Woher kamen die Ahnen der Slawen und der Arier.


Heutzutage gibt es die Meinung, dass die gegenwärtige Geschichte der Slawen und Arier mit der Christianisierung von Russia anfängt.

Es ist so als ob vor diesem Ereignis keine Slawen und Arier existierten, ob wohl der Mensch sich bereits fortpflanzte, das Territorium bewohnte und  eine Spur in Form vom Glaubenssystemen hinterlies. Der Schrift, der Sprache, der Richtlinien, welche die Wechselbeziehungen des Stammes regulieren,. die architektonischen Bauten, die Rituale, die Sagen und Legenden.

Aus der Hypothese der Zeitgeschichte ist die Schrift und die Grammatik aus Griechenland, das Recht — aus Rom, die Religion — aus Judäa zu den Slawen und Arienrn gekommen.

Das slawische Thema hebend, ist das erste, womit die Slawen das Heidentum verbinden, d.h. der Heide ist ein Vertreter des fremden unbekannten Glaubens.

Es ist seltsame zu denken, dass alles, was lange vor dem Christentum an Erfahrungen gesammelt und an die nachfolgenden Generationen übergeben wurde, Ketzerei und Irrtümer waren. So, das alle Menschen auf der Erde seit Jahrhunderten in der Illusion, den Selbstbetrug und die Selbsttäuschung lebten.

Die Forschung vieler Quellen des reichsten slawisch-arischen Erbes der Vorfahren besagt, dass die Slawen und Arier auf der Erde lange vor den Vertretern anderer Völker erschienen sind. Unsere Erde hatte den Namen Midgard, wo «mid» oder «middle» den mittleren, «gard» – die Stadt bedeutet, d.h. die mittlere Welt (erinnern Sie sich an die Schamanenvorstellung über den Bau des Universums, Babylonier, Sumerer: Heiliger Baum von Eridu, Germanen: Yggdrasil (Esche), daneben noch die Irminsul, Griechen: Baum der Hesperiden, Hebräer: Lebensbaum (Kabbala) (Etz Chaijm), Inder: Asvattha-Baum, Letten:  Eiche, Maya: Wacah Chan (Weltenbaum) und Yax Cheel Cab (Erster Baum der Welt), Perser: Simurgh-Baum (Mutter aller Bäume)).

Vor ca. 460 500 Jahren zurück sind unsere Vorfahren auf dem Nordpol der Midgard-Erde gelandet. Von jener Periode hat unser Planet die bedeutenden Veränderungen, wie klimatisch, als auch geographisch ertragen.

Zu jenen fernen Zeiten war das Festland der Nordpol reich an Flora- und der Fauna, die Insel „Bujan“, auf der die dichte Vegetation wuchs, war von unseren Vorfahren bewohnt.

Das slawisch-arische Geschlecht (Stamm) bestand aus den Vertretern der vier Völker: Da`Arier, H`Arier, Rassenen und Swjatorussen (Heiligrussen).

Als ersten sind die Da`Arier auf die Midgard-Erde gekommen. Sie sind aus dem Sternsystem des Sternbildes Simun oder der Kleinen Bärin (Kleiner Wagen), der Erde Rai gekommen. Die Farbe ihrer Augengrau, silbern – entsprach der Sonne ihres Systems, die den Namen Tara hatte (Abb.1).

Sie haben das Nordfestland, wo sie sich angesiedelt haben, die Darija genannt. Danach sind H`Arier gefolgt. Ihre Heimat – das Sternbild Orion, die Erde Tara, die grüne Sonne – Rada, die in der Farbe ihrer Augen eingeprägt wurde.

Später kamen die Swjatorussen – die blauäugigen Slawen aus dem Sternbild Makosch oder der Großen Bärin (Großen Wagen), die sich auch Swaga genant haben.

Und noch später sind braunäugige Rassen aus dem Sternbild der Rassa und der Erde Ingard, des  Systems des  Beta Löwen erschienen.

Wenn wir die Völkerschaften betrachten, die aus vier Großen slawisch-arischen Geschlechtern (Stämmen) hervor gegangen sind, so sind die von Da`Arier kamen die sibirischen Russitschi, die nordwestlichen Germanen, die Dänen, die Holländer, die Letten, die Litauer, die Esten usw.

Vom Geschlecht (Stamm) der H`Arier sind östliche und Meeres Russen, die Skandinavier, die Angelsachsen, die Normannen (oder Muromzy), die Gallier, Weiswasser Russitschi entstanden.

Augen der Ahnen

Das Geschlecht (Stamm) der Swjatorussen – stellen die Nordrussen, die Weißrussen, die Waldwiesen, die Polen, die östlichen Prussen (Preußen), die Serben, die Kroaten, die Makedonier, die Skandinavier, die Iren, die Assen aus der Iriji, d.h. Assirij.

Und die Rassenen sind die Etrusker(das westliche russisches Volk oder wie die Griechen sie nannten – diese Russen), die Moldawier, die Italiener, die Franken, die Goten und die Albaner, u.a.

Die Urheimat unserer Vorfahren wurde die Hyperborea (griechisch  „Yπερβορέα“ – „jenseits des Nördlichen“, Boreas war der Gott des Nordwinds oder russisch „Гиперборея“, ausgesprochen Giperboreja, „Borej – der Nordwind“ und „giper“ (hyper) – stark) oder Daarija (nach den ersten slawisch-arieschen Geschlecht Da`Arier, die Erde besiedelten) – das Nordfestland der Midgard-Erde (Abb. 2).

Karte von Gerardus Mercator

Hier in Daaria war die Quelle des altertümlichen wedischen Wissens, dessen Körnchen jetzt auf der ganzen Erde unter den verschiedenen Völkern auseinandergeworfen sind.

Aber unsere Vorfahren mussten die Heimat für die Rettung der Midgard-Erde opfern. Zu jenen fernen Zeiten hatte die Erde 3 Satelliten (Begleiter): den Mond Lelja mit einem Zyklus von 7 Tagen,  den Mond Fatta –  mit 13 Tagen und den Mond Monat – mit 29,5 Tagen.

Die dunklen Kräfte aus der technogenen Galaxis der 10 000 Planeten (die Finsternis entspricht der Zahl 10 000), oder Peklo (Glut) Welt genannt, (d.h. die Erden dort sind noch nicht bis zum Ende entwickelt, sie werden noch „gebacken“) haben für sich den Mond Lelja auserwählt, haben auf ihm die Kräfte entfaltet und haben einen Anschlag auf die Midgard-Erde gerichtet.

Unser AR AHN und Höchster Gott – Tarch hat die Erde gerettet, der Sohn von Gott Perun hat den Mond Lelja zerschlagen und die Basis des Dunklen Reiches zerstört. Von hier kommt der Brauch die Eier zu Ostern aufeinander zu schlagen, was den Sieg von Gott Tarch Perunowitsch über das Dunkle Reich – den Todesteufel symbolisiert, der den Tod im Ei fand (den Prototyp des Mondes).

Das Ereignis ist 111 818 Jahren vor unserer Zeit geschehen und dieses  wurde zu einem neuen Punkt des Abzählens der Zeitrechnung von der Großen Übersiedlung. Das Wasser von  Mond Lelja ist auf die Midgard-Erde geströmt und hat den Nordkontinent überschwemmt. Infolge dessen ist Daarija auf den Grund des Nord- Polar- Ozeans gesunken.

Das  war der  Grund der Großen Übersiedlung der slawisch-arischen Stämme aus Darija in Rassenija, auf die südlich liegenden Reste der Inseln der „Neue Erde“.

Die große Übersiedlung dauerte 16 Jahre. So wurde 16 eine heilige Zahl für die Slawen und Arier. Darauf basiert der slawische Swarog Kreis oder Tierkreiszeichen, es besteht  aus den 16 himmlischen Sterneneinhäusern.

Die 16 Jahre – ist ein voller Kreis (Lebenskreis), der 144 Jahre zu je 16 Jahren umfasst, die durch die 9 Elemente (Welten) gehen, wo das letzte 16 Jahr für den Heiligen galt.

Allmählich haben unsere Vorfahren das Territorien besiedelt. Von den „Kletter Bergen“ (russisch „Рипей“,  gelesen Ripey), die mit Kletterpflanzen überdeckt waren oder auch Uralberge („liegend bei der Sonne“) heissen. „U Ra“ – die Sonne, das Licht, den Glanz, den „L“ – die Loge bis zum Altai mit dem Fluss Lena, wo das All oder Universum, eine höchste Struktur ist und von hier aus kommt „all“ die Realität. Die Wiederholung, die Reflexion (die Spiegelung) vom All; „Al“ – das All (Universum) und „tai“- die Berge, der Gipfel heisst zusammen Altai. Sie sind die Berge, die in sich die reichsten Vorkommen in Minen bewahren und der Mittelpunkt der Energie sind – ein riesiger Kraftplatz. Und jener dehnt sich von Tibet bis zum Indischen Ozean im Süden (Iran) und später bis zum Südwesten nach Indie aus.

106 790 Jahre vor unserer Zeit  haben unsere Vorfahren Asgard (die Stadt der Asse) auf der Mündung vom Fluss Iriji (heute Irtysch) und Om wieder aufgebaut.  (heute steht dort die russische Stadt Omks. Der Berg Alatyr („Altar“ heute Belucha) – war ein Tempelkomplex von 1000 „Arschin“, (mehr als 700 m.) in der Höhe und aus vier Tempeln bestehend, diese hatten alle Pyramidenform und wurden übereinander errichtet.

Und so hatte die Heilige Rasse, das Geschlecht der Assen – der Götter, die auf der Erde leben, das ganze Territorium der Midgard-Erde besiedelt, sie hat sich fortgepflanzt und wurde zu einem Großen Stamm, der das Land der Assen – Assija (Assia) heute unter dem Namen – Asien gegründet hat. Sie bauten einen Aria Staat auf – die Große Tartarija.

Das Land nannten sie Belowodje (Weises Wasser) abgeleitet von der Bedeutung des Namens des Flusses Iriji, auf dem Asgard Iriji („Iriji“ – der Weiße, der Reine) aufgebaut war, d.h. nördlicher wahrhafter göttlicher Iriji.

Als der Stamm der Großen Rasse, später vom strengen daarischen Windgetrieben wurde, fingen sie an weiter nach  Süden abzuwandern, um auf verschiedenen Festländern (Kontinenten) anzusiedeln. Der Fürst Skanda hat den Nordteil Weneja besiedelt.

Dieses Territorium wurde später als Skando(i)nav(i)ja (russisch „Скандо(и)навь(и)я“ und heute Skandinavien) bezeichnet. In der Überlieferung heiß es, als der Fürst im sterben lag, hat er folgendes gesagt, „ … dass seine Seele nach dem Tod diese Erde schützen wird.

Die Stämme der Wanen oder Vanen haben die Gebiete hinter dem Kaukasus besiedelt, später habe sie wegen der Dürre südlich von Skandinavien, auf das Territorium der modernen Niederlande umgesiedelt. Als Andenken an die Vorfahren haben die Bewohner der Niederlande die Vorsilbe „Van“ in den Familiennamen (Van Gogh, Van Beethoven u.ä.) behalten.

Die Stämme von Gott Weles oder Veles – die Bewohner Schottlands und Irlands haben zu Ehren der Urahnen und des Beschützers eine der Provinzen, Wales oder genannt. (Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland)

Die Stämme von Swjatorussen haben die östlichen und südlichen Teile der Weneija, sowie baltische Länder besiedelt.

Im östlichen Teil hat sich das Land Gardarika gebildet – das Land der Städte (Gardariki ist der nordische Name für Russland oder die Umgebung Novgorod) es bestand aus: Nowgorod und Pomorsk (Lettland und Preußen), Rote Russia (Polen, Ukraine, Litau, Lettland, Estland, Moldawien, Slowakei und teilweise die Hoheitsgebiete Russland), Weiße Russia (Weißrussland), Kleine Russia (Gebiet Kiew), Mittlere Russia (Gebiet Moskau und Wladimir), Karpaten Russia (die Ungaren und die Rumänen), Silberne Russia (die Serben).

Die Stämme von Gott Perun haben  Persien und die H`Arier Arabien besiedelt.

Die Stämme von Gott Nija oder Neptun wurde auf dem Festland (Kontinent) Atlantis angesiedelt und wurden Atlanter genannt. Dort lebten sie zusammen mit der einheimischen Bevölkerung (Indianer) mit der Hautfarbe des Feuers.

Erinnern Sie sich selbst an die letzte Zivilisation der Inkas, als die Indianer (Mayaindianer) Konquistadoren für die Weißen Götter gehalten haben, oder ein anderer Fakt, Tatsache ist das der Beschützer der Indianer – Die fliegende Gefiederte Schlange Quetzalcoatl – als bärtiger und hellhäutiger Mann beschrieben wird.

Atlantis wurde im russischen Antlan (Антлань) ausgesprochen. Wie die Griechen berichteten wurde  Atlantis zur  mächtigen Zivilisation, wo die Menschen mit der Zeit anfingen ihr Wissen im eigenem Dienste zu missbrauchen. Infolge dessen haben sie die Naturgesetze verletzt. Sie haben den Mond Fatta auf die Erde herabstürzen lassen und haben selbst die Halbinsel überschwemmt.

Infolge der Katastrophe wurde der Swarog Kreis (Sternkreiszeichen) verschoben, die Achse der Erddrehung ist zur Seite gekippt und der Winter oder die slawische Göttin Marena fing an die Erde für  ein Drittel des Jahres mit ihrem Schneemantel zu zudecken. Diese Ereignisse sind vor 13 020 Jahren vor unserer Zeit geschehen und wurden zu einen neuen Punkt des Abzählens der Zeitrechnung vom Großen Temperaturrückgang – Große Eiszeit.

Die Stämme der Atlanter haben sich im Land Ta Kem niedergelassen, wo sie mit den Menschen mit der Hautfarbe der Finsternis lebten und unterrichteten jene in ihrer Wissenschaft, dem Handwerk, der Agrakultur (Landwirtschaft) und dem Bauwerk von pyramidenförmigen Gruften. So entstand das Land Ägypten, das als das Land der Berge, die von Menschenhand geschaffen sind bezeichnet wurde.

Die vier ersten Dynastien der Pharaos waren Weiße, später fingen sie an, die Pharaos von der Auserwählten aus den einheimischen Völkern vorzubereiten.

Später ist der Krieg zwischen der Großen Rasse und dem Großen Drachen (den Chinesen) ausgebrochen, infolge dessen wurde ein Friedensvertrag im Sternentempel (dem Observatorium) zwischen Assur (der As – der Erdgott (ihm vertrautes, bewohntes Territorium) und Ariman (Arim, Ariman – der Mensch mit der etwas dunkleren Hautfarbe) unterschrieben.

Das gegebene Ereignis ist vor 7520 Jahre vor unserer Zeit geschehen und wurde zu einem neuen Punkt des Abzählens, der Zeitrechnung von der Erschaffung der Welt im Sterntempel.

Die Slawen und Arier hießen Assen – Götter die auf der Erde leben, die Kinder der himmlischen Götter – der Schöpfer. Sie waren niemals Sklaven, «der stummen Herde», die keine freie Wahl hat.

Die Slawen und Arier haben niemals gearbeitet. Die Wurzel des russischen Wortes für Arbeit – «работа» ist  «раб» übersetzt heißt das Sklave.   Schauen wir uns das Wort Arbeit an:  (altslawisch: Sklaverei, germanisch: „Arbaiþis“, gotisch: „Arbaiþs“, althochdeutsch: „Arapeit“, mittelhochdeutsch: „Arebeit“ = Arbeit = Mühe, Beschwernis, Leiden, Mühsal).

Unsere Urvölker haben niemals mit Hilfe von Gewalt  fremde Territorien ergriffen und doch wurden sie von den Griechen als Tyrannen bezeichnet, weil sie ihnen nicht gestattet haben, ihre Länder zu ergreifen. Die Slawen und Arier haben für das Wohl ihrer Stämme (Familienstämme) gewirkt und waren selbst die Eigentümer und Schöpfer der Ergebnisse ihrer Werke.

Die Slawen und Arier ehrten die heiligen Gesetze Rita – die Gesetze der Rasse und des Blutes und liessen  gemischte Ehen nicht zu. ( Ehen mit Leuten nicht slawisch-arischer Herkunft)  Dafür wurden  die Russen oft als Rassisten bezeichnet,  Aber auch hier muss man in die Wurzel schauen, um die tiefste Weisheit unserer Ahnen zu verstehen.

Die Erdkugel, gleich einem Magneten mit zwei entgegengesetzten Polen. Die weißen Völker besiedelten den Nordpol (positiven Pol) und schwarze Völker den Südpol (negativen Pol). Alle physischen und energetischen Systeme des Organismus waren entsprechend dem Wirken auf den gegebenen Poenl bestimmt.

Deshalb verliert be deri Ehen zwischen weiß und schwarz das Kind die Unterstützung (Verbindung) der Ahnen von beiden Eltern: +7 und -7 in der Summe ergeben die Null. Solche Kinder sind den Erkrankungen mehr unterworfen, da ihnen die vollwertig Immunität des Schutzes entzogen wird, sie werden oft  Revolutionäre-Aggressoren, die gegen die Systeme protestieren, die sie nicht angenommen oder zurückgestoßen haben.

Auch findet gerade eine Massenverbreitung der indischen Lehren über die Chakren statt, laut der im Körper des Menschen entlang der der Wirbelsäule die wesentlichen 7 Chakren  (Energiezentren) liegen. An diesem Punkt entsteht die Frage : warum tauscht die Energie im Bereich des Kopfes die Zeichen (+ / -) aus? Wenn die rechte Seite des Körpers die positive Ladung hat, so wird diese später in der rechten Kopfseite die negative Ladung bekommen.

Die Energie ist dem elektrischen Strom gleich, der in der Geraden fließt und nirgends gebrochen wird. Dieser kann dieser nicht einfach so das Zeichen (+) auf das entgegengesetzten (-)  wechseln.

Unsere Vorfahren sagten, dass sich im Körper des Menschen 9 wesentlichen Chakren befindet: 7 sind entlang der Linie der Wirbelsäule, und 2 – die  im Bereich der Achselhölen liegen, diese bilden das energetische Kreuz.

So wird die Strömung der Energie in der Mitte vom Kreuz gebrochen und das Zeichen (+)  wird in den Entgegengesetzten (-)  getauscht.

Auch Jesus Christus sagte, dass jeder ein Kreuz trägt, d.h. jeder hat das energetische Kreuz auf sich (Abb. 3).

das energetische kreuz

Heute verspotten die Gelehrten die Vorstellungen unseren Vorfahren über den Bau des Universums, das die Form eines Diskus hat, der ruhend auf drei Elefanten liegt, die auf einer Schildkröte stehen und diese im grenzenlosen weltenweiten Ozean des Universums schwimmt. Das Bild scheint naiv und dumm zu sein, wenn die Sachen flach betrachtet werden.

Die Slawen und Arier wurden gerühmt für ihr bildliches (symbolisches) Denken. Hinter jedem Wort, hinter jedem Bildnis (Gestalt) und in jeder aret und Weise verbarg sich eine Reihe von Sinnen tieferen Bedeutungen. Der flache Diskus – die Erde stellte das flachen alltäglichen Denken und das duale Bewusstsein dar, JA oder NEIN (Abb. 4).

Duale welt

Die vorliegende Welt ruht auf drei Elefanten: der Erste steht für die Materie, die Grundlage des Westens, der Zweite für die Idee, der Grundlagen des Arabischen Ostens und der Dritte, für Transzendenz oder den Mystizismus,  die Grundlage Indiens, Tibets, Nepals u.a

Die Schildkröte ist eine Quelle, des ursprünglichen Wissens, woher „die Elefanten“ die Energie schöpfen. Jene Schildkröte ist der Norden für die übrigen Völker, der direkt zum ursprünglichen Wissen – dem Ozean angeschlossen ist.

Der Ozean symbolisiert das grenzenlose Wissen und die absolute Wahrheit (die Energie).

Ein einfaches,  solares Symbol (Sonnensymbol) der Slawen und der Arier die Swastika, die von Hitler überall verwendet wurde,  war für ihn Mittel zum zwek, das Hauptziel Hitlers – die weltweite Herrschaft zu erlangen.

Für diese Errungenschaft hat er die stärksten und führenden Waffen verwendet. Er nahm als  Grundlage weder die ägyptischen Hieroglyphen, noch die jüdische oder arabische Kabbala Symbole (Zeichen), sondern die slawisch-arische Symbolik, sondern die Swastika. was dem Symbol den negativen Abdruck in der menschlichen Struktur auferlegt hat (Abb. 5).

 

heilige swastika

Also, was ist die Swastika – eine Darstellung des Kreuzes in der Bewegung, dies ist die harmonische Zahl – 4. Die Zahl 4 zeichnet in einem beliebigen Nachkommen der slawisch-arischen Völker im Körper, der ihm die Eltern verliehen haben, die Anwesenheit der Seele, die in diesen Körper von den Götter geschickt wurde, des Geistes – die Verbindung mit den Göttern und den Schutz der Ahnen und des Gewissens auf. Und das Gewissen ist das Maß aller Taten des Menschen und besiedelt diese.

Wir erinnerten uns an den festen zu Ehren des Gott Kupalo (dem Reinen) er, wenn die Menschen sich in den Flüssen wuschen (reinigen den Körper), sprangen über das Feuer (reinigten die Seele), gingen dannach über die glühenden Kohlen (reinigten den Geist). Weitere mit zusammenhängende Feste: Deutschland: Mittsommerfest, Schweden: Midsommar, Dänemark und Norwegen: Sankt Hans, Estland: Jaanipäev, Finnland: Juhannus, Lettland: Jāņi, Spanien: La noche de San Juan, Russland: Iwan-Kupala-Tag, bekannt.

Die Swastika zeichnete den Bau des Universums auf, das aus unserer Welt Jawi  (Wirklichkeit) – die Welt der Menschen und der lebendigen Wesen besteht. Zwei Welten, Nawi (die Welten der Geister): dunklen Nawi und hellen Nawi, Welt Slawi, (Ruhme) – die Welt der Ahnen und die Welt Prawi (Lenke) –  die Welt der Hohen Götter.

Oft sehen die Gelehrten und Wissenschaftler eine Art Unterentwicklung in unseren Vorfahren und in ihren schlawisch-arieschen Mehrgottheiten. Aber auch hier geben die oberflächlichen Urteile das Verständnis auf die Frage nicht preis.

Für die Slawen und Arier ist der höchste Schöpfer der Schöpfung (Gott) das Höchste unerforschbare Dasein (Wesen) – RA-M-CHA („Ra“ – das Licht oder den Glanz, „M“ – die Welt (russisch: Mir), „Cha“ – die positive Kraft (Energie)), die in der Neuen Realität erschienen ist, und mit Manifestation, diese Realität erleuchtete das Große Licht der Freude. Von diesem Licht der Freude wurden die verschieden Welten und die Universen, die Götter und die Ahnen (Vorfahren) und die direkten Nachkommen geboren, d.h. wir sind ihre Kinder.

Ruhmeslied

Mächtiger RA-M-CHA, einheitlicher Schöpfer der Schöpfung, Dein Sein in allen Welten – Überbringer von Leben! Wir rühmen und dreiheiligen Dich, alle Ahgehörigen von klein bis groß, in unseren Tempeln und in den Heiligtümern, in unseren Städten und in den Siedlungen, in unseren heiligen Wäldern und in den Eichenwäldern, an den Ufern unserer heiligen Flüssen und Seen. Für den heiligen Ingling, der für uns das Licht der Liebe und der Freude trägt, und unsere Herzen und Gedanken erleuchtet. Und werde all unser Wirken für deinen Ruhm, Heute und für immer, von Kreis zu Kreis, so war’s, so ist’s, so bleibt’s!

 

Wenn  Ramcha in der Neuen Realität erschienen ist, bedeutet dies es; das noch andere höhere Realitäten existieren, und darüber auch noch usw…  Um alles erkennen und verstehen zu können, war für die Slawen und Arier von den Göttern und den Ahnen (Vorfahren) der Weg der Geistigen Wiedergeburt und der Vervollkommnung durch die Schaffung (Schöpfung), der Bewusstwerdung der verschiedenen Welten und der Unendlichkeiten, der Entwicklung bis zu dem Niveau der Götter bestimmt. Da die slawisch-arischen Götter – die selben Menschen – die Assen sind, die verschiedene  Erdteile besiedelten,. sie wirkten für das Wohl des Geschlechtes (Stammes) und haben den  Weg der Geistigen Vervollkommnung zurücklegt.

Die Gestalten der slawisch-arischen Götter waren und konnten nicht Photografisch sein, sie übergaben nicht die Hülle (Körper), sie kopierten nicht und gaben nur den Sinn der Göttlichen Wahrheit und die Göttliche Struktur weiter.

So verkörperte der Gott Perun mit dem gehobenen Schwert den Schutz der Stämme, Gott Swarog mit dem Schwert und der Spitze nach unten, bewahrte die Alte Weisheit. Der Gott ist deswegen ein Gott, weil es ihm möglich ist in der Offenbarten Welt die verschiedenen Erscheinungen anzunehmen aber sein Wesen und die Wahrheit blieben unverändert.

Es war so ein oberflächliches Verständnis, das den Slawen und Arier  menschlichen Opferungen zu schrieb. Die Materialisten des Westens, die an den Körper gebunden sind, setzen die physische Hülle mit dem Menschen gleich und  können nicht verstehen, dass die Menschen im Feuer nicht verbrannten und verwendeten das Feuer, wie das Mittel der Fortbewegung in andere Welten und Realitäten (erinnern Sie sich an die feurigen Wagen, Feuerross und Feuerrad).

So hat das slawisch-arische Wissen die reichste Geschichte und (die) Kultur, die Wurzeln jener Weisheit, die in der Tiefe der Jahrhunderte und  Jahrtausende zurück liegen.

Wir, die direkten Nachkommen unserer slawisch-arischen Götter und Ahnen (Vorfahren), haben den inneren Schlüssel zum System des gegebenen Wissens, das wir öffnen können und somit öffnen wir den hellen Weg der Geistigen Entwicklung und der Vervollkommnung. Wir öffnen die Augen und die Herzen, wir beginnen zu sehen, zu wissen, zu verstehen, zu glauben, zu leben und zu leiten.

Die ganze Weisheit liegt im Inneren des Menschen und unsere Götter sind immer in der Nähe und bereit in jeder beliebigen Minute, uns beizustehen. Gleich den Eltern, die ihr Leben für ihre Kinder bereit sind herzugeben.

Oft verstehen es die Kinder nicht und suchen die Wahrheit in den fremden Häusern, in den fremden Ländern und in  Übersee. Unsere göttlichen Eltern sind zu uns Kindern immer duldsam und gut, wendet euch an sie und sie werden immer helfen!

der ursprungQuelle: http://www.rodovyeistoki.ru/kapitel-webseite-auf-deutsch-erbe-der-urahnen/novaya-stranica/

Gruß an die Hintergründe

TA KI

 

 

Der Samstagsfilm: Nordische Mythologie


Die Götterwelt der Germanen begründet sich auf drei Geschlechter, die alle aus dem Urchaos Ginnungagap und dem Urrind Audhumbla hervorgingen: Das Geschlecht der Riesen und Ungeheuer, zu denen praktisch alle bösen Wesen gehörten, die auch für Naturkatastrophen verantwortlich gemacht wurden, kam als erstes auf die Welt. Dieses Geschlecht hat die Macht, die Welt zu vernichten. Damit dies nicht passiert, wurden Wanen und Asen geschaffen. Sie halten alles im Gleichgewicht, bis sich das Schicksal der Götter in einem finalen Kampf erfüllt, infolgedessen es zu einem Krieg zwischen Riesen und dem Asen-Wanen-Bund kommt, dem sich die gefallenen Menschenkrieger anschließen und in dem die ganze Welt vernichtet wird, um wiedergeboren zu werden.

Das zweitälteste Geschlecht, die Wanen, wurden als äußerst geschickt, erdgebunden und weise verehrt und lebten ewig, sofern sie nicht erschlagen wurden. Das jüngste Geschlecht, die Asen, galten als äußerst mutig und stark, aber nicht sehr klug, was man auch in der Edda nachlesen kann. Ihr Ewiges Leben verdanken sie einem Trunk, der sie gewissermaßen abhängig von den Wanen machte.

Hauptgott der Asen war Odin, ursprünglich vielleicht Tyr. Hauptgott der Wanen war der Meeresgott Njörd bzw. dessen Zwillingskinder Freyr und Freya. Asen und Wanen fochten einen großen Krieg aus, bei dem die Asen als Sieger hervorgingen, wobei die Wanen weiterhin eine geachtete Stellung innehatten. Beide Geschlechter lebten versöhnt und nebeneinander, bis die Christianisierung der Germanen einsetzte. Daraus ergeben sich auch verschiedene Schöpfungsmythen: so ist sowohl Tyr als auch Odin Schöpfer der ersten Menschen. Odin war ursprünglich der Hauptgott der Westgermanen, wobei er sich nordwärts über ganz Europa verbreitete. Für die Nordgermanen spielte ursprünglich Nerthus eine große Rolle, doch schon früh verschmolz ihr Kriegsgott Wodan mit dem Kriegsgott Odin und wurde so zum Hauptgott. Auch die Ostgermanen übernahmen Odin schließlich als Hauptgott. Daher wird in der Nordgermanischen Religion Odin immer als oberster Gott angesehen.

Odin war ein Gott über alle anderen Götter. Odin war zuvorderst Kriegs- und Todesgott, und erst in zweiter Linie ein Weiser. Der Name „Odin“ leitet sich vom altnordischen Wort „óðr“ her, das „wild, rasend“ bedeutet. Daher war er der Gott der Ekstase und des rasenden Kampfes. Er war nicht ein nordischer, sondern ein gemeingermanischer Gott. Er war auch Hauptgott der Angeln, der Sachsen, die ihn Wodan nannten, was Inschriften bekräftigen. Die Sage um Odin reicht auch weit zurück, denn bereits die Römer wussten, dass die Germanen einen Gott verehrten, der ihrem Mercurius ähnelte. Odin hatte nur ein Auge, das andere hatte er dem Jöten Mime verpfändet, der über den Brunnen der Weisheit am Lebensbaum Yggdrasil gebot, wofür er aus dem Brunnen trinken durfte — er opferte also sein körperliches Auge für ein geistiges, mit dem er Dinge sehen konnte, die anderen verborgen waren. Auch die Magie der Runen hatte er von Mime gelernt. Nach der Völuspá hatte Odin einst den ersten Krieg verursacht: „In die Feinde schleuderte Odin den Speer. Das war der erste Kampf der Völker.“

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=MAKF4ef4yeQ

Gruß an die Ahnen

TA KI

Ist ein sinnvoller Zusammenhang von Mythologie und Archäologie herstellbar?


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– Ein interdisziplinäres Problem

Dieser Text unternimmt den Versuch einer integrativen Übersicht verschiedener Zeugnisse keltischer Kultur mit dem Ziel der Rekonstruktion grundlegender Vorstellungen über die Primärwelt und den Komplex der Auffassungen von Transformation und Heilung, die inhaltlich und auch symbolisch eng verbunden sind. Die Darstellung kann keinen Anspruch auf historische Genauigkeit erheben; dazu sind die Quellen zu spärlich und interpretationsbedürftig.

 

Die überlieferten Dokumente unterliegen dem Einfluß der Romanisierung und Christianisierung. Insbesondere das organisierte Christentum steht der Anwendung indigener Heilverfahren, bei denen oft auch bewußtseinsverändernde Substanzen verwendet werden feindlich gegenüber. Aus einem einfachen Grund: Die bei indigenen Ritualen gewonnen religiösen Erfahrungen stellen den christlichen Monopolanspruch in Frage. Diesem Anspruch könnte auch das keltische Wissen um die Wirkung von Heilpflanzen zum Opfer gefallen sein. Die im Abschnitt 2.2 kurz dargestellte Erzählung um Dian Cecht endet unbefriedigend: Die Bedeutung der in verschiedenen Ritualen verwendeten Pflanzen wird in der mittelalterlichen Schrift nicht dargestellt. Als relativ gesichert kann nur gelten, daß eine Trennung von Somato- und Psychotherapie nicht stattgefunden hat. Dies soll ebenfalls anhand des altirischen Textes Serglige con Culaind belegt werden.
Durch eine themenzentrierte Auswahl von Textdokumenten und inhaltlich ähnlichen archäologischen Zeugnissen soll ein Zugang zur keltischen Geisteswelt ermöglicht werden. Die Psychologie kann bei diesem interdisziplinären Vorgehen einen Beitrag leisten, indem sie als teils geisteswissenschaftlich, teils naturwissenschaftlich fundierte Disziplin einen konzeptionellen Rahmen zur Integration verschiedenster Quellen bietet.

Die keltische Kultur wird durch drei qualitativ sehr unterschiedliche Quellen erfahrbar: archäologische Funde und Befunde, die Texte klassischer Autoren sowie die Mythologien der irischen-schottischen, walisischen und bretonischen Sagenkreise. Diese letzgenannten Quellen sind hinsichtlich ihres Symbolgehaltes sehr ergiebig, den Anforderungen an exakte Fakten, wie sie die Archäologie verwendet, können sie als Dichtungen jedoch nicht genügen. Ziel der Archäologie ist eine möglichst genaue Nachbildung der vergangenen Kulturen aufgrund der erschlossenen Sachgüter (Funde) oder im Boden erhaltenen Strukturen (Befunde), wie zB. Gruben oder anderer durch die Besiedlung bzw. Nutzung eines Ortes erfolgten Veränderungen der Bodenstruktur. Die möglicherweise religiöse oder kultische Bedeutung dieser Entdeckungen wird weitgehend negativ formuliert: Das, was bei Ausgrabung einer Siedlung als nicht siedlungstypisch in Baustruktur oder Zusammensetzung des Fundspektrums erkannt wird, was bei Analyse von Depotfunden nicht als Versteckfund (…) gewertet werden kann, wird als potentiell sakral interpretiert.(Haffner 1995) Es ist nicht unproblematisch aus Kultgegenständen, die vor mehr als 2000 Jahren hergestellt worden sind, auf religiöse und metaphysische Konzeptionen zu schließen. Die Archäologie als empirische Naturwissenschaft enthält sich daher m.E. der Spekulation, und drückt ihr Nichtwissen explizit aus. Auch die Darstellungen klassischer Schriftsteller tragen nicht unmittelbar zum Verständnis keltischer Kultur bei, denn die abwertende Haltung gegenüber den nichturbanen Kulturen äußert sich in Vorurteilen, Sensationsgeschichten und Mißverständnissen. Die Gleichsetzung authentischer gallischer Gottheiten mit Figuren des römischen Pantheons durch Caesar ist ein deutliches Beispiel für den teilweise sicherlich geringen Grad differenzierter Berichtlegung. Mythologische Texte finden in archäologischen Darstellungen kaum Verwendung: Diese Zurückhaltung ist verständlich, wenn berücksichtigt wird, daß zur Interpretation eines bestimmten Fundortes, zB. in Baden-Württemberg, mythologische Texte, die mehrere Jahrhunderte später an einem geographisch weit entfernten Ort, zB. Irland, entstanden sind, nur schwer beitragen können. Dieses Argument gilt sicherlich gleichermaßen für die Aussagen der antiken Schriftsteller. Griechischen und römischen Texten wird jedoch gewissermaßen ein Hochkulturbonus beigemessen, so daß sie trotz der erwähnten Schwächen auch in wissenschaftlichen Publikationen Verwendung finden dürfen.
Es bestehen allerdings überzufällig viele inhaltliche Parallelen zwischen Artefakten, Mythen und antiken Berichten, die auf bestimmte Grundideen der Kelten schließen lassen. Die große Lückenhaftigkeit der Kenntnisse über die keltische Kultur regte schon viele Autoren zu weitreichenden Spekulationen, oder im Bereich der keltischen Rennaissance sogar zu Fälschungen an.

Der Bereich des spekulativen Halbwissens wurde von Tolkien treffend charakterisiert: To many, perhaps to most people outside the small company of the great scholars, past and present `Celtic`of any sort is … a magic bag, into which anything may be put, and out of which almost anything may come… Anything is possible in the fabulous Celtic twilight, which is not so much a twilight of the gods as of the reason.
Die archäologischen Zeugnisse sind als empirische Datenbasis eine wertvolle Hilfe zur Interpretation mythologischer Texte. Auch hier mahnt die Archäologie zur Vorsicht: Was bei archäologischen Grabungen an Religiösem zutage gebracht wird, ist äußerst karg, spröde und überhaupt nur sehr schwierig als solches zu erkennen und zu deuten. Was bei der Behandlung anderer Fundgattungen, wie etwa Siedlungen oder auch Gräber, in geringerem Maße ins Gewicht fällt, wird beim Thema Religion und Kult zu einem eigentlichen erkenntnistheoretischen Problem: Wie läßt sich die Spur von etwas auffinden, das man selber gar nicht kennt? Fest steht, daß wir die Dinge nur im Kontext unserer eigenen Ideen und Denkschemata, die ihrerseits geprägt sind von christlich abendländischer Kulturtradition, zu verstehen vermögen. Dies gilt insbesondere für das ganze Begriffsvokabular (wie z.B. Kult, Opfer, Religion), welches eher als der Kommunikation dienendes Behelfsvehikel zu verstehen ist, denn als die präzise Umschreibung eines genau definierten vorgeschichtlichen Sachverhaltes. (F.Müller 1993, Das keltische Jahrtausend; S.177) Müller weist hier auf eine auch der Psychologie nicht unbekannte Problematik hin. Die Darstellung religiösen Erlebens und Verhaltens ist durch die kulturelle Vorprägung des Begriffssystems des Beobachters verzerrt. Dies gilt insbesondere auch für Darstellungen von indigenen Ritualen und symbolischen Heilverfahren, die auf Berichterstatter eines anderen Kulturkreises oft bizarr und unverständlich wirken.

Im Bewußtsein dieser Einschränkungen sollen nun noch einige allgemeine Charakteristika des Mythos und der darin enthaltenen Symbole genannt werden. Green betrachtet Mythen als Geschichten, in denen ähnlich wie in einer Parabel auf symbolische Weise Ideen und Vorstellungen zum Ausdruck gebracht werden, die zu komplex und tiefgründig sind, um mit einfachen Worten vermittelt zu werden. In einem Mythos können bestimmte Fragen behandelt werden, wie zum Beispiel, wer wir Menschen eigentlich sind, warum wir existieren, was mit uns nach dem Tod geschieht; Fragen also, die uns alle beschäftigen, für die wir aber keine rationalen Erklärungen (..) finden. (…)Mythen leben also davon, daß sie die Verbindung zum Göttlichen herstellen. Sie stehen auch in Beziehung zum Kult (…) und sind so Teil des äußeren Rahmenwerkes eines Glaubenssystems.(Green 1994).

Nicht nur die fremdartigen Inhalte des mythologischen Textes erschweren dessen Deutung, sondern auch eine spezielle Art von Sprache. Schon Diodor von Sizilien erwähnt die Eigenarten druidischen Sprechens(V,31): Wenn man sich mit ihnen unterhält, reden sie wenig; sie sprechen in Rätseln und zeigen in ihrer Ausdrucksweise eine Vorliebe dafür, das meiste erraten zu lassen. Hyperbeln benutzen sie häufig, sei es, um sich selbst zu rühmen, sei es, um andere herabzusetzen. Ihre Reden wirken einschüchternd und hochmütig, sie tendieren zu tragischem Pathos. Dennoch sind sie von großer Klugheit und verstehen es, sich Wissen anzueignen. (zitiert nach Markale 1987, S.44). Die Besonderheit des mythologischen Sprachgebrauches ist Thema von Ranke-Graves: Meine These ist, daß die Sprache des (..) poetischen Mythos eine magische Sprache war(..). Dann kamen die griechischen Philosophen, die der magischen Dichtung feindlich gesonnen waren, weil sie ihre neue Religion der Logik bedrohte, und unter ihrem Einfluß wurde eine rationale poetische Sprache ( heute die klassische genannt) (…) erfunden und der Welt als letztes Wort der geistigen Aufklärung aufgezwungen; eine Auffassung, die seit damals praktisch beherrschend ist an den europäischen Schulen und Universitäten, wo die Mythen heute nur als wunderliche Relikte aus dem Kindergartenalter der Menschheit studiert werden. (…) Es ist ein Unglück, daß das Wort mythisch (..)heute nur noch soviel heißt wie phantastisch, absurd, unhistorisch(..). Es ist verständlich, daß ein mythologischer Text vom modernen Rezipienten anders aufgefaßt und erlebt wird, als vom ursprünglichen Publikum. Trotzdem ist die Argumentation von Ranke-Graves stichhaltig: Die geringschätzige Haltung allem archaischen gegenüber ist letztlich ideologisch begründet, und der Sache nicht angemessen. Dies wird deutlich, wenn berücksichtigt wird, das eine Mythologie Bewußtseinsbereiche wiederspiegelt, die der Logik nicht zugänglich sind, und deshalb auch andere Maßstäbe zur Bewertung ihrer Formen und Inhalte erfordert. Die ursprüngliche, magische Sprache entfaltet ihre Wirkung erst voll im mündlichen Vortrag, dem Ritual, oder auch der szenischen Darstellung. Das gesprochene/gesungene Wort ist das wichtigste Zaubermittel. Durchschlagenden Erfolg zeitigen weder Zauberformeln noch vorausbedachte Formulierungen, sondern das ex-tempore-Gedicht, die Eingebung aus dem Übersinnlichen.(Botheroyd 1992).Die sakrale Eigenschaft des gesprochenen Wortes führte zur Ablehnung der Schriftkultur, die die Gefahr der Profanisierung und des Mißbrauches von Wissen mit sich bringt. Die mündlich weitergegebenen Epen wurden erst im Mittelalter verschriftet.
Keltische Epen sind symbolische Erzählungen. Die darin auftretenden Charaktere sind in der Regel Personifizierungen bestimmter Prinzipien oder Naturkräfte. Die Psychoanalyse unterscheidet zwei Arten von Symbolen: die Privatsymbole, die nur aus der individuellen Erlebniswelt und Lebensgeschichte des Einzelnen aufgeschlüsselt werden können, und die Kollektivsymbole, in denen eine allen Menschen gemeinsame mythische Tiefenschicht- das kollektive Unbewußte- ihren bildhaften Ausdruck findet. Aus diesem Fundus sind die Mythen, Sagen und Märchen entstanden(…).(Hofstätter 1965).

Jaques Lacan formulierte diesen Gedanken ähnlich : Die Struktur des Symbols (ist) nicht als etwas vom Menschen geschaffenes aufzufassen, sondern umgekehrt als etwas diesen Konstituierendes. Scharfetter und Dittrich heben die Bedeutung des Symbols für indigene Heilverfahren hervor: Sinnschöpfung und -verknüpfung geschieht in Symbolen als semantischen und energetischen Trägern der Heilungsinteraktion. Die Symbole vermitteln eine Wirkung gegen Demoralisierung, das Gefühl von Ausgesetztsein, Ohnmacht und Selbstaufgabe des Klienten(..).(Dittrich & Scharfetter 1987). Zur Kategorie der Hoffnung generierenden Symbole gehört sicherlich die Vorstellung der keltischen Anderswelt, die nicht nur durch den körperlichen Tod, sondern auch von Lebenden unter besonderen Umständen erreichbar ist. Im Gegensatz zum christlichen Modell, in dem entweder Lobgesang oder Folter unendlich fortgeführt werden, leben Menschen und göttliche Wesen im keltischen Jenseits gemeinsam in einer paradiesischen Umgebung

Die Anderswelt

.jenseitsglaube der Kelten

Das Samhain Fest, das zugleich Anfang und Ende des Jahreskreislaufes darstellte, lag ausserhalb der gewöhnlichen Zeit, und schuf einen Übergang zur jenseitigen Welt. Le Roux weist auf diesen Aspekt des Samhainsfestes hin: Samain verdankt seine Mittlerrolle zwischen der menschlichen Welt und dem Kosmos der Götter dem Umstand, daß es am Drehpunkt zwischen zwei Jahren liegt, und so einen ebenso vergänglichen wie zeitlosen Augenblick darstellt. Dieser Umstand beruht auf der keltischen Vorstellung, daß es sich bei einem Tag, einem Jahr und der Ewigkeit um Äquivalente Zeiteinheiten handelt. Es genügt, das der Augenblick in diesen geschlossenen Zeitraum fällt, der eine Art Klammer der Ewigkeit darstellt, die sich paradoxerweise in die die menschliche Zeit einfügt. (Le Roux et al. 1997). Eine strikte Trennung in eine reale, diesseitige, ausschließlich materielle und eine jenseitige, uneingeschränkt spirituelle Welt wurde mithin nicht vorgenommen. Vielmehr stehen die Primärwelt (Anderswelt/ Otherworld/ Autre-Monde) und die dreidimensionale Welt in einem intensiven Austausch und weisen eine prinzipiell analoge Struktur auf. Die Bewohner der Anderswelt führen eine körperliche Existenz in einer relativ perfekten Umgebung. Die Autre Monde ist das Anderswo. (…) (Sie) ist der zeit-lose und raum-lose Ort, wo die Welt der Imagination nach dem göttlichen Plan Wirklichkeit geworden ist.(Markale 1987)

Mit dem christlichen Jenseits oder mit jenen unscharfen Zonen des Nicht-Bewußtseins, das sich die Römer und Griechen aufgrund ihres materialistischen und rationalistischen Denkens als Jenseits vorstellten, hat diese Welt wenig Ähnlichkeit. Lucanus beschreibt in seinen Pharsalia die Vorstellung der Seelenwanderung: Eurer (= der Druiden) Ansicht nach gelangen die Schatten nicht in die stillen Gefilde von Erebus und in die bleichen Reiche von Dis; es herrscht also weiterhin der gleiche Geist, nur in einem anderen Körper und in einer anderen Welt.(Pharsalia, V. 450f.)

Tatsächlich verbringen die Bewohner der Anderswelt ihre Zeit mit Tätigkeiten, die einen Körper vorraussetzen: Sie feiern Festgelage, jagen, oder zeugen Kinder: auch mit sterblichen Menschen. Ein Kunstgriff, der die herausragenden Eigenschaften bestimmter Sagengestalten erklären soll.
Im Gegensatz zu der von Auseinandersetzungen, Mißernten und anderen Katastrophen heimgesuchten diesseitigen Welt, stellt die Anderswelt einen Hort der Stabilität und Harmonie dar. Unsere von ständigen, unkontrollierbaren Veränderung beherrschte Welt wird in der Erzählung Echtra Cormaic i Tir Tairngiri als ein Dach beschrieben, das mit Vogelflügeln gedeckt ist: Immer wieder macht ein Windstoß die materiellen Bemühungen zunichte. Die Reiterschar, die du mit dem Decken des Hauses beschäftigt sahst, das sind die Künstler und Handwerker Irlands, wie sie Vieh- und Herdenbesitz sammeln, der sich wieder in Nichts auflöst. Die Anderswelt ist dagegen ein Raum der Beständigkeit. Die Menschen sind dem Wandel unterworfen, die Sidhe haben den Wandel in der Hand. (Lautenbach 1991).

In den mythologischen Texten werden vier Hauptformen der Primärwelt beschrieben:

1.) Die unterirdische Feenwelt des Sidh, der mit seinem Hügel in die reale Welt hineinragt und zu bestimmten Zeiten ( z.B. Samhain) zugänglich ist.

2.) Die einsame, unzugängliche Ebene, auf der sich rätselhafte Gebäude und Personen befinden. Sie ist unter Anwendung eines Zaubernebels(psychotrope Substanz?) von verschiedensten Orten der Normalwelt erreichbar.

3.) Die schwer, nur über das Wasser, erreichbare Insel, die im Nordwesten liegt.

4.) Das Land unter der Woge, das auf dem Meeresgrund, unter einem See verborgen oder unterhalb einer Quelle liegt. Quellen und ihre Umgebung galten als heilige Orte, denn hier konnte man mit den lebendigen und fruchtbaren Kräften in Verbindung treten, die aus der anderen Welt emporstiegen.

Alle Ausprägungen der Anderswelt weisen eine Abwesenheit von Alter, Tod, Mangel und Krankheit auf. In der anderen Welt gibt es keine Jahreszeiten, die Bäume welken nicht und tragen Blüten und Früchte zu gleicher Zeit. Diese Eigenschaften spiegeln sich in den Bezeichnungen Tir na mBeo (Land des Lebens), Tir na nOg (Land der Jugend), Aircthech (Land des Überflusses und der Großzügigkeit), Mag Mell (Ebene der Glückseligkeit), Tir nIngnath (Land des Außergewöhnlichen, Wunderbaren), Tir na Sorcha (Land des Lichtes) und Mag Findargat (Weißsilberne Ebene). Vor allem aber ist die Anderswelt eine Tir na mBan (Land der Frauen) und eine Tir na nInghen (Land der Mädchen), Urheimat der großen Mutter, wie auch der Kessel der Wiedergeburt und die Quelle der Gesundheit Symbole des uterus mundi, also des weiblichen Schöpfungsprinzipes sind (Grosse 1983). Diese Idee des keltischen Eden ist ein Zeugnis für die ursprünglich matriarchale Bestimmtheit keltischen Denkens und für die bedeutsame Position der Frau in der keltischen Gesellschaft.
In der frühirischen Dichtung Sergligi Con Culaind(Cuchulainns Krankenlager) liegt die andere Welt im Traum und der Vision; wobei der Betroffene den Verstand verliert und von Sinnen ist, weil er als Lebender und nicht-Eingeweihter den Eindrücken der Anderswelt nicht standhalten konnte.

Transformation und Heilung

Die keltischen Vorstellungen von Gesundheit, Fruchtbarkeit und Heilung sind meist mit Pflanzen, Quellen und Einwirkungen der Otherworld verbunden. Die Vermittlung zwischen den Kräften und Welten ist Aufgabe der Druiden. Die Gesundheit einzelner Personen, wie zum Beispiel des sakralen Königs, ist untrennbar mit mit der Verfassung des Landes verknüpft. Bei der Auswahl des richtigen Kandidaten wandten die Druiden Rituale an, die eine Vision des zukünftigen, möglicherweise noch ungeborenen Königsanwärters ermöglichten, wie z.B. der tarbfais (Stierschlaf). Nach dem rituellen Verzehr eines geopferten Stieres legt sich der Druide zum Schlaf nieder und im Traum erscheint der zukünftige rechtmässige König.
Die Übergabe der Herrschergewalt geschieht durch die rituelle Hochzeit mit der Allegorie der Muttergöttin, d.h. der Souveränität des Territoriums, die in der Anderswelt wurzelt. Die rechtmäßige Herrschaft bringt Gesundheit, Fruchtbarkeit und Wohlstand. Mensch, Vieh und Pflanze gedeihen durch ihren positiven magischen Einfluß; Usurpation, ein physischer oder, schlimmer noch, moralischer Makel des Königs bewirken das Gegenteil. Der ungerechte Richterspruch löst buchstäblich die Grundfesten: Das Haus in dem er gesprochen wurde, rutscht den Hügel hinunter. (Botheroyd 1992).
Nach der zweiten Schlacht von Mag Tuired, die von den die Ordnung und Verstandeskräfte symbolisierenden Tuatha de Danaan gegen die die rohen Naturkräfte verkörpernden Fomoraigh gewonnen worden ist, prophezeit die Göttin Morrigan ein zeitloses Szenario, das mit dem Verlust der sakralen Herrschaft einhergeht. Die reine Verstandesherrschaft, ohne eine Verbindung mit den harmonisierenden Kräften der Anderswelt, verkehrt sich nach einer Zeit des Erfolges in einen Zustand des groben Materialismus und der Anomie:

Ohne Blüten der Sommer,

Das Vieh ohne Milch.
(…) Ohne Könige Raubkrieg
…Wald ohne Wipfel,
fischlose See…
Pervers urteilen Greise,

Lügnerisch Richter,
Jeder Mann ein Verräter,
Jeder Sohn ein Räuber.
(Lautenbach 1991)

Die körperliche Unversehrtheit des sakralen Königs ist Gegenstand einer anderen Episode derselben frühirischen Dichtung, die viele Elemente keltischer Heilungsvorstellungen beinhaltet. Im Kampf gegen die Fir Bolg verliert Nuada, der König der Tuatha de Danaan eine Hand. Obwohl Dian Cecht, der Arzt der Tuatha de Danaan eine siberne Prothese anfertigt, ist die Königswürde verloren. Aber dessen (Dian Cechts) Sohn Miach fand das nicht gut. Er ging und sah sich die Hand an und besprach sie.(…) Und er heilte sie in neun Tagen und Nächten. Aus nicht näher ausgeführten Gründen ist Dian Cecht über die Intervention seines Sohnes aufgebracht. Er fügt dem Sohn vier Kopfverletzungen mit wachsender Schwere zu, von denen die ersten drei von Miach geheilt werden können. Die finale Wunde spaltet Miachs Gehirn; eine Verletzung die unheilbar ist. Markale bewertet diese ausführliche Darstellung schwerer Kopfverletzungen als einen Hinweis zur Erklärung der keltischen Sammelleidenschaft: Nur der Gegner, der seinen Kopf verloren hatte, konnte mit Sicherheit nicht widerbelebt werden.
Miachs Tod folgen weitere wichtige Details keltischer Heilungsvorstellungen: Darauf wurde Miach von Dian Cecht bestattet, und 365 Kräuter wuchsen aus seinem Grab (…). Da breitete Airmed (Miachs Schwester) ihren Mantel aus, zog die Kräuter heraus und ordnete sie nach ihren Eigenschaften. Doch Dian Cecht kam herbei und warf die Kräuter durcheinander, so daß niemand mehr die ihnen eigentümlichen Heilkräfte kennen kann, es sei denn der heilige Geist (an Spirut) belehre ihn darüber. (Lautenbach 1991, 54f)

Der christianisierte Schreiber des Mittelalters bestätigt damit, daß ein umfangreiches Wissen über die Anwendungsmöglichkeiten der Pflanzen absichtlich verborgen worden war. Dian Cecht und seine drei Kinder verhelfen den Verwundeten der Tuatha de Danaan zu neuer Lebenskraft und strahlender Gesundheit am nächsten Tag. Sie besprachen die Tipra Slaine, die Quelle der Gesundheit, mit Zauberformeln; sie warfen die Schwerverwundeten und Gefallenen hinein- und die stiegen wieder heraus und waren wieder lebendig. Die tödlich Verwundeten wurden wieder gesund durch die magische Kraft der Beschwörung aus dem Munde der vier Ärzte, die rund um die Quelle standen.(…) Ein anderer Name für diese Quelle ist Loch Luibe (Kräutersee), weil Dian Cecht alle Pflanzenarten, die in Irland wuchsen hineingeworfen hatte. (Lautenbach 1991). Plinius schildert verschiene Rituale, die mit dem Sammeln von bestimmten Pflanzen verbunden sind, unter anderem die Ernte von Misteln (ir. uileiceadh = Allheilmittel), deren tumorhemmende und blutdruckregulierende Wirkung durch die moderne Medizin nachgewiesen ist.
Die Gallier glaubten, daß die Mistel, als Getränk genossen, unfruchtbaren Tieren ihre Fruchtbarkeit zurückgibt und ein Heilmittel gegen alle Arten von Gift darstellt. (Plinius d.Ä. XVI,249).
In der Erzählung Der Rinderraub von Cualgne schildert der anonyme Autor, wie während des Zweikampfes von Cuchulainn und Ferdead mehrere Druiden eintreffen: Sie legten Heilkräuter und Pflanzen auf ihre Wunden und besprachen sie mit magischen Formeln zur Genesung. Am nächsten Tag bringen sie Zaubertränke und sprechen Zauberformeln über die blutenden Wunden, um den Blutverlust und die tödlichen Schmerzen zu lindern. Die Heilung durch Pflanzen ist vermutlich immer mit dem Sprechen von magischen Formeln verbunden gewesesen: Die alte Vorstellung, daß jede Krankheit auch eine Krankheit der Seele ist, stellt einen Grundbestandteil des keltischen Denkens (..) dar.(Markale 1987). Die in einer gewalttätigen Auseinandersetzung erworbenen Verletzungen können sicher nicht als psychosomatisch im engeren Sinne gewertet werden, dennoch ist der seelische Beistand förderlich für die Genesung. Die Verwendung der pflanzlichen Heilmittel ist in den mythologischen Kontext eingebettet und letztlich nicht von den religiösen Vorstellungen der Kelten trennbar.

Der Bezug der Kelten zu Tieren und Pflanzen, der auch in der keltischen Kunst ständig präsent ist, ermöglicht einen Vergleich mit schamanistischen Praktiken symbolischer Verwandlung und ritueller Verwendung von Kraftpflanzen. Die Verwandlung von Menschen in Tiere und Planzen, und auch umgekehrt die Transformation von anderen Lebensformen in menschliche Wesen haben eine zentrale Position in der keltischen Kultur. Die religiös bedingte Achtung, die die Menschen für Tiere empfanden, wird vor allem daraus deutlich, daß die Götter in halb tierischer Gestalt dargestellt wurden. Ein Motiv, das in vielen keltischen Mythen zu finden ist, ist das der magischen, verzauberten Tiere, die eigentlich teils Götter, teils Menschen sind. Ein Charakteristikum all dieser Geschöpfe ist es, daß nur ihre äußere Gestalt sich verändert hat; sie denken nach wie vor wie Menschen und können oft auch weiterhin sprechen, das heißt, sie wechseln ihre Haut wie vergleichbare Geschöpfe in der nordischen Mythologie. (Green 1994).

Der enge Kontakt des Schamanen mit den Pflanzen findet eine Parrallele in druidischen Pflanzenritualen, und auch die Archäologie bestätigt die kultische Verwendung von Pflanzen. Der Weltenbaum der Schamanen ist meist die Birke. Der in einer reich ausgestatteten Grabkammer, um das Jahr 550 v.u.Z beerdigte Fürst von Hochdorf trug eine konische Kopfbedeckung aus Birkenrinde, wenngleich der materielle Standard des Grabhügels ohne weiteres eine kostspieligere Kopfbedeckung ermöglicht hätte.
Obwohl es zu diesem Hut bisher keine Vergleichsstücke gibt, deuten doch Hinweise darauf, daß er in der damaligen Zeit ein durchaus üblicher Kopfschmuck war.(..) Der Hochdorfer Hut zeigt aber meines Erachtens ganz deutlich – ergänzt durch das beobachtete Fehlen eigentlicher Waffen-, daß der hier bestattete Kelte kein Krieger im eigentlichen Sinn war. (Biel 1995). Die keltische Gesellschaftsstruktur legt den Schluß nahe, daß der Fürst eventuell ein Mitglied der Priesterklasse war. Unter der bronzenen Liege in der Grabkammer fanden sich Reste von Blüten und Blütenpollen. Sie wurden als Hasel, Witwenblume, Thymian, Rotklee und Wegerich bestimmt. Diese Funde könnten eine Inkarnation durch die magische Lebenskraft der Blüten in der Anderswelt versinnbildlichen. Das Motiv der Geburt aus den Blüten von bestimmten Pflanzen ist in der keltischen Mythologie weit verbreitet. Im Cad Goddeu (Die Schlacht der Bäume) von Taliesin finden sich ebenfalls Hinweise für ein Transformationsritual in dem Blüten eine Rolle spielen:

Als ich geschaffen wurde,

formte mein Schöpfer mich

aus der Frucht der Früchte

aus den Stockrosen und den Blumen der Hügel

aus den Blüten der Bäume und Sträucher

aus den Blüten der Nessel (….)

ich war verzaubert von Gwyddyon (…)

Im weiteren Verlauf der Erzählung nimmt Gwyddyon, der Magier-Druide par excellence, selbst die Gestalt einer Birke an: Im schamanischen Ritual geschieht die Transformation sicher nicht auf der Ebene der materiellen Wirklichkeit, aber dennoch auf der Ebene der psychischen Wirklichkeit und Erfahrung.
Die numinose Bedeutung des Haselzweiges (corylus avellana), die keltische Bezeichnung ist coll und repräsentiert die Zahl neun, ist durch weitere Funde und Textpassagen belegt. Mac Cuill, „Sohn des Hasels ist einer der drei Könige der Tuatha de Danaan, Gatte der Banba, einer der drei Verkörperungen Irlands. Hier besteht eine echte Hierogamie (sakrale Verbindung), deren Zweck die Fruchtbarkeit des Landes ist. Botheroyd 1992). Im Fürstengrab von Hohmichele befand sich ein Schälchen mit Haselnüssen; sie dürften als Symbol für das Leben schlechthin gegolten, und auf ein Weiterleben in der Anderswelt hingewiesen haben. In Ashill (Norfolk) sind in einem Quellschacht Urnen versenkt worden, die sorgfältig in Haselblätter eingebettet waren. Der Zusammenhang zwischen der Quelle und dem Haselbusch wird in der irischen Mythologie beschrieben: Die Quelle der Weisheit ( Tipra na heicsi) ist von neun Haselbäumen der Weisheit (cuill n-ecsi) und poetischen Inspiration (imbois) umstanden, die gleichzeitig blühen und Früchte tragen. Die Quelle ist fon muir(unter dem Meeresspiegel) lokalisiert. Die Nüsse fallen in die Quelle, färben sie rötlich und lassen rote Blasen im Wasser aufsteigen. Lachse fressen die Nüsse und werden dadurch zu Lachsen des Wissens (iaich fis); sie schwimmen die Flüsse hinunter, die aus der Quelle entspringen. So gelangen sie in die Welt der Menschen, und wer einen dieser Lachse fängt und ihn verzehrt, wird hellsehend und hat druidisch-dichterische Inspirationen. (Lautenbach 1991). Eventuell besteht ein Zusammenhang mit den Hochdorfer Funden. In einem Täschchen auf der Brust des Toten von Hochdorf-Eberdingen fanden sich drei Angelhaken. Die Haken sind für recht große Fische bestimmt.(…) (Sie) mögen für unseren Toten eine besondere persönliche Bedeutung gehabt haben (..).Biel 1995) Die Anzahl der Haken hat widerum eine symbolische Bedeutung, ob sie die Suche nach Wissen, wie in der Mythe beschrieben andeuten, muss letzendlich offen bleiben. Weiterhin war ein Teil der Grabkammer mit roten Textilien verhängt (Banck-Burgess 1998); die Farbe rot symbolisierte die Anderswelt.

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Die Erzählung Cuchulainns Krankenlager trägt ebenfalls Züge des schamanischen Weltbildes: Die Ursache des Leidens entspringt der Anderswelt, und kann nur durch eine Vermittlung der Druiden mit den jenseitigen Ursachen geheilt werden. Nachdem Cuchulainn zur Zeit des Samhainsfestes Schwäne, die als tabuisierte Boten der Anderswelt gelten, mit einem Speer attackiert hatte, schlief er ein. Da sah er zwei Frauen auf sich zukommen. Die eine von ihnen hatte einen grünen Mantel um, die andere war in einen fünffach gefalteten purpurnen Mantel gehüllt. Die Frau im grünen Mantel trat auf ihn zu, lächelte ihm zu und versetzte ihm einen Schlag mit einer Pferdepeitsche. Und auch die andere kam zu ihm heran, lachte ihn an und schlug ihn in der gleichen Weise. Und so trieben sie es eine lange Zeit weiter: beide schlugen ihn immer abwechselnd bis er halbtot war. Dann verließen sie ihn. Als er erwacht, kann er kein Gespräch mehr führen. Der Angriff auf die sakralen Tiere war damit vergolten. Der Zustand der geistigen Verwirrung hält ein Jahr lang an. Am nächsten Samhain richtete (er) sich im Sitzen auf und begann zu sprechen: Ich hatte eine Vision, sagte er, letztes Jahr um Samhain… Im weiteren Verlauf der Erzählung begegnet Cuchulainn den Frauen wieder, die ihn bitten eine Aufgabe in der Anderswelt zu erfüllen. Cuchulainn lebt mit den Frauen der Anderswelt zusammen, und es entwickelt sich ein Eifersuchtsdrama zwischen Fand, einer Frau der Sidhe, und Cuchulainns grobstofflicher Gattin Emer, wobei zuletzt Emer und Cuchulainn den Verstand verlieren. Die zunächst unbeteiligte Emer wird also durch den Kontakt mit dem Wahnsinnigen in die Geschehnisse der anderen Welt miteinbezogen.
Emer aber ging zu Conchobar nach Emain und berichtete ihm, wie es mit Cuchulainn stand. Conchobar schickte die Dichter, Handwerker und Druiden aus Ulster auf die Suche nach ihm; sie sollten ihn in Gewahrsam nehmen und ihn nach Emain bringen. Cuchulainn versuchte, die Handwerker umzubringen. Die aber sangen ihm magische Druidenbeschwörungen entgegen, so daß ihm Hände und Füße festgehalten werden konnten, bis er wieder zu Verstand kam. Er bat sie daraufhin um einen Trunk. Die Druiden reichten ihm einen Trank des Vergessens. Sobald er den getrunken hatte, verschwand Fand und alles, was er getan hatte, aus seinem Gedächtnis. Und Emer wurden Vergessenstränke gegen ihre Eifersucht eingeflößt, denn sie war nicht besser dran als er.(Lautenbach 1991). Diese Szene zeigt ein prinzipiell gleiches Vorgehen, wie in der gegenwärtigen Psychotherapie : Heutige Psychotherapeuten sprechen eher als daß sie singen, und wenden Psychopharmaka als moderne Version der Vergessensttränke an.; ganz offensichtlich handelt es sich bei der druidischen Behandlung um eine Verschränkung von Psycho- und Somatotherapie, die in engem Zusammenhang mit religiösen Vorstellungen steht.

Literatur

Banck-Burgess, J.(1998) Kostbare Stoffe im Fürstengrab. (Prähistorische Textilien).
Archäologie in Deutschland 1/98.

Biel, J. (1995) Der Keltenfürst von Hochdorf. Stuttgart: Theiss.

Botheroyd, S. & P. (1992). Lexikon der keltischen Mythologie. München: Diederichs.

Dittrich, A. & Scharfetter, C. (Hrsg.)(1987). Ethnopsychotherapie. Stuttgart: Enke.

Green, M.J. Keltische Mythen. Übers. Müller,M. Ditzingen 1994.

Grosse, R. Der Silberkessel von Gundestrup. Dornach 1983. (Zweite, wesentlich
veränderte Auflage)

Haffner, A. (Hrsg.) (1995). Heiligtümer und Opferkulte der Kelten
Sonderheft der Zeitschrift Archäologie in Deutschland Stuttgart: Theiss.

Hofstätter, H.H. (1965). Symbolismus und die Kunst der Jahrhunderwende. Köln: DuMont.

Lautenbach, F. (1991). Der keltische Kessel. Wandlung und Wiedergeburt in der
Mythologie der Kelten. Stuttgart: Urachhaus

Markale, J.(1972) La femme celte. Paris: Editions Bayot
Die keltische Frau. Übers. Wieland Grommes.
Gütersloh 1984

Markale, J. (1987) Le Druidisme- Traditions et Dieux des Celtes. Paris: Editions Bayot
Die Druiden. Übers. Beatrice Bludan und Wieland Grommes.
Gütersloh 1989.

von Ranke-Graves, R. (1981). Die weiße Göttin- Sprache des Mythos. Berlin: Medusa.

Le Roux, F., Guyonvarc`h, C.J. (1997). Die hohen Feste der Kelten. (Übers.: Christian
Schweiger) Engerda: Arun. Titel der Originalausgabe: Les fetes celtique. Editions Ouest-
France, Rennes.

Quelle: http://www.dieneueenergiebewegung.de/shares/content/?conId=281

Gruß an die Schöpferkraft

TA KI

 

Von sagenhaften Steinen


und

warum an Steinen Sagen haften

Sagen tradieren vorgeschichtliche Mythen und Kulthandlungen. Was über tausende von Jahren Bewusstsein und Handeln prägt hinterlässt Spuren bis heute. Steine haben Namen, sie weisen bestimmte Formen oder Körpereindrücke auf. Bei ihnen zeigen sich Schlangen und Schätze, man opfert auf Steinen, holt neugeborene Kinder darunter hervor. Tonnenschwere Findlinge lassen sich mit Leichtigkeit tragen oder drehen. In den Märchen werden Menschen in Steine verwandelt. Solche Motive entstammen frühen Epochen, sind jedoch überlagert von späteren Schichten, in denen sich Patriarchalisierungs- und Christianisierungsprozesse spiegeln.

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Woher die Steine kommen

  • · Im Walliser Lötschental erscheint eines Tages eine Zwergenfrau, d’Holzmüeterä, sie trägt einen gewaltigen Steinblock auf dem Rücken und strickt dazu noch ein Zwergenkleid. Weil sie von den Menschen geneckt wird, stellt sie den Klotz ab, dort wo er heute noch tief im Boden steckt · Der Riese vom Calfeisental transportiert einen Mühlstein von Mels bis nach Vättis hinauf. Andere sagen, der Block sei vom nahen Berg heruntergerollt. Beim Stein treffen sich die Hexen zum Tanz · Am alten Wallfahrtsweg auf die Rigi steht ein ofengrosser schwarzer Marmelstein. Damit will der Teufel den Neubau der Kapelle Maria zum Schnee verhindern. Ein altes Mütterchen überrascht ihn, ruft erschrocken „Jesses Maria“, daraufhin muss er den Koloss absetzen. Noch heute sieht man die Krallenspur ·

Die Steinverehrung reicht in die Jungsteinzeit zurück, entwickelt aus den paläolithischen Höhlenkulten. In flachen Gegenden baut man künstliche Höhlen und Hügel als megalithische Grabanlagen. Sie beherbergen die Verstorbenen eines Clans, dienen Kulthandlungen und astronomischen Messungen. Noch heute bleibt mancherorts rätselhaft, wie die tonnenschweren Blöcke über weite Strecken transportiert wurden. Wenn auch die Findlinge in den Alpengebieten nicht von Menschenhand an ihren jetzigen Ort gelangten steckt doch in mancher Sage diese Erinnerung mit drin. Steinsetzungen sind ein Werk von Generationen, eine „riesige“ Aufgabe zur Ehre der Grossen Göttin. Hinzu kommt die Vorstellung der Landschaft als Frau, naheliegend also, wenn sie Steine auf ihrem Rücken trägt.

 

Eingang zu den Schätzen der Anderswelt

· Ein Jagdhund schlüpft unter den Römerstein von Lenzburg. Wie von Geisterhand dreht sich der gewaltige Stein, gibt eine Treppe und einen langen Gang frei, zuhinterst ein Tor. Steinalte bärtige Gesellen bewachen eine Schatzkiste · Das Regeli, eine seltsame alte Frau lebt einsam in ihrer zerfallenen Hütte. Einmal im Jahr am Karfreitag steigt sie vor Sonnenaufgang auf den nahen Berg und lässt sich von der aufgehenden Sonne bestrahlen. Noch heute trägt der Stein ihren Namen. Es heisst, wer das Regeli erlöst, gewinnt einen grossen Schatz · In Längenfeld wohnen vor Zeiten wilde Fräulein. Sie graben sich dort eine neun Stufen tiefe Höhle. Auch haben sie einen eigenen Stein, auf dem sie sich sehen lassen, er heisst nach ihnen Frauenstein. Man sieht sie oft auf demselben sitzen, wie sie ihre blonden Haare kämmen und schöne Lieder singen. Naht sich ein Mensch, so ziehen sie sich schnell in die Höhle zurück · Beim Entfernen eines erratischen Blockes in der Bettelmatt entdeckt man unter dem Stein vier Beilklingen ·

 

In den Alpengebieten gibt es nur vereinzelt Steinsetzungen. Überall aber bieten imposante Steine und Findlinge natürliche Objekte, um von den Menschen beachtet zu werden. Weisen sie höhlenähnliche Vertiefungen, Durchschlupfe oder Löcher auf, können sie zu Ahninnensteinen[1] werden und den Eingang zur Anderswelt markieren. Zuweilen sind die Steine künstlich bearbeitet mit Schalen, Rinnen oder Kerben. Bärtige alte Gesellen sind Verstorbene, sie warten auf ihre Rückkehr ins Leben. Schätze verwandeln sich in der neuen Vegetationsperiode in blühende Felder, wenn sie von der erstarkenden Frühlingssonne bestrahlt werden. Das Regeli, die Winteralte, vollzieht ein Frühlingsritual, in dessen Verlauf vielerorts Weihegaben niedergelegt werden, wie archäologische Depotfunde unter Steinen belegen.

schalenstein

Aus den Steinen kommen die Kinder

· Unter dem grauen Stein von Biel gräbt man die Kinder hervor · Alter Weiber Morgengabe heisst ein eiförmiger Fels, der frei aus dem Vierwaldstättersee hervorragt. Aus diesem Fels werden die kleinen Kinder geholt · In der Umgebung von Lenzburg gibt es mehrere Granitblöcke, die von einem Steinregen herrühren. Die Hebamme nimmt diejenigen Kinder zuerst, die am lautesten schreien, deshalb weiss man nicht im Voraus, ob es ein Bübchen oder ein Mädchen wird · Man muss dreimal an den Stein klopfen oder dreimal um den Stein herumgehen · Aus der Höhle des Rosensteins werden die Kinder von der Weissen Frau gereicht · Frauen mit Kinderwunsch rutschen über Steine oder stellen den Fuss in den Lochstein, aus dem das Wasser bei der Verena-Quelle sprudelt ·

Steine markieren Grabstätten und Eingänge zur Anderswelt, dort entsteht gemäss den alten Wiedergeburtsvorstellungen neues Leben. An diesen regenerativen Orten des Erdschosses halten sich die Seelen der Verstorbenen auf, behütet von der Urahnin, der Weissen Frau, der Heiligen Verena. Durch Berührung mit dem Stein kommt es zu einer spirituellen Empfängnis, deshalb rutschen Frauen auf den Steinen. Eine Verbindung mit Wasser verstärkt die Symbolik. Unter Steinen hervorsprudelndes Wasser ist Lebenswasser aus dem Schoss der Ahnin-Göttin.

landschaft schalenstein

Heilende Steine

Aus dem Wiedergeburtsglauben wird auch verständlich, warum viele Steine heilende Wirkung haben. Ihre lebenschöpfende Kraft vermag Krankheiten zu überwinden.

  • · Beim Grabmahl der heiligen Idda gibt es einen Lochstein, dort stecken Pilger die schmerzenden Füsse hinein · In Einsiedeln hält man erkrankte Glieder in die Höhlung eines erratischen Blockes · In Skandinavien salbt man die Steine gegen Krankheiten · Aus Steinen wird heilsames Steinmehl gewonnen ·

 

Körperspuren im Stein

  • · Am Gonzen versucht eine Hexe auf die andere Talseite zu fliegen, es misslingt, ihre Fussspuren bohren sich in den Stein, auf dem sie landet · Auf dem Weg zur Tumpener Alm kommt man zu einer Stelle, die „Am Truttefuss“ heisst. Es gibt dort eine etwas erhöhte Steinplatte, auf der merkwürdige Vertiefungen zu sehen sind; eine sieht aus wie ein Menschenfuss, eine wie ein Kuhfuss und die dritte wie ein Ziegenfuss. Diese Eindrücke auf der Platte rühren von einer Trude her, die da darüber gegangen ist. Auch wird die Steinplatte „Der Hexentanz“ genannt ·Der wilde Mann und die Langtüttin kommen oft im Pillerberg zusammen, dort wo jetzt noch der weisse Stein liegt. Noch sieht man vom wilden Mann die eineinhalb Spannen grosse Fussstapfe. Sein Stecken drückt dem Sesselstein, an dem er lehnt eine solche Vertiefung ein, dass eine grosse Rinne entsteht. Ebenso sieht man noch genau im Felsen, wo er sitzt und wo er den Zwirnknäuel und das Strumpfelbrett hinlegt, dort sind Rillen eingedrückt. So sitzen sie oft stundenlang beisammen und spielen · Drei Löcher zeugen von einem falschen Schwur um Bodenbesitz, tief graben sich die Schwurfinger in den Stein, der seither den Namen Dreifingerstein trägt · Oraspighel (Eulenspiegel) und der Teufel streiten sich um die Herbsternte im Oberhalbstein. Wütend schleudert der Teufel einen Stein, verfehlt seinen Kumpanen. Das Geschoss schlägt ein Loch in den Piz d’Aela. Weil er beim Werfen ausrutscht, gräbt sich sein Knie in eine Platte am Boden. Durch das Loch im Piz scheint zu Zeiten die Morgensonne auf den Kniestein und wenn sich das Wasser darin sammelt, nennt man es Teufelswein · Der Riese Bernard liegt trauernd auf einem Steinblock bis zu seinem Tod, weil seine Liebe zur Blanche, der Weissen Frau, unerwidert bleibt, sein ganzer Körper ist darin abgedrückt. Man nennt den Stein „la pierre du sauvage“ ·

Im Stein verkörpert sich die Ahnin-Göttin selber oder ihr männlicher Partner, der als Kulturheros die Belange der Menschen und der Natur vertritt. In den Sagen wird sie zur wilden Frau, abgewertet zur Trude oder Hexe, er ist der Riese, der wilde Mann oder entsprechend dämonisiert der Satan. Der Heros manifestiert sich oft in Tiergestalt (Totemtier) als bocksfüssiger Teufel. Auch die Göttin zeigt sich zuweilen in Tierform, als Vogel, Kuh, Ziege oder Füchsin, davon zeugen die Spuren auf den Steinen. Sie verweisen auf göttliche Anwesenheit und vermitteln numinose Kraft.

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Steine im Jahreskreis

  • ·An Fronfasten, den Johannestagen und um Peter und Paul erscheint jeweils ein Lichtlein beim Geissbergerstein · Der Zwölfistein in Biel dreht sich an Quatembertagen, jener in Ins täglich am Mittagspunkt der Sonne. Er heisst Schallenstein und hat seinen Namen vom Schallen der Schellen, die an bestimmten Tagen im Jahr die Flurumgänge und Prozessionen zum Stein begleiten · Hauptfeiertage beim Fridolinstein in Rankweil sind der 1. Mai und der 2. Juli. Am Vorabend zum Maifest, in der Walpurgisnacht, gibt es eine grosse Lichterprozession zum Stein · Den Hexenstein von Terenten (Südtirol) fürchten die Bauern, denn dort feierten die Hexen einst die Sommersonnenwende. Bei Grabungen werden Kohlenreste festgestellt, in der Nähe befindet sich eine Platte mit schönen Schalen ·

Zeitangaben in den Sagen sind oft an jahreszeitlich relevante Daten gebunden. Die Benennung folgt christlicher Terminologie, dahinter verstecken sich heidnische Kultfeste mit astronomischem Bezug zu den Sonnenwenden und zum Bauernkalender. Der häufig genannte vierteljährlich wiederkehrende Termin Quatember oder Fronfasten entspricht Festdaten, die aus keltischer oder antiker Überlieferung bekannt sind. Hinzu kommen die grossen Sonnwendfeste an den Eckpunkten des Jahres, die heute christlich begangen werden. Für die Menschen sind solche Kultfeste von grosser Bedeutung, denn sie helfen, die Kräfte der Natur zu entfalten und die Fruchtbarkeit der Erde für die Acker- und Viehwirtschaft sicherzustellen.

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Opfer- und Weihegaben

  • · Kleidergeschenke für die Wildleute werden auf Steinen dargebracht, für die Percht und die Wilde Frau legt man Speisen auf Kreuzwege und Feldsteine · In den Schalensteinen deponiert man Milch- und Speiseopfer, noch bis in jüngste Zeit legen Hirten in Bignasco Alpkäse in die Schalen, um die Berggeister günstig zu stimmen · Die Schlange beim Crap von Bargnan fordert beim Vorbeigehen jeweils das schönste Stück der Herde · Jedem jungen Zicklein, das den Beusch, einen überhängenden Felsblock besteigt, wird auf geheimnisvolle Weise der Hals umgedreht.

 

Dämonisierung, Christianisierung, Industrialisierung

  • · Der Teufel will einen gewaltigen Stein, den er am Fuss der Alpen findet auf die Kirche von Huttwil schleudern. Höhere Gewalt hindert ihn daran. In seinen Händen glühend geworden lässt er den Block fallen · Von einem Priester stammen Fussabdrücke, er bannt die Geister, die in den grossen Steinen leben, ein harter Kampf mit vielen Beschwörungsformeln · Der heilige Gallus drückt seine Spuren beim Kampf mit dem Bären in den Stein. Andere sagen, die Fussspur sei durch das Scharren während des Predigens entstanden. Der Stein ist heute in die Wand der Galluskapelle eingemauert · Beim Bau der Gotthardstrasse wird der Geissbergerstein gesprengt. Seither hat man dort nie mehr etwas Ungehöriges bemerkt ·

Das Ausrotten des alten Glaubens hat System. Göttin und Heros werden dämonisiert (Hexe, Teufel), Kulthandlungen negativ benannt („Geisteraustreibung“), Kultsteine christlichen Heiligen zugeschrieben, in Kirchenbauten integriert oder verteufelt und mit Angst belegt. Noch die Moderne setzt diesen Trend fort. Steine sprengt man gewaltsam in die Luft oder versenkt sie meliorierend in den Boden. Bei Notgrabungen gelangen sie zuweilen ins Museum. Sagen und Überlieferungen? Aus dem Gedächtnis der Internet-Generation deleted. Sie wieder zu entdecken, könnte heilsam sein für die Natur und unsere Seelen.

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Quelle: http://www.mythologie-atlas.de

Gruß an die lebendigen Steine

TA KI