Die Wahrheit über Haare – Haare Schutz und Empfänger von Energien!; Warum lange Haare für Frau und Mann so wichtig sind


Verborgene Geheimnisse TV

 

Um es gleich vorneweg zu sagen, Haare sind Antennen! 

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Lange Haare empfangen alle Schwingungen und Frequenzen und damit kann  jeder auch viel mehr fühlen.  Lange war es normal, dass Frauen Haare bis zum Po hatten und auch die Männer (die alten Germanen, Indianer,  etc.) trugen lange Haare.  Als sich immer mehr die Schwingung zum Negativen veränderte wurden vor allem die Haare beim Mann kurz geschnitten.  Dies begann dann auch später bei den Frauen, daß immer mehr ihre prachtvollen Antennen abschnitten.  Man erklärte dies mit der Modeerscheinungen oder mit der Bequemlichkeit.
Interessant war, daß die Lieblichkeit der Frauen rapide abnahm und auch die Männer nicht mehr so viel Gefühl hatten.
Beim Militär wurde es eingeführt, eine extreme Kurzhaarfrisur zu tragen.   Der Grund dafür ist der, weil dadurch die Männer nicht mehr fühlen  und so zu „Kampfmaschinen“, ohne aufmüpfig zu werden, mutieren.  Denn erinnern wir uns, die alten Krieger (Indianer, Urdeutschen, etc.) hatten ja auch alle eine lange Haarpracht und waren trotzdem große Kämpfer.
Erst jetzt so langsam wieder fangen immer mehr junge Leute an, vor allem die Frauen, wieder lange Haare mit Stolz zu tragen.  Sie fühlen in ihrem tiefsten Inneren, dass lange Haare etwas Wunderbares sind.   Auch junge Männer fangen wieder an sich lange Haare wachsen zu lassen.   Meist haben jene noch ein paar kleine Probleme mit der Verwandtschaft, aber sie tun es trotzdem und fühlen sich dabei gut.   Da die Emanzipation in den letzten Jahrzehnten immer mehr um sich gegriffen hat, wird es Männern,  die lange Haare haben sicher auffallen, dass viele Frauen mit ihnen nicht  zurecht kommen, diese sie sogar förmlich anfeinden.  Dies hat damit  zu tun, dass der Mann mit langen Haaren mehr Feinfühligkeit hat als die Frau mit ihren Haaren und sie dieses spürt.  Sollte die Frau auch lange Haare haben und trotzdem den Mann anfeinden, hat dies mit „Konkurrenzkampf“ zu tun, da er nun auch sehr feinfühlig geworden ist.

Folgende Zitate zeigen die Wichtigkeit langer Haare:

Willy Schrödter, berichtet 1963 auf Seite 620 in „DIE ANDERE WELT“, „Allerlei okkulte Merkwürdigkeiten“
„Haare als Sende- und Empfangsantennen“:
Als die Philister-Kokotte Dalila dem Nasiräer-Richter Simson im Schlafe die Locken abschor (Bibel-Richter, XVI; 17f), da war seine Kraft von ihm gewichen.Daran anschliessend stellte „Wunderapostel“ Professor Hans Sterneder (*1889)  fest:
„Eines ist sicher, dass sich die Frau durch das Abschneiden ihres Haares gleich dem Manne einer großen Kraftquelle beraubt, denn das Haar nimmt sehr gesteigerte kosmischen Magnetismus auf und hält ihn fest.“  
(Sterneder, Hans: Frühling im Dorf, Leipzig, 1929; S.105)Die gleiche Auffassung vertrat der seiner Zeit bekannte Heilpraktiker Karl Wachtelborn und schloss die Frage an:

„Warum brauchen geschorene Pferde mehr Futter als diejenigen, denen man das Haar gelassen hat?“

(Wachtelborn, Karl:“Die Heilkunde auf energetischer Grundlage und das Gesetz der Seuchen“, Hellerau-Dresden, 1940; 1, S.64-65)

Generalarzt Dr. med. Felix Buttersack (1865-1950) meint:

„Möglicherweise dienen die Haare des weiblichen Geschlechtes als erster, noch sichtbarer Abschnitt eines unbewussten psychischen Sendeapparates.   Bezeichnenderweise trugen im frühen Mittelalter die Jungfrauen langes,  frei herabfallendes Haar (jedes Haar eine Antenne) ….und wenn die in ein  Kloster eintretenden Mädchen zunächst ihren Haarschmuck abschneiden  mussten, so schnitten sie damit ihre Antennen zu ihrer psychobiologishen Umwelt ab.“  

(Buttersack, Felix: „Seelenstrahlen und Resonanz“ Leipzig, 1937; S.38)

In dem Buch „Das Goldene Band“ steht auf S.230 folgendes zum Thema Haare:

„Das Weib schneidet Samson während des Schlafens, den Haarschopf, den Sitz seiner gigantischen Schöpferkraft ab.  Im Schopf liegt auch die tantrische Sexualkraft verborgen.  Die sich im Fischezeitalter durchsetzende semitisch-mondbezogene Religion versinnbildlicht die Entmannung durch die kirchliche Tonsur und die Unfruchtbarmachung dadurch, dass man das Haar der angehenden Nonne abschnitt.  St.Paulus erklärt, dass er aus allen Christen Eunuchen machen möchte.  Die Könige göttlichen Urspungs hatten dichten Haarwuchs, sie waren am ganzen Körper behaart und schnitten sich, als Zeichen ihres Königtums, niemals die Haare.  Die Pelasgar waren behaart.  Die Sihks in Indien, eine kriegerische Rasse, schneiden nie ihr Haar.  Es sind die Arier aus der Zeit des Einfallens von Alexander dem Großen.  Auch die merowingischen Könige werden eines Tages aus ihren Gräbern wiederauferstehen mit ihren mähnengleichen blonden, hyperboreischen Haupthaar.  Auch die Hirtenkönige der Hyksos sollen dichten Haarwuchs gehabt haben und, wie Esau, langes Haar.“   

 

Auch der grandiose Naturforscher und Wissenschaftler, Victor Schauberger (1885-1958), meint zum Thema Haare folgendes:

„Die Bubikopfmode ist noch jung und doch gibt es bisweilen auf Köpfen reiferer Frauen schon lichtwerdende Stellen, ja ab und zu beginnende Glätzchen, und es ist tief bedauerlich, das Frauen dies schon den Männern nachzumachen beginnen.  Wachsende Glatzen sind fürwahr eine schäbige Erscheinung einer Zeit, in der es überall schief geht und wo vieles weder schön noch zuträglich ist.  Kein Wunder, das wir auch die ständig wachsenden Glatzen auf unseren Bergen nicht mehr sehen, die wie die Glatzen der Frauen auch durch die Friseure verschuldet werden, die keine Ahnung haben, dass alle Wachstumserscheinungen, wie Haare und Bäume, Vermittler der atmosphärischen und geosphärischen Ausgleiche sind.  Ohne sie gibt es weder Fruchtbarkeit noch Mannbarkeit, wenn die Stellen, die die Natur mit Haaren oder Bäumen bedeckt hat, kahl werden oder sonstige Räudemerkmale zeigen.  Genügte es früher, wenn eine linde Frauenhand über eine buschigen Männerkopf strich, um Gefühle zum Funken und Knistern zu bringen, so nützt heute kein Massieren, kein Kopfwaschen und Bürsten, um auch nur einen winzigen Hoffnungsstrahl aus einem mehr oder weniger greisen Kahlkopf zu locken.“  (Buch: „Victor Schauberger“ von Franz Ferzak, S.224-225)   

Jeder kann sich nun selbst ein Urteil bilden.
Ein gegenwärtiges Beispiel zu diesem Thema, ist der Film „Herr der Ringe“.  Auch dort haben alle Menschen lange Haare.  Warum ist dies so?  Nun, weil Haare Antennen sind!
Gerade die Frau sollte ihre langen Haare nicht kurz schneiden lassen, denn bis in die Haarspitzen reicht die weibliche Aura.  Schneidet man die Haare ab, so wird die weibliche Aura massiv gestört – sogar zerstört. 
Gerade Frauen kennen bestimmt das Gefühl der Traurigkeit, die fast körperliche Schmerzen verursacht, wenn der Friseur ihnen die Haare zu kurz geschnitten hat.  Haare sind mehr als eine Schönheitserscheinung.

die WFG-Schriftleitung

Quelle: http://www.wfg-gk.de/spirituelles19.html

Gruß an die Mähnenträgerinnen

TA KI

 

Quelle: https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2015/03/08/warum-lange-haare-fur-frau-und-mann-so-wichtig-sind/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Reinigung


Spannungen in der Muskulatur und in den Gelenken lösen

Jeden Morgen nach dem Aufstehen schüttel Dich mindestens 5 Minuten kräftig. Zunächst beginne mit den Händen und Armen, danach die Schultern, die Füsse und anschliessend schüttel die Beine kräftig aus. Diese kleine Übung regelmässig angewendet löst Spannungen im Körper, die sich vorwiegend in der Muskulatur ansammeln.

Pfefferminze reinigt

Für den Raum: Pfefferminzöl in die Duftlampe geben.
Pfefferminze reinigt den Körper.
Als Tee getrunken, reinigt Pfefferminze innerlich. In das Badewasser 1-2 Tropfen geben. Vorsicht nicht zu viel hineingeben, es wirkt sehr kühl.
In der 5 Elementenküche gehört Pfefferminze zum Wasserelement und wirkt sich kühlend auf den Organismus aus.
Ideal im Sommer, wenn es heiss ist.

Wasser – Zur Reinigung von negativen Emotionen

Eine schöne Atmosphäre im Badezimmer schaffen, mit Kerzenlicht, Champagner (wer mag – es geht um Genuss) und schöner, entspannter Musik. Gebe Rosenblüten in das Badewasser. Um entsprechenden Raumduft sorgt eine Duftlampe mit ätherischen Ölen, die einem behagen und für Entspannung sorgen. Es kann auch ein Räucherstäbchen angezündet werden. Während das Badewasser die Haut reinigt, vergegenwärtige die Situation, die Dir Unbehagen verursacht, sehr lebhaft und bildlich.

Während Du das Wasser aus der Wanne lässt, stelle Dir vor, dass Deine negativen Gedanken oder Situationen in den Abfluss hinunterspülen.


Tiefe Reinigung der Aura (äther, emotional, mental- und spirit)

500g Meersalz in das Badewasser geben und 15 –20 Minuten darin baden. Bitte danach duschen, damit die Haut nicht vom Salzwasser zu sehr austrocknet.


Clearing

Alle negativen Gedanken, sei es Wut, Zorn, Aggression oder Stress, auf mehreren Seiten Papier schreiben. An einer geeigneten Stelle einzeln mit dem Gedanken, dass sich alles in Luft auflöst, verbrennen. Anschliessend nehme Licht in Dir auf, indem Du Dich dieses visualisierst und in jede Körperzelle schickst. Die positive Situation fühle und spüre in Dich hinein, wie leicht die Situation geworden ist.

Quelle: http://www.anders-heilen-berlin.de/menue/energie/rein.html

 

 

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Gruß an die ganzheitlichen Heiler
TA KI

Das auf Kontrakten beruhende System beenden


Eines der wichtigsten Werkzeuge für das Aufrechterhalten des „Gefängnissystems Erde“ war die Manipulation der Menschen in der Weise, dass sie mit ihrem freien Willen das Einverständnis für ihre eigene Versklavung gaben. Das kann leicht an den Manipulationen durch die Massenmedien nachvollzogen werden. Aber es gibt noch eine tiefere und wichtigere Ebene dieser Geschichte, indem nämlich über Jahrtausende hinweg die Menschen dazu gebracht wurden, für ihren Verbleib im irdischen Gefängnissystem zu unterschreiben.

Wenn wir sterben, dann steigen wir nicht automatisch auf, haben alle unsere Angelegenheiten auf eine magische Weise gelöst, verschmelzen mit unserer Seele/unserem Geist und verlassen das Gefängnis Erde. Was stattdessen geschieht ist, dass wir auf die nächste Dichte über uns wechseln. Dichten sind Zustände der Materie. Die feste Materie hat die grösste Dichte, dann kommt die Flüssigkeit, dann das Gas, dann das Plasma, der Äther, das Astrale usw., wie man der folgenden Graphik entnehmen kann.

Kontraktauflösung 1

In dieser Graphik sieht man sieben Hauptebenen, von denen jede in sieben Unterebenen unterteilt wird. Die physikalische Welt finden wir in den untersten drei Unterebenen ganz unten in der Graphik: fest, flüssig und gasförmig. Die gestrichelte Linie über dem Gasförmigen ist die Plasma-Schicht, die vier Unterebenen darüber sind die ätherischen Ebenen. Die sieben Unterebenen über dem Ätherischen bilden das Astralreich. [vgl. auch hier]

Es ist wichtig zu verstehen, dass selbst wenn wir in einem physischen Körper inkarniert sind, wir dennoch einen Plasma-, einen Äther- und einen Astralleib haben (und ebenso Anteil an den darüber liegenden Ebenen), und alle sind verbunden mit unserem physischen Körper. Es gibt immer eine Kommunikation zwischen den Ebenen, und etwas das auf der Ebene des Flüssigen geschieht kann Einfluss haben auf die Ebene der festen Materie. Dasselbe mit dem Plasma, dem Äther, dem Astralen usw.

Der Schleier, der elektromagnetische Zaun um den Planeten Erde, existiert gleichzeitig auf der physischen Ebene, der Plasma-Ebene, den Äther-, Astral- und tieferen Mentalebenen. Dieses Gitter hat für fast alle Menschen verhindert, dass sie auf diesen Planeten kommen konnten und ihn auch verlassen konnten. Die Geistseele selbst ist nicht gefangen, aber ihre Inkarnationen sind es.

Die gestrichelte Linie in der Mitte der Mentalebenen stellt das Ende der Welt dar, die auf den drei Dimensionen Breite-Tiefe-Höhe basiert. Alle Ebenen darüber sind reine, fliessende Liebe und Licht, wo keine Disharmonie, keine Dunkelheit, keine Anomalie je existieren kann, nur reine Liebe und Licht.

Wenn wir sterben, dann wird unser Bewusstsein von der physischen Welt (‚fest, flüssig und gasförmig’) entfernt und bewegt sich in die ätherischen und astralen Ebenen. Was dann geschieht hängt von den getroffenen Wahlen, den Umständen und dem Bewusstsein der entsprechenden Person ab.

Der Film Nosso Lar beruht auf einer wahren Geschichte, die dem Medium Chico Xavier erzählt wurde. Der Brasilianer Chico Xavier war berühmt, weil er den Leuten helfen konnte indem er mit verstorbenen Angehörigen sprach, wobei er ihnen Details aus ihren privaten Leben erzählte, die er nicht hätte wissen können, wenn er nicht übersinnliche Fähigkeiten gehabt hätte. Der Film erzählt die Geschichte eines Arztes der stirbt und sich auf den astralen und ätherischen Ebenen wiederfindet. Nach seinem Tod erwacht er in einer vollständig dunklen, verödeten und schrecklichen Welt auf, wo die Leute keine Reichtümer haben und andauernd mit negativen Mustern reagieren.

Kontraktauflösung 2

Es ist sind die Plasma- und Ätherebenen in einem Zustand, in welchem sie sich im Gefängnis Erde meistens vorfinden.

Kontraktauflösung 3

Dort sucht und findet er keine Gnade, bis er total am Ende seiner Kräfte ist und das Göttliche um Hilfe anfleht. Es kommt Hilfe in der Form von Leuten, die von einer Aura aus Licht umgeben sind, und die ihn retten.

Kontraktauflösung 4

Sie bringen ihn in eine wunderschöne Stadt.

Kontraktauflösung 5

Kontraktauflösung 6

Über diese Städte hat Cobra folgendes gesagt:

„In den höheren astralen Ebenen gibt es lichtvolle Bereiche wo Leute nach ihrem Tod hingehen können, wenn sie eine Schwingungsfrequenz haben, die hoch genug ist. Dort gibt es wunderschöne Landschaften, wunderhübsche Gebäude und eine herrlich Umwelt. Aber sie befinden sich dort immer noch innerhalb der Erdquarantäne. Früher oder später müssen sie zurückkehren und reinkarnieren, denn die Archons haben immer noch die Kontrolle über sie.“

Dieses Kontrollsystem wird im Film sehr klar dargestellt: die Stadt ist von Mauern umgeben.

Kontraktauflösung 7

Den Leuten ist es nicht möglich hinauszugehen, es wird ihnen sehr stark abgeraten, dies zu tun, und wenn es ihnen doch gelingt, kommen sie verwundet zurück. Die ganze Struktur und Hierarchie in der Stadt bringt die Leute dazu zu reinkarnieren, es ist tatsächlich die einzige Möglichkeit, die den Leuten gegeben wird. Es wird nie davon gesprochen, dass man sich zu einem anderen Planeten begeben könnte, oder allenfalls einfach auf der astralen Ebene bleiben könnte. Leute, die versuchen eine andere Option zu finden, werden beschämt und als „unspirituell“ bezeichnet, weil sie sich nicht „dem göttlichen Plan unterordnen“.

Um Cobra nochmals zu zitieren:

„Es ist so, dass auch Führer der Lichtkräfte auf der ätherischen Ebene durch die Archons manipuliert werden. Sie möchten grundsätzlich Gutes tun, aber sie sind auch gehirngewaschen, genauso wie spirituelle Lehrer auf der physischen Ebene, es ist ganz ähnlich.“

Es ist auch ganz ähnlich dem, was wir auf der physischen Ebene im medizinischen Bereich sehen. Der grösste Teil des Personals meint es gut, und doch sind sie so gehirngewaschen, dass sie die Patienten täglich vergiften.

In diesen astralen Städten wird den Leuten erzählt, dass um ihre persönlichen Angelegenheiten erledigen und spirituell wachsen zu können, sie reinkarnieren und einen spezifischen Reinkarnations-Plan aufstellen müssen, um ihre Angelegenheiten bearbeiten zu können. Dieser Plan ist ein Kontrakt in dem steht, dass sie das ‚Alles-Vergessen’ während des Geburtsvorgangs akzeptieren, und dass sie akzeptieren im nächsten Leben zu leiden. Hierauf beruht das falsche Verständnis von der Karmalehre, wie ich dies in einem früheren Artikel erläutert habe:

„Es ist viel an Programmierung erschaffen worden durch die Archons, um das Böse zu rechtfertigen. Zum Beispiel das Karma-Gesetz, nach welchem ich, wenn ich zum Beispiel eine Tasse meines Freundes zerbrochen hätte, das Universum jemanden schicken würde, um meine Tasse zu zerbrechen, damit ich die Konsequenzen meines Handelns erkennen würde. Das würde dann auch heißen, dass das Universum jemanden senden müsste, der die Tasse desjenigen zerbricht, der meine Tasse kaputt gemacht hat, usw.
Dies ist vollkommen erfunden und hat nichts mit dem wahren, universellen Gesetz zu tun, einfach deshalb, weil wenn es so wäre, dass dann niemals etwas gelöst werden würde und das Leiden ewig eskalieren würde.
Das wahre universelle Gesetz ist Vergebung und Gnade, und dies wurde auch von jenen Lehrern gelehrt, welche die wahre Verbindung hatten. Der Wille der Quelle ist, dass wenn jemand Schmerzen verursacht, dass er dann angemessene Heilung bekommen soll, damit sein Wahres Selbst wieder in seinen Körper zurückkehren kann. Ein Wieder-Ausgleich von Energien zwischen den beteiligten Menschen könnte nötig sein, zum Beispiel wenn jemand eine Tasse eines anderen zerbrochen hat, dass er dann eine neue kaufen soll, oder die kaputte reparieren oder eine andere Art von Dienst leisten soll, um einen Energieausgleich herzustellen. Oder der Besitzer der Tasse könnte ganz einfach vergeben, und der unendliche Überfluss der Quelle würde automatisch auf irgend eine Art einen Ausgleich schaffen, nicht so, dass demjenigen, der die Tasse zerbrochen hat etwas weggenommen würde, sondern dass beiden das gegeben wird, was immer sie brauchen. Die benötigten Ressourcen sind in unendlicher Fülle vorhanden.“

Es gibt viele andere Kontrakte, die von den Leuten im Gefängnis Erde unterschrieben worden sind. Zuerst in der späten Phase von Atlantis wurden viele Menschen (aber nicht Sternensaaten) durch die Dunkelkräfte ausgetrickst, indem ihnen Reichtum und Macht versprochen wurde im Austausch gegen Implantate und Vertragsunterschriften. Als dann die Konflikte auf dem Planeten Erde so stark eskalierten, dass sich die Lichtkräfte zurückzogen, errichteten die Dunklen das Gefängnis Erde mit einem Gitterzaun um den Planeten, der alle daran hinderte herein zu kommen und den Planeten zu verlassen. Jedermann innerhalb des Schleiers wurde gezwungen, Verträge mit den Dunklen zu unterzeichnen, in denen sie sich einverstanden erklärten zu leiden und sich den Bedingungen der Dunklen zu unterwerfen, und dass sie von den Lichtkräften keine Hilfe erhalten würden.

Dann später in der modernen Zeit wurden viele Kontrakte und Vereinbarungen mit der Kabale unterschrieben. Die wichtigste ist die Geburtsurkunde, welche tatsächlich ein Rechtsanspruch im Besitz der Regierung ist, in welchem feststellt wird, dass sie das Copyright auf den Namen hat und demzufolge alles besitzt, was unter diesem Namen registriert ist. Dies ist der Grund, warum niemand in der Welt seine Geburtsurkunde erwerben kann, die Menschen können nur Kopien oder Auszüge davon bekommen.

Es ist so, dass alle diese Kontrakte energetischer Natur sind. Indem sie die Unterschriften der Menschen haben, können die Dunklen verwirklichen, was sie wollen. Die Lösung zum Beenden dieser Kontrakte ist ebenfalls energetisch. Wir sind souveräne, unabhängige Licht-Wesen, Inkarnationen der Quelle. Der Wille der Quelle ist die mächtigste Kraft in der Schöpfung, und diese möchte, dass wir frei sind. Wir sind nicht gebunden an irgend einen verrückten Kontrakt, der nicht verbunden ist mit der Quelle. Durch eine klare Äusserung unseres freien Willens können wir diese Kontrakte annullieren und uns von ihnen befreien. Es befreit uns nicht unmittelbar aus dem Gefängnis Erde, denn der freie Wille wird hier nicht vollständig respektiert, aber es erhöht den Fluss des Lichtes in unserem Energiefeld und hilft uns, uns zu einem guten Grad zu schützen.

In einer früheren Konferenz übergab uns Cobra einen Vertrags-Widerruf, den ich hier weitergeben möchte. Er wies uns an, diesen Text eigenhändig niederzuschreiben, mit vollem Vorsatz und Willen, ihn laut auszusprechen und das Papier bei sich zu behalten.

Kontraktauflösung 8

Ich empfehle allen sehr, dies tun. Es erzeugt eine sehr kraftvolle, positive Veränderung für uns persönlich, und je mehr Menschen dies tun, umso weniger Kraftstoff haben die Dunkelkräfte, um das Gefängnis Erde aufrecht zu erhalten, und umso schneller wird die Befreiung für uns alle kommen.

Sieg dem Licht!

Kontraktauflösung 9

Quelle: http://transinformation.net/das-auf-kontrakten-beruhende-system-beenden/

Gruß an die freien Seelen

TA KI

Das menschliche Energiefeld wird sichtbar!


“Die menschliche Aura wird sichtbar und zusammen mit unseren Intentionen, haben sie Auswirkungen auf die Materie um uns herum.” – laut einigen Wissenschaftlern

Eine Aura ist ein Energiefeld, dass alle Lebewesen umgibt. Es ist eine Tatsache, dass Lebewesen Energie in Form von Wärme, Licht und Strahlung emittieren. Obwohl nicht für jeden sichtbar, gibt es Hinweise darauf, dass Auren für viele Lebewesen sichtbar sind, und speziell beim Menschen für diejenigen, die in der ganzheitlichen Heilkunst, die uralten Traditionen von Generation zu Generation überliefert bekommen haben.

Wenn Sie skeptisch sind, und eine Aura nie gesehen haben, dann sind Sie nicht allein. Jedoch gibt es Schritte, die Sie vollziehen können, um zu versuchen, sie zu sehen, falls es Sie interessieren sollte.

1-1.jpgZum einen sollte das Motiv vor einem hellen, durchgefärbten Hintergrund sein. Die Aufmerksamkeit sollte auf einen

Punkt des Körpers gerichtet werden – das dritte Auge scheint insbesondere eine prominente Position zu sein, um die Vision einzustellen.

Halten Sie den Blick weich und fokussiert für etwa eine Minute, und stellen Sie sicher, dass Sie sich konzentrieren. Vielleicht werden Sie zunächst lediglich ein weißes Leuchten, welches sich in verschiedenen Farben zum hellen Hintergrund ändert, sehen. Auch hier gilt: Übung macht den Meister!


Bereits im Jahr 1777 konnte der deutsche Physiker G. Lichtenberg eigentlich nur zufällig entdecken, dass Gegenstände in einem starken elektrischen Feld anfangen können zu leuchten. J. Narkevitch-Jodko, de Moura, Nikola Tesla und weitere zahlreiche Forscher und Erfinder beschäftigten sich sehr stark mit diesem interessanten Phänomen. Das russische Ehepaar Semyon und Valentine Kirlian machte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts dieses geheimnisvolle Leuchten weltweit bekannt. Dieses Effekt wurde auf Fotoplatten oder Fotopapier aufgenommen.

Alle diese Forscher konnten sich nicht erklären, warum unterschiedliche Aufnahmen desselben Objekts eine unterschiedliche Leuchtkraft zeigten.

In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts erhielt Prof. Dr. Konstantin G. Korotkov, Mitarbeiter vom Physik-Laboratorium der Technischen Universität Leningrad, von der sowjetischen Akademie der Wissenschaften den Auftrag, den Hintergrund des “Kirlian Effektes” physikalisch zu erforschen.

Er suchte und entwickelte dabei neue Möglichkeiten der Nutzung dieses Phänomens. Bei seiner Arbeit im Institut für Feinmechanik und Optik an der Technischen Universität in Sankt Petersburg, erfand er die GDV Kamera  (Gas- Discharge- Visualization). Durch den Einsatz von PC´s und digitaler Aufnahmetechnik konnte die Kirlian Methode revolutioniert werden. Das “Objektleuchten” wird mittels digitale Video-Kameras aufgenommen und im PC gespeichert. Dementsprechend sind die Messungen jederzeit abruf- und vergleichbar.

Korotkov hat das menschliche Energiefeld studiert, und ist zu dem Schluss gekommen, dass eine Person diese Energie im Feld in Verbindung mit dem positiven Gedanken anspannen kann, um sich selbst, andere und die Welt  heilen zu können. Es ist wie ein Atem frischer Luft, zu sehen, dass ein Physiker schließlich dieses wissenschaftliche Thema beleuchtet.

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‘Wir entwickeln die Idee, dass unser Bewusstsein ein Teil der materiellen Welt ist und das wir mit unserem Bewusstsein direkt unsere Welt beeinflussen können’, sagt er.

Man geht davon aus, dass die Methode, “Bioelectrophotography”genannt, welche er entwickelt hat,  die erste wissenschaftliche Messeinheit der menschlichen Aura ist.

Diese Technologie erweist sich dadurch auch als effektive Messmethode zur Bewertung des menschlichen Gesundheitszustandes, bei der Überprüfung von individuellen Reaktionen auf unterschiedliche Trainingsprogramme und Therapieanwendungen, bei der Untersuchung der energetischen Eigenschaften von Materialien, Wasser und anderen Flüssigkeiten, z.B. Blut, Urin , Edelsteinen, der Erforschung von Veränderungen des Bewusstseinszustandes, beispielsweise von Meditationen und intensiver Konzentration, uvm.

 


Ein anderes vielversprechendes Gebiet der Forschung über absichtliche Gedanken, menschliche Energie und ihre Wirkung auf die Umgebung, wird durch ein weniger bekanntes Projekt an der Universität von Princeton durchgeführt. Das Princeton Ingenieur Anomalies Research (PEAR) Laboratory kam zu dem Schluss, dass genügend Beweise dafür vorhanden sind, dass der Geist die Fähigkeit hat den Ausgang eines Geräts, bekannt als Zufallsgenerator (REG), zu beeinflussen, und genau dass rechtfertigt weitere Untersuchungen.

Zum Beispiel, wenn eine Münze 100mal geschnipst wird, würde man logisch erwarten, dass die Münze 50mal auf Kopf und ungefähr 50mal auf Zahl landen würde. Die Studie verwendet einen zufälligen Zahl-Generator, der diesen grundlegenden Münzflip nachahmt. Die Maschine führt 200 Flips pro Sekunde durch, und erzeugt einen Durchschnitt niedriger wie erwartet. Jedoch, als Menschen mit der Maschine aufeinander einwirkten, um die Ergebnisse mit ihren Absichten zu führen, wichen die diese ab.

Wir freuen uns auf die zukünftigen Auswirkungen dieser Forschung!


Credits: thespiritscience.net | elektrophotonik-berlin.de

 

 

Quelle: https://denkeandersblog.wordpress.com/2015/12/10/das-menschliche-energiefeld-wird-sichtbar/

Gruß an alle Heilenden

TA KI

Meerjungfrauen sind kein Mythos!


Von den Aufgaben dieser sagenumwobenen Meeresbewohnern.

Von: Ursula Seiler
55-meerjungfrauen1Erhard Bäzner war einer, der sie gesehen hat, die Meerjungfrauen. Bäzner gehörte zu den frühen Theosophen. Viele seiner Schauungen sind zeichnerisch festgehalten worden. Sie gehören heute noch zu den besten Einblicken in die feinstoffliche Welt – seien dies die Inhalte von menschlichen Auras, Gedankenformen oder die Auras von Tieren und Pflanzen. Während Undinen das Wasserelement selbst sind – jeder Wassertropfen ist also eine winzige Undine mit einem Bewußtsein – sind die Meerjungfrauen, auch Nixen genannt, die Hüterinnen der Gewässer. Man findet sie in Meeren, Seen, Strömen, Flüssen und Bächen. Das offene Meer wimmelt geradezu von ihnen. „Schneller als Fische durchqueren sie das Wasser; sie tauchen plötzlich in die Tiefe und erscheinen fast im selben Augenblick schon wieder an der Oberfläche. Die brausenden Strömungen des sturmgepeitschten Meeres lieben sie am meisten. Dabei werden sie nicht im geringsten in ihren Bewegungen gehindert. Fröhlich spielend, schaukeln sie sich auf den Wellen und necken sich oft mit den Sturmgeistern, die tobend über das Wasser dahinstürmen, und belustigen sich über deren vergebliches Bemühen, sie zu erhaschen“, erzählt Bäzner im Buch Die Naturgeister Bäzner beschreibt die Nixen als menschenähnlich in ihrer Erscheinung, aber ungeschlechtlich. Alle haben einen jungfräulich-weiblichen Körper und lockiges Haar, das in langen, üppigen Strähnen über Schultern und Rücken fällt. Sie sind zwischen 130 und 150 Zentimeter groß. Jene Nixen, die am Meeresboden leben, haben den größten und muskulösesten Körper; er ist von braunroter Farbe, und ihr Haar ist tiefschwarz. Ihr Gesichtsausdruck, so Bäzner, sei eher derb, und sie sind vergleichsweise am „trägsten“. In der mittleren Wasserschicht seien die Körper der Nixen schlanker und von blaugrün schimmernder Farbe; ihr Gesichtsausdruck edler und weiblicher und das Haar schwarzglänzend.

„Sie sind meistens in Bewegung und ziehen oft in einem großen Umkreis, sich tiefer senkend oder sich in höhere Wasserschichten erhebend, einher und kommen manchmal bis zur Oberfläche des Meeres, indem sie sich mit den dort lebenden Nixen in fröhlichem Reigen vermischen.“Nixen an der 56-meerjungfrauenWasseroberfläche haben, so beobachtete Bäzner, einen flaumartigen Körper und sind in dauernder Bewegung. Sie haben einen Gesichtsausdruck von bezaubernder Schönheit, mit rosig frischer Farbe gleich jungen Mädchen. Ihre lichtblauen Augen strahlen ein helles Licht aus; ihr Haar ist dunkelblond. Sie altern nicht, jedoch können sie für kurze Zeit ihre Größe verdoppeln oder halbieren oder auch ihre Gestalt verändern. Sie tragen laut Bäzner keinerlei Kleidung. Nur um den Kopf befinde sich ein Schmuck ähnlich einem Blütenkranz, der entweder naturalistische oder ornamental stilisierte Formen zeige. Die verschiedenen Nixengruppen werden durch Nixenführerinnen angeleitet, welche die ihnen unterstellten Nixen an Größe und Schönheit übertreffen. Die Aura der Nixen mißt etwa das Fünffache ihres ätherischen Körpers. Die Farben variieren je nach Art der Nixen von hellgrün und lichtblau bis zu tiefem Blau, oder, bei den Nixenführerinnen, zartes Rosa und Smaragdgrün. Sie senden einen tiefen, kräftigen Klang aus, ähnlich dem Ton der Orgel.

Und was tun Nixen den ganzen Tag?

Sie pflegen die Lebewesen des Wassers, die verschiedenartigsten Tiere und die zahlreichen Wasserpflanzen. So, wie die Gnomen für das Wachstum und die Entwicklung der Lebewesen auf und in der Erde besorgt sind, so fördern die Nixen die Entfaltung der Wesen im Wasser. Nur selten betreten sie das Element der Luft und der Erde, es sei denn, um eine Hilfeleistung für einen Menschen oder ein Tier zu erbringen.

Sie führen im Wasser den Pflanzengebilden, den Mineralien und den Tieren der niederen Entwicklungsstufe ätherisch-elektrische Substanzen zu, wodurch sich deren Nahrungsaufnahme, Entfaltung und Vervollkommnung vollziehen kann. Sie leiten Lebensströme durch die Gebilde hindurch, die in rhythmischer, kreisförmiger Wellenbewegung durch sie schwingen und die Aura in wundervollem Licht erstrahlen lassen. So können sie in wenigen Minuten einen weiten Umkreis bearbeiten und mit elektrischen Energieströmen sättigen, wodurch alle Lebenskeime im Wasser einen Antrieb erhalten und mit Kräften erfüllt werden, die das Wachstum in jeder Weise fördern. Sie sind dadurch mit den Lebewesen der Wasser so verbunden, daß sie sich bis zu einem gewissen Grad gefühlsmäßig mit ihnen zu verständigen vermögen.

All dies ist von großer Freude begleitet. Die mineralischen Gebilde, die Muscheln und Korallen behandeln sie so liebevoll wie Kinder ihre Puppen. Auch um die Fische und andere Wassertiere sind sie sehr besorgt. Sie pflegen sie bei Krankheiten in der gleichen Weise wie die Gnomen die ihnen anvertrauten Tiere. Und bei drohenden Gefahren gewähren sie ihnen mannigfaltigen Schutz. Die kleineren Tiere bringen sie vor den Angriffen der gierigen Raubtiere in Sicherheit, indem sie diese durch Auslösung stärkerer Schwingungen zurückhalten oder ihnen die Energieströme entziehen, wodurch die Triebkraft ihrer Gier erschlafft.

An sonnigen Tagen spielen sie gerne mit den Fischen, streicheln sie zärtlich und rufen ihnen gütige Worte zu. Nicht alle im Wasser lebenden Tiere können die Nixen sehen, doch werden alle durch deren feinere Schwingungen angezogen.

Eine weit größere Zuneigung als zu den Tieren, schreibt Bäzner, hätten sie zu den Menschen. Viele Sagen berichten von Meerjungfrauen, die gefährdeten Seeleuten und Verunglückten Hilfe und Schutz gewährten. Zu Menschen mit edlem, selbstlosem Charakter fühlen sie sich dabei besonders hingezogen, und der Anblick von Kindern löst bei ihnen geradezu Begeisterung aus. Ihnen leisten sie stets Hilfe, wenn sie in Gefahr sind oder wenn ihnen ein Unglück zustößt. Die Nixen werden dazu von höheren Wesen veranlaßt und geleitet. Auf deren Weisung hin warnen sie den Menschen manchmal in der Weise, daß sie dem Kapitän eines Schiffes durch Übertragung von entsprechenden Schwingungen die drohende Gefahr zum Bewußtsein bringen und ihn in seinen Entschlüssen bestärken. Hat beispielsweise ein Schiff einen falschen Kurs eingeschlagen, so wirken die Nixen auf den Schiffsführer ein, daß er sich dessen bewußt wird und die Richtung wieder findet. Ist ein Schiff in Not, so veranlassen sie vermöge der Gedankenschwingungen der gefährdeten Seeleute und unter Leitung höherer Wesen die Besatzung, eines in der Nähe befindlichen Schiffes, nach der Richtung des gefährdeten Schiffes zu steuern.

— Ende des Artikelauszugs —
Gruß an die Sagen und Mythen
TA KI

Schlaf und Traum


Eine geheimnisvolle Doppelstrategie

von Grazyna Fosar und Franz Bludorf

 

Dieser Artikel ist aus ausgewählten Passagen des Buches „Spektrum der Nacht“ zusammengestellt.

  1. Indiskret (Schlafzimmerprobleme)
  2. Der Harry-Potter-Effekt (Die Magie des Klartraums)

Indiskret (Schlafzimmerprobleme)

Haben Sie schon daran gedacht, dass einer der möglichen Gründe für Ihre schlaflosen Nächte in Ihrem eigenen Schlafzimmer liegen könnte?

Ihr Schlafzimmer ist Ihr Rückzugsort und kann gut zum Ausdruck bringen, wie Sie Ihr Inneres selbst wahrnehmen.

Im Gegensatz zu anderen Räumen im Haus, die Ihre Präsentation nach außen widerspiegeln oder Ihre intellektuellen und intuitiven Möglichkeiten zeigen, ruht sich im Schlafzimmer Ihr eigenes Ich aus, und es soll sich dabei wohlfühlen.

Selbstverständlich sollte man das ruhigste Zimmer zum Schlafen auswählen.

Die Innenausstattung des Raumes verdient ebenfalls unsere Aufmerksamkeit. Farben wirken sehr nachhaltig auf unsere Stimmung, und unsere Stimmung wiederum wirkt sich auf die Raumenergie aus. Farbtöne wie Rot, Orange, Gelb, Grau oder Schwarz sind für den Schlafraum ungeeignet.

Die in Deutschland so beliebten weißen Schlafzimmer erinnern eher an die sterile Atmosphäre eines Krankenhauses. Solche Räume sind ein Mord an der Seele, ein kühles, unpersönliches Missverständnis.

Wenn wir uns entlang der Frequenzen des Regenbogens bewegen, haben wir die Wahl zwischen Grün, Blau, Hellrosa, Champagner oder Creme. In Abhängigkeit von den Bedürfnissen Ihrer Persönlichkeit können die Farbtöne hell oder auch etwas kräftiger sein.

Wenn Sie einen Energieüberschuss in sich haben, können Sie überwiegend helle Töne benutzen und viel Licht durch die Fenster Ihres Schlafzimmers fließen lassen. Müssen Sie aber häufig Ihre Energie an andere Menschen abgeben – beruflich oder privat – sind etwas kräftigere, dunkle, warme Töne besser für Sie geeignet. Sie können in diesem Fall auch am hellen Tag die Vorhänge zuziehen.

So können Sie sich auch am Nachmittag eine Ruhepause gönnen und dem Raum seine Rolle als Schutz- und Zufluchtsort mental einprägen. Hiervon können Sie dann in der Nacht profitieren.

Sensitive Menschen, die zum Beispiel die Aura wahrnehmen können, sollten immer auf ihre Augen achten und auch im Schlafzimmer dafür sorgen, dass es nicht zu hell ist.

An das Fenster gehören immer Vorhänge, egal, ob Sie sie zuziehen wollen oder Jalousien bevorzugen. Die Vorhänge verleihen dem Raum eine Atmosphäre des Schutzes und der Abgrenzung von der Außenwelt, was gerade in der Nacht wichtig ist. Oder wollen Sie Ihre Nachbarn in Ihr Schlafzimmer einladen? Dies gilt vor allem, wenn Sie ein „Fenster zum Hof“ haben, wie schon Alfred Hitchcock wusste!

Die „nackten“ Fensterfronten, die in den letzten Jahren so sehr im Trend waren, sind längst passé. Endlich haben die Menschen verstanden, dass sie in der Nacht einen Anspruch auf etwas mehr Intimsphäre haben. Auch während der nächsten Vollmondnacht, die unweigerlich kommen wird, werden Sie dies zu schätzen lernen.

Der Fußboden in Ihrer Wohnung symbolisiert die Fundamente Ihres Lebens. Wenn sich dort viele Risse oder Wölbungen zeigen, dann heißt das, dass Sie in irgendeinem Lebensbereich auf wackligem Untergrund stehen. Dann sollten also erst einmal die Handwerker ins Haus kommen.

Im Schlafzimmer kommt es vor allem darauf an, Allergien gegen Fußbodenbeläge zu vermeiden, egal, ob man nun einen lackierten Holzfußboden oder Teppichboden hat. Zu viel Extravaganz ist auch fehl am Platze. Das Tigerfell mit Kopf gehört wohl eher ins Esszimmer. Da kann man dann wenigstens stilvoll darüber stolpern, wie wir alle wissen. Same procedure as last year…

Bücher gehören genauso wenig ins Schlafzimmer wie Topfpflanzen. Natürlich sind solche Elemente im Raum sehr dekorativ, doch haben Pflanzen leider die Eigenschaft, in der Nacht Sauerstoff ein- und Kohlendioxyd auszuatmen, genau wie Tiere und Menschen. Die Photosynthese, bei der die Pflanzen aus Licht, Wasser und Kohlendioxyd Zucker herstellen und dabei noch wertvollen Sauerstoff ausatmen können, funktioniert eben leider nur am hellen Tage. Nachts hingegen ist jede Pflanze ein „Luftverbraucher“ mehr.

Bücher rauben ebenfalls Atemluft, da sie immer ein wenig Staub erzeugen. Das Buch, in dem Sie vor dem Einschlafen noch geschmökert haben, kann natürlich auf dem Nachttisch liegen bleiben. Selbstverständlich dürfen Sie auch das Buch „Spektrum der Nacht“ oder Ihr Traumtagebuch gerne am Bett griffbereit haben, doch das bis zur Decke reichende Bücherregal gehört woanders hin in Ihrer Wohnung.

Auch bei der Installation der Beleuchtung im Schlafzimmer sollten wir Vernunft und Augenmaß wahren. Halogenleuchten jeder Art gehören mit ihren zwischengeschalteten Trafos zu den schlimmsten Verursachern von Elektrosmog und haben daher im Wohnbereich von Menschen generell nichts zu suchen. Im Schlafzimmer wird man vorrangig auf gedämpftes Licht Wert legen. Allerdings sollte die Nachttischlampe auch nicht zu schwach ausgelegt sein, zumindest dann nicht, wenn man ab und zu im Bett lesen möchte. Eine Deckenlampe sollte auf jeden Fall vorhanden sein, damit man zumindest im Notfall den Raum ausreichend beleuchten kann.

Ein nächstes, höchst umstrittenes Thema bilden Spiegel im Schlafzimmer. Einesteils dient ein Schlafzimmer seit jeher nicht nur zum Schlafen, sondern auch in gewissem Maße der Körperpflege. Frauen haben schon in alten Zeiten Frisierkommoden mit Spiegeln im Schlafzimmer gehabt, und verspiegelte Kleiderschränke erfreuen sich in unseren Tagen zunehmender Beliebtheit, um sich beim Umziehen „begutachten“ zu können.

Andererseits bestehen in weiten Teilen der Bevölkerung auch Vorurteile gegen die Verwendung von Spiegeln im Schlafzimmer. Vorurteile, die in dieser Strenge nicht immer gerechtfertigt sind. Sie basieren vorrangig auf der chinesischen Feng-Shui-Lehre, also der uralten Kunst des naturgemäßen Hausbaus und der Raumgestaltung. Vieles in dieser Lehre basiert auf uraltem Wissen und kann auch in unserer Kultur und unserem Zeitalter zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Andere Aspekte hingegen sind untrennbar mit religiösen und kulturellen Vorstellungen des alten China verbunden und nicht unbedingt auf unseren Kulturkreis übertragbar.

So glaubte man in China, ein Spiegel neben dem Bett sorge für Unruhe, weil die Seele nachts den Körper verlasse und dann bei der Rückkehr verwirrt sei, wenn sie scheinbar zwei Körper im Schlafzimmer sieht. Diese Vorstellung lässt sich nur schwerlich mit einem modernen, wissenschaftlich geprägten Weltbild vereinbaren.

In der europäischen traditionellen Überlieferung herrscht die Vorstellung, dass großflächige Spiegel die schädliche Ausstrahlung unterirdischer Wasseradern verstärken können.

Es ist uns aus unserer eigenen Erfahrung durchaus vertraut, dass unterirdische Wasserläufe unter dem Schlafzimmer der Gesundheit und der Schlafqualität abträglich sein können, wenn auch die physikalischen und medizinischen Hintergründe bis heute nicht ausreichend geklärt sind. Inwieweit aber ein Spiegel diese Wirkung beeinflussen kann, bleibt unklar und daher im wesentlichen eine Glaubensfrage.

Was jedoch nicht von der Hand zu weisen ist, ist ein anderer Aspekt. Spiegel bestehen aus Glas und einer darunter liegenden dünnen Metallschicht, die wie eine große Kondensatorplatte wirken kann. Befindet sich also in der Wand hinter dem Spiegel eine ungenügend abgeschirmte elektrische Leitung, so ist es ohne weiteres möglich, dass der Spiegel die von dieser Leitung ausgesandte elektromagnetische Strahlung wie eine große Flachantenne auffängt und dann diffus in den Raum wieder abstrahlt. Auf diese Weise ist es möglich, dass der Spiegel vorhandenen Elektrosmog verstärkt.

Insgesamt sollte man einen pragmatischen Standpunkt einnehmen. Ein Schlafzimmer ganz ohne jeden Spiegel ist in unserer Zeit sicher nicht ohne weiteres machbar. Auf großflächige Wandverspiegelungen hingegen sollte man vielleicht lieber verzichten, zumindest, wenn man sensibel ist.

Koffer und Reisetaschen sollte man im Schlafzimmer nicht aufbewahren, schon allein aus ästhetischen Gründen. Ebenso sollte man keine Gegenstände dort haben, die unbewusste negative Erinnerungen hervorrufen können. Das Foto von Ihrem geschiedenen „Ex“ oder die geschmackvolle, gemeinsam gekaufte Muschel, die Sie drei Monate vor der Scheidung aus Lanzarote mitgebracht haben, sollten also schnellstens verschwinden.

Nicht immer ist es einem Menschen bewusst, welcher Gegenstand bei ihm Unwohlseinsgefühle auslöst, und auch für einen Außenstehenden ist es nicht immer leicht, ihm beim Auffinden der Ursache behilflich zu sein, da die ausgelösten Gefühle in hohem Maße subjektiv sind.

Versuchen Sie also möglichst, in Ihrem Schlafzimmer mit der Vergangenheit gründlich aufzuräumen und dabei alle Gegenstände zu entfernen, die geeignet sind, Sie emotional zu irritieren. Lernen Sie dabei loszulassen, zum Beispiel von der geschmackvollen Vase, einem Geschenk Ihrer Tante, die Sie noch nie leiden konnten. Alles, was man nur aus Pietät aufhebt und im Grunde nicht mag, ist im Schlafzimmer fehl am Platze. Wenn Sie die Vase im wörtlichen Sinne loslassen, ist das Problem in Sekundenschnelle gelöst!

Damit kommen wir zum nächsten Punkt. Gerade bei Menschen, die sich zu esoterischem Gedankengut hingezogen fühlen, ist es heutzutage äußerst beliebt, die Wohnung mit riesigen Kristallen zu schmücken. Viele Menschen glauben, damit einen verstärkten Zugang zu einer irgendwie gearteten „kosmischen Energie“ zu erhalten.

Das Ganze wäre harmlos, wenn an dieser Vorstellung tatsächlich nichts dran wäre. Es ist zwar noch nicht restlos geklärt, ob es diese „Kristallenergie“ wirklich gibt und welcher Natur sie ist, aber es ist klar, dass in Kristallen Kräfte schlummern können, die wir zu wenig kennen, um sie voll beherrschen zu können.

Auch wir selbst sind von der geheimnisvollen Schönheit der Kristalle fasziniert und haben auch einige von ihnen in unserer Wohnung. Allerdings sollte man gerade hier darauf achten, das rechte Maß zu halten. Zu viele große „Briketts“ können auf jeden Fall so starke Energien freisetzen, dass es im günstigsten Fall zu Kopfschmerzen kommt. Zumindest sollte man sie nicht ins Schlafzimmer legen, damit sie nicht zu stark anregend (oder auch einschläfernd) wirken. (Mehr dazu im Buch „Spektrum der Nacht“)

Wenn Sie die Wände Ihres Schlafzimmers mit Bildern schmücken möchten, so sollten Sie ganz nach eigenem Geschmack vorgehen. Vermeiden Sie dabei allerdings zu exotische Motive. Düstere Landschaftsmalereien sind ebenso ungeeignet wie der röhrende Hirsch im Silberwald oder die Golden-Gate-Brücke in San Francisco mit Blinklämpchen. Wählen Sie statt dessen ruhige, aber positive, lebensbejahende Motive.

Insgesamt gilt für das Schlafzimmer das Gleiche wie für die gesamte Wohnung: Legen Sie Wert darauf, sich mit schönen Dingen zu umgeben. Wenn unser Auge in der Umgebung Schönheit wahrnehmen kann, so kann dies enorme positive psychische Energien in uns freisetzen. Mehr wollen wir zu diesem Thema nicht sagen, denn was „schön“ ist, ist ja zutiefst subjektiv und daher Ihrem eigenen Empfinden überlassen.

Aus vielen Hollywood-Filmen und Biographien weiß man, dass Frauen oft dazu neigen, in voller Montur, d. h. mit angelegtem Schmuck, zu Bett zu gehen. Bei allem Respekt für den Sinn für Schönheit sollten Sie dies jedoch lieber unterlassen. Denken Sie daran, was wir gerade über Kristalle gesagt haben (zu denen ja auch Brillanten und andere Edelsteine gehören, aus denen Schmuckstücke hergestellt werden). Aber auch Metall am Körper, also z. B. Gold- und Silberschmuck, sollte nicht übertrieben werden. Ihren Ehering können Sie natürlich am Finger behalten, aber ansonsten sollte man auch den Schmuckstücken ihre verdiente Nachtruhe gönnen.

Marilyn Monroe wurde übrigens einmal gefragt, was sie im Bett trage, und sie antwortete: „Chanel Nr. 5“…

Mittlerweile wissen wir also, wie sich Ihr Schlafzimmer anhören sollte (nämlich möglichst still) und wie es aussehen sollte. Es ist nunmehr an der Zeit zu ergründen, wie es sich anfühlt.

Um dies herauszufinden, geht man zunächst einmal langsam mit geöffneten Augen durch das Schlafzimmer und anschließend noch einmal mit geschlossenen Augen. Versuchen Sie dabei herauszufinden, wie sich das Zimmer anfühlt, welche Stellen Sie als angenehm empfinden, und wo Sie sich eher blockiert fühlen.

Wir haben absichtlich gesagt, „wo Sie sich blockiert fühlen“. So langsam nähern wir uns den hochinteressanten Gebieten der Radiästhesie und Geomantie, zweier Quellen uralten Wissens, die nichtsdestoweniger heute oft missverstanden werden. Wenn ein Rutengänger Ihre Wohnung abgeht, so sucht er nicht etwa nach „schlechten Plätzen“, sondern genau genommen nach Orten, an denen er sich schlecht fühlt. Da die Impulse oft schwach sind, hilft die Wünschelrute oder das Pendel lediglich dabei, sie wahrzunehmen.

Wir sollten uns darüber klar sein, dass es „objektiv schlechte Plätze“ auf unserer Erde nicht gibt. Es gibt auch Lebewesen, die gern auf Wasseradern schlafen. Katzen gehören etwa zu dieser Gruppe, während Hunde wiederum eher Orte bevorzugen, an denen auch wir Menschen uns wohlfühlen. Lösen wir uns also von der allzumenschlich-subjektiven Wertung, alles als schlecht hinzustellen, was lediglich für uns unangenehm oder gar schädlich ist, wie es auch der bekannte Geomant Marko Pogačnik einmal sehr richtig festgestellt hat. Die Erde ist schließlich auch noch für andere da.

Sollten Sie zu den radiästhetisch begabten Menschen gehören, die z. B. mit einem Pendel umgehen können, so kann Ihnen unsere im Buch „Spektrum der Nacht“ abgedruckte Bioenergie-Pendeltafel weitere Anhaltspunkte über „gute“ und „schlechte“ Stellen in Ihrem Schlafzimmer liefern.

Allerdings möchten wir Ihnen an dieser Stelle einen heißen Tipp geben, den Sie in keinem anderen Buch finden werden: Es ist sehr gut, von Zeit zu Zeit das Schlafzimmer mit einer ultravioletten Lampe zu reinigen, speziell während oder nach einer Infektionskrankheit. Das ist keine Magie, sondern dient dazu, Krankheitserreger abzutöten, die sich besonders gern in Tapeten, Matratzen oder Kissen festsetzen. Derartige UV-Lampen kann man in jedem Kaufhaus als Gesichts- oder Oberkörperbräuner kaufen. Die Prozedur sollte etwa eine Stunde dauern. Verlassen Sie während dieser Zeit das Zimmer und lüften Sie anschließend gut durch. Vergessen Sie bitte auf keinen Fall, dass man niemals ohne die dem Gerät beiliegende Spezialschutzbrille direkt in die Lampe schauen darf.

Es ist auch von Vorteil, im Schlafzimmer für ein Gleichgewicht der vier klassischen Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft zu sorgen.

Beginnen wir mit dem Luftelement. Das Schlafzimmer sollte oft und ausreichend gelüftet werden. Außerdem gehört in diesen Bereich die Anwendung von Düften und ätherischen Ölen. Für das Schlafzimmer eignet sich besonders gut Lavendelöl. Dieser Duft dient dem Schutz, reinigt die Atmosphäre von negativen Gedanken und sonstigen destruktiven Energien und ist auch gut gegen Schlaflosigkeit.

Wichtiger als die Raumtemperatur im Schlafzimmer ist die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Luftfeuchtigkeit, womit wir zum Element Wasser kommen. Gerade während der Heizperiode ist die Luft in Wohnräumen oft erheblich zu trocken, was speziell während des Schlafes zur Austrocknung der Schleimhäute und damit zu erhöhter Infektionsanfälligkeit führen kann. Gute Dienste leisten hier Wasserverdunster aus Ton, die man an den Heizkörper hängen kann. Wenn die Verdunstungsleistung nicht ausreicht, muss man auf einen elektrischen Luftbefeuchter zurückgreifen.

Es ist auch komfortabel, auf seinem Nachttisch ein Glas mit Mineralwasser oder einem anderen Getränk stehen zu haben. Falls Sie einmal in der Nacht aus einem schönen Traum in der Wüste durstig erwachen, werden Sie sich selbst dafür danken, sich den Weg zur Küche erspart zu haben.

Wenn wir jetzt zum Element Feuer kommen, so wollen wir Sie keinesfalls auffordern, im Bett zu rauchen. Falls Sie dabei einschlafen, könnte es Ihre letzte Zigarette gewesen sein. Erinnern wir uns aber daran, woher der Brauch des Rauchens eigentlich stammt. Räucherungen mit duftenden oder bewusstseinsverändernden Substanzen sind seit Menschengedenken in allen Kulturen verbreitet. Man inhalierte den Rauch entweder zum Zweck der Bewusstseinserweiterung oder man ließ sich den Rauch ganz einfach im Raum verteilen, um die Atmosphäre zu verbessern. Letzteres möchten wir Ihnen von Zeit zu Zeit auch für Ihr Schlafzimmer empfehlen (wobei Sie allerdings hinterher gut lüften sollten). Solche Dufträucherungen können ebenso wie die bereits erwähnten ätherischen Öle zur Reinigung des Raumes und zur Erhöhung der Lebensqualität beitragen. Wenn Sie sich etwas besonders Gutes antun wollen, besorgen Sie sich dazu Räucherkegel aus ayurvedischem Sandelholz.

Kommen wir als letztes zum Erdelement. Dies ist in heutiger Zeit am schwersten in einer Wohnung zu realisieren. Frühere Kulturen führten entsprechende Zeremonien und Opferungen im Freien durch.

Die klassischen Symbole des Erdelements im Zusammenhang mit dem eigenen Heim sind Brot und Salz. Noch heute übergibt man diese Lebensmittel in vielen Gegenden als Geschenk an neu zugezogene Nachbarn. Sie könnten also auch in den vier Ecken Ihres Schlafzimmers ein wenig Salz verstreuen.

Zeitgemäßer ist es da sicherlich, das alte hermetische Gesetz des „Wie oben, so unten“ anzuwenden und sich Entsprechungen des Erdelements auf anderen Ebenen zu suchen. Zum Beispiel ist es ja sehr beliebt, ein oder mehrere Stofftiere oder andere Maskottchen als „Kuscheltiere“ am oder im Bett zu haben. Als Entsprechung des Erdelements gelten dabei u.a. folgende Tiere: Hamster, Eule, Hase, Kaninchen, Maus (muss aber keine Diddl-Maus sein). Siehe hierzu auch das Buch „Dialog mit dem Unsichtbaren“.

Zu den unschönsten Begleitumständen des Schlafes gehört es sicherlich, dass man morgens zumeist recht unsanft aus ihm aufgeweckt wird. Die Uhrenindustrie stellt eine Vielzahl solcher „Mordinstrumente“ bereit, um zu gewährleisten, dass wir rechtzeitig zur Arbeit kommen.

Während der Pennäler Johannes Pfeiffer (der mit den „drei F“ aus der „Feuerzangenbowle“) noch einen richtigen Tick-Tack-Wecker hatte, dessen er sich nur durch einen kühnen Wurf in den Wasserkrug entledigen konnte, besitzen die meisten Menschen heutzutage elektrische Wecker mit Digitalanzeige. Sie haben den Vorteil, dass man anstelle eines ratternden Geräuschs nunmehr durch sanfte Radiomusik oder zumindest ein etwas dezenteres Piepsignal geweckt wird.

Der Nachteil ist, dass diese elektrischen Wecker meistens starke Magnetfelder ausstrahlen. Sie sollten also mindestens zwei Meter vom Bett entfernt stehen. Fernsehapparate hingegen haben im Schlafzimmer überhaupt nichts zu suchen, eher schon ein kleiner Kassettenrecorder oder ein Diktiergerät, das Sie griffbereit neben dem Bett haben können, um nach dem Aufwachen Stichpunkte zu Ihren Träumen darauf zu sprechen. Dies ist besonders von Vorteil, wenn Sie mitten in der Nacht aufwachen und hinterher weiterschlafen wollen. Das Sprechen auf das Band macht Sie weniger wach, als wenn Sie das Licht einschalten und den Traum aufschreiben würden.

Ein Telefon kann natürlich im Schlafzimmer sein, wenn Sie es möchten, aber bitte kein Handy oder sonstiges schnurloses Gerät, sondern ein althergebrachter Festnetzanschluss. Diesen sollten Sie aber auch nicht nach bewährter amerikanischer Sitte direkt neben Ihrem Schlafohr platzieren. Während der Nacht sind unsere Ohren um ein Vielfaches empfindlicher als am Tage, und wenn es dann plötzlich um halb drei Uhr morgens bei Ihnen klingelt, weil irgendein betrunkener Spaßvogel die falsche Nummer gewählt hat, könnten Sie ganz empfindlich aus dem Schlaf aufschrecken.

Es ist übrigens kaum bekannt, dass Schlafzimmer im engeren Sinne, die also ausschließlich zum Schlafen dienen, noch gar nicht so lange existieren. Im Mittelalter war es noch weitgehend üblich, dass Menschen gemeinsam in einem Mehrzweckraum schliefen, in der kalten Jahreszeit meist um die Feuerstelle herum. Selbst in Adelskreisen schlief die Dienerschaft in der Nähe der Herrschaften.

Ein eigentlicher Schlafraum fand sich erstmals im Schloss von König Ludwig XIV. von Frankreich, der im 17. Jahrhundert allmorgendlich vom Bett aus sogar einen offiziellen Empfang, das „Lever du Roi“, abhielt, der das wichtigste gesellschaftliche Ereignis des Tages darstellte.

Erst der Puritanismus des 19. Jahrhunderts sorgte dafür, dass auch in bürgerlichen Kreisen separate Schlaf- und Ankleidezimmer in Mode kamen, meistens fein säuberlich nach Männlein und Weiblein getrennt.

Das wichtigste Element des Schlafzimmers für jeden von uns ist natürlich das Bett. Der Rahmen des Bettes sollte aus Holz sein, nicht aus Metall. Auch die heutzutage so beliebten Wasserbetten sind nicht zu empfehlen. Vor allem aber sollte das Bett nach Möglichkeit an einem energetisch ausgeglichenen Platz stehen.

Um den besten Stellplatz für das Bett zu finden, können Sie natürlich zunächst nach Ihrem Gefühl vorgehen. Wenn Sie sich aber dann noch nicht sicher sind, dann sind die Impulse, die von dem Ort Ihr Bewusstsein erreichen, zu schwach. In solchen Fällen bedient man sich bereits seit jeher gewisser Verstärkermethoden. Hieraus entstand das Wissensgebiet der Radiästhesie.

Die Erfahrung zeigt, dass es unterschiedliche Ursachen dafür gibt, dass ein Mensch sich an einem Ort unwohl fühlt. Es geht bei weitem nicht nur um die vielzitierten „Wasseradern“. Auch unterirdische Erzlagerstätten, Erdverwerfungen und andere geophysikalische Gegebenheiten können auf das Empfinden eines Menschen Einfluss nehmen. In früheren Zeiten wusste man darüber intuitiv Bescheid und vermied es von vornherein, an solchen Stellen Wohnhäuser zu bauen. Die chinesische Feng-ShuiLehre und das aus der keltischen Tradition stammende alte europäische Wissen der Geomantie sind Beispiele dafür, wie Menschen früherer Zeiten es verstanden, ihre Wohnstätten in Harmonie mit der Umwelt zu errichten.

Seitdem unser modernes technisches Zeitalter viele dieser Umwelteinflüsse schlichtweg ignoriert, hängt die Wahl eines Bauplatzes zumeist nur von kaufmännischen und kommunalpolitischen Entscheidungen ab. Die Qualität des Untergrundes wird nur noch in den seltensten Fällen berücksichtigt. So ist es kein Wunder, dass man in der heutigen Zeit mehr und mehr belastete Zonen in Wohnungen und Einfamilienhäusern findet.

Über die genannten geophysikalischen Einflüsse hinaus gibt es aber noch weitere Faktoren, die für die Qualität eines Wohn- oder Schlafplatzes von Bedeutung sind. Der wichtigste ist das nach seinem Entdecker Dr. Hartmann, einem deutschen Arzt, benannte Hartmann-Globalgitter. Dr. Hartmann hatte in seiner Praxis festgestellt, dass es Häuser gibt, in denen über Generationen hinweg immer wieder Menschen an Krebs erkrankt waren. Seine Untersuchungen führten zu der Entdeckung eines auf der ganzen Welt vorhandenen Reizzonengitters. Die Gitterlinien sind exakt entlang der Nord-Süd- bzw. Ost-West-Richtung ausgerichtet und haben einen Abstand von 2 bzw. 2,5 Metern.

Die physikalischen Grundlagen des Hartmann-Gitters sind bis heute nicht bekannt, aber die Ausrichtung der Linien lässt natürlich vermuten, dass es im weitesten Sinne mit dem Erdmagnetismus zu tun hat. Dass Menschen aber auf natürliche und technische elektromagnetische Felder reagieren, ist inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen (s. hierzu unser Buch „Zaubergesang“).

Ein weiteres Reizzonengitter, das in der Radiästhesie bekannt ist, ist das sogenannte Curry-Gitter. Seine Linien verlaufen zum Hartmann-Gitter um 45 Grad geneigt und haben einen Abstand von etwa 4 bzw. 5 Metern.

Die Engmaschigkeit beider Gitternetze macht schon deutlich, dass sich der Mensch dieser Reizzonen praktisch nicht entziehen kann. Es gibt keinen Wohn- oder Schlafraum, in dem keine Hartmann- und Curry-Gitterlinien verlaufen.

bild franz bludorf

Abb. 1: Typischer Lageplan einer Wohnung mit Hartmann-Globalgitter (durchgezogene Linien) und Curry-Gitter (gestrichelte Linien). Im Schlafzimmer befindet sich am unteren Ende des linken Bettes eine Doppelkreuzung, dazu vom Kopfende des rechten Bettes bis zur Sitzecke im Wohnzimmer eine Wasserader (schraffiert).

Das ist aber auch nicht schlimm, denn der Mensch hat sich natürlich im Verlauf der Evolution an diese Bedingungen auf der Erde angepasst.

Worauf man achten muss, sind lediglich die Kreuzungspunkte, vor allem mögliche Doppelkreuzungen, also Punkte, an denen sich sowohl die Hartmann- als auch die Curry-Gitterlinien schneiden. Solche Punkte stellen tatsächlich ernstzunehmende Reizzonen dar. Dass es sich dabei nicht um „Einbildung“ handelt, folgt schon aus der Tatsache, dass auch Pflanzen an solchen Stellen nicht gut gedeihen oder gar Missbildungen entwickeln. Oft sieht man im Wald Bäume mit knotenartig-krebsigen Verdickungen im Stamm. Dies hat oft die Ursache darin, dass der Baum an einer solchen Doppelkreuzung steht.

Im Gegensatz zu den ortsgebundenen Pflanzen, die keine Chance haben, dem Ort zu entfliehen, an denen einst der Same keimte, aus dem sie hervorgegangen sind, kann der Mensch diese Faktoren berücksichtigen und ihnen auszuweichen versuchen.

Unserer Erfahrung nach gibt es kaum eine Wohnung, in der sich nicht mindestens eine solche Doppelkreuzung findet. An einem solchen Ort sollte man weder seinen Schreibtisch noch gar sein Bett stehen haben. Befindet er sich hingegen lediglich irgendwo mitten im Zimmer auf dem Teppich, so dass man nur ab und zu darüber hinwegläuft, so ist kein gesundheitlicher Schaden zu befürchten.

Das fachgerechte Ausmuten des Hartmann- und Curry-Gitters verlangt einige Erfahrung und sollte von einem guten Baubiologen oder Radiästheten durchgeführt werden. Wenn Sie allerdings gar nicht die vollständige energetische Topographie Ihrer Wohnung kennenlernen, sondern nur die Qualität des Schlafplatzes abschätzen wollen, dann reicht es im Grunde aus herauszufinden, ob eine Stelle belastend ist oder nicht, ohne genau zu klassifizieren, ob es nun ein Kreuzungspunkt, eine Erdverwerfung oder eine Wasserader ist. Eine solche grobe Abschätzung kann auch ein interessierter Laie durchführen, sofern er etwas Erfahrung in der Benutzung des Pendels hat.

Beachten Sie dabei bitte lediglich, dass das Pendel selbst keine „Antworten“ erteilt. Es „weiß“ gar nichts von Ihrer Untersuchung, sondern verstärkt nur winzige Muskelregungen Ihrer Hand, die wiederum Ausdruck unbewusst empfangener Impulse sind. Der Mensch selbst ist also das eigentliche Messinstrument in der Radiästhesie, und seine Untersuchungen können nur dann erfolgreich sein, wenn er sich dabei innerlich die richtigen Fragen stellt, die dann mit Hilfe des Pendelausschlags „beantwortet“ werden.

Um dem Laien dabei zu helfen, haben wir die im Buch „Spektrum der Nacht“ abgedruckte Bioenergie-Pendeltafel entwickelt, die bereits die wichtigsten gängigen Fragen in Form von Alternativen enthält. Ihre Benutzung dürfte in vielen Fällen vollkommen ausreichend sein, um das Bett an die bestmögliche Stelle zu rücken.

Unsere Erfahrungen aus zahlreichen bio-elektro­ener­geti­schen Untersuchungen zeigen, dass die meisten Schlafplätze von Menschen in irgendeiner Form radiästhetisch oder geomantisch belastet sind. In solchen Fällen kommt es nicht nur darauf an, die Fakten festzustellen, sondern auch für entsprechende Abhilfe zu sorgen. Die einfachste Möglichkeit ist es natürlich, das Bett an eine andere Stelle zu rücken oder schlimmstenfalls ein anderes Zimmer zum Schlafzimmer zu deklarieren.

Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass auch dies nicht möglich ist, weil etwa die Belastungen zu großflächig sind oder die baulichen Gegebenheiten kein Umstellen der Möbel erlauben. Dann gibt es aber zumindest noch die Möglichkeit, die schädlichen Einwirkungen des Ortes auf den Schlafplatz durch Abschirmungsmaßnahmen zu mildern.

Leider sind in diesem Bereich eine ganze Reihe von Produkten auf dem Markt, die lediglich dem Hersteller helfen, sein Bankkonto aufzubessern, ansonsten aber keinerlei Wirkung zeigen. Hierzu gehören eine ganze Reihe spezieller Matten, z. B. aus Kork und anderen Materialien.

Die Erfahrung zeigt, dass jegliches pflanzliche Material ungeeignet ist, um radiästhetische Störeinflüsse ausreichend abzuschirmen. Eine nennenswerte Wirkung kann nur durch tierische Materialien erreicht werden. Im Grunde gibt es also nur zwei Möglichkeiten: Seide oder Leder.

Zur Abschirmung von Störzonen unter dem Bett benutzt man am besten genügend große Lederstücke, die auf die entsprechende Stelle unter dem Bett gelegt werden.

Außer den genannten radiästhetischen Untersuchungen mit Wünschelrute und Pendel gehören zur Beurteilung der Wohn- und Schlafqualität natürlich auch Messungen physikalischer Größen wie Elektrosmog, Radioaktivität oder mögliche Belastungen durch Mikro- oder Radarwellen. Ein wirklich qualifizierter Fachmann wird derartige Untersuchungen immer mit Hilfe physikalischer Messgeräte durchführen, niemals mit der Wünschelrute! Es kann nicht Sinn der Sache sein, etwas mit Rute und Pendel auszumuten, was man auf wissenschaftlich exakte Art messen kann.

Zu den häufigsten Fehlern, die Menschen im Schlafbereich begehen, gehört es zum Beispiel, Elektrokabel oder gar Verteilersteckdosen unter dem Bett liegen zu lassen. Die Anschlüsse der Nachttischlampen sollten auf jeden Fall so installiert sein, dass unter dem Bett keine stromführende Leitung verläuft.

Das Bett sollte, sofern möglich, in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet werden, so dass der Körper in der Nacht parallel zu den Feldlinien des Erdmagnetfeldes liegt.

Die Wahl der richtigen Matratze ist heutzutage fast schon eine Wissenschaft für sich geworden. Die Wirtschaft wird nicht müde, uns immer ausgeklügeltere computergesteuerte oder sonst wie spezialisierte Ausführungen anzubieten. Leider hat unser Körper nicht das dazu passende computererzeugte Design. Verlassen Sie sich also beim Kauf der Matratze vor allem auf Ihr persönliches Gefühl beim Probeliegen und lassen Sie sich nicht vom Verkäufer etwas aufschwatzen, was Sie gar nicht haben wollen. Auf jeden Fall sollte die Matratze weder zu weich noch zu hart sein. Wir sind keine indischen Yogis, die auf Nagelbrettern schlafen. Wenn man aber in seinem Bett zu tief einsinkt, kann dies sehr schnell zu Rückenschmerzen führen.

Die Bettwäsche ist natürlich Geschmackssache, was Farbe, Muster und Stoff betrifft. Als Material sind Seide oder Baumwolle zu bevorzugen. Wichtig ist vor allem, dass die Wäsche gemäß Ihrem persönlichen Geschmack schön ist.

Wir haben Ihnen in diesem Kapitel eine Vielzahl von Tipps und Ratschlägen erteilt, die Sie natürlich nicht alle auf einmal befolgen müssen. Es ist wichtig, dass sie die Sache ganz locker angehen und sich keineswegs sklavisch an irgendwelche „Vorschriften“ halten. Letztendlich muss jeder individuell für sich beurteilen, in welcher Art von Schlafraum er sich wohlfühlt.

Wenn es also Ihr Bedürfnis ist, auf einem Wasserbett zu schlafen und dabei auf einen riesigen, an der Decke montierten Spiegel zu schauen, dann tun Sie dies ruhig. Neben den vielerlei erotischen Reizen einer solchen Konstruktion haben Sie dann schließlich auch noch den Vorteil, in einer stillen Stunde das „Handelsblatt“ seitenverkehrt lesen zu können. Und wer weiß – vielleicht können Sie danach prima schlafen?

Beschäftigen wir uns aber jetzt mit der Innenwelt des Schlafes, denn dort geht beileibe auch nicht immer alles so glatt vonstatten, wie wir es gerne hätten. Aber das wäre ja wohl auch langweilig…

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Der Harry-Potter-Effekt (Die Magie des Klartraums)

„Der Marlene-Dietrich-Platz war voller Menschen, obwohl es schon etwas dämmerig wurde. Ich war schon eine ganze Zeit unterwegs gewesen, denn ich war frustriert. Peter und ich hatten uns entsetzlich gestritten. Meine Füße waren schon müde, aber um mir eine Freude zu machen, ging ich noch hinüber zu den Arkaden am Potsdamer Platz und wollte mir etwas ganz Tolles zum Anziehen kaufen.

Gleich hinter dem Eingang sah ich links eine top-elegante Boutique, die mir bislang dort nie aufgefallen war. Na warte, dachte ich, ich werde jetzt ordentlich zuschlagen. Drinnen sah ich jede Menge Designerkleidung hängen, und die Preise waren entsprechend.

Eigentlich weiß ich ganz genau, dass das eine ganz blöde Reaktion ist, sich einen ‚Frustpulli‘ zu kaufen, aber in diesem Moment war es mir egal.

Ich probierte mehrere Teile an, hatte mich schon nach kurzer Zeit für ein paar Sachen entschlossen und ging in Richtung Kasse. Es war mir von vornherein klar, dass ich nicht genügend Bargeld für die notwendige Summe bei mir hatte, und so zog ich gleich meine Scheckkarte heraus.

Die Kasse stand auf einem altmodischen Barocktischchen, und die Verkäuferin saß dahinter auf einem gemusterten Sessel. Sie bat auch mich, vor dem Tisch auf einem bequemen Stuhl Platz zu nehmen. Eigentlich passen diese Möbel gar nicht zu dem sonst so modernen Ambiente der Boutique, dachte ich bei mir, und während ich der Kassiererin meine Scheckkarte hinüberreichte, wurde ich endgültig stutzig, denn ich konnte kaum glauben, was ich sah: die kleine Plastikkarte in meiner Hand verwandelte sich vor meinen Augen in eine kleine Weltkarte mit den Kontinenten und Ozeanen. Verschwunden waren der Name der Bank, meine Kontonummer und das Hologramm. Hier war etwas absolut falsch!

In diesem Moment wurde es mir schlagartig bewusst: das geschieht nicht wirklich – ich träume nur!

Aber ich wollte ganz auf Nummer sicher gehen: Na gut, wenn ich schon träume, dann wünsche ich mir, dass anstelle der Kassiererin Hillary Clinton höchstpersönlich hinter der Kasse sitzen möge.

Und in der Tat – es klappte! Sie trug nicht nur ihr diskretes Lächeln, sondern auch das allbekannte Kostüm und das unvermeidliche Perlencollier um den Hals.

Sie hatte inzwischen bereits alle meine gekauften Sachen in elegante Tragetaschen verpackt und wollte nach meiner Kreditkarte greifen. Stop – dachte ich – warum soll ich das eigentlich alles bezahlen, wenn es sowieso nur ein Traum ist?

Also stand ich auf, nahm meine Taschen und ging einfach hinaus.

Gleich als ich vor dem Laden stand, kam mir zu Bewusstsein, dass es eigentlich schade ist, einen solchen bewussten Traum mit derlei Kinkerlitzchen wie Einkäufen in einer Boutique zu verschwenden. Statt dessen könnte ich doch die ganze Umgebung verschwinden lassen und lieber ein Skilauftraining absolvieren, da ich immer noch nicht sicher auf den Brettern stehe, und wir wollten doch im Winter in die Schweiz fahren.

Doch mein Gewissen wurde jetzt bockig: das kannst du doch nicht machen, sagte ich zu mir, einfach weggehen, ohne zu bezahlen. Also machte ich auf dem Absatz kehrt und ging zurück zur Kasse.

Aber jetzt gingen die Schwierigkeiten erst los: die Kassiererin ‚Hillary Clinton‘ wollte meine seltsame Kreditkarte nicht akzeptieren, die immer noch die fünf Kontinente zeigte. Sie verlangte, ihr entweder eine andere Karte zu geben oder bar zu bezahlen. Ich holte also mein Portemonnaie aus der Tasche und checkte meinen Bargeldbestand. Es waren viele kleinere Scheine darin und eine Unmenge Münzen, und ich machte mich an die Sisyphusarbeit nachzuzählen, ob es reichen würde.

Vergessen waren alle meine Pläne vom Skilaufen, vergessen auch, dass ich ja nur träumte. Es gab jetzt für mich nur noch meine Geldbörse und die Verkäuferin, die mich die ganze Zeit wie ein Wachhund misstrauisch beobachtete.

Kurze Zeit später wachte ich in meinem Bett auf und war immer noch sauer. Nicht auf Peter natürlich, sondern auf mich selbst, weil ich mir den tollen Traum so vermasselt hatte.“

Patricia erzählte diesen Traum unserer ganzen Gruppe und löste bei allen ein wieherndes Gelächter aus. Gerade zu jener Zeit leiteten wir ein Intensivtraining für Klarträume, das sich über mehrere Monate hinzog. Alle Teilnehmer waren Anfänger auf dem Gebiet, und so gab es bei unseren wöchentlichen Treffen immer viel zu lachen, wenn jeder von seinen Versuchen berichtete.

Ein Klartraum ist ein Traum, in dem der Mensch weiß, dass er träumt, und sich zusätzlich der Tatsache bewusst ist, dass er in die Traumhandlung steuernd eingreifen kann.

Auf diese Weise kann der Träumende nicht nur die Inhalte des Traumes verändern. Ein Klartraum ist vor allem ein außerordentlich profundes Mittel zur Selbsterkenntnis, aber auch zum Erlernen der unterschiedlichsten Fähigkeiten.

Ein Klartraum unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Traum in grundlegender Weise. Es handelt sich um einen eigenen Bewusstseinszustand, in dem für das menschliche Bewusstsein praktisch keine Beschränkungen mehr bestehen. Man kann Reisen durch Raum und Zeit unternehmen, die – wie unsere Beispiele zeigen werden – keineswegs nur auf Phantasie beruhen. Auf diese Weise kann der Mensch durchaus auch im wissenschaftlichen Sinne vollkommen neues Wissen und Informationen erwerben.

Der Klarträumer hat die Macht, während seines Traums praktisch alle Naturgesetze außer Kraft zu setzen. Er kann, wenn er will, wie ein Zauberlehrling fliegen oder auch auf einem Besen reiten, er kann auf Wunsch Gegenstände verwandeln oder mit einer Handbewegung ganze Realitäten fortwischen und neue schaffen.

Es ist auch möglich, bestimmte Fähigkeiten und Bewegungsabläufe einzuüben, was speziell von Leistungssportlern gern genutzt wird. Die Bewegungsübungen im Klartraum sind frei von Verletzungsgefahren und prägen sich dennoch genau so tief ins Unterbewusstsein ein wie ein reales Training am Tage in unserer „Wach-Welt“.

Sehr häufig nutzen Menschen Klarträume auch zur Lösung zwischenmenschlicher Probleme, die im Traum oft auf einer psychologisch viel tieferen Ebene behandelt werden können, als es bei realen Begegnungen mit den betroffenen Personen möglich wäre.

Wofür auch immer man diese Techniken nutzt – was die Klarträume so besonders wertvoll macht, ist die Tatsache, dass sie einem erfahrenen Klarträumer ein Mittel an die Hand geben, um die eigene Zukunft besser und erfolgreicher zu gestalten. Wohlgemerkt – nicht die Zukunft zu erkennen, sondern sie zu gestalten. Es geht hier nicht um die so oft zitierten präkognitiven Träume, sondern darum, alternative Wege zur Lösung eines Problems oder zur Erreichung eines Ziels zu erproben und die Resultate zu vergleichen. Im realen Leben müssen wir uns oft vorab für eine Möglichkeit entscheiden, ohne vorher alle praktisch durchgespielt zu haben. Hier bietet der Klartraum ein unschätzbares Übungsfeld. Die erfolgversprechendste Alternative kann der Klarträumer dann in seinem Unterbewusstsein so verankern, dass er diesen Weg im realen Leben nachzuvollziehen versucht.

Kann man so etwas lernen? Ja.

Ist das einfach? Nein, aber es lohnt sich unbedingt, es zu probieren. Also dann: auf nach Hogwarts!

Zunächst stellt sich die Frage, warum wir das überhaupt lernen müssen. Warum hat der Mensch nicht von sich aus ständig Klarträume, sondern hält seine Träume für die Realität?

Beim Klartraum handelt es sich um einen speziellen Bewusstseinszustand. Um ihn genauer zu charakterisieren, müssen wir zunächst die normalen Bewusstseinszustände des Wachens und des Träumens eingehender betrachten.

Wie ist es eigentlich möglich, dass wir zwischen Wach- und Traumzustand unterscheiden können? Wenn Sie jemanden fragen, ob er eigentlich weiß, ob er gerade wach ist oder träumt, dann wird er mit fast hundertprozentiger Sicherheit aussagen, dass er wach sei – selbst wenn er kurze Zeit später in seinem Bett erwachen sollte. Wir sehen schon – unser Gefühl der Sicherheit, jederzeit unseren momentanen Bewusstseinszustand richtig einordnen zu können, steht in krassem Gegensatz zu unserer realen Fähigkeit, dies auch zu tun.

Die Frage bleibt offen: was unterscheidet unser Wacherleben vom Traumerleben? Wie wir alle wissen, können unsere Träume bisweilen so realistisch sein, dass sie sich im Grunde wirklich nicht von realen Erlebnissen unterscheiden.

Der Hauptunterschied ist es, dass es sich um zwei verschiedene Bewusstseinszustände handelt. Diese unter­scheiden sich nicht nur dadurch, dass wir im Traum eine veränderte, meist bizarre Umwelt erleben und dass unsere Kritikfähigkeit gegenüber dem Wachzustand herabgesetzt ist:

  • Im Wachzustand sind wir an ein festes Zeitempfinden gebun­den, das im Traum nicht verfügbar ist. Im Traum sind wir von den Fesseln der Zeit relativ frei, zumindest aber läuft die Zeit in diesem Bewusstseinszustand anders. Dringt das Tagesbewusstsein hier ein, so kommt es zunächst zu Gefühlen der Desorientiertheit oder gar zu Angst. Man glaubt, sich rasend schnell zu bewegen oder empfindet möglicherweise eine veränderte Puls- und Atemfrequenz. Die glei­chen Phänomene werden auch von Träumern beim Eintreten des Klartraumzustandes bisweilen berichtet.
  • Das Wachbewusstsein ist auch gekennzeichnet durch ein festes Kör­pergefühl. Wir verfügen in unserem Gehirn über einen zuverlässigen Lageplan, wo sich unsere einzelnen Körperteile zur Zeit befinden, und wir sind in der Lage, auch bei geschlossenen Augen jederzeit, ohne zu überlegen, unsere Nasenspitze, unseren großen Zeh etc. wie­derzufinden. Jeder von uns hat wohl schon einmal bei einer ärztli­chen Untersuchung diese Fähigkeit unter Beweis stellen müssen.
  • Im Traum löst sich dieses innere Körpergefühl natürlich auf, denn sonst wären wir ja nicht in der Lage, uns mit einem virtuellen Traumkörper in der Traumlandschaft frei zu bewegen, während unser physischer Körper im Bett liegt und schläft. Klarträumer berichten auch regelmäßig darüber, dass sich beim Ein­schlafen ein Gefühl der körperlichen Auflösung einstellt, so als würde tatsächlich ein feinstofflicher Astralkörper den materiellen Körper verlassen. Wenn unser Tagesbewusstsein in das Traumbewusstsein eindringen soll, muss es auch in der Lage sein, mit diesem Phänomen fertigzuwerden.
  • Schließlich wäre es absolut nicht ratsam, Wach- und Traumbewusstsein fest aneinander zu ankern. Der Grund ist, dass das Traumbewusstsein tief in unbewusste Schichten hineinreicht, die für die Steuerung lebenswichtiger Körperfunktionen verantwortlich sind, z. B. für den Herzschlag. In Teilen der Nacht läuft nämlich während des Schlafes ein Programm ab, das alle diese unbewussten Steuerzentralen durch­checkt, damit der Körper für den nächsten Tag wieder auf Vorder­mann gebracht wird. In diesen Steuerzentralen tief in unserem Unbewussten hat das Tagesbewusstsein nun absolut nichts verloren, denn es wäre fatal, müssten alle diese Körperfunktionen von nun an unter bewusster Kontrolle ablaufen.

Für einen Klartraum ist es vor allem notwendig, eine Zeitsynchronisierung zu erreichen, da das Wachbewusstsein (Ego-Bewusstsein) und das Traumbewusstsein (Unterbewusstsein) wie gesagt in unterschiedlichen Zeiten leben. Es geht hier also im Grunde um das bewusste Wahrnehmen der vierten Dimension. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht die Zeit ja nicht mehr unserer herkömmlichen Vorstellung einer linearen, unveränderlichen Größe (s. hierzu „Vernetzte Intelligenz“). Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die der angehende Klarträumer zu erlernen hat, ist es daher, in seinem Wachbewusstsein mit der größeren Flexibilität von Zeit und Raum während des Traums klarzukommen. Gerade diese höhere Freiheit im Gegensatz zum normalen Wach­erleben, durch die der Traumzustand charakterisiert ist, ist für unser normales Wachbewusstsein problematisch. Ein Klarträumer, der die Technik des Klartraums beherrscht, ist also ein Mensch, der die Barriere der Zeit (im herkömmlichen Sinne) überwunden hat.

Ein Beispiel: Roland erreichte eines Nachts den Klartraumzustand und fasste den spontanen Entschluss, dass er eigentlich seine Tante Käthe aufsuchen könnte, um ein Problem mit ihr zu klären. Wie oft während unseres normalen Tagesablaufs gehen uns solche Gedanken durch den Kopf, ohne dass wir daraus irgendwelche Konsequenzen ziehen.

Im Klartraum funktioniert das ganz anders. In dem Moment, als der Gedanke in Rolands Kopf Gestalt angenommen hatte, realisierte er sich auch sofort. Das heißt, die Umgebung begann zu verschwimmen, und Roland hatte das Gefühl einer rasenden Geschwindigkeit, so als ob er in einer Rakete sitzen würde. Eigentlich fand die Bewegung in einem Medium nach Art eines grünen Nebels statt. Natürlich löste das bei ihm Angst aus, und anstatt im Klartraum seine Tante Käthe zu besuchen, wachte er ganz einfach auf.

Ein Mensch, der das Klarträumen erlernt, ist also vergleichbar mit jemandem, der bislang nur Fahrrad gefahren ist und den man nun unvermutet an das Steuer eines Porsche setzt. Er muss lernen, die Macht, die er plötzlich über Raum und Zeit besitzt, vernünftig und maßvoll zu lenken, was zunächst einmal bedeutet, seine eigenen Gedanken unter Kontrolle zu halten.

Im normalen Traum, der nur vom Unterbewusstsein erlebt wird, fehlt die Bewusstheit, in den Traum überhaupt steuernd eingreifen zu können. Die Traumhandlung entwickelt sich spontan, gemäß der andersartigen Struktur des Unterbewusstseins, nämlich nicht linear, sondern assoziativ zu denken. So entstehen unsere häufig bizarren Träume, in denen sich unterschiedliche Orte und Zeiten miteinander mischen.

Im Wachbewusstsein hingegen sind unsere Möglichkeiten des Eingreifens in die Struktur von Raum und Zeit beschränkt, zum einen durch Naturgesetze, denen wir uns unterwerfen, zum anderen durch gesellschaftliche, moralische und persönliche Begrenzungen.

Die Kunst des Klarträumens ist es vor allem, diese Gefühle der Begrenzung als nicht mehr zwingend anzusehen (und damit eben möglicherweise doch das Geschäft zu verlassen, ohne zu bezahlen – schließlich ist es ja nur ein Traum), sowie angesichts der dadurch entstehenden unbegrenzten Freiheiten nicht den Überblick und die Orientierung zu verlieren.

Es gehört aber auch eine Portion Mut dazu, derartige Abenteuerreisen des Bewusstseins zu unternehmen.

Grazyna entschied sich eines Nachts, noch vor dem Schlafengehen, dazu… (mehr dazu im Buch „Spektrum der Nacht“).

Es ist an dieser Stelle wichtig anzumerken, dass sich Klarträume nicht unbedingt nur im Kopf abspielen müssen, sondern dass tatsächlich korrekte Informationen über real existierende und möglicherweise unerreichbar ferne Orte für den Klarträumer zugänglich sind.

Dies beweist ein Traum, den Franz vor vielen Jahren einmal hatte… (mehr dazu im Buch „Spektrum der Nacht“).

Wir wollen jetzt nicht behaupten, dass in jedem Klartraum eine reale Projektion des Bewusstseins an andere Orte oder gar in andere Dimensionen stattfindet. Es könnte sich auch um eine Form der Hyperkommunikation (s. hierzu „Vernetzte Intelligenz“) handeln, z. B. mit einem Informationsfeld (morphogenetischen Feld).

Entscheidend für solche interessanten Erlebnisse ist es natürlich, dass man überhaupt erst einmal Klarträume hat. Bei manchen Menschen geschieht dies ab und zu spontan, dass ihnen während des Traumes bewusst wird, dass sie träumen. Sehr oft wissen diese Menschen dann gar nichts mit ihrer neu gewonnenen Freiheit anzufangen, zumindest, wenn sie sich nicht vorher mit der Materie beschäftigt haben. Oft benutzen sie diese Fähigkeiten dann nur, um gezielt aufwachen zu können.

Bei den meisten Menschen jedoch kommen Klarträume nicht von selbst. Wir sagten jedoch schon, dass man es erlernen kann, und wie jetzt unmittelbar klar ist, geht es dabei vorrangig um die Frage: Wie erreiche ich es, während des Träumens zu erkennen, dass ich träume?

Wenn man es genau nimmt, beginnen die meisten Klarträume als ganz gewöhnliche Träume (zu den Ausnahmen kommen wir später). Irgendwann jedoch kommt ein Moment, wo dem Träumer aus irgendwelchen Gründen bewusst wird, dass er träumt. In diesem Augenblick hat er die Chance, einen Klartraum zu starten.

Wir können es nun dem Zufall überlassen, ob und wann wir einmal während des Träumens den Traumzustand erkennen, und dann vielleicht lebenslang vergeblich auf unseren ersten Klartraum warten, oder wir arbeiten gezielt daran zu lernen, wie man diesen Moment, diesen entscheidenden „Knackpunkt“, bewusst herbeiführt.

Das sprichwörtliche „Kneifen“ funktioniert nämlich nicht, wie Stephen LaBerge herausgefunden hat: Ein Träumer, der sich im Traum in seinen Traumkörper kneift, kann dabei durchaus einen ganz realistischen Schmerz empfinden.

Woran hatte Patricia in unserem einleitenden Beispiel erkannt, dass sie sich in einem Traum befand? Daran, dass die Kreditkarte in ihrer Hand sich plötzlich in eine Landkarte verwandelte und ihr klar wurde, dass so etwas nicht möglich ist. Bei genauerer Analyse ihres Traumes sehen wir, dass es bereits vorher auch Indizien gegeben hatte, die ihr das Erkennen des Traumzustandes hätten ermöglichen können – die elegante Boutique, die sie an dieser Stelle nie zuvor gesehen hatte, die barocken Polstermöbel an der Kasse in einem sonst sehr modern eingerichteten Laden. Auch das sind im Grunde Widersprüchlichkeiten in der von ihr erlebten Realität gewesen, doch sie waren noch nicht „unglaublich“ genug, um bei Patricia den Erkenntnisprozess reifen zu lassen, dass sie sich hier nicht in der normalen Tagesrealität befand. Sie wunderte sich zwar darüber, nahm es aber dann doch hin.

Fazit: Die Chance, einen Traum als solchen zu erkennen, bietet sich uns immer dann, wenn wir auf Ungereimtheiten treffen, auf Dinge, die nicht so sind, wie sie unserer Meinung nach sein sollten.

Die Möglichkeiten, in unseren Träumen derartige Ungereimtheiten zu finden, sind vielfältig. Das liegt an der anderen Art, wie das Unterbewusstsein denkt. Es vollzieht keine logisch-linearen Schlüsse wie unser wacher Verstand, wo immer alles nach einer streng zeitlichen Ordnung hübsch nacheinander geschieht, sondern arbeitet assoziativ und emotional.

Wenn wir zum Beispiel während des Tages ein Bild sehen, das in ähnlicher Form auch in der Wohnung der lange verstorbenen Großmutter gehangen hatte, so wird dies sicher in uns spontan Erinnerungen an die Großmutter und damit verbundene Emotionen auslösen. Im Traum dagegen, wo sich jeder Gedanke augenblicklich realisiert, würde dies vermutlich dazu führen, dass die Großmutter in diesem Moment in unserem Traum erscheinen würde.

Solche Ungereimtheiten in unseren Träumen bezeichnen wir als Traumsymbole. Es geht uns wie gesagt nicht um Traumdeutung, das heißt, es interessiert uns im Moment nicht, was diese Symbole bedeuten und weshalb sie in unserem Traum erscheinen. Diese Fragen werden wir bald schon viel eleganter beantworten können, als es die klassische Traumdeutung in der Lage war zu tun.

Wichtig ist jetzt nur, dass diese Traumsymbole in unseren Träumen existieren. Diese Tatsache ist für uns die einzige Chance, sicher zwischen Traum- und Wachzustand zu unterscheiden. Wenn wir im Traum erst einmal ein Traumsymbol bewusst erkannt haben, ist dies für das Erreichen eines Klartraums schon die halbe Miete.

Um die ganze Sache etwas systematischer anzugehen: man kann die möglichen Traumsymbole in vier unterschiedliche Kategorien einordnen:

Kategorie Bedeutung
Kontext Dinge, Personen oder der Träumer selbst erscheinen am falschen Ort oder zur falschen Zeit. (Beispiele: die verstorbene Großmutter erscheint in unserer heutigen Umgebung, in einem modernen Laden stehen alte Möbel, man geht mit Königin Elizabeth, Prinz Charles und Prinzessin Diana ins Kino – alles schon vorgekommen!)
Aktion Der Träumer, andere Personen oder Dinge vollführen unmögliche oder unwahrscheinliche Handlungen. (Beispiele: man kann fliegen, Gegenstände bewegen sich von selbst, Ihre Geschirrspülmaschine kommt ins Wohnzimmer und sagt Bescheid, dass das Geschirr fertig abgewaschen ist)
Form Der Träumer, Dinge oder Personen sehen anders aus als sonst oder verwandeln sich. (Beispiel: die Kreditkarte verwandelt sich in eine Landkarte, man besitzt plötzlich ein anderes Auto als sonst)
Innere Wahrnehmung Der Träumer hat ungewöhnliche Gefühle, ein unerklärliches Wissen, Ahnungen etc. (Beispiel: mehrere Menschen haben vorausgeträumt, dass die Titanic sinken würde, und daraufhin ihre Tickets zurückgegeben)

Tabelle 1: Kategorien der Traumsymbole

Wenn Sie unserer Empfehlung folgend regelmäßig ein Traumtagebuch führen und sich an einige Träume erinnern, so werden Sie schnell erkennen, dass auch Ihre Träume voll mit solchen Symbolen sind.

Nehmen Sie sich jetzt ruhig einen Augenblick Zeit und gehen Ihre protokollierten Träume daraufhin noch einmal durch. Wo sind in den Träumen Traumsymbole aufgetreten? Zu welcher Kategorie gehören sie? Gibt es eine Kategorie, die bei Ihnen besonders häufig auftritt?

Welche Sorte von Traumsymbolen vorherrscht, ist bei jedem Menschen individuell anders, wenn auch jeder von uns irgendwann einmal ein Symbol aus jeder Kategorie im Traum gesehen haben dürfte. Dennoch scheint es bestimmte individuelle Vorlieben zu geben. Der eine mag mehr dazu neigen, im Traum „unmögliche Dinge“ (Kategorie „Aktion“) zu sehen. Die Träume dieser Menschen sind oft außerordentlich bizarr und phantasievoll, es können dabei tiefe Emotionen auftreten (z. B. bei Flugträumen).

Andere Menschen träumen besonders häufig von bereits verstorbenen Angehörigen (Kategorie „Kontext“) oder begegnen Prominenten, die sie im normalen Leben nicht persönlich zu Gesicht bekommen würden. Es müssen ja nicht gleich Königin Elizabeth, Ronald Reagan oder Michail Gorbatschow sein.

Wenn Sie eine Anzahl Ihrer eigenen Träume nach diesen Gesichtspunkten durchforsten, werden Sie schnell feststellen, welche Symbolkategorie bei Ihnen besonders häufig auftritt. Das zu wissen ist sehr wertvoll, denn es ist ja erfolgversprechender, sich auf solche Symbole zu konzentrieren, die bei Ihnen relativ häufig auftreten.

Am leichtesten haben Sie es zweifellos, wenn Sie sich wiederholende Träume gleichen Inhalts haben, wie es bei vielen Menschen der Fall ist. Wenn auch Sie so einen typischen Traum haben, der sich mit schöner Regelmäßigkeit alle paar Wochen oder Monate wiederholt, dann brauchen Sie sich nur immer wieder während des Tages oder kurz vor dem Einschlafen innerlich vorzusagen: „Wenn ich diesen Traum das nächste Mal habe, werde ich mich sofort daran erinnern, dass ich träume.“

Damit haben Sie sich eine sehr wirkungsvolle Autosuggestion erteilt. Genau genommen, ist es sogar etwas, was der Fachmann als posthypnotische Suggestion bezeichnet. Indem Sie sich an den wiederkehrenden Traum erinnern, entfernen Sie sich ein wenig aus der Tagesrealität und gehen in einen leicht veränderten Bewusstseinszustand, in dem Ihnen möglicherweise die Traumbilder ganz plastisch vor dem inneren Auge wieder entstehen. In diesem Moment erteilen Sie sich die oben aufgeführte Suggestion, und zwar genau wortwörtlich so, wie sie da steht! (Wir haben uns schon bei der Formulierung jedes Wortes etwas gedacht.)

Auf diese Weise verknüpft das Unbewusste die Traumbilder mit der verbalen Suggestion, und zwar um so stärker, je häufiger Sie diese einfache Übung wiederholen. Sobald Sie dann tatsächlich einmal wieder diesen Traum haben, sind die Chancen sehr gut, dass das Unbewusste auch dann diese Bilder wieder mit Ihrer Suggestion assoziiert und sie Ihnen ins Gedächtnis zurück ruft. Ihr Klartraum kann beginnen.

Für uns andere, die wir nicht solche „Wiederholer“ sind, geht die elementare Übung, den Klartraumzustand zu erreichen, im Prinzip nicht viel anders. Es geht darum, Traumsymbole zu erkennen. Die Schwierigkeit im Vergleich zum Wiederholungstraum liegt nur darin, dass wir jetzt nicht wissen, welche Traumsymbole wir erkennen sollen.

Daher müssen wir uns darauf trainieren, diese Traumsymbole zu erkennen, welche auch immer es sind und wo auch immer wir ihnen begegnen mögen. Das ist nicht ganz leicht, denn wie wir alle aus Erfahrung wissen, sind unsere Träume voll mit solchen Symbolen, doch unser Unterbewusstsein geht in der Regel völlig kritiklos darüber hinweg.

Der Frankfurter Psychologe Paul Tholey, selbst spontaner Klarträumer und Begründer der deutschen Klartraumforschung, entwickelte eine sehr einfache Technik, die er das „Stellen der kritischen Frage“ nannte.

Tholey war erstmals auf dieses interessante Thema gestoßen, als er als junger Student eines Nachts träumte, von einem Tiger verfolgt zu werden. In blanker Panik rannte er davon, bis ihm plötzlich klar wurde, dass es in Deutschland keine Tiger gibt und er daher träumen müsse. Mutig, wie er nun einmal war, blieb er stehen und stellte sich dem Tiger. Es war tatsächlich ein Traum – glücklicherweise – nicht nur für ihn selbst, sondern für uns alle, denn sonst hätte die Nachwelt nichts von all den interessanten Dingen erfahren können, die Paul Tholey von nun an in seinem Leben noch erforschen sollte.

Interessant war schon, was er aus diesem Klartraum machte. Anstatt vielleicht auf den Tiger zu schießen oder ihn mit einem Knüppel zu erschlagen, wie es so manch einer von uns vielleicht tun würde, ging Tholey logisch, um nicht zu sagen: psycho-logisch vor: er hatte den Klartraumzustand erreicht, weil ihm klar geworden war, dass ihn hier in Deutschland unmöglich ein Tiger verfolgen konnte. Also war das, was da vor ihm stand, auch kein Tiger! Konsequenterweise stellte er an die Tigergestalt die Frage: „Wer bist du, und was willst du von mir?“

In dieser Sekunde verwandelte sich der Tiger in Paul Tholeys verstorbenen Vater. Der Klartraum bot eine ausgezeichnete Möglichkeit, damit sich Vater und Sohn aussprechen konnten, was ja im realen Leben nicht mehr möglich war.

Paul Tholey zog aus diesem Traum die Konsequenz, das Klarträumen zunächst für sich selbst systematisch zu erlernen. Seiner Ansicht nach war dazu nur nötig, das Bewusstsein darauf zu trainieren, jede ungewöhnliche Situation im Tageserleben kritisch zu hinterfragen, in der Hoffnung, dass dies eines Tages zur Gewohnheit wird und dann auch im Traum vom Unterbewusstsein angewendet wird.

Die kritische Frage lautet zunächst ganz banal:

„Wach‘ ich oder träum‘ ich?“

Gewöhnen Sie sich also daran, sich diese Frage regelmäßig mehrmals täglich zu stellen, und zwar in unterschiedlichen Situationen, zu Hause, beim Spaziergang oder Einkauf, am Arbeitsplatz usw. Alle diese Umgebungen können Ihnen schließlich auch im Traum begegnen.

Stellen Sie sich vor allem dann die kritische Frage, wenn Ihnen im Leben etwas Unvorhergesehenes, Ungewöhnliches etc. begegnet.

Mit dem bloßen Stellen der Frage ist es allerdings nicht getan, denn nun müssen Sie sich selbst die Frage beantworten, ob Sie wach sind oder träumen.

Schauen Sie sich also um, ob alles um Sie herum so ist, wie es sein soll. Stehen alle Möbel am richtigen Platz und sehen aus wie immer? Sind alle Personen zur richtigen Zeit am richtigen Ort, oder ist da vielleicht ein verstorbener Verwandter darunter oder der Kaiser von Japan oder Boris Becker? Geschehen um Sie herum Dinge, die eigentlich nicht möglich sein sollten?

Im Grunde sollten Sie in der Lage sein, diese Prüfung unauffällig für andere Anwesende in jeder Situation in wenigen Sekunden durchzuführen. In der Regel wird die Prüfung negativ ausfallen, d. h. Sie werden zu dem Schluss kommen, dass Sie wach sind. Ärgern Sie sich nicht, wenn Sie kurz danach in Ihrem Bett aufwachen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und wenn Sie bemerken, dass Sie sich tatsächlich einmal im Traum bereits die kritische Frage gestellt haben, dann sind Sie schon fast am Ziel, selbst wenn Sie dann auf irgend eine Täuschung hereingefallen sind.

Verlassen Sie sich ruhig auf sich selbst. Sie haben sich schon so oft im Leben geirrt…

Seien Sie aber bitte auch vorsichtig, wenn Sie zu dem umgekehrten Schluss kommen sollten, dass Sie nämlich träumen. Viele Träumer sind fasziniert von der Möglichkeit, sich im Klartraum über sämtliche Naturgesetze hinwegzusetzen. Doch sollte man auch dann nicht alle Vorsichtsmaßnahmen außer acht lassen.

Wir empfehlen daher immer, in diesem kritischen Moment, wo man den Klartraumzustand erreicht zu haben glaubt, diesen Zustand durch weitere unmögliche, aber ungefährliche Aktionen zu untermauern, bevor man sich auf eventuell riskante Unternehmungen einlässt. In unserem einleitenden Beispiel etwa hatte Patricia sich als erstes gewünscht, die Verkäuferin im Laden möge sich in Hillary Clinton verwandeln. Als das klappte, konnte sie sich noch sicherer sein, tatsächlich zu träumen. Sie können dabei Ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Je bizarrer die Versuche sind, die Sie unternehmen, desto besser. Springen Sie also bitte nicht gleich vom Dach!

Es gibt heutzutage eine ganze Reihe von Forschern, die sich mit der Technik des Klarträumens beschäftigen, und jeder hat natürlich diese Technik auf seine Weise im Laufe der Jahre verfeinert und erweitert, doch das ursprüngliche Prinzip, die kritische Frage von Paul Tholey, ist als zentraler Bestandteil unverzichtbar geblieben.

Auf der Basis unserer eigenen Forschungen haben wir ein kleines Hilfsmittel entwickelt, das dieses Stellen der kritischen Frage standardisiert und vereinfacht. Anstatt in irgendeiner Lebenssituation die Gegenstände der Umgebung zu überprüfen (bei denen man sich nicht immer sicher sein kann, wie sie „im Normalzustand“ aussehen müssten), überprüft man nur immer den gleichen Gegenstand – die Dreamcard.

Unsere Dreamcard ist ein kleines Kärtchen nach Art einer Scheckkarte, auf der die kritische Frage von Paul Tholey aufgedruckt ist. Wenn Sie mit Hilfe der Dreamcard Klarträume üben wollen, so prüfen Sie im Verlauf des Tages nicht irgendwelche Elemente Ihrer Umgebung, sondern betrachten zunächst einmal nur Ihre Dreamcard, die absichtlich so klein und handlich gehalten ist, dass Sie sie immer in Ihrer Brieftasche dabei haben können.

Die Erfahrung zeigt, dass in Träumen auch gedruckte Schrift sich als sehr flexibel erweist und zum Beispiel dazu neigt, sich aufzulösen oder in anderen Text zu verwandeln. Prüfen Sie also, ob auf Ihrer Dreamcard tatsächlich der Satz „Wach‘ ich oder träum‘ ich?“ steht. Wenn nicht, dann träumen Sie vermutlich.

Wenn der Text aber stimmt, dann drehen Sie die Karte um und prüfen Sie sie weiter von allen Seiten. Ist die Rückseite leer (wie es sein sollte), oder steht dort möglicherweise ein anderer Text oder ein Bild? Wenn nein, dann drehen Sie die Karte nochmals um und prüfen, ob die richtige kritische Frage immer noch da steht. Gerade beim Umdrehen einer bedruckten Karte neigt ein Text im Traum besonders stark zur Auflösung. Denken Sie an Patricias Traum mit der verwandelten Kreditkarte.

Der Vorteil der Dreamcard besteht darin, dass der Anfang der Prüfung immer gleichartig ist, egal, wo Sie sich befinden. Sie prüfen als erstes immer den gleichen Gegenstand. Das ist von großem Vorteil, denn das Unterbewusstsein prägt sich stereotype Wiederholungen am besten ein und kann sie schneller zur Gewohnheit werden lassen.

Denken Sie aber daran, dass Sie auch bei positivem Resultat weitere Prüfungen durchführen sollten, um sich Ihres Bewusstseinszustandes wirklich sicher zu werden.

Einige Beispiele aus unseren Klartraum-Intensiv-Trainingskursen sollen nicht nur beleuchten, welche Fallstricke auch bei dieser Technik auf uns warten, sondern auch, wie viel Spaß die Arbeit mit der Dreamcard machen kann.

Die 65jährige Rentnerin Ursula träumte eines Nachts davon, in der Eisenbahn zu fahren. In ihrem Abteil saß ihr gegenüber auf dem Sitz ein großer Schäferhund. Da ihr dies merkwürdig vorkam, entschloss sie sich, ihre Dreamcard aus der Tasche zu holen, um zu prüfen, ob sie nicht vielleicht träumte. Der Versuch scheiterte, da der Hund nach ihrer Dreamcard schnappte und sie ihr entriss…

Sehr akribisch ging auch die 40jährige Sekretärin Andrea vor. Sie träumte, in ihrem Bett zu erwachen. Ein solches „falsches Erwachen“ ist bei Klartraumübungen übrigens sehr häufig, und wir werden darauf noch zu sprechen kommen. Als sie aufstand, bemerkte sie, dass der Blick aus ihrem Fenster nicht der gewohnten Aussicht entsprach. Sie vermutete, dass dies ein Traum sein könnte. Sofort erinnerte sie sich: „Grazyna und Franz haben gesagt, ich muss jetzt meine Dreamcard prüfen. Verdammt, wo habe ich die jetzt hingelegt?“

Sie können sich vorstellen, wie der Traum weiterging. Andrea stellte die ganze Wohnung auf den Kopf auf der Suche nach ihrer Dreamcard, wodurch natürlich am Ende ihr ganzer Klartraum zum Teufel ging. Wohl jeder von uns hatte schon solche lähmenden Träume, wo man etwas sucht und nicht finden kann.

Diese zwei lustigen Beispiele zeigen uns zwei typische Muster der Klartraumverhinderung. Das eine ist eine irgendwie geartete Autoritätsperson oder –gestalt, die das weitere Eintreten in den Klartraum verhindert. In Ursulas Traum war dies, fast schulmäßig-archetypisch, ein Schäferhund, denn in der Psychologie werden solche autoritären Traumsymbole auch als „Topdog“ („Oberhund“) bezeichnet, im Gegensatz zum unterwürfigen und jammernden „Underdog“, der das entgegengesetzte Symbol darstellt. Beide müssen nicht unbedingt die Gestalt von Hunden oder sonstigen bedrohlichen Tieren haben (wie zum Beispiel der Tiger in Paul Tholeys Traum). Es kann sich auch um Respektspersonen wie Polizisten, Richter, aber auch um den eigenen Vater handeln. In Patricias Traum war die Verkäuferin der Topdog, die ihr sehr autoritär zu verstehen gab, dass sie die Kreditkarte nicht akzeptierte.

Das zweite Verhinderungsmotiv ist das Verfallen in eine Ersatzhandlung, die den Menschen vom Hundertsten ins Tausendste führt, auf jeden Fall jedoch weg vom Bewusstseinsfokus des Klartraums. In Patricias Fall war es der vergebliche Versuch, den Rechnungsbetrag durch Münzen und kleine Geldscheine irgendwie zusammenzukratzen. Ganz ähnlich erging es auch Paul Tholey einmal, als er sich nach Erreichen des Klartraumzustandes von einem autoritären Kellner-Topdog zum Bezahlen der Rechnung nötigen ließ. In diesem Fall konnte ihm der Kellner einen Geldschein nicht wechseln und hielt ihn dadurch von seinen eigentlichen Traumzielen ab. Andrea schließlich scheiterte an dem vergeblichen Versuch, ihre Dreamcard in ihrer Traum-Wohnung zu finden.

Warum existieren solche Verhinderungsmotive, und wer ist für sie verantwortlich? Auch auf diese Fragen werden wir noch eingehen müssen. Jeder angehende Klarträumer muss diese Fallstricke kennen, damit er sich beim nächsten Traum nicht ins Bockshorn jagen lässt.

Fangen Sie also am besten gleich heute an, regelmäßig Ihre Realität zu überprüfen, ob alles logisch und stimmig ist und so aussieht, wie es sein soll. Und wenn Sie dann feststellen, dass Sie auf dem Bahnhof stehen, Bahnsteig Neundreiviertel, und wenn Sie nicht zufällig Harry Potter heißen, dann können Sie einigermaßen sicher sein, dass Sie träumen!

Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/schlaf%20und%20traum/index.htm

Gruß an die Träumer

TA KI

Ayahuasca


 

Ayahuasca: die Reise zum Ursprung der Kultur

 

»Keine äußerliche Kulthandlung bietet ein so eindringlich als Realität geschautes Drama wie die sich gleichermaßen vor dem inneren und äußeren Auge vollziehenden Mythen im Ayahuasca-Rausch.«
WALTER ANDRITZKY
(1989: 194)

Der Zaubertrank der Schamanen

Ayahuasca, der psychoaktive, vi­sionäre und emetische »Zaubertrank« vom Amazonas, steht im Zentrum des Scha­manismus vieler dort ansässiger Indianerstämme.

Ayahuasca ist unter folgenden Namen bekannt:

Ambihuasca, Ambiwáska, Ayahuasca (Quetschua »Ranke der Seelen«) Ayawáska, Biaxíi, Cají, Caapi, Calawaya, Camaramti (Shipibo), Chahua (Shipibo), Cipó, Daime, Dapa, Dapá, Djungle Tea, Djunglehuasca, Doctor, Dschungel-Ambrosia, El remedio (Spanisch »das Heilmittel«), Hoasca, Honi, Iyaona (Zapara), Kaapi, Kahi, Kahpi, La droga (Spanisch »die Droge«), La purga (Spanisch »das Reinigende«), La soga, Masha (Shipibo), Metí, Mihi, Mii (Huaorani), Moca jene (Shipibo »bittere Brühe«), Muka dau (Cashinahua »bittere Medizin«), Natem (Achuar), Natema, Natemá, Natemä, Nepe, Nepi, Nichi cubin (Shipibo »gekochte Liane«), Nishi sheati (Shipibo »Lianengetränk«), Nixi Honi, Nixi paé, Notema, Ohoasca, Ondi (Yaminahua), Pilde, Pildé, Pinde, Pindé, Rao (Shipibo »Medizinalpflanze«), Remedio, Sachahuasca, Santo Daime, The brew, Uni (Conibo), Vegetal (Brasilianisch »Gemüse«), Yagé, Yajé, Yaxé

Bei den Siona und Secoya, die im ecuadorianischen Amazonas-Tiefland leben, heißt der Schamane yagé unkuki, »der Ayahuasca-Trinker«. Der Schamane der benachbarten Cashinahua wird moca-ya, »einer, der Ayahuasca hat«, genannt. Der Schamane der im peruanischen Amazonas-Tiefland heimischen Shipibo-Indianer wird als nishi sheamis, »Ayahuasca-Trinker« bezeichnet. Daraus hat sich im lokalen Spanisch das Wort ayahuasquero – heute meist als »Ayahuasca-Schamane« übersetzt – entwickelt. Ein Mensch wird zum Schamanen, wenn er von den Pflanzengeistern dazu berufen wird – entweder im Traum oder in einer Ayahuasca-Vision.[1]

Obwohl in der Gegend um die peruanische Dschungelstadt Pucallpa (Laguna Yarinacocha, Río Ucayali) fast jeder Mensch, ganz gleich ob Indianer oder Mestize, Ayahuasca-Erfahrungen gemacht hat, werden doch nur wenige Ayahuasca-Trinker zu Schamanen. Der Schamane bezieht seine schamanische Heilkraft (ani shinan) von seinem Wissen (onanti), daß er durch seinen häufigen, mitunter täglichen Ayahuasca-Genuß erhält. Manche Ayahuasqueros verfügen über eine geradezu unglaubliche Erfahrung. So trinkt Guillermo Arévalo seit über 25 Jahren fast täglich seinen legendären und höchstpotenten Trank, während Do Agustín Rivas über 3000 mal Ayahuasca genommen hat!

In Pucallpa gibt es eine Reihe von sehr angesehenen Mestizen-Ayahuasqueros, die Ayahuasca-Therapien auf einem synkretistischen Hintergrund ausüben.[2] Auch die peruanischen Mestizo-Ayahuasqueros achten die Ayahuasca-Pflanzen als »Lehrmeister« (plantas maestras) ihrer Heilkunst. Besonders ein­drucksvoll sind die Darstellungen solcher »Meisterpflanzen« auf den Malereien des ehemaligen Ayahuasqueros Pablo Amaringo. Er bildet auf seinen visionären Bildern die ganze Aya­huasca-Mythologie, auch die synkreti­stischen Elemente, die Regenwald-Pharmakopöe und die andere Wirk­lichkeit des schamanischen Univer­sums dar (LUNA & AMA­RINGO 1991).

Zur Ayahuasca-Chemie

Der Ayahuasca-Trank ist eine einzigartige pharmakologische Kombination aus der harmalinhaltigen Ayahuasca-Liane Banisteriopsis caapi und den DMT-haltigen Chacruna-Blättern (Psycho­tria viridis). Harmalin ist ein MAO-Inhi­bitor; er hemmt die Auschüttung des körpereigenen Enzyms Monoaminooxidase (kurz: MAO). Die MAO baut normalerweise den visionär-psychedelischen Wirkstoff DMT (= N,N-Dimethyltryptamin) ab, noch bevor er über die Blut-Hirn-Schanke in das zentrale Nervensystem eindringen kann. Nur durch diese Kombination von Wirkstoffen kann der Trank seine bewußtseins­erweiternde Wirkung ausüben und Visionen auslösen.

 

Die Kultur der Ayahuasca-Menschen

»Dort, in den Welten der Götter,
werde ich euch lehren.
Wo die Welt mit Musterstreifen verziert ist…«
Ayahuasca-Lied der Shipibo
(ILLIUS 1991: 313)

Der Ayahuasca-Schamanismus wird bis heute von den Shipibo-Indianern gepflegt und als kostbares Erbe altindianischer Weisheit gehütet. Die Shipibo-Conibo siedeln im peruanischen Ucayali-Gebiet. Das fried­liche Volk umfaßt etwa 28000 Menschen. Sie leben vom Fischen, Jagen, Sammeln und vom Feldbau. Sie kultivieren Maniok, Mais, Bananen und verschiedene Knollengewächse. Die Männer ziehen auf die Jagd in die unendlichen Weiten des Amazonas-Regenwaldes oder fischen von ihren wendigen Einbäumen. Nur die Frauen betätigen sich als Töpfer, Weber, Stoffmaler und Kunsthandwerker.

Alle materiellen Kulturgüter werden von den Frauen mit den soge­nannten quené verziert. Die quené sind charakteristische Muster, die auf vereinfachte Weise die unter Ayahuasca-Einfluß sichtbaren geometrischen und graphischen Strukturen, Energielinien und psychedelischen Muster andeuten. Die quené sind aber mehr als nur Zierde oder Ornamentierung; sie stellen ein Kommunikationssystem, eine Art Schrift, als Medium mit der an­deren Wirklichkeit, dar. So lernen die Schamanen von den Tieren des Waldes, z.B. vom Kolibri, die Bedeutungen der Muster. Der Kolibri (pino ehua) gilt als besonders begabter Maler und Bote aus der »wahren Wirklichkeit«; er zieht die Muster mit seinem Schnabel:

 

»Die Kolibris haben Muster,
die goldenen Kolibris haben Muster,
an den Spitzen ihrer Schnäbel haben sie Muster.
Damit lasse ich sie den Körper reinigen.
Eine mächtige Bläte!
Eine mächtige Ayahuasca-Blüte.«
(Ayahuasca-Gesang, n. ILLIUS 1991: 61)

Der Kolibri ist ein wichtiger Lehrer der Schamanen und Künstlerinnen:
»Im Kern ist die Shipibo-Conibo-Therapie eine Sache der Anwendung eines visionären Designs in Verbindung mit der Wiederherstellung der Aura. Da sich alle Individuen seit der frühen Kindheit therapeutischer Behandlung unterziehen, kann man davon ausgehen, daß sich jede Person mit den Design-Mustern durchtränkt fühlt. Die Muster sind dauerhaft und bleiben sogar nach dem Tod bei der Seele einer Person und helfen ihr, sich als Shipibo-Conibo in der anderen Welt zu identifizieren.« (GEBHART-SAYER 1985: 144f.)

Die geistige und materielle Kultur der Shipibo ist total von Ayahuasca geprägt bzw. durchtränkt. Ihre Gesänge handeln von den Erfahrungen unter Ayahuasca-Einfluß. Ihre Kunst ist ein ständiger Versuch, das durch Ayahuasca Geschaute graphisch mitzuteilen; es somit in den Alltag, in die Alltags-Wirklichkeit hinüberzubringen, ja, den Alltag mit der visionären Ayahuasca-Welt zu erfüllen und zu bereichern. Und das seit alters her: »Gute quené zu besitzen, bedeutet, Shipibo-Conibo zu sein.« (ILLIUS 1991: 172)

Die Shipibo sind echte »Ayahuasca-Menschen«. Als ich Alberto, einen älteren Schamanen in dem Ort San Francisco (an der Laguna Yarinacocha) nach der Religion der Shipibo fragte, sah er mich mit erstauntem Lächeln an und antwortete: »Religion? Wir haben keine Religion; wir trinken Ayahuasca«. D.h. die Shipibo verzichten auf Priester, die Gottes Wort verkünden und teuer verkaufen. Stattdessen trinken sie ihren heiligen Trank und erfahren die Göttlichkeit des Waldes, des Wassers, der Sterne, der Pflanzen, Tiere und Menschen. Das Trinken von Ayahuasca stellt die eigentliche Therapie dar. Wenn man Ayahuasca trinkt wird man direkt ins Herz der Dinge geführt und vom Geist des Waldes empfangen. Von ihm erhält man Wissen, Gesundheit und Liebe.

»Gesundheit bedeutet für den Shipibo-Conibo vor allem, mit seinen Mitmenschen in Frieden und Harmonie zu leben, ein ebenso gesundes geistiges wie physisches Leben zu führen«, erklärt der für seine besonders starke Ayahuasca berühmte Schamane Guillermo Arévalo (1989: 179). Zur Heilung einer Krankheit müssen deshalb auch immer sowohl der Körper als auch der Geist behandelt werden. Dafür gilt den Shipibo der geheimnisvolle Ayahuasca-Trank als ideale Medizin. Ayahuasca hat zum einen eine extrem starke psychoaktive Wirkung auf den Geist bzw. das Bewußsein, welche sich in fantastischen Visionen und magische Reisen in andere Welten ausdrückt. Andererseits wird der Körper durch den bitteren, adstringierenden Trank derart in Aufruhr versetzt, daß sich die Organe durch heftiges Erbrechen und plötzliche Durchfälle von allen Krankheitskeimen befreien. Ayahuasca ist kein Hausmittel, es ist das mächtigste Instrument im traditionellen Schamanismus der Amazonas-Indianer. Ayahuasca ist auch keine »sanfte Medizin«; Ayahuasca ist drastisch und extrem; knallharte Pharmakologie.

Für die Shipibo-Schamanen ist Ayahuasca oder moca jene, »bittere Brühe«, untrennbar mit dem Regenwald verbunden; Trank gilt als »Essenz des Waldes«. Durch die Kraft der Ayahuasca sieht der Schamane die Geistwesen (yoshinbo) oder »Pflanzenmütter«, die in den Pflanzen und Tieren des Waldes, aber auch in den angebauten »Meister- oder »Lehrer«-Pflanzen, wie z.B. Tabak (Mapacho) und Ipadú (Coca), sind. Mit ihnen kom­muniziert er, von ihnen erhält er das Wissen um ihr innerstes Wesen. Er lernt so die Bedeutung jedes einzelnen Tieres, jeder einzelnen Pflanze, jeden einzelnen Pilzes, versteht warum jede Art ihren notwendigen Platz im »Kreis des Leben­digen« hat. Von den Baumgeistern kann man auch Gesänge empfangen oder erlernen. Es gehört zu den kulturell geförderten Zielen, daß man als Individuum bei einer Ayahuasca-Zeremonie einen eigenen, ganz persönlichen Gesang empfängt, der einem bei späteren Ritualen Kraft verleiht und die Zentriertheit bewahrt, sowie die Visionen strukturiert und deutlicher erscheinen läßt.

Besonders wichtig für die Reise in das Land der Visionen ist der shono, der Weltenbaum, bei den Shipibo meist als Lupuna bezeichnet, dem höchsten Dschungelriesen (bis 50 m hoch), gedeutet.[3] Wenn der Schamane auf die Reise geht, sieht er eine Treppe, die am Stamm des Weltenbaumes hochläuft. Er schreitet auf ihr durch den Baum hindurch in die heilige Welt des Waldes, oder auch durch den hohlen Stamm in das Totenreich acuron. Durch den Stamm des Weltenbaumes erreicht er ebenfalls die Dörfer der Himmelsgeister, und schließlich die Spitze des Universums. Als besonders gefährlich gilt die Reise zu der jenseitigen Welt acuron, die von einer riesigen Anaconda beherrscht wird. Der Eingang wird von einem gewaltigen Stachelrochen, ihui, gebildet. Der große Süßwasserfisch liegt über einer Mulde, die mit kostbaren Edelsteinen und Gold gefüllt ist. Wenn der reisende Schamane acuron betreten will, muß er sich zum einen vor dem Maul des Stachelrochens schützen, zum anderen sich nicht von den verlockenden Reichtümern versuchen lassen. Das finstere Reich acuron ist der Ort, an den das Traumego (caya) schlafender Menschen reist. Manchmal bleibt es dort gefangen; bei einem derartigen Verlust wird der betroffene Mensch krank. Dann muß der Schamanen – natürlich mit Hilfe von Ayahuasca – ebenfalls dorthin reisen und das Seelenteil zurückerobern. Dazu erhält der Schamane von der Ayahuasca das »Nacht-Licht«; es bringt Helligkeit in die Dunkelheit, es befähigt den Schamanen, in der Finsternis zu sehen und zu handeln.

 

Heilen mit Ayahuasca

»Ayahuasca ist ein Auflöser von Problemen.«
DON AGUSTÍN RIVAS
(in einem Radiointerview,
Österreichischer Rundfunk, 6/94)

Die Shipibo-Schamanen verlassen sich vollständig auf ihren Ayahuasca-Trank. Er hat sich über undenkliche Zeiten bewährt. Noch niemals ist irgendjemandem ein echtes Leid durch seinen Genuß wider­fahren. Ayahuasca ist der eigentliche Heiler; der Schamane bietet ledig­lich seine Hilfestellung an. Der Schamane strukturiert das nächtliche Ritual (Vollmondnächte gelten als besonders »stark«). Er inszeniert die kollektive Reise in die andere Welt. Die Teilnehmer bilden einen Kreis, meist im Freien auf einem Rasen oder einer Lichtung, manchmal unter einem Dach, seltener in einem Haus. Der Schamane teilt jedem Teilnehmer eine angemessene Dosis zu, nachdem er den Trank mit Gebeten und Tabakrauch geweiht hat. Er trinkt selbst Ayahuasca und bietet es auch seinen Gehilfen und Sängern ordentliche Portionen an. Die Schamanen müssen Ayahuasca zu sich nehmen um wirklich sehen zu können, was mit den Teilnehmern bzw. Patienten los ist. Wenn alle ihre Dosis eingenommen haben, geht der Schamane oder der Sänger mit einer Tabakspfeife, gestopft mit dem einheimischen, nikotinreichen Mapacho-Tabak, im Kreis herum und bläst jedem Teilnehmer eine Rauchwolke auf den Kopf. Dadurch soll die Trennung zwischen den Welten durchlässig gemacht werden, sowie der Teilnehmer von negativen Energien befreit werden.

Wer Ayahuasca trinken will, muß die eigene Verantwortung übernehmen. D.h., er muß sich aus freien Stücken der rituellen Behandlung anvertrauen. Er muß begreifen, daß er in Bezug auf seine Leiden und Krankheiten ebenfalls Selbstverantwortung überneh­men muß. Der Kranke ist es, der zu handeln hat, nicht der Schamane. Der Ayahuasca-Schamane hilft dem Kranken, wenn er es für nötig hält. Der Schamane überläßt es aber seinem Patienten, mit Hilfe der eigenen Visionen sein Problem zu erkennen. Außerdem ist Ayahuasca ein Mittel der Selbsterkenntnis; ebenso wie ein Zugang zum Jenseits: »Menschen, die Ayahuasca, Tabak oder andere Pflanzen konsumieren, gewinnen Einfluß auf die Geister des Jenseits, z.B. auf die schwarzen Schatten Verstorbener, auf tausendjährige Geister oder auch auf boshafte Naturgeister. Die magische Welt der Shipibo-Conibo kennt eine Vielzahl halb­göttlicher guter und schlechter Geister. Die guten bekämpfen die Krank­heiten und Schäden, die von den schlechten verursacht werden«. Darin sieht Guillermo Arévalo eine der herausragenden Qualitäten der Ayahuasca (1989: 181).

Der Shipibo-Schamane benutzt während seiner Zeremonie als wichtigstes Werkzeug seiner Kunst bestimmte Gesänge (huehua) und gepfiffenen Melodien.[4] Sie strukturieren die psychedelische Erfahrung der Teilnehmer.

Bei den Shipibo werden gewöhnlich drei Gesänge[5], die vor allem der Erzeugung und Nutzung von Obertönen dienen, vorge­tragen.

Der erste Gesang öffnet die Tore zur visionären Welt:

»Die Welt des Lichts öffnet sich.
Dort habe ich Freunde.
Ich lasse euch heilen…«
(ILLIUS 1991: 319f.)

Der zweite Gesang bewirkt Erbrechen, Durchfall und allgemeine Katharsis. Dieser Gesang ist therapeutisch am wichtigsten, er dient der Reinigung von Körper und Geist. Vor allem wird das Erbrechen durch messerscharfe Obertöne stimuliert.

Der dritte Gesang führt die Teilnehmer zu sich selbst zurück, zurück in die »nor­male«, »gewohnte« Welt. Haben noch einige Teilnehmer an dem Ritual Probleme, werden sie gesondert behandelt, meist besungen oder mit ätherischen Ölen oder billigen Parfüms bestäubt.

Aber »in komplizierten Behandlungsfällen bittet der Schamane den Pflanzengeist, die Krankheit zu bekämpfen. Hierfür sind gewisse Vorleistungen an den Pflanzengeist erforderlich, spezielle Regeln zu beachten: z.B. Verzicht auf Geschlechtsverkehr, auf Essen und Trinken (Abstinenz von Salz und Chilipfeffer), sich während der Behandlung zurückziehen, um nicht gesehen zu werden, ebenso wie beim Sammeln oder bei der Ver­ehrung der Pflanze«, kommentiert Guillermo Arévalo diese Aktivitäten. Er hat in 25jähriger Praxis als Ayahuasquero gelernt, daß er sich auf die »Meisterpflanzen« verlassen darf:

»Noch existiert die zeremonielle Praxis, insbesondere mit Ayahuasca, aber auch mit Toe [canachiari auf Shipibo = Engelstrom­pete; Brugmansia suaveolens]. Tabak [rome = Nicotiana tabacum] ist ein weiterer Bestandteil von Mischun­gen aus Meisterpflanzen, der hilft, die Wirkung zu beschleunigen. Diese Meisterpflanzen helfen dem Er­krankten, positive Energien zurückzuge­winnen und von physischen und psychischen Krankheiten geheilt zu werden. Der geistige Teil der Meisterpflanzen spielt hierbei eine beson­dere Rolle.« (ARÉVALO 1989: 181)[6]

Die Schamanen des amazonischen Regenwaldes haben über die Jahrhunderte oder Jahrtausende hinweg zahlreiche Pflanzen mit stark pharmakologischen Wirkungen mit Hilfe der Ayahuasca entdeckt und oft sehr erfolgreich eingesetzt. Bei der Behandlung von Patienten mit bestimmten Krankheiten wird die Ayahuasca für den Kranken mit einer für ihn geeigneten Heilpflanze zubereitet. Im Ritual tritt der Patient nicht nur dem Geist des Waldes gegenüber, zu­sätzlich zu der Katharsis wird sein Körper von dem Heilkraut durchspült. Es heißt, der Ayahuasca-Trank würde zudem die Heilwirkung der hinzu­gefügten Pflanzen potenzieren.[7]

Die Heilkraft des Ayahuasca liegt wahrscheinlich in der Offenbarung der visionären Welt und der damit verbundenen Schau vom Ursprung der eigenen Kultur.

Ayahuasca übt zunehmend eine starke Faszination aus. Menschen verschiedenster Herkunft, Profession und Weltanschauung können vom Zaubertrank der peruanischen Schamanen profitieren: »In Peru gibt es viele Intelektuelle, die Ayahuasca angewendet haben, um sich künstlerisch inspirieren zu lassen, und im Ausland gibt es Psychiater und Chirurgen, die diese Pflanze anwenden, um den Erfolg ihrer Operationen zu sichern. Heute werden auf der ganzen Welt Forschungen durchgeführt, um mehr über dieses erstaunliche Halluzinogen, das man Ayahuasca nennt, zu erfahren.« (RIVAS 1989: 183)

Ayahuasca-Ritualstruktur der Shipibo

Vorbereitung

Kochen der Ayahuasca (moca jene, rau)
Wahl des Ortes und des Zeitpunktes
1. Phase – Die Reise in die visionäre Welt

Ansprache des Schamanen (nishi sheamis, »Ayahuasca-Trinker«)
Gebet an die »Meister-Pflanzen« (plantas maestras) des Ortes
Weihe der Ayahuasca mit Worten und Tabakrauch
Verteilung der Ayahuasca-Dosen
Beblasen der Teilnehmer mit Tabakrauch
Singen des ersten Ayahuasca-Liedes (huehua)
ggf. Behandlung mit Duftstoffen (Aroma-Therapie)
Diagnose mit »Röntgenblick«
2. Phase – Katharsis (Reinigung)

Singen des zweiten Ayahuasca-Liedes
Auslösen von Erbrechen
ggf. Einzelbehandlungen mit speziellen Heilgesängen
Extraktion von Krankheitsursachen (chonta-Pfeile etc.)
Eingriff des Schamanen in psychische Strukturen [durch seine schamanische Heilkraft (ani shinan)]
Tabakrauch-Therapie
ggf. Empfang eines eigenen persönlichen Ayahuascagesanges
3. Phase – Rückkehr in die sichtbare Welt

Singen des dritten Ayahuasca-Liedes
ggf. Behandlung mit Duftstoffen (Aroma-Therapie)
Beendigung des Rituals
Nachbesprechung am nächsten Vormittag

Gemeinsame Gespräche und Kommentare des Schamanen im Kreis
Folgezeit

(künstlerische) Umsetzung der Visionen (mitquené-Mustern)

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Abbildungen/Dia-Legenden
1) Die Shipibo befahren die Laguna Yarinacocha und die anschließenden Wasserwege des auslaufenden Amazonasbeckens mit ihren archaischen Einbäumen.
(Foto: C. Rätsch)
2) Shipibo-Frauen tragen mit Ayahuasca-Mustern bestickte Wickelröcke.
(Foto: C. Rätsch)
3) Shipibo-Schamanen bei der Suche nach Meister- und Heilpflanzen im Dschungel.
(Foto: C. Rätsch)
4) Die Ayahuasca-Liane (Banisteriopsis caapi) wächst zwar auch wild im Wald, wird aber wegen der großes Bedarfs von Schamanen in ihren Hausgärten oder sogar auf Plantagen kultiviert.
(Foto: C. Rätsch)
5) Der Chakruna-Strauch (Psychoatria viridis) wird wegen seines DMT-Gehaltes kultiviert.
(Foto: C. Rätsch)
6) Der eingekochte Ayahuasca-Trank hat eine braune Farbe und schmeckt bitter und adstringierend. Man hat das Gefühl, die Essenz des Waldes zu trinken.
(Foto: C. Rätsch)
7) Der Lupuna genannte Weltenbaum überragt alle anderen tropischen Baumriesen.
(Foto: C. Rätsch)
8) Bei indianischen und synkretistischen Ayahuasca-Ritualen wird viel Tabak geraucht. Bevorzugt wird der sehr nikotinhaltige Mapachotabak, eine amazonische Spezialität. Die daraus gedrehten Zigaretten werden liebevoll mapachitos genannt.
(Foto: C. Rätsch)
9) Der berühmte peruanische Ayahuasquero Don Agustín Rivas spielt zugleich eine Panflöte und eine Trommel bei einer nächtlichen Zeremonie.
(Foto: C. Rätsch)
10) Eine Shipibo-Frau bemalt aus freier Hand ein großes Stück Baumwollstoff für die Herstellung einer Tunika mit den typischen Ayahuasca-Mustern.
(Foto: C. Rätsch)
11) Gemalte Ayahuasca-Muster auf einem Stoff der Shipibo.
(Foto: C. Rätsch)
12) Eine mit Ayahuasca-Mustern verzierte Holzpuppe der Shipibo.
(Foto: C. Rätsch)
13) Die Malerei eines jungen Künstlers aus der Malschule von Pablo Amaringo (USKO-AYAR in Pucallpa) zeigt die Dschungelwelt mit einer Hütte für Ayahuasca-Rituale.
Dieser Text ist eine überarbeitete und ergänzte Fassung von
Christian RÄTSCH, »Ayahuasca, oder: die Reise zum Ursprung der Kultur – Psychoaktive Therapie bei den Shipibo-Indianern«, in: Christine GOTTSCHALK-BATSCHKUS & Christian RÄTSCH (Hg.), Ethnotherapien – Ethnotherapies, Berlin: VWB (Curare Sonderband 14/98), S. 136-144, 1998.

[1] Die folgenden Ausführungen basieren hauptsächlich auf eigenen Beobach­tun­gen und Ayahuasca-Erfahrungen, die ich im Sommer 1997 an der Laguna Yarinacocha machen konnte. Dabei bin ich vor allem Guillermo Arévalo zu tiefstem Dank verpflichtet. Seine Ayahuasca ist besonders stark.
[2] siehe dazu DOBKIN DE RIOS 1970, 1972, 1981 und 1992, LUNA 1984, 1986 und 1991, MCKENNA 1993.
[3] In Amazonien werden verschiedene Bäume volkstümlich lupuna genannt; bei den Shipibo wird meist Chorisia speciosa als shono bzw. lupuna bezeichnet (ILLIUS 1991: 243).
[4] siehe dazu BELLIER 1986, KATZ & DOBKIN DE RIOS 1971, LUNA 1992; spezielle Musik (Trommeln, Obertongesänge, Techno/Psychedelic Trance, Acid Rock usw.) wird weltweit zu Vertiefung der visionären Erfahrung eingesetzt.
[5] Diese Gesänge heißen bei den urbanen Mestizo-Ayahuasqueros icaros. Die Shipibo mögen dieses Wort nicht gerne benutzen, denn ihre Gesänge sind voll­kommen anders als die europäisch beeinflußten Lieder der Mestizen (LUNA 1992).
[6] Auch westliche Psychiater und Psychotherapeuten haben begonnen, Ayahuasca – nach mehr oder weniger indianischem Modell – therapeutisch zu nutzen, u.a. bei Suchtkrankheiten (CALLA­WAY 1995, WEISKOPF 1995).
[7] vgl. ARÉVALO 1994, BIANCHI & SAMORINI 1993, LIGON 1998, MCKENNA et al. 1995, OTT 1995, RÄTSCH 1997a.

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