Gesundheit: Die 10 mächtigsten Heilpflanzen


Heilpflanzen werden oft unterschätzt. Manchmal nutzt man sie bei kleinen Wehwehchen. Aber wirkliches Vertrauen bringt man ihnen nicht gerade entgegen. Das ist schade, denn in Heilpflanzen steckt ein solch grosses Potential für unsere Gesundheit, dass es fast schon leichtsinnig wäre, darauf zu verzichten.

Wir stellen Ihnen heute die Top Ten der Heilpflanzen vor. Wetten, dass auch Sie künftig – bei Beschwerden gleich welcher Art – verstärkt Heilpflanzen nutzen werden?

Heilpflanzen wirken ganz anders als schulmedizinische Medikamente. Und das ist auch ganz normal.

Denn Heilpflanzen bestehen nicht aus einem einzigen künstlichen Wirkstoff, sondern aus einem Potpourri an natürlichen Wirkstoffen, das bei jeder Heilpflanze anders ist.

Da sind Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Antioxidantien und die ganz speziellen sekundären Pflanzenstoffe. Letztere sind es meist auch, die für die spezifische Wirkung der Pflanze verantwortlich sind.

Auch Heilpflanzen haben Nebenwirkungen. Nebenwirkungen sind hier jedoch nicht gleich bedeutend mit unerwünschten Begleiterscheinungen – wie das bei den meisten Medikamenten der Fall ist.

Nebenwirkungen von Heilpflanzen sind einfach weitere positive Wirkungen. Nehmen wir die Pfefferminze. Ihre Wirkstoffe sind insbesondere ätherische Öle, Flavonoide und Gerbstoffe. Die Hauptwirkung der Pfefferminze bezieht sich auf die Linderung von Magen-Darm-Beschwerden.

Hier wirkt sie jetzt aber nicht – wie das ein schulmedizinisches Medikament tun würde – ausschliesslich gegen zu viel Magensäure oder ausschliesslich gegen Blähungen oder ausschliesslich gegen Schmerzen.

Die Pfefferminze wirkt ganzheitlich:

Sie löst schmerzhafte Krämpfe (spasmolytisch). Sie behebt Blähungen, fördert die Bildung der Gallen-, Magen- und Verdauungssäfte und beschleunigt die Magenentleerung.

Das sind die Hauptwirkungen der Pfefferminze. Und wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus? Diese sind natürlich ebenfalls vorhanden, nämlich die folgenden:

Die Pfefferminze wirkt antibakteriell, macht die Atemwege frei, eliminiert schlechten Mundgeruch, wirkt gegen Mundschleimhautentzündungen und sogar gegen Kopfschmerzen.

Unerwünschte Nebenwirkungen gäbe es nur, wenn man die Wirkstoffe der Pfefferminze (z. B. das ätherische Öl) isoliert und in zu grossen Dosen einnehmen würde.

Heilpflanzen jedoch, die in Form natürlicher Zubereitungen verwendet werden, sind mehrheitlich frei von unerwünschten Wirkungen.

Sicherheitshalber sollten jedoch Schwangere und Stillende sowie sehr empfindliche Menschen vor dem Gebrauch von Heilpflanzen ihren Arzt oder Therapeuten befragen.

 

Die Top-Ten der Heilpflanzen

Nachfolgend stellen wir Ihnen zehn der mächtigsten Heilpflanzen und ihre Wirkungen vor und hoffen, damit auch Sie vom grossartigen Nutzen der Phytotherapie (Heilpflanzentherapie) überzeugen zu können.

1.) Die Mariendistel

Die Mariendistel ist eine stachelige, violett blühende Pflanze, die man – insbesondere in warmen Regionen – wild am Wegesrand finden kann.

Jahrhunderte lang wurden die Samen der Mariendistel, die den aktiven Inhaltsstoff Silymarin enthalten, zur Stärkung der Leber verwendet.

Da das Silymarin eine hohe Schutzwirkung auf die Leber hat, verhindert es Schäden, die durch eine Überbelastung der Leber (z. B. durch Vergiftungen oder Entzündungen) entstehen.

Auch bei der heutzutage häufig auftretenden Leberverfettung hat sich die Mariendistel bestens bewährt.

Die Leberschutzwirkung der Mariendistel wurde in Studien eindeutig belegt. Es wurde darin nachgewiesen, dass das schädliche Potential von Leber schädigenden Stoffen in Anwesenheit der Mariendistel abgeschwächt oder gar aufgehoben werden kann.

Die Mariendistel schützt die Leber jedoch nicht nur vor Giftstoffen, sondern beschleunigt auch die Regeneration der Leberzellen.

2. Der Beifuss

Eine äusserst unscheinbare, aber dafür umso mächtigere Heilpflanze ist der gemeine Beifuss (Artemisia vulgaris) – ein Verwandter des Wermut.

Der Beifuss ist in Mitteleuropa heimisch, was äusserst praktisch ist, da man ihn somit nahezu überall kostenfrei zur Verfügung hat.

Die Einsatzgebiete des Beifusses sind vielfältig. Besonders wirksam ist er jedoch bei Beschwerden des Verdauungssystems und bei Frauenleiden.

Ob also Verdauungsschwäche, Blähungen, Appetitlosigkeit oder Gallenleiden, der Beifuss hilft hier genauso wie bei Menstruationsbeschwerden und Krämpfen nahezu aller Art.

Eine Variation des Beifusses ist der einjährige Beifuss (Artemisia annua). Er stammt aus Fernost und wird schon seit vielen Jahrhunderten in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt. Er gilt als Mittel gegen Krebs sowie gegen Malaria (wozu es ganz aktuelle Studien gibt).

Sie sehen also, wie einfach es mit Hilfe von Heilpflanzen sein kann, die eigene Gesundheit zu verbessern.

 

3.) Der Flohsamen

Die Samen des Flohsamens enthalten lösliche Ballaststoffe, die beachtliche Mengen an Wasser aufnehmen können. Nur ein Teelöffel mit Flohsamen lässt eine Tasse voll Wasser innerhalb einer Minute so dickflüssig wie Pudding werden.

Das enorme Quellvermögen des Flohsamens macht ihn zu einem probaten Hilfsmittel gegen Darmträgheit: Der Darminhalt wird durch den Flohsamen vermehrt, ein Dehnungsreiz wird ausgelöst und dieser führt dann schliesslich zur Darmentleerung.

Gleichzeitig werden möglicherweise vorhandene Schlacken oder Kotreste von den Darmwänden gefegt, weshalb Flohsamen zu den Bestandteilen einer jeden hochwertigen Darmreinigung gehören.

Will man die Wirkung des Flohsamens verstärken, dann wählt man nicht den ganzen Flohsamen, sondern Flohsamenschalen. Je feiner diese pulverisiert sind, umso stärker ist deren Quellvermögen und somit ihre Darm reinigende Wirkung.

In Verbindung mit der Einnahme von Flohsamenschalen ist eine ausreichende Trinkmenge von ca. 2,5 Liter stillem Wasser pro Tag enorm wichtig, da es sonst leicht zur Verstopfung kommen kann.

Flohsamen werden aufgrund ihres hohen Gehaltes an heilenden Schleimstoffen auch häufig bei Magengeschwüren und Hämorrhoiden verwendet. Der Schleim legt sich schützend auf die Schleimhäute von Magen und Darm und fördert so deren Regeneration.

Bei einem Darmverschluss sollte man Flohsamen natürlich nicht einnehmen.

4.) Die Klettenwurzel

Kletten kennt jeder – zumindest noch aus der Kindheit. Kletten haften besonders gern an der Kleidung oder im Fell von Tieren. Ungünstig ist es, wenn sich eine Klette im langen Haar verfängt, da ihre Entfernung dann wirklich langwierig werden kann…

Genau diese Eigenschaft macht die Klette jedoch für unser Blut so wertvoll. Es sind nämlich nicht nur ihre Früchte, die klebende oder bindende Fähigkeiten haben.

Auch die Wurzel der Klette kann – laut der Volksheilkunde – binden, allerdings nicht an Kleidung, sondern an Schwermetalle und Gifte. Die Toxine werden auf diese Weise rasch aus dem Körper ausgeschwemmt.

Die Klettenwurzel wirkt ausserdem harntreibend, so dass die gebundenen Giftstoffe nicht unbedingt über den Darm, sondern auch über die Nieren ausgeschieden werden können.

Die Klette besitzt zudem antibakterielle und antimykotische (pilzfeindliche) Eigenschaften, weshalb sie auch sehr gerne bei Hautproblemen wie beispielsweise bei Akne oder als öliger Auszug bei schuppiger Kopfhaut angewandt wird.

Die Haupt-Inhaltsstoffe der Klettenwurzel sind Inulin, Schleime, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Sitosterin sowie die erwähnten antibiotisch und fungizid wirkenden Substanzen.

5.) Die Bärentraubenblätter

Die Bärentraube ist eine Heilpflanze, deren Wirkung als Entgiftungs- und Heilmittel der Nieren, vor allem aber der Blase und der ableitenden Harnwege schon lange bekannt ist.

Daneben verwendet man die Blätter auch bei Husten und bei chronischen Durchfällen.

Der Hauptinhaltsstoff ist das Arbutin. Daneben sind noch Gerbstoffe, Flavonoide und etwas ätherisches Ölin den Bärentraubenblättern enthalten.

Wichtig für die Wirkung des Bärentraubenblättertees ist die richtige Zubereitung:

Durch einen Kaltansatz werden die wichtigen wirksamen Inhaltsstoffe ausgezogen, während die Gerbstoffe, die wegen der Magenbelastung und des unappetitlichen Aussehens nicht erwünscht sind, kaum aus dem Pflanzenmaterial extrahiert werden.

Ein Kaltansatz wird folgendermassen hergestellt. Die Bärentraubenblätter werden mit kaltem Wasser übergossen und einige Stunden (z. B. über Nacht) bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann seiht man die Flüssigkeit ab, erwärmt und trinkt sie.

Allerdings sollte man den Tee – wie alle anderen Arzneitees auch – nur für begrenzte Zeit zu sich nehmen, also so lange, bis die Beschwerden nach wenigen Tagen nachlassen.

Als Tee für jeden Tag eignet sich der Bärentraubenblättertee nicht.

 

6.) Die Stechwinde (Wurzel)

Beheimatet ist die Stechwinde (Sarsaparille) in den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und San Salvador.

Schon der Name bzw. das Aussehen der Pflanze deutet auf eine ihre Wirkungen hin: Die Stechwinde sticht – und das nicht wenig.

Ihre Wurzel soll nun unter anderem gegen stechende Schmerzen helfen, und wurde mit dieser Eigenschaft bereits vor Jahrhunderten von den Indianern und Chinesen als Schmerzmittel eingesetzt.

Die Stechwinde enthält 1 – 3% Steroidsaponine, Phytosterine und Stärke. Sie hat entzündungshemmende und reinigende Eigenschaften. Auch wirkt sie antioxidativ.

Die Pflanze galt früher als ausgezeichnetes Mittel gegen die Syphilis. Heute ist sie hauptsächlich Bestandteil vieler Blutreinigungstees und unterstützt somit die Leber als Hauptentgiftungsorgan, die bei gesundheitlichen Problemen stechende Schmerzen verursachen kann.

Die Stechwinde kann auch bei der Ausleitung von Umweltgiften eingesetzt werden und hilft aus naturheilkundlicher Sicht bei der Borreliosebehandlung sowie bei asthmatischen Beschwerden und Allergien.

Die Wurzel der Stechwinde soll ausserdem die Bildung weisser Blutkörperchen stimulieren, vor allem die der T-Lymphozyten und der Makrophagen (Fresszellen), was natürlich die Abwehrkraft des Körpers verbessert.

Die blutreinigende Wirkung der Stechwinde ist folglich hilfreich, um Hautprobleme aller Art wie Ekzeme, Milchschorf, Schuppenflechte, Akne, Furunkel und Warzen zu lindern.

Selbst als Aphrodisiakum für den Mann wird die Stechwinde traditionell eingesetzt. Sie soll – wohldosiert – die Testosteron-Produktion anregen, dadurch die männliche Potenz steigern und Muskelmasse aufbauen helfen.

7.) Der Löwenzahn

Wahrscheinlich ist der Löwenzahn deshalb so weit verbreitet, damit für jeden genug dieser mächtigen Heilpflanze zur Verfügung steht 🙂

Der Löwenzahn ist ein leicht bitter schmeckendes Kraut mit Bitterstoffen, Carotinoiden, Flavonoiden, Gerbstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Schleimstoffen und (in der Wurzel) mit Inulin.

Der Löwenzahn kann Fasten-Symptome wie Kopfschmerzen sowie Nachwirkungen eines übermässigen Alkoholgenusses lindern. Er wird auch bei Bluthochdruck, Husten, Verstopfung und Problemen mit der Gallenblase eingesetzt.

Auch regt der Löwenzahn die Durchblutung an. Auf diese Weise unterstützt er den Abtransport von Stoffwechselschlacken, die sich im Bindegewebe eingelagert haben und zu Krankheiten wie Rheuma und Gicht beitragen können.

Betroffene profitieren vom Löwenzahn insbesondere durch einen spürbaren Schmerzrückgang.

Eine Löwenzahn-Kur kann durch die Anregung der Gallensaftsekretion auch der Bildung oder der Vergrösserung von bereits vorhandenen Gallensteinen entgegen wirken.

Auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsprobleme können mit dem Löwenzahn gelindert werden.

Ausserdem hat der Löwenzahn eine harntreibende Wirkung, so dass er auch bei Problemen mit den Harnwegen hilfreich sein kann.

Ganz allgemein wirkt der Löwenzahn stärkend auf geschwächte Menschen, da er auch appetitanregend und insgesamt antriebssteigernd wirkt.

Eine Löwenzahn-Kur bietet sich insbesondere im Frühjahr an. Dazu wird der Löwenzahn in Form der frischen Pflanze, als Tee, als Löwenzahnwurzelextrakt, als Löwenzahnfrischpflanzensaft oder als Löwenzahnblattpulver über 4 bis 6 Wochen hinweg verzehrt.

8.) Die Brennnessel

Wer kennt sie nicht, die Brennnessel, die sich überall am Wegesrand und auf den Wiesen ausbreitet und allgemein als Unkraut angesehen wird. Doch ihre zahlreichen Gesundheitswirkungen heben diese Pflanze immer mehr aus ihrem Schattendasein heraus.

Ursächlich wird die Brennnessel bei Problemen der Haut, Muskeln und Gelenke u. a. bei Menschen angewandt, die eine krankhafte Neigung zu Harnsäurebablagerungen haben. Die Brennnessel hilft nämlich bei der Ausscheidung derselben.

Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts beschreiben die Pflanze hauptsächlich als Mittel gegen Wassersucht. Und schon die alten Griechen wie Hippokrates hoben besonders die harntreibenden Wirkungen dieser Pflanze hervor.

Auch bei Paracelsus und der Heiligen Hildegard von Bingen wird die Brennnessel als Heilmittel erwähnt.

Aufgrund ihrer intensiven Wirkung wird die Brennnessel auch in der Homöopathie bei Hautauschlägen, leichten Verbrennungen und Sonnenbrand angewandt. Als Urtinktur wird sie von Homöopathen bei Rheuma und Gicht eingesetzt.

Bei der Verwendung von Brennesselkraut ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2,5 Liter stillem Wasser zu achten.

9.) Die Birkenblätter

Medizinisch genutzt werden die Blätter der Birke. Sie wirken besonders auf die Nieren (fördern die Nierendurchblutung und Nierenleistung) und auf die Harnwege.

Birkenblätter können als Tee oder als Frischpflanzensaft getrunken oder in Form von Tabletten oder Dragees eingenommen werden. Äusserlich finden die Birkenblätter in verschiedenen kosmetischen Produkten Anwendung, z. B. gegen Schuppenbildung.

Die Anwendungsgebiete der Birkenblätter sind im Einzelnen die folgenden:

  • Durchspülung der Harnwege bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen, die mit Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen einher gehen
  • Bei Nierengriess
  • Zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden
  • Zur Blutreinigung im Rahmen von “Frühjahrskuren”

10.) Die Artischockenblätter

Die Artischocke, die ursprünglich aus dem Orient stammt, ist eine bis zu zwei Meter hohe, distelartige Staude. Ihre Blütenknospen werden als Gemüse verzehrt.

Heilsam sind jedoch insbesondere die Artischockenblätter, besonders als Artischockenextrakt.

Sie sind reich an Bitterstoffen (Hauptwirkstoff ist das Cynarin), Flavonoiden, Vitaminen, Mineralstoffen etc.

Die Artischockenblätter wirken hervorragend auf die Gallen- und Lebergesundheit. Sie fördern den Gallefluss und schützen die Leber und helfen ihr bei der Regeneration.

Auch die Bauchspeicheldrüse wird von den Bitterstoffen der Artischockenblätter angeregt, Verdauungssäfte auszuschütten.

Artischockenblätter wirken insgesamt blutfett- und cholesterinsenkend, entzündungshemmend, krampflösend und antioxidativ.

Man kann die Artischocke sowohl als Frischpflanzensaft als auch in Kapselform verwenden.

Sie sehen also, wie einfach es mit Hilfe von Heilpflanzen sein kann, die eigene Gesundheit zu verbessern.

Und wenn Sie eine Frühjahrskur planen sollten, dann kennen Sie jetzt eine ganze Wagenladung von Heilpflanzen, die Sie zur Entgiftung, Entschlackung, Leberregeneration, Blutreinigung etc. integrieren können.

Literatur:

Die einzige Antwort auf Krebs

Natriumbicarbonat: Krebstherapie für jedermann – Der Bestseller jetzt im Taschenbuch –

Selber machen statt kaufen – Haut und Haar: 137 Rezepte für natürliche Pflegeprodukte, die Geld sparen und die Umwelt schonen

Quellen: PublicDomain/zentrum-der-gesundheit.de am 05.04.2018

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Quelle: https://www.pravda-tv.com/2018/04/gesundheit-die-10-maechtigsten-heilpflanzen/

Gruß an die Wissenden

TA KI

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15 Birken-Anwendungen, die einen staunen lassen.


In den meisten Wäldern stechen die Bäume mit der auffälligen weißen Rinde sofort ins Auge. Die Rede ist von Birken. Durch ihre markante Farbe sind sie leicht zu erkennen, doch ärgern sich viele über ihre fliegenden Samen und Blütenstaub, der sich an Autos und Kleidung festsetzen kann. Dabei hat dieser Baum viele positive Eigenschaften für Gesundheit und Geist. Hier erfährst du 15 geniale Anwendungen, bei denen du die erstaunlichen Kräfte der Birke nutzen kannst.

Vorher jedoch einige Hinweise zur Verwendung:

  • Du solltest niemals zu viele Teile von einem einzelnen Baum entfernen. Ansonsten schadest du dem Baum, und er wird in seinem Wachstum behindert.
  • Schwangeren Frauen wird empfohlen, Birkenprodukte zu meiden.
  • Natürlich sollten auch Allergiker Birkenblätter meiden. Das gilt auch für Menschen, die unter einem Nierenleiden mit Wassereinlagerungen leiden. 

Für alle anderen gilt: ruhig einmal ausprobieren. Du wirst garantiert überrascht sein.

Flickr/rlerdorf

1. Birke als Nahrungsmittel
Kaum einer weiß es, aber Birkenknospen und Birkenblätter haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und eignen sich sehr gut zum Verzehr. Birkenblätter sind zudem gut bekömmlich, unterstützen die Verdauung und können auf sanfte Weise Wassereinlagerungen entgegenwirken. Einige Rezepte findest du zum Beispiel hier.

2. Birkensaft
Schon bei den alten Germanen war Birkensaft beliebt. Und das aus gutem Grund: Direkt aus dem Stamm gewonnen, enthält er Invertzucker, Säuren, Salze und Eiweiß. In Reformhäusern und Apotheken wird er auch heutzutage noch als entschlackendes Mittel angeboten. Am besten ist er natürlich frisch gezapft, direkt aus dem Baum. Bis zu 50 Liter können aus einem Stamm gewonnen werden, danach ist der Saft bis zu drei Tage im Kühlschrank haltbar. Mit ein wenig Zucker oder einem anderen Süßungsmittel kannst du auch eine gesunde und leckere Limonade daraus machen.

3. Birkenwein, Birkenmet und Birkenlikör
Den gezapften Birkensaft kannst du auch zu Wein, Met und Likör weiterverarbeiten. Hier findest du auch eine Anleitung zum Selbermachen von Honigwein:

Zubereitungsschritte

1

Honig in einem großen Topf mit Wasser verrühren, unter Umrühren aufkochen und dabei das Gewürzpulver hineingeben. Die Flüssigkeit abschäumen und abkühlen lassen. Hefe mit etwas lauwarmem Honigsud verrühren, in den Sud gießen und umrühren.

2
Die Flüssigkeit in den Ballon füllen und mit dem Gäraufsatz verschließen. Den Ballon an einen warmen Platz (20-24° C) stellen und das Honigwasser gären lassen.
 
3
Nach 12-14 Tagen (wenn keine Blasen mehr im Gärrohr aufsteigen) den Honigwein auf saubere Flaschen füllen, verkorken und mindestens 3 Monate lagern.

4. Birkentees aus Blättern und Knospen
Die Blätter und Knospen der Birke eignen sich ideal dafür, einen leckeren und gesunden Tee zu brühen. Er kurbelt die Nierenfunktion an und wirkt gut gegen Schuppenflechte und trockene Haut. Auch bei Gicht und Rheuma kann Birkentee für Linderung sorgen.

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Flickr/waferboard

5. Birkengewürz als Ersatz für Salz
Klar ist Salz wichtig für den Körper, doch zu viel Salz hat auch negative Auswirkungen auf den Körper. Birkenblätter eignen sich gut als Ersatz für Salz. Dazu trocknest du die Blätter und zerreibst sie mit einem Mörser zu feinem Pulver. Danach kannst du sie statt Salz zum Würzen von Speisen verwenden.

6. Birkenzucker (Xylit, Xylitol oder Zucker)
Aus Birken kann man einen exquisiten Zuckerersatz herstellen (zum Beispiel für die oben genannte Limonade). Man erhält ihn, indem man das Holz der Birke zerkleinert, in Wasser einlegt und dann in einem langwierigen Prozess eindickt. Dieser Prozess ist zeit- und arbeitsintensiv, daher kostet echter Birkenzucker auch etwas mehr. Doch er ist den Aufpreis wert. Denn im Gegensatz zu normalem Industriezucker steigt nach dem Verzehr der Blutzuckerspiegel bei Weitem nicht so rasant an. Zudem hat er bis zu 40 % weniger Kalorien. Fündig wirst du in Bioläden oder im Internet.

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7. Birkentinktur
Um die Wirkstoffe der Birke lange haltbar zu machen, kannst du sie zu einer Tinktur aus Knospen und Blättern verarbeiten. Für ein einfaches Rezept zur Herstellung benötigst du ca. 20 g Birkenknospen, die du in 100 ml 40%igem Alkohol wie etwa Wodka oder Korn einlegst. Gib die Knospen einfach mit dem Alkohol in ein Gefäß mit Schraubverschluss und lass die Mischung einen Monat lang bei Zimmertemperatur durchziehen. Am besten schüttelst du das Gefäß einmal täglich gut durch, dann können sich die Inhaltsstoffe besser lösen. Nach einem Monat gießt du das Gemisch durch ein Sieb, und schon ist die Tinktur fertig. Die beste Lagerung erfolgt abgedunkelt (du kannst das Glas auch einfach mit einem Tuch abdecken). Mit Wasser gemischt (im Verhältnis 1:10),  ist die Tinktur ist bestens geeignet, um Wunden zu reinigen. Getrunken kann sie Fieber senken und Husten lindern. Da es sich dabei aber um hochprozentigen Alkohol handelt, solltest du beim Trinken allerdings sehr maßvoll sein.

8. Besen
Früher sehr beliebt, sind Birkenbesen heute ein wenig in Vergessenheit geraten. Dabei stellen sie eine gute Alternative zu Besen mit Plastikborsten dar. Du brauchst dazu nur ein paar dünne, flexible Birkenzweige, etwas Garn und einen Stock. Binde die Zweige dazu kreisrund um den Stock herum und voila: Schon hast du einen Besen selbst gemacht.

Flickr/Wolfram Zimmer

9. Das beste Mittel gegen Schorf an Obstbäumen: Birkenjauche!
Fast jeder, der sich schon einmal um Obstbäume gekümmert hat, kennt diese Baumkrankheit: Schorf. Besonders betroffen sind Kernobstpflanzen wie Apfel, Birne, Quitte, Pfirsich und Aprikose. Die Symptome äußern sich oft im ersten Jahr nach der Blüte. Dabei sind anfangs nur die Blätter mit kreisrunden, olivfarbenen bzw. fast durchsichtig wirkenden Flecken befallen. Später verändern diese Flecken ihre Farbe und werden braun. Auf der Blattunterseite wächst ein Pilz, der dazu führt, dass die Blätter abfallen. Durch den Schorf werden die Blüten und somit der Ertrag beeinträchtigt. Um die Krankheit auf natürliche Weise zu bekämpfen, ist Birkenjauche ein geeignetes Mittel. Dazu lässt du ein Kilo frische Birkenblätter mit zehn Litern Wasser in einem Eimer stehen. Decke alles gut ab, achte jedoch darauf, dass eine Ecke offen steht, damit Luft hineinkommt. Nach ein paar Tagen ist die Jauche fertig. Vermische die Jauche mit fünf Teilen Wasser und spritze die Bäume damit ab. So sind sie gegen den Schorf geschützt – ganz ohne Chemie.

10. Zum Feuermachen
Die Rinde der Birke ist perfekt geeignet, um ein Feuer zu entfachen. Sogar wenn die Rinde feucht ist, lässt sie sich als Anzünder verwenden. Das liegt an einem bestimmten Schwamm, der sich auf der Rinde befindet und in jedem Zustand leicht brennt. Ideal, wenn man in der Wildnis unterwegs ist und ein Lagerfeuer entfachen möchte. Rolle dazu einfach die Rinde möglichst eng zusammen (wickle nach Bedarf Naturgarn drumherum) und leg das Bündel zwischen das Feuerholz.

Flickr/mathewingram

11. Birkenöl
Ebenso wie in Form einer Tinktur kannst du die positiven Wirkstoffe der Birkenblüten und -blätter auch in Form von Öl bewahren. Gib einfach eine Handvoll frischer Birkenknospen mit 100 ml Mandelöl oder kaltgepresstem Olivenöl in ein Schraubglas und lass es für vier Wochen zugedeckt ziehen. Auch hier gilt: Einmal täglich schütteln garantiert, dass sich die Wirkstoffe gleichmäßig freisetzen können. In die Haut massiert, wirkt das Öl Gliederschmerzen entgegen und kann hilfreich bei der Behandlung trockener Haut sein. Das Öl solltest du bei Zimmertemperatur lagern.

12. Shampoo, Spülung und Haarwasser
Für ihre Haarpflege greifen viele Menschen auf komplizierte Spülungen und Pflegemittel zurück. Dabei sind Birkenblätter eine natürliche Alternative, denn in Kombination mit einer gesunden Ernährung können sie Haarausfall entgegenwirken. Eine Spülung aus Birkenblättern pflegt die Kopfhaut, befreit die Poren und unterstützt die Aufnahme von Mineralstoffen. Du kannst dazu einfach getrocknete Birkenblätter in Wasser einlegen und damit deine Haare durchspülen.

Flickr/petebackwards

13. Stoffe färben mit der Birke
Hättest du gedacht, dass man mit Birken Kleidung färben kann? In der Birke steckt ein sanftes Gelb, das du bekommst, wenn du die Blätter aktivierst. Löse zur Herstellung der Beize zunächst je 50 g Stoff und einen TL Alaun (bei Wolle und Seide) bis zwei gehäufte TL Alaun (bei Jute, Baumwolle und Leinen) in anderthalb Litern heißem Wasser auf. Dann wird der Stoff bei 90 °C unter gelegentlichem Umrühren für eine Stunde (bei konstanter Temperatur) eingeweicht. Lasse den Stoff danach über Nacht in der Flüssigkeit abkühlen. Um den Färbesud herzustellen, brauchst du pro 100 g Stoff ca. 200 g Birkenblätter, die in rund 1,5 l Wasser für 12 Stunden durchziehen (am besten gleichzeitig über Nacht mit dem Alaun). Koche den Sud danach für eine Stunde, siebe ihn durch und lass die Mischung abkühlen. Zum Färben gibst du den noch feuchten Stoff in die Färbelösung. Erwärme nun langsam die Flüssigkeit auf ca. 70 °C. Nun lässt du alles für eine Stunde ziehen. Im Anschluss daran nimmst du den Stoff heraus und spülst ihn so lange aus, bis das Wasser völlig klar ist. Jetzt kannst du den Stoff zum Trocknen aufhängen. Wichtig: Trage beim gesamten Vorgang Handschuhe und benutze nur Gegenstände, die nicht für Lebensmittel benutzt werden.

14. Pflegende Salbe aus Birkenöl
Gegen Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte hilft Salbe, die Birkenöl enthält. Sanft und pflegend hat sie erstaunliche Auswirkungen auf den Körper. Das Geheimnis ist der in ihr enthaltene Wirkstoff Betulin. Du findest die Salbe in den meisten Reformhäusern und Apotheken.

15. Als Badezusatz
Wer liebt es nicht, sich in einer heißen Badewanne zu räkeln, den Alltag zu vergessen und es sich einfach richtig gutgehen zu lassen? Wenn du Birkenblätter in das Wasser gibst, wirken sie schmerzlindernd und entspannend. Wenn du 250 g Birkenblätter für 10 Minuten in einem Liter Wasser aufkochst, hast du einen natürlichen und wohltuenden Badezusatz. Allerdings sollte das Bad nicht länger als 20 Minuten dauern, da es sonst den Kreislauf belasten kann.

Flickr/vardolath

Wahnsinn, was alles in dem Baum mit der weißen Rinde steckt! Wie vielseitig die in unseren Wäldern allgegenwärtige Birke ist, hat wohl fast niemand mehr gewusst. In der Natur stecken eben doch ungeahnte Kräfte, man muss sich nur daran erinnern, wie man sie nutzen kann.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/gute-birke/

Gruß an die Wissenden

TA KI