. Dadurch verlieh er ihr eine ontologische Bedeutung, die weit über die eines Vorbildes hinausging, das lediglich in der Theorie des Erkennens eine Rolle spielt. Er schrieb ihr die Fähigkeit zu, die Gesundheit anderer mit Hilfe der Sterne zum Guten oder Schlechten zu beeinflussen. Man sieht, so schrieb er, im Urin von Menschen, die von Hunden mit Tollwut angesteckt wurden, Bilder von Hunden. Und man erzeugt weiße Pfauen, indem man um die Nester brütender Pfauenweibchen weiße Tücher hängt. Und so weiter. Gegen Ende dieses Jahrhunderts entwickelte Giordano Bruno in seinem Buch »De Imaginum, Signorum et Idearum compositione« (1591) eine ganze Theorie der Imagination. Er sah in ihr das Hauptinstrument magischer und religiöser Vorgänge. Ähnlich wie Giulio Camillo in seinem Werk »L’idea del Teatro« (1550) wandelte Bruno die Gedächtniskunst, die lediglich als Technik der Erinnerung betrachtet wurde, die sich der Bilder bediente, in eine religiöse und magische Technik um. Nun ging es darum, die Fähigkeit der Imagination systematisch auszubilden, damit durch sie göttliche Kräfte erlangt werden konnten. Man vermochte Geister mit Hilfe von Beschwörungen, Siegeln und Zeichen herbeizurufen, aber auch allein durch die Imagination und der letzteren kam die größte Bedeutung zu.

Auch französische und deutsche Autoren trugen zu dieser Theorie der Imagination bei. Ronsard liefert in einem Gedicht ein Beispiel für jene Wirkung der Imagination, die das Subjekt selbst betrifft. Das Gedicht »J’avois ésté saigné« handelt von jemandem, der nach einer ärztlichen Behandlung Besuch von seiner Freundin erhält, die bemerkt, dass sein Blut schwarz ist und zu ihm sagt:

»Das viele Denken übte eine so starke Macht
auf deine Imagination aus, dass die Seele zurückwich,
und deine natürliche Wärme erkalten und schwach werden ließ,
so dass sie nicht mehr imstande war,
zu wärmen, zu nähren und ihre Aufgaben zu erfüllen.«

Mit seinem Essay »De la force de l’imagination« trug Montaigne zur Popularisierung dieser Vorstellungen bei. Er beginnt mit dem Satz: »Fortis imaginatio generat casum, sagen die Gelehrten.« Nun folgen Beispiele, die sich nahezu alle schon bei Cornelius Agrippa, Caelius Rhodiginus und Petrus Messias finden. Er berichtete, manche hätten die Wunden, die bei König Dagobert aus Furcht vor Wundbrand entstanden, auf die Imagination zurückgeführt, andere die Stigmata Franz von Assisis, bemerkte jedoch, er selbst glaube nicht an »Wunder, Visionen und Beschwörungen«, mit anderen Worten, er glaubte mehr an die Macht der Illusion. Nichtsdestotrotz könne all dies auf die enge Verbindung zurückgeführt werden, die zwischen Körper und Seele bestehe und so blieben doch manche beunruhigenden Tatsachen bestehen: »Schildkröten und Austern brüten ihre Eier allein dadurch aus, dass sie diese anblicken, was darauf hindeutet, dass ihre Augen eine gewisse ejakulative Fähigkeit besitzen.« Ebenso »wissen wir aus Erfahrung, dass Schwangere Zeichen ihrer Tagträume auf ihre Föten übertragen.« Kaiser Karl, der König von Böhmen, »sah in der Nähe von Pisa ein Mädchen, das ganz haarig und struppig war, von dem seine Mutter behauptete, es sei so geworden, weil über ihrem Bett ein Bild Johannes des Täufers gehangen habe.«

Aber weiter als all diese Autoren ging der große Paracelsus. Während Agrippa noch stark kosmozentrisch orientiert war, führte Paracelsus die Theorie der Imagination zu ihren letzten anthropozentrischen Konsequenzen. Er erhob die Imagination zum Mittler zwischen Denken und Sein und sah in ihr die Inkarnation des Gedankens im Bild. Die Seele (»das Gemüt«), der Glaube und die Imagination sind nach seiner Auffassung die drei Kräfte, die den Menschen ausmachen. Im Gemüt »bricht die Kraft der Gestirne in den Menschen ein, es ist unsere Hauptverbindung zur unsichtbaren Welt, die uns von innen her beherrscht.« Der Glaube ruft die »Imagination hervor, diese erzeugt einen Stern und dieser wiederum eine Wirkung. Der Glaube erzeugt die Imagination in Gott.« (»Der glauben gibt imaginationem, die imagination gibt ein sidus, das sidus gibt effectum, also glauben in got gibt imaginationem in got; got gibt den ausgang und das werk.«) Paracelsus betrachtete die Seele als Zentrum einer magischen Gestaltungskraft, die imstande ist, den Leib zu schaffen und zu formen, das heißt, der Seele durch die Imagination eine Gestalt vorzugeben, die sie in der sichtbaren Gestalt umsetzt. Wäre diese Imagination stark genug, könnten wir unsere äußere Erscheinung ebenso verändern, wie unser Minenspiel. Wunsch und Gedanke inkarnieren sich im Bild, das, einmal geformt, der Seele als Modell dient, in das sie sich ergießt und durch das sie sich selbst offenbart. Die Imagination ist wie ein Same, die Bilder, die unsere Seele erzeugt, sind nicht bloß ihre Modifikationen, sondern ihr Leib, ihre Inkarnation, ihr Denken, ihr Wille. Sie verselbständigen sich und entwickeln sich fürderhin nach ihren eigenen Gesetzen, so wie das Kind, das wir empfangen. Wer vorstellt, zeugt, jede Vorstellung ist organisch und auf organische Weise werden die Bilder in unserem Gemüt ausgeboren. Paracelsus bedient sich häufig der Bilder der Sonne und des Feuers: »Was ist die Imagination anderes, als eine Sonne im Menschen?« Durch die imaginative Anschauung wird die vitale Flüssigkeit (der Samen) in einen aktiven Samen verwandelt, so wie die Sonne Holz in Brand setzt. Die Planeten in ihren Himmelsregionen sind nichts als Imaginationen, denn sie wirken auf den Menschen und können Übel in ihm hervorrufen, nicht nur durch die Vermittlung körperlicher Ursachen, sondern auch durch ihre Zusammensetzung, ihre Gestalt (das heißt, durch die jeweiligen Konstellationen). Dies deswegen, weil die Einbildungskraft durch alle Dinge, die kleine und die große Welt hindurchgeht. Der gesamte Geist des Himmels und der Erde und alle Stoffe sind im Mikrokosmos des Menschen zusammengefasst, der daher imstande ist, Wunder zu vollbringen. Mehr noch: Für eine entsprechend starke Imagination ist nichts unmöglich, da sie als das Prinzip aller Magie unseren Körper umwandeln und auf die Himmel einwirken kann. Da wir aus himmlischen Stoffen bestehen, können wir ebenso die himmlische Welt beeinflussen, wie sie uns beeinflusst. Paracelsus interessiert sich vor allem für die objektiven Wirkungen der Imagination (die auf Objekte außerhalb ihres Trägers gehen). Aber er ist auch mit ihren subjektiven Wirkungen vertraut, etwa, wenn er die Tatsache, dass Frauen Missformen gebären, auf eine regellose, schlecht wirkende Imagination zurückführt, oder wenn er erklärt, das Geschlecht des Kindes werde von dem Elternteil mit der stärkeren Imagination bestimmt.

Daher auch die Notwendigkeit, die wahre oder authentische von der falschen Imagination zu unterscheiden. Durch die falsche oder extravagante Imagination – die Fantasie – erlangt man bloß blasse Abbilder der sichtbaren Dinge, statt die Macht der unverfälschbaren Natur zu erleben. Die falsche Imagination ist der Same des Wahnsinns, sie entbehrt jenes Ankers, der Imagination und Magie verbindet, entbehrt der Verwurzelung der Bilder in unserem himmlischen Wesen – so wie eine Pflanze im Boden wurzelt. Das wahre Bild verleiht unserem Gedanken einen Leib und formt ihn in einen Wunsch um, es ist in Wahrheit der Leib dieses Gedankens und Wunsches, die sich in ihm verkörpern. Die mythische Grundlage dieser grandiosen Ideen über die Macht der Imagination ist mit jener Pomponazzis vergleichbar: Gott hat das Universum geschaffen, indem er es imaginierte, der Mensch seinerseits, der als Bild Gottes geschaffen ist und die gesamte Schöpfung in sich trägt, verfügt analog über dieselbe Macht – zumindest der Möglichkeit nach.

Es ist bekannt, dass diese Ansichten des Paracelsus ihren Gegner in Erastus (Thomas Liebler) fanden, der auch Pomponazzi bekämpfte. Erastus konnte nicht akzeptieren, dass die Imagination jemals einen realen Gegenstand hervorbringen oder verändern könnte. Aber Paracelsus hatte Ende des 16. Jahrhunderts einen beträchtlichen Einfluss und gab der theosophischen Spekulation reichlich Nahrung. An erster Stelle stand hier Valentin Weigel. Auch er spricht von der Macht der Imagination, »einzubilden« (»inbilden«), er bemerkt, sie sei »der himmlische Geist, der Stern im Menschen; sie ist alle Sterne, sie wirkt ebenso auf die Himmel ein« und trägt ihr eigenes Licht in sich. Als Stern, oder besser alle Sterne zusammen, »wirkt sie wie das Firmament«.

Das Jahrhundert der Theosophie und Alchemie

Im 17. Jahrhundert kursierten die Geschichten von Frauen mit überhitzter Einbildungskraft weiter, es entstanden auch neue Theorien über die Kraft der Imagination. Es mangelte ihr aber auch nicht an Verleumdern, die sich manchmal von den Argumenten des Erastus inspirieren ließen. Zu diesen gehörten Andreas Libavius und Georg Goedelmann, Doktoren wie Martin Weinrich und Hieronymus Nymann, Dämonologen  wie Pierre de Lancre und – vielleicht wieder Erwarten – auch Thomas Campanella. Ihre wärmsten Unterstützer kamen aus den Reihen der Theosophen. Henry More, der Neuplatoniker aus Cambridge, der nicht wirklich Theosoph war, stand der vis imaginativa positiv gegenüber, denn sie ließ sich gut mit seiner Grundidee der Weltseele verbinden, der gestaltungskräftigen Mittlerin zwischen Geist und Stoff. Und John Webster, ein Theoretiker der Magie, akzeptierte die objektiven Wirkungen der Imagination, die ihm nicht nur eine »natürliche« Erklärung für die Zauberei zu bieten schien, sondern nach seiner Auffassung geradezu der Same aller Magie war. Manche Autoren unterstützten sie, auch wenn sie nicht von der Esoterik beeinflusst waren, wie etwa der Jesuit Bento Pereira. Francis Bacons Haltung war zwiespältig: während er als Gegner des Paracelsus versuchte, die natürliche Magie vom Aberglauben und vom Okkultismus zu befreien, die er für moralisch gefährlich hielt, befürwortete er gleichzeitig Untersuchungen, die sich mit den realen Wirkungen der Imagination befassten. Im allgemeinen lieferte der Aristotelismus des 16. Jahrhunderts zwar die Grundlagen für eine magische Theorie der Imagination, war aber außerstande, die Grenzen der Magie und der Korrespondenzen zu definieren.  Nun breitete sich im 17. Jahrhundert der Cartesianismus als kritisches Instrument aus, das in anderer Hinsicht erfolgreich war.

Die Wirkungen der Imagination auf die physische Erscheinung ungeborener Kinder beschäftigte nach wie vor viele Denker. Nach Jansenius, dem Autor des »Augustinus« (1640), konnte niemand daran zweifeln, dass sich die Erbsünde durch die Generationen fortpflanzte, hatte Augustinus doch betont, die Imagination könne die Farbe und die Gestalt des Fötus beeinflussen. Kepler glaubte ebenfalls, die Imagination der Mutter vermöge das Wesen zu prägen, das sie im Leib trug. Ebenso Thomas Fienus. Camerarius erwähnte drei außergewöhnliche Kinder derselben Mutter, einen »Mohren«, ein »kraushaariges Kind« und einen »Kobold«, die angeblich von ihrem Vater gezeugt worden waren, nachdem er von einer Prozession zurückgekehrt war, in der er als Dämon verkleidet mitgewirkt hatte. Vanini überprüfte 1616 alle relevanten Passagen im Buch von Pomponazzi und setzte sich ebenfalls für eine »natürliche« Erklärung von Wundern ein. Alphonse Tostato kommentierte die Erzählung der Genesis über die Schafe Jakobs auf besonders subtile Weise. Gegen 1630 wurde ein Kind vom Parlament Grenobles als legitim erklärt, das laut seiner Mutter während der Abwesenheit des Vaters durch die Kraft der Imagination empfangen worden war, die ihr vorgegaukelt hatte, er sei immer noch anwesend. Hieronymus Fronzonius behauptete 1632, Menschen mit starker Imaginationskraft vermöchten ihr Blut so sehr zu verändern, dass sie Wunder hervorrufen könnten. Als letztes Beispiel diene Jacques Gaffarel, da er Imagination und Glauben in einer Art vergleicht, die an theosophische Diskurse erinnert. In seinem berühmten Buch »Curiosités inouyés sur la sculpture talismanique des Persans …« schrieb er 1629, Jesus gehöre zu jenen, die den Namen des Herrn im Glauben ausgesprochen hätten, denn wenn man über jemanden voller Gefühl spreche, dann imaginiere man ihn, wie er wirklich sei.

Bedeutender jedoch waren die theosophischen Auseinandersetzungen über die Imagination, genauer gesagt, die Mystik des Barock. Gefühl und Imagination waren zu dieser Zeit die beiden Kräfte, denen die religiöse Literatur in Deutschland zunehmend Anerkennung verschaffte. Die Imagination, welche die Dominikaner des 14. Jahrhunderts zu verbannen versucht hatten, trat an die Stelle der »Gelassenheit«, während Taulers »Bildnerinne«, für ihn mit Fantasie synonym, die jemand hinter sich lassen musste, der nach einer mystischen Vereinigung mit Gott strebte, von Jakob Boehme und seinen Schülern rehabilitiert wurde, nachdem dies auch schon etwas zögerlich Valentin Weigel im vorangehenden Jahrhundert versucht hatte. Bereits in den späten Arbeiten von Daniel Czepko ist jene Kraft, die unseren Geist zur Trinität erhebt, mit jener identisch, die Gott und die gesamte Natur beseelt: der Imagination nämlich.

Bei Boehme sind Wunsch, Sehnsucht, Begierde und Imagination miteinander verknüpft. »Noch vor der ›appetitio‹ von Leibniz, der ›Sehnsucht‹ Schellings oder Schopenhauers ›Lebenswillen‹ findet sich in Boehmes Theosophie das erste Beispiel einer Metaphysik, die auf der Sehnsucht fußt.« Mehr als jeder andere vor ihm gab Boehme der Imagination eine ontologische Grundlage. Auf der Stufe der Lust – die ihren Gegenstand noch nicht verloren hat – fällt die Imagination mit der Sehnsucht in eins zusammen; nachdem aber die paradiesische Übereinstimmung zwischen Wille und Gegenstand zerbrochen ist, wird die Sehnsucht zur Begierde. Die ursprüngliche Harmonie wurde zerstört, als Adams Sehnsucht sich verdichtete, koagulierte und in einer grobstofflichen Form »imaginiert« wurde. Der Sündenfall war nichts anderes, als eine Perversion der Sehnsucht durch die Imagination, man muss lediglich diese Sehnsucht wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzen, ihr wieder die ursprüngliche Richtung geben, um den Ausgangszustand wieder herzustellen. Der Apfel, den Adam isst, symbolisiert das Bild, das durch den Aufeinanderprall seiner Sehnsucht mit derjenigen Satans entsteht. Umgekehrt blitzt die heilige Flamme hervor, wenn unser Glaube stark genug ist, um sich für die Gnade von oben zu öffnen und durch »Gottes Imagination und Anzündung« das geläuterte Bild in uns Gestalt annimmt. Das wirkende Bild entsteht dort, wo sich die Sehnsucht Gottes, die zum Menschen herabsteigt und die Sehnsucht des Menschen, die zu Gott hinaufsteigt, berühren. Diese Imagination besitzt ein Vorbild: Gott. Denn die göttliche Imagination, die ein Gedanke ist, inkarniert sich in Bildern und Gestalten, wird real in wahrnehmbaren Bildern. Gott offenbart sich selbst, indem er durch sein »Fiat« den Kosmos zeugt, der ein reales Bild (»figürliches Gleichnis«) jenes Bildes ist, das Gott imaginiert hat und das ewig ist. Gott imaginiert in der Sophia, aber in etwas zu imaginieren heißt, dass das Subjekt der Imagination an der Beschaffenheit des Objektes teilhat und dass das Objekt durch die Imagination des Subjektes verändert wird. Indem Gott sich selbst ausdrückt, inkarniert er sich in einem Universum zwischen dem reinen Geist und der körperlichen Welt, in einem Mesokosmos, einem mittleren Raum, der zugleich der Ort der höchsten schöpferischen Imagination ist, jener Ort, von dem die schiitischen Theosophen laut Henry Corbin als dem »mundus imaginalis« sprachen. Mit anderen Worten: imaginieren heißt, sich selbst offenbaren, heißt schaffen; sich mit Gott zu vereinigen heißt, sich in ihn umzuwandeln. Und eben weil Gott die Welt durch seine Imagination geschaffen hat, vermögen wir ihn durch sie zu finden und Wunder zu wirken. »Magia« und »imagination« sind zwei Worte, die Boehme miteinander verknüpft: alles, was der Mensch imaginiert (»sich ein-bildet«), vermag er real werden zu lassen. »Imaginatio macht Wesenheit«, sagt Boehme.

Johann Georg Gichtel, einer der bedeutendsten Schüler Boehmes im 17. Jahrhundert, sah den Ursprung der Schöpfung ebenfalls in der göttlichen Magie (»magia divina«).  Im Herzen Gottes existiert ein urbildliches Modell der äußeren Welt. Die Sehnsucht Gottes erlaubt es der göttlichen Imagination, sich zu manifestieren und so werden ungeschaffene Formen durch göttliche Magie nach außen projiziert. Ebenso wie Boehme sieht Gichtel den Fall Adams sich in der imaginativen Welt abspielen. Er hat diesen Vorgang und seine Konsequenzen ausführlich beschrieben. Adam kostete die Frucht des Baumes der Erkenntnis und setzte damit die Prinzipien frei, besonders jene der Schatten, die sich frei betätigten und das göttliche Bild verdunkelten. Bei Gichtel findet sich die Paronomasie: »Imagination, Magie, Magnet«. Gichtel war es, der eines der wagemutigsten und originellsten Unternehmen Boehmes vollendete: er verschaffte der Imagination eine theogonische und kosmogonische Grundlegung.

Gichtel schrieb und veröffentlichte seine Werke in Amsterdam. In derselben Stadt und zur selben Zeit erschien Pierre Poirets »L’Oeconomie de la création de l’Homme …« (1687). In einem Kapitel über das »Imaginative und die Vollkommenheit des menschlichen Leibes im allgemeinen« heißt es: »Gott wollte sich selbst in bildlicher Form (oder seine stofflichen Bilder) auf gewisse Weise außerhalb seiner selbst sehen. Dieser göttliche Wille rief nicht nur den Stoff ins Dasein, dessen Bewegungen, Ordnung und unterschiedliche Verhaltensweisen, sondern auch die imaginative Fähigkeit im Menschen, da Gott wollte, dass der Mensch als sein Bild ihn auch in dieser Hinsicht repräsentierte … Die Dinge existierten und reiften von Beginn an aufgrund der starken Sehnsucht und der mächtigen Gedanken Gottes heran, die diese Dinge als gegenwärtig und in Bewegung dachten; diesen Gedanken habe ich anderswo die ›Imagination Gottes‹ genannt, die auch die Gebärmutter (creatrix) der Welt ist.«

Poiret fragte sich, ob der Mensch von Gott auch die Macht empfangen habe, durch die Kraft seiner Imagination den Stoff zu vermehren. Er gestand, er habe darauf keine Antwort, fügte aber hinzu: »Wenn es auch wahr ist, dass der geschaffene Geist den Stoff nicht vermehren kann, so lässt sich doch leicht verstehen, dass er imstande ist, ihre Bewegung zu vermehren, zu vermindern und zu lenken und zwar durch die Kraft seines Wunsches und seiner Imagination, – die Wahrheit vorausgesetzt, dass Gott ihm diese Macht verliehen hat, damit er so genau wie möglich sein Vorbild repräsentiere, nämlich die Imagination Gottes, dessen lebendiges Abbild er ist. Und ich füge hinzu, dass – auch wenn die Dinge sich von ihrem ursprünglichen Zustand der Macht und Glorie, in denen Gott sie geschaffen hat, weit entfernt haben – im Vergleich zu welchem sie nicht mehr als verrottete und leblose Kadaver sind –, es nichtsdestotrotz unmöglich ist, die Fähigkeit der Imagination zu erklären, wenn man nicht anerkennt, dass die Seele die Kraft besitzt, sich nach ihrem Gutdünken auf tausenderlei Arten zu bewegen und zu entscheiden, die sich von den Gesetzen der Mechanik und der Bewegung unterscheiden, denen jener Teil des Stoffes unterliegt, mit dem sie am stärksten verbunden ist.«

Der Autor fährt fort, über das universelle Prinzip zu sprechen, gemäß welchem »alle Dinge sich mitteilen oder dazu neigen, ihre Formen und Signaturen anderen Dingen aufzuprägen, mit denen sie verbunden sind; denn wie jene sind sie Bilder Gottes und ahmen die Handlungsweise ihres ersten Urhebers nach, der seine Abbilder in allen Dingen hervorbringt und in Umlauf bringt.«

Da Gottes Absicht darin bestand, den Menschen zum Haupt, zur vollkommenen Synthese all seiner Werke zu machen, verlieh er ihm einen Leib, der wie eine kleine Welt, ein Mikrokosmos des gesamten Universums ist. Der Sündenfall raubte uns ebenso wie der Natur die Macht. Aber selbst in dem Zustand, in dem wir uns jetzt befinden, besitzt die Imagination immer noch eine »beträchtliche Macht über die Bildung des Leibes«.

Zwei weitere Autoren, die zwar eher am Rande der Theosophie stehen, sind aber zumindest mit dem Strom paracelsischen Denkens verbunden: Oswald Croll und Johann Baptist van Helmont. Croll veröffentlichte 1609 seine »Basilika chymica«, die wahrscheinlich mehr wegen ihres schönen Titelblatts als wegen ihres Inhalts bekannt ist. Croll erhob die Imagination zum Zentrum seines Denkens, wenn er erklärte, der Mensch besitze einen himmlischen Leib (»Sternenleib«), der potentiell den gesamten Kosmos umschließe. Die Imagination, die an diesen Leib gebunden ist, stellt die Grundlage aller magischen Operationen dar und ist imstande, sichtbare Körper hervorzubringen. Wie ein Magnet vermag der Sternenleib die in den Sternen verborgenen Kräfte anzuziehen und machtvoll, wenn auch unsichtbar, auf die äußere Welt einzuwirken. Die Imagination verkörpert gleichsam den Geist des vorgestellten Dinges und erlaubt uns auch, uns zu Gott zu erheben, »wie die eingeweihteren Theosophen wissen«. Van Helmont behandelt in seinem »Ortus medicinae« (1648) die Imagination als das eigentliche Agens der Schöpfung, Zeugung und Erhaltung des Lebens. Sie ermöglicht es dem Samen, zu einem Körper auszuwachsen, denn aufgrund einer Imagination, die ihm eigen ist, bringt jedes Ding und jeder Gegenstand in der Natur samenhafte Wirkenskräfte hervor, die ihm entsprechen. Aber dem Menschen als Bild Gottes bleibt es vorbehalten, »Ideen« hervorzubringen, die über seinen Artbegriff hinausgehen. Croll verglich die Wirkungen der Imagination mit jenen eines Funkens, der von einem Feuerstein ausgeht, der zwar klein ist, aber ein großes Feuer zu entzünden vermag. Ebenso vermag eine einfache aber intensive Bewegung des imaginierenden Willens auf ein Objekt in der Ferne durch die Vermittlung astraler Kräfte einzuwirken. Sicherlich ist diese Fähigkeit im Menschen verschüttet, aber sie liegt als Möglichkeit immer noch in ihm, denn der Sündenfall hat sie nicht vollständig ausgelöscht.

Auf vielfache Weise waren Croll und van Helmont mit der Alchemie verbunden. Die Praktiken der Alchemie im 17. Jahrhundert – sowohl die spirituellen als auch die physischen – bedürften einer ausführlicheren Behandlung, da die Umwandlung nicht nur den Experimentierenden, sondern auch die Natur betraf. Paracelsus inspirierte eine Vielzahl alchymischer Traktate. Während für die Alchemisten die Imagination traditionell die Quintessenz aller menschlichen Fähigkeiten war – der Lebenskräfte ebenso wie der moralischen und physischen – konkretisierte sich diese Quintessenz in der paracelsischen Tradition im »astrum«, einem Geistleib im buchstäblichen Sinn. Die Imagination ist »Astrum in homine, coeleste sive supracoeleste corpus« (»Der Stern im Menschen, ein himmlischer bzw. überhimmlischer Leib«), wie Martin Ruland in seinem »Lexicon Alchemiae« 1612 schrieb. Da das paracelsische »astrum« mehr oder weniger gleichbedeutend mit der »Quintessenz« ist, stellt die Imagination den konzentrierten Extrakt der körperlichen und geistigen Energien dar. Oft ist nicht genau zu sagen, ob ein solcher hermetischer Autor der Auffassung war, die alchymische Arbeit müsse notwendig ein physisches Resultat hervorbringen oder ob es lediglich um eine spirituelle Realisation ging. Aber wie Jung gezeigt hat, wäre es falsch, eine eindeutige Antwort auf diese Alternative zu erwarten; entscheidend ist die Annahme eines Zwischenreiches, das Geist und Stoff verbindet: dies ist die Welt der ätherischen oder Geistleiber. Das »Rosarium Philosophorum« betont 1593, die Arbeit müsse gemäß der Natur durch die »wahre Imagination« vollendet werden und nicht mit Hilfe der Phantastik.

Jung wollte diese Imagination im klassischen Sinn als »Einbildungskraft« verstanden wissen, im Unterschied zur leeren Fantasie. Und er legte Wert darauf, dass die Imagination, das aktive Erzeugen innerer Bilder, »gemäß der Natur« verläuft, dass der Gedanke also nicht regellos wirkt, sondern ein getreues Abbild des inneren Wesens der Natur hervorbringt. Diese geistige Aktivität wird als das Opus, das große Werk bezeichnet. Da die Alchemie sich nicht nur als Technik der Erleuchtung versteht, sondern auch als Technik der Umwandlung konkreter organischer und anorganischer Stoffe, erstreckt sich die wirkende Kraft der Imagination bis auf die Ebene dieser konkreten Stoffe und nicht bloß auf den Bereich, den Jung als »aktive Imagination« bezeichnet, also das harmonische Zusammenwirken zwischen dem aktiven Willen, dem deutenden Verstehen und der autonomen Aktivität der Fantasie. Aber auch wenn die Alchemie die Imagination als magische und schöpferische Kraft versteht, dann wird sie dadurch nicht zu jener demiurgischen Wirksamkeit, die den heiteren Aktivitäten jener Sonnenbewohner gleicht, denen Cyrano de Bergerac begegnet (dazu weiter unten). Michel Sendigovius schrieb 1616, was die Seele imaginiere, werde lediglich im Geiste hervorgebracht, was Gott imaginiere, in der Realität. Mit anderen Worten, die aktive Imagination wirkt nicht direkt auf die äußere Welt ein, sie stellt lediglich die Bedingungen her, damit ein Vorgang der inneren und äußeren Umwandlung stattfinden kann, – aber ohne dass sie diese Bedingungen herstellt, kann sich der Prozess nicht vollziehen. »Die Seele«, schrieb Sendigovius, »besitzt die absolute, unabhängige Macht, auf eine Weise zu wirken, die der Körper nicht verstehen kann; sie besitzt aber, wenn sie dies wünscht, die größte Macht über den Körper. Verhielte es sich anders, wäre unsere ganze Philosophie überflüssig.«

Das 17. Jahrhundert brachte auch fiktive Literatur zu diesem Thema hervor. Cyrano de Bergerac ließ seine elegante barocke Feder von den Spekulationen seiner Zeit anregen. In seinem Werk »L’autre monde ou les états et empires de la lune et du soleil« (1648) zog er aus den Ideen der Alchemisten die extremsten, verstiegensten Konsequenzen, ohne dabei in tollkühne theosophische Spekulationen zu verfallen. Während er den Mond bereist, spricht er mit einem Mondbewohner über Wunder und Medizin. Dieser glaubt jedoch nicht an Wunderheilungen und sagt: »Du weißt nicht, dass die Macht der Imagination imstande ist, alle Krankheiten zu bezwingen … und zwar aufgrund eines gewissen natürlichen Balsams, der in unserem Körper ausgebreitet ist, der alle Qualitäten enthält, die den Qualitäten aller denkbaren Krankheiten entgegengesetzt sind.«

Die Imagination wirkt sich also auf den Gesundheitszustand aus, aber nicht nur auf diesen. Auf der Sonne begegnet Cyrano Wesen, die sich in alles zu verwandeln vermögen. Dies ist kein Wunder, erklärt ihm einer von ihnen, »sondern ein rein natürlicher Effekt.« Die Imagination der Sonnenbewohner stößt im Stoff, aus dem sie gebildet sind, auf keinerlei Widerstand und vermag deshalb diesen Stoff nach Wunsch zu formen: »Daher musste sich mein Adler, dem die Augen entfernt wurden, lediglich vorstellen, er sei ein scharfsichtiger Adler und er wurde wieder ein solcher … Ihr Menschen seid unfähig zu solchen Dingen, da der Stoff, aus dem ihr besteht, so schwer ist und weil eure Imagination so kalt ist.«

Cyrano begreift, dass diese Sonnenbewohner auf völlig natürliche Weise all die Wunder vollbringen können, die sie vollbringen, weil ihre Imagination aufgrund des Klimas viel aktiver ist und ihre Leiber viel leichter sind, so dass ihre Imagination unmittelbar auf den Stoff einzuwirken vermag. Er erinnert sich an Geschichten, die er auf der Erde gehört hat: Cippus, der König Italiens, der einem Stierkampf beigewohnt hatte, ging schlafen und trug am nächsten Morgen Hörner; mehrere Frauen gebaren Monster nachdem sie während der Schwangerschaft von Monstern geträumt hatten, was aufgrund der heißen und formbaren Stofflichkeit des Fötus möglich war.

Auf dem Weg zur Romantik

Vom sich ausbreitenden Rationalismus zurückgedrängt, kämpfte das magische Denken ums Überleben und suchte im 18. Jahrhundert nach neuen Rechtfertigungen. Es spielte aber in den theosophischen Diskursen weiterhin eine Rolle, die nicht etwa ausstarben, sondern gegen Ende dieses Jahrhunderts sogar eine neue Blüte erreichten.

Albrecht von Haller kritisierte 1745 den Glauben an die Wirkungen der Imagination bei schwangeren Frauen in seinen weitschweifigen Kommentaren zu Boerhaaves medizinischen Schriften. Letzterer glaubte an diese Wirkungen, aber von Haller gefiel es, diese Geschichten zu berichten, ohne sie so ernst zu nehmen, dass er sie philosophisch kommentierte. Kurz darauf führte der Artikel über Imagination im siebten Band von Diderots »Enzyklopädie« nicht einmal mehr Beispiele dieser Art auf; er berücksichtigt lediglich Hallers Kommentare, und stellt ein gutes Beispiel dafür dar, wie rudimentär das Bild und die Imagination inzwischen behandelt wurden. Und die gelegentlich provokante Ironie des »philosophischen Geistes« ist in folgenden Bemerkungen unübersehbar: unsere Sinneseindrücke, schrieb der Autor, »ähneln den Gegenständen nicht, die sie verursachen«, was in der Tat sehr gut ist, denn »sonst würde es fast nur männliche Kinder geben, da alle Frauen von Ideen, Wünschen und Gegenständen beeindruckt werden, die mit Männern zu tun haben.« Zur selben Zeit betonte jedoch Marquis de Feuquières in einem kleinen Buch, die Imagination sei »eine aktive und schöpferische Kraft, ohne die alle anderen Fähigkeiten – nicht der Seele im allgemeinen, aber des Geistes im besonderen – tot und leblos sind und sich wie passive Spiegel verhalten.« Währenddessen schrieb Johann Heinrich Winckelmann, der nicht des Illuminismus verdächtig ist, in seiner »Geschichte der Kunst des Altertums« 1764: »Die höchste Schönheit ist in Gott, und der Begriff der menschlichen Schönheit wird vollkommen, je gemäßer und übereinstimmender derselbe mit dem höchsten Wesen kann gedacht werden, welches uns der Begriff der Einheit und der Unteilbarkeit von der Materie unterscheidet. Dieser Begriff der Schönheit ist wie ein aus der Materie durchs Feuer gezogener Geist, welcher sich suchet ein Geschöpf zu zeugen nach dem Ebenbilde der in dem Verstande der Gottheit entworfenen ersten vernünftigen Kreatur. Die Formen eines solchen Bildes sind einfach und ununterbrochen und in dieser Einheit mannigfaltig und dadurch sind sie harmonisch.« (1. Teil, S. 149-150)

Delisle de Sales, der diese Sätze etwas kryptisch fand, schrieb in seiner »Philosophie de la Nature« (1770), nachdem er sie zitiert hatte: »Es bedürfte einer Sphinx, die der Altertumsforscher in seinem Buch so vorzüglich beschrieben hat, um den Schlüssel zu diesem Rätsel zu finden«. Im weiteren Verlauf machte er sich über den »sogenannten Einfluss des Gehirns der Mutter auf den Fötus« lustig.

Man muss sich den Hütern der esoterischen Flamme zuwenden, wenn man spezifische Kommentare zum magischen Bild finden will, etwa Georg von Welling (alias Salwigt), dem Autor des »Opus mago-cabbalisticum et theosophicum« von 1719, das zahlreiche Auflagen erlebte und das der junge Goethe mit Interesse las. Im Anschluss an den Hebräerbrief (11,1) schrieb er, der Glaube sei »wahrhafte Einbildung oder impressio imaginationis« von Dingen, die man nicht sehe. Er fügte hinzu: »Jeder wird nach seinem Tode von den Strahlen seiner Imagination angezogen wie von einem mächtigen Magneten, von jenen Dingen, die seine Imagination während des Lebens imaginiert hat und es wird ihm widerfahren, wovon die Apokalypse 14,13 spricht: ›Und ihre Werke folgen ihnen nach‹. … Die Wirkungen unserer Imagination sind unerforschlich und nahezu unbegreiflich, wie uns die tägliche Erfahrung bei schwangeren Frauen lehrt. Was für sonderbare Wirkungen hatte nicht ihre Imagination oder Einbildungskraft auf die Frucht ihres Leibes? Unter anderem kann ich von einer berichten, die einen Mann sah, dessen Hand amputiert war – sie gebar ein Kind, dem eine Hand fehlte, so als ob sie eben abgetrennt worden sei und der Stupf blutete noch. Man konnte die Hand nicht finden, weder bei der Nachgeburt, noch später. Noch weitere Beispiele könnten gegeben werden, schrecklicher und unglaublicher als dieses, aber es wäre unmöglich, sie alle aufzuzählen. Man frägt sich, ob das Kind seine Hand jemals besessen hat oder ob es sie durch den starken Eindruck verloren hat, den die Imagination seiner Mutter auf es machte. Und: wo ging diese Hand hin? Kurz, die Strahlungen auf diesen oder jenen Vorwurf [Gegenstand], sind die Kräfte unseres Geistes und unserer Seele, und wer dieselben wohl versteht, wird in der wahren und in der falschen oder teuflischen Magia Wunder wirken können.«

Welling erwies sich mit diesen Sätzen, wie auch an vielen anderen Stellen seines Buches, als Schüler des Paracelsus. Es scheint auch nicht unbedeutend, dass er seine Auslegung eines Pauluswortes über den Glauben mit einer kleinen Geschichte verband, wie sie Montaigne und die Renaissancedoktoren des 17. Jahrhunderts bezaubert hatten. Friedrich Christoph Oetinger, dessen Geist zu spekulativ war, um sich für solche Anekdoten zu interessieren, trug jedoch im Jahr 1766 in seinem »Biblischen und emblematischen Wörterbuch« eine Definition der Imagination vor, die für unsere Fragestellung von Bedeutung ist: »Die Bildungskraft [Imagination] kann anfangs sein als ein Gedanke ohne Wesen; hernach aber macht sie sich Wesen, und ist nicht ein Nichts, sondern ein erwachsenes, doch selbst geborenes Etwas, davor hüte dich.«

William Blake ist von der Romantik nicht mehr allzu weit entfernt; manchmal findet man bei ihm Gedanken, die sich auf Fichtes Theorie der kreativen Imagination zubewegen: »In deinem eigenen Busen hegst du deinen Himmel und deine Erde; und alles, dessen du dir bewusst bist, mag es auch außerhalb erscheinen, liegt doch in Wahrheit in deiner Imagination, von der diese Welt der Sterblichen nur ein Schatten ist.«

Wie oft bei diesen Autoren, nimmt auch bei Blake der Ausdruck »Imagination« je nach Kontext unterschiedliche Bedeutung an. Er bedeutet »Fähigkeit zur geistigen Schau«, »Geist der Prophetie«, aber auch »geistige Existenz« oder »Geistleib«. Diese letztere Bedeutung ist hier von Interesse. In »Jerusalem: ›Imagination, the Divine Body‹« schrieb Blake: »Alle Dinge sind in diesen ewigen Formen im göttlichen Körper des Heilands enthalten, dem wahren Wein der Ewigkeit, der menschlichen Imagination.« Die Imagination ist also der geistige Teil des Menschen, jener Teil, der die Vision aller Dinge in sich trägt, da er von Gott selbst stammt. Saint-Martin und Novalis sollten aus diesem Gedanken die Konsequenzen ziehen.

Für den »unbekannten Philosophen« (Saint-Martin) konnte die Imagination die Fähigkeit sein, sich »fremdartige Wesen und zusammengesetzte Monstrositäten« vorzustellen, »Chimären, die aus unzusammenhängenden Teilen bestehen«. Dies ist die falsche Imagination, die Fantasie des Paracelsus. Saint-Martin beschäftigt sich nicht weiter mit dieser sekundären Erscheinungsform. Stattdessen entwickelt er eine Theorie der schöpferischen Imagination, die man am besten als »Magismus« bezeichnet. Zuerst manifestiert sich Gott nach außen durch die Sophia, dazu aber auch durch andere Spiegel, die ihrerseits weiterer Spiegel bedürfen, in denen sie sich spiegeln – und diese »Millionen von Geistwesen« ermöglichen Gott, sich selbst zu erkennen, während er gleichzeitig »den Kern seines Wesens in seinem unaussprechlichen Magismus verbirgt«. Dieser göttliche Magismus neigt dazu, uns »die Spiegelungen der ewigen Erhabenheit« zu offenbaren, aber nur, indem er uns »so viele Strahlen sehen lässt, als nötig sind, um in uns die Liebe zu ihm zu entzünden« und nur so, dass der Mensch das Wesen Gottes selbst nicht zu erkennen oder zu erfassen vermag. In der Natur gibt es ebenfalls einen dreifachen Magismus. Der erste ist mit dem göttlichen mehr oder weniger identisch, da er die göttliche Zeugung selbst oder der »Schleier der Dinge« ist, der soviel hindurchlässt, als der Geist des Menschen aufzufassen vermag (Luzifer erlag nach verwandten Tradition besonders gewaltigen Strahlen des göttlichen Lichts). Dies ist die Fähigkeit der Natur, Gott zu offenbaren. Sie stellt ein ewig gegenwärtiges Medium dar, das es uns erlaubt, aus dem Zustand der Zerstreuung oder Indifferenz – dem »abysmalen« Abgrund, wie Boehme dies nannte – in den Zustand der Wahrnehmung überzugehen. Aber der Sündenfall hat den ursprünglichen Zustand des Universums durcheinandergebracht, weshalb eine zweite Form der Magie erforderlich ist, die universell gegenwärtige, die als schützendes Bollwerk gegen den Feind der Menschheit wirkt und »aus unseren Leiden das Reich des Schreckens und der Ansteckung«, das auf den Fall folgte, entfernt. Aber die Prinzipien dieser beiden Formen der natürlichen Magie – der ursprünglichen Natur und des gegenwärtigen Universums –  sind dieselben: »In diesem Sinne besitzt jeder einzelne Gegenstand der Natur seine eigene Magie; denn jeder einzelne, sei es eine Blume, ein Salz, ein Tier oder ein Metall, stellt etwas Mittleres dar, das zwischen den unsichtbaren und unkörperlichen Eigenschaften in seinem Wesen, seinem Lebensprinzip, seiner Grundessenz auf der einen Seite und den körperlichen Eigenschaften, die aus ihm emanieren auf der anderen vermittelt, und die uns durch diesen Gegenstand zugänglich werden. In diesem Medium muss sich alles entwickeln und gestalten, was aus den einzelnen Wesen hervorgeht; aber in diesen Ort der Gestaltung, dieses Laboratorium, können wir nicht eindringen, ohne es zu zerstören und es ist ein Ort der wahren Magie für uns, mögen wir auch die Zahl der Elemente kennen, die bei dessen Entstehung beteiligt sind, oder die Gesetze, die seine Entstehung beherrschen. Das Prinzip dieses verborgenen Prozesses beruht auf der göttlichen Wirksamkeit, in welcher das ewige Medium auf ewig als Mittler dient, der alles Entstehende in die unendliche Mannigfaltigkeit der universellen Wesen überführt … auf diese Weise ist jedes einzelne Medium der sichtbaren Natur ebenso wie jene der geistigen Natur lediglich Bild dieses ewigen und ursprünglichen Mediums.« (»Le Ministère de l’Homme-Esprit«, 1802)

Unglücklicherweise gibt es eine dritte Form der Magie, eine Folge des Sündenfalls, die Saint-Martin als die »astrale« bezeichnet. Durch sie kann unser Geist »verworrene und regellose Bilder« in sich aufnehmen; diese »aktive und mächtige Region« deren physische Eigenschaften auch auf unseren Körper einwirken, vermag uns von unserer wahren Bestimmung abzubringen. Nun, es ist die menschliche Form der göttlichen Magie, die Saint-Martin als Imagination bezeichnet, ja er verwendet in diesem Zusammenhang sogar den Ausdruck »magische Imagination«. Ihre Rolle bestand darin, die Sphäre, in welcher der Mensch lebt, immer schöner und vollkommener zu machen. Seit dem Sündenfall wirkt nur noch ein Teil dieser Imagination in uns, der sich in unserer Bestimmung zur Regeneration bemerkbar macht. Die Aktivität des Menschen ist zu jener Gottes analog, weil das Ziel des universellen Werkes die Suche nach Einheit, der Übergang vom Unsichtbaren zum Sichtbaren ist. Daher muss man die astrale Magie beiseite lassen, die für solche Werke verantwortlich ist, die dem Ziel der Harmonie und universellen Wiederherstellung entgegen stehen. Gott ist auf uns angewiesen, ebenso wie die Natur, denn es gibt »kein einziges Wesen, das nicht dafür verantwortlich ist, seinen Vater hervorzubringen.« Daher müssen wir Menschen der Spiegel Gottes und der Natur sein; aber damit ist nicht etwas gemeint, das bloß passiv abbildet, sondern ein Vermögen zur Konzentration und Verdichtung, das fähig ist, Keimen und Wachstum zu bewirken, den Übergang von der Zerstreuung zur Einheit des lebendigen Menschenwesens. »Spiegel, Magie, Imagination« – drei nahezu synonyme Begriffe, die versuchen, eine Grundidee der Anthropologie Saint-Martins auszudrücken: die Imagination ist nicht eine Fähigkeit neben anderen, sondern eine ursprüngliche Berufung, die Pflicht und das Vermögen zu reflektieren, zu verwirklichen, hervorzubringen und wieder zu erschaffen; eine demiurgische Macht, die aber eine theogonische und anthropologische Grundlage besitzt.

Dupont de Nemours, ein Zeitgenosse Saint-Martins und der Hüter eines Funkens jener esoterischen Flamme, die Saint-Martin so weit hinauftrug, veröffentlichte 1793 eine »Philosophie des Universums«, die in mancher Hinsicht dem Illuminismus dieser Zeit angehört. Nach einigen unerwarteten Betrachtungen über Austern, die von unserer Gegenwart keine Ahnung haben, ebensowenig wie wir von den Geistern über uns, von denen manche von Globus zu Globus reisen mögen, sagt er über die Imagination, sie sei eine Art »vermittelnder Sinn, wie eine Brücke, die das Reich der irdischen Lebewesen und die anderen Welten einer höheren Ordnung mit einander verbindet.« In Wahrheit kommt ihr die Aufgabe zu, magisch zwischen Geist und Stoff zu vermitteln, indem sie die Vernunft eher erweitert als ersetzt und ihr Zugang zu einer Übernatur verschafft. Auch wenn Dupont de Nemours den Ausdruck »gestaltender Vermittler« nicht verwendet, ist diese Idee doch gegenwärtig. Tatsächlich meint er, es sei höchst natürlich, wenn geschaffene Geistwesen das Bedürfnis verspürten, Körper zu beseelen, denn »geformt im Schoss der Mutter, der einzigen Braut Gottes, wurden sie für Körper geschaffen, und vielleicht mit einem leichten und ätherischen Leib versehen, der sich mit jenen vermischen kann, die wir als geordnet bezeichnen, so wie Alkohol sich mit Wasser vermischt, mit einer freiwilligen und spontanen Fähigkeit zur Ausdehnung, die sich den geordneten Körpern einprägt, mit denen sie sich verbindet, durch eine Form der Bewegung, die den Gesetzen der Mechanik widerspricht; so wie die Fähigkeit der Luft, die in Niter eingesperrt ist, sich auszudehnen, wenn sie plötzlich durch die Entzündung von Schwefel und Kohle erregt wird, und eine Kanonenkugel auf eine Art bewegt, die jenen, die mit der Theorie nicht vertraut sind, den Gesetzen der Schwerkraft aufs äußerste zu widersprechen scheint.«

Grundsätzlich leidet jedes »geistbegabte« Wesen, wenn es eines Körpers entbehrt, und inkarniert sich immer und immer wieder, wenn ihm dieser Körper entzogen wird; beim Tod – dem Verlust des Körpers – überlebt das geistige Wesen seine Hülle, verbleibt aber im Zustand einer »Monade«, welche die Erinnerung an all ihre vergangenen Erfahrungen bewahrt und darauf wartet, sich erneut eines Körpers zu bedienen. Die Imagination wird hier zur Vorstellung der Inkarnation in Beziehung gebracht, auf eine Art und Weise, die mit der christlichen Hermetik bestens harmoniert. Aber vor Baader, der von Saint-Martin das Bild des Spiegels und das des »gestaltenden Vermittlers« aus der Tradition der christlichen Hermetik übernahm, sprachen noch andere deutsche Romantiker über die »magische Imagination«.

Bei Novalis befindet sich der Mensch in Übereinstimmung mit dem Rhythmus des Universums und das befähigt ihn dazu, es zu verändern. Wenn man etwas intensiv will, das man sich möglichst konkret vorstellt, vermag man es in einen Gegenstand der Außenwelt zu verwandeln. Mit anderen Worten: man vermag durch den Willen diese Welt materiell und sichtbar zu beeinflussen: »Der physische Magus weiß die Natur zu beleben, und willkürlich, wie seinen Leib, zu behandeln.« Zum magischen Idealismus des Novalis gehört außerdem die Idee der Gegenseitigkeit: » Wenn ihr die Gedanken nicht mittelbar (und zufällig) vernehmbar machen könnt, so macht doch umgekehrt die äußern Dinge unmittelbar (und unwillkürlich) vernehmbar, – welches ebensoviel ist, als wenn ihr die Gedanken nicht zu äußern Dingen machen könnt, so macht die äußern Dinge zu Gedanken. Könnt ihr einen Gedanken nicht zur selbständigen, sich von euch absondernden und nun euch fremd, das heißt äußerlich vorkommenden Seele machen, so verfahrt umgekehrt mit den äußerlichen Dingen und verwandelt sie in Gedanken.

Beide Operationen sind idealistisch. Wer sie beide vollkommen in seiner Gewalt hat, ist der magische Idealist. Sollte nicht die Vollkommenheit jeder von beiden Operationen von der andern abhängig sein?«

Von der Naturphilosophie zum Okkultismus

Zwischen Louis-Claude de Saint-Martin und Novalis auf der einen und Johann Wilhelm Ritter und Franz von Baader auf der anderen Seite besteht nur ein zeitlicher Abstand, kein ideeller. Alle sind sich in ihren Grundideen einig. Darüberhinaus dauerte der sogenannte Illuminismus des 18. Jahrhunderts weit über das erste Kaiserreich hinaus. Einige der bedeutendsten Diskurse über die Imagination seien hier erwähnt, beginnend mit Ritter im frühen 19. Jahrhundert. Ritter, ein Schüler und Freund des Novalis, entdeckte nicht nur den ultravioletten Bereich des Spektrums und eine Reihe physikalischer Gesetze, sondern war auch einer der ersten romantischen Naturphilosophen. 1808 versuchte er, philosophisch nachzuweisen, dass der magische Idealismus des Novalis Wirklichkeit geworden war. Beobachten wir, so schrieb er, einen Zinkball in einer feuchten und ruhigen Hand; wir werden sehen, dass er nach dem Willen des Experimentierenden Bewegungen ausführt, die jenen der Erde um die Sonne entsprechen. Daher, schloss Ritter, ist nun, so wie früher klar war, dass der Organismus des Universums sich im menschlichen Leib spiegelt, bewiesen, dass der Mensch durch bewusste Handlungen fähig ist, diese Korrespondenz sichtbar zu machen: der Ball folgt unserem Willen, wie die Erde der Sonne folgt. In seinem Werk »Der Siderismus« (1808) entwickelte er die Vorstellung, solche Rotationen und Nutationen seien Erscheinungen, durch die sich ein unorganischer Körper in der Gegenwart des Menschen den Anschein des Lebens gebe. Er bezeichnete diese Imitationen der Planetenbewegungen als »prophetische Hieroglyphen« und sah in ihnen einen Versuch der anorganischen Welt, sich selbst auszudrücken. Durch den magischen Idealismus vermag der Mensch also die Natur zu beleben; Körper können durch ihren »Planetismus« auf den Menschen reagieren. Ritter schrieb an Karl von Hardenberg, den Bruder von Novalis, am 1. Februar 1807: »Der Punkt des Archimedes ist gefunden. Wir werden die Erde wirklich in Bewegung versetzen.« Einige Tage später hatte Schelling, der sich für das Experiment interessierte, an Hegel geschrieben: »Dies ist eine wirkliche Magie des Menschen; kein Tier vermag solches zu vollbringen. Der Mensch steht wirklich über allen anderen Wesen, wie eine Sonne, sie sind alle seine Planeten. Und hier nimmt die Physica coelestis oder Uranis ihren Anfang, nach der terrestrischen, die bis heute existierte.«

Manche Werke Schelling lassen uns diesen Enthusiasmus verstehen. Seine »Philosophie der Kunst« ist in der Tat von Boehmes Idee der Imagination als einer Inkarnation der Idee inspiriert, die der Idee sichtbare Gestalt verleiht und so die Synthese des Unendlichen mit der begrenzten Form verwirklicht. Wie auch immer, Schelling hielt weder an der paracelsischen Einbildungskraft, noch an der Imagination Boehmes fest, er gestaltete deren Ideen zur »Kraft der Ineinsbildung, auf welcher alle Schöpfung beruht« fort, zum Gedanken einer gestaltenden Kraft im Einen, die sich in der Schöpfung manifestiert. Die Subjektivität kam bei Paracelsus oder Boehme so gut wie nicht vor; sie kam bei den deutschen Romantikern zusammen mit der Idee des Genius, der Ausdruckskraft, der Originalität zum Vorschein. Für Paracelsus und Boehme bedeutete imaginieren »im Licht der Natur, in einer spezifischen Form der Erfahrung, mit der Fülle der Welt, des Menschen und der Dinge zu korrespondieren.« Die Magie war weniger das Ergebnis bewusster Absichten, als die Folge einer natürlichen Harmonie, eines natürlichen Vorgangs. Erstaunlicherweise hielt ausgerechnet Fichte, der von Magie in diesem Sinn denkbar weit entfernt war, nicht nur an Boehmes Idee einer Willenskraft fest, die durch die Erfahrung von Widerstand ein Bewusstsein ihrer selbst erlangt, sondern auch an der schöpferischen Imagination, welche die wahrnehmbare Welt hervorbringt und den reinen Geist in »Formen und Farben« verwandelt. Aus diesem Grund glaubte auch Novalis, er habe in Fichtes Lehre von der Imagination den Schlüssel zu einer vergessenen Idee entdeckt, die er bei Boehme und Paracelsus wiederfand, auch wenn der Abdruck, den Kant in Fichte hinterlassen hatte, zu stark war, als dass er in diesem einen genuinen Fortführer Boehmes zu sehen vermochte. Wenn die empirische Realität nach Fichte nur das Erzeugnis einer geradezu allmächtigen Imaginationskraft des Ich ist, dann gibt es keine Magie mehr, weil alles Magie ist. Einzelne magische Akte im herkömmlichen Sinn gibt es dann nicht mehr. Der außerordentliche Anspruch einer Imagination, welche die gesamte wahrnehmbare Welt ins Dasein ruft, die weniger hypothetisch formuliert und konkreter verteidigt wurde als bei Berkeley, in Verbindung mit der intensiven Aktivität dieses Denkens, das durch Schelling weitergeführt wurde, der immer wieder zu Fichte zurückkehrte: all dies trug zur unvergleichlichen geistigen Atmosphäre der Jenaer Romantik bei. Denn wenn man mit der Wissenschaftslehre (1794) akzeptiert, dass die Objekte nicht mehr von sich selbst her bestimmt sind, sondern vom Subjekt erst ihre Bestimmung erhalten, dann wird das gesamte Universum spirituell und die Realität zum Welt-Spiegel des Bewusstseins. Allerdings leidet diese Theorie aus der Sicht des Novalis oder Baaders an ihrer unheilbaren Abstraktheit, was schon der Stil des Fichteschen Denkens deutlich macht – es gibt in Fichtes Philosophie zu viel Geist und zu wenig Inkarnation. Schelling stellte die Realität der äußeren Welt wieder her, indem er den Monolog des Fichteschen Ich in einen Dialog des Ich mit den »objektiven« Stufen des Bewusstseins umwandelte, die den unterschiedlichen, aufeinanderfolgenden Formen der Natur entsprechen. Aber Baader konnte sagen, in Schellings Philosophie gebe es zu viel Naturalismus. In der Tat sollte Baader dieses Problem theosophisch lösen, indem er auf die christliche Hermetik zurückgriff, deren Hauptvertreter – neben seinem geliebten Saint-Martin –Paracelsus und Boehme waren.

Baader spricht in verstreuten Texten immer wieder von der menschlichen Imagination. Man kann diese Reflexionen kaum von seinen Überlegungen zur schöpferischen Imagination im allgemeinen trennen. Paracelsus und Boehme folgend unterscheidet er eine kraftlose, unfruchtbare Imagination von einer »schöpferischen Einbildung«, die innerhalb und außerhalb des Subjektes wahrhaft produktiv ist. Vor allem bietet Baader eine genuine Theorie der Imagination. Zunächst unterscheidet er eine zweifache Imagination in der Natur und im Menschen: die aktive und die reaktive. Im Menschen gibt es ein aktives Begehren und die Nostalgie (Sehnen, Sucht, Sehnsucht), außerhalb des Menschen die siderische Imagination (aktiv) und die Imagination der elementarischen Welt (reaktiv). Ebenso kann man strahlendes Licht von phosphoreszierendem unterscheiden, die Sonne vom Mond, die Nerven von den Ganglien. Baader wundert sich, dass die Naturphilosophen seiner Zeit, die überall nach Polaritäten suchten, sich mit diesen nicht befassen. Als Beispiel führt er einen Maler an, der einen Löwen malt, was ihm in der Regel auch gelingt. Dies ist deswegen der Fall, so Baader, weil die seelisch-plastische Natur (aktiv), die Urheberin der wirklichen Löwen, ihr Werk fortsetzt, diesmal in der Imagination des Malers (reaktiv). »Es ist ein und dieselbe Natur, welche die natürlichen Formen des Löwen und diesen Tiertypus in der Imagination des Menschen erzeugt.« Daher gibt es in der Natur selbst eine aktive und kreative Imagination, die Wurzel und den Anfang aller Produktivität, »primus motor creans«.

Wie aber wirken diese beiden Arten von Imagination zusammen? Hier kommt die Baadersche Symbolik des Spiegels ins Spiel. Damit es irgendwo Schöpfung geben kann, müssen zwei Elemente (ein aktives und ein reaktives) zusammenwirken, so wie bei Hunger und Ernährung, dem Begehren von Mann und Frau – oder auf der Ebene des Göttlichen – der ewige Vater und die Sophia. Aus deren Verbindung entsteht etwas Gezeugtes: das Kind, ein Abkömmling, oder im Falle des Hungers, die positive Wirkung der Nahrung auf den Körper. Nun kommt aber diese Verbindung nur zustande, wenn die aktive Imagination ihre Macht manifestiert, das heißt, wenn »der Wille in seinen Spiegel eintritt«. Mein Begehren muss sich in das begehrte Objekt projizieren, sich in diesem spiegeln; dann erst sieht mich das Objekt, dank meines Blickens wird es zu einem lebendigen Bild, das sich in mir sieht und erlebt. Bei der Beschreibung dieses Prozesses entwickelt Baader seinen Begriff der Magie, denn er bringt durch Paronomasie folgende Wortreihe in Beziehung: miroir, admirer, miracle, imagination, magnet, magie, mag, vermag (lieben, können). Alles, was existiert, hat einen magischen Ursprung und stammt aus der Imagination, das heißt, aus dem Eintritt der Imagination in ihren Spiegel.

An vielen Stellen seines Werkes erläutert Baader, was er unter »Spiegel« und »Spiegelung« versteht. Ein Spiegel befindet sich potentiell im Besitz aller möglichen Formen. Ein Bild wird in ihm reflektiert: es ist die Begierde, die dieses Bild erzeugt, ihm Substanz verleiht, es wesentlich macht. Unser Auge, das ebenfalls ein Spiegel ist, trägt alle möglichen Formen in sich. Die körperliche Form, die sich in ihm reflektiert, zeugt eine innere Form in ihm, Magie, die ihrerseits, wenn ein Begehren mitspielt, und es sich nicht bloß um eine Gesichtswahrnehmung handelt, das wahrgenommene Objekt erzeugt. Auf diese Weise werden sich das Bild des Objektes, das sich ursprünglich außerhalb meiner befindet und die innere Form, die das Bild in mir gezeugt hat, in einem wechselseitigen Erzeugen hervorbringen. Was Baader als »Imagination« bezeichnet, ist also ein Vorgang wechselseitiger Zeugung, eine magische Gestaltung, die nach ihrer eigenen Verwirklichung strebt, sobald dieses Begehren eine Vermittlung findet, durch welche die magische Form von der Möglichkeit zur Wirklichkeit übergeht. Tatsächlich ist die gesamte Realität ein Ergebnis dieser Imagination, einer wechselseitigen Befruchtung, welche die Trennung zwischen Subjekt und Objekt aufhebt. Die Imagination ist der Eintritt des Willens in den Spiegel: sobald dies geschieht, tritt auf der Ebene des Göttlichen in Erscheinung, was die Hebräer »Sophia« nennen, die Hindus »Maja« und die Griechen »Idee«, die derselben Vorstellung der Reflexion (»Spiegelung; speculatio«) entsprechen. Boehme sagte, Gott »imaginiere« in der Sophia. Auf der Ebene des Menschen bin ich ebenfalls ein Spiegel, in den Gott hineinblickt, und durch den zugleich die schattenhafte Welt mich begehrt. Ich kann dem Blick, der Imagination Gottes, antworten, aber auch den Mächten des Schattens. Indem wir die Glorie Gottes kontemplieren – imaginieren – der uns anblickt, werden wir in ihn verwandelt. Denn in etwas zu imaginieren oder seinen Willen, sein Begehren zu projizieren, bedeutet, sich dem zu übergeben, in das man eintritt. Man formt sich selbst zum Bilde dessen, in das man hineinblicken kann, was man lieben kann, das Liebe und Zeugung erst ermöglicht. Die »gestaltende Kraft« der Imagination wirkt so nicht nur auf die äußere Welt, um sie zu formen oder umzuformen, sie verändert auch uns selbst auf magische Weise.

Eine solche Idee des schöpferischen Bildes führt natürlich auf der kosmischen Ebene zu bedeutenden Konsequenzen. Baader schließt sich der Idee Boehmes an, nach der kraft des »Gesetzes der Reflektion« zwei Wesen einander erkennen und etwas neues durch dieses wechselseitige Erkennen erzeugen können, wenn sie beide in einen Spiegel »eintreten«, der über ihnen steht, der sie überragt, einen dritten Spiegel also, der zu den beiden hinzukommt, von dem sie beide abhängen. Stets darauf bedacht, Hierarchien ins Spiel zu bringen, postuliert er eine solche zwischen den beiden ersten Entitäten. So muss der Mensch vor dem Fall der leibhaftige Träger des Bildes Gottes gewesen sein, sein Spiegel, damit er der gesamten Natur das Licht weitergeben konnte, das er empfing. Die Natur war also der Spiegel des Menschen; während sie auch der Spiegel Gottes war, bedurfte sie des Spiegels des Menschen. Adam vor dem Sündenfall trat in diese Natur ein, gesellte sich zu all den Geschöpfen, die ihm unterstanden, um sich in ihnen wie in einem Spiegel zu sehen, indem er seinen Willen in sie projizierte. Diese aktive Projektion ist ein »Fiat«, das die wahrgenommene Form aus ihrem »daedalischen« Zustand befreit, ihr eine Bedeutung einprägt, eine Richtung, eine innere Sinnbestimmung. Daher musste des Menschen passive oder reaktive Imagination gegenüber Gott seiner aktiven Imagination gegenüber der Natur entsprechen, worin die Grundlage seiner magischen Kraft bestand. Adams Aufgabe war es, als Vermittler zwischen Gott und der geschaffenen Natur zu dienen, aber ebenso als Gefängnis für die Dämonen. Der Mensch fiel, bewahrte aber, zumindest potentiell, einen Teil seiner Macht und die Natur harrt noch immer, wie Paulus sagt, sehnsüchtig ihrer Erlösung durch den Menschen.

So verläuft die Imagination, die Baader auch als »Inbildung«, »Einbildung als Hineinbildung« bezeichnet. Die Vorsilben »In, Ein, Hinein« erlauben es ihm, Imagination und Information, »Ein-bildung« und »In-bildung« als Synonyme zu behandeln, denn beide enthalten die Idee des »Hineinformens«. Und dieser Prozess findet sich sowohl bei denkenden als auch nicht-denkenden Kreaturen statt, denn alle besitzen ihr »imaginativum«, die »imaginierende Begierde« existiert überall, nicht nur in Gott, im Menschen oder im Tier, die gesamte Natur ist nichts anderes als »Imaginieren« und »Begehren«. Zum Beispiel erzeugt die Verbindung des »imaginierenden Bildungstriebs« eines Sternes mit dem der Erde eine spirituelle Substanz, eine »idea formatrix« (eine bildekräftige Idee), welche die Elemente der Erde zu ändern vermag. Baader sieht die Wirkungen dieser schöpferischen, plastischen Gestaltungskraft, dieser Imagination, in Talismanen, da sie die Signatur des Geistes einschließen und enthalten, dessen organischer Leib sie sind. Magische Objekte im heutigen Sinn des Wortes sind das Ergebnis dieser Gestaltungskraft. Zu imaginieren heißt, »durch das Bild zu wirken«.

Ein jedes Wesen birgt in sich das Bild dessen, was ihm übergeordnet ist; dank dieses Bildes beherrscht das letztere das erstere wie sein Organ oder einen Namensträger. Die Abhängigkeit entsteht durch eine »Inbildung« des Höheren im Niedrigeren. Wenn das Höhere vom Niedrigeren abhängt, hat man es mit einer abnormen Inbildung zu tun, einer zwar monströsen, aber nichtsdestoweniger lebendigen Form, einer spirituellen Substanz, die nicht notwendig intelligent ist, einer Form, die Paracelsus und nach ihm Boehme als »evestrum« bezeichneten und die uns nach dem Tode quält, indem sie uns vom Reich des Lichtes fernhält; darin besteht die Wirkung einer verdorbenen Imagination. In Wahrheit schuf der Fall Adams ein gigantisches »evestrum«, dessen Züge unsere gegenwärtige Daseinsform trägt. Es ist immer möglich, eine solche spirituelle Substanz in einer tieferen Region durch die Imagination zu erzeugen, so wie das Kind eines edlen Vaters und einer gemeinen Mutter immer edler als die Mutter und weniger edel als der Vater sein wird. So sollte der Mensch auf diese königlichste all seiner Fähigkeiten Acht geben, denn es ist leichter, die magische Hochzeit zu vermeiden, die ein solches »evestrum« zeugt, als dieses zu töten, wenn es einmal geboren ist, so wie es schwerer ist, ein Kind loszuwerden, als eine Abtreibung durchzuführen.

Seit Saint-Martin gab es niemanden, der bemerkenswertere esoterische Ansichten über die Imagination entwickelt hätte, als Baader. Doch in der romantischen Literatur Deutschlands finden sich viele weitere Beispiele für die magische Imagination. In Achim von Arnims fantastischer Erzählung »Isabella von Ägypten« unterhalten sich Isabella und Barka über die Geschichte des Bärenhäuters, eine Figur der Volksüberlieferung. Daraufhin erscheint ihnen der Bärenhäuter und begleitet sie durch die ganze weitere Geschichte. In E.T.A. Hoffmanns Novelle »Der unheimliche Gast«, spricht der Autor von einer Seelenkraft, die mächtig genug ist, um das Opfer ein Netz aus Feuer zu weben. Aber in der Naturphilosophie dieser Zeit spielt die »vis imaginativa« nur eine untergeordnete Rolle mit Ausnahme von Ritter, Novalis und Baader. Gotthilf Heinrich Schubert ist in dieser Hinsicht enttäuschend, auch wenn seiner Ansicht nach die menschliche Imagination derjenigen Gottes verwandt ist und diese Verwandtschaft die »schöpferische« von der bloß »reproduktiven« unterscheidet, welch letztere sich allein auf das Irdische oder Körperliche bezieht. Carl August Eschenmayer ermahnt seine Leser, Fantasie und Einbildungskraft nicht zu verwechseln, während sein Schüler Philipp Heinrich Werner eine schöne Definition der schöpferischen Imagination liefert: »Die Phantasie, innig verwandt mit dem höheren Gefühl, könnte man die Sprache desselben nennen. Sie ist das Vermögen der Ideale, der Symbolisierung der Tätigkeiten des Geistes, der diese durch sie im Bilde immer als vollendetes Ganzes, nicht als verständig zusammengeklaubtes Aggregat der Seele vorhält.« (In: »Die Schutzgeister oder merkwürdige Blicke zweier Seherinnen in die Geisterwelt …«, 1839). Insgesamt bezeichnen diese Autoren die Imagination als »Phantasie« und behalten den Ausdruck »Einbildungskraft« der nicht kreativen Fähigkeit vor. Joseph Ennemoser entwickelte seine eigene Idee des schöpferischen Bildes, indem er Magnet, magia und imago miteinander verknüpfte. In seiner Geschichte der Magie betrachtete er den Menschen als Schöpfer, weil er Gott durch seine Imagination nachahme. Er schrieb: »Das magische Wirken auf Andere und in die Ferne ist der active Pol der Seele und Lebenskraft, wie das instinctive Gewahrwerden in der Sinnesanschauung der passive Pol derselben ist. Jenes ist nicht wunderbarer als dieses, und wie die dunkel empfindende Seele zum Vorstellen und Denken kommt in einer ungemessenen Sphäre, in welche Sinnliches – Natürliches und Übersinnliches – Übernatürliches hereinscheint: so wirkt die autonome Kraft in dieselbe Sphäre, von dem mechanisch Materiellen entbunden, ebenso dunkel bewusst hinaus, wie sie auf die nächste Muskelfieber und auf die Bewegungsglieder wirkt.«

Aber Ennemoser glaubte nicht, dass die Imagination imstande sei, äußere Objekte ohne das Hinzutreten eines vermittelnden Agens hervorzubringen. Catherine Crowe dagegen besann sich wieder auf die mythische Grundlage der Imagination als schöpferischer Kraft. In einem voluminösen Werk mit dem Titel »Die Nachtseite der Seele oder Geister und Geisterseher« (1848), für das sich Baudelaire brennend interessierte, schöpfte sie aus einer Vielzahl romantischer Autoren, um die Verheißungen ihres Schubertianischen Titels einzulösen. Natürlich erschöpft die magische Funktion des Bildes nicht das Anliegen der Autorin. Hier seien nur jene Passagen zitiert, die hier von Interesse sind; 1856 schrieb Baudelaire eine von ihnen ab: »Unter ›Imagination‹ verstehe ich nicht, was man für gewöhnlich unter diesem so häufig missbrauchten Wort versteht, nämlich bloße ›Erfindung‹, vielmehr verstehe ich darunter die ›konstruktive Imagination‹, eine weit höhere Funktion, welche, insofern der Mensch als Bild Gottes geschaffen wurde, eine gewisse Beziehung zu jener erhabenen Macht in sich trägt, durch die der Schöpfer entwirft, schafft und das Universum im Dasein erhält.«

In einer Passage, die unter dem Einfluss von Kerners Erzählungen über die Seherin von Prevorst steht, spricht Crowe von dieser »Kraft, ob sie nun eine sichtbare ätherische Form hervorruft, oder auf die konstruktive Imagination der Seherin einwirkt, was das Erscheinen eines Geistes in der ›Gestalt, die er im Leben besaß‹ ermöglichen würde«. Hier handelt es sich um eine eher passive Imagination, die aber jedenfalls magisch empfänglich ist. Wir sind teils Geist, teils Stoff, sagt sie weiter, durch den Geist mit der geistigen Welt und dem absoluten Geist verbunden; und »da niemand daran zweifelt, dass der letztere magisch zu wirken vermag, das heißt, allein durch die Kraft seines Willens« – wurde nicht alles durch ihn geschaffen, liegt es nicht an seiner »andauernden Wirksamkeit«, dass alles fortbesteht? – warum sollten wir, »die an der göttlichen Natur teilhaben und nach seinem Bilde geschaffen wurden«, darüber erstaunt sein, »wenn wir auch, innerhalb bestimmter Grenzen, an seiner magischen Kraft teilhaben?« Zu den unvermeidlichen Anspielungen auf die »Signaturen im Fötus« fügt sie hinzu, wenn der Geist einer Mutter auf einen anderen Organismus einwirken könne, dann gebe es keinen Grund, warum nicht auch Heilige oder Katharina von Emmerich auf ähnliche Weise wirken könnten. »Selbst durch die Kraft der Imagination können Menschen Dinge heraufbeschwören; ja sogar andere Menschen töten.« Ja, wenn zwischen allen Dingen in der Natur eine »unablässige Wechselwirkung besteht, warum sollten wir, als Teile eines großen Ganzen«, die Kräfte, die auf unseren Organismus einwirken, nicht auch auf andere ausdehnen? Unsere Fähigkeiten, »so begrenzt sie auch sein mögen, … sind der Art nach göttlich und liegen in allen von uns«; hier und dort zeigen sie sich, »um die Weisen in Staunen zu versetzen und die Toren zu narren, die nahezu alle ihren Ursprung vergessen und ihr Geburtsrecht verwirkt haben.«

Diese Passagen sind insofern von Bedeutung, als das Buch weit verbreitet war und viele beeinflusste, nicht nur Baudelaire, der in der Imagination eine »nahezu göttliche Fähigkeit« sah. Er schrieb: »Ich möchte die Dinge mit meinem Geist erleuchten und seine Spiegelung in andere Geister werfen«, und bezeugte dadurch seine Empfänglichkeit für die transzendente Seite der Imagination, die für ihn nicht bloß eine irdische Fähigkeit war. »Wenn man keine Seele besitzt«, so Baudelaire, »die ein magisches und übernatürliches Licht auf die natürliche Dunkelheit der Dinge wirft, dann ist die Phantasie auf schreckliche Weise nutzlos.« Der Dichter erkennt, dass universelle mythische Bilder »aus dem heiligen Zentrum primordialen Lichts hervorgetreten sind« und an der schöpferischen Imagination teilhaben, »dieser zentralen Fähigkeit (ruft ihr Reichtum nicht die Erinnerung an Purpur wach?).« Baudelaire spricht nicht anders über diese ursprüngliche Imagination als die Theosophen: zuerst explodiert die ursprüngliche imaginative Kraft, dann zieht sie sich zusammen und steigt auf den Stufen der Stofflichkeit, die sie erleuchtet, beseelt und umwandelt, auf und ab. Und dank des imaginierenden Begehrens wird die gefallene Schöpfung vorübergehend geheilt und kennt die Natur keine andere Sonne mehr, als das Auge des Dichters, »das von Feuer überfließt.«

Die etwas lehrhaftere Poesie seines Zeitgenossen Éliphas Lévi ist Bestandteil eines chaotischen Gesamtwerks, das ehrgeizig, aber dennoch liebenswert ist. In den »Magnetischen Mysterien«, dem wichtigsten Kapitel des »Schlüssels zu den großen Mysterien« (1860) bemühte sich der Vater des modernen Okkultismus darum, den Begriff des »gestaltenden Vermittlers« zu popularisieren, den er im Anschluss an Paracelsus als »Astralleib« bezeichnet. Er ist eine Art Magnet, der unter dem Einfluss des Willens Licht anzieht oder abstößt: »Er ist ein Lichtleib, der die den Ideen entsprechenden Formen mit größter Leichtigkeit reproduziert« – vor allem ist er »der Spiegel der Seele«. Wie die Seele ist er ein Bild unseres Körpers und vermag seine Wahrnehmungen an unser Nervensystem weiterleiten; »die Imagination scheint dann über die Natur zu triumphieren und ruft wirklich seltsame Erscheinungen hervor.« Der große gestaltende Vermittler ist Licht. Eine Vielzahl von Wundern vollzieht sich durch ein einziges Agens, das von den Hebräern als »Od« bezeichnet wird und dessen Beziehung zu seinem Vermittler Lévi nicht näher definiert, jedenfalls »empfängt und leitet es die Eindrücke der Imaginationsfähigkeit weiter, nämlich das Bild und Gleichnis des schöpferischen Wortes im Menschen.« So ist das »universelle Licht wie die göttliche Imagination … Der Mensch erzeugt durch seine Imagination Licht und der menschliche Gedanke schafft das, was er imaginiert; die Geister des Aberglaubens projizieren ihre unförmigen Gestalten in das Astrallicht und erleben die Schrecken, die sie hervorbrachten.« Mehr noch: »Unser Wille wirkt direkt auf unseren gestaltenden Vermittler ein, das heißt, auf den Teil des Astrallichts, der in uns abgesondert ist und uns zur Angleichung und Bildung der zu unserem Dasein notwendigen Elemente dient. Unser gerechter oder ungerechter, harmonischer oder perverser Wille prägt den Vermittler nach seinem Bild und gibt ihm die unseren Neigungen entsprechende Form.«

Denn dieser astrale Mittler, der »wahre innere Architekt unseres Körpers« vergrößert den Bauch und die Kiefer des Schlemmers, lässt die Lippen des Geizigen schmal werden, macht die Blicke der unreinen Frauen schamlos – und so weiter. »Wenn man Phantome erzeugt, dann setzt man Vampire in die Welt und man wird diese Kinder eines selbstgewollten Albtraums mit seinem Blut, seinem Leben, seinem Verstand und seinem Geist ernähren, ohne sie jemals sättigen zu können.«

In ihrer »Entschleierten Isis« (1877) zitierte Helena Petrowna Blavatsky Éliphas Lévi und Catherine Crowe zum Thema magische Imagination und versäumte ebensowenig wie diese, eine Parallele zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer herzustellen: »Aus welcher Sicht auch immer wir die Frage nach dem Stoff untersuchen: die uralte Philosophie, dass sie von der ewigen Idee oder der Imagination belebt und befruchtet wurde – wobei das Abstrakte das Modell für die konkrete Form entwarf und vorbereitete – diese Philosophie ist unausweichlich … So wie der Schöpfer die chaotische Masse des leblosen untätigen Stoffes aufbrach und ihn in Form brachte, kann auch der Mensch – bis zu einem gewissen Grade zumindest – verfahren, wenn er seine Kräfte kennt.«

Ebenfalls 1877 veröffentlichte Jakob Frohschammer, ein Professor in München, ein Buch von etwas anderem Charakter. In abstrakter Sprache geschrieben, frei von irgendwelchen Zugeständnissen an Leser mit einem Bedürfnis nach Anekdoten, ist es dennoch als das zu erkennen, was es ist: eine intellektualisierte Form von Theosophie – im klassischen Sinn dieses Wortes – die sich nicht als solche ausgibt. Schon der Titel des Buches ist vielsagend: »Die Phantasie als Grundprinzip des Weltprozesses«. Frohschammer betrachtet die Imagination als »objektiv« im organischen Leben, als »Prinzip der teleologisch-plastischen Bildung«. Dieses Werk ist einer der wichtigsten Versuche, die Imagination zu rehabilitieren, seit der Rationalismus die moderne Philosophie bestimmt. Frohschammer sprach nicht explizit davon, dass der Mensch über eine Imagination mit magischen Wirkungsmöglichkeiten verfügt, aber für ihn ist der gesamte Weltprozess ein einziger Magismus, die Ursache und das Resultat einer Imagination, die als Wurzel und Ursprung aller Dinge verstanden wird und in enger Beziehung zur Weltseele steht, wie die Stoiker sie gedacht haben.

Man mag sich fragen, ob die surrealistische Idee der Imagination etwas mit der vis imaginativa zu tun hat. André Breton erklärte im »Weißharigen Revolver«, dass »die Imagination dazu tendiert, real zu werden«, denn analogieförmige Bilder erlauben uns, die »zerbrochenen ursprünglichen Kontakte« wiederherzustellen und den Fluss in den kommunizierenden Röhren wieder in Gang zu bringen. Aber während der Surrealismus versuchte, Traumsymbole, die aus dem Unbewussten aufsteigen, mit mythischem Denken zu verbinden, waren die meisten Autoren, die an das schöpferische Bild glaubten, einem anderen Mythos verbunden – dem christlichen nämlich, theosophisch gelebt und gedacht – , und unterschieden zwei Arten von Imagination: die wahre, schöpferische in einem vornehmen Sinn, die Werke hervorbringt, aber auch auf magische Weise Gegenstände erzeugen kann, und die falsche, die nicht authentische und sterile, die manchmal imstande ist, konkrete, reale Monster zu erzeugen.

Am Ende dieses chronologischen Überblicks ein Hinweis auf literarische Deutungen. Der ausgezeichnete Sciencefiction-Roman »Solaris« (1961) des Polen Stanislaw Lem wurde kurz nach seinem Erscheinen verfilmt. Astronauten auf einem entfernten Stern namens Solaris, der weitgehend aus gasförmigen und flüssigen Substanzen bestand, waren überrascht, als sie entdeckten, dass dieser nach ihrer Ankunft Wesen von menschlicher Form zu emanieren begann, die alle perfekt den Wünschen der Astronauten entsprachen. Der Stern schuf den unbewussten Wünschen der Astronauten entsprechend Traumfrauen oder vielmehr, jeder Mann erzeugte die betreffende Kreatur durch seine Imagination, die auf dem Stern eine Substanz vorfand, die für die Inkarnation der Bilder, die sie erzeugt, geeignet war. Könnte man sich eine bessere Illustration des plastischen Mittlers vorstellen, dessen sich die vis imaginativa bedient? Der Stern Solaris ist in der Tat ein solcher, ein gigantischer, sichtbarer Mittler, (dessen Funktionsweise mysteriös bleibt), mit dessen Hilfe unsere Bilder und Wünsche in Formen, Substanzen und Farben Gestalt annehmen, »sich in Erde verwandeln«, wie es auf der »Smaragdenen Tafel« heißt (»Et vix ejus integra est, si conversa fuerit in terram«). Interessant auch die psychologischen Konsequenzen, die der Roman aus dieser Magie in Aktion zieht: da die Erdlinge unfähig sind, mit diesen zugleich imaginären und realen Kreaturen auf Dauer zusammenzuleben und sie nicht als Geschenk der Natur annehmen können, zerstören sie diese am Ende.

Die vis imaginativa, ein bestimmter Aspekt der schöpferischen Imagination, wurzelt oft in einem Konzept des Göttlichen und Menschlichen, das beiden imaginative Macht zuspricht. Solche Konzepte stammen aus einer Tradition, die dem Neuplatonismus näher steht als dem Platonismus und mit der antiken Theorie der Korrespondenzen verbunden ist, die nicht als statische, sondern dynamische Beziehungen aufgefasst werden, wobei das Einzelwesen als Lautsprecher – als Resonanzboden – oder als magischer Vermittler agiert. Während uns phänomenologische Analysen daran gewöhnt haben, von der Imagination als etwas zu sprechen, was mit menschlichen Absichten zu tun hat, geht es bei Paracelsus, Boehme, Baader oder Frohschammer gerade nicht um die Absichten des Subjektes, das danach strebt, sich von der Welt zu lösen, seinen Geist von der Welt der Sinne abzuwenden, um dann originäre Bilder aus sich zu erzeugen. Vielmehr geht es bei diesen Autoren um den Versuch, der Fülle der Welt, des Menschseins und der Natur auf konkrete Art zu entsprechen, sich in ein Netzwerk lebendiger intersubjektiver Beziehungen einzufügen. Daher auch die Betonung des Inkarnationsprozesses in dieser Tradition, einer Tradition, die nicht zuletzt aus dem Gedanken gespeist wird, dass der Mensch als Bild Gottes geschaffen wurde und da Gott selbst Imagination ist und der Mensch etwas vom Schöpfer in sich trägt, auch er mit magischen Fähigkeiten begabt ist. Die behandelten Texte scheinen der Vergangenheit anzugehören und nur noch von historischem Interesse zu sein, sie können aber auch als Herausforderung einer Epoche betrachtet werden, die von formalen und abstrakten Diskursen beherrscht ist, die von unserer Exkarnation zeugen. An dieser zu zweifeln, könnte dazu anregen, neu über die Funktion dessen nachzudenken, was der Apostel Paulus dem Menschen zuzuerkennen schien (Röm, 8,19-22), einem Wesen, das nicht nur geschaffen ist, sondern selbst schöpferische Fähigkeiten besitzt, dem es bestimmt ist, die Natur umzuwandeln, die sehnsüchtig ihres Erlösers harrt. Angesichts der Fragwürdigkeit vieler Aspekte der heutigen Wissenschaften, der unüberbrückbaren epistemologischen Gräben in vielen Bereichen der Erkenntnis sowie des Wandels, dem unser Bild des Menschen unterworfen ist, könnte man versucht sein, die Verse Grillparzers aus seinem Trauerspiel »Die Jüdin von Toledo« trotz ihres Alters als Beschreibung unserer Gegenwart zu lesen:

»Umgeben sind wir rings von Zaubereien,
Allein wir selber sind die Zauberer …
Und in der Welt, voll offenbarer Wunder
Sind wir das größte Wunder selbst.«


Der Aufsatz Antoine Faivres ist in folgendem Buch enthalten:

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Gruß an die GeBILDeten
TA KI

Drachen – Erwachen


Mit Return of the Dragon – der Rückkehr des Drachen
möchte ich an die Drachen und an die Naturgeister wieder-erinnern.
Ein Wieder-Erinnern an Wesen und deren Kräfte,
mit denen wir in Einklang leben können
und die zu unseren Freunden und Verbündeten werden.


Der Drache in der Mythologie:

Der Drache ist ein sagenumwobenes Wesen. Er ist in der Mythologie der asiatischen Länder, im Nahen Osten und in Europa zu finden. Selbst im alten Ägypten erscheint der Drache in Knotenwerk verflochten, ebenso bei den Kelten. Die frühesten keltischen Drachendarstellungen, 400 v.u.Z., sind auf Schwertgurten und Schwertschneiden (oft paarweise) abgebildet.

In den Geschichten sind Drachen Bewacher von Schätzen. In China ist er der regenspendende und in Gewässern beheimatete Gott, sowie das männliche Prinzip. Der (feuerspuckende) Drache, der sich möglicherweise aus der gehörnten und gift- und feuerspuckenden Schlange entwickelt hat, hat bei den Kelten die Rolle des Wächters, stärker noch als die Schlange. Wie noch aus den Märchen erschließbar, wurden den Drachen auch Opfer dar gebracht. Der keltische sowie auch der ägyptische Drachen wird auch traditionell mit kriegerischen Handlungen verbunden. Er ist der Bewacher und Beschützer, steht daher auch für die Streitmacht und wird sogar zum Helden.

drache-walesUthers Drachenvision

Der Vater von König Arthur, Uther, sah einmal in einer Vision einen brennenden Drachen, den Feuer-Drachen. Diese Vision war für ihn so überwältigend, daß er sofort seine Druiden aufsuchte und diese Vision gedeutet haben wollte. Das Deuten der eigenen Visionen von Druiden war zu dieser Zeit so üblich. Diese sagten ihm, der brennende Drachen bedeutet, daß er König werden würde. Von nun an ließ er sich „Pendragon“ nennen (Kopf des Drachen). So wurde der Drachen das heraldische Emblem und Totemtier des größten englischen Königsgeschlechts – der Pendragons. In Wales ist der rote Drachen seit 1901 Nationalsymbol und auf weiß-grünem Untergrund seit 1953 auf der walisischen Nationalflagge zu sehen.


Der Drache in der Alchemie und Geomantie:

Einige legendären Drachen sind stark mit den Elementen, deren Wesen und ihren Reichen verbunden.
Es ist die Rede von Luft-, Feuer-, Wasser- und Erddrachen.

Einige vereinigen von ihnen aber auch die Eigenschaften aller vier Elemente.
Sie wohnen in Seen, bewachen Schätze in Höhlen, fliegen durch die Luft und speien Feuer.

Sie symbolisieren bestimmte alchemistische Kräfte, die in uns und um uns und in der Landschaft existieren.
Einige Gelehrte nehmen an, daß die Druiden ihre eigene Version der geomantischen Kunst praktizierten (in China „Feng-Shui“ genannt).
Die Geomantie war und ist immer noch eine Naturwissenschaft, deren Anliegen es ist, eine energetische Harmonie in der Landschaft für Mensch und Natur zu schaffen, durch das Wissen um die Kräfte der Erdströme, Wasseradern und Drachenlinien, die das Land durchziehen.

… eine weitere Ebene in der die Drachen durch die Drachenlinien und Energieströme wirken …

Die Rückkehr des Drachen – Ein Märchen

Vor vielen tausend Jahren gab es eine Zeit, da lebten die Menschen mit den Tieren, den Drachen, den Kobolden, Feen, Zwergen und der Mutter Erde in Frieden und Einklang miteinander.
Sie waren Freunde, halfen sich gegenseitig und profitierten auch jeweils vom anderen. Der Erddrache und Mutter Erde schenkten den Menschen inneren und äußeren Reichtum und Zufriedenheit.
Die Zwerge arbeiteten unter der Erde und schufen Edelsteine, Gold und andere Schätze die der Erddrache bewachen durfte. Die Feuer-, Luft- und Wasserdrachen waren für ihre Reiche mit seinen Bewohnern zuständig und alle arbeiteten Hand in Hand. Die Menschen machten den Drachen regelmäßig Geschenke und der Erddrache belohnte sie mit einer ganz besonderen Kostbarkeit. Er schenkte ihnen den Stein der Weisheit.
Die Kobolde und Feen wohnten in den Wäldern und Feldern, und auch ganz nah bei und mit den Menschen, und sorgten zusammen mit Mutter Erde, Vater Sonne, der Mondin, dem Grünen Mann und seiner Geliebten, für Wachstum und Fruchtbarkeit. Auch ihnen schenkten die Menschen was von ihrer Ernte und bedankten sich bei ihnen.
Es war eine fröhliche Zeit, in der alle versorgt und glücklich waren. Oft war die Arbeit auf dem Feld, im Bergwerk und im Wald hart, aber dennoch gab es viel Gesang, Tanz und Festgelage.
Doch eines Tages kamen Männer aus dem Süden und führten Krieg gegen die Menschen. Sie brannten ihre Dörfer nieder und spielten die Dorfältesten untereinander aus. Viele dieser Menschen wurden auch gefangen genommen und getötet wenn sie nicht im Kampfe starben.
Es war eine Zeit voller Tränen.
Die Dorfältesten die am Leben gelassen wurden mussten dem neuen Herrscher ihre Treue schwören und ihre Freiheit war vorbei. Ebenso mussten die Menschen die Kultur des neuen Königs annehmen und die weisen Frauen und Männer wurden verfolgt
Nachdem das Wehklagen vorbei war, kehrte für kurze Zeit wieder Frieden ein. Die Menschen durften sogar wieder mit den alten Göttern und allen anderen Zauberwesen ihre Feste feiern und alles schien wieder in bester Ordnung zu sein. An die Bevormundung des neuen Königs hatten viele sich gewöhnt.
Doch der Schein trügte.
Es kamen wieder Männer aus dem Süden. Sie kamen zuerst als Pilger und hatten viel zu berichten. Sie erzählten Geschichten über einen göttlichen Sohn, der vor einigen Jahren als Mensch auf der Erde wandelte und wieder aufgestiegen sei. Dieser Sohn Gottes war ein weiser Mann und hatte den Menschen viele schlaue Dinge über Nächstenliebe und Gerechtigkeit erzählt, was für die damalige Zeit was ganz besonderes war. Denn überall auf der Erde herrschte jetzt immer wieder Krieg.

baumgeist-2_kleinEinige der weisen Frauen und Männer, die die Verfolgungen damals überlebt hatten, fanden in der Botschaft der Pilger und in ihren Geschichten viele Gemeinsamkeiten mit ihren eigenen alten heiligen Mysterien und nahmen diese in ihr Weltbild mit auf. Auch einige Menschen berührte diese Vorstellung von Frieden und Nächstenliebe. Sie fanden diese Botschaft weise und lernten von ihr.
Doch die Pilger aus dem Süden blieben nicht so friedlich. Sie hatten plötzlich einen mächtigen Anführer auserwählt. Dieser stellte Regeln auf an die sich jeder halten sollte. Auch waren er und seine Gefährten der Zauberei mächtig. Plötzlich zählte nicht mehr die Weisheit, sondern Geld, Macht und Kontrolle traten an ihre Stelle.
Die Weisen Frauen und Männer wurden wieder verfolgt und das Band mit den Drachen, Feen, Zwergen und Kobolden wurde gewaltsam, auch mittels Zauberkraft, getrennt. Nur ganz wenige hatten jetzt noch einen Kontakt zu diesen Wesen. Alle Menschen mussten sich diesem Anführer anschließen. Wer das nicht tat wurde getötet. Die Haine und die alten heiligen Bäume in denen die Menschen mit den Göttern, den Drachen und Zauberwesen getanzt und gelacht hatten wurden zerstört. Viele Drachen wurden durch Zauberkraft getötet, einige konnten fliehen und der König der Erddrachen in einen Käfig im Felsen eingesperrt und bewacht. Er war so stark, ihn konnten sie nicht töten. Die Feen und Kobolde flüchteten in den großen tiefen Wald und in die Hügel, die Zwerge versteckten sich ganz tief unten in der Erde.
All diese zauberhaften Wesen wurden als böse Dämonen abgestempelt und später, nach vielen Jahren gerieten sie für die meisten Menschen in Vergessenheit. Außer in Kindergeschichten, da durften sie weiterleben.
Die Menschen aber waren sehr unglücklich. Es folgte eine Zeit des Wehklagens mit Seuchen, schweren Krankheiten und Hungersnöten. Die Ernten waren schlecht, es gab viele Unwetter und der Anführer der neuen Religion schrieb diese Katastrophen dem Teufel und den Menschen zu, da sie nicht gläubig genug und Sünder seien.
Menschen die sich noch an die alten Götter, deren Geschichten und Zauberwesen erinnern konnten und mit ihnen in Kontakt standen, oder ihre Nähe in den Tiefen der Wälder suchten, wurden qualvoll hingerichtet. Sie mussten sehr vorsichtig sein. Oft erzählten diese Menschen ihnen traurig aus ihrer Welt.
Der neue Anführer erkannte nicht, das dieses Elend nur deswegen über sie kam, da der Erddrache eingesperrt, viele seiner Gefährten verfolgt und getötet und die Feen, Kobolde und Zwerge geflohen waren. Sie waren es, die gemeinsam mit den alten Göttern, ihrer Kraft und der Liebe die Welt im Gleichgewicht und zusammenhielten. Und die Menschen und Tiere gehören eigentlich mit dazu.
Die Kobolde, Zwerge und Feen hörten den Drachen aus der Ferne wütend schnauben. Sie hörten die Menschen weinen und wehklagen und es brach ihnen das Herz.
So beschlossen sie eines Tages die Königstochter aus dem Volk der Feen unter die Menschen zu schicken um den Drachen zu befreien. Sie gaben ihr noch einige Begleiter und Helfer mit auf den Weg. Für die Fee war diese neue Welt der Menschen befremdlich und beängstigend. Sie brauchte lange um sich dort zurecht zu finden und sich an ihren Auftrag zu erinnern. Doch sie schaffte es, trotz der Wirrungen und Behinderungen die man ihr in den Weg stellte den Erddrachen zu finden.
Welch eine Freude als sie sich nach so langer Zeit endlich wiedertrafen. Doch dann wurde die Fee traurig. Wie sollte sie denn den Drachen aus seinem gewaltigen Gefängnis befreien? Wie sollte sie an dem Wächter vorbei kommen?
Der Drache hatte aber eine Idee. Er wusste, dass die Feen gut zaubern können. Er wusste auch, dass seine Freundin in Menschengestalt sich jetzt nicht mehr richtig an ihre Zauberkräfte erinnern konnte. Und so begann er ihr all die Zauberei zu lehren damit sie ihre eigenen Kräfte aktivieren kann.
Und dann eines Tages, nach einigen Jahren der Lehrzeit, kam die Fee mit weiteren Verbündeten wieder an den Ort, an dem der Drache gefangen war. Sie konnten den Wächter überrumpeln und den Drachen befreien.
Der Drache erhob sich glücklich in die Lüfte, flog eine ausgiebige Runde über sein Königreich und setzte sich auf seinen Thron, in einem großen Felsen wo er heute noch sitzt und sein Reich beschützt.
Die Zwerge, Kobolde, Feen und anderen Drachen kamen wieder in ihre Heimat zurück. Im Laufe der Zeit war der Herrscher der neuen Religion immer machtloser geworden und viele Menschen pilgern nun zu diesem Ort um mit den alten Göttern und den Zauberwesen zu feiern und ihnen ihren Dank zu sagen. Die Fee hat mittlerweile noch einige andere Zauberwesen im Menschengewand und viele weise Frauen und Männer gefunden und so feiern sie heute alle zusammen mit den Menschen und Tieren wieder lustige und fröhliche Feste. In einer Zeit voller innerem und äußerem Frieden, Wohlstand und Reichtum …

Quelle: http://www.return-of-the-dragon.de/drachenerwachen.htm

Gruß an die Naturgeister

TA KI

Die alchemistischen Blüten-Essenzen


 

blütenessenzen 1blütenessenzen 2blütenessenzen 3blütenessenzen4blütenessenzen5blütenessenzen6blütenessenzen7blütenessenzen8blütenessenzen9blütenessenzen 10blütenessenzen 11blütenessenzen 12blütenessenzen 13Quelle: http://www.edelstein-essenzen.de/blueten.php

Gruß an die Natur

TA KI

Das Geheimnis der Kathedrale von Chartres



Bevor die prächtige Kathedrale in Chartres erbaut wurde, standen am selben Ort mindestens fünf weitere Kirchen, die alle dem Feuer zum Opfer fielen. Wundersamerweise blieb bei all diesen Bränden das Mariengewand in der Kirche unbeschädigt. Deswegen heisst die Kathedrale auch «Notre-Dame».
Standort und Ausrichtung der Kathedrale von Chartres
Schon die Kelten wussten um den speziellen Ort, da wo die heutige Kathedrale steht. Sie richteten hier ihre Feste und Rituale zur Huldigung ihrer zahlreichen Götter. Auch sie ahnten schon, dass unter diesem Hügel ein ganz bestimmter Erdstrom ausmündet; ein tillurischer Strom.
Schon viel, viel früher, bevor das Christentum Einzug hielt, wussten die Menschen um die Besonderheit dieses Hügels.
Als einzige Marien-Kathedrale wurde sie nicht in West-Ost-Richtung errichtet, sondern in einer Abweichung von ca. 48 Grad nach Nord-Ost. Auch die früheren heidnischen Ritualstätten und späteren christlichen Sakralbauten standen alle in dieser Richtung. Der Bezirk, von dem wir auszugehen haben, ist der Hügel und auf ihm das heilige Zentrum, über dem eine Säule errichtet wurde. Die Höhe der Säule brauchte eine spezifische Höhe, welche jedoch noch nicht eruiert wurde. Sie bezeichnete auch die Mittelachse des Hauptschiffes. Die Länge und die Breite der Kathedrale wurden durch die frühere romanische Kirche Fulberts begrenzt. Die Länge des Hauptkirchenschiffs beträgt das Doppelte seiner Breite.
Die Süd-West-Ecke der Kathedrale wird bestimmt vom Schatten der Säule, den die aufgehende Sonne zur Tagundnachtgleiche wirft; sie ist der Punkt, in dem der Schatten die südwestliche Begrenzung des Hügels schneidet. Es gibt noch andere Methoden, um die Himmelsrichtung zu bestimmen, z.B mit Hilfe des Polarsterns, usw. Wichtig ist: Die Richtung der Kathedrale ist gegeben, und die Süd-Westecke der Tafel befindet sich zur Tag-und-Nacht-Gleiche, bei aufgehender Sonne genau auf der Linie, die der Säulenschatten wirft.
Die Gesamtlänge des Mittelschiffs vom inneren Chorabschluss bis zu den Portalen beträgt 110,76m.
Die Länge des Mittelschiffs ohne Chor beträgt 73,84m.
Die Breite des Mittelschiffs zwischen den Pfeilern beträgt 36,92m.
Die Höhe des Hauptgewölbes ist 37m.
Im 12. und 13. Jahrhundert war das der grösste umbaute Raum einer gotischen Kathedrale.
Das Grundmass von 110,76m, innere Länge der Kathedrale, bezieht sich auf die Erdkugel. Selbst die Geschwindigkeit, mit welcher sich dieser Ort bei der Drehung der Erde auf der Erdrinde mit bewegt, steht in deutlicher Beziehung zu den Massen der Kathedrale. Die durchlaufene Entfernung in einer Stunde beträgt 1107km. Die Anwendung solcher „Erdmasse“ setzt ein fundiertes Wissen um die genaue Kugelgestalt der Erde voraus.
Auch andere Marien-Kathedralen tragen das Signum der Bauhütte von Chartres, jedoch entsprechend ihrer geografischen Lage. Zu ihnen zählen auch die Marien-Kathedralen von Amiens und Reims. Für manche Zeitgenossen ist das hart, wenn ihnen plötzlich die Illusion genommen wird, erst sie hätten den Mond entdeckt. Und doch muss man sich fragen, woher die Erbauer von Chartres, usw. so genau um die Kugelgestalt Erde wussten, um das genaue Mass, der Lage des Bauplatzes entsprechend, zu finden, mit welchem die Harmonie des Bauwerks zusammenklingen konnte.
Im 16, Jahrhundert wurde 5m unter der Krypta ein keltischer Brunnen freigelegt, der bis zum Grundwasserspiegel ca. 32m Tiefe ausweist. Der höchste Kreuzrippenbogen im Hauptschiff hat eine Höhe von 37m. Zufall? Dieses Wasser, das den Brunnen speist, wurde also schon in vorchristlicher Zeit als bedeutend gehalten und man ihm eine magische Wirkung zusprach, was auch spätere Generationen immer wieder bestätigten.
Die schwarze Madonna, die in der so genannten Druidengrotte gefunden wurde, ist aus Eichenholz geschnitzt und datiert aus vorchristlicher Zeit! Sie wurde nicht schwarz bemalt, sondern ist durch die Alterung über die Jahrtausende schwarz geworden. Beim Brand um 1194 ist die Madonna verbrannt, wurde jedoch beim Wiederaufbau der Kathedrale neu gestaltet und zwar aus Birnenbaumholz. Zwei Personen, die nach dem Brand vermisst wurden, hätten sich mit der Reliquie in die Druidengrotte unter der Krypta begeben und sind dadurch gerettet worden. Dadurch wurde auch die Reliquie, das Tuch der Madonna gerettet.
Das Geheimnis des Lichtes
Wir begeben uns jetzt auf ein Gebiet, das von der alten Wissenschaft besonders geheim gehalten wurde, und über das wir bis auf den heutigen Tag wenig wissen; es ist dies die Kunst der gotischen Glasfenster, das Licht in der Kathedrale.
Diese Art von Glas wurde nur in der kurzen Zeitspanne der Hochgotik angewendet. Indem es das Licht bändigte und ihm zugleich diente, wirkte es weniger durch die Farbe des Glases als durch eine gewisse, nicht analysierbare Qualität der Farbe und des Glases. Das Glas reagiert auf das Licht nicht wie normales Fensterglas; es scheint zum Edelstein zu werden, der das Licht nicht völlig durchlässt, sondern selber leuchtend wird.
Selbst unter der ungehemmten und zuweilen brutalen Einwirkung der Sonne projiziert das Glasfenster nicht, wie es normales gefärbtes Glas tut, seine Farbe auf den Boden, sondern lässt nur eine diffuse Helligkeit durchscheinen. Von der Stärke oder Trübung des Tageslichts unabhängig, leuchtet es in der Dämmerung nicht schwächer als am hohen Mittag. Bis zum heutigen Tag konnte noch keine chemische Analyse das Geheimnis der gotischen Fenster erklären. Wie die Gotik, tauchte diese Art des Glases im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts plötzlich auf und verschwindet ebenso plötzlich gegen die Mitte des 13. Jahrhunderts wieder. Wie die Gotik beruht auch das Glasfenster auf einer eigenen Wissenschaft; es ist ein Werk der Alchimie.
Der heutige Konformismus betrachtet die Alchimie mit einiger Herablassung als eine Primitivchemie, die noch in den Kinderschuhen steckte. Man nimmt sich nicht die Mühe, in den komplexen philosophischen Charakter dieser Wissenschaft einzudringen. Die Glasmacher, die das Glas von Chartres herstellten, waren keine Laborlehrlinge. Sie wussten genau was sie taten! Übrigens ist das Ergebnis ihrer Wissenschaft allgemein zugänglich, es ist sichtbar. Die Glasfenster bezeugen die Umwandlung der Materie im Feuer der Erde und im Feuer des Himmels.
Es bleibt das Geheimnis der damaligen Glasmacher, wie sie die Glasmasse bearbeiteten und was für Zusätze hinzugefügt wurden, um den Effekt zu erreichen, dass immer die gleiche Stärke von Licht ins Innere der Kathedrale von Chartres dringt; ob bei grellem Sonnenschein oder bei bewölktem Himmel! Leider sind nicht mehr alle Fenster mit dem gotischen Glas verziert. Abte und Priester liessen einige Fenster, besonders jene im Chor, durch normales, gefärbtes Fensterglas ersetzen, um sich in hellerem Licht zu präsentieren. Heute würde man sagen: Denn sie wissen nicht, was sie tun!
Das Geheimnis der Musik
Auch die Musik wurde in die Geometrie von Chartres eingebunden. Die Stütz- und Begrenzungssäulen des Hauptschiffes haben in ihrer Höhe verschiedene Simse, Kapitelle. Auch haben die Pfeiler von ihrer Basis bis zum Beginn der Kreuzspitzbogen nicht die gleiche Form. Sie sind teilweise rund und 8-eckig. Die diversen Abstufungen in Ellen oder umgerechnet auf metrische Masse, die die Frequenzen der verschiedenen Tonlagen in einer Oktave widerspiegeln. Von unten nach oben verjüngen sich die Stützsäulen und scheinen zu filigran, um die Kreuzbogengewölbe tragen zu können. Das Strebewerk, das die ganze Stützfunktion ausübt, ist ausserhalb des Gebäudes verankert.
Die Masse der Tonleiter, gemessen mit der chartrischen Halbelle (0,369m):
Sekunde 40 x 9/8 = 45 = 16.60m
Mollterz 40 x 6/5 = 48 = 17.71m
Quarte 40 x 27/20 = 54 = 19.92m
Quinte 40 x 3/2 = 60 = 22.14m
Sexte 40 x 8/5 = 64 = 23.61m

Septime 40 x 9/5 = 72 = 25.56m

Oktave 40 x 2/1 = 80 = 28.40m
Nun fragt man sich zu Recht, wie der Baumeister zu diesen Massen im Verhältnis zu den Tonfrequenzen kam. Im 12. und 13. Jahrhundert hatte man noch keine Geräte, um Schallfrequenzen messen zu können. Die ganzen Berechnungen basierten auf geometrischen Formeln. Es würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, dies alles im Detail zu erklären. Wer sich dafür näher interessiert, kann dies im Buch von Louis Charpentier, „Die Geheimnisse der Kathedrale von Chartres“ nachvollziehen.
Der Sonnenfleck
Im westlichen Seitenschiff des Südquerschiffes fällt im Grau der Pflasterung eine weisse Fliese auf, rechteckig, schräg gelegt und fest verankert, in die aus gold-schimmerdem Metall ein Zapfen eingelassen ist.
Jedes Jahr, bei Höchststand der Sonne am 21. Juni, zwischen 12.45 und 12.55 Uhr, trifft ein Sonnenstrahl diesen Metallzapfen, der durch eine ausgesparte Stelle im ersten Fenster in der Westmauer des Querschiffes hereindringt. Ist das Zufall? Kaum!
Da hat sich ein Glasmacher die Mühe gemacht, in einem Glasfenster eine Stelle auszusparen, ein winziges Loch, wegen der Lichtstreuung. Ein Steinmetz hat sich die Zeit genommen, nach einer Steinplatte zu suchen, die anders war als die übrigen. Weisser, damit sie ins Auge falle! Dann hat er aus der Pflasterung, schräg zu den übrigen Fliesen, ein Stück heraus gemeisselt, um die Platte einzusetzen. Er nahm sich auch die Zeit, ein Loch zu bohren, um den goldfarbenen, metallischen Zapfen zu befestigen. Der Zapfen bezeichnet weder die Mitte der Fliese, noch eine Achse derselben. Das war mehr, als nur eine Marotte eines Fliesenlegers.
Hier hat ein anderer Wille gewirkt. Fliesenleger und Glasmacher waren einer Anweisung gefolgt, die dem Augenblick der Sonnenwende galt, dem einzigen Augenblick des Jahres, in welchem die Sonne vom höchsten Punkt ihrer Nordwanderung aus die Fliese bestrahlen kann.
Nur ein Astronom konnte die Anweisungen gegeben haben. Bezeichnet ist eine besondere Stelle, denn die Fliese befindet sich fast genau in der Mitte des Seitenschiffs im Querschiff auf der Verlängerungslinie der südlichen Mittelschiffmauer. Auch die Verdrehung der Fliese war Absicht. Nur ein Geometer konnte die Stelle gewählt haben.
Wie wir alle wissen, feiern die Freimaurer am 21. Juni jeden Jahres das Sommer-Johanni zu Ehren „Johannes des Täufers“.
Das Zeitphänomen
Da Chartres eine Kathedrale ist, die Menschen auf eine höhere Bewusstseinsebene emporhebt, ist sie auch ein Ort, an dem die Zeit anders verläuft. Physikalisch ausgedrückt: Es gibt hier eine Raumzeitkrümmung, denn die Schwerkraft, die Gravitation, ist hier höher als an anderen Orten, was nicht zuletzt mit dem riesigen Merkaba-Feld zusammenhängt, das hier rotiert, und mit den hohen erdmagnetischen Kräften. Weil wir uns in Chartres nach wie vor in der dritten Dimension befinden, ist die Zeitkrümmung natürlich nicht so stark wie an anderen Orten irgendwo im Weltraum oder in höheren Dimensionen.
Beispiel: Man nehme zwei baugleiche Präzisionsstoppuhren. Die Uhren werden gleichzeitig eingeschaltet. Die eine bleibt in der Kathedrale, und die andere soll ausserhalb, vor allem weit ausserhalb des Merkaba-Feldes deponiert werden. Nach vier Stunden kontrollieren wir die Uhren, und müssen verblüfft feststellen, dass die Uhr in der Kathedrale einen Zeitrückstand von vier Sekunden aufweist. Das sieht im Moment nach wenig aus, doch rechnet man das auf Jahre oder Jahrzehnte ergeben sich andere Dimensionen.
Angenommen ein Mensch hält sich sein Leben lang (75 Jahre) in der Kathedrale auf, während sein Zwillingsbruder die Kathedrale nie betreten hat. Der Zwillingsbruder in der Kathedrale hat um 657’000 Sekunden oder 7,6 Tage weniger gealtert! Hier haben wir sozusagen eine kleine Variante des einsteinschen Zwillingsparadoxons.
Wie kommt es zu dieser Raumzeitkrümmung? Zum einen liegt es an der Geometrie des Bauwerks, die eine Resonanz mit höheren Bewusstseinsebenen herstellt. Zum anderen liegt es auch an den geomantisch nachweisbaren hohen Erdenergien, die in der Krypta physisch fühlbar sind. Beide schaffen, physikalisch gesprochen, eine kleine Verwerfung in der Raumzeit.
Die Freimaurer und ihr Lob an die Kathedrale
Das Universum ist nach mittelalterlicher Philosophie, eine harmonische Einheit vollkommener Proportionen, ein Kosmos, geschaffen von dem grossen Baumeister aller Welten. Entsprechend ist die mittelalterliche Kathedrale das Abbild und die Verkörperung der göttlichen Ordnung und damit Urbild aller voll-endeten Proportionen. Das vollkommenste Bauwerk, das von Menschenhand geschaffen wurde, war der Salomonische Tempel in Jerusalem. Beim Bau wurde alles nach Mass, Zahl und Gewicht gemessen und berechnet. Die Geometrie ist das göttliche Lehrbuch und damit das Rüstzeug für den mittelalterlichen Werk-meister. Die Kathedrale von Chartres ist das beste Beispiel dafür, denn sie ist vollkommen.
Gruß an den wahren Glauben
TA KI