5 Gründe, warum du öfter Scharfes essen solltest


In den wärmeren südlichen Ländern wird schon seit jeher gern etwas schärfer gegessen. Das hat nicht nur geschmackliche, sondern auch rein praktische Gründe. Denn die scharfen Verbindungen wirken antibakteriell und verhindern so den schnellen Verderb der Lebensmittel.

Außerdem haben Chili und Co. auch einige positive Auswirkungen auf den Körper: Sie wärmen bei kalten Temperaturen und kühlen bei Hitze, können die körpereigene Fettverbrennung unterstützen und machen ganz nebenbei auch noch glücklich und gesund.

Warum das so ist und wie du dir die Kraft natürlich scharfer und rein pflanzlicher Lebensmittel für deine Gesundheit zunutze machst, kannst du hier nachlesen.

Weiter unten im Beitrag findest du wichtige Hinweise, in welchen Situationen du es mit dem Scharfessen nicht übertreiben solltest.

Scharf ist nicht gleich scharf

Bei scharfem Essen denkt man wahrscheinlich zuerst an Chilischärfe. Aber auch andere Gewürze enthalten Verbindungen, die ein Schärfegefühl auslösen und denen ganz bestimmte gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben werden.

Dabei bestimmen unterschiedliche Anteile dieser Stoffe auch den unterschiedlichen Schärfegrad verschiedener Lebensmittel. Das sind die typischen Lebensmittel mit Scharfstoffen und ihre Wirkungen:

Capsaicin in Paprikagewächsen (wie Chili, Peperoni oder auch Gemüsepaprika) wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, was sich positiv auf entzündliche Erkrankungen (z.B. Rheuma) auswirkt.

Piperin und Piperettin in Pfeffer wirken durchblutungsfördernd, positiv für das Herz- und Kreislaufsystem.

Senfölglycoside in Meerrettich, Senf, Wasabi und einigen Kressearten wirken entzündungshemmend, was besonders hilfreich bei Erkältungskrankheiten ist. Die außerdem enthaltenen ätherischen Öle befreien die Atemwege.

Allicin in Knoblauch hat eine wärmende Wirkung, wird allerdings beim Kochen oder Braten zersetzt. Wegen vieler anderer wichtiger Vitalstoffe ist Knoblauch (insbesondere roh) dennoch als Allheilmittel bekannt.

Isoalliin in Zwiebeln ist leicht flüchtig und ruft daher beim Zerstören der Zellwände die bekannte Reizung von Augen und Nase hervor. Die Zwiebel ist ein Multitalent für Gesundheit und Wohlbefinden.

Gingerol und Shogaol in Ingwer helfen gegen Übelkeit und Erbrechen sowie gegen zahlreiche andere Leiden (Knolle mit Heilwirkung: Ingwer macht viele Arzneimittel überflüssig).

Vorteile scharfen Essens

Die Vorteile scharfer Lebensmittel lassen sich besonders gut mit Capsaicin ausnutzen, da es bereits in kleinen Chilis in großer Menge vorhanden sein kann. Anders als weit verbreitet angenommen, ist der Hauptanteil an Scharfstoffen nicht in den Samen enthalten, sondern in der Plazenta, dem schwammartigen Gewebe unter dem Stiel, und in den Scheidewänden, die die Paprika in Segmente unterteilen.

1. Scharfes Essen wirkt antibakteriell und entzündungshemmend

Dass Scharfstoffe antibakteriell und desinfizierend wirken, kommt nicht nur der Haltbarkeit der Speisen zugute, sondern auch der Person, die sie isst. Bei den ersten Symptomen einer Erkältung kann ein Ingwer-Knoblauch-Zitronen-Trunk Wunder wirken, und auch langfristig kann der Verzehr scharfer Speisen das Immunsystem (Immunsystem-Booster: Honig mit Kurkuma – das stärkste Antibiotikum) stärken, Entzündungen und Schmerzen lindern und dich fitter und gesünder machen (Superknolle Ingwer: Nicht kaufen, sondern ganz einfach selbst vermehren).

2. Scharfes Essen ist gut für die Mundhygiene

Zu den vielen Tipps zur natürlichen Zahnpflege gehört unter anderem, immer für gute Durchblutung des Zahnfleischs zu sorgen und den Speichelfluss anzuregen. Durch die gefäßerweiternde Wirkung des Capsaicins wird genau das im Mundraum erreicht.

Nebenbei verbessert eine gute Durchblutung auch noch das Geschmacksempfinden. Durch das langsamere Essen, was bei scharfen Speisen meist automatisch einsetzt, wird der Speichelfluss zusätzlich angeregt, was auch noch gut gegen Verdauungsbeschwerden und Mundgeruch ist.

3. Scharfes Essen hilft beim Abnehmen

In einer australischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass scharfes Essen den Insulinspiegel reguliert. Der Botenstoff signalisiert dem Körper, die Fettverbrennung zu stoppen und stattdessen in die Fettspeicherung überzugehen. Ein niedriger Spiegel des Hormons ist daher sinnvoll, wenn man abnehmen möchte. Durch die Wärmeproduktion im Körper wird zusätzlich der Energiebedarf erhöht.

4. Scharfes essen macht glücklich

Scharf ist gar kein Geschmack im eigentlichen Sinne, sondern ein Schmerzreiz, der auf die Wärmerezeptoren der Haut wirkt. Dieser Reiz setzt Endorphine frei, was zu Glücksgefühlen führt. Scharfes Essen macht so gesehen also glücklich und kann sogar richtige Hochgefühle auslösen, das sogenannte Pepper-High.

5. Scharfes Essen wärmt und kühlt gleichzeitig

Da die Schärfe auf die Wärmerezeptoren wirkt, wird gleichzeitig die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt. Wer kennt das schließlich nicht, dass einem nach scharfem Genuss gern einmal die Schweißperlen auf die Stirn treten!

Durch das Schwitzen wird die Körpertemperatur nachträglich gesenkt, und die Hitze im Sommer lässt sich leichter ertragen. Auf Pflastern oder auch in einer selbst gemachten Chili-Salbe sorgt die Schärfe für ein Wärmegefühl und kann so Muskelverspannungen und Schmerzen entgegenwirken.

Aber bitte auch nicht übertreiben!

Wie bei so vielen Dingen macht auch bei scharfem Essen die Dosis das Gift. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, nicht mehr als fünf Milligramm Capsaicin pro Mahlzeit und pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen. Das wären bei einem 60 Kilogramm schweren Erwachsenen, der sein Essen beispielsweise mit Cayennepfeffer würzen möchte, aber immer noch mehr als 30 Gramm der gemahlenen Chili pro Mahlzeit.

Von Bedeutung ist diese Angabe vor allem bei besonders starken Extrakten, von denen aus Gesundheitsgründen eher Abstand genommen werden sollte. Bei Magen- oder Darmproblemen sollte auf sehr scharfes Essen verzichtet werden, da die angeregte Produktion der Magensäfte Symptome wie Sodbrennen verstärken kann und es zu Durchfall und Blasenirritationen kommen kann (Ist Kokosöl gefährlich? Warum Kokosöl kein Gift ist! Expertin entschuldigt sich)

Schwangere und Kinder können auch besonders empfindlich auf scharfe Speisen reagieren, müssen aber keinesfalls ganz verzichten. Generell gilt, auf sein Wohlbefinden zu vertrauen. Wer das Gefühl hat, etwas sei viel zu scharf, der darf dieses Essen auch getrost auslassen.

Sich von heute auf morgen an scharfes Essen zu gewöhnen, ist sowieso in den seltensten Fällen möglich. Ein langsames Herantasten jedoch schon, da mit der Gewöhnung die Schmerzgrenze herabgesetzt werden kann.

Quellen: PublicDomain/smarticular.net am 18.09.2018

Quelle

Gruß an die Wissenden

TA KI

Bärlauch


Als „Kraut“, das Mensch und Tier nach der kalten Jahreszeit die Müdigkeit austreibt und Bärenkräfte verleiht, schätzten die alten Germanen bereits Bärlauch. Nach einer Legende war „Allium ursinum“, wörtlich übersetzt das „Lauch des Bären“, sogar die erste Pflanze, mit der sich „Meister Petz“ nach dem Winterschlaf gestärkt haben soll.

Vor der Blüte (Mai bis Juni) besitzt der Bärlauch besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe. Bewährt sind vor allem ihre Wirkungen gegen Herz- und Gefäßkrankheiten. Außerdem ist Bärlauch eine vielseitige und aromatische Zutat für viele Speisen und hat sich zu einem beliebten Küchenkraut entwickelt.

Bärlauchpesto in Einmachglas mit Deko© Yvonne Bogdanski – Fotolia

So schützt Bärlauch Ihre Gefäße

Bärlauch erfreut sich nicht nur wegen seiner Würze wachsender Beliebtheit: Ihm werden dieselben gesundheitsfördernden Eigenschaften nachgesagt wie Knoblauch. Genau wie Knoblauch liefert er dem Körper eine große Mengen des sekundären Pflanzenstoffes Allicin.

Die schwefelhaltige Substanz senkt nicht nur den Blutdruck, sondern auch die Cholesterinwerte im Blut. So schützt er die Blutgefäße als wirksames Mittel vor einer Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Dies gilt natürlich nur, wenn er regelmäßig auf dem Speiseplan steht.

Beim Zerkleinern der Blätter wird eine chemische Reaktion in Gang gesetzt, bei der unter dem Einfluss von Enzymen Lauchöle entstehen. Diese Lauchöle haben eine keimtötende Wirkung auf Bakterien und Pilze.

Die Pflanze wirkt:

  • blutreinigend
  • entgiftend
  • antibiotisch
  • cholesterinsenkend
  • blutdrucksenkend
  • immunstärkend

In der Erfahrungsheilkunde hat sich der Bärlauch ebenfalls zur unterstützenden Behandlung bei chronischen, stoffwechselbedingten Hauterkrankungen bewährt. Hierbei wird er gerne im Rahmen einer entgiftenden Frühjahrskur eingesetzt.

Die Schwierigkeit am Selbst-Sammeln

Wer Bärlauch selbst sammeln möchte, muss extrem vorsichtig sein. Denn es gibt mehrere Pflanzen, die diesem Kraut sehr ähnlich sehen, aber stark giftig sind. Greifen Sie zum Beispiel zu Herbstzeitlosen oder Maiglöckchen statt zum Bärlauch, kann schon ein einziges Blatt reichen, dass Sie unter Vergiftungserscheinungen leiden lässt.

Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind einige der Symptome. Bei einer Verwechslung mit der Herbstzeitlosen, kann diese sogar tödlich enden.

Kaufen Sie daher Bärlauch am Einfachsten im Supermarkt oder im Bioladen. Sie können ihn zwar im Kühlschrank einige Tage verwahren, aber dann lässt das Aroma nach. Verwenden Sie ihn daher immer frisch und am besten roh.

Bärlauch gegen Alltagsbeschwerden

Neben der vielfältigen Verwendung des Aromas für Ihre Lieblingsgerichte, können Sie auch diese Tipps für eine Tinktur, Essig oder Pesto testen. In der Apotheke finden Sie außerdem homöopathische Bärlauch-Tinkturen. Im Gegensatz zu Knoblauch verrät ihr Atem den Bärlauch-Genuss nicht noch Stunden später.

  • entgiftende Bärlauch-Tinktur: Schneiden Sie zwei Handvoll Bärlauch-Blätter in feine Streifen, und übergießen Sie die Pflanzenteile in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn, sodass sie gut bedeckt sind. Lassen Sie den Ansatz drei Wochen an einem Warmen Ort ziehen und schütteln Sie das Glas gelegentlich um. Seihen Sie danach die Tinktur in eine dunkle Tropfflasche ab. Nehmen Sie von der Tinktur zur allgemeinen Entschlackung und Entgiftung täglich 10 bis 20 Tropfen ein.
  • verdauungsfördernder Bärlauch-Essig: Lassen Sie eine Handvoll Blätter in einem Liter Apfelessig ziehen. Trinken Sie von diesem Gemisch morgens vor dem Frühstück einen Esslöffel in einem kleinen Glas warmem Wasser gelöst
  • stoffwechselanregendes Bärlauch-Pesto: Schneiden Sie 100 g Blätter in feine Streifen und rösten Sie zwei Esslöffel Pinienkerne hellbraun an. Fügen Sie 30 g Parmesankäse hinzu und füllen Sie alles in einem Glasgefäß mit 125 ml Olivenöl auf. Pürieren Sie die Mischung mit einem Stabmixer und würzen Sie nach Belieben mit Salz und Pfeffer. Im Kühlschrank aufbewahrt ist das Pesto etwa eine Woche haltbar.

Neben- und Wechselwirkungen

In seltenen Fällen beobachtete man allergische Reaktionen und einen niedrigen Blutdruck.

Hinweis: Bärlauch behindert die Aufnahme von Selen im Darm. Halten Sie aus diesem Grund bei der Einnahme von Selen einen zeitlichen Abstand von vier bis fünf Stunden ein.

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/baerlauch/

Gruß an die Heilkraft der Natur

TA KI

Fünf Wege, wie Knoblauch bei Zahnschmerzen helfen kann.


Knoblauch ist nicht nur ein beliebtes Gewürz für verschiedenste Speisen, sondern wurde schon von den alten Römern, Chinesen, Griechen und Ägyptern für medizinische Zwecke verwendet. Das Gewürz hat entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften, die du beispielsweise dafür nutzen kannst, deine Zahnschmerzen loszuwerden. Verantwortlich dafür ist das im Saft der Knoblauchzehe enthaltene Allicin.

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So kannst du Knoblauch gegen Zahnschmerzen verwenden:

Insbesondere bei schweren Zahnschmerzen, für die oft Geschwüre oder Entzündungen verantwortlich sind, kann es helfen, eine halbe Knoblauchzehe vorsichtig 7 bis 10 Minuten auf den betroffenen Zahn zu reiben. Sobald du den Schmerz wahrnimmst, fängst du vorsichtig an, auf der Knoblauchzehe zu kauen. Durch den Saft sollte der Schmerz innerhalb von 15 bis 30 Minuten verschwunden sein.

Knoblauch eignet sich also als ein erstes Notfallmittel bei schlimmen Zahnschmerzen, die ja oftmals ausgerechnet freitagabends auftreten, wenn die meisten Arztpraxen geschlossen sind. Trotz dieser „SOS-Anwendung“ solltest du jedoch immer zusätzlich einen Zahnarzt aufsuchen. Die Ursachen für Zahnschmerzen sind vielfältig. Zahnschmerzen sollten daher immer schnellstmöglich von einem Arzt abgeklärt werden.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/zahnschmerzen-sos/

Gruß an die Schmerzfreien

TA KI