Bolivien führt kostenlose Gesundheitsversorgung ein


Bis Ende Januar sollen sich bisher nicht versicherte registrieren. 5,8 Millionen Menschen sollen profitieren. Ärztekammer glaubt nicht an Umsetzbarkeit

Ab März sollen alle Bolivianer von einer grundlegenden Gesundheitsversorgung profitieren
Ab März sollen alle Bolivianer von einer grundlegenden Gesundheitsversorgung profitieren

La Paz. In Bolivien soll für die gesamte Bevölkerung in Zukunft eine kostenlose und allgemeine Gesundheitsversorgung zur Verfügung stehen. Insgesamt sollen über fünf Millionen bisher nicht versicherte Personen von dem neuen Gesundheitsprogramm profitieren. Dafür will der bolivianische Staat rund 200 Millionen US-Dollar investieren. Die Ärztekammer des Landes zweifelt die Umsetzbarkeit des Planes der Regierung von Präsident Evo Morales an und kritisiert vor allem den Mangel an medizinischem Personal und Infrastruktur. Zurzeit führen die Regierung und die Ärztekammer Gespräche in Cochabamba.

Das neue Gesundheitsprogramm richtet sich an Personen zwischen fünf und 60 Jahren, die bisher nicht krankenversichert sind. Ihnen soll eine kostenlose, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung gewährleistet werden. Bislang mussten Bolivianer sich entweder privat versichern oder selbst für die Behandlungskosten aufkommen. Insgesamt leben in Bolivien cirka 5,8 Millionen Menschen, die nicht krankenversichert sind. Bislang sollen schon über 70.000 Personen registriert worden sein, die meisten von ihnen in den Provinzen La Paz, Cochabamba, Potosí und Santa Cruz.

Das Programm tritt am 1. März in Kraft und soll jedem Bürger eine Grundversorgung im nächstgelegenen Gesundheitszentrum gewährleisten. Falls notwendig, können die Patienten auch zu Spezialisten weiter überwiesen werden. „Ich bin sehr froh, denn jetzt kann ich meine Kinder zum Arzt schicken. Davor konnten nur Kinder bis fünf Jahre zum Arzt gehen“, äußerte sich eine der Begünstigten des neuen Programms.

In der ersten Registrierungsphase bis zum 28. Januar gehen Gesundheitsbeamte im ganzen Land von Tür zu Tür, um nicht versicherte Personen zu registrieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich auf lokalen Gesundheitsmessen oder in lokalen Gesundheitszentren für das Programm einzuschreiben. Die einzigen für die Einschreibung erforderlichen Unterlagen sind ein Personalausweis und der Nachweis des Wohnorts in Form einer Strom- oder Wasserrechnung. Auch nach dem 28. Januar wird die Registrierung weiterhin uneingeschränkt möglich sein.

Der Vorsitzende der bolivianischen Ärztekammer Erwin Viruez äußerte indes Bedenken bezüglich der Umsetzbarkeit von Morales‘ Plan im Hinblick auf mangelnde Ausrüstung, Medikamente sowie medizinisches Personal. „Das Gesundheitsministerium hat noch einige Punkte zu klären, zum Beispiel wie das Programm nachhaltig finanziert werden kann und welche Dienstleistungen das es beinhalten soll. Die kostenlose universelle Gesundheitsversorgung ist ein Recht der Bolivianer, doch unter diesen Voraussetzungen ist das Projekt nicht durchführbar“, so Viruez.

Auch die geplante Investition von rund 200 Millionen US-Dollar für 8.000 neu eingestellte Ärzte und Krankenschwestern und den Neubau von neun neuen Krankenhäusern wird der Einschätzung der Ärztekammer nach nicht ausreichen, um eine medizinische Betreuung für die knapp sechs Millionen Unversicherten zu gewährleisten.

Um ihren Protest gegen die Gesundheitsreform kund zu tun, hatte die Ärztekammer zu einem 48-stündigen Streik aufgerufen. Präsident Morales kritisierte die Haltung der Ärzte scharf und mahnte: „Die Ärztekammer sollten auf der Seite ihres Volkes stehen und nicht gegen das Recht auf Leben“. Der Streik sei für ihn deshalb nicht nachvollziehbar gewesen.

Die Regierung und die Ärztekammer haben unterdessen in Santa Cruz Gespräche aufgenommen, um Möglichkeiten für eine nachhaltige Finanzierung und Umsetzung des Programms auszuhandeln. Bisher wurde noch keine Einigung erzielt und die Gespräche werden aktuell in Cochabamba fortgesetzt.

Quelle

Danke an Elisabeth

Gruß nach Bolivien

TA KI

Sojaindustrie: Tausende Hektar Urwald werden für deutsches Fleisch gerodet – und massiver Einsatz von Glyphosat


Der Anbau von Sojabohnen für die deutsche Fleischproduktion zerstört tausende Hektar Urwald in der Grenzregion zwischen Argentinien, Bolivien und Paraguay, dem „Gran Chaco“. Lebensmittelketten kennen das Problem.

Drei Viertel des weltweit angebauten Soja werden zu Tiernahrung verarbeitet. Dabei zerstört der Anbau von Sojabohnen für die deutsche Fleischproduktion tausende Hektar Urwald in der Grenzregion zwischen Argentinien, Bolivien und Paraguay, dem „Gran Chaco“.

Die Tierzüchter machten Deutschland zum größten Sojaimporteur Europas, 2016 lagen die Einfuhren bei 3,7 Millionen Tonnen Sojabohnen und 2,8 Millionen Tonnen Sojaschrot. Sie nehmen dabei den größten Teil der Ernte der Sojabohnen aus dem „Gran Chaco“ ab.

Der „Gran Chaco“ wird dazu gerodet, neue Felder angelegt und großzügig Pestizide eingesetzt. Das zeigen Recherchen der US-Umweltschutzorganisation Mighty Earth. Auch würden „enormen Mengen an chemischem Dünger und giftigen Pestiziden wie dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat“ verwendet – die ebenfalls im Fleisch landen.

Einerseits werden im „Gran Chaco“ Hühner, Schweine und Rinder für den Verzehr in Deutschland aufgezogen. Das Futter für die Tiere werde aber zum Teil oft über Tausende von Kilometern herangeschafft, heißt es weiter bei Mighty Earth. Andererseits importierte Europa 2016 rund 28 Millionen Tonnen Soja aus Lateinamerika, mehrere Tonnen davon gingen nach Deutschland, die Niederlande, Frankreich und Spanien.

Eine Rückverfolgung ist nicht verpflichtend

Die großen fünf Lebensmitteleinzelhandels-Ketten seien sich der Folgen solch negativer Nachrichten durchaus bewusst, berichtet „Spiegel-Online“.

Edeka, Lidl/Kaufland, Rewe/Penny, Aldi und Metro/Real, kontrollieren zwei Drittel des deutschen Lebensmitteleinzelhandels und hätten gemeinsam mit den Tierfutterproduzenten als Großabnehmer eine gewisse Machtposition gegenüber der Sojaindustrie.

Mit den Recherchen von Mighty Earthim Gran Chaco konfrontiert, hätten sich die Unternehmen betroffen gezeigt, so der „Spiegel“ weiter. Sie verwiesen darauf, dass sie sich bereits mit dem Thema Null-Entwaldung und Nachhaltigkeit in ihrer Lieferkette auseinandergesetzt hätten.

Dreißig deutsche Händler, Futterhersteller und Fleischproduzenten hätten im vergangenen Herbst mit einem Positionspapier „einen zaghaften Schritt“ unternommen und dies gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband und der Bundesregierung veröffentlicht, schreibt die Zeitung.

Doch der Haken dabei war: Weder verpflichteten sich die Unternehmen auf einen gemeinsamen Standard, noch implementierten sie eine echte Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette. (dpa/vm)

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/sojaindustrie-tausende-hektar-urwald-werden-fuer-deutsches-fleisch-gerodet-und-massiver-einsatz-von-glyphosat-a2386228.html

Gruß an die Erkennenden

TA KI

 

Wasserkrieg in Bolivien


HOCHACHTUNG!!!
Wasserkrieg in Bolivien. Staat und Hochfinanz gehen Monate lang brutal gegen das bolivianische Volk vor, weil dieses gegen die Privatisierung des Wassers auf die Straße geht. Doch was dann geschah mag man kaum glauben in der heutigen Zeit.

Quellen: ARD ,DWN

!!! Wir sind die Vielen und sie die Wenigen !!!

Gruß an die Erwachten
TA KI

Washington startet seinen Angriff gegen BRICS


Paul Craig Roberts

Paul_Craig_Roberts

Nachdem es die reformistische Präsidentin Argentiniens Cristina Fernandez de Kirchner gestürzt hat, ist Washington jetzt dabei, die reformistische Präsidentin Brasiliens Dilma Rousseff loszuwerden.

Washington benützte einen Bundesrichter, um Argentinien vorzuschreiben, sein Schuldenumstrukturierungsprogramm aufzugeben, um Aasgeierfonds in den Vereinigten Staaten von Amerika den vollen Wert von notleidenden Obligationen auszuzahlen, die die Aasgeierfonds für ein paar Pennies pro Dollar gekauft hatten. (> LINK zu Artikel in The Guardian, leider nur auf englisch)

Diese Aasgeier wurden als „Kreditgeber“ bezeichnet, die „Darlehen“ gewährt hatten, ungeachtet der Tatsache, dass sie keine Kreditgeber waren und keine Kredite vergeben hatten. Sie waren aufs schnelle Geld erpichte Opportunisten und wurden von Washington benützt, um eine reformistische Regierung loszuwerden.

Präsidentin Kirchner leistete Widerstand und musste daher gehen. Washington kochte eine Geschichte zusammen, laut der Kirchner ein angeblich iranisches Bombenattentat 1994 in Buenos Aires vertuscht habe. Diese unwahrscheinliche Geschichte, in der es keinen Beweis für eine Beteiligung des Iran gibt, wurde einem von Washingtons Agenten in der Staatsanwaltschaft gesteckt, und ein zweifelhaftes Ereignis vor 22 Jahren wurde benutzt, um Kirchner aus dem Weg der amerikanischen Ausplünderung Argentiniens zu räumen.

In Brasilien benützte Washington versteckte Andeutungen von Korruption, um eine Anklage des Unterhauses gegen Präsidentin Rousseff zu erreichen. Es braucht keinen Beweis, nur Anschuldigungen. Es besteht kein Unterschied zu „iranischen Atombomben,“ Saddam Husseins „Massenvernichtungswaffen,“ Assads „Einsatz von chemischen Waffen,“ und in Rousseffs Fall reinen Andeutungen. Der Generalsekretär der Organisation amerikanischer Staaten Luis Almagro bemerkt, dass Rousseff „wegen nichts angeklagt worden ist.“ Die von Amerika gestützten Eliten benützen einfach ein Amtsenthebungsverfahren, um eine Präsidentin loszuwerden, die sie in Wahlen nicht besiegen können.

Kurz gesagt ist das Washingtons Vorgehen gegen die BRICS. Washington geht so vor, dass es eine von Washington kontrollierte rechtsgerichtete Partei an die politische Macht bringt, um dann Brasiliens wachsende Beziehungen mit China und Russland abzudrehen.

Die große Ironie dabei ist, dass der Antrag auf Amtsenthebung unter dem Vorsitz des korrupten Parlamentssprechers Eduardo Cunha behandelt wurde, der vor kurzem wegen Millionen von Dollars auf geheimen Schweizer Bankkonten aufflog (vielleicht sein Schandlohn aus Washington) und unter Eid log, als er bestritt, Bankkonten im Ausland zu haben. Hier können Sie die schmutzige Geschichte lesen, leider nur auf englisch > LINK.

Kirchners und Rousseffs “Verbrechen” bestehen in ihren Bemühungen, die Regierungen von Argentinien und Brasilien die Völker von Argentinien und Brasilien vertreten zu lassen und nicht die Eliten und Wall Street. Das sind für Washington schwere Vergehen, da Washington diese Eliten benützt, um südamerikanische Länder zu kontrollieren. Wenn Lateinamerikaner eine Regierung wählen, die sie vertritt, dann stürzt Washington die Regierung oder bringt den Präsidenten um.

Washington ist nahe daran, Venezuela wieder der Kontrolle der spanischen Elite zu übergeben, die mit Washington alliiert ist, und die Präsidenten von Ecuador und Bolivien stehen auch auf der Liste. Ein Grund, warum Washington seinem britischen Schoßhund nicht erlauben wird, das Asylrecht zu respektieren, das Ecuador Julian Assange gewährt hat, ist der, dass Washington erwartet, seinen eigenen Agenten wieder als Präsident in Ecuador einzusetzen, worauf dann Assanges politisches Asyl widerrufen werden wird.

Washington hat immer Reform in Lateinamerika blockiert. Die Menschen Lateinamerikas werden amerikanische Leibeigene bleiben, bis sie Regierungen mit dermaßen großen Mehrheiten wählen, dass die Regierungen die verräterischen Eliten aus dem Land jagen, die Botschaften der Vereinigten Staaten von Amerika schließen und alle US-Unternehmen ausweisen können. Jedes lateinamerikanische Land, in dem es eine amerikanische Präsenz gibt, hat keine andere Zukunft als Leibeigenschaft.

erschienen am 22. April 2016 auf Paul Craig Roberts Website

Quelle: http://antikrieg.com/aktuell/2016_04_22_washington.htm

Gruß an die Aufdecker

TA KI

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Papst entschuldigt sich für Verbrechen an Amerikas Ureinwohnern


indogene völker südamerikas

Bei seinem Besuch in Bolivien hat sich der Papst bei den Ureinwohnern für frühere Verbrechen der katholischen Kirche entschuldigt. „Ich bitte demütig um Vergebung, nicht nur für die Sünden der Kirche selbst, sondern auch für die Verbrechen gegen die indigenen Völker während der sogenannten Eroberung Amerikas“, sagte der Argentinier am Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern von Volksbewegungen aus der ganzen Welt in Santa Cruz de la Sierra.

Franziskus wies darauf hin, dass bereits Papst Johannes Paul II. sich für die Vergehen gegen die Ureinwohner entschuldigt hatte. Die Geste des Argentiniers ist in Bolivien von großem Gewicht: Die meisten Bolivianer sind Nachfahren der Ureinwohner.

Papst Franziskus rief überdies zu einem Ende des „Völkermords“ an Christen im Nahen Osten und in anderen Regionen auf. „Heute erleben wir, wie im Nahen Osten und anderswo viele unserer Brüder im Glauben an Jesus verfolgt, gefoltert werden“, sagte er. „Das müssen wir auch anprangern: In diesem stückweisen dritten Weltkrieg, den wir erleben, gibt es eine Art Völkermord, der aufhören muss“, fügte der Papst hinzu.

Er hatte in der Vergangenheit wiederholt das gewaltsame Vorgehen gegen Christen insbesondere durch Dschihadisten im Irak und in Syrien angeprangert. Von einem „stückweisen dritten Weltkrieg“ hatte Franziskus erstmals im September 2014 gesprochen.

Der Papst nutzte seinen Besuch überdies, um für ein weltweites Umsteuern weg von einem ausartenden Kapitalismus zu werben. „Wir sagen es ohne Furcht: Wir wünschen uns einen Wandel“, sagte Franziskus. „Erkennen wir, dass die Dinge nicht gut laufen in einer Welt, wo es so viele Bauern ohne Land gibt, so viele Familien ohne Dach, so viele Arbeiter ohne Rechte, so viele Menschen, die in ihrer Würde verletzt sind?“, fragte das Kirchenoberhaupt. Auch die vielen „Kriege ohne Sinn“ und die Umweltverschmutzung machten die Notwendigkeit eines Wandels deutlich.

Nach einem Besuch in Ecuador war Franziskus am Mittwoch in Bolivien eingetroffen. Am Freitag wollte er nach Paraguay weiter reisen.

Quelle: https://de.nachrichten.yahoo.com/papst-entschuldigt-f%C3%BCr-verbrechen-amerikas-ureinwohnern-013932159.html

Gruß an die alten Völker der Welt

TA KI

South of Border – Südlich der Grenze


357405-southofborderOliver Stone hat schon einige ausgezeichnete Dokus gedreht. Diese hier ist besonders empfehlenswert. Stone besuchte im Jahr 2009 fünf verschiedene Länder um die sozialen und politischen Bewegungen als auch die falsche Wahrnehmung der Massenmedien zu erforschen. Er traf dabei die Staatspräsidenten Hugo Chavez (Venezuela) , Evo Morales (Bolivien), Lula Da Silva (Brasilien), Christina Kirchner (Argentinien) und viele mehr.

Quelle: http://www.seite3.ch/Voll+krass+Doku+South+of+Border+Suedlich+der+Grenze+de+/638029/detail.html

Gruß nach Südamerika

TA KI

 

UV-Index 43,3 – Gigantischer Strahlungsrekord auf der Erde


UV strahlungDie höchste jemals auf der Erdoberfläche registrierte UV-Strahlung haben Forscher in den bolivianischen Anden gemessen. Im Dezember 2003 – also während des Sommers auf der Südhalbkugel – ermittelte das Team aus den USA und Deutschland einen UV-Index von 43,3, berichtet dass Journal „Frontiers in Environmental Science“.

Zum Vergleich: In Deutschland kletterten im Sommer die Werte auf 8 bis 9, erklärt Uwe Feister vom Richard-Aßmann-Observatorium. Schon bei einem UV-Index von 8 sollte man Aufenthalte im Freien meiden, da die Strahlung Hautkrebs auslösen kann. Als extrem gelten Werte ab 11.

Mehrere Messungen belegen die extrem hohen Werte

Der UV-Index von 43,3 liegt weit über früheren Spitzenwerten: So sei zum Beispiel auf dem Vulkan Mauna Loa auf Hawaii in etwa 3400 Metern Höhe ein Wert von 24 registriert worden, erläutert Feister. „Wir haben auch Messungen des Forschungsschiffs ‚Meteor‘ ausgewertet und kurzzeitig Werte von 22 vor der Küste von Peru nachgewiesen.“

Eigentlich wollten die Forscher um die Astrobiologin Nathalie Cabrol vom Seti-Institut der US-Raumfahrtbehörde Nasa in Mountain View (US-Staat Kalifornien) Umweltbedingungen wie auf dem Mars erforschen. Dazu stellten sie in Bolivien nahe der Grenze zu Chile zwei Dosimeter auf, am Gipfel des Vulkans Licancabur in etwa 5900 Metern Höhe und am nahe gelegenen See Laguna Blanca (4340 Metern).

Auf dem Berg maßen die Geräte am 29. Dezember 2003 eine Strahlung, die dem UV-Index 43,3 entspricht. An etlichen anderen Tagen wurden Werte bis 32 erreicht.

Gigantische Sonneneruption wohl mitverantwortlich

Die extrem intensive UV-B-Strahlung – also bei einer Wellenlänge zwischen 280 und 315 Nanometern – sei das Resultat einer Verkettung von Umständen, schreiben die Forscher: Dazu zählen unter anderem die große Höhe, die mittags im Zenit stehende Sonne sowie der Zustrom ozonarmer Luftmassen und möglicherweise auch ozonschädigender Gase wie etwa Bromverbindungen.

Zu der Extremstrahlung könnte auch eine gigantische Sonneneruption beigetragen haben: Demnach wurde am 4. November 2003 der bislang stärkste jemals erfasste Ausbruch auf der Sonne erfasst – ein sogenannter Flare der Intensität X45, wobei X für die höchste Klasse an Röntgenstrahlung steht. Partikel von solaren Eruptionen können Studien zufolge die Atmosphäre beeinflussen und die Ozonschicht schädigen, die die Erde vor UV-Strahlung schützt.

Dünnere Ozonschicht fördert hohe UV-Werte

Die Forscher verweisen auf Modelle, denen zufolge über den Tropen die Ozonschicht in der Stratosphäre – also in 15 bis 50 Kilometern Höhe – in den kommenden Jahrzehnten dünner werden könnte. Dies könne UV-Extreme fördern. „Diese Vorkommnisse hängen zwar nicht direkt mit dem Klimawandel zusammen, aber sie sind Hinweise darauf, was passieren könnte, wenn die Ozonschicht weltweit dünner wird“, berichtet Astrobiologin Cabrol. „Je dünner und unstabiler die Ozonschicht, desto häufiger wird es zu solchen Phänomenen kommen.“

Bedenklich sei, dass die intensive Strahlung nahe von bewohntem Gebiet auftrat. „Diese Rekordwerte wurden nicht in der Antarktis gemessen, wo das Ozonloch seit Jahrzehnten ein wiederkehrendes Problem ist“, sagt Cabrol, „sondern in den Tropen, in einem Gebiet, wo es kleine Dörfer und Städte gibt. Der beunruhigende Rekord mag vielleicht das Resultat einer Verkettung von Umständen sein, aber es könnte wieder passieren, denn die beteiligten Faktoren sind nicht selten.“

Auf die Frage, warum die Studie so spät veröffentlicht wurde, antwortete Cabrol, man habe die Ergebnisse überprüfen wollen und dafür neue Dosimeter aufgestellt. Wegen Spannungen zwischen den USA und Bolivien konnten die Forscher dann nicht mehr zurückkehren. Daraufhin habe man die Kontrollmessungen auf die chilenische Seite der Grenze verlegt und erst 2009 abgeschlossen.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/wissen/id_70158240/uv-strahlung-in-anden-am-hoechsten-forscher-messen-uv-index-43-3.html

Gruß an die Geschichtenerzähler

TA KI