Wir können von einem Währungscrash ausgehen


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Anlässlich der aktuellen Flüchtlingsproblematik, die Europa zu destabilisieren droht, rücken andere Ereignisse in den Hintergrund. Diverse Seiten berichten über einen weltweiten Währungscrash, der sich im Zeitraum September oder Oktober dieses Jahres abspielen sollen. Zumindest sorgte in den letzten Wochen an mehr als 20 Börsen ein Kursverfall für Panik. Unzensuriert.at befragte Thomas Bachheimer, er ist Präsident des Gold Standard Institut Europa, über seine Einschätzungen.

Diverse Verschwörungstheoretiker warnen davor, dass zwischen September und Oktober – also schon sehr bald – der Währungscrash folgt. Teilen Sie diese Einschätzung?

Zunächst einmal muß man feststellen, dass niemand ein Verschwörungstheoretiker ist, nur weil er am westlichen Geldsystem zweifelt und einen Crash erwartet. Nur bedingt. Es gibt zwar ein Aufeinandertreffen mehrerer religiös, politisch und wirtschaftlich relevanter Termine, die solche Crash-Ängste durchaus legitim erscheinen lassen. Aber genau wie in der Analyse von Börsen/Märkten gilt auch in der Analyse des Weltgeschehens: nur weil ein Ansatz mehrere Male funktioniert hat, muss er sich nicht jedes Mal wiederholen. Die von Ihnen erwähnten Verschwörungstheoretiker haben aber schon mehrere Gründe dafür, größere Änderungen im Finanzsystem zu erwarten. Es treffen – neben dem berühmten religiös motivierten Schuldenerlassjahr (Mitte September) – sehr viele außergewöhnliche Ereignisse binnen weniger Tage zusammen. Da ist der Papstbesuch in Washington mit einer Rede vor beiden Kammern des Kongresses (zum 1. Mal in der Geschichte). Weiters eine UNO-Rede in NYC während der UNO-Vollversammlung aber auch die größte Militärübung in der Geschichte der USA geht im September zu Ende. Warum überziehen die USA das halbe Land ausgerechnet jetzt mit Soldaten (Jade-Helm 15)? Kurzum, es passiert nicht allzu oft derart viel vor allem vor einem derartig verzweifelten Hintergrund – was das Finanzsystem anbelangt, weshalb recht unruhige Zeiten vor uns liegen könnten. An den Börsen werfen diese Befürchtungen bereits im August ihre Schatten voraus.

Richtig, innerhalb von zwei Wochen sollen weltweit 5 Billionen US-Dollar an den Aktienmärkten vernichtet worden sein. In über 20 Ländern, darunter auch China, fallen die Aktienkurse. Was passiert gerade weltweit?

Zum einen werden sicherlich einige Menschen, die die folgenden Monate mit Skepsis betrachten bzw. sich vor Ereignissen oder Gesetzes- , Währungsänderungen fürchten, Teile ihrer Aktienpositionen abgeben. Zum anderen muß man hervorheben, dass es seit 6 Jahren an den meisten Aktienbörsen eine fast korrekturlose Aufwärtstendenz gegeben hat. Das kommt nur sehr selten vor. Und je länger Korrekturen ausbleiben, desto wahrscheinlicher und desto heftiger werden sie. Wissen Sie, wann die letzte weltweite derart lange, zentralbankengesteuerte Hausse zu verzeichnen war? Es war zwischen 1922 und 1929. Auch ein wenig über 6 Jahre. Und Sie wissen sicherlich, wie diese Korrektur damals ausgefallen ist. Es war mehr als eine Korrektur und endete in ein sehr langen Depressionsphase. Dass China nun als alleiniger böser Bube herhalten muß, ist ja fast ein Witz. Natürlich haben die chinesischen Aktien stark korrigiert, aber immerhin hat das Land fast 20 Jahre sein BIP im zweistelligen Bereich gesteigert. Jetzt muß auch einmal der Riesentiger durchatmen und wächst „nur“ mit 6,7 % und alle machen den Tiger für die allgemeine Krise verantwortlich – lächerlich. Hinter den Kulissen spielt sich noch ein Aktion-Reaktionsspiel zwischen den USA und China ab. China wertet die Währung ab und wird mit Aktienkäufen der USA bestraft. Spielt sicherlich auch eine Rolle im Rückgang der chinesischen Börsen

Gehen wir einmal vom Szenario aus, dass der Währungscrash früher oder später kommt…

Also, dass so ein Währungs-/Bond-/Schulden-Crash kommen MUSS, davon können wir getrost ausgehen. Die ausufernde Verschuldung der westlichen Staatsbürger durch die von ihnen gewählten Polit-Hazardeure kann so natürlich nicht weitergehen. Das Waffenarsenal der Zentralbanken, die in den letzten Jahren den Polit-Hasardeuren immer wieder hilfreich zur Seite gestanden haben, geht zuneige. Außerdem hatten diese ZB-Waffen maximal aufschiebende Wirkungen, niemals jedoch eine heilende. Die öffentlichen Schulden der westlichen Welt sind seit dem Jahr 2008 – dem letzten extremen Krisenjahr – trotz aller Beteuerungen massiv gestiegen. Die Zinsen sind auf Nullniveau und trotzdem bringt keine Nation ein Nulldefizit zustande. Inzwischen kann man aber kaum mehr jemanden dazu bewegen, Staatsschulden zu kaufen, da sie keine Zinsen abwerfen und mit enormen Risiken behaftet sind. Daher müssen die Zentralbanken zwangsläufig bald die Zinsen anheben. Im Moment hat Österreich bei einem Budget von 80 Mrd.einen Zinsdienst von ca. 7 Mrd. zu leisten. Stellen Sie sich vor, die Zinsen stiegen auf 4-5 %. In kürzester Zeit würde der Zinsdienst den überwiegenden Teil des Budgets ausmachen, das wäre dann die berühmte Wand. Deshalb kommt das dicke Ende früher oder später mit Sicherheit.

Was hat das für den einzelnen Bürger für Konsequenzen? Werden die Banken monatelang geschlossen sein?

Wie wir in Zypern und Griechenland gesehen haben, würden die Banken aller Wahrscheinlichkeit nach für einige Tage/Wochen geschlossen haben. Ich bin übrigens der Meinung, dass man diese beiden Länder derart offen und plakativ abgewickelt hat, damit man das Gros Europas sanft daran gewöhnen kann. Ein Bank Holiday/Week (Anmerkung: Schließung der Bank, weil sie ihre regulären Geschäfte, wie Auszahlungen nicht bedienen kann) ist seit Zypern für uns zumindest denkbar und im Bereich des Möglichen. Viel schlimmer wäre die Hysterie, hätten wir nicht gesehen, dass eigentlich NICHTS passiert. Für den aufgeweckten Bürger hätte es wohl kaum Konsequenzen. Man hält ja einen guten Teil seiner Geldbestände in Cash zu Hause. Bei diesem Zinsniveau, verbunden mit den Länder- bzw. Bankenrisiken, macht es überhaupt keinen Sinn, Gelder in der Bank zu parken. Außerdem ist es ratsam, sich historisch (und künftig) erfolgreiche Edelmetall-Tauschmittel zuzulegen. Cash und ausreichend Edelmetall in Form kleinerer Silbereinheiten sollten uns gut über jede Bankschließungsphase hinweghelfen. Was mit den berühmten Restschulden der Häuslbauer passieren wird, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Hier gehen die Meinung der Experten massiv auseinander.

Wenn Ihnen ein großer Fernsehsender eine halbe Stunde Sendezeit einräumen täte, was würden Sie den Zusehern raten? Ist es nun an der Zeit sich mit Essensvorräten einzudecken?

Ein gewisser Vorrat für ein paar Tage hat noch niemandem geschadet. Meine Mutter, die natürlich in einer anderen Zeit mit traditionellem Frauenbild aufgewachsen ist, könnte eine einmonatige Versorgungskrise nicht wirklich schrecken. Die hat genügend Vorräte zu Hause ohne, dass in der Familie groß darüber gesprochen wird, weils einfach normal ist. Auch meine Frau und ich haben immer Reserven, nicht weil wir glauben es passiert jetzt etwas, sondern für uns ist das auch normal. Und so wird es hoffentlich noch in vielen Haushalten sein – vor allem im ländlichen Bereich. Ich gehe aber davon aus, dass im Falle einer richtig großen Krise, die ich hier nicht herbeischwören möchte, auf Grund einer überaus schlagkräftigen Infrastruktur die Störungen nur von kurzer Zeit sein würden. Die Staaten wissen, dass es jederzeit so weit sein kann und haben sicherlich Vorkehrungen getroffen. Man wird auch rasch eine Lösung finden, die keinesfalls fair fürs Volk sein wird, aber verhungern werden wir nicht. Allerdings sehen nicht alle in meinem Umfeld das so entspannt. In jedem Falle würde ich – so möglich – bei Medikamentenabhängigkeit vor allem bei Importprodukten einen gewissen Vorrat anlegen, einen gewissen Grundstock an Toilettenartikeln und Hygieneprodukte. Ein sauberes Hemd in Verbindung mit einem sauberen Hintern und geputzten Zähnen wirken in der größten Krise Wunder und sind gut fürs Selbstbewusstsein. Dies würde ich aber nur zur Beruhigung machen und nicht weil ich glaube, es käme wirklich so arg.Wesentlich wichtiger empfinde ich einen gewissen Vorrat an vertrauenswürdigen Informationsquellen. Die meisten lassen sich im Moment von staatsgelenkten Medien einlullen, welche uns belügen und bewusst falsch informieren (siehe Polizeistatistik vorige Woche). Hier ist eine ausreichende „Versorgung“ durch Genuß von Unzensuriert.at und hartgeld.com sicherlich angebracht.

Ist es ratsam, jetzt in Gold zu investieren? Letztendlich kann man ja auch Gold nicht essen.

Bitte nicht schon wieder dieses „Essens-Argument“. Wer auch immer diesen Satz erfunden hat, er hat ganze Arbeit geleistet. Dabei wird geflissentlich ignoriert, dass man weder ein Sparbuch, eine Staatsanleihe, eine Aktie und schon gar kein Zertifikat essen kann! Im Unterschied zu den Geldersatzmitteln haben die Edelmetalle einen inhärentenWert und ich kann jederzeit Edelmetalle gegen Lebensmittel tauschen – sollte die Krise derart groß werden. Das wissen wir auch aus der Geschichte. Oder haben Sie schon jemals davon gehört, dass in einer Finanzkrise irgendjemand für seine Staatsanleihen oder Aktien Lebensmittel eintauschen konnte? Werthaltiges bekommt man damit einfach nicht; solche Geldersatzstoffe kann man nur in guten Zeiten verwenden. Eigentlich ist es, bis auf wenige Momente in der Geschichte, immer ratsam gewesen ins Gold zu gehen. Ich meine bewusst „ins Gold zu gehen“ und nicht zu investieren, denn Gold ist kein kurzfristiger Renditegarant. Gold garantiert durch seine Eigenschaften und seine geringe Reproduzierbarkeit einen gewissen Werterhalt und eignet sich besonders am Ende eines Geldregimes als Fährschiff, um sein Vermögen in die nächste Ära zu transportieren. Dass wir mittlerweile am Ende des aktuellen Geldregimes stehen, zeigen uns Nutz- und Hilflosigkeit der letzten Zentralbankmaßnahmen, die Probleme der Banken und einzelnen Länder und die Verzweiflung der EU in der Bekämpfung der Krise. Deshalb rate ich dringendst, dieses günstige Preisniveau zu nutzen, um sich mit einem gewissen Teil seines freien Kapitals abzusichern. Glauben Sie mir, Sie werden nicht nur starke Erleichterung, sondern auch viel Freude damit haben und zwar wesentlich früher, als uns allen lieb ist.

Welche Schritte müssten aus ihrer Sicht global nun unternommen werden, damit der Finanzsektor in die Schranken gewiesen wird?

Zunächst sei festgestellt, dass der Finanzsektor nicht der primäre Verursacher der derzeitigen Misere ist. Vielmehr sind die Ursachen in der Verschuldungswut der Politiker zu suchen und dann in zweiter Instanz bei jenen Institutionen, die den Polit-Verführern freudig zur Seite gestanden sind, genauer gesagt, bei den Zentralbanken, IWF, Weltbank und privaten Banken. Nicht zuletzt aber auch in der Staatsgläubigkeit der Bürger, in der „ich lass mich versorgen“-Mentalität eines großen Teils unserer Gesellschaft. Auch wenn Politik und Banken in den letzten Dekaden die Situation zum Machtausbau genutzt haben, es bedarf immer eines Volkes, das diese Dinge mit sich anstellen lässt. Vor diesem Hintergrund hat sich der Finanzsektor extrem ausgebreitet und hat unvorstellbare Ausmaße angenommen. Die Geldmenge/Wertpapiere/Derivate sind gemessen an der Weltproduktivität derart hoch, dass es überhaupt keine Möglichkeit mehr gibt, diese „Werte“ auf ein gesundes Maß zurückzufahren. Der einzige Weg aus dieser Misere ist eine Geldentwertung ungeahnten Ausmaßes, die wahrscheinlich demnächst über uns hereinbrechen wird. Und danach müssen die Völker dieser Erde ordentlich darauf achten, dass nicht wieder ein räuberisches Zentralbankensystem mit angeschlossenen Institutionen mit bedeutsamen Namen (aber im Grunde privat) die Macht an sich reißen und uns ein weiteres Jahrhundert betrügt und ausbeutet.

Quelle: http://www.unzensuriert.at/content/0018605-Wir-koennen-von-einem-Waehrungscrash-ausgehen

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Griechische Banken bleiben bis zum 6. Juli geschlossen. Auch die Börse öffnet frühestens am 7. Juli wieder


griechland banken bleiben geschlossen

Nach der Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise befindet sich der Bankensektor des Landes im Ausnahmezustand: Die Regierung in Athen ordnete in der Nacht an, dass die griechischen Banken bis zum 6. Juli, also bis nach dem Referendum über die Forderungen von Griechenlands internationalen Gläubigern, geschlossen bleiben. Barabhebungen wurden auf täglich 60 Euro beschränkt, für ausländische Touristen gilt dies aber nicht. Neben den Banken bleibt auch die Börse in Athen geschlossen. Brüssel sieht indes Im Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen internationalen Gläubigern weiter „Verhandlungsspielraum“.

Die vorübergehende Schließung der Banken sowie Kapitalverkehrskontrollen wurden in einer amtlichen Mitteilung bekanntgegeben. Die Bankenschließung gilt demnach bis Montag kommender Woche. Die täglichen Barabhebungen an Geldautomaten werden für Griechen auf 60 Euro pro Tag beschränkt. Wie heute zudem offiziell mitgeteilt wurde, soll die Börse bis mindestens Dienstag kommender Woche nicht öffnen.

Unterzeichnet wurden die Verfügungen von Griechenlands Staatschef Prokopis Pavlopoulos und Regierungschef Alexis Tsipras. Es handele sich um Maßnahmen „von extremer Dringlichkeit“. Sie sollten „das griechische Finanzsystem und die griechische Wirtschaft wegen des Mangels an Liquidität schützen, der durch die Entscheidung der Eurogruppe vom 27. Juni gegen die Ausweitung des Abkommens über die Kredite für Griechenland herbeigeführt“ worden sei, heißt es in der Mitteilung.

Die griechische Regierung hatte zuvor mitgeteilt, die Einschränkungen bei Abhebungen an Geldautomaten würden nicht für Besucher aus dem Ausland gelten, wenn diese „mit einer in ihrem Herkunftsland ausgestellten Kreditkarte Transaktionen und Abhebungen“ vornehmen wollten. Touristen dürften damit weniger unter der aktuellen Krise leiden. Allerdings waren einige Geldautomaten in Griechenland wegen des Ansturms verunsicherter Bankkunden bereits leer. Das Auswärtige Amt in Berlin hatte am Sonntag Griechenland-Reisenden geraten, sich vorab mit ausreichend Bargeld zu versorgen.

Dass die Banken in Griechenland vorerst geschlossen bleiben, hatte Tsipras am Sonntagabend in einer Fernsehansprache angekündigt, die Dauer der Maßnahme dabei jedoch nicht mitgeteilt. Der linksgerichtete Regierungschef betonte, die Ersparnisse, Löhne und Renten der Bürger seien „absolut garantiert“. Er rief die Bevölkerung zur „Ruhe und Entschlossenheit“ auf.

Tsipras betonte in seiner Fernsehansprache, er habe den Präsidenten des Europarates, die Regierungschefs der Eurozone, den EZB-Präsidenten sowie die Präsidenten der EU-Kommission und des Europaparlaments gebeten, das zum Monatsende auslaufende Hilfsprogramm für Athen zu verlängern. „Ich erwarte ihre sofortige Antwort auf diese einfache demokratische Bitte“, sagte Tipras. Der Eurogruppe warf er erneut den Versuch vor, „das griechische Volk zu erpressen“.

Die EU-Kommission hat indes keine Einwände gegen die verhängten Kapitalverkehrskontrollen. Die Einschränkungen seien „dem ersten Anschein nach gerechtfertigt“, teilte Finanzkommissar Jonathan Hill mit. Einschränkungen des Kapitalverkehrs sind in der EU grundsätzlich verboten.

Die Stabilität des griechischen Finanz- und Bankensystems sei „eine Angelegenheit übergeordneten öffentlichen Interesses und öffentlicher Politik, die eine vorübergehende Verhängung von Beschränkungen der Kapitalflüsse zu rechtfertigen scheint“, erklärte die Kommission. „Während die verhängten einschränkenden Maßnahmen zurzeit notwendig und angemessen erscheinen, muss der freie Kapitalverkehr jedoch im Interesse der griechischen Wirtschaft, der Eurozone und des Binnenmarkts der Europäischen Union als Ganzes so schnell wie möglich wieder eingeführt werden.“

Die Lage in Griechenland hatte sich am Wochenende drastisch verschärft: Aus Sorge um ihre Ersparnisse versuchten zahlreiche Griechen, ihr Geld abzuheben. Vor Geldautomaten bildeten sich lange Schlangen.

Griechenland steuert auf einen Bankrott zu. Tsipras hatte in der Nacht zum Samstag überraschend ein Referendum über die Vorschläge der Geldgeber für den kommenden Sonntag angekündigt. Die Finanzminister der Eurozone warfen Tsipras daraufhin vor, einseitig die Verhandlungen abgebrochen zu haben, und entschieden, das am Dienstag auslaufende Hilfsprogramm nicht zu verlängern. Ohne frisches Geld droht Griechenland binnen weniger Tage die Pleite.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker werde dazu am Mittag „Vorschläge machen“, sagte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici dem französischen Radiosender RTL. Er hoffe darauf, dass sich alle Beteiligten um einen Kompromiss bemühten. Der Kommissionschef werde dazu „den Weg aufzeigen“. Die griechische Regierung sei nur „wenige Zentimeter“ von einer Einigung mit den Gläubigern entfernt gewesen, sagte Moscovici. Deshalb müsse nun weiter verhandelt werden. Bei der EU-Kommission stehe die Tür für weitere Verhandlungen „immer offen“.

Auch der französische Finanzminister Michel Sapin sagte, die Verhandlungen könnten „jederzeit wieder beginnen“. Durch weitere Verhandlungen könne die griechische Regierung „ihre Schwierigkeiten sofort überwinden und im Euro bleiben“, sagte er dem Sender France Inter.

In Berlin löste die Zuspitzung im Schuldenstreit Alarmbereitschaft aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lud die Partei- und Fraktionschefs der Bundestagsparteien für Montag zu einem Treffen ins Kanzleramt. Vertreter der Koalitionsparteien machten aus ihrem Ärger über die griechische Regierung keinen Hehl. Linke und Grüne verlangten ein Eingreifen Merkels.

Der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider kritisierte das von der griechischen Regierung geplante Referendum. Die Volksbefragung sei „nicht akzeptabel“, sagte der SPD-Fraktionsvize am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. „Damit wird das griechische Volk als Geisel genommen.“ Die europäischen Länder seien Griechenland sehr weit entgegen gekommen.

Sollte die Regierung von Alexis Tsipras das Votum verlieren, dann könne sie nicht im Amt bleiben, sagte Schneider. „Wenn das Volk dem Euro zustimmen würde, müsste die griechische Regierung zurücktreten.“ Sie müsste dann an den Verhandlungstisch zurückkehren. Dies aber werde „sehr schwierig“ werden. Laut Schneider geht es jetzt vor allem darum, die Eurozone zu schützen.

Die Linkspartei wies dagegen Merkel eine Mitschuld an der derzeitigen dramatischen Lage zu. Sollte Griechenland aus der Eurozone ausscheiden, werde Merkel „als die Kanzlerin in die Geschichtsbücher eingehen, unter der womöglich der Anfang vom Ende der Eurozone begonnen hat“, sagte Parteichefin Katja Kipping ebenfalls im ARD-„Morgenmagazin“. Sie wolle beim Treffen der Partei- und Fraktionschef mit der Kanzlerin am Nachmittag „die Möglichkeit nutzen, noch einmal deutlich zu machen, was das geopolitisch bedeutet für die Währung“.

Bei dem Treffen im Kanzleramt will auch Linken-Fraktionschef Gregor Gysi deutliche Kritik äußern. Er warf den Geldgebern im Bayerischen Rundfunk einen „Crashkurs“ vor. Eine Lösung des Konflikts mit Athen hätten die internationalen Geldgeber „aus ideologischen Gründen“ scheitern lassen. Gysi erwartet von Merkel eine Regierungserklärung und will eine öffentliche Debatte im Bundestag.

Quelle: https://de.nachrichten.yahoo.com/griechische-banken-bleiben-wegen-krise-6-juli-geschlossen-045711414.html

 

Gruß an die Griechen

TA KI