Wie der BND die deutschen Medien steuert


von Jens Wernicke

Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom über Verbindungen der geheimen Dienste, die bis in die Chefredaktionen der größten deutschen Medien reichen

Schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden für den Aufbau des ersten deutschen Auslandsnachrichtendienstes Journalisten rekrutiert. „Weil Presseleuten immer und überall das Recht zuerkannt wird, zu fragen, geben sie ein unverdächtiges Personal ab für einen geheimen Observationsdienst, zumal sie die Fähigkeit besitzen, verständlich darzustellen und Tatsachen von bloßen Gerüchten zu scheiden“, so Bismarcks Geheimdienstchef Stieber in seinen Memoiren. In der Bundesrepublik gehört es nun zwar zum Berufsethos der Journalisten, eine strikte Trennung und Abgrenzung zu den Geheimdiensten zu wahren. Doch wie sieht es in Wirklichkeit aus?

Jens Wernicke sprach mit dem Geheimdienstexperten Erich Schmidt-Eenboom für das Buch „Lügen die Medien? Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung“, das gerade im Westend Verlag erschienen ist.

Herr Schmidt-Eenboom, Sie sind einer der profiliertesten Geheimdienstkenner und -kritiker im Land und haben vor vielen Jahren bereits darauf hingewiesen, dass unsere Medien, die aktuell in einer Glaubwürdigkeitskrise stecken, sehr wohl etwas unterliegen, das man neuerdings rasch als Verschwörungstheorie abtut: dem Einfluss von Geheimdiensten nämlich. Was bewegte Sie damals zu dieser Feststellung? Und welche konkreten Einflussnahmen der Dienste auf deutsche Medien sind bekannt?

Erich Schmidt-Eenboom: Als ich 1998 das Buch „Undercover. Der BND und die deutschen Journalisten“ veröffentlichte, konnte ich mich für die Ära von Reinhard Gehlen, also für die 1950er und 1960er Jahre, auf eine gesättigte Quellenbasis stützen, allem voran eine 1970 für das Bundeskanzleramt bestimmte Aufstellung über die sogenannten „Presse-Sonderverbindungen“. Sie enthielt 230 Namen, darunter viele namhafte Medienvertreter aus der ersten Garnitur der westdeutschen Publizistik.

Der Zugriff auf Akten aus dem Nachlass des BND-Vizepräsidenten Dieter Blötz lieferte für die 1970er Jahre handfeste Beweise für das heimliche Zusammenspiel von Nachrichtendienst und Nachrichtenleuten, beispielsweise da, wo Karl-Wilhelm Fricke seine Berichterstattung im Deutschlandfunk über den Dienst mit Blötz abgesprochen hatte. Für die 1980er Jahre gab es immer noch eine erkleckliche Zahl nachweisbarer Einzelfälle, auch solche, die deutlich machten, dass es nicht nur um Public Relations ging, sondern auch um Spionage durch Korrespondenten und Redakteure.

Für die Geschichte bis zum Ende des Kalten Kriegs galt, dass nahezu alle Leitmedien mehr oder weniger stark von Vertrauensjournalisten des BND durchsetzt waren.

Auch bei meinen gegenwärtigen Arbeiten stoße ich immer wieder auf neue Fälle von Symbiosen des Dienstes mit Journalisten in der Alt-Bundesrepublik.

Auf der anderen Seite stand häufig das Bemühen der Dienste, missliebige Journalisten zu diffamieren, auszuspähen und zu observieren. Ich habe es am eigenen Leibe erfahren und damit die Initialzündung für einen Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags geliefert. In dessen Vorfeld hat es der BND 2005 noch einmal unternommen, meinen Kollegen Andreas Förster über einen Agenten aus Leipzig auszuforschen, nachdem ich mit Förster ans Tageslicht gebracht hatte, dass der BND mich von 1994 bis 1996 bespitzelt hatte. Die einhellige Verurteilung der rechtswidrigen Maßnahmen des BND gegen Journalisten über alle Bundestagsparteien hinweg in den Abschlussberichten hat dann dafür gesorgt, dass der Dienst seither – zumindest soweit man weiß – auf eine systematische Ausspähung von Medienvertretern verzichtet.

Gibt es ein besonders schillerndes Beispiel für die Mediensteuerung? Können Sie eines ausführlicher schildern?

Erich Schmidt-Eenboom: Ich hatte mit Marion Gräfin Dönhoff eine Lichtgestalt der bundesdeutschen Medienlandschaft als Propagandaaktivistin Pullachs entlarvt, die Reinhard Gehlen in der Zeit als Mischung aus Genie und Landedelmann hochschrieb, als der Dienst 1963 besonders schwach dastand. Herbe Kritik ist mir da in der Rezension vom 24. August 1998 „Spione wie wir“ der Süddeutschen Zeitung entgegengeschlagen, weil ich die „wohl erste Frau dieser Republik, die ZEIT-Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff“, zu Unrecht bloßgestellt hätte. „Ausgerechnet sie ins Zwielicht rücken zu wollen – absurder geht’s nicht.“

Dabei hatte ich der Journalistin auf Wunsch meines Verlegers das sie betreffende Kapitel sogar vorab zur Durchsicht übersandt. Sie monierte einzig die Überschrift „Die Gräfin und der General“, befand jedoch die gesamte Darstellung im Oktober 1997 als zutreffend.

Ich gehe davon aus, dass die Unabhängige Historikerkommission des BND, namentlich Klaus-Dietmar Henke mit seinem Werk „Der BND in der Innenpolitik der Fünfziger Jahre“ und Jost Dülffer mit dem Band „Der BND in der Innenpolitik der Sechziger Jahre“ 2017/2018 die Verstrickungen von Marion Gräfin Dönhoff noch weit deutlicher zutage treten lassen werden. Ihre selbsternannten Ehrenretter werden dann noch blamierter dastehen.

Als mein Buch 1998 erschien, gab es nur eine geringe Bereitschaft zur Selbstkritik. Der Redakteur eines ZDF-Magazins gab unumwunden telefonisch zu, dass ihn die Berichterstattung über „Undercover“ den Kopf kosten würde, weil auch der langjährige ZDF-Intendant Karl Holzamer zu den herausragenden Vertrauensjournalisten des BND gehörte. Weit mutiger zeigte sich das ARD-„Morgenmagazin“, das nicht nur über das Buch berichtete, sondern auch ein Streitgespräch mit dem von mir angegriffenen NDR-Fernsehjournalisten Joachim Wagner ermöglichte.

Diese Kluft zwischen den Medien, die zur Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte bereit sind, und solchen, die zwar jede wissenschaftliche Belastungsanalyse von Ministerien loben, aber die eigene Vergangenheit lieber ruhen lassen, besteht auch heute noch. So klagen aktuell etwa der Spiegel und der Springer-Verlag vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen den BND, um ihn zur Herausgabe der Akten zu zwingen, die die Unterwanderung oder Steuerung ihrer Redaktionen dokumentieren.

Die Süddeutsche Zeitung dagegen hat einen solchen Schritt bisher gescheut. Dabei gibt es Quellen, die belegen, dass fünf Redakteure – darunter Hans Heigert, der stellvertretende Chefredakteur Immanuel Birnbaum und Korrespondenten wie der ehemalige SS-Standartenführer Rudolf Oebsger-Röder in Djakarta – dem BND als Zuträger und Sprachrohr dienten.

Eine schlechte nachrichtendienstliche Erfolgsbilanz sollte durch gute Pressearbeit wettgemacht werden

Wie kam es damals zu diesen Entwicklungen? Welche und wessen Interessen verfolgten die Dienste hier?

Erich Schmidt-Eenboom: Der leitende Mitarbeiter der Organisation Gehlen und später des BND Kurt Weiß hatte die Parole ausgegeben, dass die schlechte nachrichtendienstliche Erfolgsbilanz durch gute Pressearbeit wettzumachen sei. Methodisch ging der Dienst dabei nach einem „Do ut des“-Prinzip vor: Den stets informationshungrigen Medienvertretern wurden Geheimdiensterkenntnisse zugespielt, für die sie sich mit einer wohlwollenden Berichterstattung bedankten.

Das betraf – auch als Gegengewicht zur massiven DDR-Propaganda – zum einen innerdeutsche Themen, zum anderen aber auch mit Partnerdiensten vereinbarte Kampagnen zur Stärkung des Ansehens von NATO-Partnern, beispielsweise als Frankreich im Algerienkrieg oder die USA im Vietnamkrieg in der westdeutschen Öffentlichkeit in die Kritik gerieten.

Für die 1950er Jahre ist festzuhalten, dass die Organisation Gehlen, also die Vorläuferin des BND, zahlreiche publizistische Aktivitäten entfaltete, um in einer wehrunwilligen Bevölkerung den Weg für die Wiederbewaffnung zu ebnen. Das bedeutet insgesamt, dass Pullach nicht nur Maßnahmen zum Aufpolieren des eigenen Images ergriff, sondern vielfach erfolgreich versuchte, die Öffentlichkeit im Sinn der Bundesregierungen zu beeinflussen.

Was war der sozusagen größte Coup, der dem BND oder anderen Diensten Ihrer Einschätzung nach bisher gelang? Wo wurde nachhaltig die öffentliche Meinung im Interesse Dritter so nachhaltig manipuliert, dass dies jedem Bürger als mahnendes Beispiel bekannt sein sollte? Und wie genau erfolgte die entsprechende Manipulation?

Erich Schmidt-Eenboom: Große Coups können sich die großen Dienste auf die Fahnen schreiben. Der KGB zum Beispiel mit seiner in Afrika noch heute wirkträchtigen Desinformation, das AIDS-Virus stamme aus einem B-Waffen-Labor der USA. Dem BND ist etwas anderes vorzuwerfen. Er war über Jahrzehnte hinweg gegenüber der Bundesregierung und der NATO zuständig für die Bewertung des militärischen Kräfteverhältnisses zwischen der westlichen Militärallianz und den Staaten des Warschauer Vertrags in Mitteleuropa. Seine Bedrohungsanalysen waren dabei vielfach bewusst überzeichnet, um hohe westdeutsche Wehrausgaben zu legitimieren – und damit ein schleichendes Gift für Abrüstungsbemühungen. Diesen Trend hat erst die seinerzeit starke Friedensbewegung Mitte der 1980er Jahre brechen können.

Aus der bis heute unbefriedigenden Aktenlage lassen sich nur wenige Beispiele destillieren, die konkret eine von Pullach ausgehende Medienmanipulation aufzeigen. Als etwa der staatliche italienische Erdölkonzern Eni 1960 in das Pipeline-Geschäft mit der Sowjetunion einsteigen und dabei deutsche Konkurrenten verdrängen wollte, verlangte Adenauers Geheimdienstkoordinator Hans Globke vom Dienst Informationen über den Eni-Chef Enrico Mattei. Der BND schickte ihm Berichte über die Unterstützung des linken Christdemokraten durch italienische Kommunisten, und Globke plante, dieses Material publizistisch zu verwerten.

Typisch an diesem Fall ist auch, dass der BND nur der Lieferant der Informationen war und dass die mediale Verwertung von den belieferten Bedarfsträgern in Bonn ausging – und nicht wie so häufig durch den direkten Kontakt des BND zu seinen „Vertrauensjournalisten“.

Bei der Medienarbeit der deutschen Dienste war die Lancierung wahrer, dem außen- oder innenpolitischen Gegner abträglicher Informationen wirkungsvoller

Und wie sieht es heute aus? Ist anzunehmen, dass der Einfluss der Dienste nach wie vor ähnlich gravierend ist?

Erich Schmidt-Eenboom: Bei Weitem nicht. Mit der Wiedervereinigung endete aus Sicht der Dienste die Notwendigkeit der publizistischen Gegensteuerung gegen die östliche Propaganda, die sich auf einen breitgestreuten Antikommunismus im deutschen Journalismus stützen konnte. Wenn der BND heute im Regierungsauftrag etwa den Einfluss der russischen Staatsmedien auf die deutsche Öffentlichkeit untersucht, wird das nicht mehr als geheime Kommandosache gehandelt, sondern offen kommuniziert.

Wie darf man sich das vorstellen, wenn etwa der Bundesnachrichtendienst, der ja einzig zur Auslandsspionage gesetzliche Vollmachten hat, heute „die deutschen Medien steuert“, wie es im Titel eines Ihrer Bücher heißt? Funktioniert das alles mittels Ansprache von Alphajournalisten bei Kamingesprächen und Durchsickernlassen gerade opportuner Informationen?

Erich Schmidt-Eenboom: Der BND ist in den letzten Jahren auskunftsfreudiger geworden und favorisiert dabei insbesondere gestandene Fachjournalisten, weniger die Generalisten. Die Hintergrundgespräche, zu denen in Berlin eine kleine Gruppe von spezialisierten Medienvertretern regelmäßig vom BND eingeladen wird, darf man allerdings auch nicht überbewerten. Denn schaut man in die außerordentlich BND-kritische Berichterstattung großer Printmedien der letzten Jahre gerade im Zuge des NSA-BND-Skandals, dann zeigt sich, dass sie gerade von jenen Experten ausgeht, die vom BND hofiert werden. Drehgenehmigungen wie die 2016 für das ARD-Filmprojekt „Schattenwelt BND“ beim Statthalter des BND im kurdischen Erbil erteilte wären vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen.

Die gewachsene Internationalisierung der Informationsgewinnung schützt die Vierte Gewalt im Prinzip davor, sich durch „durchgesickerte“ Informationen unmittelbar vor den Karren der Dienste spannen und also steuern zu lassen. Die Kooperation mit ausländischen Medien ist längst kein kostenträchtiges Privileg großer Verlage und Sendeanstalten mehr, sondern die über das Internet zugängliche Berichterstattung ausländischer Zeitungen und Sender mit häufig anders gelagerten Sichtweisen erlaubt selbst kleinsten Medien eine Gegenrecherche. Dass diese oftmals unterbleibt, haben zumindest die Dienste nicht zu verschulden. Wo dies geschieht, versagen die Medien selbst.

Nun sind diese „Hintergrundinformationen“ aber doch nichts anderes als … ja, Propaganda. Sosehr sie auch „wahr“ sein mögen – von Desinformation rede ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst -, so sehr geht es dabei doch auch darum, gewisse Sichtweisen zu etablieren, hinter denen eben auch spezifische Interessen zu verorten sind.

Ulrich Tilgner brachte das im Gespräch mit mir exemplarisch auf folgenden Punkt: „In den Kriegen des Mittleren Ostens habe ich erlebt, wie die US-Streitkräfte Medien zum Bestandteil ihrer Kriegsführung machen konnten, ohne dass es möglich war, sich einer derartigen Ausnutzung zu entziehen. Wenn Generäle auf Pressekonferenzen Angriffe ankündigen, um dem militärischen Gegner eine bestimmte Reaktion aufzuzwingen, dann können sich Medien diesem Missbrauch nicht entziehen, sobald sie die Pressekonferenzen zum Thema machen.

Sie können und müssen die Manipulation und ihre Beteiligung jedoch hinterher aufdecken. Wenn auch das unterbleibt, werden sie Teil der Kriegsführung. Dies gilt für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in ähnlicher Weise.“ Und das gilt natürlich nicht minder für Geheimdienste, die eben maßgeblich dafür mitverantwortlich sind, Lügen wie etwa die von den irakischen Massenvernichtungswaffen, die „Brutkastenlüge“ oder auch jene vom sogenannten „Hufeisenplan“ in die Welt zu setzen, um hierdurch die Innen- wie Außenpolitik zu beeinflussen.

Erich Schmidt-Eenboom: Der Hufeisenplan ist ein weiteres Beispiel dafür, dass interessengeleitete Desinformation mehr von der Politik – in diesem Fall von Verteidigungsminister Rudolf Scharping – als von den Nachrichtendiensten ausgeht. Ganz gravierend zeigte sich dieses Phänomen, als Außenminister Joschka Fischer auf dem Bielefelder Bundesparteitag der Grünen im Mai 1999 die albanische UCK in eine Reihe mit lateinamerikanischen Freiheitskämpfern stellte, um den Krieg zu legitimieren, während Verfassungsschutz und BND die UCK als terroristische Gruppierung eingestuft hatten.

Bei der Medienarbeit der deutschen Dienste jedoch war Desinformation von jeher die Ausnahme. Wirkungsvoller war stets die Lancierung wahrer, dem außen- oder innenpolitischen Gegner abträglicher Informationen. Dafür gibt es Fenster politischer Konjunkturen. Normalerweise ist das Herausspielen von Informationen über langjährige Partnerdienste ein Tabu. Als sich jedoch das deutsch-türkische Verhältnis im Sommer 2016 auf der politischen Ebene nachhaltig verschlechtert hatte, gaben deutsche Sicherheitsbehörden auf einmal preis, dass der türkische Nachrichtendienst MIT in Europa circa 800 hauptamtliche Mitarbeiter habe und in Deutschland über ein gigantisches Netzwerk von etwa 6000 Zuträgern verfüge. Das spezifische Interesse der deutschen Dienste lag dabei darin, dem wachsenden Einfluss Ankaras auf die deutsche Innenpolitik über die Einflussnahme auf drei Millionen in der Bundesrepublik lebende Türken Einhalt zu gebieten, nachdem Repressionen gegen echte oder vermeintliche Anhänger der Gülen-Bewegung auch bei uns Platz gegriffen hatten.

Diese Rechnung ging insofern auf, als nach einigen diesbezüglichen Medienberichten bei Regierungs- und Oppositionspolitikern in Berlin der Ruf laut wurde, die Einmischung des MIT in die deutsche Innenpolitik zu unterbinden. Da das Herausspielen der Informationen nicht ohne politische Rückendeckung erfolgt sein kann, handelt es sich wohl um ein politisches Ping-Pong-Spiel.

Eckart Spoo und andere weisen in ihrem Buch „Unheimlich zu Diensten. Medienmissbrauch durch Geheimdienste“ unter anderem darauf hin, dass die Dienste besonders gerne Verleger- und Journalistenorganisationen für ihre Interessen in Beschlag nehmen. Als Beispiel nennen sie die CIA, sprechen von Carl Bernstein und anderen, stellen dann jedoch auch klar, dass nachweislich auch Vertreter der Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union der Gewerkschaft ver.di „embedded“ wurden – etwa in der International Federation of Journalists, die die CIA mitgegründet hatte.

Erich Schmidt-Eenboom: Das verdienstvolle Buch von Eckart Spoo erschien 1987 und beschrieb vornehmlich rückblickend die Versuche der CIA, nicht nur einzelne Medienleute, sondern ganze Verlage und berufsständische Organisationen zu unterwandern. Solche Maßnahmen kennen wir seit etwa 1950, und sie gipfelten im CIA-gesteuerten „Congress of Cultural Freedom“, dessen Wirkmächtigkeit jedoch ab den 1970er Jahren nachließ.

Selbst Amnesty International war von britischen und amerikanischen Diensten aus der Taufe gehoben worden, weil sich die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen als eine sehr wirksame Propagandawaffe gegen die Staaten des Warschauer Vertrags erwies. Doch wie sich Amnesty inzwischen längst von diesen Wurzeln befreit hat, so hat sich auch die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union nicht nur von nachrichtendienstlichen Beeinflussungen freigemacht, sondern sogar Ethikrichtlinien formuliert, die ein Zusammenwirken ihrer Mitglieder mit Geheimdiensten aufs Schärfste verurteilen.

Eines sollte – Stichwort „embedded journalism“ – jedoch jedem bewusst sein: Aus Krisen- oder Kriegsgebieten zu berichten ist vielfach nur möglich, wenn sich die Korrespondenten der Einbettung in militärische Begleitkommandos beugen, die gezielt versuchen, die Berichterstattung durch die Auswahl von Örtlichkeiten und Gesprächspartnern sowie durch „Informationsmaterial“ zu lenken. Meiner Beobachtung nach halten sich die Journalisten, die sich berichterstattend erkenntlich zeigen, und solche, die dennoch sehr kritisch berichten, in etwa die Waage.

Und auch jenseits davon gibt es insbesondere bei Fragen von Krieg und Frieden nach wie vor massive Einflussversuche seitens der Dienste. Die „Spins“, westliche Kriege mittels der Propaganda zu rechtfertigen, beim feindlichen Führer handele es sich um einen „neuen Hitler“1, der aus antifaschistischen Motiven zu beseitigen sei, ist laut Professor Jörg Becker ebenso von Diensten ausgegangen wie die teils massiv vorgetragene Argumentation, Kriege „für die Frauenrechte“ zu führen. Ein von Wikileaks vor einiger Zeit veröffentlichtes Strategiepapier der CIA bestätigt das Vorhandensein solcher geheimdienstlichen „Spins“ ebenso wie die gezielte Einflussnahme auf die Berichterstattung …

Erich Schmidt-Eenboom: Für die Medienarbeit bei Militäreinsätzen der Bundeswehr ist das Verteidigungsministerium zuständig. Die ganzen frommen Lügen über das Brunnenbohren für die Demokratie am Hindukusch oder den Kampfeinsatz gegen die Taliban, um afghanischen Frauen die Gleichberechtigung zu verschaffen, gehen auf das Konto von Presseoffizieren und mehr noch auf das Konto von Verteidigungspolitikern, deren Sachkenntnis durch die glasklar pessimistischen und damit realistischen Analysen des BND in aller Regel infrage gestellt wird. Die amerikanischen Verhältnisse sind anders. Dort war das „Office of Policy Coordination“ seit 1948 für die psychologische Kriegsführung insbesondere bei völkerrechtswidrigen Interventionen zuständig.

Wie Dienste die Medien in die Irre führen können, verdeutlicht auch das Beispiel des sogenannten „Celler Loches“. Falschmeldungen und Desinformation bestimmten lange die öffentliche Wahrnehmung der Ereignisse – Falschmeldungen und Desinformation, welche die Dienste in die Welt gesetzt hatten, um V-Leute in die RAF einzuschleusen.

Erich Schmidt-Eenboom: Beim Celler Loch ging es nicht um Bemühungen, das ramponierte Image aufzupolieren oder politische Ziele zu befördern, sondern ausschließlich um die Vertuschung nachrichtendienstlichen Fehlverhaltens im Juli 1978. Hier sehe ich mit Blick auf die Informationsverweigerung und das Werfen von Nebelkerzen bei den NSU-Untersuchungsausschüssen auch heute noch eine deutliche Kontinuität.

Die Berichterstattung zum Celler Loch bestand jedoch lange Zeit ausschließlich aus Unwahrheiten. Eben deshalb, weil der Verfassungsschutz dies beabsichtigte und mittels Desinformation eine eben solche Berichterstattung sozusagen „erzwang“.

Erich Schmidt-Eenboom: Das ist so, ja, aber letztlich ist die Wahrheit acht Jahre später durch die Hannoversche Allgemeine Zeitung doch herausgekommen. Weit wichtiger scheint mir die immer noch offene Frage, inwieweit die von Verfassungsschutzchef Günter Nollau geplante und von Innenminister Hans-Dietrich Genscher blockierte Einschleusung eines neuen V-Mann-Typs in die RAF entgegen den politischen Vorgaben unter der Hand womöglich doch realisiert wurde.

Von Hofberichterstattern

Ist es Teil des Problems, dass sich heutzutage viele Journalisten zu regelrechten „Hofberichterstattern“ von Diensten und Politik machen? Dass es also kaum mehr kritische Distanz gibt zwischen den „nationalen Interessen“, wie sie die Geheimdienste vertreten, und dem Allgemeinwohl jenseits nachrichtendienstlicher Sichtweisen?

Erich Schmidt-Eenboom: Ich kann nicht erkennen, dass es dem deutschen Journalismus mehrheitlich an kritischer Distanz zu den Diensten oder den nationalen Interessen der Bundesregierung mangelt. Es gibt jedoch Ausnahmen. Wo ich den Beweis hatte, dass ein Journalist eine erstrangige Pressesonderverbindung des BND war, spiegelte sich das stets auch in den analysierten Artikeln. Doch gilt auch der Umkehrschluss, dass man die Marionetten des BND anhand ihren Worte entlarven kann? Einen diesbezüglichen Versuch, der sich mit der Arbeit der Reporterin der Süddeutschen Zeitung, Annette Ramelsberger, auseinandersetzt, habe ich unlängst unternommen.

Auffällig wurde die Mitarbeiterin des Hauptstadtbüros der Süddeutschen Zeitung im Oktober 2004 mit einem ausführlichen Porträt von BND-Präsident August Hanning. Spaltenweise zitierte Ramelsberger Lobeshymnen aus BKA und LKA, aus Ministerien und von Geheimdienstkoordinatoren, bevor sie zum eigenen Urteil findet: „Der BND-Chef ist ein Mensch, der bis in die Fingerspitzen professionell agiert.“ Und erst die Troika, die er mit Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier und Geheimdienstkoordinator Ernst Uhrlau bildet: „Wer den Dreien mit ‚007‘-Späßchen kommt, kann das Gespräch auch gleich beenden.“ Jeder Hofberichterstatter hätte sie um diese Huldigung beneidet. „Deckname Offenheit“ überschrieb Ramelsberger ihre Story.

Diese Art der Anbiederung an BND-Präsidenten hat mich veranlasst, einige ihrer folgenden Artikel unter die Lupe zu nehmen. Erneut auffällig wurde Ramelsberger dann am 24. März 2006, als sie auf der ersten Seite der SZ über den „Club der Verschwiegenen“, das in Paris ansässige Terrorabwehrzentrum von sechs Nationen, berichtete. Scheinbar aus erster Hand – von einem deutschen Sicherheitsexperten gespickt – tischte sie ihren Leserinnen und Lesern eine fromme Lüge auf: „Tabu bleibe es aber für die deutschen Dienste, Informationen über deutsche Staatsbürger an die Partner zu geben.“

Die Washington Post hatte allerdings bereits neun Monate zuvor seriös über diese Alliance Base berichtet und mit dem Fall von Christian Ganczarski aufgemacht, einem deutschen Islamisten, der bei seinem geplanten Heimflug aus Riad von seiner Familie getrennt und von CIA und DGSE entführt wurde. In der Transitzone des Flughafens Paris-Roissy nahm ihn der französische Verfassungsschutz DST fest und brachte ihn in ein Sondergefängnis, wo er auch jetzt noch sitzt, ohne dass ihm der Prozess gemacht wurde.

Die deutschen Behörden hatten den Metallarbeiter von der Ruhr überwacht und abgehört, aber da die Beweise für eine Anklage nicht ausreichten, ihre Informationen an Partnerdienste weitergereicht und so an der Entführung aus Saudi-Arabien mitgewirkt. Hätte Ramelsberger nur ein wenig in die amerikanische Presse geschaut, wäre sie nicht in den Verdacht geraten, hier im Sinne von BND und Verfassungsschutz Nebelkerzen zu werfen, die ihre Verwicklung in den Fall Ganczarski leugneten.

Was halten Sie in diesem Kontext von der aktuellen Glaubwürdigkeitskrise, in die unsere Medien geraten sind? „Lügen“ die Medien?

Erich Schmidt-Eenboom: Die Glaubwürdigkeitskrise der Medien ist Ausfluss der Glaubwürdigkeitskrise der Politik, die durch Pegida und andere Sturmabteilungen der AfD angeheizt wird. Ein Beispiel: Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat 2015 betont, unter den Syrienflüchtlingen befänden sich keine Schläfer des sogenannten Islamischen Staates und die Balkanroute sei kein Einfallstor für Terroristen.

Die Ereignisse 2016 haben ihn deutlich widerlegt, und als Fachminister für die Innere Sicherheit hätte er es besser wissen müssen. Als meine Lagebeurteilung im Herbst 2015 zu einem anderen Ergebnis kam als der Innenminister, galt es bei einigen um Interviews ansuchenden Medien, eine gewisse Zurückhaltung zu überwinden. Die war jedoch nicht geprägt von kritikloser Übernahme einer staatstragenden Position, sondern von der humanitären Sorge, dass die Gesamtheit der Syrienflüchtlinge in ein schiefes Licht geraten könne, wenn unter ihnen auch nur im unteren Promillebereich potentielle Attentäter zu finden seien. Auch so kann man Rechtspopulisten in die Hände spielen.


Erich Schmidt-Eenboom, Jahrgang 1953, studierte Pädagogik und Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in Hamburg. Er war ab 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter und ab 1990 Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V. in Weilheim/Obb. Sein Arbeitsschwerpunkt sind Nachrichtendienste, er ist außerdem Autor zahlreicher Sachbücher zu der Thematik.

Quelle: https://brd-schwindel.org/wie-der-bnd-die-deutschen-medien-steuert/

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

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Die Macht hinter den Kulissen: Wie die Public-Relations-Industrie mitregiert


Nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Jörg Becker sind PR-Agenturen übermächtig geworden. Aus dem Hintergrund lenken sie die Geschicke der Welt mit. Nicht nur westliche Regierungen nehmen deren Dienste immer öfter in Anspruch. Ein (deutlich gekürzter) Exklusivabdruck aus dem Buch „Lügen die Medien?“.

Zeitungsverleger, Medieninhaber und Medienbetreiber sehen sich in ihrer Sonntagsrhetorik gerne als Wächter der Demokratie. Doch dieser Anspruch ist nichts anderes als dreist. Erstens gibt es in keiner journalistischen Redaktion verbindliche Statuten, die den Journalisten Freiräume gegen ihre Chefs garantieren. Und zweitens wären unsere Medien nur dann wirklich eine vierte Gewalt, wenn sie plural und umfassend sowie kontrovers berichteten und ein breites, repräsentatives Meinungsspektrum vorhielten. Doch genau das tun sie nicht. Stattdessen fallen sie auf Kampagnen herein und lassen sich vor den Karren von Partikularinteressen spannen, erläutert der Politikwissenschaftler Jörg Becker im Interview mit Jens Wernicke für das aktuelle Buch „Lügen die Medien? Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung“. Becker meint: Die Macht manipulativer PR, die sich auch und insbesondere der Medien bemächtigt, ist inzwischen so groß, dass sie die Demokratie infrage stellt.

Herr Becker, Ihrem Buch „Medien im Krieg – Krieg in den Medien“ verdanken wir viele wertvolle Erkenntnisse über Kriegspropaganda und die Techniken zur Manipulation der öffentlichen Meinung – vor allem zur Arbeit mächtiger PR-Agenturen. Was sind das für Institutionen und was tun sie genau?

In der Tat sind viele PR-Agenturen inzwischen übermächtig geworden und lenken als ein gewichtiger Akteur die Geschicke der Welt aus dem Hintergrund mit. Konkret beherrschen vier gigantische PR-Verbundsysteme die gesamte Welt von Werbung, Public Relations, Medien und Consulting. Im Grunde kann jeder sie für jeden denkbaren Zweck anheuern: einen Präsidenten stürzen, die blutige Niederschlagung eines Aufstandes aus den Medien heraushalten, einen von langer Hand beabsichtigten und geplanten Krieg endlich lostreten, indem man ihn auf manipulativste Art und Weise der Bevölkerung „schmackhaft“ macht, und so weiter.

Wer sich noch an den Begriff „Jubelperser“ erinnern kann, der kursierte, als bei der großen Anti-Schah-Demonstration im Juni 1967 von der iranischen Regierung bezahlte Krawallmacher mit Latten auf Linke einschlugen, der sollte zur Kenntnis nehmen, dass heute selbst seriöse PR-Agenturen NGOs und Bürgerinitiativen eigenständig gründen und Demonstranten für jede x-beliebige Demonstration anmieten. Hauptsache, der Auftraggeber zahlt. Die PR-Agenturen nennen dieses Vorgehen „Astroturfing“ und täuschen hierdurch das Aufkommen sozialer Bewegungen und Kommunikation von unten vor. Über diese neue Lobbyingstrategie gibt es inzwischen sogar wissenschaftliche Fachliteratur.

Unter den PR-Gruppen ist Omnicom weltweit und eindeutig die mächtigste im Geschäft. Mit einem Jahresumsatz von geschätzten 20 Milliarden Euro ist sie in New York ansässig. Der zweite wichtige Akteur ist die englische WPP-Gruppe mit einem geschätzten Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro und 160.000 Mitarbeitern in 200 Büros und 108 Ländern.

Zur französischen Gruppe Publicis, dem global drittwichtigsten PR-Akteur, gehören zum Beispiel die Firmen Leo Burnett Worldwide, Saatchi & Saatchi und Publicis Pixelpark. Unter Leitung von Maurice Lévy in Paris hat diese Gruppe 77.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von fast 10 Milliarden Euro. An vierter Stelle schließlich rangiert die Interpublic Gruppe in New York mit einem Umsatz von sieben Milliarden Euro und den Werbeagenturen McCann Erickson, Weber Shandwick und FCB.

Was bedeutet es konkret, diesbezüglich festzustellen, diese Institutionen seien mächtig, ja, längst übermächtig geworden und regierten im Hintergrund mit?

Nun, zunächst einmal sei der Hinweis erlaubt, dass allein die Jahresumsätze dieser Agenturen den Staatshaushalt sehr vieler Staaten übertreffen. Doch ein großer Teil der Macht dieser Agenturgruppen ist gar nicht monetärer, sondern politischer Natur. Denn die Chief Executive Officers dieser Agenturen sind essentialer Bestandteil westlicher Elitenetzwerke – man sieht und trifft sich, beispielsweise auf dem jährlichen Weltwirtschaftsforum in Davos.

So ist zum Beispiel Lévy, CEO von Publicis, gleichzeitig Präsident der französischen Arbeitgeber und sitzt in den USA im Beirat des mächtigen Council on Foreign Relations. Ex-Außenminister Dietrich Genscher war gleichzeitig sowohl Ehrenvorsitzender des Beirats der PR-Agentur Consultum Communications als auch Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der PR-Agentur WMP Eurocom. Und der frühere Berliner SPD-Stadtentwicklungssenator Peter Strieder arbeitet gegenwärtig als Seniorberater der PR-Agentur Ketchum Pleon.

Während WMP Eurocom beispielsweise im Auftrag der türkischen Regierung das Türkeibild in der deutschen Presse aufhübschen sollte, hatte Ketchum Pleon es zum Beispiel übernommen, für die russische Regierung ein positives Russlandbild in den deutschen Medien herzustellen.

Sie sprechen von Regierungen als Auftraggebern von Public Relations? Arbeiten denn alle Regierungen mit PR-Agenturen zusammen?

Davon ist in der Tat auszugehen. Es gibt hier keinen Unterschied mehr zwischen einer „normal“ westlichen, der russischen oder der chinesischen Regierung. Lassen Sie mich dazu vielleicht einige Beispiele geben und diese dann einordnen und bewerten. Als erstes Beispiel fällt mir die linke Regierung unter Jonas Savimbi in Angola ein, die 1985 das US-amerikanische Consulting-Unternehmen Black & Manafort unter Vertrag genommen hatte, ihr eigenes Image in den USA zu verbessern.

Ich kann aber auch an den rechten Jörg Haider denken, den früheren Landeshauptmann von Kärnten und in den neunziger Jahren einer der wortgewaltigsten Rechtspopulisten in Europa. Er ließ sich von der US-amerikanischen PR-Agentur des 2015 verstorbenen Peter D. Hannaford beraten, der dem konservativen Flügel der republikanischen Partei angehörte und enger Berater von Ronald Reagan war.

Seit China und Russland Mitglieder der WTO sind, also seit 2001 respektive 2012, und sich damit dem globalen kapitalistischen Handelssystem angeschlossen haben, arbeiten auch sie unter anderem mit großen, westlichen PR-Firmen zusammen. Russland vergab seinen ersten großen Auftrag an eine westliche PR-Firma im Jahr 2006. Und zwar in Höhe von zwei Millionen US-Dollar an GPlus Europe in Brüssel, eine Tochterfirma von Ketchum, um Russlands Image als Gastgeber des G8-Gipfels in St. Petersburg zu verbessern.

Dieselbe Agentur war für Russland auch während des Georgienkrieges im Sommer 2008 tätig – wohingegen Georgien während dieses Krieges von der Agentur Aspect Consulting betreut wurde. Das Medienergebnis dieses Wettstreits zweier Agenturen ist bekannt: Aspect war „besser“ als GPlus, sodass das Medienbild „Russischer Bär überfällt kleine Demokratie“ bei den Rezipienten haften blieb.

Im Sommer 2008 gab es im Übrigen zwischen zwei weiteren westlichen PR-Agenturen ein Hauen und Stechen um die globale mediale Vorherrschaft bei der Interpretation zweier anderer Konflikte. Da ging es zum einen im Vorfeld der Olympischen Spiele in China im März 2008 um Berichte über chinesische Repressionen gegen tibetische Demonstranten in Lhasa und den vermeintlich deswegen von interessierter Seite erwünschten Olympia-Boykott in China. Und da ging es zum anderen um die Olympischen Spiele selbst.

Auf der Seite der pro-tibetanischen und anti-chinesischen Aktivisten standen zahlreiche NGOs, darunter auch die sogenannten „Reporter ohne Grenzen“, deren Medienaktivitäten von der Werbeagentur Saatchi & Saatchi gemanagt werden. Auf der chinesischen Seite war die PR-Agentur Hill & Knowlton, die die Spiele zu verherrlichen suchte. Wiederum war der Medienrezipient lediglich Spielball von zwei miteinander konkurrierenden westlichen Agenturen, erhielt jedoch weder über Tibet noch über China, geschweige denn über die realen Interessen und Konflikte im Hintergrund irgendwelche Realinformationen.

Kann man aus diesen Russland- und China-Beispielen folgern, dass beide Länder inzwischen genauso korrupt wie der Westen und auch auf diesem verlogenen PR-Trip sind?

Einerseits ja. Andererseits möchte ich aber ein paar Argumente gegen diese simple Gleichsetzung anführen. Erstens gibt es eine historische Dimension. Zur selben Zeit, als Marx und Engels im „Manifest der kommunistischen Partei“ vom Ende der „nationalen Selbstgenügsamkeit“ und der „Entwicklung eines allseitigen Verkehrs“ sprachen – also über Globalisierung redeten –, gründete sich 1864 in den USA mit dem Unternehmen von J. Walter Thompson die weltweit erste Werbeagentur, die in der WPP-Gruppe noch heute existiert. Mit anderen Worten: Gegenüber Spätzündern wie Russland und China haben westliche Länder im Werbe- und PR-Sektor einen Erfahrungsvorsprung von rund 150 Jahren.

Zweitens muss man nüchtern festhalten, dass die internationalen russischen und chinesischen PR-Kampagnen reaktiver und nicht aktiver Natur sind. Ein russischer TV-Sender wie Russia Today etwa ist chronologisch und kausal nur als Reaktion auf viele sogenannte bunte Revolutionen in Osteuropa wie zum Beispiel in der Ukraine oder in Georgien zu begreifen, die mit vielen Hunderten von Millionen US-Dollar – etwa von der Soros-Stiftung oder der National Endowment for Democracy – aus den USA finanziert wurden.

Dasselbe gilt für China. Der englische TV-Sender CCTV-9 aus China begann seinen Sendebetrieb im Jahr 2009, nachdem die für die chinesische Regierung tätige US-amerikanische PR-Agentur Hill & Knowlton die weltweite Imagekampagne für die Olympischen Spiele 2008 in den Sand gesetzt hatte und weltweit gehässige Bilder und Texte über die Spiele die internationale Medienszene beherrschten.  Chinas Antwort auf deren Versagen im Sommer 2008 war dann das englischsprachige CCTV-9.

Welche Rolle spielen PR-Agenturen im Zusammenhang mit Krieg und Terrorismus?

Lassen Sie mich exemplarisch zwei besonders krasse Fälle hervorheben, in denen PR-Agenturen Krieg und Terrorismus angeheizt haben. Erstens: Mitten im Bosnienkrieg, genauer gesagt am 15. August 1992, veröffentlichte die New York Times eine ganzseitige, also riesige Anzeige der drei wichtigsten jüdischen Verbände in den USA, nämlich des American Jewish Committee, kurz AJC, des American Jewish Congress, ebenfalls in Kurzform AJC, und der Anti-Defamation League, kurz ADL. Wo alle ernstzunehmenden jüdischen Stimmen von der Einzigartigkeit von Auschwitz sprechen, behaupteten nun auf einmal drei große jüdische Verbände, dass sich im Bosnienkrieg Auschwitz ein zweites Mal ereigne.

Was war geschehen? Befragt nach seinem größten PR-Erfolg bei der Vermarktung der Kriegsinteressen der Regierung von Bosnien und Herzegowina, antwortete 1992 James Harff von der US-amerikanischen PR-Agentur Ruder Finn, dass es seiner Agentur gelungen sei, mit dieser Anzeige „die Juden auf unsere Seite zu ziehen“. Namentlich machten die drei Verbände „die Serben“ für ein zweites Auschwitz verantwortlich. Damit wurde Auschwitz zu einer jederzeit von PR-Agenturen käuflichen Ware verwandelt und in den übelsten Dreck gezogen, um jemand anderen mit der stärksten Waffe, die man im Westen kennt, zu verteufeln, ihn zu entmenschlichen, einen Krieg gegen ihn nicht nur gutzuheißen, sondern diesen gar zur befreienden „Pflicht“ zu erklären.

Mein zweites Beispiel ist, bitte entschuldigen Sie meine heftige Sprache, leider genauso ekelhaft. Nach Recherchen des Bureau of Investigative Journalism vom Februar 2016 hatte die britische PR-Firma Bell Pottinger von 2007 bis 2011 Kontrakte mit dem Pentagon in Höhe von 540 Millionen US-Dollar und im Jahr 2006 einen anderen Vertrag über 120 Millionen US-Dollar. Bell Pottinger produzierte erstens negative TV-Werbung über Al-Qaida, zweitens Nachrichtenmaterial, das so aussehen sollte, als sei es von arabischer Hand gemacht, und stellte drittens Fake-Videos her, die von Al-Qaida stammen sollten. Diese Filme auf CD, die nach einem Bombardement abgeworfen wurden, enthielten einen Code, der an Bell Pottinger eine Rückmeldung schickte, wann und wo die CDs abgespielt worden waren.

Aber ist PR nicht für jeden, der ein wenig Grips im Kopf hat, sofort als Humbug, als Lug und Trug zu erkennen? Jeder kennt doch seine eigene Wirklichkeit und kann sie mit den frommen Sprüchen irgendwelcher PR-Kampagnen vergleichen.

Ich wäre mit der Einschätzung, dass Werbung und PR-Kampagnen plump daherkommen und vom Konsumenten sofort entlarvt werden, sehr vorsichtig. Zum einen zeigen in der Tat viele Umfragedaten über die Glaubwürdigkeit verschiedener Institutionen, dass die Befragten politischen Parteien und Werbung die geringste Punktezahl auf einer Glaubwürdigkeitsskala einräumen. Zum anderen aber weist die Werbe- und PR-Industrie eine kontinuierlich gute Wachstumsdynamik auf, längst gibt es in Deutschland sehr viel mehr Vollzeitarbeitskräfte in der PR-Industrie als etwa im Journalismus. War die PR 1950 noch der Bittsteller des Journalismus, so ist der Journalismus inzwischen zum Bittsteller und zum Knecht der PR herabgesunken. Und während die Studierendenzahl im Bereich der Kommunikationswissenschaft fällt, steigt sie in den Studiengängen der PR seit Langem kontinuierlich an.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch darin wider, dass Regierungen immer mehr Geld für PR ausgeben. Ein Ende September 2016 veröffentlichter Bericht des „Government Accountability Office“ macht dies in aller Deutlichkeit und anhand einer Fülle von Beispielen klar. Er zeigt auf, dass die US-Regierung jährlich den stolzen Betrag von 1,5 Milliarden US-Dollar für Werbung und PR ausgibt! An erster Stelle steht dabei das Pentagon, das allein im Jahr 2008 860 Millionen US-Dollar für PR und Werbung ausgab und für das Haushaltsjahr 2017 wiederum 575 Millionen US-Dollar beantragt hat.

Man kann in diesem Bericht des US-amerikanischen Rechnungsprüfungsausschusses im Übrigen auch lesen, dass ein Großteil der Regierungsausgaben bei PR und Werbung sich auf die neuen sogenannten Sozialen Medien im Netz beziehen. Doch bei allem technischen und sonstigen Wandel bleiben die alten Rosstäuschertricks, Verzerrungen, Einseitigkeiten, Feindbildmechanismen und Manipulationen stets dieselben.

Anhand dieses Berichtes kann man überdies einen gewichtigen Unterschied zwischen den USA und Deutschland feststellen: Liegt die Veröffentlichung des genannten US-Berichtes nämlich auf der klassisch gewachsenen Linie eines „First Amendment“, also der von der US-Verfassung geforderten Absolutheit der Meinungsfreiheit, aus der sich eine Vielzahl von typisch US-amerikanischen Informationsfreiheitsgesetzen ergibt, so überwiegt in Deutschland nach wie vor ein autoritäres und von oben nach unten strukturiertes Staatsverständnis, wenn es um das Informationsverhalten der Regierung geht.

Als zum Beispiel die Bundestagsfraktion der CDU/CSU im Jahr 2004 in einer Großen Anfrage Details der Mittelvergabe durch das Bundespresseamt an verschiedene PR-Agenturen wissen wollte, hieß es in der Regierungsantwort, dass man „zu vertraglichen Einzelheiten aus Gründen der Vertraulichkeit keine Stellung [nehmen] könne“. Diese harte Linie hielt die Bundesregierung auch später bei einer ähnlichen Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke 2007 aufrecht.

Was bedeutet es für die Demokratie, wenn Regierungen nun nicht mehr tun, was das Volk getan haben will, sondern stattdessen dazu übergehen, dieses manipulativ vor den Karren eigener Pläne zu spannen? Dann ist doch das ganze Gerede von der sogenannten Vierten Gewalt hinfällig, oder?

Auf diese Frage muss ich leider zynisch anhand einer Publikation der Bertelsmann-Stiftung antworten, in der die Autoren ohne rot zu werden vor den Gefahren einer demokratischen Wahl warnen. In einem sogenannten „Policy Paper“ mit dem Titel „Die Kunst des Reformierens. Konzeptionelle Überlegungen zu einer erfolgreichen Regierungsstrategie“ der drei Politikwissenschaftler Friedbert W. Rueb, Karen Alnor und Florian Spohr aus dem Jahr 2009 heißt es: „Um ihrer politischen Verantwortung gerecht zu werden, muss eine Regierung sich im Zweifelsfall auch gegen den empirischen und kontingenten Volkswillen durchsetzen. (…) Die Verantwortung für etwas fehlt, wenn die Exekutiven nur konfliktscheu und populistisch in ihren Reformbemühungen auf aktuelle, demoskopisch ermittelte Wählerstimmungen reagieren, vorschnell Drohungen von Interessengruppen nachgeben und unter den Prämissen von ‚blame avoidance‘ und ‚electoral threat‘ agieren.“ Damit ist die Katze wohl endlich aus dem Sack: Die herrschende politische Kaste hat Angst vor einer „Wahlandrohung“!

Wenn wir hier über die Angst der herrschenden politischen Elite vor Machtverlust durch Wahlen reden und darüber, dass sich diese Elite dagegen mit massiven Desinformationen und PR-Kampagnen wehrt, dann können wir nicht nur über Regierungshandeln reden, sondern müssen auch die Geheimdienste in den Blick nehmen.

Das ist völlig richtig. Und zwar aus zwei Gründen: Erstens ist die Kernaufgabe aller Nachrichtendienste das Geschäft mit Information und Desinformation. Zweitens mussten wir in den letzten Jahren deutlich erleben, dass in Deutschland der BND und das Bundesamt für Verfassungsschutz durchaus ein demokratisch nicht kontrolliertes Eigenleben führen.

Wie eng der BND noch in den neunziger Jahren mit deutschen Medien kooperiert hat, kann man in Erich Schmidt-Eenbooms Buch Geheimdienst: Politik und Medien nachlesen. Es ist wirklich beachtlich, wie viele renommierten Vertreter von ZDF, Deutscher Welle und Deutschlandfunk mit dem BND in gutem Kontakt gestanden haben sollen.

Für die Gegenwart hat außerdem Wikileaks ein spannendes Memorandum der CIA vom Frühjahr 2010 ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Ganz unverhohlen fordert die CIA die westlichen Medien darin auf, in der Kriegsberichterstattung über Afghanistan die Frauenfrage in den Vordergrund zu rücken, da afghanische Frauen der ideale und humanste Botschafter gegen die Taliban seien. Berichte über afghanische Frauen seien besonders in französischen und deutschen Medien wichtig, da es in diesen Ländern große Kriegsskepsis gäbe.

Jenseits von Mord und Totschlag, jenseits von Krieg und Terrorismus: Gibt es PR nicht auch für die ganz normalen Lügen, die kleinen Dinge des Alltags? Warum sprechen Sie so viel von einer Allianz von PR-Industrie und Krieg?

Ich spreche nur deswegen so häufig gerade von dieser Allianz, weil Krieg der Extremfall der menschlichen Existenz ist und weil die systematische Verblödung von Politik und Öffentlichkeit im Auftrag von Regierungen gerade dort besonders anstößig ist.
Aber Sie haben prinzipiell recht mit Ihrer Kritik, denn die PR-Industrie missbraucht die Massenmedien bereits seit Jahrzehnten für ihre sehr spezifischen Eigeninteressen.

Nach empirischen Studien von Barbara Baerns und René Grossenbacher kann als gesichert gelten, dass PR-Firmen, Pressestellen von Unternehmen und Lobbygruppen die Medienberichterstattung weitgehend bestimmen.8 Nahezu zwei Drittel aller in den Medien verbreiteten Meldungen sind nicht selbständig recherchiert, sondern stammen aus Pressestellen von privaten und öffentlichen Institutionen oder PR-Agenturen und werden den Redaktionen von sogenannten Medienservices als fertige Artikel „häppchengerecht“ feilgeboten. 80 Prozent aller Nachrichten in den Medien stützen sich auf lediglich eine einzige Quelle, die sich bei weiteren Recherchen dann als eben jene Pressestelle entpuppt, die die Meldung in Umlauf gebracht hat.

Was heißt das konkret?

Lassen Sie mich das am besten anhand einiger konkreter Beispiele veranschaulichen. Erstens: Schon vor einiger Zeit verfasste die Journalistin Eva-Maria Thoms einen Bericht über die Boykottdrohungen der Deutschen Telekom – der Konzern mit dem größten Werbeetat Deutschlands – gegenüber solchen Medien, die unliebsame Berichte über sie veröffentlichen würden. Die Zeitschrift, die diesen Artikel ursprünglich bei Frau Thoms in Auftrag gegeben hatte, druckte ihn aus Angst vor einem „Privatkrieg“ mit der Deutschen Telekom gar nicht erst ab. Daraufhin bot die Autorin ihren Artikel vier Tageszeitungen, zwei Wochenzeitungen und drei Magazinen an – ohne Erfolg. Schließlich griff die WirtschaftsWoche zu, sicherte sich die Rechte und druckte den Artikel nie.

Zweitens: Firmen aus der Konsumgüterbranche sollen 2004 bis zu 250.000 Euro für eine Namensnennung ihres Unternehmens über die Firma Dolce Media – eine Firma von ZDF-Enterprises und den Brüdern Christoph und Thomas Gottschalk – an den Moderator Thomas Gottschalk in seiner Talkshow „Wetten, dass ..?“ bezahlt haben.

Drittens: In einem „Tatort“ des SWR sollen 2005 für das Bild eines Joghurtbechers der Firma Bauer 17.000 Euro bezahlt worden sein. Viertens: Im September 2005 wurde bekannt, dass die von den Arbeitgeberverbänden gegründete Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, kurz INSM, sogenannte „Themenplacements“ in der ARD-Serie „Marienhof“ gekauft hatte. Gegen Geld tauchten in „harmlosen“ Schauspielergesprächen neoliberale Politikkonzepte der Arbeitgeber auf.

Fünftens: Alle großen deutschen DAX-Unternehmen arbeiten nach dem Prinzip des sogenannten „Content Marketing“. Sie bieten allen Medien rund um die Uhr eigene Magazine, Blogs, Social-Media- und Video-Angebote sowie Apps an. Der Autozulieferer Bosch schwadroniert da auf einmal über Fahrsicherheit, und der Sportartikelhersteller Puma redet scheinneutral über körperliche Selbstoptimierung.

Sechstens: Die ach so berühmten PISA-Tests kommen nur scheinbar von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Paris – vielmehr gehören sie dem „Australian Council for Educational Research“. Und dieser Council ist eben kein öffentliches Institut, sondern arbeitet als privatwirtschaftliches Unternehmen, das mittels dieser Tests ganz eigennützige Interessen forciert.

Prof. Dr. Jörg Becker ist seit 1987 Honorarprofessor für Politikwissenschaft an der Universität Marburg, war von 1987 bis 2010 Geschäftsführer des KomTech-Instituts für Kommunikations- und Technologieforschung in Solingen und von 1999 bis 2011 Gastprofessor für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck. Von ihm stammen zahlreiche deutsche und internationale Veröffentlichungen zu den Bereichen Internationale Beziehungen, Friedensforschung und Medienpolitik.

Der Beitrag wurde in gekürzter und überarbeiteter Fassung dem Buch „Lügen die Medien – Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung“ von Jens Wernicke entnommen. Mit freundlicher Genehmigung des Westend-Verlages.

Quelle: http://derwaechter.net/die-macht-hinter-den-kulissen-wie-die-public-relations-industrie-mitregiert

Gruß an die Denkenden

TA KI

Trotz brutaler Kriege: Merkel lässt saudische Kriegsverbrecher jetzt von Bundeswehr ausbilden


(…)

Deutschland will Saudi-Arabien künftig verstärkt „sicherheitspolitisch“ unterstützen, meldet Reuters. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag in der Stadt Dschidda angekündigt. Im Beisein der Kanzlerin und des König Salman bin Abdelasis Al-Saud wurde vereinbart, dass die Bundeswehr in Deutschland saudiarabische Soldaten ausbildet. Das Innenministerium vereinbarte zudem die verstärkte Ausbildung von Grenzschützern, Bahnpolizisten und Experten für die Luftsicherheit. Dabei sollen künftig auch Frauen ausgebildet werden.

Merkel begründete ihre Politik: „Saudi-Arabien ist … ein wesentlicher Teil der Koalition im Kampf gegen IS.“ Auch Deutschland habe deshalb ein Interesse daran, dass Saudi-Arabien seine Grenzen gut schützen könne. Deutschland leiste seit Jahren dabei Hilfe. Die Ausbildung sei auch im deutschen Interesse. Denn wie in Afrika wolle man Ländern helfen, sich selbst zu verteidigen. „Wir können nicht überall auf der Welt deutsche Soldaten haben. Aber wir können sehr wohl unser Know-how weitergeben“, sagte sie.

Auch im Jemen will Merkel Saudi-Arabien unterstützen: Deutschland sei bereit, bei einer Konfliktlösung zu helfen. Sie habe mit dem saudischen König über das Thema gesprochen, sagte Merkel. „Wir können hier sicher unsere Expertise einbringen“, fügte sie hinzu. Deutschland habe Erfahrungen im Jemen. Jedes Engagement müsse aber unter dem Dach der Vereinten Nationen (UN) geschehen.

Die Unterstützungserklärung ist bemerkenswert, weil die Saudis sowohl in Syrien als auch im Jemen die Kämpfe aktiv angefacht hat: In Syrien zählen die Saudis bei mehreren islamistischen Terror-Gruppen zu den wichtigsten Financiers.

Den völkerrechtswidrigen Krieg im Jemen haben die Saudis entfesselt und kämpfen dort ohne Rücksicht auf zivile Opfer mit Unterstützung der Briten und Amerikaner. In beiden Kriegen geht es darum, die Vorherrschaft der Saudis über den Iran zu sichern. Die Juristen des Weißen Hauses hatten den damaligen US-Präsidenten Barack Obama gewarnt, er könne sich mit seiner Unterstützung der Beteiligung an Kriegsverbrechen schuldig machen. Obamas Nachfolger Donald Trump will eine breite Militär-Koalition gegen den Iran errichten, in der Saudi-Arabien eine Schüsselrolle zugedacht ist.

Die Bundesregierung war bereits vor Jahren vom Auslandsgeheimdienst BND vor dem Treiben der Saudis gewarnt worden. Der im Jahr 2016 in den einstweiligen Ruhestand versetzte BND-Chef Gerhard Schindler hatte der Königsfamilie im Jahr 2015 eine impulsive Interventionspolitik vorgeworfen. Er sah Saudi-Arabien als Urheber der Konflikte im Nahen Osten.

„Die bisherige vorsichtige diplomatische Haltung der älteren Führungsmitglieder der Königsfamilie wird durch eine impulsive Interventionspolitik ersetzt“, so der BND in einer Analyse, die von Schindler in Auftrag gegeben wurde. Die Führung in Riad konkurriere mit dem Iran um eine hegemoniale Rolle in der Region. Hauptschauplätze des Konfliktes sind demnach Syrien, der Libanon, Bahrain und der Irak. Auch wolle Saudi-Arabien mit dem Militäreinsatz im Jemen beweisen, dass es bereit sei, so große Risiken wie nie zuvor einzugehen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Kritisch bewertete der BND unter Schindler auch die Machtkonzentration bei Salmans Sohn Mohammed. Damit bestehe die Gefahr, dass er den Unmut anderer Mitglieder des Königshauses und der Bevölkerung auf sich ziehe. Auch könnten die Beziehungen zu Alliierten in der Region überstrapaziert werden.

Merkel feuerte Schindler wenig später und ließ einen Sprecher eine Distanzierung von der BND-Analyse vermelden: „Die in diesem Fall öffentlich gemachte Bewertung spiegelt nicht die Haltung der Bundesregierung wider. Die Bundesregierung betrachtet Saudi-Arabien als wichtigen Partner in einer von Krisen geschüttelten Weltregion.“

Merkel selbst ließ sich mehrfach von den britischen Geheimdiensten informieren, ohne den deutschen Diensten von entsprechenden Reisen nach London Kenntnis zu geben. 

Zuvor hatte das ARD-Studio berichtet, dass Schindler im Mai 2013 zu Geheimgesprächen in Damaskus gewesen sein soll. Er wollte die Zusammenarbeit der Geheimdienste beider Länder wieder aufnehmen.

Die Vertauschung von Ursache und Wirkung spiegelt sich in einer Reuters-Meldung wider, wo die Lage im Jemen beschrieben wird: „Dort sind auch wegen des Bürgerkrieges zwischen der Regierung und den vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen derzeit Millionen Menschen von einer schweren Hungersnot bedroht.“ Die Hungersnot ist die Folge des unbarmherzigen Vorgehens der Saudis, Briten und Amerikaner. Es ist nicht klar, ob die von Reuters verwendete Sprachregelung einen Hinweis auf zukünftige Militäroperationen enthalten, dass nämlich der Westen gemeinsam mit den Saudis den Krieg im Jemen weiter zu eskalieren beabsichtigt.

Im Hinblick auf die Flüchtlinge ist festzuhalten, dass Saudi-Arabien im Herbst 2015 die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen zu stoppen: Die arabischen Monarchien haben die Einreise-Hürden für Syrer erheblich erhöht. Bestehende Aufenthaltsgenehmigungen für syrische Staatsbürger werden insbesondere in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht mehr verlängert.

Willkommen sind die Flüchtlinge lediglich in der Türkei, in Algerien, im Jemen, in Mauretanien und im Sudan.

Die arabische Zeitung al Diyar berichtete in diesem Zusammenhang, dass Saudi-Arabien stattdessen angeboten habe, 200 Moscheen für syrische Flüchtlinge in Deutschland zu bauen. Das Königreich hat demnach angeboten, Moscheen zu bauen, in denen der Wahhabismus, aus dem der Salafismus entspringt, gepredigt werden soll. Es handelt sich dabei um die religiöse Ideologie des IS, der derzeit im Irak und in Syrien wütet und gegen den die Saudis jetzt angeblich kämpfen wollen.

Der britische Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn hatte im November 2015 in einem Interview mit Sky News gesagt, man müsse ernsthaft fragen, woher der IS „Waffen und Geld bekommen hat, ..[wie sie] Öl verkaufen und exportieren konnten.“ Besonders Saudi-Arabien solle gefragt werden, wer ISIS finanziert und wer sie bewaffnet.

Bereits vor dem Ausbruch der Flüchtlingskrise in Europa hatten die Saudis ihre Schotten dichtgemacht und an der Grenze zum Irak mit dem Bau einer 600 Kilometer langen Hightech-Grenzmauer begonnen. Die Mauer besteht aus einem hochtechnologischen Zaun und einem Graben. Den Ausbau der Grenzsicherheit übernahm der europäische Rüstungskonzern Airbus Group.

Quelle: http://derwaechter.net/13146-2

Gruß an die Erwachten

TA KI

Edward Snowden über Deutschland & BND, Donald Trump, Obamas Amtszeit, Freiheit & Aktivismus


 

acTVism Munich

Gruß an die Erwachenden

TA KI

 

Merkels Rechtsbrüche – genau dokumentiert


Quelle:
https://www.youtube.com/watch?v=89IlHlDMA60

Merkel: Todfeind der Deutschen

Die Chefs von Verfassungsschutz, Bundespolizei und BND kamen in heller Aufregung, als Merkel die Aussetzung von Grenzkontrollen anordnete, um sie von diesem wahnsinnigen Schritt abzuhalten. Kein Argument half. Die Sache war von Merkel beschlossen gegen Gesetze und gegen den Rat der wichtigsten Sicherheitschefs unserer Republik.

Nichts verdeutlicht mehr, dass diese Massenimmigration nichts mit „humanitären“ Motiven zu tun hat, sondern mit Merkels teuflischem Willen, Deutschland im Alleingang für immer zu verändern: In Richtung der von der UN und Brüssel favorisierten Politik der Verschmelzung aller Völker zu einem Super-Weltstaat.

Jener Politik, die als „Neue Weltordnung“ (NWO) vom Kapital auf der einen und den Linken auf der anderen Seite gemeinsam betrieben wird. Für erstere ist es die Verlockung grenzenlosen und von keinen Zöllen beschränkten Handels, für zweitere die Erfüllung ihres Traums eines sozialistischen Weltstaats.

Warum sich Linke mit ihren Todfeinden (Kapital und Islam) zusammengetan haben

Dass die Sozis sich damit mit ihrem historisch schlimmsten Feind, dem Kapital, zusammengetan haben, ist nur ein scheinbarer Widerspruch in der verqueren, aber stringenten Logik der Linken:

Wie der Islam haben sie keine Probleme zu temporären Junktims mit dem Klassenfeind – oder gar mit der verheerendsten, antihumanitären Religion der Gegenwart: Dem Islam.

Überall auf dieser Welt sind es die Linken, die sich schützend ausgerechnet vor eine Religion stellen, die wie keine andere ihre sozialen und humanitären Grundsätze missachtet.

Man erinnere sich: Linke verboten in jenen Ländern, in denen sie an die Macht kamen, gemäß den Grundsätzen der fundamentalen Religionskritik des Kommunismus („Religion ist Opium fürs Volk“)  sämtliche Religionen – oder rotteten diese gar aus:

Stalin etwa ließ 99 Prozent aller russischen Klöster schleifen und  den gesamten Klerus töten; Mao ließ Millionen Christen und sonstige Gläubige umbringen; Pol Pot rottete nicht nur sein halbes Volk, sondern auch den Buddhismus aus, und nutze dessen Klöster zu Gefangenenlager oder Folterstätten seiner Khmer Rouge; und in Nordkorea herrscht die schlimmste gegenwärtige Verfolgung religiöser Menschen, sogar noch vor Saudi-Arabien.

Die Rechnung der Koalitionäre

Die Rechnung aller drei Parteien, die sich gegen die Zivilisationen und Menschenrechte verschoben haben: Kapital, Sozialismus und Islam, ist einfach:

In einer vorübergehenden Koalition mit ihren gegenseitigen Todfeinden rechnet sich jede einzelne dieser Parteien die Chance aus, am Ende als Sieger hervorzugehen.

Denn jede Partei hat bereits Vernichtungspläne gegenüber den beiden jeweils anderen Koalitionären in der Schublade für den Tag, an dem der Sieg des NWO-Projekts gekommen ist:

Moslems werden Linke angreifen und massenhaft umbringen (s. Iran, Libanon etc.),  Sozialisten umgekehrt den Islam umgehend verbieten und die Kapitalisten umbringen, wo sie es können (s. Sowjetunion, China, Kuba, Nordkorea etc.). Das Kapital denkt, dies alles per schierer Finanzkraft zu seinen Gunsten lenken zu können.

Die NWO-Verfechter gehen von Milliarden Toten aus,
die sie als Kollateralschäden in ihre Pläne einkalkulieren

Es wird jedenfalls ein riesiges Schlachten stattfinden auf dem Weg der von Merkel gegen Volk und Verfassung vorangetriebenen neuen Weltordnung – und das Schlachten wird noch erheblich größer werden, wenn diese drei wahnsinnigen Ideologien ihr Ziel erreicht haben sollten.

Thomas P.M. Barnett, der führende US-Verfechter dieser NWO, rechnet mit Milliarden Toten und nur 500 Mio Überlebenden, die er  auf dem Weg zu seiner Wahn-Vorstellung als „unvermeidliche“ Kollateralaschäden in sein irrwitziges Kalkül einbezieht.

Er ist von der Notwendigkeit seiner apokalyptischen Vision derart überzeugt, dass er all jenen, die die „unvermeidliche“ neue Weltordnung verhindern wollen, mit Tötungen  durch die CIA oder andere US-Spezialkräfte droht.

„Verschwörungstheorie“

Interessant wird es, wenn Linke, etwa in Wikipedia, diese Neue-Weltordnungs-Ideologie NWO als „Verschwörungstheorie von Rechten“ abtut. Das erinnert an ähnliche Berichte der Nazis, die Gerüchte um Massen-Vergasungen in Konzentrationslagern mit „Verschwörungstheorien von Juden“ konterten. 

Sein oder Nichtsein

Wenn sich die Völker und Regierungen der freien Welt nicht zusammentun und mit brachialer Gewalt gegen den Sozialismus, den Islam und die wahnsinnigen Vertreter der NWO vorgehen, dann wird es das Ende der Zivilisation sein.

Das jedenfalls ist keine Verschwörungstheorie. Ein Blick in jene Länder, wo der Islam, der Sozialismus oder der ungefesselte Kapitalismus herrsch(t)en, sollte jeden überzeugen:

Es geht um nichts weniger als um Sein oder Nichtsein der humanen Zivilisationen

***

 

Michael Mannheimer, 11.01.2016

Merkel macht eine tödliche Politik gegen das deutsche Volk

Merkel plant nach ihrem Wahlsieg im Herbst dieses Jahres die Aufnahme einer riesigen Zahl von islamischen Invasoren (Tarnname der Merkel-Administration: „Kriegsflüchtlinge“).

Selbstverständlich verheimlicht sie diese Pläne bis zum Herbst, und selbstverständlich würde sie, darauf angesprochen, diese vehement abstreiten. Um, nach gewonnener Wahl, wieder ein Argument aus dem Hut zu zaubern, warum die erneute Aufnahme von mehreren Millionen Menschen „alternativlos“ und ein Gebot der „Nächstenliebe“ sei.

Selbst der bayerische Ministerpräsident Seehofer offenbarte kürzlich in einem Interview, dass, wenn man die Politik Merkels nicht stoppe, man mit bis zu 25 Millionen „Flüchtlingen“ in den nächsten Jahren rechnen müsse, die nach Deutschland einreisen würden.

Erstaunliches zusammengefasst

Obiges Video erläutet einiges über  die Hintergründe des Merkel’schen Rechtsbruchs, der ohne Beispiel in der deutschen geschieht ist. Selbst die Nazis hielten sich mehr an Gesetze als es Merkel tut.

Hier ein Auszug:

„Man muss an dieser Stelle eine Geschichte aus dem Winter des vergangenen Jahres erzählen. Als über Monate die Grenzen offen standen, ohne dass jemand im Kanzleramt Anstalten machte, einmal nachzufragen, wer da eigentlich ins Land komme, begannen sich die Männer Sorgen zu machen, die für die Sicherheit unseres Landes zuständig sind.

Nacheinander wurden sie in Berlin vorstellig, um auf eine Kontrolle der Grenzen zu dringen: der Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen, der Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, und auch der Chef des BND, Gerhard Schindler.

Im Kanzleramt hörte man sich ihre Sorgen an, aber man hatte immer neue Gründe, warum eine Abriegelung nicht möglich sei. Die Lage in Griechenland. Technisch nicht machbar. Zum Schluss hieß es, wenn Deutschland seine Grenze dichtmache, hätte das einen Krieg auf dem Balkan zur Folge. Wer einen der drei obersten Sicherheitsexperten in diesen Wintertagen traf, konnte ihre Verzweiflung mit Händen greifen. Über Romann heißt es, dass er sich die Weisung, untätig zu bleiben, schriftlich geben ließ, damit ihn niemand später wegen Pflichtverletzung würde belangen können.

Quelle: https://michael-mannheimer.net/2017/01/11/merkels-rechtsbrueche-genau-dokumentiert/

Gruß an die Aufklärer

TA KI

Golfstaaten finanzieren Salafismus in Deutschland: Thüringens Verfassungsschutz-Chef fordert Konsequenzen


Im Streitfall müsse gelten: „Innere Sicherheit muss vor außenpolitischen Interessen rangieren.“ Abschreckendes Beispiel seien die Zustände in Bosnien-Herzegowina, erklärte der Präsident des thüringischen Landesamtes für Verfassungsschutz.

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Der Präsident des thüringischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Stephan Kramer, hat angesichts des jüngsten Berichts über die Finanzierung salafistischer Kreise in Deutschland durch Saudi-Arabien, Kuwait und Katar Konsequenzen gefordert.

„Wenn man ein Vakuum lässt, ist Tür und Tor geöffnet für Radikalisierung“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwochsausgabe). „Deshalb muss es eine staatliche Finanzierung der muslimischen Gemeinden geben, um eine gewisse Grundversorgung sicher zu stellen. Sie müssen ihren Platz finden können.“

Zugleich müssten sie auch selbst etwas für ihre Finanzierung tun. Kramer fügte hinzu: „Im Gegenzug sollte man eine ausländische Unterstützung verbieten. Es muss klare Regeln geben, dass eine solche Finanzierung nicht geduldet wird.“

Im Streitfall müsse gelten: „Innere Sicherheit muss vor außenpolitischen Interessen rangieren.“ Abschreckendes Beispiel seien die Zustände in Bosnien-Herzegowina, erklärte der Verfassungsschutzpräsident. „Da haben arabische Staaten den offenen bosnischen Islam verdrängt. Und deshalb kann man sich vorstellen, wohin auch in Deutschland die Reise geht.“

NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ hatten zuvor unter Berufung auf eine Zwischenbilanz des Bundesnachrichtendienstes und des Bundesamtes für Verfassungsschutz berichtet, dass religiöse Organisationen aus den drei Golfstaaten Moscheen sowie Schulungseinrichtungen bauten und Prediger nach Deutschland schickten, um die fundamentalistische Variante des Islam zu verbreiten. (dts)

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/golfstaaten-finanzieren-salafismus-in-deutschland-thueringens-verfassungsschutz-chef-fordert-konsequenzen-a1999796.html

Gruß an die Erwachenden

TA KI

US- Panzerkonvoi im Norden Wiens gesichtet


US- Panzerkonvoi im Norden Wiens gesichtet

http://www.krone.at/videos/us-panzerkonvoi-im-norden-wiens-gesichtet-vom-kosovo-kommend-video-534510

Eine ganze Staffel Panzer ist am Samstag durch den Norden Wiens gerollt. Zwar waren die Kriegsmaschinen dabei auf Züge verladen, eindrucksvoll war der Konvoi, der die Strecke der Franz- Josephs- den Bahnhof in Wien- Nussdorf passierte, aber allemal. Nebst den aus US- Beständen stammenden Kettenfahrzeugen waren u. a. auch Rotkreuz- Fahrzeuge auf den Waggons verladen. Der Transport dürfte wohl aus dem Kosovo kommend nach Deutschland unterwegs sein.

Quelle: http://www.krone.at/videos/us-panzerkonvoi-im-norden-wiens-gesichtet-vom-kosovo-kommend-video-534510

Gruß an alle Vorbereiteten

TA KI