Egon von Greyerz: Das perfekte Rezept für ein globales Desaster


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Von Egon von Greyerz

Investoren in den meisten Ländern machen den Fehler ihre Erträge basierend auf ihren lokalen Märkten und ihrer Inlandswährung zu messen. Dies mag funktioniert haben, als sie nur Zugang zu ihrem lokalen Investitionsmarkt hatten, aber diese Zeiten sind lange vorbei. Wir haben jetzt einen globalen Markt und die meisten westlichen Märkte haben Zugang zu weltweiten Wertpapieren. In den meisten Ländern, ob es nun Deutschland, das Vereinigte Königreich oder Japan ist, messen Investoren ihre Erträge in ihrer eigenen lokalen Währung. Dies hersscht in den USA am stärksten vor – aufgrund der Größe der US-Wirtschaft und die Wichtigkeit des Dollars. Das bedeutet, dass nur sehr wenige Amerikaner ihren Blick auf Investitionsmärkte oder Währungen in anderen Ländern richten.

Kürzlich kommentierte jemand, dass ich selbst den US-Aktienmarkt nicht als einen guten Ort zum Investieren gesehen habe und demnach eine massive Gelegenheit verpasst habe. Dies ist eine korrekte Beobachtung. Ich betrachte einen Markt, welcher in hohem Maße überbewertet ist, als ein hohes Risiko und folglich als zu vermeiden, selbst wenn er noch steigen kann. Natürlich hätte jemand, der im Jahr 2000 US-Aktien verkauft und 2002 zurückgekauft hätte, dann 2007 wieder ausgestiegen und 2009 erneut investiert hätte eine Menge Geld verdienen können. Aber dies ist nicht die Art und Weise wie der durchschnittliche Investor handelt.

Es gibt zwei Hauptarten von Investoren. Der typische Investor verkauft selten und reiten so durch jeden Sturm, in der Hoffnung, dass die Aktien fortwährend steigen. Diese Theorie hat über lange Zeiträume innerhalb der letzten 100 Jahre wunderbar funktioniert. Natürlich gab es Zeiträume ernsthafter Ausnahmen, wie nach dem Crash 1929 und dem Tief von 1932. Investoren mussten zu der Zeit 25 Jahre warten, um ihr Geld zurückzubekommen.

Dann gibt es Investoren, welche regelmäßig am Markt handeln. Viele von diesen kaufen hoch und verkaufen niedrig und entsprechend bleiben sie ständig hinter den Erwartungen des Marktes zurück.

Insgesamt waren Aktien über die vergangenen 100 Jahre ein großartiges Investment – aufgrund der massiven weltweiten Kreditausweitung und Geldschöpfung. Wenn wir jedoch beispielsweise die realen Erträge eines US-Aktieninvestors analysieren, welcher seit Anfang dieses Jahrhunderts im S&P-Index long war, dann erhalten wir einige sehr interessante Ergebnisse:

Die obige Tabelle zeigt sehr unterschiedliche Ergebnisse für dasselbe Investment. Für einen in Dollars bewertenden Amerikaner sieht es wie ein anständiger Ertrag aus. Aber 56 % über 16 Jahre sind tatsächlich nur 2,8 % im Jahr (plus Dividenden), was nichts bemerkenswertes ist. Die Meisten Amerikaner betrachten ihre Erträge nur in Dollars. Dies ist akzeptabel, solange die Währung stark ist. Dies ist aber beim Dollar nicht der Fall, welcher seit 1971 extrem schwach war. Ein Land, welches dauerhaft über seine Verhältnisse lebt, wird stets in Form einer schwächer werdenden Währung dafür bezahlen.

Im Verhältnis zum Schweizer Franken hat der Dollar seit 1971 77 % verloren und 37 % seit dem Jahr 2000. Wenn man also die Performance des S&P-Index seit Januar 2000 in Schweizer Franken misst, dann ist er um 2 % gefallen! Die meisten amerikanischen Investoren werden denken, dass dies für sie irrelevant ist, aber dieses Denken hinkt. Ein Ertrag von 56 %, welcher bei Betrachtung in einer anderen Währung auf -2 % fällt, zeigt, dass der in Dollar gemessene Zuwachs nur der schwachen Währung zu verdanken ist. Demnach ist der Zuwachs von 56 % kein realer Zuwachs, sondern nur ein Maßstab für die Inflation.

Um herauszufinden wie die reale Performance des S&P in diesem Jahrhundert war, müssen wir eine Währung benutzen, welche nicht gedruckt werden kann und über lange Zeit ihre Kaufkraft konstant gehalten hat – Gold. Und nun sieht das Bild vollkommen anders aus. Statt einem Zugewinn von 56 % in Fiat-Dollars hat der S&P gemessen in echtem Geld 63 % verloren.

Regierungen versuchen ständig die Menschen durch die Abwertung der Währung zu täuschen. Deshalb hassen Regierungen auch Gold, weil es die Wahrheit über ihre totale Misswirtschaft der Volkswirtschaft offenlegt. Obwohl der Goldpreis auch manipuliert ist, besonders im Papiermarkt, ist er dennoch der beste Maßstab für die reale Performance. Und der Grund dafür ist, dass Gold das einzige nicht von Menschen hergestellte Geld ist. Gold ist die Währung der Natur und wird auch weiterhin das einzige Geld sein, welches die Geschichte überleben wird.

Kommen wir zurück auf die obige Tabelle: Sehr wenige Menschen verstehen, dass die Illusion eines Zuwachses von $ 56.000 in echtem Geld gemessen tatsächlich ein Verlust von $ 63.000 ist. Die Differenz von $ 119.000 zeigt, wie gefährlich es ist die Performance und seinen Wohlstand basierend auf dem falschen Maßstab zu bewerten.

Wie ich in vielen Interviews erläutert habe, wird die Zerstörung des Papiergeldes sich sehr bald beschleunigen, da die Regierungen auf der ganzen Welt versuchen werden eine bankrotte Weltwirtschaft und ein bankrottes Finanzsystem zu retten. Verglichen mit Gold werden Aktien, Bonds und Immobilien in den kommenden Jahren allesamt um weitere 90 % fallen.

Global gesehen haben wir jetzt das perfekte Rezept für ein Desaster:

1. Alle großen Volkswirtschaften, die USA, China, Japan, Europa und die Schwellenmärkte haben Schulden, welche exponentiell gestiegen sind und niemals zurückgezahlt werden.

2. Das Finanzsystem hat offene Positionen in Bruttohöhe von über 2 $ Billiarden. Dies wird alles kollabieren, sobald die Kontrahenten ausfallen.

3. Mit der Trump-Administration voran wird die Welt bald in die finale Ausgabenorgie eintreten, welche die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beschleunigen und zu Hyperinflation führen wird.

4. Die Punkte 1 bis 3 werden zu einer deflationären Implosion des Finanzsystems führen. Diese wird alle Schulden beseitigen und den Wert der meisten Anlagen um mindestens 90 % reduzieren.

5. Diese totale Schuldenzerstörung ist der einzige Weg, die Welt wieder auf einen gesunden Boden für zukünftiges Wachstum und Wohlstand zu setzen.

Gold wird sich natürlich während der kommenden hyperinflationären Periode sehr gut machen und könnte Niveaus erreichen, welche es zuletzt in der Weimarer Republik gab.

Das absolute Niveau des Goldpreises ist aber vollkommen irrelevant. Viel wichtiger ist, dass Gold das beste Mittel zur Vermögenserhaltung und -absicherung darstellt. Gold wird dazu seine Kaufkraft mindestens erhalten und höchstwahrscheinlich sogar deutlich besser performen. Gold funktioniert auch in deflationären Zeiten sehr gut, auch wenn es in diesen von den hyperinflationären Hochs herunter kommt. Aber dies wird auch mit den Preisen aller Güter und Dienstleistungen geschehen.

Zu Beginn der deflationären Implosion wird es wahrscheinlich kein funktionierendes Bankensystem geben. Gold wird dann das einzig verfügbare Geld sein und demzufolge eine wichtige Rolle dabei spielen, die Menschen vor dem kommenden Finanzdesaster zu retten.

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zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/02/egon-von-greyerz-das-perfekte-rezept-fuer-ein-globales-desaster/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

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Andrew Maguire: Die Bargeldabschaffung in Indien hat einen Goldkrieg ausgelöst


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Andrew Maguire im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 16.12.2016


Andrew Maguire: »Aufgrund des Krieges gegen Gold ist es zu sehr großen Premiums [Aufschläge] auf physisches Gold gekommen und die Nachfrage ist gestiegen. In China beobachten wir, wie die Aufschläge auf Physisches eskalieren und wir erhalten sogar Berichte über Aufschläge in Höhe von $ 300 für geschmuggeltes Gold in Indien.

Heute früh (China-Zeit) lagen die Premiums an der Shanghai Gold Exchange nahe $ 42 die Unze. Und jene, die sagen dies läge nur an der engen Versorgungslage und nicht an der großen Nachfrage, liegen falsch. In den vergangenen 2 Wochen haben wir beständig hohe Premiums der Shanghai Gold Exchange gegenüber dem Londoner Spotpreis dokumentiert. Vergangenen Donnerstag berichtete ich von einer Auslieferung von 55 Tonnen an die Shanghai Gold Exchange von unserer Raffinerie zu einem Premium von $ 36 auf den Schlusskurs der GLD [Papiergold] am Mittwoch.

Dann am Freitag berichtete ich von einer ähnlichen Bewegung, direkt aus dem Raffinerie-Verkauf an die Shanghai Gold Exchange. Diese Transaktionen sind das, worauf ich achte und sie summieren sich auf über 105 Tonnen.

Zentralplaner erklären Bargeld und Gold den Krieg

Ich verstehe die Frustration der Marktteilnehmer. Ich berichte über das was ich aus Sicht des Großhandelsmarktes wahrnehme und welche Verbindung das zum synthetischen Markt hat. Die aktuell aggressiven Verkäufe zielten auf Gold, nachdem viele Menschen nach der US-Wahl verwundert die Stirn runzeln.

Die Zentralplaner wurden von dem Trump-Sieg erheblich auf dem falschen Fuß erwischt und das zu einer Zeit, in der Gold jeden Grund hatte über das Niveau des Jahreshochs von 1.377,50 zu steigen. Dies stellte für die Zentralplaner ein großes Problem dar, also war die beste Art der Verteidigung ein Angriff über die synthetischen Märkte.

Wenn man seit der Wahl eins und eins zusammenzählt, dann ist inzwischen klar geworden, dass wir einen zentral geplanten Krieg gegen Bargeld und Gold erleben. Eric, es gibt keine Zufälle. Der Krieg gegen Bargeld wird mittlerweile offen mitgeteilt, es wird aber kaum bemerkt, dass der Krieg gegen das Bargeld in direkter Verbindung mit Gold steht.

Man muss nur die Punkte miteinander verbinden. Dem Bankensystem das Bargeld zu entziehen treibt die Leute ins Gold. Gold ist und wird immer Geld sein und es kann nicht aus dem Umlauf entfernt oder eingezogen werden. Gold zu besitzen ist der einzige Weg, sich von einem versagenden Bankensystem zu befreien.

Die Zentralplaner haben begonnen Bargeld aus dem globalen Bankensystem abzuziehen, um ihnen die direkte Kontrolle über das Leben der Leute zu geben. Zu behaupten, dass Bargeld für Kriminelle sei, wird von der gekauften Mainstream-Propagandamaschinerie stückweise forciert. Der Plan zur Verstärkung von Kapitalkontrollen, nachdem Clinton zur Präsidentin gewählt wurde [was der Plan war], ist bereits recht weit fortgeschritten.

Am 2. Oktober veröffentlichte ABC News Network in Australien einen Artikel mit der Schlagzeile: “Cash is for Criminals, why we should scrap big notes“ [Bargeld ist für Kriminelle, warum wir große Banknoten abschaffen sollten]. Diese ungeheuerliche Aussage folgt einer Menge ähnlicher unwidersprochener Mainstream-Artikel, welche andeuten, dass nur Kriminelle oder Terroristen dagegen seien.

Die geheime BIZ leitete den Krieg gegen Bargeld ein

Am 9. November begann der Krieg gegen das Bargeld in Indien. Man beachte den Zeitpunkt, einen Tag nachdem Trump zum Präsidenten gewählt wurde. Indien handelte nicht allein. Die größten Geldnoten ohne Vorankündigung aus dem Verkehr zu ziehen, war ein im Vorfeld zentral geplanter Testballon gegen die arme indische Bevölkerung.

Ganz ähnlich wie bei dem Bailout in Zypern, welcher die Bevölkerung und die Unternehmen auf dem falschen Fuß erwischte, waren Insider auf der sicheren Seite, weil sie wussten was geplant war und entsprechende Maßnahmen eingeleitet hatten, um sich bereits vor dem Angriff auf das Bargeld am 9. November in Sicherheit zu bringen. Es ist nicht plausibel zu behaupten, dass indische Offizielle allein gehandelt hätten. Es wäre gar naiv zu denken, dass irgendeine Zentralbank ohne die Zustimmung der BIZ agieren kann.

Über das ganze Jahr treffen sich alle zwei Wochen alle Zentralbanker im Hauptquartier der BIZ im schweizerischen Basel. Alle Zentralbank-Aktionen werden dort besprochen, koordiniert und von den Zentralbank-Insidern genehmigt. Modi sitzt am Kopfende jenes Tisches, welcher selbst innerhalb der BIZ-Strukturen geheim ist. Es werden keine öffentlichen Aufzeichnungen gemacht, aber dies ist der Ort, an dem alle Zentralbankpläne genehmigt werden.

Es ist nicht plausibel, dass Modi ohne zentral geplante Genehmigung gehandelt hat. Wieder einmal liefen die Insider den Turbulenzen voraus. Das darauffolgende Chaos brachte Indien auf die Knie.

Als Ausrede diente das sogenannte “Schwarzgeld“, welches schlichtweg Gelder sind, die seit Jahrtausenden außerhalb der Kontrolle der Regierungen und der entsprechenden Steuerbehörden bewegt wurden. Allerdings hat dies dazu geführt, dass Millionen von Menschen ins Gold getrieben werden. Folglich kam es zum inszenierten Angriff auf die offizielle Goldindustrie. All diese Vorgänge sind zentral koordiniert.

Die Verhinderung indischer Goldimporte

Es ist auch kein Zufall, dass Indien gerade dann Schritte in die Wege geleitet hat, um die offizielle Goldindustrie stillzulegen, während die Inder saisonal große Tonnagen für die Heiratssaison zu kaufen beginnen. Dazu kommt, dass die Inder unabhängig von der Saison auf Nachlässe reagieren, um ihre Vorräte aufzustocken und Physisches zu kaufen. In voller Kenntnis über diesen Kaufeffekt hat die Regierung die Bankkonten von 50 der größten Goldhändler und Juweliere im Vorfeld der zentral geplanten Attacke auf Gold eingefroren.

Kapitalverkehrskontrollen in den USA und in Europa zu erwarten

Zentral geplante Kapitalverkehrskontrollen werden jeden Tag sichtbarer – überall. Seien Sie auf der Hut, dies ist für die Mittelschicht in den USA und in Europa ebenfalls geplant und die Entwicklung ist bereits fortgeschritten. Das Experiment in Indien war ein Test und dieser wird beobachtet, aber er geht böse ins Auge.

Der koordinierte offizielle Plan war, dass dies den Goldmarkt erledigen würde. Es hat zwar den offiziellen Markt erledigt, aber in Wahrheit den genau gegenteiligen Effekt gehabt. Es treibt alle in geschmuggeltes oder Schwarzmarkt-Gold, auch Millionen von Menschen, welche niemals zuvor am Schwarzmarkt teilgenommen haben.

Gold-Schmuggel nach Indien geht durch die Decke

Mit Ausnahme eines kleinen, wohlhabenden Teils der indischen Bevölkerung wird niemand den von der Regierung herausgegebenen Banknoten mehr trauen. Infolgedessen ist die Nachfrage nach ins Land geschmuggeltem Gold von 20 bis 30 Tonnen im Monat (Schätzung des World Gold Council) auf rund 40 Tonnen explodiert. Meine Großhandelskontakte schätzen, dass dies innerhalb von 3 Monaten noch erheblich mehr sein könnte.

Die Aufschläge auf geschmuggeltes Gold sind enorm. Die Leute werden die Aufschläge zahlen, nur um unter dem Radar zu bleiben. Unterm Strich reicht diese neu hinzugekommene Nachfrage in Indien allein bereits aus, um das bereits enge Nachfrage/Angebot-Gleichgewicht über die Schwelle zu bringen. Wie aber bereits vorausgesagt, sehen wir jetzt massive Bewegungen von Schwarzgeld – oder für die Steuerbehörden unsichtbarem Geld – in globales Gold. Jeder sieht das indische Experiment und stellt die Verbindung zu dem her, was auf die westliche Welt zukommt.

Der wahre Grund für den Angriff im Goldmarkt

Deshalb sehen wir auch derart aggressive Bewegungen, um Gold an jeder Front zu attackieren. In Vorahnung des kommenden Rennens ins Gold haben die Offiziellen Gold angegriffen, um so viel unnötige Volatilität wie möglich zu erzeugen, damit die Leute vom Goldmarkt ferngehalten werden. Allerdings haben sich nur die Papiermarkt-Spekulaten fortscheuchen lassen. Sie werden von neuen physischen Käufern ersetzt.

Man verbinde die Punkte und die Zeitpunkte dieser jüngsten Ereignisse – das sind alles keine Zufälle. Dies ist ein zentral geplanter chirurgischer Angriff auf den Goldmarkt, denn dort fließt jetzt das Bargeld hin. Unbeabsichtigterweise hat dies alles eine große, weltweite physische Nachfrage erzwungen. Natürlich wundern sie die Leute, warum Gold derart heruntergeprügelt wurde und warum dies so viel Zugkraft entwickelt hat. Der Grund ist, dass dies ein Krieg ist.«

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/12/andrew-maguire-die-bargeldabschaffung-in-indien-hat-einen-goldkrieg-ausgeloest/

Gruß an die Klardenker

TA KI

Egon von Greyerz: »Inflation ist eine Seuche« & enorme Chancen für Silber


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Von Egon von Greyerz

Egon von Greyerz“Flation“ ist in den kommenden paar Jahren garantiert. Wir werden Inflation, Stagflation, Hyperinflation und Deflation erleben. Viele dieser Flationen werden zeitgleich auftreten. Derzeit haben wir starke monetäre Inflation kombiniert mit einer Inflation der Wertanlagen. Schuldenwachstum und Geldschöpfung haben in den vergangenen Jahren das angeschlagene Bankensystem am Leben gehalten, aber bisher noch nicht die Konsumentenpreise erreicht und folglich ist es keine gewöhnliche Preis-Inflation.

Im Jahr 2017 wird die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wahrscheinlich zunehmen, was zu Stagflation führt, also höheren Preisen ohne Wachstum. Da sich aber die Probleme in den Finanzsystemen verschlimmern, ist Hyperinflation in den meisten großen Volkswirtschaften praktisch eine Gewissheit. Der Aufbau von Schulden und Derivaten im letzten Vierteljahrhunderts garantiert, dass verzweifelte Regierungen unbegrenzte Mengen an Geld drucken werden, was ein krampfhafter Versuch sein wird, das Finanzsystem zu retten.

Was mit dem Bankensystem in Italien in den vergangenen Jahren geschehen ist, lässt die Medicis wie Heilige aussehen. Misswirtschaft und Korruption haben die italienischen Banken in die Insolvenz getrieben. Das Problem ist in Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, usw. dasselbe, wie bereits in meinem Artikel vergangene Woche erläutert.

Aber diese Probleme beschränken sich nicht nur auf Europa. Banken in Japan und China unterliegen demselben Druck und ebenso das Finanzsystem in den USA und in den Schwellenländern. Die letzte Finanzkrise begann im Jahr 2006, seitdem sind die weltweiten Schulden von $ 140 Billionen auf rund $ 240 Billionen angewachsen. Diese zusätzlichen $ 100 Billionen hätten bereits zu einer massiven Hyperinflation führen sollen, stattdessen beschweren sich alle Zentralbanken über eine Deflation und tun alles ihnen mögliche zur Schaffung von Inflation. Es ist ein Irrglaube, dass Inflation gut für die Wirtschaft ist. Inflation ist eine Seuche, welche zur Zerstörung von Geld und Ersparnissen führt.

Die auf verlorenem Posten stehenden Zentralbanker haben keine andere Lösung für ein versagendes Finanzsystem. Ein Problem aber mit denselben Mitteln zu lösen, welche es überhaupt erst erschaffen haben, ist der Weg in den Ruin. Und dieser wird in den kommenden Jahren kommen und höchstwahrscheinlich 2017 anfangen.

Sobald eine Hyperinflation beginnt, beschleunigt sie sich normalerweise sehr schnell und es mag vielleicht 2 bis 4 Jahre dauern, bis das gedruckte Geld vollkommen wertlos wird. Hyperinflation betrifft vornehmlich Güter und Dienstleistungen, all die Wertanlagen, welche durch die Kreditblase finanziert wurden, werden real deflationiert. Gleichzeitig werden die Schulden implodieren, was zu Bankenpleiten führt.

Letztlich wird die Hyperinflation zu einer totalen deflationären Implosion führen und alle Preise werden zusammen mit der Geldversorgung einbrechen. Für die Welt wird dies eine verheerende Zeit, denn zeitweise wird es kein Geld geben und die meisten Menschen werden sich auf Tauschgeschäfte besinnen müssen.

Während der hyperinflationären Zeit wird Gold unvorstellbare Niveaus in nominalem Papiergeld erreichen, wie seinerzeit in der Weimarer Republik:

Wenn die Hyperinflation endet und die deflationäre Implosion beginnt, wird Gold von den schwindelerregenden Höhen abstürzen. Da es aber über eine gewisse Zeit wahrscheinlich in vielen Ländern kein Geld mehr geben wird, wird Gold das einzige echte Geld und folglich in Relation zu den rapide fallenden Preisen hochgeschätzt sein.

Obwohl es in keiner großen Volkswirtschaft aktuell Anzeichen einer Hyperinflation gibt, so geschieht es in Ländern wie Argentinien und Venezuela bereits. Der venezulanische Bolivar ist seit 2011 total aufgerieben worden. Im August 2012 gab es noch 10 Bolivar für einen Dollar, heute sind es im inoffiziellen Markt 4.250 Bolivar. Mitte 2015 waren es noch 700 und heute steht der Dollar bereits um das 6-fache höher bei 4.250. Seit August 2013 lag die monatliche Inflation bei 16 %. Wie die Grafik unten zeigt, ist der Absturz des Bolivar und zugleich der Anstieg des Dollar inzwischen exponentiell:

In Gold gemessen kostete eine Unze 2012 17.000 Bolivar. Heute kostet die Unze Gold 5 Millionen Bolivar. Ein Zeichen für das, was auf viele große Volkswirtschaften in den kommenden paar Jahren zukommt?

Seit 2002 trete ich dafür ein, dass Gold der beste Weg ist sein Vermögen zu erhalten und sich gegen den kommenden Zusammenbruch der Papierwährungen und des Finanzsystems abzusichern. Wir haben unseren Kunden regelmäßig empfohlen, lieber Gold als Silber zum Zwecke des Vermögenserhaltes zu halten. Die Volatilität von Silber hat es für normale Investoren zu einem unpassenden Investment gemacht.

2001 stand Silber bei $ 4, im Februar 2008 erreichte es $ 21 und im August 2008 ging Silber wieder auf $ 8 herunter. Dann im April 2011 stieg es auf $ 50, nur um dann jäh auf unter $ 14 im Dezember 2015 zu fallen. Wer auf eine aufregende Achterbahnfahrt aus ist, für den ist Silber perfekt, denn diese massiven Bewegungen werden den meisten Investoren den Schrecken ihres Lebens geben.

Da Silber im Verhältnis zu seinem Wert auch viel schwerer ist, ist es unbequem zu lagern und mit sich zu führen. Dazu kommt, dass in Europa Mehrwertsteuer auf Silber bezahlt werden muss, obwohl dies legal vermieden werden kann, indem man es in unter Verschluss gehaltenen Tresoren lagert.

Das Risiko-/Ertragsverhältnis für Silber hat sich Anfang 2016 verändert. Silber hat jetzt einen Punkt erreicht, an dem es relativ zu Gold ein exzellentes Wertverhältnis hat. Was besonders interessant ist, ist dass Silber jetzt in einer Position steht, aus der es doppelt so schnell wie Gold steigen wird.

Der Gold-/Silverratio-Chart unten zeigt, wie es in den letzten 20 Jahren 4 Mal zu einem Hoch bei oder etwas oberhalb des Niveaus von 80 (Goldpreis = 80-facher Silberpreis) gekommen ist. Zum letzten Mal ist dies im Februar 2016 geschehen und seitdem ist das Preisverhältnis auf 68 gefallen, aber dies ist nur der Anfang. Es ist wahrscheinlich, dass es vor einer großen Korrektur bis auf 30 geht, was wir im Jahr 2011 erlebt haben, als der Silberpreis $ 50 erreichte.

Das Verhältnis kann sich extrem schnell verändern. Im September 2010 stand es bei 68 zu 1 und im April 2011 erreichte es 30 zu 1. Sobald die derzeitige Abwärtsbewegung bei dieser Ratio zunimmt, könnte sie sehr schnell 30 zu 1 erreichen. Langfristig wird das Verhältnis wahrscheinlich bei 15 zu 1 liegen, was ein sehr wichtiges historisches Niveau ist, oder es könnte gar bis auf 10 zu 1 gehen.

Falls Gold die Marke von $ 10.000 erreicht, was meiner Ansicht nach ein Minimum unter Ausschluss der Hyperinflation ist, dann würde dies den Silberpreis auf $ 665 bis $ 1.000 bringen. Diese Niveaus hören sich eindeutig unrealistisch an, wo der Silberpreis aktuell bei $ 17 steht, aber sie werden wahrscheinlich in den nächsten etwa 5 Jahren erreicht werden.

Was Silber besonders interessant macht, ist seine Knappheit. Rund 170.000 Tonnen Gold wurden im Laufe der Geschichte produziert und praktisch alles davon ist in der einen oder anderen Form noch vorhanden. Bei Silber ist dies anders. Es gibt keine bedeutenden Silberlager irgendwo in der Welt. Fast 60 % des produzierten Silbers wird verbraucht und der Rest wandert in Tafelsilber, Schmuck und Investments. Zentralbanken halten keine Silberbestände. Die jährliche Silberproduktion liegt bei 27.000 Tonnen, was bei einem Preis von $ 17 nur $ 15 Milliarden entspricht.

Die jährliche Goldminen-Produktion liegt im Vergleich bei $ 114 Milliarden. Es wird weltweit mehr Silber verbraucht, als seit einer ganzen Reihe von Jahren produziert wird. Der Investment-Bedarf für Silber liegt bei nur $ 2,5 Milliarden im Jahr. Der Silbermarkt insgesamt ist im Verhältnis zu den weltweiten Finanzanlagen unbedeutend.

Deshalb war es für die Deutsche Bank, UBS, Barclays und ein paar andere Banken auch so einfach, diesen Markt zu manipulieren. Die Deutsche Bank hat zugegeben, dass sie den Silbermarkt manipuliert hat, aber seitdem gibt es auch Hinweise auf eine Reihe anderer Banken. Das Ende dieser Geschichte steht noch aus, wobei sich dieses sehr wahrscheinlich auch in den Goldmarkt hinein auswirken wird.

Die Gold-/Silberratio deutet an, dass die Manipulationen recht bald ihr Ende finden und dies wird zu wachsender physischer Nachfrage führen. Dies wiederum wird den Papiersilbermarkt (die Short-Positionen dort) unter maßgeblichen Druck setzen. Sobald die physische Nachfrage anzieht, wird der Preis rapide steigen.

Schon heute ist es schwierig große Mengen physischen Silbers zu finden und wenn der Preis steigt, dann wird zu den aktuellen Preisen nirgendwo mehr irgendwelches Silber verfügbar sein. Jeder Nachfrageanstieg wird nur durch substantiell höhere Preise befriedigt werden.

Silber sollte nicht aus spekulativen Gründen gekauft werden, sondern zum langfristigen Vermögenserhalt. Aufgrund der Volatilität des Silberpreises, ist ein Anteil von 15 bis 25 % an den insgesamt gehaltenen Edelmetallen unserer Ansicht nach der richtige Bereich. Für jeden Investor, welcher kein Silber besitzt, ist jetzt eine exzellente Zeit zum Kauf von physischem Silber zu einem Preis, welchen wir niemals wieder erleben werden. Die Reise wird außergewöhnlich werden.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/12/egon-von-greyerz-inflation-ist-eine-seuche-enorme-chancen-fuer-silber/

Gruß an die Anleger

TA KI

Die Bankster


banksterWäre ich ein Krimineller, würde ich auch keine Tankstellen ausrauben, sondern ein ganzes Land. Und zwar ohne Waffen; genauso wie es die globalen Finanzgeier seit Jahrzehnten tun. In der Oscar prämierten Doku „Inside Job“ zeigt Regisseur Charles Ferguson, wie gierige Bankster vor unseren Augen den grössten Bankraub aller Zeiten begingen.

Naiv, wer glaubt, das Bankensystem sei ein ehrliches Geschäft, bei dem jeder nur darauf bedacht ist, dass es dem anderen möglichst gut geht. Man sollte nicht jedem Werbeprospekt glauben, denn die Wahrheit ist eine Schockierende. Der Regisseur Charles Ferguson deckte mit seiner Doku „Inside Job“ auf, wie vor unseren Augen der grösste Bankraub aller Zeiten stattfand: Die Finanzkrise. 20 Billionen Dollar wurden während der Finanzkrise vernichtet, Millionen von Menschen verloren ihre Arbeit, ihr Heim, ihr Erspartes. Dass dies kein zufälliger Kollaps war oder ein Systemfehler des Kapitalismus, sondern ein abgekartetes Spiel, bei dem einige Männer noch viel reicher wurden, als sie eh schon sind, zeigt dieser Film. Charles Ferguson dokumentiert in seinem Film den Aufstieg verantwortungsloser Finanzjongleure und untersucht das korrupte Geflecht aus Banken, Politik, Behörden und Wissenschaft, das bis zum heutigen Tag besteht. Dafür gabs einen Oscar.

Doch die Medien ignorierten den Film an der Oscar-Verleihung oder spotteten über ihn. Der Tagesanzeiger schrieb folgendes: „Irgendwann kam auch die obligatorische politische Botschaft: Der Regisseur von Inside Job prangerte skrupellose Banker an. Das Publikum applaudierte brav.“ Im Stern beschwert sich der Schreibende darüber, dass Banksys Film den Oscar mehr verdient hätte. Na klar, was ist schon ein 20 Billionen Bankraub im Vergleich zur Schablonenkunst eines Popkultur-Hypes? Manche Leute haben es einfach verdient, dass man sie ausraubt. Vor allem die opportunistischen Speichellecker, welche die korrupten Machenschaften der Finanzlobby stützen oder sich dafür stark machen.

*Snoopy ist unser Redaktionshund und darf hier jeden Sonntag kolumnieren.

Das Video und den Artukel finden Sie in der Quelle: http://www.seite3.ch/Snoopys+Wort+zum+Sonntag+Thema+heute+Die+Bankster+/524466/detail.html

Gruß an die Bankster

TA KI