Winterzeit wie immer bis 1980- für immer…


Zahlreiche Menschen leiden unter der Zeitumstellung. Patienten und zahlreiche Menschen, scheinen dafür zu sein, dass die Zeitumstellung endlich abgeschafft wird.

Deswegen soll diese Webseite ein Plädoyer für die Abschaffung der Zeitverstellung (MESZ) und die Beibehaltung der Normalzeit sein.

Die heute gültige Zeitverstellung wurde „uns“ im Jahr 1980 „verordnet“ und bringt uns mit schöner Regelmäßigkeit zweimal im Jahr um den Schlaf.

1980 war aber nicht das erste Mal, dass eine Zeitumstellung eingeführt wurde. Erstmalig gab es so etwas im Jahr 1916. Und auch während des Zweiten Weltkriegs gab es mehrere Verordnungen, die die Sommerzeit an- und wieder abschafften.

In der Nachkriegszeit bis 1949 gab es dann fast jährlich neue Regelungen der Sommerzeit, wo diese mal am 24. Mai, dann am 14. Mai, dann am 6. Mai um 2 Uhr oder 3 Uhr zu beginnen hatte. Es sieht in der Geschichte der Sommerzeit fast so aus, als ob diese sich nach den Wünschen der Politik zu richten hatte und immer dann ihren Puls herab fahren musste, wenn jemand es für opportun hielt.

Kein Wunder also, wenn in Deutschland auch die Zeit kein Mitbestimmungsrecht hat. Denn eigens für diese gibt es ein Einheiten- und Zeitgesetz, dessen Paragraph 5 das Bundeswirtschaftsministerium ermächtigt, entsprechende Verordnungen zu erlassen.

Bis 2001 gab es eine „Zeitverordnung“ von 1997, die dann von 2002 von der Sommerzeit-Verordnung ersetzt wurde, die die Sommerzeit auf unbestimmte Zeit „befahl“. Und damit die Zeit sich auch an die für alle verbindlichen gesetzlichen Auflagen hält, wird sie von einer Atomuhr in Braunschweig kontrolliert, die uns allen sagt, was es geschlagen hat.

Spätestens hier könnte sich mancher fragen, was dieser Unsinn bezwecken soll? Es gibt kein Gesetz, dass die Macht hätte, die Zeit zu kontrollieren. Niemand (mit einigermaßen klarem Verstand), wird das je ins Auge gefasst haben. Aber wofür wird dann dieser Aufwand betrieben, dass es sogar mit einer gesetzlichen Regelung der Zeit einhergeht?

Schmackhaft wurde dem Bürger die Zeitverstellung mit einer Reihe von Vorteilen gemacht, die keine wirklichen Vorteile sind. Die Hauptbegründung war die Einsparung von Energie. Aber bis heute gibt es dafür keine überzeugenden Beweise, dass hier wirklich Energie gespart wurde.

Dennoch scheint es immer noch Politiker zu geben, die genau dies behaupten – eigentlich unglaublich.

Energieeinsparungen? Pustekuchen!

Eine vergleichende Studie in den USA hat keinen Spareffekt nachweisen können. Hier wurde 2008 ein Vergleich des Stromverbrauchs von fast 224.000 Haushalten im Bundesstaat Indiana durchgeführt, da dort die Sommerzeit erst 2006 eingeführt worden war. Resultat dieses Vergleichs: Der Stromverbrauch war in den Jahren nach der Einführung der „Sommer-Zeit“ um 1 Prozent angestiegen. Es ergaben sich zwar kleinere Einsparungen im Frühjahr, also zu dem Zeitpunkt kurz nach der Umstellung auf die „Sommer-Zeit„. Diese wurden aber wieder „aufgefressen“ und überholt durch einen weitaus höheren Stromverbrauch im Spätsommer und Herbst. Ein anderer Faktor, der die Einsparungen zunichte machte und sogar dieses 1 Prozent drauf setzte, waren der erhöhte Heizbedarf in den frühen Morgenstunden (man stand ja eine Stunde „zu früh“ auf) und eine längere Nutzung von Klimaanlagen an heißen Tagen (man ging ja eine Stunde „zu spät“ ins Bett).

Insgesamt stieg die Elektrizitätsrechnung der Population aus Indiana pro Jahr um 8,6 Millionen Dollar. Laut Recherche der Autoren dieses Berichts kamen noch 1,6 bis 5,3 Millionen Dollar für Umweltschäden dazu, die in einem direkten Zusammenhang mit der Umstellung auf die Sommerzeit standen. Näheres zu dieser Studie finden Sie unter Daylight Savings Time. Das „Handelsblatt“ berichtete ebenfalls über diese Arbeit unter Umstellung auf Sommerzeit erhöht Energieverbrauch.

„Schöne lange Sommerabende“ – Wie bitte?

„Aber es gibt doch auch noch andere Vorteile, die wirklich Vorteile sind, oder?“ – so sagen manche. Da ist zu Fragen: Was denn? Die schönen langen Abende zum Beispiel. Denn die Tageslichtphase liegt im Sommer zeitlich gesehen günstiger. Wenn im Hochsommer die Sonne um 3:30 Uhr Normalzeit aufgeht, dann ist das unter den Bedingungen der Sommerzeit erst um 4:30 der Fall. Das heißt, dass Leute, die um diese Zeit aufstehen müssen, mit der Sonne aufstehen, was bei der Normalzeit nicht der Fall wäre. Bei Normalzeit würde die Sonne schon seit einer Stunde scheinen.

Dementsprechend verschiebt sich der Sonnenuntergang von circa 21:00 Uhr auf 22:00 Uhr — was natürlich hinten und vorne nicht stimmt, denn die Sonne geht weder früher auf, noch später wieder unter. Wir haben nur die Zeit verstellt.

Der Abend wird „anscheinend“ eine Stunde länger. Wer daran gewöhnt ist, etwas früher ins Bett zu gehen, geht bei vollem Sonnenschein ist Bett, wenn er sich nach der Atomuhr in Braunschweig richtet.

Das Tolle an der ganzen Sache ist (und hier ist der Vorteil), dass abendliche Freizeitaktivitäten viel länger bei Tageslicht erfolgen können, begleitet von angenehmen Außentemperaturen. Kein Wunder also, wenn die Stromrechnungen und der Benzinverbrauch in die Höhe schnellen. Denn niemand bleibt mehr zu Hause und nutzt die Zeit mit den Sachen, die Strom und Benzin verbrauchen. Offensichtlich haben diese Vorteile mit geholfen, das Konzept der Energieeinsparung ad absurdum zu führen.

Warum überhaupt noch an der Zeitumstellung festhalten?

Im Jahr 2005 gab es eine Anfrage der FDP-Fraktion, ob es eine Energieeinsparung durch die Zeitumstellung gäbe. Bei der Beantwortung der Frage musste die Bundesregierung zugeben, dass das nicht der Fall sei. Warum aber dann nicht für immer auf Normalzeit umstellen und die Sommerzeit abschaffen? Erklärung der Politiker: Man hält an der Sommerzeit fest, so lange die EU an ihr festhalte.

Der Grund für die fehlende Einsparung kommt aber von der Regierung selbst: Das Umweltbundesamt erklärte, dass die Einsparungen an Strom für Beleuchtung „überkompensiert“ wird durch den Mehrverbrauch an Heizenergie, die durch die Vorverlegung der Hauptheizzeit benötigt wird.

Besonders grotesk wird es jetzt: Energiesparlampen, die eigentlich das machen sollten, was ihr Name verspricht, sind der Grund für eine weitere Erhöhung des Stromverbrauchs, da sie überproportional häufig zum Einsatz kommen. Näheres dazu: Die Sommerzeit bringt nichts vom „Stern“ 2009. Wer dem „Stern“ nicht so recht glauben mag, der schaue sich die Ausführungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft an: Sommerzeit ist keine Energiesparzeit.

Haben wir es hier mit einem Schildbürgerstreich zu tun? Es sieht fast so aus. Nur, dass ein besonders wichtiger Punkt, noch nicht in Betracht gezogen wurde: Hat so eine kleine Zeitverschiebung von nur einer Stunde auch gesundheitliche Auswirkungen?

Der Traum von der „gesunden Sommerzeit“

Jeder Mensch (das Gleiche gilt auch für Tiere) hat einen chronobiologischen Rhythmus. Dieser passt sich auf natürliche Weise den Jahreszeiten mit ihren Sonnenverläufen an.

Die Umstellung auf Sommerzeit jedoch hat, laut Psychologen und Mediziner, eine Reihe von negativen Auswirkungen auf den Organismus. Besonders große Schwierigkeiten haben hier die Menschen mit Schlafstörungen und organischen Beschwerden (siehe auch: Zu wenig Schlaf durch die Zeitumstellung).

Eine Arbeit aus dem Jahr 2007 aus der Ludwig-Maximilian-Universität München zeigt, dass die initiale Umstellung im Frühjahr auf die Sommerzeit ein Problem für den menschlichen circadianen Rhythmus darstellt, der sich nicht an diese Umstellung anpassen kann. Eine Mutter aus Bayern beschreibt das in einem Leserbrief sehr anschaulich: Zombies am Frühstückstisch.

Auch der sonst übliche Anpassungsprozess des Organismus an die saisonalen Veränderungen der Lichtverhältnisse wird durch die Umstellung auf die Sommerzeit empfindlich gestört. Und diese Störungen können unter Umständen auch auf andere biologische Prozesse im menschlichen Körper einen nachhaltigen Einfluss haben (The human circadian clock’s seasonal adjustment is disrupted by daylight saving time). Mehr dazu auch im Beitrag: Diabetes & Übergewicht durch die Sommerzeit?

Wie weit diese „anderen biologischen Prozesse im menschlichen Körper“ gehen können, zeigt ein Artikel aus dem „New England Journal of Medicine“. Hier sehen die Autoren einen signifikanten Anstieg von Herzinfarkten während der Sommerzeit. Sie sagen: „Die Häufigkeit von akuten Herzinfarkten war in den ersten drei Wochen nach der Umstellung auf die Sommerzeit signifikant erhöht“. In diesem kurzen Zeitraum gab es eine Erhöhung der Infarktraten von 5,1 Prozent, was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr mit dem bloßen Zufall zu erklären ist (Shifts to und from Daylight Saving Time und Incidence of Myocardial Infarction). Auch eine Langzeitanalyse DAK-Krankenkasse sieht einen Zusammenhang zwischen der Zeitumstellung im Frühjahr und Herzinfarkten.

Zahlreiche Schlafforscher kritisieren mittlerweile die Zeitumstellung und vor allem auch die „unnatürliche“ Sommerzeit. Auch der deutsche Arzt Hubertus Hilgers, weist immer wieder auf die negativen Folgen der Sommerzeit hin. Und: Die Sommerzeit ist eben NICHT die Normalzeit. Die Normalzeit ist die „Winterzeit“. Auswirkungen der „ständigen Sommerzeit“ zeigen sich u.a. in Russland, wie der Arzt H. Hilgers im Beitrag „Schlafmangel beeinflusst die Gene“ ausführt. Und in Russland zeigte man sich von diesen Informationen überzeugt: Russland kehrt zur „Winterzeit“ zurück.

Ob das Argument von der Übermüdung durch Schlafmangel und einem daraus folgenden erhöhten Risiko für Unfälle und gravierenden Fehlentscheidungen stichhaltig ist, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen und Untersuchungsergebnisse. Einen Zusammenhang kann man sehen.

Fazit

In vielen Bereichen des privaten Lebens und des Arbeitslebens ist die Zeitumstellung eine unnütze und unnötige Mehrbelastung, die, wenn falsch gehandhabt oder vergessen wird, empfindliche Konsequenzen mit sich bringen kann.

Die Zeitverstellung bringt nicht nur nach der Umstellung im Frühjahr mehr Herzinfarkte und Unfallopfer mit Todesfolge. Das dauerhaft falsche Zeitsignal beschert uns automatisch einen „Mini-Jetlag“ mit fatalen Folgen für die Gesundheit. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag: Warum die Sommerzeit uns krank macht.

Es reicht aber nicht „nur“ dafür zu sein, die Zeitumstellung abzuschaffen. „Wir“ (das Volk), müssen unsere gewählten Vertreter auch dazu auffordern. Hierzu gibt es das Instrument der Petition.

Der Arzt Hubertus Hilgers hatte dazu im Jahr 2013 auf OpenPetition.de eine Petition gestartet, die an die Abgeordneten des Deutschen Bundestag gerichtet war. Die Petition wurde durch Herrn Hilgers beim Petitionsausschuss des deutschen Bundestages eingereicht. Die Petition und der Einsatz von Herrn Hilgers scheinen (endlich) Früchte zu tragen, denn die ehemalige Wirtschaftsministerin Ilse Aigner erklärte, dass sie sich für die Abschaffung der Zeitumstellung einsetzen werde.

 

 

Quelle

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

Braunschweig: Verdacht auf millionenschweren Sozialbetrug durch Migranten


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Die Sonderkommission Braunschweig ermittelt derzeit in mehr als 300 Fällen von Sozialbetrug durch Asylbewerber, wie Focus Online am Montag unter Berufung auf den Soko-Leiter Jörn Memeng berichtet.

Bei den Verdächtigen handelt es sich demnach hauptsächlich um Sudanesen, die im Sommer 2015 nach Deutschland gekommen waren. Die Flüchtlinge ließen sich dem Bericht zufolge mehrmals unter unterschiedlichen Namen in der Landesaufnahmestelle Braunschweig registrieren, um gleich in mehreren Gemeinden Leistungen zu beziehen.

„Mal einen Bart wachsen lassen, mal eine Brille aufgesetzt, mal die Haare kürzer, immer anderer Nachname“, zitiert Focus Online Memeng. So hätten die Sacharbeiter während des enormen Andrangs keine Chance gehabt, den Schwindel zu durchschauen. In einem Fall seien die Ermittler gar auf einen Asylbewerber mit zwölf Identitäten gestoßen. „Er hat rund 45.000 Euro zu Unrecht bekommen“, so Memenga weiter.

Den Gesamtschaden der aufgedeckten Fälle schätzt der Soko-Leiter auf mehrere Millionen Euro.

Eigentlich sollen die Mitarbeiter der Aufnahmestellen Fingerabdrücke der Migranten nehmen. Doch beim Höhepunkt des Migrantenzustroms, als 2000 Personen täglich gekommen seien, sei das nicht möglich gewesen. Aus dieser Zeit rührten auch die Betrugsfälle. Spätestens seit dem Sommer 2016 würden die Fingerabdrücke jedoch sofort miterfasst.

Nach Einschätzung von Soko-Leiter Memenga befinden sich die meisten der Asylbewerber, gegen die nun wegen Sozialbetrugs ermittelt werde, noch in Deutschland. Dennoch sei es schwer, deren Identität festzustellen. Es dürfte aus Sicht von Julia Meyer, einer Vertreterin der Braunschweiger Staatsanwaltschaft, jedoch ziemlich schwierig sein, die Asylbewerber wegen Sozialbetrugs vor Gericht zu stellen. „Wenn es auffliegt, sind die Täter meist schon weitergezogen.“ Wenn man den Aufenthaltsort nicht kenne, bleibe nur noch, die Beschuldigten zur Fahndung auszuschreiben.

Quelle: https://de.sputniknews.com/panorama/20170102314004602-sozialbetrug-migranten/

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Gruß an die, die wissen, daß diesen Betrug nicht nur ein „paar“ Hundert in Braunschweig veranstalten…
TA KI

Das Ur-Kilogramm schwindet- es verliert aus unerfindlichen Gründen an Masse. „Das ist magisch“


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Wie schwer ist eigentlich ein Kilogramm? Um das beantworten zu können, muss es eine Vergleichseinheit geben – das Ur-Kilogramm erfüllt diese Funktion. Doch es verliert aus unerfindlichen Gründen an Masse. „Das ist magisch“, sagt ein Experte.

Das System ist im Grunde einfach, jedes Kind lernt schnell: Ein Meter ist 100 Zentimeter lang und eine Minute hat 60 Sekunden. Dabei ist genau festgelegt, wie schwer beispielsweise ein Kilogramm ist. Das Kilogramm ist eine der sieben sogenannten Basiseinheiten neben Sekunde, Meter, Ampere, Kelvin, Mol (Stoffmenge) und Candela (Lichtstärke), die die Welt messbar machen.

Trotzdem suchen spezialisierte Physiker nach neuen Definitionen für einige dieser Einheiten. Denn ganz so stabil, wie das System scheint, ist es nicht.

In Paris steht das Ur-Kilogramm

Aber der Reihe nach. Die Frage nach der Masse des Kilogramms scheint sich auf den ersten Blick zu erübrigen. Ein Kilogramm Mehl ist ein Kilogramm Mehl. Punkt. Leider ist es ein wenig komplizierter, denn das Kilogramm ist eine willkürlich gewählte Größe. Die Welt würde nicht aus den Fugen gehen, wenn es etwas leichter oder schwerer wäre. Tatsächlich aber steht, streng gesichert, in Paris das sogenannte Ur-Kilogramm, ein wenige Zentimeter großes Metallstück. Über Umwege sind alle Waagen auf dieses Unikat kalibriert.

Das Ur-Kilogramm wurde im Jahr 1889 bei der 1. Generalkonferenz für Maß und Gewicht in Paris festgelegt. Die Idee von allgemeingültigen Maßeinheiten war nicht neu. „Man braucht ja eine Vergleichseinheit“, sagt der Physikhistoriker Dieter Hoffmann vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin.

Gewichtssystem basiert auf einem einzelnen Stück Metall

Dabei ist es durchaus gewagt, ein nahezu weltweit geltendes Gewichtssystem auf einem einzelnen Stück Metall basieren zu lassen. „Stellen Sie sich vor, wenn das mal kaputt geht“, sagt der Physiker Arnold Nicolaus von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Neben diesem Risiko gibt es ein weiteres Problem mit dem Ur-Kilogramm: Es wird tendenziell immer leichter.

Dass das passiert, ist offenbar schlichtweg Pech. Ende des 19. Jahrhunderts wurden mehrere Ur-Kilos hergestellt und eines davon zum Maßstab erhoben, wie PTB-Sprecher Jens Simon erklärt. Einige der Ur-Kilo-Vorläufer seien stabil. Doch das auserwählte Stück Metall verliert aus bislang unerfindlichen Gründen Masse – 50 Millionstel Gramm in hundert Jahren.

Neue Definition ab 2018

Na und? Was ist schon dabei, wenn sich ein Stück Metall in einem Pariser Tresor verändert? Da alle Gewichte von diesem Ur-Kilogramm abhängen, werden sie praktisch langsam schwerer. Alle Waagen würden über die Jahre hinweg nicht mehr korrekt das Gewicht anzeigen. Sie müssten in regelmäßigen Abständen neu auf das schwindsüchtige Ur-Kilogramm kalibriert werden.

Spätestens im Jahr 2018 soll Schluss sein mit dem Pariser Ur-Kilogramm als Standard. Dann soll auf der 26. Generalkonferenz für Maß und Gewicht eine neue, weltweit gültige Definition des Kilogramms verabschiedet werden. Schon jetzt steht fest: Künftig wird die Gewichtseinheit nicht mehr an einem einzelnen Gegenstand hängen.

Aber wie kann das gehen? Physiker Nicolaus ist maßgeblich an den vorbereitenden Experimenten für die Neudefinition beteiligt. In einem exakt temperierten Raum ist ein komplexes Experiment aufgebaut, in dessen Zentrum spiegelnde Kugeln aus Silizium stehen, die an ein Boule-Spiel erinnern. Die wertvollste kostet rund eine Million Euro.

Für immer in Stein gemeißelt

Die Wissenschaftler an der PTB können solche Kugeln ganz präzise herstellen und vermessen. So können sie errechnen, aus wie vielen Siliziumatomen eine solche Kugel besteht. Davon lässt sich ableiten, wie schwer ein einzelnes Atom ist. Diese Masse wird zu einem bestimmten Zeitpunkt – durch Schwankungen des Ur-Kilogramms ändert sie sich ständig – ein für allemal in Stein gemeißelt. Im Umkehrschluss ist damit bekannt, wie viele Siliziumatome es für ein Kilogramm braucht. Vereinfacht gesagt ist dadurch das Kilogramm universell festgelegt.

In den kommenden Monaten sollen in Braunschweig zwei besonders reine Siliziumkugeln vermessen werden. Davon erhoffen sich die Forscher noch präzisere Ergebnisse. Jedes gut ausgerüstete Labor mit dem nötigen Wissen könnte sich ein allgemeingültiges Kilogramm künftig theoretisch selbst herstellen. Mit der Neudefinition des Kilogramms schwindet die Abhängigkeit vom schwindsüchtigen Pariser Vorbild, wie PTB-Sprecher Jens Simon erklärt. Es ist von einem Paradigmenwechsel die Rede.

Probleme auch mit anderen Einheiten

Probleme mit der Stabilität ähnlich wie beim Kilogramm gibt es auch bei anderen Basiseinheiten. Forscher tüfteln ähnlich wie die PTB-Experten an Lösungen dafür. Beim Meter ist man dabei schon vor Jahrzehnten zu einem Ergebnis gekommen: Der Ur-Meter, eine Art Metallstab, wurde durch eine Definition ersetzt, die auf der Lichtgeschwindigkeit beruht.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/wissen/id_76032202/das-ur-kilogramm-schwindet.html

Gruß an die Konstanten

TA KI

Albaner sollen Duschgebühr verlangt haben


In zwei Erstaufnahmelagern kam es in der Nacht zu Massenschlägereien zwischen Hunderten Flüchtlingen. In Braunschweig löste ein Handy-Klau die Unruhen aus. In Hamburg war es wohl eine „Duschgebühr“.

In Erstaufnahmeeinrichtungen in Hamburg und Braunschweig ist es am Dienstag zu Schlägereien zwischen Flüchtlingen verschiedener Nationalitäten gekommen. In einem Erstaufnahmelager in Hamburg seien rund 30 Albaner und Afghanen teilweise mit Eisenstangen aufeinander losgegangen, sagte ein Polizeisprecher.

In der Landesaufnahmebehörde (LAB) des Landes Niedersachsen in Braunschweig brach der Polizei zufolge ein Streit zwischen Algeriern und Syrern aus – 300 bis 400 Flüchtlinge beteiligten sich demnach an der Prügelei.

Nach der Auseinandersetzung in dem Lager im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg wurden der Polizei zufolge drei Menschen in Gewahrsam genommen.

Einer von ihnen habe mehreren Zeugen zufolge einem anderen Flüchtling eine Waffe an den Kopf gehalten. Trotz des Einsatzes eines Spürhundes sei die Waffe nicht gefunden worden.

Dutzende Beamte rücken zur Schlichtung an

Bei der Schlägerei seien fünf Menschen leicht verletzt worden, einer habe einen Stich in den Arm bekommen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Dass es sich dabei um einen Messerstich handelte, habe sich nicht bestätigt.

Der Auslöser der Schlägerei war demnach ein Streit zwischen einem Albaner und einem Afghanen im Sanitärbereich der Einrichtung. Der Anlass für den Streit war zunächst unklar. Nach einem Bericht der „Hamburger Morgenpost“ ging es jedoch um eine von Albanern erhobene Gebühr, die Asylbewerber anderer Herkünfte für die Benutzung der Duschräume zu entrichten hatten.

Daraus resultierte die Schlägerei, bei der einige Menschen mit Eisenstangen bewaffnet gewesen seien. Nach der Auseinandersetzung sei auch eine Matratze in einem Zelt angezündet worden, in dem mehrere Albaner untergekommen waren. Zwei Personen seien dabei durch Rauch verletzt worden.

Der Anlass für die Prügelei in Braunschweig waren laut Polizeisprecher einige gestohlene Gegenstände. Der NDR berichtete, dass es sich dabei um ein entwendetes Handy eines Bewohners handelte. Verletzte habe es keine gegeben. Nach anderthalb Stunden konnte die Polizei demnach mit rund 60 Beamten die Situation beruhigen. Ein Mann sei festgenommen worden, der am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt wird.

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article147307178/Albaner-sollen-Duschgebuehr-verlangt-haben.html

Gruß an die Deutschen

TA KI

Keine Probleme mit Schaltsekunde


Das Einschieben der Schaltsekunde in der Nacht zum Mittwoch hat in Deutschland keine technischen Schwierigkeiten bereitet.

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«Uns ist nichts davon bekanntgeworden, dass es irgendwo Probleme gab», sagte Dirk Piester aus dem Zeitlabor der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Die PTB ist für die Zeitsteuerung in Deutschland zuständig.

Die zusätzliche Sekunde wurde am frühen Mittwochmorgen um kurz vor 2 Uhr eingeschoben. Damit wurde kompensiert, dass die Erde für eine Umdrehung ein ganz kleines bisschen länger braucht als 24 Stunden.

Schaltsekunden gibt es in unregelmäßigen Abständen alle paar Jahre. «In der letzten Zeit war das etwa alle drei bis dreieinhalb Jahre«, sagte Piester. Wann es das nächste Mal soweit ist, steht aber noch nicht fest. Die Schaltsekunde diesmal war die 26. seit 1972.

Während die meisten Uhren einen solchen Sprung bewältigen, kommt manche Software mit einer zweiten 60. Sekunde nicht gut klar. Bei der Schaltsekunde 2012 wurden mehrere Websites lahmgelegt, das Buchungssystem der australischen Fluggesellschaft Qantas fiel aus.

Für Privatfirmen sind die Schaltsekunden vor allem mit Mehrkosten für die Umstellung von Hand verbunden. Daher gibt es auch Widerstand: Bereits 2001 wurde von den USA die Abschaffung der Schaltsekunden als Arbeitsthema vorgeschlagen. Bei der diesjährigen Weltfunkkonferenz der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) im November in Genf werden die Kritiker erneut einen Versuch starten.

Quelle: http://www.arcor.de/content/aktuell/news_wissenschaft/3769868,1,Keine-Probleme-mit-Schaltsekunde,content.html

Gruß an die, denen die Zeit auch zu kurz vorkommt

TA KI

Perfekte Kristallkugel soll das Kilogramm neu definieren


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Sie wird „so rund wie sonst nichts auf der Welt“ und könnte das berühmte, aber problematische Urkilogramm ablösen

Braunschweig – Einen Tag, bevor in den heimischen Kinos die Filmkomödie „1001 Gramm“ um das berühmte Urkilogramm anläuft, ist in Braunschweig gewissermaßen der Vertreter der nächsten Generation eingetroffen: Die Forscher der dortigen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) haben einen sechs Kilogramm schweren Silizium-28-Kristall von höchster Reinheit aus Russland erhalten, ein zweiter wird folgen.

„So rund wie sonst nichts auf der Welt“

Daraus sollen in den nächsten Monaten vier Kugeln von jeweils exakt einem Kilogramm Masse geschliffen werden. Eingespannt zwischen zwei Stempelplatten wird pro Minute ein Nanometer von der Oberfläche des Kristalls abgeschliffen. Zum Vergleich: ein menschliches Haar wächst pro Minute um 200 Nanometer.

Mit einer Abweichung von der idealen Kugelform von deutlich weniger als 100 Nanometer ist gewährleistet, dass diese Kugeln „so rund sind wie sonst nichts auf der Welt“, so die PTB. Anschließend werden die Wissenschafter die Zahl der Silizium-Atome in der jeweiligen Kristallkugel zählen. So könnte in Zukunft die Einheit des Kilogramms genau über die Atomanzahl bestimmt werden.

Die Forscher messen dafür die Masse und das Volumen der Kugel ebenso wie die Anordnung der Atome im Kristall und die Häufigkeiten der drei vorkommenden Siliziumisotope, woraus sich die Masse des verwendeten Siliziums ergibt. Sie wissen daher, wie viel Mol Silizium in ihrer Kugel stecken („Mol“ ist die Einheit der Stoffmenge) und auch wie viele Atome ein Mol ausmachen. Bereits jetzt verzählen sich die PTB-Wissenschafter nach eigenen Angaben pro hundert Millionen Atome nur um zwei Stück. Und diese beeindruckende Genauigkeit soll noch einmal verdoppelt werden.

Wissenschaftlicher Wettbewerb

Die Braunschweiger Forscher rechnen sich gute Chancen aus, mit ihrer Methode den internationalen Wettbewerb um die exakteste Neudefinition des Kilogramms zu gewinnen. , „Gewinnen“ unter Anführungszeichen, denn das Kilogramm wird erst dann neu definiert, wenn mindestens zwei wissenschaftliche Ansätze und die Experimente dreier Forschergruppen zu übereinstimmenden Ergebnissen kommen. Laut PTB wird die erneute Festlegung der Maßeinheit für 2018 erwartet.

Rund 50 Mitarbeiter der PTB arbeiten an dem Projekt. Weltweit forschen aber noch weitere Teams an der Neudefinition der Kilogramm-Einheit. Eine Gruppe aus den USA und Kanada etwa nutzt dafür eine sogenannte Watt-Waage. Bei diesem Versuchsaufbau soll ein Kilogramm durch eine passende elektronische Kraft aufgewogen werden.

Probleme mit dem Urkilogramm

Bis auf Weiteres ist der Maßstab für die Kalibrierung und Eichung aller Waagen dieser Welt aber immer noch das Urkilogramm, das seit 1889 in einem Pariser Tresor aufbewahrt wird: ein Zylinder aus Platin und Iridium.

Es sei die einzige der sieben internationalen Maßeinheiten, die durch einen realen Körper und nicht – wie etwa Meter oder Sekunde – mit Formeln aus Naturkonstanten dargestellt werde, erläuterte PTB-Forscher Arnold Nicolaus. Das schafft inzwischen Probleme: Die Gewichtsdifferenz zwischen dem Urkilogramm und seinen mehr als 80 Kopien, die nationale Messbehörden nutzen (einer davon der „Star“ besagter Komödie), ist bereits auf rund 50 Mikrogramm gewachsen. Die Ursachen dafür sind noch immer unklar. (red, derStandard.at, 26.3. 2015)

Quelle: http://derstandard.at/2000013499572/Kristallkugel-soll-das-Kilogramm-neu-definieren

Gruß an die Neudefinierer

TA KI