Ernährung: Bio-Lebensmittel schützen vor Krebs – Top 10 der Anti-Krebs-Lebensmittel


Unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit. Durch eine gesunde Ernährung können verschiedene Erkrankungen und sogar Krebs vermieden werden. Forscher fanden jetzt heraus, dass wenn Menschen häufiger biologisch angebaute Produkte zu sich nehmen, sie in den Folgejahren seltener an Krebs erkranken.

Die Wissenschaftler des Institut National de la Sante et de la Recherche Medicale stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass der Verzehr von biologisch angebauten Produkten zu einem verminderten Risiko für Krebserkrankungen führt. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in dem englischsprachigen Fachblatt „JAMA Internal Medicine“.

Leider sind in der heutigen Zeit viele Nahrungsmittel durch Pestizide verunreinigt. Der Verzehr solcher kontaminierter Lebensmittel kann die Wahrscheinlichkeit für einige Erkrankungen erhöhen. Die Experten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit gaben in einem Bericht bekannt, dass 44 Prozent der untersuchten konventionell hergestellten Lebensmittel durch Pestizide verunreinigt sind.

Eine solche Verunreinigung bei biologisch angebauten Lebensmitteln betrifft dagegen nur 6,5 Prozent der Produkte. Da bestimmte Pestizide auch Karzinogene umfassen, welche mit Krebs in Verbindung gebracht werden, wollten Forscher herausfinden, ob der Verzehr von Bioprodukten das Krebsrisiko verringert.

Bio-Lebensmittel werden ohne den Einsatz von Pestiziden, künstlichen Düngemitteln oder gentechnischen Methoden angebaut. Bio-Fleisch, Geflügel, Eier und Milchprodukte stammen von Tieren, denen keine Antibiotika oder Wachstumshormone verabreicht werden. Der Verzehr solcher Produkte wurde mit einem verminderten Risiko für verschiedene Krebserkrankungen in Verbindung gebracht.

Die Menschen, die die meisten Bio-Lebensmittel zu sich nahmen, hatten ein um 25 Prozent reduziertes Risiko an Krebs zu erkranken, verglichen mit Menschen, welche am wenigsten biologisch angebaute Produkte konsumierten.

Eine US-Studie hat beispielsweise zu diesem Thema ergeben, dass Konsumenten von Bio-Lebensmitteln eine niedrigere Konzentration von Dialkylphosphaten im Urin aufwiesen. Diese gelten als Marker für die Exposition mit Pestiziden.

Die aktuelle Untersuchung zeigt nicht, dass Bio-Lebensmittel die direkte Ursache für das reduzierte Krebsrisiko sind. Menschen, welche mehr biologisch angebaute Lebensmittel zu sich nehmen, haben meist einen gesünderen Lebensstil, treiben mehr Sport und konsumieren auch mehr Obst und Gemüse.

Natürlich versuchten die Mediziner diese Faktoren zu berücksichtigen, trotzdem ist ein Einfluss auf die Ergebnisse nicht auszuschließen. Somit ist es wohl ratsam, sich zum Schutz vor Krebs auf eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen und wenig verarbeitetem Fleisch zu konzentrieren, sagen die Experten.

Zusätzlich sollte auch auf ein gesundes Körpergewicht geachtet, regelmäßig Sport getrieben und das Rauchen aufgegeben werden, um das Krebsrisiko erheblich zu reduzieren.

Die Experten des Institut National de la Sante et de la Recherche Medicale werteten bei ihrer aktuellen Untersuchung die Daten von Fragebögen von insgesamt 68.946 Franzosen mit einem durchschnittlichen Alter von 44,2 Jahren aus. Dabei ging es auch um den Verzehr von verschiedenen Bio-Lebensmitteln.

Während der folgenden Nachbeobachtungszeit von 4,5 Jahren kam es zu insgesamt 1.340 Erkrankungen durch Krebs, erklären die Autoren .

Das Risiko an Krebs zu erkranken, war bei den Menschen, welche die meisten Bio-Lebensmittel verzehrten, um 25 Prozent geringer, verglichen mit den Probanden, die am wenigsten biologisch angebaute Produkte zu sich nahmen.

Am deutlichsten war der Unterschied bei Lymphomen und speziell dem sogenannten Non-Hodgkin-Lymphom — Formen von Krebserkrankungen, die in den letzten Jahrzehnten viel häufiger aufgetreten sind. Es ist nicht auszuschließen, dass Umwelteinflüsse die Ursache hierfür sind.

Es gab bei der Untersuchung zwar eine große Menge von Teilnehmenden, welche die Fragebögen ausgefüllt haben, allerdings ist die genaue Auswertung der zu sich genommenen Lebensmittel nicht so einfach, da verzehrte Bio-Lebensmittel häufig zusammen mit anderen Nahrungsmitteln konsumiert werden. Dies könnte zu verfälschten Ergebnissen geführt haben.

Der Einfluss von biologisch angebauten Lebensmitteln ist also nicht einfach zu belegen. Klarer dagegen ist der Einfluss von Körpergewicht, körperliche Aktivität und generell verzehrter gesunder Nahrung, welche sich positiv auf das Risiko für Krebserkrankungen auswirken können.

Top 10 der Anti-Krebs-Lebensmittel

1. Curcumin: Gilt als natürlicher Entzündungshemmer, somit haben Experten ausgezeichnete Ergebnisse in Bezug auf Blasen- und Magen-Darm-Krebs erzielt. Sie wissen noch nicht genau wie es funktioniert, erklären Wissenschaftler, jedoch scheint es als ob das Gewürz die Zellsignalwege stört, was es fast unmöglich macht, dass Krebs wächst und sich ausbreitet. Es ist der am weitesten verbreitete Bestandteil von Currypulver und liefert ebenso die leuchtend gelbe Farbe.

2. Bohnen: Der hohe Ballaststoffgehalt von Bohnen fördert eine bessere Aufnahme von Vitaminen und Mineralien im Körper, eine bessere Verdauung und eine regelmäßige Entledigung der Giftstoffe aus dem Körper. Getrocknete Sorten sind am besten geeignet und können zu einer Vielzahl von Rezepten hinzugefügt werden.

3. Tomaten: Lycopin ist das Antioxidans, das Tomaten zu einem starken Verbündeten im Kampf gegen Krebs macht, und die Konzentration davon in Tomatenkonserven ist höher als in frischen Produkten. Dadurch ist es das ganze Jahr über verfügbar. In bisherigen Studien zeigen sie die höchste Wirksamkeit bei Prostatakrebs.

4. Folsäure: Folsäure, auch bekannt als eines der B-Komplex-Vitamine, macht es für Krebszellen schwieriger, sich zu etablieren. Vollkorn, Spargel, Erdnüsse, getrocknete Bohnen oder Erbsen, Spinat und Orangensaft sind die besten Quellen für dieses wichtige Vitamin. Viele Pasta- und Brothersteller stabilisieren ihre Produkte mit Folsäure. Studien über Folsäure und Darmkrebs zeigten fantastische Ergebnisse.

5. Knoblauch: Dieser potente Wirkstoff wurde bei Magen-Darm-Krebs getestet und die Forscher sind sich nicht sicher, ob er die Bildung von Krebszellen verhindert oder deren Wachstum verhindert. So oder so, eine Nelke pro Tag könnte viel hilfreicher sein als ein Apfel .

6. Grüner und schwarzer Tee: Im Winter warm, im Sommer mit Eis, hat der Tee eine unglaubliche Fähigkeit zur Krebsbekämpfung gezeigt. Besonders vielversprechend ist der Inhaltsstoff Antioxidans Kaempferol bei Brustkrebs. Benutzen Sie keine Konserven- oder Tee in Flaschen … Sie müssen ihn selbst zubereiten!

7. Vitamin D: Dieses Vitamin hilft Ihrem Körper, Kalzium aufzunehmen, hemmt das Wachstum von Krebszellen und kann die Überlebensraten verbessern. Nahrungsquellen sind Eier, Garnelen und Lachs, aber die Sonneneinstrahlung ist die beste Quelle für Vitamin D. Lassen Sie die Sonne morgens oder am späten Nachmittag auf den halben Körper scheinen, um 10 Minuten lang täglich alles zu bekommen, was Sie brauchen. Es ist eine beruhigende (und Non-Food-) Methode, um Ihre Behandlung zu unterstützen.

8. Beeren: Was Antioxidantien betrifft, so sind Beeren eine der besten im Kampf gegen die Oxidation, die zu DNA-Mutationen und Krebs führt. Köstlich und ernährungswirksam, können Sie nichts falsch machen, wenn Sie eine Handvoll Heidelbeeren, Himbeeren oder Brombeeren zu Ihrer täglichen Speisekarte hinzufügen.

9. Blattgrün und Kreuzblütengewächse: Grünkohl, Rüben, Gemüse und Brokkoli, die gekaut werden, setzen ein Antioxidans namens Sulforaphan frei, das bei der Bekämpfung und Vorbeugung von Darm- und Prostatakrebs wirksam war. Je näher an der Rohware, die Sie essen können, desto besser ist das Ergebnis.

10. Ingwer: Diese traditionell genutzte Wurzel löst in Zellen einen Prozess Namens Apoptose aus – Krebszellen begehen somit Selbstmord und lassen den Rest der gesunden Zellen um sie herum unversehrt. Im Wesentlichen essen sich die Krebszellen selbst anstelle von gesundem Gewebe. Obwohl Humanstudien geplant sind, hat die Wirksamkeit gegen Eierstockkrebszellen bei Versuchstieren die Forscher begeistert. Zu Suppen und Soßen hinzufügen. Auch beruhigend in Tees und Brühen während der intensiven Krebsbehandlung.

Verzicht oder Einschränkung von raffiniertem Zucker, gesättigten Fetten und rotem Fleisch aus der Nahrung ist ebenfalls eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Immunität zu stärken, die Toxizität in Ihrem System zu senken und Ihrem Körper den starken Treibstoff zu geben, den er braucht, um den guten Kampf zu führen.

Während keine Nahrung allein Krebs “verhindern” oder “heilen” kann, ist ein Ernährungsplan, der aktiv gesunde Entscheidungen wie die oben genannten beinhaltet, eine kostengünstige und köstliche Methode zur Vorbeugung (und Bekämpfung) von Krebs, die Ihrem ganzen Körper zugute kommt.

Quellen: PublicDomain/heilpraxisnet.de/krebspatientenadvokatfoundation.com/ am 24.10.2018

Quelle

Gruß an die Besseresser

TA KI

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Immer mehr Bauern begreifen Bio als Chance


Nach fünf Jahren schwachen Wachstums haben 2015 wieder mehr Bauern die Chance ergriffen auf ökologischen Landbau umzustellen. Gute Marktbedingungen und höhere Förderprämien in vielen Bundesländern waren im vergangenen Jahr Gründe für die Trendwende. Politik muss Trend nutzen und weiterführen.

biobauern

Heimisches Bio ist auf dem Vormarsch. Nach fünf Jahren schwachen Wachstums haben 2015 wieder mehr Bauern die Chance ergriffen auf ökologischen Landbau umzustellen. Gute Marktbedingungen und höhere Förderprämien in vielen Bundesländern waren im vergangenen Jahr Gründe für die Trendwende. „Diese Dynamik müssen wir 2016 verstärken und das hohe Umstellungsinteresse von konventionell wirtschaftenden Landwirten nutzen“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland e.V., im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche.

Die erhöhte Bereitschaft zur Umstellung belegen die Zuwachsraten bei Bioland, Deutschlands bedeutendstem Anbauverband für ökologischen Landbau. 2015 stieg die Mitgliederzahl des Verbands um 288 Betriebe, das ist der höchste Anstieg seit 2010. Damit sind nun 6.200 Betriebe Mitglied im Bioland-Verband (plus 4,9 Prozent). Flächenmäßig legte Bioland um 15.068 Hektar zu. Damit werden inzwischen 300.830 Hektar nach den strengen Bioland-Richtlinien bewirtschaftet, ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Deutschland braucht eine Politik für mehr Biolandwirtschaft

Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt und steigt. Die Politik ist gefordert, die Rahmenbedingungen für mehr heimisches Bio zu verbessern, um den Verbraucherwunsch zu erfüllen. Die zentralen Forderungen an Bund und Länder sind:

1. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt muss in seiner Zukunftsstrategie zum Biolandbau den Ausbau der Forschung und Bildung verankern: 20 Prozent der Agrarforschungsmittel müssen schrittweise für die Entwicklung und den Ausbau des ökologischen Landbaus eingesetzt werden, derzeit sind es nur 1,5 Prozent.

2. Die Länder müssen eine verlässliche Öko-Förderung dauerhaft sowohl für Altbetriebe als auch für Umsteller sicherstellen und die Leistungen im Umwelt- und Tierschutz ausreichend honorieren.

3. Für die Agrarinvestitionsförderung im Stallbau müssen die Standards im Tierschutz erhöht werden. Maßstab müssen die tierfreundlichen Kriterien des Biolandbaus sein.

4. Eine Umschichtung der vollen möglichen 15 Prozent der Finanzmittel von der ersten in die zweite Säule der EU-Agrarförderung ist nötig.

5. Gleiche Wettbewerbsbedingungen bei der Nutzung natürlicher Ressourcen: Bioland fordert die Einführung einer Abgabe auf mineralische Stickstoffdünger und synthetische Pestizide.

6. Die Düngeverordnung muss unsere Gewässer vor Überdüngung mit Nitrat und Phosphat schützen, darf aber gleichzeitig eine flächengebundene, bäuerliche, artgerechte Tierhaltung in Mittelgebirgen nicht gefährden.

7. Es bedarf eines konsequenten Stopps der Agro-Gentechnik und eines Gentechnikgesetzes, welches ein Anbauverbot von GVO auf nationaler Ebene rechtssicher garantiert.

8. Die Bundesländer müssen wirksame Ökoaktionspläne umsetzen.

„Wir brauchen langfristig verlässliche Rahmenbedingungen und klare Signale an konventionelle Landwirte, dass der ökologische Landbau das Landwirtschaftsmodell der Zukunft ist“, appelliert Jan Plagge an die Agrarminister.

Quelle: http://www.epochtimes.de/umwelt/mehr-umstellungen-auf-bio-a1300621.html

Gruß an die Großagrarier und Landwirtschaftsmeister die hier diesbezüglich drindend umdenken müssen und lernen, daß sie im Einklang mit der Natur arbeiten- statt ausschließlich im Sinne ihres Geldbeutels.

TA KI

Besser Bio-Lebensmittel als Pestizide!


Lohnt sich das Geld für Bio-Lebensmittel? Sind Bio-Lebensmittel wirklich besser? Sind sie weniger mit Pestiziden belastet? Sind sie gesünder? Ein Experiment mit einer schwedischen Familie zeigte jetzt den Unterschied zwischen konventioneller Nahrung und Bio-Lebensmitteln. Die fünfköpfige Familie ass zwei Wochen lang Bio. Forscher untersuchten davor und danach die Schadstoffbelastung der Probanden – mit interessantem Ergebnis.

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Bio lohnt sich

Noch immer glauben manche Menschen, dass Pflanzenschutzmittel zwar Insekten töten, ihnen selbst aber keinesfalls Schaden zufügen können. Denn wären Pestizide schädlich, dürften sie bei der Lebensmittelerzeugung ja nicht verwendet werden.

Welch Irrtum!

Erst in diesem Jahr erschienen Publikationen, denen zufolge Glyphosat – eines der weltweit am häufigsten eingesetzten Herbizide – krebserregend ist.

Längst weiss man überdies, dass Pestizide die Spermienqualität verschlechtern, das Erbgut angreifen, Babys schaden und mit vielen chronischen Krankheiten in Zusammenhang gebracht werden, wie z. B. Parkinson, Asthma, Alzheimer, Diabetes, Autismus, ADHS und viele mehr.

Darüber hinaus geht es nicht einmal so sehr um die Schädlichkeit einzelner Substanzen. Das Problem ist vielmehr, dass meist mehrere Gifte gleichzeitig eingesetzt werden und die dann entstehenden Gift-Cocktails viel gefährlicher sind, als das einzelne Gift für sich alleine, wie wir hier erklärt haben: Pestizide: Giftcocktails in Nahrungsmitteln

Klar ist, dass nichts so gut vor Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden schützen kann wie Biokost.

Bio schützt vor Pestiziden

Bereits in drei Artikeln berichteten wir, wie Biokost die tägliche Gift-Belastung durch Pestizidrückstände massiv verringern kann.

In Schutz vor Pestiziden durch BIO analysierten Forscher der US-amerikanischen Boise State University`s School of Allied Health Sciences die Daten von fast 4.500 Studienteilnehmern, um deren Belastung mit Pestiziden festzustellen.

Die Testpersonen, die konventionell erzeugtes Obst und Gemüse verzehrten, hatten grosse Mengen an Pestizid-Rückständen (vom Typ der Organophosphate) im Urin, während die Biokost-Konsumenten signifikant niedrigere Werte aufwiesen.

In Biokost: Mehr Antioxidantien, weniger Giftstoffe zeigte sich, dass Bio-Lebensmittel nicht nur bis zu 50 Prozent weniger Cadmium, bis zu 30 Prozent weniger Nitrat und bis zu 87 Prozent weniger Nitrit enthielten, sondern zudem noch 69 Prozent mehr gesundheitsfördernder Antioxidantien lieferten.

Und nein, für diese Untersuchung wurde nicht nur ein einziger Bio-Apfel analysiert. Die am 14. Juli 2014 im British Journal of Nutrition veröffentlichten Ergebnisse entstammten einer internationalen Studie der Universität Newcastle (Grossbritannien). Die Untersuchung umfasste 343 Einzelstudien und ist der bislang umfassendste Vergleich, der je zum Nährstoffgehalt von biologischen und konventionellen Lebensmitteln durchgeführt wurde.

In Biokost entgiftet erfuhren Sie von einer Untersuchung der australischen RMIT University aus dem Jahr 2014. Die beteiligten Forscher fanden hier heraus, dass Bio-Kost schon nach sieben Tagen die Pestizidbelastung des Menschen um 90 Prozent reduzierte.

Ein erneutes Bio-Experiment führten jetzt Forscher des Swedish Environmental Research Institute durch.

Das Bio-Experiment mit einer fünfköpfigen Familie

Die schwedischen Wissenschaftler wollten wissen, wie sich die Schadstoffbelastung eines Menschen ändert, wenn dieser von einer Kost aus konventionellen Lebensmitteln auf eine Bio-Ernährung umsteigt.

Als Probanden stellte sich eine fünfköpfige Familie zur Verfügung. Die Eltern und ihre drei Kinder ernährten sich normalerweise von preiswerten konventionell erzeugten Lebensmitteln. Im Experiment erhielt die Familie zwei Wochen lang ausschliesslich Bio-Lebensmittel.

Vor und nach den zwei Bio-Wochen untersuchten die Wissenschaftler rund um Jörgen Magnér den Urin der fünf Probanden.

Der Unterschied war auffallend. Denn vor dem Test fand Magnér in allen Proben Insektizide, Fungizide (Pilzmittel) und Mittel, die zur Förderung des Pflanzenwachstums eingesetzt werden.

Nach zwei Wochen Bio-Kost sah die Sache jedoch schon ganz anders aus: Man fand in den Urinproben nur noch Spuren von Pestiziden.

Magnér gab zu, dass man leider noch nicht wisse, welche Langzeitschäden durch Pestizidrückstände in der Nahrung nun genau entstehen könnten. Doch wisse man immerhin, dass besagte Gift-Cocktails, die aus mehreren unterschiedlichen Pestiziden bestünden, besonders gefährlich seien. Bio-Kost sei daher absolut empfehlenswert!

Die Argumente der Bio-Skeptiker

Nun könnte man natürlich diese Botschaft für sich selbst ebenfalls nutzen und ab sofort verstärkt Bio-Lebensmittel einkaufen. Denn Biokost liefert nicht nur weniger Giftstoffe, sondern hat noch viele andere Vorteile mehr, wie Sie hier nachlesen können: „Bio-Lebensmittel sind gesünder“

Die Bio-Skeptiker aber suchen stattdessen händeringend nach fadenscheinigen Argumenten, warum man besser bei konventioneller Billigware bleibt, um bloss nichts am bisherigen Lebensstil ändern zu müssen.

Argument 1: Das Experiment ist „dubios und dilettantisch“

Das Experiment wird als „dubios“ und „dilettantisch“ bezeichnet, da es sich erstens nur um fünf Probanden gehandelt hatte und man zweitens ja gar nicht wüsste, wie viel denn die Familie gegessen habe und in welcher Zubereitungsform.

Weiter oben stellten wir eine Auswahl von Studien vor, in deren Verlauf weit mehr Testpersonen untersucht wurden – mit demselben Ergebnis.

Was die Menge betrifft, so wird die Familie ganz normale Mengen verzehrt haben und im Rahmen der Studie sicher kein All-you-can-eat praktiziert haben. In Sachen Pestizidbelastung ist ferner die Zubereitungsform grösstenteils irrelevant.

Argument 2: Die Schadstoffe werden ja ausgeschieden

Da zum Nachweis der Pestizidbelastung der Urin untersucht wird, besteht ein beliebtes Argument der Bio-Skeptiker darin, dass dies ja wunderbar sei. Denn wenn die Pestizide ausgeschieden würden, dann seien sie ja nicht im Körper und könnten dort auch keinen Schaden verursachen.

Ja, es stimmt, dass jene Pestizide, die im Urin festgestellt werden, ganz eindeutig nicht mehr im Menschen vorhanden sind.

Allerdings wandern die Gifte – bis sie dann endlich im Urin landen – erst einmal durch den Körper. Vom Darm in die Leber, dann ins Blut, über das Herz durch den Organismus bis zu den Nieren.

Auf ihrem Weg durch den Körper können Gifte beträchtliche Schäden anrichten. Gerade die Entgiftungs- und Filterorgane, die tagtäglich diese Gifte zur Ausleitung vorbereiten müssen, leiden ganz besonders darunter. Wenn dann irgendwann eine Leberkrankheit diagnostiziert wird, ist der Jammer gross: „Aber ich hab doch nie Alkohol getrunken!“ Genau. Denn nicht nur Alkohol schadet der Leber. Pestizidbelastete Nahrung ebenfalls.

Überdies kommt es auf die Menge der aufgenommenen Gifte an, ob der Körper diese vollständig ausleiten kann. Meist scheidet er nur einen Teil davon aus. Wasserlösliche Gifte werden besser ausgeschieden. Fettlösliche Gifte jedoch werden gern im Fettgewebe eingelagert – erscheinen also in geringerem Ausmass im Urin.

Argument 3: Vielleicht ist auf das Bio-Label aber gar keinen Verlass?

Häufig wird auch vermutet, dass in Schweden möglicherweise tatsächlich dort auch Bio drin ist, wo Bio drauf steht. Ob dies aber im eigenen Land auch so ist, wird bezweifelt.

Daher geht man auf Nummer Sicher und kauft lieber gleich konventionelle Nahrung ein. Besser billig einkaufen und die Garantie für Gifte im Essen haben als die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, dass eben nicht alle Bio-Landwirte Betrüger sind.

Argument 4: Bei uns sind konventionell erzeugte Lebensmittel nicht so giftig wie in anderen Ländern

Da das Experiment in Schweden durchgeführt wurde, vermuten die Bio-Skeptiker, dass dort die konventionellen Lebensmittel sicher viel stärker mit Pestiziden belastet seien als im eigenen Land. Eine direkte Übertragung der schwedischen Ergebnisse auf die Heimat sei daher nicht möglich.

Allerdings hat sich in Untersuchungen gezeigt, dass Ware, die beispielsweise in Deutschland oder Frankreich gekauft wurde, deutlich stärker mit Pestiziden belastet ist als Lebensmittel, die in ungarischen, niederländischen und italienischen Supermärkten gekauft wurden.

Und wer glaubt, die Schweiz sei besonders sauber, dem sei gesagt, dass der Schweizer Agrochemie-Konzern Syngenta mit 23 Prozent (2011) weltweit den höchsten Marktanteil an Spritzmitteln hält. Monsanto ist da mit 7 Prozent ein vergleichsweise kleiner Ganove – was sich jedoch bald ändern könnte, da Monsanto den Schweizer Riesen für schlappe 40 Milliarden Franken übernehmen möchte.

Die Spritzmittel stammen nun nicht nur aus einem Schweizer Haus, sondern werden in der Schweiz natürlich auch eingesetzt – und so finden sich auch dort die üblichen Pestizid-Rückstände im Wasser und der Nahrung.

Argument 5: Bio kann aber die Welt nicht ernähren

Ein grosser Teil der Bio-Skeptiker glaubt ferner, dass die Bio-Landwirtschaft nicht in der Lage sei, die Weltbevölkerung zu ernähren. Würden wir daher nur noch biologisch wirtschaften, dann müsste ein grosser Teil der Menschheit kläglich verhungern.

Dass die Bio-Landwirtschaft nicht nur sehr gut die gesamte Menschheit versorgen könnte, sondern dies sogar besser und langfristiger kann als die konventionelle Landwirtschaft, die drauf und dran ist, uns in einen ökologischen Kollaps zu führen, haben wir hier erklärt: Bio-Lebensmittel sind gesünder (ab „Bio rettet arme Länder“)

(…)

Quellen:

Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/bio-lebensmittel-pestizide-ia.html

Gruß an die Biokunden
TA KI