Schlaflähmung: 7 Fakten über das Aufwachen und bewegungsunfähig sein


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1. DU FÜHLST DICH ALS WÄRST DU TOT AUFGEWACHT.

Grundsätzlich wacht dein Geist auf, aber dein Körper nicht, so fühlt man sich im Wesentlichen gefangen im Innern des Körpers, nicht in der Lage sich zu bewegen. Viele Menschen wachen auf und haben das Gefühl, sie wären tot.

2. ES PASSIERT WENN DU EINSCHLÄFST UND AUFWACHST.

Schlaflähmung kann während einer der beiden Übergänge in deinem natürlichen Schlaf-Zyklus geschehen. Dein Körper geht in REM und muss schliesslich herauskommen, aber die Schlaflähmung geschieht dann, wenn dein Körper Schwierigkeiten beim Übergang hat.

3. SCHLAFLÄHMUNGEN BEINHALTEN OFT HALLUZINATIONEN.

Menschen mit Schlaflähmungen haben von Alpträumen berichtet, aber im Wachzustand. Der Geist ist wach und die Augen sind offen. Einige dieser Halluzinationen sind erschreckend da sie so real wirken wie jeder andere wache Moment.

4. DU KANNST DEINEN KÖRPER NICHT AUFWECKEN.

Du musst einfach nur warten.

5. ES IST NATÜRLICH UND KANN AUCH DIR PASSIEREN.

Es kann wirklich jedem passieren. Die meisten Menschen erleben mindestens eine Episode davon in ihrem Leben, aber es kann tatsächlich sein, dass es unbewusst passiert.

6. DIE WAHRSCHEINLICHKEIT DASS ES DIR PASSIERT IST GRÖSSER WENN DU SCHLAFENTZUG HAST.

Einige Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen, die konsequent nicht genug schlafen, Schlaflähmungen eher erleben.

7. DIE LEUTE HABEN SEIT JAHREN VERSUCHT DIESES PHÄNOMEN ZU ERKLÄREN.

Persische medizinische Texte schrieben über Schlaflähmungen im 10. Jahrhundert und seitdem haben Menschen Dämonen, Aliens und eine Vielzahl anderer Dinge als Ursache betrachtet.

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Quelle: http://www.erhoehtesbewusstsein.de/schlaflahmung-7-fakten-uber-aufwachen-und-bewegungsunfahig-sein/

Gruß an die Erforscher

TA KI

Die Stunde der Xenoarchäologen- SETA – Spurensuche nach dem extrasolaren Monolithen – Teil 8


Warum der Mond?

Bei alledem steht natürlich die wichtige Frage im Raum, warum eine außerirdische, kommunikationsfreudige Raumfahrtkultur ausgerechnet auf dem Mond eine Botschaft in Form eines Artefakts verstecken sollte. Ist es nicht sinnvoller, auf der Erde, etwa im Erdboden, in einem Fels oder auf einer Bergspitze ein Artefakt zu verstecken? Ein Gegenstand, der nur mithilfe von technischem Instrumentarium aufgespürt werden kann. Eine Nachricht, die nur ein Adressat zu lesen und zu verstehen vermag, der eine gewisse intellektuelle Reife erlangt hat.

la luna

Wenngleich grundsätzlich nicht auszuschließen ist, dass auf unserem Planeten außerirdische, mit einer Botschaft versehene Artefakte bislang unbemerkt ihr Dasein fristen, so gehen die meisten SETA-Experten davon aus, dass eine außerirdische Expedition solcherlei Botschaften vorzugsweise auf dem Mond deponieren würde. Prof. Arkhipov geht in seiner Interpretation noch einen Schritt weiter und sieht in dem Erdbegleiter extraterrestrisches Pflichtprogramm. „Es ist nachdrücklich zu betonen, dass die Landung auf dem Mond für extraterrestrische Intelligenzen keine Annehmlichkeit, sondern eine Notwendigkeit ist.“

Die Gründe hierfür liegen für ihn auf der Hand. Denn im Gegensatz zur Erde geht es auf dem Erdtrabanten auf exogeologischer Ebene höchst ruhig zu. Erosionen und Sedimentationen sind rare lunare Vorgänge. Nur Meteoriten verursachen Erosionen, aber bei weitem nicht so häufig und so wirkungsvoll wie allgemein angenommen. Unser Nachbar wird vergleichsweise selten von Meteoriten etc. heimgesucht. Impaktereignisse sind desgleichen rare lunare Vorgänge. Bereits während der Apollo-12-Mission ergaben seismologische Messungen, dass in einem Radius von 350 Kilometer im Schnitt nur einmal im Monat ein Gesteinsbrocken von der Größe einer Grapefruit auf dem Mondboden niedergeht. Vor allem aber erhöht die tektonische Inaktivität des Mondes die Überlebensrate von dort abgelegten Artefakten. Gebirgsverschiebungen, Erdbeben und Vulkanismus fallen als störende Quelle ebenso weg wie extreme Hitze, starke Magnetfelder oder Radioaktivität.

„Daher wird jede auf dem Mond zurückgelassene Nachricht, jede Spur oder jedes technisch aktive Objekt hier und heute noch vorhanden und ohne großen Kostenaufwand lokalisierbar sein“, sagt der weltweit bekannte australische Physiker Paul Davies vom Beyond Center for Fundamental Concepts in Science der Arizona State University in Tempe (USA). „Die Frage wird nunmehr sein, wie diese Objekte geartet und geformt sind. Und warum sie zurückgelassen wurden.“

Vier lunare Artefakt-Typen

Paul Davies und sein Kollege Robert V. Wagner glauben, dass Artefakt nicht gleich Artefakt ist. Vielmehr könnten diese in vier verschiedenen Varianten auftauchen. Das klassischste und attraktivste Artefakt schlechthin wäre – wie der Clarksche Monolith in „2001: A Space Odyssey“ – ein absichtlich vergrabenes oder gut geschütztes Kunstwerk mitsamt Nachricht, die nur eine intelligente, der Raumfahrt mächtige Spezies zu entziffern in der Lage wäre. Ihr Absender würde auf diese Weise signalisieren, dass er gewillt ist, sein Wissen und seine Weisheit mit uns zu teilen. „Eine Botschaft würde sehr wahrscheinlich dergestalt deponiert sein, dass sie relativ leicht zu finden ist. Sie könnte auch mit einer Art Funksignal versehen sein, so dass Mondsatelliten sogar vergrabene Objekte finden können.“

Sollten Aliens die Erde vor Tausenden von Jahren aufgesucht haben, würden sie den Homo sapiens als aufstrebende Kultur einstufen und daher ungefähr abschätzen können, wann unsere Nachfahren den Mond erobern. Sie würden dann die Nachricht entsprechend gestalten und verstecken, vielleicht in Form einer Kapsel am Rande eines Mondkraters. Andererseits müsste eine Nachricht für ferne Zivilisationen, um eine Million Jahre zu überdauern, tiefer im Mondboden vergraben sein. Nach Davies‘ und Wagners Meinung müsste in diesem Fall der Funkstrahl des Artefakts so stark sein, dass er mindestens mehrere Meter Regolith-Gestein durchdringt. Langwellige Radiostrahlen oder ein starkes Magnetfeld könnten uns zu dem Fundort des jeweiligen Artefaktes führen. Potentielle Fundorte könnten in den großen Kratern oder am Nord- oder Südpol des Mondes liegen.

Eine fremde Technologie könnte auf dem Mond auch wissenschaftliches Gerät installiert haben, vielleicht Roboter, Laser, Sendeanlagen oder ein Radioteleskop auf der Rückseite des Erdtrabanten. „Solche Instrumente würden allerdings weitaus schwerer zu finden sein als eine Nachricht, weil Aliens kein Interesse daran haben, dass diese leicht aufzuspüren sind“, so Davies.

Ins Kalkül gezogen müsse auch die Möglichkeit, dass sie nach ihrem Aufenthalt auf dem Mond schlichtweg Müll und Abfall oder nicht mehr brauchbares technische Instrumente abgelegt haben. Möglicherweise haben die Außerirdischen dabei nicht so verschwenderisch gehaushaltet wie die Apollo-Missionen, die das meiste Equipment einfach zurückgelassen haben, spekuliert das Forscher-Duo. Irgendetwas könnten sie dennoch hinterlassen haben, vielleicht kleine Artefakte wie weggeworfene Werkzeuge. Solche zu finden sei jedoch nahezu aussichtlos. Größere Strukturen wie etwa ein Habitat, eine Kuppel oder eine Solaranlage hingegen dürften noch Millionen Jahre später zu sehen sein.

mondauto

Vielversprechende Lagerstätten für Alien-Trash sind laut Davies erkaltete lunare Lavaröhren, die hunderte Meter lang sein können. Derlei natürlich entstandene Tunnel, die der japanische Mondsatellit Kaguya 2009 nachwies, gelten als sehr interessante Alternative für spätere Mondbasen, weil sie nahezu perfekten Schutz vor gefährlicher Weltraumstrahlung, extremen Temperaturen und Meteoriten bieten. Aus diesem Grunde könnten die Aliens in besagten Lavatunneln seinerzeit auch ihre Nachrichten und Artefakte gezielt deponiert haben.

„Die gleichen Faktoren, die diese Lavaröhren zu einem attraktiven Lebensraum machen, bewirken auch, dass alle Artefakte, die dort zurückgelassen wurden, nahezu unendlich lange erhalten bleiben, ohne zerstört oder durch Staub verdeckt zu werden“, so Davies und sein Kollege.

Zu guter Letzt könnten die Extraterrier auch auf dem Mond aktiv Bergbau betrieben und riesige Minenanlagen errichtet haben, um ihre Rohstoffdepots aufzufüllen. Die dabei von ihnen hinterlassenen Spuren könnten durch die Auswertung des vorliegenden fotografischen Materials, der Analyse der alten und neuen Satellitenbilder, leicht zu finden sein. Und genau diese Methode ist die zurzeit beste und zugleich effektivste, um extraterrestrische Artefakte auf dem Mond zu entdecken.

lava röhre

Die erste Suche

Bereits vor 50 Jahren fabulierte Carl Sagan über die Möglichkeit, künstliche Objekte außerirdischer Herkunft auf dem Mond mithilfe von Fotografien ausfindig zu machen. So wie sich vom Orbit aus mit modernsten Kameras beispielsweise Spuren irdischer kultureller Aktivität gut bestimmen und aufspüren lassen, könnten auch Satelliten in der Mondumlaufbahn fündig werden. Vor allem detektierte rechteckige Strukturen erhärten nach Ansicht von Sagan den Verdacht, künstlicher Abstammung zu sein. Prof. Arkhipov sieht dies ähnlich:

Rechteckige Muster, ob sie aus der Luft oder vom Weltraum aus entdeckt wurden, werden in der orbitalen Erdbeobachtung und Luftbildarchäologie als Zeichen menschlicher Kultur gedeutet. Es scheint daher naheliegend, nach rechteckigen Mustern auf dem Mond zu suchen.

Gesagt – getan. Der Erste, der auf der Suche nach Alien-Artefakten eine satellitengestützte Observation des Mondbodens konsequent verwertete, war der unverwüstliche SAAM-Papst Arkhipov in persona. Genauer gesagt durchforstete er mehr als 80.000 HiRes-Fotos (=High Resolution), die der US-Mondorbiter Mondsonde Clementine 1 im Jahr 1994 aufgenommen hatte. Ausgestattet mit der UV/Vis-Kamera, die im ultravioletten und sichtbaren Licht operierte, und einer Infrarotkamera, nahm die Sonde binnen 360 Orbits 1,6 Millionen Bilder auf.

raumsonde clementine

Unter Anwendung bestimmter Algorithmen fokussierte sich Arkhipovs computergestützter Suchlauf auf möglichst auffällige rechteckige Muster in der Clementine-1-Bilderserie. Hierbei verzeichnete der Ukrainer 128 Treffer, von denen 47 in die engere Auswahl kamen. Nachdem er alle Fotos in schlechter Auslösung aussiebte, blieben einige interessante Kandidaten im Rennen, die suspekte Strukturen wie Dammbau ähnliche Gebilde, Vierecke, seltsame Erhöhungen oder Vertiefungen offenbarten. Dabei sprang ihm eine sehr interessante ruinenartige Struktur ins Auge, die in der Nähe des Kraters Lovelace (117° W; 82° N) liegt (siehe Bild).

Das Bild LHD30055.080 scheint ein vielversprechender Kandidat für eine archäologische Erkundung zu sein. Diese Formation sieht aus wie eine isolierte quasi-rechteckige Anhäufung oder wie eine rechteckige Vertiefung. Ist hier vielleicht eine unterirdische Höhle eingestürzt?

In der Hoffnung auf eine baldige bemannte Mission zum Mond listet Arkhipov in seiner Studie alle vielversprechenden Fundstellen mitsamt deren Koordinaten auf. „Diese Funde erinnern an archäologische Fundstätten und moderne Entwürfe von Mondstationen. Es ist daher zu empfehlen, diese in situ auf potenzielle Artefakte hin zu untersuchen.“ Was auch immer sich dabei später herausstelle – letzten Endes seien all diese Erscheinungen eindrucksvolle Beispiele für eine ungewöhnliche lunare Geologie. Sie verdienen es, weiterhin erforscht zu werden. Aber noch mehr gelte dies für Lunar SETA, so der Ukrainer. Denn die bisher erreichten Resultate bei der Erforschung des Erdtrabanten zeigen deutlich, dass die Suche nach außerirdischen Artefakten auf dem Mond „eine vielversprechende SETI-Strategie“ ist, wenn sie einher geht mit ernsthaften lunaren Kolonisationsplänen.

Vorschlag für effektiveren Suchlauf

Wie eine noch effizientere Artefakten-Observation ohne größeren zeitlichen und finanziellen Aufwand funktionieren könnte, weiß kein Geringerer als Paul Davies. Zusammen mit Robert V. Wagner schlug er vorletztes Jahr vor, die Daten des Mondsatelliten Lunar Reconnaissance Orbiter LRO heranzuziehen und systematisch auszuwerten.

LHD 30055...

Die seit Sommer 2009 in der Umlaufbahn des Mondes operierende NASA-Sonde funkte bis heute zahlreiche detaillierte Bilder von der Mondoberfläche zur Erde, von denen die NASA derweil mehr als 400.000 veröffentlicht hat. Mit dem Ende der Mission sollen es eine Million sein. Von der Fülle des zurzeit vorliegenden Bildmaterials zeigen sich beide Physiker sichtlich beeindruckt:

Der Datensatz ist derart gut, dass bereits verschiedene Artefakte gefunden wurden, die sowohl in die Trash- als auch Instrumentenkategorie fallen. Allerdings wurden alle von Menschen erschaffen.

Tatsächlich schossen die zwei hochsensiblen LRO-Engwinkelkameras im Spätsommer 2011 die bislang detailreichsten Aufnahmen vom Mond. Auf den Fotos mit der beeindruckenden Auflösung von einem Viertelmeter pro Pixel sind deutlich Spuren menschlicher Aktivität auf dem Mond zu sehen. Nicht nur die Landeplätze von Apollo 12, 14 und 17, sondern auch die Fußspuren der einst dort werkelnden Astronauten sind schrittgenau zu lokalisieren. Dank der hohen Auflösung der Bilder konnten NASA-Mitarbeiter sogar einige der von den Astronauten zurückgelassenen Rucksäcke ausmachen und nicht zuletzt auch das wissenschaftliche Instrumentarium, das die Apollo-Besucher damals für Messungen abgestellt hatten.

apollo 14

Wenn es schon gelingt, mithilfe der sensiblen LRO-Instrumente kleinere irdische Artefakte auf dem Mond aufzustöbern, sollte dies bei lunaren außerirdischen Artefakten umso mehr klappen, so das Kalkül der Forscher. Schließlich haben die meisten LRO-Bilder eine durchschnittliche Auflösung von 50 Zentimeter pro Pixel. Ein Wert von dem Arkhipov 1995 nur träumen konnte. Seinerzeit merkte er kritisch an, dass ein Artefakt mindestens ein Meter groß sein muss, um mit Hilfe von Satellitenaufnahmen überhaupt entdeckt zu werden.

Das einzige Problem sei indes die enorme Datenmenge, die es zu bewältigen gelte, verdeutlichen Davies und Wagner. Schließlich wartet allein jede LROC-Aufnahme mit 500 Megapixeln auf. Selbst ein auf dem Feld der Astrofotoanalyse geübter Experte würde bei der Fahndung nach künstlichen Strukturen für die genaue Auswertung eines einzelnen Bildes zwischen 30 Minuten und eine Stunde benötigen. Angesichts des ständig wachsenden Datenberges mache daher eine manuelle Suche, durchgeführt von einem kleinen Team, wenig Sinn, betonen die beiden Wissenschaftler. Sie favorisieren eine andere Vorgehensweise:

Es sollte möglich sein, den gesamten Datensatz über Crowdsourcing zu durchforsten, an dem einige Zehntausend User des Internets mitwirken. Tatsächlich geht die Website MoonZoo.org bereits so vor. Sie versucht, so viele verschiedene lunare Strukturen wie möglich zu klassifizieren. Hierbei nehmen sich die User einige LROC-Bilder vor und zeichnen auf, was sie gefunden haben.

Aber auch eine computergestützte Analyse unter Anwendung einer speziellen Software könnte dabei helfen, die Bilder der Mondoberfläche systematisch nach verdächtig aussehenden Strukturen abzutasten. Robert Wagner hat ein solches Programm bereits geschrieben und getestet. Es ist ausgereift genug, um 200 Bilder binnen einer Stunde zu überprüfen und zeitgleich alle verdächtigen Strukturen herauszufiltern. Käme es zu einem Treffer, würde ein Foto-Experte die Aufnahme nochmals mit Argusaugen studieren und entscheiden, ob hier möglicherweise ein Hinweis auf ein echtes außerirdisches Artefakt vorliegt oder nicht.

smilie

Auch wenn der Mond nach Ansicht von Davies und Wagner ein „ausgezeichneter Platz“ ist, um Artefakte zu hinterlassen, stufen sie die Chancen, einen solchen Treffer zu landen, eher gering ein, nicht zuletzt aufgrund des zeitlichen Aspektes.

Wir räumen ein, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, eine Spur außerirdischer Aktivität auf dem Mond zu finden. Selbst wenn der Mond von einer Raumsonde oder einer Expedition besucht wurde, gibt es keinen Grund zur Annahme, dass dies in jüngster Vergangenheit geschehen ist.

Störender Zeitfaktor

Der temporäre Faktor könnte in der Tat das größte Problem sein. Selbst an einem auf der Rückseite des Mondes vergrabenen Artefakt nagt irgendwann einmal der Zahn der Zeit. Im Verlaufe von Jahrmillionen summieren sich früher oder später die vereinzelten Metoriteneinschläge. In einer Studie aus dem Jahr 2008 berechnete ein amerikanisches Team, dass selbst ein Artefakt mit einem Durchmesser von einigen zehn Metern zwangsläufig der lunaren Erosion zum Opfer fallen würde.

Zwar vollzieht sich ein solcher Prozess über mehrere Hundertmillionen Jahre. Dennoch würde ein künstliches Gebilde mit der Zeit immer tiefer im Staub und dem Regolithgestein versinken, bis es gänzlich verschwindet. So verwundert es nicht, dass das Forscherduo dazu ermahnt, nicht in kurzen, sondern in langen Zeiträumen zu denken. In Zeiträumen, die zehn Millionen Jahre oder mehr betragen:

Wenn das Sonnensystem – sagen wir – vor zwei Milliarden Jahren besucht wurde, wird es äußerst schwierig, irgendwelche Spuren außerirdischer Technologie zu identifizieren, selbst über einen längeren Zeitraum. Wenn der Zeitraum – sagen wir – Hundertmillionen Jahre beträgt, erhöht sich für uns die Wahrscheinlichkeit, solche Spuren zu finden. Aber die größten Hoffnungen dürfen wir uns machen, wenn wir in Zeiträumen von einigen Millionen Jahren oder weniger rechnen.

Auch der führende SAAM-Spezialist Alexey V. Arkhipov hofft. Er hofft, dass bei all jenen Geologen, Geophysikern, Geochemikern und Astronomen, die aktive Mondforschung betreiben und die praktisch für jede wie auch immer geartete und geformte neu entdeckte Struktur fachbedingt immer eine natürliche Erklärung parat haben, endlich ein Umdenken stattfindet, eine Sensibilisierung für das Undenkbare. Selbst Bioastronomen haben seiner Einschätzung nach den Mond bis heute sträflich vernachlässigt, streng genommen sogar ignoriert. Es bedarf schon der Fähigkeit eines Kriminalisten, um natürliche Formationen auf dem Mond von einem echten Artefakt zu unterscheiden. Aber genau diesen Spürsinn vermisst Arkhipov auf interdisziplinärer Ebene schmerzlich. „All dies rechtfertigt meine Behauptung, dass der Mond hinsichtlich der Suche nach außerirdischen Artefakten auf seiner Oberfläche praktisch noch unberührt ist.“

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So groß der Frust bei den SETA-Anhängern derweil auch sein mag – ihre Stunde wird irgendwann schlagen. Spätestens dann, wenn im Rahmen einer bemannten Mond-Mission erstmals gezielt nach den Quellen der bislang verzeichneten Anomalien gesucht wird. Vielleicht schlägt schon in der nächsten Dekade erstmals die Stunde der Xenoarchäologen. Vielleicht waten diese eines Tages durch den grauweißen samtenen Mondstaub, um eine pyramidenartige Struktur in Augenschein zu nehmen, die nicht von dieser und ihrer Welt ist.

Arthur C. Clarke verklärte dieses Szenarium bereits vor 62 Jahren in seiner Kurzgeschichte „The Sentinel“ auf literarische Weise. Sein Protagonist entdeckte auf einer Erhebung eine künstlich angelegte Hochebene, auf der ein pyramidenförmiges, zweimal mannshohes Gebilde „wie ein gigantischer Edelstein mit vielen Facetten“ in den Fels eingelassen war. Er begegnete einem Artefakt einer außerirdischen Intelligenz, das absichtlich auf dem Mond und nicht etwa auf der Erde aufgestellt wurde. Und dies aus einem ganz bestimmten Grund, wie Clarkes Hauptfigur zu erzählen weiß:

Ihren Erbauern ging es nicht um Rassen, die noch dabei waren, sich aus dem Stadium primitiver Wilder heraus zu kämpfen. Unsere Zivilisation interessierte sie erst dann, wenn wir bewiesen, dass wir überlebensfähig waren – indem wir den Weltraum durchquerten und so die Erde, unsere Wiege, verließen.

Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/38/38367/3.html

Gruß an die Mondlander

TA KI