Was man über Spargel wissen muss


© Pezibear (Pixabay)

Von Ende April bis zum traditionellen Finale am 24. Juni, dem Johannistag, dauert die beliebte, aber leider viel zu kurze Spargelsaison. Wurden die gesunden Spargelstangen früher nur in Klöstern und Apothekergärten als wahre Allheilmittel angebaut und später als königliches Gemüse den Reichen und Mächtigen serviert, so sind die vitamin- und mineralstoffreichen Sprossen heute in jedem Supermarkt zu finden.

Spargel: weiß, violett oder grün?

Je nach Anbauverfahren zeigt sich der Spargel in drei Farben: weiß, violett oder grün:

  • Die Sprossen des weißen Spargels – auch Bleichspargel genannt – werden durch aufgeschüttete Erdwälle vor Sonnenlicht geschützt und bleiben daher weiß. Aufgrund des aufwendigen Anbauverfahrens ist der weiße Spargel teurer als der grüne.
  • Wenn die Spargelspitze die Erddecke durchbricht, wird sie durch Bildung des Pflanzenfarbstoffes Anthocyan violett.
  • Grüner Spargel wächst normalerweise auf ebenen Beeten unter vollem Lichteinfluss und bildet dadurch den grünen Farbstoff Chlorophyll sowie vermehrt geschmacksbestimmende Inhaltsstoffe aus. Grünspargel hat somit ein kräftigeres, würzigeres Aroma.

Vitamin- und mineralstoffreiche Sprossen

Spargel besteht zu circa 95 Prozent aus Wasser und liefert aufgrund dessen sehr wenig Energie – nur 16 Kalorien pro 100 Gramm – sofern er nicht mit kalorienreichen fetten Saucen (hollondaise, béarnaise, maltaise), Butterbröseln oder mit einem Speckmantel serviert wird. Da er relativ lange im Magen verweilt und so den Hunger für längere Zeit stillt, hat Spargel einen hohen Sättigungswert.

Der Anteil an Kohlenhydraten beträgt 1,2 Prozent. Eiweiß ist zu 1,7 Prozent, Fett nur in sehr geringen Mengen enthalten.

Spargel enthält jedoch reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Besonders Vitamin C, E und Beta-Carotin sowie Vitamine des B-Komplexes. Die Folsäure, die im rohen Spargel in besonders hohen Konzentrationen zu finden ist, verhindert Fehlbildungen beim Ungeborenen und ist an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt.

Vitamin C, E und Beta-Carotin (die Vorstufe von Vitamin A) wirken im Körper als Antioxidantien. Auch die Mineralstoffe Kalium, Eisen, Magnesium, Calcium und Kupfer sind als positive Inhaltsstoffe des Spargels besonders zu erwähnen.

Bioaktive Substanzen in Spargel

Weiters enthält Spargel verschiedene bioaktive Substanzen wie zum Beispiel Saponine, welche für den bitter schmeckenden unteren Teil der Spargelstange verantwortlich sind, ätherische Öle sowie die Farbstoffe Chlorophyll (grüner Spargel) und Anthocyan (violetter Spargel). Bioaktive Substanzen wirken unter anderem antikanzerogen, antimikrobiell und cholesterinsenkend.

Der typische Geschmack des Spargels, der sich jedoch erst beim Kochen vollständig entwickelt, stammt aus schwefelhaltigen ätherischen Ölen sowie aus der Aminosäure Asparaginsäure. Diese Aminosäure fördert zudem die Nierentätigkeit und ist somit für die entwässernde Wirkung des Spargels verantwortlich, welche durch die ätherischen Öle und den hohen Kaliumgehalt zusätzlich verstärkt wird.

Der typische Geruch des Urins nach dem Genuss von Spargel bei knapp der Hälfte der Menschen, ist auf schwefelhaltige Abbauprodukte zurückzuführen.

Nährwertangaben von Spargel gekocht

Folgende Nährwertangaben gelten für gekochten Spargel (je 100 Gramm verzehrbarer Anteil):

Energie: 16 kcal (52 kJ)
Wasser: 95 g

 

Hauptnährstoffe
Eiweiß (Protein) 1,7 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 1,2 g
Ballaststoffe 1,0 g

 

Vitamine
Folsäure (Spargel roh) 110 µg
Vitamin C 16 mg
Vitamin E 1,8 mg
Vitamin B2 0,10 mg
Vitamin B1 0,09 mg

 

Mineralstoffe
Kalium 136 mg
Eisen 0,6 mg
Magnesium 15 mg

Woran erkennt man frischen Spargel?

Auf diese 9 Merkmale sollten Sie achten, um frischen Spargel zu erkennen:

  • Frischer Spargel hat einen fest verschlossenen Kopf.
  • Die Anschnittstelle sollte saftig, frisch und nicht eingetrocknet sein – im Supermarkt sind die Spargelenden oft eingewickelt und somit ist die Anschnittstelle verborgen. Am Besten aufmachen und kontrollieren.
  • Bei älterem Spargel sind die Schnittenden grau-gelb verfärbt.
  • Frische Spargelstangen erzeugen „quietschende“ Töne, wenn sie aneinander gerieben werden.
  • An der Schnittstelle hat frischer Spargel einen aromatischen Geruch. Nicht mehr frischer Spargel riecht säuerlich.
  • Frischer Spargel glänzt leicht und sieht knackig aus.
  • Die Stangen sollten fest sein und dürfen sich nicht biegen lassen.
  • Frischer Spargel lässt sich gut mit dem Fingernagel einritzen und gibt leichtem Druck nicht nach.
  • Kurze Transportwege sind wichtig, um Qualitätseinbußen zu verhindern. Einheimischer Spargel ist zu bevorzugen. Besonders durch den Kauf ab Hof hat man die Gewissheit, Spargel frisch zu bekommen.

13 Tipps zur Lagerung und Zubereitung von Spargel

  1. Für den Spargel ist eine kühle, feuchte und dunkle Lagerung wichtig. Am besten eingewickelt in einem feuchten Tuch im Kühlschrank oder in einem kühlen Vorratsraum aufbewahren.
  2. Spargel ist spätestens zwei bis drei Tage nach dem Einkauf zuzubereiten.
  3. Beim Einfrieren: Spargel waschen, schälen und holzige Enden abschneiden. Weißen Spargel nicht kochen oder blanchieren.
  4. Tiefgekühlter Spargel hält bis zu neun Monate. Anschließend sollte der Spargel aber nicht aufgetaut werden – einfach gefroren ins kochende Wasser geben.
  5. Bei einer Temperatur von 0° Celsius darf Spargel höchstens eine Woche aufbewahrt werden, da ansonsten die Spitzen gummiartig werden.
  6. Grünspargel ist wegen seiner Zartheit besonders verderbgefährdet.
  7. Es ist darauf zu achten, dass Spargel immer erst direkt vor dem Kochen geschält wird, um Qualitätseinbußen zu verhindern.
  8. Den Weißspargel immer ungefähr zwei Zentimeter, den grünen Spargel eine Hand breit unterhalb des Kopfes von oben nach unten schälen.
  9. Nach unten hin stärker schälen und eventuell holzige Enden wegschneiden.
  10. Spargel wird meist gedämpft oder gekocht. Die Garzeit liegt je nach Durchmesser und Spargeltyp bei circa 20 Minuten (weißer Spargel) und circa 15 Minuten (grüner Spargel).
  11. Je weniger Wasser verwendet wird, desto geringer ist der Nährstoffverlust. Deshalb ist bevorzugt ein Siebeinsatz für Gemüse zu verwenden.
  12. Das Kochwasser kann wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe für Suppen oder Saucen weiter verwendet werden.
  13. Etwas Zitronensaft im Kochwasser lässt die Spargelstangen weiß bleiben.

Spargel als Heilpflanze

Der Spargel gehört zu der Gruppe der Liliengewächse und wurde bereits von den alten Ägyptern, Griechen und Römern als Heilpflanze zur Anregung des Stoffwechsels und Unterstützung der Leber-, Lungen- und Nierenfunktion genutzt.

Das Wort „officinalis“, aus dem lateinischen Namen des Spargels „Asparagus officinalis“, bedeutet übersetzt so viel wie: „arzneilich“ oder „Heilmittel“. Erst ab dem 16. Jahrhundert hat man den Spargel aufgrund steigender Nachfrage systematisch gepflanzt und als Nahrungsmittel genutzt.

Aktualisiert: 05.05.2017 – Autor: Österreichische Gesellschaft für Ernährung

Quelle

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Gruß an die Besseresser

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TA KI

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Misteltee – Anwendung und Wirkung


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Der Mistel wird seit jeher eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Ein Tee aus der Heilpflanze reguliert den Blutdruck, löst Krämpfe, hilft gegen Herzschwäche und Schwindel. Er regt den Stoffwechsel an und hat schon seit langem einen festen Platz in der Frauenheilkunde. Der Aufguss lässt sich gut mit anderen Teesorten mischen. In Frage kommen zum Beispiel Majoran, Ringelblumen, Weidenrinde oder Schachtelhalm.

Die Mistel – ein Halbschmarotzer

Die Mistel wächst auf Laub- und Nadelbäumen, besonders auf Pappeln, Apfelbäumen, Tannen und Robinien. Misteln sind Halbschmarotzer, sie betreiben selbst Photosynthese, nutzen aber das Wasser des Wirtsbaums. Sie zerstören „ihre“ Bäume aber nicht.

Die Misteldrossel frisst die Früchte der Mistel und verbreitet die Samen. (Bild: Bernd Wolter/fotolia.com)
Die Misteldrossel frisst die Früchte der Mistel und verbreitet die Samen. (Bild: Bernd Wolter/fotolia.com)

Die Laubmistel bevorzugt Apfelbäume, die Tannenmistel zieht die Weißtanne vor und die Kiefernmistel wächst gerne auf Kiefern, Lärchen und Fichten. Die Vermehrung der Mistel geschieht durch Vögel, insbesondere durch Drosseln. Die größte deutsche Drosselart heißt treffend Misteldrossel. Sie frisst die Früchte, der Samen passiert den Verdauungskanal und heftet sich mit dem Kot an den Wirtsbaum.

Die Evolution hat die Beeren mit klebrigen Fleisch versehen. Die Vögel müssen sich den Schnabel putzen und drapieren so die Samen an Baumzweige. Die Samen sind unverdaulich und die Vögel geben sie auch mit dem Kot ab.

Der Mistelstrauch wird circa einen Meter hoch. Die hellgrünen Zweige formen sich zu einer Kugel. Im Spätherbst sprießen klebrige, weiße Beeren hervor, was sich in dem lateinischem Namen „viscum = klebrig“ widerspiegelt.

Die Blüten der Mistel sind gelblich und duften etwas nach Orange. Männliche und weibliche Blüten unterscheiden sich äußerlich und wachsen auf getrennten Bäumen.

Pflanze der Mythen

Die Mistel galt in verschiedenen Kulturen als magische Pflanze. Davon zeugen Bezeichnungen wie „Gespensterrute“, „Hexenbesen“ oder „Drudenfuß“. Das Volk glaubte, dass diese Pflanze niemals den Boden berühren dürfe, daher wurde sie auch als „Himmelskind“ benannt. Möglicherweise geht die Bezeichnung auf die Drosseln zurück, die die Beeren verspeisen, weiter fliegen, den Mistelkern dann wieder ausscheiden und so an andere Orte bringen.

Unseren Vorfahren war die enge Beziehung zwischen Misteln und Vögeln nicht fremd. Das Hexennest, so ein anderer Name für die Pflanze, war nämlich auch als Vogelmistel oder Vogelleimholz bekannt.

Die Mistelkugeln zeigen sich erst im Winter in voller Pracht. Wie andere immergrüne Pflanzen, ob Weihnachtsbaum oder Stechpalme, stand sie so für das Leben, das der Kälte trotzt.

Im Winter sind Misteln in Laubbäumen schon von Weitem zu erkennen. (Bild: vili45/fotolia.com)
Im Winter sind Misteln in Laubbäumen schon von Weitem zu erkennen. (Bild: vili45/fotolia.com)

In der magischen Medizin des Mittelalters galt die Mistel als Mittel gegen Epilepsie: Sie fiel nicht vom Baum, dementsprechend fiel der „Fallsüchtige“ nicht um – so die Logik dahinter. Der Anthroposoph Rudolf Steiner dachte in ähnlich abergläubischen Analogien. Er schloss aus dem Umstand, dass sich die Pflanze wie ein „Geschwür ausbreite“, dass sie für die Krebstherapie geeignet sei.

Die Mistel (lat. Viscum album) galt als Allheilmittel. Pfarrer Kneipp setzte sie als Kreislauf unterstützendes Mittel ein. Hildegard von Bingen bereitete daraus einen sogenannten „Mistelschleim“, der bei Leberleiden helfen sollte. Auch Hippokrates verwendete die Mistel zu Heilzwecken.

Noch heute dient in Großbritannien ein Mistelzweig über der Haustür zu Weihnachten als Schutz vor bösen Geistern. Ein frisch zubereiteter Mistel-Aufguss zeigt eine Vielzahl positiver gesundheitlicher Effekte.

Was ist dran an der Zauberpflanze?

Fernab des alten Zauberglaubens sind heilende Wirkungen der Mistel wissenschaftlich bewiesen. Heute hilft sie, den Blutdruck zu stabilisieren und lindert Herz- und Kreislaufprobleme. Die Misteltherapie wird bei Erkrankungen des Stoffwechsels und sogar für Krebstherapien eingesetzt.

Die Gynäkologie nutzt Mistelpräparate gegen Menstruationsprobleme, Regelschmerzen und Beschwerden der Wechseljahre.

Zubereitung von Misteltee

Der Tee wird aus dem Kraut der Mistel hergestellt und generell als Kaltauszug angesetzt. Denn der Aufguss verliert durch Kochen bzw. Aufbrühen zu viele Heilstoffe, zudem werden die schwach giftigen Stoffe (wie z.B. Viscotoxin) durch einen kalten Ansatz nicht gelöst und stellen dadurch keine Gefahr dar.

Grundrezept für Mistel-Aufguss:

  1. Geben Sie einen gehäuften Teelöffel geschnittenes Mistelkraut in eine Tasse mit kaltem Wasser
  2. Lassen Sie die Mischung über Nacht stehen
  3. Filtern das Sie das Wasser am nächsten Tag durch ein Sieb
  4. Wärmen Sie den Ansatz leicht an (nicht kochen!)
  5. Trinken Sie den Tee in kleinen Schlucken

Achtung: Mistelbeeren sind stark giftig und dürfen daher nicht eingesetzt werden.

Misteltee reguliert unter anderem den Blutdruck und hilft bei Menstruationsproblemen. (Bild: LianeM/fotolia.com)
Misteltee reguliert unter anderem den Blutdruck und hilft bei Menstruationsproblemen. (Bild: LianeM/fotolia.com)

Heilwirkung

Der Misteltee reguliert den Blutdruck, wir können ihn sowohl bei zu hohem wie zu niedrigem Blutdruck trinken. Er fördert die Verdauung und regt den Stoffwechsel an. Die Eiweißverbindungen in der Mistel fördern die körpereigenen Abwehrkräfte. Der Tee hemmt dem Blutfluss und hilft so gegen starke Monatsblutungen.

Mistel regt den Stoffwechsel an und gilt deshalb als Komplementärmedizin bei der Behandlung von Diabetes mellitus. Auch die Behandlung einer Arterienverkalkung ( Arteriosklerose) kann durch Misteltee ergänzt werden. Kalt getrunken lindert er Pollenallergie und Heuschnupfen.

Weiterhin hat sich die Anwendung des Heilpflanzen-Aufgusses bei Schwindel, Ohrensausen und innerer Unruhe bewährt.

Teemischungen mit Mistel

Um Bluthochdruck zu behandeln, sollte pro Tag mindestens ein halber Liter des Tees getrunken werden. Hilfreich kann in diesem Fall auch eine Mischung mit Weißdornblüten und Schachtelhalmkraut sein.

Rezept für Anti-Bluthochdruck-TeeFür 2 Tassen benötigen Sie:

  • 1 TL Mistelkraut
  • 1/2 TL Weißdornblüten
  • 1/2 TL Schachtelhalmkraut
  • 1 Tasse kaltes Wasser
  • 1 Tasse kochendes Wasser

Zubereitung: Übergießen Sie das Mistelkraut mit dem kalten Wasser und lassen Sie den Aufguss 8 Stunden ziehen. Die übrigen Kräuter geben Sie in eine Kanne und überbrühen sie mit dem kochenden Wasser. Nach 10 Minuten mischen Sie den kalten Misteltee und den Aufguss und seihen den Tee ab. Trinken Sie täglich morgens und abends je eine Tasse des warmen Getränks.

Bei verstärkter Regelblutung oder ständigem Nasenbluten, wird dem Mistelkaut mit einem Teelöffel Salbei vermischt, für acht Stunden kalt angesetzt und dann leicht erwärmt getrunken. Achtung: Liegt der Blutung möglicherweise eine ernste Ursache zugrunde und/oder tritt keine Besserung ein, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Um gegen altersbedingte Herzschwäche anzugehen, kann die Heilpflanze mit Weißdorn und Bärlauch gemischt werden. Die Ringelblume hilft in Kombination mit der Mistel unter anderem gegen Kreislaufprobleme, Schwindel, Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen.

Misteltee für äußere Anwendung

Misteltee lässt sich äußerlich auftragen oder ins Badewasser geben. Umschläge mit einem Tee aus der Heilpflanze machen rheumatische Schmerzen erträglicher, sind ein bewährtes Hausmittel gegen Krampfadern und helfen bei Ekzemen.

Wichtige Informationen für Sammler

Misteln stehen nicht unter Naturschutz. Wer sie zu gewerblichen Zwecken sammelt, braucht dazu eine Genehmigung der Behörden. Wichtig: Sammler dürfen den Wirtsbaum nicht beschädigen. Äste abzusägen, um an die Nester zu kommen, verbietet sich aus ökologischen Gründen. (sw, nr; zuletzt geändert am 30.11.2016)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/misteltee.html

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

 

Wasserkefir – Das probiotische Lebenselixier


Der Wasserkefir ist ein meist selbst gemachtes probiotisches Getränk. Als Wasserkefir bezeichnet man aber auch die Kulturen, die man benötigt, um das Getränk überhaupt erst herstellen zu können. Diese sehen aus wie eine Ansammlung kleiner Geleekügelchen. Die Kügelchen bestehen aus Hefepilzen und Milchsäurebakterien. Gemeinschaftlich verwandeln sie Zuckerwasser in ein prickelnd erfrischendes Getränk mit probiotischen Eigenschaften. Wie man den Wasserkefir herstellt und welche gesundheitlichen Auswirkungen er hat, erklären wir Ihnen.

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Wasserkefir – Selbst gemachtes Allheilmittel

Der Begriff Wasserkefir soll vom türkischen Wort „Keif“ stammen, das so viel wie Wohlbefinden bedeutet – ein eindeutiger Hinweis auf die gesundheitlichen Auswirkungen, die dem Kefir nachgesagt werden. Es gibt sodann auch fast kein Gesundheitsproblem, das der Kefir nicht beheben kann, glaubt man den Aussagen der Kefiranhänger.

Der Wasserkefir und seine Herkunft

Während viele Menschen den Milchkefir bereits kennen, ist der Wasserkefir noch für viele eher unbekannt. Ähnlich unbekannt ist die genaue Herkunft des Wasserkefirs. Man vermutet, dass der Wasserkefir schon seit Jahrtausenden getrunken wird. Mexiko wird als mögliches Ursprungsland gehandelt. Denn der Wasserkefir soll Berichten zufolge erstmals im Jahr 1899 erwähnt worden sein. Man hatte die Kristalle auf mexikanischen Ohren-Kakteen (Opuntia) entdeckt, die sich offenbar von den zuckerhaltigen Ausscheidungen der Kakteen ernährten.

Doch gibt es auch Geschichten, die auf Tibet, den Kaukasus oder auch die südliche Ukraine als Ursprungsland hindeuten. Wo auch immer nund er Wasserkefir ursprünglich stammt, genutzt wird er in all diesen Ländern schon nachweislich viele Jahre lang.

Die Wasserkefir-Kulturen werden im englischsprachigen Raum als “grains” bezeichnet, doch haben sie mit Getreidekörnern nichts gemeinsam. Die kleinen durchsichtigen Geleekügelchen erinnern eher an winzige Kristalle, weshalb man sie auch häufig so nennt („Japankristalle“). Auch andere Bezeichnungen, wie Japanische Meeresalge oder Tibi sind im Umlauf.

Wer bislang gerne kohlensäurehaltige Softdrinks trank, kann sich diese mit Hilfe des Wasserkefirs schnell abgewöhnen. Er schmeckt ähnlich prickelnd, hält aber – im Gegensatz zu den Softdrinks – eine Menge gesundheitlicher Vorteile bereit.

Wasserkefir – Die Wirkungen

Dem Wasserkefir werden sehr viele Wirkungen nachgesagt. Wissenschaftliche Studien hingegen sind mehr als rar. Da der Wasserkefir aber ein sehr altes Getränk ist, das von etlichen Völkern seit vielen Jahren getrunken wird, kann man hier durchaus der Erfahrungsheilkunde Glauben schenken – oder einfach selbst einen Versuch unternehmen.

Auch handelt es sich beim Wasserkefir um ein probiotisches Produkt, weshalb er im Grunde sämtliche gesundheitliche Vorteile haben könnte, die man bereits von den probiotischen Kulturen her kennt und die in Hunderten von Studien mittlerweile auch erwiesen sind. Hier muss man jedoch berücksichtigen, dass in Studien meist bestimmte probiotische Stämme untersucht werden und diese nicht unbedingt im Wasserkefir enthalten sein müssen oder wenn doch, so nicht in jedem Fall in relevanten Mengen, in hochwertigen Kapsel- oder Flüssig-Probiotika jedoch schon. Studienergebnisse zu Probiotika lassen sich daher nicht in jedem Fall auf den Wasserkefir übertragen.

Die folgenden Heilwirkungen gründen somit auf Erfahrungsberichten:

Der Wasserkefir beeinflusst die Darmflora und lindert entzündliche Darmzustände. Er kann zum Aufbau der Darmflora eingesetzt werden (z. B. nach einer Antibiotikatherapie) und die Gewichtsabnahme unterstützen.

Der Wasserkefir reguliert die Verdauung und optimiert somit die Nährstoffverwertung. Auch auf Hautkrankheiten wirkt er sich oft sehr positiv aus.

Nicht selten legen sich auch Allergien, wenn man den Wasserkefir täglich trinkt.

Sogar äusserlich kann man den Wasserkefir anwenden und mit ihm beispielsweise das Gesicht waschen. Die Haut wird zart, weich und blüht regelrecht auf.

Auch bei einer Belastung mit dem pathogenen Hefepilz Candida albicans gibt es positive Erfahrungsberichte – und das obwohl im Kefir ja ebenfalls Hefepilze enthalten sind, man also glauben könnte, dass dieser bei einer Candidabelastung nicht hilfreich ist. Doch sollen die Mikroorganismen des Kefirs die Candidapilze verdrängen und so zu einer Reduzierung der Candidabelastung führen.

Des Weiteren gibt es positive Berichte bei Arthritis und beim Reizdarmsyndrom. Auch Migräne, das Chronische Müdigkeitssyndrom CFS, Depressionen, ADHS, Akne, Rosacea und viele weitere Beschwerden mehr sollen sich verflüchtigen oder besser werden, wenn regelmässig Wasserkefir getrunken wird.

Diabetiker sollten mit dem Wasserkefir vorsichtig sein, da er – je nach Zutaten und Fermentationsdauer – noch einen Restzuckergehalt aufweisen kann.

Der Wasserkefir – erfrischend, probiotisch und schnell zubereitet

Zur Herstellung des Wasserkefirgetränks legt man die Geleekügelchen in Zuckerwasser, Saft oder Kokoswasser. Die probiotischen Hefepilze und Bakterien setzen jetzt einen Gärungs- und Fermentationsprozess in Gang.

Sie verstoffwechseln den Zucker und es entstehen Kohlensäure, Vitalstoffe und ein wenig Alkohol. Gleichzeitig vermehren sich die probiotischen Mikroorganismen und gehen in das Wasser über.

Das Kefirwasser ist somit ein erfrischendes Getränk mit probiotischer Wirkung, das schon nach ein bis zwei Tagen trinkfertig ist. Andere Fermentgetränke, wie z. B. der Kombucha (der zudem noch koffeinhaltig ist) benötigen oft erheblich länger, bis sie verwendet werden können.

Im Wasserkefir tätig: Hefepilze und Bakterien

Die Hefepilze und Bakterien arbeiten bei der Herstellung des Wasserkefirs Hand in Hand. Sie leben und arbeiten in Symbiose. Die Hefepilze sind hier für die Herstellung von Vitaminen zuständig und machen die Mineralstoffe des Wassers für die Bakterien verwertbar. Die Bakterien nutzen diese Vitalstoffe nun für ihren eigenen Stoffwechsel und stellen Milchsäure her. Die Hefepilze wiederum lieben und nutzen die Milchsäure für ihren eigenen Stoffwechsel.

Der Wasserkefir erhält durch die Bildung der Milchsäure einen sauren pH-Wert. Diese Säure sorgt dafür, dass sich weder Fäulnisbakterien noch Krankheitserreger ausbreiten können und der Kefir somit ein rein nützliches Mikroorganismenspektrum enthält.

Der Wasserkefir und seine unterschiedlichen Aromen

Der Wasserkefir kann auf ganz unterschiedliche Weise zubereitet und aromatisiert werden. Wer gerne experimentiert, kann wunderbare Aromen mit den unterschiedlichsten Zutaten erzielen, so dass die Kefirherstellung für viele ein spannendes Hobby ist.

Man kann den Kefir beispielsweise auch noch ein zweites Mal fermentieren lassen, indem man einfach nach Abschluss des ersten Fermentationsprozesses weitere Zutaten hinzugibt, z. B. ergeben getrocknete Äpfel eine erfrischend prickelnde Apfellimonade. Mit Ingwer erhalten Sie eine Ingwer-Limo und mit Zitronensaft eine Zitronenlimonade.

Wasserkefir – Die Inhaltsstoffe

Der Wasserkefir, also das fertige Getränk besteht in der Hauptsache aus Wasser, probiotischen Bakterien und Hefepilzen, Kohlensäure, Alkohol, Vitamine und einem geringen Restzuckergehalt.

Der Zuckergehalt ist am niedrigsten, wenn man den Kefir 48 Stunden lang fermentieren lässt, er ist höher, wenn man ihn nur 24 Stunden fermentieren lässt, weil dann die Bakterien und Hefepilze noch nicht ausreichend Zeit hatten, um den Zucker zu verstoffwechseln.

Die probiotischen Kulturen

Viele Menschen nutzen den Wasserkefir als natürliches und preiswertes Probiotikum. Denn viele Probiotika auf dem Markt enthalten nur drei oder vier Bakterienstämme. Im Wasserkefir aber sollen um die 60 verschiedene Stämme enthalten sein und davon relativ hohe Mengen (0,5 bis 1 Million CFUs (koloniebildende Einheiten) pro ml).

Unter anderem die folgenden Bakterien- und Hefestämme können im Wasserkefir nachgewiesen werden:

Lactobacillus = Milchsäurebakterien

L. brevis

L. casei

L. hilgardii

L. hordei

L. nagelii

Leuconostoc

L. citreum

L. mesenteroides

Acetobacter

A. fabarum

A. orientalis

Streptococcus

S. lactis

Hefen

Hanseniaospora valbyensis

Lachancea fermentati

Saccharomyces cerevisiae

Zygotorulaspora florentina

In welchen Mengen die einzelnen Bakterien und Hefen entstehen, lässt sich nicht pauschal angeben, da dies vom Zustand des Wasserkefirs, also der Kefirkörnchen abhängt und nicht zuletzt auch von der Reifezeit, den Umgebungsbedingungen und den Zutaten, die man dazu gibt.

Die Vitamine

Neben probiotischen Bakterien entstehen ausserdem während der Fermentation verschiedene Vitamine, insbesondere die Vitamine des B-Komplexes inkl. der Folsäure, auch Vitamin A, C und D sollen im Kefir enthalten sein. Meist wird auch das Vitamin B12 angegeben, doch ist fraglich, ob es auch in der bioverfügbaren Variante enthalten ist, so dass wir den Wasserkefir nicht als zuverlässige B12-Quelle bezeichnen würden. Leider liessen sich keine konkreten Mengenangaben zu den enthaltenen Vitaminen finden. Inwieweit der Wasserkefir daher zur Deckung des Bedarfs mancher Vitamine eingesetzt werden könnte, ist somit unbekannt.

Der Alkoholgehalt

Der Wasserkefir enthält auch eine gewisse Alkoholmenge, nämlich zwischen 0,2 und 2 Prozent.

Die Alkoholmenge hängt von folgenden Faktoren ab:

  • von der Fermentationsdauer (je länger, umso mehr Alkohol),
  • von der Umgebungstemperatur (je niedriger die Temperatur, umso höher der Alkoholgehalt) und
  • von den Zutaten (je mehr Zucker, umso mehr Alkohol entsteht).

Setzt man den Kefir beispielsweise mit einem Saftanteil an, dann erhöht sich der Alkoholgehalt abhängig vom Zuckergehalt des Saftes. Wer Kefir mit 100 Prozent Saft macht, muss nach einer 48stündigen Fermentation mit höherem Alkoholgehalt rechnen als bei der 48stündigen Fermentation eines saftfreien Zuckerwassers.

Wie man den Alkoholgehalt im Wasserkefir senken kann, haben wir weiter unten erklärt.

Wasserkefir – Die Herstellung

Es gibt sehr viele Anleitungen zur Herstellung des Wasserkefirs, die sich alle ein wenig voneinander unterscheiden. Man kann also immer auch ein bisschen variieren und testen, welche Methode am besten gelingt und welche Methode das für einen selbst beste und geschmackvollste Ergebnis erzielt. Hier eine Möglichkeit der Wasserkefir-Herstellung:

1. Zucker

Geben Sie in ein sehr sauberes Glasgefäss mit 1 Liter Fassungsvermögen eine ¼ Tasse Zucker. Plastik- oder Metallgefässe sollten Sie nicht verwenden. Es kann normaler Zucker sein, Rohrohrzucker, Vollrohrzucker oder auch Kokosblütenzucker. Sie können die gerade bei Ihnen vorhandenen Zuckerarten auch mischen. Honig sollten Sie jedoch nicht verwenden, da er antibiotische Stoffe enthält, die den Kefirkulturen zusetzen würden. Manche verwenden auch Ahornsirup oder Melasse.

Da die Kefirkulturen auch Mineralien benötigen, ist weisser Zucker nicht so ideal. Vollwertige Zuckerarten enthalten hingegen noch einen gewissen Mineralstoffgehalt, den der Kefir nutzen kann. Wenn Sie weissen Zucker verwenden, können Sie zur Aufstockung mit Mineralstoffen noch einen Löffel Melasse hinzugeben, die besonders mineralstoffreich ist. Auch ein mineralstoffreiches Wasser kann den Mineralstoffbedarf (Calcium, Magnesium, Kalium etc.) der Kefirkulturen decken.

Verwenden Sie in keinem Fall Süssstoffe (auch nicht Stevia) oder Zuckeraustauschstoffe (z. B. Xylit oder Erythrit), da der Kefir diese nicht verstoffwechseln kann und verhungern würde. Auch Dicksäfte, Yaconsirup oder Agavensirup sollten besser nicht verwendet werden.

2. Wasser und/oder Saft

Giessen Sie ½ Tasse sehr heisses Wasser zum Zucker und rühren Sie, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Wenn Ihr Leitungswasser gechlort ist, verwenden Sie chlorfreies Quellwasser oder auch gefiltertes Leitungswasser. Allerdings sollten Sie einen Filter haben, der den Mineraliengehalt des Wassers nicht gen Null reduziert, da der Wasserkefir wie beschrieben auch die Mineralien benötigt, um leben und arbeiten zu können.

Wenn Sie den YVE-Bio-Filter haben, dann können Sie das Wasser sehr gut verwenden, da dieser Filter ein leicht basisches und natürlich mineralisiertes Wasser herstellt, das zudem wie Quellwasser schmeckt. Hätten Sie nur ein Umkehrosmosegerät, dann müssten Sie das Wasser anschliessend wieder mineralisieren, z. B. mit etwas Melasse und Sango Meeres Korallenpulver.

Der Wasserkefir kann mit Wasser, Saft oder Kokoswasser angesetzt werden. Wenn Sie Saft verwenden, sollten Sie jedoch den darin verwendeten Kefir nicht beim nächsten Mal für Zuckerwasser verwenden. Der Wasserkefir könnte seltsam schmecken. Verwenden Sie daher immer dieselben Kefirkörnchen für Saft und andere Kefirkörnchen für Wasser.

Wenn Sie Saft verwenden, müssen Sie nicht zwangsläufig noch zusätzlich Zucker dazu geben. Der Saft enthält meist genügend fruchteigenen Zucker.

Sie können auch Saft und Wasser je zur Hälfte verwenden.

Wählen Sie in jedem Fall ungezuckerten Bio-Direktsaft. Es kann ein Fruchtsaft oder auch ein zuckerreicher Gemüsesaft sein (z. B. Karotten- oder Rote-Bete-Saft). Mit „zuckerreich“ ist hier immer der fruchteigene Zucker der Früchte oder Gemüse gemeint.

Auch Kokoswasser kann verwendet werden. Hier sollten Sie die Kefirkörnchen nach einigen Durchgängen im Kokoswasser immer mal wieder auch in Zuckerwasser geben, damit sie sich dort wieder erholen können, da Kokoswasser nicht ganz so viel Zucker enthält, wie der Kefir benötigen würden. Natürlich können Sie das Kokoswassser auch vor der Fermentation zuckern.

3. Wasserkefirkultur

Füllen Sie jetzt das Gefäss bis zum Rand mit kaltem Wasser, so dass die Wassermischung letztendlich Raumtemperatur erreicht.

Geben Sie jetzt die Wasserkefirkultur hinzu, die im englischen Sprachraum als „grains“ bezeichnet wird, also als kleine „Körnchen“, obwohl sie natürlich nichts mit Korn oder Getreide zu haben. Drei Esslöffel der Kefirkörnchen genügen für diese Rezeptur. Man kann grundsätzlich von 3 bis 4 EL Kefirkörnchen pro 1 bis 2 Liter Wasser ausgehen. Wenn Sie mehr Kefirkörnchen verwenden, dann verläuft die Fermentation sehr schnell, was zu Lasten des Geschmacks geht.

4. Trockenfrüchte

Viele Wasserkefir-Fans geben Trockenfrüchte mit in den Ansatz (½ bis 1 EL), z. B. Sultaninen, getrocknete Feigen oder auch getrocknete Cranberries. Gerade letztere sorgen für einen sehr feinen Geschmack. Gleichzeitig haben sie einen schützenden Effekt auf die Harnwege.

Die Trockenfrüchte aromatisieren einerseits, liefern aber auch noch weiteren Zucker sowie Mineralien für die Kefirkultur.

(Nach der ersten Fermentation können Sie die Trockenfrüchte für ein oder zwei weitere erste Fermentationsrunden bei der Kefirkultur belassen oder sie vollständig entfernen.)

Manche geben überdies noch ¼ oder ½ unbehandelte Zitrone hinzu. Auch sie gibt Aroma, und ihre Schale soll mit Mineralien versorgen. Sie soll ferner den pH-Wert senken, damit sich keine schädlichen Mikroorganismen ansiedeln können. Doch sorgt der Kefir selbst für einen ausreichend niedrigen pH-Wert.

Erforderlich sind also weder Trockenfrüchte noch die Zitrone. Auch Natron oder Eierschalen – wie manchmal behauptet wird – sind als Zusätze nicht nötig.

5. Fermentieren lassen – 1. Fermentationsgang

Decken Sie das Glas mit einem Tuch oder Kaffeefilter ab und lassen Sie das Ganze 24 bis 48 Stunden fermentieren. Wenn Sie jedoch eine 2. Fermentation im Sinn haben, dann kürzen Sie die erste Fermentation auf 12 bis 24 Stunden ab.

Giessen Sie dann die Flüssigkeit ab, z. B. in eine Flasche und setzen Sie mit den Kefirkörnchen den nächsten Wasserkefir an. Die Kefirkörnchen müssen dazu nicht zuvor gesäubert oder mit Wasser abgespült werden. Im Gegenteil, ein regelmässiges Abspülen der Körnchen kann ihnen langfristig schaden.

5. Trinken oder noch einmal fermentieren lassen – 2. Fermentationsgang

Die beschriebene Vorgehensweise ist die erste Fermentation. Man kann den Wasserkefir nun trinken, im Kühlschrank aufbewahren (2 bis 3 Wochen hält er dort) – oder aber man kann noch eine zweite Fermentation anschliessen lassen, wenn man möchte, um den Wasserkefir zu aromatisieren.

Hier beginnt dann auch jene Phase der Wasserkefirherstellung, in der Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Die zweite Fermentation dient natürlich auch nicht nur der Aromatisierung. Die probiotische Wirkung wird jetzt verstärkt, der Zuckergehalt sinkt weiter und je nach den verwendeten Zutaten erhöht sich der Nährwert. Auch steigt der Kohlensäuregehalt und damit der Sprudeleffekt.

Die zweite Fermentation wird ohne Kefirkörnchen durchgeführt. Die im ersten Fermentationsgang entstandenen probiotischen Bakterien können nun problemlos den zweiten Fermentationsprozess am Leben halten.

Die Dauer des zweiten Fermentationsganges hängt nicht zuletzt von der Dauer des ersten ab. Der erste und der zweite Fermentationsgang sollten zusammen nicht länger als 48 Stunden dauern.

Wird diese Zeit überschritten, finden die Kefirkörnchen nicht mehr ausreichend Nahrung und beginnen Hunger zu leiden, was ihr Wohlbefinden und sodann ihre Leistungsfähigkeit im nächsten Ansatz mindert.

Wenn also Ihr erster Fermentationsgang 12 Stunden dauerte, könnte der zweite 36 Stunden dauern. Sie können aber der Einfachheit halber jeden Gang jeweils 24 Stunden, also einen Tag dauern lassen.

Apfel-Limo

Giessen Sie 1 Liter Kefirwasser in ein verschliessbares Glasgefäss.

Geben Sie nun beispielsweise 4 bis 6 Spalten getrocknete Äpfel hinzu, um anschliessend eine köstliche Apfellimonade zu erhalten.

Verschliessen Sie das Gefäss gut und lassen Sie es bei Zimmertemperatur für weitere 24 Stunden stehen. Anschliessend ist der aromatisierte Wasserkefir trinkfertig. Entfernen Sie die Äpfel. Wenn Sie das Getränk nicht auf einmal trinken, stellen Sie es jetzt in den Kühlschrank, um die Fermentation zu stoppen bzw. massiv zu verlangsamen.

Granatapfel-Limo

Geben Sie in ein Glasgefäss die Hälfte des Kefirwassers aus der ersten Fermentation. Dazu geben Sie nun dieselbe Menge Ihre Lieblingssaftes, z. B. einen Granatapfelsaft. Natürlich sollte es sich um einen biologisch erzeugten und ungezuckerten Saft ohne konservierende oder sonstige Zusätze handeln. Konservierungsstoffe sind dazu da, Bakterien zu töten. Also würden sie auch die probiotischen Bakterien in Ihrem Kefirwasser töten.

Lassen Sie diese Mischung nun in einer zweiten Fermentation 12 bis 24 Stunden stehen.

Der einzige Grund, warum Sie diese Rezeptur nicht allzuoft trinken sollten, ist, dass hierbei mehr Alkohol entsteht, ganz besonders, wenn Sie die Mischung länger als einen Tag fermentieren lassen. Für Kinder ist dieses Kefirwasser also nichts.

Ingwer-Limo

Sie können in der zweiten Fermentation auch einfach zwei daumennagelgrosse Stücke Ingwer hinzugeben.

Zitronen-Limo

Oder Sie geben für den zweiten Fermentationsgang 2 EL frisch gepressten Zitronensaft in das Kefirwasser. Eine feine Zitronen-Limonade ist das Ergebnis.

Vanille-Limo

Ein ganz wunderbares Geschmackserlebnis erreicht man, indem man einem Glas fertig fermentierten Wasserkefir einfach nur ¼ TL echte Vanille hinzugibt und umrührt.

Die Fermentationsdauer

Die erforderliche Fermentationsdauer hängt von vielerlei ab:

  • Von der Temperatur und somit auch von der Jahreszeit
  • Von der gewünschten Restzuckermenge und der gewünschten Alkoholmenge
  • Von der Menge der Kefirkörnchen pro Liter Zuckerwasser:
    • Wenn Sie z. B. eine Tasse Kefirkörnchen in eine Tasse Zuckerwasser geben (was definitiv nicht empfehlenswert ist), wird die Fermentation schnell beendet sein.
    • Bei einem Teelöffel Kefirkörnchen pro Liter Zuckerwasser (was auch nicht empfehlenswert ist) kommt es zu einer sehr langsamen Fermentation.
    • Wenn Sie den Kefir in den Kühlschrank stellen, benötigen die Körnchen dort 5 bis 7 Tage, um das Zuckerwasser so weit zu fermentieren, wie sie das bei Zimmertemperatur innerhalb von 24 bis 48 Stunden tun würden oder an einem heissen Tag innerhalb von 12 Stunden.

Normalerweise wird 24 bis 48 Stunden mit 3 bis 4 Esslöffeln Körnchen pro Liter Zuckerwasser fermentiert. Dann kommt es zum optimalen Geschmack, der optimalen Konsistenz, und den Kefirkörnchen scheint es dabei am besten zu gehen.

Wie kann man den Alkoholgehalt senken?

Wer Wasserkefir trinkt, ist meist besonders gesundheitsbewusst, und wer gesundheitsbewusst ist, will Alkohol möglichst meiden. Beim Wasserkefir ist das jedoch nicht so einfach, da ein Kochen beispielsweise nicht in Frage kommt. Denn dies würde ja auch die gerade so wichtigen probiotischen Kulturen abtöten.

Man könnte jedoch den Deckel des Gefässes nur auflegen und nicht dicht verschliessen, wie häufig empfohlen wird. Dies erhöht den Sauerstoffgehalt in der unmittelbaren Umgebung des Kefirs, was nun wiederum die Bildung der Essigsäuren aus dem entstandenen Alkohol fördert.

Der Alkohol bildet sich durch die Hefen in einem bevorzugt anaeroben, also sauerstofffreien Umfeld. Milchsäure bildet sich hingegen in einem etwas sauerstoffreicherem Milieu.

Wenn Sie nun ein grosses Gefäss wählen, so dass es nur etwa zu drei Vierteln gefüllt ist, dann bleibt der restliche Raum mit Luft und so auch mit Sauerstoff gefüllt. Es wird jetzt verstärkt Milchsäure gebildet und etwas weniger Alkohol.

Wie viel Wasserkefir sollte man trinken?

Es werden täglich mind. 0,5 l empfohlen, um die volle Wirkung zu erzielen. 1,0 l wäre besser, heisst es, besonders wenn man eine therapeutische Dosis erreichen möchte. Mit Sicherheit kann aber auch bereits ein Glas Wasserkefir pro Tag hilfreich sein und mit einer guten Zahl probiotischer Bakterien versorgen. Probieren Sie es aus, welche Menge für Sie optimal ist. Denn wenn der Kefir selbst in kleinen Mengen zu Verdauungsproblemen führt (zu dünner Stuhl, Blähungen), sollten Sie sich nicht zu höheren Dosen zwingen, nur weil dies irgendwo so steht.

Was macht man mit überzähligen Kefirkulturen?

Die Wasserkefirkörnchen vermehren sich von Mal zu Mal, so dass man dann immer wieder Körnchen übrig hat, die man gerne an andere Menschen weitergibt. Findet man niemanden, dem man die überzähligen Körnchen geben könnte, kann man sie für einige Tage in den Kühlschrank legen oder sie trocknen und einige Monate lagern (wie im nächsten Absatz beschrieben).

Man kann sie aber auch direkt essen und sich auf diese Weise mit einer Extraportion Probiotika versorgen. Dazu mixt man die Körnchen einfach in einen Smoothie oder Shake. Testen Sie jedoch erst einmal vorsichtig die Verträglichkeit, bevor sie sich zu viel der Körnchen einverleiben.

Die Lagerung des Wasserkefirs

Wenn Sie plötzlich keine Lust mehr haben sollten, den Wasserkefir anzusetzen oder Sie in den Urlaub fahren möchten, können Sie die Wasserkefirkörnchen zwei Wochen im Kühlschrank lagern – und zwar in einem Zuckerwasser mit der doppelten Zuckerkonzentration. Dieses Wasser schütten Sie nach den zwei Wochen weg und setzen den Kefir in neuem Zuckerwasser an, wenn Sie ihn dann wieder trinken möchten.

Wenn Sie den Kefir länger zwischenlagern möchten, dann können Sie ihn trocknen und anschliessend bis zu sechs Monate lang im Kühlschrank aufbewahren.

Das Trocknen geht folgendermassen:

  • Spülen Sie die Körnchen gründlich mit klarem gefiltertem Wasser ab (nicht mit gechlortem Leitungswasser).
  • Breiten Sie die Körnchen jetzt an einem geschützten Platz auf ungebleichtem Papier aus.
  • Trocknen Sie die Körnchen bei Zimmertemperatur für 3 bis 5 Tage – abhängig von der Luftfeuchtigkeit und Höhe der Zimmertemperatur. Sie können auch ein Dörrgerät verwenden, aber nur, wenn Sie dieses auf eine Temperatur von 30 Grad einstellen können, was bei vielen Geräten nicht möglich ist, da sie erst ab 40 Grad starten.
  • Sobald die Kefirkörnchen vollkommen trocken sind, können Sie sie bis zu 6 Monate lang in einem Ziplock-Beutel im Kühlschrank lagern.

Die Wiederbelebung des getrockneten Wasserkefirs

Wenn Sie dann mal wieder Lust dazu haben, Wasserkefir herzustellen und zu trinken, dann können Sie die Körnchen rehydrieren – und zwar folgendermassen:

  • Erhitzen Sie eine ½ Tasse Wasser und giessen Sie das Wasser in ein Glasgefäss.
  • Lösen Sie darin so viel Zucker auf, wie Sie auch Kefirkörnchen haben. Beispiel: Für 4 EL Kefirkörnchen nehmen Sie 4 EL Zucker.
  • Geben Sie 2 Tassen Wasser mit Zimmertemperatur hinzu (1 Tasse = 240 ml).
  • Prüfen Sie die Temperatur des Wassers. Sie sollte bei 20 bis 30 Grad liegen. Passen Sie sie ggf. an, falls das Wasser noch zu heiss oder zu kalt sein sollte.
  • Lassen Sie die Körnchen 24 Stunden im Zuckerwasser.
  • Giessen Sie dann das Wasser ab und wiederholen Sie den beschriebenen Vorgang noch zwei weitere Male, so dass die Kefirkörnchen insgesamt drei Tage Zeit haben, um wieder voll aktiv zu werden.

Wasserkefir bei FIT, LIT, HIT und Glutenintoleranz

Wasserkefir ist natürlich glutenfrei und damit für alle Menschen geeignet, die glutensensitiv sind. Da keine Milch verwendet wird, kann der Wasserkefir auch von allen getrunken werden, die eine Lactoseintoleranz haben oder anderweitig empfindlich auf Milchprodukte reagieren.

Bei einer Histaminintoleranz (HIT) aber ist der normal hergestellte Wasserkefir zunächst eher nicht zu empfehlen. Denn es handelt sich um ein fermentiertes Produkt mit hohem Histamingehalt, das die Histaminintoleranz verstärken kann.

Auch bei einer Fructoseintoleranz (FIT) sollte man den Wasserkefir nur einmal in kleinen Mengen probieren, denn bei der Verarbeitung des Zuckers entstehen u. a. die Einfachzucker Fructose und Glucose, die dann den Restzuckergehalt ausmachen. Es kommt hier sehr auf die persönliche Fructosetoleranzgrenze an, ob man den Wasserkefir verträgt oder nicht.

Da jedoch sowohl die Histaminintoleranz als auch die Fructoseintoleranz insbesondere ein Darmproblem darstellen und der Wasserkefir bei der Regeneration des Darmes helfen kann, ist der Wasserkefir hier nicht von vornherein auszuschliessen. Manche Betroffenen berichten, dass der Kefir ihre Intoleranzen deutlich besserte. Doch wird er in diesem Fall nicht wie üblich hergestellt, sondern man beginnt mit winzigsten Kefirkörnchenmengen, z. B. mit 4 bis 5 Kefirkörnchen auf einen Liter und mit entsprechend wenig Zucker. Dann testet man erst ein Schnapsglas pro Tag und tastet sich auf diese Weise immer weiter voran.

Wasserkefir oder Milchkefir?

Wasserkefir enthält nicht ganz so viele probiotische Bakterien wie Milchkefir. Andererseits ist Wasserkefir immer noch deutlich reicher an probiotischen Bakterien als Yoghurt oder Buttermilch. Und nicht zuletzt ist Milchkefir für Personen, die Milchprodukte nicht vertragen oder diese aus ethischen Gründen nicht essen möchten, keine Option.

Milchkefir enthält ca. 30 bis 50 verschiedene Bakterien und Hefen, während Wasserkefir „nur“ 10 bis 15 Bakterien und Hefen enthält. Die positive Wirkung von Milchkefir soll daher höher sein. Jedoch ist in Wasserkefir kein Streptococcus thermophilus enthalten (im Milchkefir schon), der bei Autoimmunerkrankungen die Symptome verstärken können soll.

Mit Ihren Wasserkefirkulturen können Sie aus Milch keinen Milchkefir zaubern. Mit Milchkefirkulturen soll es jedoch möglich sein, Wasserkefir herzustellen, was wir jedoch nicht empfehlen würden. Jede Kultur soll in dem von ihr bevorzugten Milieu tätig werden können und wird auch nur dort ihre Bestleistungen vollbringen.

Wasserkefir – frisch oder als Pulver kaufen?

Wasserkefirkörnchen kann man inzwischen – wie fast alles – online bestellen. Es gibt ihn frisch oder aber getrocknet in Pulverform. (Früher hat man den Wasserkefir einfach weitergegeben. Man musste also eine Person finden, die den Wasserkefir bei sich zu Hause regelmässig ansetzte.)

Die frischen Wasserkefirkörnchen liefern eine grössere Anzahl an Probiotika als die pulverisierten Starterkulturen.

Pflegt man die Wasserkefirkörnchen gut, kann man sie endlos für die Herstellung von Wasserkefir verwenden. Man muss lediglich darauf achten, dass sie nicht mit Spülmittel oder sonstigen antibakteriellen Mitteln in Kontakt geraten. Gechlortes Wasser ist ebenfalls zu vermeiden. Auch muss man sie natürlich regelmässig ansetzen, damit sie nicht verhungern. Spätestens nach 48 Stunden sollten sie wieder in Zuckerwasser gesetzt werden.

Die pulverisierten Starterkulturen sind nur während einiger Fermentationsdurchgänge aktiv, verlieren dann aber ihre Aktivität, und man muss eine neue Starterkultur kaufen.

Vor- und Nachteile des Wasserkefirs

Der Wasserkefir hat überzeugende Vorteile:

  • Es ist ein preiswertes und wohlschmeckendes Probiotikum.
  • Die Herstellung macht Spass und man kann viel experimentieren, um tolle neue Geschmacksrichtigungen zu erzielen.
  • Es wird von vielen gesundheitlichen Vorteilen berichtet.

Allerdings hat der Wasserkefir unserer Ansicht nach auch Nachteile. Er wird aus Zuckerwasser hergestellt und enthält somit fast immer einen gewissen Restzuckergehalt – je nachdem, wie lange man den Kefir fermentieren lässt.

Je länger die Fermentationsdauer ist, umso weniger Zucker wird enthalten sein. Gleichzeitig steigt mit der Länge der Fermentationsdauer aber wieder der Alkoholgehalt. Zwar ist auch dieser letztendlich recht gering, doch trinkt man den Kefir ja meist täglich und nutzt ihn meist auch noch als Durstlöscher, trinkt davon also grössere Mengen (0,5 bis 1 Liter pro Tag), so dass sich der Alkohol durchaus auch negativ auswirken kann – abhängig von der persönlichen Empfindlichkeit, dem Zustand der Leber etc.

Möglicherweise können die probiotischen Kulturen und ihre gesundheitlichen Vorteile aber auch die etwaigen Nachteile der geringen Restzucker- und Alkoholmengen reduzieren oder gar ganz kompensieren. Untersuchungen liegen dazu aber keine vor. Die Erfahrungsberichte der Wasserkefiranhänger sind jedoch überzeugend und man kennt die Berichte der Volksheilkunde in jenen Ländern, in denen der Wasserkefir schon lange erfolgreich als Therapeutikum eingesetzt wird.

Wenn keine Nebenwirkungen beim Genuss des Wasserkefirs auftreten und Sie Spass an der Herstellung haben, ist der Wasserkefir sicher einen Versuch wert.

Wasserkefir – Die Nebenwirkungen

Vielen Menschen geht es mit dem Wasserkefir fantastisch. Andere vertragen ihn nicht so gut. Wieder andere vertragen nur ein Glas pro Tag, bekommen aber bei grösseren Mengen Probleme. Und bei manchen braucht es eine gewisse Eingewöhnungszeit, bis der Kefir gut verträglich ist.

Immer muss auch bedacht werden, dass der Kefir aufgrund seines hohen Gehalts an Probiotika natürlich sehr stark das Verdauungssystem aufräumt. Daher kann es während dieses Aufräumprozesses zu Durchfall und Blähungen kommen. Nach einigen Tagen oder Wochen wird es dann besser, ein Zeichen dafür, dass der Darm sich langsam reguliert und regeneriert hat.

Es ist also sehr schwierig, aufgrund erster Reaktionen nach den ersten Wasserkefirversuchen zu beurteilen, ob es sich um Unverträglichkeitsreaktionen oder „nur“ um Entgiftungs- und Heilprozesse handelt. Sie müssten es einfach ausprobieren.

Auch kann es passieren, dass manche langjährige chronische Krankheit dank des Kefirs verschwindet, dafür aber ständige Blähungen und dünner Stuhl auftreten. Hier muss man abwägen, was für einen persönlich besser ist. Lieber die Arthritis mit ihren schweren Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkungen oder doch vielleicht besser ab sofort ein paar Blähungen?

Natürlich kann man bei einer Kefirunverträglichkeit auch Probiotika in Kapselform probieren. Diese sind frei von Milchsäure, frei von Zucker und auch frei von Alkohol und somit meist gut verträglich. Sie liefern ausserdem garantierte Mengen jener probiotischer Kulturen, deren gesundheitliche Auswirkungen in wissenschaftlichen Studien belegt wurden.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/wasserkefir-selbst-gemacht.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

Das Trinkgold der Alchemisten – Aurum Potabile, ein mittelalterliches Geheimnis wurde wiederentdeckt!


Jahrhundertelang war es das Ziel alchemistischer Forschung: Aurum Potabile, ein sagenumwobenes, aus Gold gewonnenes Allheilmittel. Lebenselixier und Mittel zur Bewusstseinsentwicklung gleichermaßen

Von Sophia Suroh und Alexander Thrietur

Ein geheimnisvolles Lebenselixier und Allheilmittel ist das „Aurum Potabile“. So berichten berühmte mittelalterliche Alchemisten wie Paracelsus und Isaacus Hollandus. Gewonnen wurde es aus purem Gold, das auf geheime Weise verflüssigt und aufwendig im Labor bearbeitet wurde. Diese energetische Essenz war – neben dem sagenumwobenen „Stein der Weisen“ – das Ziel aller Mühen der wirklichen Alchemisten. Nicht um die Herstellung von Gold aus Blei ging es ihnen. Ihr Ziel war vielmehr, das höchste Allheilmittel zu finden – jenes Mittel, das Körper, Geist und Seele verwandelt
Alles nur eine schöne Mär und einer überschäumenden Phantasie entsprungen? Keineswegs: Zwei Alchemisten gelang jetzt die Wiederentdeckung des „Trinkgoldes“. Nach Entschlüsselung überlieferter symbolischer Beschreibungen konnten sie die sagenumwobene Essenz tatsächlich herstellen: Das Gold löst sich auf und übrig blieb eine goldfarbene alkoholhaltige Flüssigkeit. Eine Substanz, der damals schier unglaubliche Fähigkeiten zugeschrieben wurden.

Die Wirkungen des Trinkgoldes

Berühmte Alchemisten wie Paracelsus und Isaacus Hollandus benutzten das „Trinkgold“ als eine Art Lebenselixier. Sie kurierten mit einer täglichen Gabe von nur einem Tropfen in wenigen Wochen viele chronische Krankheiten. Außerdem schützten sie sich damit vor Infektionen wie der Ansteckung mit Pest. Durch eine mehrmonatige Einnahme erfolgte eine grundlegende Reinigung der „Säfte“, also eine starke Entschlackung und Entgiftung, wodurch Blut und Zellen und damit der gesamte Organismus quasi „verjüngt“ worden sind, so die überlieferten Berichte.
Beide haben noch selbst um die Herstellung des außergewöhnlichen Elixiers gewusst. Anderen esoterischen Überlieferungen zufolge soll das „Trinkgold“ einen starken positiven Einfluss auf das Bewusstsein und dessen Entwicklung ausüben können. Als eine Art Katalysator stärke es dabei die Zirbeldrüse bzw. aktiviere das sogenannte Kronen-Chakra. Heute weiß man aus medizinischen Forschungen, dass schon geringe Mengen bioaktiven Goldes als Katalysator im Stoffwechsel fungieren und das Nervensystem beeinflussen. Die in den weit älteren esoterischen Überlieferungen beschriebene Katalysator-Wirkung bezieht sich jedoch auf einen energetischen Einfluss: Durch die Anregung des Kronen-Chakras bringt das Trinkgold das menschliche Energiefeld, die sogenannte Aura, in Resonanz mit höheren Energie- und Bewusstseinsebenen – vergleichbar einer Stimmgabel, die auf einen neuen Ton einstimmt. Darüber hinaus wirkt das Gold nach symbolischen Lehren aufhellend auf die Stimmung. Der Sonne zugeordnet, „erleuchtet“ und ermuntert es wie diese das Gemüt.

Moderne Tests

Was aber bewirkt die Essenz nun wirklich? Vom LIFE-TESTinstitut, einem neutralen Testinstitut für biophysikalische Wirkungen in Emmendigen bei Freiburg, wurde die Wirkung des „Aurum Potabile“ mit Hilfe alternativ-medizinischer Diagnoseapparate untersucht. Danach wirkt seine „Goldenergie“ auf den Menschen auf vielfältige Weise sehr positiv:

  • Das menschliche Energieniveau wird insgesamt erhöht.
  • Die Produktion und Speicherung der Lebensenergie Qi wird direkt angeregt.
  • Übergeordnete Steuerungsebenen im menschlichen Energiesystem werden aktiviert und dadurch
  • eine Harmonisierung energetischer Ungleichgewichte und Blockaden in Gang gesetzt.
  • Dabei kann Unbewusstes und Verdrängtes, das energetische Blockaden hervorruft, ins Bewusstsein gelangen und so verarbeitet werden.

alchemisten

All das sind nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) Voraussetzungen für eine wirkliche Heilung an Körper, Geist und Seele. Das LIFE-TESTinstitut bewertete daher das „Aurum Potabile“ als „energetisch sehr gut“, die höchste qualitative Note des unabhängigen Instituts.
Besonders verblüffte die Fachleute, dass die Essenz schon bei einmaliger Anwendung die Blasen- und Nieren-Meridiane kräftig anregen konnte – nach der TCM hängt ihr Energienieveau direkt mit einer Erhöhung der Lebensenergie zusammen. Auf diese Weise kann bei regelmäßiger Anwendung die gesamte Vitalität verbessert werden. Ebenfalls unerwartet war: Bei Zugabe von 5 Tropfen Aurum Potabile pro Liter Wasser erhöht sich dessen Biophotonen-Energieabstrahlung – jenes Licht, das unsere Zellen zum Leben brauchen – um rund 43 Prozent. Das heißt, das Wasser bekommt eine erheblich höhere, biologisch sehr gute Energiequalität.
Bereits über ein Jahr lang haben auch mehrere Heilpraktiker und ganzheitlich orientierte Ärzte damit Erfahrungen in der Praxis gesammelt. Reiner Moll, Leiter des Privatinstituts für Naturheilweisen „Arkanum“ in Neusäß bei Augsburg, war anfangs skeptisch: „Ein Allheilmittel soll es sein?“ Heute weiß er über Heilerfolge zu berichten, die er sich selbst nicht erklären kann: „Alle Arten chronischer Erkrankungen, Schmerzzustände und Hautkrankheiten können damit gelindert oder sogar ganz geheilt werden.“ So verschwand beispielsweise der Hautausschlag eines 32-jährigen Mannes, unter dem er seit fünf Jahren litt, durch Einreiben mit dem Goldmittel innerhalb von nur 14 Tagen. Eine Patientin, die seit 15 Jahren an den Folgen einer Brandwunde laborierte, war nach zwei Wochen ebenfalls beschwerdefrei. Und ein 48-jähriger Luft- und Raumfahrttechniker, der an schwerster chronischer Bronchitis litt und kaum noch sprechen konnte, war nach einer Woche ohne Schmerzen und konnte wieder normal reden. „Die Patienten fühlen sich durch das Aurum Potabile insgesamt vitaler, der Organismus regeneriert sich und die Psyche wird stabiler“ resümiert Arkanum-Leiter Moll. Das Trinkgold eigne sich zudem als Begleitbehandlung zur Unterstützung anderer Therapien, bei Müdigkeit und allgemeiner Schwäche, bei Niedergeschlagenheit, Angstzuständen und zur Stärkung des Selbstvertrauens. Als eine Art „Notfall-Tropfen“ kann es zudem bei Reiseübelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen eingesetzt werden – insbesondere Kinder sprechen darauf sehr schnell an.

Die Wiederentdeckung

Warum weiß heute nicht jeder von diesem erstaunlichen Lebenselixier? So fragt man sich. Im Laufe der letzten 200 Jahre war die wirkliche Kunst der Alchemisten in Vergessenheit geraten. Quacksalber und vermeintliche Goldmacher hatten das uralte Wissen in Verruf gebracht. Aus der Alchemie entstanden die heutigen Naturwissenschaften Chemie, Medizin, Biologie und Astronomie. Die besondere Kunst aber, Heilmittel nach den zyklischen Gesetzen der Natur anzufertigen, wurde zum teuren Privathobby weniger einzelner Adepten und Esoteriker.

forschung

Heute weiß man aus medizinischen Forschungen, dass schon geringe Mengen bioaktiven Goldes als Katalysator im Stoffwechsel fungieren und das Nervensystem beeinflussen.

Dennoch haben etliche versucht, das sagenumwobene Trinkgold herzustellen. Folgt man jedoch den überlieferten Anweisungen erhält man normales Goldchlorid, das keine der beschriebene ungewöhnlichen Heilwirkungen besitzt. Das Geheimnis der Herstellung ist tatsächlich mehr als die Summe seiner Zutaten und der Schlüssel dazu liegt in den vielfachen symbolischen Bedeutungen der alten Texte. Wie die Legenden berichten, muss der Alchemist erst selbst in sich „das Gold“ gefunden haben, um aus dem materiellen Gold die geistig-energetische Heilkraft gewinnen zu können. Ganz praktisch muss er dafür zuerst den „philosophischen Merkur“ erschaffen, ein Lösungsmittel, das für den Herstellungsprozess erforderlich ist.

Und Johann Agricola, ein ebenso bekannter Arzt und Alchemist des 17. Jahrhunderts, berichtete aus eigener Erfahrung: „Erstlichen ist dieses Aurum Potabile ein sonderlicher Schatz und Arcanum, den menschlichen Körper vor vielen Krankheiten zu bewahren, denn es das Herz und alle Geister mächtiglich stärket, (…), denn es durchgehet den Leib wie ein Rauch und präserviert (d.h. „schützt“) ihn, dass er auch bis ad terminum vitae vor allen zufallenden Krankheiten kann bewahret sein, welches eine große Gnade Gottes ist, dass man sein Leben nicht auf dem Siechbette zubringen müsse, (…) damit die Leute auch bei ihrem Gute gesunde Tage haben möchten.“ Weiter betonte er: „…aber das Gold hermetis (…) ist eine solche Medicin, welche Krankheiten, sie kommen her wo sie wollen, curieret und wie ein Feuer den ganzen Leib durchdringet, und reiniget denselben von allen Überflüssigkeiten und bringt ihn auf den höchsten Grad der Gesundheit. Wer es nun dahinbringet, der ist glückselig.“

Eben das gelang Anfang des Jahres 2000 zwei europäischen Alchemisten nach jahrelanger Forschungsarbeit – und nicht nur als einmaligen Glückstreffer. Zwar kann das Trinkgold nicht in beliebiger Menge am Fließband hergestellt werden wie eine gewöhnliche Pille – das verhindert schon die mehrmonatige Herstellungszeit und die dabei nötige Beachtung natürlicher Zeitrhythmen der Gestirne. Dennoch sind jetzt begrenzte Mengen jederzeit verfügbar.

Essenz im siebten Grade

Bei der Herstellung wird Goldmetall zermahlen, auf geheime Weise aufgelöst, viele Male destilliert und nach bestimmten Gestirnskonstellationen „zykliert“. Herauskommt eine alkoholische Lösung, die nur noch kleinste Mengen metallischen Goldes enthält. Vor allem aber seine Farbe, seine heilende Information und eine sehr hohe „Goldenergie“. Nach alchemistischer Beschreibung besteht die Essenz aus dem Seelenkörper und dem Geistkörper des Goldes – seiner Lichtenergie und seinem spirituellen Geist.

Paracelsus schrieb: „Unter allen Elixieren ist das Gold das höchste und das wichtigste für uns. Das Gold kann den Körper unzerbrechlich erhalten, (…) Trinkbares Gold heilt alle Krankheiten, es erneuert und stellt wieder her.“

Das „Aurum Potabile“ hat nichts mit Flüssigkeiten zu tun, die – ähnlich wie bei der Homöopathie – mit „Gold-Informationen“ versehen wurden. Es ist auch nicht mit kolloidalem Gold zu vergleichen. Vielmehr ist sie eine traditionelle alchemistische Essenz im siebten und damit höchsten Grade. Nur eine solche Essenz darf sich mit Recht „Aurum Potabile“, das Trinkgold der Alchemisten“, nennen. Nach den Überlieferungen der Alchemie ist ein solches Trinkgold in der Lage, drei wichtige Hauptenergiezentren des Menschen – das sogenannte Kronen-Chakra, das Herz-Chakra und das Basis-Chakra, die bei den Alchemisten „Siegel der Planeten“ genannt wurden – zu aktivieren und zu harmonisieren. Es führt also „Licht-Energie“ zu und infolge dieser „Durchlichtung“ mit der Goldschwingung kann es langfristig den gesamten Menschen, seinen Körper, seine Seele und seinen Geist zur Heilung und „zum Licht“ führen. Dieser Prozess endet für die Alchemie nicht bei einer Genesung als bloßer „Reparatur“ des Organismus. Ähnlich wie das Trinkgold im Körper das „Dunkle“ der Krankheit durch seine Licht-Energie vertreibt, könne es auch die gesamte Persönlichkeit „erleuchten“ – moderner ausgedrückt: Es unterstützt die Entwicklung von Persönlichkeit und Bewusstsein.

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Berühmte Alchemisten wie Paracelsus und Isaacus Hollandus benutzten das „Trinkgold“ als eine Art Lebenselixier. Sie kurierten mit einer täglichen Gabe von nur einem Tropfen in wenigen Wochen viele chronische Krankheiten.

Das „Aurum Potabile“ wird als energetische Essenz auf alkoholischer Basis zur äußerlich-energetischen Anwendung angeboten. Man kann das Fläschchen bei sich tragen, es zur energetischen Anregung in die Hand nehmen oder einige Tropfen auf die Haut auftragen – zum Beispiel auf die Stirnmitte. Sollten dabei versehentlich einige Spuren am Finger verbleiben und mit verzehrt werden, so ist das ungefährlich, da die Essenz so ungiftig oder giftig wie anderer Alkohol auch ist. Der Hersteller hat jedoch keine Zulassung als Arzneimittel beantragt, und daher ist die medizinische Einnahme nicht durch klinische Studien überprüft. Schon die äußerlich-energetische Anwendung aber zeigt Wirkung. Das haben die Tests am LIFE-TESTinstitut belegt, denn auch dabei wurde die Essenz nur äußerlich angewendet.

(…)

Quelle: http://www.horusmedia.de/2001-trinkgold/trinkgold.php

Gruß an die Wissenden

TA KI

Aurum Potabile – das Trinkgold der Alchemisten


Altes Heilmittel neu entdeckt – Aurum Potabile – das Trinkgold der Alchemisten

Schon Paracelsus lobte seine Heilkraft in dem höchsten Tönen. Jetzt ist das „Aurum Potabile“, das Allheilmittel der Alchemisten, wieder im Trend. Denn nach vielen Jahrhunderten gelang seine Herstellung getreu den Anleitungen mittelalterlicher Texte. Inzwischen haben Ganzheitsmediziner die Rezeptur angewandt – mit großem Erfolg.

Von Ulrich Arndt

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aurumReiner Moll, Leiter des Privatinstituts für Naturheilweisen „Arkanum“ in Neusäß bei Augsburg, war anfangs selber skeptisch: Ein Allheilmittel soll es sein? Heute, nach fast einem Jahr praktischer Anwendung, weiß er über Heilerfolge zu berichten, die er sich selbst nicht erklären kann: „Alle Arten chronischer Erkrankungen, Schmerzzustände und Hautkrankheiten können damit gelindert oder sogar ganz geheilt werden.“ So verschwand beispielsweise der Hautausschlag eines 32-jährigen Mannes, unter dem er seit fünf Jahren litt, durch Einreiben mit dem Goldmittel innerhalb von nur 14 Tagen. Eine Patientin, die seit 15 Jahren an den Folgen einer Brandwunde laborierte, war nach zwei Wochen ebenfalls beschwerdefrei. Und ein 48-jähriger Luft-und Raumfahrttechniker, der an schwerster chronischer Bronchitis litt und kaum noch sprechen konnte, war nach einer Woche ohne Schmerzen und konnte wieder normal reden. „Die Patienten fühlen sich durch das Aurum Potabile insgesamt vitaler, der Organismus regeneriert sich und die Psyche wird stabiler“, resümiert Arkanum-Leiter Moll.

paracelsusMittelalterliches Allheilmittel

„Aurum Potabile“, das Trinkgold der Alchemisten, ist ein mittelalterliches Heilmittel, das damals in den höchsten Tönen gepriesen wurde. Allerdings ist die Anleitung für seine Zubereitung verschollen; nur bruchstückhafte Andeutungen und symbolisch verschlüsselte Beschreibungen sind erhalten geblieben. So schwärmte beispielweise der berühmte Arzt und Alchemist des Mittelalters Paracelsus (1493-1541): „Unter allen Elixieren ist das Gold das höchste und das wich-tigste für uns, denn es kann den Körper unzerbrechlich erhalten. Trinkbares Gold heilt alle Krankheiten, es erneuert und stellt wieder her.“

Reinigung der „Säfte“

Die unterschiedlichsten chronischen Erkrankungen und viele hoffnungslose Fälle hat Paracelsus seinen eigenen Berichten zufolge damit kuriert. Vorbeugend habe er selbst sich mit der Einnahme des „Aurum Potabile“ vor Infek-tionen wie der Ansteckung mit Pest geschützt. Eine Art Entgiftungs- und Entschlackungskur sei damit ebenfalls möglich: Die mehrinonatige Einnahme reinige alle „Säfte“ von Grund auf, wodurch Blut und Zellen und damit der gesamte Organismus regeneriert werden – so die überlieferten Berichte.
Heute kennt man homöopathische Goldmittel, die die Information von Gold enthalten, und Präparate mit kolloidalein Gold, also sehr kleinen Goldmolekülen. Zudem ist aus medizinischen Forschungen bekannt, dass schon geringe Mengen von Gold, die wir manchmal mit der Nahrung aufnehmen, Stoffwechsel und Nervensystem positiv beeinflussen.

Die Sonnenkraft des Goldes

Nach alchemistischen Vorstellungen birgt das Gold starke Sonnenkräfte, daher stärkt das Gold auch im Menschen die „Sonnenkraft“, gibt ihm größere Vitalität und ein „sonniges Gemüt“. Der Alchemist Isaacus Hollandus (15. jhd.) schrieb: „Erstlichen ist dieses Aurum Potabile ein sonderlicher Schatz und arcanum, den menschlichen Körper vor vielen Krankheiten zu bewahren, denn es das Herz und alle Geister mächtiglich stärket…“.

Den modernen therapeutischen Erfahrungen am Privatinstitut für Naturheilweisen „Arkanum“ in Neusäß bei Augsburg zufolge kann das Trinkgold eingesetzt werden
• als „Notfall-Tropfen“ unter anderem bei Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Reiseübelkeit, Taubheitsgefühlen nach einer Betäubung bei Zahnarztbehandlungen und Folgeschmerzen danach. Besonders Kinder sprechen dabei sehr schnell an,
• bei Niedergeschlagenheit, innerer Unruhe und Zerrissenheit, Angstzuständen sowie all-gemein zur Stimmungsaufhellung und Stärkung des Selbstvertrauens,
• als Begleitbehandlung zur Unterstützung anderer Therapien,
• bei Schmerzen, Hautkrankheiten, chronischen Erkrankungen, schlechtheilenden Wunden und anderen Leiden.

alchemie

Seit Jahrhunderten wird das Wissen der Alchemie nur mündlich weitergegeben

Die von Paracelsus & Co. beschriebenen Wirkungen des alchemistischen Trinkgoldes aber gehen weit darüber hinaus. Allerdings geriet ihr Wissen um die Herstellung in Vergessenheit, und spätestens im 19. Jahrhundert galten ihre Berichte nur noch als maßlose Übertreibungen mittelalterlicher „Wunderdoktoren“ oder Schlichtweg als Scharlatanerie. Und das, obwohl Paracelsus noch heute als Begründer der modernen Medizin ein hohes Ansehen genießt. Das Wissen um ein außergewöhnliches Heilmittel aus Gold aber lebte im Volksglauben fort, und noch heute gibt es vermeintliche „Heil-Schnäpse“ wie das „Danziger Goldwasser“, in dem winzige Goldplättchen schwimmen.

Geheimes Lösungsmittel

Erst vor eineinhalb Jahren gelang es, die gefundenen verschlüsselten mittelalterlichen Laboranweisungen zu enträtseln. Danach ist ein mehrmonatiger Prozess nötig, bei dem das Goldmetall vollständig aufgelöst wird. Das kann nach dein Wissen der heutigen Chemie nur mit der allerstärksten Säure gelingen. Die Alchemisten aber fanden schon vor Jahr-hunderten einen viel einfacheren natürlichen Weg, bei dem das Ganze auch mit einem schwachen organischem Lösungsmittel möglich ist – mit Hilfe des so genannten „philosophischen Merkurs“.

(…)

Körper, Geist und Seele

Was sich dahinter verbirgt, hütet allerdings auch der moderne Hersteller als höchstes Produktionsgeheimnis. Nur so viel verrät er: Das Goldmetall wird tatsächlich aufgelöst. Rund 130 Gramm sind nötig, um einen Liter konzentrierte alchemistische Gold-Essenz zu gewinnen. Nach dem Auflösen wird die Flüssigkeit viele Male im Laufe mehrerer Wochen destilliert, gereinigt und nach ganz bestimmten Regeln dem Licht von Sonne und Mond und den Einflüssen der Planeten ausgesetzt. Das Ergebnis ist eine alkoholische Essenz, in der nur noch sehr geringe Spuren des Metalls enthalten sind. Den symbolischen Beschreibungen der Alchemie zufolge enthält es aber „das Heilende des Goldes“, nämlich „Geist, Seele und gereinigten Stoffkörper des Sonnen-Metalls“.

goldwaschenWas es mit dieser mysteriösen Flüssigkeit auf sich hat, wurde von einem neutralen Testinstitut für bio-physikalische Wirkungen untersucht. In Zusammenarbeit mit mehreren Fachinstituten und Therapeuten wurden chemische Analysen und zahlreiche alternativ-medizinische Tests mit Hilfe von Kirlian-Fotogafie, Meridianenergie-Messungen und Biophotonen-Messungen (Bio-photonen nennt man das von unserer Erbsubstanz, der DNS, ausgestrahlte Licht in unseren Zellen, das unseren Stoffwechsel reguliert) durchgeführt. Das Ergebnis: Schon bei äußerlicher Anwendung regt das „Aurum Potabile“ die Lebensenergie, das „Chi“ der Akupunktur-Meridiane, an. Der Mensch wird vitaler, seine Selbstheilungskräfte werden gestärkt, und er ist einfach „gut drauf‘.
Bestätigt wurden die Tests durch die Anwendung in der Praxis: Am Privatinstitut für Naturheilweisen „Arkanuin“ in Neusäß bei Augsburg wurden bereits über 70 Patienten innerlich oder äußerlich mit „Aurum Potabile“ behandelt – mit erstaunlichen Erfolgen: Offene Wunden, Hauterkrankungen, Entzündungen, chronische Dauerschmerzen, Narben-Schmerzen und ein Tumor im Ohr verbesserten sich erst durch das „Aurum Potabile“ in zum Teil verblüffendem Ausmaß.

Für Kopf- und Bauchweh

Die Patienten waren zuvor mit den gängigen schulmedizinischen und naturheilkundlichen Methoden behandelt worden, ohne dass wesentliche Heilerfolge erzielt werden konnten. „Auch bei allen Alltagserkrankungen wie Kopf- und Bauchweh, Unwohlsein und Reisekrankheiten bringt das Aurum Potabile deutliche Linderung“, berichtet Reiner Moll, Leiter der naturheilkundlichen Ausbildungsstätte.
Als Begleitbehandlung zu anderen Therapien der Naturheilkunde oder der Schulmedizin beschleunigt das „Aurum Potabile“ die Heilung und reduziert das Auftreten negativer Nebenwirkungen. Es entgiftet den Organismus, wirkt seelisch stabilisierend und stärkt die Persönlichkeit. „Ich kenne nichts Vergleichbares, was bei derart unterschiedlichen Problemen den Menschen rundum körperlich und geistig stabilisiert“, meint Moll. „Es ist wie eine Art Katalysator für den Genesungsprozess – vergleichbar einem genau stimmenden homöopathischen Mittel. Allerdings fällt hier die mühsame, meist monatelange Suche nach dein individuell passenden Präparat völlig weg.“

alchemieofenUniverselle Heilkraft

Seinen Erfahrungen zufolge kann das „Aurum Potabile“ also tatsächlich eine universelle Heilwirkung entfalten, ganz so wie es bereits Paracelsus & Co. beschrieben hatten. Ein Wundermittel ist es deshalb noch nicht. Wie viele andere naturheilkundliche Mittel entfaltet es seine Wirkung am intensivsten erst dann, wenn der Patient die Genesung durch eine Umstellung seines bisherigen krankmachenden Lebenswandels unterstützt. Zusätzlich sollte man am Tag mindestens 2 Liter Quellwasser bzw. mineralarmes Flaschen-Wasser ohne Kohlensäure trinken und sich möglichst gesund ernähren, um das vom Trinkgold angeregte Ausschwemmen von Schlacken und Giften zu unterstützen.
Wie das Trinkgold derart tief greifende Harmonisierungen bewirken kann, ist freilich unklar. Den alchemistischen Lehren zufolge sollen durch das Aurum Potabile drei der sieben Haupt-Energiezentren des Menschen angeregt werden: Wurzel-, Herz- und Kronen-Chakra (in der Alchemie als „Siegel“ oder „Tore der Planeten“ bekannt). Sie gelten als zentrale energetische Steuerzentren.

Entwicklung des Bewusstseins

Zudem soll das Trinkgold heilen, indem es „Licht-Energie“ zuführt, die natürliche Ordnung in Körper, Geist und Seele erhöht und die Bewusstwerdung über die tieferen Ursachen der Erkrankung anregt. Dieser Prozess endet für die Alchemie nicht bei einer Genesung als einer bloßen „Reparatur“ des Organismus. Ähnlich wie das Trinkgold im Körper das „Dunkle“ der Krankheit durch seine „Licht-Energie“ vertreibt, könne es auch die gesamte Persönlichkeit „durchlichten“ – moderner ausgedrückt: Es unterstützt die Entwicklung von Persönlichkeit und Bewusstsein.

Aus Blei wird Gold

Das Wissen um derartig tief greifende Wandlungen des Menschen wurde in der Alchemie in Form symbolischer Bilder bewahrt: als Verwandlung des „schwarzen Bleis“ in das „lichte Gold“ und
damit als das berühmte „Große Werk“. Dabei galt das „Aurum Potabile“ als wichtiges Hilfsmittel in diesem Entwicklungsprozess. Freilich gibt es zu derartigen spirituellen Wirkungen noch keine modernen Erfahrungen. Belegt sind bisher nur die positiven Einflüsse auf Körper, Psyche und Energiesystem des Menschen – aber die sind verblüffend genug.

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Quelle: http://www.horusmedia.de/2001-aurum/aurum.php

Gruß an die Heilkräfte

TA KI

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