Falsche Therapie wegen EDV-Fehler


Nicht immer entscheidet Ihr Arzt, welche Medikamente Sie benötigen. Manchmal erledigt das die Praxissoftware. Programme können heute Ihr Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall berechnen und entsprechende Empfehlungen für die erforderliche Therapie geben. Ihr Arzt wirft nur noch einen Blick in den Computer und stellt rasch das Rezept aus. Was aber, wenn es zu einem EDV-Fehler kommt? Der Arzt merkt es vielleicht nicht und verordnet Therapien, die gar nicht erforderlich sind – und zwar nur weil die fehlerhafte Software es ihm so sagt.

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EDV-Fehler in Arztpraxen führt zu falscher Therapie

Statine gehören zu den am meisten verordneten Medikamenten – auch im Vereinigten Königreich. Tausenden von Patienten hat man dort nun vermutlich Statine verschrieben, obwohl sie gar keine gebraucht hätten. Anderen wurden wiederum Therapien vorenthalten, die eigentlich nötig gewesen wären. All das aufgrund eines EDV-Fehlers.

Ein Drittel aller englischer Hausarztpraxen wurde nun angehalten, ihre Patienten zu kontaktieren, da man deren Risiko für künftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermutlich falsch eingeschätzt hatte. Es habe ein Problem mit dem entsprechenden Computerprogramm gegeben.

Software bestimmt Therapie

Der Hausarzt gibt nur noch das Alter des Patienten ein, seinen Body Mass Index, ob er Raucher ist oder nicht und noch ein paar weitere gesundheitlich relevante Details – und schon berechnet das Programm das Risiko des Patienten, in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt zu bekommen.

Anschliessend macht es Behandlungsvorschläge und gibt bekannt, ob der Patient cholesterinsenkende Medikamente benötigt oder nicht. Im vorliegenden Fall funktionierte die Sache nun aber nicht so, wie erhofft.

Ungeeignete Therapie wegen EDV-Fehler

Die Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Arzneimittel in Grossbritannien MHRA hat jetzt erste Ermittlungen in die Wege geleitet.

„Wir arbeiten eng mit dem Softwareentwickler zusammen, um den EDV-Fehler zu finden und umgehend Lösungen zu erarbeiten“,

so ein Sprecher der MHRA. Offenbar hatte das Programm die Risiken der Patienten entweder zu hoch oder zu niedrig eingeschätzt, so dass eine ungeeignete Therapie verordnet wurde.

Fragen Sie nach Alternativen!

Bleiben Sie daher bei jeder Medikamentenverordnung skeptisch. Fragen Sie zunächst einmal, ob es nicht Alternativen gibt. Ärzte gehen meist davon aus, dass der Patient lieber Tabletten schluckt und eher selten etwas an seiner Lebens- oder Ernährungsweise ändern möchte. Auch werden daher Massnahmen, die ein wenig Aufwand erfordern, erst gar nicht vorgeschlagen.

Angenommen Sie bekamen Säureblocker (Omeprazol, Pantoprazol o. ä.) verschrieben und Sie sagen, Sie interessieren sich für eine natürliche Alternative, kann es durchaus sein, dass Ihr Arzt – wenn er entsprechend kompetent ist – sagt:

„In diesem Fall können Sie sich natürlich auch jeden Tag Leinsamenschleim zubereiten und diesen über den Tag hinweg trinken. Oder Sie probieren Heilerde aus. Sie können auch zusätzlich Eibischwurzeltee trinken.“

 

Sie bekamen ein Antidepressivum verschrieben? Wenn Sie jetzt sagen, Sie möchten lieber etwas Natürliches, kann es sein, dass Ihr Arzt Ihnen 5-HTP (5-Hydroxytryptophan) empfiehlt, Johanniskrautpräparate oder Rhodiola Rosea (Rosenwurz) oder eine Kombination daraus.

 

Oder Sie bekamen die im Artikel erwähnten Statine zur Cholesterinsenkung verordnet. Auf die Frage nach Alternativen könnte es sein, dass Ihr Arzt sagt, Sie könnten sich auch einfach mehr bewegen (täglich 1 Stunde spazierengehen), weniger Fleisch, Wurst und Kuchen, dafür mehr Gemüse essen, verstärkt zu Beerenfrüchten greifen, Walnussöl verwenden und ihre Darmflora mit Probiotika sanieren.
Vielleicht erhielten Sie auch ein Medikament zur Blutzuckersenkung. Dann könnten zu den Alternativen ein verstärkter Verzehr von Ballaststoffen gehören, der Abbau von Übergewicht und die Einnahme von Magnesium.

Fragen an Ihren Arzt

Falls es aus Sicht Ihres Arztes keine Alternativen zu geben scheint, lassen Sie sich genau erklären, warum ein Medikament verordnet wird, wie lange es einzunehmen ist und welche Nebenwirkungen auftreten können.

Falls Sie bereits andere Medikamente nehmen, ist zwar davon auszugehen, dass der Arzt dies ebenfalls in seinem Programm sieht, nicht selten aber wird es dann doch vergessen. Erkundigen Sie sich daher immer, ob es bei der Einnahme des neuen Medikaments zu Wechselwirkungen mit den anderen Arzneimitteln kommen kann, ob zeitliche Abstände in der Einnahme berücksichtigt werden müssen oder ob alle Mittel problemlos kombiniert werden können.

Fragen Sie in jedem Fall zusätzlich einen naturheilkundlich orientierten Arzt oder Heilpraktiker, was er von dieser Medikation in Ihrem Falle hält und ob er vielleicht Alternativen für Sie weiss – besonders dann, wenn Ihr Arzt sagte, Sie müssten das Medikament vermutlich ein Leben lang einnehmen. Denn nicht immer raten Ärzte zu jener Vorgehensweise, die sie selbst im Krankheitsfalle wählen würden, wie wir schon hier beschrieben haben: Glauben Sie Ihrem Arzt?

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Gruß an die, die nicht alles schlucken
TA KI

Prozac – Bekenntnisse eines Pharma-Täters


Zehn Jahre lang ging’s immer nur aufwärts für John Virapen. In Schweden machte er beim Pharma-Riesen Eli Lilly grosse Karriere. Dann wurde er von einem Tag auf den anderen abgesägt. Heute blickt er schuldbewusst und reuevoll auf das zurück, bei dem er Komplize war, und was er in einem spektakulären Bekenntnis-Buch veröffentlicht hat: „Nebenwirkung Tod – die Korruption in der Pharma-Industrie.

Von: Ursula Seiler
prozac_03aJohn Virapen ist ein moderner Saulus, der zum Paulus wurde. „Nacht für Nacht versammeln sich schattenhafte Wesen an meinem Bett. Irgendwann in den frühen Morgenstunden schleichen sie ins Zimmer. Sie schlagen die Köpfe gegen die Wände, ritzen Arme und Hals mit Rasierklingen. Schweißgebadet erwache ich. Ich habe dazu beigetragen, daß diese Menschen, deren Schatten mich verfolgen, gestorben sind.

Ich habe den Tod von Menschen mit zu verantworten, die ich nicht kannte. Ich habe sie nicht eigenhändig getötet. Nein, ich war ein williges Werkzeug der Pharmaindustrie.“

Virapen (64), ein indischstämmiger Mann aus British-Guayana arbeitete seit 1968 bei den Pillenproduzenten; diente sich hoch vom kleinen Ärztevertreter bis zum „Landesleiter Schweden“ für den Pharma-Multi Eli Lilly & Company. „Daß ich willig mitmachte, ist die große Last, die mich quält. Von Angst durchgeschwitzte Pyjamas – das ist der Motor der Selbsterkenntnis. Ich war ein Schwein. Ich habe die Zulassung von Medikamenten forciert, obwohl ich wußte, daß sie den Menschen schaden.“

Virapen hat Angst. Nicht davor, dasselbe zu erleben wie Alfredo Pequito, ein ehemaliger Bayer-Mitarbeiter in Portugal, der für das Auspacken unbequemer Wahrheiten mit dem Messer angegriffen wurde und mit 70 Stichen wieder zusammengeflickt werden mußte. Er hat Angst davor, „daß mein Sohn ebenfalls zu dem gemacht wird, wie die Pharmaindustrie den Menschen am liebsten sieht: ein williger Pillenschlucker, der für erfundene und eingeredete Krankheiten Medikamente einnimmt. Tödliche Nebenwirkungen im Preis inbegriffen. Die Pharmaindustrie verändert das Denken der Menschen der kommenden Generationen.“

„Ein Auto, bei dem die Bremsen nicht oder nur bei jedem zweiten Mal funktionieren, bei dem die Windschutzscheibe ab einer Geschwindigkeit von über 60 km/h aus dem Rahmen bricht oder bei dem die Abgase ins Fahrzeuginnere geleitet würden – solche Fahrzeuge kommen nicht auf den Markt. Medikamente mit vergleichbaren Defekten schon. Wie ist das möglich?“, fragt Virapen. „Warum werden die Verbraucher besser gegen Pfusch am Auto geschützt als gegen Pfusch an ihrem Körper, an ihrer Gesundheit, an ihrem Leben?“
Virapen hat als Insider ein Buch geschrieben. Ein packendes, aufrüttelndes, ja erschütterndes Buch: Nebenwirkung Tod Er fragt darin:

  • Wußten Sie, daß große Pharmakonzerne 35’000 Euro pro Jahr und pro niedergelassenen Arzt aufwenden, um den Arzt dazu zu bringen, ihre Produkte zu verschreiben?
  • Wußten Sie, daß sogenannte Meinungsführer – also anerkannte Wissenschaftler und Ärzte – mit teuren Reisen, Geschenken und ganz schlicht mit Geld bestochen werden, um über Medikamente, deren schwerwiegende oder gar tödliche Nebenwirkungen publik wurden, positiv zu berichten, um die berechtigte Besorgnis bei Ärzten und Patienten zu zerstreuen?
  • Wußten Sie, daß es für viele neu zugelassene Medikamente nur Kurzzeitstudien gibt und niemand weiß, wie sich die längere oder dauerhafte Einnahme auf den Patienten auswirkt?
  • Wußten Sie, daß Forschungsberichte und Statistiken, die zur Zulassung eines Medikamentes bei den staatlichen Gesundheitsbehörden nötig sind, solange geschönt werden, bis durch das Medikament verursachte Todesfälle nicht mehr darin vorkommen?
  • Wußten Sie, daß mehr als 75 Prozent der führenden Wissenschaftler in der Medizin von der Pharmaindustrie bezahlt werden?
  • Wußten Sie, daß Medikamente im Handel sind, bei deren Zulassung Bestechung im Spiel war?
  • Wußten Sie, daß die Pharmaindustrie Krankheiten erfindet und sie in gezielten Marketingkampagnen bewirbt, um den Absatzmarkt für ihre Produkte zu vergrößern?
  • Wußten Sie, daß die Pharmaindustrie zunehmend Kinder im Visier hat?

Denn nachdem es die Pharmalobby geschafft hat, Kinder, die nicht still sitzen können, den Unterricht stören und zappelig sind – also eigentlich ganz normale Kinder – zu einem Krankheitsfall zu machen (Stichwort: Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom, ADS), und sie mit gefährlichen Medikamenten wie Ritalin oder Strattera ruhiggestellt hat, dürfen Kinder in Deutschland ab 2008 jetzt sogar Prozac schlucken. Es wird unter dem Markennamen Fluctin verkauft und macht lebensmüde und aggressiv.

Blockbuster gesucht

Anfang des 20. Jahrhunderts, als viele der heutigen Pharmariesen mit ihrem Aufstieg begannen, ging es noch darum, für die Menschen Mittel zum Heilen herzustellen. Als die Entdecker des Insulins 1923 den Nobelpreis erhielten, teilten sie diesen noch freiwillig mit Kollegen, die maßgeblich an der Entwicklung beteiligt gewesen, jedoch vom Nobelkomitee nicht berücksichtigt worden waren. Und sie verkauften ihr kostbares Patent zum symbolischen Preis von einem Dollar an die Universität Toronto.

Spätestens seit den 1980er Jahren geht es nun darum, „Blockbuster“ zu erfinden, welche innerhalb kürzester Zeit Milliardenumsätze bringen. Virapen: „Ein Blockbuster ist viel mehr als einfach eine milliardenfach verkaufte Pille. Ein Blockbuster ist eine Pille, bei der die Krankheit, die geheilt werden soll, völlig zweitrangig ist.“ Ganz einfach, weil Kranke ein „relativ kleiner Markt“ sind. „Stellen Sie sich vor, man könnte Pillen auch denjenigen verkaufen, die gar nicht krank sind! Dann erst haben Sie eine neue Dimension des Marketings betreten. Das ist die Qualität des Blockbusters. Und Fluoxetin sollte diese Rolle spielen. Das war eher Zufall, denn es war für diese Rolle eigentlich nicht geeignet.“
Fluoxetin ist ein Wirkstoff, der die Wiederaufnahme des Botenstoffs Serotonin im Gehirn unterbindet, und somit am Regler der Serotoninbalance dreht und angeblich den ausgeglichenen, idealen Zustand wieder herstellt. Er sollte daher als Antidepressivum dienen.

Mittlerweile weiß man, daß sich der Serotoninspiegel im Gehirn gar nicht messen läßt; und Studien haben ebenfalls ergeben, daß Fröhlichkeit oder Traurigkeit eines Menschen nicht von biochemischen Vorgängen in seinem Gehirn abhängen. Versuche mit Fluoxetin hatten jedoch einen interessanten Nebeneffekt gezeigt: Einige der Probanden hatten damit Gewicht verloren – ein Aspekt, den die Konzernchefs für viel lukrativer hielten.
Dicke sind – da es sie real oder eingebildet so massenweise gibt – ein hervorragender Absatzmarkt. Schlecht war nur, daß es weiterer umfangreicher Studien und Tests bedurft hätte, um die Zulassung als gewichtsreduzierendes Medikament zu erreichen. „Eli Lilly aber hatte es eilig“, bemerkt Virapen. „Jeder verlorene Tag, den das neue Wundermittel nicht auf dem Markt war, kostete Geld.“

Also entschloß man sich, die Zulassung des Wirkstoffs Fluoxetin erst mal als Antidepressivum anzustreben. „Denn einmal zugelassen, ist es leichter, später die Zulassung auf weitere Anwendungsgebiete auszuweiten. Das ist ein ganz üblicher, wichtiger Trick der Pharmaindustrie, den Sie immer wieder beobachten können.“

Der Weg eines Medikaments in einen Markt läuft über bestimmte Stationen: Erst wird der Wirkstoff im Labor, dann an Tieren auf Wirkungen und Nebenwirkungen untersucht. Danach ist der Mensch „Versuchskaninchen“, meist in Kliniken. Solche Testreihen nennt man im Fachjargon „Protokolle“. Verläuft ein Protokoll nicht wie erhofft, bricht man es ab. Denn fatalerweise müssen abgebrochene Testreihen – also „Protokolle“ – und ihre Ergebnisse nicht an die Zulassungsbehörden weitergegeben werden. „Warum aber bricht man eine Versuchsreihe ab? Weil es Schwierigkeiten gibt, etwa weil zu viele Patienten das Medikament nicht vertragen, sich umbringen oder aus anderen gesundheitlichen Gründen nicht weiter am Versuch teilnehmen möchten“, schreibt Virapen. „Gerade diese Informationen, von großer Wichtigkeit für Zulassungsbehörden und Patienten in spe, verschwinden in den Schränken der Pharmamanager.“

Das nächste „Protokoll“ kann die Pharmafirma dann so aufsetzen, daß die Resultate positiver ausfallen werden. Sie verändert beispielsweise die Teilnehmerstruktur; nimmt weniger oder keine Alte, Kranke und psychisch Labile als Testpersonen auf. Oder sie vergleicht das eigene Medikament mit einem anderen, bei dem das eigene vergleichsweise besser abschneiden kann.

Anschließend werden die Ergebnisse der unterschiedlichen Protokolle in einem Datenpool zusammengeführt, und damit beginnt das, was Virapen die „Zahlenjonglage“ nennt: „Hier läßt sich alles glattbügeln und aufpolieren, was in klinischen Versuchen nicht so gut oder sogar gefährlich aussah.“ Der Datenberg landet schließlich bei der nationalen Zulassungsbehörde. Spezialisten, die auf Honorarbasis arbeiten (also weder festangestellt noch Beamte sind) sollen die Daten kritisch und kompetent durchleuchten und ein unbestechliches Urteil fällen. Von ihrem Urteil hängt ab, ob sich für den Konzern die Tür zu einem Milliardengeschäft öffnet oder aber verschlossen bleibt.

Antidepressiva: genauso wirksam wie Zuckerpillen

Ein Wissenschaftlerteam um den britischen Psychologen Irving Kirsch fand Anfang dieses Jahres zweifelsfrei heraus, daß Antidepressiva der SSRI-Gruppe etwa so wirksam sind wie Zuckerpillen. Diese Gruppe der Antidepressiva, zu der auch Prozac (in Deutschland/Schweiz Fluctine) gehört, wirkt über den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer.

Als die Droge im Jahr 1988 in den USA auf den Markt kam, kürte das Time Magazine Prozac zur „Pille des Jahres“; die New York Times berichtete von einer „beginnenden legalen Drogenkultur“ und Prominente wie Woody Allen priesen sie; der Rapper Vanilla Ice widmete ihr gar einen Song.

Rund 54 Millionen Menschen in rund hundert Ländern schluckten Prozac.

Sie hätten, so sagt es Kirschs Studie, genausogut Zuckerpillen schlucken können. Der Erfolg der „Glückspille“ war nämlich nicht höher als jener von Placebos. Einzig die kleine Gruppe der schwerst depressiven Patienten hätte merklich besser auf die echten Wirkstoffe reagiert, so Kirsch.

Wie kommt es, daß Kirsch solch ernüchternde Ergebnisse publizieren kann? Weil er dank des amerikanischen Informationsfreiheitsgesetzes Zugang zu unveröffentlichten Studien hatte. Die Pharmakonzerne müssen zwar sämtliche existierende Studien (also solche, die sie nicht zuvor schon abgebrochen hatten, siehe Artikel) der Zulassungsbehörde einreichen. Veröffentlichen tun sie in der Regel jedoch nur jene Tests, die das gewünschte Resultat erbracht haben. Eine „Datenmanipulation par excellence“, kritisiert denn auch Wolfgang Becker-Grüser, Herausgeber des pharmakritischen „arznei-telegramms“.

Eines der Probleme mit den SSRI-Medikamenten liegt darin, daß man bis heute nicht beweisen kann, daß Serotonin bei Depressionen überhaupt eine Schlüsselrolle spielt. „Falls sich andere Botenstoffe im Gehirn als ebenso wesentlich erweisen sollten, bricht die ganze Theorie der Glückspillendreher in sich zusammen“, kommentiert das Magazin Der Spiegel (10/2008). Und fügt an: „Studien deuten darauf hin, daß ein anderer Wirkstoff in hoher Dosierung bei leichten und mittelschweren Depressionen äußerst effektiv ist. (…) Der Name des Wundermittels: Johanniskraut.“

Auch die Blütenmittel von Dr. Bach (siehe Artikel: Edward Bach: Ein Leben für die Heilung der Menschheit) halten verschiedene Rezepturen für depressionsgebeutelte Menschen parat. Nicht weniger als zehn Blüten helfen – je nachdem, was der Grund für die seelische Verstimmung ist!

— Ende des Artikelauszugs —
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Gruß an die Naturmediziner
TA KI