Hamburg: Grössere Polizeieinsätze in Flüchtlingsunterkünften


In zwei Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge kam es am Mittwoch zu Auseinandersetzungen von Bewohnern. Insgesamt mehr als 200 Flüchtlinge seien im Laufe des Tages immer wieder aneinandergeraten, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Die Polizei Hamburg hat mit zahlreichen Einsatzkräften an den beiden Objekten die Lage beruhigt.

Im Hamburger Quartier Bergedorf wurden Einsatzkräfte der Polizei durch den örtlichen Sicherheitsdienst alarmiert. Ein 19-jähriger Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung hatte den Diebstahl seines Mobiltelefons bemerkt und war mit dem mutmasslichen Dieb in einen Streit geraten, in dessen Verlauf sich einige Bewohner solidarisierten und mit Schlagwerkzeugen wie Besen oder Holzlatten bewaffneten.

15 Funkstreifenwagenbesatzungen wurden eingesetzt und beruhigten die Situation. Die Beamten nahmen den mutmasslichen Dieb, einen 23-jährigen Iraker und vier weitere Beteiligte vorläufig fest. Die weiteren Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt für die Region Wandsbek (LKA 15) geführt. Die fünf Tatverdächtigen werden erkennungsdienstlich behandelt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Kurz nach Mitternacht kam es nach Angaben des Sicherheitsdienstes im Quartier Rahlstedt zu einer Auseinandersetzung unter den Bewohnern. Nach Eintreffen der angeforderten Einsatzkräfte löschte die Feuerwehr zunächst einen brennenden Müllcontainer auf dem Gelände. Drei Bewohner, ein 16-jähriger Afghane und zwei 16 und 18 Jahre alte Syrer sowie ein 53-jähriger Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, hatten Platzwunden, die im Krankenhaus ambulant behandelt wurden.

Nach bisherigen Erkenntnissen waren die drei Bewohner in einen tätlichen Streit geraten. Zahlreiche andere Flüchtlinge der Unterkunft hatten sich dann mit den Streitenden solidarisiert und dafür zum Teil mit Holzteilen oder anderem Mobiliar bewaffnet. Die eintreffenden Polizeibeamten beruhigten die Lage und nahmen zwei Bewohner vorübergehend in Gewahrsam.

Die Polizei war bis etwa 02:00 Uhr mit insgesamt 16 Funkstreifenwagenbesatzungen im Einsatz.

Etwa eine Stunde später kam es zu einem erneuten Polizeieinsatz in der Erstaufnahmeeinrichtung in Bergedorf. Die Beamten waren durch den Sicherheitsdienst alarmiert worden, nachdem sich zwei Gruppen von je 50 Bewohnern erneut zum Teil mit Schlagwerkzeugen bewaffnet hatten.

Beim Eintreffen der Polizeibeamten zog sich der Grossteil der Bewohner in die Unterkünfte zurück. Die eingesetzten Beamten, ein Zug der Bereitschaftspolizei und weitere Einsatzkräfte, beruhigten die Lage und nahmen acht Bewohner zur Feststellung der Identität und der Tatbeteiligung vorläufig fest. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden niemand verletzt.

Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt für die Region Bergedorf (LKA 17) übernommen und dauern an.

http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/deutschland/24710-Hamburg-Grssere-Polizeieinstze-Flchtlingsunterknften.html

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Gruß an die Polizei

TA KI

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