Der neue 5er – oder: Was die LeiDmedien lieber verschweigen


5-euro-münze

Bejubelt als innovative deutsche Wertarbeit, angeblich fälschungssicher, dank durchscheinendem Polymerring, präsentierte der bayrische Finanzminister Markus Söder am 11. April 2015 die neue 5-Euro-Münze. Die FAZ berichtet:

An dem blauen Ring soll man sie erkennen. Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) präsentierte die neue fälschungssichere Fünf-Euro-Münze am Montag im bayerischen Hauptmünzamt als „Weltneuheit“. […]

Mit der Münze, die vom Bayerischen Hauptmünzamt und den Staatlichen Münzen Baden-Württemberg entwickelt wurde, will man die Sicherheit erhöhen. Beide Bundesländer sind nun berechtigt, das Vorprodukt für die fünf deutschen Münzprägestätten herzustellen, zu denen neben München auch Berlin, Hamburg, Stuttgart und Karlsruhe gehören. Die jährliche Gesamtkapazität beträgt eine Milliarde Stück.

Eine Milliarde Münzen zu einen Nominalwert von 5 Euro, macht 5 Milliarden Euro an neuen, physisch in den Umlauf gebrachten Zahlungsmitteln im Jahr (sic.!) – zusätzlich zu den Zentralbank-Einsen und -Nullen. Interessant.

Vergleichbare Artikel lassen sich in mehr oder weniger allen BRD-Hofblättern finden. Eine entscheidende Frage wird derweil von keinem gestellt:

Warum?

Warum wird in Zeiten, in denen über die Bargeldabschaffung offen diskutiert wird, in denen der 500-Euro-Schein abgeschafft werden soll, in denen Otto-Normalbürger nur schwerlich überhaupt noch mit dem 200-Euro-Schein seinen Einkauf oder an der Tankstelle bezahlen kann, überhaupt eine neue 5-Euro-Münze eingeführt?

Nun, die Antwort sollte jedem Normalbürger an sich vollkommen klar sein. Die Blendgranaten mit den großen Euro-Scheinen sind nun einmal nur genau das: Blendgranaten.

Tatsache ist, dass das, was im Volksmund “Inflation“ genannt wird, nun letztlich seine Blüten trägt (im Wahrsten Sinn des Wortes, soll doch die “Fälschungssicherheit“ eins der wichtigsten Merkmale des neuen 5ers sein). Die “Inflation“ hat allerdings nur wenig mit dem “Verbraucherpreisindex“ zu tun, welcher vom Statistischen Bundesamt herausgegeben wird und auf einem im Grunde frei veränderbaren Warenkorb beruht.

Die für jedermann beobachtbaren Preissteigerungen für tägliche Notwendigkeiten wie Nahrungsmittel, Strom, Wasser, Miete, Treibstoff, udgl. unterliegen selbstverständlich auch Erhöhungen bei Steuern, diversen Abgaben und Gebühren, welche jedoch im Verhältnis zur Bewertung mittels des gesetzlichen Zahlungsmittels Euro anteilig eher gering ausfallen.

Fakt ist, der Euro hat seit seiner Einführung massiv an Wert verloren und dies spiegelt sich in der Preisfindung wider. So kostet ein Brot heute rund 3 Euro (6 DM), eine Portion Pommes weiß 2 Euro (4 DM), ein Glas Bier etwa 2,50 Euro (5 DM) und eine Tasse Kaffee 2 Euro (4 DM). Führt man heute jemanden zu einem halbwegs anständigen Abendessen in einem ganz normalen Restaurant aus, kommt man nicht wirklich unter 35 bis 40 Euro davon – 70 bis 80 DM!?

Angesichts der massiven Ausweitung der Geldmenge durch die EZB in Höhe von 60 Milliarden Euro im Monat (sic.!) ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die hyperinflationäre Geldpolitik der Zentralbank auch das Portemonnaie der Bevölkerung erreicht. Insofern ist der Schritt zur Einführung des Euro-“Heiermanns“ nur konsequent. Dass ausgerechnet die BRD den ersten Schritt macht, sollte ebenfalls nicht verwundern, erfreut sich Bargeld doch hierzulande nach wie vor einiger Beliebtheit als Zahlungsmittel. Wie rückständig! Fragen Sie mal die Schweden…

Die Einführung der neuen 5-Euro-Münze lässt sich am Besten mit einem Zitat zusammenfassen:

»Sesterzen nichts mehr wert sein…«
(Miraculix in “Obelix GmbH & Co. KG“ (Bd. XXIII))

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

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Quelle: http://n8waechter.info/2016/04/der-neue-5er-oder-was-die-leidmedien-lieber-verschweigen/

Gruß an die Klardenker

TA KI